
Die Verschiebung der Pubertät ins Kindesalter: Heutige Mädchen entwickeln in der Regel bereits vor dem 10. Geburtstag Brüste.
Die Pubertät ist eine unruhige Phase im Leben jedes Menschen, aber wenn sie in einem Alter eintritt, in dem ein Kind noch mit Puppen spielt, dann ist sie nicht nur turbulent, sondern beunruhigend. Exakt das erlebt die heutige Generation von Mädchen: Im 19. Jahrhundert hatten junge Frauen ihre erste Periode mit etwa 17, 1960 menstruierten die Mädchen im Schnitt zum ersten Mal zwischen 12 und 13. Seit 2005 gilt laut einer grossen amerikanischen Studie die Spanne zwischen 9 und 16 als normal. Jetzt haben Forscher in Kopenhagen bewiesen, dass auch europäische Mädchen sich körperlich immer früher entwickeln. Demnach bekommen Mädchen durchschnittlich bereits mit 9,8 Jahren Brüste. Ein gutes Jahr früher als noch in den 1990-Jahren.
Die Gründe für die Verschiebung der Pubertät ins Kindesalter sind noch unklar. Wissenschaftler spekulieren, dass hormonähnliche Stoffe in der Umwelt für die frühere Entwicklung verantwortlich sein könnten. Auch Übergewicht wurde für den frühen Eintritt in die Pubertät verantwortlich gemacht. Neuste Studien legen zudem nahe, dass die wegen der hohen Scheidungsrate oft abwesenden Väter die körperliche Reife der Töchter beeinflussen: Durchschnittlich zeigt ein Mädchen, dessen Vater die Familie vor seinem 10 Lebensjahr verlassen hat, rund ein halbes Jahr früher erste Anzeichen der einsetzenden Pubertät als ein Mädchen, aus einer intakten Familie. Je besser die Vater-Tochter-Beziehung, so zeigt der Trend, desto später tritt die erste Periode ein. Ein Argument mehr für das geteilte Sorgerecht im Scheidungsfall.
Ein früher Eintritt in die Pubertät kann für Mädchen nämlich Konsequenzen haben, die weit einschneidender sind als die Tatsache, dass sie in einem Alter, in dem sie noch nicht einmal richtig aufgeklärt worden sind, einen Büstenhalter tragen müssen. Bewiesen ist: Nicht nur das Risiko einst an Brustkrebs zu erkranken nimmt mit dem längeren Einfluss von Östrogenen zu, auch Teenage-Schwangerschaften und Depressionen korrelieren mit einem Eintritt in die Pubertät vor dem 11. Lebensjahr. Was damit erklärt wird, dass der seelische Reifeprozess dieser Mädchen zwangsläufig hinter dem körperlichen hinterherhinkt.
Während heute die Lebenserwartung steigt, schrumpft die Kindheit. Stimmen die Daten, darf die heutige Generation von Mädchen 85 Geburtstage feiern, aber bloss knapp 10 davon als Kind. Meine Tochter ist neun Jahre alt und so reif, wie man das von einer Drittklässlerin erwartet. Sie spielt gelegentlich mit Puppen, wirft seit kurzem ab und zu verärgert die Tür ins Schloss, sie liebt noch immer ihre Bilderbücher, erzählt mir kürzlich aufgeregt vom ersten «Bravo», das in der Schule herumgereicht worden ist. Sie ist stolz, wenn sie vom Dreimeter springen kann und repetiert gerade das grosse Einmaleins. Gehört sie zum europäischen Schnitt, setzt in ein paar Wochen das Wachstum ihrer Brüste ein. Eine Verlängerung der Kindheit, auch der körperlichen, würde ich ihr von Herzen gönnen.
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Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Churchill sagte mal:
Traue keiner Statistik die du nicht selber gefäscht hast.
Oder anders ausgedrückt: haben diese Forscher denn wirklich ALLE relevanten Faktoren berücksichtigt oder fehlt ein einziger Faktor, der die ganze Geschichte völlig verfälscht?
Dies alles kennen wir doch von den politischen Studien, die – bei einigermassen kritischen Denkens und hinterfragen – sich meist als faules Hintergehen der Bevölkerung entpuppt!
Also KANN diese Studie eine Berechtigungen haben – verlassen möchte ich mich auf die Aussage dieser Studie aber trotzdem nicht müssen
Natürlich ist die Tendenz unverkennbar, wie aber auch die Tendenz dass Kinder von der Geschellschaft her schon keine Kindheit mehr haben dürfen, müssen sie doch teils schon im Kindergarten soviel oder gar mehr lernen (und nicht nur Sprachen!) wie wir damals in den ersten zwei oder drei Schulklassen, wir die aus den 60ern stammen!
Ich denke dass unser Nachbarskind als Erstklässler viel zu oft Stunden lang an den Hausaufgaben sitzt – wo bleibt da denn noch die Kindheit?
Ähm ja, wurde dies in der Studie auch berücksichtigt? Ich denke: NEIN!
Also was ist denn dran an dieser Studie ausser dass sie die Tendenz belegt, die wir alle selber schon sehen können?
Und der Rest, der hier beschrieben wurde? Ich denke, auch das ist Individuell und jeder sieht es ja sowieso auch anders – eben: persönlich!
“Ich denke dass unser Nachbarskind als Erstklässler viel zu oft Stunden lang an den Hausaufgaben sitzt”
Das ist ein Fehler, den der Lehrer schnell angehen muss. Das darf nicht sein, auch der Lehrerverein und das Erziehungsdept würden sowas nie begrüssen. Die Aufgaben in der ersten Klasse müssen nach so zehn Minuten erledigt sein, sonst ist was faul.
wundert mich, dass eine grosse Züricher Zeitung Kobenhagener Forscher beachtet, die eine nicht näher genannte ‘amerikanische Studie’ zur früheren Pubertät von Mädchen bestätigen. Schliesslich häts z’Züri den Endokrinologen Eugen Schönle, Leitender Arzt am Kinderspital und Spezialist für Pubertätsfragen, der 2007 zu diesem Thema eine viel differenziertere Meinung geäussert hat “Alles, was innerhalb der Abweichung von neun bis 15 Jahren liegt, ist normal.» Ob die Kurve weiterhin falle, sei sehr schwierig zu bestimmen”.
… aber kommt halt nicht aus Amiland
Die Interpretation der Kopenhager Studie besagt nur, dass das Wachstum weiblicher Brüste früher einsetzt – mehr nicht. Die Gründe dafür müssten erst noch gefunden werden… Ich denke mal, dass es die vielen Anti-Baby-Pillen-Rückstände aus Urin im Trinkwasser sind, die solches bewirken können.
CONCLUSIONS. We found significantly earlier breast development among girls born more recently. Alterations in reproductive hormones and BMI did not explain these marked changes, which suggests that other factors yet to be identified may be involved.
Meine Tochter ist zehn, ihre Brüste wachsen seit einigen Monaten. Dass dies früher wird, ist wahrscheinlich schon ok, und unproblematisch. Die Pubertät beginnt erst später.
Dass die Pubertät immer früher einsetzt, ist in der Entwicklungspsychologie schon längst bekannt. Die verfügbaren Daten zeigen, dass dieser Trend bereits im 19. Jh. eingesetzt hat und in verschiedenen westlichen Ländern zu finden ist, deshalb können hormonähnliche Stoffe kaum als einzige Erklärung dienen. Die grosse Frage ist tatsächlich, wie die Kindheit durch diese körperliche Entwicklung verändert wird.
es sollte auch bedacht werden, dass bspw. im mittelalter die frauen schon zwischen 12 und jahren kinder zur welt brachten … und zwischen 30 und 35 aus altersgründen starben. da dürften faktoren wie ernährung, hygiene, etc. eine nicht unwesentliche rolle gespielt haben.
Meines Erachtens ist das “Problem” verteilt auf zwei Aspekte, den körperlichen und den mentalen. Eine Verwandte von mir, 10 Jahre alt, meint, sie müsse nun einen BH tragen – körperliche Anzeichen, ein Wachsen von Brüsten, sind noch nicht erkennbar. Vermutlich wollen Mädchen heute auch früher “fraulich” sein, nicht zuletzt als Produkte ihrr Umwelt und verschiedener prägender Einflüsse, in einer Zeit, wo an Kindergeburtstagen “Heidi Klum” gespielt wird und in der Migros bereits HBs für Mädchen angeboten werden…
Hmmm, das mit der höheren Alterserwartung kann ich nicht so ganz richtig glauben. Meine Mutter wird bald 85, doch hat sie sich zeitlebens vor allem im Sommer aus dem ernährt, was der eigene Garten hergab – noch heute. Z.B. ist Krebs als Todesursache gerade für die mittlere Generation ein grösseres Problem geworden. Mich würde mal eine Statistik interessieren, wo man die Alterserwartung der zwischen 1955 und 1965 geborenen Menschen genau unter die Lupe nimmt.
@rudi buchmann: http://data.euro.who.int/hfadb/
“…dass sie in einem Alter, in dem sie noch nicht einmal richtig aufgeklärt worden sind, einen Büstenhalter tragen müssen”
Ich glaub, mich tritt ein Pferd! Jetzt muß Frau also schon einen BH tragen?
Diese Dinger, die Gummi und und Kunststoffe enthalten, die wegen der Elastizität damit Weichmacher beinhalten, die eine östrogene Wirkung haben. Frauen, lasst Euch nicht verscheissern, mann macht nur Profit auf Kosten Eurer Gesundheit.
Weil hier die Hormone angesprochen werden:
Die Hormonaufnahme ist in unserer Zeti natürlich erhöht. Das beginnt bei der Milch, die in der Regel von trächtigen Kühen kommt, von den neumodischen Sonnencremes und von den Weichmachern in den Kunststoffen, die mit der Haut oder den Nahrungsmitteln in Kontakt kommen. Wobei diese Mengen in meinen augen höchstens den Östrogenspiegel erhöhen. Dies führt aber meiner Meinung nach zu etwas früherem Pupertätsbgeinn, vor allem aber zu einer intensiveren Pupertät, was vor allem bei der Frau zu größerer Oberweite führt. Aufgrund der höheren Östrogenwerte steigt natürlich auch die Gefahr von Brustkrebs.
Man sollte VOR ALLEM darauf achten, dass im Falle eines erhöhten Estradiol-Spiegels auch der Progesteron-Spiegel ANGEPASST wird. Damit wäre die Krebsgefahr gebannt, das Estradiol in seine Schranken verwiesen und die Pubertät liefe “normaler” ab.
Progesteron fehlt auch fast allen Menschen ab etwa 35, Männer, wie Frauen.
Progesteron ist KEIN weibliche Hormone, weil Hormone KEIN Geschlecht haben, nur die Verhältnisse dazwischen.
Progesteron sollte betrachtet werden, wie Insulin.
Fehlt es (und es fehlt VIELEN Menschen und anderen Säugetieren, Veterinärmediziner sind da erheblich weiter), gerade WEGEN der Vorkommen estrogen wirkender Substanzen (Xeno- und Phyto-Estrogene) allerorten, MUSS es aufgefüllt werden.
Progesteron-Mangel ist eine der Hauptursachen für Krankheiten und frühzeitigen Tod.
http://oestrogen-dominanz.de/buch/natuerliches-progesteron.htm
Doch die Gesetze sind aus dem letzen Jahrhundert noch international gültig;
So sitzt ein lieber Freund mit etwa 25 Jahre in Untersuchungshaft, weil er mit seiner 17 jähriger Freundin schlief….
15-jährige sind meist schon voll entwickelt und machen auf heiss – doch die Justiz kümmert sich nicht um die Beziehung sondern bringen liebende hinter Gitter….
Hanspeter. Wenn ein Mann mit einer 17-jährigen schläft, ist das kein Verbrechen oder Vergehen. Darum wird er auch nicht im Knast sitzen. Vielleicht hat er sie vergewaltigt, das könnte ein Grund sein. Das Alter ist es jedenfalls nicht.
kürzlich habe ich eine Diskussion im Web verfolgt und war ziemlich negativ überrascht dass sehr viele meinten dass es mit 11 Jahren noch viel zu früh sei die Kinder aufzuklären!
Ich selber denke dass das nie zu früh – aber leider meistens jedoch viel zu spät, wenn überhaupt! – sein kann!
Dass aber die “Erwachsenen” (Die Ausnahme bestätigt die Regel!) absolut nicht lernfähig sind stimmt mich einfach sehr nachdenklich, da dies doch wirklich nötig wäre!
Aber egal wohin man schaut, ob Erziehung, ob Politik ob Wirtschaft oder Wissenschaft, die Menschheit als solche war noch nie lernfähig und wird es (mit aller Wahrscheinlichkeit) auch nie werden.
Und so werden wir alle Fehler die wir selber mal gemacht haben prinzipiell NICHT weitergeben, damit unsere Nachfolger dieselben Fehler auch wieder machen (müssen)!
Da aber die Technik und auch die Natur (wie hier beschrieben) sich trotz der menschlichen Eingeschränktheit (um nicht Blödheit zu sagen) nicht aufhalten lassen wird dies wohl irgendwann mal des Menschen Schicksal und/oder Untergang sein!
“…dass sie in einem Alter, in dem sie noch nicht einmal richtig aufgeklärt worden sind, einen Büstenhalter tragen müssen”
Das epidemiologische Relative Risiko (RR) für Brustkrebs liegt gemäß einer Studie beim Tragen von BHs bei RR 12-20. Das ist genau so viel wie das Risiko eines aktiven Rauchers, an Lungenkrebs zu erkranken.
Zum Vergleich: Alle existierenden Studien (über 3000) in bezug auf die Schädlichkeit von Passivtabakrauch kommt auf ein RR von 1.19 (wobei 1.0 = statistisch neutral).
Rechtfertigt diese Nichtgefährdung derartige gesellschaftliche Umwälzungen und die zur Zeit betriebene Raucherhatz, das Kneipensterben (in GB 50 pro Woche), die gesellschaftliche Segregation, den dahinter liegenden Fanatismus der Anti-Raucher? Ich denke, dass hier gezielt und mit voller Absicht was falsch läuft.
Gruß
Carolus Magnus
die Kinder ernähren sich mit überdüngtem Gemüse, Milch und Fleisch voll Medikamenten – die Chemie und dieLandwirtschaft sind schuld und machen uns alle krank
Dass Ihr über dieses Thema so distanziert diskutieren könnt! Als Mutter einer betroffenen Tochter würde mich viel mehr interessieren, wie ich mein Mädchen unterstützen kann. Es ist für sie wirkllich ein Problem, im Alter von 10 Jahren Brüste zu bekommen. Sie schlägt mit den Fäusten darauf herum und schreit, sie wolle diese nicht, sie wolle noch Kind sein! Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich ihr helfen kann?
Nein, sorry. Lustig, denn meine ist auch 10, und die findet das eher lustig… So sind die Kinder verschieden.
> Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich ihr helfen kann?
Es gibt Pubertätsblocker. Diese sind aber in der Schweiz wohl nicht zugelassen
@ Rabenmutter:
Genau so ging es mir auch in dem Alter. Ich wollte keine Brüste und ich wollte auch nicht meine tage bekommen (mit 12). Mir war das alles zu viel. Leider weiß ich auch nicht, was ich dir raten soll…ich hab mich damals durchgequält und erst ab 16 gelernt mit meinem Körper um zu gehen.
“Neuste Studien legen zudem nahe, dass die wegen der hohen Scheidungsrate oft abwesenden Väter die körperliche Reife der Töchter beeinflussen: Durchschnittlich zeigt ein Mädchen, dessen Vater die Familie vor seinem 10 Lebensjahr verlassen hat, rund ein halbes Jahr früher erste Anzeichen der einsetzenden Pubertät als ein Mädchen, aus einer intakten Familie. Je besser die Vater-Tochter-Beziehung, so zeigt der Trend, desto später tritt die erste Periode ein. Ein Argument mehr für das geteilte Sorgerecht im Scheidungsfall.”
??? Gibt es eine RATIONELLE Erklaerung dazu?
Ist das wieder ein Trend alleinstehende Muetter/Eltern mit noch mehr zu beschuldigen und zu belasten?
Wurden die Familien speziell ausgesucht um diesen Trend festzustellen?
@marmotte6025: Körper und Geist sind nun mal eine untrennbare Einheit. Und Kinder alleinerziehenden Mütter wird mehr abverlangt (teilweise zuviel, wenn ich an gewisse Schnapsdrosseln denke ^^). So gesehen klingt es schon logisch, dass ein junges Mädchen früher “erwachsen” bzw. “zur Frau” wird. Gut ist das aber sicher nicht. Ein Kind sollte möglichst lange Kind bleiben dürfen…..