
Gehören Babys wirklich überall hin?
Bevor wir Eltern wurden, gehörte der gemeinsame Ausgang für meinen Mann und mich, wie für die meisten Paare, zum Courant normal. Seit wir Kinder haben, sind die Gelegenheiten seltener und damit wichtiger geworden. Wären mein Mann und ich der Schweizer Fussball, so hätten diese Ereignisse den Stellenwert eines Auswärtsspiels der Nationalmannschaft gegen, sagen wir, Brasilien. Die Vorfreude ist gross, die Vorbereitung solide. Freunde des Sports halten sich den Abend frei.
Nun hatten wir jüngst mal wieder das Vergnügen. Der Mannschaftsbus lieferte uns in einem unserer bevorzugten Restaurants ab, wo wir uns bei Wein und erwachsenen Gesprächen aufwärmen wollten. Am Nachbartisch sass ebenfalls ein Elternpaar. Im Unterschied zu uns, hatte dieses aber das Juniorenkader im Schlepptau: Ein knapp einjähriges Kind, das die ganze Aufmerksamkeit der Mutter absorbierte, welche es ununterbrochen angurrte und irgendwelche Rasseln vor seinen Augen schwenkte. Der Mann stocherte derweil missmutig in seinen Kalbsleberli mit Rösti und wartete vergebens auf das entscheidende Zuspiel der Gattin.
Bei der Art-Vernissage am Dienstag waren ähnliche Szenen zuhauf zu beobachten. Eltern, die mit verzweifelter Miene versuchen, gleichzeitig Kunst anzuschauen, ihre Babys zu beruhigen und das aufgeschlossene Elternpaar zu spielen. Dabei ist es für einen Profi offensichtlich, dass da ein Anfängerfehler vorliegt.
Als ich Kinder bekam, fragten mich meine allesamt kinderlosen und mit Kindern unerfahrenen Freundinnen, warum Familien ihre Leben so sehr umstellen und alles auf die Kinder zuschneiden. Das sei so spiessig. Man könne die Kleinen zu einem geselligen Abend doch einfach mitbringen?
Natürlich haben wir das, wie die meisten jungen Paare, ausprobiert. Und es war dann etwa so, wie wenn ein Kettenraucher einen Event der Anti-Tabakliga besucht: dauernd muss er nach draussen rennen, um eine zu paffen und fragt sich dabei, was er hier verloren hat. Genauso, wie Eltern bei solchen Essen dauernd von ihren Babys abgelenkt werden, mit Windeln wechseln, Cracker füttern oder indem die Kleinen zum Zwecke der Beruhigung herumgeschleppt werden müssen.
Also fügte ich mich ins Spiesser-Schicksal und trenne heute den Bereich Familie und Gesellschaft. Nicht, weil ich nicht zur Generation Cookie (Cool with Kids) gehören möchte, wie die «SonntagsZeitung» sie jüngst porträtierte. Diese, so argwöhnte die Zeitung, verstehe ihren Nachwuchs als Accessoire und schleppe ihn deshalb zu Vernissagen, Ladeneröffnungen und in coole Restaurants. Aber ist das wirklich so? Oder sind diese Empfindlichkeiten nur Auswüchse unserer missmutigen, kinderfeindlichen Gesellschaft?
Ich denke eher, es geht weniger um Mode, als um den Versuch junger Eltern, sich von der neuen Lebensform nicht einschüchtern zu lassen. Immerhin lernen die meisten Paare schnell, dass allen gedient ist, wenn man nicht versucht, den neuen Elternlifestyle mit dem alten Ausgangs-Ich zu kombinieren. Spätestens dann dürfen sie sich zur Elite des Sports rechnen.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Ich bin vollkommen mit Jo Mooth einverstanden. Hinterfragt doch auch mal eure eigenen Meinungen, nicht nur die der Anderen.
Persönlich hab ich nichts gegen Kinder. Ich weiss nichts mit Ihnen anzufangen und herzig finde ich sie auch nicht. Vielleicht ändert das mit dem Alter, ich lass mich überraschen. Grundsätzlich stören sie mich auch nirgends. Was ich im Artikel falsch finde ist der Ausdruck “kinderfeindliche Gesellschaft”. Ich will einfache kein Kinder, nicht weil ich sie nicht mag, sondern weil ich mich in meinem Leben selber verwirklichen will und mir die Zeit der Erziehung zumindest im Moment eher als Hindernis denn als Pluspunkt erscheint. Aber dem liegt wohl einfach eine andere Lebenseinstellung zu Grunde.
Vielleicht werden wir in zwanzig Jahren eine Europride für “Kinderhasser” organisieren müssen bis endlich alle Lebensformen toleriert werden.
Mich wunderts, dass noch niemand auf die Vorteile von Kindern gestossen ist: Endlich hat man eine gute Ausrede, nicht an eine langweilige Vernissage zu gehen, die ewiggleichen Discobesuche (wo eh nur noch Gammelfleisch rumsteht) kann man auch endlich mit gutem Gewissen auslassen. Und das dümmliche Geschwätz auf einer Party, wo alle zumindest beschwipst sind, muss man sich auch nicht mehr anhören. Ab und zu kann man es sich ja wieder mal antun und dann weiss man wieder, warum man normalerweise diese Dinge nicht mehr tut.
Aber auf die Theater- und Balletbesuche mit meiner Tochter freue ich mich schon sehr! Diese habe ich als Kind geliebt und stillsitzen war niemals ein Problem für mich. Mal gucken, ob meine Tochter das auch mag, oder doch lieber mit Papa aufs Fussballfeld will *zwincker.
@Thom Dahinden – mag ja sein (dass es im ausland weniger kinder an “erwachsenenanlässen” hat dafür ist die familien-bzw die nachbarstruktur noch intakt – dh. die kinder können dort auch mal beim nachbarn abgegeben werden.. ich stamme selber aus “dem süden” (wenn auch etwas weiter als italien) und ich habe keine probleme meine kinder meinen türkischen, marokkanischen oder kolumbianischen nachbarn und bekannten für einen abend oder auch mal über eine nacht zu überlassen (habe keine familie mehr in ch)! in der schweizer familie heisst es dann oft, dass die “grossmutter” halt dann auch noch in den ausgang will oder in sharm in den ferien ist… ich habe vor 2 monaten ein baby bekommen – zum glück haben wir fast ausschliesslich “ausländer” im haus.. denn da stört das abendliche schreien meines babys definitv nicht
@siebenmann daniel
Ganz Deiner Meinung. Ich liebe es mit meinem Mädchen (14 Monate) zusammen zu sein. Ich wollte Familie und ich finde nicht, dass mir irgendetwas abgeht dabei – im Gegenteil
@siebenmann daniel
Ganz Deiner Meinung. Ich liebe es mit meinem Mädchen (14 Monate) zusammen zu sein. Ich wollte Familie und ich finde nicht, dass mir irgendetwas abgeht dabei – im Gegenteil. Und meinem Mann geht es genau so. Er hat seinen Job auf 20% reduziert und ich arbeite 80%. Zuerst schauen wir was unser Kind braucht.
Und ja, wir nehmen sie beinahe überall hin mit – wenn es für sie stimmt, ist es auch für niemand ein Stress und sonst wird umdisponiert. Wenn irgendwo so ein Anti-Kind-Mensch (aus welchen Gründen auch immer) rumsteht, dann soll der seine Probleme nicht zu meinen machen.
Und mein Kind stresst mich nicht, nervt nicht und ich will auch nicht ohne sie irgendetwas – aber ich kann auch ein treffen mit einer Freundin geniessen mit und ohne Kind. Familie/Kinder ist für mich keine Wahl – es ist ein Bedürfnis.
Letzten Samstag war ich an einem Live-Konzert “Christina Stürmer” in Pratteln. Ich habe da eine CD von CS ich schätze ihre Liedertexte sehr. Das Live-Konzert war echt frustrierend für mich, nicht wegen Christina Stürmer, diese grellen Scheinwerfer haben mich gestört. Einige Erwachsene sind auch mit kleinen Kindern erschienen, wie ist es denen wohl ergangen, es war auch extrem laut, gut Ohrenstöpsel konnte man beziehen.
In Italien wurden ja die Babys mitgenommen ins Kino. Ist wahrscheinlich ein Problem der Mütter, die nicht loslassen können, da liegt es doch an den “Söhnchen” sich abzunabeln.
Hab wieder was gelernt, die CD von CS höre ich mir zu Hause an, bei romantischem Licht und Kerzen, da kann ich dabei die Beine noch hochlagern.
wenn ich ins kino will, will ich einen film ankucken und nicht herumrennende kids erleben. wenn ich kids erleben will, dann hüte ich (übrigens gerne) die patenkinder. alles hat seine zeit und seinen ort. man braucht doch die kinder nicht überall hinzuschleppen und sich und anderen die zeit zu vergällen.
schade, wirklich schade, dass es länger je kinderunfreundlicher es wird.
simone hat geschrieben: “dass erziehung fuer viele ein rotes tuch ist, welches im namen einer pseudo-demokratischer-antiautoritaerer Familien”filosofie” wie die pest gemieden wird. das ergebnis haben wir alle vor den augen.” kann ich nur unterschreichen.
ich selbst bin 17monate lang nicht weggegangen. aber irgendwann, kommt doch der zeitpunkt an dem auch ein kind unter das volk kommen muss. am “west-fest” (wohlgemerkt tagsüber) musste ich einige kommentare hören, obwohl das ja ein volksfest ist und kinder gehören doch auch ins volk.
ich bin kürzlich das erste mal mit dem 18mt alten kind in eine einfache pizzeria gegangen. ist das nun verwerflich, hätte ich das nicht machen dürfen? auch wenn das kind halt die nudeln mal umsich wirft?
ist ja logisch, dass eine familie nicht in ein “in-restaurant” in zürich gehört. hingegen sollte eine familie auch bedenkenlos ans zürifest gehen können, ohne sich dauernd herablassende kommentare anhören zu müssen.
und apropos andere länder? war schon jemand mal in australien? das nenne ich dann kinderfreundlich, in öv, restaurants, etc überhaupt kein problem.
Ich sehe eigentlich kein Problem, dass man kleine Kinder mit in die Öffentlichkeit nimmt. Jedoch gibt es klare Grenzen. Am Abend das Kino ist so eine Grenze und ohrfeigen könnte ich die Eltern, die an einem OpenAir oder Konzertbesuch ihre Kleinen mitnehmen. Nicht das ich das denen missgönne, sondern um deren zarten und unverbrauchten Ohren! Das nämlich, nenne ich verantwortungsloser Egotripp.
Ich denke auch dass das Problem erst in den letzten Jahren besteht, weil einige Eltern scheinbar nicht mehr so sensibel sind, wenn sie Kleinkinder ausführen. Insofern muss ich mich korrigieren: nicht Kleinkinder nerven bisweilen, sondern deren Eltern. Manche scheinen das Bedürfnis zu haben, ihre Sprösslinge der ganzen Welt zu zeigen. Dabei loten sie Grenzen aus: schliesslich gibts auch Babies, die im Kino nicht sofort losschreien, mal sehen, wies bei meinem ist. Auch meinen sie zu wissen, dass es Zugspassagiere gibt, die es nicht stört, wenn wer sein Baby im Zugsabteil wickelt, mal sehen, ob das hier grad auch so ist. Usw. Umgekehrt gibts auch Dinks, die warten nur drauf, dass sie ein Kind nervt. Zu südlicheren Gefilden kann ich noch sagen, dass Kinder dort oft folgsamer sind. In Italien z.B. rennen sie eher seltener in der Pizzeria rum als hier.
Wir hatten das Glück, dass unser Sohn so ab Monat zwei oder drei abends ganz tief schlief. So konnten wir mit ihm in der Auto-Babyschale ins Restaurant und ins Kino – der schlief friedlich. Doch eben, etwa ab Monat sieben begann sich der Schlafrhythmus umzustellen und das war’s dann! Vier Jahre später sind wir wieder gemeinsam ins Kino und seit da weiss ich immer ganz genau, was im Kino läuft, was mir beim smalltalken allerdings auch nichts nützt, da es dort immer nur um Filme für Erwachsene geht. Aber seit das Kind laufen kann, sind wir jeweils immer in 10 Minuten durch ein Museum durch und da bleibt eben immer noch viel Zeit fürs Kino. Spassmengen meiden wir allerdings. Wo sich Erwachsene (ersten und letzten Mal) an der Streetparade zentimeterweise durch die bebauchten und beschulterten Massen schieben, wetzt nämlich ein kleineres Kind samt Ohropax supereasy durch die Tanzbeine hin und weg. Und deshalb, nicht aus Rücksicht oder pädagogischem Bewusstsein, darf ich doch für mich behaupten, dass ein Ausgang auf die Quartierwiese eine wunderbare Erholung ist vom Arbeitsalltag und von der ganzen kinderlosen Welt.
Wir haben uns von Anfang an für die Bedürfnisse der Kinder entschieden und zwischen “kindertauglichen” und andern Anlässen klar unterschieden. Die letzteren haben wir eben ausgelassen. Wir sind damit gut gefahren und hatten nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Der Spass hört übrigens spätestens dort auf, wo sich andere Teilnehmer durch weinende, quengelnde oder herumtollende und lärmende Kinder gestört fühlen.
An der letzten Street Parade standen mitten im Getümmel ein Vater mit seinen zwei Kleinkindern. Die Musik war ohrenbetäubend laut – die Kleinen schrieen wie am Spiess und hatten panische Angst. Die Menschenmasse war erdrückend, die Leute standen so eng beieinander, dass es einem zeitweise richtig “hochhob” und die Füsse den Boden nicht mehr berührten. Es gab kein Entkommen und keinerlei Chance für den Vater, seine Kinder da irgendwie rauszubringen… Es war mehr als nur fraglich, wie er auf die Idee gekommen war seinen Nachwuchs dorthin mitzuschleppen.
Ich sehe das übrigens jedes Jahr – Kleinkinder auf den Schultern ihrer Eltern und natürlich auch (fast) immer ohne Oropax.
Meidet doch einfach die Orte wo ihr wisst das Kinder nicht willkommen sind sofern dies möglich ist. Das merken alle Eltern ziemlich schnell, ausser sie haben keine Sensitivität gegenüber der Umwelt entwickelt. Ich stimme überein mit den Aussagen dass Kinder unters Volk gehört. Einfache Argumentation wenn jemand wegen Kk motzen will: Er/sie wird in Zukunft für die AHV blechen und selbst evt gar keine mehr kriegen. Ich muss jedoch sagen dass in anderen Ländern der Umgang mit Kk im Ausgang und auch im normalen Leben viel herzlicher ist. Löblichstes Beispiel ist Brasilien, wo Kinder (fast) ausnahmslos willkommen sind. Sei es beim Check in im Flughafen, im Restaurant, auf Festen, etc. Vielleicht weil die Kinder merken dass jemand Freude an ihnen hat miachen sie sich viel mehr unter die Leute und machen nicht auf Effekthascherei bei den gestressten Eltern. Was letztlich zu einem Teufelskreis führt. Sonst rate ich einfach fernbleiben, Babysitter anstellen und einfach mal wieder auf den Putz hauen. Ohne Kind.
Es geht ja nicht nur um die (gestressten) Eltern oder um die (gestressten) Gäste, Kunden, Umfeld etc.. Ich frage mich doch sehr, was ein Kind abends oder auch mittags in einem Restaurant zu suchen hat. Ein Restaurant soll für das Kind mal etwas Spezielles sein und geeignet, wenn es grösser ist. Und wenn wir schon mal weggehen, was circa 1-2mal im Monat vorkommt, dann geniessen mein Mann und ich die Zweisamkeit und die Erwachsenengespräche und die Zeit ohne Kind. So sehe ich das auch bei den Vernissagen. Ich möchte ja auch nicht, dass mein Sohn mal ein Kulturbanause wird, aber Kleinkinder profitieren doch nicht, wenn man sie an eine Vernissage schleppt. Vielleicht geht es bei diesem Typus: Ich-schleppe-mein-Kind-überall-hin auch um den Jöö-Effekt?
Dann gibt es ja auch noch Festivitäten, welche auch für Kinder sind und diese besuchen wir seinetwegen.
Ich finde ja diese Rubrik noch spannend – allerdings zeigt dieser Artikel, dass es auf der einen Seite mit dem gesunden Menschenverstand offensichtlich nicht mehr allzu weit her ist und auf der andere Seite das wahre Spiessertum immer noch tief verankert. Also wir nehmen unser Kind manchmal mit und manchmal auch nicht. Anlässe lassen sich da nicht generell kategorisieren – vielmehr spielt das unmittelbare Befinden von Eltern und Kind eine Rolle. Natürlich gibt’s auch absolute No Go’s – wer geht schon mit nem Kleinkind in ne verrauchte Bar?!
Habe mich eigentlich geweigert diesen Artikel zu lesen, habs trotzdem gemacht und ich bereue es. Aber eins möchte ich loswerden. Alle die hier etwas geschrieben haben, ob negatives oder positives, ihr wart auch allesamt mal kleine Bengel, rotzgören und schreihälse. Aber vielleicht war das früher kein so lebenserhaltenes Thema wie heutzutage. Vermutlich gabs früher auch nicht so viele Psychologen wie heute, die allesamt der Meinung sind, dass die gesamte Weltbevölkerun ihre Meinung hören müssen.
Ps. Lieber ein Kindergeschrei als das gelalle von besoffenen.
@Jochen Baumann: Die Europride mit einem Kinder-Hassverein zu vergleichen zeugt von völligem Missverständnis bezüglich der Themen Liebe – und Hass. Es ist ganz gut, dass Sie Kinder nicht mögen und keine wollen, es ist besser so – für alle.
Kinder sind eine unvorstellbare Bereicherung fürs Leben. Aber an manche Orte gehören sie halt einfach nicht hin. Und abends gehören sie irgendwann ins Bett. Selbst als Mama stört es mich, wenn ein Kleinkind abends das ganze Restaurant “unterhält”. Sind sie aber grösser oder gut erzogen ist das doch kein Problem. Meine grosse Tochter habe ich auch mit auf den Gurten genommen. Da war sie 3 Jahre alt. Das dauerte nur einen Tag, Jovanotti war grossartig,sie hatte Ohrenstöpsel, jede Menge Spass und die Grosseltern waren auch dabei. In Holland z.B. kümmert sich jeder um alle Kinder, da wird nicht gross zwischen eigenen Kindern und Nachbarskindern unterschieden. Erziehung ist nun wirklich nicht so schwierig. Kinder sind intelligent, lernen schnell und wollen ihren Eltern Freude bereiten. Würden wir diese Verantwortung konsequenter wahrnehmen würde sich die Frage von störenden Kindern vielleicht gar nicht stellen.
Als 2fache Mutter ist meine Meinung: Verstand einschalten und dann entscheiden, ob ein Event nun auch mit Baby, Kleinkind, Teeny möglich und für ALLE ein Genuss ist, oder ob man vielleicht doch einen Babysitter organsiert oder gleich ganz darauf verzichtet. Ich habe meine Kinder auch schon an Rockkonzerte mitgenommen – jedoch bloss an kleinere Club-Gigs. Ins Kino würde ich im Leben nie mit einem kleinen Kind gehen, ausser einen Kinderfilm anschauen. Vernissage, Hochzeits-Apéro, 70igster etc. ? kein Problem – bei uns, kommt halt auch auf die eigenen Einstellung, Fähigkeit und den Charakter der Kinder an.
Meine Devise ist – aufs Bauchgefühl hören, nachdenken und dann entsprechend handeln. Unsere Kinder kamen und kommen somit zu rund 95% aller Anlässe mit und bislang gabs noch nie Probleme.