Eine Carte Blanche von Chantal Galladé*

Junge Prostituierte am Sihlquai in Zürich. (Keystone)
Vor gut einem Jahr begleitete ich die Zürcher Stadtpolizei eine Nacht lang durchs Rotlichtmilieu und beim Einsatz auf dem Strassenstrich, um mir ein Bild vor Ort zu machen. Was ich da sah, hat sich mir bis heute in meine Erinnerungen eingebrannt. Zum Teil sehr junge Frauen, welche kaum ein Wort Deutsch sprechen konnten, welche ihre Körper verkauften; ihre Aufpasser, welche ihnen das Geld abnahmen und sie kontrollierten in unmittelbarer Nähe.
Die Schweiz ist das einzige europäische Land, das die Prostitution 16-Jähriger erlaubt. Das ist stossend und unverständlich. Damit wird die Schweiz auch attraktiv für Sextouristen, welche gezielt minderjährige Prostituierte suchen. Es gibt Schweizer Escortagenturen, welche damit werben, dass sie Minderjährige im Angebot hätten.
Zusammen mit meinem Nationalratskollegen Luc Barthassat habe ich deshalb Vorstösse lanciert, welche das Mindestprostitutionsalter auf 18 anheben wollen und die Ratifizierung des Übereinkommens des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch fordern. Obwohl die Schweiz das Abkommen unterzeichnet hat, haben wir unsere Gesetze nie angepasst. Würden wir das tun, müssten wir das Mindestalter für die Prostitution auf 18 anheben, wie andere Länder auch. Dabei würden sich nicht die Minderjährigen selbst, sondern die Freier strafbar machen.
Nun ist der Bundesrat an der Arbeit. Die Reaktionen auf unsere Vorstösse waren zahlreich. Viele empörten sich mit uns, dass die Schweiz ihre Kinder nicht besser vor sexueller Ausbeutung schützt. Andere befürworteten die heutige Regelung. Zum Beispiel mit dem Argument, die sexuelle Mündigkeit sei mit 16 erreicht. Dazu gilt es jedoch zu bedenken, dass es ein Unterschied ist, ob ein Jugendlicher selbstbestimmt und altersgerecht seine körperlichen und sexuellen Erfahrungen machen kann, oder ob er seinen Körper gegen Geld verkauft. Ersteres ist wichtig für die gesunde physische und psychische Entwicklung eines Heranwachsenden, während Zweites zu Schäden an Körper und Seele führt und eine gesunde Entwicklung beeinträchtigt. Es handelt sich bei der Minderjährigenprostitution auch nicht um die gesunde und lustvolle Entdeckung einer altersgerechten Sexualität, sondern um eine Arbeit. Auch in anderen Arbeitsbereichen werden Jugendliche speziell durch das Gesetz geschützt, wenn man annehmen muss, dass sie sonst Schaden nehmen oder in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden.
Andere meinten, die Jugendlichen hätten ja die Wahl und sollten deshalb selbst entscheiden. Auch das gilt so nicht. Die Pubertät ist eine Lebensphase, in der der Mensch in vielem noch nicht gefestigt ist und besonderen Schutz verdient und braucht. Es gibt verschiedene Situationen, wie zum Beispiel Gruppendruck, falsche Vorstellungen der Prostitutionsarbeit, Neugier ohne die Folgen fürs eigene Leben abschätzen zu können oder eine finanzielle Notlage der Familie, die Jugendliche in diese vermeintlich freie Wahl drängen können. Die Folgen für ihr Leben und ihre Entwicklung können sie nicht voll abschätzen und die Gefahr, bleibende Schäden zu nehmen, ist gross.
Der Einwand, es sei für die Freier nicht möglich, das Alter des oder der Prostituierten herauszufinden, ist zu einfach und wohl eher ein Vorwand. Wer sich auf so junge Prostituierte einlassen will, der muss besorgt darum sein, dass diese volljährig ist, sprich legal arbeitet und eine entsprechende Bewilligung hat. Das nennt man Verantwortung. Dasselbe muss die Verkäuferin auch machen, wenn Jugendliche in ihrem Laden Alkohol oder Zigaretten kaufen wollen, und dasselbe gilt auch bei anderen Vertragsabschlüssen, welche die Volljährigkeit voraussetzen.
Von einem zivilisierten Land können wir erwarten, dass es seine Kinder schützt.
*Chantal Galladé ist SP-Nationalrätin und Erziehungswissenschaftlerin. Sie unterrichtet Jugendliche an einer Berufsfachschule.



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle» ist heute Reporterin bei Newsnet und leitet den Mamablog. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 































































Auf dem Strich hat es auch 16-jährige Jungs. Das könnten eure Söhne sein. Um die geht es genauso wie um die weiblichen Minderjährigen, die sich prostituieren. Was das jetzt mit Feministinnen zu tun haben sollte, ist mir schleierhaft. Chantal Galladé lanciert die parlamentarischen Vorstösse, welche das Mindestprostitutionsalter auf 18 anheben wollen übrigens zusammen mit ihrem Nationalratskollegen Luc Barthassat – siehe da: ein Mann!
Wer lesen kann ist eindeutig besser informiert.
Die Analyse von Klicki bezieht sich m.E. nicht nur auf den obigen Artikel sondern die generelle Betrachtungsweise von “Feministinnen” (auch über die Grenze, wie z.B. Frau Schwarzer in D) diesem Thema gegenüber. Und die Jungs waren von Klicki ebenso erwähnt. Prostitution ist in verschiedenen Alltagssituationen anzutreffen, nicht nur auf dem Strich, sondern auch in normalen Clubs und Bars ausserhalb des Milieus, ja sogar zu Hause.
Und dann gibt es noch die 16jährigen Buben, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen im Puff machen und dafür auch noch Geld liegen lassen. Sind das keine Opfer? Für Sex bezahlen zu müssen ist objektiv eigentlich noch schlimmer als dafür bezahlt zu werden.
hmm…, die bibel sieht das etwas anders, klicki, heisst es dort doch: “…geben ist seliger denn nehmen.”
Es fragt sich natürlich, wer hier wen oder was nimmt.
Ein 16-jähriger hat im Puff nichts zu suchen, egal ob als Prostituierter oder Freier. Gilt alles auch in weiblicher Form.
nur wer selbst Gefallen hat an Frischfleisch denkt etwas anderes
Es freut mich ehrlich (!) dass Frau Nationalrätin Galladé pragmatisch echte und dringende Probleme anpackt, anstatt wie in der Vergangenheit weitgehend erfundene Bedrohungs-Szenarien (Armeewaffe) lösen zu wollen.
Und bei aller differenzierten, akademischen Schöngeisterei; 16-Jährige – also meistens noch schulpflichtig – dürfen nicht Auto fahren, abstimmen oder Spirituosen konsumieren. Es gibt zahlreiche Hollywood-Filme, die ihnen untersagt sind und noch mehr Videogames – aber Prostitution ist laut dem Gesetzgeber ein unproblematischer Zeitvertreib? Sex für Geld: ja – Skyrim: nein. Ein Witz!
“Pubertät ist eine Lebensphase, in der der Mensch in vielem noch nicht gefestigt ist und besonderen Schutz … braucht.” – richtig.
“verschiedene Situationen … Gruppendruck, falsche Vorstellungen der Prostitutionsarbeit, Neugier ohne die Folgen fürs eigene Leben abschätzen zu können … finanzielle Notlage der Familie” – es soll hier angesetzt werden, nicht durch weitere verbote. Es können durchaus situationen vorkommen, wo nichts relevantes dagegen einzuwenden wäre, mal von der ziemlich freien interpretation, was man unter “prostitution” versteht. Wer den hund schlagen will…
Etwas mehr Ehrlichkeit würde diesem Thema gut tun. Prinzipiell ist das Verbot der Prostitution unter 18jähriger richtig, allerdings gibt es Ausnahmen. z.B. der bisexuelle 17jährige, der sich blasen lassen will, dafür aber auch noch gerne nen Hunderter hätte… Gerade im schwulen Milieu eine beliebte Tatsache und sicher häufiger als dass reale unter 18jährige Mädchen irgendwo in der Schweiz auf den Strich geschickt werden. Frau Gallade hätte sich die Ausweise zeigen lassen sollen. Leider wird immer wieder mit Schauermärchen Politik gemacht.
@Burgener 11:05
jetzt beschweren sie sich darüber, dass ts und ich sie wie einen Freier behandeln, dabei waren es ja sie, der anfangs auf ein Blog über MINDERJÄHRIGEN Prostitution nur eine einzige Lobhudelei darauf gehalten hat und gesagt hat, dass Männer ganz allg. nicht auf Sex mit Partnerin stehen und die einzigen welche etwas von männl. Sexualität verstehen, eben Prostituierte seien, und zu viele darüber reden die keine Ahnung haben. Wer so etwas sagt MUSS ein passionierte Freier sein. Sonst hätten sie ja geredet wovon sie keine Ahnung haben.
@Burgener 11:05 2
Jetzt plötzlich geben sie zu dass Minderjährige eigentlich nicht auf den Strich gehören, aber dass sie nur denken, dass man diesem Problem nicht mit Gesetzen beikommen kann.
Oh wundersame Läuterung desjenigen, der Anfangs unverholen eine Blankorechtfertigung ausgesprochen hat.
Entweder sie sind ein Dummschwätzer (so tun als wären sie ein passionierter (Minderjährigen)Freier und sind es nicht
oder sie sind ein Heuchler (so tun als ginge es ihn nur um juristische und soziale Sachen, dabei sind sie ein passionierter Freier).
Ich kann den Artikel voll und ganz unterschreiben. Ein entscheidender Aspekt fehlt mir dabei aber noch. Der Grossteil dieser Mädchen (Sorry, aber bei einem Alter von 16-17 Jahren kann man noch nicht von Frauen reden. Jungs sind im gleichen Alter auch noch keine Männer) werden gezielt in die Schweiz gekarrt und unter enormstem physischem und psychischem Druck zu dieser Arbeit gezwungen und aufs Schlimmste ausgebeutet. Hier soll und darf keine Toleranzspielraum sein. Toleranz heisst hier, dass ich die Ausbeutung dieser Mädchen durch Zuhälter UND Freier billige. Und wenn es meine Tochter wäre??
Guter Kommentar. Finde es auch so schlimm, dass diese Mädchen in die Scheiz “gekarrt” werden. Hier muss angesetzt werden, bei diesem “Menschenhandel” und vor allem bei den Zuhältern. Grässliche Männer. Da könnte man doch etwas bewirken.
Naaa, und was? Kein Gesetz das Problem beheben kann! Leute, sex ist N1 Ware in der Welt. Mehr als 60% aller Google suchergebnissen sind sex und erotik relevant. Sie sind mit top Gefühle des Mensches verbunden. 16J geistlich ist noch keine Frau, körperlich — ja, und, sehr oft schon weisst was ein orgasmus ist. Prostitution wirklich zu stoppen, wir müssen unsere Geselschaft KOMPLETT verändern, nein, umbauen — so zu sagen… nicht nur männer, frauen auch.
Absolut einverstanden mit Frau Gallardé. Hoffentlich scheinen die Räte in Bern dies auch einzusehen!
Grundsätzlich: Ein Mann der zu einer Prostituierten geht (gehen muss) ist kein Mann sondern ein Kunde.
“…das Mindestalter für die Prostitution auf 18 anheben, wie andere Länder auch. Dabei würden sich nicht die Minderjährigen selbst sondern die Freier strafbar machen.”
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Entweder ists für Anbieter UND Nachfrager strafbar, oder für keinen der beiden.
Aber asymmetrische Auslegungen der Gesetze wie von der SP-Politkerin vorgeschlagen unterhölen die Glaubwürdigkeit der Sache: “Wenn die minderjährige Prostituierten sich nicht strafbar machen, kanns ja nicht so schlimm sein…”
Genau Sepp. Und nebst der Ungerechtigkeit und Einseitigkeit untergräbt es das eigentliche Ziel der “Initiative”: Möglichst keine minderjährigen Prostituierten mehr. Genau das Gegenteil wird aber erreicht, denn damit können Minderjährige ohne Risiko aggressiv anwerben, beim Auffliegen wird ja eh nur der Mann verknackt. Auch Täuschungen, so quasi ich bin schon 18, werden dem Mann, der das Alter der Prostituierten wohl nur schwer prüfen kann, auf den Schultern der Männer ausgetragen. Absolute Frechheit und kontraproduktiv. Aber typisch Feminismus.
Schwierig: Die Diskussion um das Schutzalter hatten wir ja schon unlängst hier:
Auch ausserhalb der Prostitution macht sich beim Verkehr mit einem Minderjährigen nur der ältere Sexualpartner strafbar!
Ab 16 sind sie aber nicht mehr im Schutzalter!
Und genau DAS muss geändert werden! Da liegt der Hund begraben!
Marcel, ich kenn jene Diskussion nicht.
Aber ich stelle mir vor, dass sobald die/der Prostituierte ein Entgeld für Sex verlangt, klare Agenden der Beteiligten nachweisbar sind: Der/die eine will Geld verdienen, und der Käufer (selten die Käuferin) will eine sexuelle Dienstleistung.
Darüber kann man geteilter Meinung sein, ob man das ab 16 oder 18 zulassen will.
Aber wenn man gegen diese Art von Geschäfte ist, ist es unglaubwürdig, nur den Käufer der Dienstleistung zu Bestrafen, nicht aber den Anbieter einer kostenpflichtigen Dienstleistung.
Hm, da habe ich ja ein schönes, neues Fässchen angestochen: Ja, Freierei mit einer 16-jährigen ist, streng nach dem Buchstaben des Gesetzes ausgelegt, gar nicht strafbar, aber: Bei käuflichem Sex handelt es sich aufgrund des Transaktionscharakters um einen rechtsgültigen Vertrag. Die Rechtsgrundlage einer Anhebung des Prostitutionsmindestalters kann folglich nicht mit dem Sexualstrafrecht-, sondern notbehelfsmässig nur mit dem Vertragsrecht begründet werden, dass besagt, dass beim Abschluss eines rechtsgültigen Vertrages beide Vertragsparteien die Volljährigkeit erreicht haben müssen..!
Nein, es ist kein rechtsgültiger Vertrag, weil er sittenwidrig ist.
Es gibt Bestrebungen, das zu ändern, einige mögen das begrüssen, für andere ist es der falsche Weg, weil es gilt der Prostitution die Basis zu entziehen und nicht, sie zu stabilisieren. Immer mehr Staaten erkennen dies, Norwegen, Schweden, Island, Kanada und neu Frankreich. Dies muss der Weg sein, der Mensch ist kein handelbares Gut!
@ Marcel
Nein, strafbar ist es im Moment tatsächlich nicht. Aber das lässt sich ja ändern. Es spricht überhaupt nichts dagegen, verschiedene Schutzalter zu haben. Eines für den “normalen” Sex und eines für gewerblichen Sex. So machen es andere europäische Staaten.
Will man es verbieten, dann braucht es ein strafrechtliches Verbot, sonst ist eine Durchsetzung gar nicht möglich. Mit dem
Vertragsrecht lässt sich da nichts machen. Wenn man sagt, der Vertrag muss von zwei 18-Jährigen abgeschlossen werden,
dann wird er bei Missachtung einfach ungültig.
Aber das würde ohnehin nichts am gegenwärtigen Zustand ändern, da der Dirnenlohn im Moment ohnehin noch sittenwidrig ist (Entscheid aus den 80er-Jahren) und daher nicht eingefordert werden kann.
Aber selbst wenn der Prostituiertenvertrag durchsetzbar wäre, würde das die Problematik nicht lösen, wenn die Parteien 18 sein müssten. Denn damit wäre die Prostitution von 16 jährigen immer noch nicht illegal, der Vertrag wäre einfach ungültig. Das würde den “Mädchen” nichts bringen.
Ja, aber Marcel, daran sieht man nur, dass die Gesetze nicht konsistent sind. Das Volljährigkeitsalter soll 18 sein und für alles gelten, (Alkoholisches) saufen, (frei) vögeln, (Beliebiges) rauchen, wählen, gewählt werden.
Hm, de Hummel: Mir ging einfach plötzlich ein Lichtlein auf, weshalb es Prostitution mit 16-jährigen in der Schweiz gibt. Galladė spricht ja auch ganz explizit vom Vertragsrecht. Und stimmt: Ein Vertrag wird einfach nichtig, wenn die dazu notendigen Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Was Sittenwiedrig ist, dürfte m. E. vor allem Definitions- und Ansichtssache sein, und entzieht sich damit einer objektiven Beurteilung. Aber die Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich eine Gesellschaft bewegt, werden ja nicht nur durch gesetzliche Normen, sondern auch durch Sitten und Gebräuche bestimmt.
Und damit sind wir beim ursprünglichen Problem: Käuflicher Sex mit einer 16-jährigen ist in der Schweiz nach dem Buchstaben des Gesetzes völlig legal und rechtens, aber er wiederspricht unserem sittlichen, moralischen und ethischen Empfinden. Das ist eine ganz interessante Diskrepanz, die sich bei Weitem nicht nur auf dem Feld der Sexualität finden lassen dürfte. Weilt ein Rechtstheoretiker unter uns?
Und, vieleicht noch abschliessend: Gesetzliche Verbote haben es so an sich, dass all das, was verboten ist, auch weiterhin geschieht, wenn auch nur noch in stark reduziertem Rahmen. Aber daran zu glauben, ein Verbot bringe den Gegenstand einer gesetzlichen Norm gänzlich zum Verschwinden, ist reichlich naiv, das zeigt auch das Beispiel Schweden: Prostitution existiert dort oben nach wie vor. Gesetze sind also nichts weiter, als ein staatliches Regulativ.
Das ist überhaupt kein Argument!
Es wird auch weiterhin gestohlen, gemordet, geraubt und betrogen, obschon das alles verboten ist.
Kinderpornographie ist auch verboten, trotzdem wird täglich dagegen verstossen, sollen wir also alles erlauben, dann haben wir Ruhe und sind im Einklang mit der Wirklichkeit?
@ Marcel
Ja, das ist wirklich so. Die Sittenwidrigkeit ist ein schwammiger Ausdruck. Es ist schon auch bewusst so offen formuliert, dass die Praxis auch den aktuellen gesellschaftlichen Werten entsprechen kann.
Ich sehe es auch so, dass man nicht einfach verbieten soll, sondern möglichst darauf schauen, was den gewünschten Effekt hat.
Und Pippi, es dürfte dir einleuchten, dass die Sache mit dem Mord ein wahnsinnig doofes Beispiel ist. Gäbe es eine realistische Möglichkeit, dass man das “Mordproblem” mit einer Erlaubnis besser kontrollieren könnte, dann würde man auch darüber diskutieren.
Bei der Prostitution ist aber tatsächlich nicht klar, ob man die illegalen Seiten wie Menschenhandel und dergleichen durch ein Verbot der Prostitution wirklich einschränken kann. Denn viele negaitive Auswirkungen der Prostitution sind ja bereits jetzt illegal (Kinder, Menschenhandel). Es spricht ja niemand davon, dass man den Menschenhandel legitimieren will.
Aber wer tatsächlich mit Mord und Raub als Beispiele kommt, will vermutlich eh nur provozieren.
Natürlich kann man sich streiten, welcher Artikel und welches Gesetz Prostitution unter 18 Jahren verbieten soll.
Ist das Anbieten solcher Dienstleistungen aber legal, und das Nachfragen illegal, ist das doch kein seriöses Verbot. Im Volksmund würde es dann heissen: Erlaubt, solange du dich nicht erwischen lässt.
Ich habe nichts gegen Verbote und Gesetze. Ich wollte mit meinen oberen drei Kommentaren lediglich zum Ausdruck bringen, dass man die Wirkung von Verboten immer in die eigenen Betrachtungen miteinbeziehen- und auf gar keinen Fall überschätzen sollte. Wenn Verbote den von ihnen betroffenen Gegenstand spurlos zum Verschwinden- und sozusagen ungeschehen machen könnten, wäre ich sofort dafür, so gut wie alle Schattenseiten, die menschliches Handeln im allgemeinen nach sich zieht, rigoros zu verbieten.
“sittenwidrig” ist sowieso ein ambivalentes Argument. Es gab eine Zeit, wo zwei Frauen, die miteinander schlafen, eine sittenwidrige Handlung vollzogen und dafür bestraft wurden.
Im Grunde genommen geht es im Artikel ja nur darum, dass die Schweiz ein Abkommen unterzeichnet hat, aber nie die Gesetze angepasste.
@ Marcel
Ja, so sehe ich es auch. Ein Verbot um des Verbotes willen bringt nichts, wenn die Folgen nicht die gewünschten sind.
@ Katharina
Und so ist auch der Entscheid, wonach der Vertrag mit der “Dirne” sittenwidrig ist, veraltet. Und nicht nur die homosexuelle Handlung war sittenwidrig. Wie schon angetönt, zur selben Zeit wurden auch noch das Konkubinat (nicht überall) oder das Geliebtentestament als sittenwidrig angesehen.
Daher verstehe ich auch überhaupt, dass sich heute noch ernsthaft Leute auf den alten Entscheid bzgl. der Sittenwidrigkeit stützen. Zumal dieser sogar auch noch über das Konkubinat herzieht. Gerade da der Begriff der Begriff so ambivalent ist, muss er auch immer wieder neu definiert werden.
@ de Hummel: Zu Verboten und ihren Nebenwirkungen hier ein gutes Interview mit dem bekannten Strafverteidiger und Strafrechtsexperten Valentin “Valentino” Landmann anlässlich seines vor Jahren erschienen Buches “Verbrechen als Markt” in dem er sich auch explizit zur wachsenden Kriminalisierung Prostituierter äussert: http://tinyurl.com/d7hhrds
Ein Zitat: “Was nicht kriminalisiert werden muss, kann entkriminalisiert werden. Ein Verbot der Prostitution trifft nicht den Zuhälter. Der lässt sich das zusätzliche Risiko gut bezahlen. Es trifft einzig und allein die Frau, die man eigentlich schützen will. Je mehr wir den Rotlichtbereich liberalisieren, desto eher erlangt die einzelne Frau Rechtsschutz. Arbeitet sie legal, kann sie zur Polizei gehen, wenn sie unter Druck gesetzt wird.”
Ein sehr guter Artikel. Offenbar ist das “Bankgeheimnis” nicht der einzige Punkt, in dem die Schweiz rechtlich und moralisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist. – Kleiner Tipp an die Verfasserin: Schreiben Sie nicht so oft “welche”. “Der/die/das” klingt wesentlich besser. (Für deutsche Ohren klingt “welche” extrem bürokratisch und kleinkariert – was Sie allem Anschein nach gar nicht sind.)
Plötzlich sind sie dann doch wieder nicht mehr so liberal, obwohl man dieses Modewort mittlerweile überall hört…
Würde sagen, eine 16 Jährige ist näher bei der Frau als beim Mädel
Körperlich meist schon. Geistig meist nicht. Und darauf kommt es an. Nein, eine 16-jährige soll sich nicht prostituieren.
Das Körperliche ist aber das Einzige was Leute wie Roger interessiert. Es geht um blinde Triebbefriedigung. Die Kleine könnte sogar vor seinen Augen weinen weil sie zur Prostitution gezwungen wird und Leute wie Roger & Co., die sich aufs Liberale berufen, würden kaltschnäutzig drüber steigen.
DAS könnte sein, in der Tat. Das wäre widerlich.
Verstehst Du Wildkatze: Ich bin absolut gegen die Prostitution von nicht Volljährigen. Aber ich bin nicht dafür, dass der Staat die Prostitution von Volljährigen verbietet.
ach ist das kurlig. alien outet den lorenz als wildkatze. ich lach mich krumm.
alien, es geht hier um die Würde der Frau. Die (Würde) kann nicht mit der Volljährigkeit in den Müllcontainer geschmissen werden!
…oder wäre es Dir “wurscht”, wenn sich Deine Töchter mit 18 prostituierten? Weil sie dann ja volljährig wären?
@Wildkatze
Meine Tochter wird nächste Woche 18 ( darf also mitreden…hé…) Mir würde dies sehr was ausmachen !!!
…aber wenn dies absolut ihr Wille wäre…was dann ?
Danke, Arno! Es gibt sie also doch, die Männer, die denken können!
Arno, “wenn das absolut ihr “Wille” wäre”, müsste ich davon ausgehen, dass Sie als Vater ein absoluter Macho und ein Chauvischwein wären. Sie hätten es versäumt, Ihrer Tochter klar zu machen, dass es nicht ihr Lebenszweck ist oder sein kann, für die Triebbefriedigung der Männer da zu sein.
@Wildkatze
Das wäre mir zu einfach…dies so zu formulieren…Aber eben , du siehst Prostitution 200% nur moralisch schlecht… und darum müsste ich dich …wie eigentlich ???…nennen.
…”Viertelnachachtmaissprösschen” vielleicht ?
Arno, würden Sie hier genauer mitlesen wüssten Sie, dass ich mit Moral rein gar nichts am Hut habe. Ihre Antwort zeugt lediglich davon, dass Sie sich – und damit die Männer allgemein – sich vor Ihrer Verantwortung drücken wollen. Da habe ich mich wohl geirrt, was das Denken anbelangt.
…um es wieder einmal schwarz-weiss zu sagen Wildkatze…ich habe mich mit meiner Benennung dir gegenüber nicht geirrt !
“Arno, “wenn das absolut ihr “Wille” wäre”, müsste ich davon ausgehen, dass Sie als Vater ein absoluter Macho und ein Chauvischwein wären. Sie hätten es versäumt, Ihrer Tochter klar zu machen, dass es nicht ihr Lebenszweck ist oder sein kann, für die Triebbefriedigung der Männer da zu sein.” Das wäre dann also die falsche Gehirnwäsche gewesen…
Zudem habe ich oben im “Konditional” gesprochen…warum also immer deine dämlichen Beschimpfungen ?
Weiter oben nennst du mich ein Sadist…während du mich und mein Umgehen mit meinen Kindern überhaupt nicht kennst.
Schwarz-weiss-Denken ist ja bei Männern sehr beliebt. Und zeugt von Unterfunktion gewisser Gehirnareale.
Schwarz-Weiss sind doch schon doppelt so viel wie es die WK üblicherweise pflegt.
….ich finde DICH eine einzige Unterfunktion !
Was DU findest, geht mir sowas von am unteren Rücken vorbei! Aber SOWAS…!!
…und der ober-armselige Sportler ist mir mal wieder keine Antwort wert.
Dieser Thread zeigt doch mal wieder überdeutlich, wie Männer reagieren, wenn ihnen die Argumente ausgehen. Immer wieder schön zu sehen!
Ja, das haben Sie gerade eindrücklich demonstriert.
Viele Töchter entscheiden sich zu etwas, mit dem man als Vater nicht einverstanden ist.
Die Tochter eines guten Freundes hat sich entschlossen einen Asylbewerber aus Afrika zu ehelichen, der gute 20 Jahre älter ist als sie selber.
Die Tochter is 19 Jahre alt und es ist ihr gutes Recht soetwas zu tun auch wenn ihr Vater dagegen ist.
Ob es eine kluge Wahl ist wird sich zeigen.
Es scheinen sich ja vor allem 2 verschiedene Lösungsansätze hier im Blog abzuzeichnen. Die eine Seite, der ich auch angehöre, würde die Prostitution gerne rechtlich besser verankern und regeln. Dies, um die illegalen Auswüchse der Prostitution besser kontrollieren zu können. Sprich arbeitsrechtlicher Schutz, Lizenzzwang, regelmässige Kontrollen usw.
Die andere Seite scheint eher der LInie folgen zu wollen, welche gewisse europäische Staaten eingeschlagen haben. Nämlich das Verbot der Prostitutio (z.B. in Schweden und Irland).
Sex (oder die Frau) soll kein handelbares Gut sein, auch wenn ein Vertrag freiwillig (obwohl die Freiwilligkeit von dieser Seite ohnehin angezweifelt wird) ist.
Ich persönlich kann auch gut ohne Prostitution leben. Aber einerseits will ich sie nicht verbieten, wenn sie auf Freiwilligkeit beruht. Und zum anderen glaube ich nicht, dass man die Frauen/Mädchen besser schützt, wenn man die Prostitution allgemein verbietet.
Daher würde mich von der Seite, die das Verbot vertritt interessieren. Glaubt ihr nicht, dass das Verbot die Situation der
Prostituierten verschlimmern würde?
Wäre für euch vor allem der moralische Sieg im Zentrum oder denkt ihr, dass ein Verbot langfristig tatsächlich eine Besserung mit sich bringen würde? Also im Sinne, dass die Prostitution tatsächlich erheblich eingeschränkt würde.
Genau das ist der heikle Punkt, welcher kurz nach dem Parlamentsbeschluss in Frankreich näher unter die Lupe genommen wurde von einem Dok-Team. Prostituierte haben sich beklagt, dass ihre Situation sich verschlimmern dürfte, da sie dadurch kriminalisiert werden, nicht mehr ärztlich betreut werden ohne weiteres etc. Das kann man nicht einfach ausblenden unter dem Argument – aus den Augen aus dem Sinn! Das ist Augenwischerei – leider Schuss in die falsche Richtung. Aber zuerst beobachten, ob es sich bewahrheitet, was direkt betroffene Prostituierte sagen nach Vollzug des Gesetzes in F.
Nein, ich bin sogar überzeugt, dass ein Verbot mittelfristig kontraproduktiv wäre. Erstens würde die Gesundheitskontrolle noch einmal deutlich erschwert, weil die Prostitution in den unkontrollierten Untergrund verlegt würde. Sie würde wohl schon kleiner, aber den dann weniger Prostituierten geht es wesentlich schlechter. Wichtig ist auch, dass die Prostitution dann im Ansehen der Bevölkerung noch einmal deutlich sinken würde, was die Lebensbedingungen und das Selbstwertgefühl der Prostituierten senkte. Nein, ein Verbot kann sich in meinen Augen keinesfalls positiv auswirken.
Ich habe die Frage so sachlich wie möglich gestellt und dabei keiner Seite als besser oder schlechter dargestellt. Völlig ohne Herabsetzung einer Meinung und unnötige Provokation. Dies weil der Grossteil der Seite schon durch Streitereien verseucht ist. Ich finde es schon sehr kindisch, wenn es nicht mal dann möglich ist, sachlich darauf zu antworten.
Ich würde mir da doch mehr Antworten wie von WS erwünschen.
Der obige Beitrag steht jetzt natürlich an der falschen Stelle.
Ich fordere lizenzierte Bordelle, wo die Verführerinnen – ja, ich sage jetzt mal bewusst nicht Sexarbeiterinnen! – einem GAV-ähnlichen Arbeitsvertrag unterliegen und somit eine andere Stellung arbeitsrechtlich und gesellschaftlich erhalten dürften. Somit entfällt der Strassenstrich, welcher verboten gehört! Er fällt in die menchenverachtende Kategorie Menschenhandel, Ausbeutung und ist eine kriminelle Tat, welche schöngeredet wird von Benutzern. Also das Anheben auf 18 Jahre löst das Problem dahinter in keiner Weise. Es wäre eine Augenwischerei – nicht mehr und nicht weniger.
Hm der Staat könnte solche eidg. zugel. Bordelle betreiben, man könnte sie dem Verkehrsdepartement unterstellen, im Bundesamt für gewerblichen Geschlechtsverkehr (BAGGV). Ganz komplett mit Geschlechtsverkehrspolizisten, Geschlechtsverkehrsregeln und so weiter. Erlaubt wird der nur, wenn ein Freier einen Geschlechtsverkehrsführerschein hat. Kondome werden alle paar Jahre kontrolliert (Wie die Abgaskontrolle bei Autos), und den Führerschein gibt’s am Anfang nur auf Probe. Gruppensex ist Geschlechtskreisverkehr, Razzien im Puff heissen Geschlechtsverkehrskontrollen.
…komm’ runter von deinem Trip, ok alien?! Entweder du lässt deine Überlegungen sachlich raus oder dann nicht hier bei diesem post – dankeschön gell! Mir liegt daran, es mal ganz nüchtern und mehr objektiv zu beackern u verzichte wenn möglich auf Polemik! Eine verdammt schwierige Sache auch für mich, aber ich versuche es wenigstens.
Nicht die Tatsache, dass sich die Frau auf der Strasse verkauft, macht die Prostitution zu einer menschenverachtenden Praxis, sondern die Tatsache, dass sie sich überhaupt verkauft. Auch wenn sich die Frau nachher waschen kann, bleibt die Tatsache, dass sie sexuell ausgebeutet wurde, Wasser und Seife können das nicht wegwaschen, das ist Augenwischerei und naiv und dient vor allem auch dem Gewissen der Freier. Alles nicht so schlimm, sie ist ja am Warmen, hat ein Bad, um sich zu säubern…..
Andernorts habe ich meine ernsten Gedanken angebracht. Das hier war ein bisschen Humor. Es gibt in meinen Augen nur sehr wenige Themen, wo Humor grundsätzlich verboten ist. Und Prostitution sowie die Eidgenossenschaft gehören nicht dazu (dieser Ansicht bin ich schon lange, ich habe sie nicht soeben erfunden). Aber, Widerspenstige, dass es Leute mit Humordefizit gibt, habe ich schon oft schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen. Ob Du dazu gehörst? Weiss nicht.
Mit Pippi bin ich einverstanden. Gewerblicher Sex auf der Strasse und in einem Puff unterscheiden sich nicht fundamental. Ich wär\
e durchaus dafür, den Strassenstrich zu bekämpfen, die Salonprostitution aber weiterhin zuzulassen (noch besser kontrolliert, wo nötig). Zuhälterei sollte absolut verboten bleiben und bekämpft werden. Prostituierte sollen auf ihrem Verdienst die üblichen Abgaben leisten und Steuern bezahlen. Es geht nicht darum, ihren Beruf zum “ganz normalen” zu machen, denn das beurteilt die Öffentlichkeit, und die lässt sich ja kaum davon beeinflussen, ob eine Prostituierte sich gesundheitsversichern kann oder nicht. Nein, es geht um die Sicherheit der Prostituierten, um ihre Altersvorsorge. Dafür bin ich \
sehr. Prostituierte sind Menschen wie Nichtprostituierte. Und ihnen dieses Bewusstsein zu geben, ist viel humaner als ihre Tätigkeit zu verbieten und zu kriminalisieren (auch wenn nur das Freiertum kriminalisiert wird, de facto haben also Prostituierte dauernd mit Kriminellen zu tun, und DAS halte ich für sehr schlimm).
Es gibt verschiedene Arten von Angeboten innerhalb des RotlichtMilieu, Pippi. Willst du das Rad neu erfinden? Ich nicht. Und du weisst, wo ich mit meiner Meinung stehe, was menschenverachtende u vorallem frauenverachtende Tätigkeiten anbelangt. Es existieren aber Frauen, die tatsächlich – mit eigenen Augen gesehen u auch gesprochen! – sich anbieten WOLLEN und als sog. Verführerinnen ihr Leben verdienen. Es geht jetzt hier um das Differenzieren von erzwungenem (Notlage) oder freiwilligem Sexangebot!
Darüber MUSS objektiver diskutiert werden können als erwachsene informierte Bloggende.
Knastwächter zum Beispiel haben auch ständig mit Kriminellen zu tun. Und gut tut ihnen das nicht. Und Polizisten? Sind das nicht auch in Euren Augen oft recht misstrauische Typen? Das bringt der Beruf mit sich. Aber Staatsangestellte (eben, Gefängniswärter und Polizisten) sind eben Staats angestellte, während Prostituierte selbständig erwerben. Und das macht sie sehr schutzlos, viel schutzloser als einen Angestellten. Wenn dann noch die Verachtung der Gesellschaft dazu kommt, und noch schlimmer, die Verachtung der Feministinnen, Frauen wie sie, dann wird es hässlich. Prostituier\
te brauchen unsere Solidarität.
Ja, Widerspenstige, eine Freundin von mir bläst hin und wieder jemandem einen und verdient so ein paar Kröten dazu. Sie hat sonst einen normalen (Handwerks-)beruf, sie lebt ein normales bürgerliches Leben mit Kindern, und finanziell geht es ihr nicht schlecht. Der Blowjob passiert wohl bei ihr zuhause (weiss ich nicht so genau). Sie fühlt sich deswegen nicht schlecht, sie ist seelisch ziemlich robust.
Sie hat mir etwas für die Wohnung gemacht, und ich habe sie dafür bezahlt. Ich habe sie nie für einen Blowjob bezahlt, wie gesagt, es ist eine Freundin.
“Freiwillige” Prostitution bei uns ist in etwa das gleiche wie das “freiwillige” Tragen einer Burka bei Musliminnen. Für diejenigen, die vom Freiheitsdenken der Aufklärung infiziert sind, ist es irritierend zu sehen, dass Individuen ihre Freiheit dazu nutzen, sich besser unterwerfen zu können; beispielsweise eine emanzipiert wirkende Frau, die sich in einer freien Gesellschaft aus freien Stücken prostituiert, als Sinnbild ihrer Unterwerfung unter die Herrschaft des Mannes über die Frau. So etwas kann man nur begreifen wenn man sich bewusst macht, dass dieses Paradoxon vom handelnden Individuum
2/
gar nicht als paradox empfunden wird. Denn eine Frau, die sich patriarchalen Dogmen (und Prostitution, wie sie immer wieder von Männern gefordert wird, ist ein solches Dogma) unterwirft, fühlt sich in diesem Moment sehr wohl frei im Sinne von Handlungsfähigkeit: Sie kann schliesslich tun, was sie will! – Dass ihr Wille vom männlichen Unterwerfungsschema bestimmt ist, ihre Handlungsfreiheit also nur im Modus autoritärer Unfreiheit auftritt, entzieht sich ihrer subjektiven Empfindung. Würde man einer solchen Frau also künftig verbieten, sich zu prostituieren, würde sie dies als autoritäre
3/
Zumutung und empfindliche Einschränkung ihrer Handlungsfähigkeit empfinden. Dass ihre “Handlungsfreiheit” aber auf der Gehirnwäsche von Männern beruht, ist diesen Frauen nicht bewusst. Den Beweis für diese Gehirnwäsche, und wie diese funktioniert, bekommen wir in den einschlägigen Kommentaren gewisser Männer hier überdeutlich vor Augen geführt!
Wildkatze, um Geld zu verdienen muss ich mich den ökonomischen Dogmen unterwerfen. Ich bin niemals frei. Dessen bin ich mir bewusst. Und dennoch gehe ich zur Arbeit, regelmässig. Es ist ein Zwang, ein Dogma, eine Unfreiheit. Ist das eine Gehirnwäsche von Seiten der Wirtschaftsführer? Damit will ich Dich fragen: Was macht eine Prostituierte unfreier als einen Strassenbauarbeiter, der leidet unter seinem idiotischen Boss und schlechten Arbeitsbedingungen (nicht hierzulande, aber in anderen Ländern sicher)?
alien, die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen ist ja aus genau diesen Gründen in vollem Gang!
Naja, in vollem Gange scheint mir ein wenig übertrieben. Die Idee ist chanceloser als eine Kampagne, welche 20 Wochen Ferien verlangt. Dass der Sozialismus in der Praxis bisher auch noch nicht funktioniert, ist ja augenfällig.
Aber abgesehen davon, was heisst denn schon Freiheit? Wir sind nun mal gezwungen uns zu ernähren und vor Wind und Wetter zu schützen, dies bedingt ein Einkommen. Selbst mit einem Grundeinkommen gibt es noch Zwänge. Denn dieses deckt ja längst nicht alle Bedürfnisse. Vielleicht will man ja Kinder oder nicht am Bahngleis wohnen oder täglich aus der Dose futtern.
Sehr schön dargelegt, Hummel. Sie bestätigen damit genau das, was die Befürworter des BGE schon immer sagten: Trotz BGE werden die Menschen weiter arbeiten wollen! Aber vielleicht wollen sich dann nicht mehr so viele Frauen prostituieren, wenn sie wissen, dass zumindest ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind. Ist das vielleicht auch ein Grund, weshalb vor allem Männer gegen ein BGE sind?
@ WK
Ich glaube eben, dass es auch heute sehr viele Prostituierte gibt, die sich für genau die Bedürfnisse prostituieren, welche über dem absoluten Minimum liegen (und da wäre man wohl mit 2′500). Eben eine halbwegs angenehme Wohnlage, vielleicht Kinder oder ausgewogene Ernährungen. Daneben gibt es natürlich auch diejenigen, welche sich für Luxus prostituieren.
Das Problem mit den ausländischen Prostituierten, welche für 3 Monate (oder länger und dafür illegal) kommen, wäre zusätzlich sowieso nicht erfasst.
Aber ich muss Ihnen dahingehend recht geben, dass es sicher einige Fälle von Prostitution verhindern könnte. Bei anderen, unabdingbaren Drecksjobs würde es vermutlich weniger helfen.
Zudem muss ich sagen, dass mir eigentlich rein ideologisch die Idee gefällt, sogar der Sozialismus. Aber ich glaube einfach nicht, dass das wirklich funktionieren kann. Die Umsetzung klappt einfach nicht so, wie man sich das wünschen würde. Dasselbe Problem beim Anarchismus, der mir eigentlich als Gedanke auch nicht missfällt. Aber Theorie und Praxis sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe.
Die mag es geben. Aber es gibt auch viele, deren Männer sich z.B. vor Alimentenzahlungen drücken und sie sich somit “etwas dazu verdienen” wollen/müssen.
Zudem gehen Sie nach wie vor von einer “freiwilligen” Prostitution aus, die es m.M. nach nicht gibt. Die Gründe dafür habe ich doch oben gerade ausgeführt.
@ WK
Ich bin mir sicher, dass i.d.R. Zwangslagen zur Prostitution führen. Aber nicht unbedingt in jedem Fall verhinderbare Zwangslagen. Sondern halt die eben angesprochenen Zwangslagen, welche einen auch zu anderen (unliebsamen) Jobs führen. Für mich gehört das immer noch in den Bereich der “Freiwilligkeit” (welche es vielleicht ja ohnehin nicht gibt, schliesslich wird man bis zu einem gewissen Grad gezwungen). Natürlich gibt es bei der Prostitution sicher übermässigen gewaltsamen Zwang, das möchte ich nicht in Abrede stellen.
Ich habe ihre Ausführungen bzgl. Gehirnwäsche schon gesehen. Geht man davon aus, dann gibt es die freiwillige Prostitution natürlich nicht. Aber diese Ansichten einer Art männlichen Weltverschwörung teile ich nicht.
Hier haben wir halt einen unlösbaren Konflikt. Ich sehe durchaus in vielen Bereichen eine unfaire Schere zwischen den Geschlechtern, aber nicht in dem Ausmass wie Sie. Sicher spielt dabei eine Rolle, dass Sie eine Frau sind und ich ein Mann. Auch wenn man objektiv ist, gibt es vermutlich gewisse Sichtweisen, die man bloss als Mitglied einer gewissen Geschlechtergruppe hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir in Themen, die nicht genderbelastet sind (gibt es die ?
), gar nicht so weit auseinanderliegen würden.
Nun, zumindest in der Grundsatzdiskussion scheinen wir uns einig zu sein. Auch was Sozialismus und Anarchie anbelangt. Zudem teile ich Ihre Meinung, dass deren Umsetzung (in unserer Zeit jedenfalls) illusorisch ist, was aber vor allem mit dem Gedankengut des patriarchalen Systems zu tun hat, in dem wir leben (müssen).
Wildkatze, grosses Kompliment!
Deine Ausführungen (15.57 und folgende) treffen voll ins Schwarze
“Für diejenigen, die vom Freiheitsdenken der Aufklärung infiziert sind, ist es irritierend zu sehen, dass Individuen ihre Freiheit dazu nutzen, sich besser unterwerfen zu können”
genau darum geht es. Und der Vergleich mit der Burka – sehr anschaulich! Aus diesem Grund gibt es Bereiche, die der Staat nicht dem Individuum überlassen kann, man kann ja auch nicht seine Organe verkaufen, resp. man kann, aber es bleibt verboten.
ausser natürlich, dass die Annahme jeglicher Absenz von Freiwilligkeit in jeder from der Prostitution und das Dogma, dass dem nicht so sei, weil sie IMMER einem patriarchalen Unterwerfungsschema erlegen seien, einfach nicht stimmt.
Dann wüsste ich gerne, weshalb das nicht stimmen soll. Einfach so eine derartige Behauptung in den Raum zu stellen ohne Begründung, ist nur eines: billig!
Für Dich, Wildkatze, ist Prostitution IMMER das Gleiche wie Sklaverei und Menschenhandel. Ich glaube, endlich verstehe ich, was Du meinst. Ist lang gegangen. Du akzeptierst meine Differenziation hier nicht. Ja, ok, das ist Dein gutes Recht. Aber es ist meines, das NICHT so zu sehen.
Wildkatze, die Lage wird nicht besser, wenn man in den Schützengräben bleibt und bei jeder Gelegenheit den Kopf herausstreckt und auf die Gegenseite schiesst. Die tut das Gleiche. Die Spaziergänger, die versuchen, die Parteien einander anzunähern, werden derweil bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls als Kollate\
Kollateralschaden abgeknallt. “Er wollte vermitteln.” steht auf dem Grabstein.
WK: “Einfach so eine derartige Behauptung in den Raum zu stellen ohne Begründung, ist nur eines: billig!” ich verbitte mir solche Sprüche. Es ist keine einfach in den Raum gestellte Begründung, siehe als Beispiel dieser Link hier:
http://dodsonandross.com/blogs/liandra-dahl/2012/04/prostitution-sex-slavery-sex-positive-feminist-sex-workers
Und was umgekehrt billig ist, auf meine eindringlichen Warnungen wohin ein absolutes Verbot der Prostitution führt, und dabei die USA erwähne, NICHT einzugehen, weil es eben die gesamte geheuchelte Argumentation deiner Seite hinfällig macht, ist ‘billig’.
“Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt umseiner selbst willen oder vielmehr, trotz seiner selbst. (Victor Hugo)
@WK: Gibt es in der Schweiz Menschen, deren “Grundbedürfnisse” (2500 Franken!) nicht abgedeckt sind? Und zur Freiheit, bzw. “Gehirnwäsche”: Das ist eine etwas spezielle Sichtweise: Wie kommt es, dass in diesem System einige wenige Frauen sich gerne prostituieren, einige mehr ungerne, und viele das nie tun würden?
@Pippi: Sind wir wieder bei den sittenwidrigen Verträgen? Nach welchen Werten richten sich denn die?
Katharina, Wildkatze ist keine Heuchlerin. Sie hat einfach ihre eigenen, starken Meinungen. Du auch. Respektiert Euch. Als Personen. Bitte.
Natürlich gibt es solche Menschen in der Schweiz, Sportpapi! Aber das sind wohl vor allem allein erziehende Mütter mit ihren Kindern. Ich kenne solche persönlich und habe denen auch schon finanziell geholfen, wenn mal gar nichts mehr ging. Aber Sie, in Ihrem selbstgefälligen Dunstkreis, nehmen sowas offensichtlich nicht einmal wahr!
Zum Nebenthema, dass BGE nicht machbar sein soll, was ich sehr bezweifle, wenn deutsche Experten die Machbarkeit zumindest im Kontext Deutschlands grundsolide nachgewiesen haben, sagte ich einmal, es gäbe in letzter Konsequenz eine radikalere Lösung über die Notenbank. Und siehe da:
Sheila Blair, immerhin 19. Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), sagt, dass die Einkommens-Ungleichheit mit direkten zinslosen Darlehen von 10 Millionen USD pro Haushalt eliminiert werden kann:
http://www.washingtonpost.com/opinions/fix-income-inequality-with-10-million-loans-for-everyone/2012/04/13/gIQATUQAFT_story.html
@WK: Ich habe gerade einer bald alleinerziehenden (oder schon lange?) das Angebot einer Bürgschaft gemacht, damit sie schnell eine Wohnung erhält. Aber auch sie wird nie unter dem Existenzminimum leben, bzw. höchstens, bist die Gelder fliessen, die sie beanspruchen kann. Oder bis sie wieder selber ein Einkommen hat…
Die Prostitution zu verbieten ist vieleicht ein moralischer Sieg. Doch dann sollten wir uns auch der verlogenen, bürgerlichen Doppelmoral zuwenden, die das kirchliche Prinzip der ehelichen Treue immer noch hochhält, wie Katharina einmal richtigerweise bemerkt hat. Ausser den BefürworterInnen eines Prostitutionsverbotes geht es in Wirklichkeit um die Kontrolle der Sexualität: Dann müsste man sie in dieselbe Reihe einordnen, wie die kirchlichen Verteter. Ich persönlich halte nichts von der Wiedereinführung rigider, prüder Moralvorstellungen. Dafür, sorry, ficke ich einfach zu gerne
gibt es überhaupt ein Land, wo die Prostitution verboten ist (weil schlecht oder unmoralisch), und wo keine Prostituierten mehr arbeiten? Ich nehm mal an, in Schweden und Irland und Frankreich gibts weiterhin Prostitution. Und wohl sogar in fundamentalistisch religiösen Staaten, welche Prostitution ebenfalls verbieten.
Und da würde ich dann schon fragen: Erst führt man einen moralischen Kreuzzug gegen die Prostitution und Freier, und danach akzeptiert man sie doch (Schweden etc). Da ist doch was faul?
Es gibt mit Sicherheit keine Gesellschaft, in der es keine Prostitution gibt. Es gibt ja selbst in islamischen Ländern Prostitution, wo diese teilweise mit dem Tod bestraft wird.
Dasselbe bei bei den Drogen.
Auch gibt es trotz Todesstrafe Homesexualität in islamischen Ländern, auch wenn Ahmadinedschad das nicht glauben will.
Selbst wenn die Prostitution also nicht akzeptiert wird, gibt es sie. Solange das menschliche Bedürfnis da ist, lässt es sich nie ganz ausmerzen.
Geht das nicht in Ihren Schädel, Sepp? Es wurde hier doch schon ausführlichst dargelegt, dass auch Einbruch, Mord, Vergewaltigung und sonstige kriminellen Handlungen stattfinden, obwohl sie kriminell und somit verboten sind. Sollen wir diese deshalb einfach erlauben?
Es geht nicht in seinen Schädel, weil er das nicht zulässt! Wenn man Männern den freien Zugriff auf jederzeit Sex verwehren will, schaltet ihr Hirn auf ‘Bsetztzeiche’, da ist dann gar niemand mehr zuhause.
werte wildkatze, ich verweise auf die eingangs geschriebene feststellung von mr. hummel, in der er zwei lösungsansätze feststellt. der zweite, der prostitution verbieten will, führt -wie du und ich feststellen- auf den holzweg. man kann prostitution nicht verbieten (wobei mir dann noch immer nicht klar ist, was am schwedischen modell denn besser ist als anderswo).
ergo wäre die alternative dazu, dass man prostitution nicht ächtet oder die freier kriminalisiert, sondern klare regeln einführt, die arbeitsbedingungen verbessert, gewisse kontrollen einführt etc, analog zu vielen anderen gewerben.
Schon wieder falsch verstanden, Sepp. Ich bin absolut nicht der Meinung, dass diejenigen, die Prostitution verbieten wollen, auf dem Holzweg sind. Menschenhandel und Sklaverei gehören verboten. PUNKT.
Menschenhandel und Sklaverei ist verboten !
Prostitution ist nichts anderes!
Es gibt wichtige Wirtschaftszweige, wo Sklaverei einigermassen toleriert ist und auch gängig. In der Landwirtschaft etwa. Menschenhandel ist etwas sehr Schlimmes, aber erstens gibt es Menschenhandel ohne Prostitution und zweitens haufenweise Prostitution ohne Menschenhandel. Wenn eine Schweizerin ohne Zuhälter sich prostituiert, dann kann man das nicht Menschenhandel nennen.
alien, sorry, aber Du verstehst den Grundgedanken der Prostitution nicht. Leider weiss ich auch nicht mehr, wie ich das denn noch erklären könnte. Wer nicht verstehen will, wird auch nicht verstehen. Da kann frau sich bemühen, solange sie will…
@Wildkatze
“Ich bin absolut nicht der Meinung, dass diejenigen, die Prostitution verbieten wollen, auf dem Holzweg sind. Menschenhandel und Sklaverei gehören verboten. PUNKT.
Du widersprichst dir schon wieder ; hier machst du noch einen Unterschied zwischen Prostitution und… Sklaverei und Menschenhandel
Ich bin im Allgemeinen ein recht aufgewecktes Kerlchen und begreife viel. Aber in Bezug auf die Prostitution mache ich mir die Sache nicht so leicht, dass ich sie einfach verdamme. Ich versuche wirklich, sie sehr differenziert zu betrachten. Das ist wie die Produktion von Waffen. Ist es verwerflich, Flugzeugabwehrkanonen zu entwickeln und zu bauen? Wenn ich ein simples Gemüt mit einer einfach gestricken Meinung wäre, könnte man mich mit wenigen Argumenten von einer Position überzeugen. Das geht aber nicht hier, da ich eben nicht primitiv bin. Sorry, Wildkatze. Du musst mich also akzeptieren. \
Mich, aber nicht meine Meinung. Ich bin ja kein Arschloch, nur weil ich anders denke als Du. Ich habe mir Gedanken gemacht hier, und meine Meinung ist fundiert. Sie ist anders als Deine aber deswegen genauso wertvoll.
Let’s agree to disagree.
…sagst du jetzt,” du wärst ein Arschloch wenn du so denken würdest als Wildkatze” ?…pass nur auf Zirkelschlüsse auf
“Menschenhandel und Sklaverei gehören verboten. PUNKT.” – sie SIND verboten und es wird aber nicht einmal verfolgt. Siehe der Artikel hier, wo die Autorin sogar mit der Patrouille unterwegs ist und sowohl sie als auch die Polizisten live zusehen konnten, dass Zuhälterei geschah. Und was geschah: wurde der/die betreffende verhaftet? nein.
Und sowohl die verlogenen SP als auch Deine Kreise unterschlagen das IMMER und IMMER wieder.
Du kannst nicht pauschal alle formen der Prostitution mit Menschenhandel gleichstellen. Du kannst die Mehrzahl der Ausprägungen dem gleichstellen, aber nicht alle.
Beno, ich erwartete, dass irgend ein Idiot auf eine falsche Interpretation meines Texts kommt. Vada via il cü.
Also, Katharina, der Menschenhandel wird hierzulande durchaus verfolgt. Nicht genug, nicht genug konsequent, aber er wird verfolgt. Im Jahr 2009 sah ich einen Dokfilm über einen ungarischen oder rumänischen Menschenhändler, der hier als Zuhälter tätig war. Der wurde hinter Gitter geworfen, und vor Gericht gezogen. Und, Gipfel der Demütigung, medial verdammt
Puh puh alien…doch etwas verwirrt und humorlos heute ?
Verwirrt? Nö, ich denke, heute bin ich sogar noch klarer als sonst. Und humorlos bin ich eigentlich so gut wie gar nie.
Immerhin hat uns Zufi ja gestern um 14:46 aufgeklärt, dass in Schweden die Einführung des Prostitutionsverbots das Angebot um 50% reduziert hat. Für den Anfang schon mal nicht schlecht. Falls dieses Verbot auch ernst genommen und entsprechend umgesetzt wird, wird sich auch das noch bestehende Angebot in der nächsten Zeit mindestens nochmals um 50% reduzieren. Ein gelungener Anfang, finde ich.
…dann bist du “sonst” wohl noch verwirrter…
klar wird der Menschenhandel bei euch unterbunden. deshalb gibt es ja mit öffentlichen Geldern finanzierte Verrichtungsboxen. und dafür wird ja auch eine Gebühr erhoben, nicht? tia….. ist absolut ein Anreiz, die Zuhälter zu unterbinden… weil ja dann die Damen evt verschwinden und die Gebühren für all die mit öffentlichen Geldern ausgegebenen Millionen für die Bereitstellung der Verrichtungsboxen entfallen.
“dass in Schweden die Einführung des Prostitutionsverbots das Angebot um 50% reduziert hat” – ehrlich gesagt bezweifle ich das.
@alien
Hallo “der alien”; …denkst du, du wirst es dir heute mit Wildkatze einig…. ?
Nun, gemäss Zufi gibt es hierfür nicht nur eine sondern gleich mehrere Studien. Aber man kann natürlich alles anzweifeln, was einem nicht so sehr in den Kram passt.
Bezüglich “Verrichtungsboxen” kann ich nur sagen, dass diese sofort abgeschafft gehören. Aber vielleicht sind diese entstanden, weil man sich mit dem Problem beschäftigt. Wer weiss, evtl. sind sie ja der Anfang vom Ende der Prostitution.
Ja, alien, wenn ich heute Deine Kommentare von gestern Abend nochmal durchlese bin ich entsetzt, wie ausgerechnet Du, als Vater zweier Töchter, so argumentieren kannst. Würdest Du diese Deine Position auch weiter vertreten, wenn Du feststellen müsstest, dass eine Deiner Töchter sich mit 16 prostituiert?
@Wildkatze:
“Wer weiss, evtl. sind sie ja der Anfang vom Ende der Prostitution.”
Dazu müssten aber noch in einigen Köpfen ein paar Neuschaltungen passieren…,
wir können nicht drauf warten bis die Kunden auf die Idee eines Boykottes kommen-
einige/die meisten? betrachten das lieber als normale Dienstleistung welche zu nutzen ist.
Brunhild, wir arbeiten daran, nicht wahr?
Wildkatze, die Frage ist nicht so schlecht, man muss sie ausweiten auf alle Berufe und Tätigkeiten. Ich will nicht, dass meine Töchter Polizistinnen werden, das würde mir Horrorvorstellungen bereiten. Dennoch will ich, dass es Polizistinnen gibt. Wildkatze, Du bist hier wohl so ungefähr über 80% der Männer und 60% der Frauen entsetzt, weil sie zur Prostitution eine liberalere Haltung einnehmen als Du. Tja, das ist schade. Ich will nicht, dass Du Deine Meinung änderst, aber ich will, dass Du andere zulässt und als gültig anschaust. Nicht als richtig (für Dich). Nur gültig.
Eine verdammte Scheisse ist aber, wie Du, Katharina, hier Interna, Peinlichkeiten, im Vertrauen mitgeteilte Informationen und falsche Behauptungen über Leute daherplauderst. Jeder von uns hat ein paar Leichen im Keller. Die einen ein totes Wiesel, aus denen Du aber eine tote Elefantenherde machst. Was ist mit Deinen Leichen im Keller? Sollen wir die hier outen?
Tun wir nicht. Frag Dich: Warum nicht? Ja, warum nicht?
Wenn, sagen wir mal, eine Feministin von hier drin als 20-jährige ein bisschen als Prostituierte gearbeitet hätte, würde das ihre Position zunichte machen? Nein, würde es nicht. Ich war Soldat mit 19, aber ich erlaube mir dennoch, Pazifist zu sein.
alien, bezüglich Deiner Vorwürfe an Katharina verstehe ich nur “Bahnhof”. Wen oder was hat sie denn hier geoutet?
…und, alien, dann hoffen wir mal, dass Deine Töchter keine…ähmm, sagen wir mal Polizistinnen, werden…!
Ich hoffe aber eigentlich schon, dass aliens Töchter Polizistinnen werden, dann können sie endlich seine “Leichen’ aus dem Keller identifizieren …und ihn womöglich mit Handschellen versorgen
Verrichtungsboxen, erinnern stark an öffentliche Toiletten. Nur das in den Verrichtungsboxen keine Toilettenschüssel benutzt wird, sondern ein lebender Mensch, oder jedenfalls ein Wesen, das aussieht wie ein Mensch, was es ja nicht ist, es ist nur eine Prostituierte, freigegeben zum Benutzen, gegen geringe Gebühr. :’-(
Die Kosten für die Bereitstellung trägt der Steuerzahler, wie bei den öffentlichen Toiletten. Schliesslich geht es um den heiligen Trieb des Mannes, da wird kein Aufwand gescheut. Gleichzeitig fehlt nach wie vor das Geld, um genügend qualitativ gute Krippen bereit zu stellen.
Warum schon wieder werden diese Verrichtungsboxen erstellt? Für die Männer/Freier, die auch mit der bisherigen Lösung zufrieden waren? Und wie ist das immer mit diesen Krippen. Gibt es wirklich immer noch zu wenig? Sind sie zu wenig gut? Oder ist es nicht so, dass mit dem extremen Ausbau der Kindertagesstätten in den letzten Jahren die Bedürfnisse noch viel mehr angestiegen sind?
Paps, jetzt NICHT über Krippen zu reden anfangen. Wo hat Katharina Leute outen wollen? Irgendwo hier, ich finde es grad nicht mehr. Sie hat mich neulich als Pädophiler diffamiert. Einfach so! Das wurde hier nicht durchgelassen wofür ich der Gemeinde sehr dankbar bin. Ich bin sehr entschieden KEIN Pädophiler, und ich habe dies ja diverse Male klar gesagt. Wenn ich klare Hinweise hätte, dass der Mamablogschreiber X ein Pädophiler wäre, würde ich die Polizei informieren. Ihn hier zu bezichtigen, ist dumm. Dumm und nutzlos. Wenn ich aber jemanden anzeige, ohne Hinweise zu haben, zeigt er danach\
mich an. Wer also so Zeugs über Leute hier behauptet, der tut das, weill er ihren Ruf beschmutzen will. Hinweise (oder sogar Beweise) hat er nicht, sonst würde er diese benutzen im rechtlichen Sinn. Einen fremden Ruf beschmutzen ist aber strafbar. Das weisst Du, Pippi. Also bitte, verhalte Dich doch wenigstens EINMAL wie die Juristin, die Du sein willst.
… und schweig, weil zu sagen hast Du ja nichts.
Und Katharina: Du eh nicht.
Pippi, du bist Juristin? Mit dem hätte ich jetzt ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Wenn du jetzt sagtst, du wärst sogar Professorin, dann würde ich glatt behaupten, zu wissen wer du bist…
nein ist sie nicht. aspirierend darauf, ja.
Das hört sich ja mal interessant an.
Ich sagte ja “… die Du sein willst.”
Ich dachte jetzt eher aspirierend in Bezug auf die Professorin. DAS fände ich interessant. In Bezug auf die Juristin müsste es ja bedeuten, dass sie Studentin ist…
Parlamentarier: Verbietet es einfach und lasst die Öffentlichkeit in Ruhe mit der Moralkeule. Wer soll denn da was dagegen haben. Warum muss hier eine Kampagne gefahren werden ????????
@Claudio: Lesen Sie doch ein paar der anderen Kommentare. Man glaubt es kaum, aber es gibt tatsächlich solche die was dagegen haben…
In der Schweiz haben wir sowas wie “Demokratie”… die Leute wollen mitreden beim Kreieren neuer Regeln. Das ist m.E. sehr gut so.
Aber es stimmt schon. Würde das eidg. Parlament ein Gesetz verabschieden, würde niemals das Referendum dagegen ergriffen werden. Wer würde denn da die Führung für das Referundum übernehmen?
Die SVP? Im Namen der “Freiheit”! Haa, das wäre so schön, wenn die sich mal so richtig gleichzeitig in den Fuss, das Knie, die Hüfte, die Ellbogen und die Handwurzeln schiessen würden. Aber erleben werde ich das wohl nicht…
Also, ich bin mit Hummel einverstanden. Mal sehen, wer sich da trauen würde, sich zu outen!
Ich finde das Verbot der Prostitution bis 18 Jahre richtig und zwar aus dem gleichen Grund wie die Hanflegalisierung abgelehnt wurde. Angenommen ihre 16-Jährige Tochter geht auf den Strich und sie wollen ihr erklären, dass es falsch ist und sie sagt: Aber es ist nicht verboten. Was ist ihre Antwort darauf?
Hinzukommt: Es geht hier nicht darum etwas generell zu verbieten. Frau Galladé differenziert klar zwischen sexueller Mündigkeit und dem Prostitutionsverbot.
Es ist stossend, sexuelle Reife an einem absoluten Alter festzumachen nur um sich moralisch profilieren zu können. Zudem: Welch’ freudloses Menschenbild, welches Sexualität stets als Zwang und Missbrauch wahrnimmt.
Ich habe vor langer Zeit einmal mit einer Prostituierten zusammen gelebt, die sich freiwillig für diese harte Tätigkeit entschieden hat. Sie hatte, so weit ich mich erinnern kann, mehrere Zehntausend Franken Schulden, die sie dank ihrer Tätigkeit innert gut 12 Monaten zurück zahlen konnte. Über eine abgeschlossene Ausbildung verfügte sie nicht. Wäre Prostitution verboten, hätte sie ja auch als Putzfrau für 20.– Brutto die Stunde (oder für noch weniger damals im Verkauf) ihre Schulden ab arbeiten können. Sie hätte dafür einfach nicht nur 12 Monate, sondern vieleicht 12 Jahre gebraucht…
Marcel: wie freiwillig sich diese Frau für die Prostition entschieden hatte, ist angesichts ihrer Schulden vielleicht etwas schöngemalt.
Und die war 16?
Mein Kommentar bezieht sich einzig und allein auf das von einzelnen hier geforderte Verbot der Prostitution ganz generell, das habe ich vergessen zu erwähnen.
Was wollen die Befürworterinnen eines solchen Verbotes solchen Frauen sagen? “Nein, nein, wir wollen Sie in ihrer Handlungsfreiheit absolut nicht einschränken, das sehen sie gaaanz falsch, gute Frau! Gehen Sie doch zu einer Schuldenberatungsstelle!” Oder: “Zahlen sie ihre Schulden halt in 12 Jahren ab- das geht doch auch einmal vorbei! Zudem ist das moralisch einwandfrei und wir zollen ihnen dafür unseren allerhöchsten Respekt…”
Abgesehen davon: Wer ein Verbot der Prostitution fordert (= Bestrafung der Freierei wie z. B. in Schweden) muss sich konsequenterweise auch dafür einsetzen, den Drogenhandel zwar zu verbieten, aber nur die süchtigen KonsumentInnen zu bestrafen, wenn ein Geschäft auffliegt. Im Klartext: Der Kügeli-Dealer kann tagtäglich seelenruhig seinen illegalen Geschäften nach gehen und muss sich nicht einmal vor einer Bestrafung fürchten, wenn er dabei erwischt wird, während ein Schwerstsüchtiger bereits beim geringsten Tatverdacht eingebuchtet wird: Was für eine verquere Logik!
Nein, die verquere Logik liegt bei Ihnen! Wie ich schon mal sagte: Es geht um Gewinner und Verlierer – nicht um Händler und Konsumenten!
Wildkatze, bitte geh in die Niederungen der Argumentation und erkläre uns stringent, wieso Marcel nicht Recht hat und Du schon. Das kann ja sein, aber vorläufig halte ich Marcels Text für viel plausibler als sein Gegenteil. Übersehe ich etwas?
Weisst Du, “proof by authority”, also die Beweisführung durch schiere Autorität, die Du versuchst, indem Du Dein Feministinnentum in die Waagschaale wirfst (und letzteres ist ja ganz in Ordnung), diese Beweisführung funktioniert nicht nur nicht, sie zeigt darüber hinaus auch auf, dass der Beweis auf stringente Art nicht zu führen ist. Also: tu es bitte!
Wie auch immer Du das begrifflich umschreiben willst, an einem Grundsatz lässt sich m. E. nicht rütteln: Den Dealer oder die Prostituierte im Gegensatz zum Freier, bzw. Süchtigen nicht zu bestrafen, entbehrt buchstäblich jeder Logik! Eine solche Forderung ist geradezu grotesk und überdies ganz klar Männerfeindlich! Zudem stellt sie einen eklatantem Verstoss gegen den in der Bundesverfassung verankerten Grundsatz dar, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind! Von Deinem ausgesprochen merkwürdigen Verständnis von Angebot und Nachfrage will ich gar nicht erst sprechen.
NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN!!!! Die Prostitution ist von Grund auf nur schlecht! Sie hat nichts, gar nichts, überhaupt gar nichts Positives an sich! Nur schon darum, weil sie das nicht darf!! Nein, wir Hardcore-Feministinnen (und das sind ja eigentlich die einzigen wahren Feministinnen) wollen nicht, dass man es überhaupt erwägen kann, darüber nachzudenken, in die Diskussion einzusteigen, dass es unter gewissen seltenen Umständen ein paar wenige Aspekte der Prostitution geben könnte, die nicht TOTAL verwerflich sind! NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN!!!!
B U L L S H I T
Lies halt nach, warum in den Ländern, wo die Freierei verboten ist, genau diese und nicht die Frauen bestraft werden. Die Leute haben sich etwas überlegt, sie sind qualifiziert, verstehen etwas von der Sache und von juristischen Fragen. Was willst du dagegen in die Waagschale werfen? Warum solltest ausgerechnet du es besser wissen?
Schon die Fragestellung ist ein Witz.
Auch die Sklaverei hatte etwas Positives an sich, für die Sklavenhalter, deshalb wurde sie auch verteidigt bis aufs Blut.
Hm. Ehrlich gesagt hat Pippis Frage viel für sich. Es muss einen leicht einsichtigen Grund geben, warum die Strafen so definiert wurden, wie sie definiert wurden. Ich weiss ihn jetzt grad nicht, was aber einfach daran liegen wird, dass ich mich das noch nie gefragt habe (warum nicht? Die Strafnorm betrifft mich nicht, sie betrifft niemanden, den ich kenne, und ich bin nicht wirklich ein Feminist).
Pippi, wir sind keine Juristen, wir müssten alle jetzt unleserliche Juristereitexte lesen gehen müssen. Nimm uns das doch ab und sag, wieso es so ist, wie es ist. Vielleicht sehen wir das ja ein?
Das ist ja wohl keine juristische Frage. Oder zumindest gibt es keine juristische Antwort darauf.
1) Frauen, welche sich freiwillig prostituieren, tun das gar nicht freiwillig, sondern sind Opfer eines erfolgreichen Gehirnwaschganges. Sie meinen nur, dass sie es freiwillig machen, in Wirklichkeit sind sie Marionetten an den Fäden der Patriarchen! Und alle, welche das nicht einsehen, sind der Patriarchen nützliche Idioten!
2) Weil ich ein Problem mit der Prostitution oder Sexualität habe, setze ich kurzerhand alle Prostituierten mit unmündigen seelischen Krüppeln gleich, die erst durch die Prostitution verkrüppelt wurden und darum ist Prostitution per se schlecht.
leo: 1) stimmt nicht so schlecht als Beschreibung der Meinung der Feministinnen, denke ich.
Ich korrigiere, alien: das ist die ganz persönliche Meinung von einzelnen Bloggenden hier. Das ist NICHT die Meinung von Feministinnen per se, ok?! Das will ich hier nicht mehr lesen müssen, dass dies auf Kosten des Feminismus geht! Ich sehe mich zwar als gemässigte Feministin, befürworte jedoch u.a. lizenzierte Bordelle wie von mir immer schon erwähnt in ähnlichen Themen. Also nix da von Pauschalisierungen ohne Ende im Namen des Feminismus!
i second, WS das ganze als Disput des Feminismus darzustellen ist auch historisch falsch. denn dank den Verdiensten einiger Feministinnen gibt es besseren Schutz für working girls. das ist ja gerade die Kritik an den bigotten, dass deren prohibitive Argumentiererei die rechte jener Frauen wieder einschränkt, und das ganze aus einem moralischen Impetus heraus von den wesentlichen Aspekten, nämlich der Eliminierung des Sklavenhandels ablenkt, siehe das Feigenblatt der Franzosen.
Nennt mir mal eine ernst zu nehmende Feministin, die sich für Prostitution einsetzt.Für Prostitution – nicht für die Prostituierten!
@Wildkatze
Frauen u. Männer welche sich für die Interessen der Frau einsetzen , brauchen sich HEUTE nicht mehr Feministinnen /en zu nennen..
“brauchen”? – Es ist mir eine Ehre!
Ok. Ich spreche nicht über DIE Feministinnen, ich spreche über manche davon. Sind ja Menschen, und als solche alle anders.
Wildkatze: die Frau aus dem Film von Katharina ist sehr ernst zu nehmen.
WK sagt: ‘Nennt mir mal eine ernst zu nehmende Feministin, die sich für Prostitution einsetzt.Für Prostitution – nicht für die Prostituierten!..’
‘..Im Zusammenhang mit der sexuellen Revolution ist die Prostitution von einem Tabuthema allmählich in den Rang eines gesellschaftlich zumindest hingenommenen Alltagsphänomens aufgerückt. Weite Teile der Frauenbewegung lehnten und lehnen die Prostitution scharf ab und fordern auch in Deutschland eine Regelung ähnlich wie in Schweden, wo nicht die Prostituierte, sondern der Freier strafbedroht ist. Andererseits gibt es feministische Strömungen,..’
/2 ….Andererseits gibt es feministische Strömungen, die die freiwillige Prostitution vorsichtig oder gar euphorisch positiv sehen…’ (aus Wikipedia)
Die Frauenbewegung hat sich in ihren anfänglichen Bestrebungen diesem Tabuthema öffentlich angenommen u engagiert gegen die ‘Doppelmoral’ gekämpft in ‘Ladies National Organisation’ in GB während der spätviktorianschen Zeit. Die Kampagne radikalisierte zahlreiche Frauen und erreichte die Abschaffung der Erlasse, die Prostituierte zum Opfer staatlicher Willkür machten. Leider liess das Interesse an deren Rechten nach Erreichen der Ziele nach…
“wo nicht die Prostituierte, sondern der Freier strafbedroht ist” Passt perfekt zum Feminismus. Das arme Opfer (Frau!) kann nicht anders, der Freier (Mann!) muss alleine bestraft werden. Pro Femina, Pro Misandrie. Wer die heilige Kuh des Feminismus schlachtet, der kommt zu einem gerechten Ergebnis: Entweder werden beide bestraft oder keine. Ich bin für beide.
@Karl Müller
Nein, wo die Nachfrage (Freier) zurück geht wegen Bestrafung, geht automatisch auch das Angebot zurück. Das ist ein marktwirtschaftliches Gesetz und dürfte Wirkung zeigen.
Als Vergleich: am Letten war vor Jahren der Drogenhandel und -konsum das Tagesthema. Dann wurde dem unerträglichen Treiben der Stecker gezogen mittels staatl. Programm/Methadonabgabe an Drogenabhängige etc. Dealer zogen sich vom Letten zurück – Irrtum vorbehalten – und es kehrte Ruhe dort ein. Klar wurde der Drogenhandel dadurch nicht abgeschafft, aber entschärft. Dem Strassenstrich wird dasselbe passieren!
@Widerspenstige: Vielleicht würde verordneter Gratis-Sex das Problem auch lösen? Aber so haben Sie Ihr Beispiel wohl nicht gemeint, oder?
@K.Müller: Haben Sie schon mal überlegt, dass es auch weibliche Freier und männliche Huren gibt?!
Es ist erstaundlich, wie hier ständig versucht wird, die Gegenerinnen von Prostitution (also Prostitution als Gesamtes oder Teile draus) mit dem Argument des Feminismus beizukommen und ihnen unterstellt, sie sähen die Frauen nur in der Opferrolle…
@WS: Habe den Vergleich ja auch schon gebracht. Präzisierend könnte man noch anmerken, dass reine Repression (Platzspitz) nichts genützt hat, sondern eben nur die Verdrängung zur Folge hatte, erst das gesamtheitliche Konzept hat hingehausen…
@K.Müller: Haben Sie schon mal überlegt, dass es auch weibliche Freier und männliche Stricher gibt?!
Es ist erstaundlich, wie hier ständig versucht wird, die Gegenerinnen von Prostitution (also Prostitution als Gesamtes oder Teile draus) mit dem Argument des Feminismus beizukommen und ihnen unterstellt, sie sähen die Frauen nur in der Opferrolle…
@WS: Habe den Vergleich ja auch schon gebracht. Präzisierend könnte man noch anmerken, dass reine Repression (Platzspitz) nichts genützt hat, sondern eben nur die Verdrängung zur Folge hatte, erst das gesamtheitliche Konzept hat hingehausen
Auf individueller Ebene ginge ich jetzt sogar noch einen Schritt weiter: Wie stellt man den eigenen, problematischen Bezug zur Sexualität als gesellschaftlich relevantes Problem dar?
Und wenn ich mir die Ihrem Kommentar zugrunde liegenden Aussagen noch einmal durch den Kopf gehen lasse, gttprd, dann weisen solche Zirkelschlüsse- und etwas anderes sind diese Aussagen nicht- eigentlich die klassischen Merkmale einer Verschwörungstheorie auf. Nur sind es dieses Mal nicht Halliburton, die Illuminaten oder die Juden, sondern eben die Männer ganz allgemein, die an allem schuld sind…
Sorry , gehört oben zu WK
Wer Prostitution ablehnt, hat ein Problem mit seiner Sexualität? Ach, so ist das. Und die Freier sind demnach die Hirsche im Bett, deshalb müssen sie auch zahlen für Sex…..
Ich war auch schon mit einem Mann im Bett, von dem ich erfuhr, dass er regelmässig mit Nutten schläft, der Typ war die absolute Nullnummer!
Ich war auch schon mal mit einer Frau im Bett, die war eine absolute Nullnummer. Ich glaube, Frauen sind im Bett einfach schlecht… Also bitte, Pippi!
…nicht ganz meinerseits
Mich erschrecken die meistenen Kommentare hier total. Erstaunlicherweise scheinen beim Thema Prostitution komplett andere Regeln zu gelten. Ich als Mann unterschreibe hier sofort und bin erschreckt über so viel Unverständnis und gescheites Geschwafel. Soviel Stuss habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die vielen Vergleiche mit SPA und was weiss ich sind echt total durchgeknallt. Wie kann jemand ernsthaft kein Problem damit haben, wenn da draussen Sex mit Kindern praktiziert wird. Danke Frau Gallade, ich find Ihr Engagement super!
@df Als ich siebzehn war, hätte ich Sie gehasst dafür, mich als Kind zu bezeichnen.
Sie hätten es gehasst, wären es aber dennoch gewesen. Eigenes Urteil steht hier nicht im Vordergrund. Ein 10jähriger will auch nicht als zu jung für gewisse Filme bezeichnet werden, denn er selbst hält sich für alt genug.
hm, spannend zu lesen wie sich einige Leute über das Milieu bescheid wissen. Ich bin überzeugt, dass die meisten hier weder dort gewesen sind, dort Freunde haben noch jemals mit mit diesen Personen je verkehrten. Ihr seid mir ja vielleicht lustige Nasen hier über etwas Schreiben wo man nur vom hören sagen oder gelesenem kennt.
Ich hingegen bin überzeugt, dass praktisch jeder von uns Leute kennt, die mit dem Milieu Kontakt hatten oder sogar haben.
ich lasse Ihre Meinung gelten auch wenn ich nicht ganz überzeugt bin. Das grösste Übel ist der Menschenhandel. Kann nur das Buch von E.B. Skinner “Menschenhandel” empfehlen.
Roth, wenn Deines Chefs Ehefrau, die Du kennst, in ihren 20ern ein paar Blowjobs gegen Geld gemacht hat, dann weisst Du das nicht, und so unwahrscheinlich ist das nicht. Und Deine 50-jährige Kollegin vom Nebentisch? Weisst Du ganz bestimmt, womit sie sich am Anfang ihrer Berufszeit etwas hinzuverdient hat? Nein, weisst Du nicht.
Ihren Worten nach zu urteilen, ist Im Umkehrschluss also anzunehmen, dass Sie einschlägige Milieu-Erfahrungen mitbringen wenn es um das Ablaichen auf eine 16jährige geht. Würde ich so nicht unbedingt herausposaunen. Lässt nämlich auch den Schluss zu, dass Sie einen Hang zur Pädophilie haben und/oder keine Frau kriegen weil Sie grottenhässlich, dumm, ungepflegt oder für eine Beziehung mit einer normalen Frau zu schwanzgesteuert sind. Zutreffendes bitte ankreuzen.
hmm…, häfeli, diese art der steuerung fiele bei ihnen, glaubt man einem ihrer früheren posts, wohl ins kapitel: filigransteuerungstechnik.
als sie dran waren, war der liebe gott wahrscheinlich gerade auf einem miniaturisierungs-trip: verkleinungsform beim namen, verkleinerungsform beim hirn und verkleinerungsform beim geschlechtsteil. die wege des herrn…
youtube: travis tritt – ten feet tall and bulletproof
ausgenommen natürlich, dass beim haefeli die Wahrscheinlichkeit einer Sockenpuppe sehr wahrscheinlich ist. xx, nicht xy btw.
Auguste ich habe mal ne Frage an dich: Es ist nun ca. das 3. oder 4. mal dass du über mein Geschlechtsteil redest, weil ich einmal den Ausdruck ‘Schnäbeli’ verwendet habe. Das bei dir als 72 jähriger natürlich ein Ding, inkl. Hodensack herumbambelt, welches bis zu den Kniescheiben geht, und du das toll findest ist mir schon klar. Du gehörst ja auch zu einer Generation die das noch als wichtig erachtet. Nun hätte ich gerne gewusst: Bist du irgendwie an meinem Penis interessiert? Hast du Träume in diese Richtung?
Stimmt das August….was Lorenz Häfeli/Schnäbeli da behauptet ?!
Wie kann man eine so bescheuerte Frage stellen? Glaubt Ihr wirklich, dass jemand wie Auguste darauf eingeht? Nein, das hat er wirklich nicht nötig. Auguste ist über jeden Zweifel erhaben!
oh Wildkatze, scheinbar leckst du nicht nur bei Pippi den Speichel aus den Mundwinkeln. Ist der alte Mann auch auf deiner Liste?
WK: “Auguste ist über jeden Zweifel erhaben” – ehm klar. wer war nun Autor der Telenovela? Diese ist Häresie in deinem bigotten Kanon. ich fordere die sofortige Exkommunion, Teer und Federn. Subito und Punkt!
Ja, wir haben bei Auguste eigentlich auch keine Zweifel mehr…
Ich wollte eigentlich nur beifügen, dass wenn das stimmt mit dem Hodensack…Auguste keinen String mehr tragen sollte
Aufgrund von Aguschtlis Musiktext-Zitate gehe ich davon aus, dass er so ein abgehalfteter Musiker ist. Es ist ja bekannt, dass die eigentlich zwar musikalisch Künstler sind, aber vielfach auch erzkonservativ, versoffen, primitiv und manchmal sogar SVP-Anhänger. Und der Glaube, dass sich maskuline Sexualität über die Länge seines widerlichen Dings definiert. Kein Wunder, man hat sich ja ein Leben lang nur mit Musik befasst. Und was dazu gehört: Behaarte Brust, offenes Hemd, Goldkettchen etc. Soll er nun auf den String-Tanga verzichten?Er sieht doch gut aus darin, wenn’s bis zu den Knien hängt
…ok,ok…dann halt keine Bassgeige mehr spielen…?!
Widerliche Klischees werden da bedient bezüglich Musiker, Lorenz! Ich kenne einige Musiker persönlich und kann nur sagen, dass diese alles andere als erzkonservativ oder gar primitv etc. sind – im Gegenteil! Was Sie da tröten sind abgehalfterte Country- oder Schlager-Tingeltangel-Sänger, keine echten Musiker! Also bitte!!
@Beno:
nun beginnt sich in meinem Kopf gegen meinen Willen ein Bild aufzubauen: roter Männertanga, eher etwas in die Länge gezogen, Bassgeige. Um Himmels Willen ich hoffe ich kann noch schlafen.
@Widerspenstige: ok, ok, sorry – ich nehm’s bei all den anderen Musikern zurück. t’schuldigung!
@Widerspenstige: Erlaube mir doch noch eine kleine Korrektur Deiner Aussage. Nicht nur bei Kauntri und Schlager. Versuche Dich mal an Bilder von bestimmten Rockmusikern zu erinnern: Lange Haare hängen ins Gesicht, Kopf etwas vornüber geneigt, Zylinder auf dem Kopf, Zigarette im Mund, Ärmel nach hinten gerollt damit man die Tatoos ja gut sehen kann, offenes Hemd, Goldkettchen. Ha, und all da Nigga-Zeugs (sorry für den Audruck)? Früher hat man sie in Ketten gelegt, heute tun sie es freiwillig. Alles das ist Protz-Gehabe, genau in der Art wie ich es weiter oben angedeutet habe.
Hm, also ich stand meinen (ehemaligen) Liebeleien auch immer ganz besonders aufgeschlossen gegenüber- egal, was sie sagten, es konnte immer nur richtig sein- aus vergleichsweise praktischen Gründen notabene.
youtube: Billy Idol – Flesh For Phantasy