Stressfaktor Frühförderung

Eine Carte Blanche von Nathalie Diserens Dubach*

DEU Familie Kinder Betreuung

Wer definiert, ob das Verhalten von Kleinkindern der Norm entspricht? – Kinder bauen einen Turm. (Keystone)

Ich versuchte meinem Sohn zuliebe ruhig zu bleiben – aber es fiel mir schwer. Mein 15-monatiger Bub sass auf dem Schragen, nur mit der Windel bekleidet und weinte jämmerlich, er merkte wahrscheinlich, dass bald etwas Schmerzvolles auf ihn zukommen würde. Ich war innerlich auf Hundertachtzig beim Anblick der riesigen Spritze für den Bluttest. Daher war ich perplex als der Kinderarzt mich aufforderte, ihm meine Hand zugeben, so fest wie möglich zuzudrücken und loszulassen, um bei mir eine allfällige Muskelkrankheit festzustellen, die sich notabene nach 38 Jahren noch nie bemerkbar gemacht hatte. Vielleicht würde ja diese vererbbare Krankheit den enormen Rückstand im geistigen und motorischen Bereich bei meinem nicht mal 2-jährigen Sohn erklären.

Mein Gefühl sagt mir, dass mein Sohn einfach ein Spätzünder ist. Einer, der sich sehr lange nur mit einem Gegenstand beschäftigen kann und dabei in seine Welt versinkt, während andere Kinder sich mehr bewegen und demnach andere Erfahrungen im Raum machen. Dass jene Kinder, die etwas schneller machen als andere, auch längerfristig die erfolgreicheren oder glücklicheren sind, bleibt noch zu beweisen. Seit ich unsere Leidensgeschichte mit der «Krankheit der Langsamkeit» verbreite, könnte ich ein Buch schreiben über die untypische Entwicklung des Menschen, denn jeder, der die Geschichte meines Sohnes hört, hat selber eine Geschichte zu diesem Thema auf Lager: «Meine Schwester lief erst mit 30 Monaten, mein Neffe redete erst mit 3, meine Kleine liess das Krabbeln aus, mein Freund sass als Baby nur rum.»

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Kinder entwickeln sich nicht gleich schnell: Ein Baby betrachtet einen Rubik-Würfel.

Für mich heisst das: Es gibt das Normale einfach nicht und das ist o. k. so. Kinder werden schon von Geburt an in Schemata gepresst und ihre Leistungen werden schon als Babys bewertet. Beim Kinderarzt kam es mir vor, als wolle er sich gegen alle Eventualitäten absichern, aus Angst, man könnte ihn beschuldigen, nicht alles untersucht zu haben. Man kann aber nicht alles untersuchen – wer will schon die Kindheit im Spital bei Untersuchungen verbringen?

Ich vermisse eine gewisse Gelassenheit bei jenen, die mit Kindern beruflich zu tun haben, Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpädagogen und Krippenpersonal. Stattdessen begegne ich nur Hilflosigkeit und Panik gegenüber Phänomenen, die nicht ins Muster passen.

Schon ein Jahr gehe ich mit unserem Sohn einmal pro Woche in die Physiotherapie und in die Frühförderung. Dort spielt unser Sohn unter professioneller Anleitung das Gleiche wie zu Hause. Ich war von Anfang an skeptisch, doch ausprobieren wollte ich es doch. Nachdem ich Zuhause schon tausende Türme gebaut hatte und es meinen Sohn «nur» Spass machte, sie zu zerstören, kam Zweifel in mir auf, ob er anfangen würde, Türme zu bauen, nur weil die Pädagogin es ihm nochmals hundert Mal zeigte.

Die grössten Fortschritte machte unser Sohn im letzten Monat, als die Therapien wegen Krankheit und Ferien ausfielen. Ein Zufall? Diesen Sommer wird man uns auf jeden Fall mit anderen Kindern draussen finden und nicht in stickigen Therapiezimmern.

nathaliediserens150x150*Die 38-jährige Ethnologin und Künstlerin Nathalie Diserens Dubach arbeitet in Zürich. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

Lesen Sie im nächsten Mamablog den Beitrag von Jeanette Kuster zum Thema «Fördern oder überfordern?». Sie besuchte die Zürcher Kita Artergut, die seit vier Jahren auf frühkindliche Förderung setzt – und ging der Frage nach, was das in der Kita-Praxis überhaupt bedeutet.

313 Kommentare zu «Stressfaktor Frühförderung»

  • Mam sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel!!! Hat mich sehr berührt, da ich die gleiche Situation habe Meine Tochter ist 15 Monate alt und kann weder laufen noch krabeln. Seit Monaten werden wir vom Neurolog über Kinderspital zur Physio geschickt. Und jetzt wird uns noch die Frühförderung aufgedrückt. Bis heute wurde nichts gefunden. Der Druck von Ärzten und Therapeuten ist enorm. Als Eltern ist man zum Teil überfordert. Wahrscheinlich ist es schon so, dass heute alles und alle in ein Schema passen muss.

  • Petter sagt:

    Sehr guter Beitrag. Meine Kindergärtnerin wollte mich anno dazumals in die Kleinklasse stecken, da ich sehr viel geschlafen habe. Meine Mutter konnte sie trotz riesigem Widerstand davon überzeugen, dass ich noch ein Jahr in den Kindergarten soll.
    14 Jahre später grüsste ich die Kindergärtnerin und sagte ihr, dass ich an der ETH wäre. Ihr Gesichtsausdruck war Gold wert!

  • ben sagt:

    äääääm sch…s auf gymi und so was….war auch nie im gymi…hab nich mal die schule abgeschlossen uuuuuuund jetz??? (hat mich im berufsleben noch nie jemand danach gefragt) mir geht es blendend..hab einen super jop verdiene genug für mein kind und frau so waht….musste früher selber zum psychologen was ich nur als störend empfunden habe…haben mich auch nicht wirklich verstanden….normen,schemas,alles bulshitt…verdammt wir sind menschen und sollten leben und nicht leben um in irgend welche normen gezwängt zu werden..unsere gesellschaft ist nur noch zum kotzen……

    • alien sagt:

      Naja, Du hast Recht, nur sieht man schon, wofür ein Schulabschluss gut sein kann, nämlich damit man die Rechtschreibung etwas im Griff hat.

      Ein Tipp aber: Benutz Firefox und installier das Rechtschreibcheckaddon, so gehen Sachen wie „jetz“, „jop“ und „bulshitt“ nicht einfach so durch… Dank diesem passieren mir auch kaum Flechtigkeitsfühler mehr.

      • Katharina sagt:

        Umgekehrt fragt sich frau schon, wozu ein ETH Abschluss gut sein soll,wenn im Endeffekt dann so was simples wie Java Script damit gebüffelt wird.

      • alien sagt:

        Naja, Büffeln ist nicht wirklich nötig, aber ich halte es schon für ganz nützlich zu wissen, dass JavaScript ein Gebastel sondergleichen ist. Dart wird es schwer haben, aber ich hoffe schon, dass man in 10 Jahren mehr von Dart als von JavaScript redet.

  • Nathalie sagt:

    Anderes Beispiel: mein Cousin hat nach ein paar Monaten festgestellt, dass sein Sohn sich motorisch nicht entwickelt. Er wurde untersucht und es wurde eine geburtsbedingte leichte Behinderung gefunden. Dank sofortiger Therapie hat er bereits nach ein paar Monaten aufgeholt und muss nun keine Langzeitbeeinträchtigungen befürchten. Manche „Korrekturen“ lassen sich ganz früh nämlich ganz einfach machen, später aber gar nicht mehr, und der Person erwachsen mitunter schwerwiegende Nachteile, die hätten vermieden werden können.

  • Nathalie sagt:

    Therapie nicht gleich Frühförderung! Und auch nicht per se überflüssig, wenn’s auch eine Grauzone geben mag. Hab bei meinem ersten Kind sehr früh (mit 2 Monaten) festgestellt, dass es ein Problem gab, und musste dazu noch nicht mal Vergleiche mit andern hinzuziehen, weil es einfach offensichtlich war. Diagnose: Schiefhals, und dank der frühen Intervention hab ich ihm Schmerzen und Folgeschäden erspart!

  • olga sagt:

    ich arbeite als Logopädin, gehöre also auch zum Kreis der Therapeuten, welche momentan gerne als die Bösen durch die Medien geschleift werden. Ich kann eigentlich nur sagen, dass jede frühzeitig erkannte „Störung“, die früh therapiert wird, den Staat billiger kommt und für das Kind möglichsts die sogenannte Chancengleichheit erhalten bleibt.

  • Beno sagt:

    Bescheidener Tipp:

    Wenn ihr mal einen Abend nicht über irgendein Genderproblem gackern, blöcken oder grunzen wollt, kauft euch simpel eine Biopizza, darauf drückt ihr 5 Knoblauchzehen aus, ein Gläschen Merlot einschenken… und fürs Gemüt eine Topfpflanze mit Lavendel auf den Tisch.
    Plötzlich werdet ihr nämlich wieder Zeit finden um miteinander zu REDEN …!

    • Beno sagt:

      Pardon …gehört natürlich bei Gackern…

      Bescheidener Tipp:

      Wenn ihr mal einen Abend nicht über irgendein Genderproblem gackern, blöcken oder grunzen wollt, kauft euch simpel eine Biopizza, darauf drückt ihr 5 Knoblauchzehen aus, ein Gläschen Merlot einschenken… und fürs Gemüt eine Topfpflanze mit Lavendel auf den Tisch.
      Plötzlich werdet ihr nämlich wieder Zeit finden um miteinander zu REDEN …!

  • Maultier sagt:

    Ich habe vor einiger Zeit eine relativ kurze Zeit in der Früherziehung gearbeitet. Das Dilemma, welches die Autorin beschreibt,
    stammt meines Erachtens davon, m.E. in der Früherziehungoft mit der „forcierten Einwilligung“ gearbeitet wurde und offenbar immer noch wird. Das finde ich nicht schön.

    Angenommen, die Eltern verzichten auf eine Frühförderung ihres Kinds. Dann müssen sie sich später eventuell den Vorwurf
    gefallen lassen, „nichts gemacht zu haben“. Auf der anderen Seite: Wenn es dem Kind Spass macht und ihm hilft, dann ist
    Frühförderung m.E. eine gute Art „Entwicklungshilfe“.

  • Ralph Sommerer sagt:

    Ist diese Pathologisierung der Kinderentwicklung nicht logisch? Wenn Kinder zur „Lifestyle-Choice“ einer konsum-orientierten Wohlstandsgeneration werden (nach Karriere, Villa, Boot, Pferd und Hund auch noch ein Kind), dann ist es doch nur konsequent, dass nach Pädagogen und Therapeuten gerufen wird, wenn das Produkt „Kind“ den Qualitäts-Normen der Eltern nicht vollkommen entspricht? Man verlangt ja auch, dass der neuste iPad tadellos funktioniert (ich habe schliesslich dafür bezahlt!), wieso dann nicht auch das Kind? Der Deal: meine Zeit gehört mir, fürs Kind gibt es ja Ritalin.

    • Marcel Z. sagt:

      Sehr gut formuliert! Da Kinder in unseren Breiten zu einem raren Gut geworden sind- und in unserer Business-Society eigentlich nur noch stören (was aber niemand zugeben will)- müssen sie natürlich entsprechend gehegt und gepflegt werden, damit sie am Schluss genauso perfekt herauskommen, wie all die Supermenschenkinder, die uns tatgtäglich aus all den unzähligen Werbespots, TV-Serien und Inseraten entgegen lächeln.

    • Pixel sagt:

      Ich finde das alles stark übertrieben und klischeebelastet. Ich kenne NIEMANDEN in meinem Umfeld, welcher aus diesem Ansatz und mit dieser Haltung Kinder hat. Im Gegenteil, die meisten haben sich das sehr wohl gut überlegt; die Konsequenzen die das Thema Kind für das Paar und die jeweilgen Einzelperson an sich mitbringt. Die Zeit und Aufmerksamkeit die man dem Kind schenken will und soll und auch die eigenen Ansprüche die man zurückstellt.
      Das wovon Sie hier sprechen betrifft eventuell (wenn überhaupt!) eine Schicht die schon eher in den Hollywood Hügeln anzutreffen ist als hier bei uns.

      • Ralph Sommerer sagt:

        Seltsam… Sie kennen wirklich keine Eltern, die ihre Kinder in Nachhilfestunden zwingen, weil sie aus eigener Kraft die Gymi-Prüfung nicht schaffen? Das ist schliesslich auch eine Art der Therapierung von Qualitäts-Mängeln.

    • max sagt:

      @Ralph Sommerer
      Nach meinem Dafürhalten ist der wichtigste Ehescheidungsgrund der, dass der Partner nicht nach Knopfdruck funktioniert und die gängigen Bedienungsanleitungen Blendwerk sind.

      Mit Kindern hingegen kann man es anders machen: Man therapiert sie, wenn sie nicht passen.

      Ist doch toll, dann muss man die Kinder nicht auch noch wegwerfen so wie den Vater/die Mutter des Goofen.

  • reiff heidi sagt:

    Wort zum Sonntag . : morgen früh um sechs, kommt die kleine Hex, morgen früh um sieben, schabt sie gelbe rüben, morgen früh um acht, wird Kaffee gemacht, morgen früh um neun, geht sie in die Scheun ab zehn Uhr weiss ich nichtmehr weiter, ich bin unterwegs, halte mittlerweilen auch nichtsmehr von Guru Bettelheim „Kinder brauchen Märchen, ein Obeguru der sich für autististe Kinder stark gemacht hat, ein Bluffer hoch 10 , ist ja alles im Wiki nachzulesen, mein Garten Eden ist im hier und jetzt. Punkt, ich mag auch Paprika-Pommes ……ist das noch erlaubt ? Vor lauter Bäume sehe ich den Wald nich

  • reiff heidi sagt:

    Ich bin nach wie vor auf der Seite der Kinder, Alice Miller hat es auf den Punkt gebracht mit ihren Aufklärungsbüchern, eine gute Aussage gibts auch aus der Philosophiecke, es ist besser ein Licht anzuzünden als im Dunkeln zu verharren, Eckehard von Braunmüll hat auch mal ein Buch geschrieben, recht aufschlussreich was das Thema Kindererziehung betrifft, Fazit, ess jetzt endlich deine ^Banane fertig und machs Muhl zue . Buh, buh, buh buh, die Kuh macht immer noch Muh, die Katze miau .Îch bin unterwegs einfach so, Ratschläge sind auch Schläge ein bisschen Binsenwahrheit, der Körper lügt nich

  • Marcel Z. sagt:

    Und also gibt es Menschen, die nicht wie gewohnt und normal heran wachsen, mitunter etwas länger haben bei der Bewältigung des Lebens und seinen zahlreichen Anfordungen- Spätzünder eben, wie die Autorin richtig sagt, ganz einfach zu begreifen. Da nützt die ganze Sozial- und Leistungsdrillindustrie nichts: Diese Menschen sind einfach langsamer, von allem Anfang an. Man kann sie in eine Ergotherapie schicken, in kleine Zimmer sperren und den Rorschachtest machen- oder tausend Multiple Choice-Fragen innert 20 Minuten beantworten lassen- sie sind und bleiben langsamer. Aber ganz sicher nicht ewig.

  • Pixel sagt:

    @muttis Liebling: ganz genau! Bin mit ihnen einig!

  • Pixel sagt:

    Oh wildkatze, jetzt fahren Sie aber wirklich Ihre Krallen aus! Das ist doch nicht ernsthaft Ihr Niveau! Oder?
    Grüßen Sie doch immerhin Wien von mir, das wäre fein.:-)

  • Pixel sagt:

    Danke@ muttis Liebling für die Erklärung der beiden Ausdrücke. Dennoch: das ist mir alles zu „hohe Materie“;) aus Fachsicht vielleicht interessant, ich selbst bin da einfacher gestrickt. Für mich sind und bleiben das Worthülsen, die nichts aussagen ausser: die Erziehung und das unbeschwerte Kindesalter komplizierter zu machen, als es sein muss, mit stark philosophischem Einschlag noch dazu.

    • Muttis Liebling sagt:

      Dann haben Sie doch alles begriffen. Man muss das nicht einmal begreifen, weil es von sich aus klar ist. Unbeeinflusste Kinder entwickeln sich aus sich heraus, nicht zu etwas hin. Nur das ‚zu etwas hin‘ ist das Problem und das muss man nicht haben.

  • reiff heidi sagt:

    Ich zappe im Internet, schätze das Wiki, bin trotzalledem froh, hab ich meinen grauen Star operieren lassen, bin ich jetzt gelassener gelassener, Eleantengedächtnis funktioniert noch relativ gut, hab eine dünne Haut, Elefanten sind keine DICKHAEUTER, LIEBGOTTSPIELER BRRRRRRRRRRRRRRRR, BIGOTTERIE IM DOPPELPAKET, diese Ladys aus Amerika interessieren mich einfach nicht mehr, Hollywood – Ballywood, nein danke, Chicky-Michy ist mittlerweilen nichtmehr mein Ding ich bleib jetzt dem Frotzeldorli treu, ein altes Basler Original, hat nichts mit Athen oder altem Rom zu tun, ich war mal eine Bücherrattt

    • Gabi sagt:

      Und der Bluemefritz ein Handelsreisender…

      • reiff heidi sagt:

        der Schacherseppli han ich au nonig in mis Gebät igschlosse und es Steialtjümpferli bin i au nit, was ich auch mache, alles verkehrt, ts ts ts ts, unverbesserlich 🙂

  • reiff heidi sagt:

    In der Primeli (gemischte Klasse) hatten wir Turnunterricht da gabs so Kletterstangen, ich hab mich stets geärgert weil ich nie hochkam an diesen Stangen, aufstellen mussten wir uns nach Grösse , ich war immer zu hinderst, war in allem eine Spätzünderin, lernte mit 30 Jahren autofahren, beim 3. Mal durchfallen war die Auflage, ein Psychotest, ich habs zum Glück beim 3. Mal geschafft . Mein erwachsener Sohn Olivier mit autistischen Zügen hatte ein Fingerspitzengefühl, der konnte jeden Knoten lösen, ich hab ihm das nie gelernt oder eingetrichtert es ist einfach spontan passiert..

    • Muttis Liebling sagt:

      Frau Reiff, damit fassen Sie aus eigener Sicht alles zusammen, was zu dem Thema wichtig ist. Die früh schönen Pflanzen, Mädchen, sind am frühesten verwelkt. Persönlichkeitsmerkmale, die wir neuzeitlich mit Diagnosen wie Autismus oder Asperger Syndrom oder Schizoidität versehen, markieren häufig in sich glückliche Menschen. Es gibt diesen an sich gesunden Reflex, alles Unverständliche auszuschliessen oder zu pathologisieren. Aber langsam sollten wir dahin kommen, weniger auf Reflexe, als auf Verstand zu hören.

  • O. S. sagt:

    Ein wirklich guter Text, Frau Diserens Dubach! Danke.
    Ich finde auch die Reaktion der meisten Leser überraschend ausgewogen, boidenständig, pragmatisch und vernünftig.
    Schweizerisch halt. Das beruhigt.

    Ich frage mich nur, ob die eher reaktionäre Stossrichtung des Textes auch das gewünschte Resultat der Red4ktion ist? Hat man möglicherweise angenommen, eine Ethnologin und Künstlerin aus der Stadt Zürich werde schon zuverlässig auf der offiziellen Linie des Hauses politisieren? Hmm, wir werden’s nie wissen.

    Ich wünsche mir jedenfalls, bald wieder etwas von Frau DD zu lesen.

    • Muttis Liebling sagt:

      boidenständig, pragmatisch und Schweizerisch halt ‚halt‘ ist nicht schweizerisch. ‚boidenständig‘ auch nicht, aber wohl mehr ein freud’scher Versprecher. So wie geschrieben gelesen macht das Wort nämlich einen ganz anderen Sinn.
      Am besten gefällt mir immer der Terminus ‚politisieren‘. Der bedeutet, einen nichtpolitischen Sachverhalt politisch zu interpretieren. Gemeint ist das sicherlich nicht.
      Die Diskrepanz zwischen Sprache und Inhalt wird langsam zum Problem.

  • 5toburn-Out sagt:

    Mancher der so genannten Spezialisten hätte am liebsten, wenn der Sprössling schon mit der fertiggestellten Dissertation aus dem Bauch hüpft. Wehe wenn ein Kind auserhalb der Norm ist, dann gibts ein riesiges Geschrei. Dabei ist meistens nicht daran am Theater dass gemacht wurde/wurde. Alles nur viel Lärm um nichts. Lasst den Kindern ihr Kindheit!!!

    • reiff heidi sagt:

      Sehe ich auch so, super Ihr Beitrag, Fakt ist, dass kein Mensch mit einem vollentwickelten Gehirn auf die Welt kommt jedes Kind hat seinen eigenen Rhytmus ganz individuell, ich vertraue meiner persönlichen Intuition. Kinder sind keine MONSTER. Kinder werden zu Monstern gemacht nach pechschwarzem Pädogigphanatismus gekoppelt mit Religion. Da gabs mal vor vielen Jahren so ein Verein für Eltern autistischer Kinder hab mich da auch eingelassen, total geschockt war ich, als ich in der Pause ein Kind sah, das seine eigene Kotze gefressen hat, im Haus Christofferus wird das noch normal gehandhabt,

  • Pascal Sutter sagt:

    Heute wird soziales Verhalten gelernt! Wir gehen auf den Sändeliplatz ohne eigene Sachen und nehmen den anderen alle Schüfeli und Kesseli weg 🙂 Dann werfen wir mit Sand und besetzen die Schaukel, hehe.
    Nein, Quatsch mit Sosse – heute lüften wir den sinnlosen Kopf mit frischer Luft und morgen schlafen wir eine Stunde weniger!

  • Pixel sagt:

    @wildkatze: genau das meinte ich in meinem vorgängigen Post mit „unkonstruktive und sinnlose Kommentare“. So wild sind sie gar nicht Wildkatze.

  • pixel sagt:

    Ich bin überzeugt, dass wir alle hier gute Eltern sind. Schwache Momente von Angst, Bedenken und Unsicherheit oder Bewesserwissertum gehören genauso dazu. Ich bin mir ausserdem sicher, dass NIEMAND von uns irgendwas für sein Kind tun oder unterlassen würde mit der Absicht, ihm zu schaden. Ausserdem, kann mir mal jemand erklären, was genau hinter den Worthülsen „Frühförderung“ und „Frühtherapie“ eigentlich steckt? Ansonsten schliess ich mich uneingeschränkt dem Sportpapi an.

    • Wildkatze sagt:

      Ist das so, pixel? Na dann, viel Spass beim Stangenklettern.

      • marcus sagt:

        hier kommt einfach erschwerend hinzu, dass schwachköpfige trolle für ihren seltsamen und saudummen geltungsdrang ideale verhältnisse antreffen. das ist bedauerlich.

      • Sportpapi sagt:

        Ist das Ihr Trauma, Wildkatze?

    • Muttis Liebling sagt:

      Hinter dem Begriff ‚Frühförderung‘ steht der Gedanke, ein Kind möglichst schnell und möglichst effektiv auf ein Ziel zu konditionieren. Manche Eltern sprechen das Ziel ‚Wettbewerbsfähigkeit‘ klar an, andere verwuseln sich in z.T. auch sinnvolle Details. Der Kritikpunkt besteht in dem ‚auf ein Ziel hin‘, wobei Eltern oder Gesellschaft dieses Ziel vorgeben. Der gegenteilige Ansatz, das Kind entwickelt sich aus sich heraus, auf Grundlage seiner natürlichen Begabungen, Interessen und Neigungen, bleibt dabei auf der Strecke. Die Blog- Autorin hat den Begriff benutzt, den aber nicht gemeint.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Gemeint hat sie so etwas wie ‚Frühtherapie‘. Auch da sollte man kritisch sein. Unzweifelhaft gibt es frühkindliche Defekte, z.B. im Stoffwechselapparat, die man nur früh bekämpfen kann. Das ist normale Medizin, in welcher vor der Therapie die fundierte Diagnose steht. Es gibt aber zunehmend Therapieangebote ohne vorherige Diagnose, wie z.B. die Osteopathie.
      Sportpapi hat mal geschrieben, er sieht in der 1.Klasse eine enorme körperliche Variabilität bei den Kindern. Um die Pubertät herum hat man das dann noch einmal. Man muss sich vergegenwärtigen, das diese wachsende Variabiltät

      • Sportpapi sagt:

        Die enrome körperliche Variabilität in der ersten Klasse hat vielleicht auch mit dem aufgeführten Grund zu tun. Viel mehr aber mit riesigen Unterschieden in den Lebensformen. Konkret: Fehlernährung und Bewegungsmangel.

      • Muttis Liebling sagt:

        Mit Fehlernährung und Bewegungsmangel kann man konstitutionelle Variabilität nicht erklären. Die Wahrscheinlichkeit, wegen eines Defektes zu sterben ist dramatisch gesunken, deshalb beobachten wir dramatisch mehr Defekte.

      • Sportpapi sagt:

        Erstklässler sind zwischen ca 15 und 55 Kilogramm schwer. Mit gings vor allem um motorische Leistungsfähigkeit. Diese variiert offenbar immer mehr (Schereneffekt). Und hat sehr wohl sehr viel mit Training und Bewegungserfahrung zu tun.

    • Muttis Liebling sagt:

      3/ die Folge der sehr guten Lebensumstände sind, in denen wir leben dürfen. Jetzige Randkinder wären früher gestorben. Wir haben 3.4 Promille Säuglingsterblichkei!. Abweichungen von der Norm ohne tieferen Grund zu pathologisieren heisst, das Resultat einer insgesamt erfreulichen Entwicklung dem Individuum als Manko auszulegen. Wenn wir uns weiter in diese Richtung entwickeln, müssen wir akzeptieren, dass die Ränder zunehmen. Das schadet überhaupt nicht, es kann nur dem Betroffenen schaden, wenn er deshalb stigmatisiert wird. Bestimmte Therapieangebote sehe ich eher als Stigmatisierung.

    • Muttis Liebling sagt:

      4/ Ich habe einmal in einem anderen Zusammenhang geschrieben, die Stärke einer Gesellschaft misst sich daran, wie es ihr gelingt, die Ränder zu integrieren. Frühförderung ist genau das Gegenteil davon. Frühförderung stärkt ein wenig die Mitte, vor allem aber die Elite, das individualistische Denken und damit die soziale Dissoziation. Insofern ist ein typisches Kind unserer Zeit. Im Radio habe ich gerade gehört, was heutzutage für die Vorbereitung einer Gymi- Aufnahmeprüfung in Zürich bezahlt wird. Da sind wir dann wieder am übel riechenden Grund im doppelten Sinne. Es geht nur um Geld.

  • pixel sagt:

    @auguste und seine Anhänger, post von 19:18. Schwach, Leute, echt schwach! Ich finde es sehr schade und fast schon kindisch, über solche herzuziehen, die hier posten und selbst keine Kids haben. So what? Ist doch wohl erlaubt, seine Meinung zu haben. Zugegeben: Manches kann man tatsächlich wenig bis gar nicht nachvollziehen, wenn man selbst nicht in der Situation steckt (also Kinder hat) und dennoch: soll posten wer will! Ausserdem mal ehrlich – es gibt so einige Eltern hier, deren unkonstruktive, unsinnige Kommentare und besonders die manchmal ganz schön derbe Wortwahl haarsträubend sind.

    • alien sagt:

      Genau pixel, diese elende Intoleranz toleriere ich einfach nicht mehr länger.

      • Gabi sagt:

        Nur ein toter Intoleranter ist ein guter Intoleranter?

        Trifft´s das dann wieder mal, Alien?

        Hätt Sie beim Investmentbankerinnen-Mordaufruf ja glatt wieder mal für ein ausgemachtes, schablonendenkverhaftetes A… loch halten können. – Aber nur fast: Denn Sie haben uns stets alle wissen lassen, dass Sie ja eigentlich kein so Schubladisierer sind…

        Sie sind wohl einfach in der falschen Zeit geboren.

        General Guisan; der hätte hier mal ordentlich aufgeräumt!

  • Frau Kunz sagt:

    Die sogenannten Entwicklungstests beim Arzt sind in der Schweiz freiwillig. Niemand muss sein Kind testen lassen. Das machen alle Eltern freiwillig. Wir haben mit unseren Kindern noch nie einen Entwicklungstest gemacht. Wir haben einen ganz normalen Hausarzt und besuchen diesen nur um zu impfen oder wenn die Kinder krank sind.

  • mark jones sagt:

    Menschen sind unterschiedlich somit sind es auch Kinder. Es spielt keine Rolle was ein Kind tut, sondern das es sich geborgen fuehlt. Kinderspezialisten spielt ein bischen mehr und vorallem lasst ein Kind seine eigene Umwelt erkunded.

  • Valeria sagt:

    Der Artikel hat meines Erachtens nicht viel mit dem Thema „Frühförderung“ zu tun, wie einige hier auch bereits geschrieben haben. Kinder entwickeln sich in den ersten zwei Lebensjahren mehr oder weniger nach einem festen inneren Zeitplan. Ein Kind beginnt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit ca. 6 Monaten zu Sitzen, mit 9-12 Monaten zu Laufen etc.. Einige tun das früher und andere später. Man soll nicht in Panik geraten, wenn ein Kind mit 7 Monaten nicht sitzt, es kann sein, dass es dann irgendwann gleich mit dem Laufen beginnt und das Sitzen auslässt.

    • Valeria sagt:

      Aber wenn ein Kind z.B. mit 7 Monaten noch nicht mal Anstalten macht, sich irgendwie bewegen zu wollen oder zu können, dann sollte man schon ein Auge drauf werfen, dass hat nichts mit Hysterie zu tun. Auch nicht mit Frühförderung. Sondern könnte ein Hinweis für eine Erkrankung sein und das sollte in jedem Fall abgeklärt werden. Auch wenn die Frau Mama es vielleicht lächerlich findet.

      • max sagt:

        @Valeria, Es hat noch aus einem anderen Grund nichts mit Frühföderung zu tun: Die Frau Dubach hat ein Nicht-Problem von einer teuer bezahlten Fachfrau nicht lösen lassen in einer Nicht-Behandlung aus dem einzigen Grund, weil sie als Mutter das einmal ausprobieren wollte. Das waren ihre Worte.

        Und ja, ich bin mit Ihnen einverstanden: Oft werden bei all dem Getue, die wirklichen Erkrankungen übersehen, nicht ernst genommen und nicht behandelt. Warum? Weil diese deformierten Therapiseure den Ernst des Lebens nicht kennen und weil sie Stümper und Blender sind.

      • Valeria sagt:

        @ max:
        Ich hoffe sehr, dass es sich um ein Nicht-Problem handelt und dass der Fachmann, in diesem Fall der Arzt, mit seinem Handeln einfach nur übervorsichtig war. Ich hoffe das wirklich.

        „Weil diese deformierten Therapiseure den Ernst des Lebens nicht kennen und weil sie Stümper und Blender sind.“

        Ich glaube, das Problem liegt an einem anderen Ort.

      • max sagt:

        @Valeria
        Was ich sagen will: Wir halten all diese vielfältigen, ständig um ihre Aufträge bemühten Therapeuten auf Trab. Sie machen sich die Mühe und kassieren ihren Lohn. Weil 90% ihrer Arbeit überflüssig ist oder sich mit gerinfügigem begnügt, sind sie am Schluss blind, taub, unfähig für die wirklich ernsten Fälle. Sie merken nicht, was wirklich los ist, haben die nötige Aufmerksamkeit nicht, um das Problem zu erkennen und es fehlt schlicht das Können, um wirklich etwas hilfreiches zu tun.

    • Valeria sagt:

      @ Frau Diserens Dubach:
      Es gibt einige Krankheiten, welche zu Muskelabbau oder Muskelschwund führen. Einige davon (beispielsweise Morbus Duchenne) werden X-chromosomal rezessiv vererbt. Das heisst, dass zwar nur männliche Personen die Krankheit voll ausbilden, weibliche die entsprechenden Anlagen aber trotzdem in sich tragen und an ihre Kinder weitergeben können. Eine Mutter kann hier ganz leichte Symptome zeigen, obwohl sie nicht krank ist. Man selber muss das nicht mal umbedingt merken.

  • aloha sagt:

    In der frühförderung, wie es die elternbildung versteht, geht es eben nicht um die angleichung aller kinder oder darum, dass alle ab 3 englisch lernen, es geht darum, die kinder und die eltern zu stärken. logisch vergleichen eltern und fachleute kinder, das muss bis zu einem gewissen grad auch sein, wie wüsste man sonst, wann ein kind laufen können muss? etwa erst mit 5? das eine sind dann therapien das andere frühförderung im gesunden rahmen und das letzte ist die überforderung des kindes . die grenzen zu ziehen liegt bei den eltern und, wenn nötig mit hilfe von fachleuten… dieser blog ist meiner ansicht nach nqalifiziert und aus persönlichem frust geschrieben – schade, das thema frühförderung wäre interessant…

  • Justanotherdad sagt:

    Ich kann die Aussage des Artikels in den Grundzügen nachvollziehen. Allerdings glaube ich nicht, dass das Problem beim Fachpersonal liegt. Nicht die Hysterie der „Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpädagogen und Krippenpersonal“ scheint mir das Problem, sondern schon viel eher die Hysterie gewisser Eltern. Als Vater eines 11monatigen Sohnes kann ich jede Sorge um eine mögliche nicht altersgemässe Entwicklung des Kindes sehr gut nachvollziehen. Ich glaube aber auch, dass es eine Tendenz gibt, bei jedem Anzeichen einer Abweichung zur „Normalität“, die Verantwortung an eine Fachperson zu delegieren

    • Widerspenstige sagt:

      Oder die Hysterie der westlichen Gesellschaft schlechthin. Was mir sauer aufstösst ist die Spezialistengläubigkeit hier und weniger der common sense. Wir haben hier einfach zuviel von Allem und zuwenig vom Essentiellen, was wirklich zählt für die Ent-wicklung eines Kindes!

      Und genau darauf läuft es doch hinaus: Delegation und Abwälzung der Eigenverantwortung an die sog. Fachpersonen. Das sind aber auch nur Menschen mit Blick auf Defizite des anvertrauten Kindes. So geschehen bei meinem Bruder und dessen einziges Kind. Viel zu früh in psychologische Hände gegeben… 🙁

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige: wenn es sich nicht grad um ein sehr offensichtliches Problem, bspw. klar definierter Infekt,
        mit von Fachperson angebotener klar definierten Lösung, handelt-
        dann ist es immer eine Gratwanderung zwischen persönlicher Einschätzung der Lage, Abwägen ob Fachpersonen eingeschaltet werden müssen/sollen/können, eigene Stellungnahme zu deren Ergebnissen und Vorschlägen, Absprache mit dem zweiten Elternteil und dann die Verantwortung für Handeln oder Nicht-handeln übernehmen,
        im Bewusstsein dass man die Entscheidung in 10 J vielleicht anders beurteilt/beurteilen muss…

      • Gabi sagt:

        Sehr wichtiger und richtiger Hinweis, Brunhild: „im Bewusstsein dass man die Entscheidung in 10 J vielleicht anders beurteilt/beurteilen muss…!“

        Im Übrigen schliesse ich mich – abgesehen von den erwähnten Fällen, wo man Fachpersonen tatsächlich zu Rate ziehen sollte – der Meinung von WS an. Wobei ich das Abwälzen der Eigenverantwortung nicht nur an Fachpersonen, sondern auch an sogenannter „Fachliteratur“ feststelle, auf den sich auch ein Teil meiner CH-Verwandtschaft gerne rausredet, wenn sie sich vor etwas anstrengenderem Erziehen drückt. Der kommt nie in den Sinn, dass in 10 Jahren…etc.

    • fufi sagt:

      Na klar!
      Wenn die Eltern meinen, die Fachleute müssten was finden, dann finden die Fachleute auch was.
      Nicht dem Kind, aber den Eltern zuliebe!

      • Wildkatze sagt:

        So sehe ich das auch, fufi.

      • max sagt:

        @fufi
        … ihrer eigenen Wichtigkeit, ihrem eigenen Einkommen zuliebe.

        Und es gibt immer noch die SP-Clientèle, die sich gesundstösst an all dem verschwendeten Geld. Und je mehr Geld sie verschwenden für unnützes, überqualifizierstes Personal, desto mehr Wähler bekommen sie aus dieser pseudo-intellektuellen, akademisierenden, normierenden Ecke von lebensfremden Besserwissern und Besserkönnern.

  • reiff heidi sagt:

    nach der Farbenlehre die Farbe des Kindes, ein Bild das meine Tochter gemalt hängt in der Stube an der Wand, die Mitte ist so gelb mit etwas orange vermischt, das Leben ist farbig und nicht schwarz/weiss, der Tod läuft mit, kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich bei meinem Ableben in einem Sarg begraben werden möchte um etwas wohlwollend den Holzwürmern etwas zu gönnen, die Sekte DIGINITAS, NEIN DANKE, Sauhäfeli – Saudeckeli, da hilft mir das sog. possitive Denken auch nichts 🙁 Halleluja brrr, die Callas ist nicht meine Lieblingssängerin, Tina Turner wurde von ihrem Vater misshandelt

  • fufi sagt:

    Wie heisst’s so unschön?

    „Früh muss sich krümmen, was ein Häkchen werden muss!“

    👿

  • reiff heidi sagt:

    Das Leben ist paradox, ich mag nach wie vor Ton und Klangwelten, ob jetzt eine Frau oder ein Mann Geige spielt ist für mich nicht relevant, eine Guitarre oder Geige funktioniert nur, wenn die Saiten gespannt sind, als Kind hatte ich eine Ukulele, mit einer Freundin in Begleitung von der Ukulele vor Weihnachten haben wir das Lied gesungen *leise rieselt der Schnee, still und starr liegt der See*, es ist alles da, die CH ist mein Heimatland, als Kinder haben wir in den Wäldern Bärlauch gesammelt, meine Lieblingsblumen waren Löwenzahnblumen, sind weder bei Migros oder Coop zu kaufen, gelb ist

  • Laura TI sagt:

    Die Frage bei all dem „Förderzirkus“ ist, was wir da eigentlich fördern. Was ist uns wichtig?
    Ich persönlich fördere lieber „Kind sein“ lassen, sich selber ernst nehmen, Menschen ernst nehmen, Vertrauen aufbauen zu sich selber und zu seiner Umwelt, aber auch spielend lernen, sich selber genügend Zeit dafür geben.
    Therapie ist da ein ganz anderes Kapitel, sind Störungen in der Entwicklung erkennbar, dann halte ich es für wichtig, dass man die ernsthaft angeht. Aber ein gelispeltes „S“ mit drei oder ein nicht so rollendes „R“ wären für mich kein Indikator für eine Therapie.

    • marie sagt:

      laura, dem kann ich mich in jedem punkt einmal mehr anschliessen und hier spricht eine geerdete mutter, die die kinder kinder sein lässt und das ist wichtiger als alles andere. und es gibt kinder sowie menschen, die sind halt ein wenig spätzünderlis… so what?

      • Sportpapi sagt:

        Schön, wenn die anderen Kinder das auch so locker sehen, und keinerlei Sprüche wegen dem Lispeln kommen… Die Frage ist immer, ab wann ist eine Störung Anlass für eine Therapie. Und eine abschliessende Beurteilung ist hier sicher nicht möglich.

      • marie sagt:

        vllt sollte man die anderen therapieren, dass die endlich lernen, dass nicht alle gleich sind und es keine massstäbe gibt. na wie wäre das?

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Kommt mir bekannt vor, aus dem Sport. Da wird nicht mehr Stange geklettert, weil nicht alle hoch kommen. Geräteturnen verdrängt, weil es für einige zu schwierig ist. Von Sporttagen gibt es keine Ranglisten mehr, weil das immer so diskriminierend ist…

      • marie sagt:

        tja, guter anfang. man kann ja dann die ranglisten wieder einführen, wenn sich die mehrheit nicht mehr über die minderheit lustig macht. offenbar braucht es drastische massnahmen…

      • Laura TI sagt:

        @Sportpapi
        ich rede ja auch von mir und meinen Kindern, die hab ich gefördert, dass sie sich selber ernst nehmen, Vertrauen in sich und ihre Umwelt haben. Denen ist es so was von egal, ob und was für Sprüche da kommen.
        Meine Tochter zum Beispiel kann heute noch kein „R“ rollen und das obwohl sie schon erwachsen ist. Sie sagt, es mache sie unverwechselbar und einzigartig.
        Meine Kinder dürfen anders sein, speziell sein und sie wissen, dass sie trotzdem oder gerade deshalb von ganzen Herzen geliebt werden auch mit Schwächen und Fehlern.

      • Sportpapi sagt:

        Tja, so gehen die Meinungen auseinander. Ausserdem braucht es nicht einmal ein lustig machen, was doch relativ selten vorkommt. Man vergisst aber dabei, dass solche Rückmeldungen, wie auch Noten, nicht nur eine Orientierungsfunktion haben, sondern auch einen starken Leistungsanreiz darstellen.

      • Sportpapi sagt:

        Das ging nicht an Sie, Laura: Sie wissen ja, man kann versuchen, mit Defiziten zu leben, oder sie zu beseitigen. Meist braucht es eine Kombination von beidem. Das eine tun, das ander nicht lassen. Mit der Liebe und Zuneigung der Eltern hat das aber (hoffentlich!) gar nichts zu tun.

      • Gabi sagt:

        @ marie:

        „vllt sollte man die anderen therapieren, dass die endlich lernen, dass nicht alle gleich sind und es keine massstäbe gibt. na wie wäre das?“

        unrealistisch, ist das.

      • Gabi sagt:

        „Da wird nicht mehr Stange geklettert, weil nicht alle hoch kommen. Geräteturnen verdrängt, weil es für einige zu schwierig ist. Von Sporttagen gibt es keine Ranglisten mehr, weil das immer so diskriminierend ist…“

        Im Ernst, Sportpapi?

        Ist das jetzt überzeichnete Zukunftseinschätzung oder ist das heute in der CH schon so?

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi. Diese Entwicklung gibt und gab es in der Schweiz. Allerdings hat auch ein Gegentrend eingesetzt.

      • Gabi sagt:

        Ungeheuer.

        Krieg das nicht in den falschen Hals, aber… Haben wir sowas nicht eben grad Deinem Berufsstand zu verdanken?

        – Sorry; aber passt einfach zu schön in die Storries, die ich von befreundeten Lehrern über den Mainstream seiner lieben Kollegen mitkriege und allem, was Menschen, die einigermassen auf meiner Welle schwingen an interna aus Lehrerzimmern auswhistlen..

      • marie sagt:

        @gabi
        …ich kann mir halt meine ironie manchmal nicht verkneifen!
        aber dieses konkurrenz- sowie kompetitive getue sowie eine genormte leistungsbezogenheit in der kindheit sollte uns zu denken geben.
        langsam bin ich mit muttis liebling einverstanden, dass die eltern möglichst jung kinder haben sollten, denn junge menschen haben noch etwas kostbares, was wir reifere nicht mehr haben. nämlich unbeschwertheit (nicht zu verwechseln mit verantwortungslosigkeit). die haben wir „ollen“ nicht mehr und dadurch erziehen wir „neurotisch“.

      • Gabi sagt:

        Zu denen ich Dich nicht rechne! – wohlverstanden.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Wenn du mit meinem Berufsstand Lehrer meinst, mag das sein. Sportlehrer eher nicht. In Deutschland wurden vor einigen Jahren die Schüler zu vielen Aspekten im Umfeld des Schulsportes gefragt (Sprint-Studie), unter anderem zur Notengebung. Viele haben sich über die „unfairen“, da willkürlichen und nicht selektiven Noten beklagt. Am meisten die „schlechten“ Sportler, die gut weggekommen sind. Sie haben gesagt, es sei nicht motivierend, für schlechte Leistungen gute Noten zu erhalten, da fühlen sie sich nicht ernst genommen…

      • Carolina sagt:

        Sportpapi, mir erscheint das, was Sie sagen, widersprüchlich. Auf der einen Seite sollte ein Lispeln – da es zu blöden Sprüchen Anlass geben könnte – therapiert werden, aber in Ihrem Fachbereich beklagen Sie, dass die Kinder nicht mehr lernen, mit den ‚facts of life‘ umgehen zu können. Also daher nochmals meine Frage: wo genau ziehen wir die Grenze zwischen dem, was therapiert werden muss (ich glaube, wir stimmen hier überein, dass wir nicht über medizinische Diagnosen sprechen) und dem, was ein Kind lernen muss auszuhalten?

      • Carolina sagt:

        Gabi, da ich Dich gerade hier antreffe, völlig off-topic: hast Du nicht neulich begrüsst, dass Gauck dt. Bundespräsident wird? Habe gerade die Antrittsrede gelesen, falls es Dich interessiert: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823277,00.html (wie immer besonders interessant/speziell: die Blog-Kommentare!).

      • Gabi sagt:

        Ja, hab ich Caro: Im Übrigen… Ja haben wir denn zusammen Schweine gehütet?*… 😉

        Von Ihnen nehm ich das Du gerne an. Ich bin also der – oups; hätt ich beinahe meinen Klarnamen hin geschrieben, hihi – Gabi. Freunde nennen mich Gabi.

        Freut mich.

        Ja. Gauck begrüsse ich schwer und verleih ihm ein paar Vaclavmässige Vorschusslorbeeren.

        – Aber wer weiss: Hab die Antrittsrede noch nicht gelesen, aber werde ich.

        *nicht gehütet. Eher im MB vor uns hergetrieben… Pffch..

        @ Sportpapi: An die Sportlehrer denke ich da am Wenisten. An die Deutschlehrer (Germanisten!) am Allermeisten.

      • Carolina sagt:

        Oops, Gabi! Sorry! Freut mich auch – sehr! Ist Dir eigentlich klar, dass zu den üblichen Identitäten, die Dir hier schon verpasst worden sind, jetzt noch eine andere kommen könnte? Du könntest jetzt, nachdem ich ihn ‚geoutet‘ habe, auch mein Mann sein, hihi! Passt ja irgendwie: Du kannst kochen, hütest das Kind, putzt mir gern nach…… Hoffe, Du bist stark genug!

      • Gabi sagt:

        Mach mir die Putze!

      • Gabi sagt:

        Sorry, der musste schnell raus.

        Der gefällt mir (hey… hab ich den Pasdaran zu verdanken). Klingt so nach exotischem Liebesspiel. In irgend einer französischen Komödie bettelt die Protagonistin irgendwas von „mach mir den Hengst!“

        🙂

        Ja. Könnt schon sein. War das nicht auch grad noch ein Vorwurf, dass Du es Dir mit einem Mann ja so gut eingerichtet hast, dass der derlei Dinge für Dich tut? … Was offenbar mindestens so mies ist, wie wenn er Dich Abend für Abend vertrimmen würde.

        – Da kenn sich einer aus.

        Hauptsache misanthrop mit der Ausrede „Frau sein!“!

        – Die Presidrede ist gut.

      • Carolina sagt:

        Chauvi-Schwein!

      • Gabi sagt:

        Das war jetzt aber nicht ganz koscher!

        😉

      • Carolina sagt:

        Gehört alles zum Spiel!
        Und übrigens: mein Mann tut das sicher nicht nur für mich, sondern für die Familie. Der Spruch ‚Frauen sind sich selbst die schlimmsten Feinde‘ stammt von ihm – er hat nämlich null Probleme damit.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Mir erscheint das nicht widersprüchlich. Ich sage ja gerade, man soll Stangenklettern etc., auch wenn das nicht alle können. Aber natürlich solange üben, bis es dann doch möglichst alle schaffen. Ich bin auch keineswegs dafür, blindwütig zu therapieren. Aber genau hinzuschauen und zu entscheiden, was wichtig ist, wie man die Zeit verbringen möchte. Irgendwann wird man auch das Kind fragen können, wie stark es Unterstützung, (Nach-) Hilfe oder gar Therapie haben möchte.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Also mich hätte das enorm frustriert, Sport gehörte immer zu meinen stärksten Fächern, wenn mir da die Bestätigung vorenthalten worden wäre, weil andere darin weniger gut waren, das hätte ich als grosse Ungerechtigkeit empfunden. Meine guten Sport- und Singnoten milderten die weniger guten in Mathe ab. Zwar nur für mich, nicht für meinen Vater, der es lieber andersrum gehabt hätte und es mir immer vorwarf, dass ich in Mathe und Handarbeiten schlecht war, es aber nicht estimierte, dass ich in den andern natruwiss. Fächern und den Sprachen gute Noten hatte.

      • Gabi sagt:

        Jetzt mal abgesehen von unseren Kleinkriegszickigkeiten, sondern ganz im Ernst:

        Ich hätte meine ungeborenen Enkel drauf verwettet, dass Sie ein ganz grosses Problem mit logischen Zusammenhängen – Mathe! – haben.

        Pardon; aber ist echt so.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schon wieder falsch, ich hab überhaupt kein Problem im logischen Denken, das wurde sauber abgeklärt. Ich liebte Mathe einfach nicht, es ödete mich an, weil Systeme mich eher langweilen, ich bin nicht gut im systematik. Dazu kam das mangelnde Selbstbewusstsein in diesem Fach, es war ein Kreis. Meine Söhne sind übrigens beide stark in Mathe, der eine hat darin sogar eine mehrfach festgestellte Hochbegabung, die sich schon früh zeigte.

      • Gabi sagt:

        Jetzt reissen Sie sich mal zusammen, Pippi!

        Ignorieren heisst ignorieren. Und nicht das Ignorieren ignorieren. Also selbst dann, wenn´s plötzlich irgendwie ans Läbige geht, weil man irgendwie offenbar noch nicht ganz drüber weg ist.

        Ignorieren heisst dennoch ignorieren.

        Ist das jetzt klar?!

        (offenbar einfach Probleme mit logischem Denken)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Muuuuuhhhh macht der Ochse

      • stimme aus dem off sagt:

        muuh… ochse… nicht mal von tieren verstehen die damen (?) was. haha, mein bauch!

      • alien sagt:

        Wenn der Ochse „stimme aus dem off“ heisst, dann schreibt er im Mamablog. Sonst macht er in der Tat Muuu.

      • max sagt:

        Vielleicht sollte man alle Basler, alle Franzosen und alle Oberaargauer in die Logpädie schicken und dann würden sie alle auf einmal das „r“ rollen und normales Deutsch reden… 😉

      • alien sagt:

        Nicht zuletzt, marie, ist lispeln in… achte Dich mal, wie die Typen im Regionalfernsehen das „sch“ aussprechen wie ein halbes „f“…

  • Franziska sagt:

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

    Der Spruch kommt mir oft in den Sinn, wenn ich von der „Kindsoptimierung“ höre. Viele Dinge kommen von alleine, beim einen früher, beim anderen später. Gravierende Schwierigkeiten bemerken die Eltern selber, da wird man etwa tun. Aber sonst?
    Die „Therapiererei“ von Kleinigkeiten gibt dem Kind doch von anfang an das Gefühl, dass es etwas mit ihm nicht so gut ist – vielleicht braucht das dann später auch eine Therapie … Es lebe der Therapiezirkus und seine Finanzierung!

    • Sportpapi sagt:

      Ein blöder Spruch wird aber auch nicht wahrer, wenn man ihn immer wieder, zu jeder passender und unpassender Gelegenheit wiederholt. Selbstverständlich kann Gras dank guter Förderung schneller wachsen. Man muss halt nicht ziehen, sondern fleissig giessen und düngen. Ausserdem sind meine Kinder keine Gräser, sondern etwas komplexer.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wir müssen vor allem unterscheiden zwischen Förderung und Therapie. Eine verpasste Therapie kann eine verpasste Lebenschance sein für ein Kind, wer will sowas verantworten? Aus dem Artikel wird nicht klar, was die Autorin genau meint.

      • marie sagt:

        „Selbstverständlich kann Gras dank guter Förderung schneller wachsen.“
        …aber kinder sind nicht gras un müssen ergo nicht schneller wachsen. sie sollen kinder sein dürfen. und beim text der autorin verspüre ich in erster line grosse unsicherheit, da sich offenbar ihr kind nicht normal entwickelt… doch hier stellt sich mir die frage: was IST normal?
        liebe autorin, lassen sie sich nicht beirren von niemandem. versuchen sie kontakt mit anderen müttern zu suchen, denen es ähnlich geht und tauschen sie sich aus. bringt mehr, als tests und therapien.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Kinder sollten aber auch nicht verkümmern (=langsamer oder gar nicht wachsen), nur weil ich ihre Entwicklung der Natur überlassen möchte (wenn es nicht regnet, muss ich giessen!). Wie können Sie so allgemein sagen, eine mütterliche Selbsthilfegruppe hilft mehr als Therapien? Wem?

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Ich gehe absolut mit ihnen einig. Ich kenne jemand, der in der Kindheit krampfhaft „gesund“ geredet wurde. Ja keine Therapie, keine Extra-Förderung. Sowas gibt es doch nur in anderen Familien… Leider ging es nicht gut aus… Vielleicht würde dieser Mensch noch leben, wenn man ihn von Anfang an so akzeptiert hätte, wie er ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        also wissen Sie, hier würde ich der Betreffenden vorallem empfehlen mehr Klartext zu reden!
        Wenn dieses Kind tatsächlich seit seinem 3.Lebensmonat in einer ärztlich verordneten Physio ist, würde mich doch interessieren aufgrund welcher Diagnose, und warum die Eltern zugestimmt haben wenn sich doch offenbar zumindest der eine Elternteil nicht wirklich sicher über die Notwendigkeit der Massnahme ist?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wer selber keine Kinder hat oder beruflich mit Kindern zu tun, kann solche Probleme einfach nicht beurteilen, sorry. Aber diese Aussagen aus dem hohlen Bauch heraus, ohne Bezug, die helfen nun wirklich niemandem. Ich sag einem Gärtner auch nicht, wie er gärtnern soll, oder einem Automech, wie er ein Auto flicken soll. Ja ja, Kinder sind kein Auto, das weiss ich, sie sind Menschen, also hochkomplexe Systeme, vom Schiff aus Ratschläge erteilen ist bloss warme Luft, oder vergeudete Buchstaben.

      • Gabi sagt:

        Ein befreundetes (naja… mittlerweile nicht mehr soo) Ehepaar hat ein Kind adoptiert. Ein Mädchen. Musste (und muss) schon von Anfang an ein eigenes Zimmer haben, weil das Kleine sich nächtens – schon alleine das eigentlich ein deutlicher Hinweis – den eignen Kopf gegen die Wand oder die Bettkopfenden knallt..
        Aber das Kind sei völlig normal.
        Davon haben wir uns – leider erst – in gemeinsamen Ferien überzeugen können. Die Kleine unfähig auch nur einmal länger als 10 Sek. auf etwas zu fokussieren. Echtes spielen mit unserem nur ein halbes Jahr älteren Kind… Nicht wirklich möglich.

      • Gabi sagt:

        Dafür Haue und die vollkomme Unfähigkeit, die Gefährlichkeit von Situationen ein zu schätzen. Entsprechend unrelaxed (verständlich, dies) die Eltern.
        Aber die Kleine sei völlig normal.
        Beim Abgeben des Ferienwohnungsschlüssels gar noch die Vermittlerin, die meiner Frau noch zu raunt, sie habe jahrelang in diesem Bereich gearbeitet: Das Kind habe ganz offensichtlich einen Schaden.
        Zu guter Letzt habe ich vom Papa sogar noch erfahren, dass sie wüssten, dass die leibliche Mama der Kleinen schwerst auf Drogen war; ein Junkie.
        Aber das Kind – das hätten auch die Ärzte aufgrund der Parmeter

      • Gabi sagt:

        zum Zeitpunkt der Adoption, also kurz nach der Geburt, gesagt – völlig normal!

        Die Eltern sind vollkommen überfordert und am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Dass Ihr Kind ganz offensichtlich NICHT normal ist, kann man Ihnen auch nicht schonendst bei bringen.

        Macht das Sinn?

        Selbstverständlich ist es gut, richtig und wichtig, wenn eine Gesellschaft auch die Schwächsten nicht fallen lässt, selbstverständlich bin ich stolz in einer Gesellschaft zu leben, die diese Kinder nicht einfach „entsorgt“ (sie auch letzter Film von R.Lissy)…

        Aber Selbstbetrug und Gesundreden hilft gar niemandem!

      • Thomas Züger sagt:

        Wer Lorber kennt weiss, dass frühkindliche Förderung negative Folgen hat. Warum? Das Gehirn des Kleinkindes ist noch sehr weich. Wird es zu sehr gefordert, bilden sich Verhärtungen, die sich insgesamt später eher negativ sind. Spielerischer Umgang ohne Stress ist besser als eine zu frühe Förderung. Ich kann das aus meinen Erfahrungen in Australien bestätigen. Die Kinder lernen das Alphabet mit 4-5 Jahren im Pre-chindy. Aber in der 6. Klasse können sie weniger als Schweizer Kinder die erst mit 7 Jahren das Alphabet lernen.

      • Wildkatze sagt:

        Was? Gabi hat ein Kind? – Da legst Di nida! Des oame Buscherl!

      • Gabi sagt:

        Also das mit dem Gras stimmt so schon nicht ganz:

        Das kann schon klappen, mit dem Ziehen!

        Mein Jüngster hat z.B. schon ganz lange Ohren wie ein Erwachsener…

        (So in dieser Art die Erwartung erfüllt, WK?! – sowieso gut, dass Sie hier auch mitmachen. Hundeerziehung ist ja im Grunde genommen dasselbe… )

        😉

      • Wildkatze sagt:

        Ach, Gabi, konnten Sie mal wieder nicht schlafen? Offensichtlich denken Sie Tag + Nacht an mich. Aber ich verrate Ihnen jetzt was:Morgen reise ich in die Schweiz.Vom 1.-4.April werde ich in Wien sein,Hotel Imperial.Für den 2.habe ich Karten für Tosca in der Staatsoper, aber am 3. wäre ich noch frei.Sie würde ich mir gerne einmal in natura ansehen.Wenn Sie sich das trauen, finden Sie mich am 3. April um 17 Uhr in der Maria Theresia-Bar des Hotels Imperial.Das kennen Sie doch,als eingefleischter Wiener,oder? Keine Angst, Sie werden mich erkennen. Sonst fragen Sie beim Portier.Stichwort Wildkatze

      • Wildkatze sagt:

        P.S.: Ziehen Sie sich was Anständiges an!

      • Carolina sagt:

        Also, das ist mal ein Wort! Diese Chuzpe ringt mir denn doch einen gewissen Respekt ab. Natürlich ist sonst niemand eingeladen, aber man könnte ja mal schauen, ob es noch billige Flüge nach Wien gibt……. Wildkatze anschauen gehen – yeah! Da bin ich doch mal gespannt – wir erwarten Bericht!

        Schönes Wochenende allerseits – geht raus, es ist zu schön, um hier abzuhängen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ein Ochse in der Maria Theresia Bar, das will ich sehen! Wildkatze, mach Fotos!

        Aber ich denke, der traut sich eh‘ nicht. Hier grosse Töne spucken aber sonst ein Komplexhaufen.

      • Gabi sagt:

        Im Gegensatz zu Ihnen ist mein Interesse, Sie kennen zu lernen = 0.

        Es widerstrebt mir geradezu.

        In echt hab ich eher Spass an interessanteren Menschen, als verbrämten Männer(also eigentlich: Menschen-)hassern.

        Sie werden sich auch ohne mich wohlfühlen, da bin ich ganz sicher (bei der Anzahl Hunde, die hier trotz „Sackerl für mein Gackerl“-Aktion, die Strassen vollmachen, muss W. geradezu vertraut wirken…. 😀 ) .

        Mit etw. Glück spricht Sie in der Fußgängerzone gar ein jüngerer Mann an: „Vier Pfoten“ wirbt dort ständig. Mit dem können Sie ja dann Ihr Weltbild so oder so vertiefen.

        😉

      • Gabi sagt:

        Übrigens paradox treffend:

        „Keine Angst, Sie werden mich erkennen.“

        – Genau das glaube ich mit Recht befürchten zu dürfen!

      • Widerspenstige sagt:

        Aber Gabilein, Sie sollten diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen. Bedenken Sie, dass NUR Sie diese Gelegenheit bekommen, exklusiv in dieser renommierten Bar von Wildkatze erwartet zu werden. Ein messerscharfes reales Rendev-vous sozusagen unter Ausschluss der Bloggemeinde – nur Sie und Wildkatze! Überlegen Sie es sich nochmals, bevor Sie hier kneiffen.

        Sie werden es bitter bis ans Ende Ihrer Tage bereuen…ohalätz! 🙄

      • Beno sagt:

        Gabi tuuuhs ! …nimm dir deinen Bondage – Werkzeugkasten mit…. 😈

      • Gabi sagt:

        Wie kommen Sie bloss darauf WS???

        Ganz abgesehen davon, dass mich WK gar nicht in Wien treffen kann, da sie doch in letzter Zeit ständig herausgefunden haben will, dass ich gar nicht hier lebe.

        Ne Gestalt, die nicht mal in einem virtuellen Raum zu dem stehen kann, was sie schreibt; der nicht mal hier auffällt, wenn man ihre eigenen Phrasen gegen sie wendet; von der ich bis jetzt tatsächlich keine andere Welterklärung für irgendwas vernommen habe, wo nicht einfach nur das Patriarchat schuld ist, die mich ganz abgesehen davon mit Pippi schon mit den wildesten Anwürfen überdeckt hat….

      • Gabi sagt:

        zitiert mich jetzt zum Rapport?

        Wie stellen Sie sich das eigentlich vor?

        Für mich hat das hier Geäusserte tatsächlich eine Bedeutung. Eine, aus der ich Rückschlüsse auf die Person ziehe. Eine WK konnte noch nicht mal zu den allerdümmsten Schnitzern (Himalaya war bloss der Anfang) stehen, gschweige denn, sich entschuldigen.

        Mich stösst sowas ab (und WK hat noch gestern geschrieben sie reagiere mit Allergiesymptomen und „Wäh“ auf „Trolls“). Menschen, welche die Welt nur auf ihre misanthropische Welterklärung hin biegen… Die grosse Verschwörung des Patriarchats.

      • Gabi sagt:

        Ich würd mich auch kaum (aber sogar noch eher – denn die hat mich bis jetzt ja noch nicht persönlich von ihrer Borniertheit zu überzeugen versucht) mit der Lehrerin treffen wollen, die in Frankreich grad dem irren Djihadisten eine Schweigeminute widmen lassen wollte.

        Die ist jetzt von der Schule suspendiert… Und findet das gewiss ungerecht: Sie hat ja nur die Wahrheit gesagt! Dass der junge Mann bloss das Bauernopfer einer grossen Verschwörung gewesen sei. Von Sarko & Co. angezettelt. Und nur weil sie das ausspricht, geht man nun so mit ihr um…

        Genau wie die Pasdaran; genau wie WK
        Wäh!

      • Beno sagt:

        ….und vielleicht nur ein bisschen würgen…auch nicht ?

      • Widerspenstige sagt:

        Es war reiner Sarkasmus in meiner Aussage, Gabi. Ich wäre sehr verwundert, wenn ausgerechnet Sie auf diese plumpe Anbiederung reingefallen wären, sorry. Ich kann es mir nicht erklären, dass eine anscheinend gebildete unabhängige Frau wie Wildkatze Ihnen überhaupt hier in aller Öffentlichkeit so einen Vorschlag macht. Ich kann es nur unter Selbstüberschätzung und falsch verstandenem Feminismus abbuchen.

        Also nehmen Sie meine Äusserung gelassen. Sie gewinnen direkt Punkte bei mir mit Ihrem Verhalten jetzt!

        So…gehe jetzt an die herrliche Frühlingssonne u ziehe Osterhasen die Ohren lang. 😀

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Himmeltraurig, dieser Frauenhass, der sich hier wieder mal zeigt: Nimm deinen Bondagewerkzeugkasten mit……. ein bisschen würgen……. lustig lustig :((((((

        die gewohnte Art, wie Männer mit unangepassten Frauen umgehen. In Luzern hat gerade wieder einer auf seine Ex geschossen, weil sie ihn verlassen hatte. Vorher hatte er sie jahrelang terrorisiert und geschlagen. Und die Frauenhäuser platzen aus allen Nähten, Frauen müssen in Pensionen untergebracht werden, weil es viel zu wenig Plätze hat.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Der ganz normale Wahnsinn des 16 jährigen Malcolm:

        http://www.spiegel.tv/filme/bbc-teens-hooked-porn/

        Frauen quälen ist normal, so werden Jungs schon früh konditioniert.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, WK aus der Steiermark?

      • E.H.Roth sagt:

        hm, mit denen zwei hat jetzt aber niemand Mitleid Pippi. Er etwa 30 J. älter. Sorry das ist vom ersten Tag an zum scheitern verurteilt gewesen. Solche Geschichten haben wir jeden Tag hier. Wir sagen selber Schuld. Sie wollte das Geld er wollte Sie. Sie wollte ihn nicht mehr aber weiterhin das Geld usw. Echt jetzt, wir können es hier nicht mehr hören.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Roth, und deshalb darf er sie töten? Sag mal????

      • Beno sagt:

        eemh…Bondage ist freiwillig Pippi …und geschieht mit gegenseitigem Interesse …(%)…Lehrmoment was ?

      • Wildkatze sagt:

        Was soll denn dieser Unsinn, Gabi? Haben Sie nichts anzuziehen? Muss ich mich jetzt wirklich darum auch noch kümmern?! – Also, schauen Sie mal beim Höllwarth an der Tegetthoffstrasse/Kärtnerstrasse (gleich bei der Oper) vorbei. Dort finden Sie was Passendes.

      • Beno sagt:

        ….man kann auch mit Einkaufsnetzchen ganz tolle shirts machen…

      • Gabi sagt:

        Hihi… .“auch noch kümmern“

        Gröhl!

        Um was haben Sie sich denn bis jetzt genau „gekümmert“? Was wird denn da wohl rein gerechnet?

        Aufzählung Ihrer Koryphäen vielleicht? Aufklärung über die sinistren Machenschaften des Patriarchats im Allgemeinen und er Schweinemänner im Speziellen?

        Sie Arme, Sie.

        Hm?

        Sie geben und geben und geben…. Und was ist der Lohn dafür?

        Wird auch noch von der ganzen Welt verlacht.

        Undank ist der Welt Lohn.

        Und zudem grad noch einmal ein weiterer Beweis: Frauenhass allenthalben.

        Wahnsinn!

        (Pippi bärenstark wie immer: Bondage = Frauenhass 😀 😀 😀 )

      • stimme aus dem off sagt:

        haha, der mamablog ist für einen wochenendwitz immer gut. oder gar zwei:

        leutnant gustl! haha, sogar die story stimmt. köstlich.

        wildkatze übertrifft sich wieder mal an dümmlichkeit und humorlosigkeit: kein kind, keine mama, nur ein bodygard, und erst noch nur geplant. aber immer öfters im mamablog, gell. dafür mit wiener schmäh: do legst di nida! gibt’s noch diese oesterreicherwitze oder haben sich die in form von wildkatze nun manifestiert? haha, mein bauch, haha!

      • stimme aus dem off sagt:

        ach, ich vergass: hat silbermond nun das buch von pippi bekommen? haha, das war der knüller! sich selber ein buch empfehlen, des is doa woahnsinn!

      • O. S. sagt:

        Tosca. Das ist doch das hysterische Weib, dass sich vom Polizeichef nicht flachlegen will, um ihren Geliebten, einen hitzköpfigen Querulanten, zu retten. Statt dessen jagt sie ihm einen Dolch in die Brust, kann den schönen Freund doch nicht retten und stürzt sich am Ende in den Tiber.

        Ahhh, auf der Opernbühne wird die Frau an sich doch einfach am schönsten aufs Kreuz gelegt. Und wunderbare Musik dazu!

        „Mai Tosca alla scena piu tragica fu!“

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eine Frau, die sich nicht missbrauchen lässt, ist ein hysterisches Weib? Und du bist ein Idiot O., noch blöder als ich dachte, da nützt auch der schöngeistige Austausch mit mila nichts. Offenbar ist nichts hängen geblieben, ein Trottel bleibt ein Trottel, oder sind das die geistigen Aussetzer, die Leute haben, wenn sie den Whiskey zu sehr lieben?

      • O. S. sagt:

        Man sieht daran sehr schön, wohin weibliche Unvernunft führt: Drei Akte, vier Leichen. Noch schöner ist es in Carmen: Da wird die Unterleibs-gesteuerte gleich auf offener Szene von dem Mann hingerichtet, den sie verschmäht hat. „Oiseau rebelle“, pah!

        Suchen sie in der Weltliteratur und sie werden sehen: Eine starke Frau muss gleichzeitig auch eine Heilige sein. Sonst klappts nicht. Sie können jetzt natürlich die griechischen Mythen, Shakespeare und was nicht alles sonst noch der Frauenfeindlichkeit zeihen. Mir egal.

        Ich kann jedenfalls nichts dafür, dass das so ist.

      • Gabi sagt:

        Schau an… War ja gleich hier oben:

        „Wäh, diese Trolle! müssen aber auch immer so nahe kommen – und dabei kriege ich doch Pickel von denen!“

        … Und diese arme, hilflose Frau, die sich also bereits über einen Blog mit derart heftigen, unkontrollierbaren, körperlichen Abwehrreaktionen herumschlagen muss, die will so einen sogar persönlich treffen!

        In einer Stadt, von welcher sie längst rausgefunden zu haben glaubt, dass der dort gar nicht lebt! … Und um die Klamotten möchte sie sich auch noch kümmern…

        Was die arme Frau wohl mit „Angeborener Masochismus der Männer“ gemeint haben mag???

      • Gabi sagt:

        „Mir bleibt auch nichts erspart!“

        (Kaiser Franz Joseph, zum Kriegsbeginn 1914)

      • Marcel Z. sagt:

        Franz Joseph war übrigens leicht senil, sagt man (man = Joseph Roth, Radetzkymarsch). Das soll, so sagt Joseph über Franz Joseph, den Niedergang der K.u.K. Monarchie erheblich beschleunigt haben. Den Heimatverlust hat Joseph Roth nie verwunden, ganz im Gegenteil, ganz im Gegenteil!

      • Gabi sagt:

        Aber Monarchist war er trotzdem, die alte Saufnase.

        Angeblich – gem. dem jüngst verstorbenen Otto – hat Kaiser Karl, der ihn im Exil traf, versucht an seine traditionalistisch-patriotische Ader zu appellieren, um ihn vom Trinken abzuhalten und hat ihm, ausdrücklich in seiner Funktion als legitimer Herrscher Österreich-Ungarns, befohlen damit aufzuhören.

        Hat aber nix gebracht.

        – na dann Prost!

      • alien sagt:

        Joseph? Bei mir liegt wieder einmal ein Philip auf dem Nachttischchen.

      • Meta sagt:

        Philip wird heute wohl eher gelesen, auch hierzulande, aber der Radetzkymarsch ist wirklich klasse. Brr. Auch wenn ich mit dem Buch Hiob oder der Legende vom heiligen Trinker nix mehr anfangen kann.

        Die Heiligen in der Weltliteratur sind Männerfantasien. Dass fast alle anderen vom Autor bestraft werden, widerspiegelt jahrhundertelang bestehende Machtverhältnisse. (Im übrigen Flaubert: Mme Bovary, c’est moi.) In halbwegs Zeitgenössischem wie Thelma & Louise wäre das nicht mehr nötig gewesen, fand ich schon als junge Frau, und war damit die einzige im Bekanntenkreis.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Die meisten frühgeförderten Kinder erreichen trotz Förderung nie ein überragendes Niveau. Aber ebenso scheint klar zu sein, dass hinter allen Kindern, die sehr früh sehr gut waren, jemand steckte, der enorm gepuscht hat. Dies sagte ein berühmter Musiker, der eine ‚Wunderkind‘ Karriere hinter sich hat. Ein anderer berühmter Musiker und Musiklehrer sagte, wenn er von ‚Wunderkindern‘ höre, stelle er sich immer die Frage, ob sie ‚überleben‘. Auch grosse Talente blieben zu oft auf der Strecke und würden unglückliche Erwachene voller Probleme. Förderung ist immer ein Balanceakt.

  • Auguste sagt:

    hmm…, für mich ist der wichtigste indikator: wie verhalten sich unsere söhne in einer gruppe gleichaltriger? solange sie sich innerhalb ihrer peer-group behaupten können, ist meistens alles im grünen bereich. einer ist berühmt für seine aufsätze, die die griechische tantenschar am sonntäglichen kaffeetisch zu tränen rühren, auch wenn ich hier und da den verdacht hege, es sei nur das tränengas rund um den athener syntagma-platz daran schuld. der andere ist extrem liberal, wenn es um die reihenfolge von buchstaben in wörtern mit mehr als deren fünf geht. welchen müsste man fördern?

    • Beno sagt:

      Der Einäugige ist König der Blinden….alles okay und im grünen Bereich ! Das Papa die Sätze verdreht und unter dem Motto „dichterisch“ bloggen irgend was faselt , hat dem extrem Liberalen wohl auch nicht sehr geholfen.
      Aber Hauptsache, Papa korrigiert die Fehler der Andern und fühlt sich im „grünen Bereich“… 😉 mazzel

    • Gabi sagt:

      Hauptsache, der Zweite kriegt nie Kinder!

      – Sonst könnte er sich eines Tages ev. im MB verirren und sich dann Zetter und Mordio von Herrn Papa anhören…. Denn er allerdings unter dessen Nick ev. nicht erkennen würde: Ödipusi für die Griechentanten in Reinkultur.

      😀
      😀
      😀
      😀
      😀
      😀
      😀

      • Auguste sagt:

        hmm…, trolle, bis jetzt habe ich von ihnen beiden noch nie auch nur das geringste detail zu ihren kindern gelesen, ausser dass gabi-troll nicht mehr wusste, ob die entbindung mehr östlich oder mehr westlich stattfand. die mehrzahl der poster hier, die kinder haben, schreiben immer mal wieder über ihren nachwuchs – themen dafür gibt es ja reichlich.

        das wirft bei mir eben immer die frage auf, was sind das für leute, die sich tag für tag kinderlos im mamablog an frauen austoben? ich nenne sie: soziopathen der übleren sorte.

      • Wildkatze sagt:

        Wahre Worte, Auguste! Danke!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auguste’s Worten gibt es nichts mehr beizufügen! High 5!

      • Sportpapi sagt:

        Was sind denn das für kinderlose Frauen, die sich hier Tag für Tag im MB an „den Männern“ austoben?

      • Gabi sagt:

        Am Schluss heisst es immer, die zänkischen Weiber; ja ja

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Muuuuhhhhhh, der treue Ochse Gabi, wie gehabt am Wiederkäuen…….. Was machen eigentlich Ochsen in einem Mamiblog, bei einem Stier könnte ich es ja noch verstehen, aber ein Ochse?

      • Auguste sagt:

        hmm…, sportpapi, die frau an die sie im besonderen denken, hat schon mehrmals deutlich gemacht, weshalb kinder für sie keine option sind. das ist zu respektieren. ferner wurde dieser blog schon immer von einer gesunden feministischen grundhaltung der gründerin geprägt.

        was man gewiss nicht im sinn hatte, war. dass der mamablog ein hort von „kaputten zleidwerchis mit kleinen pimmeln“ wird.
        diesem spuk sollte endlich mal ein ende gesetzt werden. nebenbei, ihnen traue ich bezüglich kinder auch nicht ganz über den weg – ich kann mich an absolut kein „müsterchen“ von ihnen erinnern.

      • Gabi sagt:

        Guschti! 😀
        …Ich hab Sie schon vermisst. Aber ich weiss: Schlafen ist nicht einfach, wenn man hin und wieder auf den versohlten Hintern rollt.
        Doch das Pippi noch hier ist, verwundert mich:
        „Ein erwachsener Mann,der seine Tage in einem Mamiblog verblöterlet, ist entweder krank – gut, das möchte ich hier auch nicht ausschliessen, geistig handycapiert wirkt er schon – oder arbeitslos. Aber ich weiss wohl, dass er dir gefällt Annika, alle die mir an den Karren fahren, gefallen dir. Ich nehm es dir nicht übel, ich weiss, dass du es gewohnt bist,dass ein Mann für dich in die Bresche springt“

      • Gabi sagt:

        …Oder sollte es für Frauen eine andere Erklärung geben, die sich mit der stupenden Repetition von Blödsinn Tag und Nacht im Blog rumtreiben, um die „Wahrheit“ gegen jede Vernunft hinaus posaunen zu können?!

        Wäre das denkbar?

        Für jemanden mit einer Schwäche bei logischen Zusammenhängen gewiss.

        😀

        Also: Gut Nacht Ihr zwei.

        Könnt ja ein Bisschen weiter über die ungerechte Welt klagen… Dann fällt das Nichtschlafenkönnen und seine Gründe auch gar nicht so auf.

        🙂
        🙂
        🙂

      • marcus sagt:

        auguste – wird dir das nicht langsam peinlich, den (wohl letzten) hüter dieser beiden keiferinnen zu spielen. ich habe dich wirklich intelligenter eingeschätzt. und du holst dir jedesmal eine blutige nase. einfach peino. lass es, es ist besser.

      • Wildkatze sagt:

        Wäh, diese Trolle! Sie müssen aber auch immer so nahe kommen – und dabei kriege ich doch Pickel von denen!

        Ich will einen neuen Alten.
        Mal so einen zum behalten.
        Mal so Einer, der mir steht.
        Und nicht gleich wieder aus der Form geht…

      • Beno sagt:

        @Auguste
        23. März 2012 um 19:18

        Lesen sie doch bitte noch einmal ihren eigen Text durch…und sagen sie uns, warum sie sich so in der Gegend winden mit ihrem Geplauder über „ihre“ zwei Kinder ?! …was genau bringt dies dem MB ???
        Und seien sie beruhigt…auch ich habe zwei Kinder…und bin zum Glück nicht nur „Zahlpäpel“, ..welche oft die Dinge nur vom „Hören sagen“ wissen. Hei ..High 5 , als Spässchen…

      • Sportpapi sagt:

        @Auguste. Sie müssen mir in keiner Hinsicht über den Weg trauen, macht ja gar keinen Unterschied. Wenn Sie dann wieder mal ernsthaft diskutieren wollen, melden Sie sich doch einfach.

      • Gabi sagt:

        ist halt hart, ohne rosa Tussiebrille!

        😀

        … Und weiterhin Waidmannsheil, Guschti; gäll!?

        Nicht zufällig mit Leutnant Gustl verwandt, oder?

        … Also so von der Art her, könnte man glatt meinen…

      • O. S. sagt:

        „zleidwärchis mit kleinen pimmeln“ – und als nächstes onanieren die wieder „über Frauenleichen“, August?
        Wie sie in einem anderen Bl0g geschrieben haben.

        Ihre bevorzugte Gedankenwelt lässt tief blicken und man fragt sich, welche Defizite ihr Kinderarzt damals übersehen hat. Im Interesse ihrer Kinder muss man hoffen, dass es sich ‚bloss‘ um Verletzungen während der Adoleszenz handelt, die bei ihnen die Schäden hervorrief, die sie heute plagen. Und nichts vererbbares.

  • xyxyxy sagt:

    Unser Sohn war/ist mit seiner Entwicklung auch etwas hintendrein. In den ersten 2 Jahren dachten einige sogar er hätte gewisse Anzeichen von Autismus. Ich sah das immer locker, da ich sah, dass es immer vorwärts ging, wenn auch langsam. Ich hatte aber auch nichts dagegen, wenn eine „Fachperson“ einmal die Woche kommt und mit ihm spielt (ist doch super). Heute (5) entwickelt er sich super im Chindsgi.
    Druck hatten wir nie. Mit allen Leuten konnten wir gut reden und unsere Einblicke einbringen und unsere Entscheidungen wurden stets respektiert. Absolut stressfrei.

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich hätte auch gerne, dass mal jemand kommt und mit meinen Zwillis spielt, seufz. Vielleicht sind sie ja auch etwas schief geraten? Mal testen!!

  • Andrea sagt:

    Ich empfehle die Bücher „what to expect the first year“ und „what to expect the toddler years“ von Eisenber, Murkoff und Hathaway. Was ein Kind können sollte, wird unterteilt in: Baby … should be able to, …will probably by able to, …may possibly be able to, … may even be able to. Es entspannt ungemein und vermeidet zu hohe Erwartungen an das Kind. Ich hoffe, es gibt auch eine deutsche Übersetzung.

  • reiff heidi sagt:

    Ich habe viel von meinen Perlen gelernt (Kindern gelerrnt, ab und zu hat der Compi der Rappel, der Cursor folgt nicht immer, ich mach mal Pause, Coca Cola . 🙂 als Kinder haben wir immer gesungen, eisgekühltes Coca cola und dazu ein belegtes Brot mit Schinken ein belegtes Brot mit Ei, das gibt zwei belegte Brote, eins mit Schinken und eins mit Ei…….. :-).

  • reiff heidi sagt:

    Ich habe meinen eigenen Weg gefunden, Schritt für Schritt, bin als kleines Mädchen Schritt für Schritt wie jedes Kind auf den Knien nachgekrobbelt, das hat ihr nie gepasst, intuitiv hab ich das auch gespürt. In dieser Phase konnte ich mich nicht wehren, war einfach ausgeliefert. Ich schätze nach wie vor die Bücher von A. Miller, ich hatte das Glück sog. wissende Zeugen zu haben, es waren keine Götter in weiss, jedes Kind entwickelt sich individuell, als ich mal in Grimens VS in den Ferien war, wollte ich das Matterhorn besteigen, als Kinder haben wir so Ideen, gehört einfach dazu 🙂 .

    • Gabi sagt:

      Als ich einmal krank war, da hatten alle grüne Gesichter.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, erinnere mich nicht mehr wie das war als ich noch nicht laufen konnte. Weiss auch nicht mehr ob ich mich ausgeliefert fühlte,… bemerkenswert heidi reiff an was sie sich noch erinnern mögen.

  • David Wiedemann sagt:

    Unser Sohn (9 Mt) hätte schon mehrmals in die Osteopathie (schreibe ich das überhaupt richtig???) gehen sollen – jedes Mal wegen ‚was Anderem. Liessen wir jedes Mal aus, hat alles selber überwunden. Wenn das Kind gesund ist, eine gewisse Neugier an den Tag legt, gut schläft, isst, trinkt, lacht, … ist schon viel in Ordnung – was soll das Getue?
    Also: Easy, easy, kommt schon gut! Der Mensch ist für seine Entwiklung geschaffen worden, also kann man doch grundsätzlich mal davon ausgehen, dass er die auch durchläuft – mit variabler Reihenfolge und Prioritäten der einzelnen Entwicklungsschritte.

    • Sportpapi sagt:

      Weshalb hätte er denn schon mehrfach in die Osteopathie sollen, wenn er doch kerngesund ist?

      • maia sagt:

        wahrscheinlich weil die auch noch etwas verdienen möchten …..

      • Sportpapi sagt:

        Aha. So wie es tönt, wurde er aber eher vom Kinderarzt darauf aufmerksam gemacht. und der bekommt dafür keine Provision.

      • xyxyxy sagt:

        Osteopathie – das wird gerne von der Mutterhilfe empfohlen, wenn die Damen dort, darauf abfahren. Für alles und jedes!
        Da gibt es auch Osteopathen, die machen ihren Kundinen klar, dass eigentlich JEDES Kind einen Bedarf auf Therapie hätte. Ich hatte mal mit einer Frau zu tun, die war ganz begeistert. Ihr Kind schon seit Jahren in Behandlung (angeblich wachse sein Gehirn zu langsam, sagt sie mir vor dem armen Kind). Da das Kind immer noch ein „Problemfall“ ist, fragt man sich, wem ausser dem Osteopathen die jahrelange Behandlung etwas genutzt hat.

    • maia sagt:

      @sportpappi: Woher wissen Sie das so genau mit der Provision? Ausserdem: Arzt schickt zu Osteopathie, Osteopathie schicht zum Arzt und und und. So kann ein System gut auf Laufen gehalten werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Maia. Ich habe mal in einer Arztpraxis gearbeitet. Da hat man sich eher genervt ob der Leute, die wengen Nichtigkeiten zugewiesen wurden. Die Ärzte haben ja doch auch ein gewisses Berufsethos. Und meist auch nicht zu wenig Arbeit…

      • Meta sagt:

        Sportpapi: amen. Ich wäre so froh, ich könnte mich auf die konzentrieren, die *wirklich* was haben.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn das doch dann auch noch so objektiv zu bestimmen wäre, wer denn nun krank ist.

      • Meta sagt:

        Ja, das kommt dann noch dazu 🙂 Aber es gibt schon solche, die nichts Gravierendes haben und immer wieder kommen. Und ganz eindeutig gibt es Kinder, die im wesentlichen gesund sind, mit Eltern, die unbedingt Etwas Tun wollen, egal was der Schulmediziner sagt. Vielleicht schicken die manche Ärzte gerne in die Osteopathie, weil sie den Eindruck kriegen, sie könnten ihnen nichts bieten? Was ja nicht wirklich falsch wäre. Keine Ahnung, wie andere das handhaben. Wenn meine Patienten in der Osteopathie landen, haben sie den Weg dorthin selber gefunden.

  • Mike Keller sagt:

    Ich glaube die Untersuchungen sind schon in Ordnung, aber viel wichtiger ist halt was man draus macht oder machen lässt. Mein Sohn hat nie Türme gebaut und interessiert sich auch noch heute nicht dafür. Die einzig Unglücklichen dabei sind die sog. Spezialisten. Man kann sich heute fast schon eine Diagnose aussuchen und findet dann schon etwas, was es zu korrigieren gibt. Viele verdienen damit Geld und glauben, dass man die Entwicklung verbessern oder verschnellern kann – meist ein Irrtum! Ein paar harmlose Therapien macht man mit und andere lässt man bleiben, je nach Bauchgefühl.

    • mira sagt:

      Unsere Tochter (3) hat sich auch noch nie für Türme-bauen interessiert. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es bei den Abklärungen des Kindes der Artikelschreiberin auch nicht wirklich ums Türme-bauen geht… Denn ob ein Kind Türme baut oder nicht ist ziemlich irrelevant…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Gestehe, ich versteh nicht wirklich was die Kernaussage sein soll.
    Kind ist 15Mt?
    Und soll seit 1 Jahr wöchentlich in Physio und Frühförderung gehen?
    Oder schreiben Sie aus verschiedenen Zeitperspektiven?
    Und wenn nicht, was war/ist der Grund dass dieses Kind seit 3 Monaten ausser Ferienabwesenheiten
    wöchentlich in die Physio gehen muss?

    Irgendwie hängen wir da ein bisschen in der Luft, über was genau soll nun diskutiert werden?
    Umgang mit Einschränkungen, Angst vor Abweichungen, Umgebungsdruck standhalten?

    • Carolina sagt:

      Sie haben schon Recht, Brunhild, ist unklar. Aber wir haben, in unserer üblichen Ungeduld, schon mal angefangen zu diskutieren 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        hab ich gesehen und fand ich auch von Relevanz begleitet,
        würde aber dennoch sehr gerne wissen was das mit den locker dahingeworfenen Altersangaben sein soll, mit dem Textinhalt geht das ohne HIntergrundinfo nicht auf, denn es würde die Autorin ja selber disqualifizieren wenn sie ohne äusseren Anlass einfach aus lauter Freude in die Physio rennt, aber gleichzeitig vorm Förderwahn warnt.

    • Sportpapi sagt:

      Wir haben jedenfalls in der Nachbarschaft ein Kind, heute 14 Monate alt, das seit vielen Monaten in Physiotherapie ist, um irgendwie etwas Spannung in die Muskulatur zu bringen. Da dachte man zuerst auch, es dauert halt alles etwas länger – mittlerweile sieht man das nicht mehr ganz so optimistisch.

      • xyxyxy sagt:

        ich finde den Artikel auch etwas unklar – was genau Sache ist, versteht man nicht und deshalb kann man auch nicht beurteilen ob die Massnahmen überrissen sind oder nicht.

    • Katharina sagt:

      Ich denke der Artikel ist im Sinne eines Agenda Settings zu lesen. (Siehe der Hinweis auf den nächsten Artikel).

      Ich kritisierte, dass es eine Publireportage ist. der entsprechende Teil wurde im Artikel inzwischen entfernt.

      Medizinisch muss da mehr vorliegen als der Artikel thematisch im Titel impliziert. Denn so wie es geschrieben steht, muss der Bluttest etwas mit dem Verdacht einer Krankheit zu tun haben.
      Siehe auch „um bei mir eine allfällige Muskelkrankheit festzustellen, die sich notabene nach 38 Jahren noch nie bemerkbar gemacht hatte. Vielleicht würde ja diese vererbbare Krankheit den enormen Rückstand”.
      Da geht es nicht um Frühförderung sondern um die Abklärung eines medizinischen Befundes, der gravierend sein könnte und der Text drückt ihre Angst aus.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … und ich hab mich noch gefragt auf was sich die publirepsache beziehen soll,
        aber wenn nun auch im Originalartikel munter rausgeschnitten wird, dann wirds allmächlich ätzend.
        Und wenn Agenda Setting auf der Agenda steht,
        dann doch bitte ein bisschen gekonnter und nicht so ins-Auge-springende-Ungereimtheiten mitliefern…

  • mira sagt:

    Abklären, ob eine Erbkrankheit vorliegt, wenn Symptome dieser Krankheit entdeckt werden, ist normal. Hier ist man als Eltern gefragt, ruhig Blut zu behalten. Deswegen gleich auf das System zu schimpfen bringt niemandem etwas.

    Ich empfehle auch noch folgende, wunderschöne Lektüre:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entdeckung_der_Langsamkeit

    • Erich sagt:

      Genau. Die Kleine nimmt sich wohl einfach heute schon die Auszeit, die sie später als CEO sich nehmen und teuer bezahlen würde. Eine strategisch weise Entscheidung, die auf ihr Potential hinweist… 🙂

  • Frank Baum sagt:

    Ein schwacher Beitrag. Es gäbe das Nromal nicht und die Kinder werden in ein Schema gepresst? Blödsinn! Es gibt durchaus Erfarhungswerte, wann ein Kind eine gewisse Fähigkeit entwickelt. Davon gibt es auch immer Abweichungen, aber man kann durchaus beurteilen, ob diese Abweichungen aussergewöhnlich sind oder nicht. Damit presst man niemancen in ein Schema, man macht von Erfahrungswerten gebrauch. Die Frage ist lediglich, was man tun soll, wenn ein Kind stark abweicht. Wenn es medizinische Lösungen gibt, sollte man diese dem Kind nicht vorenthalten.

    • E.H.Roth sagt:

      F.B. diese Normen der Entwicklung sind uralt also nichts neues unter Gottes Sonne. Man sollte wirklich nur etwas Unternehmen wenn grössere Abweichungen festgestellt werden was wiederum abhängig ist mit was Verglichen resp. die Messkriterien sind. Besser erst einmal selber überlegen und oft die eigene Intuition besser als von diesen sogenannten Psychologen.

      • Frank Baum sagt:

        @Roth: Natürlich soll man erst etwas unternehmen, wenn es sich um grössere Abweichungen handelt. Dabei sollte man sich aber eben nicht auf das eigene Bauchgefühl verlassen, weil einen das ganz schön schnell in die Irre führen kann. Man kennt die Spannweite der „normalen Abweichungen“ nicht so gut. Ausserdem hat man als betroffener Elternteil auch einen verzerrten Blick. Ein unbetroffener Artzt kann einem da viel besser sagen, ob es sich bei einer Situation um eine „grössere Abweichung“ handelt oder nicht.

  • frauwinter sagt:

    Endlich! Danke für diesen Artikel. Gelassen bleiben ist die Devise und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen von all den Leuten, die meinen alles besser zu wissen. Nur weil ein Kind schon mit 9 Monaten läuft, mit 2 Jahren trocken ist und sich mit 3 Jahren schon selbst das Butterbrot schmiert, wird es auch kein besserer Mensch!

    • alien sagt:

      Naja, vielleicht ist es dann einmal fixer im Leute Schmieren. Das hilft ja, je nach Gesellschaftsschicht.

  • Stefan Schmid sagt:

    Ich verstehe es nicht ganz. Einerseits plädieren sie für Gelassenheit (was ich völlig richtig finde!), andererseits gehen sie mit ihrem Sohn zur Therapie (Stressfaktor Frühförderung), bevor er jährig ist, und das, obwohl sie skeptisch sind.
    Ich finde es komisch, kann es nicht z nachvollziehen und finde es völlig irrational.

    Aber wer weiss. wenn ich mal Kinder habe, mache ich bestimmt auch Dinge, welche ich mir jetzt absolut nicht erklären kann.

    • Laura TI sagt:

      Ich finde, da kommt noch ein anderer Faktor hinzu, dem Kind wird suggeriert, dass etwas nicht gut ist. Im meinen Augen ist es aber extrem wichtig, dass ein Kind sich angenommen fühlt ohne Ängste und ohne wenn und aber, egal ob es kerngesund oder halt etwas anders ist. Genau davor scheinen die meisten hier Angst zu haben, dass das Kind „etwas anders“ ist, anstatt das als Chance zu sehen, versucht man mit aller Macht, das Kind „gleich wie die anderen“ zu machen.

      • Stefan Schmid sagt:

        Richtig. Wahrscheinlich spüren das die Kinder. Spielen in der Therapie ist halt schon anders als spielen daheim.
        Ich glaube, in der heutigen Welt wird viel zu viel gemessen/verglichen etc…
        Ich glaube, das Beste für die Kids ist einfach Zeit mit ihnen zu verbringen. Einfach Spielen, Spass haben, Lachen, ohne Druck. Spielen ist Lernen. Meist braucht es nur einen kleinen Auslöser und es klappt plötzlich.

      • alien sagt:

        Ja, das stimmt, Laura. Das Urvertrauen nimmt wohl Schaden, wenn das Verhalten des Kindes frühzeitig als abnormal abgestempelt und als krank bezeichnet wird.

    • Carolina sagt:

      Sie werden es sicher gut machen, Stefan Schmidt. Allein aus dem Grunde, weil Sie jetzt schon die Einsicht haben, dass Kinderhaben nicht nur Verstandessache ist, sondern viel mit Kontrollverlust, Emotionalität und eben Irrationalität zu tun hat. Wenn Kinder lückenlos untersucht, begutachtet und verglichen werden, ist es klar, dass Eltern, sowieso unsicher, aus Angst handeln und ganz sicher keine Gelassenheit entwickeln können. Das empfinde ich als sehr schade, man kann aber mit anderen Eltern kommunizieren, wie die Autorin das getan hat – und darauf hören!

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich sehe keinen Grund für Angst und Unsicherheit auf Elternseite. Wohl den Zusammenhang zwischen Überproblematisierung und dem Verlassen des Normalzustands der Gelassenheit. Man muss das vom Kopf auf die Füsse stellen. Wenn ich heute ein Kind bekomme, weiss ich, dass dem fast nichts passieren kann. Schon weil es 2012 in der Schweiz ist, kann ich gelassen sein. Heute und hier haben wir ein ganz Anderes: Überversorgung und Übererwartung.Da muss man Verstand und Emotio gleichschalten, nicht gegeneinander ausspielen. Das erste nach aussen, das andere nach innen.

  • Bionic Hobbit sagt:

    Die Autorin sagt uns ja eigentlich überhaupt nicht, was mit ihrem Sohn nicht stimmt! Wie soll man da diskutieren? Wenn der Arzt nach einer Muskelkrankheit fragt, scheint das doch ein bisschen ernsthaft zu sein? Die Mutter, die sich WENIGER Sorgen um ihr Kind macht als ihr Arzt ist eher SELTEN. Die Dame hat das Recht, nicht zum Arzt zu gehen und ihr Kind von jeglicher Therapie fernzuhalten, wenn sie das möchte, anstatt hier darüber zu klagen. Das, was sie beschreibt, ist nicht Frühförderung, sondern FrühTHERAPIE, und die verschreibt kein Arzt aus Spass.

    • Bionic Hobbit sagt:

      Übrigens darf jede Mutter beim Kinderarzt ihr Kind auf dem Schoss halten, damit es nicht weint! Wer lässt es schon auf dem Schragen alleine heulen???

    • Sportpapi sagt:

      Eben. Frühzeitige Therapie und Frühförderung sollte doch unterschieden werden. Und für eine Therapie wiederum braucht es doch etwas mehr als eine leichte Abweichung von der Norm. Hoffentlich.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      So hab ich das auch empfunden, es geht um eine Therapie, weil offenbar ein ernsthaftes Problem besteht. Was daran nicht gut sein soll, dem Kind zu helfen, habe ich nicht verstanden. Dass es trotzdem Entwicklungsschübe gibt, ist auch normal und dass ein solcher Schub in einer Therapiepause erfolgen kann ebenfalls.

      Ich habe das Gefühl, dass es eher der Schmerz der Mutter ist, sie es als persönliche Zurückweisung empfindet, dass ihr Kind Therapie braucht. Das verstehe ich, das geht wohl allen Eltern so, die in dieser Situation sind. Sie sollte sich mit diesen Gefühlen auseinander setzen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und sie darf auch davon ausgehen, dass gerade dank einer frühzeitigen Therapie gewisse Defizite aufgeholt werden können und später keine Rolle mehr spielen. Heute haben wir Möglichkeiten, von denen früher nur geträumt werden konnte.

        Dass bei alledem eine gewisse Gelassenheit sehr förderlich ist, versteht sich von selbst, weil so oder so jedes Kind seinen eigenen Rhythmus hat, wie hier schon oft angemerkt wurde.

      • Bionic Hobbit sagt:

        Manchmal braucht es vielleicht auch ein paar Wochen/Monate Beobachtungs-„therapie“, um überhaupt einschätzen zu können, ob was falsch/verzögert/abnormal ist oder nicht.

      • Wildkatze sagt:

        Ich finde es durchaus legitim, wenn eine Mutter sich erstmal Gedanken macht, bevor sie irgendeiner Therapie zustimmt. Ist Ritalin auch Therapie?
        Zudem wissen wir,dass Medizin/Therapien nicht nur immer zugunsten der Menschen eingesetzt wird.Vor allem ist Medizin big business! Und, was heute so alles „therapiert“ werden soll hat oft nichts mit Krankheit zu tun sondern eher mit Anpassung,vor allem der Kinder an unser in vielerlei Hinsicht eben doch „krankes“ Gesellschaftssystem.
        Ob eine Therapie angebracht ist oder nicht, darüber MUSS man sich immer ernsthafte Überlegungen machen. Auch als Laie!

      • Bionic Hobbit sagt:

        Ja, und vor allem sollten wir hier alle diskutieren, ob der Kleine der Autorin therapiert werden soll, wo wir nicht den blassesten Schimmer haben, was ihm denn eigentlich fehlt, denn das hat uns die Mutter ja vorenthalten! Aber Hauptsache wir „wissen“ dass die Ärzte/Pharma/das Establishment (bitte ankreuzen) böse und geldgierig und krankmachend sind, ja, Wildkatze?.
        Ich kenne eine Mutter, die ihr Kind kürzlich von sich aus testen liess, und es wurde ihr bestätigt, dass das Kind völlig normal ist. Es scheint doch ein paar wenige Kinderärzte zu geben, die normale Kinder normal sein lassen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ausserdem kann es sehr entlastend sein für Eltern, wenn sie ein Verhalten ihres Kindes, das sie nicht einordnen können und mit dem sie schlecht umgehen können, weil sie immer wieder scheitern, erklärt bekommen. Eine Diagnose eröffnet dann Handlungsmöglichkeiten und Lösungen, das wird als unterstützender wahrgenommen als das ‚Umherirren im Wald‘.

  • think about sagt:

    part 2…………
    Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
    als lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
    und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

  • think about sagt:

    Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
    Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
    Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
    Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
    Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
    das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
    Ihr dürft euch bemühen , wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
    ………….

    • Sportpapi sagt:

      Schön. Und jetzt, was sagt uns das? Sollen wir die Kinder nun nicht mehr fördern, weil sie ja gar nicht unsere sind? Sie nicht pflegen, wenn sie krank sind? Ihnen nicht das Leben zeigen, sie darauf vorbereiten, sie unterstützen und unterrichten? Sollen wir sie vom Bogen lassen und sich selbst überlassen?

      • plop sagt:

        Sportpapi, ich sehe mein „Part“ gegenüber dem Kind so:
        Ich begleite es.

        Und ich glaube, think about meinte es in etwa auch so…. In dieser Diskussion da ist das Wort „Förderung“ eventuell falsch, es geht ja nicht um frühenglisch…

      • think about sagt:

        ich finde dieser schöne text von – übrigens aus „Der Prophet“- zeigt auf die erziehung etwas unverkrampfter anzugehen. wie in einigen kommentaren zuvor schon angedeutet…es liegt nicht alles in unserer hand und die entwicklung unserer kinder ist zum grossen teil schon vorgegeben. persönlich sehe ich meine pflicht meine kinder an der hand zu führen und ihnen zur seite zu stehen. auch ich stehe manchmal wieder esel am berg mit der frage…“kann oder soll ich nun einfluss nehmen auf diese momentant entwicklungssituation ?“ meisst hat man dies ja eh schon getant 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Think about: Es ist ein schöner Text, da wird kaum jemand widersprechen. Doch man sollte sich schon auch überlegen, was er eigentlich für die Praxis bedeutet. Und nein: Die Entwicklung der Kinder wird in vielerlei Hinsicht stark geprägt vom Umfeld, vor allem von den Eltern. Deshalb haben Sie auch eine so wichtige Funktion. Und deshalb wird auch von „Benachteiligung“ gesprochen, wenn eben dieses Umfeld nicht stimmt, oder sich aus der Verantwortung stiehlt.
        @plop: Begleiten werde ich unsere Kinder dann, wenn sie mündig sind. Bis dann haben wir als Eltern noch viel zu tun.

      • think about sagt:

        @Sportpapi
        umfeld ist ein gutes stichwort. das umfeld hat grossen einfluss. unsere nachbarschaft besteht aus vielen familien mit vielen kindern im gleichen alter wie unsere. es ist wundeschön, dass die kinder sich mit freunden in der umgebung austauschen, spielen, messen und streiten können. gehört ja alles dazu. die kinder tragen das vergelebte (respekt, verantwortung, selbsteinschätzung, fürsorge,etc..) nach draussen. wir als eltern leben dies sicherlich vor welches ebenfalls einen grundstein zu entwicklung des kinder legt.

    • mira sagt:

      Khalil Gibran. Diesen Text hab ich ausgedruckt und eingerahmt.

      • think about sagt:

        danke für den input. wusste den namen nicht mehr. der text ist es wert zum rahmen.
        ich stellte den text oft einem anderen (traurigen) spruch gegenüber. der spruch wurde an der wc-türo in der kantonschule in xy gefunden also sich eine 17jähre das leben nahm. LIFE HAS BROKEN A BUTTERFLY’S WINGS
        ich weiss den wahren grund für die gebrochenen flügel bis heute nicht – leistungsdruck steht im raum.

  • Pascal Sutter sagt:

    Man muss sich halt das „Begleitpersonal“ besser aussuchen. Ich würde auch nicht zu einem komplett hysterischen Urologen gehen… und ich meine, „Normal“… hallo??

  • Teilzeitpapi sagt:

    Überzuckerte oder bewegungsarme hyperaktive Kinder, aber auch sich oft bewegende, gesund ernährte Kinder, denen nur noch Ritalin hilft. So plakativ wie im Blogbeitrag geht es im realen Leben nicht ganz zu, aber es soll ja auch unterhalten werden. 😉 Wir haben eine ganz andere Erfahrung. Nämlich die, dass wir das Gefühl hatten, mit der Entwicklung unserer Tochter stimmt etwas nicht und das sehr lange Zeit nicht ernst genommen wurde (mehrere Ärzte).

    • Meta sagt:

      Was zeigt, wie wahnsinnig schwierig es ist, als Mensch im weissen Kittel allen gerecht zu werden. Der Tenor hier, der so schnell mal dahingesagt lautet: die wollen sich ja alle bloss selber Arbeit beschaffen… der ist zu simpel. Wie geht es Ihrer Tochter denn inzwischen, Teilzeitpapi? Hoffentlich nichts Übles verpasst?

  • reiff heidi sagt:

    Borgy and Bess, – and you daddy is rich, and you mother is good looking but wy little Baby do you cry ? Entwicklungspsychologie scheint noch ein Fremdwort zu sein , dank den Ammen haben viele Babys überlebt, hat ja nichts mit M/W zu tun, wir kommen alle nackt und hilflos auf die Welt und auch nicht vollentwickelt, ich bin zum Glück nicht das geklonte Schaf Dolly, brrrr…..

  • Teilzeitpapi sagt:

    Es gibt sicher Kinder, die ein Entwicklungsproblem haben und denen mit möglichst früher Förderung am besten geholfen werden kann. Dann hat jedes Kind sein Entwicklungstempo, seine Stärken und Schwächen. Dann gibt es ausgebildete Spezialisten, die ihre Familien ernähren wollen. Dann gibt es überängstliche Eltern oder solche mit „Projekt-/Projektionskindern“. Und viele Entwicklungsprobleme, die sich von alleine lösen, aber eben nicht alle und die sind dann vielleicht gravierend, wenn zu spät festgestellt. Nicht einfach, sicher auch für seriös arbeitende Fachleute keine einfachen Entscheide.

  • Ich bin nun schon 82 Jahre alt und amüsiere mich über ihren Mama Blog. Da erinnere ich mich an meine zwei Söhne. Der Ältere sehr früh reif und der Zweite ein Spätzünder. Schon mit 11 Mon drückte sich der Ältere mit bestimmten Wörtern zu Gegenständen aus, auch sein Trotzalter machte sich früh bemerkbar. Der Jüngere war lange ein Baby. Aber dann ging es schnell. Mit zwei erst begann er zu sprechen, als sich endlich in rasantem Tempo seine Zähne zeigten. Sein Trotzalter begann spät aber dann… So war es dann auch in der Pubertät.
    Kommt Zeit kommt Rat. Es ist beides schön, ob früh ob spät.

    • Carolina sagt:

      Liebe Frau Lüscher, ich finde es wunderbar, dass Sie hier ein wenig Gelassenheit verbreiten. Darf ich Sie fragen, wie Sie mit den unterschiedlichen Entwicklungen Ihrer Kinder zu der Zeit umgegangen sind? Haben sich, Ihrer Beobachtung nach, die Empfindlichkeiten sehr verändert, übertreiben wir oder liegt vielleicht auch sehr viel Gutes in den Entwicklungen, die stattfinden?

  • Mara sagt:

    Liebe Autorin, Wittgenstein sprach erst mit vier Jahren. Pause. Unser Ältester hat zentrale Entwicklungsschritte der ersten drei Jahre seinen Eltern und dem Krippepeople nicht sichtbar vor die Füsse gelegt (heute ist alles bestens, er ist ein sehr eigenwilliges, lustiges Kind, in der Schule und bei Freunden erfolgreich und beliebt). Vertrauen Sie auf das kleine süsse Monster; es wird wunderbar gedeihen. Die Frage ist: Bestehen Sie den Stresstest? Ich glaube: ja.

    • Sportpapi sagt:

      Und wenn nicht? Wenn zum Beispiel aus der Sprachstörung eine bleibende Lernschwäche wird? Nicht alles regelt die Natur von alleine.

      • Mara sagt:

        Nicht alles, aber das meiste. Könnte es nicht sein, dass Therapien zu einem zu therapiernden Verhalten führen? Wählen Sie zwischen klassischen und alternativen Methoden. Und the third way: warten.

      • Sportpapi sagt:

        Was ist der Unterschied zwischen klassischen und alternativen Methoden? Ich meinte, es gäbe vor allem (nachgewiesen?) wirksame und weniger wirksame. Und warten ist eben nicht immer das richtige. Druck aufetzen aber natürlich auch nicht.

      • Erich sagt:

        Dann wird aus ihrem Kind halt ein Mechaniker. Wäre das schlimm, Sportpapi?

      • marie sagt:

        @erich
        das ist heute die grösste angst und die grösste sorge. …sagt alles über unsere gesellschaft aus.

      • Sportpapi sagt:

        @Erich: Meine Idee ist es, dafür zu sorgen, dass meinem Kind möglichst viele Türen offen stehen. Welche es dann nicht, ist ihm überlassen. Aber ich erinnere mich an Aussagen von Reallehrern: Man soll nicht glauben, dass Leute, die schulisch schwächer sind, einfach handwerklich begabter wären. Im Gegenteil.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: reiten Sie wieder mal Klischees? Richtig ist, dass man heute ohne gute Schulbildung auch nicht Mechaniker wird.

      • marie sagt:

        ich reite nicht auf clichées paps! ich spreche aus erfahrung. unser system produziert gewinner und verlierer, und das schon bei den kindern.
        aber mir ist es schon klar, dass sie das nicht sehen (wollen). seien sie froh, dass es in ihrem umfeld nach ihren massstäben klappt. ist aber definitiv nicht überall so und da sollten sie versuchen, sich ein wenig zu öffnen.

      • Erich sagt:

        „dass meinem Kind möglichst viele Türen offen stehen“

        Das möchten ich auch. Nur muss ich akzeptieren, dass das gewisse Türen von Anfang an verschlossen bleiben: Der eine spielt gern Fussball, der andere musiziert vielleicht. Der eine liest besser, der andere bastelt lieber. Ach, übrigens: Über den zweiten Bildungsweg haben auch Spätzünder die Möglichkeit, sich in Jahren (Jahrzehnten) die fehlende Bildung zu holen. Wichtig bei Kindern, denke ich, ist eher die emotional vollstädige Entwicklung.

      • marie sagt:

        bin ganz bei ihnen erich!

      • Sportpapi sagt:

        @Erich: Sie bringen da Kraut und Rüben, oder konkret Fähigkeiten und Interessen. Aber Sie haben recht, gewisse Türen bleiben verschlossen, weil Veranlagung und Talent allenfalls fehlen. Noch viel mehr aber, weil das Umfeld, und hier sind in erster Linie die Eltern genannt, diese Türen nicht öffnen (helfen). Weil sie nicht wollen oder vielfach nicht können. Soll ich also nun meine Kinder z.B. im Sport nicht fördern, wenn ich weiss, dass sie ohne mich nie sportlich erfolgreich werden? Nur weil es mir (nicht den Kindern!) nicht wichtig ist?

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Bleiben Sie doch mal bei der Sache. Sie haben sinngemäss gesagt, niemand möchte heute, dass sein Kind Mechaniker wird, und dies der Gesellschaft angelastet. Als nächstes sprechen Sie von einem „System“ (was ist das überhaupt?), das Gewinner und Verlierer produziert. Meinen Sie also, die Mechaniker wären die Verlierer? Oder was?
        Ich für meinen Teil bin mir dieser Vorgänge sehr wohl bewusst. Ich weiss aber auch, dass es da etwas differenziertere Aussagen bräuchte. Und vor allem: Lösungen! Bringen Sie doch mal Vorschläge, wie das „System“ geändert werden müsste.

      • plop sagt:

        paps, natürlich sollen Sie den Kinder die Tür zum Sport öffnen – aber öffnen Sie sie auch der Musik/Handwerken/Basteln/Zeichnen/Tanzen etc? Meine Eltern z.B, haben meine zeichnerischen Fähigkeiten nicht gefördert, waren dann auch gegen Kunstschule etc, bei uns galt der Sport… Ich hatte aber eine Gotte, welche mir Bastel/Zeichensachen schenkte, und mich da förderte und für Ausbildungen gibts ja zum Glück Zweitwege oder ein eigener Wille…
        Ich glaube: wenn die Kinder ein gutes, vielfältiges Umfeld haben, finden sie den Weg eh…

      • marie sagt:

        heute bestimmt die wirtschaft wo es lang geht und nicht mehr die fähigkeit des einzelenen.
        frage: was spricht gegen eine mechanikerlehre? und ja, ich habe jehrelang auszubildende betreut. da ab es einige, die die bms abbrechen mussten, weil die leistu^ngen nicht reichen. ich verbrachte mehr zeit, diesen auszubildenden klar zu machen, dass das e-profil genau so gut sei wie das m-profil. und die bms könnte immer noch später nachgeholt werden. das weitaus grössere problem waren die eltern. die so systemgläubig waren, dass sie den arbeitgeber verantwortlich machten für das versagen ihrer kinder.

      • marie sagt:

        sei es den eltern, sei es den ausbildnern bleibt nichts anderes übrige, als zu motivieren und die kinder/jugendliche zu begleiten und sie nicht zu pushen und durch eine matura zu „prügeln“. das kann später nachgeholt werden, wenn es zum bedürfnis wird!
        mir bringt ein mechaniker mit matura eigentlich nicht viel. natürlich respekt, wenn er mir stundenlang einen vortrag über die französische revolution halten kann, aber ich würde seine professionalität eher im bereich „mechanik“ schätzen. das andere bringt mir eigentlich nichts.

      • Sportpapi sagt:

        @plop: Sie haben in vielem Recht, wenn Sie mit dem guten, vielseitigen Umfeld meinen, dass da eben gefördert wird (nicht gelenkt und gesteuert. Sondern unterstützt). Heute gilt das Elternhaus (bzw. das Umfeld) im Sport und sicher auch in den meisten anderen Bereichen als wichtigstes Talentkriterium.

      • Carolina sagt:

        Sportpapi, es geht hier nicht nur um Sport. Und den Unterschied zwischen Förderung und ggfs Therapie kann man u.U. auch nicht festmachen. Sie haben selber drei kleine Kinder – Sie müssen doch selber sehen, wie unterschiedlich sich jedes Kind (unter exakt denselben Umständen) entwickelt. Und natürlich sind Eltern da unsicher – siehe Daniels schöner Post 09.12. Eltern haben wahrsch. zu allen Zeiten ihre Kinder beobachtet, verglichen und Angst vor ‚Andersartigkeit‘ gehabt. Darin sollte man sie unterstützen, dass das auszuhalten ist, dass das den meisten so geht und mit dem Elternsein einhergeht.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Natürlich bestimmt die Wirtschaft, welche Jobs sie anbietet. Wer sonst? Und natürlich haben gute Schüler bessere Möglichkeiten. Und natürlich sind heute Mechaniker nicht mehr einfach Bastler, sondern brauchen vor allem auch zunehmend mehr EDV-Kenntnisse. Weshalb die Lehrlinge vor allem eine Stärke in Mathematik und Physik haben sollten, und nicht etwas in erster Line handwerkliches Geschick. Die Entwicklung können wir eigentlich nur feststellen, aber sicher niemandem dafür die Schuld geben. Und die einfache Aufteilung in Gewinner und Verlierer greift sowieso zu kurz.

      • marie sagt:

        und noch einmal: die jugendlichen waren erstunlich vernünftig. eltern die von ihren sprösslingen verlangten die bms zu machen und um sie durchzupushen auf ihre hobbies verzichten mussten (fussball, reiten usw.) empfand ich dann als ähm… falscher ehrgeiz der eltern. den jugendlichen hätte der ausgleich weitaus besser bekommen, als bei mir stützkurse in fremdspachen zu erhalten… sorry, aber hier muss ich halt einfach ein wenig die eltern kritisieren, da sie zwar das beste für ihre kinder wollen, sich aber gerne über die bedürfnisse der kinder hinwegsetzen aufgrund eigenem ehrgeiz.

      • Carolina sagt:

        /2 Wenn das Kind, wie es heute gang und gäbe ist, schon im Chindsgi oder in der Primarschule aufgeboten wird, weil es das Mundart-R nicht ‚richtig‘ ausspricht, wenn fast die Hälfte eines Jahrganges von Logopädie/Lernförderung davon betroffen sind, können Sie mir doch nicht erzählen, dass das notwendig ist. Und klar gibt es Eltern, die heute alles und jedes an die Schule delegieren – auf der anderen Seite geht dem ein lückenloses Kontrollieren der Kinder von Geburt an voraus. Und wehe, es entspricht nicht dem Standard: da kann man jungen Eltern sehr wohl wirklich Angst machen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Natürlich entwickeln sich alle Kinder anders. Und nicht jede Abweichung von der Norm ist eine Krankheit, die therapiert werden muss. Aber die Zeit heilt auch nicht alle Wunden, löst nicht jedes Problem. Es gibt deshalb sehr wohl Spezialisten, die etwas von der Sache verstehen. Und es gibt Momente, wo eine kleine Unterstützung Wunder wirken kann. Letztlich sind die Eltern aber immer in der Verantwortung. Und die ist nicht immer einfach zu tragen. Gelassenheit ist gut – solange es nicht zum Laissez-faire verkommt.

      • marie sagt:

        und mit dem gewinner und verlierer sehe ich das so: heute geniesst ein akademiker hohes ansehen, ein mechaniker ist halt einfach ein mechaniker. oder weshalb sträuben sie sich gegen den gedanken dass einer ihrer söhne „nur“ mechaniker wird? oder habe ich das missverstanden?

      • marie sagt:

        sport: wo liegt denn die grenze zum laissez faire? wer entscheidet diese grenze?

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Das haben Sie völlig missverstanden. Ich sträube mich gegen den Gedanken, dass er keine Alternativen hat, als Mechaniker oder Bauarbeiter zu werden, nur weil ich mein Kind zu wenig unterstützt habe. Wenn es dann aber handwerklich arbeiten möchte, aus Begeisterung und Berufung, habe ich gar nichts dagen.

      • Sportpapi sagt:

        Niemand entscheidet, weil es eben nicht nur schwarz-weiss gibt. Entscheiden und abwägen ist eben die Aufgabe der Eltern.

      • Carolina sagt:

        Sorry, Sportpapi, jetzt sind Sie es aber, der Wischi-Waschi ist. Wo genau können Sie denn die Grenze festmachen? Können Sie das wirklich oder ist das nicht einfach nur Angst, etwas falsch zu machen? Und, wie gesagt, es gibt ein weites, weites Feld zwischen Krankheit, die u.U. therapiert werden muss und einem routinemässigen Aufbieten zu z.B. Logopädie. Dieses absolute Uebermass an Förderung (das es ja soooo gut mit uns Eltern meint) führt leider oft genug dazu, dass Eltern gar keine Gelegenheit mehr haben, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Welche Aussage bezeichnen Sie konkret als Wischi-Waschi? Gehen Sie doch mal in den Kindergarten, gehen Sie in die Primarschule. Was ist noch normal, was nicht? Was ist krank, was einfach eine Folge von fehlendem Training (und damit eben Förderung). Ist es falsch, Kindern ein Angebot zu machen, die zuhause zu wenig mitbekommen?
        Ihr Beispiel mit der Logopädie scheint mir eher gesucht. Vielfach stehen da ganz grundsätzliche Probleme an. Dass es Eltern gibt, die es (zu) gut meinen, und deshalb ihre Kinder übertherapieren lassen ist eine Seite. Vernachlässigung die andere, schlimmere.

      • Carolina sagt:

        Sportpapi, so geschehen im letzten Sommer beim eigenen Sohnemann. Und da ich in der Elternvertretung bin, kann ich auch belegen, dass viel mehr Kinder pro Klasse aufgeboten werden für alle möglichen Förderungsmassnahmen als zu Zeiten, als meine älteren Kinder in die Schule/den Chindsgi gegangen sind. Und ja, viele dieser Massnahmen und die schiere Menge verunsichern Eltern mehr als dass sie ihnen nützen. Der Schulpsychologe steht heute viel schneller auf der Matte als vor 10 Jahren – ist das wirklich förderlich?

      • Erich sagt:

        „Natürlich bestimmt die Wirtschaft, welche Jobs sie anbietet. Wer sonst?“

        Einverstanden. Das heisst aber nicht, dass ein Kind bereits mit 2 Jahren (s. Text) darauf gedrillt werden muss. Als erstes muss die Entwicklung als Mensch und nicht als Wirtschaftsfaktor stehen, damit es später das nötige Selbstvertrauen, Persönlichkeit und die Flexibilität mitbringt. Wir sind heute ganz einfach zu kopflastig (bezeichnenderweise ist die Autorin auch Ethnologin).

      • Carolina sagt:

        Ich ziehe das Wischi-Waschi zurück, Sportpapi. Aber ich halte das, was Sie ‚Angebote‘ nennen, für oft genug geeignet, die Eltern eher zu verunsichern als zu unterstützen. Ich habe, wohlbemerkt, kein Problem mit sportlicher/musischer/kreativer Betätigung und auch Angeboten: kann aber dazu führen, dass manche Kinder eine Agenda wie ein Topmanager haben. Ich habe das schon mit meinen älteren Kindern nicht mitgemacht, sie mussten sich auf ein oder zwei Dinge in der Woche konzentrieren, heute werde ich von Lehrern darauf angesprochen, warum unser Sohn nicht auch noch das und das macht.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Dass heute viel mehr therapiert und gefördert werden wird, hat vor allem mit dem Postulat der Chancengleichheit zu tun. Früher hat man die Kinder in Kleinklassen und die Oberschule befördert, heute möchte man ermöglichen, ihr Potential besser auszunutzen. Obs gelingt? Und sicher schiesst man auch übers Ziel hinaus. Aber ich bringe mal zwei Gegenbeispiele: Der Schulkollege, Bauernsohn, der in der Oberschule gelandet ist, weil man erst mit 14 Jahren gemerkt hat, dass er kaum etwas versteht, was der Lehrer erzählt. Heute hat er ein Höhrgerät und sich im Job gut entwickelt.

      • Ylene sagt:

        Ich muss Sportpapi mal unterstützen. Klar sind Kinder unterschiedlich, aber wirklich massive Abweichungen von der Normalentwicklung sollte man schon untersuchen. Mein Mann hatte als Baby eine zerebrale Störung, die meiner Schwiegermutter aufgefallen ist, weil er ihr drittes Kind und anders als die anderen beiden war. Nach einer Therapie, die nur anschlägt, wenn sie auch früh genug (als Baby) angefangen wird, konnte er ganz normal die Schule besuchen. Als Eltern ist es m. E. Pflicht, das Kind so zu unterstützen, dass es später ein erfülltes Leben führen kann. Das hat mit Hysterie nichts zu tun

      • Carolina sagt:

        /2 Man muss als Eltern schon ausgeprägt selbstbewusst sein, um sich nicht oft genug verloren und kritisiert vorzukommen. Und da sollte man vielleicht ansetzen: diese Behauptung, dass Eltern ihre Kinder heute (!) nicht mehr genügend fördern, hat sich verselbstständigt. Ist sie wirklich wahr? Führt nicht im Gegenteil diese Schwemme an Angeboten dazu, dass Eltern resignieren und sich überfordert vorkommen? Gelassenheit in der Erziehung kann man nicht einfach dekretieren, sie muss wachsen und sie wächst vielleicht am ehesten, wenn man die Eltern nicht überfordert.

      • Sportpapi sagt:

        Und das andere: Die Psychomotorik-Therapeutin in meiner Gemeinde, die mit berichtet hat, dass sie ein Kontingent an Plätzen hat, obwohl sie nach objektiven (?) Kritierien eigentlich Jahr für Jahr mehr Kinder aufnehmen müsste.
        Und natürlich steht der Schulpsychologe heute viel schneller auf der Matte, weil auch die Eltern das verlangen – gab es früher überhaupt einen? Und einen Schulsozialarbeiter, usw? Ich bin also schon bei Ihnen, ich finde auch, man übertreibt!

      • Carolina sagt:

        Bitte nicht missverstehen: ich möchte doch auf keinen Fall, dass die medizinischen Fortschritte nicht bei unseren Kindern angewandt werden. Natürlich muss es diese Untersuchungen geben. Ich rede hier von den Stütz- und Fördermassnahmen, die ein unglaubliches Mass angenommen haben. Dazu kommen der Sportlehrer, der mehr Sport verlangt, die Handsgi-Frau, die der Meinung ist, davon bräuchte es mehr, der Religionslehrer/Mathelehrer/Deutschlehrer – alle sind sie an Elternabenden der Meinung, in ihren Bereichen werde zu wenig getan. Das erzeugt Druck auf Eltern, nicht Gelassenheit!

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Einigen wir uns doch darauf, dass – wie immer – die Medaille zwei Seiten hat. Natürlich erhalten die Kinder heute früher und besser Therapie und Förderung. Andererseits schafft das Angebot auch Nachfrage, und damit Druck und Verunsicherung. Etwas mehr Gelassenheit, etwas mehr Mut, auch mal Nein zu sagen, wäre sicher angebracht (wobei meist die nein sagen, deren Kinder es am nötigsten hätten). Und klar ist – zwischen der Entwicklung meiner Kinder und vor allem ihren Fähgkeiten, und meiner Liebe zu ihnen gibt es keinen Zusammenhang. Das sollte klar sein, und gezeigt werden.

      • Carolina sagt:

        Nochmal: mir geht es nur um die Ausschläge. Ein besonnenes Mass an Förderung und Angeboten im sportlichen/kreativen/musikalischen/Pfadi-Bereich ist super. Aber diese fortschreitende Pathologisierung, dieser Vergleich von Kindern mit einem Remo-Largo-determinierten Durchschnitts-Wert ist meines Erachtens absolut kontraproduktiv. Und ich komme aus diesem Bereich – bin aber der klaren Meinung, dass Eltern sich immer wieder fragen müssen: cui bono? Wirklich dem Kind? Ich glaube eher nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Tägliche Sportstunde! Und (fast) alle unsere Probleme sind gelöst!
        (Natürlich bin ich überzeugt, und kann das belegen, dass das wirklich ein Fortschritt wäre…)

      • Ylene sagt:

        Meine Schwiegereltern sind hinsichtlich Kinderförderung eh ein Vorbild für mich. Sie haben ihre Kinder ganz entspannt und vernünftig dazu angehalten, ihre jeweiligen Fähigkeiten zu entwicklen. 2 Kinder sind handwerklich begabt, eins akademisch. Mir würde es persönlich nie in den Sinn kommen, enttäuscht zu sein, wenn mein Sohn Mechaniker wird, obwohl ich einen Uniabschluss habe. Ich denke, dass in Zukunft ein guter Handwerker besser verdienen wird als die Mehrheit derjenigen mit einem Fachhochschul/Uniabschluss. Zum Teil ist das jetzt ja schon der Fall.

      • Carolina sagt:

        Ja, klar, Sportpapi. Aber mir geht es noch um etwas anders: das hat die Autorin schön geschildert: sie zweifelt an dem, was ihr an Untersuchungen und Kontrollen ‚aufgedrängt‘ wurde, kann aber, trotz aller Hinweise auf das Gegenteil, nicht ’nein‘ sagen. Weil das ein Spiel mit der Angst ist, wenn es um unsere Kinder geht. Und dieses Selbstbewusstsein und diese Gelassenheit zu lernen, ist viel wichtiger (und schwieriger) als einfach alle Angebote mitzumachen – und da hat Laura unten Recht, diese Unsicherheit bei den Eltern hat eben oft auch ein Gefühl bei den Kindern zur Folge, ’nicht zu genügen‘

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist mal ein Statement Sportler, das ich voll unterschreiben kann! Und dazu noch jeden Tag eine Stunde Musik, inkl. Singen, das macht glücklich – soll nachgewiesen worden sein – und fördert die Lernfähigkeit.

        In England gibt es eine Privatschule, die das anbietet, sie sollen kaum Probleme haben mit Kindern. Die erste Stunde jeden morgen ist Sport angesagt.

      • Ylene sagt:

        @ Carolina: Sie tun aber Largo extrem Unrecht. Lesen Sie mal eins seiner Bücher, er propagiert ja immer, dass jedes Kind verschieden ist und Vergleiche deshalb grösstenteils sinnlos. Seine Einstellung zur Frühförderung:“Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.“

      • Erich sagt:

        Bitte ob der angestrengten Förderung oder Therapie nicht vergessen, dass ein Kind auch mal selbstvergessen einfach spielen kann und lernt, sich selbst zu beschäftigen.

      • Carolina sagt:

        Ylene, Sie haben Recht – das war ein völlig missglückter Versuch, in ironischer Form vor meinem eigenen Berufsstand (nicht dass ich in irgendeiner Weise RL das Wasser reichen könnte) zu warnen! Entschuldigung.

      • Sportpapi sagt:

        @Erich: Wenn ein Kind selbstvergessen spielen kann, ist es ja gut. Können nicht alle.
        @Pippi: Die positive Wirkung der täglichen Sportstunde ist mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden. Allerdings kann man über die verwendeten Methoden schon disktieren…
        @Ylene: Wenn man es aber düngt und wässert wächst es schneller, das Gras… Largo ist spannend, seine Interpretationen und Aussagen aber teilweise mehr als fragwürdig. Un damit
        @Carolina: Manachmal machen Largos Werte Sinn, machmal werden sie aber auch für Unsinn verwendet. Aber eine „Norm“ zu haben, ist sicher spannend über die Zeit.

  • René sagt:

    Vielleicht kommt die fehlende Gelassenheit, die Hilflosigkeit und Panik bei jenen, die beruflich mit Kindern zu tun haben, daher, dass sie ohne zu zögern vor den Richter gezogen werden, falls sie mal eine Krankheit „übersehen“.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es kann eben weitreichende Folgen haben, gewisse Krankheiten müssen in einem bestimmten Zeitrahmen bei der IV gemeldet werden, sonst werden sie nicht als Geburtsgebrechen erkannt und die IV kommt dann auch nicht auf für die z.T. massiven Kosten, die entstehen können. Leidtragende sind dann die Kinder, wenn die Eltern die finanziellen Mittel nicht haben.

    • think about sagt:

      Einer unserer Jungs genoss 3 Sitzungen Cranio nach der Geburt. Wollten sicherstellen, dass er sich nicht blockiert im Nacken (Sterngucker) und die Startphase ins Leben mit guten Schlaf erleben darf – hat genützt. Freunde hatten ihr Kind zur Cranio gebracht nach einer Anraten der Kita auch in die Cranio gesandt „es sei etwas ruhig un zurückhaltend“ im Vergleich zu den Anderen. 2 Sitzungen Cranio „ohne wissen der Kita“ Die Kita Leitering war überrasche und fragt die Eltern was geschehen sei. Das Kind war vom Wesen wirklich offener und integrierte sich mehr. Fazit:Wenn möglich, mache den Weg frei

    • Meta sagt:

      René: amen!!!

  • Stephan Frehner sagt:

    VIELEN DANK für diesen Artikel! Ja, die meisten heutigen Eltern, Ärzte, Pädagogen, Heiler, Therapeuten, etc. spinnen heute diesbezüglich komplett! Was nicht 100% der Norm entspricht (was de facto niemand tut), muss therapiert werden! Unsere Gesellschaft ist diesbezüglich geistig massiv „krank“. Was wir mit unserem 5monatigen schon hätten alles abklären sollen… Dabe ist er zufrieden und macht einen gesunden Eindruck. Tip an die wenigen verbleibenden Eltern mit gesundem Menschenverstand: Machen Sie den ganzen Therapie Mist nicht mit, und Früh Chinesisch mit 3J muss im Fall auch nicht sein…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es geht nicht um Frühchinesisch, es geht darum, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, falls wirklich Defizite bestehen. Das können nur Fachleute beurteilen, weil sie sich mit der Entwicklung von Kindern professionell auseinander setzen. Es gilt, die ‚Fenster‘ nicht zu verpassen. Andererseits ist Gelassenheit, wenn ein Kind für gewisse Sachen etwas länger braucht, sicher nicht schlecht, vor allem auch für das Kind. Wenn es merkt, dass seine Eltern nervös und gestresst sind, überträgt sich das und wirkt kontraproduktiv.

      • Stephan Frehner sagt:

        Nicht einverstanden! Und wehe wer den Fachleuten glaubt… Der Fachmann sagt natürlich, dass es ihn braucht, auch will der Arzt ja alles abklären und einem möglichen Verschulden vorbeugen… Fachleute (dr. med) haben sich bei unserem Baby schon mehrmals (!) getäuscht: Beispiel: Schiefhals, der muss zum Chiro! Wir sind nicht hin und siehe da, nach zwei Monaten ist der Hals von alleine wieder gerade! Fachleute…

  • Stephan Frehner sagt:

    VIELEN DANK für diesen Artikel! Ja, die meisten heutigen Eltern, Ärzte, Pädagogen, Heiler, Therapeuten, etc. spinnen heute diesbezüglich komplett! Was nicht 100% der Norm entspricht (was de facto niemand tut), muss therapiert werden! Unsere Gesellschaft ist diesbezüglich geistig massiv „krank“. Was wir mit unserem 5monatigen schon hätten alles abklären sollen… Dabe ist er zufrieden und macht einen gesunden Eindruck. Tip an die wenigen verbleibenden Eltern mit gesundem Menschenverstand: Machen Sie den ganzen Therapie Mist nicht mit, und Früh Chinesisch mit 3J muss im Fall auch nicht sein…

  • plop sagt:

    Mein kind hat sich nie wirklich mit Turmbauen, Klötze aneinanderreihen (Zug), Dinge irgendwo ein/ausräumen beschäftigt und ich beobachte immer wieder Kinder, welche diese Spielschritte sozusagen nach Largo durchlaufen aber ich hätte mir darüber nie Gedanken gemacht. Und als das Kind zu stottern begann, wollte der Vater subito mit ihm in Therapie (weil er selber einen kleinen Sprachfehler hat) aber nach 2 Monaten war das stottern weg. Wie auch das extremtrotzen verschwindet, das Essen mit den Händen plötzlich nicht mehr so toll ist, die Kinder irgendweissnichtwann keine Windeln mehr wollen…

  • Tomas sagt:

    Jedes Kind ist einzigartig und etnwickelt sich in verschiedenen Bereichen anders.
    Es gibt auch kein „Normkind“ in dem Sinne, dass alles was der „Norm“ nicht entspricht, krank oder defekt wäre.
    Dennoch, man kann anhand von Abertausenden von Kindern gewisse Tendenzen feststellen – sei es in der körperlichen oder mentalen Entwicklung. Meine Mutter war Kinderärztin in einem Land, dass viel mehr als die Schweiz auf Prophylaxe gesetzt hat, es war daher ihr Job auch bei gesunden Kindern zu schauen, ob sie wirklich gesund sind, ob sie nur „spätzünder“ sind oder ob allenfalls etwas Ernstes da ist.

    • Tomas sagt:

      Und eben, nur um das geht es eigentlich. Zu schauen, ob es tatsächlich nur eine etwas eigen verlaufende Entwicklung ist, oder ob es sich allenfalls um Zeichen von etwas handelt, wovon man gerne rechtzeitig Bescheid wissen möchte. Das kann man zwischen den Zeilen auch in dem geschilderten Fall auslesen, wegen dem sich die Autorin so genervt hat.
      Man kann immer das Glas halb leer oder halb voll sehen. Eltern von Kindern, bei welchen durch fehlende Prophylaxe eine ernste Erkrankung nicht rechtzeitig entdeckt wurde hätten da vielleicht eine andere Meinung.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Die einen sprechen von Frühförderungshysterie (natürlich immer nur bei den anderen, oder von Therapeuten, die man aber gerne gewähren lässt), andere beklagen sich, dass die Störungen ihrer Kinder nicht bemerkt und behoben worden sind, als sie noch keine grösseren Nachteile bedeuteten. Zu simpel sollte man an die Sache wohl nicht herangehen.

      • Tomas sagt:

        Und eben, nachdem man ausgeschlossen hat, dass es sich um etwas Ernstes handelt (vererbbare Muskelerkrankung…) war es wohl die Autorin selbst, die einer „Frühförderung in stickigen Zimmern“ freiwillig zugesagt hat. Und wer weiss, auch wenn ihr Kind gerade wenn es durch Krankheit die Übungen ausgesetzt hat den entscheidenden Vortschritt gemacht hat, vielleicht war es doch wegen der gezielten Bemühungen der Fall 😉 Es liegt an den Eltern, was ihnen wichtig ist – fördern tun sie ihr Kind ja selber so oder so, es geht nur um das wie und wieviel, und das kann nur jeder selbst beantworten.

      • Tomas sagt:

        eh, Fortschritt natürlich 😉

      • Teilzeitpapi sagt:

        Das Grossziehen von Kindern ist doch ein Nebel, durch den man mit den besten Bemühungen durchgeht. Aber was genau weshalb so entstand, ob jetzt Charakter des Kindes, elterlicher oder sonstiger Einfluss, wie es anders herausgekommen wäre, das wird man nie so genau wissen. Klar, man entwickelt sich zusammen als Familie, aber welche Faktoren wie genau bei was wie stark mitspielten, wer weiss es schon. Das verunsichert und Experten können an Einfluss gewinnen, wenn man das eigene Bauchgefühl nicht auch mitreden lässt.

  • Erich sagt:

    Kinder sind eben nicht die Kopien der elterlichen Visionen: Mit jedem Tag müssen wir lernen, sie in ihre eigene Persönlichkeit und ihren eigenen Weg zu entlassen. Tipp an die Autorin: Sparen sie sich das Geld und machen sie was Gescheites draus.

  • SomeintPhia sagt:

    Hmm, da will man gelassen das Spätzündertum akzeptieren und verbringt trotzdem ein Jahr Woche für Woche in der Physiotherapie? Das entscheidende ist doch die Gelassenheit der Eltern!!

    Die Turmzerstörrphase macht wohl jedes Kind durch, aktuell baut unsere Kleine (20 Mte) mit Duplos fantastische Gebilde, will dafür noch nicht alleine laufen, plappert aber verständlich vieles nach. WAS WILL MAN MEHR!

    Der Leistungsdruck kommt dann früh genug.

    • @SomeintPhia: … genau dasselbe gedacht…!

      • Daniel S. sagt:

        @ SomeintPhia, Rita Angelone:

        Diese Gelassenheit zu bewahren ist gar nicht so einfach, vor allem beim ersten Kind.

        Ich kenne die Erlebnisse der Autorin aus eigener Erfahrung. Der innere Kampf zwischen Bauch («Ich bin sicher, dass alles in Ordnung ist.») und Hirn («Vielleicht hat der Arzt/Pädagoge/Kita-Betreuer ja doch recht.») ist mit der Zeit ziemlich zermürbend, die Verunsicherung nimmt immer mehr zu – man möchte ja schliesslich alles richtig machen!

  • Muttis Liebling sagt:

    Die santesuisse hat den um gerechte Entlohnung kämpfenden Physiotherapeuten geraten, nebenbei Wellnessplunder anzubieten und sich mit Yoga- Kursen u.ä. querzufinanzieren. In der gleichen Manier machen selbsständige Hebammen Krabbelgruppe und vom KVG benachteiligte Psychologen esoterische Frühförderung. Es sollte langsam bekannt sein, dass die alles nur einem Zweck dient: Geld verdienen, Früh fördern heisst früh an Kindern verdienen. Den Kindern nützt es nichts.

    • Sportpapi sagt:

      Den Kindern nützt es nicht? Kommt das nun tief aus dem Bauch heraus, oder lässt sich das belegen? Und: kann man frühzeitige Therapie, „Nachhilfe“ mit jeder Form zum Teil wirklich unsinniger Frühförderung (Englisch ab drei Monaten…) in den gleichen Topf werfen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Natürlich kann man das belegen. Es gab in der jüngsten Vergangenheit Kongresse und eine Menge Literatur zum Thema Frühförderung. Etwas ganz anderes sind verifizierte Entwicklungstests, Diagnostik- und Therapieansätze für bekannte frühkindliche Störungen, aber die beherrscht jeder Kinderarzt. Das ist auch nicht Frühförderung, sondern Defizitanalyse und deren Behebung. Frühförderung verfolgt den Ansatz, vor dem 3. Lebensjahr mehr aus dem Kind herauszuholen, als von allein kommt. Das schadet mehr, als es bringt. Nach dem 3. Lebensjahr kann man das, wenn man Ahnung hat, versuchen. Vorher nicht.

  • Katharina sagt:

    „Die grössten Fortschritte machte unser Sohn im letzten Monat, als die Therapien wegen Krankheit und Ferien ausfielen. „

    Sollte Ihnen eigentlich alles sagen.

    Denn:

    „Stattdessen begegne ich nur Hilflosigkeit und Panik gegenüber Phänomenen, die nicht ins Muster passen.“

    Es ist deren eigene Wahrnehmung.
    Also: lassen Sie niemals zu, dass Ihr eigenes Leben und das Ihres Kindes von anderen in Besitz genommen und gestohlen wird, selbst, oder gerade wenn, jene proklamieren, Experten zu sein und im weissen Kittel umherlaufen.

  • Katharina sagt:

    eine weitere Publireportage? you know.. if you continue this, i mnight charge YOU for my scribbling here. how does 50 USD an hour sound? fair enough?

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