Pfadiherz versus Goldküsten-Neurosen

Mit diesem Beitrag heissen wir Gabriela Braun im Mamablog willkommen. Sie vertritt Nina Merli, die anfangs Woche ihren Mutterschaftsurlaub angetreten hat.

Geht doch: Kind allein im Wald. (Bild: Keystone)

Geht doch: Kind allein im Wald. (Bild: Keystone)

Ein Handy für Notfälle, ein Shuttledienst für den Mittagstisch und Kurse in Verteidung? Geht es um die «Sicherheit» meines Kindes, bin ich wohl retro. Es besitzt KEIN Notfallhandy. Es geht NICHT in einen Selbstverteidigungskurs. Und ich hole es meist NICHT bei Dunkelheit abends vom Hort ab, sondern lasse es alleine heim laufen. Der Hauptstrasse entlang oder durch die Waldlichtung beim Tobel.

Für ein neunjähriges Kind ganz normal, könnte man meinen. Doch da wo wir leben – in einem Dorf an der Zürcher Goldküste – führt dieses Verhalten schon mal zu Diskussionen. Hier können viele Eltern nicht genug auf Nummer sicher gehen. Sie chauffieren und eskortieren ihre Kids überallhin.

Die überängstliche Art irritierte mich das erste Mal vor bald fünf Jahren. Mein Sohn kam in den Kindergarten. Dieser befindet sich am Rand des Tobels. Was für ein wunderschöner Ort, war mein erster Gedanke. Welch ein Glück, darf er durch eine Waldlichtung und über Brücken, wenn er mit anderen Kindern den Hügel hoch zum Mittagstisch geht. Mein altes Pfadiherz schlug höher: Womöglich sehen sie während des zehnminütigen Spaziergangs den dort ansässigen Reiher?

Andere Eltern jedoch hatten völlig andere Assoziationen zum Ort: Natur = Gefahr! Was, wenn ihr Kind in den Bach fällt, von Schülern geplagt oder gar von einem Unbekannten mitgenommen wird? Zum Mittagstisch gelangten ihre Kids fortan per Sammeltaxi.

Mein Sohn lief als einziger. Das fand ich nicht sonderlich toll für ihn. Doch ich wollte mich dem Gruppendruck nicht beugen. Zu fremd war mir das ängstliche Denken der anderen – und ist es noch immer. Ich will meinem Kind doch Stärke und Vertrauen vermitteln, nicht Angst. Fürchte ich mich dauernd, färbt das irgendwann ab. Ängstliche Eltern machen ängstliche Kinder, davon bin ich überzeugt. Mein Sohn soll lernen, Gefahren selbst einzuschätzen und dabei auf sein Gefühl zu hören. Er soll durch die Waldlichtung beim Tobel gehen können, ohne Angst vor grossen Kindern zu haben oder irgendeinem «bösen Mann».

Um ihm Sicherheit zu geben, begleitete ich ihn ein paar Mal. Er zeigte mir seine «Zanetapfe»-Sammlung, und ich erklärte ihm, weshalb ich nicht will, dass er den gefrorenen Froschweiher betritt. Das war mir enorm wichtig und er verstand. Passiert ist zum Glück nichts – abgesehen von den paar nassen Stiefeln, die er aus dem Bächlein zog und einer Znünitasche, die im Tümpel landete. Nach einem Jahr ging er den Weg gemeinsam mit neuen Kindergartenkindern.

Aus diesen Gründen ist auch ein Notfallhandy bei uns kein Thema – also eines jener speziellen Telefone, die durch einen Tastendruck die gespeicherte Nummer wählen. Ich kann mir nicht vorstellen, wozu er es brauchen sollte – und will es auch gar nicht. Dann müsste ich mich ja damit befassen, dass es theoretisch möglich wäre, dass etwas ganz Schlimmes geschieht. Doch dagegen sträube ich mich. Nennen Sie mich von mir aus abergläubisch, blauäugig oder naiv.

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

271 Kommentare zu «Pfadiherz versus Goldküsten-Neurosen»

  • Stee sagt:

    Als Jublanerin kann ich nur laut: JA! schreien.
    Lasst eure Kinder alleine nach Hause gehen, in Bäche fällen, sich die Knie aufschlagen und sich auch einmal prügeln.
    Das gehört zum Kind sein dazu und er graut mir, wenn ich daran denkt, was aus solchen „Zum Muttagestisch-gefahren-werden“ Kindern mal werden soll.

  • Fiona sagt:

    Aber warum eigentlich ist es so wichtig dass Kinder sollten so selbständig sein? Fakt ist dass schnelle Verkehr, mobbing, gefärhliche Menschen und andere Riskios existieren, in die ganze Welt und auch in der Schweiz. Warum schützen wir nicht Kinder gegen unangenahme oder gefährliche Situations wenn wir können. ZB das Schulsystem könnte veränderen sodass Mittagtisch ist in die Schule und niemand muss allein laufen. Vielleicht es ist bequemer für das System wenn anstatt, Eltern glauben an die Mythos ein utopische Land und Superkinder, die können alle schaffen allein?

  • Nathalie sagt:

    ……ja, das wäre natürlich schon furchtbar unangenehm, wenn man sich damit befassen müsste dass „es theoretisch möglich wäre, dass etwas ganz Schlimmes geschieht“……. dann schon viel lieber „sich dagegen sträuben“, sich nicht zuviele Gedanken machen und ganz sorglos und bequem durchs Leben gehen……

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Guter erster Artikel. Inhaltlich kann ich da zustimmen.

  • Beno sagt:

    @ Richard Dietsch

    Sie leiden wohl ein bisschen an Dyslexie …aber es sei so

    …zudem,… dass Velowege weniger Risiko bedeuten …brauchen wir auch nicht mehr zu diektifizieren.. 😕

    • Richard Dietsch sagt:

      Da Sie no matter what auch auf Velowegen ständig und immer einen Velohelm anhaben und weil sie Intelektuell nicht fähig sind zwischen Gefahrenpotential und Risiko zu unterscheiden werde ich meine Dyslexie nicht weiter kommentieren. Grundsätzlich empfehle ich Ihnen einen Integralhelm zu tragen, oder wenigsten so eine Art Slalomskihelm, denn Sie und Ihr Umfeld scheinen ständig auf die Fresse zu fallen…. oder sich davor zu fürchten. Mehr Velowege, weniger Risiken! VOLL und GANZ einverstanden! Wie viele km pendeln Sie pro Woche mit dem Velo? Ohne Sport/Ausflüge? Selber ca. 80 km. MfG

  • Valeria sagt:

    Der Pädagoge Janusz Korczak formulierte zu Beginn des letzten Jahrhunderts drei Grundrechte für Kinder. Das erste davon ist das Recht des Kindes auf seinen eigenen Tod, bzw. auf Risiko, welches den Tod zur Folge haben könnte. Ohne Risiko können Kinder aber keine Erfahrungen machen. Korczak schreibt:

    „…aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entziehen wir es dem Leben; um seinen Tod zu verhindern, lassen wir es nicht richtig leben.“

    • Brunhild Steiner sagt:

      finde ich ein bisschen sehr schwarz-weiss,
      und könnte ich als Erwachsene (mit Betreuungspflichten) dasselbe Recht einfordern?
      Denn man lernt doch nie wirklich aus?
      Wer weiss schon was zukünftige Lerneinheiten an pädagisch wertvollem Risiko beinhalten können?

      • Valeria sagt:

        Solche Aussagen würden ihre Wirkung verfehlen, wären sie nicht so schwarz-weiss…

        Bei jeder Autofahrt fordern Sie dieses Risiko für sich selber ein. Das Risiko, auf der Strasse zu sterben ist um einiges höher als die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind entführt und mit Hilfe eines Notfallhandys gerettet wird. Rein statistisch gesehen.

      • Katharina sagt:

        Valeria, off topic: ich habe in „Von dir oder von mir“ noch eine Antwort hinterlassen.

  • Roman Rebitz sagt:

    Problematisch ist auch das viele „geschützte“ einfach mehr Risiken eingehen, als sie ungeschützt eingehen würden.

  • Bertschinger sagt:

    Vielleicht habe ich ein sehr schlechtes Textverständnis, aber, SEIT WANN GEHT ES IN DIESEM ARTIKEL UM VELOHELME, bzw. weshalb dreht sich die ganze Diskussion um dieses Thema? Ich wohne selber in Erlenbach, eine sehr ruhige und idyllische Gemeinde. Die Frage die ich mir auf Grund des Artikels stelle ist, weshalb diese Angst, bzw. dieser Sicherheitswahn dieser meist wohlhabenderen Familien?

    • Richard Dietsch sagt:

      Weil der Velohlem ein gutes Beispiel dafür ist, dass wir uns gerne mit Gefahren beschäftigen, die keinen direkten Bezug zum realen Leben haben. Wir fürchten uns vor zuvielen Dingen… und bei anderen Dingen sind wir zu fahrlässig.

  • Erika B. sagt:

    Meine Tochter hatte einen 20-minütigen Kindergartenweg dem Rhein entlang, der um diese Zeit wenig frequentiert war und von der Polizei (die dafür genaue Normen hat) als leicht gefährlich eingestuft wurde. So holte ich sie eine Weile lang mit der Kleineren jeweils in der Hälfte ab, bis sich ihr später andere Kinder anschlossen und sie stolz alleine heimkam. Die Selbständigkeit zu unterstützen, finde ich oberstes Prinzip, und jeweils abzuwägen: Habe ICH Angst? Welches sind die realen Gefahren?

    • Auguste sagt:

      hmm…, genau so wirds gemacht. mögliche risiken so objektiv wie möglich abwägen und entsprechend vernünftige massnahmen treffen. vorsicht mit prinzipien: das beurteilen, ob etwas allenfalls gefährlich ist fürs kind oder nicht, sollte nicht von erziehungsgrundsätzen beeinflusst werden. das verfälscht das resultat.

  • Tina sagt:

    Ich kann mich der Blogschreiberin in allen Punkten nur anschliessen. Ich bin eine bekennende Rabenmutter und mache genau DAS, was ich will. Lasse mich von rechts und links anöden, werde als Rabenmutter beschimpft, als unverantwortliche Mutter gerügt und lasse das abperlen an mir.Ich trage die Verantwortung für mein Tun und mein Nichtstun. Es soll doch jeder nach seinem Gusto… und den anderen Leben lassen. Das erhoffe ich mir allerdings von all den Übervätern und -müttern auch!
    Regula

  • plop sagt:

    Obwohl es mich noch nicht akut betrifft, habe ich mir letztens doch überlegt, ab wann lässt man das Kind dann allein durch die Stadt in die Schule/Sport etc… Wann geht man auch das erste mal allein in die Waschküche und das Kind bleibt allein in der Wohnung? (Das mach ich neuerdings)
    Sicher schön, wenn man ab Kindergarten das Kind den Weg alleine machen lassen kann, oder ja, eigentlich lieber und besser mit Anderen Kindern, was aber, wenn man mitten in der Stadt wohnt und es grad keine Nachbarskinder hat? Oder fast noch schlimmer, wenn man, wie ich, in einem Stadtquartier wohnt mit wenig/

    • plop sagt:

      / Verkehr und „Gefahren“, und das Kind also unerfahrener ist als die die mitten in der Stadt aufwachsen? Ich kann alle Eltern verstehen, die da Angst haben, ich hätte das auch… Aber daran muss man sich wohl gewöhnen. Das könnte eine der schwersten Ablös-Aufgaben für Eltern sein….

      • Sportpapi sagt:

        Vertrauen muss man sich erarbeiten. Den Weg in den Kindergarten werden wir im Sommer wohl einige Male ablaufen. Unser Ältester, der brav an der Strasse stehen bleibt, bis kein fahrendes Auto mehr in Sichtweite ist, wird das dann wohl bewältigen können. Und vielleicht auch bald mehr. Der mittlere (bald 3) wird nun wieder ein paar Tage zu Fuss statt mit dem Likeabike unterwegs sein, weil er sich nicht (immer) an die Vorgaben hält.

      • plop sagt:

        Mein 3jähriger hat momentan die Wahl zwischen: Hand halten oder per Seil angebunden sein (ist für ihn ein Feuerwehrgurt). Durch die Stadt mit Likeabike eigentlich eh nicht, und wann, dann auch angeseilt, er ist ein fürchterlicher Träumer und hat häufig keine Ohren… Ich freu mich dann wieder auf ein bisschen mehr folgsamkeit…. Aber das wird ja wahrscheinlich auch bald wieder einfacher.

  • Robert Furrer sagt:

    Sie haben recht, Frau Braun. Es ist paranoid zu denken, dass allen Kindern das Gleiche widerfährt wie der damals fünfjährigen Ylenia Lenhard im 2007, als sie auf Urs vonAesch traf…..

  • Eva sagt:

    Ich glaube, wir Erstweltbewohner finden es einfach immer schwieriger, zu akzeptieren, dass schlimme Dinge passieren können und dass es einen selber treffen kann – schlichtweg, weil wir die Möglichkeit haben, so vieles zu vermeiden. Also versuchen wir, alles zu vermeiden, und dann plötzlich hören wir auf, zu leben, weil wir sterben könnten. Wahrscheinlich wären wir glücklicher mit einer etwas kürzerer Lebenserwartung und etwas mehr Sorglosigkeit.

    Es ist auch enormer Druck da: Es braucht bestimmt Mut, Freunden/Behörden/etc zu vermitteln, dass man sein Kind wissentlich einer Gefahr aussetzt.

  • mikkesch sagt:

    Meine Tochter ist 7,5 Jahre alt und lebte bis vor Kurzem in Brasilien. Wo sie herkommt, gibt es keine SUV, keine Helme oder sonst welche Schutzkleidungen und Kontroll-Handys. Als Vater ist es spannend zu beobachten, wie die Kleine auf ihr neues Umfeld reagiert. In der Schulklasse wird sie als dominante Persönlichkeit wahrgenommen. Dabei ist sie die reinste Schmusekatze. Sie löst Probleme schneller und unkomplizierter als ihre Mitschüler. Sie ist manchmal hart im Austeilen, nimmt aber Kritik sportlich entgegen. Sie ist eben keine Heulsuse. Und schon werden die Schulpsych. auf den Plan gerufen.

    • Tom sagt:

      Es genügt, etwas aktiver, munterer zu sein als der Durchschnitt, schon kann das zu Problemen in der Schule führen. So gesehen wären sämtliche Kids, die wir bei Verwandtenbesuchen jeweils in Süditalien antreffen, Problemkinder…

    • Pixel sagt:

      Das Problem ist die Schweizer Norm. Nicht ihre Tochter.

    • Katharina sagt:

      und da wundern sich einige, dass ich NIEMALS meinen Kindern jenen stuss zumuten werde.

      • Sportpapi sagt:

        Schon Mehrzahl? Und welcher Stuss ist hier gemeint? Schule?

      • Katharina sagt:

        Sportler…. also echt…. „In der Schulklasse wird sie als dominante Persönlichkeit wahrgenommen.“ und das löst aus, dass der Schulpsychologische Dienst aufkreuzt, wie die verdammte Gestapo?

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Vielleicht hat halt die „dominante Persönlichkeit“ etwas zu stark ausgeteilt? Vielleicht hat aber auch der Schulpsychologe nur mal nachgefragt, wie es so geht am neuen Ort? Weiss du mehr als ich? Und: was ist denn deine Lösung, wenn du deinen Kindern keine Schule zumuten möchtest? Privatunterricht?

      • Sportpapi sagt:

        GESTAPO???

      • Katharina sagt:

        zu stark eben im Kanon des helvetischen Kanons des mediokren Zwanges, von welchem Du hier den Anschein machst, ein Jünger zu sein. Ergo dann die denunziativen Kreise, die die symbolisch Gestapo genannten Instanzen auf den Plan rufen. die sprichst ja täglich für solche Kontrollorgane der Gesinnung.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du spekulierst, da dir und mir die Fakten unbekannt sind. Aber schon erstaunlich, wie locker dir ein symbolisches „Gestapo“ herausrutscht, während du an anderen Orten sehr schnell Antisemitismus erkennst. Schräg.

  • heidi reiff sagt:

    Jedes Kind braucht einfach Begleitung in den ersten Entwicklungsjahren, Babys sind keine Tyrannen, wenn sie Hunger haben sc hreien sie, die einzige Ausdrucksmöglichkeit in dieser Phase. Meine Tochter hatte ein Babyphone, als meine Enkelinnen Babys waren. Ich kenne einige Geschichten von Menschen, die nach sog. alter Väter Sitte erzogen wurden leider alles traurige………
    Kinder brauchen einfach kindgerechte Begleitung, von oben herab, nein Danke, mal in die Hocke zu gehen bei einem Kind, da fällt mir kein Stein aus der Krone, Chinder und Narre sage d‘ Wohret. 🙂 🙂 🙂 🙂

  • Paolo Martinoni sagt:

    Ganz, ganz toller Beitrag einer ganz, ganz tollen Mutter eines ganz, ganz glücklichen Kindes! Chapeau!

    • alien sagt:

      Ja Paolo ganz ganz ganz ganz toll.

      • xyxyxy sagt:

        Ja super ganz ganz toll. Gerade auch weil die Mutter sagt: „Ich habe ein Herz wohingegen alle anderen Eltern bei uns im Dorf eine Angstneurose haben.“

        PS ich selbst fahre Velo ohne Helm

        – aber diese Selbstbeweihräucherung und wie dann alle drauf anspringen und sagen. „Ich hab im Gegensatz zu den anderen auch ein Herz und keine Neurose“ das ist…… ganz, ganz, ganz toll und mit viel Herz

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss gar nicht, worüber Sie sich so aufregen. Selbstbeweihräucherung, mag sein. Und natürlich nennt sie andere Eltern überängstlich. Sich selbst, bzw. den eigenen Optimismus hinterfragt sie aber doch auch: „Dann müsste ich mich ja damit befassen, dass es theoretisch möglich wäre, dass etwas ganz Schlimmes geschieht. Doch dagegen sträube ich mich. Nennen Sie mich von mir aus abergläubisch, blauäugig oder naiv.“

      • xyxyxy sagt:

        ja, das tut sie. Da haben sie Recht.
        Dennoch haben die anderen alle Neurosen.

        Aber sie ist besser, als die diejenigen, nun den Ball des Dilemmas, das sie antönt gar nicht aufnehmen und nur rufen. Hurra wir sind die ganzen Harten und Mutigen, alle Sicherheit ist doof und unnötig. Und dabei eben selbst Kindersitze und Velohelme haben und hoffentlich auf ihre Kinder aufpassen.

  • Christoph Lieberherr sagt:

    Der einzige heftige Angstmoment, an den ich mich heute noch erinnere, war nicht etwa in der Natur, sondern irgendwo in einer Riesenhalle, wo ich an der Züspa als kleiner Bub meine Eltern verloren hatte. Für ein Notfallhandy wäre ich dankbar gewesen, nur gabs das eben noch nicht.

  • Markus Seiler sagt:

    … wie auch immer, Pietät und Moral ist etwas für Verlierer; somit bleibe auch ich bei der Sache und meinem Standpunkt.
    Medizinisch gesehen ist das Hirn bei Lebenden immer eingeschaltet; juristisch gesehen sind alle Verbrechen nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu ahnden; Moralgedusel für Kinderopfer sind in den einschlägigen Gesetzeswerken nicht ersichtlich.

    • Brunhild Steiner sagt:


      das geht solange gut bis Sie oder eines Ihrer Familienangehören selbst mal auf entgegengebrachte Pietät angwiesen sind, bedenken Sie doch bitte in was für einem Gefäss Sie sich hier mitteilen.

    • alien sagt:

      Manche Leute schaffen es einfach nicht, sofort als Idiot erkannt zu werden. Markus Seiler hingegen ist hier ziemlich professionell.

  • Rolf sagt:

    Ich ging in Erlenbach zur Schule und in denselben Kindergarten wie Frau Brauns Sohn. Ob Sie es glauben oder nicht, während meiner Schulzeit gab es tatsächlich einen Unhold, der den Schulkindern nachstellte und auf dem Schulweg die Kinder zu tode erschreckte indem er sich ihnen in den Weg stellte und plötzlich den Mantel öffnete… Glücklicherweise war er ziemlich harmlos, da es ihm offensichtlich nur darum ging „sich zu zeigen“…Und er machte es genau auf der Strasse,die zum Kindergarten führt.Die Nähe des Walds macht den Standort dieses Kindergartens nicht wirklich sicherer, im Gegenteil…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Rolf:
      dieses Verhalten ist nicht harmlos und gehört in jedem Fall angezeigt.
      Mittlerweile ist bekannt dass sich aus Exhibitionisten Gewalttäter entwickeln können, und man sollte, auf Heute bezogen, solche Vorfälle nicht mehr verharmlosen.

    • Elisabeth sagt:

      Ich bin als Fünft- und Sechstklässlerin in besagtem Wald (zwischen Erlenbacher- und Heslibachtobel und zwischen Wulp und Blümlisalp) mit Kollegen weit umhergestreift und erst irgendwann am Abend wieder nach Hause gekommen. Es war wunderbar! Aber ich war kein Kindergärtler, und die Zeiten haben sich definitiv geändert – vor allem auch, weil die soziale Kontrolle durch die liebe Dorfbewohnerschaft fehlt. Die wusste nämlich genau, welches Kind wohin gehört und bemerkte, wenn es mit der falschen Person am falschen Ort war… (die lieben Nachbarinnen hatten diesbezüglich auch ihre Vorteile).

  • Lena sagt:

    Wichtig ist doch auch das Risikoempfinden. Wenn man gegen alles abgesichert ist, verschwindet doch die natuerliche Risikoabwaegung. Man sieht das in allen Bereichen des Lebens, selbstverstaendlich auch bei Erwachsenen.

  • Remo Triulzi sagt:

    Hier ein schönes Interview auf DRS mit Marius Tschirky, Waldkindergärtner, zu eben diesem Thema.

    http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/focus/2655.sh10198255.html

  • Hansjörg sagt:

    Nicht alle Menschen haben die gleiche Risikobereitschaft und erst wenn man Risiken genau einschätzen kann, kann man auch risikogerecht handeln. Zahlreiche Kommentare zeigen, dass Risiken oft verharmlost oder übertrieben werden. Damit ist zwar die Diskussion losgetreten, was ja auch das Ziel des Blogs war, aber der Sache ist noch nicht geholfen.

  • Genau darum gibt es in der Bundesversammlung den Ständerat. Er korrigiert das normale Gefühl der Städter mit dem normalen Gefühl der ländlichen Eidgenossen.

  • Pascal Sutter sagt:

    Also das mit dem Helm – ich trage jetzt auch einen nachdem ich mir fast den Schädel gebrochen habe. Das macht ja sinn beim Velofahren, oder? Schliesslich ist die Strasse ja Kampfzone und nicht Spielplatz.

    • Richard Dietsch sagt:

      Viel Vergnügen mit dem Genickbruch, denn den werden Sie sich bald einhandeln. Mit oder ohne Helm. Da steckt doch viel Esotherik drin. Ich binde mir einen Hühnerfuss um den Hals und hatte noch nie einen Unfall.

      • Pascal Sutter sagt:

        Ach Quatsch mit Sosse!

      • Richard Dietsch sagt:

        Ein Velohelm macht eben gerade keinen Sinn, weil er Sie in 95% der (sehr unwahrscheinlichen) Fälle nicht vor einer schweren Verletzung in ihrer Kampzone schützen wird.

      • Richard Dietsch sagt:

        Wenn sie also fahren wie ein Henker (aber einen Helm aufhaben) leben sie VIEL GEFÄHRLICHER als jemand der normal rumkurft aber ohne Helm. RISIKO = Gefahrenpotential x Eintretenswahrscheinlichkeit. Das Gefahrenpotential Schädelbruch das in manchen Fällen (aber nicht allen) durch einen Helm verhindert werden kann, hat eine sehr geringe Eintretenswahrscheinlichkeit. Wenn sie sich gegen alles und jedes Risiko gleicher höhe schützen wollen: Viel vergnügen. Ich empfehle Ihnen jegliche Skitouren oder Töfffahrten zu unterlassen.

      • Urs Kyburz sagt:

        @Dietsch: Fahren Sie eigentlich Velo? Mir sind Statistiken egal, Tatsache ist, dass mir der Helm schon dreimal das Leben oder zumindest die Gesundheit gerettet hat. Zweimal davon wurde ich von Motorfahrzeugen umgefahren, obwohl ich korrekt fuhr. Wer etwas zu schützen hat, trägt einen Helm, wer nichts Schützenswertes hat, halt eben nicht. Frei nach Darwin: Survival of the smartest.

  • Caroline E. sagt:

    Gestern auf dem Dorfplatz: eine Gruppe Kinder beim Hockeypspielen und Skaten, ALLE trugen einen Sturzhelm und Knie- und Ellenbogenschutz. Meine Tochter meinte, dass es wahrscheinlich bald ein Helmobligatorium für Fussgänger geben werde, man könnte ja stürzen und mit dem Kopf aufschlagen. Auch im Haus lauern Gefahren, ja selbst im Bett: man könnte aus dem Bett fallen und sich den Gring anschlagen und die Versicherung würde nicht zahlen, weil man den oblig. Schlafhelm nicht trug. Wie sie habe ich mir als Kind als paar gehörige Schrammen geholt, aber der Schutzengel war immer da…

    • alien sagt:

      Beim Skaten Handgelenkschoner zu tragen halte ich für einigermassen intelligent, ehrlich gesagt. Einen Helm braucht es weniger. Aber stimmt, als ich klein war, vor Hunderten von Jahren, war ich mit den Freunden (und Freundinnen) ständig mit dem Velo unterwegs (nicht Sportes halber, einfach so zum Mblausch) und niemand wäre auf die Idee gekommen, einen Helm anzuziehen. Heute ist das alles anders.

    • Simon Scherrer sagt:

      Liebe Fr. Schutzengel, Sicherheitsmassnahmen kann man natürlich übertreiben, in diesem Fall mit den Schonern beim Skaten ist es dies aber keineswegs. Wer davon schon offene Brüche davongetragen hat, weiss was das heisst. Lieber einen Handgelenkschoner und einen Helm tragen, dafür keine 3 Monate leiden müssen oder gar ein Schädel-Hirn-Trauma mitnehmen! Auch mein 5-jähriger Junior tobt sich gerne draussen alleine aus und lernt, Gefahren selber abzuschätzen, aber gewisse Dinge können mit einfachen Mitteln verhindert werden und sind sinnvoll! Würden sie ohne Schutz auf der A1 Motorrad fahren? Eben

      • Simon Scherrer sagt:

        Kleiner Gedankenanstoss noch: Informieren sie sich bei der Suva über die Velounfälle und der diesbezüglichen Statistiken, Sie werden sehen dass Helme einen (gewaltigen) Unterschied machen! Ich will ja niemanden bevormunden, solche Sicherheitsmassnahmen kommen aber nicht von ungefähr und haben erst recht nichts mit einem übertriebenen Schutzdenken zu tun, sondern schlicht mit dem Wunsch, schwere Unfälle und Folgen durch (imo unbedeutende) Schutzmassnahmen zu umgehen, ohne dass die Aktivität als solches eingeschränkt wird.

      • Caroline E. sagt:

        ja, diese Schoner und Helme mögen sinnvoll sein und halten ein entsprechendes Zubehörwesen am Laufen, bewirken aber auch ungeschicktere Bewegungsabläufe und langsamere Reaktionen. Verglichen mit Kindern zB in Afrika und Indien, die nicht über all diese Schutzmassnahmen verfügen, wirken unsere Kinder schwerfällig und ungeschickt. Man darf seinem Körper ruhig vertrauen! Notabene fuhr ich 8 Jahre lang jeden Tag bei Wind und Wetter inges. 24 km per Velo in nächste Stedtli ins Gymi – OHNE HELM – bin in dieser Zeit 1x ausgerutscht wegen vereister Strasse, hatte aber bloss ein kleines Hämatom am Bein

      • Sportpapi sagt:

        Helmtragen ist aber auch unbequem und führt dazu, dass weniger Velo gefahren wird. Nachweislich.

      • Richard Dietsch sagt:

        Ich habe mich persönlich bei der SUVA per Mail gemeldet, bezüglich Velohelm und Statistiken. Die Antwort: In der Schweiz sind die Fallzahlen nicht hoch genug um die Helmtragquote und die Anzahl schwerer Kopfverletzungen mit einer ausreichenden Signifikanz in einen Zusammenhang zu bringen. D.h. Es passieren ZUWENIGE Unfälle um es beweisen zu können und man sollte sich deswegen nicht soviele Sorgen machen. Diesbezüglich empfehle ich das Positionspapier der ProVelo zum Velohelm http://www.pro-velo.ch/fileadmin/redaktion/Dateien/Verkehrssicherheit/100508_Positionspapier_Velohelm_Web.pdf

      • Moni sagt:

        Ich kann mich der Meinung von Herr Scherrer nur anschliessen. Ich glaube, dass einige bei diesem Text etwas falsch verstanden haben. Ich denke, dass der Sohn der Autorin auch einen Velohelm trägt, denn es macht Sinn.
        Ich trug früher keinen Sicherheitsgurt wenn ich im Auto mitfuhr, hatte keinen Helm auf beim Velofahren, Reiten und Skifahren. Auch beim Rollschuhfahren trug ich keine Knie- Handgelenk und Ellbogenschoner. Und heute kann ich es mir nicht mehr ohne vorstellen. Meiner Meinung nach hat das nichts mit übervorsichtig zu tun sondern man kann mit einfachen Massnahmen schlimmes verhindern.

      • Sportpapi sagt:

        Danke für den Link. Ganz meine Meinung!

      • Elisabeth sagt:

        per Caroline E. Der Vergleich mit Afrika ist schief – die Kindersterblichkeit, auch wegen Unfällen, ist in den afrikanischen Ländern wesentlich höher als bei uns. Ich gehe mit Herrn Scherrer einig – lieber Helm (übrigens nicht nur fürs Kind, sondern auch für mich) als Hirnschädigung. Bin auch ohne Velohelm aufgewachsen, aber viele Velokilometer und zwei schwerwiegende Unfälle von Freunden später gabs nur noch Helm. Kluge Köpfe schützen sich…

      • Katharina sagt:

        Ich finde es unverantwortlich, einen Mangel statistischer Erhebungen als Grund gegen Velohelme anzubringen. erstens ist die Schweiz ein relativ kleines Land, sodass es zum vorne herein schwierig ist, ein signifikantes Mengengerüst betreffend Velounfällen zu haben, zum Glück, und zweitens ist das Obligatorium relativ jung, so dass auch da einfach zu wenig Daten betreffend vorher/nachher Vergleichen vorhanden ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Es ist unverständlich, ohne relevanten Angaben ein Obligatorium einzuführen. Deshalb gibt es ja auch keines in der Schweiz… (dass Velofahren in verschiedenen Ländern rapide abgenommen hat, kaum wurde ein Obligatorium eingeführt, ist hingegen erwiesen).

      • Katharina sagt:

        Sportler, ich ging davon aus, dass in der Schweiz ein Velohelm obligatorisch sei. Item. dass in der Schweiz wegen dem kleinen Mengengerüst keine relevanten Statistiken erhebbar sind, bedeutet nicht, dass keine relevanten Daten vorhanden sind. siehe z.B das Gurtenobligatorium in Autos. Die dazu relevanten Daten stammen auch nicht aus der Schweiz.

        ich verstehe nicht, dass wegen dem Velohelm Tragen eine Diskussion in der Art wie hier entstehen kann. Das Teil bietet Schutz bei der üblichen Verwendung eines Velos. Kopfverletzungen sind nun mal nicht ohne und teilweise schwer zu heilen usw. so what wenn die Frisur da etwas leidet.

        wenn das Helmobligatorium einen Rückgang des Velofahrens bewirkt haben soll, warum gibt es dann einen Boom bei Mountainbikes zb? Ich vermute der Rückgang des Velofahrens hat andere Ursachen, und ist nicht kausal mit dem Velohelmobligatorium verbunden, sondern anderen Änderungen der Lebensstile. Anders gesagt: in der USA soll ein Rückgang von Teenagerschwangerschaften feststellbar sein. Die humorvolle Erklärung dazu: das sei, weil die neuen Versionen von Call of Duty dermassen gute Spiele seien, dass die Kids nur noch am Compi das spielen statt den Hintern nach aussen zu bewegen und die holden Mädels oder Jungens ins Gesichtsfeld zu kriegen.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Schön, dass du nicht die Störche und die Geburtenzahl gebracht hast, um deinen Punkt zu illustrieren. Du hast trotzdem unrecht. Und MB und Velofahren als Transportmittel ist nicht das Gleiche.

      • Katharina sagt:

        „Du hast trotzdem unrecht. Und MB und Velofahren als Transportmittel ist nicht das Gleiche.“ unrecht womit? dass es halt schwierig ist, mit dem schweizerischen Mengengeruest relevante Statistiken zu machen, weil die Anzahl der Unfälle dank dem allgemeinen Sicherheitsbewusstsein vieler Schweizer niedrig ist? excuse me… YOU are wrong.

        and you did not get the humor about the fat asses and call of duty at all.

        die Störche und die Geburtenzahl.. hmm. entertain my humor on that one, please….

      • Sportpapi sagt:

        Störche und Geburtenzahl ist das übliche Beispiel für eine Scheinkorrelation. http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinkorrelation
        Zum anderne wollte ich darauf hinweisen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Velofahren in der Freizeit und Velofahren als Transportmittel. Das wird unter anderem stark diskutiert, wenn es um Radwege geht. Die sollen für die einen eher sicher, für die anderen vor allem schnell und direkt sein. Gleiches mit dem Helm.

    • Markus sagt:

      Natürlich waren wir auch ohne Helm unterwegs, nicht zu unterschätzen ist jedoch das Tempo, mit dem man unterwegs war. Mit unseren alten Fahrräder im Flachen mit 20 km/h unterwegs zu sein, war praktisch unmöglich, heute ereicht dies ein 12-jähriger problemlos mit seinem Bike, auch die Verkehrsdichte hat massiv zugenommen. Daselbe gilt auch beim heutigen Skating gegenüber unseren alten vierrädrigen Rollschuhen. Aber schlussendlich soll dies jeder für sich entscheiden.

      • Sportpapi sagt:

        Klar ist aber, dass die Kinder nicht nur viel langsamer unterwegs sind, sondern auch nicht sehr hoch fallen.

      • alien sagt:

        Tief, Paps, meinst Du, tief fallen.

      • Sportpapi sagt:

        Hoch runter meinte ich.

      • Richard Dietsch sagt:

        Liebe Katharina
        Ich finde es härzig dass sie es unfair finden mangelnde Statistische Grundlagen ins Feld zu führen. Anschliessen wird noch ein bisschen vermutet und geglaubt und überhaupt war ich der Meinung dass. Ich möchte sie bitten die Informationen zum Thema Velohelm bei der ProVelo Schweiz nachzulesen (Positionspapier und Factsheet). Das sind ca. 50 Seiten und es wurden insgesamt die Ergebnisse von über 100 weltweiten Studien ausgewertet. Anschliessen möchte ich ihre Meinung hören. Es geht eben genau nicht darum zu GLAUBEN und zu VERMUTEN sondern ernsthaft Fakten zu diskutieren.

      • Katharina sagt:

        Richard…. ich bin promovierte Statistikerin, immerhin im Rang eines Doktorates…. also sehr bewandert wie das funktioniert, worauf sich ihr Verein beruft. und das Statement des bfu ist genau das was ich sagte.

        ich habe Link den Sie früher posteten, schon durchgelesen. darin steht nicht, dass über 100 weltweite Studien ausgewertet wurden. weiter sind ja auch diese Studien nicht als Quelle angeführt.

        Also sparen Sie sich das härzig und ‚vermuten‘ und ‚glauben‘ usw. in Ihrer allzu offensichtlichen Attitüde, dass eine Frau ja unmöglich Sachkenntnisse haben könnte.

        als erstes: eine von einem Interessenverband in Auftrag gegeben Studie, die nicht mal sauber die Quellen referenziert, ist nicht viel wert.

        Zudem interessiert mich das Thema eigentlich wenig. Nur soweit, dass dann nicht die Versicherungen (indirekt auch auf MEINE Kosten) bluten, weil ein fruit cake wie Sie von inexistenten Fakten redet. warum eigentlich? um den Adrenalinjunkies auf Drahteseln Argumente zu liefern?

      • Richard Dietsch sagt:

        Sie sind ja eine ganz schlaue Frau. Das BFU ist ebenfalls ein Interessenverband. ProVelo argumentiert übrigens nicht gegen den Velohelm, sondern hat mit dem FactSheet versucht die Diskussion auf eine sachliche Ebende zu bringen. Gerne würde ich mich weiterhin über einen Kommentar zur Höhe des Zusatznutzens freuen, den Sie SEHR HOCH ansetzen und ich SEHR TIEF. Die Referenzen übrigens hier http://www.pro-velo.ch/fileadmin/redaktion/Dateien/Verkehrssicherheit/FactbookHelmTabelle070129.pdf sie promovierte Statistikern. Wenn es sie nicht interessiert sollten sie sich nicht äussern. Mich interessier

      • Richard Dietsch sagt:

        Ahh… .und noch weil es den fuit cake glücklich macht:
        Zitat (natürlich nicht wissenschafltich korrekt, da ich nicht promovierter Statistiker bind):
        Fact Sheet der Pro Velo Seite 3: „Dafür wurden mehr als 150 Quellen betreffend Velohelmtragen, Helmpflicht und Kopfverletzungen untersucht. Die Ergebnisse wurden strukturiert, die
        Übertragbarkeit auf die Schweiz diskutiert sowie Erkenntnislücken festgehalten.

        Sie sind eine looserin (um auch mal mit English zu pralen) und geben ganz viel BS von sich. Mit Vorfreude auf ein unbehelmtes und sicheres Wochenende.

    • Eva sagt:

      Dass Kinder in Drittweltländern geschickter sind, würde ich eher darauf zurückführen, dass sie nicht den ganzen Tag regungslos in der Schule rumsitzen, als auf das Fehlen des Velohelms.

      Es geht doch um die Abwägung von Risikos und Einschränkungen. Schulweg durch den Wald – Risiko minimal. Schulweg nicht gehen – riesige Einschränkung. Velofahren – Risiko massiv verminderbar durch kleine Unbequemlichkeit.

      Ich möchte wetten, dass die Goldküste-Taxi-Kinder mit fünf auf Skier gestellt werden, und das ist schliesslich mit aller Schutzausrüstung noch recht gefährlich. Ich gönne ihnen den Spass!

      • Sportpapi sagt:

        Sind die Kinder in Drittweltländern geschickter? Das würde ich jedenfalls nicht unterschreiben.

      • Richard Dietsch sagt:

        Wer Behauptet, dass beim Velofahren das Risiko durch einen Velohelm massiv vermindert wird hat einfach keine Ahnung und hat sich noch NIE vertifet mit dem Thema auseindergestzt, sondern einfach einmal einen miserablen Werbespot der Suva gesehen. Zum mitlesen:
        1. Velofahren ist nicht gefährlicher als viele ander Dinge, die wir täglich tun.
        2. Ein Velohelm bringt nur in einer äusserst beschränkten Zahl von Unfällen etwas .
        3. Der Zusatznutzen ist also extrem beschränkt und wird EXTREM Überbewertet
        Frage: Warum trägt in Holland kein Mensch einen Helm?

      • Sportpapi sagt:

        Ja, warum tragen die Holländer keinen Helm?

      • Richard Dietsch sagt:

        Weil sie eben in diesem Bereich nicht unter verschobener Risikowahrnehmung leiden. Wir als Gesellschaft haben vor viel zu vielen Dingen Angst, die in keinem direkten Zusammenhang mit unserer Realität stehen. Deshalb: Wer Angst davor hat sein Kind OHNE Helm auf die Strasse zu lassen, sollte es lieber gar nicht rauslassen, denn falls ihnen etwas passiert (was nur SEHR SELTEN der Fall ist) wir der Helm vermutlich nur wenig nützen.

      • Elisabeth sagt:

        Wie kommen Sie auf die Idee, dass „die Holländer“ keinen Helm tragen? Ich kenne einige Holländer, die Helm tragen, darunter vor allem auch solche in der Schweiz, wo es definitiv engere Strassen, mehr Hügel und Tramgeleise gibt als im ländlichen Holland…

      • Richard Dietsch sagt:

        Liebe Elisabeth: Waren sie schon mal in Amsterdamm? Kennen sie STATISTIK? Zahlen? Fakten? In Holland liegt die Helmtragquote um einiges (googeln sies selber) tiefer. Und sie sterben nicht wie die Fliegen. Enge Strassen, Steile Abfahrten etc. alles HUMBUG. In Holland wird Velofahren als etwas selbstverständliches betrachtet, das keinen besonderen Schutz bedarf. In der Schweiz wird der Helm langsam zu einer gesellsaftlichen Konvention, der sich ein Grossteil der Bevölkerung beugt ohne sie zu hinterfragen.. oder sie sogar vehement verteidigt ohne sich an eine echte, objektive Faktenlage zu halten

      • Beno sagt:

        @Richard Dietsch

        In Holland trägt man aus folgenden Gründen keinen Helm ; 1. es bestehen viele extra Wege für Velofahrer, was ein gefährliches “ Mitschleipfen “ nicht ermöglicht. 2. Es gibt tatsächlich KEINE gefährlichen Steilfahrten .3. Die allgemeine Haltung dem Velofahren gegenüber ist in Holland fast eine Tradition…und darum gilt es fast als „uncool“ , wenn man einen Helm trägt.
        Keine richtigen Gründe als , um in der Schweiz KEINEN Helm zu tragen !

      • Richard Dietsch sagt:

        @ Beno: Punkte 1. und 2 haben sie frei erfunden. Bei Punkt 3. gebe ich Ihnen teilweise Recht, nur dass Velofahren in Holland nicht nur „fast“ eine Traditon ist sondern echt. Und dass man einfach einen natürlichen Umgang damit hat. VELOFAHREN ist UNGEFÄHRLICH im Vergleich mit unserem restlichen ALTAGS- und BERUFSLEBEN. Ein Helm ist nicht nötig. Wenn es Sie seelig macht von mir aus. Ich werde Sie lebenslänglich belächeln.

      • Sportpapi sagt:

        Offensichtlich ist es so, dass Velofahren ungefährlicher ist in Ländern, in denen viel gefahren wird. Weil bessere Velowege bestehen? Weil sich die Autofahrer eher an Velofahrer gewöhnt sind? Oder weil die Leute einfach mehr Übung haben?

      • Beno sagt:

        @Richard Dietsch

        Punkt 1 und 2 frei erfunden ???

        Schon mal was von FIETSPADEN gehört ?
        …und bergig ist es ja auch nicht gerade ?!

        Hoffentlich sie KÖNNEN mich ein lebenslang belächeln…!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        nicht nur ich werde wohl allmählich die Überzeugung gewonnen haben dass es Herrn Dietsch nicht unbedingt um eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Velohelm geht, sondern dass er sich durch das Velohelmtragensollen persönlich in seiner Freiheit angegriffen fühlt,
        genauer gesagt sogar gefährdet, und nicht müde werden wird, uns, denen diese Wahrheit noch nicht klargeworden, zuerst freundlich, dann aber bestimmter und nicht mehr besonders freundlich, Klartext durchzugeben,
        Klartext so wie er ihn versteht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        „Offensichtlich ist es so, dass Velofahren ungefährlicher ist in Ländern, in denen viel gefahren wird.“
        an welche Länder denken Sie da?
        Bezüglich Niederlanden schliesse ich mich Beno an.
        Interessant wäre da auch noch Info bezüglich Strassenverkehrsdichte ganz allgemein…

      • Beno sagt:

        …vielleicht trägt unser Richard ja eine teure Frisur ?! 😎

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Schauen Sie im oben bereits verlinkten Bericht, Seite 18: http://www.pro-velo.ch/fileadmin/redaktion/Dateien/Verkehrssicherheit/Factbook_Helm_070712.pdf
        Empfehle ich Ihnen auch sonst zum Lesen…

      • Sportpapi sagt:

        Ansonsten ist Ihre Kritik an Dietsch etwas hart, auch wenn er sich mit Holland wohl etwas verrannt hat. Er hat doch im Wesentlichen – zumindest meiner Meinung nach – absolut recht.

      • Richard Dietsch sagt:

        @ Beno/Brunhilde
        Eben nicht! Ich habe nicht gesagt, dass es in Holland keine Velowege gibt, sondern dass ihr Schluss: Mehr Velowege gleich weniger Mitschleifunfälle ergo VELOHELME in der CH notwendig an den Haaren herbeigezogen ist. Als einziger habe ich auf relevante Informationen verwiesen, die Sie sich weigern durchzlesen, weil sie GLAUBEN WOLLEN, dass es mit Helm VIEL SICHERER ist. Ich gebe Ihnen von mir aus recht, dass es sicherer ist mit Helm. Die ZUSÄTZLICHE Sicherheit im Vergleich zum Gesamtrisiko (wellches SEHR KLEIN ist) ist aber nahezu irelevant. Übersteigt das Ihren Intelekt?

      • Richard Dietsch sagt:

        Trage eine Glatze… und liebe dieses Thema! Glaube/Gesellschaftliche Norm vs. echte Faktenlage. Ausserdem trage ich meine Meinung gerne pointiert vor…. und liebe gute, echte, anspruchsvolle Gegenargumente. Ich komme mir oft vor wie im Religionsuntericht… wer nicht glaubt ist nicht willig ernsthaft zu dieskutieren. Danke liebe Brunhilde

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Richard Dietsch:
        „1. es bestehen viele extra Wege für Velofahrer,…“ sagt Beno

        „Punkte 1. und 2 haben sie frei erfunden.“ sagen Sie

        „Punkt 1 und 2 frei erfunden ???
        Schon mal was von FIETSPADEN gehört ?“ sagt Beno

        „Ich habe nicht gesagt, dass es in Holland keine Velowege gibt“ sagen Sie,

        aber Beno sagten Sie dass er die Velowege erfunden hätte?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        wirklich, Sie finden ich sei da zu hart?
        Im vollen Ernst?
        Der ganze Austausch basiert auf Faktenlagen und einigermassen normalem Umgangston?
        Tut mir leid Sportpapi, aber ich nehme Herrn Dietsch anders wahr.
        Und Ihr link gibt mir keine Auskunft auf andere Länder in welchen messbar mehr velogefahren wird.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Richard Dietsch:
        Sie brauchen mir nicht zu danken, für was auch-
        bemerkenswert finde ich das Muster, egal bei welchem Thema, von den sehr Überzeugten.
        Erst wird die eigene Meinung kundgetan, bei Hinterfragen in beinah Engelszungen und mit „liebe soundso“ geworben, fruchtet das nicht kommt das gröbere Geschütz aufgefahren, es wiederholt sich überall.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wollen Sie über den Umgangston diskutieren? Der ist auf beiden Seiten sehr missionarisch. Aber Dietsch hat doch einige wichtige Punkte aufgeführt und zwei interessante Stellungnahmen der gleichen Organisation verlinkt, über die man doch hätte diskutieren können. Hat man aber nicht, weil hier offenbar die Meinung gemacht ist. Wäre doch schön, wenn man – was ja heute das Thema wäre, über unerwünschte Nebenwirkungen unseres Sicherheitsdenkens auch mal nachdenken würde.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ja, allerdings! Wenn man tatsächlich davon überzeugt ist dass eine Helmtragpflicht mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt sollte mann sich wirklich sehr genau überlegen mit welcher Wortwahl und Vorgehensweise er Überzeugung erreichen will- mich stösst dieses Vorgehen jedenfalls ab,
        und meine Frage nach den Ländern mit wesentlich messbar mehr Veloverkehr und weniger Unfällen ist ebenfalls noch nicht beantwortet. Wenn Sie nun Widerstand gegen helmlose Zustände gleich mit mangelnder Reflektion über unser Sicherheitsdenken gleichsetzen dann kann ich Ihnen auch nicht helfen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        2
        denn erstens mal gab es diese reflektierenden Statements
        und zweitens wurde das hier drinnen schon xfach auf anderen Kanälen durchdiskutiert-
        die Sache mit dem Sicherheitsdenken.
        Bloss weil nicht soviele wie erhofft nun ebenfalls das „Velohelm-los-Banner“ hochhalten,
        heisst das noch lang nicht dass nicht reflektiert würde.

      • Beno sagt:

        @Richard Dietsch

        …“ernsthaft zu dieskutieren“….brauchen sie nicht, nur lesen wer was frei erfindet .
        Holland ist bekannt durch sein Fahradwege – Netz , dies sollte in der CH auch viel besser sein. Sicher besser als NUR einen Helm zu tragen
        Warum tragen wohl die meisten Fahrradtouristen einen Helm ??? …weil man easy mit dem Fahrad einen Hang hinunter 50km/h erreichen kann. Fahren die Menschen mit 50 durch die Grachten von Amsterdam ? Schritttempo ist dort angesagt.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Weshalb so heftig heute? Ich habe Ihnen erklärt, wo ich mein Argument her habe. Es erscheint mir logisch. Aber wenn Sie wünschen, werde ich morgen noch danach recherchieren. Muss ich auch noch belegen, dass Länder mit Helmobligatorium umgehend massiv weniger Velofahren verzeichnen, oder können wir uns wenigstens auf diesen Fakt einigen? Und dass die Schreckensbilder der SUVA vielleicht dazu führen, dass einige Leute mehr Velofahren, aber sicher dazu, dass viel mehr Leute Velofahren generell als sehr gefährlich wahrnehmen. Können wir uns darauf einigen?

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Dass die Polizei offensichtlich in einigen Kantonen keine Veloprüfungen mehr durchführt, weil die Kinder sich nicht mehr sicher im Strassenverkehr bewegen können – für mich auch eine Folge, natürlich, des gestiegenen Verkehrsaufkommens. Aber eben auch unseres Umgangs damit. Aus meinem Alltag: Zunehmend mehr Kinder mit massiven motorischen Beeinträchtigungen. Kinder mit praktisch keinen Bewegungserfahrungen mehr. Teilweise wegen Vernachlässigung, teiweise aber auch wegen übertriebenen Ängsten der Eltern. Mit „Mut tut gut“ soll das dann wieder korrigiert werden…So, wünsche eine gute Nacht

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        erkläre ich Ihnen gerne, ich habe auf den Abtausch von Herrn Dietsch reagiert, vorallem auf seinen Umgang mit Rückfragen und Korrekturen. Und dann kommen Sie und finden ich sei zu hart? Ein kleines Zugeständnis ja mit Holland hab er sich schon ein bisschen verrannt? (ein bisschen?!)
        Den mit grössere Sicherheit bei höherer Anzahl Velofahrenden in anderen Ländern haben Sie ins Spiel gebracht,
        in Ihrem link hab ich dazu nichts gefunden, weils mich interessiert hab ich bei Ihnen nachgefragt,
        und wie Sie mittlerweilen wissen bin ich bis zum abwinken hartnäckig… .

      • Richard Dietsch sagt:

        @ Brunihilde
        Ich danke Ihnen dafür, dass Sie Steilvorlagen zum zerreissen liefern… Es besteht kein Zusammenhang zwischen der Anzahl Velowege und dem Risiko. DAS hat Beno behauptet und DAS habe ich gesagt ist frei erfunden. Falls er recht hätte, würde das bedeuten, dass man keinen Velohelm braucht wenn man ledigch Selbtunfälle bei Tempi unter 25 km/h riskiert…. da stimmen sie mir sicherlich nicht zu. Die meisen Velounfälle sind übrigens Selbtunfälle und relativ unbeeinflusst vom restlichen Verkehr (genauso wie beim Skifarehn: Input auf DRS3 verfolgt?)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ebenfalls gute Nacht, aber doch noch:
        ich glaube nicht dass es an Mut oder Zutrauen in die Kinder fehlt-
        aber was definitiv fehlt ist die Durchsetzung von Geschwindigkeitsvorschriften.
        Und solange ich nicht darauf vertrauen kann dass radikal für Einhaltung gesorgt wird-
        ich erlebe täglich massive Übertretungen in Tempo 30&50, solange verstehe ich alle die ihre Kinder nicht im normalen Strassenverkehr velofahren lassen.
        Obwohl ich das sehr bedaure.

      • Richard Dietsch sagt:

        So und jetzt zum Schluss: Der Schaden der durch die Helmhyperfentiliererei angerichtet wird ist der: Velofahren wird unötigerweise als etwas gefährliches dargestellt. Es ist sicher, macht Spass, ist gesund, macht keinen Lärm und braucht fast keinen Platz. Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen im Altagsverkehr mit dem Velo unterwegs sind. Ich zitiere jetz auch was aus meinem Umfeld (hat natürliche keine statistische Relevant). Arbeitskollegin: „Ich würde nie mit dem Velo in die Stadt, das ist viel zu gefährlich“. Gute Nacht.

      • Beno sagt:

        Ob es nun Klettern, Eishockey spielen, Ski fahren oder Biken ist…der Helm hat schon viele von schweren Verletzungen oder vom Tode gerettet…aber tun sich sich nur keinen Zwang Herr Dietsch…es ist ihre „Birne “ ..

      • Sportpapi sagt:

        @Benno: Das stimmt wahrscheinlich. Nur ist eben Velofahren nicht biken. Und die nun mehrfach diskutierten unerwünschten Nebenwirkungen, die daraus entstehen, dass wir Velofahren als brandgefährlich, potentiell tödlich darstellen, werden damit auch nicht diskutiert.

      • Beno sagt:

        @S.P.

        Es liegt doch wieder einmal am Detail;
        … wenn jemand mit dem Velo täglich mehrere Talfahrten macht , ist es für denjenigen sinnvoll einen Helm zu tragen. Fährt man hingegen irgendwo auf einem Spielplatz rum oder „trötschgelt“ nach „Guguus“ ,… sehe ich den Grund auch nicht ein . Darum Helmpflicht für Velofahrer NEIN….Helm tragen JA !

      • Sportpapi sagt:

        @Beno. Und schon sind wir einig.

    • Caroline E. sagt:

      @Elisabeth: nein, Kinder in 3.Weltländern sind nicht wegen fehlender Velohelme geschickter, zumal die meisten gar kein Velo haben. Als Baby und Kleinkind werden sie herumgetragen und lernen so, sich an den Erwachsenen zu festzuhalten und leicht zu machen, statt in panzerartigen Kinderwägen herumgeführt zu werden, für die es extra Transportmittel braucht, aka SUV und Van. Diese Kinder haben schlicht und einfach mehr Bewegung als unsere CH-Kinder und damit meine ich nicht unsere geräteintensiven Sportarten sondern das gute tägliche Laufen, Springen, Hüpfen, Klettern, Ballspiel, Rangeln

      • Michael Strässle sagt:

        Viele Sicherheitsmassnahmen werden durch riskanteres verhalten kompensiert. Ein Engländer hat an sein Velo ein Abstandssensor gebaut und festgestellt das die Autos viel näher überholen wenn er einen Helm trug.
        Ich persönlich trage zum Velo fahren immer eine Helm. Nicht wegen der Sicherheit sondern weils einfach geil aggressiv aussieht besonders mit der richtigen Sonnenbrille. Was ich aber immer trage sind Handschuhe (im Sommer fingerlose). Ich war schon ein paar mal froh darum. Sie Schützen nicht vor schweren aber für lästigen Verletzungen.

  • Luca Engel sagt:

    Meiner Meinung ist „Sicherheit“ hier nur einer von vielen Faktoren. Dass unser Sohn einen Velohelm trägt, finde ich ganz normal, auch wenn ich als Kind nie einen Helm getragen habe. Natur=Gefahr gibt es bei uns auch nicht. Natürlich ärgere ich mich, wenn die Wohnung frisch geputzt ist und der Kleine den halben Wald mit nach Hause bringt. Aber wichtig ist mir, dass er selbständig wird. Wie soll ein Kind lernen, sich selber zurechtzufinden, wenn es immer nur von den Eltern von allem abgeschirmt wird? Das Ganze darf natürlich nicht auf Kosten der Sicherheit gehen, daher gibts auch den Velohelm.

  • Martin Kallmann sagt:

    Ich kann mich ihrer Meinung nur anschliessen. Ich hatte noch nie einen Helm auf bei irgendwelchen Exkursionen (Klettern, Wandern, Velo, Skaten, Eislaufen), kein Handy als Kind, stand fast jeden Tag im Bach, und wurde nie irgendwohin chauffiert. Und sie werden es kaum glauben – es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil.

  • Nicole sagt:

    BRAVO! Last Kinder endlich wieder Kinder sein!!!!!!!!!

  • xyxyxy sagt:

    Es ist doch so: jeder hier im MB haut jetzt voll auf die Anti-Sicherheits-Pauke und tut so als wäre die ganze Welt in einem Wahn nur zufälligerweise sämtliche MB Teilnehmer nicht.
    Wenn man genau hinsieht, haben ihre Kinder trotzdem beim Velofahren ein Helm auf und tun Dinge, welche wir als Kinder nicht taten (eben z.B. mit Helm Velofahren).
    Da frage ich mich schon, was das ganze Gerede jetzt soll.

    • Dani Kobler sagt:

      Das wir damlas (in meinem Fall ist damals mitte der 80iger) keienn Velo trugen lag wohl daran das es diese Dinger damals noch nicht gab.

    • Sportpapi sagt:

      Das mit dem Velohelm für Kinder ist zumindest bei uns fast der einzige Streit, der immer wieder entsteht. Dumm nur, dass die Kinder selber eigentlich gerne einen Helm tragen – zumindest solange sie klein sind.

  • Markus Seiler sagt:

    Wenn der „kurlige“ Mensch ein Kind ausgesucht hat und mitnehmen will, hilft ein Notfallhandy oder ein niedlicher Selbstverteidigungskurs nicht wirklich weiter; diese Dinge sind primär für die Scheinberuhigung der Eltern nützlich.

    • xyxyxy sagt:

      ach ja, lesen sie meinen Beitrag 9:48
      Kleinigkeiten können den Unterschied SEHR OFT ausmachen. 100% Gewähr gibt es nie.
      Aber dann könnten wir ja auch alle Kettenrauchen, uns nicht anschnallen und ohne Helm Motorrad fahren.

      • Markus Seiler sagt:

        Jo, war vermutlich kein „richtig böser Mann“, sonst hätte er ihr wohl das Handy weggenommen…. 🙂

      • xyxyxy sagt:

        ist echt keine Geschichte für ein Smiley
        Sie sind echt ein Hirni der keine Ahnung hat. „Böse“ Menschen (Gewalttätig oder sexuell) sind meistens solche, die sich die wehrlosesten Opfer aussuchen. Darum machen es eben oft Kleinigkeiten aus, ob man ihr Opfer wird oder nicht.
        Natürlich war das Glück und die Frage bleibt offen, ob kleine Mädchen regelmässig allein durch den Wald gehen sollen.
        Die 5jährige Ylenia ging auch alleine vom Hallenbad nach Hause, als sie das letzte Opfer des Kindermörders wurde, bevor er sich selbst umbrachte. Er suchte sich einfach das hilfloseste Opfer aus.

      • Markus Seiler sagt:

        Jo, liegt ja in der Natur der Sache…. das uralte Jäger – Opfer Verhältnis…
        Und bitte auf der Sachebene bleiben (Hirni…)

      • xyxyxy sagt:

        Ich blieb bei der Sache. Hat ja dazu geführt, dass sie endlich mal ihr Hirn eingeschaltet haben.
        Dass nämlich die Letzten die Hunde beissen.
        Jetzt müssen sie nur noch etwas Pietät beweisen, wenn es um Verbrechen an Kindern geht und den lustigen Unterton streichen und dann beweisen sie vollends, dass sie über ein gutes Hirn verfügen.

      • Ylene sagt:

        xyxyxy, ich möchte nicht bagatellisieren, was dem Mädchen aus Ihrer Bekanntschaft passiert ist, aber es ist doch ein himmelweiter Unterschied, wenn jemand einem Kind die Hand auf die Schulter legt im Vgl. zu einer brutalen Vergewaltigung/Ermordung. Er hat sie ja nicht mal gepackt oder so. Der Mörder von Ylenia hätte sich wohl kaum von einem fiktiven Handygespräch abhalten lassen, echt jetzt. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Hirni einschalten und hier nicht so selbstgerecht rumwüten.

      • Sportpapi sagt:

        @Ylene: Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Zumal ja, wenn ich xyxyxy folgen würde, der Schaden einfach von einem Kind abgewendet und dem anderen übertragen würde, oder?

    • xyxyxy sagt:

      Ylene und Sportpapi – keiner kann wissen, ob dieser Gestörte harmlos war oder nicht.
      Aber sie beide sind wohl Propheten und wissen, dass er harmlos war und auf jedenfall nichts schlimmes passiert wäre, auch ohne Handy, weil sie eben gegen Handys sind.
      Sie sind einfach so ignorant, dass sie überhaupt nicht in Betracht ziehen, dass sich bei solchen Tätern oft – nicht immer – aber SEHR OFT der geringste Widerstand ausbezahlt macht, weil diese feigen Gestörten, eben auf die Schwächsten gehen: allein gelassene Kinder.
      Gehen sie über die Bücher befassen sie sich mit dem Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich bin keineswegs gegen das Handy. Ich glaube nur nicht, dass es viel bringt. Die damit verbundenen Gefahren (Sorglosigkeit, Überbehütung) behalte ich aber auch im Auge. Und ich habe mich mit dem Thema befasst, danke.

      • Ylene sagt:

        xyxyxy, können Sie eigentlich lesen? Sie dichten mir da Sachen an, die ich auch nicht annähernd so gesagt habe. Ich habe nicht gesagt, dass es nie etwas bringt, Gegenwehr (egal wie klein) zu leisten. Ich habe auch nichts gegen Handys, mein Sohn hat ja auch eins. Wenn es Sie glücklich macht, dann hat halt ein Handy Ihre kleine Bekannte vor einem feigen Gestörten gerettet, Sie scheinen ja hier der Prophet zu sein. Persönlich bin ich immer noch der Meinung, eine konsequentere Gesetzesanwendung und Strafvollzug bringt der Gesellschaft hier mehr als Handys, die meisten sind Wiederholungstäter.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ylene:
        „Wenn es Sie glücklich macht, dann hat halt ein Handy Ihre kleine Bekannte vor einem feigen Gestörten gerettet,“,
        klingt nun aber nicht grad sehr einfühlsam?
        Ich bin jedenfalls sehr froh darüber dass die Geschichte genauso ausgegangen ist,
        und empfinde Ihren Vergleich zu Vergewaltigung und „er hat sie ja nicht mal gepackt“
        verharmlosend und in diesem Zusammenhang sehr unangebracht,
        jede Berührung zuviel ist eine zuviel,
        jedes Angstmachen ein Angstmachen zuviel.
        Und das gehört ernstgenommen auch wenn das Kind anscheinend keinen Kratzer abbekommen hat!!!

      • Ylene sagt:

        @ Steiner: Eine Berührung indirekt mit einer Vergewaltigung, die in einer Ermordung gipfelt (xyxyxy verweist auf Ylenia), gleich zu setzen, ist eine Frechheit. Wieso soll ich da also einfühlsam sein? Ja, der Vorfall war für das Kind sicher zu recht beängstigend, aber da gleich ein Riesendrama daraus zu machen, bringt auch niemanden was, am allerwenigstem dem Kind. Soll es für den Rest des Lebens verunsichert sein? Besser mal versuchen abzuklären (mit Nachbarn oder halt Polizei), was das für einer war und ansonsten mit dem Kind einen anderen, sicheren Weg suchen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ylene:
        nicht einverstanden, denn in seiner ersten Schilderung war das noch gar nicht das Thema.
        Es wurde erst nach nicht gerade optimalem zur Kenntnis-nehmen reingebracht
        und hat sich anschliessend hochgeschaukelt.

        Bezeichnungen wie „Frechheit“ sind der Sache nicht grad dienlich,
        dass einem Kind Angst eingejagt worden ist, und wir alle nicht wissen wie es sonst ausgegangen wäre wird mit dem Killerargument „er hat sie nicht mal gepackt, Frechheit das mit Vergewaltigung zu vergleichen“ etc einfach unter den Tisch gewischt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und im Übrigen hat xyxyxy kein Drama draus gemacht sondern einfach aus dem Alltag geschildert.

  • Lucca Gaffuri sagt:

    Schlüsselsatz für mich „Ängstliche Eltern schaffen ängstliche Kinder!“. Klar kann unserem Kind was Schlimmes zustossen, sieht man aber in jeder Ecke die Gefahr lauern, beschert man sich & dem Kind unnötigen Stress & Angst, ebenso verpasst man das Schöne – den Waldtobel, den Bach…
    Und by the way, aus jeder Beule, jedem Sich-Verirren, jedem Auf-Sich-Selbst-Gestellt-Zu-Sein lernt man wichtige Lektionen, die man im Fond des mütterllichen SUV’s nicht lernt.
    Auch sind wir wohl von all den schlechten, dauernd verfügbaren Nachrichten etwas verschreckt…hier ist immer heile Welt, nicht Brooklyn

  • Vielen Dank für den Artikel; Sie sprechen mir aus dem Herzen.

  • Pascal Sutter sagt:

    Weiter so! Das mit dem Handy/Notfall-Beacon kann man sich ja noch überlegen, da bin ich mir auch noch nicht so sicher. Aber sicher nicht für den Chindsgi

  • Lucca Gaffuri sagt:

    Guter Artikel und ja Frau Braun, auch ich gebe Ihnen Recht. Ich stamme aus einer Zeit, als noch nicht jede Möbelkante mit nem Schutz, jeder Herd mit ner Blende, jeder Kinderkopf mit nem Velohelm und jede Steckdose mit Steckdosenschutz ausgestattet waren. Und wie viele meiner Mitkinder haben sich nochmals ernsthaft oder tödlich verletzt? Genau, keines!
    Und nun soll man mit der Zeit gehen, die Steckdosen sind verklebt, ich trage nun Skihelm, unsere Tochter wird mal nen Velohelm tragen müssen, nie aber werde ich Möbelkanten und Herd verbauen oder nem Kindergärtner ein Notfallhandy mitgeben…..

    • Lucca Gaffuri sagt:

      Schlüsselsatz für mich “Ängstliche Eltern schaffen ängstliche Kinder!”. Klar kann unserem Kind was Schlimmes zustossen, sieht man aber in jeder Ecke die Gefahr lauern, beschert man sich & dem Kind unnötigen Stress & Angst, ebenso verpasst man das Schöne – den Waldtobel, den Bach…
      Und by the way, aus jeder Beule, jedem Sich-Verirren, jedem Auf-Sich-Selbst-Gestellt-Zu-Sein lernt man wichtige Lektionen, die man im Fond des mütterllichen SUV’s nicht lernt.
      Auch sind wir wohl von all den schlechten, dauernd verfügbaren Nachrichten etwas verschreckt…hier ist immer noch die heile Schweiz, nicht Harle

    • Brunhild Steiner sagt:

      „Und wie viele meiner Mitkinder haben sich nochmals ernsthaft oder tödlich verletzt? Genau, keines!“
      klar, nirgendwo und gar keines,
      erst recht nicht im Strassenverkehr wo es mal eine Vor-Gurtobligatorium-Zeit gab…

      • Lucca Gaffuri sagt:

        …hab ich vom Strassenverkehr gesprochen? Nochmals durchlesen, nein! Und man kann jetzt sicherlich für jede meiner Aussagen ein tragisches Beispiel finden, dann will man aber meinen Standpunkt nicht verstehen.
        Wir sollten uns dieser Paranoia verwehren, die dazu führt, dass Kinder mit dem Velohelm aufem Pausenhof rumtollen & Lehrer dies verbieten müssen, weil sich die Kinder strangulieren könnten.
        Man kann die Welt nicht kindersicher machen, aber als Eltern haben wir auch die Verantwortung, unsere Kinder zu starken, selbständigen Erwachsenen heranzuziehen und das geht nur mit einigen Beulen!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Geehrter Herr-
        Sie haben Velohelme erwähnt welche in Strassenverkehr gehören,
        ich habe mir lediglich erlaubt den Kreis ein bisschen zu erweitern um das sich über Sicherheitsmassnahmen lustig zu machen- inklusive die sooft geäusserten Verweise auf früher- ein bisschen zu kontern.
        Ums genau lesen müssen Sie sich keine Sorgen machen.
        Hingegen machen Sie sich doch mal bei der bfu schlau, diese Kindersicherungen verhindern sehr wohl Einiges, nicht immer liegts an mangelnder Aufsicht!

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Da verweise ich gerne wieder mal auf einen Artikel von Hüttenmoser (gerrne auch Interview dazu lesen): http://www.nzz.ch/nachrichten/bildung_gesellschaft/hors-sol-kinder_1.7297441.html

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        damit predigen Sie mir nichts Neues und mir gefällt die „Wohnumgebungsgestaltung“ genauso wenig wie Hüttenmoser. Doch hier geht es mir um, von Herrn G. fast schon ins Lächerliche gezogene, Schutzmassnahmen indoor, wie auch outdoor.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Mir ging es darum, dass man zu häufig sinkende Unfallzahlen als Erfolg der Prävention verkauft. Wenn doch eher die Bewegungsformen/Sportarten etc einfach nicht mehr ausgeführt werden. Konkret: Es wird keine Velounfälle mehr geben, wenn keine Kinder mehr Velofahren dürfen (ist ja auch schon angedacht).
        Meine Haltung zu den Gurten ist übrigens etwas anders als zu den Helmen. Die Gurte schränken nicht wirklich ein, die Helme sind im Nahverkehr/Alltag doch eher störend, und halten damit vom Velofahren ab.

      • Katharina sagt:

        Weshalb kommt mir bei Hüttenmoser die Pfadi in den Sinn, bzw. deren Verulkung Adams Family Values? Frau sollte sich ja nicht über Namen lustig machen, aber trotzdem.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Lies besser, was Hüttenmoser geschrieben hat.

      • Katharina sagt:

        Sportler: ich machte einen Witz über den NAMEN…. weil Hüttenmoser halt so genau passt auf die Pfadi. bzw eben deren Verulkung in Adams Family Values:
        http://www.youtube.com/watch?v=ptLD0kCoHG4

        Mann bist du beschränkt.

      • Katharina sagt:

        hab den Artikel nun durchgelesen: natürlich stimmt: „Wer in einem Wohnumfeld aufwächst, das kein unbegleitetes Spiel im Freien zulässt“, usw. aber diese Situation als hors sol, bzw. als Mangel an ‚Bodenhaftung‘ zu bezeichnen, finde ich doch unangebracht. Das ist ein Affront gegen jene oft unterprivilegierten Familien. Grundursache ist eigentlich ein Mangel an Stadtplanung und auch eine griffigere Verfolgung der Verkehrssünder. wenn jemand in einer 30 km/h bei Geschwindigkeits-Übertretung nur mit dem Klacks einer 200 Franken Busse geahndet wird, wird sich oft einen Dreck um die Geschwindigkeitstafel kümmern.

        Hier ist es zb so, dass die Geschwindigkeitsbeschraenkung in Schulzonen variabel ist, und bei Unterrichts-Anfang und –Ende auf 15 MpH beschränkt ist, mit Verdreifachung der Bussen – inklusive Strafpunkten und entsprechender Erhöhung der Autoversicherungspraemien. Die Scouts, die den Kindern etwa an den Fussgaengeruebergaengen helfen, können verfehlende Fahrer verzeigen und die Chance, der Busse zu entgehen ist eher klein. Die Busse ist 500 – 2000 USD, und drei Strafpunkte. ein zweites Mal bedeutet automatische Suspendierung der driver’s licence, sprich du darfst während drei Monaten NICHT mehr ein Auto führen. deine versicherungspraemie geht von durchschnittlich 800 pro Jahr auf das doppelte. So geht das und richtig so! Ein Auto ist nun mal ein potentiell tödliches Instrument, also fahre es entsprechend verantwortungsvoll.

        eine 30 KmH Beschränkung in Wohnzonen sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, oder?

        den Schlusssatz: „bis sie, versehen mit verschiedensten Defiziten, in die gesellschaftlichen «Flickbuden» Kindergarten oder Schule eingeliefert werden.“ finde ich sehr bedenklich.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: In meiner Gemeinde hat der Gemeinderat eine 30km/h-Petition abgelehnt. Man hat sich bei der Polizei erkundigt, die empfindet das als nicht zulässig… Und nein, die Kinder unterprivilegierter Familie dürfen sich wenigstens noch frei bewegen (was ja nicht nur Vorteile hat). Und nein: eigentlich empfinde ich es nicht als nötig, dass auf dem Schulweg Patrouillen von Eltern oder Polizisten stehen müssen, um die Kinder zu begleiten. Immerhin ist die Schule auch der Ort, wo die Kinder bei uns häufig ihre Freizeit verbringen. Muss also jederzeit erreichbar sein.

      • Beno sagt:

        @Katharina

        ~ „eine 30 KmH Beschränkung in Wohnzonen sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, oder?“
        …das finde ich auch !
        Es gibt in der CH noch viele Dörfer, wo Lastwagen mit Tempo 50 neben Trottoirs mit Schulkindern langs brettern, einfach skandalös …ein falscher Schritt und es ist passiert..

  • Stefan sagt:

    @Katharina. Bezüglich Handy eine kleine Geschichte, die so stattgefunden hat. Bin Pfadi-Leiter. Trotz Verbot hatte ein Kind sein Handy dabei und musste jeden Abend telefonieren, genau sagen, wann sie schlafen gingen etc… Hat sie zu spät telefoniert, hat die Mutter aufs Notfallhandy der Lagerleitung angerufen. Das Mädchen war die ganze Woche traurig, weil sich die Mutter so Sorge gemacht hat und sie konnte das Lager gar nicht geniessen.
    Man muss den Kindern Vertrauen schenken und auch etwas zutrauen. Nur so können sie lernen, Gefahren einzuschätzen. Ein Handy in der Tasche bringts gar nichts

    • Dass das Mädchen das Lager nicht richtig geniessen konnte, ist für mich nur zu nachvollziehbar. Das Problem dabei scheint mir aber nicht, dass sie ein Handy dabei hatte, sondern die „totale“ Überwachnung durch die Mutter. In diesem Sinne sollten Notfallhandys eigentlich gar keine eigene Nummer haben. Im Notfall wird von ihnen angerufen, im Notfall, und nicht auf sie angerufen.

      • xyxyxy sagt:

        richtig : ein Mädchen in meiner Verwandtschaft ging auch 2mal wöchentlich alleine durch den Wald (Vater war kein „Sicherheitsfanatiker“) 2-3 Monate ging das gut. Bis zu dem Tag da ein fremder Mann plötzlich neben ihr ging und ihr plötzlich die Hand auf die Schulter legte. In beinaher Schockstarre gelang es ihr gerade noch das Handy hervorzunehmen und so zu tun, als wählte sie hilfe (kein Notfallhandy) darauf verschwand der böse Mann. (die gibt es nämlich tatsächlich!)

      • Stefan sagt:

        Ja, das stimmt, das Problem ist die totale Überwachung, dass die Mutter dem Kind und den Leitern nicht vertraut. Aber dennoch finde ich, auch ein Notfallhandy, von welchem man nur anrufen kann ist nicht nötig. Im Lager ist es ja überwacht (Leiter, Lagerleiter, Kolleginnen) und im Fall von Frau Braun merkt die Betreuerin vom Mittagstisch ja, wenn das Kind fehlt und weiss, an welcher Strecke sie es suchen muss. Und wenn der Junge in den Teich trampt hilft auch ein Notfallhandy nichts.

      • Stefan sagt:

        @xyxyxy Natürlich gibt es böse Männer und Situationen wie die von ihnen beschreibene. Toll wie das Mädchen reagiert hat. Wahrscheinlich hat es genau deshalb so reagiert, weil der Vater kein Sicherheitsfanatiker war. Es konnte mit der Gefahr umgehen, sie einschätzen und richtig reagieren. Respekt! Wäre sie immer im gepanzerten Van überall hin gefahren worden, hätte sie die Gefahr nicht einschätzen können.
        Ja. Vielleicht ist so ein Gerät wirklich nicht das dümmste (sofern richtig eingesetzt.)

      • xyxyxy sagt:

        eben darum geht es doch Stefan

      • Stefan sagt:

        Aber bitte keine falsche Sicherheit à la „es kann nichts passieren, es hat ja sein Handy dabei“

      • xyxyxy sagt:

        sie machen alles richtig

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Und Sie sind sicher, dass es ein „böser Mann“ war im Wald? Der einfach vom Mädchen abgelassen hat, nur weil es ein Handy in die Hand genommen hat (und das, obwohl es bereits die Hand des bösen Mannes auf den Schultern hatte?). Erinnert mich eher an die Geschichten, die wir Schüler uns früher auf dem Pausenplatz erzählten, und die mit jeder Erzählung schlimmer wurden!

      • xyxyxy sagt:

        sportp – ich gehöre nicht zu den hörensagen Plapperheinis. Ok? Ist aus nächstem Umfeld. Nur die eigene Tochter wäre noch näher. Wenn die Geschichte nicht in ihr Weltbild passt, kann ich nichts dafür.

        Vielleicht dachte er, dass sie mit einem Knopfdruck schon jmd. alamiert hat. Vielleicht schreckte er vor seiner eigenen Absicht zurück..
        Viele Täter lassen von ihrem Opfer ab, wenn sich Widerstand abzeichnet. Das sollten sie eigentlich wissen. Ansonsten vertiefen sie sich in die Materie. Dass Kinder Opfer von physischer und körperlicher Gewalt werden, ist ürbrigens kein Mythos, sondern rel.häufi

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Wie häufig werden denn Kinder Opfer von physischer und körperlicher (wo ist der Unterscheid?) Gewalt? Von unbekannten Menschen, im Freien (Wald oder Strasse)? Ich meine, jedes Opfer ist eines zu viel. Aber wir müssen nun auch nicht so tun, als ob diese Unholde hinter jeder Ecke lauerten.

      • xyxyxy sagt:

        sportp – Ich habe nur eine wahre Geschichte aus dem engsten Familienkreis erwähnt um diesem allgemeinen Tenor, dass Handys total unnütz sind und dass man Kinder wenn möglich so oft wie möglich allein durch den Wald spazieren lassen solle, einen Gegenpunkt zu setzen.
        Sie waren es, der mich als unglaubwürdigen Schwätzer darstellen wollten, weil ihnen diese eine Geschichte jetzt einfach nicht in den Kram passt. Aber Sportpapi genau so, wie ich es gesagt habe ist es passiert. Akzezptieren sie es und verurteilen sie nicht Leute, die vllcht mit gutem Grund gewisse Dinge anders tun als sie.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich habe Sie nicht als unglaubwürdigen Schwätzer hingestellt. Im Gegenteil, ich halte Sie für sehr glaubwürdig. Ich habe aber darauf hingewiesen, dass ihre junge Bekannte vielleicht die Sache übertrieben wahrgenommen oder berichtet hat. Auch sonst verurteile ich gar nichts, sondern versuche etwas zu relativieren. Sie hingegen erscheinen mir etwas gar besserwisserisch (Ylene hat das anders genannt). Deshalb auch meine Frage nach den Opferzahlen. Denn vielleicht haben Sie ja wirklich mehr recht als ich? Vielleicht gibt es heute wirklich 10x mehr Verkehr etc?

      • xyxyxy sagt:

        sportp- vielleicht bin ich ein Besserwisser – andererseits sollten sie wissen, dass ich mich gerne belehren lasse und wohl die Person im Blog bin, die am Häufigsten einen Fehler zugibt und dem Gegenüber recht gibt, wenn er denn ein überzeugendes Argument hat.
        Worin bin ich denn heute als Besserwisser aufgetaucht? Weil ich dem allg. Tenor: „Wir sind die coolen die keine Sicherheitsneurosen haben“ mal etwas entgegengesetzt habe? Weil ich eine pers. Geschichte erzählt habe? Weil ich darauf hingewiesen habe, dass heute nicht alles wie führer ist?

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Weil Sie heute allen zu verstehen geben, dass sie (also wir) von der Sache nicht genug wissen, über die Bücher müssen, noch einmal darüber nachdenken oder einfach das Hirni einschalten. Ich empfinde das so, und bin offensichtlich nicht der einzige. Dabei geht es – mir zumindest – um ein Abwägen von Risiko und Freiheit (und damit Entwicklungspotential) auf der einen Seite und Gefahr und Schutz auf der anderen Seite. So einfach ist das nicht, meiner Meinung nach.

      • xyxyxy sagt:

        ach so darum geht essportpapi – das ist ihnen in den falschen Hals geraten.

        1. Hirni nannte ich den Menschen, der meinte er müsse sich über ein doch sehr ernstes Thema lustig machen, das ich zudem mit einer persönlich/familiären Komponente erzählt habe.

        2. über die Bücher gehen sagte ich ihnen, da sie sehr bestimmt meine Geschicht unglaubwürdig nannten und auf mein Argument, dass oft schon geringster Widerstand genügt, mit keiner Silbe (!) eingegangen sind.
        Darum sagte ich gehen sie über die Bücher, WEIL geringster Widerstand oft nützt, weil die Hunde die Zweitletzten oft nicht beissen.

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi 2

        habe nicht ich, vlt. als erster auf das Abwägen hingewiesen und eben genau dem Tenor der Supercoolen gesagt, dass wir a) das alle tun b) verschieden beurteilen?
        vielleicht hören sie mir einfach nciht richtig zu….

      • Brunhild Steiner sagt:

        @xyxyxy:
        keine Sorge, ich hab nicht das Gefühl dass Sie mir zu verstehen gegeben hätten,
        (fühle mich also beim „alle“ definitiv nicht angesprochen)
        ich hätte von der Sache zuwenig kapiert-
        empfinde die Herumreiterei eher unangenehm.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Für ein Kind ist ein Erlebnis, wie xy…. es schilderte, absolut traumatisch. Ich verstehe nicht, wie der Sportler einmal mehr seine dümmlichen Einwände bringen muss. Du bist sowas von einem Pflock, Sportler, es ist einfach unterträglich!!

        Es gibt einfach zu viel Pack, dass sich an Kindern vergreift, das ist eine Tatsache! Jedes 4. Mädchen und jeder 8. Bub hat in seiner Kindheit einschlägige Erfahrungen machen müssen, mehr oder weniger schlimme, das geht von Betatschen bis Vergewaltigen. Wenn es keine Pädos gäbe, wäre die Welt eine Bessere! Und richtig, 99 % der Pädos sind Männer!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Komm mir nicht schon wieder so, habe gerade keine Lust zum Streiten über immer den gleichen Mist. Pädos, die im Wald lauern, hinter dunklen Ecken, sicher, gibt es jeden Tag und überall. Was aber wirklich gibt, sind verängstigte (junge) Frauen, die schon davonrennen, wenn sie auf offener Strasse nacht hinter sich Schritte hören. Für mich, einfach nur auf dem Nachhauseweg, ist das nicht wirklich angenehm. So geht das – auch!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach, für dich ist das also nicht besonders angenehm….. das glaube ich dir sogar, aber stell‘ dir vor, dafür sind deine Geschlechtsgenossen verantwortlich und nicht die schreckhaften jungen Frauen, die können nichts dafür, dass sie in einem Kriegszustand leben müssen, sobald es eingedunkelt hat!!

      • Richard Dietsch sagt:

        @ Pippi Langstrumpf
        Und meistens ist das Gesindel und Pack aus dem familiären Umfeld…. und nicht im Wald.

      • Katharina sagt:

        „habe gerade keine Lust zum Streiten über immer den gleichen Mist. Pädos, die im Wald lauern, hinter dunklen Ecken, sicher, gibt es jeden Tag und überall. Was aber wirklich gibt, sind verängstigte (junge) Frauen“ – ach so…. es gibt die für ein Kind imposanten Schleimer, die sich Berührungen erschleichen, nicht wirklich. und die deswegen verängstigten, die das oft MEHRMALS erleben ‚durften‘ und bei Anfrage um Hilfe erniedrigten und eingeschüchterten jungen Frauen und Männer nicht wirklich, die sind nur .Memmen‘ , weil sie erfahren mussten dass Hilfe dazu irgendwo hinter dem Mars versteckt ist.

        weißt du Sportler, da vergeht mir der Respekt, den ich dir sonst schon zolle schon sehr. Vor allem, weil du als jemand der im Sportbetrieb tätig ist, und damit in einem Gebiet, wo solche Übergriffe wahrscheinlicher sind, eigentlich mehr Bewusstsein und Sensibilität zeigen solltest. da dem nicht so ist, unterstelle ich dir schon einen gewissen Bias zugunsten der Schleimer. Sorry. Spit in front of your feet for this one 🙁

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Natürlich besteht im Sport ein erhöhtes Risiko von Übergriffen. Gerade deshalb ist es da auch ein riesiges Thema. Und gerade deshalb beobachten Sportunterrichtende genau, welche Massnahmen hier ergriffen werden, was diese im Guten wie im Schlechten auslösen.
        Parallele zum heutigen Thema: Wenn ich Erwachsene frage, ob sie mit dem Fahrrad in ihrem Leben schon gestürzt sind, würde ich wohl riesige Quoten erfassen, die jederzeit ein Helmobligatorium oder mehr rechtfertigen würden. Obwohl die meisten einfach wieder aufgestiegen und weitergefahren sind.

      • xyxyxy sagt:

        @Brunhild – keine Sorge ich weiss sehr wohl, dass sich nicht alle angegriffen fühlen, wenn ich einer Einzelperson aus einem konkreten Grund sage, er solle seinen Standpunkt mal überdenken.
        Solche unpräzise Anschuldigungen/Argumente kommen dann, wenn jemand keine echten Argumente mehr hat und sich selbst zu schön ist, in einer Diskussion einen Schritt zurück zu treten.
        Bei Ihnen und einigen anderen ist das Gott sei Dank nicht der Fall.

  • Catherine sagt:

    Sie haben genau das geschrieben, was ich immer denke und wonach ich handle. Dachte schon, sie schreiben über das Tobel in Männedorf. Vielen Dank, ich freu mich auf Ihre weiteren Kolumnen! Lg von einem anderen alten Pfadiherz 😉

  • xyxyxy sagt:

    ja, man kann es übertreiben, das stimmt
    ABER
    die Welt heute ist nicht mehr die gleiche, wie die als wir Kinder waren – auch dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen.
    Man kann nicht alles vermeiden, dennoch schnallen wir uns im Auto an, rauchen nicht, impfen etc.
    also geht jeder von uns einen Mittelweg zwischen Risiken eingehen und Schutzmassnahmen treffen, der eine wagt Risiken dort, wo der andere sie nicht wagt und umgekehrt.
    Die theoretische Möglichkeit eines Unglücks zu negieren halte ich für den falschen Weg, denn damit stellen wir uns nicht der Realität.

    • Lena sagt:

      Mein Vater hat damals im Auto bei geschlossenem Fenster noch Kette graucht. Nicht das ich das toll finde, habe es aber ueberlebt (er uebrigens bis heute auch). Das heute alles besser ist, glaube ich definitiv nicht.

      • drmama sagt:

        genau, kettenrauchen im geschlossenen auto, keine gurten auf dem rücksitz, wir kinder wahlweise auch im kofferraum, kein velohelm, gefrorener dorfweiher ohne aufsicht, interrail/südamerika ohne email (verklär verklär) – finde die erinnerungen auch schön, aber die welt verändert sich halt, die objektiven gefahren wohl etwas langsamer und weniger drastisch als deren wahrnehmung …

    • Wie sie richtig schreiben geht jeder von uns in der Beurteilung von und im Umgang mit Gefahren seinen eigenen Weg. Das muss so sein. Aber was hat das damit zu tun, ob sich die Welt verändert hat?

      • xyxyxy sagt:

        weil viele hier mit der eigenen Kindheit argumentieren
        als halbwüchsige hingen wir oft die ganze Nacht in unserer Kleinstadt herum, bis wir beim Bäcker Brot kauften. Damals gab es noch keine Schläger, welche zu viert auf Leute eintreten, vorzugsweise nach 02:00 Uhr. Damals wimmelte es auch bei uns im Bahnhof nicht von zwielichtigen Typen, auch Frauen wurden nicht frech von …. angemacht.
        Auch gab es etwa 10mal weniger Verkehr – das führt schon zu einer anderen Gefahrenlage, der man Rechnung tragen muss.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich glaube, jetzt übertreiben Sie aber. Gewaltig.

      • xyxyxy sagt:

        worin übertreibe ich bitte? und dann erst noch gewaltig?

      • Sportpapi sagt:

        10x weniger Verkehr? Ich weiss ja nicht, wie alt Sie sind, und wo Sie aufgewachsen sind… Obs heute in der Kleinstadt mehr Schläger gibt als früher, wenn man auf das Brot in der Bäckerei wartet? Weiss nicht, aber die Jugendlichen machen das heute noch immer so wie wir früher. Frauen wurden auch zu meiner Zeit frech und abstossend angemacht. Und Schlägereien: Wenn ich von meinem Vater höre, wie man früher die Jungs vom Nachbardorf verdrescht hat, wenn ich an meine eigene Jugend zurückdenke. Naja. Aber: als Minderjährige waren wir sicher weniger lange unterwegs als heute, das ist klar!

      • xyxyxy sagt:

        ich weiss nicht wo sie aufgewachsen sind
        aber nein, es gab zu meiner Zeit keine Banden, welche zu viert auf einen Eintraten. Und ja, der Verkehr hat extrem zugenommen vl. nicht 10mal, aber dennoch extrem.
        Und nein: WIR waren noch viel später unterwegs als Minderjährige, die ganze Nacht über, ohne Licht mit dem Mofa unterwegs oder in den Strassen der Stadt (unsere Eltern überliessen uns uns selbst – kam in den meisten Fällen nicht so besonders toll raus). Aber was wir damals machten, wäre heute viel gefährlicher.

  • Manuela sagt:

    Ein unvergessliches Bild:
    Ein 2jähriger mit Helm auf dem Bobycar – in der Wohnung! Das war schon skurril.

  • Paul Mircher sagt:

    Wenn ich das hier so lese, dann müsste isch schon mindesstens 50 mal im Wald gestorben sein 😀 Wir waren immer zu Fuss unterwegs, nur wenn etwas ganz besonderes war wurde man mit dem Auto von der Schule abgeholt (nicht hingebracht!!!).

    Wir haben im Wald Baumhütten gebaut und uns mit eigens erstellten „gstältli“ gesichert, das Seil haben wir von einem RS Soldaten bekommen als wir eine Militärübung verfolgt haben und extrem begeistert waren. Wir haben sogar im Wald übernachtet!

    Dazu muss ich aber sagen, ich bin nicht an der Goldküste aufgewachsen, da kann dir soviso nicht passieren!! Paranoia!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wir auch, in einer Baumhütte. Wenn ich dann lese, dass es heute Rekruten gibt, die Weinkrämpfe bekommen und nach Hause geschickt werden müssen, weil sie im Wald übernachten mussten, frag ich mich schon…….

      • Katharina sagt:

        vielleicht weinen sie einfach über den lachhaften Wahnsinn einer (leider notwendigen, I might add) Armee.

        was soll dieser Fetisch der Naturverbundenheit, verbrämt mit paramilitärischer Romantik? mir kommt das ehrlich gesagt äusserst skurril vor. so wie die NRA Leute und die Survavlists. Die verschanzen sich auch irgendwo in the woods, bis auf die Zähne bewaffnet und feiern in grotesker Weise das second amendment (obwohl ich dieses richtig finde).

  • Peter sagt:

    Kinder, die in einer Gummizelle aufwachsen, enden irgendwann als Erwachsene auch wieder dort, stelle ich mir vor. Für uns Eltern besteht weiterhin die Herausforderung, den Mittelweg zwischen gesundem Menschenverstand und Beschützerwahn zu finden. Das wird in unserer von Sicherheitsneurosen geplagten Gesellschaft immer schwieriger, wie der Blog-Eintrag schön zeigt. Ich hoffe inständigst, dass meinen Kindern nie was wirklich Schlimmes zustösst. Aber ich bilde mir nicht ein, das komplett ausschliessen zu können.

  • blickwinkel sagt:

    ok, unter vaterfreuden kann man auch anderes verstehen:-) aber den link kann ich ampfehlen.

    http://www.vaterfreuden.de/vaterschaft/erziehungsfragen/zwischen-festhalten-und-loslassen-kinder-zur-selbst%C3%A4ndigkeit-erziehen

  • Tomas sagt:

    Hach, tut das gut, „sich dem Gruppendruck nicht gebeugt zu haben“.
    Die Schulterklopfeineiten folgen auf dem Fuss.

    Ich würde allerdings nie einen Entscheid – speziell wenn es meine Kinder betrifft – danach auszurichten, ob es jetzt Gruppenkonform ist oder nicht.
    Mein Bedürfnis nach Eigenständigkeit lebe ich auf meine Kosten aus.

    • xyxyxy sagt:

      das ungute Gefühl, das mich beim lesen beschleicht ist folgendes:
      alle Kinder fahren mit dem Sammeltaxi – hat die Mutter jetzt ihr Kind aus ideologischen Gründen gezwungen ALLEINE zu gehen? das fände ich eher schlecht als gut.
      Wenn das Kind gerne gehen wollte, und sie sich dann nicht dem Gruppendruck gebeugt und dem Kind diese Freiheit gelassen hat, dann fände ich es gut.
      Aber auf dem Rücken der Kinder seine ideologischen Grundsatz Grabenkämpfe führen, nein danke.

      • Ich hingegen höre bei Ihrem Kommentar den Gleichschritt der Mitläufer. Wer mit einem Zustand nicht einverstanden ist, soll etwas dagegen tun und nicht jammern. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn Kinder lernen, dass sie sich nicht unbedingt der Mehrheit anpassen müssen. Wir sind ja keine Lemminge.

      • xyxyxy sagt:

        ja ich bin der totale Mitläufer – darum schwimme ich hier ja gegen den Strom

  • blickwinkel sagt:

    unsere älteste ist nun 4. alle 14 tage steht samstags pfadi auf dem plan. sie lebt es in der gruppe auf entdeckung zu gehen und eine wurst über dem feuer zu braten. jeder ausflug in den wald ist ein abenteuer. auch privat ist papa und mama mit kindern in der natur. bei starkem entdeckungsdrang lassen sich kinder schnell ablenken und laufen gefahr, im tobel mal abzurutschen oder auf nassen wurzelvorsprüngen mit dem ersten bmx im wald auf den „sack“ zu knallen.(Helm ein Muss natürlich). Aber ich finde es schön, dass die Kinder diese Möglichkeit zum lernen erhalten. zecken-check nicht vergessen:)

    • Sportpapi sagt:

      Mit 4 gibt es schon Pfadi??

      • alien sagt:

        Bei uns können die Kinder mit 6 in die Wölfe.

      • drmama sagt:

        habe grad für meinen sohn die waldkrippentage gekürzt – er hats verabscheut und ist „indoor“ mit autöli spielen, basteln und draussen spielplatz VIEL glücklicher … mit dem velo liebt er die stadt und die verschiedenen strassenbeläge sowie die mini-bmx-bahn (ja mit 3). obwohl (oder weil?) wir eltern sehr gerne draussen sind. aber als landkinder auch lieber in der stadt wohnen… nachtrag an alle mb-gender-fixierten: ja, er spielt mit autöli und mag keine bäbis, jetzt könnt ihr ja wieder euer thema aufgreifen 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @drmama: Ihre Hinweise lassen eher Rückschlüsse auf Ihre Sichtweise, als auf die von „Gender-Fixierten“ zu. Hätte ich eine Tochter, würde mir jedenfalls kaum auffallen, dass sie mit Autölis spielt. Und dass mein Sohn (2) gerne ein Baby ins Bett nimmt, war mir bisher auch nicht als atypisch bewusst. Aber ich denke wieder einmal darüber nach, wenn ich meine Kinder in die Waldspielgruppe bringe. Wobei: heute wären sie vielleicht auch lieber zu Hause geblieben…

  • Ted sagt:

    Danke fuer den Artikel ! Und spaeter geht es weiter mit Fahrradfahren nur behelmt, Skifahren nur mit Rueckenpanzer, mit Velo zur Schule erst ab der 4. Klasse etc, Dazu kommt der Hygienewahn und Gesundheitshype mit Bio-Food, Vitaminpillen und Salben mit Spezialpflaster fuer jedem kleinen Kratzer. Ja damals, das waren noch Zeiten !

    • Tomas sagt:

      Haben sie selber Kids?

      • Ted sagt:

        Zwei Buben und es geht ihnen praechtig. Trotz Rabenvater falls sie das meinen…

      • Tomas sagt:

        Ich meine nichts, bin einfach neugierig. Fahren sie auch ohne Helm velo?

      • Markus sagt:

        @ Ted: Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, aber man sollte doch zwischen sinnvollen und übertriebenen Schutzmassnahmen unterscheiden. So gehört für mich der Helm zum Velofahren (auch bei mir), genauso wie meine beiden Jungs mit richtigen Wanderschuhen für die Bergwanderungen ausgerüstet oder im Auto angegurtet werden. Aber mit Sackmesser und Feuer hantieren haben sie schon im Kindergarten gelernt und am Dreck und Beeren essen (uii, Fuchsbandwurmgefahr) sind sie auch nicht gestorben. Pfadi und OL (mit 7 alleine im Wald!) durch Dornen und Brennesseln haben sie (bis jetzt) auch überlebt.

      • Ted sagt:

        In der Stadt ohne Helm, wenn es aber eine Tour ist natuerlich mit Helm, dasselbe gilt fuer die Buben.

      • Tomas sagt:

        Interessant. In der Stadt ist das landen auf dem Kopf offensichtlich völlig ungefährlich, im Gegensatz zu den Landfahrten.

    • Martin sagt:

      Ich bin grundsätzlich mit Ihnen einverstanden, der Bemerkung mit dem Velohelm muss ich allerdings widersprechen. imho ist ein Velohelm eine echte Notwendigkeit. Ich selber pendle jeden Tag mit dem Velo, seit über dreissig Jahren inzwischen. Und der Verkehr ist nicht mehr zu vergleichen mit dem unserer Kindheit. Schmerzhaft musste ich selber lernen: Velohelm als Schutz ist Pflicht, es hat schlicht und einfach zu viele „Tubel“ im Verkehr, die ein Velofahrer übersehen.

      • Richar Dietsch sagt:

        Wenn Sie im Ernst glauben, dass der Velohelm Ihnen beim Pendeln einen wirklich relevanten zusätzlichen Schutz gewährt, weil der Verkehr so wahnsinnig zugenommen hat, dann leiden sie an verschobener Risikowahrnehmung. Der Helm schützt NICHT vor einem Unfall, er schützt nicht vor inneren Blutungen, Genickbruch, Rückenverletzungen. Alles reale und viel häufigere Verletzungen als der Sturz auf die Hirnschale. Der Velohelm macht nicht den unterschied zwischen verantwortbarem/nicht zu verantwortendem Risiko. Persönlich: Immer ohne Helm, die ganze Familie immer ohne Helm! und glücklich damit.

    • Markus sagt:

      Uii, wenn schon würde, ich es gerade umgekehrt handhaben. Die Knautschzone beim Auto ist als Schutz für den Autofahrer gedacht und nicht für den Kopf des Velofahrers. Die Pneus sind ja heutzutage zum Glück breiter als die Tramschienen dafür die Randsteine aus Granit……………..

      • Lena sagt:

        Wenn Sie einem Teenager vorschreiben, einen Helm zu tragen, wenn er in die Schule radelt, zieht er ihn bei der ersten Kreuzung gleich wieder aus. Sie haben wohl nicht viel Ahnung wie Teenies ticken.

      • Tomas sagt:

        vielleicht liegt es an dem Wort „vorschreiben“?

    • Ted sagt:

      ja, ja, vielleicht unvernuenftig, da gebe ich Ihnen recht. Sie sind ja dann wohl der Mr. Perfekt, gratuliere !

      • Lena sagt:

        Markus, Sie sind ja ein richtiger Musterschueler. Wahrscheinlich sind sie auch militanter Nichtraucher, trinken hoechstens ein Glas Wein pro Woche – aber nur Samstags, ernaehren sich biologisch/vegetarisch und wenn Sie Autofahren, dann nur mit Toyota Prius.

      • Markus sagt:

        Zwischen unvernüftig und Perfekt gibt es eine riesen Spannweite und ob man unvernüftig ist oder nicht, hängt primär von den differnzierenden Standpunkten und sichtweisen ab. Ich finde den Helm vernüftig, Sie nicht, your choice. Ich schenke meinen Kindern mit 5 ein eigenes Sackmesser und lerne sie Feuer machen, sie finden dies vielleicht gefährlich. Wir lassen unsere Kinder erst in der Pupertät gegen Masern, Mumps und Rötel impfen, andere Ihre Kinder mit 4 Monaten. Ich fahre nicht mehr Ski, weil es mir stinkt einen Helm anzuziehen wegen den anderen Skifahrern, my choice.

      • Markus sagt:

        Falsch, falsch und zum dritten Mal falsch: Ich rauche ab und zu eine Zigarre zu einem feine Glas Rotwein oder Whiskey, am liebsten nach einem guten Essen mit einem guten Stück Fleisch. Biologisch ja, da ich das Tier achte und finde, es sollte artgerecht gehalten werden und nicht weil es angeblich gesünder ist und wir fahren einen alten Subaru, immerhin mit Sicherheitgurten sowie Fahrer- und Beifahrerairbag. Ich lebe gefährlich, weil das leben eh tödlich ist und ich Ski- und Bergtouren unternehme z.T. mit und ohne Helm…………

      • Markus sagt:

        Liebe Lena, warum so aggresiv? Mein Anstand verbietet es mir, meine Schlussfolgerungen über Sie zu posten, aufgrund Ihrer Aussagen. Eine Ausnahem, mein erster Gedanke: alleinerziehend….. aber wahrscheinlich liege ich genauso falsch wie sie.

    • pixel sagt:

      und thomas: was wollen Sie uns eigentlich sagen? werden Sie bitte etwas konkreter, anstelle von den dämlichen Frage-Antwort-Spielchen.

      • Markus sagt:

        Nein liebe Lena, habe ich nicht, nur zwei Jungs im zarten Alter von 12 und 14…….und zur Schule müssen sie 15 Min. mit dem Fahrrad und Helm, ansonsten sie 30 Min. zu Fuss gehen dürfen, sie haben also sogar Wahlfreiheit :-). Funktioniert natürlich nur, wenn ich – und meine Frau – sich auch daran halten. Daran scheiterts vielleicht bei Ihnen…

      • Tomas sagt:

        pixel: Was haben sie gegen Damen?
        Wie schon gesagt, ich war nur neugierig. Es ist nicht mein Problem, wie es den Köpfen von Ted, seinen Kindern oder denen von sonstwem geht. Jedem von uns bleibt es selber überlassen, wie er mit den Gefahren, denen wir im Leben begegnen, umgeht. Man kann auch dann, wenn man alle Massnahmen ergriffen hat trotzdem einfach Pech haben.
        Dennoch, mein Kollege, wenn er keinen Helm tragen würde, wäre jetzt tot. Und mein Sohn auch – er war so begeistert von seinem Velo, dass er es sogar beim Fahren anschauen musste, un voll in einen Betonpfeiler mit dem Kopf voran fuhr

      • Martin sagt:

        Mein letzte Kommentar zum Thema Helmtragen: es gibt zwei Arten von Köpfen. „Schützenswerte“ und „nicht schützenswerte“. Zu welchen Sie Ihren und der Ihrer Kinder zählen ist Ihnen überlassen. Ich habe mich für „schützenswert“ entschieden und fahre drum konsequent „oben mit“. Und weil ich das so meinen Teenies erkläre fahren auch sie „oben mit“. Simpel eingentlich, oder?
        und @ lena: es gibt mehr Farben im Leben als Schwarz und Weiss, als Richtig und Falsch… An einer Ecke im Leben konsequent zu sein bedingt noch lange nicht, es an allen anderen Ecken auch zu sein

      • Lena sagt:

        Markus, das war ein Kompliment, ich habe nur meine Bewunderung ueber Ihre Haltung zum Ausdruck gebracht, wie schon gesagt. Und nein, eine Kampflesbe und Sozialhilfeempfaengerin bin ich nicht, da muss ich Sie entaeuschen.

      • Lena sagt:

        Martin, Ihre Beschimpfungen gehoeren defintiv nicht hierher. Wenn etwas nicht schuetzenswert ist, dann ist es Ihre Besserwisserei und Arroganz. Sie wuenschen mir Schmerz und Leid, da ich anderer Meinung bin wie ich. Ich wuensche Ihnen jedenfalls „Unfallfreie Fahrt“ , obschon Sie mir das Gegenteil wuenschen.

      • Pixel sagt:

        @thomas: ich weiss nicht, ob ich was gegen Damen habe, aber dämlich männlich scheint sich meinem emanzipierten Wesen noch nicht erschlossen zu haben. Jedenfalls: ich finde Kommentare etwas müßig, die um die eigentliche Aussage herumwuseln, um den heissen Brei herumreden und kein klares Statement beziehen. Wenn eine Haltung zu einem Thema besteht, dann soll man(oder lieber Mann???) sich dazu auch bekennen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich fahre seit frühester Kindheit Velo, immer ohne Helm. Ich werde nun nicht anfangen, eine Schüssel aufzusetzen, nein und nochmals nein, sowas Beklopptes! Eher höre ich auf mit Velofahren. So ein Stumpfsinn!

        Es gibt übrigens Untersuchungen, die zeigen, dass Autofahrer mehr Rücksicht nehmen auf Velofahrer, wenn die keinen Helm tragen. Die sollen gefälligst Rücksicht nehmen und nicht davon ausgehen, dass man mich über den Haufen fahren kann, weil ich ja eine Schüssel auf dem Kopf habe.

      • Beno sagt:

        @Pippi

        Was für Untersuchungen ?…Quelle ???

      • Richard Dietsch sagt:

        Es handelt sich um die Studie eines Verkehrspsychologen der Universität Bath. http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/f0c9d908-4436-4d8e-b69b-ddeba07ce2e7.aspx . Ian Walker, der sich für VELOFAHRSICHERHEIT im allgemeinen einsetzt und den starken Fokus auf den Helm kritisiert.

      • Katharina sagt:

        Ein Experiment ist keine Studie, Richard.. such a fruit cake.

      • Richard Dietsch sagt:

        Wie wärs mit einem kleinen Kommentar zum Resultat des Experiments? Argumente, welche das Resulatat des Experiments in Frage stellen? Die Helmgläubigen haben nix in der Hand und können nur lamentieren.

  • Daniel Keller sagt:

    Bravo Frau Braun für ihre Standfestigkeit!

    Manchmal fürchte ich, kommende Generationen (die, welche ab ca. 2030 volljährig sind), bestehen aus lauter übergewichtigen, verwöhnten Weichlingen, die beim kleinsten Problemchen „Mami, hilf mir, was muss ich tun“ rufen. Tolle Aussichten.

    • Peter Meier sagt:

      Mag sein. Aber stellen sie sich vor, wie die Personen abgehen, die eben mal ein wenig Blut spritzen gesehen haben in der Kindheit. Schleglen durften und sich einen Weg mit zwei Kreuzungen ohne Navi merken können. Oder in einem Tümpel die ersten Schwinnmzüge (unfreiwillig) gemacht haben.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      In der CH leidet jeder 6. an psychischen Problemen, bei Jugendlichen soll es sogar jeder 5. oder jeder 4. sein. Man fragt sich schon, warum unsere Jugendlichen sich so schwer tun, ein erfüllendes Leben zu führen, wieweit die Kindheit und darin fehlende Erfahrungen durch Kontakte unter Gleichaltrigen dafür verantwortlich ist. Jugendliche in Kliniken, wo sie endlich Kontakt untereinander haben, Ergotherapie machen, eine Kunstwelt, die eigentlich die echte Welt sein sollte. Selbstvertrauen? Fehlanzeige. Woher kommt das? Ich denke schon, dass die frühere Überbehütung da auch eine Rolle spielt.

  • lisi sagt:

    Vielen Dank für diese klaren Worte. Das Leben ist gefährlich und endet in jedem Fall irgendwann mit dem Tod. Trotzdem sollten wir unsere Kinder Erfahrungen sammeln lassen, gerade der Schulweg ist sehr wichtig dafür. Zum Glück leben wir auf dem Land, hier dürfen die Kinder noch mit dem Fahrrad unterwegs sein, auch wenn es dunkel ist. Es fördert auch den Gemeinschaftssinn. Unsere Grossen sind wenn mögich in Gruppen unterwegs, da wird genau überlegt welchen Weg sie nehmen, damit alle sicher zu Hause ankommen und jedes nur noch ein kurzes Stück alleine fährt. Sie schauen und warten aufeinander.

  • Pixel sagt:

    Willkommen, Frau Braun!:-) unser Sohn ist noch sehr klein, gerade kommen die ersten zarten Gehversuche. Ich denke, wir werden ihn also noch eine Weile über die Strasse begleiten, auch im übertragenen Sinne gemeint. Ich habe aber denselben Ansatz wie Sie. So ganz grundsätzlich. Wie ich dann wenn es mal soweit ist, tatsächlich mit Situationen umgeh, das weiss ich natürlich nicht. Fakt ist, wir leben zwar nicht in NYC aber auch nicht auf dem wohlbehüteten Land. Ich hoffe, dass ich auch da und dann auf mein Gefühl und meinen gesunden Menschenverstand vertrauen kann.

    • alien sagt:

      Wenn Euer Sohn dann einmal gross ist, wie nennst Du Dich dann? Megapixel?

      🙂

      • Pixel sagt:

        🙂 nun ja, wenn der kleine Lebensmittelfreund weiter so futtert, dann wird das eher ein Giga-Pixel werden…

  • Long John Silver sagt:

    Sehr guter Artikel von Frau Braun, gratuliere !

    • Karol Bumper sagt:

      Eine(r) findet sich immer der den Speichel aus den Mundwinkel leckt, gäll LJS

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, ich finde es auch einen sehr guten Artikel. In vielem bin ich einig mit der Autorin, auch meine Kinder wurden nicht herumchauffiert, wir hatten gar kein Auto. Sie waren mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs, durften auch mit Kollegen in die Badi, schon in der ersten Klasse, einfach sobald sie schwimmen konnten. In der Pfadi war der Eine auch, ging alleine durch den Wald etc. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich heute wohl etwas weniger bedenkenlos wäre, es hat einfach zu viel Pack und Gesindel unterwegs. Und ein Notfallhandy finde ich eine gute Sache.

    • Katharina sagt:

      Nein, es ist populistischer Schmarren.

      • Sportpapi sagt:

        Das wirst du uns sicher auch noch erklären, oder? Man kann einen solchen Text ja zwar kritisieren, aber nicht einfach als Schmarren wegwischen. Bzw. man kann schon, ist aber einer Diskussion nicht gerade förderlich.

      • Katharina sagt:

        gibt es über populistische Texte etwas zu diskutieren?

      • Sportpapi sagt:

        Man könnte anfangen damit zu erklären, weshalb man es als populistisch bezeichnet. Ja, könnte man.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … oder man könnte mal die vielen Länder liefern, die soviel mehr Veloverkehr aufweisen und dennoch tiefere Unfallzahlen liefern? Wär auch noch ganz hilfreich in dieser „Diskussion“.

  • Katharina sagt:

    Bei allem Verständnis betreffend mehr Naturnähe und Selbstständigkeit Ihres Sohnes finde ich Ihre Aversion gegen ein Notfallhandy etwas blauäugig. ‚Shit happens‘ wie wir hier manchmal sagen und da ist es doch gut wenn er mit dem Handy anrufen kann. und wenn es nur etwas wie eine Desorientierung ist wo er Hilfe braucht.

    Und leider ist es so, dass es Kurlige gibt die Kindern nachstellen. Oder er kann umfalle Mit einem eingeschalteten Handy wäre er immerhin auffindbar.

    Erlenbach ist schlussendlich ja doch nur Suburbia von Zürich. Und zu denken das schlechte geschehe nur im Zentrum ist sehr naiv

    • Long John Silver sagt:

      Katharina startet wie üblich als Spielverderberin in den Thread.

      Ich kann mich an zwei Fälle erinnern, wo ich mich als Kind gründlich verlief. Das war ein nicht sonderlich erhenbendes Gefühl, folglich habe ich danach gelernt, 1) mir die Umgebung zu merken, wo immer mich auch aufhalte, und 2) meine Begleitpersonen zu informieren, wenn ich mal Lust auf etwas geografische Freiheit verspüre.

      Wenn ich so ein ‚Kurliger‘ wäre, dann würde ich bei der Entführung tunlichst darauf achten, etwelche Handys oder andere Ortungsgeräte sofort in den nächsten Back zu werfen. Nutzen = quasi gleich null.

      • Pixel sagt:

        Ich schliesse mich LJS an. Es braucht manchmal so Situationen, aus denen man lernen kann. Ich hab auch ein paar solcher Schlüsselerlebnisse. Es kann natürlich auch, werden die Gegner jetzt dagegenhalten, schief gehen. Rein theoretisch. Ich bin aber überzeugt, dass auch in behüteteren Momenten wenn’s sein muss, was schiefgehen kann. Na ja, die Schicksalstheorie halt 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        das: „Ich bin aber überzeugt, dass auch in behüteteren Momenten wenn’s sein muss, was schiefgehen kann.“
        vertrage ich gar nicht gut… .
        Es gibt Ereignisse aufgrund vieler ungünstiger Faktoren die zusammenspielten,
        „Selbstunfälle“ aufgrund Unaufmerksamkeit mit daraus folgenden Konsequenzen,
        und dann gibts Gemeinheiten bis zum Verbrechen ausgeübt von Menschen die das wollten.

        Nichts von allem „müsste“ passieren um einem vorgeplanten Schicksal gerecht zu werden,
        oder eine Art persönliches Schicksal-Soll zu erfüllen.

      • pixel sagt:

        @BS: ich möchte anhand einer anderen Situation darstellen, was ich meine: Ein befreundetes Paar, er Medizinier, haben sich entschlossen, vor der Geburt das Blut aus der Nabelschnur zu entnehmen und einfrieren zu lassen, zwecks Erhaltung wertvoller Stammzellen, die dem Kleinen dereinst, IM FALLE DASS, weiterhelfen könnten. Die Parallele hierzu ziehe ich in der Grundsatzfrage: Wie weit wollen wir eigentlich mit unserer Prävention und dem Sicherheitsdenken gehen? Wo verläuft die Grenze von absolutem Präventionswahn einerseits und andererseits absolutem Freiheitsdenken?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        diesbezüglich bin ich durchaus einig mit Ihnen
        (beim Nabelschnurblut bemängle ich eher, dass wenn schon „zweckentfremdet“, dies der Allgemeinheit zugute kommen sollte), aber das geht ja auch ohne Abwälzen der unguten Ereignisse aufs Schicksalkonto, dem nichts entgegengesetzt , da quasi von langer Hand vorbereitet, werden kann…

      • Katharina sagt:

        kleine Frage, Silver: warum Spielverderberin? ich war immerhin so nett, nicht darauf hinzuweisen, dass die Autorin in ihrem populistischen Traktat das böse SUV vergessen hat.

    • Markus sagt:

      Ach Katarina, ein Wunder, dass Sie Ihre Kindheit überlebt haben oder gab es zur Ihrer Zeit keine Teiche und Bäche, sind sie nie umgefallen oder gestrauchelt, keine Strassen und böse Frauen und Männer? Es ist doch Paradox, dass wir Indoor-Spielhallen bauen müssen, damit die Kinder Ihren Bewegungsdrang ausleben können wo doch der Spielpark Wald vor der Haustüre steht. Aber dort muss sich halt Vati und Muti auch warm anziehen bewegen und kann nicht gemütlich Käfele. Schade, muten Sie das Ihren Kindern ncht zu, vor allem für die Kinder.

      • robinwood sagt:

        Danke Markus. Ist es nicht erstaunlich, welche Degenerierungen aus der Angst um das eigene Kind erwachsen? Wie muss es sich wohl anfühlen, als Sklave von vermeintlichen (Über-)lebenshilfen Vertrauen ins eigene Leben zu entwickeln? Im übrigen ist es an uns Eltern zu wissen, dass der Polarstern Norden anzeigt…Es kann durchaus von Nutzen für unsere Kinder sein, dies auch zu wissen. Ach ja, und nicht zu vergessen: das Strahlen der Augen der Kinder nach einem gemeinsamen Erlebnis im Wald bei Dunkelheit spricht Bände und macht Freude. Nur so als kleiner Tipp, falls sich mal Langeweile breit macht.

      • Sportpapi sagt:

        @Markus: Wald und Indoor-Spielhallen ergänzen sich eigentlich ganz gut, oder? Ist doch so, dass die Eltern heute eher mehr als früher mit den Kindern unternehmen. Der Wald war zwar mein Spielplatz, aber die Eltern waren nicht dabei – eigentlich schade!

      • Katharina sagt:

        Was ich meinen Kindern sicher NIE zumuten werde, ist ein Aufenthalt oder ein Leben in einem Umfeld, wie dasjenige, das in den Voten hier als das richtig ’schweizerische‘ dargelegt wird.

      • Sportpapi sagt:

        @katharina: wo hast du in einem Votum etwas von schweizerisch gelesen?

      • Katharina sagt:

        Sportler, sollte doch klar sein, nicht? es ist ein Schweizer Blog, die Mehrheit der kommentierenden hier lebt wohl in der Schweiz und es fallen Worte über ‚heile Schweiz‘ und dem ‚richtigen‘ Lebensstil.

        das ganze projiziert summa summarum eine bestimmte Einstellung, die jene Leute als repräsentativ für ihr Land darstellen. Ich hoffe einfach, dass dem nicht so ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Die Kommentare hier sind wohl nur selten repräsentativ für „die Schweizer“. Aber es widerspiegelt natürlich, was in der Schweiz diskutiert wird. Insofern sind natürlich auch amerikanische Beispiele als Ergänzung spannend, solange sie nicht überheblich und besserwisserisch angebracht werden. Übrigens sind die meisten Schweizer auch froh, in der Schweiz und nicht den USA zu leben. Sonst würden sie ja auswandern. Bei den Amerikanern wird das gleich sein.

    • alien sagt:

      „Kurlige“, Katharina, „Kurlige“. Manchmal bist Du unschlagbar in Deinem Understatement.

      (Und manchmal in Deiner Selbstbeweihräucherung)

    • Katharina sagt:

      Jaja, die Lebensstilfaschisten, die ja auch sofort wissen wie Frau lebt und dann sagen MIR kann ja nichts passieren, denn ich lebe in Erlenbach aetsch baetsch oder so.

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