Blogs


Gabriela Braun am Donnerstag den 3. Mai 2012

Der Stress mit Schwangeren

Bei ihnen dreht sich alles um den Bauch: Schwangere bei einem Schönheitswettbewerb in Russland. (Bild: Reuters)

Bei ihnen dreht sich alles um den Bauch: Schwangere bei einem Schönheitswettbewerb in Russland. (Bild: Reuters)

Eine schwangere Frau muss sich ja zu allerlei Themen schlau machen. Es beginnt bei Fragen wie: Welchen Käse darf ich essen? Wieviel Wein darf ich trinken – beziehungsweise: Darf ich das denn überhaupt noch? Sie macht sich mit ihrem Partner Gedanken zur Gesundheit des Babys, staunt über dessen Entwicklung, überlegt sich allfällige vorgeburtliche Untersuchungen.

Hinzu kommen eine Menge grosser Entscheidungen, die anstehen: Welchen Namen soll das Kind tragen. Wer kommt als Götti in Frage. Wie und wo versichern sie es. Wer soll danach wieviel arbeiten. Und: Wollen wir vorher nicht doch heiraten?

Verständlich deshalb, wenn das Baby Thema Nummer eins ist. Es gehört mit zur Vorfreude, über all diese Dinge zu reden und die gemachten Gedanken zu teilen – mit der Familie und Freunden, den Arbeitskollegen und Bekannten.

Trotzdem frage ich mich: Müssen werdende Mütter immer nur noch über diese Themen reden? Gibt’s denn gar nichts anderes mehr, das sie bewegt oder interessiert? Ich erlebe in letzter Zeit häufig, dass gestandene Frauen – kaum sind sie schwanger – in das ewig gleiche Gebrabbel einstimmen. Sonst waren sie doch immer so eigenständig, witzig und gescheit…? Alle anderen Interessen und Themen scheinen sich in Luft aufzulösen, zugunsten ihres Bauchs.

Mamablog2

Schwangere Frauen in Szene gesetzt: Wie wärs, wenn wir zur Abwechslung über die Farbe Rot sprechen?

So geschehen bei einer kürzlich zusammengekommenen Frauenrunde. Wir waren zum Abendessen verabredet. Der Zufall wollte es, dass gleich drei von sechs Frauen schwanger waren. Das Thema des Abends war sogleich gesetzt: Es ging fortan um den Zustand des Schwangerseins. Beim Apéro beganns – vier Stunden später beim Adieu sagen endete es.

Während der ersten Stunde quatschen wir noch alle angeregt miteinander. Die schwangeren Frauen engagiert, wir anderen interessiert. Mit «wir» sind zwei kinderlose Enddreissigerinnen gemeint und ich, eine Mutter mit Schulkind. Als es aber in der zweiten Stunde noch immer und ausschliesslich um das ABC des Kinderkriegens ging, begannen wir Nichtschwangeren elegant aber bestimmt, die Themen zu wechseln.

Die Nichtschwangere A erzählte eine lustige Episode ihrer Südamerikareise. Wir lachten lauthals und ich dachte bereits, wir hätten den Gebär-Talk gehakt … und, zack, war er wieder da: «… in Südamerika sagt man doch, für die Erziehung eines Babys brauche es ein ganzes Dorf», sagte eine Schwangere strahlend – und spannte den Gesprächsbogen sogleich zur künftigen Betreuung des Babys: «Wie organisiert ihr denn euch?»

Was haben wir Drei versucht, die Themen während des Abends anders zu setzen. Irgendwann wurden wir forscher, denn es war offensichtlich: Nichtschwangere B kämpfte, mit sich und den Tränen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch sie sich ein Kind wünscht. Die dickbauchigen und rotwangigen Frauen bemerkten deren Zustand nicht. Zu sehr waren sie von sich selbst eingenommen.

Für das Verhalten des «nur noch schwanger seins» gibt es von der Wissenschaft her bestimmt irgendeine Bezeichnung oder Erklärung. Hat wohl mit den Hormonen und dem Nesttrieb zu tun – gekoppelt mit der Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt. Als Aussenstehende jedoch stelle ich einfach fest: Allzuviel Nabelschau ist anstrengend.

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

74 Kommentare zu „Der Stress mit Schwangeren“

  1. Regula sagt:

    Unter meinen Kolleginnen war ich die erste, die Kinder hatte. Während alle anderen von ihren Berufserlebnissen, Kulturtripps und und und geredet und erzählten, hat nich eine je gefragt, wie es denn mir gehe. Tja, anders rum ist auch gefahren. Es gibt eben Leute, die reden gerne nur von sich selber. Es gibt auch Schwangere, die machen kein Trara um ihren Zusand.

    • David Kälin sagt:

      das hat überhaupt nichts mit schwanger oder nicht schwanger zu tun. sobald mehrere leute mit gleichem erfahrungshintergrund zusammen sind, sind die themen nun mal gesetzt. geht man bspw. mit 3 lehrern essen, wird hauptsächlich über schule geredet. sitzt man mit leuten zusammen die man von der arbeit kennt, redet man meistens über aktuelle geschäfte, kunden, etc. und nervt damit die andern anwesenden…

  2. Sabrina sagt:

    Genau so wie Ihnen ist es mir auch ergangen. ich war sogar zu so einem “Nachtessenzeitpunkt” selber schwanger!!!! Ich konnte es nicht mehr hören. Wollte doch endlich wieder mal “normal” reden und nicht nur immer das eine Thema! Ja so sind halt alle Schwangeren verschieden. Aber es wird ja auch nicht besser, wenn die lieben Kinderlein dann da sind. Wir sind immer noch die gleiche Gruppe Frauen und es gibt auch da Eine die sich ein Kind wünscht und für sie ist es jedesmal total Nervtötend, wenn nur von den Kleinen gesprochen wird!

  3. Mami2011 sagt:

    1. Die Frage stellt sich: Sprechen diese 3 Schwangeren auch sonst nur von sich, oder ist es wirklich abhängig vom derzeitigen Zustand?

    2. Ich im Gegenteil, habe letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass alle um mich herum, nur über meinen Bauch sprechen wollten, und ich kam mir dabei sehr reduziert vor. Heute, wenn wir mit jemandem sprechen oder uns verabreden, dreht sich von den andern her, alles nur ums Kind. Wir Eltern kommen uns dabei manchmal komisch vor. Anscheinend intreessiert sich für uns beide als Person, niemand mehr wirklich und wir werden nur noch über den Nachwuchs definiert.

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Das kann aber auch etwas mit Unsicherheit des Gesprächspartners zu tun haben. Es gibt ja tatsächlich Eltern, die wirklich nur über ihre Kinder sprechen wollen und es dementsprechend seltsam finden, wenn man sie nicht auf das Baby oder den Bauch anspricht.
      So habe ich auch schon gemerkt, dass sich die Eltern immer wahnsinnig freuen, wenn man nach dem Entwicklungsstadium des Bauches oder späters des Kindes fragt. Und so habe ich dann teilweise das Gefühl, ich müsse das Thema ansprechen.

      Aber vielleicht ist ja alles ein grosser Irrtum und eigentlich will niemand über den Bauch sprechen. ;)

      • mami2012 sagt:

        was ich bis heute nicht verstehe ist nicht das grundsätzliche Interesse (und klar freut es mich auch wenn sich mein Gegenüber auch für meinen Zustand/Nachwuchs interessiert :) ) sondern vielmehr die absolute Dominanz des Themas. Auch dieMöglichkeit, dass wir als (mehr oder weniger) frischgebackene Eltern durchaus auch noch eigene Bedürfnisse oder gar etwas interessantes zu sagen hätten scheint inexistent.

    • mami2012 sagt:

      ja.
      1. das nervt.
      2. als sei es nicht mehr möglich, dass wir noch andere interessen hätten als unser bauchumfang (und co) bzw jetzt den windelinhalt des nachwuchses…
      zum glück sorgen die kleinen für genügend gelassenheit für solche banalitäten ;)
      und zum glück findet sich doch immer wieder jemand der verständnis für weitere interessen zeigt :)

  4. Adriano Granello sagt:

    Themen, über die alle reden können, wie z.B. das Wetter, die Grippewelle, die Ferien, die Schwangerschaft sind als Small Talk doch sehr beliebt. Wie oft quälen wir uns in Gesellschaft mit ‘hochstehenderen’ Themen herum, die niemanden wirklich interessieren und nur den Zweck haben, das als peinlich empfundene Schweigen zu brechen oder dem Gegenüber die eigene Kompetenz resp. den sozialen Status vor Augen zu führen…

    • Sama sagt:

      Über Schwangeschaft können eben nicht alle reden! Und dürfen auch nicht – wenn ich als Kinderlose mal was sage, werde ich eben weil ich kinderlos bin, als ahnunglos hingestellt. Kinderlose haben eben das Maul zum Thema zu halten, vor allem wenn sie mit irgendetwas nicht einverstanden sind. Bestes vorgehen: Grüppchenbildung! Die Kinderlosen schwatzend in der Küche und die Mütter schwatzend in der Stube. Gastgeber hassen Grüppchenbildung, aber es ist das einzige, um den Abend für alle amüsant zu machen.

      • Ylene sagt:

        Ja, ich verstehe echt nicht, wieso die Nichtschwangeren sich nicht einfach zusammengerottet haben und miteinander gesprochen haben. Ich diskutiere nur bei für mich uninteressanten Themen mit, wenn die Alternative ist, stumm auf meinem Stuhl zu hocken. Als Gastgeber stresst mich Grüppchenbildung überhaupt nicht, das ist doch einfach normal.

      • Leandra Huber sagt:

        Ylene, das Thema zu wechseln ist manchmal gar nicht so einfach. Habe erlebt dass, sogar wenn ich mich nur zu zweit mit einer Schwangeren unterhalte das Thema, von was auch immer ich anfange, nach spätestens 3 Minuten wieder bei Schwangerschaft und Baby ist. Ich verstehe ja dass einen so eine Schwangerschaft bewegt, aber wenn man darob komplett das Interesse an den Mitmenschen und was sonst noch auf der Welt läuft verliert finde ich das traurig. Darf man einer Schwangeren in so einer Situation sagen dass man gerne wieder mal über etwas anderes mit ihr reden würde?

  5. Sama sagt:

    als “Nichtschwangere B” habe ich lernen müssen, Schwangeren und Müttern mit kleinen Kindern konsequent aus dem Weg zu gehen.. sobald zwei davon aufeinander treffen ist dasThema klar. Ätzend und tatsächlich oft schmerzhaft! Aber vermutlich irgendeine Taktik der Evolution, damit Mütter sich für ihren Nachwuchs einsetzen. Sobald die Kinder etwas älter sind, lässt das Interesse der Mütter an diesem Thema zum Glück nach – wenn man Pech hat, entscheidet sich die Freundin dann aber für eine zweite Famlilie mit einem anderen Mann und alles fängt wieder von vorne an…

    • Ylene sagt:

      Ich bin eher introvertiert und mies beim Small Talk. Persönlich bin ich froh, wenn jemand Kinder hat, besonders wenn das Gespräch vor sich hin harzt. Dann kann ich das ansprechen und muss mir die nächsten paar Minuten keine Gedanken um Themen machen. Es ist allerdings nervig, wenn ein paar eine grössere Runde einfach domieren, egal ob das Thema jetzt Kinder oder z. B. Fussball ist.

      • mami2012 sagt:

        das Thema ist tatsächlich sehr geeignet füt smalltalk… unter frenden sollten aber trotzdem weitere gespräche möglich sein. eigenartigerweise sind es aber vor allem frende und verwandte, von denen ich dasvorher nie gedacht hätte, die uns nur noch auf den nachwuchs reduzieren.
        tatsächlich wird so wohl in dieser zeit der freuneskreis neu definiert. ist schade, aber gehört offenbar zu den normalen veränderungen imleben.

  6. xyxyxy sagt:

    vielleicht sollten sie sich einfach neue Freundinnen suchen
    scheinen kein Gespür zu haben, wenn ein Thema durch ist …
    4 Stunden und die Hälfte davon hats nciht interessiert … nein, das trifft ganz bestimmt nicht auf alle Schwangeren zu.

  7. the man sagt:

    Ach, das wird nach der Geburt ja noch viel schlimmer: Dann können sich auch die Jungväter nur noch in debiler Babysprache mitteilen. Da gibt’s nur eins: Hut nehmen und verschwinden…

  8. Pippi Langstrumpf sagt:

    Während meiner Schwangerschaft war ich am liebsten allein, wenn ich frei hatte, blieb ich zu Hause und war glücklich, wenn mich niemand störte. Meine Welt wurde zunehmend kleiner, es war mir recht. Auch die kulinarischen Bedürfnisse wurden einfach, verschimmelten Käse, rohes Fleisch und Fischeier mochte ich sowieso noch nie, nun hatte ich auch kaum mehr Appetit auf gebratenes Fleisch. Mein liebstes Essen waren grüner Salat, geschwellte Kartoffeln und ein kleines Stück Emmenthaler.

    Eine Schwangerschaft ist ein so aussergewöhnlicher Zustand im Leben einer Frau, dass alles andere zweitrangig ist

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Und hier noch etwas off topic:

      http://www.eilod.de/index.html

      Ja, es gehört nicht zum Thema, dürfte aber alle Eltern von Töchtern interessieren, sie sind so schnell gross, aber der Pubertät brauchen sie vorübergehend ganz speziellen Schutz. Ich war schockiert, als ich las, wie zielstrebig die Mädchen in die Falle gelockt werden.

  9. Alexandra Hafaed sagt:

    Abgesehen davon, das Frauen dann nichts mehr anderes denken und reden können, möchte ich mal auf etwas anderes aufmerksam machen. Ich finde, so wie die Frauen öffentlich Ihre Schwangerschaft präsentieren, ist völlig daneben und sogar abstossend. Sehen sie sich mal dieses Foto an; so wie sie es abgebildet haben, laufen tatäschlich die schwangeren Frauen massenweise herum. Ich finde das muss nicht sein. Es gibt genug Kleidung, die passen würde. Es ist sogar entwürdigend. Klar ich verstehe, man ist stolz, man will vielleicht auch, das man sieht, schaut her ich bin schwanger. Aber doch nicht so!!!

    • Katharina sagt:

      klar, die Vollburka muss für schwangere in die Stadtordnung als Vorschrift, aber dalli!

      • alien sagt:

        Genau, und wer sich nicht daran hält, erhält “Rayonverbot” (habe ich heute gelernt, das Wort) sowie Schriftensperre (dito).

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Vollburka ist auch ein hübsches Wort. Man sah ja schon Frauen mit einer auf Minilänge gekürzten Halbburka, die sich nur in der Tiefe des Dekoltees von der sog. Erotikburka unterscheidet.

    • O.T. sagt:

      Wie sollen wir denn rumlaufen? In einem Sack? Ich zeige meinen nackten Bauch nicht, aber verstecken kann ich ihn auch nicht. Entschuldigen Sie vieeeelmals.

      • P.M.Lu sagt:

        …vielleicht haben Sie schon mal die zahlreichen schwangeren Moderatorinnen im SF gesehen in den letzten Jahren…an deren Garderobe kann sich jede schwangere Frau ein Beispiel nehmen…

      • O.T. sagt:

        Reicht dies der lieben Alexandra? Die biederen SF Moderatorinnen möchte ich nicht als Vorbild nehmen. Aber ich kann mich gut anziehen, trotz SS. Aber den Bauch verstecken, das geht nun wirklich nicht.

  10. Christian Duerig sagt:

    ZENITH
    Für uns war die Schwangerschaft der Höhepunkt unserer Beziehung. Sogar unser Freunde, Bekannten und Verwandten nahmen engagiert Anteil am Wohlergehen meiner Frau. Ich selber erinnere mich gerne an diese Zeit. Das Kind erfuhr alle Vorteile von Liebe. Crigs

    • Muttis Liebling sagt:

      Das haben Einkindbeziehungen so an sich. Ab dem dritten Kind gibt sich das. Für die Kind- Schwangerschaft- Aufmerksamkeit gibt es eine einfache Formel. Die ist direkt proportional zum Alter der Erstgeburt und indirekt proportional zur Anzahl der Schwangerschaften mit positiven Ausgang. Also:
      Aufmerksamkeit = Erstgebäralter * ‘ML Faktor (noch zu bestimmen) / Geburtenertrag
      Wenn man unterstellt, dass es in jeder Beziehung ein Maximum an Aufmerksamkeitspotential gibt, kommt man notwendig zu den Begriffen Zuwendungsverwahrlosung und entarteter K-Selektion.

  11. Sibylle Weiss sagt:

    Der Artikel hat schon was für sich.Werdende Mütte (nicht alle) u.Mütter,die Ins Tram einsteigen markieren schon durch ihre Monsterkinderwagen ihr Revier,indem es schon sowohl in Trams/Bus ganze freie Flächen für sie gibt u.man den Platz freigeben muss, wenn ein KW kommt.Oder vor dem Migros stellen sie ihre Rangroover-Kinderwagen direkt vor die Eingangstür dazu noch quer, damit ja niemand anders durchgeht und sie beim Quatschen stört.Auf der Strasse Dasselbe;kommt eine Mutter mit ihrem Doppelkinderwagen einem anderen Fussgänger entegegen, kann der auf der/die auf die Strasse ausweichen!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Sonst hast du keine Probleme?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Merke: Frauen mit Doppelkinderwagen haben gefälligst das eine Kind zu Hause zu lassen, wenn sie ausgehen, so dass auch ein Einerkinderwagen genügt. Zwillinge, wo gibt’s denn sowas, tststs…….

      • Nadine sagt:

        Also ich geh jetzt mal so neh Wette ein das du Kinderlos bist… Das Leben muss schon recht langweilig sein, wenn man sich über Kinderwagen aufregen muss!

    • tststs sagt:

      Gelled Sie, ganz zu schweigen von diesen mühsamen Rollstuhlfahrern, da muss der Tramchauffeur u.U. auch noch aussteigen und die Rampe ausfahren…tststs…diese Zeitverschwendung…

      Aber jetzt mal im Ernst Frau Weiss: gehen Sie einfach zu anderen Tageszeiten einkaufen, als es die Hausfrauen und -männer tun…

    • Valeria sagt:

      @ Frau Weiss:
      Am Anfang habe ich versucht, mich mit meinem Kinderwagen möglichst dünn und klein zu machen. Habe dieses Ungetüm in jede noch so kleine Nische gezwängt, um ja keinem im Weg zu sein. Und wissen Sie was? Nachdem ich mehrfach blöd angemacht wurde, habe ich damit aufgehört.

      Ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich einfach einmal einen ganzen Tag lang vor, dass sie einen Kinderwagen hätten: Wo würden Sie im Zug einsteigen? Brauchen Sie dabei Hilfe? Geht das Ding durch die Tür? Lift? Wahlweise versetzen Sie sich einfach in die Rolle eines Rollstuhlfahrers…

      • O.T. sagt:

        Vielleicht sollte man die Kinderwagen in den hinteren Teil des Trams verlagern, damit Sie sich nicht gestört fühlen. Und eben, Zwillinge müssen verboten werden, damit man nicht im Doppelkinderwagen herumfährt … Wären Sie dafür Frau Weiss?

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Frau Weiss, sind Sie kinderlos oder sonst irgendwie gefrustet? Sorry, auch wir Mütter und unsere Kinder haben eine Existenzberechtigung und das Anrecht, das Leben draussen in Gesellschaft zu verbringen, egal ob die Kinder im Tragtuch oder Kiwa sind, egal ob im Resti, ÖV (auch zu Stosszeiten, wenns sein muss). Auch Sie waren mal Baby/Kleinkind und von Ihrer Mutter nicht zu Hause isoliert worden… Zudem: auch Sie kamen nicht bereits als ruhiges, braves und stilles Kind, das bereits gehen konnte, zur Welt. Wir Mütter nehmen gerne Rücksicht und sind tolerant, seien Sie es bitte auch etwas, merci!

      • Kathy sagt:

        Ach, das ist ja was neues… An alle toleranten Mütter hier: Wenn ihr Hilfe braucht, bietet doch der helfenden Person den KinderwagenGRIFF an, nicht das dreckige Teil unten, wo man sich fast den Rücken kaputt macht. Danke!

  12. Sibylle Weiss sagt:

    Und im Migros/Coop nicht viel anders:zwischen den Regalen wo vielleicht noch andere Leute durchgehen wollen, stellen die Mütter die Kinderwägen ebenfalls quer, sodass einmal eine alte Frau den Wagen zur Seite schieben musste, damit sie durchkam!V.a. verstehe ich auch nicht, dass Kinder, die schon lange laufen könnten, noch im Wagen herumgeschoben werden, wo dann die Beine fast den Boden berühren, wo eindeutig ersichtlich ist,dass das Kind bereits aus dem Wagen herausgewachsen ist???Mal ganz abgesehen davon, dass dies f.d.Muskulatur des Kindes höchst ungesund ist,u.Muskelschwund produziert wird

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Muskelschwund also……. und wovon gibt es Hirnschwund?

    • Sandra sagt:

      LOL! Ja, man kann sich über alles aufregen… Und ich stelle den Kinderwagen auch immer EXTRA quer, damit sich alle darüber ärgern und nicht durchkommen. Der mit dem Muskelschwund finde ich besonders amüsant.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sibylle fühlt sich offenbar persönlich beleidigt von allen Frauen, die nicht nur Mütter werden, sondern ihre Kinder auch noch mit ans Tageslicht nehmen, anstatt zu Hause in der Quarantäne zu lassen, bis es selber gehen kann.

    • Valeria sagt:

      Hahahaha… der Kommentar mit dem Muskelschwund ist grandios. Frau Weiss, you made my day! :-D

    • plop sagt:

      ach Frau Wyss, Sie waren wohl all die Leute, die letztens kein Sitzplatz für mich (ziemlich sehr ersichtlich Schwanger) und mein 3jähriger (ohne wägeli) freigemacht haben, weil Sie gedacht haben, dass das gut für die Muskulatur des Kindes ist, im Bus rumbalancieren…

      • tststs sagt:

        Guter Tipp: bringen Sie Ihrem Kind bei, dass man im Bus/Tram für Ältere, Schwangere und Verletzte den Platz frei macht und nur Leute mit schlechter Erziehung sitzen bleiben. Wenn Sie glück haben, wird Ihr Kind das nächste bei in so einer Situation fragen, ob denn all die anderen Leute schlecht erzogen seien… Und dann antworten Sie – natürlich so, dass man es auch hört – “jaja, nicht alle sind so gut erzogen wie Du!”

        ;-)

      • Valeria sagt:

        @ plop:
        Als ich hochschwanger, es im Zug einmal besonders voll war und ich mich im Stehen nirgends festhalten konnte, passierte folgendes: Ich frage höflich, ob der Sitzplatz noch frei sei. Die Frau deutete auf ihre Tasche und meinte, dass der Platz besetzt ist, weil ihre Kollegin gleich zusteigen werde. Ich war leider so baff, dass ich keine Antwort wusste. Als dann alle anderen auch noch demonstrativ weggeschaut haben, habe ich mich einfach mitten auf den Gang gesetzt. Ein Teenie hat mir dann seinen Platz angeboten.

      • alien sagt:

        Hallo, wenn da jeder seine Tasche wegräumen müsste, wo kämen wir da hin? So eine Tasche auf den dreckigen Zugsboden stellen geht doch nicht. Nein, die Frau hat schon richtig gehandelt. Und Valeria: Sowas härtet ab.

        Ja Woll.

      • Franz Oettli sagt:

        Wer will denn noch im Zug absitzen, wo vorher Leute ihre dreckigen Schuhe deponiert haben. Das ist auch so eine verfehlte Erziehung heute. Und keiner mahnt diese junge Leute mehr.

  13. kittycat sagt:

    @Sibylle Weiss: Ach weisst du, es ist halt einfach soooo viel bequemer den kleinen Bengel im Wagen zu schieben, auch wenn er schon lange zu gross däfür ist und alleine gehen kann… Aber dann müsste ich mich ja dem Tempo des Kindes anpassen… und wer hat denn DAFÜR schon Zeit… Und es ist auch sooo viel bequemer, wenn der Kleine sich nicht auf Erkundungstour begibt, sondern schön brav in seiner Karosse angeschnallt ist und somit an Ort und Stelle bleibt :-) Schon traurig sowas, nicht? Verstehe diese Mütter auch nicht. Aber eben, man müsste sich für sein Kind halt Zeit nehmen…

  14. Sandra sagt:

    Wenn ich mich mit Freundinnen treffe, insbesondere wenn es solche ohne Kinder sind, versuche ich (zum zweiten Mal schwanger), auch Themen anzusprechen, die nicht nur von Kind und Schwangerschaft handeln. Aber es ist doch so, dass man über Dinge sprechen will, die einen beschäftigen – und ich beschäftige mich den ganzen Tag v.a. mit meinem Sohn. Ich höre meinen Freundinnen auch zu, wenn sie über ihre Arbeit sprechen.

  15. Leidender sagt:

    Tönt eigentlich wie eine Gruppe “frischer” Nichtraucher.
    Ebenfalls, auch als selbst frischer Nichtraucher, tot ätzend und quasi unmöglich vom Thema abzubringen :) .

  16. reina sagt:

    Wie wäre es wenn niemand einen dieser Ungetümer von Kinderwagen benutzen würde- Ich hatte nie einen ausser mal einen kleinen zusammenklappbaren, zum sitzen, für die Ferien. Tragtuch und dann selber laufen. Alles perfekt.

    • Pixel sagt:

      Also bei Sybille Weiss konnte ich ja noch die Klappe halten, weil es schon so offensichtlich nach kinderlos und untolerant anmutet, dass ich mir denke, da ist jede Müh vergeben. Bei ihnen wird es kaum anders sein, mit dem einzigen Unterschied, dass ich nicht die Klappe halten kann. Sie sind dabei auch noch selbst Mutter, das macht’s noch schlimmer. So eine von der Besserwissersorte. Besonders wertvoll! Stellen Sie sich vor, meIne Liebe, es gibt Babies die lassen sich nicht in Tragetücher stecken. Ja, ja, tatsächlich!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Klar, so Rädli sind einfach des Teufels, schliesslich hat der liebe Gott uns Füsse gegeben…….. :roll:

  17. Bettina sagt:

    Seit einigen Jahren kommen nun auch die “modernen” (Jung-)Väter dazu. Die regen mich persönlich auf. In den Kaffeepausen wird nichts mehr anderes als über die Schwangerschaft der Ehefrau/Freundin (die mann/frau nicht kennt) gesprochen. Der Vaterschaftsurlaub von mehreren Wochen darf m.E. nicht überall bewilligt werden.

    • alien sagt:

      Vaterschaftsurlaub? Sowas gibt es in der Schweiz in den meisten Firmen nicht.

      Bettina, kann es sein, dass Du selbst gern Kinder hättest, das aber (noch) nicht klappt?

      • O.T. sagt:

        Ich persönlich finde es sehr schön, dass Männer nun endlich über SS und über ihre Kinder und Ehefrauen offen sprechen können. Möchten Sie, liebe Bettina, lieber den Macho-Jäger wieder haben, der mit Frau nicht kommunizieren kann?

  18. Katharina sagt:

    Letztlich bloss ein Tagebuch-Eintrag über eine Party, die nicht wie erwartet ablief.

    Hoffen wir doch, dass die nicht schwangeren Gäste auf dem Nachhauseweg auf Frau Weiss trafen, damit sie bis zum Morgengrauen dann stänkern und lästern durften. Und hoffen war dass das Grosi im ersten Stock ob all dem Lärm nicht eine Kanne Wasser auf das Trottoir goss. Im Tram haben die Mitfahrenden nämlich feucht triefendes Haar ganz und gar nicht gerne.

    Aber vielleicht ist ein kleiner Bengel im Tram, der dann rotznäsig sagt: Die sehen aus wie geschleckte Kirchenmäuse.

  19. Stefano Csaszar sagt:

    Ich möchte meine uneingeschränkte Bewunderung für alle schwangeren (und nicht) Frauen ausdrücken! Sie nicht nur das Salz in der Suppe in das Leben jedes Mannes sondern auch die wahre Kraft, die das Leben lebenswert macht. Seitens der Männer verdienen sie voller Zuneigung, Unterstutzung und sogar Hingabe, weil dies der beste Weg Energien und Ressourcen sensationell einzusetzen ist, um diese optimal aufgewertet zurückzubekommen. Dies ist schon durch die Biologie und die Soziologie wissenschaftlich belegt. Demnach kann ich mir auch emitional nichts Besseres Vorstellen. Ein Hochleben an jede Frau

    • Robert Furrer sagt:

      Hat Ihnen Ihre Frau mit Sexentzug gedroht, wenn Sie Ihr schleimiges Häufchen hier nicht setzen?

  20. Franz Oettlif sagt:

    Wes des Herz voll ist, dem geht der Mund über. Das ist nun halt wichtig im Leben einer Frau, da darf sie schon mal ein paar Worte verlieren, das ist nicht so schlimm. Wir Männer reden ja auch über Erfahrungen im Militär. Natürlich, wenn es zuviel wird, und es für mich zuviel würde, dann könnte man das ja direkt ansprechen, so z.B. “ich finde, wir haben nun genug über das geredet, könnten wir vielleicht mal über was anderes diskutieren?” Und nicht die Faust im Sack machen, das ist nicht gut.

Kommentieren

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.