Das Sommerglück

Eine Carte Blanche von Andrea Schwarz-Barek*

Zurück in die Natur, zurück zu unserer Natur: Familie in den Ferien. (Bild: Keystone)

Zurück in die Natur, zurück zu unserer Natur: Familie in den Ferien. (Bild: Keystone)

Ich habe zwei Töchter. Zwei süsse, zwei hübsche. Die eine schon zwanzig, gross, hellblond, blauäugig, die andere erst sieben, klein goldblond und braunbeäugt. Beide unheimlich selbstbewusst, beide wahnsinnig lebhaft. Während die eine sich bereits ausser Haus in Studium, Job, mit eigener Wohnung, Freund und zwei Katzen austobt, tobt die andere noch in heimischen Gefilden. Neben Schule, Musikunterricht und Wu-Shu-Training bleibt genug Energie, mich jeden Tag von neuem an meine persönliche Belastbarkeitsgrenze zu bringen. Ja nun, so ist es eben, wenn man in einem Alter, in dem bei anderen die biologische Uhr schon ausgetickt hat, noch mal ein Kind bekommt.

Umso glücklicher, dass endlich Sommerferien sind. Fünf lange Wochen kein Wecker um 6.50 Uhr, kein verschlafenes «Wie bring ich schnell ein gesundes Frühstück auf den Tisch?», kein hektisches «Nun zieh dich doch endlich an, …iss jetzt deinen Teller leer, …vergiss das Zähneputzen nicht, …du wirst gleich abgeholt!». Und zwar im gestressten «Ewig grüsst das Murmeltier»-Rhythmus, fast jedes mal Protest, Widerstand und provokatives Getrödel hervorrufend.

Fünf Wochen kein Gezanke mit der Schulfreundin, weil die mal wieder gnadenlos ausspielt, dass sie besser in Mathe ist, die cooleren Schuhe hat und überdies noch einen Swimmingpool im eigenen Garten. «Blöde Kuh», sagt meine Jüngste, meist an den Tagen, an denen sie nicht vom Pool profitiert, und heult vor Ärger und – natürlich Neid. «Blöde Kuh», denke auch ich und überlege krampfhaft, wie ich altersgerecht und glaubhaft rüberbringen kann, dass ganz andere Werte im Leben zählen. Sogar schon mit sieben. Vorleben allein scheint da wenig dienlich zu sein, und eine überzeugende «Mathe-Noten sind nicht alles und Blinke-Sketchers eigentlich total kitschig»-Kampagne ist mir noch nicht eingefallen. Also bin ich erst mal froh, dass zwischen uns und den Sketchers fünf Wochen liegen.

Zu Recht, wie mir dann unsere ganz eigenen Ferien völlig abseits des Mainstreams beweisen. Was a priori das Zeug hat, als kleinfamiliäre Katastrophe zu enden, erweist sich als unerwarteter Glücksfall. Unser Feriendomizil, abseits von jeglicher Gelegenheit zu konsumieren, zu präsentieren und zu schwadronieren, bringt uns plötzlich dahin, wo wir hingehören. Zurück in die Natur, zurück zu unserer Natur. Einfach, rustikal und bescheiden. Ehrlich. Gelassen. Ruhig. Ursprünglich. Herzlich.

Als ich vor einem halben Jahr dieses urchige Ferienhaus buchte, war mir zwar klar, dass ich meinem Mann und unserem Hund damit einen Gefallen tue und genau ihren Nerv treffe. Denn es liegt am Ende eines versteckten Seitentals im Vallemaggia auf über 1000 Metern in einem Weiler mit gerade mal vier Bewohnern. Was mich und unseren Youngster angeht, war ich mir allerdings nicht so sicher. Umso überraschender für mich, welche Dynamik entsteht inmitten dieser fantastischen Bergwelt, dieser klaren Luft, dieser Lage abseits von allem, nur nicht von uns selbst. Was ist mit dem, was sonst tagtäglich unser Leben dominiert? Nichtig. Unbedeutend. Künstlich hochstilisiert, angesichts der uns umgebenden natürlichen Grössen.

Die sonst sehr kommerziell gebundene Aufmerksamkeit unserer kleinen Tochter wandert ohne elterliches Dazutun von Filly-Ponys und unproportionierten Wackelkopftieren hin zu Steinen, Hölzern, Blättern und Blüten, kleinen Eidechsen und filigranen Schmetterlingen. Von Swimmingpools, auf denen schreiend bunte Plastikluftmatratzen darauf warten, Nixen in Bikinis aufzunehmen, hin zum kleinen Brunnen vor der alten Holztür, aus dem reines, kühles Quellwasser unermüdlich plätschert. Und in dessen Überlaufbecken ein – völlig unbekleidetes – Bad eine wohltuende Erfrischung bringt. Wasserspiele werden erfunden, mithilfe des freundlichen Italienisch sprechenden Vermieters kleine Holzflösse gebaut, die, mit einem Fähnchen bestückt, sogar kleine Püppchen bereitwillig vom einen Natursteinbeckenrand zum anderen segeln.

Zu allem Überglück gibt es auch noch die Enkelkinder der uns aus ihrem Kräuter- und Gemüsegärtchen verwöhnenden Vermieter, die ein paar Tage zu Besuch kommen und in denen unser Töchterchen beste Spielkameraden findet. Ohne die gleiche Sprache zu sprechen, ohne sich an irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu messen. Da werden Heugümper gefangen und gesammelt, kunstvolle Bilder mit Kreide auf den Asphalt gezaubert oder Angelruten gebastelt, mit denen im Brunnen imaginäre Fische gefangen werden. Und, man glaubt es als Erwachsener wegen der Sprachverschiedenheit kaum, geplaudert, geplaudert und geplaudert.

Ferienidyll fernab vom Alltagsstress: Rustico in Fusio TI am Oberlauf der Maggia. (Bild: Keystone)

Ferienidyll fernab vom Alltagsstress: Rustico in Fusio TI am Oberlauf der Maggia. (Bild: Keystone)

Im schönen, terrassenartig angelegten Garten spielen wir Boule, auf unseren Wanderungen in spektakulärer Landschaft springen wir, immer mit Badezeug gewappnet, in und über wilde, eiskalte Bäche und Flüsse. So fröhlich, unbeschwert und ausgeglichen wie lange nicht mehr. Bei schlechtem Wetter wärmt uns das selbst entfachte Holzfeuer im alten, offenen Tessiner Kamin. Und genauso wenig, wie es uns Erwachsene stört, dass unser Häuschen rustikal und eher spartanisch ausgestattet ist, ohne Spülmaschine, ohne luxuriöses Bad, dafür mit knarrenden Holzdielen und durchweg unbequemen Stühlen, genauso wenig stört es unsere Tochter, dass sie mittlerweile meilenweit weg ist von Sketchers und Co.

Selbst unsere – überwiegend Zürich-orientierte – Grosse verirrt sich trotz gut 25-minütiger Auffahrt aus dem Tal, die über eine kaum von zwei Autos befahrbare, in Serpentinen gewundene, Bergstrasse führt, für ein Besuchswochenende zu uns ans gefühlte Ende der Welt. Und ich glaube, sie findet es gar nicht so schlecht. Zumindest tauscht sie ihr Kleid und ihre Absätze umgehend gegen Schlabberlook und Turnschuhe – ungeschminkt, gut gelaunt und unheimlich locker.

So ein Platz wie dieser hier verleitet zu Müssiggang. Und denen unter uns, die immer noch glauben, das wäre etwas Verwerfliches, empfehle ich, sich vor Ort vom Gegenteil zu überzeugen. Oder bei Hermann Hesse, den die Tessiner Berge über 40 Jahre lang sowohl zum Schreiben als auch zum Malen inspiriert haben, was in seinem Werk «Das Leben bestehen» noch mal genau nachzulesen ist.

andreaschwarz*Andrea Schwarz-Barek ist verheiratet und Mutter einer zwanzigjährigen sowie einer siebenjährigen Tochter. Seit 2008 lebt sie mit ihrer Familie im Zürcher Oberland. Neben ihrer Tätigkeit als Naturheilkundlerin schreibt sie in ihrer Freizeit Kolumnen, Essays und Lyrik. Aktuell arbeitet sie gerade an ihrem ersten Buch.

100 Kommentare zu «Das Sommerglück»

  • Beat Koch sagt:

    Auch für meine Familie war dieser Sommer einer der schönsten für alle Beteiligten, weil wir zwar zusammen in die Ferien gingen, aber jeder ein wenig seinen eigenen Interessen nachgehen konnte (meine Kinder sind 13/16). Allerdings bin ich nicht so blauäugig, diesen Ort zu verraten; wer will denn schon nächstes Jahr mit 10000 Tagi-Lesern teilen…

  • dres sagt:

    Was sind da bloss für neidische Kleingeister in diesem Blog, offenbar hat die Hitzewelle voll zu geschlagen. Abgedroschene Diskussion über Züri und wer wieviel Ferien haben kann/darf/hat statt ganz einfach der Autorin und ihrer Familie das Glück in der Abgeschiedenheit zu gönnen… Geniesst den Sommer, so lange Ihr noch könnt – falls überhaupt… 😉 Ansonsten frohes Meckern!

  • Evelyne sagt:

    Manchmal würde es mich wunder nehmen, was das für Menschen sind, die hier im Blog kommentieren. Wie die aussehen, was die so machen, bzw. wie viel Prozent die arbeiten und wieviel Freizeit sie haben.

  • Wozu sagt:

    Mathe üben, dann kann man auch gute Noten schreiben. Da besteht ein direkter Kausalzusammenhang.

    Wozu braucht man ein Schwimmbassin im Garten, wenn es die Badi gibt? Badi hat ein grösseres Becken, mehr Spielgelegenheite, mehr andere Kinder… wozu lassen sie sie da ins Messer rennen?

  • Hermann sagt:

    Wir lebten 2 Jahre im Tessin. Wenn man den Tessinerdialekt zu verstehen beginnt, merkt man, dass man von den freundlichsten Leuten als „Zücing“ beschimpft wird, was so viel wie Zuchinifresser heisst. Kann man aber nur Züritütsch, ist Ticino Hillcountry sicher schön….

    • alien sagt:

      Naja, die Ticinesi sind schon tendenziell ein etwas seltsames Völkchen, ich habe auch meine Erfahrungen gemacht. Aber unterm Strich sind die meisten nett und hilfsbereit.

  • Isa usem Wallis sagt:

    Also, ich verstehe diese dauernde Kritik und Missgunst in diesem Blog nicht… Dieser wunderbare Artikel ist wie eine virtuelle Reise ins sommerliche Glück und Entspannung 🙂 Hatte mich amüsiert und ich fand mich mit meiner Familie darin wieder. Was ist daran so schlecht? Warum nicht so viele so bildlich beschreibene Adjektive? Mir fällt auf, dass viele von euch einen Dauerpessimismus an den Tag legen. Da erstaunt es mich nicht, dass dieser Artikel für euch ZU schön ist, ZU heile-Welt-mässig… ist es denn nicht genau das, was der Mensch im Grunde sucht: eine heile Welt???

  • Katharina sagt:

    Dass es im kurzen Schweizer Sommer, in dem sich das Land dann allerdings wirklich von seiner schönsten Seite zeigt, ein Leichtes ist, mit einem etwas mit Adjektiven überladenen Stil zu schwärmen, ist klar. Im November sieht das dann etwas anders aus.

    Ansonsten erinnert mich Ihre Schilderung etwas an ‚Upscale Beverly Hills familiy visits the Texas Hillcountry‘ mit einem Script, das einem Disney Film Ehre machen würde. Das ganze ist doch etwas klischiert, auch wenn ich Ihre Schilderung authentisch lese.

    • alien sagt:

      Ich liebe den November, mit seinem kalten Regen und den krächzenden Krähen. Der Sommer ist so doof optimistisch.

  • Kathy sagt:

    Ach muss es schön sein an diesem Ort. Aber einige Adjektive dürften weggelassen werden, der Text ist ein bisschen zu üppig…

  • Erika B. sagt:

    Dass die Frau von ihren idyllischen Ferien schwärmt, find ich gut — und mutig.
    Was ich seltsam finde, ist der grosse kulturelle Graben zwischen Swimmingpool daheim bei Nachbars und Quellwasserbrunnen in der Ferienidylle.
    Ich ging mit meinen Töchtern ebenfalls in bergige Gegenden, und sie schwärmen heute noch von der Laiterie mit dem frischen Doppelrahm und andern Urchigkeiten. Zu Hause müssen wir den Rahm im Migros kaufen.
    Das ist kein so grosser Graben. 🙂

  • Genderbender sagt:

    Hach was für eine heile Welt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …zögen Sie einen Ausflug nach Mittelerde vor?
      Würd eventuell mehr Risiken und Nebenwirkungen bereithalten…

  • Mila (mit grossem M) sagt:

    ich weiss jetzt nicht so wirklich was ihr alle gegen die Frau habt. Also, hm genaugenommen natürlich nicht alle, aber einige, die recht heftig kritisieren. Mir fehlt in diesem Blog so ein bischen das „leben lassen“.
    Sie hat einen abgeschiedenen Urlaub in den Tessiner Bergen gemacht und die Zurückgezogenheit mehr als genossen und lässt uns teilhaben an ihren Erfahrungen. Hackt doch deswegen nicht auf ihr rum!
    Wir haben mit 3 computerverwöhnten Teenies auch schon Ferien ohne Strom und warmes Wasser auf ner Berghütte gemacht, eine sehr spezielle Erfahrung. Ich schreib nur keinen Blog darüber.

    • alien sagt:

      Sie glorifiziert sich und ihren Nachwuchs, ihren Wirt und dessen Nachwuchs… Das finde ich halt ziemlich daneben (und wenn ich darauf hinweise, kommt der admin und ZIPP ZAPP! Wetten?

      • Mila (mit grossem M) sagt:

        Ja ist natürlich alles sehr bilderbuchmässig, aber, ja und? Kennst du niemanden der immer nur die schönen Seiten aus seinem Leben erzählt? 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sie glorifiziert gar nichts, sie schreibt enthusiastisch, teilt ihre Freude mit den Leser/Innen. Gefällt mir! Sie probiert auch nicht, speziell originell zu sein, oder ironisch oder gar zynisch. Ja, und? Sind wir schon so verkorkst, dass wir solche Texte nicht mehr gelten lassen können? Die Frau hatte eine glückliche Zeit mit ihrer Familie und lässt uns daran teilhaben, in direkten, einfachen Worten.

      • alien sagt:

        Ja, klar, kenne ich schon, nur interessieren mich solche Leute nicht, ich ärgere mich über sie.

      • Carolina sagt:

        Aber genau das ist es ja, alien. Aergern Sie sich, obwohl ich nicht verstehe worüber, aber lassen Sie den Bericht doch einfach stehen. Man kann ihn finden, wie man will, rausziehen, was man will – muss also nicht das ganze Ding in Bausch und Bogen verurteilen, sondern ihn einfach ignorieren, oder?

      • Katharina sagt:

        Was soll diese Meinungsgängelei hier, Carolina?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wer ständig sauertöpfisch-kraftlos durchs Leben schleicht und das mit intellektuellem Tiefgang verwechselt, ist natürlich neidisch auf so einfache Freuden in der Bergwelt. Selber schuld!

      • alien sagt:

        Meinst Du mich, Pippi? Nee, falsch geraten. Neid gehört eigentlich nicht zu meinen Persönlichkeitseigenschaften.

      • alien sagt:

        Und Carolina: Ich fand den Artikel in seiner Begeisterung sehr naiv, sorry. Das ist meine Meinung, und da wir hier kommentieren können, habe ich sie mitgeteilt. Wer sie teilt, fein (und es hat ja nicht wenige, die ebenfalls eher negativ berührt waren vom Ton des Dings), wer nicht, auch fein. Your mileage may vary. Und, um es mit Larry Wall, einem meiner Vorbilder, zu sagen: There’s More Than One Way To Do It.

  • plop sagt:

    Ploppers hatten letztens übrigens einen wunderschönen, konsumfreien Nachmittag am Étang de la Gruère! Und auch schon mal 5 Wochen Ferien, in Griechenland. Und ja, solches ist sehr schön und man darf durchaus einen Text darüber verfassen und den auch veröffentlichen, weil vielleicht macht man ja jemanden Freude. Mich erinnerte es nun aber an ifolor-Fotobuch schauen müssen.

  • Widerspenstige sagt:

    Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…jaja, genau so ist es!

    Ich kenne das Vallemaggio ziemlich gut und wir haben dort regelmässig in einem Ferienhäuschen aus meiner Verwandtschaft die Seele baumeln lassen. Natur pur mit Kastanien sammeln im Herbst im castegni und sie dann abends auf den glühenden Kohlen nach dem Wurstbräteln rösten lassen…mhhhh! Oder auf der nahen Hängebrücke über die Maggia schwanken mit etwas mehr Herzklopfen als üblich: ‚Hilfe, ich fliege runter wenn Ihr nicht gefälligst ruhiger darüber schleicht!‘ meinen Kindern zurufend 😉

    • alien sagt:

      Achtung: Das Vallemaggio heisst mittlerweile Valleagosto. Wie das „castegni“ aber richtig heisst, konnten google und ich nicht herausfinden.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Wirklich ein schöner Bericht! Ja, wir leben im Paradies, zwar nicht überall in der Schweiz, aber an einigen Orten ist noch heile Welt. Die CB zeigt auch, wie sehr schon Kinder mit dem ganzen Konsumplunder zugemüllt werden und in Zwänge geraten, die einfach nur destruktiv sind. So schlimm wie in Zürich ist es wohl nicht überall, aber diese Stadt fördert die Oberflächlichkeit schon sehr, das empfand ich schon immer so.

    • Theo sagt:

      Was nur beweist, dass sie keine Ahnung von Zürich haben, sie Provinzlerin.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke! Wenn du sowas sagst, ist es für mich ein Kompliment!
        Ja, die Zürcher sind die Grössten, haben die Grössten, sind die Besten, die Klügsten, die Reichsten und überhaupt der Nabel der Schweiz – ach, was sag ich, der westlichen Hemisphäre selbstverständlich.

      • Katharina sagt:

        Zürich ist nicht Provinz? Seit wann denn das? Da muss ich was verpasst haben.

      • Theo sagt:

        Nun, wir sind halt schon ein bitzeli Welt- (nicht: Gross-)stadt, jedenfalls mehr als die anderen Provinzkäffer. Wie sagte ein Bekannter mal: Die Schweiz, das sind die Alpen. Und der Rest ist ein Vorort von Zürich.

      • Pixel sagt:

        Kommen Sie runter, Theo. Ich mag züri ja schon ganz gern und lebe hier. Aber eine Weltstadt ist es nicht. Dafür ist für Denke einfach zu kleinlich….

      • alien sagt:

        Idiotie, Theo. Die Schweiz, das ist anerkannt, besteht aus mehreren Zentren. Das Gebiet um Zürich ist das grösste aber nicht das einzige. Weltweit ist etwa Luzern bekannter als Zürich. Klar, es ist klein, aber dafür sind die Leute noch einiges anständiger als in Zürich, wo ich schon öfter Arroganz gesehen habe. Unberechtigte Arroganz notabene (naja, berechtigte Arroganz gibt es nicht). Theo, der Fakt, dass Du in Zürich wohnst, macht Dich nicht besser als uns.

      • Theo sagt:

        Ich muss sie enttäuschen: Zürich rangiert in allen einschägigen Studien und Untersuchungen als einzige Schweizer Stadt in den Statistiken. Einfach unter „Weltstadt“ in Wikipedia nachschauen. Dort sind wir Beta-Minus-Kategorie. Und Basel und Genf sind nicht auf der Liste, geschweige denn Bern. Bern wird ja auch vom Finanzausgleichstöpfli von den anderen Kantonen ernährt, übrigens…
        Zwar ist die politische Bedeutung Zürichs untergeordnet, aber etwa auch Los Angeles hat eine schwache politische Bedeutung. Weltstadt = wirtschaftlich, kulturell, plus Metropolfunktion für eine grössere Region.

      • Theo sagt:

        Und nein, das macht mich nicht zum Besseren Menschen. Ich habe in anderen Schweizer Städten gearbeitet und gelebt, ich weiss wovon ich spreche. Zürich ist einfach…ach, ein Bisschen hochklassiger. Und ein Bisschen mehr Stadt. Dafür sind andere Städte (Luzern, Bern, Fribourg, Lugano) viel hübscher, ja das stimmt. Richtig putzig sind die 😀

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Zürcher sind ja auch so waaaaahnsinnig beliebt. Ich bin froh, wenn es denen bei sich gefällt, dann bleiben sie da und gehen mir nur dort auf den Wecker, falls es sich mal wirklich nicht vermeiden lässt, nach Zürich zu fahren. Das letzte Mal war ich dort bei Emilie Lieberherrs Beerdigung, die übrigens eine Innerschweizerin war.

      • Katharina sagt:

        „Zürich rangiert in allen einschlägigen Studien und Untersuchungen als einzige Schweizer Stadt in den Statistiken“ – Dann ist Genf wohl in einem anderen Land.

      • pixel sagt:

        kath: Das nennt man selektive Wahrnehmung 😉

        Theo, eine Frage: Würden Sie selbst Zürich auf eine Linie setzen mit NYC, BCN, London, Paris oder Tokyo?

      • pixel sagt:

        Pippi: Du solltest aber nicht so pauschal über die Zürcher urteilen. Es gibt ganz nette Ecken mit ebensolchen Leuten. Es ist bestimmt das Image der Hipster und Banker, welches dieser Stadt so unerschütterlich anhaftet. Man tut ihr aber auch unrecht damit, genauso wie vielen Bernern, dass sie einfach total langsam sind. Worin ich Theo recht geben muss ist die Tatsache, dass es hier ein weitreichenderes internationales Umfeld gibt, welches man besonders in beruflicher Hinsicht in einigen Branchen findet. Das wiederum schlägt sich positiv auf die Arbeitsstrukturen nieder.

      • alien sagt:

        Ich sprach nicht von der wirtschaftlichen Bedeutung, hier ist Zürich wohl höher anzusiedeln als mehrere grössere deutsche Städte, klar. Ich sprach von der weltweiten kulturellen Bedeutung. Und hier ist Zürich zweifellos mittelmässig.

      • Theo sagt:

        Genf, da unten am äussersten Zipfel der Eidgenossenschaft, ist tatsächlich in einigen Studien berücksichtig, immer weit hinter Zürich. Nur tendiert seine Bedeutung für die Schweiz in allen Bereichen gen null. Welche Bedeutung Genf in der frankophonen Welt hat, wäre zu untersuchen. Als Metropole ist Lausanne bedeutsamer.

        @Pixel: Nein, natürlich nicht, wie vermessen! Aber ich würde Zürich in einer klar anderen Kategorie ansiedeln als Bern, Basel und die anderen sich schampar wichtig dünkenden Städte.

        Und ja: Kulturell (inkl. Medien, Innovation und Lifestyle) gibt Züri den Puls an. Und wie!

      • Pixel sagt:

        Theo, ok, es ist wie immer eine Frage wo man herkommt. Wenn man mit diesen Metropolen vergleicht dann hat Zürich wie Sie selbst feststellen, wenig Stellenwert. Verglichen mit anderen Schweizer Städten haben Sie natürlich recht.

      • Theo sagt:

        Man kann es drehen und wenden, wie man will. Als Finanzplatz ist Zürich ein globales Zentrum, mehr als die doch so viel grösseren Städte München, Amsterdam oder San Francisco. ETH, Flughafen und Sport/Medien/Kultur sind ebenfalls weit über die Landesgrenzen hinaus von Bedeutung.

        Und – darauf will ich ja hinaus – das merkt man dieser Stadt halt auch einfach an. Es ist ein Powerhaus. Hier wird gebaut, investiert, für die Zukunft geplant – die Mentalität ist: Vom Fleck kommen. Ich finde das berauschend.

        Jedenfalls belebender als das dröge Basel oder das rückschrittlich-kleingeistige Bern.

  • hösi sagt:

    das ist satire oder?

    • marie sagt:

      fand ich auch, aber mein kommentar wurde gelöscht, also aufpassen, was sie schreiben, hösi. 😉

      • hösi sagt:

        auch mein kommentar wurde gelöscht.

      • marie sagt:

        wir sind nicht die einzigen – hier wurden noch andere entfernt. 😉 alles halb so wild, vllt müssen wir uns grundsätzlich auf zensur einstellen, nicht nur im mb. (8-tung ironie)

      • alien sagt:

        Am Besten, marie, wir stellen das Denken ein.

      • E.H.Roth sagt:

        die Zensur war in der CH schon immer ein gängiges Mittel das Volk zu beeinflussen. Wer glaubt heute noch an die Demokratie in unserem Land? Wir können noch heute nicht einmal unseren Bundesrat wählen. Wir können ja nicht einmal unfähige Beamte ihrer Ämter entheben und wir getrauen uns mit dem Finger der Moral auf andere Länder zu zeigen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Roth: Das mit der Zensur scheint wirklich viel gravierender zu sein, als ich dachte. Auch meine sonstigen Beiträge im tagi verschwinden fast vollständig nach kurzer Zeit. Vor allem zu Themen, von denen ich Ahnung habe, sachlich, aber ironisch schreibe. Da ich ausschliesslich an politischen Aussagen Interesse haben, nicht an Privatem, brauche ich die sprachlichen Mittel, welche ich anwende. Es sind nur Mittel, so wie wir, Autoren inklusive, nur Rollen, aber keine Personen sind. Rollen kann man nicht verletzen und die dazu gehörigen Personen interessieren nicht.
        Ich werde mein tagi-Abo kündigen

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Kommentar, in welchem ich ankündige, mein tagi-Abo wegen der Zensur zu kündigen, wartet auf Freischaltung. Mal sehen, wie weit admin das treiben, ich kann auch woanders und direkter schreiben, dann aber über Zensur und was man beim Abonieren beachten sollte.

      • Muttis Liebling sagt:

        .. wartet auf ..

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich schaue Montag mal wieder rein, Ratio messen, aktuell 5/1.

      • alien sagt:

        ML, 5/1 ist einfach 5. Ungekürzte Brüche sollte man nicht so stehen lassen.

    • Theo sagt:

      Ach so, es ist nur Satire? Ja dann *grins*

    • Muttis Liebling sagt:

      Ratio, alien, stand dabei. 1 Beitrag von 5 = 20%.

  • Markus Uhl sagt:

    sehr schöner Bericht!
    … und ‚provokatives Getrödel‘ finde ich eine sehr treffende Formulierung 😉

  • Lena sagt:

    Aha, jeder Kommentar, der der guten Frau Schwarz-Barek nicht genehm ist, wird zensuriert und geloescht. Schliessen Sie doch gleich die Kommentarfunktion lieber Tagi !!

    • admin sagt:

      Wir tolerieren keine persönlichen Angriffe auf unsere Autoren. So einfach ist das.

      • Sportpapi sagt:

        Oh nein. Sie tolerieren keine kritischen Rückmeldungen zu Texten der Autoren. Das ist ein himmelweiter Unterschied. (Und nebenbei haben Sie in den letzten Tagen „aus Versehen“ gleich auch noch andere Wortmeldungen gelöscht, die in gar keiner Art und Weise kritisch waren – ist offenbar einfach schnell gegangen.)

      • Theo sagt:

        @admin: Ist es ein persönlicher Angriff, wenn ich darauf hinweise, dass im Text der Mann und der Hund bloss als Statisten fungieren, was ich seltsam finde, und dass die zwanzigjährige Tochter offenbar ein eigenes Auto hat? Was ja im Text steht. Und dass es mir zu viele Adjektive hat im Text…

      • alien sagt:

        Ich glaube auch, dass es halt dem geschätzten Admin nicht so leicht fällt, zu unterscheiden zwischen Angriffen auf die Meinung einer Person und Attacken auf die Person selbst.

        Wer meine Meinung idiotisch findet, soll das sagen dürfen. Wer mich idiotisch findet, auch. Allerdings bitte in anständigen Worten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Bei keinem der Beiträge ist es möglich, exakt zwischen der Person und der Meinung des Autors zu unterscheiden. Personen interessieren mich z.B. grundsätzlich nicht.
        Bei diesem Beitrag riecht es zu sehr nach redaktionell verkleideter Eigenwerbung einer (Ratgeber-) Autorin und Naturheilerin. Eher unseriös von Seiten der MamaBlog Redaktion. Da muss man sich Kritik schon mal gefallen lasen.

      • Carolina sagt:

        Lieber Herr alien, darf ich, ohne dass Sie mir das übelnehmen und ohne dass Sie beleidigt sind oder sich angegriffen fühlen, höflichst darauf hinweisen, dass ich diesen Ihren Kommentar, äh, ein wenig merkwürdig, äh, seltsam, äh, nun, um ganz ehrlich zu sein, idiotisch finde? Aber nüt für unguet, gäll? Etwa so?

      • E.H.Roth sagt:

        Der Arbeitgeber schützt seine Angestellten. Da ist ja nicht schlimmes dabei, denn Kritik sollte intern Behandelt werden durch die Verantwortlichen Redaktoren und nicht öffentlich im Blog. Finde ich jetzt legitim.

      • alien sagt:

        Es sei Ihnen gewährt. Nur: was Sie an meinem Text unverständlich fanden, habe wiederum ich leider nicht begrifen.

        Im Ernst: Der admin hier schiesst weit übers Ziel hinaus. Wenn man seine kritische Meinung nicht mer äussern darf, dann ist dieser Diskussionsplatz sofort überflüssig. Also admin: Bitte überlege Deine Praxis.

      • Carolina sagt:

        Gute Reaktion, alien. War jetzt wirklich nur eine kleine Uebung…..

      • alien sagt:

        🙂

      • Theo sagt:

        @Muttis Liebling: 10 Punkte.
        @E.H. Roth: Höchstens -29 Punkte. Kritik an den öffentlich publizierten Texten sollte nur von den Arbeitskollegen geübt werden und nicht von den Lesern. Hallo?

    • Frage mich was es da zu kritteln gibt. Hören sie doch einfach auf, sich mit andern zu vergleichen.

    • Lena sagt:

      Herr oder Frau E.H. Roth: Ohne Sie in irgendeiner Form beleidigen zu wollen, aber ich glaube Sie sind im falschen Film.

  • Sportpapi sagt:

    Und schon ist es passiert, wie häufiger in den letzten Tagen. Sind das russische Verhältnisse? Wer (leise!) Kritik übt, wird mundtod gemacht? Wo bleibt da die Souveränität der Redaktion?

  • marie sagt:

    😀

  • sepp z. sagt:

    fünf Wochen Sommerferien? Davon träumt jeder Selbständigerwerbende oder Angestellte. Was ist das für ein Beruf, wo man so viele Ferien hat?

    • Das kann man planen.

      • sepp z. sagt:

        Die Mehrheit der Arbeitnehmer hat noch immer vier Wochen Ferien pro Jahr.
        Das vergisst man leicht, wenn man nicht zu jenen gehört, die etwas härter als andere arbeiten müssen.

      • Eben. Planung ist alles.

      • Theo sagt:

        In dem Fall arbeiten sie, Sutter, in einem Job, in dem sie leicht entbehrbar sind? Wo es keine Rolle spielt, ob sie vier Wochen am Stück da sind oder nicht…?

      • sepp z. sagt:

        theo, vielleicht meinte sutter auch, dass man in einem jahr komplett auf ferien verzichtet (sind ja bloss 52 arbeitswochen am stück in einem jahr), damit man im nächsten jahr 5 wochen sommerferien machen kann.

      • maia sagt:

        In einigen Jobs und Firmen kann man das sicher planen – in vielen aber auch nicht. Ich hatte in meiner nun mehr 30 Jährigen Berufszeit einmal das Glück, dass mir das ein Arbeitgeber erlaubt hat Interessant finde ich, dass sich das eher Leute in gehoberen Stellen leisten können. Da, wo die Menschen wirklich arbeiten geht das meistens nicht. Ich mag es allen gönnen die das tun können und ich hoffe, sie wissen ihr Glück zu schätzen.

      • Pixel sagt:

        Ich glaube sowas kann man nur planen, wenn man selbstständig erwerbstätig ist. Ich kenne kein Unternehmen, wo man Ferien innerhalb eines Jahres einfach so ausfallen lässt um es im Folgejahr zu kompensieren. Ferien muss man beziehen, einige schreiben sogar vor, dass einmal im Jahr zwei Wochen am Stück genommen werden müssen. Oft wird man sogar seitens HR fast schon dazu genötigt, zunehmend zum Jahresende hin, sämtliche Überstunden zu kompensieren, was oft komplett unrealistisch ist…

      • Pixel sagt:

        Was man hingegen u.U planen kann, ist die finanzielle Seite. Auch dann jedoch braucht es den Arbeitgeber, der unbezahlte längere Abwesenheit goutiert.

    • Steiner78 sagt:

      Ich verstehe nicht ganz, wo die Diskutanten rausgelesen haben, dass die Eltern fünf Wochen Ferien haben sollen? Es geht doch nur drum, dass die Mutter fünf Wochen keinen Stress mit dem Schulalltag der Tochter hat!

  • ursula sagt:

    Ja sehr schön …..wir sind im Paradies und die besten, schönsten Erlebnisse und Begegnungen sind gratis für alle….die es sehen….so einfach ist es………

  • just me sagt:

    …., was für ein wunderbare Bericht, der das Herz und die Seele erwärmt….!!!

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