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Mamablog-Redaktion am Freitag den 4. Mai 2012

Es braucht nicht Frauen – sondern Mutterförderung

Eine Carte Blanche von Michèle Binswanger*.

SCHWEIZ CAROLINA MUELLER-MOEHL

Wenn die gesellschaftlichen Strukturen Familie und Karriere nicht von vornherein ausschliessen würden, gäbe es sicher mehr Frauen wie die Unternehmerin Carolina Müller-Möhl. (Bild: Keystone)

Ich weiss nicht genau, was unsere Justizministerin sich überlegt hat, als sie am Tag der Arbeit die Zuwanderungsfrage mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verknüpfte. Doch Frauenförderung als Einwanderungsprävention zu verkaufen, um das Migrationsthema ein bisschen zu bewirtschaften, ist in dieser Frage definitiv der falsche Weg und führt, wie sich inzwischen gezeigt hat, zu unnötigen Stellvertreterdebatten über schlecht integrierte ausländische Spitzenkräfte. Sollten denn nicht die Leute Spitzenpositionen besetzen, die am besten qualifiziert sind, ungeachtet dessen, ob es sich um einen Mann, eine Frau, einen Türken oder einen Deutschen handelt? Was direkt zur Frage führt, warum die gut ausgebildeten Schweizerinnen in den Führungsspitzen immer noch untervertreten sind. Könnte es daran liegen, dass wir uns viele Gedanken darüber machen, wie man Frauen fördert aber keine darüber, dass nicht das Geschlecht, sondern die Mutterschaft Frauen aus dem Arbeitsleben reisst? Könnte es daran liegen, dass sich viele Unternehmer sagen, die einzelne Mutter sei nicht das Problem, sondern erst die Masse der Mütter, da zu teuer?

Es gibt ein paar Tatsachen, denen wir uns stellen müssen. Frauen haben heute die gleichen Chancen im Arbeitsleben, wie die Männer. Bis sie Kinder bekommen. Ebenfalls eine Tatsache ist, dass die meisten Frauen Kinder wollen und dass dies der Grund ist, warum sie im Arbeitsleben zurückstecken. Frauen haben also die Wahl, entweder auf Kinder oder auf die Karriere zu verzichten. Wenn der Staat aber beides will, nämlich die gut qualifizierten weiblichen Arbeitskräfte und die Kinder, dann müssen die Strukturen angepasst werden – für Männer wie für Frauen. Und zwar sowohl in den Unternehmen, wie auch in den Familien. Und das heisst: vor allem in den Köpfen.

Auf diese Forderungen folgt meistens eine hoch moralische Diskussion. Dass Kinder zu haben doch etwas Wunderbares sei und man den Frauen das bitte nicht schlechtreden solle. Und man ihnen gefälligst auch nicht vorschreiben solle, wie sie ihre Mutterschaft zu leben hätten. Es ist das Kristina-Schröder-Argument: Wir sind längst emanzipiert, gebt doch endlich Ruhe. Mag sein – aber es ist nur die halbe Wahrheit.

Wirtschaftlich gesehen gibt es nämlich nur zwei Lösungen: keine Frauen mehr auszubilden, weil sich das letztlich nicht lohnt. Oder die Strukturen zu ändern und zu schauen, ob sich dann vielleicht nicht doch mehr Frauen wie Carolina Müller-Möhl oder Andrea Degen und viele andere finden, die ebenso verantwortungsbewusste Mütter wie Unternehmerinnen sind. Auch wenn ihnen das Thema zum Hals raus hängt, weil immer nur sie die Vereinbarkeitsfrage beantworten müssen – und nicht ihre Männer.

Ich behaupte, dass Frauen ihre Mutterschaft liebend gern auch anders leben würden, wenn die Rahmenbedingungen von Anfang an anders wären. Wenn Familie und Karriere sich nicht von vornherein ausschliessen würde, wenn nicht sofort als Ego-Mutter verschrien würde, wer die Kosten des Nachwuchses auf alle Beteiligten verteilen will.

Es geht eben genau nicht darum, dass es jetzt noch mehr Leistung braucht und deshalb die armen Kinder zu Hause verwaisen, sondern die Bewegung muss in beide Richtungen stattfinden. Es muss selbstverständlich werden, dass Mütter ihre Ambitionen nicht mit der Niederkunft begraben. Und ebenso muss klar werden, dass auch hochqualifizierte Väter sich um die Familie kümmern und Zeit darin investieren.

Natürlich gibt es Stimmen, die sagen, das würde nichts bringen. Das Bildungsprofil von Frauen entspreche oft nicht den Qualifikationsanforderungen jener Branchen, die dann ausländische Spitzenkräfte anheuern, sagte der Ökonom Beat Kappeler dem «Tages-Anzeiger». Als ob die Frauen von Natur aus zum Dienstleistungssektor neigen. Aber vielleicht drängen die Schweizer Frauen ja auch deshalb mehr in soziale als in ökonomische Fächer, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dort eher gegeben ist?

Will man mit Frauenförderung Ernst machen, braucht es mehr als bloss Krippenplätze. Es braucht ein gründliches Umdenken in der Wirtschaft. Es braucht Arbeitszeiten und Karrierestrukturen, die den Bedürfnissen von Familien angepasst werden. Es braucht steuerliche Anreize, damit es attraktiv wird, auch nach der Geburt im Job zu bleiben – und man den Teilzeitlohn nicht gleich wieder an Krippe und Staat abgeben muss. Es braucht einen anständigen Vaterschaftsurlaub, der Vätern ermöglicht, unter gleichen Bedingungen in ihre Vaterschaft zu starten. Darüber hinaus würde ein solcher die Frauen vom Stigma befreien, dass nur sie zum Kostenfaktor werden, wenn sie eine Familie gründen. Und vor allem braucht es die Einsicht, dass arbeitende Mütter keine Rabenmütter und Teilzeiter-Väter keine Weicheier sind.

Nicht zuletzt braucht es Ausbildungs- und Networking-Programme für Mütter, damit diese lernen, dass es viele verschiedene Wege gibt, Kind und Karriere zu vereinen. Und Zuversicht fassen, dass sie das nicht nur können, sondern ihnen das auch zusteht. Denn so lange es einfacher ist Männer zu finden, die den Frauen den Job zutrauen, als Frauen, die sich selbst einer solchen Position gewachsen fühlen, wird das nichts mit der Frauenförderung.

michele150x150 Kopie*Michèle Binswanger ist Autorin, Redaktorin, Mutter zweier Kinder und Mamabloggerin der ersten Stunde. Sie hat gerade ihr erstes Buch zusammen mit Nicole Althaus veröffentlicht: «Macho Mamas – Warum Frauen im Job mehr wollen sollen.» Nagel & Kimche, 176 Seiten, 25.90 sFR

746 Kommentare zu „Es braucht nicht Frauen – sondern Mutterförderung“

  1. Pascal Sutter sagt:

    Bei der “Brautschau” war es mir neben der Liebe auch wichtig, eine Frau kennenzulernen die gerne Arbeitet und ihren Beruf auch als Mutter weiter ausüben will. Das hatte viele Gründe. Einer war, dass ich nicht als Ernährer die ganze Last tragen wollte und die Idee des “Haushaltsgeldes” von jeher seltsam fand. Ein weiterer war, dass bei der momentanen Wirtschaftslage jeder/jede eine längere Erwerbslosigkeit erleiden kann und ich nicht 100 % von einer Institution abhängig sein will. Der allerwichtigste Grund war, dass ich meine Arbeitszeit reduzieren wollte um meine Vaterrolle besser wahrzunehmen

    • tststs sagt:

      Zwei Daumen hoch…
      :-)
      Und jetzt bringen wir diese Einsicht auch noch in gewisse Chefetagen hinein…

    • Ginola sagt:

      Eines von vielen, erfolgsversprechenden Rezepten.
      Das “Suttersche Rezept” darf jedoch nicht dazu missbraucht werden, andere darauf hin zu weisen, dass man gefälligst so, und nur so zu leben hat.

      Fazit: Egal welches Modell, Hauptsache es stimmt für beide.

      • Pascal Sutter sagt:

        Genau so soll mein Rezept auch verstanden sein. Zu meinem Freundeskreis gehören Menschen die in allen möglichen “Lebensentwürfen” leben, ich respektiere dies.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Ginola und P. Sutter

        Genau darauf kommt es an. Natürlich würde hier auch gejubelt, wenn jemand sagte, er würde 100% auf die Kinder schauen, damit die Frau Karriere machen könne. Habe ich auch nichts dagegen. Aber ebenso wenig, wenn die Frau 100% Hausfrau ist.
        Das einzig wichtige ist tatsächlich, dass beide zufrieden sind und nicht die Mamablog-Leser. Vernünftigerweise richtet man sich dabei nach den eigenen Bedürfnissen und nicht nach vorgegebenen Ideologien.

      • 08/15 sagt:

        Egal welches Modell, Hauptsache es stimmt für beide – sollte es nicht besser heissen, es soll für a l l e , auch für die Kinder, stimmen?

    • Pixel sagt:

      Das ist doch mal eine Kommunikation, wie man sie sich in einem Blog wünschen möchte! Pasci, Sie haben haben meinen Respekt. Ich fInde ihre Einstellung einfach wirklich klasse! Und schließe mich also den Mädels an: 2 Daumen hoch und alle Zehen noch dazu!:-)

    • Beno sagt:

      @Pascal Sutter

      Bei mir selber… und in Hunderttausenden von Familiengemeinschaften schreien ihre “Lebensform” bereits die Schnecken vom Klee . Dies ist doch heute mehrheitlich die Norm geworden…der Rest argumentiert wohl noch durch die Brille ihrer Eltern oder aus dem Tierreich…wo die Mutter nur im Nest auf den Eiern sitzt…

    • O. S. sagt:

      Ist doch ein braver Bub, unser Pascal. Traumschwiegersohn. Ganz en liebe. Ein guter Mensch und “emanzipierter Mann”, ein Gutmensch sozusagen.

      • alien sagt:

        Hm. Wenn O.S. jemanden “Gutmenschen” nennt, dann findet er eigentlich, dass er ein “Schlechtmensch” ist…

  2. Stephan Oetiker sagt:

    Liebe Frau Binswanger
    Ich stimme den von Ihnen dargelegten Forderungen zu 100% zu. Glaube aber, dass Sie der Politik zu Unrecht den Wind aus den Segeln nehmen. Denn Frauenförderung heisst auch (und hoffentlich immer mehr) Familienförderung. Familienförderung ist auch Arbeitsmarktpolitik und somit schlussendlich auch Migrationspolitik. Geben Sie also den (endlich) auftauchenden Voten aus der Politik eine Chance. Die Schweiz wird nur über die Politik zu einem familienfreundlicheren Land.

  3. Daniel sagt:

    “Es braucht ein gründliches Umdenken in der Wirtschaft”
    Von was träumen eigentlich karrieregeile Frauen in der Nacht? Als ob sich die Wirtschaft aus freien Stücken ändern würde. Mein Chef bezahlt mir auch nicht aus freien Stücken mehr Lohn oder gewährt mir flexible Arbeitszeiten, wenn er nicht im Gegenzug etwas dafür bekommt. Wenn man mehr Frauen zum Arbeiten ZWINGEN will, dann müsste das über das Gesetz laufen. Aber ganz ehrlich, ich bin gegen subventionierte Krippenplätze. Wer sich nicht um seine Kinder kümmern will soll keine haben und sonst verdient sie Geld um den Krippenplatz zu bezahlen

    • Pascal Sutter sagt:

      Der Chef könnte wenigstens den Teuerungsausgleich bezahlen…

    • Hansli sagt:

      Warum Sollen dann die anderen die Kinderlosen die Schulbildung ihrer Kinder bezahlen? Schliesslich geht das die Kinderlosen nichts an.

      • tststs sagt:

        Weil die mal AHV von den Kindern anderen bekommen –
        dies könnte man ewig so weiterspinnen… solche Generationen/Sozialverträge funktionieren nur, wenn bereit ist, sich darauf einzulassen, ohne eine individuelle Kostenrechnung präsentiert zu bekommen…

    • Pixel sagt:

      @daniel: Karrieregeile Frauen….sehr schön. Und: wer sich nicht um seine Kinder kümmern will, soll keine haben. Auch schön! Also ich resümiere: Siehe haben die Weisheit mit dem Löffel gefressen und verstehen so richtig gut, worum es hier geht. Dann wünsche ich Ihnen, dass Sie auch die Weisheit im Umgang mit Frust mit dem Löffel fressen können. Das würde uns allen hier, im Sinne einer konstruktiven Kommunikation dienen.

  4. Piet sagt:

    Müller-Möhl mag Mutter sein aber eines muss jetzt und hier klargestellt werden. Sie ist absolut keine Unternehmerin und sie hat alles geerbt. Glaubt hier irgendjemand man würde über MM sprechen, wenn sie das viele Geld nicht geerbt hätte? Wäre sie dann auch bei Nestle im VR? Wohl eher nicht aber der neue Chef dort hats erkannt und Möhl wird aus dem VR austreten. Warum? Weil sie absolut nichts gebracht hat. Soviel zum Thema Frauen in den VR

  5. Hansli sagt:

    Wer Frauen nur als Hausfrauen sieht. Der soll gefälligst den Frauenzugang zu Unis und FH verbieten. Denn dann ist diese Ausbildung meist zum Fenster hinausgeworfenes Geld.

    Wissen veraltet schnell, da muss jeder auf dem aktuellen Stand sein, oder Projektleitung, oder Jobs mit einem Personenbezogenen Kundenkreis, oder dein Name muss in der Szene bekannt sein etc… Das sind nicht unbedingt immer gut bezahlte Jobs, das sind nicht immer die Karrierejobs, aber eine Auszeit von mehreren Jahren bedeutet oft das Jobaus für immer. Für Wiedereineigerinnen bleiben dann schlecht bezahlte Hilfsjobs.

  6. tststs sagt:

    Ah, jetzt diskutieren wir in der Realität (ausser: ich würde nicht gleich vom absoluten Jobaus sprechen). Und was wäre hier ein pragmatischer, realistischer Lösungsvorschlag? Mindestlöhne?

    • tststs sagt:

      gehört zu Hansli um 15:50

      • Hansli sagt:

        In meiner Brachen ist nicht einmal der dann tief Lohn das Problem. Sondern die Frustration über die “Idiotenarbeit”

      • tststs sagt:

        “Idiotenarbeit”? Meinen Sie eine Arbeit, die unterfordert?

      • Hansli sagt:

        “Idiotenarbeit” = Jeder Job beinhaltet auch eher langweiligere Sachen. Das wird dann gerne abgegeben…

      • marie sagt:

        oh hansli spricht mir von der seele!!! wage zu behaupte ja ts.

      • tststs sagt:

        Ahh…meine Seele stimmt mit ein… und meistens muss man dazu ein idiotisches Gerät bedienen… :-)

    • Sportpapi sagt:

      Wie kommen Sie nun auf Mindestlöhne? Wenn es so drastisch ist, wie Hansli schreibt, ist die Konsequenz klar: keine Auszeit, wenn man wieder einsteigen will. Im besten Fall Teilzeit.

      • tststs sagt:

        Naja, wenn das System nun mal “solche” Jobs generiert, dann sollte diese auch anständig entlöhnt werden… Das schlussendliche Ziel ist halt nicht materiell messbar, es geht um eine zufriedene Gesellschaft (Stichworte: Lohnschere, soziale Unzufriedenheit, achtung jetzt wirds drastisch: soziale Unruhen, Aufstand, Chaso ;-) )

      • tststs sagt:

        Chaso=Chaos im Chaos :-)

      • Sportpapi sagt:

        Hm – da komme ich nicht ganz mit. Schlecht bezahlte Hilfsjobs bleiben schlecht bezahlt, auch mit Mindestlohn. Die Gefahr ist nur gross, dass sie gar nicht mehr angeboten werden (ausgelagert ins Ausland). Wobei ich durchaus der Meinung bin, dass gerade in Bezug auf die Lohnscheere Handlungsbedarf besteht.
        Und eigentlich haben wir heute eher das Problem, dass zu wenig anspruchslose Jobs bereitstehen. Auch, z.b. für Leute ohne Schulbildung oder gar mit leichter Behinderung, die arbeiten möchten, aber nichts finden.

      • tststs sagt:

        Das mit dem Mindestlohn sehe ich ein bisschen anders, aber das wäre jetzt wirklich zu off-topic…
        Und es ist sicherlich nicht so, dass Mütter das Monopol auf Zugangsprobleme zum Arbeitsmarkt hätten…sind halt die Geister, die man mit der Industrialisierung/Modernisierung/Automatisierung rief…

  7. Beno sagt:

    “weil immer nur sie die Vereinbarkeitsfrage beantworten müssen – und nicht ihre Männer”

    Dies Äußerung gehört meiner Meinung nach einfach nicht mehr als alleinige Wahrheit hingestellt , weil die ankommenden Generationen meist kein Rollendenken mehr haben werden und somit die Karrierefrage eine Offene ist.

    • tststs sagt:

      Jup, absolut, das aktuelle Problem ist nur, dass die ankommende Generation noch nicht mehrheitlich die Schaltstellen bedient… und trotzdem, eine positive Zukunftsprognose ist halt doch ein schwacher Trost für die Frauen und Männer, die sich mit der Vereinbarkeitsfrage herumschlagen müssen

    • marie sagt:

      beno eichtig, aber es sind immer noch die “ollen” am drücker, die bestimmen wie karriere und deren strukturen auszusehen haben… solange geht der “geschlechterkampf” (reloaded) in sachen karriere weiter… da ist die crux.

  8. Gernot sagt:

    Es gibt keinen Managerjob der sich im Rahmen von Krippenöffnungszeiten ausüben lässt, und es gibt (zum Glück) keine Krippe, in der man ein Kleinkind unterbringen kann, wenn man einen mehrtägigen Auslandsaufenthalt absolviert.
    Die Alternative ist häusliche Kinderbetreuung durch Kindermädchen oder Tagesmütter. Gegenüber hoch subventionierten Kinderkrippen sind diese Betreuungsformen benachteiligt. Subjektförderung und Steuererleichterungen für Eltern sind daher das emanzipiertere Konzept. Diese Meinung vertritt auch dieser Blog: http://www.leonore.at/?p=395

  9. Frölein_Mitens sagt:

    Manchmal frag ich mich schon, auf welchem Stern Frau Biswanger unterwegs ist.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das fragen wir uns bei dir auch, gebrainwashtes Freulein.

      • Frölein Mitens sagt:

        Multiple Persönlichkeit? Kenn ich dich?

      • Frölein Mitens sagt:

        Mein Chef hat mich gefragt, ob ich nach dem Babyurlaub zwischen 40-60% wieder arbeiten gehen möchte, besser, es war sogar ein Kriterium, mich weiter anzustellen. Natürlich habe ich ja gesagt, habe ich doch erst gerade die Führung eines kleinen Teams übernommen, und das mit knapp 23 Jahren. Und ja, ich werde kündigen wenn das Baby da ist, etwas anderes stand zwischen mir und meinem Mann nie zur Debatte. Dazu kommt noch, dass meine Schwiegermama in der gleichen Strasse wohnt und einen halbtags Job hat. Etwas, wovon Karrieregeile Frauen Nachts träumen.

      • Widerspenstige sagt:

        Na bravo, das sagt schon sehr viel über Ihre Unreife aus. Ist wohl besser, Sie bleiben Zuhause bei Mann und Kind, denn solche ‘Teamleiterinnen’ verseuchen nur das Arbeitsklima. Kalt dem Chef ins Gesicht lügen und darauf auch noch stolz sein….tztzzt! Was haben Sie sich dabei gedacht, Frölein?!

      • Carolina sagt:

        Tolle Sache, FM. Und ein schöner Bärendienst, den Sie Ihren Nachfolgerinnen und allen Frauen hinterlassen, die in derselben Position sind wie Sie. Dieser Chef wird einen Teufel tun und sich nochmal auf das Wort einer jungen Frau verlassen – danke vielmal. Da hilft es, ab und zu auch mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich zu überlegen, ob das eigene Verhalten wirklich verantwortlich ist oder nicht.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, die einen glauben eben “Karriere” sei wichtig ..

      • Frölein Mitens sagt:

        Wenn man Chefin ist oder jahrelang studiert hat oder einen Job hat, den man nicht eben so mal weitervermitteln kann (speziallisiert), da gelten meiner Meinung nach andere Spielregeln für Frauen, und ich kann ein Stück weit auch nachvollziehen, dass man einen solchen Job nicht einfach so mal an den Nagel hängt. Aber mal ganz ehrlich, die grosse Mehrheit der Frauen, heute wie in 10 Jahren, arbeiten im Büro, in der Dienstleistung, Pflege etcetc. (Genau wie Männer….). Jobs, in denen Frau nicht ums verrecken wieder zurückkehren will nach dem Babyurlaub sondern muss.

      • Hansli sagt:

        So wie Sie den Abgang machen, wird der wiedereinstieg eher schwierig.

      • pixel sagt:

        @Frölein Mitens: Ich freu mich für Ihr Team, dass zumindest Sie nicht “ums verrecken” (Ihre Worte) zurückkehren wollen. Obschon, Ihrem Kind hätte ich eine etwas reifere Mama gegönnt, denn ich wünschte mir für unsere alle Zukunft, dass nicht noch mehr Kinder solche Werte weitervermittelt bekommen. @Hansli: Ja, diesen Gedanken hatte ich auch vorerst. Dann aber fiel mir ein, dass Menschen wie dieses Fräulein es so drehen werden: Ich wollte eine 100% Stelle und hätte aber nur 40-60% arbeiten können. Das war mir zuwenig und deswegen bin ich gleich zu Hause geblieben.

      • Frölein_Mitens sagt:

        @widerspenstige, solche Teamleiterinnen verseuchen nur das Arbeitsklima, sonst noch was? Wir sind austauschbare Arbeitskräfte, wenn dem Chef morgen ein Teil vom Budget gestrichen wird, werden auch die treublödsten Angestellten gekickt, easy as that. Machomama, ich nimm’ was mir passt, ist das nicht voll feministisch? Ich arbeite nicht in einem Familienbetrieb sondern in einem etwas rauerem Klima, da werden Leute im Wochentakt gespickt. Und ich kann SIe beruhigen, die Person vom HR hat auf meine Bedenken, dem Chef ‘in’s Gesicht zu lügen’ gemeint, dass ich meinen Arsch jetzt retten soll.

      • Frölein_Mitens sagt:

        @Carolina, ‘Junge Frauen kriegen Kinder’ hat mir der Chef vom HR gesagt. Da kamen Frauen und wurden nach 6 Monaten Schwanger. Meine ehemalige Chefin übernahm einen Posten mit 32 Lehrlingen, den Sie nach nichteinmal einem Jahr verliess, Mamaurlaub, Ihre Stelle wurde, tada, durch eine Frau belegt. Was ich in deinem und Widerspenstigen Beiträgen lese ist Neid. So seh ich das. Den Frauen wie mir, die Ihre Pflichten noch wahrnehmen ein schlechtes gewissen einredenm, dafür musst du schon ein wenig früher aufstehn. Ein Säugöing wird gesäugt und zwar von der Mama, Punkt.

      • Frölein_Mitens sagt:

        Ich kann mich glücklich Schätzen in einer Situation zu sein, in der ich nicht arbeiten gehen muss. Nicht weil mein Mann einen super gut bezahlten Job hat, sondern weil wir keine Hypothek und zwei Autos haben. Mein Team ist super aber ich geh ja nicht wegen meinen Mitarbeitern arbeiten, sondern weil ich Geld brauche und beim Vertragsabschluss mit meinem Arbeitgeber meine Arbeitskraft gegen Entgelt zur Verfügung gestellt habe und meinen Pflichten nachgehe. Der einzige Grund, warum ich Zuhause bleibe ist;: Weil ich ein Kind habe! Und weil jemand auf dieses Kind aufpassen muss. Warum das nicht

      • Frölein_Mitens sagt:

        das nicht die Mutter sein kann (Oder in diesem Fall hier schon fast ‘darf’) ist mir unverständlich.

      • Widerspenstige sagt:

        Ist ja gut, Frölein, ich habe gecheckt dass Sie in einer ‘hire-and-fire’-Branche tätig sind. Sie haben aber etwas falsch verstanden, wenn Sie sagen ‘…Machomama, ich nimm’ was mir passt, ist das nicht voll feministisch?..’ Nein, das ist Charaktersache und hat sehr wenig mit feministisch zu tun.

      • Frölein_Mitens sagt:

        @wiederspenstige Es ist Charaktersache wenn man nicht 100% transparent ist aber Kinder rumreichen wie heisse Herdöpfel, das geht? Da wird das schlechte Gewissen wegrationalisiert (Wie schon oft gesehen in diesem Blog) dass die Google-Suchmaschine glüht, weinende Kinder im Hort/Krippe abgegeben, Babys für 160,- am Tag fremdbetreut aber wehe eine will nicht schon im 5ten Monat dem Chef zuliebe arbeitslos werden, dann wirds moralisch, ohne mich.

      • Claudia sagt:

        @Frölein Mitens: dann hoffen wir doch mal, dass sie nicht zu den 50% gehören, die alleinerziehend werden. Falls dies doch mal eintrifft, werden sie es bereuen, keinen 40% Job angenommen zu haben und bereits in so jungen Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausgestiegen zu sein. Ich persönlich finde es nicht schlimm, das Kind 2 Tage lang in der Krippe, oder bei den Grosseltern betreuen zu lassen.

      • Gabi sagt:

        Ach… Was war, oder besser: was ist denn nun wirklich, wirklich und (von welchem?) vom obersten Gremium abgesegnet “richtig” feministisch?

        Klappt immer noch nicht. Hm.

        - Hauptsache, nicht hinterfragen, woran es wohl liegen könnte.

      • Carolina sagt:

        FM, es ist mir völlig egal, wie Sie Ihr Leben organisieren – und ich bin DIE Befürworterin der unterschiedlichsten Lebensentwürfe hier. Aber Ihr Verhalten hat etwas mit Anstand zu tun. Was meinen Sie, wie in einem kleinen/kleineren KMU nach einer solchen Erfahrung entschieden wird, wenn es wieder darum geht, Frauen im gebärfähigen Alter einzustellen, nachdem eine Dame wie Sie kaltblütig ihre eigenen Pläne durchgezogen hat? Und sich auch noch völlig im Recht sieht und keinerlei Einsichtsfähigkeit zeigt? Nur darum geht es mir.

      • Carolina sagt:

        Oh, gerade erst gelesen: Neid? Auf Frauen wie Sie, die anderen Frauen einen Bärendienst erweisen? Do me a favour…..
        Mit Feminismus hat das überhaupt nichts zu tun, eher, wie schon mal gesagt, mit einer nach-mir-die-Sintflut-Haltung. Und das dann auch noch damit zu verbrämen, dass Sie Ihre Mutterrolle besser und verantwortlicher ausfüllen als andere Frauen, die im Gegensatz zu Ihnen zu ihrem Wort stehen, ist einfach lächerlich.

      • Frölein_Mitens sagt:

        @carolina, ich denke ich habe meinen Standpunkt klar gemacht. Hät ich meinem Chef gesagt, dass ich nicht vorhabe, nach dem Babyurlaub meine Stelle wieder anzutreten, was denken Sie, hätte er gemacht? Mich vor die Tür gesetzt, kosten sparen. So siehts aus.

      • Pixel sagt:

        @FM: Langsam dämmert mir, dass es bei Ihnen nicht nur falsche Werte sind sondern Naivität. Wobei sogar dieses Wort angesichts der Situation auch schon fast zu lieb ist. Bitte, Froilein, beantworten Sie mir die Frage: wie kann man in der Schweiz im 5ten Monat der Schwangerschaft arbeitslos werden? Wenn Sie schon hier mit grossen Worten des Feminismus schwingen, dann sollten Sie zumindest auch über die hiesige Gesetzeslage informiert sein. Und somit wäre nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis ein offenes und ehrliches Statement ihrem Chef gegenüber konsequenzfrei für Sie geblieben.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, ich verstehe FM auch wenn die Argumente der älteren Blogschreiber ebenfalls stimmen. FM ist 23 und ist in eine Zeit hineingeboren wo weder Moral noch Ethik wirklich zählen. Was zählt ist der Umsatz und alles andere ist Hochglanz-Broschüren-Geschwätz. Ich verstehe die heutige Generation, sie wissen, dass viele AG ihre MA belügen und weder eine Anstellung noch eine Kündigung heute nach rationalen Kriterien abläuft wie auch, wenn alleine nur Gewinnmaximierung über allem steht nur damit die Schnodderbuben von Chefs und ihre Tussis rumproleten können.

      • alien sagt:

        Ich sage es so: Ein Arbeitgeber, der zu mir loyal ist, zu dem bin ich auch loyal. Meine Erfahrung mit der Loyalität zu Arbeitnehmern in der Wirtschaft bisher war aber äusserst durchzogen. Äusserst.

        Darum gehe ich bei einem Arbeitgeber, zumal einer grösseren Firma, erst mal davon aus, dass er nicht loyal ist (auch wenn er das behauptet, was heute ja alle tun).

      • Carolina sagt:

        Was für ein Geschwätz, alien! Wir alle haben auch auf einer individuellen Ebene etwas Mitverantwortung dafür, dass nicht einfach jeder das Maximum für sich selber herausholt, sondern dass wir auch dem Sozialgefüge verpflichtet sind. Wenn alle einfach davon ausgehen, dass jeder Arbeitgeber ein illoyaler Hund ist, der mich nur übers Ohr hauen will, wenn wir den angeblichen Einbruch von Ethik und Moral (Roth) als weitverbreitete Tatsache hinstellen, können wir einpacken. MMn gibt es anständiges und unanständiges Verhalten. Wenn ich die Versicherung ‘ein bisschen’ betrüge, ist und bleibt es Betrug

      • Carolina sagt:

        /2 und wenn ich meinem Chef, der mir die Möglichkeit anbietet, nach der Geburt Teilzeit weiterzuarbeiten, vorlüge, ich komme wieder, um dann doch zu kündigen, ist das unanständig. Punkt. Aus. Solches Verhalten hat direkte Auswirkungen auf zukünftiges Verhalten. Und es hat auch nichts mit ‘der Jugend von heute’ zu tun. Diese Füüfer/Weggli-Mentalität hat es zu allen Zeiten gegeben – heute ist es höchstens inopportuner geworden, darauf hinzuweisen. Denn die Frölein Mittens dieser Welt sind sich noch nicht mal zu schade, dieses Verhalten auch noch zu verteidigen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Recht haben Sie. Und selbst wenn es solche Arbeitnehmer gibt, wie Alien sie als Mehrheit bezeichnet. Heisst das noch lange nicht, dass wir uns auch so verhalten müssen.

      • O. S. sagt:

        @Frölein Mitens: Ich beglückwünsche Sie zu ihrer Wahl. Der giftgrüne Neid einer Widerspenstigen ist vollkommen irrelevant.

      • E.H.Roth sagt:

        Ich habe nicht gesagt, dass ich den Verfall von Moral und Ethik gutheisse Frau Carolina. Jedenfalls mein Glückwunsch, wenn es in ihrer Arbeitswelt noch fair zu und hergeht. Das will ihnen auch niemand verwehren. Akzeptieren Sie einfach, dass es Menschen gibt mit Erfahrungen die ihnen bis heute erspart blieben. Ich war auch einmal ein anderer, positiv und voller Energie, engagierte mich… ja ja das waren noch Zeiten… lange ist her… heute sehe nur noch Schwätzer und Halunken.

      • Carolina sagt:

        OS, es geht hier nicht um die Wahl, die FM trifft – die bleibt allein ihr vorbehalten. Wenn sie ihr Baby stillen will und zuhause bleiben will – ihr gutes Recht. Aber das kann man auch anständig machen: indem man dem Arbeitgeber eine ehrliche Antwort gibt, ihn nicht hinhält, um damit den Frauen, die nachher kommen, die Suppe zu versalzen. Und falls FM in der CH bei einer ‘normalen’ Firma arbeitet, könnte ihr der Arbeitgeber gar nicht kündigen, wenn sie ihn – schwanger – davon informiert, nicht mehr wiederzukommen. Aber das wissen Sie alles, OS, nicht wahr? Mal wieder selektiv gelesen……

      • Carolina sagt:

        Roth, Sie meinen, weil ich Enttäuschungen erlebt habe, disillusioniert worden bin, gibt mir das irgendwann das Recht zu sagen, zum Teufel mit Ehre und Anstand? Fragen Sie doch mal Ihre Freundin Pippi: ihr Sohn hat sich gerade selbstständig gemacht, ist Geschäftsführer einer kleinen KMU (wenn ich das richtig verstanden habe), wahrscheinlich noch voller guter Vorsätze, Ideen und Saft und Kraft. Er stellt vielleicht eine Frau ein, die ihm kurz danach mitteilt, sie sei schwanger – was würden Sie diesem jungen Mann sagen? Und was würden Sie über die Frau denken? Und sagen Sie Ihren Kindern auch,

      • O. S. sagt:

        Rubbish. Wenn das System schon falsch ist, dann darf man es auch ausnutzen. Wer als Arbeitgeber auf die Verlässlichkeit junger Frauen im gebärfähigen Alter baut, ist selber schuld. So what, muss er sich halt eine(n) andere(n) suchen, um die Stelle zu besetzen. Das wird den oder die freuen. Way to go, Frolein! :-)

      • Carolina sagt:

        /2 sie sollten sich einen Teufel um die Konsequenzen für andere kümmern, Hauptsache, für sie selbst läuft es? Solches Verhalten gebiert immer wieder dasselbe Verhalten – es ist ein Teufelskreis aus Frust – Verbitterung – Rachegedanken – nach-mir-die-Sintflut-Denken, das die Umwelt verpestet.

      • Carolina sagt:

        Achtung, Achtung: OS ist langweilig – er wird jetzt diesen Blog auf seine ureigenste Art und Weise ‘beleben’. Ich gehe dann mal in Deckung. Und tschüss!

      • O. S. sagt:

        Carolina Müller-Möhl ist schon eine verdammt attrakive Frau. Und erst die Russinnen im vorderen Thread *schmacht*

      • Carolina sagt:

        Ich dachte, Sie hätten Grippe? Ihre Lebensgeister scheinen mir ziemlich intakt. Kleiner Tipp: schmeissen Sie in Ihren hot toddie ein wenig von der grünen Fee, Sie alter Franzose. Entweder es bringt Sie um oder Sie sind danach komplett gesund und können dann wieder den Unterschied zwischen Anstand und Unanständigkeit erkennen.

      • Frölein_Mitens sagt:

        Carolina, hier wird mit zwei verschiedenen Massen gemessen. Ich arbeitete schon einen Moment lang für dieses Unternehmen, als mein Chef sich dafür entschied, mich fest anzustellen. Noch in der Probezeit musste ich Ihm dann mitteilen, dass ich schwanger bin. Darauf meinte er, dass eine Zusammenarbeit keinen Sinn macht, falls ich nach dem Mama Urlaub nicht zurückomme. Natürlich habe ich also ja gesagt. Ist es moralisch ok, eine schwangere Frau, von der Mann weiss, dass Sie sicher keinen anderen Job erhält in der Zwischenzeit, zu künden, nur um ein paar Fränkli zu sparen?

      • E.H.Roth sagt:

        Enthusiasmus haben Sie Frau Carolina. Ich hatte auch viele Jahre meine Energie für die Arbeitswelt verschwendet und nein, es geht nicht um Frust sondern um die Gesundheit und das Wissen, es lohnt sich nie, sein Leben für die Arbeit zu opfern und schon gar nicht als Angestellter.

      • Widerspenstige sagt:

        Frölein, es wurde alles gesagt und Sie können sich selber an der Nase nehmen, was wohl klüger gewesen wäre in Ihrer verdrackten Situation: a) dem Chef mitteilen, dass Sie eine Babypause einlegen wollen auf unabsehbare Zeit, aber er Ihnen die Option offen lässt, Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzustellen etc. Er würde Ihnen kündigen während der Probezeit, was gemäss Arbeitsrecht legitim wäre, und keine Lohnfortzahlung tätigen. Sie haben jedoch eine sehr gute Chance, als zuverlässige Wiedereinsteigerin vor dem Chef dazustehen oder b) Sie belassen es wie jetzt und tragen das Risiko!

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Nein, die Folgen tragen dann andere Frauen. Sei selber wird wohl sogar mit gutem Zeugnis wegkommen. Vor allem, wenn der Chef nicht merkt, dass dies von allem Anfang an so geplant war.

      • pixel sagt:

        @Froilein: Langsam dämmert mir, dasss es bei Ihnen nicht nur falsche Werte, sondern Naivität ist. Wobei auch dieses Wort angesichts der Situation schon fast zu dezent ist. Bitte, Froilein, beantworten Sie mir doch folgende Frage: Wie kann man in der Scheiz im 5ten Monat der SS arbeitslos werden? Wenn Sie sich hier schon so clever geben, dann sollten Sie auch zumindest über die hiesige Gesetzeslage informiert sein.Und somit wäre nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis ein offenes und ehrliches Statement ihrem Chef gegenüber konsequenzfrei für Sie geblieben.

      • pixel sagt:

        @ws: ich kann mir nicht vorstellen, dass die Probezeit bei dem Froilein 5 Monate betrug. Und somit ist alles andere eh hinfällig. Ich kenne nur sehr wenige Menschen die eine Probezeit von 6 Monaten haben, die haben aber (schätzungsgemäss) etwas andere Positionen besetzt….

    • Hansli sagt:

      Die Schweiz ist sehr klein…. Fall Sie später einen neuen Job suchen wird derjenige ihrem letzten Arbeitgeber anrufen! Da spielt es kein Rolle ob ihre Firma gerecht oder ungerecht ist. Für die nächste Anstellung wird ihr verhalten beurteilt und nichts anderes. Das ist viel entscheidender als die Qualifikation. Denn andere werden besser qualifizierter sein ohne Babypause.
      Ehrlichkeit zahlt sich am Ende aus, auch wenn die Konsequenzen kurzfristig negativ sind.

      • O. S. sagt:

        Achtung aber jetzt: Frolein Mitens bekommt Schimpfis, böses Mädchen hat gegen die schöne brave Gleichstellungsideologie verstossen. Nonkonformismus ist hart zu ahnden! Und sie hat sich erst noch entschieden ihre Karrierefraukarriere auf den Ghüder zu werfen (und dem Staat so das ihm zustehende Geld, Geld, Geld vorzuenthalten, weil sie jetzt faul zu hause hockt, statt für das Vaterland zu arbeiten). Steinigt sie!

        Way to go, Frau Mitens. Ich finde genau richtig, was sie tun.

        – also sprach Orlando.

      • O. S. sagt:

        Achtung jetzt aber: Frolein Mitens bekommt Schimpfis, böses Mädchen hat gegen die schöne brave Gleichstellungsideologie verstossen. Nonkonformismus ist hart zu ahnden! Und sie hat sich erst noch entschieden ihre Karrierefraukarriere auf den Ghüder zu werfen (und dem Staat so das ihm zustehende Geld, Geld, Geld vorzuenthalten, weil sie jetzt faul zu hause hockt, statt für das Vaterland zu arbeiten). Steinigt sie!

        Way to go, Frau Mitens. Ich finde genau richtig, was sie tun.

      • Katharina sagt:

        lang lebe das denunziantentum und das unkontrollierte verbreiten von vorurteilen.

      • Carolina sagt:

        Meine Güte, O, jetzt übertreiben Sie es aber wirklich mit dem Hustensaft – Sie hören sich ja an wie ein wildgewordener Gartenzwerg. Und Frau Mitens (hihi), noch eine kleine Anmerkung, dann reicht es wirklich: Wenn Herr OS das, was Sie tun, genau richtig findet, heisst es, hellhörig werden und sich überlegen, wo man falsch liegt!

      • O. S. sagt:

        Carolina, sie sind ja richtig anhänglich heute. Ist’s so öde an ihrem zweiten Wohnsitz in England, denn sie jetsetten ja doch zwischen der Schweiz und England hin und her, uuuh, posh posh.

        Und verstehen meinen schönen Essay nicht. *schmoll*

        Nein, ich nehme keinen Hustensaft, Ein richtiger Mann wird doch mit so einer kleinen angeschwulten Grippe selber fertig. Das ist der Lauf der Natur: selbst die stärksten Kerle soll es hin und wieder ins Bett umhauen. Das muss mann über sich ergehen lassen. Die Natur zeigt dem Menschen, wo Gott hockt. Man muss nicht wegen jedem Bobo ein Mitteli nehmen.

      • Katharina sagt:

        angeschwulte grippe, also O…. das tönt ja wie eine Histoire d’O.

        und redet dann noch von ‘wo Gott hockt.”…. wohl im Schritt des ansteckenden Hünen.

        Sorry. aber den musste ich platzieren – no offense.

      • Widerspenstige sagt:

        Genau so ist es, Hansli! Das habe ich mit meiner Aussage gemeint, dass das Frölein sich da verkalkuliert und später selber das Risiko tragen muss, wenn es für sie düster aussehen wird in der Jobsuche. Ich habe in einem Personalbüro eines bekannten Technologiekonzerns gearbeitet und weiss darüber ziemlich Bescheid. Ehrlichkeit dem Vorgesetzten gegenüber zahlt sich auf jeden Fall aus, wer sich einen guten Namen machen will. Die Schweiz ist echt zuuu klein für solche Spässchen in der Jobsuche!

      • Widerspenstige sagt:

        Gabi, wieder auferstanden?

        Wecki wecki….das ‘oberste Gremium’ hat das teuflische Wort FEMINISMUS im Vokabular gebraucht…’und sie tat es schon wieder und immer wieder..’.

        Sie meinen mit ‘…Hauptsache, nicht hinterfragen, woran es wohl liegen könnte…’?

  10. Karl von Bruk sagt:

    Es waere ja ein Wunder gewesen, wenn den beiden “nur” halbwegs frauenlastigen Artikeln und auch einigen nicht wegzensurierten Emanzobeitraegen im normalen redaktionellen Teil nicht auch noch der obligate Binschwangersche Femokratiebuchstabenduennschiss nach dem ueblichen Motto (”Alle Vorrechte sofort, aber ja keine Pflichten mehr!”) gefolgt waere….

  11. Felix Alter sagt:

    Was man übersieht: DerArtikel dient ja nur dazu, ein Buch zu promoten. Die wirklichen Problemfelder der Arbeitswelt werden eher verhüllt: Der Arbeitsmarkt an sich funktioniert nicht. Man muss sich ja vergegenwärtigen, dass 65 % der Leute an der falschen Stelle sitzen und unzufrieden sind.

  12. Barbara sagt:

    Liebe Frau Binswanger, sie sagen, “Frauen haben heute die gleichen Chancen im Arbeitsleben, wie die Männer”. Das ist schlicht falsch. Auch Nicht-Mütter haben Nachteile im Erwerbsleben, schon nur dadurch, dass sie stets als potenzielle Mütter angesehen werden.

  13. Sandra sagt:

    Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es eine Übereinkunft zwischen der Wirtschaft und der Gesellschaft, dass Männer, insbesondere auch beruflich erfolgreiche Männer, viel Zeit im Militär verbingen. Zeit, die sie am Arbeitsplatz fehlen.

    Weshalb können dieselben Regeln nicht für Familienarbeit gelten? Familienarbeit bringt ebenfalls wichtige Zusatzqualifikationen, ist ein Dienst an der Gesellschaft. Berufliche Karriere und sonstige Verpflichtungen können nebeneinander gelebt werden, wenn sie gesellschaftliche Realität sind. Dann muss die Wirtschaft darauf reagieren und kann sie nicht negieren.

    • Rebekka Grün sagt:

      Sie sprechen meine Gedanken aus…

    • Widerspenstige sagt:

      Sandra, guter Denkanstoss. Weil es bisher anscheinend kein Thema war und die Frauen sich beeindrucken liessen von der Kündigungsangst, der Angst-nicht-genügen-zu-können bei Anfragen zur Beförderung etc. Wenn eine militärische Absenz in der Arbeitswelt finanziell abgefedert und die Ausfälle organisiert werden können innerhalb eines Betriebes, dann kann dies genau so gehandhabt werden bei Schwangerschaft und Geburt. Ist ja gut rechtzeitig zu regeln. Sehe da absolut Parallelen!

    • Katharina sagt:

      Ich habe als Antwort auf Sportpapi sagt 4. Mai 2012 um 08:18 auf der ersten Seite hier gestern Abend darauf hingewiesen. Dass Mutterschaft, genauso wie Militär ein Dienst an der Öffentlichkeit ist und somit die Finanzierung und die arbeitsrechtlichen Belange gleich lösbar seien. gerade Militär zeigt, ja, dass Unternehmen mit planbaren Unterbrüchen der Arbeitsleistung umgehen können und dass es finanzierbar ist (über die EO). Im Tatbeweis eben schon erbracht, siehe Militär.

      Dieselben Kreise bringen nun als Argument gegen Elternförderung, es sei für Betriebe nicht zumutbar.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich habe es zu spät gesehen Deine Beiträge dort als Antwort an Sportpapi, Katharina, und habe dort geantwortet. Es ist eine Frage des Goodwill von Arbeitgeberseite! Das Geschlecht darf nicht länger ausschlaggebend sein, sondern nur die Qualifikation.

      • Sandra sagt:

        @Katharina. Deinen Beitrag habe ich nicht gelesen. Unsere Gedanken haben sich unabhängig voneinander in dieselbe Richtung entwickelt. Vielleicht ein Zeichen, dass wir mit unseren Argumenten nicht so falsch liegen.

      • O. S. sagt:

        Muttersein ist ein “Dienst an der Öffentlichkeit”?

        Sind jetzt alle bekloppt oder was? In welchem stalinistischen Vaterland leben sie denn?

        Wollen sie in Zukunft auch noch das Atmen subventionieren?

    • Sportpapi sagt:

      Ich schaue dann gerne noch, was ihr an anderer Stelle geschrieben habt. Hier aber mal so viel: Das waren andere Zeiten. Wer heute Karriere im Militär machen möchte, ist heute in der Wirtschaft auch nicht mehr gerne gesehen. Und für die RS hat zu meiner Zeit kaum jemand eine Anstellung gehabt, oder er musste sich für längere Zeit “verpflichten”. Vielleicht wäre ja das ein Weg? Weiter: Früher wurde man auch freigestellt für öffentliche Ämter. Versuchen Sie das heute mal zu diskutieren…

      • Katharina sagt:

        Ich brachte das M1litär ins Spiel, weil eben in der Schweiz Dienst Pflicht besteht und alle Betriebe sich auf die dadurch anfallenden Arbeits-Ausfälle eingestellt haben und dafür auch entgolten werden – eben über die E0. Dies, weil die unternehmerische Sicht als Gegenargument benutzt wird und gerade die Regelungen betreffend Mil1tär das Gegenteil beweisen. Trotz dieser Regelungen und Auflagen sind die Schweizer Unternehmen international wettbewerbsfähig – oft an der Spitze.

        Es ist also durchaus so, dass die Förderung der Elternschaft keine logistisch unlösbaren Probleme verursacht.

      • Katharina sagt:

        Weiter: Jedes Kind ist ein Versprechen an die Zukunft der Gesellschaft. Damit übernehmen Eltern eine sehr grosse Verantwortung, die immerhin auch heisst, dass die nächste Generation da sein wird. Es ist daher sehr wohl ein Dienst an der Öffentlichkeit und ich finde, dass dies auch entsprechend durch eben diese Gesellschaft honoriert werden muss, und nicht strukturell noch Nachteile eingebaut sein dürfen.

      • Katharina sagt:

        Wenn dieselbe Gesellschaft sehr grosse Summen in die Landes Verteidigung investiert, dafür im Recht auch entsprechend Massnahmen trifft, die durchaus nötig sein mögen, so soll bitte das Wesentlichste, nämlich unsere Kinder, auch mit der mindestens gleich hohen Priorität geehrt werden.

      • Katharina sagt:

        (betrifft den auf Seite 1 angefangenen Diskussionsverlauf, aber dort hängt derselbe Text in der Schlaufe)

      • Widerspenstige sagt:

        Katharina, sehe ich genau so. Wen will denn das Militär schützen, wenn nicht die gesamte Gesellschaft? Gehören da Kinder nicht dazu? Also ich frage mich schon, was in Köpfen wie eines Sportpapis so vor sich geht, wenn das nicht als Mitwirken an der Gesellschaft eingeordnet werden darf/kann/soll. Und besonders diese Aussage finde ich Gold wert:

        Jedes Kind ist ein Versprechen an die Zukunft einer Gesellschaft.

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Natürlich ist es “Mitwirken an der Gesellschaft”, wenn Eltern Kinder haben. Dies aber quasi als Dienst an der Gesellschaft, womöglich noch erfüllen einer Dienstpflicht zu bezeichnen, geht viel zu weit. Und weckt ungute Erinnerungen.
        @Katharina: Eine Firma verkraftet regelmässige, angekündigte Absenzen wegen militärischen WKs. Wobei auch die notfalls verschoben werden. Aber 18 Monate Absenz, frei wählbar und womöglich am Stück?

      • O. S. sagt:

        “Wen will denn das Militär schützen, wenn nicht die gesamte Gesellschaft? Gehören da Kinder nicht dazu?”

        Hääh? Demenz im Frühstadium?

        Man könnte den Begriff “Gesellschaft” austauschen mit “Volkskörper” oder “Vaterland” – so wie hier argumentiert wird, könnte man meinen wir leben in Nordkorea. Ein Kind zu haben ist eine Entscheidung der Eltern (oft leider nur der Frau) und hat mit dem abstrakten Gesellschaftwohl erstmal gar nix zu tun, ist das klar?

        Zum Kotzen, sich alles vom Staat finanzieren zu lassen, doofe Hühner. Frische Kinder kann man nämlich auch durch Einwanderung erhalten.

      • O. S. sagt:

        Zum Bsp. aus Portugal, intakte, katholische Familien mit vielen Kindern. Mit denen gibts auch keine Integrationsprobleme. Und sie sind fleissig.

      • Sportpapi sagt:

        @O.S. Keine Integrationsprobleme??

      • Katharina sagt:

        Ihr habt doch schon Mutterschaft Urlaub, nicht? Siehe die Betreiber dieser Plattform. Zwei Autorinnen sind zur Zeit im Urlaub. Es zeigt doch, dass es machbar ist.

  14. Martha sagt:

    Wäre es der Wirtschaft ernst mit der Frauenförderung, dann wäre das Krippenproblem längst gelöst. Für wie Blöde halten Sie eigentlich unsere Wirtschaftsführer.

  15. Martha sagt:

    Frau hätte zum Beispiel auch bei Simonetta Sommaruga nachfragen können, warum sie das fordert, was sie fordert. Simonetta Sommaruga plagauert nicht einfach irgendetwas aus dem Bauch heraus, sie erledigt ihre Aufgaben überlegt und gewissenhaft.

  16. Hannah sagt:

    Ich würde eher schreiben, es braucht nicht Frauenförderung, sondern Elternförderung. In der Tat hätten es Frauen schon sehr viel leichter, wenn dem Arbeitgeber klar ist, dass ein Mann genauso schnell und lange ausfallen kann, zwecks Elternzeit etc. wie eine Frau. Aber auch mehr Flexibilität wäre wünschenswert. Ich selbst bin hart an die Realität gestoßen, als mir der Betriebsrat, trotz Befürwortung meiner Chefin verweigert hat, einige Monate von zu Hause aus zu arbeiten. Einfach aus Prinzip…

  17. Martha sagt:

    Und weil nun gerade wieder mal Frau Müller -Möhl herhalten muss, als gutes Beispiel wie eine Frau Karriere machen kann, wenn nur das Krippenproblem gelöst ist. Frau Müller- Möhl hat im Radio erzählt, dass sie mit Topqualifikationen beim Schweizer Fernsehen hat arbeiten wollen, sie sei auch bereit gewesen von der Picke auf zu lernen, aber man habe sie einfach nicht haben wollen. Und damals hatte sie noch keine Kinder. Soweit ich weiss, hat sie ihre Karriere erst aufnehmen können, nachdem ihr Mann verstorben war, mit dem Millionenerbe, welches er ihr hinterlassen hat.

  18. Franz Oettli sagt:

    Es braucht weder Frauen- noch Mutter-, sondern Familienförderung, wenn schon. Und das sicher nicht mit der Einwandererthematik vermengt, das habe ich bei Frau Sommaruga auch nicht verstanden. Aber bei uns haben wir ja eigentlich Luxusprobleme, wenn man sich die Situation andernorts, der Umweltsünden weltweit oder dem riesigen Abfallproblem auf dem Planeten vor Augen führt.

  19. plop sagt:

    Na da hatten einige aber einiges zu tun heute… Fazit? Es sind sich alle ja mehr oder weniger einig, hoffen auch auf die nächste Generation und da hoff ich wirklich, dass enges Denken nicht dann doch plötzlich eine Altersfrage ist, denn auch wir jungen werden dann mal grau und haben unsere Ärsche in die dicken Stühlen gebettet… Oder kriegens eben nicht mehr aus der guten Stube raus. Und ja, es hängt einiges von den Männern ab und das ist irgendeswie schon bedenklich…

  20. sepp z. sagt:

    Manchmal frage ich mich, in welcher Wohlfühlwelt gewisse Blogger leben.
    Als Selbständigerwerbender und KMU-Geschäftsführer kann ich froh sein, wenn ich irgendwann mit 45 überhaupt Kinder finanzieren kann. Weshalb Freizeit-Familien-Plausch-Mitarbeiter anstellen, wenn motivierte 150% Arbeiter die Stelle wollen? Und vor der Grenze warten unzählige gut gebildete Akademiker darauf, dieselbe Stelle für einen Praktikantenlohn anzutreten…
    Als KMU gibts heute primär Ärger von zwei Seiten: die Lobby der globalen Multis sowie jene der verwöhnten Besitzstandswahrer und Privilegienschmarotzer.

    • Karl von Bruk sagt:

      Noch immer nix dazugelernt? Der Lohndoemper von heute, der ein paar Raeppli mehr Gewinn bringt, ist der Konkurrentt von morgen, der die ganze Marge schleisst. Handwerk hatte noch goldenen Boden, ald die Lohnsoemperschleusen nur fuer Anbau und Bau kontrolliert geoeffnet waren. Den fleissigen “Privilegienschmarotzer” blieb gar noch ein kleiner Wahlbedarf, von dem das einheimische Gewerbe mit grosszuegigen Rechnungen profitierte. Heute ist KMU Konzernzulieferer der beim Stueckpreis um Rappenbruchteile gedrueckt wird. Und umverteilt wird an den Geldadlel und die Ponyhoefe des Schlitzadels….

    • Pixel sagt:

      @sepp: gut, das ist natürlich eine Frage der Perspektive. Es gibt ihnen ja auch niemand vor, dass Sie “Freizeit-Familien-Plausch-Mitarbeiter” anstellen müssen. Das ist ihre Sache. Und auch verständlich und nachvollziehbar. Ich würde es auch nicht tun wollen. Aber ich würde eine qualifizierte und ausgebildete Mitarbeiterin einem schnösigen jungen Möchtegern vorziehen. Weil ich weiss, dass sie, spätestens seit ein Kind da ist, ihre Zeit EFFIZIENT nutzen wird. Denn diese Mitarbeiterin weiss, wie wertvoll das Gut ist. Sie weiss, dass sie beschränkt Zeit hat und wird konzentriert und //

    • Pixel sagt:

      //und bewusst ihren Job machen. Und weil sie weiss, dass es nicht selbstverständlich ist, als junge Mutter den Job zu haben, wird sie sich vermutlich auch noch mehr ins Zeug legen. Aber Sepp, sehen Sie, dass sind so Erfahrungswerte, die man gemacht hat oder eben nicht. Und sowas versteht man erst, wenn man selbst die Perspektive eines Elternteils eingenommen hat. Ich nehme Ihnen Ihre Ansicht nicht übel. Aber nehmen Sie mir bitte auch nicht übel, wenn ich Ihnen jetzt sage, dass ich Ihre Mitarbeiter nicht beneide und auch niemals einen Job bei Ihnen haben möchte. Egal wie attraktiv der sein mag.

    • sepp z. sagt:

      karl von bruk, beachte, dass im blog von förderun der frauen in chefetagen die rede ist. welche etagen sind denn da gemeint? doch wohl die teppichetagen der internationalen konzerne, welche sonst? und für diese späteren abzocker, welche dem lokalen gewerbe die tür zumachen wollen wos geht, sollen wir noch subventionen und steuererleichterungen freimachen? und gleichzeitig werden in der ‘kaderschmiede’ hsg st.gallen die studiengebühren zum zweiten mal in zwei jahren angehoben und verdoppelt (ein schelm wer an selektion via portemonnaie denkt).

      • Karl von Bruk sagt:

        Es hat nun mal nicht genug reiche auslaendische Altnazis, Kinderschaender, Oelscheichen und ihre burkatragenden Sexsklavinnen sowie (andere) Kapitalschmarotzer, um das lokale Gewerbe flaechendeckend zu sanieren. Basis jeder Gemeinsamen Wohlfahrt der Geschichte waren Nationalstaaten mit Zollmauern und einem finanziell gesunden Naehrstand sowie anstaendig statt nur zu einem Bruchteil von Baenkstern und Versicherungsgaengstern besoldeten Beamten. Alle anderen Experimente von Politidioten und imperial verblendeten Nazoekfantasten endeten in GAU aller Unart bis hin zu Revolution und Krieg….

    • plop sagt:

      Sepp, nebst dem, was pixel schon aufgeführt hat, stört mich auch folgendes bei Ihrem post, nämlich das mit dem finanzieren der Kinder, da stehen Sie sich ja selber im Weg. Es braucht nun mal kein wahnsinnseinkommen um eine Familie ernähren zu können, es braucht dafür ja auch kein Eigenheim, keine 2 Autos etc –

      • Pixel sagt:

        :-) plop, ich glaube dem sepp gehts hierum, dass er den Eindruck hat, dass eine Frau mit Kind einfach nur noch so zum Plausch ein bissl arbeitet. Ach ja, weile grad nett ist. Während auf der anderen Seite der Landesgrenze junge engagierte Akademiker darauf brennen, den Job hier zu machen, und zwar zu 150% (nicht nur 50%)! außerdem wird ein junger Akademiker auch nicht schwanger. Geht nicht in Mutterschutz. Der macht einfach keine Probleme. Ich persönlich finde die Denke ziemlich kurzsichtig, aber ok. Jedem das oder der Seine.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wenn Frauen ihren Kindern denselben Stellenwert einräumen wollen wie ihrer Arbeit, sind sie keine Privilegienschmarotzer.

      Ich kenne mich übrigens bestens aus mit den KMUlern, ich komme selber aus einer solchen Familie, ich kenne die Herausforderungen, die sich solchen Betrieben stellen, mein Vater haftete die längste Zeit mit seinem ganzen Privatvermögen, das gibt einen ganz anderen Blickwinkel. Trotzdem hat er seine Angestellten immer anständig und grosszügig behandelt. Gerade weil ein KMU Betrieb solche Ausfälle nicht selber finanzieren kann, braucht es die Ausgleichskassen.

      • Karl von Bruk sagt:

        Ein solcher KMU ist im aktuellen grenzenlosen Haifischteich morgen Konkurs, wenn der Konkurrent mit 150 Prozentlohndoempern oder der Lohndoemper von gestern als Billigselbstaendiger, der selber fast rund um die Uhr krampft und seine Familie gratis mitkrampfen laesst, die Preise doempen. Richtig ist, dass die Sozialversicherung staatlich sein muss, da die KMU sonst auch noch einen Sozialdoempingwettbewerb austragen, um zu ueberleben…..

      • Beno sagt:

        „Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind
        der Motor der europäischen Wirtschaft. Sie tragen wesentlich zur
        Entstehung von Arbeitsplätzen bei, fördern den Unternehmergeist und die
        Innovationstätigkeit in der EU und spielen deshalb eine entscheidende Rolle
        bei der Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung. Die
        neue KMU-Definition, die am 1. Januar 2005 in Kraft trat, markiert einen
        wichtigen Schritt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
        für KMU …darum auch einmal ein Danke! ..an sepp z.

    • Hansli sagt:

      Da schreiben ein paar Frustrierte…. Wen man als Lebensraum Haus, Potz-Auto und Tussi am Herd hat, dann muss man halt einen entsprechenden lukrativen Job haben.

    • sepp z. sagt:

      karl von bruk, dazu kommt, dass ich für unser kmu keine angst vor konkurrenz habe (von wegen: ‘die konkurrenten von morgen’). ja, im gegenteil, da bin ich ein verfechter von echter konkurrenz, welche nicht auf seilschaften, privilegien etc beruht, sondern schlicht auf der qualität der leistung.
      und da liegt die blogshreiberin echt daneben, wenn sie ‘networking’-programme und seilschaften für mütter fördern will. der volksmund nennt sowas schlicht filz. filz ist der grösste verhinderer von meritokratie, von sozialer durchlässigkeit und übrigens auch frauenanteilen in chefetagen…

      • Karl von Bruk sagt:

        Die Meritokratie koennen Sie in der Schweiz ruhig vergessen. Quereinsteigende FINMA-Dillettanten “verdienen” das Mehrfache eines viel hoeher karaetigen Experten mit Staats”karriere”. Erwerbsfaule Abscheiderinnen gruenden eigene Haushalte, die jeden Monat zigtausende Franken Defizit auf dem Puckel von Exmann und Staat generieren, statt sich in einen anderen einzugliedern. Ein in Exfamiliensippenhaftung genommener Beamter vegetiert primitiver dahin als der letzte Asylbetrueger, der KMU kann Konkurs anmelden, wenn es ihm nicht gelingt, den Gewinn bis zur Rechtskraft der Scheidung zu minimieren…

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