Die Anorexie wird männlich

Starb mit 38 Jahren an Magersucht: Model Jeremy Gillitzer. (Screenshot: Youtube)

Starb mit 38 Jahren an Magersucht: Model Jeremy Gillitzer. (Screenshot: Youtube)

Wie dünn ist zu dünn? Eine Frage, bei der die meisten automatisch an essgestörte Frauen und Mädchen denken. Letzte Woche aber war es ein Mann, der im Zentrum der Diskussion ums (un)gesunde Gewicht stand: Ein Model, das für Yves St.Laurent über den Laufsteg marschierte. Mode-Bloggerin Poppy Dinsey sass im Publikum und war geschockt ab dem Anblick des ausgemergelten jungen Mannes. Sie teilte ihr Entsetzen via Twitter mit der Welt und auf dem sozialen Netzwerk entbrannte im Nu eine Kontroverse, die schliesslich auch in die gedruckten Medien überschwappte.

Wäre das Model eine Frau gewesen, wäre vermutlich nichts passiert. An den Anblick weiblicher Magermodels hat sich die Gesellschaft gewöhnt, an die Geschichten magersüchtiger Mädchen ebenso. Mit der traurigen Realität abgefunden haben wir uns hingegen zum Glück noch nicht. So gibt es immer wieder Versuche, die Modeindustrie auf ein Mindestalter und Mindestmasse für Models zu verpflichten. Und in den Schulen werden Essstörungen thematisiert, damit nicht noch mehr Mädchen sich fast zu Tode hungern. Jawohl, Mädchen. Denn dass immer häufiger auch normale, nicht modelnde Jungs einen übertriebenen, bisweilen krankhaften Körperkult betreiben, wird ignoriert. Und dies, obwohl das Ganze keineswegs versteckt geschieht.

So hat mir der vierzehnjährige Sohn eines Freundes vor  einer Weile beim Apéro erklärt, dass er ganz sicher keine Chips esse, die seien erstens zu fettig und hätten zweitens zuviele Kalorien. Ich dachte erst, er mache Witze. Der Junge war schon immer schlank, und wenn man sich seinen Vater ansieht, wird sich daran vermutlich auch in Zukunft nichts ändern. «Du musst aber doch nicht abnehmen», entgegnete ich, und er sagte, dass das zwar stimme, «aber ich will eben auch nicht fett werden». Als mir sein Vater dann noch kopfschüttelnd erzählte, dass der Junge seit Neustem stets eine Kalorientabelle bei sich trage und der Sohn mir diese auch gleich stolz vor die Nase hielt, wähnte ich mich endgültig im falschen Film.

Nicht nur deshalb, weil auch ich bei der Kombination Teenie und Diät bis zu jenem Tag zugegebenermassen als Erstes an ein Mädchen dachte. Mich irritierte auch sein offener Umgang mit dem Thema. Als ich noch ein Teenager war, teilte man es höchstens der besten Freundin mit, wenn man eine Diät machte. Schliesslich sollte niemand merken, dass man mit seinem Körper unzufrieden war. Und ich mag mich an niemanden erinnern, der prophylaktisch hungerte, um bloss nicht dick zu werden – und dies auch noch öffentlich kundtat.

Nun mag man einwerfen, dass es positiv ist, dass heute so offen mit dem Thema Abspecken umgegangen wird. Das wäre es eigentlich auch, wenn es denn tatsächlich ums Abspecken, also ums Loswerden einiger überflüssiger Pfunde ginge. Doch das Ziel ist für die meisten längst nicht mehr eine gesunde, schlanke Figur, es scheint vielmehr ein Wettbewerb um den kleinsten Hintern, die dünnsten Beine, das definierteste Sixpack entstanden zu sein.

Denn gerade weil die Jugendlichen heute so selbstverständlich über ihre Diäten, Krafttrainingseinheiten und ihr Gewicht reden, gilt das ständige Kreisen der Gedanken um Kalorien und Körpermasse nicht mehr als Ausnahme, sondern als Norm. Wer etwas auf sich hält, hält beim Essen Mass. Und das gilt für Mädchen wie für Jungs. Zur Veranschaulichung: Laut einem Artikel auf ElternClub Schweiz haben 37 Prozent der 15- bis 20-Jährigen schon einmal eine Diät gemacht. Ein Viertel der Schweizer Schüler hat ein problematisches Essverhalten; über die Hälfte der weiblichen und knapp 30 Prozent der männlichen Jugendlichen finden sich zu dick.

Und die Jungs dürften weiter aufholen. Schliesslich werden auch die männlichen Idole heute mehr denn je über ihr Aussehen definiert, beziehungsweise das Aussehen alleine reicht schon, um die berühmten 15 Minuten Ruhm zu erreichen. Kein Wunder also, geraten auch die jungen Männer immer stärker unter Druck, ihren Körper einem unrealistischen Idealmass anzupassen.

Höchste Zeit, dass wir Erwachsenen uns dessen bewusst werden. Denn solange die «Manorexia», die männliche Anorexie also, in unserem Weltbild nicht existiert, nehmen wir sie nicht wahr. Und lassen die Jungs, die vom Diätwahn in die Essstörung abrutschen, mit ihrem lebensbedrohlichen Problem alleine.

265 Kommentare zu «Die Anorexie wird männlich»

  • Anna sagt:

    Schlimm finde ich eher, dass solche die schon an Aneroxie erkrankt sind oft gar nicht wahrgenommen werden, sondern man findet dünn einfach super und schön! Erst wenn es sehr extrem wird, dann wird dann mit den Fingern auf diese Leute gezeigt.
    Vielleicht sollte man endlich davon wegkommen normalgewichtige Frauen als zu dick zu beschimpfen und untergewichtige Frauen als schön zu bezeichnen. Und Slim Jeans bei Jungs, die im moment nicht mehr wegzudenken sind, sind halt auch absolut daneben! Jeder Junge mit ein bisschen Muskeln (nicht Fett notabene!) sieht darin beschissen aus.

  • Sascha sagt:

    Krass, dem war ich mir bis jetzt gar nicht bewusst… ein richtiger Augenöffner – wieder mal, dieser Artikel.
    Danke!

  • fufi sagt:

    Und namal en Kommentar vom fufi,
    ganz eleige für de Schportpapi!

    Wenn DU Menschen, die an einer unheilbaren seelischen Krankheit leiden,
    wo bestenfalls die Symptome wegtherapiert werden können,
    und häufigstens chronisch wird
    und oft tödlich verläuft.

    Wenn DU also diese Menschen als

    HUNGERHAKEN

    bezeichnest?

    Weisst du, Sportpapi,
    DAS sagt eigentlich auch recht viel über DICH aus!

    • babuschka miro sagt:

      sorry fufi,aber ich habe deine nachricht an sportpapi auch gelesen.DANKE!bin auch persönlich betroffen (B) und musste mir meine ganze kindheit/jugend/tw.erwachsenenwelt solche“gehobene“ stammtisch-sprüche anhören.ich weiss,es fälkt nicht immer leicht;solche menschen/kommentare zu ignorieren…aber:tue es!SP wird dich sonst nur wieder verletzen…gewollt oder ungewollt.alles gute!

  • tina sagt:

    was auffällt: eine diskussion über magersucht, es wird von hungerhaken gesprochen.
    es ist gesellschaftlich in ordnung und wird nicht als unanständig angesehen, jemanden öffentlich zuzurufen, er sei aber dünn, während es gesellschaftlich absolut nicht als in ordnung angesehen wird, jemandem öffentlich zuzurufen, er sei aber dick.

  • Peter sagt:

    Nur bei zu dünnen und normalgewichtigenKnaben/Kindern/Menschen ist es tragisch, wenn diese sich für zu dick halten. Wenn übergewichtige sich für zu dick halten, zeigt das, dass sie ein realistisches Selbstbild haben!
    In der Schweiz sind rund 20% der Kinder (Beobachter Online 24. Mai 2011) übergewichtig sind und davon vermutlich mehr Kanaben. Weshalb es theoretisch möglich währe, dass sich fast nur die 30% übergewichtigen Knaben für zu dick halten.

    Im überigen giebt es unzählige Diäten (Laktose, Gluten, Vegi…) die nicht der Gewichtsreduktion dienen.

  • Ted sagt:

    Leidete eigentlich Robin Gibb von den Bee Gees auch an Anorexie ?

  • alam sagt:

    Wir Erwachsenen haben gut reden. Wir würden uns nicht entscheiden absichtlich zu verhungert. Das entscheidet jemand, der im Übergang vom Kind zum Erwachsenen ist, der in seinem neuen Körper noch nicht zu Hause ist. Rutscht in diese Sucht hinein und findet nicht mehr heraus. Wann ist denn das Aussehen so vordergründig wichtig? Doch gerade bei den Teenies, und die suchen sich nun mal Idole. Ich bin deshalb sehr wohl der Meinung, dass gerade auf dem Laufsteg rigorose Gewichtsgrenzen gesetzt werden müssen.

  • Thomi sagt:

    Es gibt immer mehr schwule Jungs und die haben halt Mädchenprobleme; Ist mein Hintern zu dick?

  • Reto Burgener sagt:

    Ich würde sagen, jeder dritte Junge IST zu dick !!!!

  • pedrodesconocido sagt:

    ……………….Der Bart wird weiblich……………………

  • Katharina sagt:

    Hier wurde die Notbremse gezogen.

  • The Damned sagt:

    Wir sollten uns vielleicht einmal grundsätzlich fragen, welches Menschenbild wir in unserer Leistungsgesellschaft pflegen wollen: Langsam arten sämtliche Tätigkeiten, sowohl im privaten als auch die beruflichen Bereich, im Endeffekt nur noch auf eine irgendwie geartete Leistungssteigerung hinaus. Das Leben scheint nur noch aus Leistungskriterien zu bestehen, Leistung ist alles: In alle Lebensbereiche schleicht sich das kompetitive Denken ein- Wettbewerb bis zur totalen Erschöpfung, 24 Stunden lang, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, ein ganzes, verdammtes Leben lang!

    • fufi sagt:

      Und so paradox das klingen mag:
      Genau um die Verweigerung desselbigen geht’s bei der Anorexie!
      Ein verzweifelter Hilferuf:
      Lasst mich doch bitte SO sein, wie ich gerne sein möchte!

  • fufi sagt:

    Ich danke euch allen für eure souveräne Teilnahmslosigkeit.
    Und grüsse euch damit:

    Savoy Brown – Hellbound train

    http://www.youtube.com/watch?v=qlqqeobOJvg

    fufi

    • fufi sagt:

      Ja, ich hätte mich halt schon gefreut
      über ein liebes Wort, oder so.
      Aber was nicht sein soll, soll nicht sein!

      Wünsch euch was!

    • Rahel sagt:

      Hey fufi!
      Also erstmal: schön wieder von Dir zu lesen! Hast Dich ja lange nicht gemeldet, oder habe ich da was nicht mitbekommen? Ich war auch einige Zeit nicht mehr aktiv hier und erst seit ein paar Tagen gebe ich wieder meinen Senf dazu!

      Tut mir leid, dass ich erst jetzt auf deine Kommentare eingehe, aber ich war hängengeblieben bei den zum Teil doch ziemlich gehässigen Posts! Habe aber alles gelesen, was Du geschrieben hast! Es ist sehr interessant, von jemandem zu lesen, der direkt betroffen war! Vor allem aber hat es mich erschüttert, wie sich Deine Freunde von Dir abgewendet hatten!

      • fufi sagt:

        Weisst du, Rahel, ich mag es eigentlich nicht sehr, wenn meine Kommentare erst Stunden später freigeschaltet werden.
        Wenn überhaupt!
        Aber weisst ja, wo du mich andernorts finden kannst!

    • tina sagt:

      fufi, sei nicht enttäuscht, das liegt doch daran, dass das hier anonym ist. wie soll man anteil nehmen an einem schicksal das angedeutet wird, von jemandem zu dem man persönlich keinen bezug hat. nimm das nicht persönlich. eine unpersönliche diskussion anonym zu führen ist eine ganz andere angelegenheit, darum wird fröhlich weiter geplaudert, während die persönliche message kaum beachtet wird.

  • fufi sagt:

    Und gleichzeitig möchte ich allen selbsternannten Experten für ihre wesentlichen und intelligenten Diskussionsbeiträge danken.

    Insbesondere:
    Markus Schneider: „Die anderen haben eben einen leichten Dachschaden, aber das ist ja nicht verboten.“
    Soccerdad: „Ausnamhen bestätigen die Regel.“
    Sportpapi: „Hungerhaken werden aber eher nicht mit männlich assoziiert.“

    Wer wirklich wissen will, was es DAMALS bedeutet hat,

    Gerne beantworte ich eure Fragen HIER:

    fortissimo@bluewin.ch
    Und wer vielleicht wissen will, was es HEUTE bedeutet, dass ich DAMALS an Anorexie erkrankt bin:

    • Sportpapi sagt:

      @Fufi: „“Hungerhaken werden aber eher nicht mit männlich assoziiert.” Willst du widersprechen? Ist das ein männliches Schönheitsideal, wie das bei Frauen zumindest teilweise der Fall ist?

      • fufi sagt:

        Hey Sportpapi:
        Haste denn auch nur ein bisschen was von – hach, ichweissnichtwas – in deinem Sixpack?
        Wenn schon nicht 20 oder gar 80cm drüber?

      • Jeanette Kuster sagt:

        Es geht ja bei einer Essstörung – nicht umsonst als MagerSUCHT oder Ess-BrechSUCHT bezeichnet – meist nur ganz am Anfang um ein Schönheitsideal. Danach spielen ganz andere Aspekte eine Rolle (Kontrolle über den eigenen Körper etc). Deshalb zieht das «Hungerhaken sind unnmännlich»-Argument nicht wirklich.

      • Sportpapi sagt:

        So hiess es komplett: „Natürlich achten auch Männer (zunehmend?) auf ihren Körper. In der Regel, dass er gepflegt, vor allem aber muskulös ist. Das heisst, viel Training und gezieltere Ernährung. Hungerhaken werden aber eher nicht mit männlich assoziiert.“ Dies zum Thema Körperkult, nicht Suchtverhalten. Insofern empfinde ich Körperkult (eben Muskeln, breite Schultern, etc.) und Magersucht bei Männern als eher gegensätzlich.

      • mila sagt:

        Körperkult soll ein positiv besetztes Wort sein? Symptomatisch für eine Gesellschaft, die (zu) viel auf Äusserlichkeiten gibt… Ich hab meinen Mann jedenfalls lieber ohne hyperdefinierte Muskelmasse zu Hause, als stundenweise im Fitnessstudio. 😉

      • mila sagt:

        PS: Magersüchtige Frauen wollen ursprünglich auch nicht aussehen wie wandelnde Skelette; es ist das zunehmende Suchtverhalten, das irgendwann die Selbstwahrnehmung verzerrt.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Aber der Körperkult endet eben manchmal auch in der Sucht, sei dies nun Magersucht (Thema gezielte Ernährung) oder vielleicht auch einer Kombination aus Sportsucht und Essstörung. Deshalb können Männer genauso betroffen sein. Und «Hungerhaken» werden sie ja erst, wenn sie schon krank sind, dh das war wahrscheinlich nicht ihr ursprüngliches Ziel. Schliesslich will auch nicht jede Frau, die eine Essstörung entwickelt, bewusst bis auf die Knochen abmagern.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Danke Mila, genau so ist es – da waren Sie schneller als ich. 🙂

      • Katharina sagt:

        Mila: „Körperkult soll ein positiv besetztes Wort sein?“ – warum denn nicht? Mein Körper ist das Gefäss, in dem meine Seele wohnt. Also hege und Pflege ich diesen wie einen Tempel.

      • Carolina sagt:

        Ich hoffe ja sehr, dass meine Seele mit jedem Gefäss, das ihr zur Verfügung steht, klar käme. Das ist für meine Begriffe ja das Merkwürdige: unsere Körper werden alt, krank, gebrechlich, zerfallen – aber unsere Seele ist weiterhin da. Der Umkehrschluss ist nun nicht, dass ich auf meinen Körper nicht Acht geben muss, sondern dass ich keinen Kult um ihn treiben muss der Seele wegen……

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wer hat gesagt, es sei positiv besetzt? Ich sehe allerdings auch dümmere Orte, als das Training, wo man seine Zeit verbringen könnte. Und ich schätze es deutlich mehr, wenn jemand sich mit Fleiss und Einsatz einen attraktiven Körper erhält, als wenn er/sie dies mit Schminke und schönen Kleidern tut. Aber jedem das seine. Und, nebenbei, Ihr Mann hätte Sie vielleicht auch lieber ihm zugewandt als mit einem Buch oder Laptop in der Hand. Das wird Sie aber nicht abhalten, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Fufi: ???
        Mein Sixpäck ist auf jeden Fall warm eingepackt 🙂

      • mila sagt:

        @Sportpapi: erwischt. Wer jedoch einmal die Erfahrung gemacht hat, wie einschränkend körperkultartiges Verhalten ist (u. a. Sport um des schieren Kalorienverbrauchs willens, nicht aus reiner Freude an der Betätigung), sieht das Thema nicht mehr ganz so leger wie Sie. Für meinen Teil bin ich froh, dass mein Körper- und mein Seelenbewusstsein heute im Gleichgewicht stehen, und mein Alltag nicht mehr von Gedankenkreisen rund um den Zustand meiner äusseren Hülle dominiert wird. Man rutscht da schleichender rein, als man denkt – exakt wie von JK beschrieben. Und schafft den Absprung nicht immer

      • mila sagt:

        frühzeitig genug, wie das glücklicherweise bei mir der Fall war. Die Lebensqualität war, dies als persönliches Fazit, enorm beeinträchtigt, obwohl lediglich kontrolliertes Essverhalten und noch keine eigentliche Essstörung vorlag.

    • Pixel sagt:

      Fufi, schön dass Sie sich zu Wort melden – ich kenn das Thema ausgezeichnet (nicht an mir persönlich, aber trotzdem sehr nahe). Wenige scheinen sich Gedanken in psychologische Richtung gemacht zu haben. Es ist ja auch schwierig, über etwas zu diskutieren, von dem man so gar keine Ahnung hat. Bis auf Sie und allfällige Betroffene schnallt niemand, dass das weder mit Dachschaden noch mit elterlicher Vorbildfunktion zu tun hat, sondern tiefe und individuell zu ergründende Muster dahinter stecken.

      • mila sagt:

        So wie bei jeder Sucht gibt es neben individuellen jedoch auch übergreifende Faktoren, die u.a. die Präferenz für eine bestimmte Sucht erklären – dies als Ergänzung zu Ihrer sehr wahren Aussage, Pixel.

        @Redaktion: es wäre sehr nett, wenn Sie mich wieder aus dem Spamordner nehmen würden, ich mag nicht dauernd wie eine Verrückte auf mein Handy eintippen. Ich verspreche auch, künftig aus keinenenglischen Fachtexten mehr zu zitieren.

      • Carolina sagt:

        Mila, darf ich Ihnen mal eine blöde Frage stellen? Wie poste ich mit dem Handy? Ich habe auf meiner T.A.-App nur immer die letzten 10 Kommentare drauf, ohne Antwortmöglichkeit…..

      • mila sagt:

        Sie müssen zur klassischen Browseransicht wechseln, siehe link am Seitenende.

        Die Entspamung lässt nach wie vor auf sich warten, ich hoffe, es liest ein Redaktionsmitglied in älteren Threads mit…

      • mila sagt:

        D.h. am Seitenende der App-Ansicht.

      • mila sagt:

        D.h. am Seitenende der App-Ansicht.

      • Carolina sagt:

        mila, ich kapiere es nicht – in solchen Dingen einfach total besch…..rt. Immer noch Schwierigkeiten? Nehme an, keine Antwort ist ein Ja!

      • gabi sagt:

        Apropos MB und Sucht…

        😉

      • Carolina sagt:

        Ja, gäll, davon kannst Du auch ein Liedchen singen…… Oder wehrst Du Dich noch dagegen? ;-))

      • Carolina sagt:

        R E. D . A.K.T.I.o.N: Bitte, bitte mila aus dem S.p.a.m – Gefängnis entlassen!!!!!

      • Pixel sagt:

        Caro: ich texte ständig via Handy. Wie Mila sagt: scrollen Sie ganz runter. Da steht in klein „zur klassischen Browseransicht wechseln“. Klicken. Dann passiert noch nicht viel. Gehen Sie hoch und wechseln oben das Thema des Blogs. Nun lädt er eine neue Seite und dann geht’s eigentlich ganz gut. Gelegentlich passiert es jedoch, dass er wieder umspringt. Super sind aber auch die RSS Feeds. Da kann man schnell nachlesen wo was gepostet wurde.

      • Carolina sagt:

        Supi, pixel, ich glaube, ich hab’s. Nur mit den RSS Feeds tut sich noch nichts, aber das kriege ich doch noch hin….. Merci vielmal 😉

    • alien sagt:

      fufi, mich freut es, dass Du die Anorexie überwunden hast, echt jetzt.

    • tina sagt:

      tsts: gurtenobligatorium kann man nicht vergleichen damit, es verbieten zu wollen, etwas mit viel zucker drin zu kaufen oder verkaufen. ich lebe recht gesund und ich finde es unter aller sau, mir vorwerfen zu lassen, mir gehöre die lizenz zum einkaufen verboten. ich bin sicher, meine kinder leben gesünder, wenn sie süssigkeiten essen dürfen, anstatt ein fertigprodukt mit einer grünen ampel drauf weil es angeblich wenig fett und zucker enthalte. lieber sich auf eine feine süssigkeit freuen und sie geniessen. meine kinder pfeifen auf all die grusigen fertigprodukte, DAS ist mri wichtig

  • gabi sagt:

    So sehr ich Bedenken habe, was der Ungarische Staat (und dessen Bürger) so treibt und so sehr mir bewusst ist, dass wohl eher die Einkünfte im Vordergrund standen, als die Volksgesundheit, so sehr fänd ich es auch in allen andere Staaten ganz gut, wenn Produkte, die übermässig überzuckert oder überfettet sind (oder für mich gerne auch: künstliche Aromen beinhalten) eine Lenkungs-, bzw. Strafsteuer draufgeklatischt kriegen würden, die das Zeug deutlich und schmerzhaft verteuern.

    • Aromat sagt:

      Ich bin ein grosser Gegner von solchen Volksgesundheitserziehungsmassnahmen des Staates. Das Problem ist nicht, dass die Leute nicht wissen, was wieviel von was drin hat, sondern dass sie drauf pfeifen.
      Auch ich will nicht, dass der Staat mir vorschreibt, was ich zu essen habe. Wenn ich nicht mehr darüber entscheiden kann, was ich esse, kann ich meine Mündigkeit gleich aufgeben. Es genügt schon, dass mir der Kindergarten vorschreiben will, was ich meinem Kind als Znüni mitgeben soll.

      • Rahel sagt:

        Da ist die Diktatur nur einen Steinwurf davon entfernt!!!!

      • tststs sagt:

        „Das Problem ist nicht, dass die Leute nicht wissen, was wieviel von was drin hat, sondern dass sie drauf pfeifen.“
        Kann ich vollkommen zustimmen…
        „Auch ich will nicht, dass der Staat mir vorschreibt, was ich zu essen habe.“ Ganz so einfach ist es nicht. Denn solange der Staat die Konsequenzen zu tragen hat – und man beachten, dass in der CH der Staat das Volk, also wir alle, ist – , kann er Vorschriften erlassen….

      • Rahel sagt:

        Yepp………Hüah, Jolly Jumper, wir suchen meinen Schatten und dann spendier ich ’ne Runde im Puuuuhuuuuub ( oder war’s der Saloon??? )

        🙂

      • gabi sagt:

        Mhmjajagnubelgnummh….

        Ich bin mir ja auch nicht so sicher (und was die dort sonst noch treiben, geht eh auf keine Kuhhaut).

        Dennoch: Lieber Steuern auf so was Ungesundes und Schlechtes, als auf sonst was.

        (D will nun auch deutlich Steuern auf selbsterzeugten Strom klatschen! – by the way)

      • Aromat sagt:

        Das ist ja das Perfide: Man zwingt (mit ehrbaren Motiven) den Bürger in eine Sozialversicherung, damit ihm nachher sagen kann, dass er als Teil der Versicherung das machen muss, was man ihm sagt, da ansonsten die Solidarität nicht mehr spiele.
        Ich halte den Staat weder für kompetent noch zuständig, mir zu sagen, welche Lebensmittel mir gut tun.

      • alien sagt:

        Beim Staat sind doch viele gescheite Leute, die Dir sagen können, was für Lebensmittel Dir gut tun und was für welche nicht so. Das finde ich sehr normal. Die Frage ist damit noch lange nicht gestellt, geschweige denn entschieden, ob Dir der Staat auch sagen darf, was Du essen darfst und was nicht.

        Immerhin hat man in der Schweiz die Freiheit, sich fast beliebig ungesund zu ernähren. Wer will, der kann sich von Pommes Chips erhähren. Niemand hält ihn auf.

      • Susanna sagt:

        An Aromat: Sie dürfen doch essen, was Sie wollen, nur… gewisse Sachen wären nicht mehr im Angebot, aber wenn Sie unbedingt überall Zucker drin haben wollen oder Fett, dann backen Sie sich selbst etwas oder werfen Zucker ins Joghurt. Sie wissen vielleicht, was dick macht. Gewisse bildungsfernere und kulturell andere Gruppen sind z.T. noch nicht so gut informiert. Zudem ist Fett billiger als andere Nahrungsbestandteile. In den Billigläden hat es überzuckertes, vollfettes Zeug und schwächer gestellte Gruppen kaufen ganze Einkaufswagen voll damit. Hier müsste gehandelt werden!

      • Gregor sagt:

        Herr oder Frau Aromat (nomen es omen?): Wenn Sie, verzeihen Sie, zu blöde sind, Ihren Kindern etwas Anständiges zum Znüni in den Chindsgi mitzugeben, muss man Ihnen eben zum Schutz der Kinder vorschreiben, was Sie mitzugeben haben. Wenn Sie klug genug sind, Ihren Kindern was Gescheites mitzugeben, muss Sie die Vorschrift nicht kümmern. Lassen Sie also Ihr Geheule.

    • Carolina sagt:

      Klar, und dann haben wir, wie in Teilen der USA oder Syndney heute schon, irgendwann in jeder Bar, an jedem Volksfest, ein paar Volksaufseher stehen, die fragen, wieviel man denn schon getrunken habe, die einen mit sanfter Gewalt Richtung Ausgang spedieren. Und irgendwann werden die paar verbliebenen Raucher, die heimlich auf ihrem eigenen Balkon stehen, monatlich im Betrieb getestet, ob sie denn immer noch dieser schrecklichen Angewohnheit anhängen. Wenn wir nämlich mal anfangen, im Namen der Volksgesundheit den Staat Massnahmen ergreifen zu lassen, wo hört das dann auf? Konsequenterweise

    • Carolina sagt:

      Gabi, mein Kommentar hängt, aber er ist ziemlich scharf. Ich möchte in so einem Staat nicht leben und lehne das vehement ab. Konsequenterweise muss dann nämlich irgendwann das Privatleben der Bürger durchleuchtet werden, ob da nicht einer noch heimlich raucht, Alkohol trinkt, sein Gewicht womöglich auf genetische oder Couch-Potato-Ursachen zurückführen lässt, ob er exzessiv Sport betreibt, zu Unfällen neigt etc. Nein danke.

      • Rahel sagt:

        @Carolina

        Bravo!!! 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Die Kehrseite der „Solidarität“ ist aber eben schon, dass man dann in gewissem Umfang halt auch mitsprechen möchte. Hätten wir einen liberalen Staat, wäre das ja alles kein Thema…

      • gabi sagt:

        Also das find ich jetzt nicht:

        Wenn ich es denn Leuten einfach nur schwerer (teurer) mache, ungesundes Futter zu erwerben, muss ich doch deshalb nicht zwangsläufig den Gläsernen Bürger fordern.

        … Und hallo; hey:

        Überlegt mal: Dann müsste der überteuerte Alkohol in Skandinavien doch lääängst zum selben Effekt geführt haben.

        Oder nciht?!

      • Carolina sagt:

        Der überteuerte Alkohol in Skandinavien hat dazu geführt, dass die Skandinavier sich bei jeder Gelegenheit aber so etwas die Kante geben, dass sie jede Gelegenheit nutzen, um zuzuschlagen. Die Zuckersteuer in Dänemark ist wieder abgeschafft worden. Und Gabi, warum dann nicht auch eine noch höhere Alkohol-, Tabak-, Marathonläufer-, gefährliche-Sportarten-Betreiber-Steuer fordern? Warum nur selektiv Zucker?

      • Carolina sagt:

        Sorry, Gabi, musste gerade noch den (völlig zuckerfreien) Tafelspitz (echt, jetzt) aufsetzen. Wenn man ein wenig weiterdenkt, nachdem schon eine Zuckersteuer im Gespräch war: wir kommen da auf ein Gebiet, das sehr komplex ist, nämlich inwieweit die Allgemeinheit für selbstverschuldete (oder eben oft von den Eltern!!) Adipositas oder Magersucht bezahlt über unser KK-System. Wo genau soll das enden? Staatliche Intervention führt immer zu mehr Kontrolle und zu einer Einschränkung persönlicher Freiheiten – davon haben wir für meine Begriffe wahrlich genug.

      • gabi sagt:

        Mmmmmjammgrummel-jajajajah.

        Ich weiss. Die Frage, wie weit, stellt sich immer. Aber andererseit könnten wir mitdemselben Argument dann auch schon einige interventionistische Schritte abschaffen, oder?!

        Und hey, Du Britin: Komm mir nicht mit Kante geben und das nur aufs Geld schieben wollen.

        Schliesslich ist´s in Britanien auch nicht besser.

        Obwohl… Ev. nutzt Du das für Dich: Vielleicht hat das ja wiederum mit den Pubzeiten (inzwischen zwar geändert, aber wer, wenn nicht wir Britten*, würden nicht schon aus Tradition so weitermachen!) und der daraus folgenden Saufbeschränkung zu tun.

      • Muttis Liebling sagt:

        Bis in die Zeit nach WK II hatten Ärzte ein feines Leben. Wer krank wurde, musste so nach 5 Tagen wieder gesund werden, oder er starb. Wenn der Kranke starb, war es Gott, sonst war es der Arzt. Das änderte sich mit dem Verständnis von Hygiene und der massenhaften Verfügbarkeit von hochwirksamen Medikamenten, wie Antibiotika und Insulin.
        Fortan war der Arzt etwas entzaubert und die Patienten fragten ihn, warum sie trotz Behandlung weiter leiden müssen und er nicht helfen konnte. Das dies nur an der Zunahme der Lebenserwartung lag, wollte keiner verstehen. Da war es wie ein Segen,

      • Muttis Liebling sagt:

        dass die Risikofaktortheorie auftauchte, der Patient sei selbst schuld an seiner Krankheit, weil er völlte. Gesundheitspolitiker und Krankenkassen nahmen den Gedanken gern auf. Mal davon abgesehen, dass es unzulässig patientenseitige Moralkriterien in die Medizin einführt, stimmt es schlicht nicht.
        Alle Statistiken zeigen, dass die gesundlebenden Zeitgenossen dem Gesundheitswesen am meisten, die multirisiko Betreibenden über die Lebensstrecke am wenigsten kosten. Aber diese Erkenntnis ist unbequem, man will den Patienten, den Finanzier des Gesundheitswesen als sich schuldig fühlend..

      • Muttis Liebling sagt:

        Tatsächlich ist es so, dass vom Gesundheitswesen nichr Kranke, sondern Behandlungsbedürftige behandelt werden. Biographietypische Zustände, wie die Herzinsuffizienz oder degenerative Gelenke um die 80 sind keine Krankheiten, sondern Folgen des Altern. Das macht jeder, auch wenn er gesund lebt, er verschiebt es nur in die Zukunft und erhöht über die Zeit die anfallenden Kosten.
        Wenn man den Anteil der Fetten, der Raucher, der Säufer usw. an den Kosten des Gesundheitswesen kalkuliert, kommt man nie über 10%. Deshalb ist das Bestrafen von Risiken billige Demagogie, man sollte die Belohnen,

      • Muttis Liebling sagt:

        wenn man Kosten sparen will. Aber auch das will keiner, denn die 11% dieser am BIP sind auch Bestandteil des BIP. Wenn man in CH die Kosten des Gesundheitswesen halbiert, was durchaus geht, aber nur über politische Massnahmen, gibt es 5% weniger BIP und 3x soviel Arbeitslose
        Es gibt keinen moralischen Grund, gesund zu leben, dass macht man nu raus Eigennutz und den muss man nicht gesellschaftlich belohnen.

      • Carolina sagt:

        Nee, Gabi, in England ist gar nichts besser. Ich bin sehr froh, dass meine Kinder hier aufwachsen dürfen. Schon in meiner Jugend hat es überhaupt nichts genützt, dass die Pubs um 11 zumachen – da hat man halt noch schnell auf Vorrat bestellt. Heute ist das alles um ein Vielfaches schlimmer, dazu kommt ein fast kompletter Wegbruch einer Mittelschicht, der die englische Welt scharf in arm und reich, Verlierer und Gewinner etc einteilt. Es herrschen entweder die komplette Oberflächlichkeit oder der totale Rückzug auf eine elitäre Schiene – aber das ist hier nicht das Thema.

      • Carolina sagt:

        ML, ich stimme Ihnen völlig zu. Letztlich müssen wir uns die Frage stellen, was wir eigentlich mit einer Bestrafung von als gesundheitlich riskant determinierten Faktoren erreichen wollen. Interesse an der Volksgesundheit? Höhere Lebenszeit? Gesünder alt werden? So, wie es zur Zeit ist, werden, glaube ich, an die 80 oder mehr Prozent der KK-Kosten am Lebensende eines alten Menschen aufgewendet. Was machen wir damit? Fangen wir an, daran herumzusparen? Oder fummeln wir ein wenig an den Symptomen herum?

      • Widerspenstige sagt:

        Darauf läuft es ja hinaus, dass bereits einmal in einer Clubsendung der Wert eines alten Menschen beziffert wurde, was er noch kosten darf….es wird also bereits daran ‚gefummelt‘. Bin da völlig einig mit Aussagen von ML und Carolina. Ich denke aber, dass eine Deklaration von Lebensmitteln mit grün, orange bis roter Markierung – je nach Zuckergehalt oder Fettanteil – gerechtfertigt wäre! Da gebe ich gabriel den Zuschlag mit seinen Argumenten. Denn es kann ja immer noch jede/r KonsumentIn frei entscheiden, ob sie/er nun das grüne oder rote Produkt kaufen will. Diskrete Markierung wäre ok.

      • gabi sagt:

        Ich bin erst hier drüben drauf gekommen (und ich lobe die Ösis wirklich nur für wenig!), dass es offenbar überhaupt keine Hexerei ist, riesige, nationale Ketten, die nur mit M und Coop vergleichbar sind, mit Joghurts zu beliefern, die ohne Aromastoffe auskommen.
        Einfach nur Joghurt und die entsprechenden Früchte oder Vanille (also nicht Vanillin!) und fertig. Nicht als Nischenprodukt, sondern als Prime Seller in x Varianten.
        Erst in CH fällt mir nun auf, dass die Jogis alle „seltsam“ schmecken. Um aber „Aromen“ im Aufdruck zu lesen, brauch ich eine Riesenlupe: Das ist doch absichtlich mini!

      • tststs sagt:

        Jaja, der pösepöse Staat (noch einmal: der Staat besteht aus Ihnen und mir, nicht aus irgendwelchen Maschinen oder CH-feindlichen Ausländern).
        Jedes Gesetz ist eine Einmischung des Staates und es liegt in der Sache, dass man diese Einmischung nur als negativ empfindet, wenn man mit den gängigen Gesetzen/Normen/Regeln nicht einverstanden ist.
        Wieso regt sich kaum jemand über das Gurtenobligatorium auf? Weil es dem vernünftigen Bürger klar ist, dass er sich anschnallen sollte (er empfindet es als dürfen, nicht als müssen). Und diejenigen, die glauben, sich nicht daran halten zu müssen aber keine Probleme haben, bei einem Unfall die Kosten uns allen aufzudrücken, tja denen können per Gesetz Vorschriften gemacht werden.
        Und genauso verhält es sich auch mit dem Essen. Wer sich und seine Kinder sowieso schon einigermassen vernünftig ernährt, wird von den Staatsvorschriften nicht viel merken. Wer aber glaubt, sein Kind mit einer Zuckerbombe zum Znüni versorgen zu müssen (und ich dann mit meiner KK die Spätfolgen zahlen darf), dem darf ich mit gutem Recht (moralischem gegenüber dem Kind, nicht gesetzliches gegenüber den Eltern!!!) Vorschriften machen…

      • tststs sagt:

        „Ich denke aber, dass eine Deklaration von Lebensmitteln mit grün, orange bis roter Markierung – je nach Zuckergehalt oder Fettanteil – gerechtfertigt wäre“
        Das finde ich jetzt genau einen Schritt zu viel. Der Staat kann (und hat er bereits) erlassen, dass Nährwerte abgedruckt werden. Jedoch verlange ich noch von jedem Bürger, dass er selber denken kann und die Nährwerte in sein eigenes rot-orange-grün-Schema einfliessen lässt. Wer nicht mehr fähig ist zu erkennen, dass 20g Zucker auf 100g Joghurt irgenwie ungesund ist, dem gehört generell die Zulassung zum selbstständigen Einkaufen entzogen.

      • tststs sagt:

        „Darauf läuft es ja hinaus, dass bereits einmal in einer Clubsendung der Wert eines alten Menschen beziffert wurde, was er noch kosten darf….“
        Bitte die beiden Dinge nicht durcheinander bringen:
        Natürlich darf gefragt werden, wieviel Geld für einen Menschen im Alter noch ausgegeben wird; zumal das Geld ja nicht vom Himmel fliegt, sondern es eine beschränkte Menge davon gibt und die man verteilen muss. Also darf auch gefragt werde, wieviel Anteile ältere Patienten erhalten.
        Dies sagt aber nichts über den Wert eines Menschlebens aus!

      • tina sagt:

        tsts: alsob ein joghurt wegen den 20gr zucker gleich ein killer wäre! als ob man gesund leben würde, wenn man alles mit grünen ampeln konsumieren würde.

      • Carolina sagt:

        Bitte belehren Sie mich nicht, ts. Ich habe nichts, aber auch gar nichts zum Wert eines alten Menschen gesagt. Ich habe zu bedenken gegeben, dass man, wenn man das (noch) auf dem Solidaritätsprinzip beruhende KK-System explizit nicht mit von Eltern mit Zucker traktierten Kindern belasten soll (wie Sie unten in Ihrem 08.15 sagten), gefälligst weiterfragen muss, vor allem wenn dort der Staat gesetzmässig eingreifen soll: wie sieht das denn dann mit Magersüchtigen aus? Ist der Staat dafür verantwortlich? Was sagen Sie denn zu Marathonläufern, bei denen es gehäuft zu Grauem Star kommt? Sprechen

      • gabi sagt:

        Der Zucker wär mir übrigens noch eher egal.

        Mich wundert, wie lange die ganzen künstlichen Aromen (auf den Verpackungen jeweils „natürliche“ geheissen) unter jedem Radar durchgehen.

        Die sind alles Andere als ohne.

      • Katharina sagt:

        Mich erinnern solche Forderungen und Verbote an Bloomberg. In seiner Stadt treiben solche Verordnungen bedenkliche Blüten.

      • Carolina sagt:

        /2 Sie jeden Säufer in Ihrer Umgebung an? Es gibt unzählige Fälle, in denen wir solidarisch zahlen, die ich hier aufzählen könnte. Wenn der Staat jeden dieser Fälle regeln bzw nach dem Prinzip der Selbstverschuldung aufklamüsern würde, könnten wir das System gleich abschaffen. Ja, ich finde es ein absolutes No-go, dass bei jedem F*rz nach Regulierung gerufen wird, ohne darüber nachzudenken, welche Folgen das für unser freiheitliches System hat.

      • tina sagt:

        ich bin überzeugt, wenn ich meine 20gramm zucker so richtig geniesse, bin ich wesentlich gesünder dran als wenn ich angeödet mein minimalkalorien-nullgeschmack-karton runterwürge

      • tina sagt:

        überhaupt, nur schon einen nullkalorienkarton zu kaufen ist doch an sich schon eine essstörung, bevor man sich ans runterwürgen macht

      • Katharina sagt:

        Stimmt, Gabi. Generell sind Zusatzstoffe selten diskutiert. Aber hier geht es um ein psychisches Problem, das für die betroffenen lebensgefährlich werden kann. Da auf Frühzeichen sensibilisiert zu werden ist schon richtig.

      • Carolina sagt:

        Wenn wir wirklich etwas gegen den viel zu überhöhten Zuckergehalt, die künstlichen Aromen etc tun wollen, dann steht es uns allen frei, z.B. den Grossverteilern den Spiegel vorzuhalten – im kleinen kann das jeder von uns tun, in dem er den Schrott einfach nicht kauft. Im grösseren Rahmen kann man Interessengruppen gründen oder ihnen beitreten, ohne dass einem ein Zacken aus der Krone bricht. Aber über unseren Tellerrand hinausdenken müssen wir selber. Unsere persönlichen Abneigungen (dicke Menschen, zu dünne Menschen, unfitte etc etc) sind genau das, unsere persönlichen.

      • tina sagt:

        hallo erde! ein kilo zucker kann ich auch im kleinen bioladen kaufen und das ist auch gut so!

      • Carolina sagt:

        Katharina, alles, aber wirklich alles kann tödlich sein im Uebermass oder wenn Sie eine Fisch-/Nussallergie haben. Es ist wie immer das Mass. Für meine Begriffe hat es etwas unglaublich Zynisches, einzelne Dinge herauszupicken (z.B. Zusatzstoffe) und daraus ein gesamtgesellschaftliches Problem zu machen, wenn es doch jedem von uns freisteht, sich davon zu distanzieren.

      • Carolina sagt:

        Wir werden alle immer älter, wir ernähren uns, summa summarum, viel gesünder als noch vor 20 Jahren, wir haben eine riesige Auswahl – aber der Genuss und die Freude am Essen, am Zusammensitzen über einer Mahlzeit, ist vielen komplett abhanden gekommen. Merkwürdig, das.

      • tststs sagt:

        Oje, war nicht meine Absicht, Carolina (oder sind Sie zeitgleich auch Widerspenstige?)… aber ja, wenn ein solcher Freigeist wie Sie in einem so freiheitsverachtenden Staat wie die Schweiz leben muss, ist es schon hart…. 😉
        „darüber nachzudenken, welche Folgen das für unser freiheitliches System…“ Haben Sie sich schon mal überlegt, was die Folgen sind, wenn wir nicht eingreifen?
        Und nochmals: ob etwas als Hilfe oder als Eingriff verstanden wird, hängt einzig vom Subjekt ab. So halte ich zB Znüniregeln halt eher für „Hilfe“ für das Kind, und Sie wohl eher als Eingriff gegen die Eltern

      • tststs sagt:

        @Kath: Aber würden Sie nicht auch sagen, dass die Stadt seither (führt Bloomberg nicht einfach Gulianis Werk fort?) einiges lebenswerter wurde?

      • Katharina sagt:

        Carolina, vielleicht habe ich das zu knapp gesagt. Ich DENKE ja gerade, dass das Verbieten oder Bestrafen von Inhaltsstoffen bei diesem Thema nicht angebracht ist, denn hier wurden Essstörungen besprochen, Das sind psychische Probleme, die bei Nichterkennung lebensgefährlich werden können.

      • Katharina sagt:

        tsts: Sicher hat Guiliani sehr viel getan, dass die Stadt sicherer, sauberer und lebenswerter wurde. Ueber seine Mittel kann man sich teilweise streiten. Bloomberg allerdings macht Verordnungen (in Umgehung der demokratischen Regeln) die in etwa Forderungen entsprechen, die hier genannt wurden. Zb gibt es ein Verbot für eine bestimmte Portion an Sodagetränken an den vielen Ständen. Das ist Mikromanagement von Symptomen. Ist aber etwas Off-Topic.

      • Widerspenstige sagt:

        tststs:’Das finde ich jetzt genau einen Schritt zu viel. Der Staat kann (und hat er bereits) erlassen, dass Nährwerte abgedruckt werden.‘ Ja, aber wer hat Zeit, sich diese näher anzusehen während dem Einkauf? Ich auf jeden Fall nicht.
        ‚Jedoch verlange ich noch von jedem Bürger, dass er selber denken kann und die Nährwerte in sein eigenes rot-orange-grün-Schema einfliessen lässt. Wer nicht mehr fähig ist zu erkennen, dass 20g Zucker auf 100g Joghurt irgenwie ungesund ist, dem gehört generell die Zulassung zum selbstständigen Einkaufen entzogen.‘ Genau das ist der springende Punkt. Danke! 😀

      • Sportpapi sagt:

        Nährwerte liest man wie den Preis, wenn es einen interessiert. Und einmal lesen reicht für gaaaanz viele Einkäufe.

      • Carolina sagt:

        Ts, mit Ironie zu antworten ist gewissermassen auch eine Antwort. Ich erwarte nichts anderes als weiterzudenken – wenn Sie der Meinung sind, dass Zucker-Znünis (was ist das eigentlich?) verboten gehören, wann fangen wir denn dann an, Fett, Kohlehydrate, bei Rot über die Ampel gehen, gefährliche Sportarten, leichtsinniges Verhalten und – hier wird es zynisch – Magersucht zu sanktionieren und als selbstverursachte Folgen zu deklarieren, für die auf keinen Fall die Allgemeinheit aufkommen kann/will? Diese Frage haben Sie noch nicht beantwortet.

      • gabi sagt:

        Das stimmt so nicht ganz, SP:

        Den Preis seh ich meistens auch recht gut.

        Aber bei den Inhalten – und kritischen Zusatzstoffen erst recht – wird´s oft sehr, sehr schwierig… So klitzeklitzeklein werden etwa die „natürlichen Aromastoffe“ dann jeweils auch noch irgendwie rein gequetscht.

  • fufi sagt:

    Vielen Dank Frau Kuster

    dass Sie dieses Thema wenigstens mal angeschnitten haben.

    Und DAMIT haben sie ja recht:
    Und lassen die Jungs, die vom Diätwahn in die Essstörung abrutschen, mit ihrem lebensbedrohlichen Problem alleine.
    Unbd wie ich sagen möchte: und später auch ihr ganzes Leben lang, falls sie denn nicht vorher verhungern.

    Dabei ist die Anorexie nämlich schon längst zum Manne geworden.
    In der CH nämlich spätestens vor 34 Jahren, als ich – anerkanntermassen ein Mann – im Januar 1979 an Anorexie erkrankte, wo auch als solche diagnostieriert wurde.

    • tststs sagt:

      Darf ich Ihnen zwei Fragen an Ihre Erfahrung stellen – ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Sie auch Kontakt zu anderen Betroffenen hatten/haben –
      a) Unterscheiden sich die Ursachen signifkant zwischen Männern und Frauen?
      b) Liegt die Hemmschwelle sowohl extern (Hilfsangebote) als auch intern (über Probleme sprechen können) bei Männern höher?
      Thanks schon mal im Voraus…

      • fufi sagt:

        Nein

        Ich habe und hatte nie irgendwelche Kontakte.
        Weil:
        Erstens ist Anorexie auch heute noch, zusammen mit Depression, die einsamste seelische Krankheit
        und zweitens:
        Haben Sie gelesen: DAS war 1979
        und DAMALS haben si mit dem Finger auf mich gezeigt:
        „Gsehsch, das isch dä wo schpinnt, woni dir verzellt han“.
        Und ALLE meine „Freunde“ haben mich schneller fallen lassen als eine siedendheisse Kartoffel.

  • tststs sagt:

    Darf man pauschal raushauen:
    Insofern man nicht körperlich leidet (und diese Leiden direkt mit der Ernährung zusammenhangen), ist jeder Gedanke an die Ernährung (ausgenommen natürlich Beschaffung und Zubereitung) ein leises Anzeichen für ein nicht ganz „ungestörtes Essverhältnis“?

    😉

  • Aromat sagt:

    Uns wird schliesslich auch regelmässig vom Staat gesagt, dass wir zu dick seien, dass Zucker schlecht sei, dass Fett schlecht sei, dass Fleisch schlecht sei, dass die Dicken schuld an den steigenden Krankenkassenprämien seien etc.. Ganz abwegig ist es daher nicht, dass sich von dieser Fettkampagne diejenigen beeinflussen lassen, die ein normales Gewicht haben.
    Natürlich ist das Thema vielschichtiger, aber seinen Teil wird der staatliche Mahnfinger wahrscheinlich beitragen.

    • Katharina sagt:

      Aromat ist nun leider ein Würzmittel, das wegen Monoglutamat und den Kaseinatextrakten äusserst ungesund ist. Aromat scheint ja ein schweizerisch-staatlich sanktioniertes ‚Gewürz‘ zu sein, da ja echte Gewürze dank monopolistischer Importbeschränkungen nicht erhältlich sind.

      • Aromat sagt:

        Genau, sehr ungesund, die Menschen sterben davon wie die Fliegen. Deshalb ist die Lebenserwartung in der Schweiz auch so tief im Vergleich zum Aromat-losen Ausland.
        Aus Wikipedia: „Die Europäische Kommission hält die Anwendung von MNG als Lebensmittelzusatzstoff für sicher.“
        Monopolistische Importbeschränkungen für Gewürze? Warst du das letzte mal zur Zeit der Ostindienkompanie in der Schweiz?

      • Katharina sagt:

        klar, die Eurektive ist kanonisch, daher richtig. gerade deshalb steht auf dem Menü jedes chinesischen Restaurants in den USA, das was auf sich hält, dass sie den Stoff nicht verwenden. Ob es dann tatsächlich stimmt, ist eine andere Frage. Was ich weiss, ist, dass die Nahrungsmittel der Schweizer Grossverteiler minderwertig und überteuert sind, ausgesprochen fad nebenbei… und alle lächerlicherweise mit ‚qualite suisse‘ gekennzeichnet. eine Beleidigung für all die Schweizer Erzeuger, die wirklich gute lokal produzierte Qualität auf den Tisch stellen.

      • Katharina sagt:

        Und das lezte Mal hier.. ist jetzt.

        Schlimm ist, dass, wenn dann die Schweizer Jugend sich bemüht, gut informiert sich um eine ausgewogene Ernährung zu kümmern, diese Bemühungen hier im Text als bedenklich und psychologisch gefahrvoll dargestellt werden. – Immerhin war das einer der Aufhänger der Story.

        Dass die zeitgenössischen Erzeugnisse der Nahrungstechnologiekonzerne seit Jahrzehnten nicht mehr koscher sind, ist bekannt.

      • Aromat sagt:

        Naja, jedenfalls ist die Glaubwürdigkeit der Europäischen Kommission höher als diejenige einer anonymen Online-Kommentarschreiberin. Allerdings, wenn das die chinesischen Restaurants in den USA schreiben, dann muss wohl doch was Wahres dran sein.
        Dann kannst du ja hochwertige Gewürze in der Schweiz billig anbieten, das muss eine Goldgrube sein! Ach nein, das ist ja verboten, das muss ihm Bundesgesetz über Aromat und andere fade, überteuerte Gewürze (AFÜG) stehen.

  • Francesca sagt:

    Die Mode wird immer dünne Models verlangen, denn nur an möglichst dünnen Menschen wirkt wirklich alles. Sobald Kurven die Entwürfe ausfüllen, fallen sie nicht mehr gleich, zudem sind Kurven individuell unterschiedlich. Wenn die Modewelt etwas anderes behauptet, ist das gelogen. Es braucht bindende Gesetze (ich bin zwar kein Liebhaber von Gesetzesfluten…). Nur wenn es klar verboten ist (und sanktioniert wird), Models mit einem BMI von unter 18 zu engagieren, wird sich etwas ändern.

    • Katharina sagt:

      Das betrifft aber eher Haute Couture, wo das Kleid als Kunstwerk im Vordergrund stehen soll, weshalb die Anforderungen an die Masse der Models ziemlich strikt sind (hochgewachsen und wenig Rundungen, die den Fall des Stoffes beeinträchtigen könnten). Ausserhalb des Haute Couture Bereiches geht es mehr um die Vermarktung an Zielgruppen und da macht es eben sehr viel Sinn, dass die Models realer sind. Einkaufschefs grosser amerikanische Ketten fordern deshalb Mindest-BMIs für diejenigen Models, die mit den Linien ihrer Sortimente zu tun haben.

      • Katharina sagt:

        Leider ist es so, dass die Models der Haute Couture dann mit Werbung/Endorsements für Lifestyle Produkte ihr ansehnliches Geld machen, nicht mit den Auftritten bei den Haute Couture Events , die mehr Eigenwerbung sind. es ist das Lifestyle Endorsement, wo die Vorbild Wirkung zieht und bei dafür psychisch disponierten auslösende Funktion haben.

    • Andi sagt:

      Probieren Sie’s mal mit rollenden Kleiderbügeln: Die sind noch dünner und das Kleid fällt am besten.

  • Katharina sagt:

    live long and prosper with pharmafood.

  • Auguste sagt:

    hmm…, 14-jährige machen total irre sachen. wenn z.b. das männliche geschlechtsteil nicht so robust konstruiert wäre, die menschheit wäre glatt vom aussterben bedroht. oder die gespräche die man führte mit death metal auf volllautstärke im hintergrund. die jeans, die man zu eng kaufte, weil man ja noch hineinschrumpfen hätte können. das töffli, das 60+ lief, aber nur 40 wirklich bremsen konnte. dass man von bettina träumte, die einen nie ranliess, aber moni verschmähte, die nur darauf gewartet hätte. dagegen ist eine kalorientabelle und eine „no-chips policy“ doch nur experimenteller pipifax.

    • Beno sagt:

      „aber moni verschmähte, die nur darauf gewartet hätte“

      was für ein Luxus Guschteli…?! hast du denn früher nicht alles gepakt, wo irgendwie „ein Vorne“ und „ein Hinten“ zu unterscheiden war ? 😯

    • mikkesch sagt:

      Den Einschätzungen von Auguste stimme ich in allen Punkten zu. Man(n) musste sehr viele Frösche küssen, bevor man die
      Prinzessin fand. Meine Antwort entspricht nicht haargenau der Headline. Aber wen kümmert’s.

  • Katharina sagt:

    „Wäre das Model eine Frau gewesen, wäre vermutlich nichts passiert“ – das stimmt nicht. Im Gegenteil wird immer nachdrücklicher gefordert, dass Models realer werden. Ausserhalb des Haute Couture Bereiches beginnt das nun nachhaltiger Resonanz zu fassen.

  • Sophia Walter sagt:

    Ein 14 Jähriger möchte keine Chips essen, weil sie ihm zu fettig sind. Da sag ich doch nur Bravo. Solange er sich im Gegensatz bei Obst und Gemüse nicht zurückhält, ist doch alles im grünen Bereich und sogar mehr als erstrebenswert. Eine Kalorien – und Nährwerttabelle ist in erster Linie etwas aus dem man Informationen rausholt. Es ist heutzutage ja eher die Regel, dass eine Verwirrtheit bei der Ernährung vorherrscht, warum sich also nicht umfassend damit auseinandersetzen?!…aber da läuft man ja gleich Gefahr eine Essstörung nachgesagt zu bekommen.

    • tststs sagt:

      Das Problem ist, dass Fett zu den grundlegenden Nahrungsmitteln gehört; und kein Nahrungsmittel sollte mit der Begründung „das ist fettig“ abgelehnt werden.
      Überhaupt ist gegen den Genuss von Chips nichts einzuwenden, solange die Dosis stimmt.w
      „warum sich also nicht umfassend damit auseinandersetzen“
      Wenn wir uns bald mit jedem Grundbedürfnis so auseinandersetzen, haben wir bald keine Zeit mehr zum schlafen / essen / f i c k e n …
      😉

      • Adrian E. sagt:

        Es gibt durchaus Nahrungsmittel, die so viele Kalorien und so wenig nützliche Stoffe enthalten, dass es sinnvoller ist, ganz auf sie zu verzichten. Dazu gehören meines Erachtens Chips, und daran, dass jemand diese nicht isst, kann ich im Gegensatz zur Autorin des Artikel absolut nichts Negatives sehen. Natürlich könnte man auch auf die Dosis achten, und ein oder zwei Chips-Stücke pro Tag wären wohl akzeptabel, aber jemand der ganz darauf verzichtet, ist dieser akzeptablen Dosis sicher viel näher als jemand, der einen grossen Teil einer Packung verschlingt.

      • Sophia Walter sagt:

        Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass die Dosis, das Gift macht 😉 und gegen Chips ist natürlich bei massvollem Genuss nichts einzuwenden. Aber wie gesagt, einem wegen dem Verzicht gleich eine Essstörung nachzusagen, halte ich doch für zu einfach.

      • tststs sagt:

        @Sophia Walter, dazu der folgende Gedanke: Die Essstörung liegt nicht im blossen Ablehnen, nicht einmal in der Begründung. Sondern wie das ganze Zustande kam: es sind zwei Fälle denkbar a) der Junge ist auf Dauerdiät (er ist ja schon normalgewichtig) b) er hat seinen bisherigen Tagesbedarf an Fett bereits gedeckt. Beide Fälle sind nicht gerade ideal: Fall a) wie kommt der Junge auf die Idee einer Diät? b) offensichtlich führt der Junge eine tägliche Nährstofftabelle, in meinen Augen nicht gerade ein Anzeichen von „ungestörtem Essverhalten“…

      • gabi sagt:

        Ich betrachte die vollkommen absurde Flut von sogenannten „Light“-Produkten als Teil einer riesigen Essstörung.

        Ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer scheinen schlicht und einfach desinteressiert an gesunder Ernährung und mögen sich ganz offensichtlich auch gar nicht damit beschäftigen.

        Sonst gäb´s das ungesunde Zeug kaum, das als „Schlankmacher“ angepriesen wird und von Salz, künstlichen Süssstoffen und anderen Beimengungen nur so strotzt.

        Oder es gäbe auch Joghurts in M und Coop, die nicht nachlesbar „natürliche Aromen“ drin hätten, sondern einfach natürlich aromatisch wären!

      • tststs sagt:

        @gabi: oder einfach völlig falsch (über)informiert?
        Es ist hoffentlich nicht der Eindruck entstanden, dass ich finde, man sollte nicht über die Basics Bescheid wissen.
        Natürlich sollte man ungefähr wissen, wovon der Mensch wieviel braucht. Ich denke da an die klassische Ernährungspyramide plus Haushaltsunterricht in der Schule… Aber das wärs dann auch schon… ok, man müsste das Wissen dann beim Einkaufen auch noch abrufen…
        🙂

      • gabi sagt:

        Aber nein, tststs: Den Eindruck hatte ich keineswegs.

        Im Gegenteil: ich geb Ihnen Recht.

        Und das mit der Info ist für mich ja auch so ein Ding. Sensationell, wie die Grosskonzerne ja nur schon in D, bzw. in Europa, die klareren Infografiken auf dem Essent raus zögern oder zu ihren Gunsten schönen.

        Auch kein echter Trost: Ich bin sicher, dass die Food-Lobbyisten ihre anzufütternden Parlamentarier ausschliesslich in Restaurants einladen, die meinen hohen Standards genügen würden…

        😉

      • gabi sagt:

        … und medizinisch erwiesen ist ja mittlerweile, dass es extrem wichtig ist, wie Du loslegst:

        Kinder, deren Zellen bereits übermässig Fett einzulagern lernen, kommen extrem schlecht davon los. Dicke Kinder – für die halt wirklich oft bildungsferne bis dumme Eltern verantwortlich sind – werden das nicht einfach abschütteln können. Dass die von Dir geschilderten Komplexe dann später dazu kommen, wenn sie sich, älter geworden, drüber bewusst werden, in welcher „Gesellschaft“ sie sich damit befinden: Wen wundert´s?

      • gabi sagt:

        Oh… Sollte noch zu Caro, das da oben,

    • Bitta sagt:

      wenn der Junge sonst jeden Tag Chips gegessen hätte, ok. Aber es ging um EINEN Anlass, um ein paar Chips, davon wird man noch nicht dick. Ich kenne keinen 14jährigen, der da nein sagen würde, mit der Begründung, er wolle nicht dick werden.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich bin auch für eine gesunde Ernährung, absolut – wobei ganz sicher auch mal eine Handvoll Chips drinliegen, wenn man sich sonst gesund ernährt. Und damit das mal gesagt ist: Ich unterstelle dem erwähnten Jungen keine Essstörung. Allerdings finde ich es besorgniserregend, wenn ein (normalgewichtiger) Junge so extreme Angst vor dem dick werden hat, dass er ununterbrochen an Kalorien und Fettgehalt denkt und sich nicht den kleinsten „Ausrutscher“ gönnt. Da sollte man schon genau hinsehen und versuchen herauszufinden, weshalb er denn solche Angst vor dem „falschen Essen“ hat.

      • gabi sagt:

        Wahrscheinlich, weil er täglich – am TV, wie auch im echten Leben – mit dummen, tumben Dicken konfrontiert ist, die gar nicht kapieren, was ihr Gefresse und ihre Bewegungslosigkeit mit ihrem ungustiösen Äusseren zu tun hat.

        Nein: Ich will hier nicht einfach blöd über Dicke herziehen (bin ja selber alles Andere als schlank), aber wenn ich von einer „Tendenz“ sprechen würde, dann glaube ich auszumachen, dass dumm sein und sehr dick sein – Ausnahmen bestätigen die Regel! – zunehmend miteinander verbunden sind.

        Ev. fällt das Kidds einfach auf?!

      • tststs sagt:

        Dick-sein als Anzeichen für einen „Hartzer“?
        Und deshalb will man nicht dick sein?
        Gut vorstellbar…

        Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack; nicht weil der Junge ablehnt (ist ja legitim), sondern dass er MIT einer Begründung ablehnt…

      • Rahel sagt:

        Also dann sind die Schlanken automatisch gescheit????? Ich glaube nicht, dass Dummheit oder Intelligenz auch nur im geringsten etwas mit der Körperfülle zu tun hat! Stellen Sie sich mal vor, ein schlanker, intelligenter Mensch, nimmt, aus welchem Grund auch immer, zu und wird richtig dick! Der arme Cheib, sämtliche Inelligenz ist futsch……..Auaaaa

      • Rahel sagt:

        Aber natürlich, was rede ich auch da, die Schlanken sind schlicht und einfach zu intelligent um zuzunehmen ( wie konnte ich auch nur annehmen, also nein, pfff…… ) und die Dicken sind zu dumm um abzunehmen, alles klar! Vielen Dank!!!!!

      • gabi sagt:

        Die Ausnahem bildet die Regel, wie gesagt.

        Ich stell die Hypothese jetzt mal auf.

        Und die Hypothese lautet also NICHT Schlank = intelligent! (diese Umkehr ist von Ihnen, nicht von mir!)

        Sondern: Verfettet schon in Kindsjahren = dumm… Oder tendenziell zumindest eher „bildungsfern“

        Achten wir uns doch in nächster Zeit mal etwas darauf, ja?! (TV-Bilder gelten genauso wie der mampfende, kleine Fettwanst an der Tramhaltstelle oder das dicke Mädchen mit Pobackeneinblick unter Kummerspeckgürtel; Gespräche belauschen ist dabei legitim. Okay?)

        Mir kommt´s wirklich so vor. Sorry.

      • Rahel sagt:

        Bei mir hat sie sich auch verabschiedet: „Intelligenz“ heisst es natürlich……

      • tststs sagt:

        @Rahel: nehmen Sie den Link über die soziale Schicht und dann gehts schon ziemlich gut auf:
        Je tiefer die Schicht, desto grösser das Risiko für Übergewicht (ums mal vorsichtig zu formulieren).
        Je tiefer die Schicht, desto grösser das Risiko für keine oder schlechte Ausblidung (Messgrad für Intelligenz).
        Deshalb ist das medial geprägte Bild, wie von Gabi erwähnt, eines „Unterschichtlers“ dick und dumm…
        Der Fehlschluss liegt natürlich darin, wenn man glaubt dem einen zu entrinnen, wenn man das andere nicht ist…

      • Rahel sagt:

        Oooh ja…………

        🙂

      • gabi sagt:

        Zweifellos, tststs…

        Aber das Image spielt ja nur schon eine Rolle bei der Jobsuche. Es bedeutet: Mehr Chancen!

        Nicht gerade ein unwichtiges Thema für Jugendliche, oder?!

        Hier im östlichen Ösiland hat´s noch wesentlich mehr Überkalibrigen wie in Helvetien. Ein nicht unerheblicher Teil der „Upper Class“, der „Elite“, setzt hier vollkommen selbstverständlich dick mit dumm gleich.

        Das wirkt sich selbstverständlich aus.

        … Aber natürlich auch wieder nur auf die, die überhaupt intelligent genug sind, sich dieses Umstandes bewusst zu sein.

        😉

      • Rahel sagt:

        🙂

      • Carolina sagt:

        Sorry, aber geht es wirklich darum? Stimmt es nicht vielmehr, dass die Vorgaben, was als übergewichtig, was als untergewichtig zu gelten habe, ständig nach unten bzw verändert werden? Das ist doch kein ‚Zufall‘, dass in unserer Zeit Size Zero tatsächlich ein ‚Wert‘ ist, dass sich Frauen mit Grösse 40 oder 42 fett fühlen, dass ein Mann kein Bäuchlein mehr haben darf, dass sich Vorbilder aus sogenannten Models rekrutieren (die durchaus mal Pornodarstellerinnen sein dürfen) und dass natürlich auch Eltern ihre Kinder in Richtung ‚Du musst schlank sein, sonst bist Du nicht recht‘ trimmen und zwar

      • Carolina sagt:

        /2 mehr als man glauben sollte. Das müssen Eltern gar nicht ständig sagen, es reicht bei labileren Charakteren aus, wenn eine Mutter babychic sein will, ständig auf Diät ist und furchtbar gern eine Mädchenfigur haben will. Wie diese Botschaften einer/einem Fast-Erwachsenen einfahren, kann man sich vorstellen. Wenn dann noch ein Nicht-verstanden-werden-Gefühl dazu kommt, Lebensangst oder die Ahnung, dass man nur etwas wert ist, wenn man einem körperlichen Idealbild entspricht, geht der Abstieg in Richtung Krankheit relativ schnell.

      • gabi sagt:

        Juchuuuuuh!

        ENDLICH!

        Endlich kann ich Dir mal widersprechen, Caro:

        Nein, das ist es wirklich nicht.

        Es ist offensichtlich und es ist erschreckend, wie viele Kinder (!) und Jugendliche Du hier siehst, die sich kaum mehr die Senkel binden können, weil neben ihnen Schweinchen Dick längst mit Magersuchtsyndromen eingeliefert worden wäre…

        Das ist echt nicht mehr lustig.

      • fufi sagt:

        @GAbi

        „Sondern: Verfettet schon in Kindsjahren = dumm… Oder tendenziell zumindest eher “bildungsfern”“

        Nun, ich wog mit 13 ca 70 kg.
        mit 14 warens dero 35.
        Mein IQ: 130++

      • gabi sagt:

        Ich erinnere mich – in Erwiderung zu Deinem zweiten Teil – im Gegenteil an ein Gespräch mit einem sehr guten Schweizer Freund, der Lehrer ist, und berichtete, dass gerade in einer – offensichtlich bildungsfernen – türkischen Schicht eben keineswegs dasselbe „körperliche Idealbild“ vorherrscht, dass Du ansprichst. Bzw. wenn, dass dann eben nicht kapiert wird, dass es eine direkte Verbindung zu dem extrem ungesunden Futter gibt, mit dem sie ihre lieben, lieben Kleinen von früh auf mästen… Im irrigen Glauben es sei „moderner“, bzw irgendwie mit Status verbunden, Industrieschoko zu verfüttern.

      • Carolina sagt:

        Naja, hier handelt es sich ja wohl auch um ein Extrem. Natürlich befürworte ich nicht das Mästen von Kindern. Aber es beelendet mich, dass wir diese ständig neuen Direktiven nie auf ihr cui bono hinterfragen. Und bislang habe ich noch keine einzige Erhebung gesehen, die wirklich beweist, dass unsere Kinder immer fetter werden. Gesunder Menschenverstand scheint hier am Aussterben zu sein. Bis vor 10 Jahren war der BMI noch nicht das Mass aller Dinge – wir haben heute noch einen Hausarzt, der ganz klar sagt, diesem Diktat der Pharmaindustrie, ihre Kalziumantagonisten, Blutdrucksenker und Statine

      • Carolina sagt:

        /2 in unglaublicher Quantität an den Mann/die Frau bringen zu wollen, mache er nicht mit. Und das gibt es kaum noch – den meisten Menschen jagen diese immer neuen, tieferen Vorgaben Angst ein. Und diese Leute erziehen Kinder!

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: „Und bislang habe ich noch keine einzige Erhebung gesehen, die wirklich beweist, dass unsere Kinder immer fetter werden.“ Das ist jetzt aber nicht dein ernst, oder? Versuchs mal für die Schweiz mit ETH- Zimmermann-Studie, Nachfolge Aeberli-Studie, den Studien von Lamprecht und Stamm, usw. Vielmehr müsste man dann diskutieren, wie die Daten zustande kommen. Dass die Kinder aber dicker geworden sind, ist glaube ich für praktisch ganz Europa unbestritten.

      • Carolina sagt:

        Naja, SP, dieses wird mantramässig immer wiederholt, ich habe da meine Zweifel. Nur zum Beispiel:
        http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/01/27/die-kinder-werden-immer-dicker/. Was mir unmittelbar einleuchtet, ist, dass viele Kinder heute unter Bewegungsmangel leiden, weil sie vor Fernsehern parkiert werden, Sportunterricht in manchen Schulen zusammengestrichen wird, kein Interesse an Sportvereinen geweckt wird, Pfadis und Schulwege mit Umwegen den Eltern zu gefährlich erscheinen etc. etc.

      • gabi sagt:

        Naja… Aber selbst wenn´s nur das wäre: Dicker werden sie immer noch.

      • Katharina sagt:

        Carolina: „Sportunterricht in manchen Schulen zusammengestrichen wird, kein Interesse an Sportvereinen geweckt wird“ ja was denkst Du denn, was passiert wenn schon das Wort Körperkult(ur) negativ besetzt wird?

        Körperkultur heisst ja nichts weiter als trainieren. Das ist harte Arbeit, sehr zufrieden machend, aber eben viel mehr Schweiss als halt eine Wunderdiät mit irgendwelchen Concotions, die das einem abnehmen sollen.

        letztendlich ein Spin auf Pharmafood, der suggeriert, dass alles ohne Bewegung nur mit Designfood der Pharma (e.g. Weight Watchers) machbar sei, während mensch tv schaut.

      • Katharina sagt:

        „Sportunterricht in manchen Schulen zusammengestrichen wird, kein Interesse an Sportvereinen geweckt wird“ ja was denkst Du denn, was passiert wenn schon das Wort Körperkult(ur) negativ besetzt wird?

        Körperkultur heisst ja nichts weiter als trainieren. Das ist harte Arbeit, sehr zufrieden machend, aber eben viel mehr Schweiss als halt eine Wunderdiät mit irgendwelchen Concotions, die das einem abnehmen sollen.

        letztendlich ein Spin auf Pharmafood, der suggeriert, dass alles ohne Bewegung nur mit Designfood der Pharma (e.g. Weight Watchers) machbar sei, während mensch tv schaut.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ja, offenbar stabilisiert sich Übergewicht in den meisten westlichen Ländern auf einem hohen Niveau. Siehe für die Schweiz den von mir angeführten Aeberli-Bericht. Juhui, doch keine amerikanischen Verhältnisse! Wahrscheinlich auch eine Folge der veränderten Zuwanderung. Ändert aber nichts daran, dass eine starke Zunahme stattgefunden hat, und viele – zu viele! – Kinder wirklich bereits massiv übergewichtig sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: „Sportunterricht in manchen Schulen zusammengestrichen wird, kein Interesse an Sportvereinen geweckt wird, Pfadis und Schulwege mit Umwegen den Eltern zu gefährlich erscheinen etc. etc“ Auch das ist etwas viel Klischee. In der Schweiz hat man mit dem neuen Sportförderungsgesetz gegen den Willen der Kantone erneut die Kompetenz für Sportunterricht beim Bund und damit beim Dreistundenobligatorium gelassen. Mit J+S-Kids (neu Kindersport) wollte man dazu die tägliche Sportstunde einführen. 80 Prozent der jüngsten Kinder sind Mitglied in einem Sportverein. Das Problem ist der Alltag!

      • gabi sagt:

        … der ja schon Buzz Aldrin zu schaffen machte!

      • Carolina sagt:

        Ist das wirklich das Problem, SP? Wenn 80% der Kleinkinder einem Sportclub angehören (ist das so?), dann können wir doch hoffen, dass diese Kinder allein durch die Tatsache, dass Sport mit Uebergewicht keinen Spass macht bzw sehr mühselig ist und sie oft ausgegrenzt werden, anfangen abzuwägen und mit der Zeit zu lernen, dass sie sich auch im ‚Alltag‘ gesünder ernähren oder, mir lieber, mit mehr Augenmass. Irgendwann sind sie ja dann sowieso den Versuchungen ausgesetzt und müssen eigenverantwortlich mit ihrer Ernährung umgehen. Oder schlägst Du ernsthaft vor, dass die Schule übergewichtige

      • Carolina sagt:

        /2 Kinder ‚behandelt‘? Mal eine ganz blöde Frage: was ist eigentlich aus dem guten, alten Abwarten geworden? Auch zu meiner Zeit gab es natürlich dicke Kinder: soweit ich weiss, sind aus den allermeisten schlanke Erwachsene geworden – wahrscheinlich aus mehreren Gründen. Eines meiner Kinder hatte mal so mit 14 eine Phase, in der sie ziemlich pummelig war. Das hat sich von selbst geregelt – einfach weil, nehme ich mal an, wir es ihr selbst überlassen haben und unsere Kinder nicht nach Aeusserlichkeiten beurteilen.

  • tststs sagt:

    Ich finde es etwas schade, dass hier Bulemie und Anorexie in einen Topf geworfen werden.
    Natürlich ist es toll, wenn die A u t o r i n darauf hinweist, dass die Diskussion bisher an den männlichen Opfern vorbeigezogen ist. mMn auch deshalb, weil man viel zu wenig differenziert:
    Anorektiker wollen in den seltensten Fällen „Modelmasse“ erreichen, es geht eher darum Herr über den eigenen Körper zu sein, ihn u.U. auch zu quälen; deshalb ist es idR so, dass Anorexie ein Anzeichen für ein anderes psychisches Leiden ist.
    Beim Bulemiker steht dann schon das Formen des Körpers im Vordergrund…

    • tststs sagt:

      Er isst deshalb auch weiterhin, da er ja durchaus von Zeit zu Zeit Energie braucht (exzessiver Sport). (plus natürlich „essen“ also Kompensation).
      Ich glaube deshalb auch, dass Jungs/junge Männer eher im zweiten Feld zu suchen sind…

      • Christoph Bögli sagt:

        Sie vermischen und vereinfachen hier selbst viel zu sehr. Anorexie als Essstörung ist über das Krankheitsbild charakterisiert, zu welchem im übrigen durchaus auch Erbrechen als Vermeidung der Nahrungsaufnahme gehört. Die möglichen Ursachen und Beweggründe dabei sind, wie meist bei psychischen Störungen, vielschichtig und vielseitig. Ebenso ist der Übergang sowohl bei der Ausprägung wie der Diagnose hin zur Bulimie ziemlich fliessend. Zumal letztere auch verschiedenste Ursachen haben kann.

      • Christoph Bögli sagt:

        Ansonsten: Wer übertrieben Kalorien zählt leidet noch lange nicht an einer Essstörung, aber die Fixierung darauf kann häufig ein erster entscheidender Schritt hin zu einer solchen sein. Immerhin deutet sowas i.d.R. auf eine problematische Selbstwahrnehmung und ein ungesundes Mass an Beschäftigung mit Nahrungsaufnahme hin.

      • Valeria sagt:

        Bulimie ist ebenso eine psychische Störung wie Anorexie das ist. Und bei beiden Störungen geht es nur zu Beginn um die Figur und das Gewicht. Bulimiker fressen aus einer inneren Spannung heraus Unmengen an Nahrung, um sich dann aus Scham, Ekel und Übelkeit zu übergeben. Das ist mit einem grossen Leidensdruck verbunden und hat nichts mit „Figurkontrolle“ oder „sich mal eben den Finger in den Hals stecken zu tun“. Bulimiker sind meistens normalgewichtig und scheinen gesund, weshalb sie oft keine adäquate Hilfe bekommen. So im Sinn von: „Dann hör doch einfach auf mit der Kotzerei…“

      • Valeria sagt:

        @ Christoph Bögli:
        Danke, genauso sehe ich das auch. Sie haben es aber klarer formuliert.

      • tststs sagt:

        Herr Bögli, Valeria, die Kommentatoren-Form verlangt schon eine gewisse Vereinfachung 🙂
        Nichtsdestotrotz: auch Bulemie hat einen psychischen Faktor, idR geht es um ein gestörtes Körperbewusstsein. Ich unterscheide lediglich, dass vielen Anorexiefällen (und eher weniger als dies bei Bulemie der Fall ist) ein einschneidendes körperliches Erlebnis (in extremis: Vergewaltigung) vorausgeht und somit der Körper zum verhassten Objekt, und zwar nicht wie bei der Bulemie zum zu optimierenden Körperobjekt, sondern zum auszuöschenden Körper wird… deshalb auch die vermutete Zurechnung der Jungs zur B.

      • Valeria sagt:

        @ tststs:
        Ich möchte ungern verallgemeinern, da es weder die typische Anorektikerin, noch die typische Bulimikerin gibt. Allerdings ist es vielfach so, dass Personen mit Anorexie in spezifischen Familienkonstellationen (Disziplin, starke Kontrolle, keine Geheimnisse, überbehütet, oft ein sehr enges Verhältnis zur Mutter…) aufwachsen. Oft ist die Magersucht auch ein Versuch des Kindes, die drohende Scheidung der Eltern abzuwenden…

        Bei Bulimie hingegen finden sich überproportional häufig Fälle von Missbrauch.

      • tststs sagt:

        (und eher weniger als dies bei Bulemie der Fall ist)
        Korrektur:
        und eher MEHR als dies bei Bulemie der Fall ist

        sorry

      • tststs sagt:

        Hihi, Valeria, da habe ichs gerade andersrum in Erinnerung…
        Ich denke auch, meine Verknappung auf körperliche Erlebnisse ist unzutreffend.
        Vllt tritts am ehesten so zu: den meisten Anorexiefällen geht „irgend ein Erlebnis (im Sinne psychischer oder physischer Schäden“) voraus, zur Bulemie reicht lediglich ein gestörte Selbstwahrnehmung (sorry für die saloppe Formulierung); wobei aus einer Bulemie auch eine Anorexie entstehen kann… Die gestörte Selbstwahrnehmung wird sicherlich auch durch externe Faktoren ausgelöst, diese sind aber nicht den „Erlebnissen“ gleichzusetzen. Nochmals der /

      • tststs sagt:

        /Hinweis auf: Körperzerstörung vs. Körperoptimierung…

        aber bitte unbedingt beachten: ich argumentiere da auf Gedächnis-Basis, lege meine Hand dafür nicht ins Feuer…

      • Valeria sagt:

        Ja, es ist halt nicht so einfach…

        Die Wahrscheinlichkeit von der Anorexie in die Bulimie zu rutschen, ist um ein vielfaches grösser wie umgekehrt. Für beide Essstörungen kann es einen spezifischen Auslöser geben (dummer Kommentar, Diät, Unzufriedenheit…), meistens ist das aber nicht die eigentliche Ursache. Letztere ist sehr häufig in dysfunktionalen Familienstrukturen zu suchen, dabei kann Missbrauch auch eine Rolle spielen. Die Argumentation „Körperzerstörung vs. Optimierung“ ist hier nicht dienlich, da es bei beiden Essstörungen nicht primär um das Erreichen eines Wunschgewichts geht.

  • Kate sagt:

    Es ist doch paradox:
    Die Weltbevölkerung verfettet und wird tendenziell immer dicker. Und dann gibts diejenigen, die (sich selbst!) zu Tode hungern.
    Wo sind die früheren Zeiten, wo Grösse 40 bei Frauen noch als sexy galt und man kein Essen kaufen konnte, das sich selbst kocht.

    • gabri sagt:

      Aber ich habe mit Kleidergrösse doch bereits Übergewicht (Nach BMI, ernsthaft!) und weil das doch so ungesund ist, müsste ich als verantwortungsvoller Mensch der nicht unnötig die Krankenkassenprämie hochtreibt abnehmen, egal wie ich mich in meinem Körper fühle.
      Mag sein, dass die Modeindustrie mitschuldig ist an dem ganzen. Aber genau so ist es die Panikmache wegen dem bösen, tödlichen Übergewicht.

  • P. Sutter sagt:

    Wann dieser komische Hedonismus Einzug gehalten hat weiss ich auch nicht. Aber die Teenager heute sehen alle aus wie aus dem Ei gepellt und sind visuell grösstenteils austauschbar. Die Frage stellt sich halt – wie kann meine Erziehung gegen die Full-Media-Coverage bestehen? Wahrscheinlich die grösste Herausforderung für Eltern in den kommenden Jahren.

  • Laura TI sagt:

    Man muss sich in dem Zusammenhang auch fragen, was für eine Vorbildfunktion wir selber abgeben. Dreht sich bei uns ständig alles um Kalorien, dann dürfen wir uns wirklich nicht wundern, wenn die Kinder das kopieren. Grad Jungs fehlt es in der Pubertät oft an Orientierungsmöglichkeiten (fehlende Väter sind da nicht ganz unschuldig) und an Bezugspersonen. Wichtig für uns, dass unsere Kinder ein gestärktes Selbstbewusstsein haben und sich nicht über ihre Körperlichkeit definieren müssen, vor allem in der Pubertät, in der sowieso alles in Veränderung ist.

    • pixel sagt:

      Ich weiss nicht, Laura, da habe ich eine ganz andere Meinung. Genau das hat nichts mit Vorbild zu tun, sondern mit äusserem Einfluss. So wie „Rauchen“ oder „Nichtrauchen“. Interessant dabei ist, dass meistens genau das Gegenteil passiert: Kinder von Rauchern bleiben eher der ZIgarette fern und umgekehrt. Töchter von eher korpulenteren Müttern tendieren dazu, übermässig Kalorien zu zählen (wie es bei Söhnen ist, weiss ich nicht). MIch lässt das eher auf einen psychologischen Effekt schliessen, als auf eine Vorbildfunktion.

      • pixel sagt:

        Und wo Sie die Pubertät ansprechen – gerade DA löst man sich von dem ev ehemals beständigen Vorbild „Mutter oder Vater“ ab und richtet sich nach Vorbildern wie Stars, Models, Modetrends, Schulkameraden aus.

      • Laura TI sagt:

        Echt? Also drei jetzt schon aus der Pubertät rausgewachsenen Kinder haben sie nie, nicht eine Sekunde in ihrem Leben an Stars, Models oder Modetrends orientiert. Lag vielleicht auch da dran, dass das in unserer Familie nie ein Thema war, weil einfach zu oberflächlich und uninteressant, oder vielleicht auch daran, dass meine Kinder wissen, dass sie so gut sind, wie sie sind oder vielleicht eben auch daran, dass wie NIE Kalorien gezählt haben und wir alle immer in einem Sportverein aktiv waren. Und abgegrenzt haben sich alle von den Eltern, aber eben nicht wo es weh tun könnte.

      • gabi sagt:

        Auch „Stars“ an denen man sich orientieren könnte, sind ja durchwegs von unterschiedlicher Güte.

        Ich bin jedenfalls immer wieder leicht angegruselt, wenn ich mich mit Konsumentinnen von „Society“-Heftchen unterhalte. Die wissen zwar genau, welches Starlet mit welchem Beau und können daher sämtliche Schauspielernamen in- und auswendig dahersagen. Auch die Namen der Filme sind geläufig…Aber Regisseure? – Nie gehört.

        Es sind also durchaus auch die Eltern, die mit dafür sorgen, ob sich ein Kind nur für „fare bella figura“ interessieren, oder auch an schöpferischen Elementen interessiert sind

  • Valeria sagt:

    Ein ehemaliger Schulkollege war damals in der Schule auch so drauf. Total auf Kalorien fixiert, war fast jeden Tag joggen, Kraftsport etc., sah richtig gesund und (für uns Mädels damals…) knackig aus. Da war er 17 oder so. Dass er zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren an Bulimie litt, wusste keiner.

  • Nico Meier sagt:

    Die Modeindustrie ist sicherlich nicht ganz unschuldig ic bin knapp 1.90 und breten schultern sowieWohlstandsbauch finde kaum noch Kleidung von der Stange, da die XXL scheinbar immer kleiner geschnitten werden.
    Dabei habe wir gerade erst kürzlich gelesen, dass der àWohlstandsbauch zu längerem Leben verhilft.
    Mein Grosvater war bis zum 70 Lebensjahr sehr Korpulent nun ist er 81 Jahre alt und ausser des ersetzen Hüftgelenks top fit er schwimmt im Sommerhalbjahr jeden Morgen einen Kilometer im Freibad.

    • Christoph Bögli sagt:

      Anekdoten haben null Aussagekraft. Ansonsten kann man auch Helmut Schmidt als Beleg für die gesunde Wirkung des Rauchens nehmen. „Wohlstandsbauch“ ist zudem ein ziemlich schwammiger (sic!) Begriff. Wobei Sie einen entscheidenden Punkt ansprechen: Die Fitness ist in dem Kontext wohl wesentlich wichtiger als Schlankheit per se, im Gegenteil, letztere im Extrem dürfte wohl eher schaden im Vergleich zu einem leicht erhöhten Fettanteil.
      Das mit der Kleidung versteh ich dafür nicht. Ich hab nur 8cm weniger und ärgere mich darüber, dass oft noch ein M zu weit geschnitten ist. Trotz sportlicher Figur.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist ebenso seit Jahrzehnten bekannt, dass leichtes Übergewicht mit der höchsten Lebenserwartung und den besten gesundheitlichen Parametern korreliert ist. Wenn es keinen biologischen Sinn hätte, gäbe es die Fettreserven nicht.

      • pixel sagt:

        Woher kommen denn die „Fettreserven“? Bier, Schoki, Wurst und Pommes? Hat sich die Natur bestimmt so gedacht, vor x-Millionen Jahren! Deswegen haben auch die Affen so eine Fettreserve, nicht wahr? Und wie, abgesehen davon, definiert man „Reserve“?

      • Sama sagt:

        Sie verwechseln da was ML: Eigentlich generiert leichtes(!) Untergewicht die höchste Lebenserwartung. Dies ist ebenfalls seit Jahrzehnten bekannt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Nein, Sama, siehe z.B.

        http://www.aerzteblatt.de/archiv/66141

        derarrige Studien gibt es seit den 70-er Jahren und vor 3-4 ochen ging eine grosse Metastudie auch durch die Tagespresse.

    • Nico Meier sagt:

      Die breiten Schultern erschweren den Kleiderkauf stark, da viele Jacken, Hemden, Anzüge usw einfach nicht auf so breite Schultern ausgelegt sind.

  • Sportpapi sagt:

    Ich weiss nicht. Schon wieder ein neuer „Trend“ ausgemacht? Natürlich achten auch Männer (zunehmend?) auf ihren Körper. In der Regel, dass er gepflegt, vor allem aber muskulös ist. Das heisst, viel Training und gezieltere Ernährung. Hungerhaken werden aber eher nicht mit männlich assoziiert.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ist das soviel besser als die weibliche Version? Ok, die männliche Form des Körperkults mag tendenziell ästhetischer und vielleicht gesünder sein, aber ändert doch nichts an der Grundproblematik. Die da wäre, dass Medien und Mode ein völlig unrealistisches Körperbild in die Welt photoshoppen, dem dann gerade Junge verzweifelt hinterher rennen, zur Not auch mit fragwürdigen Methoden. Im übrigen, Muskelaufbau ist das eine, Muskeldefinition das andere. Fragen Sie mal Bodybuilder. Um ein Sixpack gut sichtbar zu machen muss i.d.R. der Körperfettgehalt auf kritische Werte reduziert werden.

      • Nico Meier sagt:

        Und wenn der Körpefettgehalt sehr tief ist so um die 2-3% sieht man das Sixpack gut wird der Kandidat dann aber Krank (normale Grippe) muss dieserr bereits in den ersten Tagen künstlich ernährt werden, da der Körper sonst Muskeln und Hirnmasse abzubauen beginnt, da zu wenig Fett vorhanden ist um davon zu zehren.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, richtig. Nur: wie viele Männer gehen in den Kraftraum, um sich ihren Wunschkörper zu erarbeiteten, und wie wenige sind Bodybuilder? Und selbst da: Da ist es wie mit den Marathonläufern: Für die Gesundheit ist ein Marathon ein Problem, das Training dafür äusserst wertvoll. Meistens.

    • Muttis Liebling sagt:

      So neu ist das alles nicht. Bereits Mitte der 90-er konnt man in vielen Publikationen lesen, dass die Knaben bezüglich Esstörungen den Mädchen immer näher rücken.

      • Carolina sagt:

        So ist es. Allerdings haben Männer ihre Esstörungen tendenziell eher weggeschwiegen oder wurden ignoriert – nach dem Motto ‚unmännlich‘. Das heisst eben nicht, dass es diese Störungen nicht (vielleicht in zunehmendem Masse) gibt. Und wenn man es ‚Trend‘ nennt, SP, macht man es klein. Und wenn man es negiert, S.o.c.c.er.dad, ignoriert man es einfach. Dabei muss der ganze Komplex ‚Körperkult‘, der von harmlos bis sehr gefährlich alle möglichen Ausprägungen zeigen kann, dringend ins Bewusstsein gerufen werden, wir müssen uns ernsthaft fragen, wie wir das mit unseren eigenen Kindern handhaben,

      • Carolina sagt:

        /2 ob wir HIlferufe ignorieren, wirklich in der Erziehung ihr Selbstbewusstsein im Auge haben, sie vielleicht viel zu oberflächlich, d.h. anhand ihrer Körperlichkeit, beurteilen und messen. Ein junger Mann, der in die A oder B ‚hereinrutscht‘, befindet sich, genauso wie eine Frau, in einem Teufelskreislauf, der dringend gestoppt werden muss und bedeutet, dass hier etwas grundsätzlich falsch läuft.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ich habe den Begriff sehr bewusst gewählt: http://blog.tagesanzeiger.ch/deadline/index.php/2262/the-return-of-the-shit-detector-billige-tricks/
        Ich mache das Problem klein, indem ich glaube, wie geschrieben, dass es äusserst selten vorkommt. Was nicht heisst, dass man die Betroffenen nicht ernst nehmen sollte.

      • Carolina sagt:

        SP, es hat auch bislang niemand behauptet, dass es ein absolutes Riesenproblem wäre. Dass aber die männliche Variante dieser Krankheiten (und das sind sie halt) Erwähnung verdient und ernst genommen werden muss, erreicht man sicher nicht damit, dass man gleich mal von vornherein von ‚Trend‘ spricht und es kleinredet. Es geht hier nunmal um dieses Thema und ich halte es insofern für wichtig, als dieses Sich-Definieren über Körperlichkeit (das geht ja weiter in Richtung Anti-Ageing etc) ein dringendes Thema unserer Zeit ist.

      • Carolina sagt:

        PS: So gut wie jedes Thema könnte mit Deinem link für unwesentlich erklärt werden. Ich glaube auch, dass man es mit der Betroffenheitskultur nicht übertreiben muss, aber es gibt nun mal Betroffene, die dieses Thema interessiert – vor allem, wie schon gesagt, die Faktoren, die da reinspielen (ständig neue Definition von optimalem BMI, Körperkult, Definition über den Körper etc). Wir haben hier auch schon über Themen diskutiert, die wahrscheinlich prozentual noch wesentlich weniger Leute betrifft – dann darf man auch ruhig mal aussetzen, wenn man meint, es ginge einen nichts an.

      • Katharina sagt:

        Körperkult als neues Ziel des pc Rechtdenks?

      • Carolina sagt:

        Ich versuche es nochmals deutlicher: es geht nicht darum, Körperkult zu pathologisieren. Aber A und B (bei beiden Geschlechtern natürlich) ist auch ein Symptom einer Gesellschaft, die Körperlichkeit zu Religionsersatz macht. Das wird ergänzt durch neue ‚Vorgaben‘, die mit Angstmacherei arbeiten, z.B. immer niedrigere Blutdruckwerte, BMIs, bei denen wir uns oft gar nicht mehr nach dem ‚cui bono‘ fragen. Schönheits-OPs, bei denen tatsächlich das allgemeine KK-System als Kostenträger diskutiert wird, Anti-Ageing, das Menschen suggeriert, Altern wäre eine Willensentscheidung, etc.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ich lese aus dem Titel den Bezug zu „Trend“. Und habe keineswegs gesagt, dass es nicht diskutiert werden sollte. Allerdings finde ich die Vermischung von Körperkult (breite, Schultern, Sixpäck, männliches Erscheidungsbild!) und Krankheit (Abmagern, bis es einen nicht mehr gibt, kindlich statt weiblich/mänlich) unsinnig bis unzulässig. In der Bewertung ist klar, dass ich Menschen, die auf ihre Fitness achten, und ihren daraus folgenden trainierten Körper gerne zeigen, eigentlich etwas Schönes.

      • Nina sagt:

        Sportpapi, die Grenze zwischen Körperkult und Störung ist eben nicht so klar – da es ja um ein Gesundheitsthema geht (im Gegensatz zur Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol) kann man sich eben lange hinter einer Fassade verstecken. Ich z.B. hab normales Gewicht, aber trotzdem ein durchaus gestörtes Verhalten gegenüber dem Essen. Und es ist für mich die reine Freude zu sehen, wie vernünftig sich meine Kinder ganz von alleine ihrem natürlichen Gefühl folgend ernähren. Weshalb ich jedes Dogma bisher bewusst von ihnen ferngehalten habe diesbezüglich.

      • Jeanette Kuster sagt:

        SP, Sie mögen das Wort Trend hineininterpretieren, stehen tut es nicht. Was «die Vermischung von Körperkult und Krankheit» angeht, bin ich ganz anderer Meinung. Viele Mädchen und Jungs rutschen über eine normale, „gesunde“ Diät (Körperkult) in die Magersucht oder Bulimie (Krankheit) rein. Man darf bzw muss die zwei Themen also durchaus in Verbindung bringen.

      • Sportpapi sagt:

        @JK: Ich widerspreche insofern, als sich der „ideale“ männliche Körper eben nicht gertenschlank, sondern muskulös (und damit schwer) darstellt. Da werden eher Eiweisse und andere Substanzen geschaufelt, als wirklich gehungert, wenn es um Körperkult geht. Vieleher sind wohl Sportler aus Disziplinen gefährdet, in denen das Gewicht nachteilig ist – Skispringen (aber da hat man auf tiefstem Niveau reagiert), Ausdauersport, Klettern, etc.

      • Laura TI sagt:

        JK gibt es eine gesunde Diät? Diäten werden hauptsächlich aus zwei Gründen angewendet: erstens zur Gewichtsab- oder -zunahme, zweitens zur Behandlung von Krankheiten (engl. „diet“ = auf die Bedürfnisse des Patienten abgestellte Nahrung, Krankenkost). Umgangssprachlich wird der Begriff zumeist gleichgesetzt mit einer Reduktionsdiät (Reduktionskost) zur Gewichtsabnahme und bildet somit ein Synonym zur Schlankheitskur.

  • Peter Steiner sagt:

    Nun also auch die Männer. Ist das in dieser Branche eine Berufskrankheit? Ich hoffe nicht, dass dadurch die männlichen Kleidergrössen kleiner werden, denn dann hätte ich ein Problem…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ich weiss nicht was mich mehr erschrecken soll,
    dass diese Bloggerin einen magersüchtigen Mann, der Einzug in den Modezirkus gefunden, entdeckt hat-
    oder dass die ebenfalls anwesenden weiblichen Magersuchts-Vertreterinnen,
    keine „ich bin schockiert, seht euch das mal an!“-Meldungen auslösen?
    Konsequent wäre Null Berichterstattung über Labels bei denen A-Kranke über den Steg wandeln,
    bloss, wie definiert sich solches? Nicht alles untergewichtige ist auch schon Anorexie.
    Testessen im Anschluss? Oder eine Art „Esskontrolle“?
    Und Auffälligkeiten führen zum Nicht-Erscheinen?…

  • Roberto Binswanger sagt:

    Gefragt ist ein gesunder Mittelweg zwischen Magersucht und Übergewicht! Und das in jedem Alter. Im Alter darfs es bitzli mehr sein….

    • Eremit sagt:

      Warum verlassen heute mehr Menschen als früher diesen Mittelweg?
      Wohlstand ist meines Erachtens nicht die Ursache dafür, sondern nur ein „Verstärker“.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Eremit:
        weil sie „früher“ (welches „früher“ genau?) gar nicht auf die Idee kamen, freiwillig aufs Essen zu verzichten wenn denn mal der Tisch grosszügig gedeckt war? Da sie sonst gar nicht imstande gewesen wären im Vor-Erleichterungs-Technik-Zeitalter mit all den körperlichen Herausforderungen klarzukommen, ihnen standzuhalten?

      • Cybot sagt:

        Mittelmass ist nicht cool.

    • Nico Meier sagt:

      Das Übergewicht ist ine Resultat der Büroarbeit wenn ich 9 Stunden im Büro verbringe und zwei Stunden Arbeitsweg habe so bewege ich mich in dieser Zeit kaum.
      Desweiteren bin ich trotz Büroarbeit nicht bereit mich auschliesslich mit Salat zu ernähren.

  • Soccerdad sagt:

    Wir nehmen die erfundene „manorexia“ nicht war, weil es sie nicht gibt! Ein Grippekranker macht noch keine Pandemie. Es wird immer Einzelfälle geben, wie sagt man so schön: Ausnamhen bestätigen die Regel. Das junge Männer auf ihr Essverhalten schauen, heisst noch lange nicht, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu Nahrungsmittel haben. Die meisten Männer wollen Muskeln aufbauen, was nur durch Energiezufuhr geht und nicht durch fasten. Und wenn Diät, dann eine koordinierte, wie z.B Proteindiät, Trennkost oder was auch immer hilft zum Aufbau der Muskeln.
    Wenn was gestört ist, dann dieser Blog

    • Jj sagt:

      @soccerdad; Ich bin in Teenie-Jahren scharf an einer Magersucht vorbeigeschrammt. Bei mir war es eben so, dass ich schon als Kind und Teene einen leichten Muskelaufbau hatte. Wo sich schnell Muskeln bilden, bildet sich eben auch schnell anderes, wenn man(n) Mamis Küchenkünsten zu sehr erliegt. Ich hatte dann knapp 67 kg bei Körpergrösse 185 – mit einem Brustumfang von damals bereits weit über 110 und gemessen äusserst dichtem Skelett. Was mir dann geholfen hat war der (extremere) Ausdauer-Sport. Insofern gebe ich Ihnen recht. Aber den Zugang zu „seinem“ Körpergefühl muss jeder finden.

      • Thomas sagt:

        Bei einer Grösse von 185cm mit 67kg waren sie doch noch lange nicht übergewichtig oder muskelbepackt, erst recht nicht bei einer höheren Knochenmasse. Es scheint als hätten Sie wirklich ein gestörtes Verhältnis zu Ihrem Gewicht.
        Ich war vor drei Jahren etwa 69kg mit 178cm Grösse und fand mich alles andere als dick, was auch der BMI (leicht untergewichtig) und meine Kollegen bestätigten.
        Ich denke eine allgemeine Diskussion darüber, was ein „gesundes“ Gewicht ist, wäre nötig und angebracht.

      • Jj sagt:

        @Thomas; Sie haben mich falsch verstanden … da ich sehr breit gebaut bin und meine Knochendichte überdurchschnittlich, war ich damals mit 67kg sehr leicht! und ich war genau an einem Punkt wo’s anfing zu kippen. dann kam der Sport und ich wurde zwar athlethischer aber gesünder!
        …hab’s vielleicht falsch rum artikuliert…

    • Nina sagt:

      Super Einstellung. Einfach nicht wahrhaben, was nicht sein darf, gell? Genau das wird im Artikel bemängelt. Kinder sollten lernen, dass man nur auf sein Gewicht achten sollte, wenn man zuviel davon hat – aber heute herrscht diesbezüglich Panik-Kultur, und die Jungs bleiben davon ganz und gar nicht verschont…

      • Rahel sagt:

        Alleine der Umstand, dass es einen Begriff dafür gibt und man den sogar in Wikipedia findet, zeigt doch ,dass dieses Problem nicht erfunden ist und die davon betroffenen nicht nur Einzelfälle sind!

      • Rahel sagt:

        Pardon, die Bezeichnung ist nicht im Wikipedia sondern im Urban Dictionary zu finden ( Manorexia gibt es zwar im Wikipedia aber dort geht es um was anderes 🙂 )

    • tststs sagt:

      „Das junge Männer auf ihr Essverhalten schauen, heisst noch lange nicht, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu Nahrungsmittel haben“
      Doch, genau das heisst es meiner Meinung nach: sobald ein Mensch auf sein Essverhalten schaut (und es „aktiv gestaltet“) hat er mMn ein gestörtes Essverhältnis. Natürlich sind nicht alle Varianten gleich folgeschwer, aber allein schon die Tatsache, genauer hinzuschauen, ausser „das ist nicht giftig“ und „ich bin jetzt satt“, zeugt von leichten Störungen… Und wie auch schon erwähnt wurde: eine Störung der Wohlstandsgesellschaft!

      • Reto B. sagt:

        Tja, das hätte ich bis vor kurzem unterschrieben. Aber als mittlerweile 33jähriger mit einem Bürojob merke ich dass meine saisonalen Gewichtsschwankungen einen Verlauf haben wie der CO2 Spiegel – tendenziell steigend. Und ich hab mir auch schon überlegt, dass 3 mal am Tag Fleisch essen irgendwie auch nicht so ökologisch ist. Ist es eine Wohlstandssache? Ja klar, aber dennoch muss ich langsam aber sicher darauf schauen, was ich esse. Dass ich 3 mal am Tag gesund esse, mit mehr saisonalem, lokalem und Gemüse und weniger Kraftfutter und Billigfleisch von anderen Kontinenten.

      • Sportpapi sagt:

        Ach so. Und wenn ich am Morgen meine Haare kämme, habe ich ein gestörtes Verhältnis zu meinem Körper…

      • Laura TI sagt:

        Ich sehe das anders, wenn ein junger Mensch darauf schaut, dass er nicht zu viel Süsses isst, dann ist das in keiner Weise gestört sondern verantwortungsvoll. Meine Kinder lehnen oft Sahnetorten ab, weil sie die als ungesund erachten, dafür essen sie lieber einen Apfel oder Nüsse. So wurde es ihnen vorgelebt und so stimmt es für sie. Alle meine Kinder sind normalgewichtig und sehr sportlich.

      • tststs sagt:

        @ Reto B. Vielleicht erklärt das Folgende meinen Gedanken etwas genauer (und vllt auch für Sie Sportpapi etwas erhellend, denn es scheit mir, als wollten sich mich in letzter Zeit immer so in eine Extremo-Ecke drängen):
        Ihr „Problem“ Reto ist nicht die falsche Ernährung (3xFleisch am Tag ist höchstens ein Problem für die Umwelt *gg*), sondern ZUWENIG BEWEGUNG. Würden wir uns angemessen bewegen, müssen wir gar keine Gedanken an Ernährung verschwenden….

      • tststs sagt:

        Und Laura, (bitte mit Augenzwinkern lesen), ich weiss nicht genau wie alt Ihre Kinder sind, aber wenn ich mich so an meine Kindheit erinnere, war eigentlich der Hauptgrund etwas zu essen (oder eben nicht), weil meine Eltern mir es SO SAGTEN…
        Da wären wir btw wieder bei Thema: Eltern die Ihre Kinder wie Erwachsene behandeln und sie somit heillos überfordern…

        Das einzige Mal, wo ein Kind sich mit dem Begriff Kalorie auseinandersetzen sollte, ist beim Buchstabierwettbewerb 😉

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ihre Aussagen sind immer wieder extrem, da brauche ich nicht zu drängen. Es reicht, den Spiegel vorzuhalten. Mit Ihrem Verweis auf Bewegung haben Sie natürlich in meinen Augen recht. Es ist aber eher die Kehrseite der gleichen Medaille. Ein anderer wird wohl sagen, wer wegen der Gesundheit auf Bewegung achtet, habe ein gestörtes Körpergefühl/Verhältnis zu Bewegung…

      • tststs sagt:

        „wer wegen der Gesundheit auf Bewegung achtet, habe ein gestörtes Körpergefühl/Verhältnis zu Bewegung…“
        Und schon drücken Sie mich in eine Ecke… mir geht es darum, dass wer sich normal bewegt (nicht „auf Bewegung achtet“), muss nicht auf die Ernährung schauen…

      • Sportpapi sagt:

        Ja. Und wer normal isst, muss auch nicht auf Ernährung achten. Aber dann ist da so ein Bäuchlein, das vielleicht nicht ungesund ist, aber halt stört. Und das bringt man mit etwas Alltagsbewegung allein nicht weg.

      • Laura TI sagt:

        Meine Kinder sind 3, 8 zweimal 18 und 20. Also die Kleinste isst, was halt auf den Tisch kommt, aber die Grossen haben da nicht nur ein Wort mitzureden sondern auch selber Hand anzulegen, spricht, sie kochen selber und suchen sich dazu auch saisonale und regionale Lebensmittel aus. Dazu kommt tägliche Bewegung (wir haben kein Auto, dafür alle ein Fahrrad). Ich finde es halt auch wichtig, dass die Grossen hier auch für die Kleinen ein Vorbild sind und das nicht nur predigen sondern auch selber leben.

      • Kathy sagt:

        Laura, ich glaube Dir nicht. Dass deine Erwachsenen Kinder auf die Ernährung achten natürlich schon, aber das 8 jährige?? Das ist krank! Wer seinen Kindern zu Hause gesundes Essen auftischt und schaut, dass sie genug Bewegung haben, der hat keine dicken Kinder…UND keine Kinder, die sich Gedanken über Kalorien oder Fett oder Stoffwechsel machen. Und diese Kinder dürfen auch ohne schlechtes Gewissen die Sahnetorte dann annehmen. Das tun sie im Normalfall auch – ausser sie mögen sie nicht oder sind von ihrer Ernährungstestörten Mutter abgerichtet worden. Unschön.

      • Laura TI sagt:

        Oh, der 8-jährige, der orientiert sich an seinen grossen Brüdern und die essen nun mal gesund, weil die das für den Sport brauchen. Der 8-jährige übrigens auch. Meine Kinder essen wirklich keine Sahnetorte, weil sie einen Apfel einfach lieber mögen, das hat nichts mit gestört oder so zu tun, sondern einfach Vorlieben, man kann es auch Gewöhnung nennen wahrscheinlich, aber da ich selber gerne gesund esse und selten Lust auf Süsses habe, wurden die Kinder halt auch entsprechend geprägt. Ach ja, sie essen alle begeistert Gemüse in allen Formen und Farben, auch gestört, nehm ich an.

    • Supernova sagt:

      @ Soccerdad: Natürlich gibt es die, und zwar mehr als man denkt! Meine beste Freundin war mit einem Anorexie-Kranken zusammen, ich selbst kurze Zeit mit einem Mann, der an Bulimie litt. Er hatte es zwanzig Jahre geschafft, seine Krankheit zu verstecken – sogar vor Exfreundinnen mit denen er zusammengewohnt hat. Zudem kenne ich einen Mann mit einer Sportbulimie. Essstörungen werden im Geheimen gelebt – vor allem von Männern! Solange diese schreckliche Krankheit als“Frauensache“ abgekanzelt wird, bleibt es auch so!

  • markus gerat sagt:

    anorexie als ausdruck von zuviel selbstkontrolle und überangepasstheit: beste schulnoten, bester studienabschluss, quasi karrierezwang, wenn man nicht unter gehen will. in der anorexie kommen dieses zuviel „notwendiger“ fertigkeiten zum ausdruck.

    • Tamara I sagt:

      Genau! Magersucht liegt nicht nur am falschen Schönheitsideal, meiner Meinung nach ist es eher die Angst vor dem älter werden, die Angst vor Verwantwortung, die Angst nach der Schule nicht zu wissen was man machen will, die Angst nicht mehr von den Eltern betreut zu werden. Magermodels sind gar nicht so bekannt wie man denkt, oder kennen sie vielleicht Sigrid Agren oder Kamila Filipcikova? Nein eben nicht. Auf den Plakaten sehen die Frauen gut aus! Natürlich dünn aber schön, nicht mager. Viele werden doch magersüchtig, weil sie Probleme mit dem „sich ausdrücken“ haben und sich mittelmässig füh

      • Tamara I sagt:

        Viele wollen wie Feen sein, reine leichte Wesen, eben noch wie ein Kind. Es geht hier meiner Meinung anch nicht um den Laufsteg, sondern eher um die Angst vor dem Leben. Es ist eine zu grosse Hürde und die Magersucht nimmt einem viel Verantwortung. Man wird wieder mehr von den anderen „Straken“ getragen, es wird wieder weniger von einem verlangt. Viele Magersüchtige werden nach der Matura magersüchtig -> ohne Stundenplan, Aufgaben, Lehrer, Schulkollegen fällt man in ein Loch, wenn man nicht weiss was man machen will. Der Schritt ins „echte, selbstständige“ Leben ist nicht ganz einfach.

    • gabi sagt:

      Och….

      Dabei klang´s so gut. Und so vertraut!

      – Das Frauenbild!
      (oh… Mist. Geht ja um einen Mann!)
      – Die Werbung!

      – Der Körperkult!

  • Markus Schneider sagt:

    Die Frage ist nur, WELCHE Jugendlichen sich zu dick finden. Dass sich die Dicken und die Fetten zu dick finden (davon gibt es auch in der Schweiz reichlich) ist doch voll in Ordnung, die sollen endlich abnehmen. Die anderen haben eben einen leichten Dachschaden, aber das ist ja nicht verboten.

    • Pixel sagt:

      ? Wir reden hier von Essstörung Magersucht.

    • Valeria sagt:

      @ Markus Schneider:
      Nein, verboten ist es nicht. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ca. 15% diesen „leichten Dachschaden“ nicht überleben, kann man sich ja schon mal Gedanken machen…

      • Rahel sagt:

        @Valeria

        Danke!
        Mir haben die richtigen Worte für einen Kommentar gefehlt, ich war einfach nur geschockt!

      • Gabriela sagt:

        hoppla, da habe ich wohl etwas lang nicht mehr aktualisiert. Bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht.

    • Widerspenstige sagt:

      Eine typische Aussage eines Narzisten, empathielos bis zum Abwinken und sich völlig im Recht wähnend. Zum Kotzen so eine Aussage und das in einem Mamiblog, Markus!!

      • Katharina sagt:

        so ganz unrecht hat er aber nicht, wenn umgekehrt bald eine Fettsteuer oder eine Erhöhung der KK Prämien für übergewichtige gefordert wird.

        krank ist ja, dass im Text psychische Störungen und etwas Körperkult und bewusstem Essen gemischt werden, mit dem üblichen Spin auf ‚proper thinking‘.

      • Franz Weber sagt:

        Als ob im Mamiblog nicht die Wahrheit gesagt werden dürfte!
        Markus hat völlig recht. Diese haben eine Fehlschaltung im Hirn sonst würden Sie sich das nicht antun. Ob jetzt einer es Dachschaden nennt ist völlig egal. Leider fehlt bei der Menschheit die wirkliche natürliche Auslese. Daher müssen Sie sich nicht verwundern ab den Abnormitäten!

      • Valeria sagt:

        @ Franz Weber:
        Leute wie Sie tragen dazu bei, dass psychisch kranke Menschen nicht geheilt, sondern lebenslang stigmatisiert werden. Pfui!

      • Rahel sagt:

        Ah, so wie bei dem Herrn in Deutschland, wie hiess er doch gleich ( zum Glück ist wenigsten der kranke Typ Geschichte! ) ? Alles was nicht ins Bild passt muss weg! Na Bravo!

      • Rahel sagt:

        Wäre @Franz Weber gerichtet

      • alien sagt:

        Valeria, Franz Weber ist, so, wie ich das sehe, wahrscheinlich ein Unterstützer der Euthanasie für abnorme Leute aller Art. Dicke, Dünne, Depressive, Borderliner, Manischdepressive etc. etc. Eine „lebenslange Stigmatisierung“ dauert also nicht lange.

  • Eni sagt:

    Solange die Modemacher-Mafia nicht zur Rechenschaft gezogen wird, wird sich auch nichts ändern.

    Wie sagte der Modepapst Lagerfeld doch so schön: „Ich habe noch nie ein magersüchtiges Model gesehen“. Dafür war er doch selber jahrzehnte so fett wie ein Mastschwein.

    • Fischer sagt:

      Gerade SIE sind an diesen Entwicklungen schuld wenn man ihren letzten Satz liest. Gerade SIE richten mit ihrer herablassenden Art gegenüber übergewichtigen Mitmenschen den schaden an. SIE sind zum kotzen!!!

    • Widerspenstige sagt:

      Eni, da gehe ich mit Fischer einig: gschämig so eine Aussage hier in einem Mamiblog zu plazieren! Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht bevor Sie einfach Losschreiben?!

      • gabi sagt:

        🙂

        Die Frage, von Ihnen gestellt, WS, hat ja auch was äusserst Komisches!

        (auch wenn hier der Aussage durchaus bei zu pflichten ist… Gratuliere: Sie beziehen sich soeben auf etwas, was da oben wirklich steht und nicht erst selber von Ihnen erfunden werden musste! – Na also: Geht doch! Weiter so.)

      • Widerspenstige sagt:

        Huch! Was habe ich falsch gemacht, dass Sie mir gratulieren??!! (ja, Wildkatze, denke jetzt gerade an Ihre weise Voraussicht…hihi) 😯

      • gabi sagt:

        Falsch haben Sie gemacht, dass ich von Ihnen den Satz lesen muss:

        „Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht bevor Sie einfach Losschreiben?!“

        Nichts Anderes wünschte ich mir in allzu vielen Fällen seit nunmehr JAHREN!

      • Eni sagt:

        Sorry, ich glaube kaum, dass jemand wie Karl Lagerfeld sich über die Figur irgendwelcher Models lästern sollte. Aber man kann ja auch immer alles falsch verstehen. Habe das in diesem Kontex gemeint und nicht auf andere übergewichtige Menschen bezogen.

        Habe übrigens selber eine essüchtige Cousine und habe ihren lebenslangen Kampf gegen die Kilos miterlebt und erlebe das noch heute mit. Also bitte. Nicht immer alles falsch auslegen und sich dann künstlich aufregen und Moralapostel spielen.

    • Gregor sagt:

      Ja, Herr Lagerfeld war fett wie ein Mastschwein, sogar fetter, denn Mastschweine haben heute weniger fett als früher. Und Herr Lagerfeld hat erkannt, dass das übel ist und ist sein Fett losgeworden. Mit Einsicht und Disziplin.

      Das ist es, was vielen fehlt: Einsicht und Disziplin.

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