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Können Babyklappen Leben retten?

Jeanette Kuster am Sonntag den 26. Februar 2012
Experten streiten, ob es Kindstötungen verhindert: Babyfenster im Spital Einsiedeln SZ. (Keystone)

Experten streiten, ob es Kindstötungen verhindert: Babyfenster im Spital Einsiedeln SZ. (Keystone)

Zwei Baby-Schicksale bewegten vor einer Woche die Schweiz: In Wimmis im Berner Oberland fand man am Sonntag einen toten Säugling auf der Mülldeponie. Tags darauf wurde ein gesundes, einmonatiges Kind ins Babyfenster des Spitals Einsiedeln gelegt.

Die Vorfälle haben der Forderung nach mehr Babyklappen neuen Aufwind verliehen. In der Schweiz existiert nämlich nach wie vor nur das eine Babyfenster in Einsiedeln – und dies, obwohl alle erhältlichen Zahlen für einen Ausbau sprechen. So vermelden die Einsiedler Betreiber auf ihrer Homepage, dass «seit der Eröffnung des Babyfensters am 9. Mai 2001 die Zahl der in der Schweiz tot aufgefundenen Babys deutlich abgenommen» habe. Ausgewertet wurden sämtliche bekannten Fälle von getöteten oder ausgesetzten Babys der letzten 15 Jahre.

Und auch die Bevölkerung steht der Einrichtung sehr positiv gegenüber, wie eine Umfrage aus dem Jahr 2011 zeigt: 87 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer bewerten das Babyfenster als sehr sinnvoll oder zumindest sinnvoll. Viele von ihnen sind deshalb der Meinung, dass es unbedingt mehr solcher anonymer Abgabestellen für verzweifelte Mütter bräuchte. 58 Prozent plädieren für eine regionale Abdeckung, 28 Prozent würden sich sogar in jedem Spital ein Babyfenster wünschen. Einzelne Ausbaupläne gibt es bereits: Das Spital Zollikerberg denkt schon seit einer Weile über die Einrichtung einer Babyklappe nach und im Spital Davos soll es diesen Sommer definitiv soweit sein.

Während hierzulande mehr Babyfenster entstehen sollen, geht unser Nachbarland gerade in die entgegengesetzte Richtung. Die deutsche Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will noch dieses Jahr «den gesetzlichen Rahmen für die sogenannte vertrauliche Geburt schaffen», wie die «Zeit» schreibt. Was positiv tönt, kommt in Tat und Wahrheit einer Abschaffung der Babyklappe gleich. Neu sollen Mütter nämlich nur noch zehn Jahre lang anonym bleiben dürfen, danach hätte das Kind ein Recht darauf, seine biologische Herkunft zu erfahren. Das Wohl des abgegebenen Kindes soll also künftig höher gewichtet werden, denn laut Experten bekommen Kinder, die nichts über ihre leiblichen Eltern wissen, häufig Probleme mit der Identitätsfindung und dem Selbstwertgefühl.

Schröder stützt ihre Forderung auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Diese zeigt, dass trotz der Einführung der Babyklappen und der anonymen Geburt die Zahl der Kindstötungen in Deutschland nicht zurückgegangen ist. Zwar würden die Mütter, die ihre Kinder anonym abgeben und diejenigen, die ihre Neugeborenen töten, einige Gemeinsamkeiten aufweisen: Sie verdrängen ihre Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt, verheimlichen sie gegenüber ihrem sozialen Umfeld und isolieren sich dadurch zusehends.

Weshalb aber die eine Mutter nach einer alleine durchgestandenen Geburt die Situation einigermassen kontrollieren und dafür sorgen kann, dass dem Baby nichts passiert, während die andere ihr Neugeborenes tötet, darüber können die Studienverfasser nur spekulieren. Der Unterschied sei wohl «in den Persönlichkeitsstrukturen sowie in den individuell ausgeprägten Problemlösungsstrategien der Frauen verankert. Hinzu kommt, dass wahrscheinlich auch unkalkulierbare Ereignisse, die bei der Geburt eintreten und bei der Frau Panik auslösen können, wie zum Beispiel ein Klingeln an der Haustür, mitverantwortlich für den Ausgang der Situation sein können.»

Ein einziger, unter normalen Umständen unbedeutender Zwischenfall könnte also darüber entscheiden, ob ein Baby überlebt oder nicht. Dann hängt das Leben des Kindes vielleicht gar nicht so sehr davon ab, ob in unmittelbarer Nähe eine Babyklappe zu finden ist? Oder eben doch, da je länger die Anreise dauert, desto mehr unvorhergesehene Dinge passieren könnten, die die Mutter in solche Panik versetzen, dass sie ihrem Kind etwas antut?

Eine schlüssige Antwort auf solche Fragen gibt die Studie nicht. Hingegen liefert sie einige Informationen über den Hintergrund der Mütter, die ihr Baby anonym abgeben – und macht deutlich, dass man zu Beginn des Projekts Babyklappe eine völlig falsche Vorstellung der Zielgruppe hatte. Standen anfangs Prostituierte, Drogenabhängige und junge Mädchen im Fokus, so ist heute klar, dass die Gruppe der betroffenen Frauen deutlich heterogener ist. Die Babyklappen-Mütter lassen sich weder einer Altersgruppe noch einer Gesellschaftsschicht zuordnen, sie haben verschiedene Bildungsgrade und befinden sich in unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen. Gemein sind ihnen einzig «diffuse, panikartige Ängste und eine damit verknüpfte Sprachlosigkeit», so die Studie. «Das Unvermögen, die Probleme zu verbalisieren, scheinen zu einer Hilflosigkeit der Frauen zu führen, die die Öffnung nach aussen sowie die Inanspruchnahme adäquater Unterstützungsmassnahmen unmöglich macht.»

Gerade aufgrund dieser Sprachlosigkeit ist die zugesicherte Anonymität bei der Abgabe der Babys eine Grundvoraussetzung, um überhaupt an die Frauen heranzukommen. Geht also der Vorstoss der Bundesfamilienministerin, der eben diese Anonymität einschränken will, in die falsche Richtung? Nicht unbedingt. Denn die Studie zeigt auch, dass die Mütter zwar gegenüber Ämtern, Arbeitgeber und sozialem Umfeld einen «durchweg hohen Wunsch nach Anonymität» verspüren. Ihrem eigenen Kind gegenüber ist dieses Bedürfnis jedoch nicht so ausgeprägt, was die Studienverfasser zum Ergebnis bringt, dass «es angebracht scheint, ein Hilfs- und Angebotskonzept zu entwickeln, das selektive Anonymitätsbedürfnisse gegenüber bestimmten Personengruppen und Institutionen berücksichtigt, aber die Kontaktaufnahme zu anderen, beispielsweise zum Kind, unterstützt».

Die eine richtige Lösung für alle Mütter in Not gibt es vermutlich nicht. Während sich die eine auf eine «vertrauliche Geburt» einlassen kann, ist die andere so verzweifelt, dass sie medizinische Komplikationen und gar den Tod ihres Kindes in Kauf nimmt, nur um anonym zu bleiben. Das Angebot an Babyklappen schweizweit auszubauen ist deshalb sicher richtig, andere Lösungen wie telefonische Anlaufstellen (zum Beispiel die Helpline der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind) zu fördern und vor allem auch bekannter zu machen aber nicht weniger wichtig.


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296 Kommentare zu „Können Babyklappen Leben retten?“

  1. reiff heidi sagt:

    H kein Krieg herrscht, die Säbelschlachten von Näfels sind längst vorbei, haben mir junge Männer erzählt, die in der RS waren und so blöde Uebungen machen mussten nach Befehl ihrer Obersten, das waren meist SADISTEN. Brrrrrrrrrrrrrrrrr. Wo haben diese Befehlshaber das gelernt, sind die schon als Bhaupti zur Welt gekommen ? Lieber Babyklappen als Krieg. Ich bin eine Friedenstaube, ist glaube ich ein urspüngliches Symbol von Griechenland……. Luegit vo Bärg und Tal, flieht scho e Sunnestrahl, luegit uf dAue und Matte, fliehe die dunkele Schatte, Dsunn uf de Bärge erstoht……..

  2. Auguste sagt:

    hmm…, mooth, ehegattenklappen gibt es viele und schon lange, nur heissen die anders: rennvelo, beizen-stammtisch, wellness-weekend mit der besten freundin, bastelraum, schuhläden, golf-runde, stützli-wösch etc.

    verantwortung übernehmen – lassen sie mich mal kurz überlegen: ubs-spitze, swissair-spitze, eternit-spitze, erb-spitze, svp-spitze, vatikan, servette-spitze… damit scheint es nicht nur bei überforderten und unter zeitdruck stehenden schwangeren manchmal etwas zu hapern.

    • fufi sagt:

      @mooth

      Ziemlich tiefe Schublade, was du da ziehst! :-(

    • O. S. sagt:

      Mooth hat recht. Alle applaudieren weil niemand soll auch nur die geringsten Widerstände antreffen bei seinem Lebensweg der permanenten Ego-Selbstverwirklichung. Und schon gar nicht Frauen. Pipps formuliert es ja so: “Wenn die Rechte des Kindes mit den Rechten der Frau konligieren”….Häää?
      Wieso sollte es ein Fortschritt sein, wenn von den Leuten alles ferngehalten was nach Leidensdruck aussieht?

      Wieso stellen wir nicht überall Problem-Klappen auf? Problem rein, Klappe betätigen und schon ist man wieder frei, kann sich neue Probleme einbrocken und andere kümmern sich um das Problem.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @O.S.
      unter “permanter Egoselbstverwirklichung” stelle ich mir was andres
      als eine verheimlichte Schwangerschaft,
      inklusive ziemlicher Angst wie und wo ich diese Geburt einigermassen unbeschadet auf die Reihe bringe,
      vor.

  3. Katharina sagt:

    Ich denke es braucht beides, sowohl die vertrauliche (oder anonymisierte( Geburt als auch die Babyklappe.
    zur Anonymität finde ich, ist es einfach so, dass sowohl das Kind recht auf Kenntnis der Herkunft hat, als auch die leibliche Mutter Recht darauf, anonym zu bleiben. Aus diesem Grund lehne ich eine befristete Anonymität ab, denn diese kann einer der Beweggründe sein, dass Mütter nicht die anonymisierte Geburt wählen, was für die Sicherheit des Neugeborenen ja die weitaus bessere Lösung ist.

    • Gabi sagt:

      Ich wäre ja übrigens ein grosser Verfechter einer Nick-Klappe, hier im Mamablog.

      Da könnten dann alle Nicks abgegeben werden, zu denen derebb Erzeugerinnen nicht mehr stehen; mit deren Folgen sie nicht umgehen können. Oder denen sie ev. gar schon mit gefakten Suizidbekundungen beikommen wollten.

      Wär das nicht toll? Ist das nicht eine super Idee?

      Ganz anonymisiert natürlich; die Nickfälscherinnen würden in keiner Weise zur Rechenschaft gezogen und dürten einfach eine neue Identität lösen!

      Also ich könnte mir vorstellen, da herschte ein echtes Bedürfnis…
      ;-)

      • Auguste sagt:

        hmm…, volle konzentration auf den konjunktiv und schon bleibt die rechtschreibung auf der strecke. wie schnell doch chaos herrscht im troll-gehirn. machen sie sich ruhig weiter lächerlich, dummy. wer im blog nicht recht schreiben kann, wird schnell mal zum gespött derer, die es können.

        oder versuchen sie es doch zur abwechslung mal damit: durchlesen was da steht.

      • Ups sagt:

        Ui wie doof von Ihnen, Gabi…

    • Marcel Zufferey sagt:

      Jetzt himmelarschundwolkenbruchnochmals, Gabi: Können Sie alte Gschichtn’ nicht einfach mal ruhen lassen, Herrschaftszeiten..?!

    • Katharina sagt:

      Es reicht, Gabi. haben Sie keinen Respekt vor der simplen Tatsache, dass ich es damals versuchte und wirklich gehen wollte?

      • Auguste sagt:

        hmm…, lassen sie es gut sein, katharina. der kerl ist ein vollpfosten, und die sehen sich schon von natur aus als etwas tragendes. und dann zersägt sie so ein clown.

      • alien sagt:

        Nein, hat er nicht, und kriegt er auch nicht mehr. Get over it. So wie wir anderen alle auch.

        Die Frage heidi reiffs war: Werden Angeber so geboren oder werden sie dazu? Meine Antwort ist natürlich, dass sie dazu werden. Durch Aufwachsen in den falschen Kreisen.

      • Gabi sagt:

        “… Respekt vor der simplen Tatsache… ”

        Respekt?

        Ich frage mich, wie Sie auf die Idee kommen, Ihnen schulde hier, nach dieser Lügengeschichte, aber auch schon nach ihren beliebigen Nickwechseln oder gar nach äussert rufmordenden Unterstellungen, plötzlich wieder jemand Respekt.

        Sie respektieren noch nicht einmal die Basics des Umgangs zw. Menschen… Aber wollen über mangelnden Respekt schniefen?

        - Respekt ist nicht einfach eine Einbahnstrasse, Katharina.
        Keine on-/off-Geschichte.

        Sie verdienen keinen Respekt, Katharina.

        Null.

      • O. S. sagt:

        Wie zersägen, August? Mit einer ihrer Frauenleichen…?

        Was nichts daran ändert dass Gabi ein Vollpfosten ist. Ich frage sie, Augie: Ist so ein Blindgänger es Wert sich so aufzuregen? Ich behaupte nein.

      • Gabi sagt:

        :-)

        …Eben?!

      • Katharina sagt:

        f(gaby) -> devnull

      • alien sagt:

        Ich bezweifle, dass Gabi auch nur die geringste Ahnung hat, was /dev/null ist. Es würde mich ausserdem erstaunen, wenn er sich erinnern könnte, was eine Funktion ist.

      • Katharina sagt:

        er denkt er haette eine.

      • Gabi sagt:

        Ich hab noch nicht mal Respekt vor – apropos verheimlichte! – vorgegebenen Schwangerschaften!
        ;-)

  4. Dr. Papa sagt:

    Und warum ist von Väter in Not hier nie die Rede??? Gibt es natürlich nicht… klar…

  5. fufi sagt:

    Solange es Mütter gibt, die sich nicht anders zu helfen wissen, als das Kleine auf den Müll zu werfen, oder in eine Klappe – und tschüss.
    SO Lange jedenfalls ist KEINE Klappe eine Klappe zuviel!

    Und da mag ich doch gewissen MoralistInnen nur 1 sagen: Klappe!

    • O. S. sagt:

      Jaja, genau Fufi theologicus: Wer seine Moral entsorgen möchte, bitte, hier ist die Moral-Klappe. Moral reinlegen, Klappe betätigen und fort ist das schlechte Gewissen, und das gute auch,, .überhaupt ist man sein Gewissen los. Das ist praktisch, sollen sich andere drum kümmern, solange ich nur vögeliwohl und frei von jeder Moral bin.

  6. Remo Wyss sagt:

    Was mich interessieren würde: Es ist immer von verzweifelten Müttern die Rede. Wie würde es von den Lesern hier beurteilt, wenn ein Vater oder gar ein Paar ihr Kind töteten? Wäre die Baby-Klappe auch für diese Fälle eine mögliche Notlösung? (Oder – etwas provokativ gesagt – würden dann alle nur härtere Strafen fordern?)

  7. GionSaram sagt:

    Zuerst wurde für das Recht auf Abtreibung mit dem Kampfruf “Mein Bauch gehört mir” gefordert. Familienplannung durch alle möglichen Verhütungsmittel ist für jede Frau und jeden Mann überall erhältlich und erschwinglich geworden. Trotz all diesen Möglichkeiten, müssen wir jetzt den Müttern und Vätern auch noch das Recht einräumen, sich mittels Babyklappe und anonymer Geburtsmöglichkeiten feige aus ihrer Verantwortung zu stehlen, weil sonst die Gefahr besteht das die Menschen ihre eigenen Kinder einfach umbringen. Das menschliche Leben ist billig geworden in unserem Land.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @GionSaram:
      von den von Ihnen angesprochenen Möglichkeiten,
      beurteilen Sie die Abtreibungslösung als weniger feige als die Klappenlösung?
      Wäre es besser das ungeborene Kind zu beseitigen als nach der Geburt in eine Klappe zu legen?
      Mag sein dass das Leben billig geworden ist,
      wenigstens sind tote Babies hierzulande noch eine Zeitungsmeldung wert…,
      und anderen sogar soviel wert, dass sie sich um die Bereitstellung solcher Klappen bemühen.

      • Sportpapi sagt:

        Richtiger wäre es aber, werdende Mutter in ihrer Verzweiflung zu unterstützen. Ihnen helfen, dass Sie in geschützter Umgebung ein Kind auf die Welt bringen können, und es anschliessend – wenn es nicht anders geht – abgeben können (Adoption).

      • GionSaram sagt:

        Ganz klar finde ich Abtreibung auch schlimmer als das Entsorgen von ungewollten Kindern. Aber warum muss man die Mütter zur Feigheit auch noch animieren? Frau kann schon heute legal im Spital ein Kind auf die Welt bringen und es nachher zur Adoption freigeben, mit dem einzigen Unterschied das so später mal das Kind ein Recht darauf hat den Namen der Mutter zu erfahren, mit der Babyklappe wird das elegant verhindert. Wann kommt eigentlich dann die Seniorenklappe wo wir sabbernde, demente Grosseltern anonym entsorgen können, anstatt sie zu erschlagen und auf der Müllhalde zu entsorgen?

    • Carolina sagt:

      Ach was, das ist auch wieder so ein Satz: das Leben sei billig geworden. Noch vor 30 Jahren war die Säuglingssterblichkeit so viel höher als heute, das war ‘billig’. Die Babyklappe ist eine relativ unaufwendige Möglichkeit, die schlimmsten Verzweiflungstaten aufzufangen. Diese hat es immer gegeben, es geht hier um menschliche Ausnahmesituationen, die heute durch eine Babyklappe besser aufgefangen werden kann.

      • Carolina sagt:

        Natürlich wäre das richtiger, Sportpapi. Hier geht es aber nicht um Abtreibung, die in der Regel eine einigermassen informierte Wahl darstellt, sondern um eine absolute menschliche Ausnahmesituation, die extrem selten ist. Wenn verhindert werden kann, dass durch so ein einfaches Mittel wie die Babyklappe auch nur ein Baby ausgesetzt wird, ist sie zu unterstützen.
        Durch Beratung, Aufklärung und Informationen werden Sie diesen kleinen Anteil an Müttern, die sich in dieser verzweifelten Situation befinden (oder meinen, dass…), nicht erreichen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Mein Problem ist, dass ich mich in keiner Art und Weise in diese verzweifelten Frauen einfühlen kann, sondern nur zur Kenntnis nehmen kann, dass es sie gibt. Helfen Sie mir: Wie kommt es dazu, dass keiner der vielen möglichen, “normalen” Wege eine Alternative bietet? Heute?

      • Carolina sagt:

        Glauben Sie allen Ernstes, dass ich darauf eine Antwort habe? Ich muss, wie wir alle, zur Kenntnis nehmen, dass es Dinge gibt, die wir weder nachvollziehen noch verstehen können. Ich kann mir für mich nicht vorstellen, so verzweifelt/umnachtet/verstört zu sein, dass ich mein Baby weggebe, aber trotzdem gibt es das (allerdings wirklich sehr, sehr selten). Diese absoluten Ausnahmesituationen kann man aber natürlich nicht vorher therapieren, behandeln, durch Information verhindern, also ist eine Babyklappe, unter den Umständen eine gute Sache.

      • Sportpapi sagt:

        Was, wenn eine Babyklappe erst dazu führt, dass ein Kind ausgesetzt wird? Ich bin mir da ehrlich nicht so schlüssig, was ich davon halten soll.

      • Sportpapi sagt:

        Eigentlich tendiere ich dazu, Kristina Schröders Lösung der “vertraulichen Geburt” als richtig anzuschauen. Wobei nicht zwingend nach 10 Jahren die Identität der Mutter aufgelöst werden muss. Aber kann, früher oder später, wenn die Situation sich verändert hat. Und wo auch eine Betreuung der Mutter stattfindet.

      • E.H.Roth sagt:

        das haben Sie sehr gut formuliert Carolina. Dinge, die wir weder nachvollziehen noch verstehen können.” ich habe nur am Rande und für ein kurze Zeit bei einem Arbeitskollegen miterlebt als seine Frau für einige Wochen aus der Familie ausgeklinkt hatte. Sie lies Buchstäblich Haus, Kinder, Mann alles stehen. Nebst dem Stress und anderen Belastungen konnte wir insbesondere auch ich nie nachvollziehen wie so etwas passieren kann. Die nüchterne Betrachtung ist, dass wir nicht oder kaum in der Lage sind bei Grenzsituationen zu helfen und verstehen wie man einfach weglaufen kann.

      • Carolina sagt:

        Tja, das ist wie die Frage nach Henne und Ei, oder? Oder wie die Frage, ob der Armeerevolver zuhause zur hohen Suizidrate beiträgt oder nicht? Und wenn in einem Fall das Vorhandensein der Babyklappe dazu ‘verführt’, sie auch zu benutzen, heisst das immer noch nicht, dass sie nicht Sinn macht. Ich habe darauf keine Antwort, aber beim Babyklappensystem besteht wenigsten die Möglichkeit, eine Torschlusshandlung später rückgängig zu machen bzw sich ihr zu stellen. Wenn ein Kind im Wald ausgesetzt wird oder wie neulich auf einer Deponie – würde sich die Frau dem noch zu stellen wagen?

      • Carolina sagt:

        Sportpapi, der vorige Post war an Sie gerichtet, sorry. Und ich sehe nicht, warum Schröders Idee die Babyklappe ausschliessen muss.
        HR Roth: Genau.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Wegen der Anonymität. Offenbar ist es nicht zumutbar, seine Identität offen zu legen.

      • Gabi sagt:

        Natürlich kann ich mir nicht anmassen, zu wissen, wie´s im Einzelfall aussieht…

        Aber vorstellen, dass erst die Babyklappe dazu verführt, das Kind weg zu geben, das kann ich mir beim besten Willen nicht.

        Ich möchte Deine Gedankengänge respektieren, Sportpapi. Doch glauben, dass dem so ist, das kann ich nicht.

        - ich geb nochmal zu: Mir wäre gar nie in den Sinn gekommen, den Nutzen einer Babyklappe in Frage zu stellen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wer seid ihr, andern Menschen ‘Feigheit’ vorzuwerfen, wenn sie in einer höchst persönlichen Angelegenheit höchst persönlich entscheiden? Ich hatte selbst einen Schwangerschaftsabbruch, vor langer Zeit, aber nie hätte ich ein Kind zur Adoption freigeben können. Was nicht heisst, dass ich das in irgendeiner Weise werte, wenn es eine andere Frau tut. Ich kenne eine, die es tat, wir sprechen nie darüber, sie weiss wohl nicht einmal, dass ich es weiss. Es ist zu respektieren, fertig!

      • Sportpapi sagt:

        Man kann auch in einer höchst persönlichen Angelegenheit höchst persönlich feig entscheiden. Und ja, ich kann Menschen, Väter wie Mütter, nicht verstehen, die nicht zu ihrer Verantwortung stehen, wenn sie ein Kind gezeugt haben. Das ist meine, höchstpersönliche Haltung. Ich kann hingegen verstehen, dass man ein Kind zur Adoption frei gibt, wenn man sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlt. Auch wieder: meine ganz persönliche Haltung.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du mutest einer Frau, die ungewollt schwanger wurde, also zu, dass sie das Kind austrägt und dann zur Adoption freigibt? Wenn sie das nicht tut, ist das feige, deiner Meinung nach. Es erstaunt mich eigentlich nicht, dass du auch in dieser Hinsicht völlig reaktionär bist, das passt nahtlos zu deiner Haltung ganz allgemein. Die Frauen als Leibeigene der Männer, ohne Entscheidungsfreiheit, noch nicht einmal, wenn es um ihre höchtspersönlichen Rechte geht. Aber du findest es ja auch ein Verbrechen – nicht ein Vergehen, ein Verbrechen – wenn eine Frau ihre Schwangerschaft dem Erzeuger verschweigt.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Nicht alles im Leben geht immer um deinen Geschlechterstreit. Manchmal geht es einfach um Respekt vor dem Leben und persönliche Verantwortung. Um Werte, die man nicht einfach aus Bequemlichkeit über Bord wirft.
        Aber, um auf dein Argumentationsniveau zurückzukehren: Weshalb, bitte sehr, darf ich als Mann eigentlich meine Vaterschaft nicht ablegen, abgeben, mich von jeder Verantwortung lossagen? Weshalb soll ein Mann Jahrzehnte lang “Leibeigener” der Frau sein, die sich für das Kind entschieden hat? Soll sie doch selber schauen, wenn sie es so möchte!

      • Sportpapi sagt:

        Dann kannst du mir natürlich auch noch den Unterschied zwischen einen Vergehen und einen Verbrechen aufzeigen, als werdende Juristin. Ich bin da nicht so sattelfest, da ich mit dem Gesetz glücklicherweise nicht in Konflikt bin. Für mich ist ein Verstoss gegen das Gesetz ein Verbrechen. Nicht mehr und nicht weniger.

      • Gabi sagt:

        Also die Situation geniess ich in ihrer Paradoxie wirklich:

        Im Grunde genommen befürworte ich Pippis Einstellung, dass es auch möglich sein muss, sich von einem Kind loszusagen, wenn man sich nicht fähig fühlt, die Verantwortung dafür zu übernehmen. (schon weil ich glaube, dass sogar ein CH-Heim –ich zähle auch ehemalige Heimkinder zu meinem Bekanntenkreis – besser sein kann, als eine vollkommen zerrüttete Familiensituation).

        Und andererseits stimme ich natürlich SP vollkommen zu, dass es dann eben auch nicht falsch sein kann, dass sich ein Vater von Kind und Mutter lossagt…

        Fasznierend.

      • marie sagt:

        und ein kind von vater und mutter?

      • Widerspenstige sagt:

        ‘..Das Wohl des abgegebenen Kindes soll also künftig höher gewichtet werden, denn laut Experten bekommen Kinder, die nichts über ihre leiblichen Eltern wissen, häufig Probleme mit der Identitätsfindung und dem Selbstwertgefühl…’

        Ich bin unschlüssig, was der richtige Weg wäre. Bei näherer Betrachtung darf aber dasselbe Recht auch für Väter in Erwägung gezogen werden. Und das finde ich jetzt doch Grund genug, die Babyklappe doch in Frage zu stellen. Bei allen positiven Gedanken, die hier gewälzt wurden dafür. Da wäre Schröders ‘anonyme Geburt’ doch ethisch vertretbarer um das Kindeswohl!

      • Carolina sagt:

        Widerspenstige, ich wiederhole meine Frage: warum kann es nicht beides geben? Ich bin mir nicht sicher, ob eine junge Frau, die eine Schwangerschaft geheimhält und sich (anscheinend) in einer absoluten Extremsituation befindet, sich auf die Zusicherung, anonym gebären zu dürfen, verlassen würde. Daher Babyklappe schon auch, meine ich.

      • GionSaram sagt:

        @Pippi Langstrumpf Schliesst ihr Verständnis für die Feigheit von Menschen die ungewollt Eltern zu werden drohen auch die Männer mit ein, die vor lauter Bammel vor der Verantwortung Vater zu sein oder zahlen zu müssen, die Frau zur Abtreibung drängen oder sich einfach aus dem Staube machen? Oder gilt dieses Verständnis nur für die armen, verzweifelten Mütter, die ebenfalls bloss zu 50% für die Entstehung dieses unverwünschten Lebens verantwortlich sind. Die Babyklappen sind das moralische Gegenstück zum Mann der sich nach der Zeugung aus dem Staub macht.

      • GionSaram sagt:

        @Pippi Langstrumpf um 17:22 Rechtfertigt es die Befreiung der Frau von der angeblichen Leibeigenschaft des Mannes, zu diesem Zweck ein lebendig geborenes Kind seiner Eltern zu berauben und ohne Herkunft und Wurzeln aufwachsen lassen? Wo in der Schweiz wird den noch die Leibeigenschaft der Frau durch den Mann praktiziert? Im neuen Ehegesetz? Im neuen Scheidungsgesetz? Im Erbrecht oder im Arbeitsrecht? Leben wir wirklich im selben Land? Die meisten meiner Nachbarinnen die Kinder haben fühlen sich nicht als Sklaven sondern als freie Menschen die ihre Kinder lieben, genauso wie die Väter.

      • Widerspenstige sagt:

        Eben, das ist das Dilemma in der Frage in sich, Carolina: wir KÖNNEN selbstverständlich Beides befürworten, ohne die Moralkeule zu schwingen. Alles soll dem Kindeswohl Recht u billig sein, gemäss Credo hier. Demnach Babyklappe und ‘anonyme Geburt’.
        ABER, ja jetzt kommt bei mir halt einfach ein ganz grosses ABER: wenn wir A sagen zu Babyklappen in allen Spitälern, dann müssen wir auch B sagen. Und das heisst ganz einfach, dass Väter moralisch nicht verurteilt werden dürfen, die sich von einer Vaterschaft distanzieren. DAS wäre dann die logische Folge. Wollen das FrauenrechtlerInnen wirklich?!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        ich finde Extremsituationen können nicht mit gleichen Massstäben gemessen werden, und Überlegungen/Beurteilungen welche auf die Extremsituation passen, passen nicht überallhin und dürfen nicht einfach abgeleitet werden.
        Hier Extremsituation: Mutter gibt Baby entweder in die Babyklappe oder setzt es aus/tötet es.
        Eher seltenes Ereignis, dass das Kind überlebt ist das Entscheidendste.
        Gründe weshalb der Vater keine Hilfe ist, vielleicht gar nicht informiert ist, äusserst vielfältig.
        Die normalere Variante: Frau wird schwanger und er will nicht. Riesen Spektrum an Vorgeschichten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und weil es nun im seltenen Extremfall gut sein soll dass sich die Mutter vom Kind verabschiedet,
        soll es zwangsläufige und logische Schlussfolgerung sein,
        dass im geläufigeren Szenario dem Mann dasselbe Recht zugestanden werden müsste,
        und weil ich das als rechtsbewusste Frau nicht gut heissen kann,
        darum müsste ich der Klappe ebenso ablehnend gegenüber stehen?

        Ich finde eine rechtsbewusste Frauenrechtlerin muss diese Schlussfolgerung gar nicht ziehen,
        weil sie nicht wirklich lebens-logisch ist… :-)

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild Steiner: Was macht denn die Extremsituation aus, ausser dass es tatsächlich gelingt, die Schwangerschaft zu verbergen (wie das geht ist mir schleierhaft, aber sicher sind nur wenige Frauen rein körperlich dazu in der Lage). Das heisst, nur in wenigen Fällen ist es überhaupt möglich, die gleiche Verzweiflung teilen aber möglicherweise noch viel mehr Frauen (und Männer!) in der gleichen Situation der ungewollten Schwangerschaft.

      • Widerspenstige sagt:

        Wo wollen Sie, Brunhild, denn den Strich ziehen für eine ‘Babyklappen-würdige’ Extremsituation und wo nicht?

        Das wissen wir doch schlicht nie oder?
        Eigentlich ist ja jede ungewollte Schwangerschaft u.a. ausserhalb einer tragfähigen Beziehung eine Extremsituation für eine Frau. Ich würde behaupten, dass nach Einführung der flächendeckenden Babyklappen vermehrt Babies bei ungewollter Schwangerschaft – an Stelle einer Abtreibung – dort landen dürften. Denn es passiert völlig anonym. Dem sind Tür und Tor für Missbrauch geöffnet und wäre kontraproduktiv. Ich befürworte eher die ‘anonyme Geburt’.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi
        @Widerspenstige:
        die Extremsituation mache ich daran fest dass es sich bei den Babyklappenbabies vermutlich um alleine-zuhause-oder-irgendwo-entbundene Kinder geht. Frauen welche aus verschiedensten Gründen den Weg zur Hilfe (in diesen Fällen ja nicht einmal der Abtreibung) nicht geschafft haben.

        Das ist für mich ein riesen Unterschied zu einer Situation wo Frau und Mann sich nicht nur bekannt sind,
        sondern auch noch miteinander, oder wenn schon nicht miteinander, dann mit anderen Personen über die Situation sprechen können.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        bloss weil es in der Nähe Babyklappen gibt wird sich eine Frau-
        welche als Alternative die Abtreibung zur Verfügung hätte,
        (sich also mit der Situation auseinandersetzt und Entscheidungen trifft),
        ganz sicher nicht die Schwangerschaft austragen
        UND heimlich im Zimmer gebären, und dann das Kind in die Klappe bringen.

        Mir ist nicht ganz klar wo Sie einen Missbrauch befürchten.
        An was für Szenarien denken Sie?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        für die anonyme Geburt müsste sich die Schwangere ja in einem Spital melden gehen,
        ob das Frauen in solchen Situationen machen würden?
        In Frankreich wird die anonyme Geburt praktiziert, es wäre interessant zu erfahren wie das dort gehandhabt wird.

      • Sportpapi sagt:

        Je mehr ich mich damit beschäftige, desto fragwürdiger finde ich das. http://www.sueddeutsche.de/panorama/tote-saeuglinge-und-babyklappen-kritik-an-der-klappe-1.295402

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich glaube nicht dass wir in dieser Frage Deutschland, und Vorkommnisse dort im Umfeld der Klappen
        mit der Situation in der Schweiz vergleichen können!
        Die Anzahl ausgesetzter, getöteter Neugeborenen liegt vermutlich in Deutschland um einiges höher als in der Schweiz, habe keine Zahlen zur Hand, ist einfach eine Vermutung aufgrund der viel häufigeren Anonymität in deutschen Grossstädten, da können wir in der Schweiz mit unsrer “grossen” Stadt Zürich ja grad einpacken.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, ist wohl nicht ganz vergleichbar. Umso besser. Mir ging es um dies: “Genaue Zahlen gibt es für Berlin: Dort gab es früher jährlich ein bis zwei Findelkinder. Mit Einrichtung der Klappen wurden in drei Jahren 32 Babys anonym und elternlos.” Und dies: “Die Klappen verführten dagegen Eltern, die im Besitz ihrer Ratio sind und eigentlich in der Lage wären, legale Hilfsangebote anzunehmen, ihre Kinder zu “entsorgen”. Auch behinderte Kinder seien schon in den Babyklappen gefunden worden, so Riedel. “Womöglich wollten sich die Eltern auf diese Weise der Unterhalts- und Sorgepflicht entziehen.”"

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        gehen wir davon aus dass diese 32 Kinder nur aufgrund angebotener Klappe abgegeben wurden,
        dann stellt sich die Frage, was mit diesen 32 Kinder vor Klappen-Zeit passiert ist?
        Fehlen nun tatsächlich 32 Gesuche um Hilfestellung weil die Babies anstattdessen “entsorgt” worden sind?
        (Müssten eigentlich wenn die Schlussfolgerung stimmt)
        Oder sind es nicht vielmehr einfach 32 verwahrloste Kinder weniger die in dieser riesen Stadt grosswerden müssen?
        Weil deren Eltern nämlich in Vor-klappen-Zeit genauso wenig Hilfe gesucht haben?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Aber heute, wo die Klappen angeboten werden, die Entscheidungskraft für diesen Gang aufbringen?
        Ich vermute dass eher letzteres der Fall sein wird und die Stellen, welche Hilfsangebote für derart sich bedrängt fühlende Eltern anbieten, sich nicht über einen Rückgang von Hilfsgesuchen beklagen müssen-
        weil quasi ihre Klientel per Klappe entsorgt worden ist.

      • Sportpapi sagt:

        Wer weiss, was die Alternativen wären? Am ehesten doch Beratung und Freigabe zur Adoption, oder?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        klar steht für mich Beratung (schon nur eine Schwangerschaft komplett im Sologang zu durchlaufen finde ich nicht empfehlenswert!) und im “schlechtesten” Fall eine geregelte Freigabe zur Adoption, oder auch bloss Freigabe für Pflegeeltern als bessere Lösungen da.
        Aber dieser link brachte doch 32 Kinder ins Spiel,
        die da plötzlich in der Klappe landeten, böse böse Klappe!
        Und impliziert dass es diesen 32 ausserhalb einer Klappe viel viel besser ergangen sei,
        und deshalb die Klappen dichtgemacht gehörten.
        Das finde ich ziemlich akrobatisch schlussgefolgert (von den Autoren).

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Die Autoren stellen immerhin fest, dass die Kindstötungen nicht abgenommen haben, die Kinder in der Klappe also eher halt ein anderes Leben vor sich gehabt hätten. Und da liegt für mich Beratung in der Not und gegenebenfalls Adoptionsfreigabe deutlich näher als Verwahrlosung. Weshalb soll eine Frau ein Kind behalten, für das sie offenbar nicht sorgen kann und will, wenn es auch eine vernünftige (nicht gute) Alternative gibt? Für mich ist es auch fraglich, dass die Frauen absolute Anonymität geniessen sollen – ist das sinnvoll? Oder nicht doch ein sanfter Zwang zur Beratung?

      • Gabi sagt:

        Ich meine, was Du unterschätzt, Sportpapi, ist die Unfähigkeit von einer nicht zu unterschätzenden Zahl von Menschen – die damit zwangsläufig Sozialfälle werden – , sich auch nur an geringste Vorgaben, Pläne, Termine zu halten. Die nur schon überfordert damit sind, zu einer abgemachten Zeit zu einem Beratungsgespräch zu erscheinen. Ich hab das selber kaum glauben können, aber im Zusammenhang mit Sozialmassnahmen aus erster Hand erfahren.
        Für die sind die von Dir in Aussicht gestellten Möglichkeiten keine, die sie “gleichwertig” empfinden, sondern eine “Beratung” ist nur eine weiter Mühe,

      • Gabi sagt:

        welche einem schnellen, unkomplizierteren “Bloss weg damit und nicht mehr dran denken!” im Weg steht.

        Ich persönlich neige nun mal zur Annahme, dass dann eben ein Verschwindenlassen auf Autobahnklo oder gar im Müll diesem Bedürfnis dann eher entgegen kommt, als das aufgedrängte “Redenwirmaldrüber”-Angebot.

      • marie sagt:

        ich vermute sogar, dass es u.a. auch an ganz banalen angelegenheiten “hapert”. ganz viele, wissen nicht einmal, was eine babyklappe ist und dass es beratungsstellen gibt, die sich um menschen kümmert in extremsituationen. dazu kommt noch, wenn man in einem kleinen dorf wohnt, wo alle alle kennen und man ungewollt schwanger wird und dann abtreibt oder zur adoption das kind freigibt, man hemmungen hat zur gemeinde zu gehen, um sich zu erkundigen, wo man sich melden kann. ich glaube diese “banalen” fakte, werden unterschätzt.

      • Gabi sagt:

        Stimmt. Guter Einwand.

        Wird wohl schon in einer “Stadt” wie Davos sehr einschneidend zum Tragen kommen.

      • Widerspenstige sagt:

        Was mich besonders stutzig macht ist dieser letzte Satz im Link von Sportpapi: ‘..Es sei keineswegs sichergestellt, dass immer die Mütter die Kinder ablieferten, betont Ulrike Riedel: Womöglich geschieht dies mitunter auch ohne ihre Zustimmung oder ihr Wissen…’!!

        Das hätte ich mir auch niemals gedacht, dass diese ‘Möglichkeit’ auch noch besteht. Die Mutter weiss nicht mal, dass man ihr das Kind ‘entsorgt’ hat….unglaubliche Dinge passieren vor unseren Augen u eine Babyklappe soll das ‘abfangen helfen’?!

        Ich bin jetzt doch ziemlich dagegen, ja!

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Ich kenne das Szenario und genügend solche Menschen. Da wünscht man sich ernsthaft, sie würden nie Kinder bekommen – tun sie aber trotzdem. Aber zu meinem Link: Es wird festgestellt, dass es eben nicht zu weniger Kindstötungen kommt, wenn es eine Babyklappe hat, sondern eben “nur” zu mehr abgegebenen Kindern. Wenn das stimmt, dann wäre die Alternative halt eben doch sanfter Zwang zum Beratungsgespräch und Adoption, quasi “Entsorgung” im positiven Sinne.

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Das Thema wollte ich nicht auch noch aufnehmen, weil ich es kaum glauben kann. Aber ist es ausgeschlossen, dass ein verzweifelter Vater (oder Grossvater!) das Kind einfach nimmt und abgibt, und die Mutter dann gar nicht mehr anders kann, als es zu akzeptieren?

      • one sagt:

        meine fresse: es gibt werdende mütter, die vorher das neugeborene das wc hinab spülen werden, als in eine beratung zu gehen. zwang nützt in solchen fällen gar nichts, höchstens, mit ein wenig glück, die babyklappe.

      • Gabi sagt:

        Ich gebe zu: Das Thema verwirrt und verstört zunehmend.

        … Gegen den Willen abgegeben? – Puh.

        Aber auch hier: Im Falle der Klappe kann man das dann wohl noch eher rückgängig machen, wenn die Mutter das eben doch nicht akzeptiert, als wenn der Säugling schon irgendwo unter Müll kompostiert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        willkommen in der Realität, Gabi und marie haben Ihre Frage eigentlich schon perfekt beantwortet.
        Wie stellen Sie sich denn das vor?
        Und ist Ihnen bewusst wie unendlich lange es geht bis aufgrund einer Gefährdungsmeldung ans Amt
        konstruktive Schritte gegangen werden?!
        Wenn es bei so vielen Familien ja nicht mal mit Essen/TV etc Konsum klappt,
        wie sollen es da die wirklich “an der unteren Skala der Selbstverantworung” Lebenden schaffen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        seltsame Argumentation, weil jemand annimmt dass… ????

        Dies müsste ja Frauen betreffen welche NICHT in einem Spital/Geburtshaus/Haushebamme geboren haben,
        und deren Kind und ihr Name somit nicht erfasst worden ist!

        Ich glaube nicht dass nicht-wohlgesonnene Drittpersonen bei diesen Frauen irgendein Problem hätten
        das Kind halt anderweitig entsorgen zu lassen, wenn sie von einer Entsorgung offenbar überzeugt sind.

        Dieses Argument als Contra zur Klappe unterschlägt gewaltig die Dimension in der die betroffenen Frauen leben!!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige, 2
        weils mich immer noch nach Luft schnappen lässte:
        “….unglaubliche Dinge passieren vor unseren Augen”- passieren?!
        Weil betreffende Damen schreibt: “Womöglich geschieht dies mitunter auch ohne ihre Zustimmung oder ihr Wissen…”, also einfach eine Annahme zur Tatsache erklären?
        Ausklammern dass es sich in solchen Fällen um nicht-erfasste Kinder handeln müsste (denn diesen würde ja wohl irgendwann nachgefragt werden, oder nicht?), denen im Nicht-Klappen-Existenz-Fall vermutlich nichts Gutes droht? Und ihnen gleich noch den letzten guten Ausweg verbarrikadieren?
        Null Verständnis.

      • Gabi sagt:

        “…Also einfach eine Annahme zur Tatsache erklären?”

        - Das war jetzt aber mal nicht mein Alarmlämpli in Sachen wiederholende Muster, das will ich schon festgehalten haben, WS!
        ;-)

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Welche meiner Fragen wurde denn bereits perfekt beantwortet? Mir scheint nach meiner kurzen Recherche, dass die Babyklappe sher unterschiedlich bewertet wird, gerade weil man nicht wirklich viel weiss über die Mütter, die hier ihre Kinder abgeben. In meinem Link wurde sehr vernünftig argumentiert. Wenn Sie das nun einfach alles wegwischen, weil Sie das besser zu wissen glauben, dann ist das einfach etwas simpel. Für Berlin geht man davon aus, dass seit Einführung der Babyklappe viel mehr Kinder abgegeben, aber nicht weniger getötet/deponiert wurden. Ich kann das glauben. Sie nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht. Ich bin da skeptisch, aufgrund von dem, was ich weiss, und vor allem auch nachgelesen habe.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Widerspenstige hat doch recht, wenn Sie die skizzierte Gefahr ernst nimmt, als tatsächliches, vorhandenes Risiko. Willst du behaupten, sie liege da falsch, nur weil du dir das nicht vorstellen kannst oder willst?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi: ich wische nirgendwo was weg oder glaube nicht,
        aber ich behaupte dass die Schlussfolgerungen nicht sauber sind.
        Gabi und marie haben ausführlich zu erklären versucht
        weshalb die Eltern dieser 32 Kinder NICHT eine Beratung aufsuchen werden.

        Und ich habe gesagt, dass diese 32 “zuviel” abgegebenen Kinder im Fall der “es hat keine Klappe” unter unsäglichen Bedingungen aufwachsen müssten, und wenn sie Glück haben irgendwann vom Sozialamt aufgegriffen werden da Gefährdungsmeldungen eintreffen.
        Dank Klappenabgabe aber sind diesen 32 Kinder ein paar miese Jahre erspart worden!

      • Gabi sagt:

        Selbst wenn´s genauso wäre, Sportpapi (“Für Berlin geht man davon aus, dass seit Einführung der Babyklappe viel mehr Kinder abgegeben, aber nicht weniger getötet/deponiert wurden.”), dann heisst das doch aber nicht automatisch, dass diese Kinder es nun besser haben müssen.

        Wie gesagt; ich hatte Bekannte, mit Heimhintergrund – oder auch adoptiert.

        Wir werden unsere Standpunkte beide nie 100%ig belegen können (liegt ja wohl in der Natur der anonymen Sache). Aber aussgeschlossen kann doch auch nicht werden, dass es ein paar Kinder wesentlich besser hätten, wären sie gleich abgegeben worden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        das widerspricht in KEINSTER Weise Ihrem link, noch stelle ich das dort vermerkte in Abrede.

        Alles was ich mache ist komplett andere Schlussfolgerungen zu ziehen, ich wiederhole nochmals,
        diese 32 “zuviel” abgegebenen Kinder kommen aus Hintergrund
        welcher sich eben gerade NICHT Hilfe geholt hätte,
        sondern zugesehen hätte bis von aussen eingegriffen wird,
        dieser Leidensweg wurde diesen 32 Kinder dank der Klappe erspart.
        Und damit: ein Hoch auf die Klappe!!!

      • Gabi sagt:

        Sorry, BS… Noch eine Verständnisfrage:

        Was meinten Sie mit “Wenn es bei so vielen Familien ja nicht mal mit Essen/TV etc Konsum klappt,”

        Was meinten Sie genau mit dem Querstrichwort?

      • Gabi sagt:

        “ein Hoch auf die Klappe!!!”

        … Ihr Wort in Francois Truffauts Ohr!

        (“Argent de poche”!)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        zu den “Zwangsabgegebenen”,
        Kinder die regulär geboren werden sind mit Namen, und inklusive Namen der Mutter erfasst,
        die können nicht einfach so per Klappe entsorgt werden, resp. wenn die Mutter trotz ungemütlicher Umstände regulär geboren hat, dann hat sie Kontakt zu einem Kinderarzt/Kinderärztin, Nachkontrolle etc und würde wohl eine Vermisstenmeldung aufgeben! Ich finde es wirklich sehr abenteuerlich aus einer formulierten Möglichkeit feste Tatsachen abzuleiten, kombiniert mit der Forderung Klappen dichtzumachen, bloss weil sich jemand überlegt hat dass es ja mögl sein könnte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi: damit wollte ich die Überforderung zeigen, welche schon in nicht speziell randständigen Familien, herrschen kann. Und trotz Infoflut und Elternabende und Spezialveranstaltungen ändert sich gar nichts.
        Das wissen wir alle.
        Aber gehen davon aus, dass sich die wirklich “Randständigen”, diejenigen die noch ein paar Stufen weiter unten sind was ihre Erziehungsfähigkeit betrifft, sich selbstverständlich Hilfe suchen gehen
        und man ihnen selbstverständlich keine Klappe an Weg legen darf?
        Wenns bei “den Normaleren” nicht mal mit dem Ernährungs1mal1 klappt?

      • Gabi sagt:

        Ah… Dann hab ich Sie schon richtig verstanden.

        Mir müssen Sie das nicht erklären. Ich hab das, wie gesagt, mittlerweile auch schon mitgekriegt. Eben: Menschen, die kriegen noch nicht mal jene Termine auf die Reihe, wo es drum ginge, dass die sogar Geld dafür kriegen.

        Die sind vollkommen hilflos (und wenn´s nun zu mitleidig klingt: Ich ärgere mich extrem darüber… Könnte geradezu sozialdarwinistische Anwandlungen kriegen!).

        Aber mir genügt´s ja nur schon, wenn ich mitkriege, dass sich die Verwandschaft noch nicht mal Gedanken über mögliche Gesundheitsgefährdung durch Kinderspielzeug m.!

      • Sportpapi sagt:

        Die Mütter sind also Randständige, die nicht einmal in der Lage sind, ein ungewolltes Kind, das sie in einem Spital gebären, zur Adoption freizugeben, wenn sie diese Empfehlung erhalten?

      • Gabi sagt:

        Bestimmt trifft das auf Einige auch so krass formuliert zu.

        (und eben: wenn schon nur ein Baby durch die Klappe… Du weisst schon)

        Kannst Du Dir das denn überhaupt nicht vorstellen?

      • Gabi sagt:

        By the way, Sportpapi:

        “…ein ungewolltes Kind, das sie in einem Spital gebären…”

        Eben nicht! Möglicherweise nicht einmal das! Schon ein Spital ist ja offenbar too much…

        Sorry; aber ich glaub wirklich, Du kannst Dir das nicht vorstellen.

      • Widerspenstige sagt:

        Wie SP sagt u im Link steht, besteht tatsächlich das befürchtete Risiko, dass es zu Missbräuchen kommen könnte, und zwar vermehrt, wenn flächendeckend Klappen vorhanden wären, als wir sie uns einfach vorzustellen bereit sind. Das muss Sie jetzt nicht zum Luft schnappen bringen, Brunhilde, sondern zum reflektierenden Innehalten des Befürchteten. Das schmeckt wieder sehr nach Symptonbekämpfung statt den Ursachen dieser absoluten Verzweiflung von frisch entbundenen Müttern nachzugehen. Es streiten ja nicht umsonst anscheinend seit Einführung Kirchen, Ärzte u Juristen darüber oder?

      • Widerspenstige sagt:

        Wollen wir einfach uns beruhigend zurück lehnen und diese verzweifelten und wahrscheinlich einem Suizid nahen Mütter ihrem Schicksal überlassen und flächendeckend Babyklappen für ihre Not einführen? Oder wollen wir es bei wenigen Babyklappen zB in allen vier Sprachregionen innerhalb der CH in Kantonsspitälern bewenden lassen u die anonyme Geburt näher unter die Lupe nehmen? Denn wie auch im Link erwähnt, sperrt sich auch eine Terre des Hommes dagegen.

        Es bleibt ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft, wenn nur via Babyklappen notleidenden Müttern ‘geholfen’ werden kann. Mich schaudert es!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich denken Sie gehen von falschen Annahmen aus.
        Dass sind eben gerade nicht Schwangere welche monitorisiert sind,
        welche bekannt sind,
        welche von irgendwelchen hilfsbereiten Institutionen Empfehlungen erhalten.
        Und in deutschen Grossstädten haben von sie von diesen Schwangeren vermutlich mehr als in der ganzen Schweiz zusammen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        doch, das Luft-schnapp-Recht behalte ich mir weiter vor.
        Diese Frau hat eine Annahme geäussert, welche Sie als feststehende Tatsache aufgenommen,
        und daraus Schlussfolgerungen gezogen haben, nämlich: die Klappen sind gefährlich.

        Mütter denen tatsächlich auf diesem Weg die Kinder weggenommen werden,
        deren Kind ist gar nicht registriert! Siehe mein 21:32 Kommentar.
        Diesen Mütter ist durch fehlende Klappen in keinster Weise geholfen, ihr destruktives Umfeld hätte nämlich auch vor anderen “Massnahmen” keine Skrupel.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        den 32 “zuviel” abgegebenen Kindern aber sind miese erste Jahre espart worden,
        es dauert nämlich bis von amteswegen eingeschritten wird,
        und ich bin nicht unglücklich dass den Kindern sehr viel Schmerz erspart worden ist.
        Und das soll nicht mehr existieren dürfen weil eine “Möglichkeit” befürchtet wird? Und bei genauerem Hinsehen diesen Frauen sonst einfach auf andere Weise übel mitgespielt werden würde?

        Und eine Mutter die in Nachbetreuung, Kinderärztliche Kontrollen geht,
        bei der wird nachgefragt wo das Kind geblieben ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        und übrigens, Widerspenstige, in der CH-er Babyklappe hat es einen Brief für die abgebende Mutter,
        mit einer ganzen Liste von Hilfsstellen an die sich wenden könnte!

        Es ist keinesfalls so dass diese Frauen wegen der Klappe ihrem Schicksal überlassen werden!
        Sie können sich, wenn ihnen unwohl ist, an betreffende Stellen wenden,
        und sie haben auch das Recht auf Zurücknahme des Baby’s!

      • Sportpapi sagt:

        @BS und Gabi: Ihr habt recht, ich kann mir diese Mütter nur schwer vorstellen. Sie schon? Mir scheint das schwierig, da es sich ja eben um eine anonyme Abgabe handelt, über die Mütter also praktisch nichts bekannt ist. 14jährige, leicht verwahrloste Teenager? Drogensüchtige Obdachlose? Was stellt ihr euch da vor?
        Wie auch immer: Offenbar streiten sich die Fachleute – ich bin keiner. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass eine anonyme Geburt mit sympathischer ist, weil auch für die Mutter gesorgt wird (zumindest während der Geburt). Denn die irgendwo im Wald allein durchstehen, das ist schlimm!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich denke dass wir uns vieles nicht vorstellen können, oder nur unter grosser “Vorstellungskrafaufbringung”
        ist gar nicht mal so ein schlechtes Zeichen…:-)
        Aber ich finde es braucht auch Lösungen für diejenigen Frauen welche keine anonyme Geburt in Anspruch nehmen werden, besonders wenn dies an diese “nach 10J wird Anonymität-aufgehoben”-Regelung gebunden würde.
        Gehen Sie mal hierzulande in die Obdachlosenszene u hören den Menschen zu,
        lesen Sie Berichte von Hilfswerken die sich um Menschen in Not kümmern, teilw erschütternd.
        Für dt Verhältn multipliziern mal wieviel?…

      • Gabi sagt:

        Also ich will ja mit dem Befürworten der Klappe die Möglichkeit einer anonymen Geburt auch nicht ausschliessen.

        Mir geht´s bloss drum, dass ich mir zu plastisch vorstellen kann, wie schlecht eine Mutter, die schon mit sich vollkommen überfordert ist, sich dann noch um ein Kind kümmern würde… Wenn sie´s überhaupt in irgend einer Form täte.

        Andererseits – das Thema hat´s in sich! – hat mich auch WS wieder zum Grübeln gebracht: Wie kommen die Frauen überhaupt zu den wenigen Klappen schweizweit, falls es Mütter sind, die weder Führerschein noch Auto besitzen?

        -

      • Gabi sagt:

        Vom Ort, wo man hierzu den Antwort-Button drückt, lese ich wieder, was Pippi hier ganz oben geschrieben hat.

        ((Kopfschüttel))

        Nicht, dass ich da nicht mit ihr einig gehen würde, aber ich kann mich immer nur wundern, wie verblendet es einem ständig durch die Lappen gehen kann, wie parteiisch, einseitig und ohne jede Empathie, man zugleich immer nur der anderen Seite gegenüber steht…

        “Es ist zu respektieren, fertig!”

        Man stelle sich vor, ich würde mit eben diesem Verständnis und vor allem diesem Schlussatz Männer unterstützen, die sich von ihrem Kind derart lossagen können wollen. :roll:

  8. Wildkatze sagt:

    Ehegattenklappe? Super Idee! Um all die nicht gewünschten Ehemänner zu entsorgen, bräuchte es eine riesige Klappe! Ob man vor einem Kieswerk eine Klappe anbringen kann?

    • Genderbender sagt:

      Für die ungewollten Ehefrauen könnte man in einem grossen Schuhladen einen Total-Ausverkauf ankündigen und nach einem Zeitchen einfach alle Ausgänge verriegeln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …und dann tauchen Sie auf und offerieren uns allen Drinks und was zum knabbern?

      • Sportpapi sagt:

        Sie sind eine ungewollte Ehefrau? (sind das eigentlich die, die das gar nicht mehr sein wollen oder die, die von ihren Männern nicht mehr gewollt werden?)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        nein, momentan noch sehr gewollt und werde dafür sorgen dass dies noch lange, am Besten lebenslang, so bleibt
        (stelle auch brav das Bier (für Beide) in Kühlschrank ;-)

      • Sportpapi sagt:

        Gratuliere!

      • Brunhild Steiner sagt:

        zum Bier-in-Kühlschrank-stellen? ;-) dafür kümmert er sich um den Nachschub… :-)

      • Sportpapi sagt:

        Ich gratuliere zu Ihrer Einstellung und zum Wissen, dass eine Beziehung aus Geben und Nehmen besteht. Das geht immer mehr vergessen, wenn man zunehmend auch uneingeschränkte Unabhängigkeit pocht.

      • Gabi sagt:

        Aber wie in der Schuhausverkaufs-Falle weiter mit der Beute verfahren worden wäre (Fell über die Ohren ziehen, gerben und dann selber zu Schuhen verarbeiten, mit denen wiederum die nächsten rein gelockt werden?) hätte mich schon interessiert.
        :-)

        ((ev. hätte unser Clown vom Dienst noch eine schwülstige, unheilschwangere Phantasie dazu entwickeln können, hihi…))

  9. reiff heidi sagt:

    Es gibt ja so Behauptungen aus der Scyontologieecke gekoppelt mit Religionsfanatismus, dass sich Kinder schon vor der Geburt ihre Eltern aussuchen (Nirwana) Prost Nägeli :-( .

    Hab gar nicht gewusst, dass man eine Schwangerschaft äusserlich vertuschen kann, ein ungeborenes Kind ein Fötus wächst doch im Mutterbauch auf, muss doch auch Platz haben , Retortenbabys gibts zwar auch, finde das persönlich etwas pervers.

    Meine Tochter hat ihre Ausbildung bei den Antroposophen gemacht da sind auch so schamanistische Elemente drin, manchmal scherzend sagt sie, scho vor der Geburt fremdbestimmt. .-)

  10. reiff heidi sagt:

    Entsetzlich und erschreckend finde ich, dass unschuldige Babys in der heutigen Zeit auf einem Müllhaufen entsorgt werden ja ja die armen überforderten Mütter, da finde ich persönlich die Babyklappe ein gute Alternativlösung. Rabenväter und Rabenmütter gabs immer, gibts auch in der Natur, hoffe, dass schweizweit Babyklappen entstehen.

    Bert Hellinger mit seinem verlogenen Familienstellen, der einmal als Missionar in Afrika tätig war, ja ein Bleichgesicht——–
    Eine Frau die durch Vergewaltigung schwanger wird, hat auch das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch, Bigotterie, nein Danke.

  11. reiff heidi sagt:

    Ich will ja die USA nicht verbrämen, ich war persönlich noch nie dort, habe eine Schulkollegin, die in jungen Jahren nach Californien ausgewandert ist, na und, um in ein Flugzeug zu steigen, bräuchte ich eine Vollnarkose sorry zuerst Handschellen.

    Ich bin keine Rassistin, auf Drogendealer gleich welcher Hautfarbe lasse ich mich nicht ein auch , ich hoffe, dass heute DI 28.02.2012 (Kinderfasnacht) der Media-Markt am Claraplatz offen hat, ich bin ziemlich stur, mag Leerläufe nicht, ich erkundige mich mal per Telefon. Ich bin nach S. Freud, dem Psychoanalytiker in der oralen Phase steckengebl

  12. bohrerin sagt:

    halloo?? es werden ja hier oft schräge sachen gepostet, aber sie motte…ich glaube wer so aus versehen schwanger wird und das kind nicht will hat ja bis zur 12. woche die möglichkeit zum unterbruch. bei den frauen, die weiter schwanger sind handelt es sich doch wirklich um frauen in extremsituationen, denen vielleicht sogar dieser weg der flucht aus der ungewollten schwangerschaft nicht möglich ist. und es kann ja auch nicht sein, das aller frauen hormone einschmeissen müssen, nur um sich solche vorwürfe nicht anhören zu müssen. wenns um leben und tod geht ist etwas mehr grips angebtracht

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