
Otto's Kinderposten: FDP-Nationalrat Ineichen will 100 Billig-Krippen eröffnen. (Archivbild: Keystone)
Es scheint, als habe sich Otto Ineichen in ein Wespennest gesetzt: Der Luzerner FDP-Nationalrat möchte (mit der von ihm initiierten Stiftung Speranza) in den nächsten zwei Jahren 100 bezahlbare Krippen realisieren. Nach ersten Anpassungen – die Kinder sollen laut aktuellem Stand ausschliesslich von einheimischen Fachkräften betreut werden, was vom Verband Kindertagesstätten der Schweiz (KiTaS) sehr begrüsst wurde – soll im April dieses Jahres die erste Ineichen-Krippe in Beromünster LU ihren Betrieb aufnehmen.
Doch statt Wohlwollen löste die Meldung diese Woche heftige Kritik aus. Auch die Kommentar-Schreiber von Newsnet liessen sich nicht zweimal bitten und machten ihrem Unmut und ihren Sorgen Luft: Von «Discount-Krippen» war da die Rede, die nur mit Billigpersonal und somit erheblichen Qualitätseinbussen auf Kosten der armen Kinder geführt werden können. Ineichen habe keine Ahnung; eine seriöse Krippe zu realisieren, die weniger koste als bisher, sei gar nicht möglich. Und schon werden sie heraufbeschworen, die Horrorszenarien von vernachlässigten, achtlos in einer Ecke stehen gelassenen Kindern mit vollen Windeln und laufenden Nasen, neben denen die völlig überforderten und ungenügend ausgebildeten Betreuerinnen verzweifeln.
Zugegeben, gewisse Einwände sind berechtigt. Und es ist mit Sicherheit sinnvoll, ein sehr wachsames Auge auf dieses Projekt zu werfen, schliesslich geht es um das Wohl der Kinder – und dieses gilt es auf jeden Fall zu gewährleisten. Die Vorstellung, sein Kind in falsche Hände zu geben, bereitet ein sehr ungutes Gefühl. Aber muss man deshalb eine neue und angesichts der grossen Nachfrage sinnvolle Idee von Anfang an zunichte machen? Nein.
Denn Krippenplätze sind absolute Mangelware und dringend nötig. Wer im Augenblick, wie die Schreibende etwa, in der Stadt Zürich einen Krippenplatz sucht, muss sich mit einem Platz auf der Warteliste zufrieden geben. Vor allem Babyplätze sind rar und die Chance, sein Kind termingerecht per Ende Mutterschaftsurlaub unterzubringen, sind äusserst gering. Man hätte sich halt schon vor zwei Jahren anmelden müssen, heisst es nicht selten von Seiten der Kitas. Tja, aber vor zwei Jahren sah das eigene Leben vielleicht noch ganz anders aus und das Projekt «Kinder haben» war noch nicht komplett durchdacht, berechnet und voll durchorganisiert. Wie kopflos!
Ginge es nach einem Grossteil des Motz-Chores, dann gäbe es gar keinen Grund zum Jammern, denn die Lösung liegt auf der Hand: Die Mutter bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder. Was bei den aktuellen Betreuungspreisen, rein rechnerisch, durchaus Sinn machen würde. Denn oft geht ein Grossteil des Lohnes für die Krippenrechnung drauf. Aus welchem Grund sollte die Mutter überhaupt weiterhin arbeiten gehen? Vielleicht weil sie ihre Arbeit mag? Weil sie sich teilweise auch über ihre Arbeit definiert und es ihr Bestätigung und Befriedigung gibt? Weil es vielleicht auch für eine gute Balance in der Partnerschaft sorgt? Oder weil sie vielleicht einfach keine Lust hat, «nur noch» Vollzeit-Mutter zu sein.
Achtung, wer mit diesen egoistischen Argumenten kommt, stösst auf kein Verständnis und wird mindestens genauso heftig gebasht wie Otto Ineichen. Der hat es ja sogar noch gewagt, zu erwähnen, dass er mit seinem Krippenprojekt Müttern den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern möchte – eine doppelte Provokation für alle Traditionalisten, Schwarzmaler und Dauernörgler.
Ich meinerseits hoffe, dass Ineichens Krippen-Projekt erfolgreich starten kann und entgegen aller Unkenrufe den Ansprüchen von Kindern, Eltern und Betreuern gerecht werden wird. Nur so schöpfen vielleicht andere innovative Köpfe den nötigen Mut, um bestehende Modelle mit neuen Ideen zu bereichern. Dies natürlich in der Hoffnung, dass in der Stadt Zürich möglichst schnell ein paar neue Krippen eröffnet werden und ich nicht zwei Jahre auf der Warteliste versauern muss.



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle» ist heute Reporterin bei Newsnet und leitet den Mamablog. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 































































Auch der Wohltäter Ineichen macht nichts ohne Profit – das ist nicht verwerflich. Er hat einen Markt entdeckt, auf dem Wucherei betrieben wird. Wenn er mit seiner Idee dazu beiträgt, dass die Krippenplätze nicht nur von Akademikerpaaren (vorwiegend aus Deutschland, beim Bund arbeitend oder Expats) belegt und bezahlt werden können, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Andere werden folgen und die Preise werden fallen.
Das gilt nur, wenn man Kinderbetreuung als Markt auffasst und nicht als das, was es wirklich ist, als hoheitliche Aufgabe. Hoheitliche Aufgabe ist es, weil die Schweiz sich wider besseren Wissens zu der Zeit für das Bismarksche Sozialmodell entschieden hat, in dem Sozialkosten nach dem Umlageprinzip bezahlt werden. Das besagt unter anderm, das die Generation X die Reifekosten der X+1 finanziert, dafür X+1 die Alterskosten von X. Die Gesunden zahlen für die Kranken und bekommen es zurück, wenn sie alt und krank sind. Das nennt man Generationsvertrag und darin hat Markt nichts verloren.
@ Muttis Liebling
Auch “hoheitliche Aufgaben” kann man ( unter Aufsicht ) delegieren…Schon oft hat sich nämlich die Effizienz der Privatwirtschaft mehr als nur erwiesen.
“hoheitliche Aufgabe”. Ich lach mir einen Schranz in den Bauch. Die Schweiz ist ein republikanischer Staat, wo alle staatsbildene Autorität und Macht vom Bürger kommt, nicht umgekehrt. Es ist genau das Umgekehrte dessen, was Sie als Bismark’sches Ei des Kohl-Umbus vermarkten wollen, nämlich der (gewöhnliche) Bürger sei in erster Linie Unterthan des (adligen) Staates..
Die Kinderbetreuung ist ein Markt und sie sollte auch so funktionieren. Der Staat gibt die Regeln vor und kontrolliert. Danach kommt die Wirtschaft und optimiert in den Regeln das Angebot. Das ist duper so und hat nichts mit hoheitlich usw. zu tun und ist auch absout korrekt. Ich kann darin nichts Falsches erkennen. Ihr hoheitliches Modell ist eine Fehlüberlegung. Der Staat gibt bei Krippen strenge Regeln vor, doch er bezahlt die Krippe nicht. Jede Familie berappt das privat, was vollkommen paradox ist, da mir der Staat nicht erlaubt, eine etwas einfachere “discount” Krippe zu wählen
Ich bin selbst arbeitende Mutter und bin überzeugt, dass in unserer Krippe die CHF100 gerechtfertigt sind. Die ist als Verein organisiert und keiner verdient sich da eine goldige Nase und von Wucher ist da schon gar nicht die Rede.
Es ist übrigens wirklich sehr angenehm, wenn eine gut ausgebildete Sozialpädagogin die Gruppen Kleinkinder betreut. Ist sie doch für die fachliche Führung der Praktikanten und Lehrlinge zuständig.
Ich weiss nicht, wo bei unserer Krippe überhaupt gespart werden könnte, ohne dass es nicht mehr tragbar für die Kinder wäre.
Jeanclaude, hör mit der demagogischen Lügerei auf. Krippen werden nicht “nur von Akademikerpaaren vorwiegend aus Deutschland” benutzt.
Und wieso Du die Krippenpreise als “Wucherei” bezeichnest ist beyond me. He, das kostet halt so viel. Ich war mal im Verein einer Krippe Mitglied und sah etwas in die Kosten hinein. Du würdest Dich wundern.
Otto Inneichen ist ein Macher, kein Schnuri. Gut, dass er das Krippenproblem an die Hand nimmt, dann kann frau davon ausgehen, dass in nützlicher Frist tatsächlich etwas auf die Beine gestellt wird.
Die Miesmacher sind bloss vom Neid zerfressen, dass sie selber nichts auf die Reihe kriegen. Ich würde mir nun keine Sorgen machen bezüglich der Qualität, da gibt es Normen und Bedingungen, die eingehalten werden müssen, von allen, die Krippen betreiben. Also, wo ist das Problem?
Das Problem besteht darin, einen Krippenplatz als Ware zu betrachten.So wie man jetzt versucht, einen Spitalsaufenthalt als Ware zu deklarieren, wobei das viel schwieriger ist, weil es ein paar Jahrzehnte zuvor auch ohne dem ging und sehr gut. Luther hat mal gesagt ‘Nichts Gutes sah man je von Kaufleuten kommen.’ Das, obwohl Luther gerade der war, der mit seiner Aufweichung des Christentums dem wirtschaftlich denkenden Kapitalismus den Weg geebnet hat.
Aufweichung? Modernisierung. Der Katholizismus hat ja viel profitiert von Luther.
es gab und gibt aber auch unternehmer, die sich ihrer gesellschaftlichen verantworung bewusst sind. ich kenne herrn ineichen nicht persönlich habe aber das gefühl das ist ein macher, der sich der schubladisierung immer wieder geschickt entzieht. und von nörglern ist in der regel ausser nörgeln auch nicht viel zu erwarten. und so lange die schweizer, diewählen gehen zur mehrheit parteien wählen die alle kosten verstaatlichen und gewinne privatisieren, muss man nehmen was man kriegen kann von denen, die geben wollen.
“Aufweichung des Christentums” – das ist kühn. immerhin war die Reformation Vorbereiterin der Aufklärung und Renaissance und das immerhin die Grundlage der modernen westlichen Zivilisation.
Zudem ist eine Kinderkrippe keine Ware, sondern eine Dienstleistung.
@Katharina – Mothers Finest findet eben die moderne westliche Zivilisation nicht gut. In seinen Augen ist sie nur dekadent und dem Untergang geweiht. Noch vor kurzem stellte er den Beginn dieses Untergangs irgendwo in den 70er Jahren fest, jetzt hat es bei Luther seinen Anfang genommen.
Aber gelehrt und gebildet das ist er doch. Und das, haben wir heute im Blog gelernt, ist doch das allerwichtigste.
hmm xy. ironisch ist ja, dass die Gruppe Mother’s Finest Kult ist.
http://www.youtube.com/watch?v=Bi41K4zY8O4
Und dazu noch unbedingt dieses: Love Changes:
http://www.youtube.com/watch?v=DoREQ7SWN9o&feature=related
tia und dann den noch:
http://www.youtube.com/watch?v=vM4YzhY0ua4
ich geb mein bestes Katharina … um allen etwas Freude zu bereiten
Uhhh, Muttis Liebling. Eine sehr gefährliche Pauschalisierung, hier Luther zu zitieren. Ich glaube den ganzen Wohlstand haben wir schlussendlich den Kaufmännern zu verdanken. Hätten zum Beispiel Essen keinen Geldwert, wer würde den überhaupt damit handeln? Somit hätten wir auf der ganzen Welt nur noch Hungersnöte. Ich glaube sie verstehen fundamental die Welt und ihre Zusammenhänge nicht. Auch führt Handel eher zu Austausch, Toleranz und Frieden, während ich Ihnen sehr viele Belege für religös motivierte Vernichtungsfeldzüge geben kann.
@Mothers Finest – dann wollen sie also zurück zu Otto von Bismarck. Schön, schön. Aber die Welt ist eine andere, wie damals. Die Menschen sind anders als damals, die Gesellschaft ist anders.
Wir können eben nicht, einfach etwas rauspicken und meinen, was damals ging muss auch heute gehen. Das ist sehr naiv. Für heute und morgen müssen wir Lösungen suchen, die funktionieren und die unseren jetzigen Umstände berücksichtigen.
Was Luther betrifft: er hat nicht das Christentum aufgeweicht, sondern den Katholizismus – es sei denn sie fänden Ablasshandel und einen römischen Pontifex christlich.
@Muttis Liebling:
…
zudem florierender Ablasshandel durchaus wirtschaftlich-kapitalistische Züge aufgewiesen hat,
diesbezüglich musste wohl nicht viel “geebnet” werden…,
und eben, die Begrifffe bitte korrekt verwendet werden, das eine ist der Katholizismus,
und dann gabs schon dazumals Alternativbewegungen dazu…
die große Gelehrsamkeit brachte unsere Freund heute etwas in Raserei
er wollte klare Schneisen schlagen, saubere Linien aufzeigen,
fast wäre ihm der ganz große Wurf der Geschichtserkärung gelungen und dann diese kleinen Fehlerchen, die das schöne Gebäude zum Einsturz brachten, Schade aber auch.
Wäre es nicht schön, es gäbe diese Zeit, wo noch alles im Lot war und man könnte genau definieren, wann und von wem das Übel kam? – Aber in diese Falle tappt nicht nur Muttis L.
Sehr gute Idee vom Otto! Und all die Einwände, das Personal könnte unterqualifiziert sein, etc.- papperlapapp: Meine Frau und ich- wie übrigens alle anderen Eltern auch (geschätzte 99,125 Prozent, um genau zu sein)- haben keinen Pflegeberuf erlernt, haben an keiner höheren Schule für soziale Arbeit studiert… und haben trotzdem Kinder! Was soll eigentlich dieser ganze Experten- und Professionalitätswahn im Bereich der Kinderkrippen? Müssen das wirklich alles SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen oder im Mindesten KleinkindererzieherInnen sein? Ich würde meinen, ganz klar nein!
Danke Herr Zufferey, das versuchte ich heute auch schon ins Gespräch zu bringen. Aber die Begeisterung über die Bildungsindustrie scheint grenzenlos zu sein.
Ich möchte ja nicht sagen, dass alles nutzlos ist. Aber ich finde diese blinde Bildungsgläubigkeit etwas beängstigend. Für mich ist sie Ausdruck einer Unmündigkeit.
schon wieder ein witz …
1. na klar sollten es ausgebildete leute sein.. schliesslich betreut man ja in einer krippe nicht nur ein kind.. und schon gar nicht das eigene.. die kinder sollen gefordert und vor allem gefördert werden. zu dem entstehen bei vielen kindern auch andere probleme als in einer familie zu hause..
2. ausgebildetes personal verdient ja schon in einer “normalen” krippe zu wenig (sfr. 3500.– bis 4500.–) .. es geht darum, dass bei diesen dumpingpreisen die leute ausgenutzt werden.. zu dem kann es ja nicht sein, dass kinder von schlecht ausgebuldeten menschen betreut werde
Da wollen die modernen Eltern so gebildet sein und möchten nicht trotz eigenen Kindern, sondern statt sich um Kinder zu kümmern erfolgreich einen berufstätig sein. (und auf jeden Fall mehr verdienen als diejenigen, die sich hauptsächlich um Kinder kümmern) Das ist so!
Warum brîngen es diese Mütter und Väter nicht auf die Reihe, sich mit anderen gemeinsam zu orgsieren?Vier Elternteile und jeder arbeitet zwischen 60 und 100% – da kann sich jeder abwechselnd um die Kinder kümmern. Günstig, sinnvoll und kindgerecht! Aber eben, moderne Eltern wollen höher hinaus!
und wenn einteil aufgrund von Krankheit mal rausbricht? eine Kündigung erfolgt und eine andere Stelle gesucht werden muss die dem geschickt ausgeklügelten plan über den haufen wirft? pech gehabt? warum beszieht man auch keine fürsorgegelder und lässt das arbeiten sein, warum übt man sich nicht in selbstkasteiung. genauso könnte man von autofahrern verlangen doch ihre strassen selber zu bauen. xunde Mänscheverstand hat scheinbar nix mit helle sein im kopf zu tun
Es braucht keinen macher bzw hellen kopf, eine discount krippe zu erfinden. Man stelle einige erwerbslosen jugendlichen als aushilfe. Als erfahrene betreuungspersonen übernehmen einige engagierten mütter die leitung. Als krippenräumlichkeit kann man sich in einem heim (studenten-/alters-gemeinschaftszentren) untermieten. Windeln,babybrei, michschoppen bringt jedes kind selber mit. Zudem kann man mit coop, migros “aushandeln” lebensmittel billig zu erhalten. Für spiel und spass können die kids mit wertlosem materialien sich entdecken. … Und so lässt sich einen billigen krippentarif budgetien
Ja, wenn es mehrere Angebote gibt mit unterschiedlichen Preisen und unterschiedlicher Qualität, dann ist das gut für die Belebung des Marktes. Der mit Geld oder mit Qualitätsbewusstsein, kann dann ja das teuere Angebot wählen. Wenn Herr Ineichen aber eine qualitativ gleichwertige Krippe zu viel tieferen Preisen anbietet, dann ist das schon eine tolle Sache. Am Anfang waren die Stimmen bei IKEA z.B. genau so wie ihr Votum hier. Heute haben praktisch alle Leute mindestens ein IKEA-Stück zu Hause. Tiefer Preis muss nicht schlechte Leistung bedeuten.
Lassen wir den Otto doch einmal in Ruhe sein Konzept erarbeiten und ausprobieren, anstatt Vorurteile zu verbreiten. Wenn es sich herausstellen sollte, das es nicht funktioniert, kann man immer noch motzen.
Natürlich wollen auch schlechterverdienende Eltern ihre Kinder gut betreut wissen. Solange der Staat ein Auge auf das Projekt hat und Eltern Ihre Beobachtungen – sowohl positiv, als auch negativ – an eine öffentliche Stelle weitergeben kann, die diese auch ernst nimmt, könnte das Projekt funktionieren. Wichtig ist hier das Augenmerk auf die aktive Kontrolle und Regelung durch die öffentliche Hand. Wem diese Methode nicht zusagt, hat ja zusätzlich die Möglichkeit, sich an eine der vielen Tagesmütter zu wenden, die freie Plätze anbieten.
Die Blogschreiberin gibt sich als professionelle Journalistin aus. Da gehört ein wenig Allgemeinbildung und seriöse Recherche dazu. Man muss nicht ein “Schwarzmaler, Traditionalist, Dauernörgler” sein, um zu wissen, dass Säuglinge und Kleinkinder zur Mutter und nicht in die Krippe gehören. Solche Frauen sollen sich entscheiden: Kind und später Wiedereinstieg oder Beruf. Alles andere ist Zwängerei, Geldgier, Besserwisserei.
http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2102
@ Brechbühl….
Gute Idee. Dann klappts mit einer Weiterbildung sicher auch gut und die Arbeitgeber haben nur auf Frauen mit Kinderpause gewartet…. Deren Ausbildungen sind nach der Pause ja dann auch noch so aktuell…..
Die Vollkosten einer seriösen Kinderkrippe lassen sich mit Fr. 70.- pro Tag nicht decken. Die Personalkosten machen rund 80% der Ausgaben einer Krippe aus. Einsparungen lassen sich daher nur auf Kosten des (meist weiblichen) Personals (durch schlechte Löhne) oder auf Kosten der betreuten Kinder (durch übergrosse Gruppen und dadurch schlechtere Betreuung) erzielen. Beide Ansätze sind inakzeptabel.