
So könnte es heute Nachmittag am Zürcher Bellevue aussehen: «Nurse-in» in Paris. (Foto: AFP)
«Bist du ein Vorbild?», so die grosse Frage auf der Homepage. Nun ja, ich gebe mein Bestes, meinen Kindern möglichst oft eines zu sein, und zwar ein gutes. Ich esse anständig, trage neuerdings einen Velohelm, gehe nicht bei Rot über die Strasse… Doch halt, all das wäre gar nicht nötig. Nein, ich muss nur heute Nachmittag ans Zürcher Bellevue fahren, auf einen Signalton hin meine Brust entblössen, mein Baby zwei Minuten lang stillen und anschliessend wieder von dannen ziehen – und schon darf ich mich stolz Vorbild einer ganzen Generation junger Mütter und Väter nennen. Das finden zumindest die beiden Hebammen Susan Rodriguez und Miriam Wille, die den für heute geplanten Stillmob ins Leben gerufen haben.
Zur Klärung: Ein Stillmob ist ein Flashmob mit Stillenden, also laut Wikipedia ein «kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei dem sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun». In dem Fall eben ihr Baby stillen. Oder zur Not eine Puppe – wie auch immer das funktionieren soll. Hauptsache, der Menschenauflauf wird möglichst aufsehenerregend, schliesslich soll eine Botschaft transportiert werden. Denn laut Rodriguez und Willi wird das Thema Stillen heute vernachlässigt, ja es sei viel zu wenig über seine positiven Auswirkungen auf die Kinder bekannt. Zudem «zeigen Schweizer Statistiken, dass nur noch rund die Hälfte der Frauen ihre Säuglinge länger als drei Monate stillt. Die WHO empfiehlt mindestens sechs Monate. Studien zeigen, dass fehlende Vorbilder einer der Gründe dafür sind.»
Die beiden Frauen scheinen in einer anderen Welt zu leben als ich. In meiner nämlich ist Stillen ein Dauerthema. Unter Müttern sowieso, schon während der Schwangerschaft wird man fortwährend gefragt, ob man sein Kind stillen wird, und die Fragerei nach der Brustfütterung hört bis zum ersten Geburtstag des Kleinen nicht auf. Aber auch der Rest der Gesellschaft hat das Thema seit einigen Jahren auf dem Radar: Kinderlose und Eltern, Jung und Alt streiten sich engagiert über Stillverbote in Restaurants oder die positiven und negativen Auswirkungen des Langzeitstillens. Keiner, der keine Meinung dazu hätte und sie nicht jederzeit mitzuteilen bereit wäre.
Bleibt also noch das Argument, dass es dringend Still-Vorbilder brauche, die ihre Kinder nicht bereits nach drei Monaten abstillen. Die gibt es durchaus, allerdings verkriechen sie sich in der Regel lieber in eine ruhige Ecke, anstatt sich zur Rushhour mitten auf dem Bellevue auszustellen. Gehen Sie mal an einem Nachmittag in einer Starbucks-Filiale einen Kaffee trinken: Da kuschelt sich in jedes zweite Sofa eine Mutter mit Baby an der Brust – und die Winzlinge sind beileibe nicht alle neugeboren. Im Übrigen empfiehlt die WHO zwar nach wie vor, das Baby sechs Monate voll zu stillen. Laut meinem Kinderarzt ist diese Regelung aber vor allem auf Drittweltländer ausgerichtet. In der Schweiz kann man problemlos nach vier Monaten mit der Brei-Zufütterung beginnen. Ja, immer mehr Experten raten sogar dazu, weil eine frühere Nahrungsmittel-Exposition Allergien mindern soll.
Damit wir uns richtig verstehen: Ich bin absolut überzeugt davon, dass Muttermilch gut ist für die Gesundheit des Babys – und dies über die ersten paar Monate hinaus. Meine Tochter habe ich deshalb sechs Monate voll- und danach bis zum vollendeten 11. Monat teilgestillt. Auch meinen sechs Monate alten Sohn teilstille ich immer noch. Und trotzdem finde ich die Idee des Stillmobs absolut jenseits. Weil Stillen einmal mehr mit missionarischem Eifer als das Alleinseligmachende propagiert und damit allen Müttern, die ihr Baby nicht stillen können oder wollen, unterschwellig ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Und weil der Anlass so etwas von Baby- und Mama-feindlich ist, dass es mir ein Rätsel ist, wie zwei Hebammen und angehende Stillberaterinnen so etwas auf die Beine stellen können.
Denn erstens weiss jede Mutter, dass gerade ganz junge Babys nicht nach der Uhr trinken. Gestern hatte das Kind um 16 Uhr Hunger, heute vielleicht um 17 Uhr, morgen um 16.30 Uhr. Die Idee des Flashmobs ist aber, dass die Aktion exakt aufs Startsignal hin beginnt, keine Sekunde früher oder später. Wer beim Stillmob mitmachen will, muss auf Kommando stillen, und damit das klappt, sein Baby möglicherweise vorher eine Weile hungrig schreien lassen oder es aus dem Schlaf reissen. Und die Aktion soll genau zwei Minuten dauern. Bloss: Gibt es auf dieser Welt irgendein Kind, das in zwei Minuten fertig gestillt ist? Kaum. Also heisst es nach zwei Minuten, das Baby gegen seinen Willen abzudocken. Das Geschrei ist vorprogrammiert. Und dies zu recht, denn was gibt es Grausameres, als dem kleinen Menschlein erst den Mund wässrig zu machen, bloss um ihm dann das Essen sofort wieder wegzunehmen? Auf dem Facebook-Auftritt des Stillmobs hat übrigens eine Mutter genau dieses Problem angesprochen und bekam die unbeholfene Antwort, sie müsse das Baby halt schon mal vorwarnen, «aber zugegeben, es ist eine echte Herausforderung».
Also, «Bist du ein Vorbild?». Nein, wenn du bei diesem Theater mitmachst, ganz sicher nicht.



Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 































































Da bin ich mit Dir einverstanden, Jeanette. Stillen ist Dauerthema, nicht Tabu. Still-Flashmob eine stupide Idee. Ich habe beide Kids 6 Monate voll gestillt und danach noch teilgestillt bis jährig. Trotzdem hab ich die Nase randvoll von all den Vorurteilen, Halbwissen und esotherischen Philosophien, die mehr für als gegen Stillen postuliert werden. Und in meinem Umfeld ist es zwar in der Tat so, dass die meisten Frauen wesentlich weniger lang stillten als ich (ich denke, die Mehrheit macht tatsächlich nur rund 3 Monate mit) – aber das liegt keinesfalls an mangelnden Vorbildern, sondern…
…an unserem Lebensstil und -rhythmus. Die erste Zeit beim Stillen ist meist recht happig, das stehen schon viele nicht durch. Und wer etwas länger durchhält, aber nach den 14 Wochen Urlaub wieder arbeiten muss – leider auch die Mehrheit -, gibt dann meist ziemlich schnell auf. Das ist die Realität, mit der stillende Frauen kämpfen.
Es ist anstrengend, andererseits aber auch praktisch. Die Nahrung steht immer bereit, in der richtigen Temperatur, auch nachts. Da kann die Mutter einfach das Shirt hochziehen und das Kind trinken lassen, das geht sogar im Halbschlaf, das ist wirklich sehr bequem.
Die Frau kann die Tagesration Milch für das Kind auf Vorrat abpumpen Nina.
Ich kann weder mit solchen Stillmobs noch mit diesen ständigen Stilldiskussionen etwas anfangen. Mütter die Stillen (ob nur ein paar Wochen oder LZS) bevorzugen, sollen es ohne Anfeindungen tun, die anderen ohne Anfeindungen eben lassen dürfen. Mit etwas mehr gegenseitigem Leben und leben lassen, etwas weniger Vorverurteilungen, dafür mehr Mit- und Füreinander statt Gegeneindander, mehr Toleranz, Akzeptanz, Rücksicht, Respekt, Verständnis, Anstand, Lockerheit und XMV auf allen Seiten würden solche Events und Diskussionen überflüssig und das Zusammenleben noch viel harmonischer und friedlicher!
die stillmafia hat mir damals vor zehn jahren schon die hölle heiss gemacht. noch mehr leute, die sich experten nennen zu kindererziehung und keine anderen themen mehr kennen -nein danke.
Nur so nebenbei habe ich aber schon manchmal das Gefühl, die Eltern heutzutage wissen nicht mehr so genau, was Kindererziehung eigentlich wäre. Ich habe heute einem Jungen lange erklären müssen, dass er doch bitte seine dreckig nassen Schuhe vom Sitzpolster im Zug nehmen solle, es würden gerne andere Leute mit vielleicht sauberen Kleidern nioch auf der Bank absitzen wollen. Dass man solche Dinge noch einem vielleicht Sechzehnjährigen beibringen muss?
Und Sie glauben wirklich, früher war alles besser? Da waren alle Sechzehnjährige brave Musterschüler? Alle total anständig und höflich zu älteren Mitmenschen? Und keinem wäre es auch nur im Traum in den Sinn gekommen, seine nassen Schuhe aufs Polster zu stellen? Klar…
Am Mittwoch Nachmittag Zeit für solche Aktionen aus solchen Gründen? Deren Probleme will ich haben…
Bist Du schwanger und hast ein Kind, so meint plötzlich die ganze Welt, Familie und Freundeskreis urbi et orbi, jeder Politiker, jede Politikerin, alle Glossenschreiber, Meinungsmacher und –zicken, zu wissen, was für Dich und das Kleine richtig ist, was falsch ist. Und wehe wenn Du Dich erdreistest, auf Deine zuverlässige Intuition zu hören, wehe wenn! Entweder wirst Du gemobbt oder der Mob rennt herum.
Lach, hab gerade so eine Idee! Wann endlich kommt der schöne Pamper’svoll Mob! Ist doch auch ein ganz natürliches, überlebens wichtiges, gesundes Bedürfnis das ausgelebt und veröffentlich werden muss – und damit das auchalle zur Kenntnis nehmen müssen, machen wir doch einen Pampers Mob (auch altmodische Stoffwindeln sind erlaubt), natürlich auch am Bellevue!
War nun jemand dort?
Stillen ist schon das Natürlichste und man darf das ruhig auch wieder mal in Erinnerung rufen. Aber nicht auf eine solche Art und schon gar nicht fordernd. Schliesslich muss doch jede Mutter selber wissen, was für sie passt.
Die Frage ist, warum stillt oder stillt man nicht? Die Freiheit besteht darin es selbst zu entscheiden und die Gesellschaft sollte beides respektieren. Stillen, nicht stillen, mit Grund oder grundlos…wer hat das Recht sich da einzumischen? Schade ist, dass man schief angesehen wird wenn ein Neugeborenes schon schoppen trinkt und auch wenn ein zweijähriger gestillt wird. Ach ja, wenn man genau sechs Monate stillt dann macht man es wohl richtig…Kämpfen wir doch darum, dass eine Mutter mit ihrem Kind sein kann, dass die Arbeitswelt Mütter eine Flexibilität gibt, die Möglichkeitenoffen lässt.
Meine ich nur oder ist es wirklich so: In letzter Zeit gibt es kaum noch Neuigkeiten, die der Rede wert sind? Bin nur ich es oder merken andere auch, dass die Zeitungen immer langweiliger, immer dümmer werden, immer mehr an oberflächlichem Geblödel ersticken
Dann müssen die Leute mit “e-vents” ihrem langweiligen, elektronischen Ersatzleben ein wenig Luft verschaffen. Man zerrt genug an den Haaren von einfachen, alltäglichen Dingen und erzwingt die Neuigkeit für die Tageszeitung.
vor dem Anzug eines Krieges wird immer auf dümmlich blödeln geschaltet….
War jetzt eigentlich jemand dort??
Wohl nicht… Hab auf meine Frage auch keine Antwort gekriegt… Hätt mich ja schon interessiert wie das denn nun war…
@Katharina,
Seit fast 15 Jahren erkläre ich meinen Freunden, dass wir unsere Armee werden mobilisieren müssen, wenn aus Osteuropa bewaffenete Gangsterbanden in die Schweiz vordringen.
Seit 8 Jahren sage ich meinen Freunden, dass wir die Armee werden mobilisieren müssen, wenn in Frankreich das Pensionskassensystem zusammenbricht und 100Tausende vor den sozialen Unruhen an unsere Grenzen flüchten.
Meine Freunde gehören zu den Linken und Netten UND/ODER zu den naiven und harmlosen. Man darf nicht darüber reden, dass unsere Armee bald notwendig sein wird.
Siehe Sonntagonline zum Thema:
http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2550/
ich weiss nicht, ob Sie Katharinas Kommentar nicht etwas zu wörtlich genommen haben….
Sobald eine Frau sich entscheidet Kinder zu bekommen, gehört ihr Körper nicht mehr ihr alleine. Sie teilt ihn dann mit Ihrem Kind und dem Mann der seinen Samen in der Frau Pflanzt. Die Brüste gehören als Nahrungsquelle dem Kind und es sollte selbst entscheiden wie lange.
Viele Frauen in der Schweiz sind durch die Emanzipation verdorben, und sich ihrer natürlichen Rolle gar nicht mehr bewusst, leben in einer irrealen Konsum-Welt, seit Erfindung der künstlichen Baby-Milch.
Emanze = Wunschkonzert, Wenn, Was, Wo, Wie und Wieviel ich will – einfach nur noch schrecklich – Pflichten nein Danke. Dabei vergessen sie wer das sagen hat, es ist die Natur die bestimmt – es gibt Frauen die sich gegen ihre eigene, von der Natur vorgegebene körperliche Natur wehren.
Nach dem Erbeben in Haiti haben Frauen Babys gestillt, von Müttern die ums Leben gekommen sind.
Auf in Seenot geratenen Schiffen haben Frauen Männer gestillt, damit diese nicht verdursten. – Natürlich würde eine CH-Emanze (Tussi) lieber sterben als das zu machen.
Ich saß auf ein Verkaufs-Inserat hin, in einer Bananenrepublik (nicht Schweiz, andere) bei einer fremden Familie, in der Stube mir gegenüber eine Mutter (hübsche Mulattin) und ihr Mann, der 4-jährige Sohn kurvte mit dem 3-Rad im Haus herum. Plötzlich stoppt er vor der Mutter, steht auf und zieht mit geübter Routine eine Brust seiner Mutter aus dem Kleid hervor. Lucky Luke würde vor Neid erblassen so schnell war die Brust draußen. Nuckelt sich genüsslich satt, und setzt sich wieder auf sein 3-Rad, ohne die große und volle Brust wieder unter das Kleid zu packen.
So saß ich ca. eine weitere halbe stunde einer Frau gegenüber, wo eine Brust aus dem Kleid hängt, die mit mir spricht wie wenn nix wäre (nicht die Brust). Da ihr vor lauter Täglicher Brustgeben-Routine gar nicht bewusst war das da noch was draußen rumhängt. Von der Gelassenheit und der Nahrungsquelle selbst, war ich sehr beeindruckt und fast neidisch auf den kleinen.
…und ich stelle die szene wie in einem film vor. hat was von fellini.
Die Milch – The Milk – La Leche
Milch lait Latte – Steht auf dem CH Milch Tetra-Pak
Das Milch lied:
http://www.youtube.com/watch?v=wKrt_BSGALk
Ja ich war dort
Hier der Video dazu http://www.youtube.com/watch?v=i2c_oY7J4J4. Es wurde übrigens kein Kind zum Stillen gezwungen, das sieht man auch auf den Videos, es sind etliche am Schlafen oder einfach auf dem Arm oder im Wagen. Es geht nicht darum irgendjemandem Druck zu machen. Als Vorbild fühle ich mich überhaupt nicht. Ich finde, es ist der falsche Slogan. Ich persönlich habe es einfach genossen, mal mit ganz vielen anderen Müttern zu stillen und mich daran zu freuen, dass ich nicht alleine bin, die diesen vollzeitjob macht. Soll sich niemand angegriffenfühlen.
Ach wie mutig und selbstbewusst sich diese Mütter mit ihren Schätzchen am Bellevue getroffen und diese ungeniert gestillt haben zu einem völlig entspannten friedlichen Still-Mob. BRAVO und ich bin sowas von stolz auf Euch tapfere Mütter die sich nicht haben abhalten lassen, eine klitzekleine Performance (hihi, doch doch) in der Zünftestadt hinzulegen!
Dankeschön Biene für das Filmchen das eigentlich alles sagt, was noch offen war.
..war die Frau mit den Zwillingen nicht Lea…?
WS:
War´s nun einfach eine Frage des Kamerawinkels, dass wir auf diesem Video nirgends die vielen, vielen Frauen sehen, die sich durch diese “Performance” – hochemotionalisiert und den Tränen nahe – in ihrem Mutter-sein angekratzt fühlen?
Falls Sie, wie ich, der Meinung sind, dass das nicht am Kamerawinkel liegt und dass gar keine der von Ihnen prophezeiten Sorte da waren, dann wär´s nett, Sie würden noch mal lesen, was Sie vorgestern erklärt haben.
Überlegen Sie mal, anhand welcher Unterstellungen (nein: persönlich etwas für einen Blödsinn zu halten, ist keine! Es ist eine Meinung) solch harmlose Diskussionen eskalieren können und wie lohnend es sein kann, seine Worte tatsächlich zu wägen und sich ihrer ebenso bewusst zu sein, wie jenen der Anderen.
Das haben Sie missverstanden, LESEN SIE DOCH, WAS DA STEHT, JA?:’..wieso sich gerade beseelte Mütter ziemlich deswegen aufgeregt haben u sich entsprechend Luft verschafft haben hier im MB. Lesen Sie doch nach, wie pro und contra miteinander umgesprungen sind, ja? Da war meine Bemerkung nur noch ein Tröpflein auf den heissen Stein. Sie wissen tatsächlich nicht, wie emotional das gestern hier war?! Wären wir live in einem Saal gewesen, wären wahrscheinlich noch Tränen geflossen..’ Im MB habe ich explizit gesagt und da steht nix von Müttern, die das befürworten. Diese haben keinen Grund dazu, ok?
Aber ja, da gebe ich Ihnen ausnahmslos Recht, Gabi, was die Gründe für das Eskalieren von anfänglich harmlosen Diskussionen betrifft. Da sind Sie ebenso gefordert, gäll, ’seine Worte tatsächlich zu wägen und sich ebenso bewusst zu sein, wie jenen der Anderen’. Wow, was für ein Leckerbissensatz das wieder mal ist, der einfach umzusetzen wäre, wenn….tja, wenn….
Nüd für unguet, Gabriel
Ich habe die hochemotionalisierten Frauen, die Sie hier im MB schon gesehen haben wollen, WEDER hier noch im Video gesehen.
Ihre Reaktion auf die – sehr moderate – Reaktion von Caro war emotional. Ich habe hier vor allem Frauen und Männer erlebt, die das ganze überflüssig und dummen Guggus fanden.
Bitte fügen Sie mir doch ein Beispiel an, bei welcher Bemerkung hier im MB Ihrer Meinung nach irgend jemand – wärs in einem Saal gewesen – den Tränen nahe war.
Des Weiteren: Ich wäge meine Worte, WS: Sagen Sie mir, wo Sie glauben, dass ich bereits über eine – klare – Meinungsäusserung hinaus bin
“Deshalb kratzt mich dieser Still-Mob nicht so sehr an meinem Mutter-Sein wie anscheinend viele andere hier.”
WER?
WO?
WANN?
Nicht einfach das eine Wischiwaschi durch ein Anderes ersetzen, WS!
Wo sind diese VIELEN Anderen, die SIE dazu verleiteteten, das Ganze derart aufzubauschen?
Sie haben doch bereits C´s sehr moderate Antwort an L. als etwas vollkommen Anderes rein gekriegt, als das, was da war!
Und bereits dort hat Sie Caroline bitten müssen, Sie mögen doch erst mal lesen, was dort steht.
WS: Sie verwechseln dauernd, das, was Sie in Andere hinein lesen wollen, mit der Realität!
Das überlasse ich jetzt ganz Ihrem detektivischen Findergeist, Gabi! Erwischt mit den eigenen Worten, kann ich da nur noch – ich gebe zu, mit einer gewissen Genugtuung – trällern und wegtänzeln, eine Pirouette drehen zur Musik von Debussy ‘révérie’…ach wie ist das Leben schön
Kein Problem…. Dann tänzeln Sie halt bloss.
Aber dann mischen Sie sich doch bitte auch nicht ernsthaft und aufbrausend ein; ja?!
Sie können dann doch wirklich nicht erwarten, gleichzeitig auch noch ernst genommen zu werden!
…
So: Ich habe mir die Mühe gemacht und den ganzen Blog zum Thema nochmal durchgelesen.
Ich empfinde die Gegenreaktionen alle nur als sehr unaufgeregt; “mehr gelassenheit und toleranz” gegenüber allen Möglichkeiten wird da vor allem gefordert.
Die saftigeren Unterstellungen kommen vor allem von Mob-Befürworterinnen; insbesondere IHRE.
Nix Tränennahe! Nada.
Schön, wie man bei 1′53 sieht, wie freundlich die Zürcher den kinderwagenschleppenden Eltern ins Tram helfen.
Danke für das Filmchen. Ich kann das alles ja wirklich wenig nachvollziehen (also nein: eigentlich kann ichs überhaupt nicht nachvollziehen) aber uneigennützig und im Sinne der Organisatorinnen möcht ich dennoch sagen: schön zu sehen, dass es trotz wirklich üblem Wetter dann doch geklappt hat und sich einige Mamas eingefunden haben. Und ehrlicherweise muss man auch anfügen, dass bei schönem und warmem Wetter bestimmt auch noch mehrere eingetroffen wären. Somit: bei ernster “Stillmob-Absicht” war das marketingtechnisch und organisatorisch ganz übel gelöst.
Sorry, wenn ich Sie damit behellige, Pixel… Bitte tun Sie mir den Gefallen und sagen Sie, ob Sie das denn tatsächlich so verstanden hatten, wie von WS behauptet.
(ja… ist mühsam – tut mir leid. Aber das nachträgliche Verbiegen, das ich dort drin vermute, geht mir so was von gegen den Strich!)
Haben Sie das Zurückweisen von WS betreffend “zu Kunstform stilisieren” dort in irgend einer Weise als eine ganz allgemeine Bemerkung empfinden können?
http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/26454/fuck-it-ein-loblied-auf-die-gelassenheit/comment-page-2/#comment-218222
Gabi, nein. Ich habe es in der Tat nicht allgemein sondern spezifisch auf diesen einen Beitrag von WS bezogen. Um ihr aufzuzeigen, dass ich grundsätzlich Verständnis für diese Interpetation aufbringen kann, habe ich ausgeholt und es dann auf einen allgemeinen Standpunkt im Leben gebracht (Künstlerszene). Das wird sie wohl gemeint haben.
Danke für die Mühe, pixel.
Aber ist ein Missverständnis: Nicht wie Sie es gemeint haben (das war ganz klar und nett), sondern wie Sie glauben, was WS gemeint haben könnte als sie von Ihnen wissen wollte: “… wo und wann habe ich hier explizit aus etwas eine Kunstform gemacht?”
Korintenkackrig… Ich weiss. Aber ich mag das nicht einfach nur als Vermutung (oder eben als “Missverständnis”) im Raum stehen lassen.
Gabi, alles klar, jetzt weiss ich was Sie meinen. Also ich habe nochmals nachgelesen und WS schreibt (auf meine Reaktion hin): “Kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, ‘aus ALLEM eine Kunstform machen zu wollen’… ” Ich glaube, sie wollte hier meine etwas vorschnelle Art aus _einmal_, ein _immer_ machen zu wollen kritisieren. Wo sie natürlich recht hat. Es war (soweit ich mich erinnern kann) nicht wirklich oft der Fall und insofern berechtigt. Allerdings fand ich zugegebenermassen den Eingangssatz, auf den Sie, Gabi, sich beziehen, auch etwas irritierend.
Danke auch von mir pixel und nochmals für Ihre umfangreiche Darlegung, wie Sie es sehen beim dortigen post. Es freut mich natürlich, wenn sich hier auch noch jemand näher mit dem komplexen Thema Kunst auskennt und nicht nur ich da spontan in diesen Still-Mob etwas reininterpretiert habe wie eine ‘abgehobene Performance’
Dann ist das jetzt klar, Gabi, dass ich schon noch sehr genau weiss, wann ich von einer Kunstform rede und wann nicht? Also soviel Gedächnisjogging müssen Sie mir schon noch zutrauen…bei aller Dekadenz meinerseits, nicht wahr?
Ich dachte mir dann bloss, dass dem zweiten (oben von mir zitierten Satz, deutlich mehr Gewicht zu verleihen ist), weil ich nicht annehmen wollte, dass sie sich effektiv nicht an ihre eigene Aussage erinnern kann, die noch dazu unmittelbar oberhalb meiner Antwort ziemlich unmissverständlich dastand. Aber Gabi, wissen Sie, ich bin mir nicht sicher, ob das alles der Mühe wert ist. Manche Leute schreiben im Affekt und relativieren direkt im Anschluss, manche schreiben im Affekt und können (trotz Einsicht) nicht Zugeständnisse machen, manche schreiben bewusst und überlegt, etc, etc.. Ich glaube
dass die allerwenigsten wirklich böswillig Sachverhalte verdrehen. Es mag vielleicht das eine oder andere Blogger-Exemplar hier geben, aber zu WS passt das nicht.
Nichts gegen die von Ihnen aufgezählten Möglichkeiten, pixel.
Was nervt ist, dass es bei WS jeweils mit Unterstellungen oder Vorwürfen an andere verbunden ist… Und das auch noch mit dieser Haltung von wegen wortsensibel sein.
Dann – und dann halt wirklich – ärgere ich mich und will´s nicht einfach so stehen lassen. Insbesondere nicht, wenn ich es bei WS schon oft genug erlebt habe, dass auch dies dann nachträglich plötzlich wieder als Gegenteil dessen, was tatsächlich geschah, raus geklaubt werden kann.
Ich hab mich selbst vor ein paar Tagen mächtig blamiert hier, als ich einen Bloger wirklich über einige Statements hinweg falsch verstanden und eine grosse Klappe gehabt habe (Radagast oder so…)
Es ist meine tiefste Überzeugung, dass es wesentlich idiotischer aussieht, einfach so zu tun, als wär´s gar nicht wahr oder einfach abzulenken und wegzutänzeln, als zu so was zu stehen.
Und WS… Nein. Nicht wahr.
Sie schumeln sich bloss über pixels Diplomatie hinweg (die Sie von mir gerade eingefordert hatten… Sehen Sie, wozu es führt? – Sie wollen es einfach weiter falsch verstehen können!).
“Allerdings fand ich zugegebenermassen den Eingangssatz, auf den Sie, Gabi, sich beziehen, auch etwas irritierend.”
Sie müssen schon wieder so tun, als ob ja alles klar wäre… Während Sie sich wieder Dinge zusammenfantasieren, wie Frauen, die dermassen hysterisch emotionalisiert seien, dass sie in einem Saal Tränen fliessen lassen könnten.
Stehen Sie doch einfach mal dazu, WS!
Ok Gabi, ich kann Sie gut verstehen. Und ja, es stimmt, ich war hier diplomatisch.
(Manchmal, so als Aussenstehende, kommt ihr beiden mir vor, wie zwei Geschöpfe von jeweils anderen Planeten und die Zeichensprache derer man sich bedient, scheint in der jeweils anderen Sprache genau das Gegenteil zu bedeuten.)
Als Aussenstehende… Ich wundere mich immer, wieso WS dies nicht sogar als Kompliment nehmen kann:
Ja. Ich ärgere mich über sie. Heisst aber auch: ich traue Ihr ein anderes Level zu!
Also nicht wie z.B. bei Pippi, oder Wildkatze selig die mich in ihren surrealen Verweisen einfach nur heiter stimm(t)en.
Sie trauen mir tatsächlich ein anderes Level zu, wow! Jetzt bin ich schachmatt gesetzt worden von Ihnen, Gabriel…
Liebe pixel, ich bin Ihnen echt dankbar, weil Sie sich die Mühe gemacht haben, sich nochmals in dieses Labyrinth einzuarbeiten. Für Aussenstehende mag dieses Seilziehen zwischen Gabi u mir sonderbar erscheinen, aber es hat seinen Wert. Der besagte Satz von mir KANN irritierend rüber kommen u es wäre besser gewesen, ich hätte ihn klarer formuliert, damit jetzt nicht eine Nachkorrektur von Nöten ist.
Ich habe wirklich damit bisherige Aussagen durch sämtliche threads gemeint!
Gabi, kurze Korrektur: mit “Außenstehende” meinte ich mich selbst nicht euch zwei. Also im Sinne von “Betrachter”, objektive, neutrale und nicht involvierte Persona im Zusammenhang mit euren Diskursen.
Merci, pixel.
WS: Wahr ist nicht einfach was Sie “eigentlich meinen”
Sonst könnte ich ja auch jemanden mit ner Motorsäge zerstückeln und mich nachher darauf berufen, dass ich damit eigentlich eine Umarmung “meinte”. – Verstehen Sie, was ich mit dem krassen Bsp. sagen will?
Und noch weniger geht es an, dass wenn Ihnen so was schon andauernd (ja!) passiert, dass Sie mir dann auch noch vorgeben wollen, wie ICH mich gefälligst auszudrücken hätte, damit es IHNEN genehm ist, weil Sie ne Performance eigentlich auch ganz glatt finden.
Da halt ich doch nicht einfach still!