Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.

Nicht wenige Frauen sehen die Nahrungsaufnahme als lästige Pflicht: Eine Modell ernährt sich. (Bild: Reuters)
Zwei Ananas stand auf der Einkaufsliste. Ich war 15. Wir schreiben das Jahr 1991. Der erste Frauenstreiktag veränderte alles. Plötzlich waren die Mädchen an unserer Sekundarschule gleichberechtigt. Uns Buben schickten sie in den Kochkurs. Und die Mädchen schmiedeten im Werkunterricht das Eisen. Fanden wir noch ganz lustig. Pfeffern statt büffeln.
Im Volg füllten wir zwei Einkaufsabgesandten vor dem Unterricht artig unsere Einkaufskörbli. Mit frischen Peperoni, Schalotten, 3 kg Rindsvoressen, Bratbutter, Paprika, Rindsbouillon, Mehl, Salat und die Liste war schon fast abgearbeitet. Fehlten noch die beiden Ananas. In der Früchteabteilung fanden wir nur eine. Ich fragte nach bei der Verkäuferin: «Tut mir Leid, das ist die Letzte.» Na, bravo! Und jetzt? Mit nur einer Ananas wollten wir auf keinen Fall zurück. Ich legte die eine Ananas auf die Waage: 1.5 kg. Die Verkäuferin musste das ganze Lager räumen, bis wir genug Dosen mit Ananas-Scheiben hatten, um auf 3 kg zu kommen.
Die Dosen, ich weiss nur noch, dass sie eine ganze Einkaufstasche füllten, türmten wir neben den anderen Einkäufen stolz zu einer mächtigen Pyramide auf. Das Gesicht der Hauswirtschaftslehrerin werde ich nie mehr vergessen.
So war das damals, als die Frauen streikten. Die Mädchen konnten nach der Sek einen neuen Auspuff ans Töffli schweissen und aus einem Stück Eichenholz eine Madonna schnitzen. Und wir kochten Gulasch, verinnerlichten die Gartemperatur von Broccoli und den Unterschied zwischen echten und falschen Filets.
Ich kenne eine ganze Reihe von Männern, die zu Hause hinterm Herd stehen und Kochen (vor allem Grillen) sogar als Hobby angeben. Mit einigen kulinarischen Ausnahmen kann ich das nur von wenigen Frauen behaupten. Haben wir sie aus der Küche verdrängt? Hat ihnen das 90-60-90-Diktat den Appetit verdorben? Interessiert sie das Essen deshalb nicht, weil sie so wenig wie möglich davon zu sich nehmen wollen? Nicht wenige Frauen sehen die Nahrungsaufnahme als lästige Pflicht. Sie bringen zum Mittagessen ins Büro ein geschältes Rüebli und ein Weight-Watchers-Joghurt mit und bestellen am Abend beim Tête-à-tête ein Salatschüsseli. Sie rümpfen die Nase, wenn es in der ganzen Wohnung nach Cordon bleu riecht. Die Zukunft sieht noch düsterer aus. Die Mädchen von heute wollen die Models, Sängerinnen oder Moderatorinnen von morgen werden. Und die ernähren sich von Koks und gezuckerten Wattebäuschchen.
Wo sind die weiblichen Jamie Olivers und Ivo Adams? Wer tritt in die Fusstapfen von Annemarie Wildeisen? Ja, unsere Mütter konnten noch kochen. Und essen.
Oder ist die Freude am Brutzeln weniger eine des Geschlechts als eine der Lebensumstände? Als ich nach dem Gymi endlich alleine in meinen eigenen vier Wänden wohnte, ass ich keine Ananas mehr. Weder frisch noch aus der Dose. Dafür gabs Fertigpizza. «Tre Formaggi» von Buitoni – come fatta a mano. Nach drei Jahren zog ich aus. Die Schachteln stapelten sich in der Küche vom Boden bis zur Decke. Und die Agentur schenkte mir zum Abschied einen Gutschein. Für eine Reise nach Italien. In die Buitoni-Fabrik.
Buon appetito! Und was kochen Sie heute?
Rinaldo Dieziger (36) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er ist letztes Jahr Papa einer Tochter geworden und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle» ist heute Reporterin bei Newsnet und leitet den Mamablog. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 




























































3. Zitroneglacé mit apfelsafranmus
Glace aus dem Blech nehmen, in Stücke schneiden und zum Apfelmus geben, garnieren.
Mmhh, marie. ich werde das sofort meiner Küche zu hause bekanntgeben und dir morgen mitteilen, wie meine frau gekocht hat.
das sind von irgendwo gesammelte rezepte und die meisten haben ich schon gekocht und ausprobiert – führe kochtagebuch, wie ich das im hauswirtschaft gelernt habe… so kann ich nachlesen, wie es geschmeckt hat.
sollte jemand gelatine nicht mögen (so wie ich) einfach agar agar benutzen, viiiiiel besser.
so, bin für das duell bereit.
gute nacht allerseits. ich gehe jetzt lesen, nein, keine kochbücher.
@marie
Ich würde ALLE Rezept jetzt ausbroberen wollen, aber es ist virtuel.und kann nicht…..der Katze den Speck auf den Rücken binden, nennt man dies !
“so, bin für das duell bereit.” – mir gefallen die Rezepte. Well done!. Lassen wir sie doch so gelten, ohne einen Wettbewerb loszureissen. tried and prooven. you must be a whiz in the kitchen.
Hast Du schon einen Freund, marie?
Hast du schon eine marie, Freund ?
“gezuckerten Wattebäuschchen”
Geht’s noch? Zuckerwatte macht dick!
liebe marie, scheinbar hast du mit Deiner Rezeptschwemme nicht nur die IT des MB geplättet, sondern auch alle Teilnehmer sprachlos gemacht. Ich hoffe einfach, dass es wegen der Informationsfülle ist und nicht wegen der Quali der Rezepte selber.
…ich schwelge in diesen Kostbarkeiten von Rezepten und versuche mich im Ausdrucken. Ich bin eine Naschkatze und liebe es, süsse Schleckereien zu zaubern…simsalabim…der Sommernachtstraum darf kommen..ich bin gewappnet.
mille grazie cara marie
ok, dann werde ich mir die Dinger auch mal näher ansehen + evtl copy-pasten. Huch meine Linie!
Deine Linie, Lorenz? Ist es wirklich wirklich wahr, dass Du 22 kg innerhalb eines Jahres abgenommen haben willst? Da hast Du bestimmt schamlos übertrieben und es sind wohl 2,2 kg oder irre ich mich kläglich? Wenn es stimmen sollte und es keine Ente ist….wie hast Du es geschafft?
widerspenstige, für 2,2 kg würde ich mich hier nicht so ins Licht stellen……
Weisst Du Lorenz, hier werden zum Teil die unglaublichsten Science-Fiction-Stories zum Besten gegeben…wer’s glaubt, ist dann selber Schuld. Nur deshalb meine Nachfrage. Aber erzähl’ doch mal kurz, wie Du das geschafft hast…würde nicht nur mich brennend interessieren, Lorenz!
genau. irgendeine giftwachtel kann irgendetwas behaupten. aber wenn die giftwachtel schweizerin ist, dann glauben es alle sofort.
Katharina, musst Dich nicht sofort betroffen fühlen durch solche Aussagen. Es gibt noch andere hier, wo ich grössere Zweifel hege und es auch so mitgeteilt habe den betreffenden Nickträgern. Ich übe mich im Klartext seit meinem Disput mit Gabi.
Wie findest Du Beth Ditto, Kat?
@widerspenstige: Generell wenig Kohlehydrate. Am Abend gar keine mehr. Viel Eiweiss. Fette/Öle MÄSSIG, weiter nicht ausschlaggebend! Wichtig am Mittag Gemüse, darf auch KH drin haben, egal, (+Fleich). Am Abend (Fleisch), Salat, Spiegeleier, also Eiweiss zum Abwinken. Macht satt. Es darf dafür viel gegessen werden! Aber KEIN(Brot, Pasta, Pizza)! Macht schnell wieder hungrig wegen dem Insulinspielchen.KH, wenn sie nicht verbrannt werden, wandelt der Körp. in Zucker+dann Fett. 2-3x die Woche 1 Std. Sport.So reagiert mein Körper auf die Ernährung, wie es bei Dir ist, musst Du selber herausfinden.
@widerspenstige: Es waren übrigens 22 kg in 6 Monaten (August-Januar), nicht ein Jahr. Es hat gewirkt wie eine Bombe….
@widerspenstige: Ach ja, man soll sich nicht kasteien. Man darf natürlich auch mal KH-mässig sündigen. Aber je mehr sündigen, desto langsamer die gewichtmässige Abwärtsbewegung, u.U. bis zum Stillstand, bzw., kann es dann wieder aufwärtsgehen. Darf ich noch erwähnen, dass Zucker (in Milch in Joghurt, in Schokolade, Süssigkeiten, Fertigfood, usw.) das giftigste aller KH ist. Ich werde Zeit meines Lebens ein Auge auf die KH halten müssen. Denn wenn ich sie nur schon anschaue, nehme ich zu…
Hallo widerspenstige, bist Du noch auf Sendung? Oder schwafle ich mit mir selber?
..bin grad wieder hier und lese Deinen Bericht…momentchen bitte
als Frau finde ich Sie toll, wenn auch etwas vulgär. Aber sie hat balls, sich so zu exponieren, das muss ich Ihr lassen. Als eine Frau, die Frauen liebt räumt sie auch etwas mit Stereotypen in der LGBT Gemeinde auf.
Ihre Musik spricht mich nicht an.
Lorenz, das ist ja echt super und ich entschuldige mich grad heftig wegen meinem Misstrauen…Asche über mein Haupt! Dann ist aber zuerst mal zünftig Wasser aus dem Gewebe gegangen…dann ging’s ans Fettdepot. Ja, ich weiss, es ist heavy wegen den KH…die sammeln sich halt einfach schnell im Verlauf des Tages. Ist das nicht die Trennkost? Also eigentlich ein vollständiges Menue einfach aufgeteilt in 3 – 5 Portionen mit strikter Trennung von KH und Eiweisse?
Wegen dem weissen Zucker in den erwähnten Lebensmitteln weiss ich Bescheid und meide sie, wo ich kann. Gesüsst wird wo immer möglich mit Honig, auf gar keinen Fall Süssstoffe oder solchen Quark. Die Weight-Watchers-Produkte waren für mich schon immer ein tabu – reines Business auf dem Buckel der Unwissenden und Verzweifelten.
Reine Butter, Vollrahm, Vollkornprodukte etc. sind zu bevorzugen. Da haben diese ganzen Ersatzprodukte keine Chance bei mir. Und viiiel trinken pro Tag – mind. 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit. Aber der Sport…naja, daran muss ich noch arbeiten u vermehrt das Velo bemühen.
Danke Lorenz auf jeden Fall für Deine lebendige Beschreibung – jetzt muss ich über die Bücher und alles nochmals Revue passieren lassen. Wünsche eine gute Nacht!
Katharina, gell Beth hat Mut und zeigt, dass auch Frauen mit Masse Klasse sind. Sie ist noch ziemlich jung und der Sound gefällt mir sehr gut, doch! Ich habe da einen ziemlich facettenreichen Miusikgeschmack. Have a good day in L.A.
Gern geschen widerspenstige. Es ist mir nicht klar, ob das eine Trennkost ist. Trennkost heisst ja, nicht eiweiss/Fett oder nicht KH/eiweiss und weiss der Kuckuck was alles. Ich esse einach KH-reduziert. Wegen der Süssstoffe: Ich benutze seit ich angefangen habe die Succrinet-Tabletten von der Migros. Hat kein Aspartam, und ähnlichen Fusel drin. Denn wenn du Honig nimmst, ist zwar gesund, aber ist eben eine KH-Bombe. Dem Körper ists egal, ob du gesunde oder schlechte KH zu dir nimmst. Er lagert sie alle gerne ein und ist glücklich wenn Du zunimmst.
…tu’s dann WS…sprich dich aus….du kannst anders so nicht schlafen ?!
thanks, WS. eine Frau die mir sehr gefällt (und die ich auch sehr attraktiv finde) ist Queen Latifah.
Und hier noch als krönender Abschluss zum Thema die Verkörperung der Lebenslust mit allen Sinnen…
Beth Ditto – Gossip – Live Showcase diese Woche in Zürich: http://www.drs3.ch/www/de/drs3/themen/musik/338634.video-heavy-cross-gossip-rocken-ab.html
marie – sie sind unersättlich….aber irgendwie lebesnah.
mir gefällt der satz: «unsere mütter konnten noch kochen!» stimmt!
sie konnten auch socken stricken (was auch heutige junge männer noch mögen), richtig waschen, bügeln, putzen, backen (!) überhaupt einen haushalt führen und kinder ERZIEHEN und nicht nur einfach gewähren lassen. aber den frauen ja über mittlerweile vier jahrzehnte eingetrichtert worden, dass das alles nicht sexy ist und man damit keinen blumentopf gewinnt. und sie glauben es und überlassen die familie und die männer dem schicksal oder der putzfrau/haushälterin aus der domrep.
Was sind Sie: eine Hausfrau-Diva?
Einfach nur köstlich geschrieben und sowas von zutreffend… wenn ich in unserer Kantine die Mittagsverpflegung der weiblichen Kolleginnen sehe, frage ich mich in der Tat, wie man damit nährstofftechnisch über die Runde kommt
Im Artikel fehlt noch was, was mir heute morgen wieder aufgefallen ist. Junge Frauen essen kein gewöhnliches z’Morge, sie kaufen sich einen kalten Kaffeedrink von Emmi und trinken den unterwegs zur Arbeit.
Genau, oder noch besser sie trinken ein Red Bull…
hätte hr d seinen beitrag selbstironisch sowie selbstkritisch geschrieben, wäre ich durchaus bereit gewesen mitzudiskutieren, und zwar konstruktiv. aber seine tiraden haben mich veranlasst, ihm rezepte zu posten, was einigen hier wohl als themenfremd vorkam. dazu gewisse posts von herren, die auf herrn ds polemik eigegangen sind, haben mich noch dazu bestärkt.
in der tat sehe ich durchaus gewisse realität in seinem beitrag – aber nicht so. die frage stellt sich grundsätzlich, wie lust- und genussfähigkeit in der heutigen zeit gelebt wird, oder gelebt werden kann. von allen, also m und f.
auf kochdichturkisch.de gibt s tonnenweise leckere rezepte. wir kochen hier im kleinbasel fleissig nach!
Pide, quasiquasi una pizza. An Pide könnt isch mer toodfrese.
Paperlapap.
Ich wohne seit 2 Jahren nicht mehr zuhause und habe bis jetzt noch jeden Tag min. einmal gekocht.
Kuchen backen tue ich ca. alle zwei Wochen.
Und essen kann / liebe ich auch.
PIZZA PASTA mit Rotwein. Mhm.
Ich mache aber auch viel Sport, Angst vor einer Zunahme habe ich nicht. Vielleicht auch die tollen Gene meiner Eltern.
Das ich aber langsam zur Ausnahme gehöre weiss ich. Mein Freund sagt deshalb auch stolz: “Meins!”
Ihr müsst nach dem Duschen immer noch so kalt wie möglich abduschen. Und kein Ausdauertraining – 40min Velofahren und solcher Mist ist das Sinnloseste was es gibt, wenn man den Fettgehalt senken oder Kalorien verbrennen will – so werden nur die Muskeln vernachlässigt, welche am Ausdauertraining nicht beteiligt sind und die beteiligten Muskeln optimieren ihre Arbeit lediglich. Dabei wären es gerade diese vernachlässigten Muskeln, die mehr verbrennen könnten (auch nach dem Training) wenn sie nicht vernachlässigt würden. Eigengewichtübungen zu Hause sind schon ausreichend genug :p