«Breast is best!» Diese kurze Formel ist so heilig , wie das Amen in der Kirche. Die Formel verfolgt jede schwangere Frau auf Schritt und Tritt: Sie wird heruntergebetet auf Postern und in Broschüren in Wartezimmern von Ärztinnen und Hebammen, Spitälern und Geburtskliniken, in Gemeinschaftszentren, Kinder- und Bioläden. Gestillte Babys sind gesünder, schlanker, resistenter und intelligenter. «Breast is best», ist das Glaubensbekenntnis der modernen Welt.

Stillen ist politisch! Spanische Frauen demonstrierten unlängst für die angeblichen Vorzüge der Muttermilch.
Erstaunlich - ich wage sogar ein erfreulich – viele Kommentatorinnen auf diesem Blog stellen zwar nicht das Stillen, aber den «Still-Fundamentalismus» - Zitat Lisa – infrage. Und tun damit genau das, womit die amerikanische Autorin Hanna Rosin im April einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat: Stillen, so ihre These, sei mittlerweile nicht mehr eine private Entscheidung, sondern das ultimative Ticket in den Club der verantwortungsvollen Mütter. Dabei seien die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch für das Baby viel kleiner, als gern behauptet werde, schreibt sie und fragt: «Ist Stillen der Staubsauger der heutigen Frauengeneration – ein Instrument der Unterdrückung?»
Die Provokation war gewollt, die Diskussion, die Rosin damit ausgelöst hat, längst fällig. Niemand bestreitet heute, dass Muttermilch dem Baby einen formidablen Start ermöglicht, dass Stillen etwas Schönes sein kann, wenn die Mutter damit zurecht kommt. Aber es gibt keinen Grund, Mütter, die ihr Baby mit der Flasche füttern, automatisch als eitel, karrieregeil, selbstsüchtig oder schlicht ignorant abzukanzeln, oder – noch schlimmer – sie zu bemitleiden. Wer voll stillt, investiert täglich gegen vier Stunden Zeit. Sechs Monate lang. Das ist beinahe ein halber Arbeitstag pro Tag und mehr als sich viele Frauen leisten können oder wollen.

Dabei hat die Schoppen-Methode einen gut ersichtlichen Vorteil: Auch der Mann kann zur Flasche greifen.
In einem Punkt hat Rosin nämlich recht: Studien, die zeigen, dass gestillte Babys gesünder sind und intelligenter, verlieren ihre statistische Relevanz, sobald man sie in Korrelation zur Gesundheit und Bildung der Mütter stellt. Das hat 2006 eine Wissenschaftlergruppe im «British Medical Journal» aufgezeigt: Für aussagekräftige Ergebnisse müssten zwei zufällige, sozio-ökonomisch und ethnisch gleich zusammengesetzte Müttergruppen verglichen werden, eine davon stillt, die andere füttert mit dem Fläschchen. Weil man aber Müttern nicht vorschreiben und kontrollieren kann, wie sie ihr Baby grossziehen, basieren sämtliche Stillstudien auf blossen Beobachtungen. Fakt ist: Frauen, die stillen, sind in der Regel besser ausgebildet und leben gesünder. Es liegt also, so die Studie, eher am familiären Hintergrund und nicht an der Muttermilch, wenn gestillte Kinder intelligenter und gesünder sind, als solche, die mit Pulvermilch grossgezogen wurden.
Warum werden diese Erkenntnisse in der öffentlichen Diskussion so konsequent unter den Tisch gewischt? Ist was dran, an Rosins These? Werden nicht die Babys, sondern die Frauen mit der Stillpflicht still gestellt? Oder ist der Still-Imperativ ein Gebot der Natürlichkeits-Religion?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@Daria Rauber
Dieser psychisch-gesellschaftlicher Druck wird aber meiner Meinung nach zum grössten Teil von den Frauen selbst ausgeführt.
Siehe dieses Buch oder die La Leche Leaugue. Ich haben da noch keine Männer hausieren gehen sehen mit diesen Ansichten.
Frauen aber schon, die, sagen wir es mal gelinde, ziemlich sektiererisch ihre Meinung anderen Frauen gegenüber kundgetan haben.
Ihren letzten Satz möchte ich dahingehend ergänzen um das Wort Pflichten und für beide Geschlechter gültig.
Liebe Lisa Ratschläge sind doch keine Schläge! Klar gibt es solche auf die man gerne verzichten würde, aber man sagt nicht umsonst: es braucht ein Dorf um ein Kind zu erziehen (oder so ähnlich). Ich als völlig unerfahrenes Mama war um den einen oder anderen Ratschlag ganz froh und ich erlaube mir auch bei meinen Freunden, wenn es harzt, respektvoll einen Ratschlaf zu geben. Aber nicht bei Still-Fragen, das ist mir ein zu persönlicher Bereich, da mach ich mir nur meine Gedanken und die sind frei.
Ich mag den Spruch überhaupft nicht: De Eltern wissen schon, was das Beste für ihr Kind ist? Im Besten Fall trifft das ja zu, aber häufig eben auch nicht.
@ Darja Rauber
Traeumen Sie weiter. Die um ihre Renten beklauten echten Witwen und die in brutalste Sippenhaftung genommenen zweiten Ehefrauen muessen die gynokratischen Rohrkrepierer schon jetzt bitter mitbuessen. Und auch die korrupteste Scheidungsjuxtiz kann nicht mehr verteilen, als von den auf Frauennivo abgeteuften Maennerloehnen uebriggeblieben ist.
Der vermoegenslose Mann musste, wie die dito Frau bis zur Befreiung der Gebaerfleissigen von der Erwerbsarbeit durch die Nazis, schon immer von 7 bis 65 und bald von 4 bis 70 in der Verding-, Leer-, Wehr-und Lohnsklaverei schmachten. Jetzt kommt noch die Miet-, Haus- und Zahlsklaverei dazu und neuesterdings gar Befehle, was er zu denken und sich zu Herzen zu nehmen und auch in der “Frei”zeit zu lassen hat, derweil die Gynokratin nur fuer sich (statt fuer Alle!) beanspruchen will, dass keine ueberfluessigen oder gar massiv schaedliche Vorschriften mehr gemacht werden duerfen.
Und der von der franzoesischen Revolution auch in der Schweiz durch eine waehrend ein paar Jahren gerechtere Besteuerung finanziell leicht laedierte Landadel feiert als bald wieder allmaechtiger Geldadel auf dem Puckel des Geschlechterkrieges Auferstehung. Teile und Herrsche heisst das Motto. Die Aufwiegelung der Bauern gegen Arbeiter und Beamte brachte es nicht ganz, da jene noch nicht so stupid waren, den Ast auf dem sie auch sitzen, ganz abzusaegen. Das weibliche Stimm- und Wahlvieh hat nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die bescheidene gemeinsame Wohlfahrt der Eidgenossen versenkt. Und wenn die Gynokratinnen weiter Frauen und Maenner aufeinanderhetzen, statt endlich die wahren Unterdruecker und Profiteure wieder an die Kandarre zu nehmen, es wird immer schlimmer; nicht nur fuer die Maenner…..
@ Emanzo
Häh?!
Ein paar Tips: Rechtschreibung beachten, ganze Sätze schreiben! Wenn man Ihre schreiberischen Ergüsse liest, wird einem von den vielen Schreibfehlern und fehlkonstruierten Sätzen ganz schwindlig, so dass Sie Ihre Botschaft gar nicht mehr richtig rüberbringen können. Und, nun ja, Ihre Texte sprechen auch nicht unbedingt für Intelligenz. Will heissen, man fragt sich dann schon, ob der Inhalt es wert ist, sich damit zu beschäftigen, wenn der Schreiberling offensichtlich nicht so helle ist…
Zweitens: Etwas weniger Hassparolen (Gynokraten etc). Sie klingen wie ein ohnmächtiger, frustrierter, wutschäumender Möchtegern-Pascha, der mit der heutigen Welt nicht mehr zurecht kommt, sich ein Feindbild sucht – Frauen – und dann alles und jedes an diesem Feindbild festmacht. (Und offenbar ständig in diesem Blog hängt, um seine Wut abzureagieren, was gelinde gesagt Zeitverschwendung ist. “Go and have a life”, sagen die Briten hier…) Für Ihre eigenen Unzulänglichkeiten müssen dann offenbar immer “die Anderen”, in diesem Fall die Frauen, geradestehen.
Oh nein, ich träume nicht. Ich bin als Frau mit verschiedenen gesellschaftlichen Problemen sehr real konfrontiert. Aber ich versuche, darüber nachzudenken, sie zu analysieren, und meinen Prinzipien gemäss (Achtung vor dem Individuum, Achtung der Menschenrechte, aufgeklärtes, konstruktives Gedankengut) zu handeln. Ich bin eine überzeugte Feministin – und ich habe viele Männer geliebt und jetzt einen festen Partner, der mich versteht und unterstützt. Und mir würde nie in den Sinn kommen, das Handeln eines Menschen nur aufgrund der Tatsache zu beurteilen, dass er ein Mann ist, denn ich sehe Menschen in erster Linie als Individuen. Nein, ich bin also keine Männerhasserin, falls Sie das meinen.
Sie hingegen wirken wie ein tobsüchtiger, vom Leben frustrierter Frauenhasser, der sein persönliches Versagen mit Frauen auf die Gesellschaft projiziert und polemische Rundumschläge verteilt, angereichert mit ein paar Lieblings-Fremdwörtern, die Sie wohl irgendwann mal aufgeschnappt haben und nun glauben, damit einen fundierten Beitrag zum Thema liefern zu können.
In Zukunft werde ich Ihre Beiträge wohl gar nicht mehr lesen, denn sie sind der Beachtung nicht wert.
Ich wollte nur mitteilen, dass es im Moment diese Breastfeeding Campaign läuft http://www.onemillioncampaign.org/ und wer sich interessiert kann nicht nur unterstürtzen sondern aber auch weiterleiten….
Es gibt nicht besser als Muttermilch, ja, es ist so, aber schlimer ist keine Liebe zu geben, egal ob mit oder ohne Milch.
Ausserdem, gibt es viele Babies die diese Muttermilch NICHT bekommen einfach weil die Mütter wenig oder gar keine untertützung oder information gehabt hatte (das Weltweit natürlich) und wir, die so viele informationen und auch die möglichkeit haben, sollten (egal oder wir stillen oder nicht) sie jergenwie helfen.
Liebe Grüsse
Ihr habt probleme. und wenn eine frau nicht stillen kann? muss sie sich wohl damit abfinden, Eure intelligenteren, schöneren, gesünderen und später besser verdienenden kinder zu bewundern.
Zur Frage Stillen ja oder nein habe ich mir in der Schwangerschaft gar nie gross Gedanken gemacht, hatte allerdings nie einen grossen Wunsch danach verspürt. Vom abschätzigen Kommentar der Nachtschwester bis zur kühlen Behandlung durch das Pflegepersonal: Wunschkaiserschnitt und nicht Stillen- das geht offenbar gar nicht.
Ich denke, das Selbstbestimmungsrecht der Frau kann durch die starke Beeinflussung durch die einschlägigen Interessenvertreterinnen ernsthaft gefährdet werden. Wer sich nicht anpasst, fällt auf und wird mehr oder weniger offen kritisiert. Schade!
@ Darja Rauber
Sie sind weder meine Mama noch meine Lehrerin!
Solange die Gynorkatinnen nur fuer sich selber das absolute Selbstbestimmunsrecht bis hin zum vergoldeten statt sanktionierten Vertragsbruch usurpieren und einen nicht willfaehrigen Diskussionsgegner nicht nur persoenlich anmachen, sondern ihm auch noch vorschreiben wollen, was und gar wie er zu schreiben hat, wird wohl eine fruchtbare Auseinandersetzung zur Sache wirklich Utopie bleiben.
Und es werden weitere Generationen von Scheidungshalbwaisen unter der rasenden Eifersucht der abgeschiedenen Mutter auf den Ex und seine (abgesehen vom Scheidungsruin) glueckliche zweite Familie persoenlich und immer mehr auch beruflich fallieren muessen, bis das System wieder repariert wird, statt (mit horrenden Kosten und fast 0 Erfolg) nur an den Opfern herumzudoktern oder gar herumzudiillettieren.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Traeumen Sie weiter!
@ Karin
Frueher war der Patient Auftraggeber und der Arzt vor allem ihm verantwortlich. Haeute labern diesem aber immer mehr Versicherungen, Juxtiz und Politik und neuerdings gar Arbeitgeber in seine fachlichen Entscheide rein.
Die Behandlungsmethoden richten sich da in Verletzung des auch von der Schweiz ratifizierten Weltgesundheitsorganisations-Abkommens immer mehr nach dem versicherungs”medizinischen” Wohl der Dividenden der Versicherungsaktionaere als wie im Abkommen vorgeschrieben dem des Patienten, und sein Auftragsrecht schwindet je laenger je mehr.
Das nur paramedizinische Personel hat eigentlich nur die Anordnungen der patentierten Aerzte durchzufuehren, ohne zu diesen mit anmassendem Verhalten oder gar frechen Kommentaren dem Patienten gegenueber dem eigenen Missfallen zu der vom aerztlich beratenen Patienten gewaehlten Behandlungsmethode Ausdruck zu geben. Allerdings fruchten Beschwerden nix, da auch in Spitaelern nicht mehr der Kunde, sondern das weibliche Personal “Koenig” ist.
Unsere Zwillinge kamen zu früh und weit unter Normalgewicht zur Welt und sie waren so schwach dass sie kaum die Kraft hatten etwas ab der Brust zu nehmen, meine Frau hatte auch nicht gerade Milch im Übermass (im Spital gab es ja genug Gelegenheit Vergleiche anzustellen). Der Mutter wurde eine Stillberaterin zugewiesen, ich könnte auch sagen, auf sie gehetzt. Die war dann fast jeden Tag (im Spital, die Kinder verbrachten beide drei Wochen im Brutkasten) stundenlang bei Ihr und hat alle möglichen Stillpositionen versucht. Wenn das Kind (eines der beiden) dann nach einer für alle aufreibenden halben Stunde Schwerstarbeit etwas Milch abzapfen konnte, meinte sie “sehen Sie, es geht doch!”. Wir haben es dann in allgemeinem Einverständnis gelassen, als wir endlich nach hause durften und zur Flache gegriffen. Es ging einfach nicht. Die Stillberaterin, oder wie man diese Person auch nennen möchte, hat uns wissen lassen, dass unsere nicht-gestillten Töchter (ich übertreibe nun zwar leicht, es waren nicht diese Worte, aber sehr wohl diese Message): a) an allen möglichen Allergien leiden werden, b) zu dumpfen Idioten heranwachsen werden, c) wahrscheinlich Drogensüchtig werden, d) möglicherweise als Strassennutten enden. Noch heute, nach 10 Monaten, meine ich immer uns gegenüber Dritten rechtfertigen zu müssen, wenn das Thema aufkommt. Das schlechte Gewissen ins uns wohl beiden mit Erfolg gründlich eingeimpft worden. Wenn es klappt mit der Brust, schön. Wenn nicht, macht nichts. Nieder mit den Tittennazis.
(Dies ist eine Erfahrung aus Spanien).
Zitat Gabriela:”In armen Ländern ist das lange Stillen der Kinder bis übers zweite Lebensjahr hinaus für arme Frauen die einzige Möglichkeit, diese Kinder vor den Folgen der Unterernährung zu schützen.”
Das kann ich bestätigen. Ich komme aus einem Land, wo es viel Armut gibt. Meine Mutter hat uns acht Geschwister so das Überleben ermöglicht, und das in bitterste Armut.
Zitat Althaus: “Frauen, die stillen, sind in der Regel besser ausgebildet …” Das gilt vielleicht für die Schweiz. In der Überlebenskunst war meine Mutter mitten im Urwald sicherlich “hochgebildet” – sonst hätte sie zusammen mit unserem Vater das nicht geschafft. Zur Schule ging sie nur drei Jahre.
Ein Teil dieser Diskussion läuft doch auf der falschen Ebene. Es gibt doch nicht auf alle Fragen nur *eine* objektiv richtige und allgemein gültige Antwort.
Ich denke, wir müssen aufhören, ein Drama daraus zu machen und uns unterdrückt zu fühlen, nur weil jemand genau die gegenteilige Meinung vertritt. Man darf doch auch das Gegenteil gut finden und machen von dem was ich gut finde. Natürlich kann es – je nach Umfeld – schwer sein, die Spannung auszuhalten.
Die Antwort liegt doch nicht darin, in eine Opferhaltung zu fallen, und zu erwarten, dass die anderen aufhören und tolerant werden, damit wir uns besser fühlen. Das ist nicht wirklich ein Ausweg sondern führt direkt in die Ko-Abhängigkeit. Wenn wir finden, die anderen sollten toleranter sein, sind wir selber ja auch nicht wirklich tolerant. Also haben wir es selber in der Hand, etwas mehr Gelassenheit zu entwickeln.
Anstatt die Gegenseite anzugreifen, können wir ja auch einfach sagen: oh, ich sehe, du hast hier eine völlig andere Meinung als ich – das ist okay. Ich bin für mich in meiner Situation aber zu einem anderen Schluss gekommen. Das bedingt, dass wir selber die Idee aufgeben können, das einzig Richtige gefunden zu haben. Der Schlüssel zur Akzeptanz der anderen Position liegt in der Fähigkeit, seine eigene zu reflektieren und zu relativieren. Dann fällt auch der Druck weg.
Bei meiner Partnerin, gabs keinen Milcheinschuss und die Hebammen, haben das einfach nicht gecheckt. Wir waren unsicher und meine Partnerin hat weiter unseren Sohn an die Brust genommen. Bis er begann nur noch Gewicht zuverlieren. Die Palette der Einschätzungen war horrend, von “Ist doch schade” bis “Das gibt es doch gar nicht”. Ich wünsche diese impliziten Vorwürfe keinem Menschen und insbesondere auch keiner Frau die wenig oder keine Muttermilch hat. Vieles klappt im Leben, vieles auch nicht. Das ist kein Drama. Vorwürfe sind fehl am Platz.
@ Karin u.a.
Ihr koennt Euch noch Von schreiben.
Mit Abstand am uebelsten behandelt wird von den para- und pseudomedizinischen GynokratInnen ein Nurzahlvater der sich fuer das Auffliegen einer betruegerischen Kuckucksunterschieberin den Samen fuer ein DNA-Gutachten scharf bewacht aber ohne Hilfe abzapft. Allerdings werden die meisten nicht nur Gehoernten, sondern auch noch um Hunderttausende Betrogenen schon davor von der korrupten Juxtiz mit abstrusen pseudojuristischen Kapriolen daran gehindert, die Kuckucksabferklerin mit einer (korrekten) DNA-Analyse hochgehen zu lassen.
@ Dana: Du stellst die richtige Frage, wieso lassen wir uns derart unter Druck setzen? Ich denke, als frischgebackene Mutter sind wir noch unsicher, wie wir richtig mit dem Baby umgehen. Der Hormonabfall hilft auch nicht gerade, rational zu denken. Deshalb würden wir uns gerne anleiten lassen, die Beratung ist aber oft nicht auf den Einzelfall zugeschnitten. Wenn die Mutter nur gelobt wird wenns mit dem Stillen klappt, ist die Depression vorprogrammiert. Was ich jedoch nicht erklären kann ist der Peer-Druck, den stillende Mütter auf andere Mütter ausüben. “Ach so, Du stillst nicht, willst Du Deine Brust schonen? Hast Du denn an die Allergien gedacht?”. Mit der Zeit hätte ich echt spucken können.
Ihre Antworten auf Ihre Fragen haben Sie ja schon geschrieben: Die Intelligenten stillen, die “Dummen” fläscheln. Aus meiner Sicht muss es jeder selber wissen. Solange man stillen kann, sollte man es meines Erachtens auch versuchen. Gibt es doch nichts einfacher, als die “wamre Mahlzeit” immer dabei zu haben. Den Aufwand (heisses Wasser immer dabi zu haben etc.) zu betreiben, könnte ich mir nicht vorstellen. Ich hätte mich als Mann auf jeden Fall geweigert, das Kind nachts aber auch tagsüber zu schöppeln, wenn die Mutter hätte stillen können. Ansonsten ist es wohl eine klare Sache.
@ Benjamin
Aberaber, die moderne “Familien”frau verfuegt nur ueber ihre eigene Zeit und Nachtruhe, sondern auch ueber die des Haussklaven! Da gibts nix zu weigern, sonst wird ruinoes geschieden!
Korrigendum: ….NICHT nur….
Ich denke, was die nichtstillenden Frauen hier nervt sind nicht andere Meinungen, sondern dieses unerträgliche holier-than-thou Getue. Als Schwangere bekomme ich von jungen Müttern oft folgende vibes: Ich weiss nicht wirklich, was im Leben will, aber meine Mutterqualitäten stehen ausser Frage, denn ich stille, betreibe Babyschwimmen und Co-Sleeping (erfinde weitere lustige Beispiele). Und ich geniesse es, einmal auf dem hohen Ross zu sitzen und auf andere herabzusehen, insbesondere wenn es um Frauen geht, die in anderen Gebieten erfahrener oder erfolgreicher sind.
Ich wette, die meisten gehässigen oder bevormundenden Kommentare über Immunität und Intelligenz kommen von Leuten, die in anderen Lebensbereichen nicht die Autorität haben, andere zu kritisieren. Deshalb nutzen sie die Möglichkeit, wenn sie sich denn schon mal präsentiert. Besserwissereien in puncto Gebären, Stillen etc. muss man wohl meist vor diesem Hintergrund verstehen.
Persönlich fände ich es schön, wenn zufällige BeobachterInnen davon ausgehen würden, dass Eltern ihre Gründe dafür haben, es so oder so zu machen. Und keine Ratschläge geben, wenn sie nicht danach gefragt werden.
Meine Mutter hat mich gestillt und immer gesund gekocht, trotzdem habe ich mit der Zeit diverse Allergien (Heuschnupfen, Nüsse, Steinfrüchte ect. ) bekommen.
Natürlich sind Allergien unangenehm, aber man kann Kinder ohnehin nicht vor allen Gefahren und Unanehmlichkeiten des Lebens schützen. Irgendwann fallen sie auch das erste mal hin, schlagen sich die Knie auf u.s.w.
Und vielleicht bekommen sie eben irgendwann Allergien oder andere Krankheiten, ob gestillt oder nicht.
Unglaublich, wenn man bedenkt, dass wir selbst als Kinder ohne Helm Velo und ohne Knieschoner Rollschuh gefahren sind und ohne Handy in den Wald spielen gingen… Heute würden Eltern, die so etwas zuliesen, wahrscheinlich von ihrer Umgebung als grobfahrlässig bezeichnet, obwohl wir alle selbst so aufgewachsen sind.