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Sind wir denn hier im Mädchenpensionat?

Mamablog-Redaktion am Mittwoch den 18. April 2012

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.

Mamablog2

Singende Internatsschüler im Film «Les Choristes».

Ich hatte es erfolgreich verdrängt. Und dann verloren die Bayern im Hinspiel 0:1 gegen Basel. Franck Ribéry verweigerte dem Trainer nach seiner Auswechslung den Handschlag. Uli Hoeness brüllte die Journalisten an: «Ihr und euer Scheiss-Handschlag. Sind wir denn hier im Mädchenpensionat?»

Da kam es wieder hoch. Nein, ich war nicht im Mädchenpensionat. Sondern in einem ganz normalen Internat. Sofern man ein (damals noch) von Kapuzinern geführtes Gymnasium so nennen kann. Und ja: In unserer Klasse gab es auch Mädchen. Doch die stanken. Wir waren zwölf. Sie wohnten in einem separaten Trakt. Ohne Spiegel. Nonnen dürfen sich selbst nicht ansehen. War bei den meisten besser so. Männliche Besuche wurden mit Schwanz abhacken, nein, aber immerhin mit Ultimatum geahndet: «Noch ein Mal und du bist raus!» Heile Welt klingt anders. Ich bezweifle, ob das Drillprogramm des FC Bayern da mithalten kann.

Morgenmesse um 06:00 Uhr. Altes Brot um 06:50 Uhr. Das frische räumten sie jeweils hinten ins Regal. Danach Lernsaal, jeder an seinem Klapp-Pult, der Aufseher sorgte für Mucksmäuschenstille. Ab 07:30 Uhr Unterricht. Bei Pater Ferdinand. Bei Bruder Klaus. Latein war Pflichtfach. Auferstehung der Toten. Zum Zmittag gab es mit Tomatensuppe verdünnte Ravioli aus der Büchse. Das Essen wurde vom Keller per Esslift in die Mensa gebeamt. Es folgten Mittagsstudium und Unterricht, Fleischkäse mit Spiegelei, Abendstudium, Lichterlöschen um 21:30 Uhr.

Darf man einem Kind so etwas antun? Es in eine Klosterschule stecken? Oder noch besser in ein britisches College. Wo es für 30'000 Franken im Jahr eine international anerkannte Matura, geschliffenes Oxford-Englisch und astreine Umgangsformen erhält. Und am Ende doch mit einem Ägypter durchbrennt. Wie Diana Spencer. Sie war auf dem Riddlesworth-Halls-Internat. Was bringt Eltern dazu, ihre Kinder ins Internat zu schicken? Wollen sie ihnen die bestmögliche Ausbildung ermöglichen? Oder sie mit all ihren Problemen einfach abschieben?

Und wenn das Kind es selbst will? So wie ich. Mit zwölf wollte ich weg. Weg von allem. Raus aus dem Dorf, wo mich jeder kannte. Ich war ein bunter Hund, mein Vater regierte als Bürgermeister. Die Besichtigung war genial. Internate von innen sehen ja heute nicht mehr aus wie bei Jane Eyre oder Neil Perry in «Der Club der toten Dichter». Ich sah Dreierzimmer. Ich sah vier Commodore 64 in einem Computerraum. Ich zählte die Tage bis zum Einrücken.

18 Monate später rief ich aus einer verlassenen Telefonzelle im Nirgendwo meine Mama an. Im Internat musste man Anrufe an der Rezeption anmelden und wartete zum abgemachten Zeitpunkt im Nebenzimmer, bis es klingelt. Es hatte sich einiges auf meinem Kerbholz angesammelt. Und ich hatte Heimweh. Diese unheimliche Stille in den langen, kalten Gängen, die Einsamkeit in den Stunden, die sie Freizeit nannten – schrecklich.

Zurück in der Kaffschule merkte ich erst, wie viel ich gelernt hatte. In Geografie, Geschichte, Grammatik und vor allem in diszipliniertem Denken. Vieles empfand ich, natürlich erst im Nachhinein, als Bereicherung. Mit Kameraden Klassenzimmer und Schlafzimmer zu teilen. Eine echte Lebensschule. Jahre später im obligatorischen Mädchenpensionat namens Rekrutenschule – das Flashback. Aber da wusste ich bereits, wie Mann das Leben fern der Heimat meistert: mit viel Selbstvertrauen, noch mehr Bier, mit dem einen oder anderen Scheiss-Handschlag und einem Hafen, der sich Zuhause nennt.

rinaldoRinaldo Dieziger (36) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er ist letztes Jahr Papa einer Tochter geworden und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.


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78 Kommentare zu „Sind wir denn hier im Mädchenpensionat?“

  1. Marcel Z. sagt:

    - 3 Meter Abstand von den Mädchen
    - Taschengeld vier Franken fünfzig pro Woche
    - 2 Stunden Ausgang pro Woche, 14.00- 16.00 Uhr
    - Bravo Heftli verboten
    - Rock und Pop auch
    - Dito Musikabspielgeräte
    - “Schwarze Kasse” sowieso
    - Jede 2. Woche ein Wochenende Fronturlaub zuhause

    - Erste Freundin mit 14 in der 2. Sek.
    - Erste Zigarette mit 13 in der ersten
    - Die Eltern der anderen fuhren immer Mercedes, BMW oder Range Rover
    - Das “Meisterstück” von Montblanc gehört dazu
    - Völkl Renntiger, Adidas Sportswear, Puma & Raichle Wanderschuhe sowieso

    - Im Internat lernt man, dagegen zu sein, gegen alles

    • Irene Z. sagt:

      Kommt mir bekannt vor… Lenk?
      Montag 2 Std schwimmen
      Dienstag KM-Lauf
      MIttwoch wieder 2 Std. schwimmen, naqchmittags Gartenarbeit…
      Donnerstag weiss ich nicht mehr…
      Freitag Volleyball und am Wochenende Skifahren oder wandern,im Winter wenn es schneite Schneeschaufeln.
      (Dort gab es noch Schnee und zwar gefühlte Meterhoch)
      Ich hatte dort genug Sport fürs Leben..
      Wir hatten um halb neun Lichterlöschen und das mit 14…erzähl ich immer wieder unseren Kindern..die lachen sich breit.

      • Marcel Z. sagt:

        …und Sie hatten damals kurz geschnittene, schwarz-braune Haare, nicht?

        Das ist ja unglaublich! Mögen Sie sich noch an den erinnern, dessen Mutter ein blendend aussehendes Fotomodell war, und ihren Spross jeweils mit einem kupferfarbenen Porsche 911 abgeholt hat?

      • pixel sagt:

        @Marcel: Der 911 – wo steht der jetzt? :-)

      • Marcel Z. sagt:

        Hm, pixel, wenn ich das wüsste… es war ein Targa, so weit ich mich erinnern kann. Der Sohn eines Berner Kaffeerösters- sein Vater sah aus wie ein Zuhälter- durfte mit dem sommersprossigen, rothaarigen Sohnemann mal in die Ferien, und als er zurück kam, erzählte uns allen, er hätte die Mutter einmal nackt- NACKT!- gesehen… das hat dann Wochenlang für Gesprächsstoff im Bubenhaus gesorgt.

        Wo steht dieser 911 denn jetzt..?

      • Beno sagt:

        @Marcel Z

        4 von 5 Porsche 911 ging die Kurbelwelle kaputt…also steht der wohl nur noch vor der Kaffeerösterei rum….

      • pixel sagt:

        @beno: das ist aber eine mutige Vermutung!

      • Marcel Z. sagt:

        Nicht ablenken, pixel: Wo steht dieser kupferfarbene 911er Targa heute, hm..?
        :-)

      • pixel sagt:

        ein schönes, wunderschönes auto, bloss in diesem fall die farbe…nun ja. wie ein zuhälter aussieht – hm. wir lassen das thema lieber ;-)

      • Marcel Z. sagt:

        Irene, jetzt fällt mir sogar Dein Nachnahme wieder ein! Und beno: Vier von fünf Kurbelwellen, ist das wahr?

      • pixel sagt:

        @Marcel: ACH SOOOOO! Sie Schelm! (ähm, wo denn nun?)

      • Marcel Z. sagt:

        Ein Schelm, ich? Niemals!
        ;-)

      • pixel sagt:

        @marcel: :-) ) und ich hab nachgeschaut: doch nicht so übel, dieses Kupfer.

      • Beno sagt:

        @Marcel Z.

        Vielleicht an der oberen Grenze mit den 4 von 5 Kurbelwellen,… aber durchaus wahr !
        Darum … ältere 911er nie “plagen”…

      • alien sagt:

        Also weisst Du, Marcel, ich hab ja lieber Tanga als Targa. Aber das siehst Du vielleicht anders :-)

  2. Reto Burgener sagt:

    Coole Geschichte ! Sie sollten ein Buch schreiben !

  3. Rolf sagt:

    Es gibt Kinder und Jugendliche, die erhalten im Internat die besseren Grundlagen als “zuhause”.

  4. irene feldmann sagt:

    spartanisch aber effectiv, mädchenschule maria opferung zug, disziplin und focus, simpel doch zielbezogen…für teenage-jahre nicht unbedingt das erfolgs-rezept, doch wenn man überforderte eltern hatte, dann doch ein idealer ort, um sich aufs leben vorzubereiten….vor allem mit nonnen könnte doch aber die menschliche wärme mehr gefördert werden, da teenager doch einfach viel verständniss und aufmerksamkeit genauso wie grenzen und richtungsorientierung brauchen…..

  5. plop sagt:

    Ich wollte heute mal nach Frau Binswanger schreien – aber sie haben da heute was ganz gutes geschrieben! Besonders die Frage, warum man ein Kind ins Internat schickt, find ich interessant… Ich hätte mir damals, während ich “Hanni und Nanni” oder “Dolly” las, auch manchmal ein Internat gewünscht… Und zum guten Glück muss ich als Frau nie in dieses Zwangs-Internat… Arme Männer.

    • Sportpapi sagt:

      Binswanger und Althaus sind ja heute präsent. Wenn auch mit einem sehr diskussionswürdigen Interview: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Muetter-sollten-mehr-Machos-sein/story/19793769

      • plop sagt:

        Oh, hoppla… Ob ich das lesen sollte? Oder ob ich auch ein Buch schreiben soll darüber, wies ist, mit vollem Bewusstsein komplett abhängig vom Kindsvater zu sein, unverheiratet, gut ausgebildet, mit hoher beruflicher Identifikation einfach ein paar Jahre “Zuhause zu bleiben” und nicht rumzustressen? Müsste über jede Lebensart ein Buch geschrieben sein, damit sich niemand für seinen Lebensstil rechtfertigen muss?

      • Sportpapi sagt:

        @Plop: Sie sind ja sowas von Ewiggestrig! Sie tun der Sache der Frau wirklich einen Bärendienst! :-)

      • Sportpapi sagt:

        Dazu das Ztat: “Teilzeit zu arbeiten, ist mittlerweile ein akzeptiertes weibliches Privileg, weil es auch ein Bedürfnis ist.” Nur: was folgern denn die Damen daraus?

      • Marcel Z. sagt:

        Dass Teilzeit ein weibliches Privileg ist, und nicht, wie immer wieder hoch gehalten wird, ein Diktat, schreibe ich hier drinnen schon lange.

        Aber es kommt halt eben darauf an, wer das schreibt. Ist’s ein Mann, heisst es schnell: Alles nur wegen dem Patriarchaaaaat..!

      • Pixel sagt:

        Es ist kein Privileg. Auch ein Mann kann Teilzeit arbeiten wenn er MÖCHTE. Er MÖCHTE meist nur nicht, weil das die Konsequenz einer Karriereeinbusse oder gar eines solchen Stillstandes und im allerschlimmsten Fall sogar eines Rückfalles bedeutet. Genauso wie das bei der Frau auch der Fall ist. Nur scheinen die sich a) damit leichter zu tun weil der empfundene Sinn des Lebens woanders stattfindet oder b) sie machens weil es gesellschaftlich so erwartet wird oder c) der Mann sich durchgesetzt hat weil besseres Gehalt oder Starrsinn. Oder sie arbeiten auch Vollzeit u müssen sich rechtfertigen

      • alien sagt:

        Nein, plop, ich würde in jeder beliebigen Teilzeit arbeiten, solange es mehr ist als 0%.

      • alien sagt:

        Ich meinte nicht plop, ich meinte Pixel.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ja, er könnte. Steht bei einem Paar mit Kindern aber eher nicht zur Debatte. Aber richtig, da ist er auch selber schuld. Die normale Konstellation ist aber doch so, dass – wenn man es sich leisten kann – die Frau entscheidet, ob und wie viel sie nach Geburt weiterarbeiten möchte. Und ganz viele Frauen würden sich heftigst wehren, wenn von ihnen verlangt würde, trotz Kinder Vollzeit weiterzuarbeiten. Aber gejammert wird natürlich trotzdem.

      • pixel sagt:

        ok, vielleicht haben Sie Recht, sportpapi. Manchmal bin ich unentschlüssig, was genau jeweils die Ursachen bei den Frauen sind. Ist es das eigene Gewissen (ich muss doch bei meinem Kind sein), Gesellschaft oder der tatsächliche Unterbruch (Mutterschaftsurlaub), der dann manchmal auch in die Verlängerung geht. Gewollt oder nicht gewollt. Das alles bedingt natürlich, dass sich die Frau vorher bereits sehr stark über den Beruf definiert hat und das ev sogar in Richtung Berufung geht. @alien: Dann sind Sie eher die Ausnahme, auch wenn eine schöne.

      • pixel sagt:

        @alien: ich habe trotzdem noch eine Frage. Wieso würden? Machen Sie nicht, weil das nicht geht?

      • plop sagt:

        Ja, jammern tun ja alle – drum sind solche Bücher und diskussionen eigentlich ein Witz – jeder machts ja so, wie er will und kann!
        @pixel: ich bin mich auch dauernd am rechtfertigen, dass ich NICHT arbeite, sehr ungewähnlich in “meinen Kreisen”.

      • plop sagt:

        /und wäre es mit meinem Beruf besser möglich, eine interessante Teilzeitstelle zu finden, würd wohl auch ich chli Teilzeit arbeiten. Da es das aber irgendwie nicht so recht bringt, “unterhalte” ich mich mit einem minimum an Projekten, welche ich ohne grossen Fremdbetreuungsaufwand machen kann… Also ganz ohne Arbeit überleb ichs auch nicht…

      • plop sagt:

        Sie, dann können Sie ja meine posts gleich grad löschen… sind nicht so wichtig… sind ja wieder eine weitere Rechtfertigung… doof, gellen Sie…

      • alien sagt:

        Nein, weil es nicht gefragt ist, da ich nicht bei den Kindern zuhaus wohne. Und das mit dem Rechtfertigen kenne ich.

  6. SomeintPhia sagt:

    … apropos “gegen alles” -> Silbermond “Gegen” .. http://www.youtube.com/watch?v=-KD4SZeAYXs

  7. Philipp Rittermann sagt:

    ich habe im internat gelernt, mich effizient durchzusetzen -> das dürften einige hier bis heute merken…. -:)

  8. Pippi Langstrumpf sagt:

    Internat – es war nur schrecklich, ich hatte dauernd Ausgangsverbot, wegen NICHTS! Das Verbot wurde nur aufgehoben, um ausserhalb des Internats Sport zu machen, fortan verbrachte ich jede freie Minute auf dem Pferd, ich war stundenlang unterwegs. Am letzten Tag, einem Samstag, grosse Verabschiedungstour bei all den Beizen, die wir in den langen Ritten aufgesucht hatten, überall offerierten sie ein Gläschen Weisswein, Welschland halt. Ich kam völlig betrunken zurück und verbrachte den ganzen Nachmittag im Bett, um für den Soirée finale einigermassen fit zu sein.

    • Beno sagt:

      Lustig,….würde man dir gar nicht geben…das mit den langen Pferderitten und dem Saufen :grin:

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Also ich sauf’ ja nicht, das ist mir quasi ‘passiert’, weil die überall ein Abschieds-Gläschen offerierten. Nach dem 5. spürte ich den Wein schon ziemlich, aber es ging immer noch weiter, und man will nicht unhöflich sein…. ;-)

    • Pascal Sutter sagt:

      Ich hätte das gerne gesehen. Ich stelle mir vor: lange blonde Haare, Schmollmund und albernes Lachen. *Hach, das Welsche.. *hach, Frauen auf Pferden…

  9. Ursula sagt:

    Neben witzigen Aussagen in Ihrem Text habe ich mich auch darüber geärgert: Das Heimweh möchte ich nicht kleinreden, aber das Essen, das Sie erhielten, war damals ziemlich verbreitet. Man vergisst, dass bis in die 70er,80er Jahre bei der CH-Durchschnittsfamilie nicht Pizza, Kebab, Sushi “normal” waren, sondern Café complet und – eben Spiegeleier am Abend. Auch waren meist nicht leckere Kleinbrote, sondern mindestens “Zweipfünder” angesagt. Oder in der Bürgermeisterfamilie nicht?
    Ein bisschen mehr historische Einbettung hätte nicht geschadet.

    • dres sagt:

      Blödsinn. Auch in den 70ern und 80ern gab es Familien mit gesundem Essen auf dem Tisch. Mit Pizza und Sushi hat das überhaupt nichts zu tun…

  10. Pascal Sutter sagt:

    Ja, damals in der RS habe ich mich wirklich gefragt, wie gewisse Männer bis anhin überlebt haben… die einen waren zu blöd, das Bett zu machen, einige duschten in Badehosen und wieder andere verteilten Wahlmaterial der Schweizer Demokraten. Da habe ich mir doch gedacht, dass meine Hippieeltern, verdammt nochmal, einen guten Mann aus mir gemacht haben. Die wollten mich sogar zum Offizier, aber dann wurde ich blöderweise mit dem selbstgebastelten Bong auf Wache erwischt. Tja.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      “einige duschten in Badehosen” – “selbstbgebasteltes Bong” lol :-)

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ja, so einen echten Papablog haben wir mal gebraucht, wo sich alle Väter an die schöne RS erinnern dürfen… eeeeendlich mal wieder.

      • Auguste sagt:

        hmm…, die schule der nation, bionic hobbit…die schule der nation…

      • Lorenz Häfeli sagt:

        Augussli gib mir bitte eine Antwort auf die Frage die ich dir gestellt habe:
        Auguste ich habe mal ne Frage an dich: Es ist nun ca. das 3. oder 4. mal dass du über mein Geschlechtsteil redest, weil ich einmal den Ausdruck ‘Schnäbeli’ verwendet habe. Das bei dir als 72 jähriger natürlich ein Ding, inkl. Hodensack herumbambelt, welches bis zu den Kniescheiben geht, und du das toll findest ist mir schon klar. Du gehörst ja auch zu einer Generation die das noch als wichtig erachtet. Nun hätte ich gerne gewusst: Bist du irgendwie an meinem Penis interessiert? Hast du Träume in diese Richtung?

      • Pascal Sutter sagt:

        Seit ich im Boxclub duschen war, verfolgen mich Alpträume. Und Komplexe.

      • Auguste sagt:

        hmm…, da nimmt man sie einmal beim wort, häfeli, und schon fängt das geheule an. was ist los bei euch spinnern, einer flennt in oslo rum, und die andern geben sich hier ein stelldichein des geistig leeren grauens. andererseits, irgendwo müsst ihr ja auch hin, bevor euch euer idiotendasein wieder einholt. wie ist das eigentlich, wenn man mit und ohne badehose beim duschen ausgelacht wird, häfeli?

      • Pascal Sutter sagt:

        Ich bin entschuldigt. Ich habe Fieber.

      • Lorenz Häfeli sagt:

        Ausgussli das war wie immer nur leeres Geschwätz – eine Antwort will ich haben. Ansonsten verfolge ich dich und stelle dir die Frage immer wieder. Bist Du an meinem Schnäbeli interessiert? Oder generell an Männerschnäbeli? Tschuldigung ich habe es schon wieder vergessen Bist Du an Männerkeulen interessiert? Wobei deine Antwort hier bereits wieder Schlüsse zulässt. Du bist in Gedanken bereits unter Dusche gelandet. Irgendwie bist Du ein gruusiger Typ. Eben, vermutlich ein unreifer Mensch aus dem Umfeld der Musikindustrie

      • Pascal Sutter sagt:

        Lorenz, willst Du denn Dein Schnäbeli so einfach preisgeben?

      • Lorenz Häfeli sagt:

        @Pascal Sutter: :-)

      • plop sagt:

        Sorry schnell – aber “Schnäbeli” ?! Sagt man nicht normalerweise einfach: “Schnäbi”?

      • Pascal Sutter sagt:

        Zipfeli vielleicht?

      • Beno sagt:

        @Pascal Suter

        “Seit ich im Boxclub duschen war, verfolgen mich Alpträume. Und Komplexe.”

        Aber warum bloss ? Hat man dich dort auch noch “gepunscht”…?

    • alien sagt:

      Ach, ich bin im richtigen Moment ausgeflippt, damit der RS-Boss von der Idee abkam, aus alien Lt. alien zu machen. Hat sehr gut gewirkt. “Sie sind nicht belastbar, alien.”

  11. Pipa Oh sagt:

    Interessant, dass oft nur von den Rahmenbedingungen und Regeln (besonders Ausgang) gesprochen wird. Damit lernt man als teenager bald mal umzugehen, oder eben sie zu umgehen (da gibts einige gute Freunde und lustige Anekdoten fürs Leben). Wo es mich jedoch heute noch bis auf die Knochen friert ist, wenn ich an den Umgang der Nonnen zurück denke: Teils bedenklicher Entzug an Mitgefühl und Respekt bis zu emotionalem Missbrauch :( aber das Ausmass checkd man zum Glück nicht sogleich…
    Internat find ich eine gute Sache, aber Achtung was sich hinter dem schönen Vorhang verbirgt…

  12. Marcel Z. sagt:

    Also ich würde meine Tochter nie in ein Internat schicken, weil:

    - man sämtliche Kontakte zu den alten KollegInnen im Laufe der Jahre verliert
    - und man nach der Rückkehr umgekehrt alle KollegInnen aus dem Internat aus den Augen verliert,
    - vorwiegend problematische- oder Jugendliche aus problematischen Familienverhältnissen in ein Internat kommen,
    - einem in einem Internat m. E. eine verzerrte Sicht auf das Leben vermittelt wird,
    - man von den Eltern und dem gesamten, angestammten Umfeld für Jahre wie abgeschnitten wird (s. oben)
    - man sich als Sonderfall fühlt.

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich habe 2 Freundinnen, die auf einem United World College waren, die letzten 2 Schuljahre. Da waren sie alt genug, um das selbst zu wollen. Leider treffen da die meisten Ihrer Punkte auch zu: die heile Welt, die dort zelebriert wurde, gibt es nicht, die eigene Familie sieht man nur selten, weil die Colleges weit weg sind. die Freunde aus aller Welt sieht man nur noch an den 10-jährigen Reunions. Und am Schluss hat man ein International Baccalaureat, das in der Schweiz nicht viel gilt…

    • Sportpapi sagt:

      @Marcel Z: Weshalb waren Sie da? Problematischer Jugendlicher? :-)

    • Marcel Z. sagt:

      Richtig, sportpapi! Und ein Kollege von mir wurde wegen der Scheidung seiner Eltern sozusagen in ein Internat ausgelagert.

      Mitbekommen hat er trotzdem alles.

      Was ich noch vergessen habe: Der Anteil jener, die nach dem Besuch eines Internats abstürzen, soll hoch sein. Belegen kann ich das aber nicht.

      • pixel sagt:

        “Der Anteil jener, die nach dem Besuch eines Internats abstürzen, soll hoch sein. Belegen kann ich das aber nicht.”
        Mich auch nicht! Wiie soll man als Erwachsener mit dem Leben klar kommen, wenn man ihm vorher nie begegnen und hallo sagen konnte. Interessant, wieviel der letzten Blogthemen dieses eine hier vereint. Philosophisch betrachtet schliesst sich der Kreis also wieder.

      • pixel sagt:

        Ich wollte sagen: mich würde das auch nicht wundern, wenn ein Grossteil derer abstürzt. Ach menno, der 911 hat mich ganz durenand gebracht.

      • Sportpapi sagt:

        Wobei es logisch ist, wenn man vorwiegend problematische Jugendliche ins Internat “abschiebt”, dass dort und danach viele davon trotzdem “abstürzen”. Für einige ist es aber vielleicht auch die letzte (oder die erste?) Chance. Bin aber eigentlich eher erstaunt, wie viele Leute hier im Internat waren – ich kenne das wirklich nur aus der Jugendliteratur…

      • pixel sagt:

        stimmt! Und ich kenne das auch nur vom Hören-Sagen….Aber auf jeden Fall stark negativ behaftet.

    • Katharina sagt:

      Vergiss das wesentlich erhöhte Risiko betreffend Missbrauch nicht.

  13. Remo Triulzi sagt:

    Ich war zwei Jahre in Zuos. Ein Witz!

    Besoffen nach “Hause” gekommen. 1000 Franken Einzahlungsschein an die Eltern als Strafe für den Buben…
    Schweizer Internate taugen für nichts.

    • Remo Triulzi sagt:

      äh, Zuoz natürlich.

      • Andreas Hablüzel sagt:

        Einerseits muss ich ihnen wohl recht geben, dass das Lyceum zu nichts taugt! Andererseits muss ich ihnen aber auch widersprechen, Herr Triulzi, war sieben Jahre an der Academia Engiadina und habe es sehr genossen.

  14. Pascal Sutter sagt:

    Ach, zum Schulthema noch das hier:

    a Samuel L. Bronkowitz production: catholic high school girls in trouble

    http://video.google.com/videoplay?docid=-3930000348900501724

    NSFW

  15. Katharina sagt:

    “Nein, ich war nicht im Mädchenpensionat. Sondern in einem ganz normalen Internat. Sofern man ein (damals noch) von Kapuzinern geführtes Gymnasium so nennen kann. Und ja: In unserer Klasse gab es auch Mädchen. Doch die stanken

    genug gesagt. der populistische Rest erübrigt sich.

    • alien sagt:

      Hallo, der sagt doch nicht, was er HEUTE findet, der sagt doch einfach, was die zwölfjährigen Buben dachten! Die hatten ja eh keine Ahnung. Katharina, mach Dich nicht lächerlich.

      • Muttis Liebling sagt:

        In diesem Blog gibt es für Katharina keine Nachricht, die unterzubringen ist. Da muss man wenigstens positionieren. Im Gegenteil zu Dir ist sie hier nicht privat unterwegs.
        Internate halte ich für die beste Erziehungsform so ab 9 Jahre. Aber nur Eliteinternat und nur, wenn man Elitekinder will. Das grösste pädagogische Fehl, das Nicht- Reifen- Lassen, ist in guten Internaten viel seltener, als in der Familie. Bildung bekommt man auch woanders, nicht so sehr den Willen zur Bildung. Gegen andere Interessen, die in dem Alter eigentlich stärker sind. Internate schaffen Charaktere, Bildung dazu.

      • alien sagt:

        Nicht privat? Was denn dann? Beruflich? Wohl kaum.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        “Internate halte ich für die beste Erziehungsform” ist da “beste Schulungsform” mitgemeint?

        Ganz grundsätzlich habe ich überhaupt kein Interesse daran
        die Entwicklung, das Entdecken, Schulische Prozesse, kurz gesagt
        die Fülle des Lebens in unserer Kindern
        nur aus der Ferne zu betrachten und in einer Art Zaungastrolle zu sein.
        Genausowenig wie ich Tauchferien buchen würde um dann in der Hotellobby über Prospekten zu sinnieren, während alle anderen im Wasser sind und was erleben.
        Internat, für mich nein danke.

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