Geniessen, geniessen, geniessen!

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Sind die Kinder erst mal da, ist Schluss mit lustig. (workingmomsagainstguilt.com)

Wenn grosse Ereignisse anstehen, sehen sich viele Leute veranlasst, einem gutgemeinte Tipps mit auf den Weg zu geben. Oftmals sind sie durchaus wertvoll und hilfreich. Doch mindestens genauso oft kann man die Ratschläge mit gutem Gewissen spülen. Vor allem, wenn sie aus der Sparte «10 Dinge, die Sie vor (hier bitte wahlweise Hochzeit, Geburt, 40. Geburtstag etc. einsetzen) unbedingt tun sollten» stammen.

So wird auf dem Internetportal familie.de der werdenden Mutter klargemacht, dass, wenn das Baby erstmal da ist, nichts mehr so sein wird wie vorher. Darum gibt es vor der Niederkunft nur noch die eine Maxime: geniessen, geniessen, geniessen! Nebst ausgelassenem «Weiberabend» oder einem «kinderunfreundlichen Roadtrip mit lauter Musik» wird der werdenden Mama auch so Profanes wie der Genuss des «stillen Örtchens» empfohlen: «Geniessen Sie die Einsamkeit, solange Sie können. Mit Kind werden Sie Ihre persönlichen Geschäfte meistens nur noch kurz abhandeln können.»

Gut zu wissen! Dann werde ich in den nächsten Wochen jeden Gang zur Toilette als mein persönliches «Ritual der Stille» zelebrieren, und idealerweise ziehe ich dazu noch etwas Schickes an — aus «Seide oder Cashmere». Denn wie ich im selben Beitrag erfahre, «heisst es mit Kind nämlich: einfach alles ab in die Kochwäsche!» Wie aufbauend. Und schwachsinnig. Denn mir ist bisher nicht aufgefallen, dass Mütter einzig in kochfesten, schmutzabweisenden Kutten durch die Gegend ziehen, Ihnen etwa?

Aber vielleicht hält sich meine Begeisterung auch in Grenzen, weil ich generell ein Problem mit diesen 10-Dinge-Listen habe. So publizieren im Frühling, wenn Heiraten als Thema wieder einmal hoch im Kurs ist, reihenweise Frauenzeitschriften lustig gemeinte Artikel, die die Braut daran erinnern, dass bald der Ernst des Lebens beginnt und sie darum noch einmal so richtig auf die Pauke hauen soll. Sprich: Sich einen One-Night-Stand zu gönnen, feiern bis der Rausschmeisser kommt oder mit den Freundinnen ein Wochenende lang Power-Shopping zu betreiben, bis die Kreditkarte glüht. Mein Fazit: nicht lustig. Genauso wie Polterabende – dieses auf Kommando die Sau raulassen, bevor man die Schwelle des Höllentores überschreitet. Ehrlich gesagt, würde mir die gesamte Lust am Feiern vergehen, wenn ich wüsste, dass der Grund dazu meine freiwillige Zusage für ein zukünftiges Leben im Käfig ist.

Und als werdende Mutter will ich mir die Laune und vor allem meine riesige Vorfreude ebenfalls von keinen Horrovisionären verderben lassen. Mir ist natürlich schon klar, dass sich «danach» einiges verändern wird, und es wäre vermessen zu denken, dass man sein bisheriges Leben 1:1 weiterführen kann. Denn Kindern halten sich nicht an Zeitpläne, reagieren aus dem Bauch heraus, sind hoch emotional und irrational — was bisweilen ganz schön anstrengend sein kann. Im Gegenzug brauchen sie auch keine «grossen Ereignisse», um ihre Lust am Leben wieder einmal zu entfesseln, das zu tun, worauf sie Lust haben und die kleinen Dinge zu schätzen. Denn sie tun es jeden Tag, mal mehr, mal weniger.

Dieser Blog-Beitrag ist übrigens mein letzter für einige Monate, denn ich verabschiede mich in den Mutterschaftsurlaub. Ganz ohne 10-Dinge-Liste. Halt! Einen Tipp, den mir eine liebe Freundin gegeben hat, werde ich mir zu Herzen nehmen und wann immer es geht befolgen: «Schlaf, so viel du kannst!»

Sollte ich mich in den Monaten nach der Geburt reumütig an überheblich verworfene Ratschläge erinnern, so werde ich bei meiner Rückkehr als erstes die ultimative «10-Dinge-Liste» für werdende Mütter zusammenstellen und in diesem Blog veröffentlichen. Ehrenwort.

149 Kommentare zu «Geniessen, geniessen, geniessen!»

  • gugus sagt:

    alles gute, frau mehrli, ihnen und dem kind. wünsche eine schöne zeit. spannend ist es sowieso. 🙂

  • Christian Mohler sagt:

    Und das von einem Blog, der ständig selber solche Listen fabriziert! Sie können Ihren Blog auch gleich selber abschaffen!

  • Cracker sagt:

    Nicht jeder, der einen Pinsel in die Hand nimmt, ist ein Maler.“

    Gotthold Ephraim Lessing

  • Katharina sagt:

    Von einer werdenden Mutter zur anderen:

    Sternenkind.

    Ich habe einen Traum gehabt vom Wunder des Lebens.
    Sternenkind, so weit weg, am Rande des Universums.

    Sie können Dich nicht erreichen.
    Ihre falschen Spiele können Dein Wesen nicht beschmutzen.

    Du bist schon soweit gereist, mein Kleines.
    Du bist einzigartig.
    Du denkst.

    Mutter Erde liegt in Erwartung Deiner jungfräulichen Berührung,
    Aus der Deine Phantasie und Dein Lächeln aufblühen wird.

    Bald wirst Du schlüpfen aus dem Kokon meiner Schmerzen.
    Allein in meinem Inneren findest Du den Weg
    Wenn Du kannst
    Und Du kannst nur
    Wenn Du willst.

    Mein Gebet ist nicht für Dich
    aber Ich liebe Dich.
    Mein Gebet ist für die Idee von Dir
    die nur Du zu sein bestimmt bist.

    Du bist eines von uns, für immer.
    Komm, komm nahe zu mir.

    Du bist das Unbekannteste, Ungeahnteste,
    Das Frieden finden wird in einem stillen Moment.

    Erzähl mir Deine Geschichte, Kind der Sterne.
    Sie wird nur einmal erzählt werden.

    Und Ich liebe Dich, mehr als Du je wissen wirst.
    Und ich bete für Dich
    Dass Du auch einmal für mich beten wirst
    Denn auch ich war einmal
    ein Kind der Sterne.

    Eine Sternschnuppe leuchteten am Himmel gestern Nacht.
    Warst Du das?

    Du bist eines von uns, für immer.
    Kommt, kommt nahe zu mir.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Die Sache mit der Toilette scheint mir irgendwie verwirrend. In der Nacht sind die Kinder ja auch einige Stunden unbeaufsichtigt, wieso sollten sie das nicht auch während des Tages für ein paar Minütchen schaffen?
    Also meine Eltern haben auf jeden Fall stets ohne meine Anwesenheit das stille Örtchen aufgesucht.

  • fufi sagt:

    Ich wünsche der Mutter, dem Vater und dem Kind alles Gute!
    🙂

    Und was wir bis zu N.M.s Rückkehr lesen möchten:

    100’000 Dinge, die wir NICHT tun möchten,
    obwohl uns die RatgeberInnen sagen,
    dass wir genau das tun sollen!
    👿

  • Jeanclaude sagt:

    Gut gehts in den Mutterschaftsurlaub. Viel Glück und hoffentlich etwas Absenz als Kolumnistin.

  • EVA Einstein-Pestalozzi sagt:

    Hände weg von Mutter und Kind – auch vom eigenen inneren Kind – das Bauchgefühl, Intuition – Hört auf Eure innere Stimme, die Stimme des Gewissens, auch wenn es nicht mehr modern ist.
    Der Zeit geist weist auf den Aufstand des Gewissens hin, Welt-Finanz-Krise – Naturkatastrophen, Apokalypse 2012?

    Mit NIchten – Glaubt an das Gute in jedem Menschen und versucht zu verstehen und nicht zu verurteilen.
    KInder sind ein Geschenk, Gift – grün wie der Frühling jedes Jahr wieder erwacht, und immer wieder anders, wie er grad will.
    es grünt so grünt — grün ist die HOffnung, und die stirbt zuletzt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist ja mal ein richtig schönes Sprachgewitter, Hölderlin adaptierend. So etwas wie ‚der Zeit geist‘ oder ‚Mit Nichten‘ ist beherrschte Sprache. Geschenk homonym Gift hätte ich mir erspart, dass ist hergeholt und zu primitiv. HOffnung verstehe ich nicht. Ich kenne schon ein paar Kontexte, in denen es HO gibt, aber keiner passt. EVA verstehe ich auch nicht. Zum Verschlüsseln eignet sich das nicht, zu ubiquitärer Gebrauch, auch in Gross: z.B.Evang. Verlagsanstalt. Für dem Anfang nicht schlecht, aber da gibt es noch viel zu lernen, EVA. Ein Tipp, nicht nur nach innen, mehr nach aussen krypten.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Offensichtlich haben wir hier ein akademisches Problem welches sich offensichtlichen in einer besonderen Frauen Zone abspielt bei besser verdienenden. Kann mich nicht erinnern, dass das jemals ein Thema bei meiner Frau oder in unserer Familie war. Eine Auszeit ist fuer die Maenner angesagt und da kommt mir mein Spruch wieder in den Sinn, sobald ein Kraeblein geboren, muss er vom Staat ein Sparbuch mir SFR. 200.000.00 bekommen fuer alle die folgenden Benachteiligungen die Mann zu ertragen hat. Kinder kriegen ist natuerlich und braucht, meine Meinung, keine Auszeit, oder beide Eltern-Teile!!

    • Muttis Liebling sagt:

      Ihren etwas einfachen Beitrag kann man besser formulieren. Niemand braucht Auszeit, niemand braucht Urlaub. Man braucht Zeit, um sich bei einer ganz anderen Arbeit von der gewöhnlichen zu erholen. Arbeitslose Zeit braucht niemand, die schadet nur, gleich, ob man Arbeit mit Erwerb oder nicht verbindet. Die mütterliche Aufzucht eines Babys bis 12 Monate darf man als Arbeit bezeichnen, danach ist es normales Sozialverhalten, welches man von jedem erwarten darf. Davor auch, aber da hat es den besonderen Aspekt einer Leistung, die nur Mütter erbringen können. Danach nicht mehr.

  • Susu sagt:

    unglaublich wie unkompliziert und friedefreudeeierkuchen hier alles zu sein scheint. wahrscheinlich sind die kinder schon älter (sprich nicht erst ein paar wochen alt) und die erinnerung schon von einer rosa wolke umgeben, oder aber die kommentatoren sind viel viel cooler als ich. ich hab mich schwanger auch gefragt was alle diese empfehlungen sollen (und fand, das leben nochmal geniessen schwanger nicht wirklich machbar, obwohl ich sehr gerne schwanger war). das leben mit kind ist toll (nach einer gewissen zeit) aber wirklich nicht mehr dasselbe! alles alles gute 🙂 freue mich auf die liste

    • Valeria sagt:

      Nach all den Dingen, die man so übers Kinderhaben hört, habe ich mich auf vieles mental vorbereitet. Ich fand die Realität (selbst in den ersten Wochen) um einiges unkomplizierter und weniger anstrengend als gedacht. Im Übrigen bin ich der Überzeugung, dass man das Leben zu jedem Zeitpunkt geniessen sollte… es ist zwar einiges anders mit Kind, aber bei weitem nicht alles (wie befürchtet) und schon gar nicht weniger schön.

      Müsste ich jetzt eine Liste machen, würde da nur ein Punkt stehen. Quasi meine persönliche Quintessenz: „Es gibt meistens nicht nur einen Weg, etwas richtig zu machen.“

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Manchmal ist es auch keine Frage des richtigen Weges, sondern den entsprechenden Umstände. Wenn verschiedene Faktoren zusammen kommen, die Mutter gesundheitliche Probleme hat, oder das Kinder, oder beide, muss man nichts mehr falsch machen, um trotzdem eine extrem schwierige Zeit zu haben. Die Arroganz vom ‚richtigen Tun‘ ist also völlig unangebracht, kurzsichtig und selbstgerecht. Ich hatte zum Glück auch keine grösseren Probleme, nur kleinere, aber ich keine einige andere Beispiele.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Bandbreite der Erzählungen reicht von ‚Bäuerin geht Hau häufeln, bekommt um 12 Uhr Wehen, gebiert um 13 Uhr in der Furche, der Papa trennt die Nabelschnur mit dem Sackmesser‘ bis ‚Nach positiven Schwangerschaftstest in der 6.Woche übernimmt in Shanghai die Mutter der werdenden Mutter das Regiment, gestaltet die kleine Wohnung und das ebenso kleine Familienleben radikal um. Alles zentriert auf das eine Kind, welche das einzige bleiben muss‘. Das Ergebnisresultat hat wesentlich weniger Bandbreite und nur lockere Kopplung mit den Ausgangsbedingungen. Es gibt viel Gutes, aber zuviel Zuviel.

      • Valeria sagt:

        @ Pippi:
        Mein Spruch bezieht sich auf das Leben mit Kind wenn alles einigermassen normal läuft. Ich möchte hier ungern missverstanden werden. Es geht mir um eine gewisse „Grundentspannung“, z.B. das Vertrauen, dass auch der Mann das Kind richtig wickeln kann, auch wenn er es etwas anders macht. Oder dass die Tante das Kleine schon nicht fallen lässt. Oder dass das Kind keine Schäden davontragen wird, wenn es Flaschenmilch bekommt. Oder dass andere Mütter meistens ihre Gründe haben, gewisse Dinge so und nicht anders zu tun und dass man es trotzdem so machen kann, wie man es für richtig hält.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Valerie, da bin ich mit dir einig, was die Grundentspannung betrifft.

      • Valeria sagt:

        @ Pippi:
        Wenn das Kind oder die Mutter gesundheitliche Probleme haben, hat keiner etwas „falsch“ gemacht und alle Parteien müssen dann versuchen, „ihren“ Weg zu finden. Und das ist dann auch der „richtige“, egal was Aussenstehende sagen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich hab verstanden, was du meinst, Valerie. Ja, so ist es, man muss immer individuell schauen, was es braucht, was allen dienlich ist. Ich weiss aber auch, dass es ein sehr heikler Bereich ist, was Kritik anbelangt, weil das Selbstbewusstsein und die Sicherheit von vielen Jungmüttern sowieso gering ist, frau ist so verletzlich wie selten, deshalb Vorsicht!

      • Valeria sagt:

        Sorry, Pippi… Habe den zweiten Kommentar heute Morgen losgeschickt, bevor ich deine Antwort gesehen hatte. Ich denke, wir sind uns hier voll einig, stimme dir absolut zu. Auch bezüglich der Kritik, in den ersten Wochen ist man ja nicht nur wegen des Babys gefordert, sondern auch emotional und „hormongeladen“…

  • Luise sagt:

    Was für weltbewende Sorgen. Frau kann das Baby auch mal schreien lassen wenn sie auf dem WC oder unter der Dusche ist! Es wird bald lernen, dass Mama ein paar unaufschiebbare Bedürfnisse hat.

    • E.H.Roth sagt:

      So ist es. Es macht den Anschein hier als hätten diese jungen Mütter nicht von ihren Eltern gelernt. Gerade die Artikel mit all den zum Teil doch hysterischen Ratschlägen. Eine richtige Mutter braucht bestimmt keine diese Ratgeber-Kinder-Bücher zu lesen. Sie lernte das Handwerk von der eigenen Mutter.

      • alien sagt:

        Es gibt Mütter, die haben gar keine Mutter, von der sie lernen könnten, weil diese tot sind oder ausgewandert. Dann darf diese Frau gar kein Kind haben und wenn doch, dann ist sie gar keine „richtige“ Mutter? Und was ist, wenn die Grossmutter eine Rabenmutter war? Soll es ja geben.

        Roth, Sie sind wieder einmal speziell naiv.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ausserirdischer, Du machst wieder den typischen Zeitgeistfehler, induktiv aus singulären Konstellationen Allgemeines ableiten zu wollen. Der Sachverhalt, dass eine optimale Fortpflanzung 2 Millionen Jahre beim Menschen ohne bewusste Eingriffe möglich war, dass die erst durch bewusste Eingriffe gestört wurde, bleibt unberücksichtiigt. Roth hat für den Normalfall völlig recht. Junge lernen erst einmal von der Mutter und nur von der Mutter. Den Vater lernen die meisten Tiere nie kenen und beim Menschen braucht man das nur für die Sozialisation, nicht für die Biologie. Eisbären fressen ihre Babys.

      • mira sagt:

        @ E.H. Roth
        Ich habe Kolleginnen, die bekamen von ihrer Mutter den Ratschlag, man sollte das Baby ruhig mal schreien lassen und man dürfe es nicht verwöhnen. Nun, in so einem Fall verwundert es dann nicht, wenn diese Frauen sich eher an Ratgeber, als an ihre eigene Mutter wenden…

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Also am Einwand von Roth ist sicher viel Wahres dran. Da grds. jede Mutter auch eine Mutter gehabt hat, ist es naheliegend, dass man von dieser auch einige Dinge übernommen hat. Und damit ist ja nicht die eigentliche Erziehung im fortgeschritteneren Altern gemeint, sondern den Umgang mit einem Baby.
        Diesen kann man sogar von einer Mutter lernen, die ansonsten in vielen Bereichen eine andere Ideologie hat.

        Ich würde es nicht so absolut wie Roth formulieren. Tatsächlich gibt es Konstellationen, in denen man nicht von der Mutter lernen kann. Aber grds. ist der Einwand auf jeden Fall berechtigt.

    • mira sagt:

      @Luise
      Bei einem Schreibaby geht es wohl nicht anders. Aber sonst sehe ich keinen Grund, genau dann duschen zu gehen, wenn Baby schreit.
      Ich persönlich nehme den Sohnemann mit auf die Toilette, er ist eh meist im Tragetuch. Aber ich weiss, dass nicht jede Frau das körperlich vermag und verurteile auch niemanden, der das anders handhabt/handhaben muss.

  • plop sagt:

    Ich kannte vor der Geburt fast niemanden mit Kindern – ausser jemandem, und die fand das so schrecklich stressig: nicht mehr duschen können etc… Das war dann bei mir nicht so und ich erstaunt, wie unkompliziert es auch sein kann…. Sie scheinen ziemlich vernünftig zu sein, Frau M, das kommt sicherlich gut! Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine gute Geburt, ein gesundes Kind und Gesundheit auch Ihnen! Und ein guter Start mit dem neuen Leben!

  • Laura TI sagt:

    Ja geniessen Sie das hier und jetzt genauso wie den ersten Blick in die Augen Ihres Kindes, genauso wie die erste durchgeschlafene Nacht. Wenn man mitten drin steckt, dann scheint das alles so unfassbar, aber mit ein wenig Abstand merkt man, dass die Zeit mit einem Kind einfach viel zu schnell vorbei geht. In dem Sinne, alles Gute und ganz viele wunderbare Momente.

  • Kathy sagt:

    HIhi, meine Mutter hat letzthin bemerkt: Etwas vom Besten an erwachsenen Kindern ist, dass sie dich ungestört die Toilette benutzen lassen…. 🙂

    In dem Sinne liebe Frau Merli, geniessen sie’s noch! 🙂

  • Alex sagt:

    genießen!

  • alien sagt:

    Frau Merli, mir stellt sich die Frage, nicht zum ersten Mal, WARUM die Journis sich solche Geschichten ausdenken. Das hat sicher eine Ursache, vielleicht sogar ein Grund, und vielleicht sogar ein Ziel. Kann das sein? Also: Warum müssen gewisse Journalisten sich die Sachen so dramatisch ausmalen, wieso müssen sie Zäsuren erfinden?

    Und noch was. Frau Merli, der Mutterschaftsurlaub in unserer Familie hat 4 Wochen gedauert, und alle waren froh, als er vorbei war. Meine Frau ist zunehmend hässig geworden, je länger sie nicht erwerbsarbeiten konnte, und ich war froh, als sie wieder ging.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wir wissen doch längst, dass unsere schöne, plurale Wohlstandswelt viele verschiedene ‚richtige‘ Lebensformen erlaubt. Die einen erziehen ihre Kinder möglichst bis über die Pubertät hinaus zu Hause, andere Mütter drängen schnell in die Arbeitswelt zurück, nicht nur des Erwerbes wegen. Jeder hat Argumente, die in seiner Welt stimmen und das soll man auch so lassen. In Ermanglung wirklicher individueller Probleme blasen wir Geringfügigkeiten zu solchen auf. Jeder hat das Bedürfnis Besonderes zu erleben und so muss der Alltag als Besonderes interpretiert werden.
      Schöne Ostern für alle hier.

      • alien sagt:

        Du hast meine Frage verstanden, ML, und genau so beantwortet, wie ich es getan hätte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        schöne Ostern für alle hier?
        Sie verwirren mich ein bisschen mit dieser Wunschäusserung, denn wie passt das nun zu:
        „Warum man Jemanden, den man nicht kennt und an Hand seiner zugänglichen Verlautbarungen nicht zum engsten Freundeskreis zählen möchte, alles Gute wünschen sollte, bleibt mir verborgen.“
        Oder sollten Sie gemerkt haben dass auch anonymisiertes Guteswünschen gut-tut?

      • marie sagt:

        @brunhild
        zwischen kocherei und backerei hier ganz schnell!
        GENAU das gleiche ging mir durch den kopf – auch allen frohe ostern und ihnen fr steiner ganz besonders und mothers’s finest ebenso 😉
        so, jetzt die amaretti aus dem ofen und dann an die crostata al limone. 😛

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        danke und ebenso!
        Und dass Ihr Backofen niemals den Geist aufgeben möge 🙂

      • alien sagt:

        Nein, ich mach einfach ein paar Bürli. In Eierform, aber das muss es tun.

      • Carolina sagt:

        Kochlöffelschwingende Marie, hab‘ schöne und genussreiche Ostern (vor allem, wenn Du heute ‚fastest’…..)!

        Frau Merli: Ihnen alles Gute und geniessen Sie Ihr Kind und diese einzigartige Zeit mit allen Sinnen.

        Allen anderen: schöne Ostern!

      • Carolina sagt:

        Kochlöffelschwingende Marie, hab’ schöne und genussreiche Ostern (vor allem, wenn Du heute ‘fastest’…..)!

        NM: Ihnen alles Gute und geniessen Sie Ihr Kind und diese einzigartige Zeit mit allen Sinnen.

        Allen anderen: schöne Ostern!

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild und marie: Es ist ein Unterschied, ob ich den Mitgliedern einer entindividualisierten Gruppe MamaBlog, die ich sehr schätze, Gutes wünsche, oder dies einer konkret fassbaren Person, die ich nicht kenne, aber ob ihrer identifikablen Meinung ablehne, verweigere. Allein keinen Anhalt zur Person zu haben, reicht, keine persönlichen Äusserungen abzugeben.
        Ich möchte, dass im öfentlichen Raum nur Diskussionen stattfinden, welche keinen Bezug zu Personen, keinen Bezug zur emotionalen Verfasstheit der Diskutierenden haben. Dies gehört in den privaten Raum und da soll es bleiben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was du möchtest, was im öffentlichen Raum stattfinden soll und was nicht, ist eigentlich sekundär ML. Andern Leuten an den Karren fahren, weil sie ein persönliches Wort an eine Autorin richten, ist mehr als kleinlich, es ist bünzlig.

        Dass Hohlköpfe immer wieder meinen, andern sagen zu müssen, was sie zu tun und zu lassen haben in Bereichen, die völlig nebensächlich sind, kann ich nur als Zeichen von ausufernder Dummheit deuten.

      • marie sagt:

        @ml
        hat wahrscheinlich mit kulturellem verhalten zu tun. sie sind preusse? nun ich komme aus napoli, dort man wünscht man allen auch unbekannten einen schönen und guten tag. 😉 ist einfach eine fragae des kulturellen umganges. ich freue mich für fr m und mag kinder. und deshalb wünsche ich ihr und ihrem werdenden leben alles gute von herzen sogar.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …und dann noch in einem solchen Deutsch: ‚emotionale Verfasstheit‘, ach so……

      • Muttis Liebling sagt:

        Liebe Pipi. was ich meine, ist tatsächlich sekundär, genau wie Deine Meinung. Deshalb benutze ich auch den Konjunktiv. Man sollte …Was allerdings Sprache angeht, liegen zwischen uns Welten. Wenn Du einfachste Floskeln wie ‚emotionale Verfasstheit‘ nicht kennst, stellt sich mir die Frage, ob du jemals Bildung hattest
        Ich erkläre es gern noch einmal für kleine Leute: Es gibt einen kleinen Kasten, da steht ‚Mensch‘ dran. Daneben steht ein ganz grosser Kasten, da steht Menschheit dran. Und wenn es jetzt immer noch nicht tickt, Pipi, ist Dir nicht zu helfen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ist doch immer wieder schön, wie gewisse Leute versuchen, ihre „Bildung“ zu beweisen, indem sie gestelzte Sätze basteln. Nein Mamibubi, die ‚Verfasstheit‘ ist mir nicht fremd, ich finde sie bloss unelegant, gestelzt eben.

        Du darfst gern an meiner Bildung zweifeln, ich meinerseits zweifle keinen Moment an deiner Einbildung, die ist ausgeprägt und unübersehbar. Und völlig unangebracht, aber das ist bloss meine Meinung, du findest sicher, dass du mit jedem Satz das Rad neu erfindest, typsiche Selbstüberschätzung halt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        „Mitgliedern einer entindividualisierten Gruppe MamaBlog, die ich sehr schätze,“,
        also dürfen wir uns als individuelle Einzelpersonen,
        der ent-individualisierten Gruppe MB zugehörig,
        von Ihnen sehr geschätzt fühlen?

        Ansonsten empfinde ich Ihren Anspruch gerechtfertigt für ein wissenschaftliches Forum,
        das hier ist aber eine Veranstaltung wo Emotionalität, sowie Individualität sehr wohl ihren Platz haben.
        Von Emotionen abgekoppeltes Herumtheoretisieren gibt es ausreichend,
        gut dass es hier drin anders ist!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Da schliesse ich mich Brunhilde an, herumtheoretisieren mag manchmal lustig sein, aber daneben braucht es auch die andere, die praktische Seite. Und Kinder bekommen ist doch etwas sehr Praktisches, da hilft die Theorie nicht weiter.

      • alien sagt:

        Also, marie, dann gefällt Dir das vielleicht: https://www.youtube.com/watch?v=VutH_G44daI , mir tut’s (oder tat’s, es ist schon sicher sieben Jahre alt).

      • alien sagt:

        Und das hier ist natürlich das Original: https://www.youtube.com/watch?v=BqlJwMFtMCs

      • Muttis Liebling sagt:

        ‚Von Emotionen abgekoppeltes‘ Irgentwas, Brunhild, gibt es praktisch nicht mehr in der hiesigen Meinungslandschaft. So wenig, dass es in der Presse selbst beklagt wird. Was soll den jemand antworten, der von einer Sache betroffen ist, wenn er nach seinem Gefühl dabei gefragt wird? Da kommt doch nie eine Information bei raus.
        Wenn ein esoterischer Frauenverein sich um die Normalität der Empfängnis, Geburt und Aufzucht ein Mysterium stricken will, muss das mit Gegenwind rechnen. Es ist nichts Besonderes, ein Kind zu bekommen, es ist nichts Besonderes, es anständig zu erziehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        mir kam Ihr erster Kommentar sehr auf der Schiene
        „sachlich, ganz nüchtern und emotional möglichst total-abgekoppelt“
        als wünschenswerte Diskussionsform für hier drinnen entgegen.
        Dass es mit der Emotionatlität auch übertrieben werden kann ist wohl allen klar-
        aber die Übertreibung findet auf Gegenseite genauso statt.
        Mir ist beides wichtig.

      • alien sagt:

        ML ist einer von diesen hier: https://www.youtube.com/watch?v=wHEoMpMvz7A

        https://www.youtube.com/watch?v=wHEoMpMvz7A

        (Äh, Wolfgang sieht aus wie Sheldon, oder?)

  • Nina Merli sagt:

    Ganz herzlichen Dank allen für die lieben Glückwünsche! Ihnen inzwischen noch viel Freude mit dem Mama-Blog, angeregte Diskussionen und – seid ein bisschen netter zueinander 😉

    • tststs sagt:

      Ich wünsche Ihnen natürlich auch nur das Beste für Sie, Ihre Familie und den baldigen neuen Erdenbürger…

      Aber ähm, ich dachte, das sei jetzt die witzige Art des MB uns klar zu machen, dass es ihn ab morgen nicht mehr gibt… Denn was ist der MB schlussendlich anderes als eine täglich aktualisierte Liste von Ratschlägen? (auf die wir ja besser nicht hören würden…)
      😉

    • Katharina sagt:

      blessed be your child, and protected from toxic people.

  • Widerspenstige sagt:

    Ja, es wird (fast) alles anders u man lernt fliessend, bis an die Grenzen seiner Gefühlswelt zu gelangen. Das ist eine so reiche Erfahrung, die wirklich in vollsten Zügen genossen werden will: vor, während und vorallem nach einer Geburt!! Zum ersten Mal wieder auf dem Bauch liegen…wow! 😛
    Die Zeit ist soooo schnell verflogen, dass es sich lohnt, ein Tagebuch zu führen über die facettenreichen Eindrücke die sich breit machen werden! Auf in die abenteuerlichste ‚Reise‘ die Frau sich vorstellen kann…alles Gute Ihnen, Ihrer Familie u ganz besonders Ihrem Kind – das Kostbarste überhaupt! 🙂

    • Brunhild Steiner sagt:

      Hallo Widerspenstige…
      off topic, aber vielleicht interessant, haben Sie mitbekommen dass der Frühchenprozess (Köln)
      auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist?
      Da sind wohl einige froh wenn das noch lange nicht verhandelt wird…,
      fröhliche Ostern!

    • Widerspenstige sagt:

      Danke Brunhild für diese Info, die ich nicht mitbekommen habe. Es dürfte einigen Involvierten dieses Prozesses Kopfzerbrechen bereiten, dass die ‚heilige Instanz der weissen Gilde‘ von Laien sprich Eltern angeklagt wird u nun die Öffentlichkeit auch etwas angehen darf! Ich bin gespannt wie Sie, wie der Prozess ausgehen wird. Mir geht es dabei im Wesentlichen um die Gerechtigkeit der gleichen Behandlung von Frühchen in ALLEN Spitälen!

      Die Eltern wurden um ihr Recht auf das eigene Kind betrogen aus Willkür! Das muss strafbar sein und soll als Warnung gelten für die Spitzenmedizin!

      • Sportpapi sagt:

        Die einheitlichen Fristen, die hier gefordert werden, könnten aber auch später angesetzt werden…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        richtig, aber dass ein Spital ein paar Strassenzüge weiter weg eine Behandlung vorgenommen hätte,
        und bloss weil Ihnen niemand gesagt hat dass es ein paar Strassenzüge weiter anders angegangen wird,
        und Sie von „einheitlicher Regelung“ ausgehen- fälschllicherweise wie sich dann herausstellt-
        diesen Umstand gilt es schon mal genauer anzusehen.

      • Katharina sagt:

        Es gäbe so etwas wie DUE PROCESS. Dass die deutsche Justiz nun mit „auf unbestimmte Zeit verschoben“ das Thema effektiv auf Eis legt, statt sich um die Accountability der medizinischen Versorger zu kümmern und sich selber der Behandlung dieser eminent wichtigen Frage entzieht, leuchtet ein äusserst schäbiges Licht auf die Korruption im deutschen Rechtssystem, eigentlich eines Landes , das sich den demokratischen Rechtsstaatlichkeit verpflichtet, unwürdig.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Ich glaube nun nicht, dass die einheitlichen Regeln/Fristen von Rechts wegen gefordert sein können. Sondern höchstens dazu dienen, Diskussionen zu vermeiden. Die andere Frage, die sich mir immer stellt: Ist eigentlich ein Arzt immer verpflichtet zu handeln, auch wenn es seinen eigenenen Prinzipien widerspricht? Hier geht es ja nach meinem Wissen nicht nur um Überlebenschancen, sondern auch um Risiken von Behinderungen beim Überleben, wenn ich mich recht erinnere.

      • Katharina sagt:

        und die ganze Rechtsstaatlichkeit (bzw Absenz davon) blendet der eng gewickelte Sportler einfach aus. unbelievable. Es geht ja in dem Fall nicht um die Fristen an sich, sondern die Verweigerung sachlicher Informationen. Accountabiltiy und Due Process. Wohl schon wieder zu hoch gesprochen…

      • Sportpapi sagt:

        Zu hoch? Du meinst, weil du das in einem deutschen Forum zu einem deuschen Rechtsfall nicht deutsch schreiben kannst? Ich blende nicht aus. Sondern weise darauf hin, dass wir nicht alles über das Recht lösen können. Es geht auch um persönliche Verantwortung. Was, wenn nun in D einheitlich 24. SS gilt? Kann dann geklagt werden, weil das in der Schweiz anders ist?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        geklagt wurde nicht auf Unterlassen von medizinischen Leistungen
        sondern auf
        Unterlassen von Informationen!
        Ein wichtiger Unterschied.

        Und nein, einem Arzt/Ärztin darf nicht selbst überlassen sein nach persönlichen Prinzipien zu handeln-
        zum eigenen und unser aller Schutz. Es braucht gesetzliche Grundlagen.
        Es braucht standartisierte Abläufe bei Szenarien welche hohe Risiken bergen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        2/ man wird nie alles über „das Recht“ lösen können, richtig.
        Aber in diesem Fall geht es um bestehende offene Lücken, welche geschlossen werden müssen.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Mir ging es auch um die Antwort darauf: „Mir geht es dabei im Wesentlichen um die Gerechtigkeit der gleichen Behandlung von Frühchen in ALLEN Spitälen! Die Eltern wurden um ihr Recht auf das eigene Kind betrogen aus Willkür! Das muss strafbar sein und soll als Warnung gelten für die Spitzenmedizin!“
        Aber auch sonst bin ich nicht Ihrer Meinung. Es gibt immer einen Ermessungsspielraum, ein Abwägen. Und es ist wirklich eine Frage, was Ärzte entgegen ihrer eigenen Haltung ausführen müssen. Man könnte sich die Situatuation auch anders vorstellen. Arzt hilft den Eltern, entgegen den Richtlinie

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        um einen Ermessungsspielraum anbieten zu können
        braucht es aber rechts und links gesetzte Leitplanken,
        sonst haben wir nämlich nicht einen „Spielraum“ sondern freie Wildbahn.
        Mir geht es um die Leitplanken.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wenn ich in meinem Link lese, sind die Leitplanken klar. Ab 24. Woche wird versucht, das Kind am Leben zu erhalten, notfalls auch gegen den Willen der Eltern. Vorher ist es im Ermessen der Ärzte. Mir scheint das relativ klar.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich habe mich ua auf Ihr
        „Und es ist wirklich eine Frage, was Ärzte entgegen ihrer eigenen Haltung ausführen müssen“
        bezogen, und die Leitplanken ganz allgemein angesprochen.

        Im diskutierten Fall geht es um nicht vermittelte Information über den vorhandenen Ermessungsspielraum.
        Von den Betroffenen wird nun eine Informationspflicht gefordert.
        Grundsätzlich eine interessante Frage.
        Und für den Einzelfall eine sehr entscheidende…

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Worum geht denn die Informationspflicht? Dass eine Leistung, die in einem Spital nach reiflichem Überlegen nicht geleistet wird, in einem anderen angeboten wird? Das Problem hier ist ja insgesamt der Zeitdruck. Dass auch die werdenden Eltern eigentlich keine Zeit haben, nachzudenken, was sie tun möchten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        für „reifliches“ Abwägen ist im betreffenden Fall nicht viel Zeit geblieben,
        das Frühchen wurde, laut Aussagen der Mutter ohne besondere Achtsamkeit ihr auf den Bauch gelegt,
        und hat dort eine Stunde lang, wiederum mütterliche Aussage, aktiv ums Leben gekämpft.
        Wäre die Mutter um andere Handhabung ein paar Strassenzüge weiter informiert gewesen,
        dann hätte sie sich sofort verlegen lassen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        sorry für die Doppelausgabe,
        üblicherweise wird das konsequent gefiltert
        „Achtung, doppelter Kommentar“…, versuchen Sie’s bisschen anders formuliert…

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Ich möchte gar nicht über den konkreten Fall diskutieren, den wir wohl alle zu wenig kennen. Gut möglich, dass es da Pannen gegeben hat, dass die Mutter alleingelassen wurde. Mit geht es aber um die Informationspflicht, um das grundsätzliche Verhalten der Ärzte. Die haben sich offenbar im Haus, nach reiflicher Überlegung, nach Abwägung aller Fakten – gerade auch der absehbaren Belastung für die Familie, für die Eltern wenn es schief geht, für interne Richtlinien entschieden. Die Eltern sind dagegen unter enormem Druck und können gar nicht anders, als im Moment alles versuchen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        und um diese Informationspflicht
        resp die Frage ob ein Recht darauf besteht, geht es nun eben im Prozess,
        der aufgrund des beschriebenen Falles aufgenommen worden ist,
        und der hier drin vor Wochen thematisiert worden ist,
        um nach einer Weile ohne jegliche Angabe von Gründen entfernt zu werden.
        Weil sich Widerspenstige ebenfalls für die Thematik interessiert, lasse ich sie jeweils die neusten (spärlichen) Infos wissen, und es bezieht sich halt immer genau auf diesen einen Fall… .

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Die Widerspenstige hat aber wohl einen anderen Ansatz: „Mir geht es dabei im Wesentlichen um die Gerechtigkeit der gleichen Behandlung von Frühchen in ALLEN Spitälen!“ Aber warten wir doch mal ab, was die Gerichte entscheiden, wenn sie denn überhaupt entscheiden.

      • Katharina sagt:

        „Aber warten wir doch mal ab, was die Gerichte entscheiden, wenn sie denn überhaupt entscheiden.“ und genau das ist das skandalöse. Das Verfahren wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, dies nachdem die Klägerin einen aussergerichtlichen Vergleich ablehnte. ihr geht es eben um das prinzipielle und um die Behebung einer Grauzone, nicht um etwas Geld.

        und das Gericht vertagt. Ihr wird also das Grundrecht des ordentlichen Verfahrens (Due Process)vorenthalten. Und dem Spital, bzw. den behandelnden Fachleuten, wird erspart, Rechenschaft abzulegen (Accountability).

        Da sage ich nun wirklich, solche Grundsätze eines Rechtsstaats sind dir wohl zu hoch. Denn es ging der Klägerin darum, prinzipielles klären zu lassen und der Staat windet sich durch einen Verfahrens trick daraus heraus. Ein solches Gericht kann nicht als unabhängig bezeichnet werden. Und jawohl, das ganze passt ganz genau in die Korruption der deutschen Gerichtsbarkeit.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Deutsche Gerichte sind korrupt? Soso. Und Vorbild bezüglich Rechtsstaatlichkeit sind dann wohl ausgerechnet die USA, oder? Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es gute Gründe für die Vertagung gibt. Und dass sich das Gericht schwer damit tut, ein Urteil zu fällen in diesem Fall ist äusserst verständlich. Zeigt eher, dass die Richter ihren Job ernst nehmen. Und dass der Fall eigentlich juristisch nicht zu klären ist. Was, wenn das Kind am Leben gehalten worden wäre, mit schwersten Behinderungen überlebt hätte. Und die Eltern nun klagen würden, sie seien zu wenig informiert gewesen?

      • Sportpapi sagt:

        Oder sie seien emotional gar nicht in der Lage gewesen, so eine schwer wiegende Entscheidung unter Zeitdruck zu fällen? Ich kenne zwei Fälle von Eltern mit schwerst behinderten Kindern, die heute sich beklagen, dass die Ärzte den Entscheid ihnen überlassen hätten, obwohl sie in den Emotionen gar nicht Entscheidungsfähig waren. Und diese Eltern leiden nun Jahrzehnte lang mit Kindern, die riesigen Betreuungsaufwand bedeuten, aber den Eltern keinerlei Rückmeldungen geben.

      • Katharina sagt:

        ja ja, schnell ablenken und was einwerfen dass die USA auch keine Ansammlung von Unschuldslämmern sind, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

        „dass sich das Gericht schwer damit tut, ein Urteil zu fällen in diesem Fall ist äusserst verständlich.“ ist etwas anders, als das Verfahren ohne Begründung auf Eis zu legen. „auf unbestimmte Zeit verschoben“.

        Du kannst gute Gründe annehmen so oft Du willst, nur ist es so, dass das Gericht seine Gründe nicht transparent kommuniziert, sondern mit bürokratischer Kaltschnäuzigkeit reagiert, nur weil die Klägerin auf ihrem Recht auf Klärung besteht und keine schattige aussergerichtliche Einigung akzeptiert – was ja das gewünschte Resultat des Gerichtes war, wenn Du die Geschichte dieses Falles recherchiert hättest.

        Du bringst als Gegenargument einen hypothetischen Fall, um damit zu rechtfertigen, dass es in Ordnung sei, ihr ein ordentliches Verfahren vorzuenthalten.
        Wie gesagt, Die Klägerin erhoffe sich eine Klärung einer im deutschen Recht vorhandenen Rechtslücke, und in solchen herrscht dann eben Willkür.
        Ich weiss nicht, welche Patientenrechte im deutschen Recht verbrieft sind, aber das Vorenthalten von Informationen ist meiner Meinung nach ein Verstoss gegen die Patientenrechte.

        Ich nenne es Korruption, weil einfach offensichtlich ist, dass das Gericht sich aus der Affäre ziehen will, weil sie Angst vor der mächtigen Lobby der Ärzteschaft hat. Siehe die konsistente Verhaltensweise in Fällen, wenn es um ärztliche Kunstfehler geht. Ein Gericht, das sich so verhält, kann nicht unabhängig gehandelt haben, deshalb eben Korruption. Eines Staates wie Deutschland unwürdig.

        Anderes Beispiel: In deutschen Verfahren scheint es rechtens zu sein, illegal beschaffte Informationen als Beweismittel zuzulassen (Siehe deutsche Bankkundeninformationen betreffend Schweizer Banken). So sehr ich bessere Transparenz und das Verfolgen von Steuerflüchtlingen gutheisse, so sehr muss abgelehnt werden, dass dies mit Mitteln ausserhalb der Rechtsstaatlichkeit geschieht. Da schimmert einfach eine Haltung behördlicher Willkür durch, die ich bedenklich finde.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Wir sind uns also einig, dass das Gericht Mühe hat, zu entscheiden. Meiner Meinung nach zu recht, wie oben aufgeführt. Dass dies auf Korruption zurückzuführen sein soll, ist nicht nur Spekulation, sondern einfach nur paranoid. Zum Umgang mit anderen Ländern punkto Steuerhinterziehung haben wir jetzt Deutschland, zuvor die USA erlebt. Die USA hat einfach noch etwas mehr die Muskeln spielen lassen, mit Recht hatte das aber eher wenig zu tun. Und überhaupt wird man die Rechtsstaatichkeit der USA in Europa äusserst skeptisch beurteilen. Siehe z.B Guantanamo.

      • Katharina sagt:

        Siehst Du, der Unterschied zwischen Deutschland und den USA wegen dem Steuerstreit ist der, dass die USA ihre Macht ausspielt, was völlig legitim ist, aber sie beriefen sich nie auf illegal erworbene Beweismittel. Dies ganz einfach, weil diese in einem Strafverfahren vor einem US Gericht nicht zugelassen würden. Nebenbei ist die USA zu dem Thema noch lange nicht fertig. Es ist ja geradezu eine geschichtliche Ironie, dass dann diese toxischen Konten bei der Bank Wegelin landeten. Genau am richtigen Ort und eine Hypothek, die sehr weit in die deutsch-schweizerische-amerikanische Geschichte zurückgeht. Die Schweiz ist bei dem Thema die letzte, die von Rechtsstaatlichkeit und Rechtschaffenheit reden sollte.

        Ich finde es unfair, dann jedes Mal als Argument Guantánamo zu bringen. Guantánamo ist ein Kriegsgefangenenlager. Auch das ist nach internationalem Recht legitim. Den Vorwurf, den sich die USA dazu gefallen lassen muss, ist, dass sie damit, dem IKRK den Zutritt zu den Kriegsgefangenen zu verweigern, gegen die Genfer Konvention verstossen hat.

        „Dass dies auf Korruption zurückzuführen sein soll, ist nicht nur Spekulation, sondern einfach nur paranoid. “ darauf einzugehen erübrigt sich, denn wie gesagt ist das Verhalten des Gerichts in Köln kongruent mit anderen Gerichten Deutschlands, wenn es um ärztliches Fehlverhalten geht. Mit paranoid spielst du da nur auf deine und in deiner Ecke der Welt verbreitete Ansicht an, dass Amerikaner paranoid seien. Es ist witzig, wenn dann umgekehrt wegen dem kleinen Wasserglassturm betreffend Guenther Grass in deutschen Landen von einer zionistischen Weltverschwörung und globaler Beherrschung der Medien geschwafelt wird, was nun wirklich nicht den Fakten entspricht, wenn eine führende Zeitung Deutschlands dem Herrn die mehrere Seiten lange Veröffentlichung seiner Schreibe zugesteht.

        Du umgehst noch einmal den wesentlichen Punkt: nämlich, dass der Klägerin ihr Grundrecht auf ein ordentliches Verfahren verwehrt wird. So etwas ist eminent wichtig. Aber Deine Reaktion widerspiegelt nur das seltsame Rechtsverständnis in Deiner Ecke der Welt, die dieses Recht immer wieder mit Füssen tritt. Siehe all die Diskriminierungsklagen von Frauen in arbeitsrechtlichen Fragen, die bei euch irgendwo versanden oder wo dann von konstruierten Vorwürfen geschwafelt wird, wie beim DSK oder beim Kachelmann, wenn eine Frau trotz aller Widrigkeiten sich erdreistet, darauf zu pochen, dass sie die gleichen Rechte auf ein ordentliches Verfahren hat wie ein Mann. Im Notfall wird das verfahren dermassen versaut, dass eine saubere Beweisführung nicht mehr möglich ist, siehe Kachelmann, wo die Verfahrensordnung selbst ja in der Steinzeit geblieben zu sein scheint. Siehe die inexistenten Massnahmen des Äquivalentes einer Special Victims Unit in der Preussenkolonie. Respekt? sicher nicht, sorry.

        Nebenbei: Du bist die europäische Stimme? so von wegen dem da: „Und überhaupt wird man die Rechtsstaatichkeit der USA in Europa äusserst skeptisch beurteilen“.

      • Sportpapi sagt:

        Ja natürlich, alles legitim was die USA so tut. Aber: „Siehe all die Diskriminierungsklagen von Frauen in arbeitsrechtlichen Fragen, die bei euch irgendwo versanden.“ Sicher? Und DSK/Kachelmann: Die waren verurteilt, lange bevor das Gericht überhaupt die Arbeit aufgenommen haben. Und sie sind es noch, trotz Freisprüchen (wievielter Klasse doch wieder?).

      • Widerspenstige sagt:

        Ich gehe mit Dir einig, Katharina, was Du 14.42h gesagt hast, nur mit dieser Aussage weniger: ‚ Ein solches Gericht kann nicht als unabhängig bezeichnet werden. Und jawohl, das ganze passt ganz genau in die Korruption der deutschen Gerichtsbarkeit…‘ Mir scheint eher bei dieser Vertagung auf unbestimmte Zeit der Umstand gegeben, dass sich das Gericht sehr wohl der Tragweite eines Urteils bewusst ist u deshalb verschiedenste Gutachten etc. sammelt, um möglichst kohärent urteilen zu können. Da von Korruption zu sprechen ist doch ziemlich denunzierend zum jetzigen Zeitpunkt.

        Wait and see, ok?

      • Widerspenstige sagt:

        Etwas anderes interessiert mich jetzt, wo Du es ansprichst wegen Günter Grass‘ Gedicht (btw. wo soll da ein Gedicht in Versform sein – eher ein Pamphlet denke ich mir mal): ‚…Es ist witzig, wenn dann umgekehrt wegen dem kleinen Wasserglassturm betreffend Guenther Grass in deutschen Landen von einer zionistischen Weltverschwörung und globaler Beherrschung der Medien geschwafelt wird, was nun wirklich nicht den Fakten entspricht, wenn eine führende Zeitung Deutschlands dem Herrn die mehrere Seiten lange Veröffentlichung seiner Schreibe zugesteht..‘

        Du fühlst Dich betroffen vom Inhalt?

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Die Frage zu Grass ist doch vielmehr, ob es überhaupt stimmt. Zionistische Weltverschwörung? Mein Eindruck (und der wird auch im Kommentar im heutigen Tagi vertreten) ist eher, dass viele ihm eigentlich zustimmen, und nur wenige sich etwas aufgesetzt empören. Sturm im Wasserglas ist richtig, denn vor allem interessiert es kaum jemanden, was dieser Grass schreibt (selbst seine bekannteren Werke sind zwar hoch geschätzt, aber eher selten gelesen). Also – er hat das Recht auf seine Meinung. Auch wenn ich sie nicht teile.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Kommentarfunktion im T wurde nach kurzer Zeit abgeschaltet, wahrscheinlich war es der Red. peinlich, dass so viele Briefe dem Grass zustimmten und gleich noch das Existenzrecht Israels bestritten. All die treuen Leser, welche nun die Meinung, die seit Jahren journalistisch verbreitet wird, ganz undiplomatisch wiedergaben, peinlich peinlich! Einen Unrechtsstaat wie den Iran mit Israel gleichzusetzen, ist jenseits, absolut jenseits!!

        Und der linke Antisemitismus ist um keinen Deut besser als der rechte, er ist eine Schande.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wurde der Kommentar doch noch freigeschaltet, welch ein Wunder!

      • Katharina sagt:

        „Du fühlst Dich betroffen vom Inhalt?“ – selbstverständlich. Was mich aber mehr betroffen machte ist die Art und Weise der Debatte darüber.

      • Katharina sagt:

        Grass hat – ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt – die Büchse der Pandora geöffnet, in der sich bisher mühsam der latente deutsche Antisemitismus verborgen hielt. Nun ist es wie ein Dammbruch – das Ungeheuer kriecht aus dem Dunkel und zeigt seine hässliche Fratze im hellen Licht.

      • Katharina sagt:

        Und wie nicht mehr latent dieser Antisemitismus ist, und woher meine Aussage stammt, es werde von der zionistischen Welt Verschwörung geschwafelt, stammt aus diesem Video, das mir ein bekannter zusandte:

        http://www.youtube.com/watch?v=i6tR3AnUuH8

        Es ist das ad nauseam bekannte Schema, den Juden wieder einmal zum Sündenbock zu machen. Diesmal als vermeintlicher Aggressor des dritten Weltkrieges und als der im Hintergrund die Fäden der Finanzwelt ziehende Geizkragen des ‚Weltjudentums‘. Der Autor des Videos stellt sich selber als Pazifisten dar. Er benutzt aber die genau gleiche sich windende Sprache wie Grass in seinem ‚Gedicht‘.

        Rhetorische Windigkeit, sich pazifistisch vorgebend und paternalistisch verständnisvoll den ‚Weltjuden‘ als Sündenbock stigmatisieren und dazu dann den Vorzeigejuden auch noch zu bestellen, der dann bestätigt, das Ganze sei nicht antisemitisch. – Das Muster hat sich seit den 30er Jahren nicht geändert.

        Das wirklich beängstigende dabei ist, dass hier ein Schreckgespenst aus der damaligen Zeit auf eine Situation der heutigen Zeit projiziert wird, in dem Analogien zur damaligen Zeit heraufbeschworen werden.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich möchte mich dieser Debatte so sachlich wie nur möglich nähern, sonst trieftet sie unweigerlich ab. Also was Peter von Matt dazu geäussert hat im Interview hier in meinem Link, finde ich ganz Wesentlich und darf einfach nicht aus den Augen verloren werden: ‚…Ich masse mir keinen Richterspruch an. Bis dato kann ich nur Grass’ Warnung vor dem Erstschlag als berechtigte Sorge anerkennen; das ist für mich der Kern des Gedichts…‘

        http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Es-ist-ein-Unterschied-ob-das-in-der-Schweiz-oder-in-Deutschland-gesagt-wird/story/12311058

      • Katharina sagt:

        Widerspenstige, ein langer Kommentar zum Thema wartet in der Schlaufe.

      • Katharina sagt:

        Wie wenig latent dieser Antisemitismus ist, und woher meine Aussage stammt, es werde von der zionistischen Welt Verschwörung geschwafelt, stammt aus diesem Video, das mir ein bekannter zusandte:

        http://www.youtube.com/watch?v=i6tR3AnUuH8

      • Katharina sagt:

        Es ist das bis zum Überdruss bekannte Schema, Juden wieder einmal zum Sündenbock zu machen. Diesmal als vermeintlicher Aggressor des dritten WKs und als der im Hintergrund die Fäden der Finanzwelt ziehende Geizkragen. Der Autor des Videos stellt sich selber als Pazifist dar. Er benutzt aber die genau gleiche sich windende Sprache wie Gr4ss in seinem ‚Gedicht‘.

      • Katharina sagt:

        Es ist das bis zum Überdruss bekannte Schema, J_den wieder einmal zum Sündenbock zu machen. Diesmal als vermeintlicher Aggressor des dritten WK und als der im Hintergrund die Fäden der Finanzwelt ziehende Geizkragen. Der Autor des Videos stellt sich selber als Pazifist dar. Er benutzt aber die genau gleiche sich windende Sprache wie Gr4ss in seinem ‚Gedicht‘.

      • Katharina sagt:

        Rhetorische Windigkeit, sich pazifistisch vorgebend und paternalistisch verständnisvoll den ‚Weltj_den‘ als Sündenbock stigmatisieren und dazu dann den Vorzeigej_den auch noch zu bestellen, der dann bestätigt, das Ganze sei nicht antisemitisch. – Das Muster hat sich seit den 30er Jahren nicht geändert.

      • Katharina sagt:

        Das wirklich beängstigende dabei ist, dass hier ein Schreckgespenst aus der damaligen Zeit auf eine Situation der heutigen Zeit projiziert wird, in dem Analogien zur damaligen Zeit heraufbeschworen werden. Die Analogien einerseits die gleiche Art der Rhetorik und andererseits eine ähnlich komplexe Verstrickung von Macht und Allianzen, begleitet von einer Gefahr des Zusammenbruchs des Finanz- und Wirtschaftssystem. auch damals wurde die Depression der gleichen ethnischen Gruppe angelastet wie heute.

      • Katharina sagt:

        obige Beiträge nach 10. April 2012 um 19:24 sind zerstückelt und mit transliteration der Schlüsselwörter der in der Schlaufe hängende lange Beitrag.

        _ = u.
        4 = a.

      • alien sagt:

        Katharina, Grass redet nirgends vom „Weltjudentum“ oder so. Sein „Gedicht“ (ein Text mit Zeilenabständen, und nicht einmal lang, Katharina) ist nur zum kleineren Teil wirklich gut, zum grösseren Teil falsch, ungenau und auf dem einen Auge blind. Ich stimme hier schon zu. Den Text aber zu verdammen, nur weil er übers Thema Israel nicht mit der genauen Meinung der israelischen Regierung spricht, ist fundamental dumm.

        Und Katharina: Ein bisschen Leetspeak macht Dich noch nicht zur Leet gehörig… oʎ ‚ɐuıɹɐɥʇɐʞ

      • Katharina sagt:

        Widerspenstige, schon die Vermutung dass ein nuklearer Erstschlag geplant sei, ist falsch. und an genau der Aussage hängt Grass ja den Rest seiner Schreibe auf. Auch einem Literaturprofessor ist zuzumuten, einen Faktencheck der Aussagen in jenem Text zu machen.

      • Katharina sagt:

        Alien, genau lesen: meine Aussage bezieht sich auf den Querschnitt der deutschen Debatte zu seinem Gedicht im von mir verlinkten Video.

        Mit diesem Hintergrund, der eklatanten Verbiegung von Fakten und der daraus formulierten Anklage, IL plane einen nuklearen Erstschlag, muss sich G.G eben schon gefallen lassen, er benutze die exakt gleich gezielt präparierte Rhetorik der damaligen nazis.

        Siehe dann auch die weitgehende Zustimmung zur Aussage seines Textes unter der allgemeineren deutschen Bevölkerung, die anscheinend eben die Verbiegung der Fakten nicht erkennt. Ich gehe nicht so weit zu sagen er habe das absichtlich so gemacht, um den latenten Antisemitismus zu schüren, sondern eher, dass er sich da eben versehentlich mehr geoutet hat als ihm lieb ist.

        G.G an sich und der Text ist nicht so wichtig, wichtig ist die Art und Weise der danach in Deutschland geführten Debatte, die von Geschichtsfälschungen nur so strotzt.

      • alien sagt:

        Die Idee, einen nuklearen Erstschlag zu führen, ist fundamental dumm, und Israel ist nicht fundamental dumm. Von dem her glaube ich, wie die meisten Leute, nicht daran, dass Israel dies plant. WENN Israel Nuklearwaffen besitzt, dann wohl eher für einen Zweitschlag.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du schiesst wieder einmal massiv über das Ziel hinaus. Kritik am Staat Israel muss erlaubt sein, ohne gleich als Antisemit hingestellt zu werden. Grass hat sich zudem dazu klar geäussert: http://www.youtube.com/watch?v=mlNEymo_3zs&feature=related

      • Katharina sagt:

        Nein überhaupt nicht, Sportler. Meine Analyse der Argumentationsweise von G.G und insbesondere der darauf folgenden Debatte trifft genau ins Schwarze. Denn einiges in besagter Debatte ist wortwörtlich aus ‚der Stürmer‘ übernommen. Habe ich gestern mit einer Expertin auf dem Gebiet abgecheckt.

        Du hast, was ich geschrieben habe, nicht aufmerksam durchgelesen, und sicher auch das Video nicht angeschaut.

        Womit G.G gespielt hat ist der den Europäern innewohnende Shoah Komplex, weil eben viele wissentlich indirekt daran mitwirkten, nicht nur diejenigen die jene Uniformen trugen.

        der von Dir angegeben Video ist übrigens im Querschnitt auch enthalten. Schau, wenn G.G von einem künstlichen Gebilde IL redet, ist eigentlich schon fertig. Er windet sich in dem Interview darum herum, dass er einen Schurkenstaat, der seine eigenen Verträge nicht einhält, und stattdessen bewusst mit dem Feuer spielt, indem es Katz und Maus spielt, mit einem anderen Land, das seine Verträge einhält und auf sein Selbstverteidigungsrecht besteht, vergleicht Über seine Unkenntnis der Fakten selber müssen wir nicht weiter diskutieren. Der Witz in dem Video ist ja, dass er atomare Waffen als Wahnsinn bezeichnet. es ist aber genau das, was seinem Land die Existenz in den letzten 70 Jahren garantiert hat, und dies auch für iL tut.

        Wer im Mittleren Osten zündelt bis es knallt ist sicher nicht IL. siehe Syrien als Prolog dessen, was da noch kommen könnte.

      • alien sagt:

        „Meine Analyse […] trifft genau ins Schwarze“

        Tja, Katharina, ich weiss nicht, ob man sowas in den USA sagen kann, in der Schweiz geht das nicht. Das ist Eigenlob, und das stinkt. Dieser Satz hat bei mir als Stoppzeichen gewirkt, ich habe nicht weiter gelesen.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Auf diese Links zum „Stürmer“ bin ich ja gespannt. Für mich hat Grass im Interview sehr klar und nachvollziehbar argumentiert, und weder antisemitisch (wie kommst man nur darauf?) noch gegen Israel generell, sondern sich gegen die aktuelle Regierung gewendet. Kurz: Es musste nicht gesagt werden, aber es durfte.

      • Katharina sagt:

        das ist dein Problem und betrifft mich nicht, vor allem wenn das ganze nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern sich mit anderen deckt, die davon mehr verstehen als ich.

        der G.G hat sich selber in den Fuss geschossen mit seinem Stück und die Deutschen (und teilweise die Schweizer) Medien hatten ihr Gaudi der Empörung und entblössten damit sich selber. Genauso wie diejenigen, die sein Stück dann noch stimmig fanden und ach so wahr. ja ja wir kennen jene ‚Freunde Israels‘.

      • Katharina sagt:

        das ist dein Problem und betrifft mich nicht, vor allem wenn das ganze nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern sich mit anderen deckt, die davon mehr verstehen als ich.

        der G.G hat sich selber in den Fuss geschossen mit seinem Stück und die Deutschen (und teilweise die Schweizer) Medien hatten ihr Gaudi der Empörung und entblössten damit sich selber. Genauso wie diejenigen, die sein Stück dann noch stimmig fanden und ach so wahr. ja ja wir kennen jene ‘Freunde ILs‘

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Freunde IL’s…… wer solche ‚Freunde‘ hat, braucht keine Feinde mehr.

        Tatsache ist, dass die USA die einzig verlässlichen Freunde Israels sind, das allein ist traurig genug. Bei Deutschland ist es leider so, dass es immer ganz stark auf die Regierung ankommt, bei Merkel habe ich diesbezüglich keine Bedenken. In weiten linken Kreisen ist es schon lange chic, Israel das Existenzrecht abzuerkennen, auch bei uns laufen viele ‚bewusste‘ Jugendliche mit dem Arafattuch herum, ausgerechnet, das Zeichen dieses Terroristen! Interessant, was Hillary Clinton in ihrer Biographie über ihn sagt.

  • mira sagt:

    Ich wünsche Ihnen eine gute Geburt und eine schöne erste Zeit mit dem Baby!

    Ob alles anders wird, entscheiden auch Sie. Und vielleicht merken Sie auch, dass es „anders“ sogar besser ist als vorher… 😉

  • O. sagt:

    Wie wohltuend ist doch dieser Beitrag heute an dem Tag, an dem meine Schwiegermutter für 5 Tage zu mir, schwanger im 7. Monat, zu Besuch kommt. Es wird von gut gemeinten „Tipps“ nur so hageln. Den schlimmsten Tipp überhaupt finde ich „Geniesse deine Schwangerschaft“ … aber das wäre für einen anderen Beitrag. Ihnen, Nina Merli, wünsche ich alles Gute für die Geburt, das Wochenbett und die Zeit danach. Lassen Sie sich auch dann nicht verrückt machen 😉

  • Erika B. sagt:

    Ich habe mir, als ich Mutter wurde, so eine Art Ohrpfropfen zugelegt für die vielen (unnötigen) Tipps, ich fand die Mütter grässlich, die mir mit ihren Geburts- und Muttergeschichten in den Ohren lagen. Bei mir wird alles anders sein, dachte ich, und so war es auch!
    😉
    Hauptsache, Sie freuen sich, Sie werden sehen, ein Kind zu haben ist einfach wunderbar. Geniessen Sie es, ich freue mich auf Ihre Rückkehr hier.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich schliesse mich diesen wünschen gerne an und hab wie üblich was rausgesucht zum zwischenzeitlichen abschied. das war gar nicht so einfach, wenn man keine überflüssigen ratschläge, aber ein bisschen geburt und das pralle leben drin haben wollte. dem dreiteiligen blog-titel füge ich also einen für das genre so typischen drei-strophen von der wiege bis zur bahre song an:

      youtube: cal smith – country bumpkin

      good luck, y’all.

    • Sigi sagt:

      „Ratschläge gebe ich immer weiter, es ist das Einzige,
      was man mit ihnen machen kann.“
      Oscar Wilde

  • Bionic Hobbit sagt:

    Aber das mit dem Vor-Schlafen ist Unsinn, das funktioniert nicht.

    • henner sagt:

      Danke Bionic. Das dachte ich auch. Ich kenne niemanden, der Hochschwanger ausschlafen konnte. Ich war damals einfach nur froh, dass ich bald gebären konnte. Über den Rest lege ich nun den Mantel des Schweigens. Frau Merli soll sich ja auf das nachher freuen 😉

  • Bionic Hobbit sagt:

    Also das mit dem Stillen Örtchen verstehe ich: ich bekomme dort regelmässig Besuch. Wenn ich die Tür abschliesse, gibt es von draussen Radau. Das ist aber bei weitem nicht das Schlimmste… Das mit den Kleidern: die müssen zwar nicht kochbar, aber waschbar sein. Chemisch Reinigen würde Sie in kürzester Zeit ruinieren. Also mich sehen Sie nur in Kleidern, die man waschen kann. Ist mir echt passiert, dass ich mich für ein Job Interview schick gemacht habe, und Sohnemann mir zum Abschied auf den Blazer gespuckt hat. Mit Kindern brauchen Sie dann Babysitter, wenn Sie ausgehen, das ist so.

  • Vielfachmammi sagt:

    das ist die perfekte Einstellung: Ohren zu und auf sich selber hören! Bitte auch bei diesem Motto bleiben: wenn das Baby da ist, beglücken Dich nämlich noch viel mehr Leute mit 10 Regeln Listen fürs perfekte Schlafen, die perfekte Frühförderung, das 1×1 des stressfreien Stillens u.s.w. Es geht auch ohne, nämlich einfach den gesunden Menschenverstand einsetzen! Alles Gute für den Mami-Urlaub!

  • Auguste sagt:

    hmm…, listen und bubble wrap (das verpackungsmaterial mit den luftblasen aus plastik) gehören unbedingt auf die liste der unwiderstehlichsten dinge auf diesem planeten. ansonsten habe ich es ja nicht so mit listen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Auguste:
      „ansonsten habe ich es ja nicht so mit listen.“
      also bitte nicht so auf understatementenlich…,
      immerhin gehören Ihre Listen zum leseerfreulichen hier drinnen-
      jedenfalls meistens! 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, brunhild steiner, listen scheinen einen grösseren einfluss auf uns zu haben, als man gemeinhin denkt. man hat z.b. versagt, wenn man…

        eine short-list mit mehr als 3 namen abgibt oder es nicht drauf geschafft hat
        auf der parteiliste wegpanaschiert und nicht draufkumuliert wurde
        beim audi-händler glaubte, der listenpreis sei das was man bezahlen wird
        auf der einkaufsliste einen tofu-kompromiss eingehen musste
        glaubt, coelho und bestsellerliste passen auch nur entfernt zusammen
        mit schindler’s liste nach dem aufzug sucht
        am abend eine längere „to do“ liste hat als am morgen

    • marie sagt:

      wenn ich mich bei mir im büro so umschaue, hat meine arbeitskollegin überall gelbe post-it kleber mit notizen (die ich nicht verstehe) hingepappt. sind das auch listen?

  • Sportpapi sagt:

    Ich frage mich ja, wenn zwei von drei verantwortlichen Redaktorinnen in Mutterschaftsurlaub sind, mit was und von wem denn künftig diese Seiten gefüllt werden. Gibt ja praktisch ein gutes Beispiel dafür, wie „Kleinbetriebe“ mit diesen Ausfällen klarkommen…

    • marie sagt:

      kein problem – im kreissaal gibt es heutzutage sicherlich auch schon wlan. 🙄 …wie eäre es, mindestens aus höflichkeit alles gute zu wünschen? 👿

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Gebärsaal, so heissen die Räume, in denen man in der Schweiz kreisst (was Wehen haben bedeutet), gibt es meist schon WLAN, nur nicht für die Kreissenden, die brauchen das bestimmt nicht.
        Warum man Jemanden, den man nicht kennt und an Hand seiner zugänglichen Verlautbarungen nicht zum engsten Freundeskreis zählen möchte, alles Gute wünschen sollte, bleibt mir verborgen. Diskussionen sollten themenbezogen geführt sein und die diskutierenden Personen vernachlässigen. Ausnahmen nur, wenn Person sich offensichtlich nicht als Person, sondern als Thema äussert. Das nennt man Lobbyismus.

      • alien sagt:

        „bleibt mir verborgen“. Nun, ich denke, Du bist einfach ein Soziopath. Ein kalter, kalter Buchhaltertyp (wobei die Buchhalter, die ich kenne, keine solchen sind).

      • alien sagt:

        WLAN im Gebärsaal ist heuzutage gut zum Twittern über die neuste Neuigkeit und zum Facebookveröffentlichen von blutigen Bildern.

      • Katharina sagt:

        „Warum man Jemanden, den man nicht kennt und an Hand seiner zugänglichen Verlautbarungen nicht zum engsten Freundeskreis zählen möchte, alles Gute wünschen sollte, bleibt mir verborgen. “

        ich wusste immer warum eine Stadt wie Berlin dermassen kalt und unmenschlich ist. wegen Leuten wie ihnen, ML.

    • Muttis Liebling sagt:

      Dem steht entgegen, Katharina, das schweizerische Maturanden zu ihrer Abschlussfahrt am liebsten nach Berlin wollen. Allerdings interessieren sie sich dort nicht für das Besondere, nur für das, was sie kennen, nur heftiger intoniert ist. Was denen imponiert, ist die Heftigkeit, was sie nicht kenen.An alien gerichtet, ich bin kein Buchhaltertyp, ich bin Preusse. Wir sind hart zu uns selbst und brutal gegen andere. Unsere Brutalität unterscheidet sich allerdings von der der Urner Söldner Wir sind nicht käuflich. Preussen waren nie Söldner, wir haben getötet aber nicht massakriert.

      • marie sagt:

        grüsse vom alten fritz! 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Friedrich II., Sohn des Soldatenkönigs. Sein Vater hat ihn gewungen, zuzusehen, wie sein Jungendfreund geköpft wurde. Hat die spanische Nationalhymne komponiert, Flöte gespielt und 400.00 Menschen geopfert. Hat einen aussichtslosen Krieg am Ende durch moralische Überlegenheit gewonnen. Blieb kinderlos, nicht nur wegen Phimose. Hat die Leibeigenschaft in Preussen aufgehoben, bevor die Negersklaverei in Nordamerika richtig begann. War ein kleiner hässlicher Mann, der nicht nur Voltaire angezogen und dann wieder enttäuscht hat. War kein Genie, aber ein Charakter.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        „Wir haben getötet, aber nicht massakriert“. Ist doch immer wieder gut, wenn sich direkte Zeugen melden und ihre Aussage machen, ich wusste nicht, dass ML schon so alt ist.

        Und dann gab es da noch die Mär vom anständigen und weniger anständigen Soldaten, vom ehrenhaften morden und vom unehrenhaften etc.. Die Preussen töteten auf Befehl von oben, die Söldner aus Lust am töten, oder doch nicht? Einerlei, tot ist tot…… Apropos Befehl: Auch im 2. W-Krieg wurde auf Befehl von oben getötet, sauber und ehrenhaft und sicher nicht massakriert!?! Die waren alle unschuldig, haben nur Befehle befolgt

      • Katharina sagt:

        Insbesondere hatten sie ja ‚zurückgeschossen’…..

      • alien sagt:

        Ich sehe ML, das macht Dich natürlich grad zum sympathischen Zeitgenossen.

        Hör mal, mit dem Bekenntnis, Preusse zu sein, sammelst Du hierzulande keine Blumensträusse.

  • marie sagt:

    frau m! ich wünsche ihnen „gutes gebären“ und dem kleinen werdenden leben nur das beste, viel liebe, viel leben und noch mehr freude!
    bis demnächst in diesem „theater“. 😉 …ähm, werde ihre top 10 liste wie die anderen listen mit freude erwarten.

  • xyxyxy sagt:

    schön, dass sie das alles Nonsense finden Frau M. – ist es ja auch.
    Fragt man sich nur, warum sie all die Zeitschriften und Foren überhaupt lesen, welche ihre leeren Seiten ständig mit Nonsense füllen.
    Ansonsten: alles gute für ihren Urlaub, viel Freude mit dem Kind, alles Gute etc.

  • Tomas sagt:

    Man kann es auch anders sagen: als ich zu unseren Kids nachts aufgestanden bin und dazu die nörgelnden Kommentare meiner Frau als Soundtrack hatte, sagte ich immer: das hier ist in ein Paar Jahren vorbei. Wenn du es geniesst, wird es zu einer schönen Erinnerung, wenn es dir zur Last fällt, ist es verlorene Zeit.

  • Sabrina sagt:

    Wie im Artikel beschrieben ändert es eigentlich schon mit der Hochzeit und nicht erst beim Kind, Ausnahme man heiratet erst wegen dem Kind. Ich denke shoppen kann man auch nach der Heirat, auch mit den Freundinnen ausgehen, abtanzen etc. ist doch auch noch möglich (falls Kind vorhanden, kann auch Papa mal einen Abend in der Woche auf das Kind aufpassen). Bei ONS sollte man vorher klären was ist tolerierbar und wo sind die Grenzen, damit keine Konflikte entstehen können.

  • Sunshine sagt:

    Danke für diesen Beitrag! Man könnte wirklich meinen, Kinder kriegen bedeutet das Ende der Welt… Soviel verändert sich nun auch wieder nicht. Ich gehe z.B. nach wie vor mit Freundinnen aus, shoppen, ins Theater, schön essen. Vielleicht nicht mehr so häufig und nicht mehr so spontan wie früher, aber ich gehe und ich habe Spass dabei. Und ich bin auch immer noch anständig, sprich modisch, lässig, elegant oder was auch immer gekleidet. Auf jeden Fall nicht nur funktionstauglich! Kinder haben ist nicht in erster Linie ein grosser Verzicht, sondern eine grosse Bereicherung.

    • Ylene sagt:

      Genau, geht mir absolut gleich. Kein Wunder, wollen viele Leute keine Kinder, wenn man immer diese Horrorgeschichten hört. Mein Leben ist auch nach 2 Kleinkindern nicht vorbei, ich kann noch in Ruhe ein Buch lesen, mich am Morgen zurecht machen und Zeit für meinen Mann und Freundinnen habe ich auch. Die Planung ist einfach ein bisschen schwieriger als vorher und halt weniger spontan. Wichtig ist, dass das Kind nicht zum König und Mittelpunkt der Familie wird, sondern einfach ein Familienmitglied ist. Kinder können sich sehr gut selber mal beschäftigen, man muss sie nur machen lassen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ging mir auch so. Das Leben ändert sich mit Kindern, aber die Vorlieben auch. Als ich das erste Kind bekam, kannte ich plötzlich das abendliche TV-Programm, früher guckte ich nie. Es ist eine schöne, intensive, hochemotionale Zeit mit kleinen Kindern, anstrengend und unvergesslich.

        Alles Gute Nina Merli, viel Glück wünsche ich Ihnen, viel Freude sowieso! 🙂

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