Hochbegabt

Der Mamablog erteilt regelmässig Kindern und Jugendlichen das Wort. Die heutige Carte Jeune ist von Leonie Aellen*.

An einer Schule für Hochbegabte ist es nie langweilig: Mädchen einer 5. Klasse forschen an einem naturwissenschaftlichen Projekt. (Keystone/Jens Meyer)

Ich mag es nicht, wenn Leute zu mir sagen, ich sei so gescheit oder mit mir darüber reden wollen, dass ich zwei Klassen übersprungen habe. Ich möchte dann lieber das Thema wechseln. Ich selbst finde mich nicht aussergewöhnlich klug oder gar hochbegabt. Aber ich lerne sehr schnell und kann mir Dinge gut merken. Selbst Unnützes bleibt manchmal wie ein Bild lange in meinem Kopf hängen.

Als ich in den Kindergarten kam, konnte ich schon lesen und schreiben. Ich hatte mir das alles selber beigebracht. Wie, weiss ich auch nicht mehr genau. Aber die Leute sagten meiner Mutter gern, dass sie mich nicht so fest fördern soll. Sie hat das gar nie gemacht, ich wollte ja alles selber und hab es einfach getan.

So ging es dann weiter. Ich ging verfrüht in die erste Primarklasse und bekam bald Stoff für Zweitklässler. Nach ein paar Wochen habe ich dann ganz in die zweite Klasse gewechselt. Irgendwann kamen die Lehrerin und die Schulleitung zu meinen Eltern und meinten, ich müsste in eine Schule für hochbegabte Kinder wechseln. Ich selbst hatte das nicht gewollt. Ich hatte in der Klasse drei beste Freudinnen und die Schule war nah von dort, wo ich wohne und es hat mir gefallen.

Trotzdem haben wir uns mal die «Talenta» angesehen. Das ist eine Schule für hochbegabte Primarschulkinder. Zum Glück hat sie mir sofort gefallen. Nun gehe ich schon seit zweieinhalb Jahren dort zur Schule. Das heisst, ich muss morgens bereits um zwanzig nach sieben auf den Zug. Der lange Weg stört mich manchmal immer noch, vor allem nach der Schule. Da dauert es immer noch eine Stunde, bis ich endlich zu Hause bin und Aufgaben machen kann. Im Moment sind es ja noch mehr als sonst, da ich bald die Gymiprüfung machen werde und mich vorbereiten muss.

Ich bin deswegen schon etwas nervös. Auch sonst, wenn ich eine Prüfung habe und mich nicht ganz sicher fühle, bin ich manchmal aufgeregt. Am leichtesten fallen mir Deutsch und die Fremdsprachen. Diese Fächer liegen mir sehr. Auch die Experimente und Projekte, die wir in den Naturwissenschaften machen, gefallen mir.

Das Gute an der «Talenta» ist, dass hier niemand besonders auffällt, weil er schnell ist. Wir alle haben unsere Stärken und können in jedem Fach individuell lernen, je nach unserem Wissenstand. Das gefällt mir sehr. Ich möchte selbst auch gern Lehrerin werden. Für welche Stufe weiss ich noch nicht so genau. Meine Mutter ist auch Lehrerin und hat wegen der «Geschichte mit mir» eine Weiterbildung in Begabtenförderung gemacht.

Dass ich auf eine so «besondere» Schule gehe, ist kaum Thema in meinem Alltag, weder daheim bei meiner grösseren Schwester und mir, noch wenn ich draussen mit den Nachbarskindern spiele. Darüber bin ich sehr froh.

Ich treibe auch gern Sport. Im Moment mache ich Judo, Handball und bin in der Cevi, aber schon bald möchte ich mich ganz auf Handball konzentrieren. Im Winter liebe ich es, Ski und Snowboard zu fahren. Allgemein interessiere ich mich für viele Dinge, aber ich kann auch gut mal faulenzen und im Bett eine CD hören. Was ich allerdings nur schlecht aushalten kann, ist Langeweile.

Wenn ich gross bin, möchte mal eine Weltreise machen und mir verschiedene Länder ansehen. Wir haben schon viele schöne Ferien erlebt…

Unbenannt-2*Leonie Aellen, 10, besucht eine Primarschule für hochbegabte Kinder.

140 Kommentare zu «Hochbegabt»

  • Nicht Karl sagt:

    > Aber die Leute sagten meiner Mutter gern, dass sie mich nicht so fest fördern soll

    Und wennschon. „Die Leute“ sind kein Maßstab für dich.
    Oder um es mit Karl Valentin zu sagen: „Gar net erst ignorieren“.

  • Hermann sagt:

    Hat jemand Erfahrung mit der Beziehung von hoher Begabung und Asperger Syndrom? Unser 5t Klaessler hat Supernoten, versteht aber die Welt schlecht und hat kaum Kameraden.

  • Rahel sagt:

    Beim letzten Diktat hatte unsere Tochter ( 3.Klasse ) einen (Flüchtigkeits)Fehler. Die Lehrerin:“ Das macht nichts, sonst gewöhnt sich deine Mutter noch daran, dass du null Fehler nach Hause bringst……..“

  • Fabian sagt:

    Man sollte hochbegabte Kinder unbedingt selbst entscheiden lassen, was für einen Weg sie wählen wollen. Ich hätte früher in die Schule gekonnt und auch von der Talenta war die Rede, aber für mich selbst kam all das nie in Frage. Ich habe dann die 5. Klasse übersprungen. Von der 6. bis zur 9. Klasse hatte ich Motivationsprobleme bei gleichbleibend guten Noten. In diesem Alter macht man sich halt auch schnell als „Streber“ unbeliebt. Später ging es besser und ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meiner Schulkarriere – so schlimm wie oft behauptet ist die Staatsschule auch für Hochbegabte nicht.

  • Eremit sagt:

    Sie möchte mal eine Weltreise machen und verschiedene Länder ansehen. Alleine schon dadurch ein zu förderndes Kind.

  • Christian Krieg sagt:

    D. wirkliche Herausforderung für die Zukunft wird aber nicht d. Herauspicken der (raren) Supergescheiten zu sein, sond. 1fach die Förderung der Überdurchschnittlichen, wenn es auch nur in einem Fach ist. Die Anforderungen der Industrie wachsen beständig, d. Niveau an d. Schule sinkt aber. Ich denke, das ist v.a. weil wir alle Schüler leistungsmässig über 1 Leisten schlagen wollen. Zwangsläufig kommt da nur Durchschnitt raus. Wir bräuchten aber Talente auf vielen Gebieten, die es auch gibt, die man aber mit Zusatzanreizen früh erfassen muss. Langeweile & Nicht-Gefordtsein = Motivationskiller!

  • Anna Karrer sagt:

    Meine Tochter hat ein Gymnasium für Hochbegabte im Ausland besucht. Heute ist sie an einer Elite-Uni in den USA. Dort hat sie Kollegen, die mit 16 schon an ihrer Dissertation arbeiten.

    Meine Erfahrung mit hochbegabten Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat gezeigt, dass ein förderndes Umfeld für eine positive Entwicklung entscheidend ist, sie aber nicht garantiert, Es ist wichtig, dass sich hochbegabte Schüler als normal empfinden und sich mit Gleichgesinnten austauschen können, gerade in der Pubertät. Danach haben sie die innere Kraft, sich in einem gemischten Umfeld wieder einzuordnen.

  • Hermann sagt:

    Hier im Silicon Valley geht das so: Es gibt hier viele internationale Spitzenleute mit hochbegabten Kindern. Da die Eltern bestens verdienen, gibt es einen guten Markt fuer die Schulung dieser Kinder. Es gibt daher x Privatschulen fuer diese Kinder, diese kosten bis ca. $40,000 in Jahr. Diese Kinder werden ihrer Begabung entsprechend gefoerdert, und schaffen es dann problemlos in Spitzenuniversitaeten wie Harvard, MIT, Stanford etc. Die Leute, die ich kenne mit diesen Kindern sind alle Inder und Chinesen.

  • von Ah Thomas sagt:

    Danke für den kurzen Bericht. Unsere Jungs besuchen auch die Talenta. Schade, dass die Autoren nicht auch ein echtes Bild der Talenta zum Bericht veröffentlichten.

  • Conrad Krausche sagt:

    Damals wurde ich als hochbegabt eingestuft, ähnlich wie Leonie Allen habe ich mir selber das Lesen beigebracht. Leider wurde mir das Überspringen einer Klasse oder gar der Wechsel in eine Spezialschule verweigert mit der Begründung „mangelnde Sozialkompetenz“ – darauf wurde ich zum Schulpsychologen geschickt, diese zu entwickeln. In der Folge habe ich mich ständig gelangweilt und wurde von meinen Mitschülern jahrelang gemobbt – ich war der elende Besserwisser und Streber, der alles schon mit links konnte, was zu Neid führte. Liebe Eltern: Wehrt euch für eure Kinder und tut ihnen das nicht an!

  • Rahel sagt:

    Fritzli kommt nach Hause und legt seinem Vater zaghaft das Zeugnis vor: “ Mein Taschengeld reicht noch für 14 Tage und das Fernsehprogramm interessiert mich eh nicht gross! „

    • alien sagt:

      Meine Mädels haben gestern ihre Zeugnisse gekriegt. Was bin ich stolz.

      • Rahel sagt:

        Unsere auch! Bin auch sehr stolz ( bis auf ein, zwei Fächer von der Grossen, hach…….. )

    • tina sagt:

      stolz aufs kind weil es zufälligerweise intelligent ist ist eine nicht ganz unfragwürdige haltung. wenn man mehr als ein kind hat, und eins davon sich tierisch ins zeug legt, aber trotzem (selbst mit hohem iq) keine guten noten hinbekommt, während das andere trotz faulheit, dank tiefen anforderungen durch lehrkraft und klassenniveau gute noten macht, auf welches bin ich jetzt warum stolz?

      • Rahel sagt:

        Ich bin auf meine beiden Kinder stolz weil beide sehr viel für die Schule arbeiten und ihr Bestes geben! Leider klappt es bei der Grossen nicht mehr in allen Fächern gleich gut, aber sie gibt trotzdem nicht auf und das ist das Wichtigste überhaupt! Denn sie lernt für sich und nicht um mich stolz zu machen , mein Stolz auf ihre guten Noten sind nur ein Nebeneffekt!!!!!!

      • tina sagt:

        danke fürs präzisieren. aber nicht stolz zu sein auf ein kind, das mit leichtigkeit gute noten hinbekommt, wäre doch auch ein falsches zeichen, vorallem wenn man dann stolz ist aufs andere, das schlechtere noten hat. ich will nicht darauf herumreiten, aber es gehört auch zur komplexen, nicht eindeutigen thematik wie man mit kindern umgeht, die intelligenz geschenkt bekamen. es gibt so viele aspekte. etwas vom kind zu fordern und es nicht für jeden pipifax zu loben ist auch ein aspekt. gute sieger und gute verlierer, sein licht nicht unter den scheffel stellen….

      • Rahel sagt:

        Nein, nein, so ist es bei uns nicht! Beide müssen sich ihre guten Noten „sauer“ verdienen indem sie büffeln! Deshalb bin ich auch auf beide gleich stolz!

      • Rahel sagt:

        Hallo?????Warum muss ich warten??????

      • Momo sagt:

        worauf ist man denn im Allgemeinen stolz? Natürlich auf die Leistung, für die man sich gehörig angestrengt hat. Und genauso geht es den hb Kindern. Es ist für ihre Selbstwahrnehmung viel förderlicher, wenn sie für ihre Anstrengungsbereitschaft belohnt werden, anstatt gute Noten für etwas bekommen, wofür sie sich überhaupt nicht ins Zeug legen mussten …. Sie erleben ihre Sellbstwirksamkeit nur, wenn sie sîch entsprechend anstrengen müssen und dazu sind manchmal halt Lernlösungen ausserhalb notwendig. Dies fördert ihre Charakterbildung auf jeden Fall und ist meiner Meinung nach enorm wichtig.

      • Rahel sagt:

        Keine Ahnung warum mein vorheriger Kommentar nicht durchkommt, aber hier nochmal:

        Nein, nein, so ist es bei uns nicht! Beide müssen sich ihre guten Noten „sauer“ verdienen indem sie büffeln! Deshalb bin ich auch auf beide gleich stolz!

  • Auguste sagt:

    hmm…, so gelacht über die „geschichte mit mir“ – welch gelungene umschreibung einer aussergewöhnlichen situation. handball ist ein toller sport für pyhsisch nicht ungelenke hochbegabte. man trifft auf „mauern“, ständig wird an einem herumgerissen und -gezerrt und für erfolgversprechendes muss man sich ziemlich nach der decke strecken und hoch hinaus wollen. aber auch auf dem flügel wirds total geometrisch, je spitzer der winkel zum tor. zweifellos eine gute wahl, dieser sport. dabei kann man zwischendurch mal richtig dampf ablassen. viel spass und alles gute in der geschichte mit dir.

  • Widerspenstige sagt:

    Ich kann Eltern von einem hochbegabten Kind nur raten, sich frühzeitig um geeignete Schulen bzw. LehrerInnen umzusehen. Sonst fällt so ein leidgeprüftes Kind unweigerlich in eine psychische Falle. Ich habe unseren jüngsten Sohn keine Klasse überspringen lassen – mit seiner Zustimmung wegen den Klassenkameraden, der Papa wollte es unbedingt! – auch als sich der Lehrer weigerte, ihn weiter unterrichten zu wollen. Unser Sohn wurde zum Schulpsychologen zur Abklärung seiner Hochbegabung mit entsprechenden Tests geschickt. Auch dieser riet zum Überspringen unter dem Vorbehalt, dass

    • Widerspenstige sagt:

      ..seine soziale Kompetenz noch nicht soweit entwickelt sei. Er könnte sich deswegen überfordert fühlen, da er bereits ein Jahr früher in den Kindergarten ging und nach einem Jahr direkt in die erste Klasse statt ein zweites Ganztages-Kindergartenjahr anzuhängen. So konnten wir seine ungehemmte Neugier nach Wissen etwas umleiten. Auch erhielt er ein Jahr früher Klavieruntericht bei der regionalen Musikschule. Er hat sich lesen selber beigebracht und sich nur noch gelangweilt in der Primarschule. Ab der 5ten Klasse ging er 1x wöchentlich in das neu geschaffene Lernstudio für Hochbegabte am Ort.

    • Widerspenstige sagt:

      Dieses Lernstudio haben wir Eltern via Schreiben an die Schulgemeinde und nachfolgenden diversen Sitzungen mit entsprechenden Lehrkräften, Einholen von Resultaten an anderen Schulen zB Talenta gab es damals erst als einzige Schule für Hochbegabte (kein Internet zum Recherchieren, keine Infos von der Schulbehörde etc.) erwirkt. Es war ein zäher Weg bis dahin und der älteste Sohn hätte es ebenso gebraucht. Wegen ihm wurden wir Eltern aktiv und es dauerte doch Jahre, bis zur Einführung dieses Lernstudios mit entsprechend ausgebildeter Lehrkraft. Unser Jüngster liet sehr unter dem Unverständnis!

      • tina sagt:

        ist denn einmal wöchentlich nicht extrem wenig futter? einen ganzen tag oder stundenweise? was ich eben mitbekommen habe an begabtenförderung ist auch einmal wöchentlich, manchmal auch am einzigen schulfreien nachmittag, oft in den lieblingsstunden dieser kinder, die das angebot hätten nutzen können. das tönt mehr nach trostpflaster für mich

  • Fabian sagt:

    Das Mädchen wird es im Gymi richtig hart haben. 2-3 Jahre zu jung und aus einer „Sonderschule“ kommend – das wird nicht einfach für sie.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … es wird nicht einfach-
      und es wäre, hätte sie altersentsprechend mitlaufen müssen,
      noch viel weniger einfacher gewesen, das so am Rande-
      aber ist sehr wohl machbar.
      Alles was es dazu braucht ist ein unterstützendes Umfeld und offene Information den Klassenkameraden gegenüber.

  • Peter Steiner sagt:

    Hochbegabung bezieht sich ja auf das Erlernen von bereits existierendem Lernstoff. Was wird aus den Hochbegabten, wenn sie nichts mehr zu lernen haben oder andere Fähigkeiten gefragt sind? Wie gehen sie dann damit um, dass andere plötzlich erfolgreicher sind und sie sich in einem Feld anstrengen müssen, auf dem sie blind sind?

    • Me sagt:

      Eben gerade nicht – oft eine rasche Auffassungsgabe, eine andere Logik,ein anderer Blickwinkel auf Probleme, der manchmal für andere banale Probleme schwierig und komplexere völlig logisch erscheinen lässt. Natürlich ist es keine Garantie für Erfolg – ohne Fleiss, Lerneifer, Begeisterung, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer… wird das nichts. Ich persönlich mag die Bezeichnung „die Hochbegabten“ gar nicht – heisst das, andere haben weniger Potential? Es gibt „wir“ und „die anderen“? Ich habe mich damals gegen Spezialschule entschieden – im Endeffekt muss ich mit „normalen“ Menschen leben lernen

      • Meta sagt:

        Mit „normalen“ Menschen leben lernen: sehr einverstanden. Nicht die geringste der Herausforderungen in der Schulzeit ist es, mit Langeweile umgehen zu lernen und was draus zu machen. Ganz im Ernst. Wie soll man je eigene Interessen entwickeln, wenn man dauernd ein Programm vor die Nase gesetzt kriegt?

    • Muttis Liebling sagt:

      Nein, Hochbegabung besteht in Assoziationsfähigkeit. Was gefragt ist, ist dabei ziemlich egal. Kategorien wie erfolgreich ebenso. Wir Hochbegabten wissen, das wir das sind und was die anderen wollen, Erfolg, Geld, Ruhm geht uns am A.. vorbei. Mein gesamtes Interesse besteht darin, zu verstehen. Dafür braucht man keine Artefakte wie Börsenkurse, die Hilfsgrösse Wirtschaft als Ganzes oder die Küchentischpsychologie in Fprm von Managementtheoriien.
      Als Kind habe ich mich viel lieber mit Zahlentheorie als mit Gegenständlichem beschäftigt und auch heute interessiert mich das, was ist, nur am Rande

      • RB sagt:

        Zu dem „Gegenständlichen“, mit dem Sie sich nur am Rande beschäftigten, scheinen auch Rechtschreibung und Grammatik gehört zu haben.

    • chocolate sagt:

      Wie kommen Sie denn auf eine solche abstruse Definition von Hochbegabung? Was Sie da ‚definieren‘ ist wohl eher der Kategorie ‚gute/r Schüler/Schülerin‘ zuzurechnen.

    • Valeria sagt:

      @ Peter Steiner:
      Hochbegabte unterscheiden sich im Gegenteil gerade dadurch, dass Sie nicht stur vorhandenes Wissen pauken, sondern Verbindungen sehen und neue Problemlösungswege finden. „Gute Schüler“ stehen an, wenn sie mit den erlernten Methoden nicht weiter kommen, Hochbegabte suchen einfach einen alternativen Weg.

    • Peter Steiner sagt:

      Danke für die Präzisierungen. Das ändert allerdings nichts an der noch offenen Frage am Schluss, für die ich Leonie wünsche, dass sie damit gut klar kommt.

  • Markus Schneider sagt:

    Klar, wir sind doch eigentlich alle hochbegabt und müssen gefördert werden. Die letzten Dummen gibt’s nur noch im Mamablog. Vielleicht sollte man die auch staatlich fördern, sonst sterben sie bald aus? Von wegen der Artenvielfalt und so.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … ich glaube nicht dass man sich diesbezüglich irgendwelche Aussterbungssorgen machen müsste…

  • Marie Bano sagt:

    Meiine Tochter geht in die Begabtenförderung. Eigentlich hat sie früher „Hochbegabtenförderung“ geheissen. Heute ist „Hoch“ weg, damit niemand beleidigt wird. Wie dem auch sei. In der Klasse gibt es 8 Kinder. Eins kann fast kein Deutsch. Ein anderes hat psychische Störungen, es versteht einen normalen Satz nicht. Es spricht nicht, zuckt nur die Schultern. Drei der Kinder finden die Begabtenförderung langweilig und würden lieber Englisch mit der normalen Klasse lernen. Tja.

  • Hans Meyerhals sagt:

    Kosten pro Jahr: CHF 24’000 plus Material/Exkursionen. Fragen?

    • Brunhild Steiner sagt:

      ja, hätte eine, was genau wollen Sie nun damit zum Ausdruck bringen?

      • Nala sagt:

        Brunhild, dass sich nicht alle Eltern so eine Schule für ihr hochbegabtes Kind leisten können? Oder werden die Kosten von der allgemeinen Schule übernommen, da sie das besagte Kind nicht richtig fördern können?

      • Eni sagt:

        Selber zahlen; wer arm ist, wir als ADSL eingestuft und mit Ritalin vollgepumt.

      • Beat Hochstrasser sagt:

        Wenn Sie ein hochbegabtes Kind aber wenig oder kein Geld haben, sind Sie auf sich alleine gestellt. Haben Sie aber ein „dummes“ Kind, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen eine ganze Armada an Psychologen, Therapeuten und sonstiger Unterstützung von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Für Sie ist das Ganze gratis

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nala:
        soweit ich weiss hat die Talenta auch ein Stipendienprogramm,
        zudem gibts (das hab ich aber nur vom „Hörensagen“) auch Stiftungen welche unterstützen.

      • Eni sagt:

        @ Beat Hochstrasser

        Mein Kleiner ist wohl das, was Sie als dummes Kind bezeichnen würden und ich bin froh, dass er für mich kostenlos integrativ geschult wird, obwohl ich um einiges glücklicher wäre, wenn er nicht von so einem Idioten über den Haufen gefahren worden wäre.

      • Pixel sagt:

        Beat: dummes Kind bezeichnet in Ihren Augen was genau? Ein durchschnittlich begabtes Kind? Oder meinten Sie ev ein krankheits- oder unfallbedingt speziell zu förderndes Kind? Wenn Sie letztere Fälle angesprochen haben finde ich das ziemlich geschmacklos, die finanzielle Parallele in diesem Kontext zu bemühen.

      • Eni sagt:

        @ Pixel

        Denke eher gedankenlos als geschmackslos.

    • chocolate sagt:

      Genau. Und nicht mal von den Steuern absetzbar, von der Unterstützung durch die öffentliche Hand ganz zu schweigen (z.B. den Beitrag, den das Kind in der öffentlichen Schule kosten würde). Deshalb gibt es dann Familien, die sich alles verwehren (Ferien, Auto, was immer) und wo Grosseltern, Verwandte etc. auch dazu beitragen.
      Nicht weil sie elitär sein wollen. Sondern weil sie ihrem Kind ein anständiges Leben bieten möchten, ohne Mobbing, tägliche Suizidgedanken, Krankheit…

  • Katharina sagt:

    Interessante Serie. Aber müssen die Kinder und Schüler hier mit vollem Namen stehen? Ich finde das nicht sehr schlau.

    • alien sagt:

      Du meinst, das sei nicht so „intelligent“? Kann sein, ja.

    • Sportpapi sagt:

      Warum? Wenn in der Zeitung über die neusten Erfolge der Nachwuchssportler so und so berichtet wird, oder das letzte Vorsingen, stehen doch auch Bilder mit Namen da. Ich finde diesen Verfolgungswahn wirklich langsam übertrieben!

      • gabi sagt:

        Ich meine auch, das wird langsam etwas eigen.

        Der nächste logische Schritt wird sein, dass wir den Namen unserer Kinder in der Öffentlichkeit aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht aussprechen sollten.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe ein Kind – Stopp, das geht niemanden etwas an! Dass im „Blick“ immer noch das Alter gezeigt wird, finde ich da schon grenzwärtiger 🙂

      • Katharina sagt:

        SP, wie so oft, scheinen Dir Begriffe wie Mobbing bzw. Cybermobbing Fremdwörter zu sein. Als Befürworter der Mediokrität und mit einem euphemistisch ‚integrativ‘ umschriebenen Einordnung um jeden Preis ja verständlich.

        Zudem fällst Du auf Deine eigenen Vorurteile betreffend Verfolgungswahn herein. Wir Amerikaner leiden nicht an Verfolgungswahn, sondern wir setzten die Erfahrungen, die unsere Geschichte und Herkunft lehrt, konsequent um. Vor allem in einem selbstgefälligen, oberflächlichen, xenophoben Biotop wie der Schweiz.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Beim ersten Teil deiner Aussagen hast du ganz offensichtlich ganz schlecht aufgepasst. Zumal es kaum zum Thema gehört. Zum zweiten Teil: Ich habe nicht von Amerikanern gesagt. Aber es ist ein Land voller Widersprüche, auch hier. Und das einzige, was ihr wirklich umsetzt, ist Machtpolitik, auch wenn es jeder Moral widerspricht. Die Schweiz wäre gleich, hätte sie mehr Macht…

      • Katharina sagt:

        Auf Oberstudienrat musst Du nun nicht machen, SP. Selbstverständlich hat Mobbing und konkret hier Cybermobbing, wenn Minderjährige mit vollem Namen hingestellt werden, mit dem Thema zu tun.

  • mira sagt:

    Ich finde es toll, dass das Kind in so eine Schule kann. Allen anderen Kindern wäre eine individuelle Förderung genau gleich zu gönnen. Fair ist es sicherlich nicht, wenn nur ein Teil der Gesellschaft „individuell“ lernen dürfen und alle andern sich in ein Schema pressen lassen müssen.
    Der Berufswunsch des Kindes ist nachvollziehbar, wird aber hoffentlich nicht Realität. Gute Lehrer kennen die Tücken beim Lernen, wissen, wie es ist, wenn einem nicht alles einfach zufliegt. Ob ein Hochbegabter die Empathie für langsamer Lernende aufbringen kann ist eher fraglich.

    • Sportpapi sagt:

      Diskutiert wird aber auch, dass es nicht schlecht wäre, wenn nicht nur die schlechtesten Schüler Lehrer werden würden… Offenbar zeichnen sich angehende Lehrer z.B. durch äusserst schlechte Mathe-Noten an der Matur aus, was der Sache auch nicht gerade dienlich ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @mira:
      wir haben doch in jedem Beruf auch schwächere Seiten, welchen wir durch Einsatz und an-uns-arbeiten beikommen können, ist doch toll wenn ihr das vermitteln von Wissen ebenso Freude macht wie das konsumieren von solchem 🙂

      • mira sagt:

        Klar, kann man an sich arbeiten. Optimal ist es aber, wenn man für den gewählten Beruf auch geeignet ist. Und irgendwie würde ich es auch schade finden, wenn ein so begabter Mensch Lehrer wird (statt zB in die Forschung zu gehen). Aber bis es soweit ist, fliesst noch viel Wasser den Rhein runter… 🙂

    • chocolate sagt:

      Es muss immer wieder betont werden: Hochbegabung ist nicht nur ein Segen, sondern kann viel Leid verursachen (bis hin zu ernsthaften Krankheiten). Also muss auch für solche Kinder der Schulalltag zurecht gelegt werden. Wo das ein Lehrer kann: Chapeau! Es gibt sie, aber leider viel, viel zu selten. Sonst bleibt nur der Weg einer anderen Schule, obwohl das viele Eltern und Kinder eigentlich gar nicht wünschen.
      Und Hochbegabung kann sich auch im Sozialen ausdrücken, Sie sollten also das ganze nicht aufs Kognitive verkürzen und den Hochbegabten Empathiefähigkeit absprechen.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Wer den Mut nicht hat, die Gefahr der menschlichen Vernunft zu hinterfragen, sollte nicht über „Hochbegabte“ Schreiben. Megalomanie gepaart mit Elitediplomen ist die grosse Gefahr für uns. Denn niemand kontrolliert das Handeln der Elite. Wissen ist Macht und Macht macht viele ohnmächtig. Wissen müsste in ein enges Korsett aus Verantwortung geschnürt werden. Wissende sollten nicht belohnt, sondern streng kontrolliert und ihrer Verantwortung bewusst gemacht werden. Aber gerade an Eliteschulen werden Rücksicht, Kritikfähigkeit, gesundes Sozialverhalten nicht kultiviert. Das ist brandgefährlich.

  • Mami2011 sagt:

    Wie und wann erkennt man eigentlich, dass ein Kind hochbegabt und nicht einfach nur sehr gescheit ist?

    • Mili sagt:

      es gibt Intelligenztests, die zur Abklärung eingesetzt werden können.

    • Buntes Zebra sagt:

      Ein hochbegabtes Kind fällt auf (Buben ganz besonders, aber auch Mädchen). Dann gibt es immer eine Abklärung durch den Schulpsychologen. Ich habe einen hochbegabten Sohn mit einem IQ von 153. Da er aber auch ein Minderleister ist, gibt es nur Probleme. Er hat inzwischen zwar auch eine Klasse in der Oberstufe übersprungen, aber für einen erfolgreichen Hochschulabschluss fehlt es an Fleiss und guter Organisation. Zudem mag das komisch klingen, aber ist Intelligenz für diesen Weg eher hinderlich… Man hinterfragt zuviel!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Mami2011:
      jedenfalls würde ich mich nicht auf private Einschätzungen und privat durchgeführte Tests verlassen,
      sondern professionell abklären lassen, es gibt Fachstellen dafür.
      „Hochbegabung“ alleine sagt noch nicht viel aus, es kommt auch die Mischung der verschiedenen Gebiete, die Persönlichkeit etc usw an was und wie man das Beste draus machen kann.

      • chocolate sagt:

        Stimme den Vorschreibern zu: Es braucht eine professionelle Abklärung. Denn: Viele Hochbegabte sind nicht nur Minderleister, sondern sogar Schulversager. Sie langweilen sich so total, dass sie sich vom normalen Schulstoff abkoppeln.

  • Martin Metz sagt:

    Langsam aber sicher trennt sich der Weizen von der Spreu. Bald haben wir nur noch öffentliche Schulen, die mit der Integration um jeden Preis Philosophie, unsere normalbegabten Kinder unterfördern, welche sich danach auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gegen die Elite aus den Privatschulen behaupten können. Wie soll man fordern und fördern beibringen, wenn die Eltern nicht einmal die Vernunft haben ein Lexikon anzuschaffen. Wir sind auf gutem Wege eine weitere europäische Trottelnation zu werden. Asien sei gegrüsst; wir werden Eure Handlanger!

  • Rahel sagt:

    Ich finde es super, dass es solche Schulen gibt und ich wünsche Leonie alles Gute und viel Erfolg!

    Meine Kinder gehen auf die „normale“ ( Sorry den blöden Ausdruck ) Volksschule. Was ich mir da für sie wünsche wäre, dass sie mehr nach ihren individuellen Begabungen gefördert werden. Aber ich denke das wird ein Wunsch bleiben, da es in der Praxis sicher schwer umzusetzen ist, was ich auch gut verstehen kann.

    • markus müller sagt:

      mit dieser einstellung wird sich garantiert nie was ändern 😉

      • Rahel sagt:

        Das stimmt! Aber bringt man Vorschläge wird man belächelt, es wird gesagt: „Wir schauen was in unseren Möglichkeiten liegt“ und schlussendlich ändert sich ( zumindest an unserer Schule ) ja doch nichts! Da vergeht einem mit der Zeit die Lust aufs Kämpfen. Verstehen ist der falsche Ausdruck aber man hat gelernt es zu akzeptieren!

      • markus müller sagt:

        sie meinen wohl ‚man hat gelernt aufzugeben‘. nein, kämpfen kann man. immerhin leben wir in einer demokratie wo man mit ein bisschen glück und durchhaltewillen auch als einfacher bürger etwas bewirken kann. gegen den umstand dass die oberen die unteren ausbeuten kann man schon was tun. fragen sie die französischen revolutionäre 😉

      • Rahel sagt:

        Ja aber hier geht es ja nicht um Ausbeutung!
        Wir sind zum Glück nicht die einzigen Eltern die am Kämpfen sind! So können wir uns gegenseitig ablösen 🙂

      • markus müller sagt:

        aber selbstverständlich ist die ausbeutung der unteren klassen unter anderem eine folge der elitenbildung im vorschulalter. unter anderem.

      • Rahel sagt:

        Sicher, aber das steht hier nicht zur Diskussion!

    • Rahel sagt:

      Soll heissen: wenn die Einen gerade nicht mehr mögen, haben die anderen noch genug Pfuus um weiter zu bohren…….

  • xyxyxy sagt:

    gut, wird heute darauf geachtet – ich war in der Primarschule permanent unterfordert – das führte zu einem Desinteresse und dazu, dass ich nichts lernte (wozu auch? für eine gute Note reichte es allweil) –

    • tina sagt:

      ist doch schön, wenn man eine easy kindheit haben konnte. keine ambitionen zu haben ist ja auch charakter, aber alles muss die schule nicht abdecken. ich finde schule ist für die vermittlung von grundfertigkeiten da. mit ehrgeiz hat aber jedes kind die möglichkeit zur besseren bildung. nur eben, manchen fehlt der ehrgeiz halt

      • Sportpapi sagt:

        Damit könnte ich leben, tina. Wenn die Schule mir die Grundfertigkeiten vermittelt hätte, und mir den Rest der Zeit frei gegeben hätte 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        nicht einverstanden, denn die negativen Auswirkungen aufs Lernverhalten können dann das eine oder andere verbauen. Dass dann einfach aufs Kind und seinen fehlenden Ehrgeiz abschieben ist verfehlt. Und mit Bibliotheksbesuch alleine kommen Sie nicht weiter wenn eine tatsächliche Hochbegabung vorliegt.

      • tina sagt:

        heute haben die schnelleren/besseren die möglichkeit, sich schwierigere aufgaben zu nehmen

      • tina sagt:

        eine echte hochbegabung ist sehr selten und wirft andere probleme auf als unterforderung. natürlich ist mit 2 sätzen zur thematik nicht alles gesagt

      • tina sagt:

        was ich von begabtenförderung gehört habe, entspricht im grossen und ganzen sich material holen und selbständig themen vertiefen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        meine Aussagen beziehen sich auf „damals“, auf Beispiele wie von xyxyxy dargestellt,
        mit „heute“ ist das nicht mehr zu vergleichen, da schreibe ich ebenfalls aus eigener Erfahrung.

      • xyxyxy sagt:

        na ja tina- wenn sie wüssten, was aus meiner Generation geworden ist….

        natürlich hatte ich es easy – aber ….. später dann weniger
        so wie sie das beschreiben, könnte man gleich einen Lehrroboter in die Schule stellen. Nein ich glaube Kinder verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil es eben noch unreife Kinder sind und nicht jedes Kind erhält von Haus aus die notwendige Zuwendung und Unterstützung.

      • Valeria sagt:

        @ tina:
        Die Bücher, die ich in dem Alter gerne gelesen hätte, gab’s nicht in der öffentlichen und schon gar nicht in der schuleigenen Bibliothek. Internet war noch nicht vorhanden und alleine in die Stadt fahren durfte ich ja nicht. Mal abgesehen davon, dass mir lange keiner erklärt hat, dass nicht die anderen Schüler so unendliche langsam sind, sondern ich einfach schneller. Aber noch zwei Fragen: Was ist denn Ihrer Ansicht nach „echte Hochbegabung“? Und wo sind die Probleme neben der angesprochenen Unterforderung?

      • Sportpapi sagt:

        Letzlich geht es doch nicht um Hochbegabung, sondern um effizientes Lernen. Geht es beim einen schneller, sollte er nicht ständig gebremst werden, sondern in Tiefe oder Breite vorangehen dürfen, oder aber die Zeit anders nutzen.

    • tina sagt:

      valeria, aber heute gibt es internet :). ein segen für alle mainstreamer und nicht-mainstreamer :). hochbegabte ticken anders, um es kurz zu sagen, welche tücken das mit sich bringt ist individuell

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        und Sie sind der Meinung, das vorhandene Internet würd nun den Betroffenen gerecht?
        Ist Ihnen schon bewusst dass es sich da auch um Kinder handelt denen es nicht gut tut sehr lange vor dem Bildschirm zu sitzen? Irgendwie hab ich den Eindruck dass Sie unter Hochbegabung was ziemlich anderes verstehen als ich.

      • tina sagt:

        brunhild, eben, ich finde die thematik sehr komplex, und die bedürfnisse von allen kindern sehr invdividuell. angenommen auch hochbegabte gehen in die normale schule, wäre die möglichkeit da selbständig zu vertiefen oder komplett anderes zu entdecken dank internet (im gegensatz zu früher, wo die individualität schon gar keinen interessierte), mit begleitung/anschubsen der lehrpersonen

    • Nicole sagt:

      @xyxyxy: Ganz deiner Meinung. Ich freute mich extrem auf die Schule und war dann ziemlich enttäuscht, weil es so langsam vorwärts ging. Diese permanente Unterforderung und das Ausbremsen führte spätestens im Studium zu Problemen, da das richtig Lernen nie gelernt wurde. Es ist Schade, wie viel Talent in unserer Schule mit dieser Gleichmacherei vergeudet wird, nur weil auf das „richtige“ Alter bei der Klasseneinteilung gepocht wird. Das ganze System sollte durchlässiger sein.

      • chocolate sagt:

        @Tina: Hochbegabte denken wirklich anders. Daher ist es mit ein bisschen Zusatzstoff holen und ein bisschen Internet-Recherche nicht getan. Aber solange sich das Vorurteil hält, dass Hochbegabte einfach gute Schüler sind, wird sich nichts ändern. Und solange Lehrer oft (zum Glück nicht immer) Hochbegabte als Störfaktoren oder gar als Konkurrenz betrachten, erst recht nicht.

  • markus müller sagt:

    ich sehe einen widerspruch zwischen den zielen dem integrativen schulsystem, welches schwächere schüler in die regelklassen aufnimmt und gleichzeitig einen hochbegabtenmarkt betreibt welcher letztlich nur zur desintegration führt und die eliten noch mehr vom durchschnittsbürger trennt. bei allem respekt vor den bedürfnissen der hochbegabten sowie der weniger begabten. natürlich würde manch normalbegabter wohl schnell zum hochbegabten werden, würde er in den genuss einer hochbegabtenförderung kommen, das muss man sich bewusst bleiben.

    • Swissgirl sagt:

      Was hat „Hochbegabt“ mit „Elite“ zu tun? Nur weil ich etwas schneller lerne, das Gelernte „besser hängenbleibt“, heisst das nicht, dass jemand elitär ist. Wenn ein Kind offensichtlich mit dem normalen Schulstoff unterfordert ist, ist es doch besser, es wird nach seinem Wissen- und Lernstand gefördert anstatt sich zu langweilen, oder?

      • markus müller sagt:

        nicht das jemand elitär ist, aber das jemand elitär behandelt wird. zudem abgesondert von den ’normalen‘. selbstverständlich führt das längerfristig zu einer elitenbildung. der umstand das schwächere schüler in die regelklassen integriert werden fördert diesen effekt noch. ist dasselbe wie die reichen, die ihr kinder gesondert unterrichten. siehe zb. hsg oder andere eliten-unis. oder clubs wie mensa für leute, welche sich für intelligenter halten als der durchschnitt der leute. komischerweise können auch die die welt nicht verbessern, aber das nur als randbemerkung.

      • alien sagt:

        Also, wenn man sich so umhört, dann sind es nicht die effektiv Intelligenten, die sich als Elite sehen, sondern es sind die Schlauen, die Ausgebufften, diejenigen, weche andere leichter hineinlegen können als andere. Und es sind die mit dem grossen Selbstbewusstsein, es sind die Sichselbstaufdieschulterklopfer.

        Es sind die, die die Weltwirtschaft an die Wand gefahren haben.

      • Widerspenstige sagt:

        Gebe da Swissgirl und alien absolut recht. So ist es. Es sind die wenigsten Hochbegabten – das Wort ist einfach falsch, es sind eher Mehrfachbegabte, da sie sich in verschiedensten Richtungen überdurchschnittlich eingeben wollen aus eigenem Antrieb – sich ihrer Leistungsfähigkeit so sehr bewusst. Das sind eher die Anderen neben ihnen, die sich einfach dadurch automatisch als minderbegabt fühlen. Unser Sohn hat sich stets ziurück genommen, hat einfach nicht mehr mitgemacht im Unterricht, als er ziemlich schnell spürte, dass einige Klassenkameraden ihn als Streber taxierten. Das wollte er nie!!

    • xyxyxy sagt:

      da muss ich vehement widersprechen – diese Gleichmacherei, das kommt niemandem zu Gute, das sorgt nur für allseitige Frustration.

      Ich war als Kind vielleicht nicht hochbegabt, sicherliche aber überdurchschnittlich begabt. Und träumte den ganzen Tag vor mich hin, machte keine Aufgaben und schrieb trotzdem gute Noten. Für andere Kinder war das frustrierend, wenn sie mit Fleiss trotzdem schlechter waren – für meinen Charakter und meine schulische Laufbahn war es auch sehr ungut.
      Aber kein Mensch achtete darauf, weil ich ja die Norm spielerisch erfüllte.

      • xyxyxy sagt:

        sie hören sich an wie ein typischer Neidbürger –
        haben sie Komplexe?
        solche Rhetorik bringt doch nichts – warum sollten wir Möglichkeiten begrenzen? nur damit sich ja niemand übervorteilt vorkommt.
        Wenn Kinder nach ihren Fähigkeiten gefördert werden, hat das ja genau überhaupt nichts mit arm und reich zu tun, in dessen populistische Mühlen sie Wasser giessen wollen. Dann wird ein Kind das unterfordert ist, dort hin gesetzt, wo es passt. Und ein Kind das überfordert ist, dorthin gesetzt wo es passt. – Denn sowohl über- wie auch Unterforderung sind schädlich für das Kind.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Markus Müller hat aber schon recht, wenn er verlangt, dass alle Kinder entsprechend ihren Gaben gefördert werden, und nicht nur die Höchstbegabten. Und dass das Bestreben nach Integration sicher zu Lasten der begabten Schülerinnen und Schüler geht, wie wir es wohl gewesen waren.

      • xyxyxy sagt:

        ok – vielliecht habe ich ihn falsch verstanden
        aber mir scheint es ein Schritt in die richtige Richtung.
        nicht nur schwache sind zu fördern, sondern auch begabte

        dass man hochbegabte nicht in eine Klasse zwingt, die ihm absolut nichts bringt, scheint mir auch richtig
        sicher gibt es weiterhin noch vieles zu verbessern

      • markus müller sagt:

        nein, ich möchte bloss gleiche chancen für alle. nicht bessere chancen für die sowieso schon besseren und gleichzeitig schlechtere für die, die sowieso schon kämpfen müssen. mir scheint es werden zu viele ressourcen in die förderung der schwachen und der ganz starken gesteckt, dass der eigentlich gesellschaftstragende (ich nenns mal so) teil nicht profitiert. eigentlich müsste man diesen am meisten fördern. denn er ist das fundament der erde. warum soll man hochintelligente fördern? sind die nicht selber intelligent genug um sich selber zu fördern? 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Müller: Wenn in grösseren Gemeinden einfach allgemein homogenere Gruppen gebildet würden, wäre das doch schon bessere Förderung zum gleichen Preis.

      • tina sagt:

        xyxy, ich bin mitte 40, ich weiss nicht wie alt du bist, aber als ich noch zur schule ging, war es einfach zeitgeist, dass man kinder nicht speziell förderte. als mutter würde ich sagen, hätte man dich damals ermuntern können selbständig gebiete zu vertiefen. wenn man schon ein kluges köpfchen ist, kann man sich ja auch selber bücher aus der bibliothek holen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @markus müller:
        es geht hier um Kinder, und nein, die sind nicht immer in der Lage sich trotz Hochbegabung selber zu fördern.
        Die „Talenta“ ist eine Privatschule, da wird nicht einfach von Staates wegen eine zukünftige Elite gefördert, zumal dieser Elitebegriff zu hinterfragen ist. Und woraus schliessen Sie dass Schüler dieser erwähnten Schule vom „normalen Durchschnitt“ abgekoppelt und isoliert werden? Bloss weil sie dort zur Schule gehen?

      • xyxyxy sagt:

        @tina – zeitgeist ja, und meine Eltern dazu noch ganz besonders. Die interessierten sich nicht die Bohne solange Zeugnis und Betragen „gut“ waren. Und bei guten Noten gab es auch immer ein „Gut“ im Betragen.

      • tina sagt:

        eben xyxy. aber individuelle förderung ist schwieriger als es so dahergesagt ist. es ist reine glückssache, wenn man zufällig das futter bekommt das man braucht.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Naja, wenn man Kinder aus ihrem Umfeld reist und in eine spezielle Schule bringt, sind sie per Definition abgekoppelt. Natürlich, möglich, dass sie in ihrer Freizeit auch noch etwas Zeit mit „normalen“ Kindern um Umfeld verbringen. Die Mehrheit der Zeit aber sicher nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        Schulen und selbst Unis haben es in der Hand dafür zu sorgen, dass ihren Schützlingen keine ich-bin-exklusiv-Allüren wachsen, jede Schule/ Uni und auch jede „Privatschule für die Exklusiven“ ist frei sich am Schulort ins Gemeinwohl zu investieren, und so den Schülern diesen Kontakt zur „normalen Welt da draussen“ (falls diese für die Schüler nicht so ganz existieren sollte) zu bieten.
        Die Vermittlung von Bodenhaftung ist wichtig und möglich.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Ja die könnten. Dumm nur, wenn ihr Geschäftsmodell gerade die Exklusivität ist. Manche Schule läuft nicht (nur) gut, weil sie besser ist als andere. Sondern weil sie so teuer ist, dass die „Elite“ unter sich bleiben kann. Wie auch immer: die meiste Zeit verbringt man auf jedem Fall in einem speziellen Kreis. Was ich gar nicht werten möchte.

    • chocolate sagt:

      @M. Müller: Es ist leider nicht so, dass Hochbegabte sich selber durchsetzen, sondern dass überdurchschnittl. viele von ihnen psychische und physische Probleme entwickeln (leider oft gefördert von Mobbing seitens Schülern UND Lehrern). Als Mutter zweier hochbegabter Kinder könnte ich Ihnen da einiges erzählen. Ein Kind so krank, dass es mehrere Male hospitalisert wurde (volkswirtschaftliche Kosten!), dann nach 2x Klasse überspringen gesund. Und dass die (Privatschul)Klasse des anderen voller Kinder ist, die in der öffentlichen Schule so verzweifelten, dass sogar Suizidversuche vorkamen.

      • chocolate sagt:

        Wenn Eltern gegen ihre eigene (politische) Überzeugung tausende von Franken für die Schule ihrer Kinder ausgeben, ist das nicht, weil sie elitär sein wollen. (Oder würden Sie den Vorwurf einer Bauernfamilie, die ihr Kind privat schulen lässt, weil es in der Dorfschule so gemobbt wurde, dass es nicht mehr leben wollte, auch machen?) Es ist, weil sie verzweifelt sind und weil sie wollen, dass ihre Kinder glücklich sind. Wie alle anderen Eltern auch. Und dass in der CH Hochbegabte (mit viel Geld) gefördet werden, ist ein Mythos. Das Gegenteil ist der Fall.

      • Widerspenstige sagt:

        chocolat, Sie sprechen mir aus dem Herzen! Endlich eine Leidtragende, die weiss, wie hart das Umfeld hier in CH urteilt mit solchen Kindern! Es war mir einfach schleierhaft, wieso die das so negativ gesehen haben, als ich anfing, mich so ins Zeug zu legen wegen meinen Kindern. Zum Glück fand ich ebensolche Eltern, wovon ein Vater im Schulrat sass. Aber das war weniger ein Glück für ihn selber, da sich die Lehrerschaft ziemlich sträubte, einen Sonderzug fahren zu wollen etc. Wieso sich wehren gegen wissensdurstige Kinder als Lehrer?? Da wird Eigenverantwortlichkeit/Individuum zum Hohnwort!!

  • Jezebel sagt:

    Super, wenn Kinder gefördert und schön auch zu hören, dass es hochbegabte Kinder gibt. Frage nur: Wo kommen denn die vielen normalen Erwachsenen plötzlich her? Und nebenbei gesagt: Es regt mich enorm auf, dass permanent immer Mädchen im Vordergrund stehen. Genau wie hier: Autorin und Foto auch wieder von Mädchen. Halloooooo???????? Es gibt auch noch blitzgescheite Jungs, da können die Mädchen nur noch staunen…

    • Herr Daimon sagt:

      Das hat wohl eher weniger mit der Mädchen/Jungs-Problematik zu tun 😉 Wenn kein Junge den Artikel schreiben wollte, wurde es halt ein Mädchen. Gerade bei Hochbegabung spielt das Geschlecht absolut keine Rolle (auch wenn Jungs wohl seltener als hochbegabt erkennt und eher als „psychisch problematisch“ eingestuft werden als Mädchen).
      Was das aber mit „normalen“ Erwachsenen zu tun hat bleibt mir schleierhaft.

      • Anke Koch sagt:

        „(auch wenn Jungs wohl seltener als hochbegabt erkennt und eher als “psychisch problematisch” eingestuft werden als Mädchen).“
        Hochbegabte Jungen fallen öfter durch ihr unangepasstes Verhalten auf als Mädchen und haben daher eher eine Chance erkannt zu werden. Allerdings ist es so, dass sie durch ihr rebellierendes Sozialverhalten meist lange Torturen und Wege mitmachen müssen, bis die HB erkannt wird.

    • Beat Hochstrasser sagt:

      Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern hat im Rahmen ihrer Forschungen festgestellt, dass es Punkto allgemeiner Intelligenz zwischen den Geschlechtern keine Differenzen gibt. Unterschiede gibt es jedoch bei den Extremen. Es gibt mehr Männer als Frauen bei den Minder- wie auch Hochbegabten

    • Tobias Lienhard sagt:

      Jezebel, was haben Sie denn für ein Problem aus alten Zeiten? Das sollte doch langsam gegessen sen.

    • Ursula Räuftlin sagt:

      Hochbegabte gibt’s bei beiden Geschlechtern etwa gleich viele. Nur werden meist eher die Jungs entdeckt und gefördert, da sie eher auffällig werden und deshalb abgeklärt werden. Mädchen verhalten sich eher unauffällig und fallen in ihren Klassen lieber nicht (negativ) durch allzu gute Leistung auf. Wurde uns gerade gestern am Elternabend von den Lehrern der Begabtenförderungsgruppen bestätigt (aktuell ca. 60% Jungs und 40% Mädchen).

  • Cybot sagt:

    Dass jemand einer Mutter sagen kann, sie solle ihr Kind nicht so fördern, finde ich erschreckend. Das passt leider sehr gut ins Bild einer Gesellschaft, in der Intelligenz und Leistung nur niedergemacht wird, und die grössten Deppen ins Fernsehen kommen. Kein Wunder sind andere Länder dabei, uns auf allen Ebenen zu überholen.

    • Herr Daimon sagt:

      Das hat leider nicht prinzipiell was mit dem Bild der Gesellschaft zu tun, sondern mit dem bisherigen Schulsystem, welches vor allem Wert darauf legt, die Schwächsten zu fördern. Um dies umsetzen zu können, wird das Tempo jenen angepasst und damit die Hochbegabten konsequent ausgebremst (auch mit solchen Kommentaren gegenüber den Eltern). Die Folgen sind dann bspw. falschdiagnostiziertes ADHS.
      Das ist übrigens in sehr vielen europäischen Ländern so, während die asiatischen Länder durch den gesellschaftlichen Fokus auf Leistung viel mehr für Hochbegabte tun können.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich teile Ihre Analyse. Die öffentliche Schule in der CH ist weltweit eine der teuersten, aber mitnichten eine der Besten, weil zu viele Kinder, die nicht völlig ins Raster passen, eine „Spezialbehandlung“ verpasst bekommen, was nicht nötig wäre, wenn das System für die Kinder und nicht die Kinder für das System da wären. Montessori, ja, das wünschte ich allen Kindern!

      • Sportpapi sagt:

        Montessori ist doch eine Spezialbehandlung, oder? Ausserdem gerade für „schwierige“ Kinder häufig ungeeignet.

  • Sportpapi sagt:

    Da ist offenbar wirklich jemand am richtigen Ort gelandet. Viel Erfolg weiterhin!

  • W. Gabathuler sagt:

    Eine interessante Darstellung. Ich frage mich manchmal, wie die Welt aus der Perspektive von jemandem aussieht, der von anderen als „speziell“ wahrgenommen wird und bin erleichtert, dass sie das so locker macht. Alles Gute, Leonie!

    Meine bisherigen Versuche, diesen Text abzusenden wurden vermutlich gelöscht „Spam deleted“. Ich hoffe, das wenigstens ein Versuch glückt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Und ein weiteres mal an die obere Etage, die Carte Blanche-Sache von Kindern und Jugendlichen finde ich eine total super Sache! Was mir ein bisschen fehlt ist ein „Feedback“ der Schreibenden, es würde das Bild noch mehr abrunden wenn die Schreibenden ein paar Tage nach Erscheinung kurz die Kommentare kommentieren könnten, oder zu Fragen Stellung nehmen. Ist je nach Diskussionsverlauf natürlich manchmal auch herausfordernd, würd ich aber sehr begrüssen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Da bin ich mal wieder völlig einverstanden, bin mir aber nicht einig, ob Kinder so mit dieser Erwachsenen- Logik umgehen können oder sogar sollen. Den ersten zwei Dritteln der Geschichte oben kann ich gut folgen, das hatte ich auch. Kann aber den Rest nicht nachvollziehen, der klingt konformistisch. Sich auf Handball konzentrieren ist verständlich, ‚ich mache auch …‘, nicht. Ich kenne das von mir selbst, dass es blöde ist, selbst sein zu wollen und gleichzeitig Erwartungen zu erfüllen. Hochbegabt kann ganz schön nach hinten los gehen, nicht wegen der anderen, nur wegen sich selbst.

    • Sportpapi sagt:

      Das Feedback, die mehr oder weniger aktive Teilnahme an der Diskussion, würde ich mir auch wünschen. Allerdings am wenigsten bei den Kindern.

      • Muttis Liebling sagt:

        Genau.

      • Pascalidis (aka Pascal Sutter) sagt:

        Ja, die Kinder sollten davon verschont bleiben

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ich bleibe dabei, finde es schade wenn es bloss beim „Wort erteilen“ belassen wird
        und Einbahnstrasse bleibt-
        dass wir die Jugendlichen und Kinder „davor schonen müssen“ hätte ausschliesslich mit uns,
        oder mit dem was teilweise durchgelassen wird, zu tun…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ganz viel Erfolg und viel innere Stabilität um mit den kommenden Herausforderungen (Alters/Entwicklungsunterschiede in Pubertät) gut klarzukommen! 🙂

  • Stephan sagt:

    Irgendwie klingt diese Schule interessanter als die normale, schade, dass es die nicht auch für normal begabte gibt. Individuell lernen, ein Traum. Haben nicht viele Kinder in einzelnen Fächern grosse Stärken, während sie sonst bestenfalls Durchschnitt sind?

    • mira sagt:

      Sowas gibt es: die Montessori-Schulen. Dort wird auch individuell gelernt und sowohl überdurchschnittlich begabte, als auch langsamere Kinder sind dort willkommen. Ich find das Konzept gut, allerdings braucht es einen erhöhten Betreuungsaufwand und ist damit teurer als die normale „Massen-Abfertigung“.

      • Stephan sagt:

        Ich würde meine Kinder schon alleine wegen der Eltern der anderen Kinder, nicht in eine Montessorischule schicken. Ich arbeite neben einer Montessoriinstitution, selbe Kundschaft wie bei einer international school, einfach alles Deutsche und Schweizer. Nein merci, ich wünsche mir entsprechende Veränderungen in den staatlichen Schulen, nicht eine heile Weltoase.

      • alien sagt:

        Und wer soll das bezahlen? Tja, Stephan, um die nötigen Qualität auch bei einem Massenbetrieb, wie es die staatlichen Schulen sind, beizubehalten, ist wohl sehr viel administrativer Überbau nötig. Sehr viel Kontrolle mit damit einhergehenden mangelnder Freiheit für die LehrerInnen und damit wiederum sinkende Qualität. Unmöglich ist es nicht, aber sicher schwierig, aufwendig und, eben, teuer.

    • Anke Koch sagt:

      Ein spannendes Projekt tourt gerade mit einer Roadshow durch Deutschland: Lernlust statt Schulfrust. Eine wirklich innovative und durchsetzungsstarke Rektorin, Margret Rasfeld, hat einfach auf die Schüler gehört und macht Schule anders. Gerald Hüther, Hirnforscher, ist mit dabei. Infos unter http://www.roadshow-lernlust.de ; http://www.bildungsstifter.de ; http://www.schule-im-aufbruch.de

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