Leben


Mamablog-Redaktion am Mittwoch den 15. Februar 2012

Do, Re, Mi, Fa, So, La, Ti, Do

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.


Fast jedes Kind träumt irgendwann davon, in einer Band zu spielen.

Es waren drei Mädchen und ich, die sich an der Primarschule zum Flötenunterricht einfanden. Schon bald pfiff die Tonleiter aus unseren Speuzchnebeln. Meine Eltern kauften ein Klavier. Ich wechselte zu den Tasten. Und begann zu hadern. Mit der Ballade für Elise. Mit der kleinen Nachtmusik. Mit Mozart, Beethoven, Bach und Seichobsi (Tschaikowsky). Die waren alle von vorgestern. Ich lernte von Toten. Es war wie mit dem Latein. Requiescat in pace.

Doch ich hatte Glück. Mein Klavierlehrer fuhr einen weissen Cadillac Eldorado. Er brachte mir das Boxen bei. Später trafen wir uns zum Schachspielen. Und im Alpamare. Dahin lud er einmal im Jahr all seine Schüler (auch die Mädchen) ein. Ziemlich unklassisch. Und genau damit hatte er mich. Statt Präludien übten wir Boogie-Woogie. Roll Over Beethoven!

Ich gründete eine Band. Wir beschallten Samstag für Samstag die Nachbarschaft und riefen lange vor Dieter Bohlen zum Casting auf. Wir schlossen die Girls ins Gästezimmer ein, während wir Zigaretten rauchten, bis sie «Enjoy the Silence» von Depeche Mode ab Kassette mitsingen konnten. Wir waren Helden. Ein Instrument zu beherrschen, das war geil und sinnlich. Das war mehr als Fussball, Tennis und Hockey zusammen.

Es ist den Eltern zu verdanken, wenn ein Kind instrumentalisiert wird. Egal ob Klavier, Gitarre, Querflöte, Trompete, Bass oder Schlagzeug – der Lärm lohnt sich. Aber wie führt man Kinder an ein Instrument heran? Was, wenn der Musiklehrer einen Opel Astra fährt?

Elvis bekam seine erste Gitarre von den Eltern geschenkt. Bono entdeckte seine Liebe zum Gitarrenspielen in der Pubertät. Er war 15 Jahre alt. Rihanna gründete im selben Alter mit zwei Klassenkameradinnen eine Mädchenband. Elton John begann mit elf Jahren sein Studium an der Londoner Royal Academy of Music. Whitney Houston wurde das Talent in die Wiege gelegt; ihre Mutter sang Background für Elvis und Jimi Hendrix. Michael Jacksons Vater war Kranführer, die Mutter Verkäuferin. Sie führten ihre Kinder von Talentwettbewerb zu Talentwettbewerb. Bis sie gewannen. Und zerbrachen.

Sind Kinder von Natur aus musikalisch? Oder nur meines nicht? Wie wichtig ist die Wahl des Instruments? Müssen wir selbst Vorbild sein? O du Fröhliche. Oder schaffen es die Kleinen auch ohne uns? Curtis Jackson (50 Cent) wuchs nach dem Tod seiner Eltern bei den Grosseltern auf, handelte als 12-Jähriger mit Drogen und erhielt mit 18 seine erste grosse Gefängnisstrafe, bevor ihn Jam Master Jay für sein Label entdeckte.

Vielleicht steckt dahinter der Wunsch, ein Star zu sein. Vielleicht sucht es auch nur ein Mittel, sich auszudrücken. Sich Gehör zu verschaffen. Warten Sie nicht, bis DJ Bobo Ihr Kind in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies für die grössten Schweizer Talente entdeckt. Schenken Sie Ihrem Kind ein Xylophon. Oder installieren Sie das MiniPiano auf Ihrem iPhone.

rinaldoRinaldo Dieziger (36) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er ist letztes Jahr Papa einer Tochter geworden und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.

179 Kommentare zu „Do, Re, Mi, Fa, So, La, Ti, Do“

  1. Katharina sagt:

    Wenn eine Gesangsstimme Dich tief in Deinem Herzen berührt, ist es nicht wesentlich, was Deine Umgebung dazu denkt. Freue Dich und sei stolz, dass ihre Stimme Dein Herz erreichte. Wo auch immer sie nun hingeht, vergiss nie, sie hat Dein Herz erreicht und berührt. Und das mit ihrer fulminanten, kraftvollen Art, die ihr Wesen ausmachte. Du trägst ihr Geschenk an uns somit weiter, wenn sie Dich berührte in ihrem Weggehen.

    etwas OT aber Whiney war .. well herself: a gard master with a divine voice.

    • Katharina sagt:

      Whitney Houston.Sorry. not Whiney.

      http://www.youtube.com/watch?v=tYFHAvULvJ0

      • Anna Talo sagt:

        Liest sich ähnlich platt an wie z.B. “Lebe jeden Tag als sei er der letzte” oder “Für mich gibt es nur Herausforderungen, keine Probleme”.

    • mila sagt:

      Katharina, in der Süddeutschen wurden die sechs besten Lieder von Whitney Houston gekürt, das oben gepostete kam auf Rang 5. Für mich persönlich ist es das beste, was die grosse Diva je gesungen hat. Eine Inspiration, wann immer ich es höre.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Whitney hatte eine ganz ausserordentliche Stimme, sie hätte auch problemlos Opernsängerin werden können. Dass sie dazu schön und anmutig war, trug weiter zu ihrem Erfolg bei. Es war eine Qual zu sehen, wie die grosse Sängerin vor die Hunde ging.

      Katharinas Würdigung finde ich gar nicht platt. Warum werden bei uns positive Gefühle ständig herunter gemacht? Wir sind solche Miesepeter.

    • Katharina sagt:

      Was mich wirklich traurig stimmt, ist, dass die Homophobie ihres Umfeldes sie ins Unglück stürzte. Der Druck in ihrem sozialen Umfeld war so gross, dass sie schlussendlich mit jenem Drogenmenschen sich verheiratete, und dann begannen die Substanzmissbrauchsprobleme . Ihre Liebe, die sie uns mit ihrer so klanghellen Stimme, ihrer Verve und ihren so brilliant leuchtenden Augen vermittelte, berührte unsere Herzen als Geschenk, so wie Liebe das eben in sich hat.

      Wen sie damit besang war eine Lebe, die ihr von ihrem Umfeld verboten wurde.

      Mit dem Klang dieser Glocke bezeuge ich Euch, den Meistern der Zeit, dass Whitney mein Herz mit ihrer Liebe berührt hat.
      Beschützt und umsorgt sie in ihrer neuen Reise.

      Auf unserer Seite der Zeit hoffe ich, dass ihre Tochter unversehrt bleibt.

  2. Lucas Kunz sagt:

    Der Autor moniert die Pflege der Musik vergangener Generationen – ich gebe ihm da gewisserweise recht – zeitgenössische Musik wird nicht vermittelt. Bei der Eliese: wer hat das geschrieben und was hat er sonst noch so geschrieben? Wenn man weiss, für was Eliese war, und wenn man das den Kindern vermitteln kann, dann ist das alles andere als Kitsch. Hingegen bei diesem Kitschzeugs in dem Clip: da biegt’s einem die Fussnägel auf!

    Bei dem Mädchen: viel Erfahrung, gute Stimme…
    was sie und wie sie singt, ich kann das in ihrem alter bei aller Liebe nicht abnehmen – ’s wirkt einfach komisch.

    • Peter Schmid sagt:

      Als direkt betroffener (3! Schwestern die Klavier lernten, und nun ein Nachbarsjunge der seit 6 Jahren nicht über dieses Stück hinauszukommen scheint) muss ich Ihnen sagen dass ich mit vollem Herzen dafür wäre das “Für Eliese” im Klavierunterricht verboten würde. ;) P.S: ich bin Violonist, bei uns sollte das Violinkonzert von Vivaldi a-Dur verboten werden.

  3. Gabi sagt:

    Ich weiss: ist jetzt bloss ein Detail….

    Aber mich würde enorm interessieren, wieso eigentlich Tschaikowsky im Text in einer Klammer gefangen gehalten wird.

    • Peter Schmid sagt:

      Weil der Autor Tschaikowsky wohl so sehr liebte dass er ihn eben Seichobsi nannte?

      • Gabi sagt:

        ;-)

        Ich hab in der – immerhin auch musikalischen, um im Thread zu bleiben – Weihnachtszeit übrigens grad nen anderen Sprachstolperer geliebt:

        Den “Antiklaus”!

    • Francesca sagt:

      Wegen “Sozart” und “Balade pour Elise” und “Für Adeline” und… Kleidermann…

  4. mila sagt:

    Gerade gestern habe ich mit einer werdenden Mutter telefoniert, die sich darüber beklagt hat, dass der werdende Papa die alleinige Verantwortung für die musikalische Erziehung des ungeborenen Nachwuchses übernommen hat. Abend für Abend werden sorgfältig(st) zusammengestellte Playlists abgespielt, gefolgt von einer abschliessenden Spieldosen-Dosis ‘Schlaf, Kindlein, schlaf’ (die so angewöhnte Melodie soll sich später beruhigend auf des Geborene auswirken). Dagegen ist nichts einzuwenden, nur hat er der Mama untersagt, sich aktiv an der Musikerziehung zu beteiligen: Abba darf nicht gespielt werden, auch kein Chris de Burgh etc. – es könnte bereits im Bauch den Musikgeschmack des Zöglings negativ(st) beeinträchtigen.

    • mila sagt:

      Ich musste schmunzeln, als die werdende Mama daraufhin sagte: sie habe ihm inzwischen zu verstehen gegeben, dass wenn er ausser Haus ist, die Abba-Puppen tanzen werden. Und zwar so richtig. Und dachte mir schmunzelnd dabei: Du hast ihm das tatsächlich verraten? Dann ist bei Euch alles in bester Butter.

      Momentaner Zwischenstand ist übrigens, dass Baby im Bauch zu Mamas grossem Leidwesen den Krach zu mögen scheint, den Papa allabendlich produziert.

    • Sportpapi sagt:

      Da wird wohl bald jemand ganz alleinerziehend werden…

    • mila sagt:

      An wen dachten Sie – den Vater oder die Mutter? Ich versichere Ihnen: beide amüsieren sich köstlichst in diesem kleinen Intermezzo. Denn, falls Sie es nicht erkannt haben sollten, handelt es sich um ein neckisches Spiel, dass die beiden unter sich ausmachen.

    • mila sagt:

      PS: Sollten Sie überlesen haben, dass die Mama Papa zu verstehen gab, dass sie sich an die rigorosen Geschmacksvorgaben nicht zu gedenken hält? Da passiert nichts hinter dem Rücken des anderen, wie in so manchem anderen Fall, wo Männer und Frauen das eine sagen und das andere tun. Oder das andere nicht lassen. Aber um das zu verstehen, muss man wohl über einen Ansatz von Humor verfügen.

      • Gabi sagt:

        “…das eine sagen und das andere tun”

        Kommt schon mal vor, nicht wahr?!

        :-)
        :-)
        :-)

      • mila sagt:

        Sorry für die Schreibfehler, aber heute habe ich Einiges zu tun – und nicht Zeit, um den ganzen Tag über im MB rumzusitzen. Also bis später!

      • mila sagt:

        Äh, das sollte weiter unten hin. Im Kontext dürfte das ersichtlich werden.

    • Pascal Sutter sagt:

      ABBA, Chris de Burgh. Das sagt alles. Danke, Papa!

      • Auguste sagt:

        hmm…, abba wird weitherum unterschätzt, pascal sutter. perfektere weisse pop-musik (bands) machten wohl nur die beatles, interessantere aber so einige.

    • Sportpapi sagt:

      @mila: Meine Antwort wurde geschrieben, bevor Ihre Fortsetzung erschien, aus der – allenfalls – das “neckische Spiel” ersichtlich wurde. Aber wenn es nur lustig gemeint war: was wollen Sie uns denn damit auf den Weg geben?

      • Francesca sagt:

        ..und die subersive Rebellenmutterwerdende sumt heimlich “Lady in Black” und “the Wall”… und das alles hört der Embryo viel besser als das, was ausserhalb sorgfältig abgestimmt abgespielt wird, hehe.

    • mila sagt:

      Pascal Sutter scheint den Ansatz verstanden zu haben… Auch, dass das Baby (und ich) mich mit Papa solidarisieren. Aber deswegen soll die Mama doch auch ‘ihre’ Musik hören dürfen, oder? Sie mag ja auch klassische Musik, die der Papa wiederum ablehnen würde. Aberwenn Sie, Sportpapi, dass neckische nicht schon aus dem Ursprungskommentar rauslesen haben können, dann muss es um Ihren Humor wahrhaft bedenklich bestellt sein. Lesen, was dasteht, scheint irgendwie nicht zu funktionieren, wenn man die Tonlage des Geäusserten nicht erkennt.

      • Sportpapi sagt:

        Ich hätte also einfach mal annehmen sollen, dass Solches nicht ernsthaft passiert, sondern natürlich lustig gemeint ist. Nein, da halte ich mich lieber an das, was da steht – setzen Sie das “beklagen” in Anführungszeichen, und schon sieht es anders aus. Egal. Aber wenn es nur lustig gemeint war: was wollen Sie uns denn damit auf den Weg geben? (und ich freue mich für Sie, dass Sie heute “Ihr Thema” vorgefunden haben, wo Sie dann Ihren sicher ausgezeichneten Musikgeschmack demonstrieren dürfen)

      • marie sagt:

        @mila
        …hm… ich frage mich, was das baby von psychodelischem progressive rock so halten würde… und “was” sich daraus entwickeln könnte. ;-)

        @sport
        hey, geht das hier jetzt weiter?

      • mila sagt:

        Sportpapi, kleine Rückfrage: wenn die obige Situation eine ‘ernste’ gewesen wäre, wer wäre dann in Ihren Augen der/die zukünftige Alleinerziehende gewesen (worauf Sie ja sofort schlossen)? Der Vater, der das ganze Ding an sich reisst, oder die Mutter, die sich dagegen wehrt? Hätten die beiden sich aus Ihrer Sicht bierernst an den Tisch setzen sollen und Zeiten festlegen sollen, wann Papa abspielen darf, wann Mama? Und glauben Sie, es käme einem Mann wirklich ‘ernsthaft’ in den Sinn, seiner Frau die Musik zu verbieten, die sie gerne mag? Ich staune über Ihre Wahrnehmung dieser Szenerie.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Was geht weiter? Und warum fragen Sie mich das?

      • mila sagt:

        Papa liebt Pink Floyd (wie ich) – genau das fand ja Mama so schlimm, dass auch Baby Gefallen daran gefunden hat… Es mag allerdings auch La Traviata – sehr zu Papas Missfallen. :-P

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Wenn Sie etwas schreiben, nehme ich Sie ernst, wenn keine Anzeichen dafür vorhanden sind, dass es eigentlich als Witz gemeint ist (zumal es dann ja auch nicht wirklich interessant ist: was wollten Sie und damit sagen?). Weshalb nehmen Sie dann meine Antwort so ernst, die auch nicht übermässig ernst gemeint war? Zur Szene: Ganz ausschliessen möchte ich so etwas nicht. Ich würde ja auch die sporltiche Ausbildung meiner Jungs an mich reissen, wäre die Mutter z.B. Fussballerin… Wobei, dann hätte ich sie wohl gar nicht geheiratet… :-)

      • mila sagt:

        Sportpapi, wie gesagt: für mich ist eine solche Szenerie derart absurd, dass sie gar nicht ernstzunehmen ist. Da erübrigen sich für mich auch Anführungszeichen etc. als Marker. Und mein eigener Einschub: ‘dann ist ja alles in bester Butter’, wies doch mehr als deutlich in eine bestimmte Interpretationsrichtung. So, wie Ihr Kommentar bezüglich des Fussballs mit einem deftigen Augenzwinkern versehen war, ganz ohne zusätzliche stilistische Betonung. Was aber würden Sie tun, wenn Ihre Jungs von sich aus Interesse am Fussball zeigen würden?

      • mila sagt:

        Was ich damit sagen wollte? Eine typische Szene aus dem Alltag, wo Eltern sich auf einen Kompromiss unterschiedlicher Interessen einigen müssen. Und das Baby (und spätere Kind) auch seinen Senf dazu gibt: manchmal zum Missfallen der einen, manchmal der anderen Seite. Leben eben.

      • mila sagt:

        …aber jetzt muss ich wirklich an die Säcke. So sehr ich auch bei musikalischen Themen inhaltlich aufzublühen pflege.

      • marie sagt:

        @mila
        pink floyd sind ja noch ok, aber gab es da nicht mal ein triple-album von the who, das echt vor lauter psychodelischem was weiss ich, man nur noch geschockt war (im stile von abwinken)… nüchtern nota bene! :-)

      • Pascal Sutter sagt:

        Bei der Musikerziehung gibt es keine Diskussionen. Es gilt hier, einen Geschmack zu bilden. Dass der dann später mit Bobo und in der Pubertät mit Gagi, äh, Gaga torpediert wird ist klar. Trotzdem finden die Menschen danach wieder zu guter Musik weil man schon früh ein Qualitätsbewusstsein gebildet hat.

        Passiert bei mir, jahrelange Folter mit Stones, Black Sabbath und Frampton. Danach eine Michael Jackson Phase um dann über die Jahre via Anthrax, Nirvana, Drum’n'Bass, Hip Hop, Joy Division und the XX letztes Jahr das Stones’ London Years Album herunterzuladen und zu geniessen.

      • marie sagt:

        @p sutter
        und den sound dann gaaaaaaanz laut im mustang! so MUSS es sein… ja, joy division… waren (und sind immer noch) bei mir top, aber mit walkmanjopfhörer auf dem (frisierten töffli) :-) nur war der sachs manchmal ein wenig lauter als die musik, so what, äs fägt, so oder so… :-D

      • Gabi sagt:

        @pascal

        Hab Lady Gaga acoustic gehört. Bloss am Piano, sich selbst begleitend.

        Bin seither mucksmäuschenstill, wenn´s um Lady Gaga geht.

        Die Frau kann was.

      • mila sagt:

        Gabi, was Lady Gaga angeht, bin ich ganz bei Ihnen. Das zweite Album hat mich zwar nicht umgehauen (mit Ausnahme des der mitreissenden Schmonzette ‘You and I’), aber ehrlich: wer kann bei ‘Bad Romance’ oder ‘Poker Face’ seine Füsse unter Kontrolle halten? Ich jedenfalls nicht. Und Gagas klavieruntermalte Performance mit Elton John bei den Grammys 2010: die war einfach nur adorable.

        http://www.youtube.com/watch?v=ehJ4PB5o6cA

      • mila sagt:

        Herr Sutter, aufgrund Ihrer musikalischen Entwicklung scheinen Sie mir ein interessantes menschliches Exemplar zu sein – ob die Eltern das tatsächlich vorausgesehen haben, als sie Sie zu ‘indoktrinieren’ versuchten? :)

        Meine Kette: ein musikalisch wertvoller Kinderchor als Ausgangsbasis, danach bald einmal die Rock-Wundertüte meiner Eltern: viel Fremdländisches, das hier zu erwähnen keinen Sinn machen würde, sowie die Stones, Floyd etc. (natürlich). Und heute? Meine Mutter geniesst meine musikalischen MCR-Abgründe – und schweigt in heller Entzückung. So kann es manchmal gehen.

  5. Sportpapi sagt:

    Was für den Sport gilt, ist auch für die Musik zentral. Ohne das Vorbild der Eltern, die selber singen und musizieren und das in der Familie pflegen, geht (fast) gar nichts. Da kann die Schule noch so sehr Musikunterricht für alle subventionieren – spätestens wenn es dann ums regelmässige Üben geht, braucht es wieder die Eltern.

    • Mafi sagt:

      Die Forschung und meine Berufserfahrung (Klarinettistin) hat gezeigt, dass beim Üben, Lernen und Training nicht die “Vorbelastung” der Eltern auschlaggebend für anhaltende Freude (Erfolg bis zur Musikerkarriere ist elitär und soll nicht das fernziel sein) ist sondern das Loben und die Faszination teilen. Leider gibt es oft Elern die das Kind in den Instrumentalunterricht schicken und gar nie ein Feedback geben und das Kind nie zu Hause vorspielen lassen. Konzertgänger (U2 bis Tonhalle) sind wir alle irgendwann mal gewesen. Jubeln über Dargebotenes reicht um die Motivation zu fördern.

    • Francesca sagt:

      Stimmt nicht. Man kann lange sagen, sie sollen üben, und selber spielen: wenn die Lehrkraft einen Volvo fährt, geht nichts. Ich habe genau das erlebt, was der Autor schreibt: meine Kids wurden in der Musikschule mit Czerny und Bartok gequält. Ausser einer Tochter gaben alle auf, und die quälte sich so durch. Endlich kündete der Lehrer und ich bat inständig darum, man möge ihr jemanden mit Pfiff geben. Und siehe da, es hat geklappt! Sie übt wie verrückt, macht Fingerübungen mit Blues anstatt Czerny, und hat Spass.

      • Sportpapi sagt:

        Ich werde mir also überlegen, künftig nicht mehr mit dem Velo ins Training zu fahren…

      • Auguste sagt:

        hmm…, und dann machen sie, was brad paisley und keith urban taten…

        youtube: start a band

        “…and buy your momma that cadillac” – wie bei herrn dieziger schon gelesen, cadis sind offensichtlich ein nicht zu unterschätzender motivationsfaktor. ich komme später noch mal drauf zurück.

    • FHuber sagt:

      Das kann ich nicht bestätigen. Mich konnten meine eltern nicht vom üben abbringen, auch wenn sie das gerne gehabt hätten.

    • Alex sagt:

      Sportpapi, ich kann Deine Einschätzung nicht bestätigen. Meine Eltern spielten kein Instrument, haben aber als ich 11 Jahre alt war, ein Klavier geschenkt bekommen. Mich hat es einfach zu dem Instrument hingezogen ohne äusseren Antrieb.

  6. Pascal Sutter sagt:

    Bei uns zuhause ist Jamaica. Ska & Rocksteady all day long und der Papa zupft den Bass, der Nachwuchs bearbeitet das Xylophon — die Nachbaren sind tolerant.

  7. David Bopp sagt:

    Gutes Thema. Aber Informationsgehalt im Beitrag? Geht gegen Null.

  8. Alexandra A. sagt:

    50 Cent? Ist das ein gutes Beispiel für Musik? Musikalisch sein? Dass ich nicht lache… Popstar nicht gleich musikalisch! Uiuiui

    • marie sagt:

      aber hr d stellt ja ua.a auch die frage, ob es nur um berühmt sein geht (glamour und so…). und da finde ich 50 rappe eigentlich ein gutes beispiel…

    • plop sagt:

      Ich würd nun meinem Kind 50Cent etc auch nicht grad aufdrängen, aber schlussendlich: Musik is Musik… Und wenn das eigene Kind dann auch mal rumhängt am Bahnhof oder Spielplatz (fürchterliche vorstellung…) wärs mir denn auch lieber, wenns eins derer ist, die dann holprige Freestyle-Versuche starten statt grad nur zu kiffen…

    • mila sagt:

      Über Geschmack lässt sich nicht streiten. 50 Cents ‘In da Club’ hat Aufnahme in die Rangliste der 500 besten Songs des altehrwürdigen Rolling Stone Magazin gefunden – das gilt auch für Rihannas ‘Umbrella’ und Beyoncés ‘Crazy in Love’. Und obwohl ich in der Regel keine Liebhaberin von Hip Hop, R’n'B und Soul bin, finde ich, dass RS in diesen Einzelfällen richtig entschieden hat. Gute Songqualität hängt nicht vom Musikstil ab; sie ist abseits dessen erkennbar. Oder wie soll man sich anders erklären, dass Britney Spears ‘Baby one more Time’ von unzähligen Indiebands gecovert wurde?

      • marie sagt:

        ist so, aber ich bin der felsenfesten meinung, dass man in sagen wir mal 20 jahren über david bowie immer noch spricht, aber ich befürchte über 50c (etc) nicht mehr… na, mal sehen, ob ich in 20 das rsmag noch lesen kann.

      • Sportpapi sagt:

        David wer? War das der, der das Privileg hatte, mindestens einen Song mit der besten Band der Welt einspielen zu dürfen?

      • mila sagt:

        Queen? Yep. ‘Under pressure’ müsste man immer und immer und immer wieder posten. *schwupps-zum-zweiten*

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        R&B und Soul kann man keinesfalls mit Rap gleichsetzen, erstere sind zweifellos Musik, ganz wunderbare IMHO, ich denke da an Alicia Keys, Percy Sledge etc., letzteres sind ‘hässigi Värsli’ hervorgewürgt von widerlichen Figuren, denen ich keinesfalls nachts auf der Strasse begegnen möchte. Wenn ich Rap höre, werde ich gleich aggressiv, ich könnte dann jemanden schlagen, wahrscheinlich ist genau das beabsichtigt. Und sowas hat mir Musik nichts mehr zu tun, sorry.

      • Reto sagt:

        @Pippi

        Dieses Gefühl, ihn exzessiv schlagen zu wollen, habe ich bei Snoop Dog…

      • marie sagt:

        würde es aber trotzdem nicht unterschätzen. cypress hill, psycho realm und control machete sind sicherlich textmässig nicht dumm. nur leider gibt es offenbar solche, die nicht fähig sind, die texte zu interpretieren. aber in der tat, braucht nerven wie drahtseile… das kommt von der betreeung auszubildender; ich habe auch etwas von ihnen gelernt :-)

      • Reto sagt:

        @marie

        Es hat bei mir nichts mit seien Texten zu tun, mehr sein “Gansta-Getue”..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nerven wie Drahtseile, um Musik zu hören? Wer braucht sowas, solche Töne, solche Texte? Will ich mich nerven, wenn ich Musik höre? Einfach nur degeneriert, in höchstem Masse, und der Dog ist nicht der Einzige, all die zuhältermässig gestylten, die einander mit Motherfucker ansprechen und Frauen nur als Bitches sehen sind sowas von Brechreiz erregend, trash in jeder Beziehung.

        “Music is vacation from life”………

      • marie sagt:

        na ja, die lulu von alban berg ist auch nicht gerade “nebengeräusch”… so von wegen nerven wie drahtseile, verlangt auch einiges ab.

  9. mila sagt:

    marie, ich denke, weil eben ‘In da Club’ eine Zeit-Signatur (im Sinne einer Momentaufnahme) ist, wird es sich auf besagter Liste noch einige Zeit halten. Und schauen Sie sich mal die Zusammenstellung an: da ist noch so einiges ältere Material drauf, von dem wir uns aus heutiger Sicht fragen: weshalb steht denn das, bitte schön, auf einer Bestenliste?

    Über ein Jahrhunderttalent wie den göttlichen David Bowie brauchen wir nicht zu diskutieren – Ausnahmeerscheinungen dieses Kalibers werden – abseits von songtechnischen Einzelleistungen – in der Liste der 100 besten Acts gekrönt… :-)

    • mila sagt:

      …worüber sich dann wieder die individuellen Geschmäcker streiten können. Dass Grössen aus dem Musikbusiness, die diese Ranglisten ‘verbrechen’, gewisse künstlerische Leistungen anderes bewerten als wir Hörerinnen – indem sie beispielsweise sehr viel stärker auf Faktoren wie Handwerk und Musikgeschichte achten, und wie der individuelle, allenfalls innovative Beitrag eines Künsters sich zu diesen verhält – steht dann noch auf einem dritten Blatt. Having said that: ich sollte wirklich dringend weg.

  10. Auguste sagt:

    hmm…, von ihrer mutter bei den grosseltern zurückgelassen verhalf deren liebe, zuwendung und musikalität dieser talentierten, jungen dame zu einer recht beachtlichen karriere. unvergessen ihre emotional vorgetragene frage an ihre mutter im fernen kalifornien bei den cma-award 2007…

    youtube: kellie pickler tearfully sings i wonder cma

    ihrer mittlerweile verstorbenen grossmutter widmete sie “my angel”, das wohl schon manches us-grosi rührte.

  11. Amanda sagt:

    Ich finde es ein Defizit, dass an öffentlichen Schulen, Musikunterricht nicht kostenfreier Teil des Lehrplans ist. Es ist schon lange belegt, dass das Spielen eines Instrumentes nicht nur das Gehirn stimuliert, sondern auch die soziale Kompetenz fördert. Leider ist es für viele Eltern (insbesondere jene mit mehreren Kindern) finanziell nicht möglich, jedem Spross das Spielen eines Instrumentes zu ermöglichen. Wir bezahlen für den Klavi-Unterricht (regionale Musikschule) unserer Tochter rund Fr. 1600.00 im Jahr. Mit dem Gehalt meines GG allein, könnten wir uns das nicht leisten.

    • Sportpapi sagt:

      Musikunterricht ist doch Teil des Lehrplans. Nur Instrumentalunterricht nicht. Und als Sporttrainer/Vereinstrainer wundere ich mich auch immer, wie selbstverständlich es in der Musik ist, dass die Lehrer alls Profis sein müssen, während im Sport praktisch vollständig auf Ehrenamt gesetzt wird – die Kosten für die Gemeinde bei vergleichbarer (erhofften) Wirkung sind bereits heute nicht vergleichbar. Zur positiven Wirkung einmal mehr: http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/nicht_einmal_musik_macht_schlau_1.1933305.html

      • Gabi sagt:

        Mich wundert, dass angesichts ihres augenscheinlichen Erfolges die Kodaly-Methode nicht weiter verbreitet ist.

      • Amanda sagt:

        @Sportpapi
        In unserem früheren Wohnort und auch im heutigen, besteht der schulische Musikunterricht ausschliesslich aus Singen. Im Laufe der 5. Klasse wird ein sechsmonatiges Projekt des Musizierens im Klassenverbund durchgeführt. Wobei die Kinder ihr Instrument nicht selbst wählen dürfen. Es wird ihnen durch die Lehrerin zugeteilt. Das ist alles in Sachen
        “Instrumentalunterricht”. Wobei dies, wie auch die Subventionen, von Kanton zu Kanton verschieden sein dürfte.
        Was Ihr statement betreffend der elterlichen Vorbildfunktion anbelangt, stimme ich Ihnen zu. Und was “queen” anbelangt, auch!

      • Sportpapi sagt:

        In meiner Gemeinde wird das Projekt http://www.klassenmusizieren.ch umgesetzt. Kosten für die wenigen Klassen: mehrere 10 000 Franken. Subventionierte Musikschule kommt noch dazu. Ich weiss nun nicht, ob diese Kosten wirklich gerechtfertigt sind.

  12. marie sagt:

    so, pech für euch, habe mittag! hier ein paar „klassiker“ als vorschlag für den musik- sowie gesangsunterricht – so zum aufpeppen.
    http://www.youtube.com/watch?v=MBeT4ptY9sY

  13. Pippi Langstrumpf sagt:

    Wenn Eltern nur zeitgenössische Musik hören, müssen sie sich nicht wundern, wenn Kinder Klassik blöd finden, die wollen doch nicht etwas spielen, das niemand hört. Wenn aber Eltern Klassik hören, gefällt das sehr schnell auch den Kindern und beeinflusst sie auch. Lange bevor mein Sohn Snoop Dog hörte (mein Widerwillen war grenzenlos), hörte er Beethoven Bach und Donizetti, weil ich es hörte, weil es bei uns täglich lief. Inzwischen, schon länger, hat sich sein Musikgeschmack wieder vom Dog wegbewegt, es geht langsam Richtung Musik, weg vom Lärm. Und der Jüngere nimmt neuerdings Klavierstunden.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Damit will ich aber nicht sagen, dass nur alte Musik gute Musik ist, ganz und gar nicht. Es gibt wunderbare neue Musik, ich bin einfach der Meinung, wir sollten punkto Musik unbedingt die Scheuklappen wegtun, wenn sie gut ist, ist sie gut, alt oder neu. Und alte Musik neu arrangiert kann wahnsinnig modern klingen, auch im 18 Jh. verstanden sie schon sehr viel von Rhythmus.

      http://youtu.be/RdWwrH0l_EQ

    • plop sagt:

      Ja, ich seh das auch ein bisschen so. Ich finde klassische Musik und andere traditionelle Musik irgendwie die Kinderfreundlichste Musik. Und solang ich die Musik selber auswähle, die wir hören, achte ich darauf.
      So mag mein 3jähriger zum Beispiel eine russische balalaika-CD, afrikanische/griechische/bosnische Musik, und Klassik. Was er an der Klassik besonders mag, sind die heraushörbaren Instrumente.
      Die Kinderlieder-CDs sind so wie die Pop-Alben fürs Kind. Auch die hören wir. Und Berner Troubadouren…

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich liebe dieses städtenamen-dropping in liedtexten…bümplitzer venüsse, laue seen, verlorene herzen in heidelberg, london, das ruft, pariser mausefallen oder memphis, wo nicht nur “der king of rock ‘n’ roll” lebt(e)…

        youtube: pam tillis – maybe it was memphis

      • marie sagt:

        eines meiner absoluten favoriten, welches manchmal (im moment SEHR oft) meine sehnsucht wieder gibt (läck tönt das pathetisch!!!):
        bümpliz casablanca von züri west… hölle guet!

      • mila sagt:

        Wenn schon, marie, d’ W. Nuss von Bümpliz – aber hallo? :)

      • marie sagt:

        nei hie ir provinz isch mä entweder pro pole ODER pro züri wescht ODER pro büne…
        ig bi pro zw!!!! und kuno habe ich vor kurzem im loeb lebensmitte getroffen, ich bin schwer pubertierend fast in ohnmacht gefallen – läck isch dä mit 50zgi geng no sexy, scho bau haubi sibni :-P

      • mila sagt:

        Also, ich bin pro beides. Womöglich weil: nicht direkt betroffen. :)

      • mila sagt:

        …oder muss ich Ihnen etwa folgendes in Erinnerung rufen:

        http://www.youtube.com/watch?v=0A8A1yX1MmU

        Nein, nicht ‘Scharlachrot’.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auso ich cha nüd afa mit däm Gnürz, weder no. Für mi isch punkto Mundart dr Mani immer no unerreicht. Und schüsch haut lieber Musig vo witer wäg

      • Auguste sagt:

        hmm…, marie, mit “vor kurzem im loeb lebensmitte” liegen sie bei kuno lauener hoffentlich richtig, berücksichtigt man, dass er mit seinem herzen offenbar einen wundervoll frei- wie auch grosszügigen, männlichen umgangsstil pflegt.

      • marie sagt:

        ok, ok… als von po mag ich bälpmoos und dr fischer. und eine cd die mit ins grab kommt, wie mit urban hymns, london’s burnin, joy division, tom waits, l. cohen, patti smith, saint janis, m faithful usw… ist:
        arturo bandini – ULTIMATIV!!!!!
        dr summer isch vrbii
        es isch es heisse summer gsii
        u es isch viu passiert
        u d wäut drääit sech no geng
        we me ferie het u gllich verdient
        un es lüftli geit u d sunne schiint
        isch ds läbe hie doch gar nid mau so schlimm
        we me luegt was uf dr wäut so geit
        u we me list was aus ir ziitig schteit
        hei mir doch hie nid wü.. äbe bi vorbelaschtet :-)

      • marie sagt:

        @auguste
        …ja diese “freie art” kenne ich. so frei, dass er mich als er noch im gleichen quartier wohnte, mal beinahe mit seiner alten volvoschüssel fast überfahren hätte und sich sehr nonchalant mit sonnenbrille mit zigi im mundwinkel unglaublich entschuldigt hat… (hielt die hand aus dem fenster und meinte: sorry!) …wäre was passiert, hätte er mich im spital besucht, ganz bestimmt!!!!
        er ist immer noch sexy auguste ;-) und ich bin dann im lied bümpliz casablance, diejenige die neben ihm sitz…

      • marie sagt:

        @mila
        habe ihnen ein text gepostet – wird aber nicht aufgeschaltet, da berndeutsch! :-( DIE sprache für die zensur???

      • mila sagt:

        marie, ich würde jetzt ja gerne ein Lied zur komlementären Ergänzung posten – Mumpiz, ‘Bald isch wieder Summer’ – aber leider gibt es keine entsprechenden Treffer im http://WWW…. Nur die Lyrics:

        http://www.golyr.de/mumpitz/songtext-bald-isch-wieder-summer-15733.html

      • plop sagt:

        Ich muss da nun mal sagen: Berner Troubadouren sind nicht Züri West etc… Ich mag die ja auch, aber fürs Kind ist es auch nix, und um das gings mir in meiner Antwort an Pippi, nicht um meinen persönlichen Musikgeschmack.

      • mila sagt:

        marie, bei mir hängt auch ein (indirekter) Dialekt-Teil in der Schlaufe. Tant pis.

      • mila sagt:

        Ich versuchs mal einfach so. Leider kann ich keinen music-link dazu finden, deshalb nur die Lyrics:

        http://www.golyr.de/mumpitz/songtext-bald-isch-wieder-summer-15733.html

      • marie sagt:

        plop ist mir schon klar… ich habe am anfang eigentlich stiller haas gepostet, um zu “ä chlii höch näh…” . und eigentlich sollte ja hier so etwas wie eine nachfolge kommen, da ja mittlerweile ja nur noch 2 leben, soviel ich weiss…
        hätten sie zeit plop, mit mir die troubis zu erweitern? …es ist zeit dass, da endlich frauen mitmachen, meinen sie nicht? wir könnten ja dann auf dem “tschernobyl” üben… :-)

      • plop sagt:

        marie, mal hat wer gesagt, ich schaue chli aus wie Joan Baez in hellbraun, das wären gute Voraussetzungen, oder?. .. leider spiel ich ganz schlecht Gitarre…. Und mein Gesang ist auch nicht grad Top…

      • marie sagt:

        @plop
        kein problem – joan beaz sieht doch gut aus, auch in hell… ich wäre da eher ähm… ja… hm… pffff uhmpfs…
        na ja, ich kann gar nicht singen und aus dem blöckflötenunterricht bin ich sogar geflogen; das war der damaligen lehrerin wohl ZU freestyle… aber ich glaube wir könnten such mit soviel un-talent kohle verdienen. man würde uns zahlen, damit wir aufhören ;-)

      • plop sagt:

        Auguste und Pascal wären dann unsere Groupies! YEAH!

      • marie sagt:

        yeah!!!!! und vllt würde es ja kuno auch noch evtl in erwägung ziehen.. who knows. kuhle idee… B-)

      • marie sagt:

        …und fr heidi reiff als die dritte im bunde – das würde dann ganz generationsübergreifend sein. ihr kleiner wäre dann auch dabei… gefällt mir.

      • plop sagt:

        Vielleicht ruft uns dann auch mal Pete Doherty an?
        (so, fertig… mutter am Kompi, schlecht schlecht…)

      • marie sagt:

        LOL könnte in der tat was werden… bloss WAS mit pete????? der war aber gut am gurten…

      • Genderbender sagt:

        Bitte aufhören, das ist ja nicht auszuhalten. Dieses Berner Mundartzeugs ist alles unausstehliche Grütze, ohne Ausnahme. ZW ist ja musikalisch ganz OK, aber wenn dieser lächerliche Kuno anfängt zu krächzen, dann juckt der Abzugsfinger. Am schlimmsten sind Gölä (meine Fresse, schon dieser dämliche Name) und Stiller Has, die möchte man am liebsten einer echten Anaconda zum Frass vorwerfen. Und wenn dieses unerträgliche WÄÄÄÄÄÄHNUSS aus dem Radio schallt, kann man gar nicht schnell genug abstellen.

        So das war’s, alle Berner können mich jetzt vierteilen. Ich schiebe inzwischen AC/DC rein.

      • mila sagt:

        GB, AC/DC: muss es denn derart brachial sein? Wir hatten uns doch schon alle so schön auf Queen geeinigt…

      • plop sagt:

        marie, nachher stopp ich wirklich, gell… Aber am Gurten, das war herrlich! War sowieso ein schöner Abend… Empire of the Sun hat mir auch gefallen, live, sonst find ichs nicht wahnsinnig toll, aber mit der Abendstimmung und allem, war schön – gute Erinnerung….

      • Genderbender sagt:

        @marie: AC/DC sind nun mal die Gods of Rock, da kann man nichts machen.

      • marie sagt:

        @genderbender
        …also von gölä bin ich genauso traumatisiert, wie sie grundsätzlich von den bernern traumatisiert sind, aber da schiebe ich mir dann gleich metallica rein :-D …da sind mir dann ac/dc zu schwachstrom…

        @plop
        hm… so war’s! in der tat.

        @mila
        queen=ultimativ. in jeder hinsicht!

      • mila sagt:

        Metallica! marie, wir verstehen uns musikalisch (fast) blind – and nothing else mathers.

      • mila sagt:

        matters. Sorry.

      • Mila (mit grossem M) sagt:

        Kennt eine (r) von euch Joan and the Sailors?
        Wer auf etwas spezielle Musik steht, dem sollte diese Luzerner Band gefallen (kein Mundart)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich mag Liedermacher sehr, kommt einfach darauf an, welche. Dieser hier was der Leidenschaftlichste und der Seidigste, in dieser Aufnahme ist er so wie damals, als ich ihn kennen lernte:

        http://youtu.be/WVeTrELMtds

        Bei den Mundartrockern hab ich nicht annähernd solche Gefühle, was sag ich, nicht im Entferntesten………

      • Auguste sagt:

        hmm…, pipps, lange nicht mehr gehört den konstantin wecker, aber seine lieder “verhäbet” eben immer noch. sein “liebeslied” spielt dieser hier ganz ähnlich, nur dass er ein guitar- und kein pianoman ist und nicht vom balkonsitzen, sondern von der schaukel auf der gedeckten südstaaten-veranda träumt…

        youtube: travis tritt – drift of to dreams (live)

        …groupie einer weiblichen rock-band? don’t get me started.

      • Genderbender sagt:

        @ marie: Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin keineswegs von Bernern an sich traumatisiert – im Gegenteil, die erlebe ich ganz überwiegend als sehr angenehme Zeitgenossen – sondern nur von ihrem mysteriösen Drang, auf Mundart rocken zu müssen. In einer Mundart, die sich – mit Verlaub – fürs Rocken in etwa so gut eignet wie Holländisch für die Oper. Nun ja, nobody’s perfect.

      • marie sagt:

        @genderbender
        hab’s auch definitv so verstanden, es kam bei mir wirklich so an. ;-) mein ehem. chef war zürcher und motzte immer über den berner dialekt, er klang genau so, ABER GENAU SO: http://www.youtube.com/watch?v=kDjSRwTxi0Y – nicht anders… mit meiner berner art (dh ich übertrieb damit bisweilen) die langsamkeit zu zelebrieren, mit einschüben wie aha, momou, äuwä, iu-ja… das brachte den zürimann zur weissglut. :-D

        gb! kein problem – besitze genug selbstironie, meinen eigenen dialket zu “lustig zu finden”.

      • mila sagt:

        Der “mysteriöse Drang, auf Mundart rocken zu müssen” – herrlich, GB! Nur: gerade Kinder (und um die ginge es hier ja) erleben Musik in der Muttersprache ganz anders als in der Fremdsprache. Ergo sollten wir froh sein um Patent Ochser, Züri West, Polo Hofer, Mani Matter und wie sie auch immer heissen mögen. Ein wichtiger Teil meines musikalischen Heranwachsens hat sich jedenfalls in der Muttersprache vollzogen.

  14. reiff heidi sagt:

    Klangwelten mag ich, hab da einiges ausprobiert, als Kind gingen wir ab und zu in ein Restaurant, da haben so Geiger, Ungaren leidenschaftlich und mit Herzblut die Saiten klingen lassen, ich mag auch russische Musik, wenn ich den Canon von Pachelbel höre bin ich auf Wolke sieben, auch so Gongs haben einen eigenen Ton, ich mag vorallem Barockmusik, bin etwas allergisch auf Sopranistinnen wie z.B. die Callas, da gibts eine Sängerin aus Portugal, die bringt das einfach besser rüber für mein Empfinden, ich habe viele Musik-CDs, auch z.B. Klezmer, mein Lieblingsfach in der Schule war das Singen .

  15. reiff heidi sagt:

    Die Lieder von Klaus Hoffmann ein deutscher Liedersänger (nicht A. Hitler) mag ich sehr. Jedes Kind braucht einen Engel, finde den Text auch gut, das zwischen den Zeilen lesen, ich erlebe im hier und jetzt den Garten Eden in meinem Heimatland der CH.

  16. andreas furrer sagt:

    also ob die musik gut oder schlecht ist,spielt keine rolle; sie sollte einfach zum auto passen.

  17. reiff heidi sagt:

    Da gibts doch noch so ein Lied, und meine Schwester Jette, die spielt die Klarinette, mein Cousin spielt Fanfare, mit Leidenschaft, Jan Gabarek ein Holländer spielt seine Musik mit Herzblut hat auch esoterische Elemente drin, Bhagwan, brrrrrrrrrrrrrrrrr nein ———-danke, diese Oelheinis mit Turbans, diese aufgeplusterten Weltverbesserer mit ihren Harems, blöde Gottspieler, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrr…….

  18. fufi sagt:

    Es war nach der ERSTEN(!) Klavierstunde, wo fufis Müetti ihn denn ermahnte: “Dass DU mir denn aber ja nie Klavierjazz spielen wirst!”
    Und es war in der X-TEN Klavierstunde, als fufi den BOOGIE kennenlernte.

    Und DAS war denn auch das Ende von fufis pianistischer Karriere.
    Fufi ist ehrlich gesagt noch heute traurig darüber.

    In diesem Sinne:

    LET’S ROCK’N'BOOGIE!

    http://www.youtube.com/watch?v=j6ztmqTDe_E

    Let’s kiss some clouds:

    http://www.youtube.com/watch?v=9VNjJbuG7bQ

    :P

  19. fufi sagt:

    Und wenn wir wieder beim Thema sind:

    AUFRUF IN EIGENER SACHE!

    Hatte mal rund 1′000 LPs und mindestens ebenosviele gespeichert auf MCs (Mögt ihr euch noch an DIE erinnern?)
    Habe die allermeisten LPs verschenkt und die MCs entsorgt.

    Hab unterdessen fast alles wieder auf CD, was ich noch heute wichtig finde.

    Bloss: DAS da hab ich nie mehr gefunden:

    Stan Webb’s Chicken Shack: The Roadies Concerto
    Stan Webb’s Chicken Shack: That’s the way we are

    Fufi würde sich mächtig freuen, wenn ihm wer weiterhelfen könnte!

    :-)

  20. Katharina sagt:

    ich denke das hier passt ganz gut:

    http://www.youtube.com/watch?v=qgfi6pbW-BQ

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