Baschi Dürr und die linken Neiderinnen

Zwei Sichtweisen auf drei Haushalte (v.l.): Barbara Schneider, Baschi Dürr, Eva Herzog. (Bilder: Keystone)

Zwei Sichtweisen auf drei Haushalte (v.l.): Barbara Schneider, Baschi Dürr, Eva Herzog. (Bilder: Keystone)

Der Basler FDP-Politiker Baschi Dürr hat angekündigt, auch als Regierungsrat jeweils einen halben Tag pro Woche zu Hause zu bleiben, um die Kinder zu betreuen und den Haushalt zu verrichten – und das bei vollem Lohn. Er habe es bisher so gehandhabt und sehe keinen Grund, im Fall seiner Wahl etwas daran zu ändern.

Eine Aussage, die der PR-Profi (seit 2008 ist Dürr Geschäftsführer der Basler-Zweigstelle der PR-Agentur Farner) wahrscheinlich nicht ganz ohne Hintergedanken so kurz vor den Wahlen platziert hat. Und Medienpräsenz ist wichtig, wenn man sich im Wahlkampf befindet. So glaubt die Basler Regierungsrätin Eva Herzog (SP) denn auch vor allem eine Marketingstrategie hinter seiner Forderung zu erkennen und kritisiert gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass Dürr offensichtlich noch ein paar Stimmen von Frauen holen wolle. Sie wisse, dass dieses Modell nicht möglich sei und ärgert sich: «Wenn ich bei meiner Wahl 2005 angekündigt hätte, ich wolle zu Hause bleiben, hätten alle gesagt: ‹Ein solches Amt und kleine Kinder – es geht eben doch nicht!› Nun sagt Dürr, ein Mann, genau das und alle finden: ‹Wow, wie modern!›»

In die gleiche Kerbe schlägt auch die Basler SP-Frau Barbara Schneider. Die «Basler Zeitung» zitiert die Ex-Regierungsrätin mit folgenden Worten: «Dieses Thema wird nur bei einem Mann so hochgespielt», bei ihr sei nie jemand gekommen und habe gefragt, wie sie ihren Haushalt mache. «Es gibt da einen Unterschied in der Wahrnehmung zwischen Mann und Frau.»

Nun, die beiden SP-Politikerinnen mögen teilweise sogar Recht haben und so sind ihre Reaktionen bis zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar. Trotzdem: Ihre Äusserungen sind völlig deplaziert, regelrechte Fortschrittsbremsen und erinnern an die «Wir mussten auch ohne auskommen»-Argumente, die im Rahmen der Mutterschaftsversicherung vor allem von älteren Frauen gebracht wurden. Was soll das? Statt die Diskussion auf eine Genderstreitfrage zu reduzieren, sollten die beiden Frauen das Baschi-Dürr-Prinzip (ein freier Halbtag ohne Lohneinbusse!) leidenschaftlich propagieren. Denn nach wie vor sind es vor allem Frauen, die ihr Pensum der Familie zuliebe kürzen und sich mit den Tücken der Teilzeitarbeit (gleiche Arbeit bei weniger Lohn, Karriereknick, etc.) konfrontiert sehen. Aber auch Männern geht es nicht besser, ihnen bleibt die Teilzeitlösung oftmals sogar gänzlich verwehrt, zumindest wenn sie eine grosse Karriere anstreben, denn Teilzeit im Kader ist nach wie vor nur in den seltensten Fällen möglich. Dabei hat gemäss Teilzeitmann.ch eine repräsentative Untersuchung gezeigt, dass 90 Prozent der Männer ihr Arbeitspensum reduzieren möchten.

Dies zeigt, dass ein Umdenken in diese Richtung dringend nötig ist. Sollten vier Stunden Abwesenheit vom Arbeitsplatz im heutigen Digital-Zeitalter, wo man jederzeit per Smartphone erreichbar ist, nicht machbar sein? Vor allem, wenn man bedenkt, dass Überstunden mittlerweile so gut wie selbstverständlich angesehen und häufig auch nicht kompensiert werden? Dass es auch anders geht, zeigten Experten an der diesjährigen Fachtagung von Pro Familia Schweiz (PFS) zum Thema Familienzeit. Im Mittelpunkt standen die flexiblen und familienbewussten Arbeitszeitmodelle. In ihren Empfehlungen schreibt die Arbeitsgruppe Familienzeit, dass sich familienfreundliche Massnahmen für ein Unternehmen in einer höheren Arbeitszufriedenheit, in einer geringeren Fluktuation der Mitarbeiter und am Ende in tieferen Kosten ausdrückt: Gemäss einer Prognos-Studie können bis zu 8 Prozent Personalkosten gespart werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse zur Selbstverständlichkeit werden und müsse darum thematisiert werden, heisst es in den Empfehlungen der PFS-Arbeitsgruppe Familienzeit.

Darum, liebe Baschi-Dürr-Kritiker und vor allem -Kritikerinnen, vergesst doch einfach die Person dahinter und nehmt die Sache als solches − als einen Denkanstoss zu Gunsten der Familie.

204 Kommentare zu «Baschi Dürr und die linken Neiderinnen»

  • Peter sagt:

    Das witzige: Er klopft sich auf die Schultern dass er Haushalt macht und sackt den Lohn ein. Frauen aber arbeiten brav zu Teilzeitlohn und haben somit tiefere Pensionskassen und bisher keine Aufstiegschancen. Doch immerhin: Cool, dass er sich nicht zu schade dafür ist.

  • Tableware sagt:

    thank you for all your efforts that you have put in this. Very interesting info. ¡°Aim at heaven and you will get earth thrown in. Aim at earth and you get neither.¡± by Clive Staples Lewis.

  • Bitta sagt:

    ouh, kommt mir bitte nicht mit Teilzeitmann. Wie kann man als Mann erwarten, dass man ernst genommen wird, wenn man sich wörtlich als nicht-voller Mann bezeichnet? Es wird ja keine Teilzeit arbeitende Frau als Teilzeit-Frau bezeichnet, weil sie auch als Mutter nach wie vor Frau ist. Oder zu was wird ein Mann, wenn er nicht bei der Arbeit hockt, zum Neutrum?

  • Christian Krieg sagt:

    Genau, man soll die Familie stärken, damit ist auch der Politik geholfen!

  • Hans Vetsch sagt:

    Ich verstehe nicht warum sich Politiker dermassen wichtig und geehrt fühlen. Das ist doch das Letzte was man machen kann !
    Insbesondere in der Schweiz wo die Parlamente von den Lobysten geführt werden !

  • daniele sagt:

    „Baschi Dürr und die linken Neiderinnen“: Der Titel ist entweder ironisch oder ideologisch gemeint. Ich hab aus Neugier weitergelesen. Meinen Kommentar behalte ich für mich.

  • Paulina sagt:

    Vier Kinder haben und nur einen halben Tag pro Woche Zeit dafür nehmen? Rabenvater. (Kommt hinzu, dass er den freien Nachmittag mit Überstunden kompensieren muss.)

  • freddy sagt:

    Ich arbeite aus dem selben Grund 80% bei 80% Lohn – d.h. ca. 42h pro Woche, einfach statt meiner 100% Kollegen bei mir auf 4 statt 5 Tage verteilt. Aber ja, wenn man FDP Politiker ist, kriegt man dafür auch 100% Lohn. Bei meiner Frau sieht die Situation genau gleich wie bei mir aus, nur dass sie 25% mehr verdient 🙂

    • Mitleser sagt:

      Genau das ist der Punkt der mir sauer aufstosst bei der Sache. In fast jedem Beruf wo man etwas Verantwortung trägt, wird die Arbeit nicht von jemand anderem erledigt wenn man nicht da ist. Daher läuft es bei 80% fast immer darauf hinaus das man am Ende doch 100% arbeitet. Jedoch zu 80% Lohn und somit weniger Sozialleistungen. Die 20% Überstunden werden einem je nach Branche am Ende auch nocht nicht gutgeschrieben.
      Ich hatte eine Zeit lang eine 80% Stelle. War am Ende aber dennoch 100% Anwesend. Da habe ich es aufgegeben und wieder auf 100% erhöht.

      • Mitleser sagt:

        An Herr D. Stelle hätte ich daher das ganze nicht publik gemacht. Ich finde es ja Toll für ihn, hätte ich auch gerne. Aber damit stösst man nur die Steuerzahler vor den Kopf die sich damit Abfinden müssen, dass es bei ihnen nie so was geben wird.

  • Franz Oettli sagt:

    Nun, sachlich gesehen ist der Fall recht einfach. Wenn Herr Dürr wirklich für die Familie da sein will, kann er diesen halben Tag nicht auch noch arbeiten und erhält für die Abwesenheit auch keinen Lohn. Somit wäre das eine 90 %-Stelle. Will er 100 % Lohn, muss er auch soviel anwesend oder zumindest abrufbar sein, z.B. auf Pikett. Etwas anderes käme für mich als Vorgesetzter (oder in diesem Fall: Bürger) nicht in Frage.

    • Sportpapi sagt:

      Sehr gut. Und jedes Mal, wenn der gute Mann am Abend oder Wochenende arbeiten muss, stellt er eine Rechnung.

  • ursula sagt:

    Gute Sache von Herrn Dürr! Ich nehme ihm auch ab, dass er den halben Tag mit seinen Kindern anderweitig reinarbeitet. Trotzdem, was dem FDP-Politiker in Kaderpositition erlaubt sein sollte, sollte auch für Otto Normalverbraucher möglich sein. Also erwarten wir gespannt, was für fortschrittliche Vorschläge hinsichtlich Vereinbarkeit von Arbeit und Familie von der FDP kommen.

    • Sportpapi sagt:

      Der Vorschlag wird – zu recht – sein: Der Arbeitgeber meldet seine Bedürfnisse an und handelt die Möglichkeiten mit dem Arbeitgeber aus.

  • Swissgirl sagt:

    …ist es wirklich Neid, wenn es Frauen stört, dass MANN herausposaunt wie toll er sich einsetzt (einen halben Tag lang bei vollem Lohn) und Frau es einfach tut? Ich glaube dort liegt Stein des Anstosses – die Frauen tun’s einfach und die Männer müssen’s hervorheben, wie toll sie’s machen…..

    • Erika C. sagt:

      Ja, das stimmt.
      Vielleicht müssten die Frauen selber etwas mehr herumposaunen, wie toll sie das machen. 😉

    • Pixel sagt:

      Also wenn ich Ihre Eingangsfrage unter diesen Umständen die Sie selbst nennen beantworten darf, dann würde ich klar behaupten: ja, es ist Neid. Was sonst? Missgunst? Vielleicht. Aber auch nicht unbedingt erstrebenswerter.

  • Daniel sagt:

    Erstaunlich, wie dieses Nullsummenspiel zu Diskussionen anregt und sogar als Zeichen geteilter Verantwortung angesehen wird.
    Wird die Wäsche am Freitagmorgen besser gewaschen, wie am Dienstagabend? Und hat derjenige Mann, welcher am Sonntag arbeitet, damit er am Montag „zuhause“ ist plötzlich den Titel „Familienvater“ des Jahres verdient?
    Zudem dürfte es wohl als RR oder Kadermitarbeiter ein einfaches sein, 4 Familienstunden mit der doppelten oder dreifachen (unbezahlten) Überzeit wieder zu „vernichten“. Flexible Arbeitsmodelle ja – eine Vorreiter-Rolle zu sehen: Wo?

  • patrik mathys sagt:

    Liest man den Beitrag in der BAZ, wird schnell klar, dass es nicht um Teilzeit mit vollem Lohn geht (ein freier Halbtag ohne Lohneinbusse!) . Fr. Merlis fett gedruckte Satzteile sind ziemlich instrumentalisierend. Es ist auch kein Denkanstoss zu Gunsten der Familien. Es geht um mehr (Kohle/Flexibilität/Vorteile) für die, die schon ordentlich haben. Nicht die Putzfrau/der Maurer oder der Krankenpfleger/ die Polizistin sollen besser gestellt werden, sondern das Kader und ihre Familien.

  • Mamma sagt:

    Der Titel des Artikels ist deplatziert: ich sehe bei den Aussagen der Politikerinnen nirgends einen Hauch von Neid. Aber sehr wohl ist dafür ihre Frage berechtigt, was es da zu applaudieren gibt. Es stimmt schon: Der Fokus der Wahrnehmung muss sich ändern. Vgl. übrigens Artikel aus dem heuitigen Tagi: Wollen die Männer wirklich mehr zu Hause bleiben? Oder verpasst sich PR-Fuchs Dürr einen rosafarbenen Heiligenschein, um bei den Frauen zu punkten? Denn: Was tut seine Partei konkret für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie??

    • Sportpapi sagt:

      Die Frage ist halt, was man unter Vereinbarkeit von Beruf und Familie versteht, oder?

      • Mamma sagt:

        Gute Frage! Hat das etwas mit Work-Life-Balance zu tun..? Meine Mutter (italinienische Gastarbeiterin) hat schon in den 70ern Beruf und Familie bestens „vereint“.. Nach einem vollen Tag am Fliessband, holte sie uns 3 Kinder von der Krippe ab, machte Znacht, Wäsche, Haushalt..

  • T.Frey sagt:

    Wenn ich nicht wüsste warum ich die Frauen nicht mag, jetzt wüsste ich es. Predige Wasser und trinke Wein.

  • Peter Pfrunger sagt:

    Ich hoffe , dass nun viele Angestellte zu ihren bürgerlichen Arbeitgebern gehen und ihnen mitteilen, dass sie ab sofort am Freitag Morgen nicht mehr im Geschäft erscheinen werden, da sie mit den Kindern zusammen sein wollen und Wäsche waschen.
    Sie kompensieren das mit der Zeit, die sie an der betrieblichen Weihnachtsfeier und Geburtstagsfeiern der anderen Angestellten verbringen und damit, dass sie auch ausserhalb der Arbeitszeiten mal an die Firma und ihre Arbeit denken.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Das Verständniss der Arbeitgeber ist sicherlich riesengross. 😉

      • marie sagt:

        mein chef ist fdp-mitglied. ich frage ihn mal und poste dann die reaktion 😉

      • Peter Pfrunger sagt:

        … aber wenn er doch sicherlich so unglaublich viel Verständnis für Baschi aufbringt, weshalb sollte da eine Konflikt entstehen?

      • marie sagt:

        ich kann mich nur auf eine hypothese stützen, da ich nichts näheres über das angestelltenverhältnis von hr d weiss. ich gehe davon aus, dass hr d vertrauensarbeitszeit geniesst, die, zumindest in meinem arbeitsumfeld, das kader „geniesst“. und bei uns sind weit über 80% nur männer im kader. ich gehöre als „gemeines fussvolk“ nicht dazu und darf auch nicht mehr als ein maximum überstunden pro jahr aufweisen (nicht mehr als eine arbeitswoche). also würde er mit dem argument „kader“ bei mir argumentieren und mir sozialkomptenzen absprechen, wenn ich dann noch auf lohnerhöhung pochen würde 😆

      • marie sagt:

        spass beiseite hr pfrunger.
        ich bin starke befürworterin von teilzeitstellen für mann und frau, insofern es gewünscht wird, da eine 70/80 stundenwoche nicht familienfreundlich ist. für mich lanciert hr d eine diskussion, die ich unterstütze. aber in dem sinne ist hr d für mich kein vorbild, aber er regt zum diskutieren an und das erachte ich als nötig für dieses anliegen, v.a. in konservativen kreisen, denn es sind immer noch diese kreise, die sich einer diskussion in sachen familienfreundlichkeit verschliessen, aber wirtschaftsfreundlichkeit als massstab nehmen. und das ist er nicht.

      • Urs sagt:

        @ Marie. Bin übrigens auch FDP-Mitglied (was hat die Frage überhaupt mit der FDP zu tun??) UND Kader. UND wollte nur 80% (nicht mit 100% Lohn) arbeiten, um die 4 Kids nicht nur am Wochenende und an Abenden zu betreuen. Wurde mir aber verwehrt. Ueber die (nicht kompensierten) Ueberstunden und die tägliche Arbeitszeit reden wir besser nicht. Fazit: Kenne den BD nicht, aber finde seine Entscheidung (für mich kein PR-Gag) gut.

      • marie sagt:

        urs! bitte nicht misverstehen: ich finde hr d handhabe nur „mässig“ gut, aber es ist ein anfang, um die diskussion in sachen familie und teilzeitarbeit (AUCH bei männern) endlich adäquat zu diskutieren.
        ich kenne solche entscheide wie bei ihnen und bin ENTRÜSTET! denn wie erwähnt, ich würde mehr teilzeitmöglichkeiten AUCH für männer befürworten, aus ihren benannten gründen.
        (ich habe bloss über die fdp geschmunzelt, weil mein chef eben fdp ist und mit vertrauensarbeitszeit sich eben dieses privileg von einem nami frei die woche auch herausnimmt… wäre ihnen doch auch zu wünschen, oder?)

    • Peter Pfrunger sagt:

      Ja Marie, die nimmt mich auch wunder … nicht vergessen auf den 100% Lohn zu bestehen (und Lohnerhöhung für nächstes Jahr).

      • marie sagt:

        😀 …ähm das nenne ich vorprogrammierter konflikt, der sich dann im mitarbeitergespräch unter der rubrik soziale kompetenzen niederschlagen wird.

  • pedrodesconocido sagt:

    Ich warte auf die erste Regierungsräting (oder Regierungsrat), welche ankündigt das Amt währen 2.5 Tagen/Woche bei vollem Lohn auszuüben. Goldene Zeiten kommen dann erst, wenn jeder bei vollem Lohn 7 Tage zuhause bleiben darf.

  • tststs sagt:

    Kurzer Tipp: man sollte den im Blog verlinkten Artikel der BAZ kurz durchlesen, dort erhält man doch noch einige wichtige Infos zB: 4 Kinder zwischen 2 und 18, Patchwork, fixer halber Tag im bestehenden Job, fixer halber Tag als Regierungsrat wohl kaum möglich –> sorry an dieser Stelle, ich habs so verstanden, als ob er schon RR wäre und es so macht; es geht Dürr um Flexibilisierung und keinesfalls um Teilzeit…

  • peterundpaul sagt:

    ja weshalb nicht, finde ich gut für alle Männer/Väter die dies mit ihrem Frauen zusammen beschliessen.
    Das sich jetzt aber ausgerechnet Elmar Ledergerber, eheml, Stadtpräsi von Zürich, sich damit brüstet es schon immer so gemacht zu haben ist doch etwas gewagt. Ich erinnere mich das er bei seinem Rücktritt genau diesen Mangel als Grund angab

  • Came sagt:

    E. Herzog und B. Schneider wissen aber wie der Job als Regierungsrat/rätin läuft. Das Argument bzgl. Kompensation von Überzeit „verhebt“ nicht, denn ab einer bestimmten Hierarchiestufe ist es in vielen Betrieben nicht mehr erlaubt, Überzeit zu kompensieren. So auch bei meinem Arbeitsgeber, der lange Teil des Staatsapparates BS war. Daher meine Vermutung, dass ifür den RR eine entsprechende Regel besteht. Wenn man B. Dürrs Positionen kennt, kommt man nicht umhin an pol. Kalkül zu denken. Falls dies nicht der Fall war, dann muss er als RR lernen, seine Aussagen wohlüberlegter zu formulieren.

  • tf aus k sagt:

    Es geht doch nur um Besitzstandswahrung. Frauen/Mütter verlören mit diesem Modell ihr Jammerthema „mein Mann hilft zuwenig in der Familienarbeit“.

    • tststs sagt:

      Ja genau, weil 4h ja sicherlich „genügend“ sind, damit „Jammern“ nicht mehr angemessen wäre… Es hiesse dann endlich korrekt „zu wenig“, anstatt „gar nicht“…

      • tf aus k sagt:

        Das mit dem „gar nicht“ mag bei Ihnen vielleicht zutreffen. Andere haben schon Männer/Väter, die sich teilweise drum kümmern.

  • Lotta sagt:

    „Aber auch Männern geht es nicht besser, ihnen bleibt die Teilzeitlösung oftmals sogar gänzlich verwehrt, zumindest wenn sie eine grosse Karriere anstreben, denn Teilzeit im Kader ist nach wie vor nur in den seltensten Fällen möglich.“

    Da geht es den Frauen, die Karriere machen wollen, doch schon vielmal besser, bekanntlich dürfen sie Teilzeit arbeiten und Karriere machen. (Achtung Ironie!) Gilt für Frauen ja genau gleich – bloss, dass sie halt dann keine Karriere machen und Männer schon.

    • Sportpapi sagt:

      Auch Männer machen keine Karriere in Teilzeit. Die kommen normalerweise gar nicht auf die Idee. Und wer bei 70 Wochenstunden sich einen Morgen für die Kinder freihält, arbeitet auch noch nicht teilzeit. Sondern hat nur noch nicht ganz vergessen, dass er noch Kinder hat.

  • alam sagt:

    Eigentlich geht es gar nicht um Teilzeit. Es geht schlicht darum, dass ein Mann erkannt hat, dass er in seinem privilegierten Job die Zeit frei einteilen kann. Ihm ist ein Licht aufgegangen, dass er statt eines Feierabendbiers die Freizeit mit seinen Kindern verbringen könnte. Müssen wir ihm dafür applaudieren?

    • tststs sagt:

      Anscheinend
      😉

    • marie sagt:

      nein, in der tat nicht, da es selbstverständlich sein sollte. aber es lanciert (ich wiederhole mich) die diskussion von vereinbarkeit von familie/beruf und hinterfragt damit gegebene alte strukturen, die man flexibler handhaben könnte. dafür ist m.e. fast jedes mittel recht. mich würde aber interessieren, wie das für hr dürr aussieht. wie er es durchzieht und was genau er während dieser zeit macht usw…

      • alam sagt:

        …und bietet gleich die billigst möglich Lösung an. Mann arbeitet und verdient zu 100% weiter und die Politik muss gar nichts tun. Es geht ja auch so…

      • marie sagt:

        ist so, aber da sind wir halt gefordert, forderungen zu stellen 😉 und (gegen)argumente zu liefern.

      • marie sagt:

        was ja u.a. in diesem blog passiert. 🙂 gefällt mir!

      • Muttis Liebling sagt:

        Politik braucht man dafür auch nicht. Schon der Begriff Familienpolitik ist ein Widerspruch in sich, den nur Leute benutzen können, die nicht wissen, was Politik eigentlich ist.

    • Muttis Liebling sagt:

      Nein, applaudieren muss man nicht, weil es das Selbstverständlichste von der Welt ist. 15 Jahre senes Lebens reserviert man vorsorglich für Kinder, da bleibt noch genug Zeit für den Rest. Man darf diese 15 Jahre nur nicht so dämlich platzieren, dass sie vollends mit der Zeit der höchsten Leistungsfähigkeit überschneiden. Für Kindererziehung braucht man keine besondere Leistungsfähigkeit, da reicht Durchschnittsverhalten völlig aus. Kinder und Familie sollten das erste in der Biographie sein, so ab 18, 19 Jahren. Für den Beruf hat man dann ab Mitte 30 noch genug Zeit und Energie.

      • pixel sagt:

        Dumm nur in Ihrer vor Sarkasmus strotzenden Theorie, dass sich relativ Wenige mit 18 dazu berufen fühlen, eine Familie zu gründen.

      • pixel sagt:

        Nebenher erwähnt, dass man dann ab Mitte 30 auch keine grossen Berufspläne mehr einbauen wollen muss, wenn die Ausbildung ab 18 fehlt…..

      • Muttis Liebling sagt:

        In 99% der Weltgeschichte bekam man und in 85% der Jetztwelt bekommt man sein 1.Kind vor dem 20. Lebensjahr. Es ist eine Minderheit, zeitlich und räumlich, die sich derart absurd verhält und die Geburtlichkeit kurz vor der Menopause einplant.

  • Ernst Reber sagt:

    Ich wähle einen Regierungsrat, damit er einen 100 %-Job ausübt. Notabene: als 100 %-Regierungsrat und nicht noch inkl. als Hausmann/Kinderhüter und Wöschkuchitieger. Wenn der Herr Baschi Dürr meint,, er sei dazu auserkoren für den Mann eine Bresche schlagen zu müssen, dann soll er bitte in der Privatwirtschaft bleiben und sich dort verwirklichen. Mit der arroganten Forderung einen halben Tag für den Haushalt abzuweigen (bei vollem Lohn) ist er für mich schlichtweg nicht wählbar.

    • Cristian sagt:

      Als Mitarbeiter einer Uni wird mein Lohn aus steuerfinanzierten Forschungsgeldern bezahlt. Ich bin Regelmäßig bis 10 Uhr Nachts im Labor oder Büro, Überstunden können nicht kompensiert werden. Dafür kann es auch mal vorkommen, dass ich morgens noch Einkäufe erledige und erst um 10 komme, ein paar Mal im Jahr einen Nachmittag für einen Museumsbesuch frei nehme, oder währen der Arbeitszeit ein privates Mail schreibe. Ist das Ihrer Meinung nach auch arrogant? Sollte ich einen Teil meines Lohnes zurückgeben?

  • Lina sagt:

    Sieht bei uns genau so aus: ich arbeite 90% zu 90% Lohn, mein Mann arbeitet 90% zu 100% Lohn – die fehlenden Stunden verteilt er halt auf den Rest der Woche. Ist im Prinzip gut, aber in Realität sieht es halt so aus, dass mein Mann überstundenhalber später nach Hause kommt, weswegen ich mich vermehrt um Kind und Haus kümmere. Wird bei Herrn Dürr ähnlich sein.

    • Daniel sagt:

      Verstehe ich jetzt nicht ganz. Arbeitet Dein Mann 4,5 Tage die Woche? Und an diesen 4,5 Tagen kriegt er seine 42 Stunden Arbeitszeit zusammen? Dann arbeitet er nicht 90%, sondern 100% und verdient auch 100% Lohn. Es gibt viele Jobs in denen nicht die Präsenz den Mehrwert generiert, sondern die geleistete Arbeit. Manche Menschen bewegen in 2 Stunden mehr als andere in einem ganzen Tag.

  • Auguste sagt:

    hmm…, die arbeit in einem öffentlichen exekutivamt hört ja eigentlich nie auf während einer amtszeit. herr dürrs absicht sich einen halben tag pro woche ausschliesslich für seine vaterpflichten zu reservieren ist kein schlechter ansatz. die zeit ist fix, und man kann darum herum planen und organisieren, dass der laden dennoch läuft. und man könnte das experiment sogar noch wissenschaftlich begleiten und vermessen.

    dass die beiden frauen das ganze als pr abtun, kommt nicht von ungefähr, wissen sie doch, dass wohl ca. 90% aller sätze zu hause mit „mami,…?“ anfangen.

  • Karl Müller sagt:

    Bei gleichem Lohn? Nöö, das funktioniert weder bei Frau noch bei Mann. Und es dient auch nicht als progressives Vorbild. Ein mögliches Vorbild wäre dieser Herr dann, wenn er dafür auch Lohneinbussen in Kauf nehmen würde. Wie die Frauen auch. Es stösst mir auch sauer auf, dass man dies derart plakativ vermarkten muss.

  • Angelo Rizzi sagt:

    Sinnlose Diskussion Frau Merli. Das Personalrecht für Staatsangestellte entscheidet, wer für was frei bekommt oder nicht. Oder wie wäre es mit Shoppen mit der Liebsten, Feinwäsche fürs Auto oder Besuch im Swingerclub? Was meinen übrigens die vielen Tausenden von alleinerziehenden Mütter, zu dieser auf höchstem Niveau geführten Diskussion? Herzog und Schneider sehen dies richtig, weil sie diesen Werbeschaumschläger – im Gegensatz zu Ihnen – durchschauen.

    • Klicki sagt:

      Wer beim Kanton BS nach einem Jahresarbeitszeitmodell arbeitet, kann unter der Woche tagsüber ohne weiteres Shoppen gehen, das Auto waschen oder in den Swingerclub gehen. Ausserdem sagt das Personalrecht, dass Überstunden kompensiert werden dürfen. Wo steht, dass die Regierungsräte davon ausgenommen sind?

  • Reinhardt Baeriswyl sagt:

    Einen halben Tag? Das ich nicht lache. Jeder richtige Teilzeithausmann weiss, dass dies nicht annähernd ausreicht um eine echte Entlastung im Familienalltag darzustellen. Herr Dürr pickt hier meiner Meinung nach Rosinen – in zweierlei Hinsicht. Sich seinen wohl gut gemeinten Einsatz für die Familie dergestalt auf die Fahne zu schreiben, finde ich schlicht und einfach vermessen und bringt uns Männern den Gedanken Teilzeithausmann in keiner Weise näher. Solange für uns Männer in der Arbeitswelt keine echten Alternativen angeboten werden, bleibt das Modell Teilzeithausmann leider ein Wunschtraum.

    • tststs sagt:

      Danke Herr Baeriswyl „dies nicht annähernd ausreicht um eine echte Entlastung im Familienalltag darzustellen“ Und als Mann scheinen Sie bei dieser Diskussion als ernsthafter Kritiker zu gelten und nicht als linke Neiderin 😉

      • Reinhardt Baeriswyl sagt:

        Vielleicht würde es die ganze Diskussion unter ein anderes Licht stellen, wenn wir wüssten, wie Herr Dürr sich sonst im Familienalltag einbringt. In meinem Verständnis heisst Teilzeithausmann eben auch Verantwortung für die alltäglichen Dinge zu übernehmen: Kinder wecken und tagesbereit machen, in die Kita bringen und abholen, nach dem Znacht mal eben noch schnell die Küche aufnehmen, Abfallmanagement, WC-Putzen, Wocheneinkauf nach Feierabend etc. In den allermeisten Fällen bleiben ja genau diese Arbeiten doch an den Frauen & Müttern hängen. Da sind doch 5 h Quality Time Rosinen, oder nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube nicht, dass Dürr die Absicht hat, Teilzeithausmann zu werden. Zumal bei seinem Lohn wahrscheinlich auch einige der aufgeführten Tätigkeiten extern vergeben werden. Ist er eigentlich Hausmann, wenn er seiner Frau Hausarbeit abnimmt, indem er andere Leute damit beschäftigt?
        Und weshalb ist Quality Time „Rosinen“? Glauben Sie, sonst arbeitet er nicht genauso hart für die Familie wie die Hausfrau und Mutter, die sich doch auch mal Quality Time verdient hat? Was haben Sie für ein abwegiges Familienbild?

  • marie sagt:

    na dann viel glück herr d! ich hoffe, dass die bürgerlichen endlich ebenso die familienfeindlichen strukturen in der wirtschaft kritisch thematisieren. ist endlich zeit; und vergesst dabei nicht, auch das „gemeine fussvolk“ miteinzubeziehen.
    habe nichts dagegen.

  • tststs sagt:

    Einen halben Tag auf die Kinder aufpassen (und in diesen 4-5h noch ein bisschen was für den Haushalt machen) bringt meiner Meinung nach der Mutter kaum wirklich Erleichterung (also insofern sie auch arbeitet). Er erleichtert nur sein eigenes Gewissen.

    Ausserdem (also ich gehe auch nicht davon aus, dass er jetzt 90% arbeitet und 100% verdient, sondern flexible Arbeitszeiten hat) fehlen die besagten 4 Stunden an anderer Stelle…

    Ehrlich, ich will das zarte Pflänzchen auch nicht zertreten, aber 4h/Woche sind jetzt echt nicht der Rede Wert… (aus Sicht der Kinder, der Mutter, des Vaters…

    • pixel sagt:

      DOCH, auch 4 Stunden sind der Rede wert? Ausserdem, wer spricht davon, dass es der Mutter (????) helfen soll? Es geht darum, dass der VATER Zeit mit seinen Kindern verbringen kann. Diese Phrasen wie „erleichtert sein Gewissen“ oder wie alam etwas weiter oben sagt „geht eh ran, wenn das Telefon klingelt“ finde ich ganz schön bemüht und sind nebenbei auch noch heftige Unterstellungen. Würde mir jemand so kommen, würd ich mich aber gewaltig aufregen. Mit welchem Recht erlaubt man sich solche Unterstellungen noch dazu ohne die Person und Ihre Absicht zu kennen?

      • tststs sagt:

        @pixel: an anderer Stelle habe ich geschrieben, dass man halt nicht weiss, ob es sich um einen „allgemeinen Beitrag an die Familie und Haushalt“ oder um „Qualitytime mit den Kindern“ handelt? (und jetzt mal ehrlich, ob er 4h am Mi Nomi mit den Kinder verbringt und dafür am Sa arbeitet, macht jetzt den Braten auch nicht feiss…eben uns fehlen viel zu viele Zusatzinfomationen). Und missverstehen Sie mich nicht, ich finde es toll, aber keinesfalls erwähnenswert (und schon gar kein ausschlaggebender Wahlgrund)…

      • pixel sagt:

        Nicht am Samstag, aber vielleicht an einem oder zwei Abenden, wenn die Kinder schlafen….?

      • pixel sagt:

        Das ist genau das Ts, was ich meine: Hier werden Dinge verurteilt, Unterstellungen zugeschoben, ohne nähere Angaben zu haben. Es ist genau diese Kerbe, von der Frau M spricht. Und das finde ich schade.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        naja, applaudieren wenn man bloss die Hälfte weiss, und vielleicht ziemlich ernüchtert wäre danach,
        kanns ja auch nicht sein?

    • marie sagt:

      @ts
      …es ist ein anfang. immerhin… 😉 (obwohl ich es ähnlich sehe wie sie – aber lanciert endlich die diskussion von vereinbarkeit familie/beruf bei den bürgerlichen und das ist gut so! könnte aber durchaus besser sein…)

      • tststs sagt:

        Und das ist es gerade was mich stört: sind 4h/Woche wirklich das, was wir unter „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ verstehen? Muss dann jede Frau (oder von mir aus auch im umgekehrten Fall der Mann) ihren Partner als besonders fortschrittlich loben, wenn er 4h pro Woche die Kinder und Haushalt übernimmt (Also von 100 auf 95% reduziert, oder dann am Wochenende arbeitet)?

      • tststs sagt:

        wären natürlich 90%….

      • marie sagt:

        @ts
        sehe ich auch so, aber es lanciert die diskussion, und das ist das positive daran. auch ich fände es besser, wenn er mit einem anderen papi im jobsharing seine arbeit erledigen würde, das wäre für mich eindeutig fortschrittlich (und MACHBAR). aber rom wurde ja auch nicht an einem tag erbaut. gewisse „kreise“ brauchen einfach länger. 😉

    • mira sagt:

      Das sehe ich anders. Wer schon zum Mittagessen kommt, kann viel viel mehr erledigen und erleben, als wer erst zum Abendessen nach Hause kommt: zB könnte die Wochen-Wäsche erledigt oder ein Ausflug in den Zolli gemacht werden.

      Schwierig ist eher der Fakt, dass dann zusätzlich noch 4 Stunden abends gearbeitet werden muss: ich habe das einige Monate lang gemacht und als äusserst anstrengend empfunden. Mittlerweile bin ich wieder davon abgekommen – es war einfach zu anstrengend „nie Feierabend“ zu haben.

      • plop sagt:

        Ich mach das im Moment grad – weiss aber, dass ich das auf Dauer nicht aushalte. Ausserdem ist es nicht besonders gut für die Beziehung, wenn man nicht mal mehr zusammen Tatort schauen kann… (muss ich noch ein smiley dranhängen?)

        Finde aber sonst auch: jede zusätzliche Zeit, die die Eltern mit den Kinder verbringen können, ist gut.

      • mira sagt:

        @Plop
        Ja, ich habe das auch gleich nach Wiedereinstieg gemacht. Allerdings stinkte es mir abends gewaltig, mich nochmals hinzusetzen, ich war zu müde. Und stimmt: die Paarbeziehung leidet darunter… Ich habe es nur etwa 3 Monate lang ausgehalten…
        Alles in Ordnung mit Ihren beiden Kleinen?

      • plop sagt:

        Ja, merci, geht sehr gut – hatte Glück, der kleine ist ein sehr „gäbigs“ Kind und der grosse meist gut zu ihm… Finde es sehr schön, 2 Kinder im Haus zu haben!

      • mira sagt:

        @plop
        Ja, ich finde es auch schön mit zwei. Es ist irgendwie rund 🙂

      • alien sagt:

        Tja, plop, das gemeinsame Tatort-Schauen ist der Anfang vom Ende… und ich weiss, wovon ich rede…

        🙂

  • alam sagt:

    Der Mann ist Chef. Der hat gut reden. In normalen Jobs geht das nicht. Ich kenne mehrere Männer, die eine Zeit lang versucht haben, dieses Modell zu leben. Es funktionierte bei keinem auf Dauer. Das hat nichts mit Neid und auch nichts mit links/rechts etc. zu tun.

    • Sportpapi sagt:

      Weshalb funktionierte es nicht auf Dauer? Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht nachvollziehen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    kleiner test

  • Albert Muri sagt:

    Ach Frau Merli, es ist doch naiv zu erwarten, dass regierende Politiker auf der progressiven Seite besser sein sollen als Konservative. Man muss sich nur die hingebungsvolle Borniertheit ansehen, mit der in Zürich Autofahrer gemobbt werden. Wo liegt da der Unterschied zur Ausländerschikane am anderen Ende des Spektrums?

    • Pascal Sutter sagt:

      Zürcher Autofahrer. Meine Güte…. seit 3 Monaten fahre ich mit dem Velo 3 x pro Woche vom Escherwyss zum Stauffacher. Wollen sie mir mal näherbringen, wieso in jeder Karre nur ein Mensch drinsitzt? Und weshalb es mehr „Individualverkehr“ als „beruflichen Verkehr“ gibt – also Verkehr ist etwas zu viel gesagt, meistens verstopfen ja die ÖV Hasser die Strassen weil sie mit dem Chlapf dann schneller im Hüsli in Wallisellen sind. Autofahrer sind selber schuld an dieser Misere.

      • pixel sagt:

        Das ist ein unerwartet engstirniges Denken zu diesem Thema, Pascal. Schade, ich hätte Ihnen auch hier echt etwas mehr Weitsicht zugesprochen…

      • plop sagt:

        pixel: wo soll da der Pascal mehr „Weitsichtigkeit“ haben? Es hat zuviel Karren auf der Strasse, das ist nicht schönzureden…

      • Pascal Sutter sagt:

        Das beruht jetzt tatsächlich auf meiner Beobachtung. Und weitsichtig wäre es, doch mal nachzudenken, wie man diese Strassen entstopfen könnte. Und da wäre doch ein Verzicht aufs Auto doch mal ein Anfang. btw., das bisschen Stehen in der SBahn doch kein Problem. Ich hasse ja das Autofahren nicht, aber irgendwie verstehe ich die „ich muss mit dem Auto ins Büro“ Mentalität nicht.

      • Nico Meier sagt:

        Ich kann als Stadtregierung alles tun um den Individualverkehr zu verlangsamen und mich danach über die Autos die die Strassen verstopfen aufregen.
        Besser wäre es dafür zu sorgen, dass der Verkehr flüssig bleibt und dass genügend Parkplätze in der Stadt zur Verfügung stehen so gäbe es weniger Staus und mehr Platz auf der Strasse.

      • Pascal Sutter sagt:

        also ich befürworte den verzicht aufs auto eher als den bau weiterer strassen/parkplätze. mit weniger individualverkehr wird der verkehr auch wieder flüssiger.

      • pixel sagt:

        Pascal, die Beobachtung mag ja durchaus richtig sein. Aber wie stellen Sie sich praktisch umgesetzt irgendwelche Fahrgemeinschaften vor, die täglich wahrgenommen werden können (um hier das Thema „1 Person pro Fahrzeug“ aufzunehmen). Sie wissen doch selbst, dass das im alltäglichen Gebrauch unrealistisch ist. Was den öff Verkehr anbelangt, und die täglichen Wege, da passt so manche Strecke halt eben wirklich nicht. Auch das muss man @plop nicht wegdiskutieren wollen. Hinzu kommt, dass de facto so manche Familie ohne Auto wirklich nicht zurechtkommt und es sich sodann auch nicht jeder leisten

      • pixel sagt:

        kann, Auto UND ÖV zu berappen. Zumal die Preise doch ziemlich happig sind. Effektiv gibt es solche, die womöglich umsteigen könnten auf ÖV mit relativ wenig oder überschaubarem Aufwand. Aber das sind, und ich bleibe dabei, gemessen am gesamten Verkehr, relativ Wenige. Ansonsten schliesse ich mich NIco an, was die infrastrukturellen Möglichkeiten angeht. Manchmal erscheint es fast wie Starrsinn und grüne engstirnige Beharrlichkeit, den Autofahrer einfach mal per se aus der Stadt fernhalten zu wollen. Obschon das schlicht unrealistisch ist – in einer STADT.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sehen Sie, ich bin überzeugt, es wären eigentlich nicht sehr wenige, sondern relativ viele, die umsteigen könnten.

      • Pixel sagt:

        Schon klar, sp – ich weiss das von Ihnen. 😉

      • Pascal Sutter sagt:

        Man vergisst ja, dass die Stadt auch Lebensraum ist und nicht nur ein Ort der Arbeit/Konsum. Deshalb gehören in meinen Augen Innenstädte komplett Verkehrsfrei. Mit einem schlauen System könnten die gekauften Waren mit Fahrradkurier ins nahgelegene Parkhaus gebracht werden wo sie in den Wagen eingeladen werden können. (So als Idee, schafft ja auch Arbeitsplätze). Zur Arbeit in die Stadt können Dienstleistungsangestellte problemlos mit dem Auto fahren. Klappt in London auch.

      • Pixel sagt:

        LDN hat aber auch die Tube. 😉
        Die Ideen sind schon ganz gut, dennoch ist für mich weltweit eine Stadt eigentlich mitunter Inbegriff von Verkehr. Man möge mir irgendwo eine Millionenstadt zeigen (die Züri nunmal gerne wäre), wo kein Auto fährt. Ich kann das ja tw schon nachvollziehen, trotzdem geht es für mich in die Richtung: „s foiferli und s weggli“ haben wollen.

      • alien sagt:

        öh pixel, was heisst „unrealistisch… in einer STADT“? Hältst Du den Verzicht auf den Privatverkehr auf dem Land für einfacher machbar? Was ist denn das für eine komische Ansicht?

      • pixel sagt:

        alien, ich glaube, Du missverstehst mich. Ich vergleiche nicht Stadt-Land. Ich sage, dass weltweit Städte der Inbegriff von Verkehr sind, weil sie ein Ballungszentrum darstellen für Gewerbe und aus dieser Folge zuerst für Arbeitsplätze und dann daraus schliessend für Wohnraum. Das heisst, da wo Leute hinmüssen (eben meist aufgrund der Arbeit und hin müssen Viele, weil zentraler Wohnraum eben oft für Familien nicht bezahlbar ist, oder aufgrund der Infrastruktur als nicht optimal i.S. von familienfreundlich angesehen wird), da entsteht halt Verkehr. Und ich denke, das muss

      • pixel sagt:

        man als Städter irgendwo auch einfach akzeptieren können. Es scheint aber nirgendwo auf der Welt ausser im hiesigen Zü.rich, für soviel Gesprächsstoff zu sorgen, wie man den Privatverkehr aus der Stadt verbannen kann. Die Leute akzeptieren es woanders und es gehört halt ein Stück weit auch einfach dazu. Wie Stadtlärm übrigens auch.

      • alien sagt:

        Ok, Privatverkehr gehört in die Stadt, solange es Leute gibt, die mit dem Auto in die Stadt wollen oder müssen. Ich benutze selten das Auto, wenn ich in die Stadt muss.

      • alien sagt:

        Noch was, pixel. Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Leute ohne Komfortverlust umsteigen könnten vom privaten auf den öffentlichen Verkehr. Sie glauben es einfach nicht, darum probieren sie es gar nicht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Was hat das mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu tun?

    Mir fehlen wichtige Angaben wie Lohnarbeitsstunden/Woche die Herr D absolviert,
    denn unter „Vereinbarkeit“ verstehe ich eine Arbeitsstundenverschiebung aus der Lohn- zur noch nicht finanzierten, Betreuungsarbeit zu Hause.
    Und nicht nur eine flexiblere Einteilung von 100 Prozent oder sogar noch mehr.
    Um wieviele Kinder in welchem Alter es sich handelt etc.
    Sich mit vier Stunden Haus/Betreuungseinsatz zu brüsten, naja.

    • tststs sagt:

      Oder eben: arbeitet die Frau? Sind diese 4h als Hilfe im Haushalt gedacht, oder „nur“ als Qualitytime mit den Kindern?

    • pixel sagt:

      Irgendwie scheint es aber auch nie recht zu sein. Würde Herr D von 2-3 Tagen die Woche sprechen, würde er als nicht glaubwürdig eingestuft werden. Würde er an seinem derzeitigen Modell was ändern, hiesse es sodann: „aha, da haben wirs: Familie und entsprechende berufliche Funktion EBEN DOCH NICHT vereinbar“. Drehen und wenden wir es wie wir es wollen: es passt eigentlich nie. Oder?

      • tststs sagt:

        Naja, die Frage ist doch, ob ein solches Verhalten erwähnens- oder gar lobenswert? Ist es nicht gerade das „Arbeitsverhalten“ (sprich Teilzeit) das Frauen (und natürlich auch ein paar Männer) schon seit Jahrzehnten betreiben? Ohne dass sie es sich auf die Brust schreiben? Haben Sie je eine Politikerin gesehen, die sich damit rühmt, dass sie ja neben dem Job noch einen halben Tag auf ihre Kinder aufpasst? Und würde man dann auch applaudieren?
        Ich würde es nicht als Neid bezeichnen, eher ein erstauntes Augenbrauchenhochziehen „So what?!?“

      • alam sagt:

        Dann ginge es ihm doch einfach nur so, wie allen anderen Teilzeiter/innen. Denn so ist es tatsächlich: Es passt nicht! Nicht mit den Möglichkeiten, die wir heute haben.

      • pixel sagt:

        Tsts: „Haben Sie je eine Politikerin gesehen, die sich damit rühmt, dass sie ja neben dem Job noch einen halben Tag auf ihre Kinder aufpasst? Und würde man dann auch applaudieren?
        Ich würde es nicht als Neid bezeichnen, eher ein erstauntes Augenbrauchenhochziehen “So what?!?”

        Es ist genau diese Kerbe von der Frau M spricht, in die auch Sie schlagen. Ein erstauntes „so what?“ IST Neid.

      • Sportpapi sagt:

        So what ist so what. Einfach eine Meldung ohne Newswert.

      • pixel sagt:

        ja, Sp, danke für die Korrektur. ich hätte ergänzend (damit es auch wirklich für alle deutlich ist) ergänzend schreiben sollen: „in diesen Kontext….“.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        es fehlen einfach zuviele Infos, drum ist es (noch?) recht.
        Der Mann will RR werden und ist jetzt Geschäftsführer-
        wenn ich da erst mal wissen will in welchem Verhältnis dieser Nachmittag
        (wieviele Stunden überhaupt ganz konkret?)
        zur restlichen Arbeitszeit, in der er nicht erreichbar ist, in der er nicht noch „nebenbei“ was betreuungs/haushaltsmässiges erledigt, in der er vereinfacht gesagt für die Familie genauso gut auf nem anderen Planeten sein könnte,
        steht,
        dann ist das nicht Neid, sondern sich nicht die Ohren vollsäuseln lassen wollen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        wenn sich sein Stundenpensum-, das Überzeitarbeiten wurde ja schon angesprochen, in viel höherem Mass als das übliche Wochenstundending bewegt, ists ja irgendwie witzig zu sagen, man bleibe dann im Fall diesen Nachmittag zuhause, bei gleichbleibendem Lohn sowieso, wenn man diese Nachmittagsstunden im Prinzip unter nicht entgoltener Überzeit abbuchen kann… . Was soll das den Männern helfen, bei denen so ein Nachmittag tatsächlich wirklich „fehlt“, und die nicht die Absicht haben dafür anderntags einfach viel länger zu arbeiten?

  • Pascal Sutter sagt:

    Jetzt hoffe ich, dass das bei den „Bürgerlichen“ auch nachhaltig Eindruck hinterlässt

  • Stefan sagt:

    Wenn alle 7 Basler Regierungsräte je einen halben Tag pro Woche bezahlte Familien- und Wäschebetreuung einfordern, sind das gesamt immerhin 7 mal 4 Stunden mal 4, also 112 Stunden pro Monat. 112 Stunden pro Monat entsprechen einer 70%-Stelle*.
    (*Die Autorin rechnet auch mit einer 40-Stunden-Woche, denn 1 Halbtag = 4 Stunden)
    Gibt es eine Garantie, dass der freie Halbtag wirklich den jeweiligen Familien zugute kommt? Oder darf dieser freie Halbtag auch zur Erledigung nebenberuflicher (ausserfamiliärer) Tätigkeiten verwendet werden? Wer kontrolliert das?

    • Nico Meier sagt:

      Der Regierungsrat ist der oberste Chef in seinem Verwaltungsteil also zu vergleichen mit einem CEO ich glaube kaum, dass CEO’s in privaten Firmen überwacht werden wieviele Stunden sie für welche Tätigkeit verwenden.
      Desweiteren müssen Sie als Regierungsrat viele Stunden an den Abenden und Wochenenden an gesellschaftlichen Anlässen verbringen, die man auch als Arbeitszeit rechnen könnte.

  • Seien wir doch froh, wenn PolitikerInnen erkennen, dass sie nur teilleistungsfähig sind. Das kann Burnouts verhindern.

  • Paul Gross sagt:

    Neid?
    Hier geht es doch um Gerechtigkeit!
    Ich kenne keine Frau, welche 100% Lohn bezieht und 90% arbeitet.

    PS. Das Wort Neid finde ich unangebracht. Im Journalismus erst recht!
    Wenn man keine Argumgente hat, ist es auch sehr gut geeignet den „Gegner“ ruhig zu stellen.

  • Daniel Gähwiler sagt:

    Das ist ein schönes Statement von Baschi Dürr. Ist es aber fortschrittlich, sich mit den Freiheiten seines allfälligen Regierungsratsjobs (für 4 Jahre unkündbar, ca. 300’000.- pro Jahr) zu brüsten, aber selber und mit der eigenen Partei (FDP) sich gegen mehr Rechte für „normale“ Arbeitnehmende einzusetzen und gleichzeitig nicht mehr für alle zugängliche (= staatlich finanziell geförderte) Kinderbetreuung anzubieten? Für jemand, der mehr Arbeit auf Abruf und „flexiblere“ Arbeitnehmende fordert ist das kein Zeichen für Fortschrittlichkeit, sondern für den Glauben an eine Zweiklassengesellschaft!

  • alam sagt:

    Ein bisschen Kinderbetreuung und Haushalt in die Arbeitszeit reinwürgen… dann noch ein bisschen Arbeit in den Feierabend und die Wochenenden reinwürgen. Und das soll ein gutes Beispiel sein? Damit setzt er einfach die Latte für andere Männer noch höher. Wenn der das kann, warum sollten die Arbeitgeber echte Teilzeitmodelle fördern? Genau so entstehen Burnout-Kandidaten.

    • pixel sagt:

      Ich persönlich arbeite de facto lieber flexibel. Ich nehme lieber einen Arzttermin mit unserem Sohn wahr und hole abends auf, was währenddessen liegenblieb, als Minusstunden verbuchen zu müssen oder mir das von den Ferien abtragen lassen zu müssen. Und ich schätze die Mobilität ungemein, die uns das digitale Zeitalter beschert. Aber das scheint alles Geschmacksache zu sein und nicht jedem ist der Umgang damit vertraut.

      • Annie sagt:

        Pixel, ich gönne Ihnen Ihre Freiheit und wäre ja eigentlcih einverstanden, nur, haben Sie sich schon mal überlegt, wie privilegiert Sie sind. Wie soll eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer, der nicht digital arbeitet, sondern z.B. als Mitarbeiter bei der Stadtreinigung flexibel arbeiten können? Wie’s gearde so belibet, bei 100 % Lohn und 90 % Anwesenheit?

      • pixel sagt:

        Nein, nein, Annie, da verstehen Sie mich falsch. Mir ist durchaus bewusst, dass das so nicht überall möglich ist. Aus diesem Grund möchte ich die Unterscheidung auch machen. ICH nehme diese Möglichkeit gerne wahr. ANDERE, die sie ev theoretisch auch hätten, lehnen sie kategorisch ab, aus den Gründen, die alam nennt. Wiederum Andere haben diese Möglichkeiten gar nicht, aber das ist jobbedingt (Pflegepersonal z.B). Aber ich denke, es ist logisch, dass wir nicht von diesen Berufsbildern sprechen, wo die Bedingungen naturgemäss gar nicht erst gegeben sind.

      • gowa sagt:

        ja das können Sie vielleicht da Sie einen Büro-Job haben, das geht in den wenigsten Berufen da Hand in Hand gearbritet wird, oder soll ich Jhr vestopftes Klo abends um 21 Uhr reparieren ???

      • pixel sagt:

        gowa: Schon immer wieder seltsam, wie man Dinge Ueberlesen kann. Fast schon absichtlich, wie mich dünkt.

      • Annie sagt:

        Pixel, das ist aber genau der Punkt der mich stört. Ich gönne es jeder und jedem, der flexibel arbeiten kann und das auch tut.. Sie klammern jedoch einfach den grössten Teil der arbeitenden Bevölkerung aus, und nennen das dann naturgemäss Was soll denn das heissen?. Das finde ich zu billig. Dann müssten neue Ideen her.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin auch privilegiert. Und es wäre sicher häufiger möglich, als heute praktiziert. Pixel hat aber auch recht. Einige schätzen es mehr, die Arbeit im Büro zu lassen, und nicht auch noch ins Privatleben zu tragen.
        @gowa: Sicher hätten es ganz viele Menschen sehr gerne, Handwerker würden vermehrt auch abends zur Verfügung stehen… Weshalb nicht?

      • pixel sagt:

        Annie, Sie lesen aber nicht sehr gründlich. Naturgemäss habe ich in diesem Zusammenhang gebracht: „Aber ich denke, es ist logisch, dass wir nicht von diesen Berufsbildern sprechen, wo die Bedingungen naturgemäss gar nicht erst gegeben sind.“ (ich füge gerne nochmals als Bsp das Pflegepersonal an, oder Chirurgen – der Status spielt keine Rolle, es geht um die Arbeit, die es nicht anders zulässt). Weiteres hat Sportpapi richtig bestätigt.

      • pixel sagt:

        Und Annie nochwas: Die ganze Zeit reden wir eigentlich nicht davon, ob ich privilegiert bin, sondern davon, welche Zeichen Herr D setzen will. Nämlich da, wo die Arbeit diese Flexibilät theoretisch hergibt, sie auch praktisch nützen zu können. Da müssen aber auch Vorgesetzte zu grossen Teilen mitspielen wollen. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in vielen Berufsfeldern auf jeden Fall mehr Möglichkeiten gäbe, dies auszuschöpfen, als derzeit wahrgenommen wird.

    • Sportpapi sagt:

      Da haben sicher beide völlig recht. Aber grundsätzlich ist es für mich einfach unsinnig, in Jobs, bei denen die Arbeitszeit überhaupt nicht geregelt ist – weshalb ja auch nicht von Überstunden gesprochen werden sollte – Teilzeit zu verlangen. Ist es vorstellbar, dass ein Regierungsrat 2-3 Tage die Woche nicht erreichbar ist, nicht für Sitzungen zur Verfügung steht? Job-Sharing?

      • alam sagt:

        Es geht in diesem Fall ja nicht um 2-3 Tage, sondern um einen halben Tag. Die Frage ist nur, wo das Kind/die Kinder landen, wenn das Handy des Regierungsrats in dieser Zeit klingelt. Das tut es garantiert, und er lässt es garantiert auch nicht einfach klingeln.

      • pixel sagt:

        Sp: “ Der …. hat angekündigt, auch als Regierungsrat jeweils einen halben Tag pro Woche zu Hause zu bleiben, “

        Einen halben Tag. Nicht 2-3. Letzteres wahrscheinlich in der Tat nicht umsetzbar.

      • pixel sagt:

        alam: “ Die Frage ist nur, wo das Kind/die Kinder landen, wenn das Handy des Regierungsrats in dieser Zeit klingelt. Das tut es garantiert, und er lässt es garantiert auch nicht einfach klingeln.“

        Unterstellungen sind das, die Sie da machen….

      • plop sagt:

        @pixel – der Gedanke von alam ist schon gerechtfertigt, ich erlebe das ja selber auch. Wenn ich selber Arbeit habe (mache im Moment ein minimumselbstständigseinpensum) dann mach ich die neben den Kindern durch. Und ab und zu halt „mit“ den Kindern. Da hängt man dann schon mal am Telefon… Ist ja nicht weiters schlimm aber man hat ja da dann nicht den Kopf frei für die Kleinen. Wenn das dann der Vater während diese ca 4h die Woche auch noch macht, bringt das niemandem viel. Aber grundsätzlich finde ich jede zusätzliche Zeit, die die Eltern zusammen mit den Kindern verbringen, gut.

      • Nico Meier sagt:

        Als Regierungsrat hat er midestens einen Sekretär, der ihn sicher auch während seiner Abesenheit anrufen darf, wenn eine Entscheidung des Chefs nötig ist.
        Und es ist kaum möglich das „Managmentamt“ Regierungsrat in uter 42 Stunden pro Woche zu erleidgen. Bereits ein Gemeindepräsidet im Vollamt wendet einiges mehr als 42 Stunden pro Woche auf.

      • pixel sagt:

        Nico, das ist bestimmt so. Es geht hier um FLEXIBILITAET. Für viele Väter, die ein hohes Arbeitspensum haben, ist es schon ungemein viel und bedeutend, unter der offiziellen Arbeitswoche 3 oder 4 Stunden freizumachen und die Kinder bei sich zu haben. Diese Zeit wird sich woanders hin verlagern. Sehr wahrscheinlich zum Abend hin. Aber man kann zumindest seine Kinder SEHEN, die oft genug schon schlafen gehen oder sich gar im Tiefschlaf befinden, wenn der Papa nach Hause kommt.

      • tststs sagt:

        @Pixel: JETZT verstehe ich Sie ;-). Natürlich sind, wenn man 0h aus Ausgangspunkt nimmt, 4h eine wahnsinnige Steigerung und die Kinder nehmen es sicherlich dankbar an… Wenn der Ausgangspunkt aber eine ungefähre Gleichteilung sein soll (also beide Partner arbeiten teilzeit und kümmern sich teilzeit um den Haushalt und die Kinder), dann sind 4h wirklich nicht der Rede wert 🙂

      • tststs sagt:

        Oder anders gesagt: wenn die Hausfrau und Mutter jetzt beschliesst, 4h pro Woche ausser Haus und gegen Bezahlung zu arbeiten, würde auch niemand davon sprechen, dass sie jetzt einen wahnsinnigen (redenswerten) Beitrag an das Haushaltsbudget leiste…

      • pixel sagt:

        Ok, der Groschen ist nun auch bei mir gefallen 😀
        Ich verstehe nun, wovon Sie reden, ts. Wir haben beide vermutlich recht unterschiedliche Ausgangspositionen, wobei dann daraus die Missverständnisse entstanden sind.

      • Nico Meier sagt:

        Ja deswegen finde ich die Idee von Dürr auch gut er kann immernoch in der Nacht aufholen was er den Tagdurch nicht geschafft hat.
        Für mich ist die Aussage „ich kann das nicht deswegen dürfen andere auch nicht“ keie gute wenn jeder so denken würde könnte man nie etwas verändern.

      • tststs sagt:

        @Nico Meier: Toll, und in einem Jahr erfolgt der Burnout und die Kinder haben längere Zeit nichts vom Papi…

        Wenn schon, denn schon, geht es um richtiges REDUZIEREN zu Gunsten der Familie (und dazu gehört auch der Haushalt etc.)

      • tststs sagt:

        @Pixel: Genau! Natürlich bin ich ganz bei Ihnen, dass jeder Mann, der aus dem gängigen Schema ausbricht, für seine Kinder ein Gewinn ist. Aber diejenigen, die deswegen nicht gerade in Lobhudeleien verfallen (und eben mMn aus gutem Grund), als Neider(Innen) zu bezeichen finde ich dann schon auch deplatziert…

      • Nico Meier sagt:

        Regierungsrat ist wie CEO in einem Unternehmen.
        Niemand muss Regierungsrat werden und wer dies werden möchte muss mit den Vorteilen und den Nachteilen leben.
        Es gibt in meinen Augen gewisse Jobs die mit reduziertem Pensum nicht gemacht werden können dazu zähle ich auch den Regierungsrat.

  • pixel sagt:

    Mich persönlich freut es eigentlich, dass dies mal seitens eines Mannes öffentlich gefordert wird. Es setzt ein Zeichen in eine positive Richtung für die Männer, die Frauen und die Arbeitgeber. Ist doch super!

    • Sportpapi sagt:

      Aber auch nicht mehr als ein Zeichen. Persönlich glaube ich ja nicht, dass ein so aufwändiges Amt mit kleinen Kindern gut zu vereinbaren ist.

      • pixel sagt:

        Mag sein, dass es nur ein Zeichen bleibt. Wir werden es ja – ggf – verfolgen können. Auch ein Zeichen in die richtige Richtung ist besser als gar keines.

      • tststs sagt:

        Sorry, aber ich finde es eben ein schlechtes Zeichen, wenn man Männer (und Sie wissen ja alle, es geht mir hier nicht um Geschlechterbashing) dafür lobt, was andere schon (aus Zwang!) seit Jahrzehnten machen! Ein wirklicher Fortschritt wäre zB gewesen, wenn Hr. Dürr sich für ein Jobsharing seines Berufes mit einem anderen Papi stark gemacht hätte und dann wirklich sich auch um die Familie kümmern könnte (also vor Ort, anstatt nur finanziell), sprich an 2-3 Tagen pro Woche…

      • pixel sagt:

        Ts: wieso aus ZWANG???

  • Alfred Brand sagt:

    Wenn ich meinem Arbeitgeber eröffnen würde, dasArbeitspensum um 10% zu reduzieren zu wollen, natürlich ohne Lohneinbusse… Mensch gäbe das anfänglich ein Gelächter! Hielte ich ernsthaft an meiner Forderung fest, würden ich wohl schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt. Ich finde Dürrs Anspruch auf ein 10% reduziertes Arbeitspensum bei vollem Lohn einfach nur unverschämt! Wäre ich noch in Basel, bekäme er meine Stimme unter diesen Umständen niemals. Und sowas will ein volksnaher Regierungsrat sein.

  • Sportkrücke sagt:

    Das einzige Problem, dass ich habe: „ohne Lohneinbussen“. Warum? Ich selber arbeite auch Teilzeit, es ist selbstverständlich, dass ich anteilmässig weniger verdiene. Warum das bei einem Politiker anders sein soll, sehe ich nicht ein…

    • gowa sagt:

      Ich bin genau auch der Meinung, wer nicht 100 prozent Arbeitet auch dem entsprechend weniger Lohn kriegt, besonders bei so Ueberbezahlten Stellen, deren Lohn ja immer gerechtfertigt werden sie hätten so eine grosse Verantwortung.

    • Lina More sagt:

      Ganz deiner Meinung. Ich bin auch nicht scharf drauf, nach der Arbeit oder am Wochenende alle Hausarbeit erledigen zu müssen. Deshalb arbeite ich (wie von Baschi Dürr vorgeschlagen) 90% – zu 90% Lohn!

      • Nina sagt:

        Ich glaube nicht, dass Baschi Dürr weniger als 100% arbeiten wird – mehr als 42 Stunden Arbeitszeit wird er so oder so investieren – er möchte keinen Teilzeitjob, sondern flexible Arbeitszeiten. Unglaublich, dass so etwas heutzutage einfach nicht verstanden werden will.

      • pixel sagt:

        korrekt!

      • pixel sagt:

        Wobei ich nachträglich hinzufügen möchte, dass das Nina, was Sie (und ich) ansprechen, tatsächlich nur für Positionen gilt, die sich im Schema einer Kaderstufe bewegen und somit an das Prinzip halten: Der geforderte und erwartete Einsatz definiert sich nicht über die Prozentanstellung, sondern über die Notwendigkeit und das tatsächliche Arbeitspensum – oder anders, am Grad der Verantwortung.

    • Nico Meier sagt:

      Wer das Gefühl hat ein Job wie der eines Regierungsrats sei mit 42 Stunden pro Woche zu erledigen der irrt sich gewaltig.
      Wenn Dürr einen halben Tag ausserhalb des Büros ist,so mus er die Arbeit in er restliche Zeit erledigen, da ihm diese niemand abnehmen wird.
      Ist Kinderbetreuung in den Augen der Linken ausschliesslich Frauensache?

      • tststs sagt:

        „Regierungsrats sei mit 42 Stunden pro Woche… “ Natürlich… wie sollte Hr. Dürr es sonst schaffen, „nebenbei“ noch zu arbeiten?

    • Sportpapi sagt:

      Der Mann arbeitet deswegen sicher nicht weniger. Steht er der Familie halt am Abend weniger zur Verfügung. Insofern ist es sogar fragwürdig, dass er das so herausstreicht im Wahlkampf. Und der Ärger der SP-Frauen sicher auch gerechtfertigt.

      • pixel sagt:

        Richtig Sp, wahrscheinlich wird er unterm Strich nicht weniger arbeiten. Immerhin aber, kann er an einem halben Tag zusätzlich seine Kinder geniessen. Ich verzeichne das als Plus. Und wäre es in meiner Beziehung (meinem Partner) mögich, dies so umzusetzen, würde ich es ihm wünschen und es unterstützen.

      • tststs sagt:

        Aber Pixel, da widersprechen Sie sich doch: „nicht weniger arbeiten“ „zusätzlich seine Kinder geniessen“. Wie SP schon geschrieben hat, die Zeit fehlt dann anderswo. Vorallem ist dies ja nur bis zum 4/5/6 Lebensjahr zusätzliche Zeit mit den Kindern, danach sind sie in der Schule/Kindergarten etc. Oder geht es darum, dass die Frau an diesem Tag arbeitet? Fragen über Fragen…es fehlen einfach die Infos…

      • pixel sagt:

        Ich widerspreche mir überhaupt nicht, ts. Kinder gehen meist irgendwo zw 7.30-8pm schlafen. Oft sind Arbeitstage so lang, dass man es nicht schafft, sie überhaupt noch zu Gesicht bekommen. Wenn man also die Flexibilität hat, dann kann man auch abends, wenn die Kinder schlafen, das Eine oder Andere erledigen. Ich verstehe nicht, warum das wiederum so schwer zu verstehen ist…??

      • tststs sagt:

        Und auch hier wohl ein kleines Missverständis: Sie sprechen ja jetzt von der „Qualitytime mit den Kindern“? Nicht von Hilfe in Haushalt etc… Ich mein, was hätten Sie lieber: Fall a) Papa passt unter der Woche einen halben Tag auf die Kinder auf, Mama kann arbeiten gehen, Papa fehlt dafür am Abend/Wochenende; Fall b) Kinder sind einen halben Tag pro Woche mehr im Hort, Mama geht arbeiten, Papa geht arbeiten, beide haben am Wochenende und am Abend frei…

      • Stadelman Reto sagt:

        Aber die Taktik geht auf. Die SP Frauen rennen voll in die aufgestellt Falle herein. Aber egal ob er nun wirklich für die Kinder da sein will oder nicht: Die SP Frauen haben wieder einmal dargestellt, dass sie keine gleichen Rechte wollen und den Mann als Unmensch sehen. Damit haben Sie mir persönlich einen grossen Gefallen getan. Sie haben ihre Masken der Gleichberechtigung abgenommen und darunter ist (für alle sichtbar) eine hässliche Fraze zum Vorschein gekommen…

      • tststs sagt:

        „Die SP Frauen haben wieder einmal dargestellt, dass sie keine gleichen Rechte wolle“ Ja so kann man es natürlich auch sehen… oder dass sie sich darüber beschweren, dass „4h/Woche“ als „gleiche Rechte“ (Resp. Pflichten) dargestellt werden…. Nochmals, das, was Hr. Dürr macht, machen andere Frauen und Männer schon seit Jahrzehnten! Selbstverständlich soll man Hr. Dürr dafür nicht tadeln, aber gerade loben muss man ihn dafür weiss Gott nicht…

      • pixel sagt:

        TS: Aus Sicht des PAPAs ist es doch am besten, er kann überhaupt mal einen halben Tag zumindest ZUSAETZLICH zu den Woenden die Kinder bei sich haben. Nochmals: aus SIcht des Papas. Wenn ich, als Mutter, mich uneigennützig zeigen will, dann haben eigentlich keine von Ihren beiden erwähnten Fälle Bestand. Es geht hier nicht um mich, es geht darum, dass es den Kindern und dem Vater guttut. Und um das zu unterstützen nehme ich in der Tat in Kauf, dass ich auf einen oder zwei Abende als Partnerin verzichten muss.

      • tststs sagt:

        @Pixel: Ich denke, wir sind uns da einig, dass jeder seine persönliche Mischung finden muss! Und dass man als Partner sowieso ultraverständisvoll sein muss, wenn der andere sich in der Politik stark machen will, sll an dieser Stelle auch einmal erwähnt werden!

        Und sehen Sie: schon stösst es mir wieder sauer auf: Dieser Mann hat „alles“ guter Job, gutes Prestig (Politik), Familie, schönes Zuhause (behaupte ich mal); dass kann er aber nur haben, weil seine Partnerin wohl seeeehr verständisvoll und engagiert ist! Aber ER wird lobend wegen 4h erwähnt 😉

      • tststs sagt:

        @P i x e l: Ich denke, wir sind uns da einig, dass jeder seine persönliche Mischung finden muss! Und dass man als Partner sowieso ultraverständisvoll sein muss, wenn der andere sich in der Politik stark machen will, sll an dieser Stelle auch einmal erwähnt werden!

        Und sehen Sie: schon stösst es mir wieder sauer auf: Dieser Mann hat “alles” guter Job, gutes Prestige (Politik), Familie, schönes Zuhause (behaupte ich mal); dass kann er aber nur haben, weil seine Partnerin wohl seeeehr verständisvoll und engagiert ist! Aber ER wird lobend wegen 4h erwähnt

      • tststs sagt:

        Die Antwort kommt, P i x e l, weiss auch nicht, worans liegt…

      • Sportpapi sagt:

        Richtig ist aber schon, dass man bei Frauen als Regierungsrätinnen das gleiche eher weniger positiv besprechen würde. Aber ich bleibe dabei: es ist schlicht und einfach keine Meldung wert.
        @tststs: Natürlich braucht es eine Partnerin, die das akzeptiert. Allerdings ist aber wohl auch ein Lohn vorhanden, der viele Freiheiten bietet.

    • Tomas sagt:

      Es geht doch ums Prinzip. Der Mann will einen halben Tag pro Woche Zeit für seine Kids, nehme ich an, und nicht mehr bezahlte Freizeit. Es sollte also heissen, dass der halbe Tag flexibel mit Überstunden kompensiert wird, dann ist alles in Ordnung. So wie es im Artikel steht hat man das Gefühl, dass man da Zwei Tage im Monat unbezahlt frei bekommt, das sind immerhin 10 % Bonus, und das tut dem Anliegen eigentlich eher schaden.
      Was ich aber nicht verstehe ist, wie jemand der PR Experte ist dermassen schwammig das Anliegen kommunizieren kann – ausser dass die Schwammigkeit genau das Ziel sei.

      • Christoph Lieberherr sagt:

        Das Problem ist doch, dass vom beachtlichen RR-Gehalt ein auch beachtlicherTeil an die Partei weitergegeben muss ! Der Arme hat wenigstens kapiert, dass seine eigenen FDP-Freunde ihn nicht wählen würden, wenn er nur 90% kassieren könnte. Blöd gelaufen. Ich habe selber lange Jahre 80% gearbeitet (bei 80% Lohn wohlgemerkt) und weiss selber, wie wenig waschen und putzen und einkaufen und kochen man tatsächlich in 4 Stunden kann, wenn man gleichzeitig noch permanent Kleinkinder mitnehmen und beaufsichtigen muss. Vergiss es, Baschi !

      • marie sagt:

        bei diesem gehalt muss hr und fr d nicht waschen und putzen, das tun andere im lohnverhältnis für sie 😉 mich würde es eben in der tat auch wunder nehmen, wie er die 4h mit den kids verbringt. wäre für die diskussion m.e. wichtig.

      • Mitleser sagt:

        @ Nico Meier

        „Wenn Dürr einen halben Tag ausserhalb des Büros ist,so mus er die Arbeit in er restliche Zeit erledigen, da ihm diese niemand abnehmen wird…….“

        Das ist aber bei fast allen Stellen so. Nicht nur beim Kader. Zumindest ist es in der Architektur so. Überstunden werden auch oft nicht bezahlt und können nicht kompensiert werden.

      • Tomas sagt:

        Da geht es doch nicht ums putzen, sondern um die Zeit die man mit den Kids verbringt.
        Wegen putzen muss niemand Teilzeit schaffen. Ich lebe allein, habe die Kids dreimal pro Woche bei mir und meine Wohnung ist beim Vollpensum jederzeit sauberer, als es zu der Zeit mit meiner Frau der Fall war – wobei sie nur 40% gearbeitet hat und einmal pro Woche sowieso erst noch die Putze kam.

      • Stadelman Reto sagt:

        Ich würde Herr Dürr niemals für seine „Leistung“ loben. 4h die Woche sind wirklich nicht die Welt. Es geht mir einfach darum dass ausgerechnet die SP Frauen, die davon reden die Männer sollen mehr Teilzeit arbeiten und Hausarbeit abnehmen, nun einen Mann der dies macht kritisieren. Das ist einfach keine Art und Weise wie man mit dem anderen Geschlecht umgeht, dass löst bei mir Unverständnis und eben auch scharfe Kritik aus.

  • Sven E. sagt:

    Anerkennung und berufliche Freiheiten für die private Kinderbetreuung stehen in den Augen der SP halt nur Frauen zu.

    • Markus sagt:

      blödsinn, sven. die beiden frauen sind, wie herr dürr, im wahlkampf. das wird’s sein. aber frau merli hat recht, wer diesen ball nicht aufnimmt, hat eine chance verpasst, in der frage der betreuungszeit vorwärts zu machen…

      • Andreas sagt:

        Die beiden SP-Frauen sind nicht im Wahlkampf. Eva Herzog wurde bereits im ersten Wahlgang mit dem besten Resultat aller Kandidierenden gewählt. Elisabeth Schneider ist vor vier Jahren aus dem Regierungsrat ausgeschieden.

  • Carl sagt:

    Guter Artikel! Das wohl erste Role Model für junge Männer was Hausarbeit angeht. Und dass ihn SP Politikerinnen nicht mögen, macht es nur noch besser. Für ein erweitertes Rollenbild brauchts deren Absolution nämlich nicht, die können ruhig mal schweigen.

    • Sina sagt:

      Und woher wissen wir, dass der gute Baschi an diesem halben Tag nicht einfach nur ausschlafen, in Ruhe frühstücken und die Zeitung lesen will? Natürlich ohne Lohneinbussen, ist ja schliesslich ein Mann und erst noch FDP!

      • Peter sagt:

        Ja das schreib eine Frau, aber Sie kennen Herr Dürr nicht, sonst würden Sie das nicht schreiben. Warum soll ein Mann nicht auch Kinder betreuen und Wäsche machen. Schliesslich leben wir Männer ja auch nicht auf dem Mond. Klar, früherschaute man (leider) etwas komisch auf solche Männer, aber die Zeit ist nicht stehen geblieben und jetzt neidisch zu seine bringt überhaupt nichts

      • Stadelman Reto sagt:

        Und woher wollen Sie wissen, dass das die Teilzeitfrauen nicht alle auch machen? Ich hoffe Sie sehen ein wie dämlich ihr Statement ist.

      • tststs sagt:

        Naja, so abwegig ist der Gedanke von Sina ja nicht (und er gilt gleichermassen natürlich auch für Frauen). Aaaalso, wenn ich es richtig verstanden habe, hat er es die letzt Legislatur auch schon so gemacht. Wir können also davon ausgehen, dass seine Kinder min. schon 4 Jahre alt sind (ausgehend von 4 Jahren Legsilaturzeit), dh. einige sind bereits in der Schule versorgt, die anderen spätestens Mitte Legislatur… Und was macht er dann an diesem halben Tag? 😉

      • marie sagt:

        …ich gehe davon aus, dass er nicht staubsaugt, da er eine person angestellt hat, die putzt (bei 300’000.– jahresgehalt, nur eine logische schlussfolgerung). 😉

      • Stadelman Reto sagt:

        Abwägig ist der Gedanke überhaupt nicht. Aber es geht mir hier ums Prinzip! Stellen Sie sich vor ein Mann würde behaupten eine Hausfrau schlafe immer aus und gehe nur „Käffelen“… Umgekehrt darf der Vorwurf aber einfach so gemacht werden?

      • tststs sagt:

        Jaaa, Hr. Stadelmann, ist es denn nicht so, dass viele Männer/Menschen sich den Mutterjob als ein bisschen Erziehen, ein bisschen Putzen und gaaaanz viel Käffele mit den anderen Mütter vorgestellt haben? (Wichtigstes Indiz: der Job wurde/wird nicht bezahlt und hat fast immer noch null Prestigewert…)
        😉

      • Sportpapi sagt:

        „Wichtigstes Indiz: der Job wurde/wird nicht bezahlt und hat fast immer noch null Prestigewert…“ Wenn man es als Job sehen will, dann ist er meistens recht gue bezahlt. Oder wovon leben denn die Hausfrauen? Und „immer noch“ null Prestigewert. Ist es nicht viel eher so, dass eine Hausfrau und Mutter ehemals sehr angesehen war? Und gerade bei vielen Männern heute noch, oder?

      • tststs sagt:

        „Wenn man es als Job sehen will, dann ist er meistens recht gue bezahlt“ Also natürlich gibt es einige Männer (oder eben, as usual, auch den umgekehrten Fall), die Ihren Frauen einen Lohn bezahlen (resp. in D macht das ja jetzt bald der Staat), aber in den meisten Fällen doch eher nicht (nur Kost und Logis werden übernommen *gg*)…und von gut (sprich: Stundenlohn ab 40CHF) kann wohl auch kaum die Rede sein… oder verstehe ich Sie falsch?

      • tststs sagt:

        Vor nicht allzulanger Zeit gab es eine CH-Werbung (wohl für einen Versichere), wo die Mutter unfallbedingt ausfällt und der Vater beginnt zu rechnen, was ihn das alles Kosten wird… Ich fand die Werbung deshalb klasse, weil sie versuchte, den „Wert des Mutterjobs“ auszurechnen; und eben mit der Konsequenz, dass dies nicht tragbar ist und man doch eher eine Versicherung dafür braucht… (zB was kostet eine Nanny für einen Tag, und könnte ich das meiner Frau auch bezahlen?)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Kost und Logis? Also in meiner Welt gehört das Familieneinkommen beiden Partnern zu gleichen Teilen. Wenn da nur Kost und Logis möglich ist, dann wäre wohl wirklich ein zweites Einkommen anzustreben. Dringend!

    • Sina sagt:

      Herr Stadelmann, bei Teilzeithausfrauen gibt es im Normalfall niemanden, der die Hausarbeit für sie erledigt, wenn sie das nicht selber tun. Bei Männern schon. Und wer einen Kommentar als „dämlich“ bezeichnet, nur weil er nicht gleicher Meinung ist, der sagt eigentlich ziemlich viel über sich selber aus.

      • Stadelman Reto sagt:

        Ihr Kommentar IST dämlich weil keine Fakten, nur Emotionen. Aber ich gebe Ihnen recht, es sagt eine Menge über mich aus. Nämlich das ich nicht viel besser bin als Sie. Touché

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