Logo

Von dir oder von mir?

Mamablog-Redaktion am Mittwoch den 11. April 2012

Ein Papablog von Raphael Diethelm.

Sein Grinsen, aber nicht seine Glatze: Bruce Willis' Töchter Rumer Glenn, Tallulah Belle und Scout LaRue begleiten ihren Vater an die Premiere von «Ocean's Twelve» 2004. (Bild: Reuters)

Sein Grinsen, aber nicht seine Glatze: Bruce Willis' Töchter Rumer Glenn, Tallulah Belle und Scout LaRue begleiten ihren Vater an die Premiere von «Ocean's Twelve» 2004. (Bild: Reuters)

«Jöh, sooo herzig, ist ihr Vater Asiate?» - «Nein, sein Vater ist Schweizer, und die Hautfarbe um die Schlitzaugen geht auf Neugeborenen-Gelbsucht zurück. Das wird sich noch ändern.» Solche oder ähnliche Gespräche durfte meine Frau nach der Geburt unseres Sohnes mehr als einmal führen. Zum Glück hat sie der zum Mädchen gemachte Junge damals nicht mitbekommen. Oder wenigstens nicht verstanden.

Er, der die Welt mit «meinen» Augen erst sehen lernte, wäre vor den Kopf gestossen worden. Den eigenen Kopf, wohlgemerkt. Denn anders als die auffällige Augenform oder die stolzen Füsse, die mir ebenfalls sehr bekannt vorkommen, kann dieser trotzige Grind nicht von mir sein. Nein, nein, nein.

Die Kopfsache betrifft eher meine Frau. Nicht bei den momentan dominierenden inneren Werten, welche die Fachliteratur als Trotzphase schönschreibt, sondern bei der Form des Schädels. Da ist der Sohnemann ganz die Mutter, beziehungsweise deren Vater. Während das strahlende Blau seiner Augen den Grossmüttern zu verdanken ist: Wir Eltern haben braune Augen – und den Witz mit dem Milchmann längst gehört.

Auch die Tochter strahlt mich, seit wir uns kennen, aus Schlitzaugen an und lebt auf grossem Fuss. Yes! Im Unterschied zum Bruder hat sie auch noch meinen Mund geerbt und ist – soweit man das nach drei Monaten erkennen kann – sowieso eher nach Papas Vorbild geraten. Yeah! (Ich weiss: Neugeborene machen von Natur aus auf Papa, damit der sie akzeptiert. Erst nach und nach wecken sie die Mama in sich ...) Wenn das so weitergeht, wird ein drittes Kind mein Klon.

Die beiden Bisherigen geben auf jeden Fall regelmässig Anlass zur Frage: Hat er/sie das von dir oder von mir? Die äusseren Werte sind zwar nicht in Stein gemeisselt, sondern auf veränderliche Babyhaut gezeichnet – und trotzdem relativ endgültig einem Elternteil zuzuordnen. Oder, siehe oben, einem anderen Ahnen.

Doch gehen Sohnemanns innere Werte wie Freundlichkeit und Musikalität auf meine Kappe? Ist die Mutter der Quell seines ausgeprägten Humors und Bewegungsdrangs? Solche Gedankengänge können dazu führen, dass man dem Partner indirekte Komplimente macht, durch das Kind statt durch die Blume: Er hat deine kreative Ader, der Glückliche. Doch hinter jeder Ecke lauert Eigenlob, dessen Gestank jeden Windelberg versetzt. Doch Vaterliebe macht angenehm blind für Narzissmus.

Schwierig wirds bei entgleisten Charakterzügen oder anderen befremdenden (Un-)Fähigkeiten, die sich das Kind scheinbar im Schlaf aneignet. Dann sind gerne die Grosseltern gefragt: War ich so klein schon so gemein? Habe ich als Baby nicht besser geschlafen? Ekelte ich mich auch vor Sand?

Aus den ehrlichen Antworten malen wir uns ein verzerrtes Bild unserer Kinder. Die guten Eigenschaften leuchten in starken Farben – auf die Gefahr hin, dass das ganze Werk samt Bilderrahmen strotzt vor knalligen Tönen. Es sind ja unsere Kinder. Und sie haben ja nur Gutes von uns. Sie sind unsere Best-ofs.

Zum Glück bleiben sie das nicht. Zum Glück wachsen sie mit und an ihrer Welt. Zum Glück «beerben» sie nicht nur die Eltern, die Familie. Nur so werden sie ein Teil der Gesellschaft, der nicht nur auf unserem Mist gewachsen ist. Und eines Tages werden sie sich fragen, wem sie was weitergeben – von offensichtlichen Schlitzaugen bis zu verborgenen Sehnsüchten.

Raphael Diethelm

Raphael Diethelm (*1978) ist seit Mai 2011 Produzent bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet. In seiner Freizeit beschäftigt er sich liebend gern mit Tochter (*2011), Sohn (*2010) und Gemahlin und ausnahmsweise mit Vererbungslehre.

« Zur Übersicht

50 Kommentare zu „Von dir oder von mir?“

  1. marie sagt:

    alles halb so wild! ich würde mir erst ernsthafte sorgen machen, wenn das neugeboren ken oder im falle eines mädchens so aussehen würde wie barbie. ansonsten dürfen sie sich die neugierde ruhig behalten. und sollte es dem pöschteler gleichen, dann sollten sie versuchen, euer sohn davon abzubringen mal die nachbarstochter zu heiraten… man weiss nie ;-)

  2. Hach, wie ich das kenne. Zu dumm, dass unser Pöstler nicht mal blond ist.

  3. Frölein Mitens sagt:

    Mein Mann und seine Schwester haben beide rote Haare, die Eltern natürlich nicht. Wenn keiner der Eltern rote Haare hat, finde ich, sieht das ziemlich adoptiert aus ;) Die Kinder kamen übrigens beide strohblond auf die Welt…

    • Bitta sagt:

      solche Gedanken kämen auch nur bei Menschen auf, die keine Ahnung von Genetik haben.

      • Frölein_Mitens sagt:

        Naja, fast richtig. Denn weder die Grosseltern noch deren Eltern noch irgendjemand in der Familie hat rote Haare.

      • alien sagt:

        Muss an der Religion der Ehepartnerin und Schwägerin liegen :-)

        Sorry, konnte nicht anders.

        Genetik ist NICHT wirklich Allgemeingut, Bitta.

      • sama sagt:

        Manche rezessiven Gene (rotes Haar ist rezessiv, muss also IMMER von beiden Eltern kommen) können über viele Generationen verborgen sein und erst wenn zwei Menschen, die beide dieselbe Anlage für genau dieselbe Variante an rotem Haar haben Kinder haben und genau die richtigen Keimzellen aufeinander treffen, können zu 25% Kinder mit rotem Haar geboren werden – in den meisten Regionen, in denen rotes Haar selten ist, taucht Rothaarigkeit deshalb in den Familien immer nur sehr selten auf, meist weiss man gar nichts davon.

    • barbara sagt:

      ob die eltern braune, blonde, schwarze oder grüne haare haben, sagt nix darüber aus, ob sie rothaarige kinder haben werden oder nicht, denn in jeder / jedem kann das “ginger gene” stecken. dafür müssen aber beide elternteile träger dieses gens sein. und auch dann gibt’s keine garantie. unser sohn hat rote haare, sommersprossen und braune augen. wir eltern haben braune haare, das ginger gene kommt von früheren generationen beiderseits, wo sich wohl ab und an auch träger gefunden haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        In unserer Familie gibt es von schwarz bis blond – alles in echt – alle Haarfarben, genauso wie alle Augenfarben, Menschen mit und ohne ‘Teint’. Als Kind wollte ich immer die schwarzen Haare meines Bruders, seinen ‘Teint’ möchte ich heute noch ;-)

  4. xyxyxy sagt:

    Ich finde diese Betrachtungsweise grundsätzlich falsch. Denn das Kind ist eine neue, eigene Persönlichkeit. Selbst die Äusserlichkeiten sind bei den meisten längst nicht so eindeutig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Es sind Facetten von beiden Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern, die sich wieder spiegeln können. Und die sich laufend verändern.

    Aber wie gesagt, diese Schubladisierung, der Papa, die Mama etc. – das ist falsch. So fangen wir an, das Kind durch einen Filter und Vorurteile zu sehen.

    • plop sagt:

      Naja xy, das ist dann halt so chli das, was man “halt einfach so macht” ohne sich den schönen Gedanken der eigenen Persönlichkeit zu machen… Ich jedenfalls bin froh, gleicht das Kind nicht eindeutig einem Elternteil. Dasselbe wie mit dem Aussehen geschieht ja dann auch mit dem Charakter, da ist es dann manchmal aber auch praktisch zu wissen, dass der Vater als Kind Jähzornig war, wieso dieser dann aber fast chli stolz darüber ist, dass das Kind das wahrscheinlich auch sein wird, ist dann aber ja auch wieder komisch, eigentlich…

      • xyxyxy sagt:

        vollkommen einverstanden plop
        wenn man im Jähzorn etc. sich an sich selbst erinnert, ist das schon ok. Das sollte einen demütig machen und helfen, die besseren Rezepte für die Erziehung zu finden.
        Dass man selbst darauf etwas stolz ist, kann ich verstehen. Wenn man mit sich selbst im Lot ist, freut es einen wenn man sein Selbst teilweise in seinem Nachwuchs weiterleben sieht.
        ABER wir müssen beständig wieder abstand nehmen und begreifen: dieses Kind ist ein neuer eigenständiger Mensch, nicht ICH, nicht der Partner – sonst sehen wir das Kind durch Filter und Vorurteile, werden ihm nicht gerech

      • plop sagt:

        Ja, es gibt zu dem Thema eigentlich eh nicht viel zu diskutieren… Es ist da chli “geng wie geng”.
        Offtopic, hab grad ein tolles Mani Matter lied wiederendeckt, hören Sie mal:
        http://www.youtube.com/watch?v=4YhG12WgMlg

  5. Stefan W. sagt:

    Ich hatte ein Déja-Vu Erlebnis, als mein Sohn mit etwa drei Jahren einen Gesichtsausdruck aufsetzte, den ich ganz typisch von meinem 10 Jahre zuvor verstorbenen Vater kannte. Es hatte fast etwas Unheimliches und ich war kurz wie vor den Kopf geschlagen. Inzwischen, er ist jetzt 12, zeigt er auch gewisse Charakterzüge meines Vaters, die weder ich noch meine Frau haben. Es ist schön, dass offensichtlich etwas von meinem Vater überlebt hat. Und die Grenzen zwischen vererbten und erworbenen Eigenschaften verschwimmen mal wieder.

  6. mira sagt:

    Ich finde es unglaublich schwierig, Babies einem Gschlecht zuzuordnen. Da mein erstes Kind eine Tochter ist, waren für mich einfach alles Babies weiblich. Jetzt haben wir einen Sohn und ich musste mich ganz schwer daran gewöhnen, nicht “sie” zu sagen. Auch bei anderen Babies habe ich da meine Schwierigkeiten. Ich verwechsle ganz oft das Geschlecht. Erstgebärende sind dann entsprechend verschnupft. Babies sind für mich irgendwie geschlechts-neutrale Wesen, man sieht ja (zum Glück) noch keine typischen Verhaltensmuster.

    • xyxyxy sagt:

      das ist doch überhaupt kein Problem – meine Buben wurden in der Babyphase oft für Mädchen gehalten, weil sie so hübsche Gesichter hatten/haben und der eine dazu noch wunderschöne Locken.
      Jetzt sieht jeder, dass das Buben sind, obwohl ihnen die Grobschlächtigkeit weiterhin verwehrt ist.

      • tommaso sagt:

        Hübsche Gesichter=Mädchen; Grobschlächtig=Jungen. Wo bleibt da die Gender-Armada, die sonst immer aufheult…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        xy, freu dich an den Jungs. Ich hatte auch solche, kleine Buben mit Engelsgesichtern und wunderschönen Haaren, der Eine weissblond, der Andere dunkel. Nun sind beide erwachsen, niemand würde mehr auf die Idee kommen, dass sie Mädchen sind ;-) aber handsome guys sind sie immer noch, ganz ausgesprochen sogar. Ich kann ja nichts dafür, aber es freut mich trotzdem ;-) Und die Ähnlichkeiten, das ist überhaupt nicht eindeutig, manchmal sehe ich einen Moment meinen Vater, dann meinen Bruder, meine Mama. Der Eine geht genau wie sein Vater. Und im Wesen, tja…….

    • Bitta sagt:

      ahm.. wie kann man beim eigenen kind das geschlecht verwechseln bzw sich daran gewöhnen müssen, er zu sagen und nicht sie? übrigens, das typische verhaltensmuster ist mehr anerzogen als genetisch bedingt. aber naja.

      • ka sagt:

        @mira: also mir gings auch so, nach 2 Mädchen musste ich mich an den Jungen erst gewöhnen, beim Windeln öffnen war ich anfags richtig überrascht, über den Anblick :)

      • alien sagt:

        Bita, Du kannst Dir das FÜR DICH nicht vorstellen, ich auch nicht, aber dass es solche Leute gibt, daran zweifle ich keine Sekunde.

      • mira sagt:

        @Bitta
        Ist diese Frage jetzt ernst gemeint? Keine Ahnung was da Gehirn-technisch abläuft. Mir fällt es einfach schwer, in einem Baby schon ein Mädchen oder ein Junge zu sehen. Es ist eben ein Baby und damit süss und knuddelig. Wegen den Verhaltensmustern gehe ich mit ihnen einig. Ausser Hello Kitty. Das ist 100%ig genetisch bedingt *lach

      • alien sagt:

        Cambridge, Massachusetts. Wissenschafter des MIT haben in Zusammenarbeit mit Experten der NASA, dem CERN, der ETH und der SVP das lang gesuchte Hello-Kitty-Gen gefunden. Es befindet sich auf dem X-Chromosom und ist nur wirksam, wenn zur gleichen Zeit auf den beiden Exemplaren davon zwei aktive Gene vorhanden sind. In einer verwandten Studie der University of New England, Armidale, Australien, und der Università degli Studi di Macerata, Marken, Italien, konnte auch das Cars-Gen endlich lokalisiert werden, und zwar auf dem Y-Chromosom.

    • Muttis Liebling sagt:

      Der Gedanke ist gut. Ich denke, dass der grössere Teil der Geschlechtsorientierung durch geschlechtsspezifische Erziehung stattfindet. Es ist nicht abwegig, geschlechtskonformes Werden durch geschlechtsunspezifische Erziehung zu unterstützen.Das Geschlechtsbewusstsein soll von selbst reifen. Ich bin mehr im Haushalt meiner Oma gross geworden, die hat mir vor dem Schulalter Lesen, Schreiben und Rechnen, aber auch Stricken und Häkeln beigebracht. Aus grauer Zellwolle habe ich mir dann Ritterrüstungen gestrickt und Schwertscheiden gehäkelt.

  7. Natty sagt:

    Bitta, ich finde Ihre Kommentare/Beiträge ziemlich überheblich.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das finde ich auch.

      • Valeria sagt:

        Bezüglich der Vererbung der roten Haare hat sie Recht. Was aber die Vererbung von Verhalten und Charakterzügen angeht, da Rätseln Forscher, Philosophen und andere Spezialisten seit Jahren –> “nature vs. nurture”, so einfach ist es eben nicht, liebe Bitta.

    • Katharina sagt:

      Was genau soll überheblich sein? dass er/sie sagt “das typische Verhaltensmuster ist mehr anerzogen als genetisch bedingt.”? – das ist gegenwärtiger Stand des Wissens.

      • Valeria sagt:

        Nun ja… Der gegenwärtige Stand des Wissens ist, dass wir es nicht wissen. Und seit es das Feld der Epigenetik gibt, ist sowieso noch alles viel unklarer… Aber falls Sie aktuelle Daten dazu haben, gerne her damit.

      • Katharina sagt:

        Valeria, nicht so ganz, siehe Queer Theory. Was natürlich unwissenschaftlich ist, ist etwas komplexes wie Charaktereigenschaften Genen zuordnen zu wollen, soweit ist Genetik wirklich noch nicht.

        aber was eigentlich ironisch am ganzen ist:

        unsere Cheffeministin findet bittas aussage “das typische Verhaltensmuster ist mehr anerzogen als genetisch bedingt” überheblich, obwohl ja gerade die feministische Theorie die immer noch weit verbreitete Art der männlichen Sozialisation kritisiert.

      • alien sagt:

        Weisst Du, Katharina, die Feministinnen haben leider keinen sehr klaren Plan. Sie sind einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.

        Das war jetzt unfair. Aber Eure Aussagen kommen halt oft weder als besonders kohärent, noch als sehr stringent, und auch nicht als konstruktiv rüber.

      • Katharina sagt:

        nein nicht unfair, sondern simple Logik. Und diejenigen, die als Neue Männer bezeichnet werden, sind lebende Beispiele für die aussage von Bitta.

      • Valeria sagt:

        @ Katharina: Nun, die geschlechtliche Identität eines Menschen ist ja nur ein Teil eines Konstruktes, welches unsere Persönlichkeit und somit auch unser Verhalten ausmacht. Es gibt Dinge, die sind fast vollständig von unserem Genmaterial vorgegebene (spez. Krankheiten), andere werden uns zu 100% von unserer Umwelt gegeben (Religion, Sprache…). Aber die allermeisten Dinge entwickeln sich in einem hochkomplexen Zusammenspiel zwischen Natur und Umwelt. Es gibt (wahrscheinlich) keine einzelnen Gene für bestimmte Charaktereigenschaften, aber viele Kombinationen, die eine Ausprägung begünstigen.

      • Valeria sagt:

        Und natürlich haben Sie vollkommen Recht, die Genetik steckt noch vollkommen in den Kinderschuhen… Wer weiss, was da in den nächsten Jahren noch so alles rauskommt.

      • Katharina sagt:

        Valeria….. mir ist die Forschung und gegenwärtiger Stand über sexuelle Identität und Orientierung schon bewusst. das ist immerhin ein zentrales Element der Persönlichkeitsentwicklung. Bei der Orientierung ist eine genetische Komponente nachgewiesen und mehrere Gene an der Ausprägung vermutet, aber noch nicht streng identifiziert. eine grosse Rolle spielt weiter die Epigenetik. Soweit ich das beurteilen kann, bringt die Epigenetik mehr Licht in den Fragenkomplex, besonders wohl betreffend Identität.
        wie auch immer, dadurch werden die Anlagen gebildet, die sich dann im Zusammenspiel mit der Umwelt weiter ausprägen.

        Viele Studien machen nicht einmal den Unterschied zwischen Identität und Orientierung, bzw. vermischen die beiden Aspekte. ein typischer methodischer Fehler ist die Suche nach einer Korrelation zwischen childhood gender typicality (CGT) und adult gender identity (AGI).
        was in der Thematik weiter eine Rolle spielt ist die Neurobiologie. mit dieser sollte es in Zukunft möglich sein, eine bessere Taxonomie, die über das Dipol männlich/weiblich hinausgeht, zu entwickeln. Das ist wichtig, um in Studien, die Verhaltensunterschiede zwischen dem aus den 5 Dimensionen oder Faktoren bestimmten Gender herauszuarbeiten, die nicht Umwelt geprägt sind. das ist zurzeit nicht möglich, da die heutige einfache männlich/weiblich Unterscheidung zu ungenau ist. Andere Verhaltensweisen, die mit dieser Methodik dann nicht genetisch/epigenetisch erklärt sind, sind dann umweltbeeinflusst.

        Das Ganze ist ein interessanter Temenkomplex der schwierig in diesem Forum erörterbar ist. dies erfahrungsgemäss wegen diverser Störfaktoren, mit denen ich wenig Lust habe, mich herumumzuschlagen.

  8. heidi reiff sagt:

    Als meine Tochter noch klein war sagten viele Bekannte zu mir, wie Sie mir äusserlich so gleiche, nix die Bohne, meine Tochter hat grüne Augen ich braune, da sind so alte Zöpfe von früher…….

  9. Stefan S. sagt:

    ‘und all die guten Eigenschaften hat es von seiner Mutter….’
    Denn ich hab meine noch ;-))

    So einfach kann Vererbungslehre sein. Johann Mendel und Co. Sorry

  10. Christoph Lieberherr sagt:

    Halten Sie sich eine unkastrierte Katze, da kann man im Zeitraffer alle diese Probleme studieren, inklusive das “rote-Haare-Rätsel”. Mit Kindern geht es einfach zu lange, und man ist zu nahe dabei.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Gerade bei Katzen ist es mit dem roten Fell anders: Die meisten roten Katzen sind Kater, nur unter ganz bestimmten Bedingungen wird, selten, eine Kätzin ein rotes Fell haben. Hingegen sind die meisten ‘vierfarbigen’ Katzen Weibchen.

  11. plop sagt:

    Mir kommt beim Bild anschauen und Bildunterschrift lesen wiedermal die Lust auf, fürs nächste Kind ein richtig exzentrischer Name auszuwählen… So umstritten solche Namen ja sind, aber “Scout LaRue”, “Tallulah Belle”, das hat Fluss und Klang…

    • alien sagt:

      Naja, Wo LaRue die Kohle verdienen wird, scheint ja prädestiniert…

      • Natty sagt:

        Hihihi! :-)

      • plop sagt:

        Das wird nun wohl niemand mehr lesen, aber: Scout LaRue – ist “auto/immo/…-scout nun neudeutsch oder richtiges Englisch? Dann würd das Mädel ja “Such die Strasse” heissen, oder so ähnlich, nach meiner freiheitlichen Übersetzung.
        Nicht schlecht, nicht schlecht…

  12. A.Tschannen sagt:

    Wir haben auch zwei Maedchen mit blauen Augen (vom Milchman…ha,ha) und haben beide braune Augen. Die Frage wem sie aehneln wird schnell alt…

  13. Stella sagt:

    Nun in meiner Familie gab es viele Rothaarige. Mein Vater kommt aus Südamerika und meine Mutter ist blond und hat blaugraue Augen. Ich bin dunkelhaarig und meine Haut ist weisser als weiss:) meine Kids haben graue, braun und einer braungrüne Augen. Ihre Haare sind hellbraun. Mein Mann war als Kind blond und grauäugig. Den Teint hat der eine den gleiche wie ich, die anderen beiden werden wenigstens ein wenig braun..Wir hätten noch 100 Kinder haben können und jjedes wäre anders geworden. Lustig ist aber auch, dass gewisse Charaktereigenschaften von Grosseltern zu Enkeln springen. Schön ist es zu sehen, was für verschiedene Persönlichkeiten draus entstehen!

  14. Erika B. sagt:

    Ich habs als Kind gehasst, mit meinen Eltern und Grosseltern verglichen zu werden. Ich bin ich!, befand ich. Mit meinen eigenen Kindern wurde ich etwas milder, weil sich doch offenbar eine gewisse Mimik oder gewisse Charaktereigenschaften übertragen haben. Schon seltsam! Als eine meiner Töchter zum zweitenmal einen Arm gebrochen hatte, sprach ich mal mit der Grossmutter, und die lachte nur: Das liegt in der Familie, sagte sie. Sie sei froh gewesen, wenn sie (mit fünf Kindern) einmal ein Jahr ohne einen Knochenbruch bei einem der Kinder überstanden habe. Tja. So ist das Leben, überraschend!

  15. Katharina sagt:

    Der letzte Abschnitt gefällt mir.

  16. Auguste sagt:

    hmm…, auch “king george” hatte sich schon mal bitter-sweet diesem thema angenommen…

    youtube: george strait – so much like my dad

  17. Sigi sagt:

    “mater semper certa est”

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 Zeichen verfügbar

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.


Blogs

Welttheater «Sitzfleisch hoch, Rindfleisch raus!»

Sweet Home 10 Wohntrends, die bleiben

Meistgelesen in der Rubrik Blogs

Vergleichsdienst

Günstiger in die Ferien!

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Werbung

Vergleich

Krankenkassen Prämien

In wenigen Sekunden Prämien berechnen und sparen.

Weiterbildung

Der richtige Flow

Man kann sich nicht konzentrieren und Lust hat man auch nicht. Was tun?

Vergleichsdienst

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.

Werbung

Die neuen digitalen Abos

Unbeschränkten Zugriff auf den Tages-Anzeiger. Jetzt testen ab CHF 1.-.

Marktplatz

Für Selbstständige und KMU

Tragen Sie Ihre Firma im neuen Marktplatz des Tages-Anzeigers ein.