Bravo, ihr Höhlenbewohner in Bundesbern!

Ein Papablog von Lukas Egli.

Alle Hände voll zu tun: Ted Danson in «Three Men and a Baby» (1987).

Mann mit Baby am Herd: Schauspieler Ted Danson in «Tree Men and a Baby» (1987).

Der Bund will den Vaterschaftsurlaub noch einmal diskutieren, konnte man Mitte September lesen. Man wolle eine Auslegeordnung der verschiedenen Modelle «trotz grundsätzlicher Vorbehalte» vornehmen, schrieb der Bundesrat in einer Antwort auf ein Postulat. Bravo, Ihr Höhlenbewohner! Wahrscheinlich haben schon die Männer der Pfahlbauer mehr Zeit mit ihren Neugeborenen verbracht als wir Schweizer im Jahr 2011.

Ihr habt es offenbar noch immer nicht verstanden, verehrte Politikerinnen und Politiker. Zwei Tage bekommt man in der Schweiz als frischer Vater zugestanden, um das Wunder des Lebens zu erleben. Um diese Prüfung zu bestehen. Um sein Leben umzugestalten. Zwei Tage? Wissen Sie, wie lange eine Geburt dauert? Im Schnitt sind es 13 Stunden. Okay, bleiben ja noch 35 Stunden. Husch, etwas Schlaf nachholen, einen Kinderwagen kaufen, Windeln nicht vergessen, zuhause aufräumen, allenfalls ein Blüemli fürs junge Mami? Mach vorwärts, Paps, die Zeit läuft!

Ich weiss ja nicht, aus welchem Holz Eure Frauen geschnitzt sind, liebe SVPler, aber meine Frau scheint mir ziemlich robust – trotzdem war sie froh, dass in den ersten Wochen abends zwischen dem 17- und dem 19-Uhr-Stillen etwas Warmes auf dem Tisch stand. Denn so ein Kleines macht doch etwas Arbeit. Und nein, liebe Freisinnige, nicht jeder kann sich eine Nanny leisten. Der normal fühlende Mann will auch keine. Er will dabei sein, will teilhaben. Er will das neue Leben mitgestalten.

Der Schweiz fehlen 1,1 Millionen Kinder, schrieb der emeritierte Professor für Kinderheilkunde Remo Largo kürzlich im «Magazin». 1,1 Millionen Kinder in 40 Jahren, Tendenz weiter negativ. 2010 lag die Reproduktionsrate bei 1,54 Kindern pro Frau; 2,1 müssten es sein, um die Schweizer Bevölkerung stabil zu halten, rechnete der «Vater der Nation» vor. Die Bevölkerung schrumpft – ist doch prima, möchte man rufen. Wer braucht schon das Geschrei kleiner Kinder? Sie stehen im Weg, machen Windeln voll, halten uns von wichtigen Sachen ab. Und dieses Theater erst, wenn die Schnuddernasen in die Pubertät kommen!

Wer so spricht, sollte sich dringend mal mit den Folgen der rückläufigen Geburtenrate auseinandersetzen. Spätestens wenn in der Schweiz mehr Greise leben als Kinder, die Renten nicht mehr überwiesen werden und das Gesundheitswesen unbezahlbar wird, werden es auch die Ruhe liebenden Berufssingles verstehen. Das wird schon bald der Fall sein: Ab 2015 wird die Arbeitsbevölkerung in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik abnehmen. Könnte sein, dass es schon zu spät ist: «Die 1,1 Millionen Kinder können nicht nachgeboren werden», so Largo lapidar.

Okay, die Reproduktion scheitert nicht am nicht vorhandenen Vaterurlaub. Trotzdem ist er zentral: Wenn ein Kind nur über das Schnuppern an einem veralteten Partnermodell – Frau, du musst zuhause bleiben, allein! – zu haben ist, muss sich keiner wundern, wenn jungen Frauen der Entscheid zum Kinderkriegen schwer fällt. Und sich potenzielle Väter noch länger zieren. Seiner Frau oder Freundin das Modell Heim und Herd zumuten, auch wenn es nur für die ersten Wochen ist – vielleicht doch lieber nicht.

Andere können es besser: In der Schweiz beträgt die «Elternzeit» 100 Tage; 2 Tage davon stehen dem Mann zu. In Schweden sind es 480 Tage – fast fünfmal mehr! Jeder Elternteil bekommt mindestens 60 Tage, über den Rest können die Paare frei verfügen. Wundert es Sie, geschätzte Volksvertreter, dass Schweden eine im nordeuropäischen Vergleich stolze Geburtenrate von 1,94 Kinder pro Frau vorweisen kann? Vielleicht bräuchten wir statt des im Parlament so beliebten Liberalitäts- ein Familienfreundlichkeitsrating.

Nun muss es ja nicht gleich die schwedische Maximallösung sein, liebe SPler. Wer mit demselben Anliegen schon mehrmals gescheitert ist, sollte seine Forderungen gelegentlich anpassen und vom sozialskandinavischen Kitsch Abschied nehmen. Bereits etwas mehr Freiraum würde uns jungen Vätern reichen. Die wenigsten wollen ja wochenlang zuhause sitzen – und ich bin überzeugt: die meisten Frauen wollten das auch nicht.

Meine Frau jedenfalls ist froh, dass ich morgens jeweils früh aus dem Haus gehe und ihr nicht bei allem dreinrede. Aber sie schätzt es auch sehr, wenn ich nicht erst spätabends wieder heimkomme. Warum also den Vätern nicht einen Vaterurlaubs in Form eines reduzierten Arbeitspensums gewähren? Warum nicht ein halbes Jahr lang 70 Prozent arbeiten? Diese 30 Prozent Erwerbsausfall müssten doch zu finanzieren sein!

«Eine Familie gründen darf für die jungen Schweizer nicht mehr eine zu grosse Last sein, sondern muss vermehrt auch Freude machen, sonst haben sie immer weniger Kinder oder überhaupt keine», schreibt Largo. So einfach ist es.

In einer Sache aber irrt der Übervater: «Die Kinderlücke zwingt uns, unsere Prioritäten weniger nach ökonomischen und materiellen Kriterien, sondern vermehrt nach zwischenmenschlichen Werten in Familie, Gesellschaft und Wirtschaft auszurichten», schreibt Largo am Schluss seines Aufsatzes im «Magazin». Falsch! Es ist gerade die ökonomische Vernunft, die uns – und Sie, liebe Volksvertreter – dazu bringen müsste, auch werdenden Vätern eine zeitgemässe Rolle zuzugestehen. Eine Familienpolitik, die diesen Namen verdient, ist eben nicht nur eine Frage der Familienzulagen und Steuern, werte Christdemokraten, sondern auch des Rollenbilds.

Der Staat hat in meinem Bett nichts verloren, werden die Betonköpfe unter Ihnen wieder rufen; einen Ausbau der Sozialwerke könnten wir uns in Zeiten der Krise nicht leisten, werden die Sparfüchse wie gewohnt einwenden. Ist die Frage nicht vielmehr: Können wir es uns überhaupt leisten, die dramatische demographische Entwicklung zu ignorieren? Durchaus möglich, dass Ihnen da die Höhlenbewohner voraus waren.

Die negative Demographie birgt keine vermeintlich theoretisch-statistischen Risiken, wie andere Errungenschaften unserer Zeit – die Folgen des demographischen GAUs sind absehbar. Die AHV, die wichtigste politische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, ist in ernster Gefahr, und mit ihr der Rest des nationalen Konsenses. Aber schon klar: Kinderkriegen ist eben teurer und anspruchsvoller als fertige Erwachsene, lies: Arbeitnehmer zu «importieren». Oder doch nicht?

Schweden investiert in die Zukunft. Wir in Sanatorien und Hüftgelenke für alle. Oder in die Rettung krimineller Grossbanken, Kampfjets und so weiter – ein anderes Thema, ich weiss. Aber wenn eine Sache, liebe Politikerinnen und Politiker, wirklich too big to fail ist, dann das Kinderkriegen.

WandernLukas Egli ist Redaktor bei 20 Minuten Online. Er hat am 12. Juli eine Tochter bekommen.

398 Kommentare zu «Bravo, ihr Höhlenbewohner in Bundesbern!»

  • Stefanie sagt:

    Wenn immer die anderen schuld sind, liegt’s wohl am eigenen Standpunkt.

  • heidi reiff sagt:

    Liebe Bhauptis in diesem Blog, das Wiki steht ja rund um die Uhr zur Verfügung 24 Std. Ohne schlechtes Gewissen können wir uns schlau machen , das Wiki wertet und verdammt nicht, liefert einfach Informationen ohne MEI MEI MEI MEI, Zeigefinger
    Der Cursor eilt beim Computer immer voraus, der ist ja neutral , kein Moralprediger und Weltverbesserer.

    • Katharina sagt:

      dann lies doch das Wiki selber. die Scheisse die Du wegen m to f transgender und kinder kriegen bruenzeltest stimmt nun einfach nicht, das ist leider nicht möglich du dummschwatz. uterus transplantation wurde bisher nur einmal versucht und funktioniert nicht. und ist auch keine von der gesundheitsbehoerde genehmigtes verfahren. Alos entweder war das eine der seltenen intersexuellen personen wo ein funktionsfaehiger uterus vorhanden war oder der blick hat sich das im bizzaro land runter geholt.

  • heidi reiff sagt:

    @ tststs

    Danke für ihre Schützenhilfe 🙂

    @ Daniel

    Das stimmt, Blick ist ein Sensationsblatt, ich bin ziemlich naiv, kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass ein Journalist oder eine Journalistin einer Zeitung es sich leisten kann sowas zu schreiben. Nach dem Naturgesetz ist es ja möglich, dass ein umgebauter Mann ein Kind gebären kann, der Samenspender ist nach wie vor der Mann, es gibt ja ausser Geldbanken auch Samenbanken für Leihmütter . Auch klonen ist in der heutigen Zeit möglich, das Schaf Dolly z.B. Von der Methode klonen hab ich keine Ahnung.

    Mein Compi ist auch geduldig !

    • tststs sagt:

      Bitte, wenn Sie hier mit „Samenbank“ „klonen“ und „Compli“ kommen ist der arme Mann aus „seiner Zeit“ ganz überfordert… 🙂
      Und ja, die Geschichte, auf die Sie sich berufen, stimmt so…

    • Daniel sagt:

      Was Sie da für vergleiche bringen? Das geklonte Schaf Dolly mit einer umgebauten! Und Sie kriegen noch Rückendeckung von einigen Leserbriefschreiberinnen? Da kann ich nur sagen tststs, aber die tststs gibt es ja schon im Mamablog. Nur bei dem Kack die die schreibt wundert mich das gar nicht!

  • heidi reiff sagt:

    @ Daniel

    Das von dem umgebauten Mann, der 2 Kinder geboren hat hab ich in der Zeitung gelesen und nicht in Grimms Märchenbuch.

  • heidi reiff sagt:

    @ Erwin Geissbühler > Daniel

    Es geht mir überhaupt nicht um eine Mitleidstour. Ich habe als Altersbetreuerin gearbeitet, ich kann zum Glück noch gut für mich selbst sorgen, hoffe noch lange Zeit, hatte immer einen guten Draht zu jungen Menschen zu Männern sowie Frauen.

  • Erwin Geissbühler sagt:

    Warum denn in die Kinder / Kinderbetreuung/ Mütter / Familien investieren, liebe SVPler? Die 1.1 Mio. fehlende Schweizer Nachkommen können ja auch einwandern… bloss sei mir die Frage erlaubt: Ist das WIRKLICH das, was die SVP will? Kann es sein, dass man dermassen kurzsichtig ist? (Hoffentlich sind jetzt einige nicht vor Schreck vom Melchstuhl gefallen…)
    Wofür man Kampfjets für zig Millionen brauchen soll, ausser zu Prestigezwecken, das wird mir auch immer ein Rätsel bleiben. Wenns wenigstens Helikopter wären, die man allenfalls für Bergrettung zweckentfremden könnte…

    • Daniel sagt:

      Vom Melchstuhl fällt man so oder anders schnell einmal, die haben ja nur ein Bein! Hi,hi,hi!

  • heidi reiff sagt:

    Wo hat denn der Sisiphus aus der griechischen Mythologie das gelernt, immer den Stein nach oben zu rollen, hatte der grosse Stein es geschafft auf Berghöhe ihn immer wieder zurück zu schicken, welche Götter waren da am Werk, ZEUS der Hauptgott der Griechen.

    Auch Schwule und Lespen haben eine Lebensberechtigung, das Sakrament EHE ist auch nicht alles. Viele Patchworkfamilien gibts auch. Soll ich mir jetzt noch einen Mann angeln, nur dass ich gesellschaftlich besser da stehe, darauf verzichte ich, ich passe mich nicht an. Punkt. Bigotterie, nein Danke .

    • Erwin Geissbühler sagt:

      Ich finde es schön, dass Sie Ihr Alleinsein zelebrieren (können) und offensichtlich auch den Zugang zum Internet zu nutzen wissen, jedoch geht es hier um Väter mit Kind und nicht um Ihr Leben im Altersheim. Sollten Sie jedoch den Zugang zu Medikamenten, Betreuung, etc. auch Ihrer Tochter noch im hohen Alter wünschen, genauso, wie Sie es jetzt haben, dann wäre es schlau, wenn Sie die ganze Thematik nicht mit der Lupe analysieren und dabei nur SICH SELBER sehen, sondern etwas zurücktreten, um das (Schreckens-)Szenario mit den Problemen der realen Welt von MORGEN zu erkennen. Danke.

      • Daniel sagt:

        @Erwin Geissbühler: Danke Sie nehmen mir die Worte aus dem Munde. Bei so einer selbstverliebten, die das Gefühl hat das wir jetzt alle an ihrer Lebengeschichte teilhaben müssen und wenn möglich noch verbarmen haben! Natürlich wieder zum Leidwesen des Mannes!

    • Wildkatze sagt:

      That’s why the lady…that’s why this little lady….that’s why the lady is a traaaamp!

    • Astrid sagt:

      Daniel und Geissbühler, es wird mal wieder Zeit, darauf hinzuweisen, dass Heidi Reiff unter dem ganz persönlichen Schutz von mir und etlichen anderen Bloggern hier steht. Sie ist sozusagen Ehrenpräsidentin des Mamablogs. Falls Ihnen etwas nicht passt, seien Sie einfach ruhig – diese Option gibt es nämlich.

      • marie sagt:

        uh ja, hände weg von frau reiff! sonst werde ich biestig.

      • alien sagt:

        Ich stimme zu. Frau Reiff hat Stil. Ihren eigenen natürlich, aber unzweifelhaft Stil.

      • Katharina sagt:

        Astrid es wird auch wieder einmal zeit Dir zu sagen dass du hier nicht Moderatorin und Schildträgerin bist und sehr blind bist, wenn es dir gerade passt. greets from a dinosaur in this ‚blog‘.

      • Astrid sagt:

        Katharina, bloss weil Sie ewig auf demselben Punkt herumhacken (Moderatorin? Sicher nicht von mir gewählt…..), wird er nicht einsichtiger. Kehren Sie doch einfach mal ein bisschen vor Ihrer eigenen Tür…… So wie Sie auch nehme ich mir das Recht, hier zu sagen, was ich will. Wenn es Ihnen nicht passt, Madam Speaker, können Sie mit meinen Posts dasselbe machen wie ich mit Ihren: ignorieren! Und Heidi Reiff zu verteidigen lasse ich mir ganz sicher nicht untersagen.

      • Astrid sagt:

        Oh, Katharina, noch etwas: wenn es um Betriebsblindheit geht (zu der ich übrigens stehe, weil ich auch nur ein kleines doofes Menschlein bin), kann ich nur sagen: look who’s talking, darling.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich finde Heidi Reiffs Beiträge auch erfrischend, meistens. Manchmal auch nervig, warum auch nicht, man muss nicht immer alles gut finden. Es geniesst hier aber auch niemand Sonderrechte, auch Heidi Reiff nicht, ich bin ziemlich sicher, dass sie die auch nicht beansprucht. Und manchmal verzapft sie halt argen Blödsinn, das darf man ihr sagen, es ist eine Form von Respekt, es zu tun. Nur Narren haben Narrenfreiheit und Heidi Reiff ist alles andere als eine Närrin. Sie braucht auch keinen Schutz, sie kann sich sehr gut selber wehren.

  • Fränä sagt:

    Bravo Lukas, Du hast absolut recht. Merci

  • heidi reiff sagt:

    beste Tochter der Welt, das sag ich jetzt schon noch als selbstständige AHV-Teenagerin, gegenseitig nehmen wir uns ab und zu auf die Schippe, Humor gehört auch zum Leben, bin froh, dass ich vorläufig noch für mich selbst sorgen kann. An der ersten Stelle in einem Altersheim war alles strikte geregelt, 07.00 Tagwache 08.00 Morgenessen, eine gute Alternative sind die grauen Panther, die alten Menschen durften ausschlafen, kein militärischer Drill, hatten auch die Möglichkeit gemeinsam zu kochen etc. auch in Kinderkrippen ist der Betrieb locker, alleinerziehende Mütter sind angwiesen auf KITA.

  • heidi reiff sagt:

    Ich gönne mir meine wohlverdiente Freizeit so wie es mir gefällt im hier und jetzt, ich esse wenn ich hunger habe, schlafe, wenn ich müde bin, für mich paradiesische Zustände, gesundheitlich geht es mir relativ gut, ich habe endlich gelernt mich auch mal zurückzulehnen ohne schlechtes Gewissen, da haben mich auch wohlwollende Menschen begleite, eigentlich immer Schutzengel ohne Flügel, meine wissenden Zeugen mit Herz auf dem richtigen Platz, wenn mich meine Tochter mal besucht mach ich ab und zu eine Pause auf Balkonia, paff paff paff paff :-), eine Frau im Altersheim sagte immer, ich hab die

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe nach meiner Konventionsscheidung Teilzeit gearbeitet, in dieser Zeit wurde meine Tochter in einer Krippe betreut, es blieb mir in dieser Zeit einfach nichts anderes übrig, Vogel friss oder stirb, ich habs überlebt, ich bereue nichts, das Rad kann kein Mensch zurückdrehen, die Zeit läuft für alle Menschen gleich ab, ich werde jeden Tag 1 Tag älter. Mit meiner Altersrente kann ich mir keine Ferien auf den Malediven leisten, Nischen und Felsenklippen waren traumhaft am Meer als wir noch campen waren in Spanien, hab kein Fernweh, My home is my castle, endlich kann ich tun und lassen solo.

  • Dancer sagt:

    also ich „opfere“ seit 4 Jahren praktisch jeden Ferientag für eine Weiterbildung. Die dazu führt, dass ich nach Abschluss mehr verdiene, aber auch mehr Steuern bezahlen darf (was ja der Allgemeinheit auch zugute kommt). Da sollte es einem Vater das eigene Kind doch Wert sein, ein paar Tage Ferien zu beziehen. Eine wirkliche Hilfe für Eltern wäre nicht 2 Wo bezahlten Urlaub, sondern genügend Teilzeitstellen und bezahlbare Wohnungen / Krippenplätze.

    • Nico Meier sagt:

      Teilzeitstellen liegen in Einflussbereich der Wirtschaft und sind nicht sache des Staates.
      In meinen augen ist auch der Wohnungsbau sache de rWirtschaft.
      Es gibt desweiteren sehr viele gute bezahlbare Wohnungen diese sind aber nicht gerade mitten in der Stadt. Es gibt aber auich kein Anrecht auf eine günstige und grosse Wohnung mitte in der Stadt.

      • Sportpapi sagt:

        Trotzdem hat er/sie natürlich recht – es wäre eine wichtige Hilfe.

      • Widerspenstige sagt:

        @Nico Meier: gibt es ein Anrecht auf Subvention für Landschaft- und Tierpflege? Ist das nicht ein Hobby von naturverliebten Menschen?

      • Nico Meier sagt:

        Die Subventionen in der Landwirtschaft sind gesetlich so vorgesehen, da eine Mehrheit der Stimmberechtigten dies so wünschen. Sollte sich dieser Wunsch endern können diese Zahlungen auch aufgehoben werden ich würden dann einfach mal davon ausgehen, dass wir in der Schweiz dan relativ schnell keine Lebensmittel mehr produzieren werden, da diese zu teuer wären ohne diese Subventionen. Oder es wird Fleisch produziert aber in Tierfabriken wie dies im ausland auch geschieht. Wenn das Ihren Wünschen entspricht.

      • tststs sagt:

        Tja, und wenn wir nicht bald Frauen und Männer in ihrer Rolle als Eltern unterstützen, werden“ schnell keine Kinder mehr produziert werden“…und an wen wollen Sie dann das ganze subventionierte Essen verfüttern 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Ich denke, Leute wie Nico Meier sehen die Zusammenhänge nicht so klar. Diese subventionierten Nahrungsmittel aus Schweizer Landwirtschaft sind klar etwas vom ganzheitlichsten, WENN denn ALLE Bauern auch die Biodiversität wie zB Bergbauern pflegen würden und dieselben Subventionen wie der ‚Traktor-Milchkühe-Bauer‘ erhält!! Hier fehlt es an Fairness den Bergbauern gegenüber, denn er schufftet echt! Wir essen immer noch vorwiegend mit Düngemitteln ‚bestäubtes‘ Gemüse/Früchte und mit Antibiotika vollgestopfte Tiernahrung. Darauf können wir glaube ich getrost verzichten u dieses Gesetz ändern.

      • Widerspenstige sagt:

        @tststs
        Genau! Um das geht es doch und vorallem, wenn die milchtrinkenden Leute immer weniger werden im eigenen Land, dann werden Butterberge, Käseberge oder was weiss ich nicht für subventionierte Überschüsse ins Ausland verschoben – günstiger als für uns Konsumenten in der Schweiz! Und diesselbe Volkspartei, welche den Ausländerüberschuss verteufelt, will aber von denselben Ausländern ihre subventionierten Milch- und Käseberge gekauft und gegessen sehen. Verhältnisblödsinn noch und nöcher! Und wir schauen alle deppert diesem Treiben zu – Wahlen sind am 23ten!

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt kein grundsätzliches Anrecht auf Subventionen. Dieses entsteht erst durch ein entsprechendes Gesetz, eine Willensäusserung der Parlamente oder der Bevölkerung direkt. „Wir“ haben entschieden, dass wir die Bauern fördern möchten, und zwar vor allem wegen der Landschaftspflege, teilweise auch wegen der Selbstversorgung. Wir können dies auch wieder ändern. „Wir“ haben uns auch entschieden, ganz viel in Kinder und ihre Eltern zu investieren: Gratis Schulen, Kinderzulagen, Mutterschaftsurlaub, Krankenkassensubventionen, subventionierte Betreuungsplätze, usw. Nur das Ausmass wird diskutiert.

      • tststs sagt:

        @sportpapi: Sie haben recht, das Ausmass gilt es zu diskutieren. Und Sie haben ebenfalls recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass für Kinder und Eltern schon viel getan wird – im Vergleich mit Schwellenländern. Wenn wir uns aber mit Skandinavien messen, stinken wir doch ziemlich ab. Natürlich kostet dies einiges, sollte es uns aber auch Wert sein…
        Und wenn man – eigentlich völlig unzulässig – die Anschaffung unnützer Jets den zwei Tagen Vaterschaftsurlaub gegenüberstellt, ist halt doch einiges ziemlich schief…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Gegen die Jets bin ich ja auch, nicht hingegen gegen eine funktionierende Armee. Beim Vaterschaftsurlaub denke ich auch, wir sollten über 5 oder sogar 10 Tage diskutieren. Aber die Monate, die Väter zum Teil im Ausland erhalten, empfinde ich als übertrieben. Und für die Betriebe aus organisatorischer Sicht schwierig (wie auch der regelmässige Militärdienst…).

      • Sportpapi sagt:

        Übrigens wird hier immer so getan, als sei eine Mehrheit der Schweizer selbstverständlich für einen Ausbau des Sozialstaates, oder zumindest der „Familienförderung“. Dabei geht vergessen, dass nur schon die Mutterschaftsversicherung vor sieben Jahren relativ knapp angenommen wurde. Die Deutschschweizer, mit Ausnahme der grossen Städte, waren dagegen… http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/thematische_karten/gleichstellungsatlas/vereinbarkeit_von_familie_und_erwerbsarbeit/mutterschaftsversicherung.html

      • tststs sagt:

        Ich finde man sollte die Gesamtzeit auf zB 300 Tage heraufgesetzt werden, die dann zwischen den Partner nach eigenem Interesse aufgeteilt werden sollen (jedoch 3 Wochen beide zu Hause bleiben müssen). Ob der Vater oder die Mutter am Anfang zu Hause bleibt, sollte Privatsache sein…
        Ausserdem finde ich es ein echtes Armutszeugnis, dass ein Mann länger „frei“ kriegt, wenn seine Frau stirbt, als wenn sie neues Leben spendet…
        Mit dem Militär sehe ich das übrigens genau gleich…

      • tststs sagt:

        @Sportpapi: Setzen Sie bitte „die Meinung“ des Volkes nicht mit dem Stimmverhalten gleich. Dies ginge nur bei 100%er Stimmbeteiligung. So müssten man zB noch anfügen, dass konservativere Wähler eher abstimmen gehen, als progressiv eingestellte (ich setze hier Fremdbetreuung etc. einfach mal mit progressiv gleich)…
        Wenn jeder Bürger selber entscheiden könnte, wie seine geleisteten Steuern eingesetzt werden, würde Bildung und Familie wohl weeeeit vor Armee und Bauern liegen…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich weiss, dass die Meinung des „Volkes“ sich nicht immer mit dem Stimmverhalten deckt. Aber wer nicht abstimmen geht, ist wirklich selber schuld. Übrigens – achtung, polemisch – glaube ich auch, dass „progressive“ lieber über den Zustand der Welt lamentieren, als sich im eigenen Umfeld zu engagieren. Oder an Abstimmungen und Wahlen teilzunehmen. Das ist halt spiessig und bürgerlich. Dafür geht man dann wieder demonstrieren…

      • Nico Meier sagt:

        Nur weiter mit der Extremargumentation.
        Die Höchsten Geburtenraten haben der reihenach Niger, Afghanistan, Somalia
        In diesn drei Staaten existiert keine Hilfe für Kinder und keine Infrastruktur. Aber in diesen drei Ländern ist entweder Verhütung aus religiösen Gründen verboten oder sie ist verpönt.
        Was in diesen drei Ländern unter Frauenrechten zu verstehen ist möchte ich nicht unbedingt ausführen.

        Die Geburtenrate lässt sich durch Betreuungsangebote und finanzielle Anreize nicht verändern.

        Einzig durch ein Verhütungsverbot dies wäre aber nicht im Sinne eines freiheitlichen Staates.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: „Die Geburtenrate lässt sich durch Betreuungsangebote und finanzielle Anreize nicht verändern.“ Käme auf einen Versuch an. Aber richtig, ich glaube es auch nicht.

      • Nico Meier sagt:

        Wenn der Preis dieses Versuchs ein massiv aufgeblähtes kaum finanzierbares Sozialsystem ist, in dem Das Mutter und Vater werden massivst von Staat subventioniert werden soll bin ich dagegen den Versuch zu wagen.
        Betreuungskosten für kinder sollen mit einer Pauschale Steuerlich abziehbar sein und dieselbe Pauschale soll auch die traditionelle Familie abziehen können, bei der ein Partner zuhause ist und die Kinder selber betreut.
        Auch diese Massnahme erhöht keineswegs die Geburtenrate aber sie macht das Leben für Familien besser.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico Meier: In vielem bin ich Ihrer Meinung. Aber nicht beim pauschalen Steuerabzug. Wer zuhause beim Kind bleibt, sollte auch nichts abziehen können. Er zahlt ja auf dem zweiten Einkommen auch keine Steuern. Bei den Doppelverdienern ist es klar, dass es ohne externe Kinderbetreuung nicht geht. Die Betreuungskosten sollten also vom zusätzlichen Einkommen abgezogen werden können, wie alle anderen Berufsauslagen. Das ist nur fair. Heute ist es doch so, dass ab spätestens dem dritten Kind die Auslagen grösser sind als die Einnahmen – dennoch zahlt man zusätzlich Steuern und Progression.

      • Sportpapi sagt:

        Er zahlt auf dem zweiten Einkommen keine Steuern, weil er kein zweites Einkommen hat…

  • Daniel sagt:

    Die Zeiten als die Frau am Morgen gebar und am Nachmittag schon wieder auf dem Feld die Kartoffeln erntet ist schlicht vorbei, da bin ich auch dafür! Eine Mutter soll auch ihren Mutterschaftsurlaub bekommen, ganz klar! Aber Vaterschaftsurlaub? Nein, da hört es bei mir auf! Wer hat denn das Kind geboren und die ganzen Schmerzen ertragen und wer muss in Zukunft mehrheitig für die Kinder da sein? Logischerweise die Mutter! Also, hört mit der Diskussion auf, das der Vater auch noch Urlaub dafür braucht!

    • heidi reiff sagt:

      In der heutigen Zeit ist es möglich, dass ein Mann sich umbauen lassen als Frau und Kinder gebären kann, das gibts real auch, ein umgebauter Mann hat Kinder auf die Welt gebracht, sicher war der Samenspender ein Mann ev. eine Samenbank, dass sich ein Mann als Frau umbauen lässt, nur um einmal die Geburtsschmerzen zu erfahren, das finde ich pervers.

      • Daniel sagt:

        Es geht bei der Diskussion ja nicht um umgebaute! Im übrigen, das sich ein Mann als Frau umbauen kann ist mir auch klar, aber das er bzw. sie dann auch noch Kinder kriegen kann, das glauben Sie ja selber nicht!

    • Lemuria sagt:

      Aber wie gnädig von Ihnen, dass sie den frischen Müttern den Mutterschaftsurlaub gönnen. Gemeint ist nicht, dass der Vater sich ins Wellness erholen geht. Er wird von eben dieser Mutter, die die Schmerzen ertragen hat und die Nächte durchmacht und kaum zum essen kommt GEBRAUCHT! Nun sind auch SIE informiert.

      • Daniel sagt:

        Ja was ! Nein aber auch! Schön, wieder einmal von so einer Klugscheisserin belehrt zu werden! Früher ging es auch ohne Vaterschaftsurlaub, aber so wie Sie schreiben müssen Sie noch ein ganz junges Ding sein.Sonst würden Sie ja wissen wie das zu meiner Zeit war!

      • tststs sagt:

        „Früher ging es ja auch…“ Bei welcher Baby- und Wochenbettsterblichkeit?
        Der Vater hat ja nicht Urlaub, sondern soll sich um Frau und Kind kümmern… Aber ja, in „Ihrer Zeit“ war die Rolle des Mannes bei der Kindzeugung nach 30sek erledigt 🙂
        Und bitte, lassen Sie Heidi Reiff in Ruhe, sie ist ein Unikum des MBs (was Sie auch wüssten, wenn Sie „Ihre Zeit“ etwas früher verlassen und Ihre Nase hierhinein geteckt hätten 🙂 )

    • Ein Mann sagt:

      Der Verfasser des Artikels hat in überlegter und scharfsinniger Weise die Höhlenbewohner in Bundesbern angesprochen. Wie sich zeigt, gibt es die nicht nur dort sondern auch hier im Blog. Die ewig Gestrigen – Daniel – ! müssen somit natürlich auch ihren Höhleneingang mit der Keule der Ignoranz, Faulheit, Selbstversessenheit und Pseudokompetenz verteidigen. Wer nicht weiter als vom eigenen Kontostand bis zu seinem Stammtisch denken kann, sollte also auch in seiner Höhle bleiben und dort weiter auf die böse, gleichstellungsinteressierte Welt mit seinem eigenen, selbstproduzierten Schwachsinn um

    • Ein Mann sagt:

      sich werfen. Die Zahlen sprechen für sich, wer sie ignoriert, ist entweder dumm, blind oder eben: ewig gestrig

  • Muttis Liebling sagt:

    Das ist schon eine ziemlich armselige Diskussion hier und über zig Iterationen MamaBlog kommt es nicht vorwärts. Natürlich ist es schön, wenn der Papi gleich nach der Geburt präsent ist. Da er nicht Stillen kann, ist es aber nicht wirklich wichtig. Wichtig wird der Papi zwischen 1-3. Da muss er die Omnipräsenz der Mami relativieren.
    Aber wirklich wichtig ist, festzustellen, das Kinder ein gesellschaftlicher, kein privater Auftrag sind. Die Gesellschaft muss das finanzieren und darf sich dafür einmischen. Arme Kinder darf es ebenso wenig geben, wie individualverwahrloste Mittelschichtblagen.

    • Peter sagt:

      Die Fruchtbarkeitsrate lag in Schweden schon 1969 bei genau 1.94 (Quelle: Weltbank Entwicklungsindikatoren) und kann somit nicht als Erfolgsindikator der schwedischen Familienpolitik angeführt werden, auch wenn das immer wieder getan wird. Die seit den 70-er Jahren mehr oder weniger stabile Fruchtbarkeitsrate zeigt, dass die Familienpolitik in dieser Hinsicht nur wenig Einfluss hat.

  • Maria sagt:

    Sie koennen ja Ferien beziehen oder unbezahlten Urlaub nehmen, wenn Ihnen Ihr Kind wirklich so viel wert ist. Ich, als Single, habe aber keine Lust, Ihnen auch noch einen Vaterschaftsurlaub zu finanzieren. Schliesslich gibt es schon den Mutterschaftsurlaub. Haben Sie sich mal gefragt, wie Ihre Vorfahren Kinder aufgezogen haben? Da gab es keinen staatlich finanzierten Urlaub. Also, Eigeninitiative und nicht einfach nach dem Staat rufen.

    • Und ich habe keine Lust für Menschen wie SIe in die Zukunft zu investieren. Single hin oder her. Das war ich auch einmal und habe niemals bezweifelt dass Elternzeit wichtig und Kinder grossziehen Arbeit ist.

      • In jeder anderen Kultur sind Eltern und Kinder gerne gesehen. Nur hier kann so ein beschissener Egoismus aufkommen. Das ist dermassen zynisch dass ich ko***n könnte.

      • Widerspenstige sagt:

        Nicht aufregen, denn die Wahlen werden die Weichen stellen in Richtung Vernunft, Hoffnung und Zuversicht! Unsere Gesellschaft funktioniert nur mit Solidarität und Single wissen das ganz genau. Sonst können wir ja mal eine Initiative lancieren mit dem Motto: ‚Single sorgen selber für Essen (auf die Jagd, hopp!), kaufen sich Eigentum und Strassen dazu, Bodyguard nicht vergessen, denn die Polizei entfällt, Privatarzt engagieren, selber für Arbeit schauen sprich Selbständigerwerbend sein, denn sich bequem anstellen lassen entfällt etc‘. Vielleicht ist der Groschen gefallen bei Singles?

      • Sportpapi sagt:

        Es ist allerdings zu befürchten, dass eine Mehrheit der hier im Blog Schreibenden nach den Wahlen einmal mehr enttäuscht sein wird (ich auch). Und wieder einmal zu Protest im Namen der unterdrückten Mehrheiten (99%!) aufrufen wird (ich nicht).

      • nichts gegen singles, aber viel gegen kurzsichtige egoisten!

    • marie sagt:

      ja, früher war alles besser maria, nicht wahr? für sie scheint solidarität echt ein fremdwort zu sein und ich auch als single schäme mich zu tode für solche statements und kotze mit pascal!

      • Eni sagt:

        Warum regt man sich überhaupt noch über die Kommentare von Maria auf? Von ihr kommen ja ständig nur solche asozialen Bemerkungen. Gewisse Menschen haben noch nicht geschnallt, dass ihnen einst von Kindern anderer die Suppe eingeflösst und der A……. abgewischt wird.

  • Katharina sagt:

    Hmm. Etwas polterig im Ton, Ihr Artikel, aber mir gefällt er. Die Idee mit der Bitte um Flexibilisierung der Arbeitszeit finde ich sehr gut.

    Traurig stimmt mich wie herzlos die Gegner einer Elternurlaub Lösung argumentieren. Sie sagen das gehe finanziell nicht oder die Arbeitsstellen könnten nicht angepasst werden. Handkehrum gibt es in der Schweiz die EO, aus der der Erwerbsausfall während des Militärdienstes finanziert wird. das ist jahrzehntelang schon so und stellen sind vor Kündigung geschützt.

    die Arbeitsumgebung kann damit leben und Projekte werden entsprechend organisiert.

    • Katharina sagt:

      Alos die Schweizer Arbeitsumgebung beweisst gerade mit dem EO System, dass es gut geht. Und dass damit keine Stellen verloren gingen oder so.

      Jedes Kind ist ein versprechen an die Zukunft. Es ist das aller wertvollste, nämlich ein neues Mitglied einer Gesellschaft oder dem Staat. Ein versprechen an das Leben und dass diese Gesellschaft imstande ist, ein neues Mitglied willkommen zu heissen.

      und da soll es zu viel Geld kosten? obwohl das Geld da ist und sogar ein System, das finanziell alles regelt?

      was ist nicht erste Priorität eines Landes wenn nicht die Zukunft seiner selbst: Die Kinder.

    • Sportpapi sagt:

      Ich habe irgendwie von keinen Gegnern gelesen, die geschrieben haben, es sei nicht finanzierbar oder organsatorisch nicht machbar. Wer, wo? Vielmehr haben einige wenige darauf hingewiesen, dass sie es für nicht nötig erachten. Nicht, weil sie es nicht richtig und wichtig finden, dass Väter in den ersten Tagen bei Kind und Mutter sind, und vor allem die Mutter unterstützen. Sondern weil sie glauben, dass die Väter dafür problemlos eine oder zwei Ferienwochen einsetzen könnten.

    • Katharina sagt:

      Sportpapi, ich kann lesen. Es sei nicht nötig und nur weil ein paar vor vor gestrige es nicht nötig finden. sei es ok, dass in der Realität eben das Modell Heim und Herd faktisch immer noch erzwungen wird. Umgekehrt ist der Dienst an der heiligen grünen Gurke dann staatlich vor-finanziert und in der Arbeitswelt gut integriert. Da geht es um weit mehr als 2 Ferienwochen. das ist zynisch, überhaupt zu sagen die 2 Ferienwochen genügten.

      Es geht um einen Paradigmawechsel und dass die heilige grüne Gurke nun einmal wirklich keine Investition in die Zukunft ist.

      • Nico Meier sagt:

        Bereits der Mutterschaftsurlaub wird aus der EO bezahlt und dies obwohl dieses Geld nicht dafür vorgesehen ist.
        Und was ist das Resultat, seit der Mutterschaftsurlaub aus der EO bezahlt wird sinken die Bestände der EO dramatisch und wir werden auch dort bald eine Erhöhung der Beiträge erleben.
        Dies fürht zu weiteren verteuerung der Arbeit in der Schweiz dies wiederum führt im Extremfall zu weiteren Arbeitslosen.

      • Sportpapi sagt:

        Grüne Gurke? Ganz ehrlich, ich wäre auch froh, wir bräuchten kein Militär. Ebenso wie die Polizei. Aber leider ist die Realität nicht so. Aber was hat das mit dem heutigen Thema zu tun? Wie kommen Sie darauf, dass heute Modell Heim und Herd in irgendeiner Form erzwungen wird – da wäre ich dann schon für Hinweise dankbar. Viel eher kämpfen Leute wie ich dafür, dass dieses Modell überhaupt noch als Option existieren kann, zur freiwilligen Entscheidung. Aber auch das ist nicht das Thema heute!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nachdem die Frauen über 50 Jahre lang in die EO miteinbezahlt haben, à fond perdu, ist es nur recht und billig, wenn der Mutterschaftsurlaub auch aus dieser Kasse bezahlt wird. Der Mutterschaftsurlaub, der nach Annahme durch das Volk 50 Jahre in der Pipeline schmorte, bis endlich ein entsprechenes Gesetz ‚brösmelet‘ wurde, ein SKANDAL! EO heisst Erwerbsersatz Ordnung, von Militär steht da nichts. Dazu sind Kindern nicht das private Vergnügen der Frauen, sie haben sich die Kleinen auch nicht ganz selber gebastelt. Kinder sind ein Teil der Gesellschaft und gehören gefälligst so behandelt.

      • Nico Meier sagt:

        Die EO war gersetzlich fürs Militär vorgesehen und dieses Gesetz wurde bei der Schaffung der Mutterschaftsversicherung geändert.
        Und klar haben auch Frauen in die EO einbezahlt so wie die Armee bei einem Katastrofenensatz wie ich ihn in Engelberg 2005 absolviert habe auch die Häuser der Frauen ausgepumt und die Keller ausgeschaufelt.
        Es ist ja nicht so, dass das Militär ein Hobby der Männer ist, das die Frauen bezahlen müssen.

  • Ginola sagt:

    Ein guter Artikel zu einem guten Thema.

    Sicherlich, es wäre zu begrüssen, wenn der Vater länger bei den Kindern sein könnte, ja, generell, die ganze Haus- und Erziehungsarbeit fair aufgeteilt werden kann. Was fair ist, muss jedes Paar für sich selber entscheiden.
    Aber da sind einfach auch ein wenig die Männer gefordert. Man kann auch schon jetzt, mehr für das Kind da sein, wenn man(n) will. Männer müssen mehr für Teilzeitjobs werben anstatt zu warten, bis der Staat irgendeine unnütze Gesetzgebung erfindet.

    • Nico Meier sagt:

      Ein Freund von mir ist gerade Vater geworden er verdient ca 8’000 Franken Brutto bei ner Versicherung Sie arbeitet im Verkauf 3’800 Franken Brutto. Nun haben sie sich entschieden, dass sie nach dem Mutterschaftsurlaub 40% arbeiten wird und er 100% würde ja auch wenig Sinn machen wenn der partner mit dem hohen Lohn Teilzeit arbeiten würde. oder sehen Sie das anderst?

      • Ginola sagt:

        @Nico Meier

        Nun gut, es kommt darauf an, was das Ziel ist.

        Ja, ich sehe das anders. Das Ziel muss ja sein, dass der Vater auch beim Kind ist und nicht, dass man sich möglichst so arrangiert, dass man das meiste Geld bekommt. Wäre doch kein Problem, auf 80% Prozent zu reduzieren. Und schon hat das kleine Baby einen Tag mit dem Vater gewonnen. Einen Tag mit dem Baby zu sein ist sicher wertvoller, als einen Tag im Büro zu sein, für beide.
        Oder sehen sie das anders??

      • Nico Meier sagt:

        Im obige Beispiel würde der Familie bei einem 80% Pensum des Mannes 1’600 Franken pro Monat verloren gehen.
        Gerade bei diesem Einkommen liegt die Familie im Mittelstand und hat einerseits keine Prämienverbilligungen und ändliches zu erwarten und bezahlt andererseits eine menge Steuern.
        Logisch geht es nicht nur ums Geld und trotzdem muss jeder von uns am ende des Monats schauen wie er alle Rechnungen bezahlen kann.

  • Walter sagt:

    3.Teil
    Home-Office ist eine Lösung, aber sie ist nur bei manchen Firmen möglich und nur für die Office-Menschen. Oder wie will ein Migros-Verkäufer zu Hause arbeiten?
    Apropos WK-Zeit als Kompensation für die frische Väter.
    Was machen wir mit den Väer, die über 40 sind. Sie haben alle WKs schon hinter sich und sollen jetzt doch an der Arbeit frei nehmen.
    Muss die Militär die Tage der Firma berappen? Dann reichen 5 Mia. nicht mehr. (Bin kein Fan von Militär).

  • Walter sagt:

    2.Teil:
    Ich vermute, einige (nicht alle) Väter wollen keine 50% Stelle haben, da solche keine Kader-Positionen sind. Also man muss sich entscheiden. Es gibt immer eine Lösung aber nich immer ein Willen.
    Die Bezeichnug „Ferien opfern“ fine ich daneben. Man kann ein paar Tage Ferien nehmen. Das eigene Kind ist es doch wert.
    Und schliesslich, es soll Freunde machen und darum sollen sie sich nicht beschweren, wie schwer es ist die EIGENEN Kinder zu erziehen.
    Ich will alle jammernden erinnern, das „Kinder kriegen“ ist immer noch freiwillig und niemand wird gezwungen.

  • Walter sagt:

    1.Teil: Es stimmt, in den Schweden bekommt man 480 bezahlte Tage. Und wie hoch sind dort die Steuern? ca. 50%. Es gibt Familien, die das System missbrauchen, die 4-5 Kinden zur Welt bringen.

    Als erstes soll man sich entscheiden, ob man 120% beruflich sein oder sich auch mit der Familie beschäftigen will.
    Der Mann und die Frau können auch 50-80% arbeiten. Dann kann man nicht jedes Jahr 2x nach Malediven fliegen, aber so können die Eltern mehr Zeit mit den Kindern verbringen.(So würde ich es tun).

    • Michael sagt:

      ich schliesse aus ihrem Kommentar, dass Sie keine Kinder haben („so WÜRDE ich es tun“). Sie unterstellen also jeder Familie zuviel in den Urlaub zu fahren? Haben Sie eine Vorstellung davon wie schwer es überhaupt ist als Mittelstandsfamilie über die Runden zu kommen? Ich arbeite 100% und meine Frau 80% mit zwei Kindern, also genau jene die zuviel verdienen um etwas vom Staat zu bekommen und für alles selber aufkommen, darauf bin ich stolz und das hat mit Arbeit und nicht mit Urlaub zu tun.
      Solche dämlichen Kommentare von jemandem ohne Kinder zu lesen ist lächerlich

      • mira sagt:

        Wobei er mit den Ferien schon recht hat… Ich staune auch immer wieder, wie oft und wohin Schweizer Familien verreisen. Und dieselben Familien mir erklären, sie müssten aufs Budget schauen.

  • heidi reiff sagt:

    eider verkauf, für was braucht der eine Garde ist es einfach Prestige ?????????????

  • heidi reiff sagt:

    Mühe habe ich etwas mit diesen allgemeinen Vorstellungen, die es gibt einfach Menschen, die sich entschieden haben, keine Familie zu gründen, Kinder auf die Welt stellen als Kanonenfutter, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Ich kann mich auch noch freuen an jungen Familien die Kinder haben, komisch finde ich, dass ein Lespen oder Schwulenpaar nicht das Recht hat, ein Kind zu adoptieren, die sog. Ureltern werden nach wie vor idealisiert, so blöde Spekulationen, die Menschheit stirbt noch lange nicht aus, die Erde ist längst noch nicht überfüllt, Land gibt es soll doch Papst mal seine Papstkl

  • Anwi sagt:

    Wer soll das bezahlen? Ein Kind zeugen ist eben noch etwas anderes, als die Liebe und Infrastruktur zu liefern bis es dreissig ist. Man kann sich es eben erst langsam vorstellen, wenn das erste Kind geboren ist. Zu meiner Zeit hatte ich keinen bezahlten Urlaub und mein Ehepartner musste ebenfalls arbeiten. Verwandte kamen keine zu Hilfe und trotzdem ging es auch noch beim dritten Kind. Sollte jemand nicht die Kraft haben, verstehe ich eine bezahlte Hilfe von der Versicherung. Es gibt doch sonst noch Eigenverantwortung oder? Mit drei Kindern wurde man schon schief angeschaut (Überbevölkerung).

    • tobe or not tobe sagt:

      Also was würde einem Arbeitgeber bwz. Staat zbsp 2 Monatiger Urlaub kosten??? Das bezahle ich gerne anstatt einer Kirchensteuer oder Arbeitgeber anstatt EO für Armeeangehörige…

      • Nico Meier sagt:

        Was das kostet können Sie sehr gerne nachrechnen nämlich zwei Monatslöhne und zwar Brutto und da nehmen Sie noch die Arbeitgeberbeiträge datu und schon kennen sie die Zahlen.
        Bei einem Bruttoeinkommen von 5’000 Franken im Monat kommen da schnell mal mehr als 12’000 Franken zusammen.
        Sie sehen wir sprechen hier von recht grossen Beträgen bereits bei einem durchschnittlichen Einkommen.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Die wahrscheinlich einfachste und kostengünstigste Lösung unter den gegebenen Umständen: Der derzeitige Mutterschaftsurlaub kann je zur Hälfte von der Mutter und dem Vater bezogen werden.

    Da Kleinkinder länger als nur gerade 3 Monate klein bleiben, kann man ja anschliessend getrost zur Tagesordnung übergehen. Wie die aussieht, wissen wir ja alle. Doch ich habe selbstverständlich nichts dagegen, wenn man bei Kindern nur noch im Rahmen von 3 Monaten denkt. Bemerkenswert, wie schnell die Leute zufrieden sind…

  • Andrea sagt:

    Danke Lukas!

  • adi stein sagt:

    @ dan : Danke, genau so sehe ich das auch ! Irgend woher kommt das Geld, bestimmt aber nicht vom Nicht – Arbeiten ! Wer Ansprüche hat , soll auch dafür Aufkommen ! Das hat nichts „Beschähmendes “ an sich…! Die Annahme vom Gegentiel der Realität, ist leider die Meinung der meisten Schreiber hier ! Vielleicht würde ein kurzes Studium zum Aufbau der Volkswirtschaft helfen… da gibt es hervorragende Bücher im Laden…ehem…natürlich auch gratis in der Bibliotheke !…

    • Michael sagt:

      umgekehrt könnte man aber auch sagen, dass man die Leute ohne Kinder doppelt besteuern sollte. Diese leisten nähmlich keinen Beitrag an die Demographie der Schweiz, sprich die Sicherstellung des Sozialwerkes AHV. Wer meinen Sie bezahlt denn einmal Ihre AHV?
      Ich erlebe das immer wieder, Leute die nie Kinder hatten, nie die volle AHV einbezahlt haben lästern über Mittelstandsfamilien, die es im Gegensatz zu früher tatsächlich schwieriger haben finanziell über Wasser zu bleiben. Sollen wir sparen bis wir 45 sind um Kinder zu bekommen? Sie nennen uns egoistisch?

      • Dancer sagt:

        @Michael: nie die volle AHV einbezahlt??? Was meinen sie denn was das für Abzüge sind, die die arbeitende Bevölkerung Monat für Monat 45 Jahre einbezahlt? Dann sollten die Paare, bei denen die Frau nicht arbeitet also auch nur die Hälfte AHV erhalten (diese trägt ja nichts zur AHV der älteren Generation bei)?

    • Nico Meier sagt:

      Herr Stein klar gibt es diese Bücher.
      Und klar muss für jeden Franken der umverteilt wird 4 Franken per Steuern eingetrieben werden aber dies wollen viele Linken nicht wahrhaben oder falls sollen die angeblich sovielen so Superreichen bezahlen.

      • Dann rechnen Sie mir mal volkswirtschaftlich Investitionen in Privatunternehmen wie Banken auf oder die der Landwirtschaft (Import/Export) oder die der Armee. Ich würde das gerne hören.

      • Nico Meier sagt:

        Herr Sutter wenn ich Staatliche Gelder in die Polizei, Feuerwehr oder die Armee investiere, so gebe ich das Geld für Sicherheit aus genau wie Sie wenn sie sich ein Fahrradschloss kaufen. Der Wert des Velos steigt mit dem Fahrradschloss nicht extrem, aber es minimiert di Chance, dass ihr Velo geklaut wird.
        Zahlungen in die Landwirtschaft werden in der Schweiz mit Landschaftspflege begründet und der Betreffende Bauer muss gewisse Kriterien (z.B. weniger intensiv nutzen, von Hand den Waldrand mägen zum schutz des Ökosystems) erfüllen um das Geld zu erhalten.

      • Das klingt ja vernünftig. Nun, wo liegt hier das Problem, Geld zusätzlich in Familienentwicklung zu investieren?

      • Nico Meier sagt:

        Das problem liegt darin, dass ich für jeden Franken, den ich umverteilen also in die Kinder investieren will jemandem 4 Franken wegnehmen muss.
        Was passiert wenn der Staat über seine Verhältnisse lebt sehen wir in Griechenland wir sollten uns davor hüten die Staatsausgaben immer weiter zu erhöhen!

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe zwei erwachsene Kinder, mein Sohn ist Autist, die Geburt dauerte 12 Stunden im Frauenspital Basel, betäubt wurde ich damals mit Lachgas, keine Vollnarkose, kurz nach der Geburt war ich voll wach und sah, dass mein frisch geborerener Sohn knütsch blau,vermutlich hatte er die Nabelschnur um den Hals, das hab ich auch kurz verbal erwähnt, wurde einfach nicht ernst genommen, ein Baby wird einfach geboren, ist doch für diese hilflosen Wesen schwierig. Früher gab es meist Heimgeburten, die Kinder konnten zuschauen, wie das Schwesterlein od. Brüderlein auf die Welt kam, find ich jetzt brutal

  • mira sagt:

    Unabhängig vom Vaterschaftsurlaub sollte man mal festhalten, dass viele Frauen, die nach der Geburt mit ihrem Baby alleine sind, total überfordert sind. Sie finden sich in einer Situation wieder, welche es historisch so noch nie gegeben hat: Mutter und Kind alleine in einer Wohnung, ohne Hilfe von Verwandten und Nachbarn. Oftmals sind Depressionen die Folge. Viele Partnerschaften zerbrechen nach der Geburt des ersten Kindes. Der Vaterschaftsurlaub ist daher eine logische Folge der steigenden Isolierung der Kleinst-Familie und dient der Erhaltung dieser und hat damit auch einen moralischen Wer

    • mira sagt:

      Ich finde die Idee vom Teilzeit-Arbeiten sehr gut. Für viele frischgebackenen Mütter ist es einfach nur Gold wert, wenn sie 1-2 Stunden pro Tag „frei“ haben und für sich schauen können. Und Vätern erlaubt es, eine Beziehung zum Baby aufzubauen und den Familienalltag zu verstehen. Dies wiederum dient der Paarkommunikation und mindert das Scheidungsrisiko.

      • tobe or not tobe sagt:

        Solch einen Job zu finden ist nicht ganz einfach. !! Die Arbeitsmodelle heute sind noch zu starr, das zbsp ein Arbeitnehmer kurzfristig unbezahlt nehmen könnte, oder Stellenprozente herabsetzen würde.

        Wir steuern mehr und mehr dem amerikanischen Modell zu. Wer Ferien nimmt muss froh sein, wenn die Stelle danach noch frei ist. !! Slaves 2.0

      • Sportpapi sagt:

        Home-Office, zumindest teilweise, wäre eine Lösung. Dann hat man Zeit, mal unter die Arme zu greifen. Und kann doch sein Pensum erledigen.
        Zum anderen: Weshalb keine Hilfe von Verwandten und Nachbarn? Das erlebe ich anders. Aber natürlich muss man das auch vorher schon pflegen.

      • mira sagt:

        @tobe or not tobe
        Es mag Berufe geben, in welchen temporäre Teilzeit unmöglich ist. Ich denke jedoch, dass dies beim Grossteil der Stellen machbar ist. Wir reden hier ja nicht über eine generelle Teilzeitstelle, sondern ein temporäres Herabsetzen (zb 2 Monate).
        @Sportpapi
        Ja, sicherlich gibt es solche Familien, die gut vernetzt sind. Heutzutage sind sie aber eher die Ausnahme. Schon rein die räumliche Migration (aufgrund der Arbeitsstelle) macht solche verlässlichen privaten Beziehungen immer schwieriger.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mira: Ok. Wissen sie wer bei diesen Teilzeit und Temporärjobs immer noch mitverdient? Das Temporärbüro die einen grossen Teil des Lohnes für sich beanspruchen ist eine Tatsach. Würden die Firmen nicht die gesammte HR Aufgaben an solche Firmen deligieren, würde die Möglichkeit, Stellenprozente innerhalb der Firma auzuteilen ermöglich werden.

        Doch wenn bei Arbeitsverhältnissen noch überall 3 Mitverdienen, fehlt das Geld um solche Flexible Arbeitsstellen zu schaffen. !! Ich bin ein strikter Gegner dieser Massen-Temporärbüros von A– bis **lly services…

      • Sportpapi sagt:

        @Mira: Wir sind beispielsweise gut vernetzt mit unseren Nachbarn, die wir alle vor unserem Einzug vor 5 Jahren nicht kannten. Aber wir – vor allem meine Frau – sind halt auch auf die Leute zugegangen. Ich glaube, das ist an vielen Orten möglich, wenn man will.

      • Sportpapi sagt:

        @Tobe: Wie wärs, Sie würden mal Lösungen, statt immer nur Probleme sehen, für die dann selbstverständlich immer alle anderen schuld sind. Gehen Sie als guter, fleissiger, langjähriger Mitarbeiter zu ihrem Chef und sprechen Sie mit ihm darüber, dass Sie ihre Frau während einer gewissen Zeit unterstützen wollen. Suchen Sie nach Lösungen. Vielleicht hilfts?

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Das freut mich für Sie. Uns geht es ähnlich. Eine Betreuungsperson (für ein frischgeborenes Baby) ersetzt das aber nicht.

    • Anwi sagt:

      War mindestens vor 40 Jahren auch schon üblich. Hat auch Vorteile. Noch nie konnte man sich so gut informieren über Geburt und Kinderpflege wie heute. Die Schwierigkeiten liegen eher dort wo der Egoismus abgelegt werden muss und die Verantwortung für ein Geschöpf beginnt. Ein grosser Schritt in der heutigen Zeit, wo viele vorallem an sich denken. Das beginnt schon beim Einsteigen in den Zug oder ins Tram. Der Nächste wird kaum wahrgenommen, die Kopfhörer helfen dazu oder das Telefon – „lasst mich in Ruhe“-, funktioniert bei einem Säugling nicht mehr.

      • Walter sagt:

        Besser könnte ich nicht erzählen.
        Nun soll jemand (z.B: der Staat) die Aufgaben übernehmen.

      • Nico Meier sagt:

        „Die Frau isoliert in der Wohnung“
        Was sollen diese Aussagen es gibt in jeder Gemeinde Strukturen sei es nur ein Kinderspielplatz, an dem der Kontakt zu anderen Müttern mit Kindern gesucht und gefunden werden können.
        Warum nur immer der Schrei nach Geld vom Staat?

    • Ups sagt:

      Mira, merci! Ich fiel in ein furchtbares Loch, ich hätte es nicht erwartet. Es war Winter, also mit Kinderspielplätzen wohl noch nicht so toll, und selbst im Sommer: Mit einem wenige Tage/Wochen alten Kind auf den Kinderspielplatz? Und dort die versierten Mütter anquatschen? Mit Depressionen? Klaro, Nico Meier, wird beim nächsten Kind so gemacht;-)

      • mira sagt:

        Das tut mir sehr leid. Ich habe das schon mehrfach gehört und kann es auch gut nachvollziehen. Unsere Familienstrukturen sind nicht mehr für Babies eingerichtet. Von ausländischen Kolleginnen kenne ich, dass die Mutter zur Geburt für ein paar Monate (!) anreist (und sei es mit dem Flugzeug), um die werdende Mutter zu entlasten. Ich selbst hatte das Glück, dass mein Mann zuhause war, sodass ich eine relaxte Zeit hatte.
        ps: Nico Meier hat offensichtlich keine Ahnung und posaunt das erst noch laut rum….

      • Nico Meier sagt:

        Ist immer das Bequemste dem Gegenüber die Kentnisse der Materie abzusprechen um keine Argumente auf den Tisch legen zu müssen.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Das gibt es nicht nur bei Ausländern. Auch bei uns ist die Schwiegermutter jeweils angereist (1.5h), um meine Frau zu unterstützen. Das geht, weil sie als „Familienfrau“ in traditioneller Form halt noch Freiräume hat, ihre Arbeit auch mal ein paar Tage liegen zu lassen.

      • Nico Meier sagt:

        Untewrstützung innerhalb eines sotialen Netzwerkes ist sehr wichtig sei es Familie oder Freunde Nachbarn. Dies kann jedoch nur klappen, wenn ich mit meinen Nachbarn auch mal das Gespräch suche und mich nicht wie ein Einsiedler verbarikadiere.
        Ich habe an verschiedenen Orten gearbeitet und gewohnt und überal hat es geklappt auf die Nachbarn zuzugehen und einen gewissen Kontakt herzustellen.

      • Ups sagt:

        Ja Nico Meier, aber sich mal vorzustellen, dass frau in der Depression gefangen es eben nicht schafft, um HIlfe zu bitten, das kommt Ihnen nicht in den Sinn? Auch bequem.. Dafür gibt’s Argument, ausser die Depro.

  • heidi reiff sagt:

    Ich kenne meine persönlichen Ahnengeschichten relativ gut, wenn ein Kind unterwegs war bevor der göttliche Segen in der Kirche gegeben wurde, das war eine Schande, die Auflage sofort heiraten aber ja nicht in einem weissen Hochzeitskleid, Frauen die ein Kind zur Welt brachten ohne göttlichen Segen denen wurde das Kind weggenommen und in ein Heim gesteckt. Die Neandertaler mussten ja Steinäxte erfinden um zu überleben. Fakt ist, dass die Reichen auch in der CH das Sagen haben, Geld und Macht regiert die Welt auch in Amerika, ich geh jetzt mal wieder in den Zoo zu den Lamas (Tiere), wau, spuken.

  • Martin sagt:

    Gratulation zu Ihrem ausgezeichneten Votum, das ich als Erwachsener ohne Kinder voll unterstützen kann. Heute ist „Soziales Gedankengut“ schon fast zu einem Schimpfwort verkommen. Dabei geht es doch allein darum, dass es es möglichst vielen gut geht, und nicht nur ein paar wenigen auf Kosten sehr vieler. Leider. Alle, die solche Unterstützungen als „sozial = Sozialistisch“ abschiessen, sollen doch bitte mal über die Nasenspitze hinausdenken und mir erklären, wie sie sich die Finanzierung unserer jetzt schon maroden Sozialwerke in 20 Jahren vorstellen. Sozial kann auch sehr ökonomisch sein!!

    • Jakob Amacher sagt:

      Sozialwerke, die auf Bevölkerungswachstum basieren sind sowieso nur Lug und Trug. Da wird den Leuten etwas vorgegauckelt, das niemals eingehalten werden kann. So kommt es dann, dass schleichend die Mindestzinssätze gekürzt werden, Umwandlungssätze „angepasst“, Rentenalter erhöht, Beiträge erhöht,…. anstatt dass man diesem Schwachsinn endlich ein Ende bereitet. Gut sind diese „politischen Errungenschaften“ nur für die Banken und Fondsmanager. Mal ganz zu schweigen davon, dass man bedingt durch die Teuerung sogar noch Geld verliert.

  • heidi reiff sagt:

    Die AHV finde ich eine gute Sache, ich habe als Fixbesoldete an vielen Stellen gearbeitet auch meine soziale Ader hab ich mal ausgelebt in Altersbetreuung, für die Pflege hat mir mein KV-Diplom nichts genützt, 8 Jahre habe ich gearbeitet in div. Alterszentren auch bei der Spitex inkl. graue Panther. Junge Menschen spekulieren sicher nicht jetzt schon auf die AHV. Ich war auch mal jung und habe mein Teenageralter genossen. Nach 8 Jahren Altersbetreuung wollte ich wieder zurück ins Büro, nichts die Bohne, obwohl ich gute Arbeitszeugnisse vorweisen konnte. Freundliche Absagen, zu alt ?

  • leonidas sagt:

    toller artikel Lukas!!! danke

  • Dan sagt:

    Lieber Lukas Egli, Sie können alle Zeit der Welt mit Ihrem Kind verbringen, Ferien nehmen, unbezahlt, oder Ihre Partnerin geht arbeiten. Problem ist vermutlich nur, dass diese nicht von anderen bezahlt wird. Oder Sie wollen auf nichts verzichten, weder Hobby, noch Ferien in Spanien, Ausflüge.. Und da liegt wohl der Hund begraben. Sie stehen für eine Anspruchsgeneration, ohne selber etwas dafür tun zu wollen. Was heute an Geld und Reichtum vorhanden ist, wurde einst schwer erarbeitet. Aber nicht von 60%-Jöplern in Wohlfühlbranchen und Teilzeit-Feministinnen. Die AHV ihres Kindes lässt grüssen..

    • leonidas sagt:

      @dan: dass die ansprüche der heutigen generation gestiegen sind, mag stimmen. ist auch nichts verwerfliches, wieso sollen wir es nicht besser haben, als im mittelalter. dass die heutige generation nichts dafür tun will, ist eine unterstellung. die, so glaube ich, berechtigten ansprüche von lukas egli und vielen vätern, wären durchaus finanzierbar, verschwendete man nicht milliarden für steuergeschenke an die superreichen (od. pleite-banken), unnötigen strassenbau bzw. -sanierung und dämlichen kampfjets.

      • Dan sagt:

        @leonidas; Solche Pauschalrundschläge machen keinen Sinn, Sie könnten auch die milliardenschwere staatliche Kultursubventionsindustrie oder unser völlig dekandentes staatliches Milliardendesaster SRF anführen, ist genauso fragwürdig und verschwenderisch. Im Gegensatz zu linken Hobbys leisten Millionäre, Strassen und Banken aber eine Wertschöpfung in Form von Steuern, welches die Schweiz finanziert. An der UBS wurde übrigends bis zum heutigen Tag einen hervorragende Rendite eingefahren für die Eidgenossenschaft. Und die linke Stadt ZH jammert jetzt schon über fehlende Bankensteuern..

      • Peter sagt:

        also, wenn die wirklich Reichen prozentual zum tatsächlichen Einkommen genau gleich viel Steuern bezahlen würden, wie ich, wären viele Finanzprobleme der öffentlichen Hand gelöst. Aber eben.. bi de Riiche lernt mer spaare

    • Das ist eine diffamierende Unterstellung und ich fühle mich persönlcih angegriffen. Wie wollen Sie behaupten, dass wir heute nicht selber an unserem Wohlstand arbeiten? Diese „Anspruchsgeneration“ ist eine Erfindung von Menschen wie Ihnen die keinebrauchbaren Arguemente gegen eine Elternzeit haben.

      • dan sagt:

        @leonidas: Quatsch.. eigentlich logisch, dass leonidas nicht weiss, wer die Steuern bezahlt. Zumindest weiss er vermutlich über sich selber, dass er es nicht ist. Aber genau diese „Anspruchshaltung“ bringt es auf den Punkt: Die idiologischen Feindbilder verunglimpfen und in den Dreck ziehen, aber trotzdem sollen sie zahlen. Weil profitieren von solchen Schädlingen ist dann wieder moralisch ok, oder? Und ja, wenn politisch ok oder man profitiert ist Verschwendung kein Problem.. auch das passt.

    • leonidas sagt:

      @leonidas: ach hören sie auf mit dem quatsch, dass millionäre & banken eine wertschöpfung leisten und die ch finanzieren. ubs&cs bezahlen auch dieses jahr keine steuern in zürich und die ubs voraussichtlich auch bis 2015 nicht. das beklagt übrigens kein linker stadtrat, sondern ein freisinniger. millionäre leisten sich findige treuhänder, welche ihnen auch noch das kleinste steuerloch aufzeigen oder verlegen ihren „wohnsitz“ in die hofmarch. da ist die kulturindustrie und das srf ein klacks dagegen. und a propos pauschalrundschläge.. bitte definieren sie mir doch linke hobbies.

      • leonidas sagt:

        @dan.. natürlich;): ach hören sie auf mit dem quatsch, dass millionäre & banken eine wertschöpfung leisten und die ch finanzieren. ubs&cs bezahlen auch dieses jahr keine steuern in zürich und die ubs voraussichtlich auch bis 2015 nicht. das beklagt übrigens kein linker stadtrat, sondern ein freisinniger. millionäre leisten sich findige treuhänder, welche ihnen auch noch das kleinste steuerloch aufzeigen oder verlegen ihren “wohnsitz” in die hofmarch. da ist die kulturindustrie und das srf ein klacks dagegen. und a propos pauschalrundschläge.. bitte definieren sie mir doch linke hobbies.

    • Corina sagt:

      Ich sehe das so ähnlich wie Dan. Weshalb sollten Eltern mehr Ferien erhalten als alle anderen? Jede/r soll sich für etwas entscheiden und dafür auch die Konsequenzen tragen. Wenn ich mehr Zeit für Hobbies oder Weiterbildung etc. investieren möchte, dann nehme ich in Kauf mit einem Teilzeitjob weniger zu verdienen. Ich kriege dafür aber keine gratis Ferien von irgendwem. Egoismus? Nein, im Gegenteil: Alle sollen die gleichen Rechte und Pflichten haben. Unbezahlt ja, bezahlt nein.

      • Ups sagt:

        Es geht ja nicht um Ferien. Oder finden Sie, ein neugeborenes Baby zu betreuen, resp. der Frau dabei zu helfen, sei erholsam? Dream on… Lukas, alles Gute euch 3!

  • plop sagt:

    Eigentlich könnten wir, die MAMABLOG-GEMEINDE ja aktiv werden… Wir hätten ja ein Initiativrecht…
    Können uns ja mal während einer Woche das Programm zusammenkommentieren. Und dann hü ans Unterschriftensammeln, während dem Nami-Spaziergang oder auf dem Weg in die Krippe, im Büro, am Samstag auf dem Märit…
    Hm?

    • tobe or not tobe sagt:

      gebongt..her mit den Bögen

      • plop sagt:

        (müssen denn noch ein Zückerli für die Kinderlosen mit reintun)
        (z.B. ein Recht auf Rauchen im Öffentlichen Raum (nur für Kinderlose, wohlverstanden) (oder eben halt auch gleichviel freie Zeit, aber mit der Bedingung, in der CH zu bleiben und hier die Wirtschaft mit Konsum anzukurbeln und sich so „für die Gesellschaft nützlich machen“)

      • tobe or not tobe sagt:

        Kinderlose verfügen meist über mehr Geld und viele teilen es nicht gerne mit andern. So müssen sie mit $$$ gelockt werden…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Vernehmlassung fand auch schon statt, mit meiner CB und der Frage, was die Frauen wollen, damit mehr Kinder geboren werden.

        Das war auch der Sinn meiner Schreibe, herauszufinden, wo es am meisten der Hilfe bedarf in der Kinderaufzucht. Dass Väterurlaub ganz oben auf der Wunschliste steht, erstaunt nicht. Es gab damals so viele Zuschriften, bei der Aufwärmung diesen Sommer noch einmal. Eine Familienpartei müsste sich nur die Mühe machen, die Posts auszuwerten und hätte schon wichtige Anhaltspunkte.

      • Sportpapi sagt:

        Vernehmlassung? Dabei werden doch alle möglichen Betroffenen und Beteiligten einbezogen…

    • Marcel sagt:

      Warum muss dies dann der Staat machen ? Es könnte doch auch eine private Versicherung sein, so wie eine Lebensversicherung. Dann kann jeder, der das will mitmachen oder auch nicht.

      • plop sagt:

        Eine Versicherung möchte das ja dann nicht gratis machen, oder? So müsste man als Familie wieder „nicht einlösbares“ Geld ausgeben. Sonst wär die Idee ja nicht schlecht. Auch weils total freiwillig bleibt. Allerdings auch dann wieder ein Ding für besser Verdienende. Der mit den 3500.- im Monat würde sich so ein Zusatz kaum leisten können. Ein birebitzli Staat darfs da schon sein, find ich. Wär gerechter.

    • plop sagt:

      Pippi. an welche Partei wollen wir den Link zu dieser Diskussion nun schicken? Hmmmm… SP? CVP? SVP? FDP? Grüne? Grünliberale? Junge Alternative? SD? Parteifrei.ch? Piraten? Liste 116? Könnte man das nicht mal im Bundeshaus an eine Wand Projizieren? Die Parlamentarier mal die Volksnähe leben lassen? Ein bezahlter Freitag für Mamablogstudie fürs ganze Parlament? Ich wünschte mir manchmal, es würden nicht nur wir diese Kommentare lesen. Da steht schon viel drin über uns, le peuple…

      • tobe or not tobe sagt:

        Plop: Sende es an alle…….!!! Das Volk zeigt euch Demokrate ihr Sesselfurzer 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich fürchte, dass mit diesem Thema bei allen Fehlanzeige ist, Familienpolitik geht unter ferner liefen, ein bisschen beackert in Zeiten des Wahlkampfs, sonst unerwünscht.

        Wie Remo Largo auch schon angeregt hatte in einem Interview: Die Frauen sollten eine Familien- und Mütterpartei gründen. Dass da auch Väter willkommen sind und Väterurlaub ein wichtiges Anliegen wäre (auch im Interesse der Mütter), versteht sich von selbst.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Weltweit müssen Frauen selber für ihre Anliegen einstehen und kämpfen:

        http://www.unwomen.ch/

        Die Facebookseite von UN Women ist gut, vor allem das Plakat oben in der Liste, das aufzeigt, wie Frauen partizipieren, wie sie sich einbringen, anstrengen und was sie dafür ernten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Frauen machen weltweit

        – die Hälfte der Bevölkerung aus

        – verrichten zwei Drittel der Arbeitsstunden

        – generieren damit 10 % der Einkommen

        – besitzen weniger als 1 % der Vermögen

        Wie schon John Lennon feststellte „Women is the nigger of the world“.

      • Sportpapi sagt:

        Hatten wir doch schon. Die Parteien verstehen unter Familienpolitik halt alle etwas anderes. Und es kommt sehr auf den Standpunkt an, welche Prioritäten man setzt. Aber gut, gründet eine Familien- und Müterpartei, die hoffentlich auch bei anderen Themen Kompetenz aufbaut. Das hilft, dass sich vielleicht etwas mehr Frauen für Politik interessieren und sich engagieren. Obs gelingt?

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Frauen müssen schön doof sein…
        Aber hast du auch Zahlen für die Schweiz? Dass Frauen nicht mehr arbeiten ist wohl klar. Alles andere?

      • Ginola sagt:

        @Pippi; 15:55

        „..- besitzen weniger als 1 % der Vermögen…“

        Ich nehme an, du sprichst hier nur über das „monetäre“ Vermögen?

      • tobe or not tobe sagt:

        Das Frauen mehr arbeiten und meist weniger dafür erhalten ist eine Tatsache!!!! Weltweit werden die Frauen unterbezahlt und als Sklaven benutzt.

        In einer Schweiz die Frauen erst seit 40 Jahren als vollmündige Bürger ansehen, erstaunt es mich nicht, dass wir noch in vielen anderen Punkten hinterherhinken. Abschaffung Todesstrafe 1992!!

      • Sportpapi sagt:

        @Tobe: Diese Tatsache werden Sie sicher gleich belegen für die Schweiz.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das sind die neuesten Zahlen der UNO, sie sind seit Jahrzehnten kaum verändert. Dass die Grunzer hier es besser wissen wollen, wusste ich schon, bevor ich den Post schrieb. Es ist eine alte Tatsache, dass Frauen zwei Drittel aller Arbeitsstunden erledigen, die nötig sind, damit die Gesellschaft so funktioniert, wie sie es tut. Dass ein grosser Teil unbezahlt ist – klar!

        Vor etwa 30 Jahren gab es mal einen ‚Frauenatlas‘ , darin standen ganz ähnliche Zahlen und noch viel mehr dazu, sehr ausführlich. Ich werde hier jedenfalls nichts kommentieren, die Site der UN Women kann jeder selber anklicken

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe muss gar nichts kommentieren, einen Teufel wird er tun. Lest halt selber, die Site KANN ANGEKLICKT WERDEN.

      • Ginola sagt:

        @tobe; 16:15

        fair enough! Ich bin dafür, dass alle gleiche Rechten und Pflichten haben. Ist ja eigentlich auch normal, oder?!

        Ich finde es ehrlich gesagt unglaublich, dass die Bedeutung eines Geschlechts nur über die montäre Schiene abgefahren wird. Und sowieso, es geht doch nicht um Mann oder Frau. Da wird eh nicht ganz gleich sein. Es geht um die Menschen. Fühlen sich die Frauen ernsthaft besser, wenn sie jetzt 90% des (monetären) Vermögen besitzen würden. Wohl kaum!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Marie hat gestern die neuste Statistik der Schweiz eingebracht: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/22/publ.html?publicationID=3682 Siehe auch Seite 19.Sagen wir mal so: Die Arbeit wird ziemlich gleichmässig aufgeteilt. Wäre doch komisch, wäre es anders. Aber dass du lieber auf die Welt verweist, statt auf die dir sicher bekannten Zahlen für die Schweiz, wundert nicht. Auch wenn es hier wirklich nur die Verhältnisse „bei uns“ geht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie zynisch! Also lieber arm und gut als reich und mächtig? Geld ist ein Mittel zum Zweck, es ist zB. schon lange bekannt, dass es zielführender ist, die Frauen zu unterstützen, weil damit den Gesellschaften als ganzes geholfen ist, auch den Kindern, den Alten und den Männern. Wenn die Mittel an die Männer gehen, machen die sich ein schönes Leben, der Rest guckt in die Röhre.

        Es geht nicht nur um das monetäre Vermögen, sondern um das ganze Vermögen, so wie ich das verstanden habe, jedenfalls im damaligen ‚Frauenatlas‘. Ich denke, dass sich auch die aktuellen Zahlen der UNO so verstehen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein, es geht nicht nur um die Puppenstube. Wenn meine schwarze, oder gelbe, oder rote Schwester unter dem Patriarchat leidet, berührt und betrifft mich das. Umsomehr, wenn ich sehe, wie meine ‚lieben männlichen Mitbürger‘ hier die Ohnmacht und Rechtlosigkeit dieser Frauen ausnutzen. Wem die westlichen Frauen zu mühsam sind, der postet sich eine in Afrika, oder Asien, ein beliebtes Modell, damit auch der letzte Grunzer zu einem Weibchen kommt.

      • marie sagt:

        möcht mich aber von der statistik distanzieren, da sie, zumindest für mich, nichts besagt und für absolut nicht relevant ist für das privatleben vieler.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Pippi. In einigen Entwicklungsländern (wie sagt man dem heute?) hat es sich bewährt, die Frauen zu unterstützen. Hat wohl mit der Kultur dort zu tun. Willst du das auf die Schweiz heute übertragen?

      • Sportpapi sagt:

        @marie: Hast du denn die Studie erst gelesen, nachdem du sie publiziert hast? Können wir uns wenigstens darauf einigen, dass eine Uno-Studie mit einer ähnlichen Methode arbeitet und genauso zu hinterfragen ist? Und dass es keinen Grund gibt anzunehmen, dass in der Schweiz Frauen „im Ganzen“ mehr arbeiten als Männer?

      • Katharina sagt:

        Sportpapi, wenn Du schon diese ‚Statistik‘ heute wieder zitierst, dann solltest Du nicht nur den letzten Abschnitt einer unpraezisen Schlussfolgerung lesen, sondern gefälligst auch die Zeitreihen in den Seiten davor anschauen. Und vor allem die in den Tabellen im Anhang aufgeführten Zahlen. dort zeigt sich dass die Verteilung der Stunden bei 66% w 33% m geblieben ist.

        Interessant die aussage zur Faktorenanalyse:

      • Katharina sagt:

        „22 Das relative Gewicht solcher Einflussfaktoren müsste mittels spezieller
        statistischer Methoden bestimmt werden, damit diese Zusammenhänge
        genauer erfasst und erklärt werden könnten. Dies würde den Rahmen
        dieser Publikation jedoch sprengen“

        Das heisst es wurde nicht einmal eine Faktorenanalyse gemacht.

      • Katharina sagt:

        Und was die Vergleichbarkeit der zahlen im internationale Kontext angeht: das bfs benutzte lange proprietäre Taxonomien und etliche Daten werden roh nicht mal nach m/w erfasst. Diese es ist halt nicht in der Schweiz Haltung nervt ungemein. was denken sich solche Schweizer sie seien was besonderes und in allem und jedem eine Ausnahme?

      • Peter sagt:

        wieso auf bestehende und nicht funkitonierende Parteien bauen? Selber eine Gründen, dann stimmt das Programm von Anfang an, wer macht mit? Iiiiiiiiiiiiiiiich…

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Mir dir gemeinsam stelle ich die Genauigkeit solcher Studien in Frage. Umso mehr, wenn sie denn weltweit gelten sollten… Aber konkret. Um den Arbeitsaufwand von Männern und Frauen vergleichen zu können, braucht es keine Faktorenanalyse. Die braucht es nur, um Veränderungen zu erklären. Auch welche „Stunden“ du dich beziehst, weiss ich nicht. Was meinst du? Interessant finde ich ja, bei näheren Durchsehen, dass allein lebende Frauen bereits rund ein Drittel mehr Zeit für Haus- (und Familien) arbeit aufwenden als Männer. Ziehen sie zusammen, erhöht sich der Aufwand der Frauen…

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Ja, die Schweizer glauben, sie sind nicht „die Welt“. Weil es da bereits zu unseren Nachbarländern grosse Unterschiede gibt in gewissen Bereichen. Aber das weisst du doch!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Einfach nur einfältig, wie hier wieder versucht wird, offizielle Zahlen der UNO in Frage zu stellen. Ich gehe mal davon aus, dass die etwas von der Materie verstehen und keinen Sportler brauchen, der ihnen auf die Sprünge hilft.

        Dass die Frauen den grösseren Teil der Arbeit erledigen, wusste auch schon Altbundespräsident von Weizäcker, sicher unverdächtig als Feminist und sicher korrekt versorgt mit den richtigen Zahlen. Er hat diese Tatsache mal in einer Neujahrsrede erwähnt, ist nun auch schon eine Weile her. Geändert hat sich nicht viel.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: ICH habe gesagt, dass mich die Zahlen für die Schweiz interessiere, nicht für „die Welt“. Diese Zahlen hast du bewusst vorenthalten, weil sie nicht auf deine Mühle gehen. ICH habe die aktuellen Zahlen der Schweiz geliefert. Diese werden zu recht kritisiert. Es ist also nicht einfältig, dies auch für die Zahlen der Uno zu tun, die sich auf gerade solche Länderzahlen und ganz viele Schätzungen für Länder, die nicht so genaue Statistiken führen, abstützt. Einfältig ist, auf die Sonntags- oder Neujahresrede eines Politikers abzustützen! Also – wie ist es denn bei uns in der Schweiz?

      • Widerspenstige sagt:

        Ich glaube auf jeden Fall der UNO Statistik mehr als lösungsresistenten Traditionalisten. Das ist verlorene Liebesmüh und ich ignoriere solche ‚Luftverschmutzung‘ einfach, sorry. Danke für den Link, Pippi!

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Sie müssen mir gar nichts glauben. Aber vielleicht dem Bundesamt für Statistik, die die massgeblichen Zahlen für die Schweiz herausgibt? Oder schaffen Sie es nicht, diesen Bericht zu verstehen?
        Ihre „Luftverschmutzung“ dürfen Sie sich sparen. Ihr „lösungsresistent“ hinterfragen. Und wenn Sie dann noch etwas Konstruktives zur Diskussion beitragen, herzlich willkommen!

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht würde es ja auch mal helfen, wenn Pippi die Herkunft ihrer Zahlen offenlegen würde, mit Link oder Quellenangabe. Obwohl ich nach wie vor finde, wir sollten unsere Diskussionen auf die Schweiz beschränken, finde ich dabei offenbar keine Mehrheit… Dann möchte ich wenigstens mal nachlesen, wie es auf der Welt so aussieht…

      • Widerspenstige sagt:

        Übrigens heute in 3sat 21.30h bei ‚Bauerfeind‘ zu Gast Alice Schwarzer zum Thema ‚Von Trendforschern und Feministinnen‘ Kann ja heiter werden 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was stürmst du dauernd blöd rum, Sportler? Ich hab einen Link zur UN Women Site gepostet, dazu den Text eines Plakats, das auf der entsprechenden FB Site ist (mit dem Hinweis, dass es sich um die Situation der Frauen weltweit handelt) und dann kommst du und fährst mir an den Karren, wie immer. Grunz grunz grunz, auch wie gehabt. Denkst du, weil um deinen Miststock herum alles in Ordnung zu sein scheint – deiner Meinung nach – der Rest der Welt ruhig vor die Hunde gehen kann? FüBü Haltung wie aus dem Tierbuch!

        Widerspenstige, danke für den Link, das hätte ich wieder verpasst 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und danke an Kate für das Auseinandernehmen der Schweizer Statistik. Eine Statistik, bei der die Rohdaten nicht einmal nach m/w erfasst werden, was soll das?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Einmal mehr zeigt sich, dass BIP-Statistiken für n‘ Arsch sind, wenn man sämtliche Tätigkeiten messen will, die in einer Volkswirtschaft erbracht werden. Lässt man den in Geld(werten) messbaren Teil weg, bleibt ein enormer Haufen übrig, der, nach gängiger Lehrmeinung, offenbar völlig unerheblich ist, um eine gesunde Volkswirtschaft am Laufen zu halten. Ich weise jetzt ganz bewusst nicht auf die Epoche hin, in der diese ökonometrischen Instrumente in die Wissenschaft eingeführt worden sind: Da wiederhole ich mich nämlich fortlaufend.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Hier geht es um deine Idee der Familien- und Mütterpartei. Aber klar, du wirst die gleich weltweit gründen, um alle Probleme der Welt zu lösen. Zum anderen. Was hat Katharina an der Statistik „auseinandergenommen“? Lies noch einmal.

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Was ist die Kritik konkret?

      • Katharina sagt:

        Also Sportpasi reiss Dich am Riemen. Widerspenstige ist hier eine der ausgewogenen Mitschreiberinnen. Unterlass solchen Stuss wie „Ihre “Luftverschmutzung” dürfen Sie sich sparen. Ihr “lösungsresistent” hinterfragen. Und wenn Sie dann noch etwas Konstruktives zur Diskussion beitragen, herzlich willkommen!“. Wenn eine hier konstruktiv mitwirken will, dann Widerpsenstige. Und glaube mir: ich bin sicher Widerspenstige und ich sind oft anderer Meinung.

      • Katharina sagt:

        „Dann möchte ich wenigstens mal nachlesen, wie es auf der Welt so aussieht…“

        so… hier zum Beispiel ein Hinweis meiner Partnerin:

        http://grupodemujeresixchel.blogspot.com/

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Widerspenstige hat mich oder meine Aussagen als „Luftverschmutzung“ bezeichnet. Und mich als lösungsresistent bezeichnet, nur weil ich DAS PROBLEM nicht gleich sehe wie sie. Widerspenstige ist in meinen Augen alles andere als ausgewogen, was sie ja auch nicht sein muss (dass sie aber eher einem Facebook-Plakat glaubt als einer offiziellen Statistik des Bundes spricht eigentlich für sich). Aber auf persönliche Angriffe kann ich verzichten. Mit ihrem Link kann ich aus sprachlichen Gründen nichts anfangen – ist hier diese ominöse Uno-Statistik? Auch sind Fragen offen, zur Statistik

      • Marcel Zufferey sagt:

        Sportpapi, irgendwann einmal wirst Du lernen müssen, dass es auch eine Welt ausserhalb der bestehenden Erkenntnisse gibt. Worauf glaubst Du, basiert die Erkenntnis, dass ein grosser Teil aller Arbeiten und Tätigkeiten schlecht oder „unbezahlt“ verrichtet wird? Solange wir nur das messen, was auf die eine oder andere Art bezahlt wird, kommen wir nicht mehr weiter. Wir messen eine neue Epoche mit den Instrumenten der Vergangenen. Unsere Messmethoden sind m. E. noch diejenigen aus dem Zeitalter der Industrialisierung, obwohl der Begriff Arbeit gerade dabei ist, sich grundlegend zu verändern.

      • Franz Oettli sagt:

        Ja also hören Sie doch auf mit diesen Statistiken. Da wissen ja nicht mal Experten immer, was sie damit anfangen sollen. Bringen Sie ihr persönliches Umfeld ins Reine, dann ist schon viel getan. Ein gutes Gewissen ist das beste Ruhekissen. Ob meine Frau von mir Geld gekriegt hätte, wäre sowieso Wurscht gewesen, weil wir ja beide für dieselbe Familie die notwendige Arbeit getan haben, das hätte sowieso jeder Statistiker falsch erfasst. Hauptsache ist doch, dass die Familie funktioniert.

      • Katharina sagt:

        Sportpapi, Du sagtest „Dann möchte ich wenigstens mal nachlesen, wie es auf der Welt so aussieht…”

        Die links sind auf einige Gruppen, die sich um die ganz und gar nicht lustige Stellung der Frau in Lateinamerika kümmern. als Beispiel eines wenig beachteten Teils der Welt. zum sprachlichen: hast sicher schon von translate.google.com gehört. der Chrome Browser hat ein nifty kleines Feature eingebaut, der damit verbindet und die ganze Site übersetzt und das sogar recht gut.

        Das sind unsere Mitbuerger. Du trinkst doch sicher gerne Kaffee. tia diese Leute kultivieren es für ein paar cents.

      • Sportpapi sagt:

        @Marcel: Messen ist sowieso das falsche Wort. Hier geht es um Befragungen. Leute geben an, wie sie ihren Tag verbringen. Und problematisch sind höchstens die Kategorien, zu denen sie sich äussern können.Generell bin ich dazu sehr kritisch. Aber hier wird immer wieder mit solchen Studien argumentiert – ausser sie sagen etwas aus, was nicht ins Weltbild passt. Dann hat es plötzlich mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Das allerdings ist mehr als nur wahr, Sportpapi, das weiss ich aus eigener Erfahrung hier. Aber die UNO-Statistik, die ist natürlich plötzlich sankrosankt.

        Trotzdem weist sie auf Probleme und Lücken hin, die zwar allgemein bekannt sind, um die sich aber niemand kümmern will. Dass der <1%-Block die eigenen Statistiken für unfehlbar- und jene aus dem Männerlager für völlig an den Haaaaaaren herbei gezogen hält, wissen wir beide ja langsam. Doch darüber kann man zur Abwechslung einmal grosszügig hinweg blicken, finde ich.

      • Sportpapi sagt:

        @Marcel: Ich habe schon 16.51 gesagt, dass wir uns auf ein „unentschieden“ einigen könnten, zumindest für die Schweiz. Aber ist ja eigentlich egal, hat mit dem Thema heute ja eh nichts zu tun.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Danke. Gemeint habe ich eher, das ich den Hintergrund von Pippis Daten wissen wollte, die sie hier als Facebook-Plakat vorgestellt hat. Und die aber gemäss der Widerspenstigen viel glaubhafter sind als die offiziellen Schweizer Daten in eine umfassenden Bericht. Obwohl ich nicht einmal ernsthaft an den „Uno-Daten“ zweifle. Aber von dir hätte ich schon gerne mehr zu deiner Kritik an der schweizer Statistik erfahren. Ich habe ja auch deine Bedenken reagiert, die ich für nicht stichhaltig halte. Andere sind hingegen froh, wie wunderbar du das seziert hast…

      • Widerspenstige sagt:

        Oh, vielen Dank Kat für Deinen Flankenschutz, damit kann ich jetzt ruhig schlafen gehen 🙂

        Und zu dieser leidigen Zänkerei wegen einer Statistik nur soviel: die Links von Pippi und auch von Kat zeigen zu deutlich, wie mies es zuvielen Frauen immer noch geht – weltweit und vorallem in Südamerika! Darüber einen Grabenkampf mit Haarspaltereicharakter zu führen wie von Sportpapi tagtäglich hier inszeniert, ist an Ignoranz dem wahren Problem gegenüber nicht zu überbieten. Genau so debatiert das bürgerliche Lager seit Jahrzehnten und bodigt sämtliche Lösungsansätze. Na dann, gute Nacht am 23ten!

      • Katharina sagt:

        Sportpapi: doch die Faktorenanalyse braucht es, um die relevanten Aggregationen bestimmen zu können. Dazu werden diverse Regressionsmodelle durch gerechnet. üblich ist lineare Regression ohne Gewichtung und vor allem nicht eine direkt geschätzte Gewichtung.
        weshalb ich da etwas drauf rumritt ist, weil Seite 19 mit den Schlussfolgerungen (aus denen du einen einzigen Satz zitiertes) in diametralem Widerspruch zum executive summary am Anfang ist und zu den Zahlen selbst im Anhang. Die eigentliche frage (haushaltszeitaufwand) ist in T2 dokumentiert.

      • Katharina sagt:

        in der zeigt sich, dass der prozentuale Anteil dieser Stunden zwischen männlich und weiblich innerhalb der einzelnen Aggregation (Familienzustand, Altersgruppe des Kindes) über die Zeitreihe wenig geändert hat und die Änderung selber 50% des margins of error (Vertrauensbasis) beträgt und somit keine Trends aufzeigt, also dokumentiert, dass keine Veränderung besteht. die prozentuale Verteilung zwischen m/w ist innerhalb der Aggregate konstant etwa 1/3 zu 2/3. also nicht 50/50, wie der von dir aus den Schlussfolgerungen zitierte Satz es behauptet.

      • Katharina sagt:

        Weiter zeigt T 1 Familiensituation nach Geschlecht, dass die prozentualen Anteile der Ausprägungen dieses Aggregates in der Zeitreihe auch keine bis wenig Veränderung zeigen. auch da ist die grösste Veränderung (Mann Mit Partner/in und Kind(ern): Jüngstes Kind unter 7 J) mit -2,8 Prozenten weit unterhalb des margins of error, somit nur ein schwacher Trendindikator. der Vergleich der zwei Tabellen zeigt auch, dass nicht dieselben Merkmals-Ausprägungen zur Aggregation benutzt wurden. damit ist die studieninterne Taxonomie inkonsistent und die gesamte Studie wenig aussagekräftig.

      • Katharina sagt:

        ausser eben, dass sich in den 10 Jahren des Betrachtungsintervalles nichts geändert hat. die in der Einleitung und Schlussfolgerungen behaupteten Verschiebungen beschreiben einerseits die wenigen Aspekte, wo eine Veränderung überhaupt herauslesbar war. andererseits, da die Aggregationen nicht über die selben Merkmals-Ausprägungen vorgenommen wurden sind die einzelnen Tabellen untereinander gar nicht vergleichbar und weder eine Analyse noch Interpretation über Verschiebungen von einer Merkmals-Ausprägung zur anderen möglich, was ja in den ‚Folgerungen‘ diskutiert wurde.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Pippi hat gesagt: Frauen verrichten zwei Drittel der Arbeitsstunden (Arbeit jeder Art, Erbwerbsarbeit, Haus- und Familienarbeit, etc.). Ich habe gesagt, dies stimmt für die Schweiz nicht, und habe es belegt. Dass Frauen, wie du zeigtst, mehr Zeit für Haus- und Familienarbeit aufwenden, habe ich nie bestritten. Es geht um das Ganze. Und auch nicht um Zeitreihen. Denn dazu habe ich gar keine Aussage gemacht. Wie auch immer – ich mache jetzt dann mal eine Auszeit.

      • Wildkatze sagt:

        Wer jemandem wie Sportpapi noch immer solche Aufmerksamkeit schenkt, wenn er mal wieder sein Unwissen zur Schau stellt, ist selber schuld. Der hat nichts dazu gelernt und weigert sich auch standhaft, das in Zukunft zu tun. Einfach abhaken! Das solche ignoranten Männer selbst UNO-Statistiken anzuzweifeln wagen, wenn sie nicht in Ihr selbst gebasteltes Weltbild passen, überrascht doch niemanden mehr. Solche Männer wird’s immer geben, damit wird frau sich wohl abfinden müssen. Einfach wie einen alten Besen in die Ecke stellen!

      • Sportpapi sagt:

        @Wildkatze: Habe jetzt den Verlauf diese Unterthemas noch einmal gelesen. Halte meine Aussagen für einigermassen differenziert. Bin damit aber einmal mehr auf eine ideologische Gummiwand gestossen, wie so oft. Auch Sie, wie Ihre Glaubensgenossinen, werfen mir wieder einmal Sachen vor, die Sie in meinen Stellungnahmen nicht finden. Lesen Sie doch einmal, vorurteilsfrei (wenn Sie das denn können). Versuchen SIe zu verstehen, statt wild zu interpretieren. Und dann dürfen Sie gerne Stellung beziehen, qualifiziert für einmal. Btw: Die Uno-Daten sind hier nicht dokumentiert, die Bundesdaten schon.

      • Katharina sagt:

        Rekapitulation:

        Sportpapi 12.10.2011, 16:09:

        @Pippi: Frauen müssen schön doof sein…
        Aber hast du auch Zahlen für die Schweiz? Dass Frauen nicht mehr arbeiten ist wohl klar. Alles andere?

        Sportpapi 12.10.2011, 16:51

        @Pippi: … Siehe auch Seite 19.Sagen wir mal so: Die Arbeit wird ziemlich gleichmässig aufgeteilt. Wäre doch komisch, wäre es anders. Aber dass du lieber auf die Welt verweist, statt auf die dir sicher bekannten Zahlen für die Schweiz, wundert nicht. Auch wenn es hier wirklich nur die Verhältnisse “bei uns” geht.

      • Katharina sagt:

        Sportpapi 12.10.2011, 17:07

        … Und dass es keinen Grund gibt anzunehmen, dass in der Schweiz Frauen “im Ganzen” mehr arbeiten als Männer?

        Katharina 12.10.2011, 17:30

        … Und vor allem die in den Tabellen im Anhang aufgeführten Zahlen. dort zeigt sich dass die Verteilung der Stunden bei 66% w 33% m geblieben ist.

        Sportpapi 12.10.2011, 17:43

        … Auch welche “Stunden” du dich beziehst, weiss ich nicht. Was meinst du?

        Sportpapi 12.10.2011, 18:10

        @Pippi: ICH habe gesagt, dass mich die Zahlen für die Schweiz interessiere… ICH habe die aktuellen Zahlen der Schweiz geliefert.

      • Katharina sagt:

        Katharina 13.10.2011, 01:23

        … und zu den Zahlen selbst im Anhang. Die eigentliche Frage (haushaltszeitaufwand) ist in T2 dokumentiert.

        Sportpapi 13.10.2011, 08:11
        … Ich habe gesagt, dies stimmt für die Schweiz nicht, und habe es belegt

        Katharina 13.10.2011, 01:38

        … also dokumentiert, dass keine Veränderung besteht. die prozentuale Verteilung zwischen m/w ist innerhalb der Aggregate konstant etwa 1/3 zu 2/3. also nicht 50/50, wie der von dir aus den Schlussfolgerungen zitierte Satz es behauptet.

      • Katharina sagt:

        13.102011,01:38 widerlegt 13.10.2010,08:11. denn die von dir selber zur belegung genannten zahlen unterstuetzen die angaben der UNO und das mit zahlen des BFS.

      • Katharina sagt:

        Switzerland

        ………………………%F…%M
        Divorced and not remarried 0.75 0.25
        Married………………. 0.41 0.59
        Single (never married)…. 0.44 0.56
        Widowed and not remarried. 0.56 0.44
        Total………………… 0.44 0.56

        Quelle: http://data.un.org/Default.aspx

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Ich verstehe dich nicht. Was führst du da an? Du hast recht, dass die Frauen mehr Zeit im Haushalt verbringen. Die Uno-Statistik sagt aber, dass sie sogar insgesamt, also alle Arbeitsstunden (Haushalt, Erwerbsarbeit, Frewilligenarbeit, … zusammengezählt) mehr arbeiten (2/3). Da habe ich wiedersprochen mit Blick auf die Schweiz. Und du weist wieder auf die Verteilung des Haushaltszeitwufwandes hin, der eben nur einen Teil des „Gesamten“ ausmacht. Weil die Erwerbsarbeit, die in der Schweiz mehr durch Männer erfolgt, ausgeklammert wird. Liegt der Knopf wirklich bei mir?

      • Katharina sagt:

        Sorry, Du hast die bfs Statistik genannt, als Dokumentation und dann anscheinend nichts gelesen und verstanden.

        „Die Uno-Statistik sagt aber, dass sie sogar insgesamt, also alle Arbeitsstunden (Haushalt, Erwerbsarbeit, Frewilligenarbeit, … zusammengezählt) mehr arbeiten (2/3)“ . Du kannst auf http://data.un.org/ selber nachschauen gehen. die quelle zu meinen obigen zahlen ist vom ILO, zugreifbar über data.un.org. Da habe ich die Daten zur Schweiz nachgeschaut und oben kurz zusammengefasst.

        für mich ist dieses Thema abgeschlossen da es mir nun zu aufwendig wird und anscheinend nichts bringt.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Würdest du bitte auf meine Verständnisfragen eingehen, statt immer wieder in die gleiche Kerbe zu hauen? Damit wir endlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Also Uno: 2/3 aller Arbeitsstunden (total) werden durch Frauen geleistet. Schweiz: mindestens die Hälfte aller Arbeitsstunden (total) werden durch Männer geleistet. Wo ist dein Problem?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Gute Datenquelle, diese UN-Seite, danke! Interessantes Detail: Gebe ich als Suchbegriff „women“ ein, dann habe ich reine Treffer bis weit hinter Seite 3, gebe ich hingegen lediglich „men“ ein, dann ist bereits auf Seite 1 Sense, ausser man betrachtet z. B. „unemployMENt“ oder „filaMENt“ bereits zu den brauchbaren Suchresultaten.

        Zu Männern gibt’s offenbar nicht so viel zu sagen.

        Jänu 😉

      • Nico Meier sagt:

        Einerseits verstehe ich die ganze Aufrechnerei nicht.
        Wenn ich in einer Partnerschaft bin erledige ich imemr wieder Arbeiten für die Geimenschaft. Muss es nun soweit kommen, dass jedes Batteriewechseln, jede gewechselte Glühbirne jede gekochte Speise usw notiert werden muss?
        Was ist mit dem Arbeitsweg,. der in der heutigen Zeit schnell mal mehr als eine Stunde pro Tag beträgt Arbeit oder Freizeit?
        Was ist mit den ganzen zu leistenden Überstunden im Büro?

  • blackball sagt:

    Das ist er also, der neue Mann. Jammern und keinen Plan, wann was zu erledigen ist. Der Kinderwagen wird in den zwei Tagen „Vaterschaftsurlaub“ gekauft, vorher ist ja keine Zeit weil der neue Mann zu beschäftigt ist, die Litanei über den ach so schlimmen Soziallstaat Schweiz einzuüben. Machnmal frage ich mich schon, wie es der neue Mann schafft, sich jeden Morgen ohne fremde Hilfe frische Socken anzuziehen … wobei: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,791265,00.html

    • riike sagt:

      „blackball: Vielen Dank für diesen ach so wahren Beitrag! Wir sind ein Volk der Jammerer geworden. Ich kann in diesem Punkt beipflichten, dass viele Paare sich überhaupt nicht auf das Leben mit Kind schon während er Schwangerschaft einrichten. Die Freude ist einfach zu gross. Das wird schon irgendwie gehen….. In meinem Umfeld sehe ich das überraschend häufig;Der Mann freut sich zwar riiiiiesig auf den Nachwuchs, wird aber nach der Geburt und den (unbezahlten zwei Wochen Vaterurlaub) mit seiner „Doppelbelastung“ Vater und „Alleinverdiener“ nur noch von Existenzängsten geplagt!

      • Nico Meier sagt:

        EIGENVERANTWORTUNG sollte wieder gross geschrieben werden.
        Immer und immer wieder ist es die Eigenverantwortung, die wahrgenommen werden sollte. Nicht jedes Problemchen soll der Staat lösen sondern zuallererst probiere ich das problem selber zu lösen.

  • Stibu sagt:

    Ich verstehe den Unmut nicht.
    Habe ich Kinder wegen dem Elternurlaub? Nein
    Habe ich ein Kind bekommen wegen den Kinderzulagen? Nein

    Vieleicht würde es vielen Arbeitnehmern auch mal guttun, dem Chef nein zu sagen. Die freie Zeit mit Familie zu geniessen ohne schlechtes Gewissen dem Arbeitgeber gegenüber. überzeit scheffen kann ich später immer noch, aber dem Kind beim wachsen zusehen nicht.
    Darum Leute 17:00 – 07:00 Firmenhandy ausschalten, das selbe gilt für Samstag Sonntag, und Familie geniessen.

  • Sonja Maier sagt:

    Die Schweiz ist das kinder- und familienfeindlichste Land weit & breit. Der hier oft genannte Killersatz lautet: Kinder sind Privatsache. FALSCH!! Kinder sind NICHT Privatsache, denn Kinder bilden die Gesellschaft der Zukunft. Und wie diese Gesellschaft auszusehen hat, muss die heutige Gesellschaft mitbebestimmen, denn sie trägt die Folgen auch mit. Die Investition in Kinder ist das am besten angelegte Geld! Und den Beitrag daran muss jeder leisten. Deshalb, jede Idee, welche sich zum Wohle der Familie auswirkt, gehört unterstützt.

    • Widerspenstige sagt:

      Meine Worte, danke Sonja!

      • Nico Meier sagt:

        Nein kinder haben ist nicht Sache des Staates sondern reine Privatsache. Dem Staat kommt die Aufgabe zu gute Rahmenbedingungen im Bezug auf Bildung zu schaffen. Aber die Betreuung des Nachwuchses ist etwas, das eltern selber organisieren und auch selber bezahlen sollen falls sie es nicht selber machen wollen.

      • Viktor Troska sagt:

        Kinder sind nicht nur Privatsache! Wir haben in der Schweiz ein demografisches Problem. Rentenalter 70, 75, 80 etc. sind nur alberne Rechnereien (die Nachfrage in der Wirtschaft ist nicht vorhanden). Wir müssen den neuen Realitäten z.b. dass oft zwei Einkommen unabdingbar sind (v.a. bei tiefern Schichten) Rechnung tragen. Dazu gehört eben auch, dass neue Betreuungsstrukturen geschaffen werden und zwar nicht für das Ärztepaar (die können es selber finanzieren) aber für die Putzfrau und den Bauarbeiter.

      • tobe or not tobe sagt:

        Nico, ich vermute sie sind der Mensch der viel reist aber haben nicht den Hauch einer Ahnung was durchkämpfen heist oder gar Verzichten bedeutet..

        Betreuung nur für Reiche? Wer keinen reichen Familienklan hat soll schauen wo er bleibt, und wieder werden die belohnt die schon alles haben…!

      • Nico Meier sagt:

        Erstens soll sich jeder bevor er Kinder bekommt überlegen welche Lösungen er für die Betreuung parat hat.
        Zweitens höre ich die Aussage vom ach so dringend nötigen zweiten 100% Einkommen leider allzuoft häufig sind das die Familien die sich dan 2-4 mal im Jahr Ferien leisten.
        Ich kann nicht alles haben und diese Maxime sollten wir auch wieder unseren Kindern beibringen.

      • Sportpapi sagt:

        @Viktor Trosca: Offenbar ist es aber so, dass Bauarbeiter und Putzfrau deutlich mehr Kinder haben als das Ärztepaar…

      • Sonja Maier sagt:

        Nico, mal eine Frage: Warum gibt’s „den Staat“, was hat er für eine Existenzberechtigung? Ein Staat ist doch kein Selbstläufer, seine Existenz dient nicht dem Selbstzweck! Der Staat selbst ist eine öffentliche Sache, eine res publica, und sein Zweck ist darauf ausgerichtet, das Fortbestehen der Gesellschaft zu sichern, zum Wohle der Bürger und auch aus Eigeninteresse. Insofern, es muss im primären Interesse des Staates sein, eine Familienpolitik zu betreiben, denn ohne tragfähige Gesellschaft operiert ein Staat im Luftleeren Raum – und wir zur bösen Letzt zur Diktatur.

      • Sportpapi sagt:

        @Sonja Maier: Jeder Schweizer Politker wird Ihnen erklären, dass er sich in erster Line für die Familien einsetzt. Und er glaubt fest daran und kann das stichhaltig begründen!

      • Nico Meier sagt:

        Ich glaube kaum, dass die Geburtenrate durch Betreunungsplätze für Kinder erhöht werden kann, denn diejenigen die sich Kinder wünschen haben welche und diejenigen die sich keine wünschen haben keine.
        Und leider gibt es auch paare beri denen der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, da es aus medizinischen Gründen nicht klappt dies ist traurig.

  • John sagt:

    Teil 1: Die Forderungen des Artikels halte ich im Prinzip für ziemlich vernünfitg, vor allem die nach Elternzeit, welche beliebig aufgeteilt werden kann. Allerdings muss ich auch ein bisschen schmunzeln, wenn ein Jungvater nach mehr Urlaub schreit. Hätte er den Text vor einem Jahr geschrieben, ja….aber jetzt? Natürlich findet man immer Gründe, weshalb man mehr Urlaub, mehr Geld, weniger Stress braucht. Die rein subjektive und deshalb in meinen Augen egozentrische Argumentation des Autors zeigt sich aber gerade darin, dass er sein persönliches Bedürfnis normativ zu untermauern versucht.

    • John sagt:

      Teil 2: ‚Normal fühlende Männer‘ wollen dies und das? Aha, der Autor ist also die Instanz der Normalität. Irgendwie beunruhigend und wenig überzeugend. Das ökonomische Argument überzeut ebenso wenig. Muss Egli sogar selber zugeben. Dabei hätte man ganz einfach auf Freiheit und Selbstbestimmung verweisen können. Elternzeit zur freien Verfügung überlässt den Eltern die Entscheidung, wer wieviel ‚mitgestalten‘ soll, ‚fühlen‘ muss. Dafür muss man sich aber von seinen subjektiven Freizeitgelüsten schon lösen. Gruss, ein böser, gefühlsloser, kinderloser Single, der für mehr Elternurlaub ist.

      • plop sagt:

        Sie machen da eine gute Eglianalyse. Da wir hier ja im Mamablog sind, sind solche Interessen ja logischerweise meist von persönlicher Natur, was in den meisten Beiträgen auch durchdrückt (und wir „auch-Eltern“ manchmal vielleicht schon gar nicht mehr bemerken?) – vielleicht wären mal Beiträge von Kinderlosen spannend.

      • Wildkatze sagt:

        Als Kinder- und Ehelose bin ich schon auch der Meinung, dass man sich über die ökonomischen Probleme und auch darüber, was „Verantwortung“ bedeutet, Gedanken machen sollte, bevor man Kinder zeugt. Auch dass die Freizeit eingeschränkt wird, sollte allen klar sein. Vor allem Männer sind sich dessen viel zu wenig bewusst. Sie verlagern diese Dinge auf die Frauen. Wem allerdings vom Staat geholfen werden muss, sind allein erziehende Frauen, deren Männer sich ganz einfach aus dem Staub gemacht und der Verantwortung entledigt haben.

      • John sagt:

        Danke, plop. Noch etwas, leider ein bisschen off-topic, aber trotzdem: Was ist das eigentlich für ein merkwürdiger Begriff ‚Kinderlose‘? Das klingt ja wie ‚die Kinderlosen, sie leben unbemerkt in der Kanalisation. Nur des Nachts wagen sie sich aus ihren feuchten Höhlen in die dunklen Gassen der Zivilisation.‘ Oder kinderlos, wie gehörlos, sinnlos, wortlos? Sprache ist mächtig und ich möchte daher lieber als ‚Kinderfreier‘ bezeichnet werden, sonst muss ich vielleicht bald noch eine Busse für’s kinderlos sein bezahlen…;)

      • marie sagt:

        kinderfreier klingt wie ein kinder freier… da müssten sie sich zuerst erklären und das würde das diskutieren eher erschweren. 🙂 aber ist schon so, kinderlos klingt wie „arme siech“.

      • Auguste sagt:

        hmm…, „kinderfreier“ ist doch sehr ungelenk, john. aber vielleicht hilft uns die sprache der andern grossen kulturnation europas weiter – wie wärs mit: „sans enfants“? oder auch ein zeitgeistiges, englisches „adult light“ wäre denkbar, genauso wie ein fast schon musikalisch anmutendes „senza piccoli“. definitiv, ihr zwielichtiges „kinderfreier“ ist nicht der bringer, dann noch lieber das lotterieverwandte „kinderlos“.

      • Sportpapi sagt:

        Wobei ich bei kinderlos auch immer an das denken muss: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/18122/baby-losgluck/

      • John sagt:

        Tja, diese Assoziation kam mir in der Tat nicht in den Sinn. Zum Glück. Die sans enfants erinnern dann aber auch ein bisschen an die sans papiers und man könnte mich wiederum für einen armen ‚Siech‘ halten…..Wie auch immer, kinderlos klingt einfach merkwürdig (Kinderfreier jetzt zugegebenermassen auch ;).

      • Nico Meier sagt:

        Immer wieder höre ich von Frauen die sich beschweren, sie müssten zuviele Aufgaben übernehmen.
        In meinem Umfeld sehe ich, dass die Paare bei denen die Frau entweder garnicht arbeitet oder nur 1-2 Tage am glücklichsten und wenigsten gestresst sind.
        Es kann ja wohl nicht sein, dass Frau beschliesst weiterhin 100% arbeitstätig zu sein und trotzdem ein Kind in die Welt zu setzen und danach auch noch die Frechheit zu haben sich zu beschweren sie sei überlastet.
        Ich kann nicht das Weggli und den Bazen haben.

  • maia sagt:

    Wenn ich mich so umsehen, so habe ich das Gefühl, dass das ein Schicht Problem ist. Und zwar interessanterweise je intelektueller, je höher die Bildung, je besser der Job, umso mehr braucht es Vaterschaftsurlaub und und und… In der Siedlung in der ich wohne, wohnen vor allem ArbeiterInnen und HandwerkerInnen, viele mit einem Monatslohn von netto um die 3000.– und Schichtarbeit. Flexible Arbeitszeiten sind da meist ein Fremdwort. Da kommen solche Ideen, wie bezahlter Vaterschauftsurlaub gar nicht auf und trotzdem haben die meisten zwei bis vier Kinder.

    • A.Tschannen sagt:

      Das ist ein guter Punkt. Meine Mutter ist mit 8 Geschwistern aufgewachsen und sagt dass sie nie Teenager depressionen hatten. Sie hatten keine Zeit dafür. Dies ist ein Problem der reicheren Schichten die zu viel Zeit zur verfügung haben.

      Dennoch finde ich es eine schöne Entwicklung dass Vaeter mehr Zeit möchten um Ihre Kinder kennenzulernen. Zumindest in der Schweiz sollte dieser Luxus allen Vaetern vorbehalten sein.

    • Tom sagt:

      Lassen Sie mich 104 Mal raten: Mamma ist die meiste Zeit zu Hause, Papa bringt den grossen Fisch nach Hause. Aber bitte: wir können dem ‚Status Quo‘ gerne das Wort reden.

      • Nico Meier sagt:

        Maia hat recht. Ist wie beim Burnout das trifft komioscherweise auch sehr selten den Büzer der täglich auf dem Bau rakert sondern den Lehrer, den die 28 Wochenlektionen halt grausam strapazieren.

      • StefanB sagt:

        Nico, stimmt, der Büezer hat kein Burn-out – der wird mit 55 einfach auf die Strasse gestellt, weil er „die Leistung nicht mehr bringt“., und durch zwei junge Praktikanten ohne Berufserfahrung ersetzt. Der Büezer aber findet keine Arbeit mehr (wer stellt schon einen so alten Mann ein?), wird ausgesteuert, fängt an zu trinken, und weiter gehts in der Abwärtsspirale. Und dann kommen so arrogante A**löcher und meinen, die Sozialhilfe müsste dringend gekürzt werden, die versaufen das Geld ja sowieso.

      • Sportpapi sagt:

        Der „Büezer“ hat mit 55 IV. Zu recht!

      • tobe or not tobe sagt:

        @Stefan B: Genau so ist es. Seit die Sozialgesetze geändert wurden, ist die Möglichkeit aus dem Teufelskreis auszutreten, noch schwieriger geworden. Dies werden natürlich nun alle auffangsstationen wie zbsp, Pfarrer Sieber Stiftung klar bestätigen können.

        Die bürgerlichen und rechten, wo meist nur ein kleiner Teil deren Wähler und Mitglieder wirkliche Armut erlebt haben, bestimmen einen solchen Müll.. Die Auswirkungen sind meist längerfristig sichtbar.

      • Dancer sagt:

        @Nico Meier: Burnout ist übrigens keine Frage von „viel arbeiten“

      • Nico Meier sagt:

        In meinen Augen ist das Burnout eine Zivilisationskrankheit, die auftritt, wenn sonst keine probleme vorhanden sind die ein mensch haben kann.

        Warum wohl sind menschen in Asien bedeutend weniger von Burnout betroffen obwohl sie bedeutend mehr Wochenstunden arbeiten als wir in Europa.

  • jak sagt:

    Ich stimme Lukas Egli zu.
    Die Schweiz ist ungerecht. Die Bürgerlichen sind ungerecht. Wir haben alle zu wenig Ferien. Wir verdienen zu wenig. Wir benötigen mehr Vaterschaftsurlaub. Das GA müsste gratis sein. Die Wohnungen in der Stadt müssten gratis sein. Die Gesundheitskosten: neu gibt es sie kostenlos. AHV? Ab 50. Oder vielleicht schon ab 40? Nein, am besten ab 30, bzw. schon ab 20. Klar. Und Autos? Autos zu Pflugscharen! Gezogen von Ochsen. Oder von Bürgerlichen.
    Es muss ja nicht gleich sozialromantischer Schwedenkitsch sein …
    🙂

  • Auguste sagt:

    hmm…, anstatt die 27. ausschaffungsinitiative zu organisieren, könnte man ja die hiesige bevölkerung im geburtsfähigen alter (nicht nur stimmbürger) mal befragen, wie den ein „elternurlaub“ aus ihrer sicht auszusehen hätte. gleichzeitig könnte sich ein vorausschauender bundesrat einmal gedanken über einen finanziell tragbaren rahmen eines solchen machen. ich bin überzeugt, dass mit facts & figures ein ganz brauchbarer, freudeidgenössischer kompromiss zu finden wäre. aber das wäre ja wieder familienpolitik und mit der lässt sich kein blumentopf gewinnen, wie hier unlängst zu lesen war.

  • Nico Meier sagt:

    Schöne neue Welt.
    Warum können Eltern ihr Kind nicht einfach am Samstag morgen in der Kita abholen um übers Weekend Familie zu spielen am Sonntag Abend geben sie ihr Kind wieder ab in der Kita dort wird es die ganze Woche betreut.
    So wären auch die lästigen probleme gelöst die ein Kind verursacht.

    Wie oben beschrieben so wäre es wohl einigen Eltern am liebsten. Wenn ich mich für Kinder entscheide, habe ich mich damit abzufinden, dass ich gewisse Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen muss. Jeder hat 4 Anrecht auf 4 Wochen Ferien, die kann er auch für die Vaterschaft einsetzen.

    • Rena Haug sagt:

      Ach Nico, immer diese pauschalen Verurteilungen… Sie haben wirklich keine Ahnung, sorry!

      • Nico Meier sagt:

        Guten Tag Frau Haug.
        Gut dass Sie über Bildung verfügen und eine Ahnung zu haben scheinen, auch wenn sie keine Argumente vorbringen.

      • Rena Haug sagt:

        Tja, tatsächlich, ich weiss wovon ich spreche. Ich habe eine Familie mit Kindern und Ehemann, habe für die Kinder meinen gut bezahlten Führungsjob aufgegeben, um für die Kinder dazu sein. Allerdings arbeite ich nach wie vor Teilzeit in einem Sachbearbeiter-Job, damit ich in 10 Jahren nicht total weg von der Rolle bin und rein schon altersmässig keine Chance mehr habe auf dem Arbeitsmarkt. Und ja, ich gebe meine Kinder in die KiTa, allerdings nicht die ganze Woche, sondern „nur“ zwei Tage. Wissen Sie, es gibt nicht nur ganz oder gar nicht – die meisten Eltern entscheiden sich für den Mittelweg!

      • Nico Meier sagt:

        Jeder hat das Recht auf eine eigene meinung, jedoch bin ich allergisch auf menschen die keine anderen Meinungen tolerieren.
        Ich bin der meinung, dass Kinder privatsache sind und es kann und darf nicht sein, dass immer mehr Leistungen vom Staat gefordert werden.

      • Widerspenstige sagt:

        @Nico Meier
        Hier zweifelt glaube ich niemand die Meinung des anderen an, sondern vertritt einfach Gegenmeinung mehr oder weniger mit Vehemenz in der Hoffnung auf Einsicht oder wenigstens Reflexionsbereitschaft. Es würde mich nun brennend interessieren Ihre Meinung zu lesen, wie Gesellschaften ohne Staat funktionieren und wenn Staatsgelder verteilt werden, wer ist subventionsberechtig? Ach ja, noch was: wer ist ‚der Staat‘ überhaupt?

      • Nico Meier sagt:

        Jede Leistung die ich vom Staat erhalte muss auch jemand bezahlen.
        Leider ist es nicht so, dass nur für diese Leistung bezahlt werden muss sondern es wird Faktor 4 bezahlt dies ist wissenschaftlich erweisen. Warum muss ich 4 Franken einziehen um einne Franken umzuverteilen. Die anderen 3 Franken werden aufgewendet, da der Staat seine Leistungen die er anbietet niemals konkurrenzfähig anbieten kann und daher büroktatischen Leerlauf mitproduziert. Daher sollte soviel als möglich privatwirtschaftlich organisiert werden.

      • Rena Haug sagt:

        @Nico Meier
        Ich toleriere ihre Meinung absolut und gestehe Ihnen auch entsprechendes Recht zu. Aber ich reagiere nun mal allergisch auf verallgemeinernde, pauschalisierende Aussagen, wie Sie’s gemacht haben. Mir geht’s nicht um Staat oder nicht, sondern einzig darum, dass nicht alle Eltern, die ihr Kind einer KiTa anvertrauen, dies die ganze Woche oder am liebsten 7×24 Std. tun. Ich hasse es im übrigen auch, wenn man alle Städter oder „Ländler“, alle Ausländer oder Schweizer, alle Männer oder Frauen und,und,und pauschal verurteilt.

    • tststs sagt:

      @Nico: Wie kommen Sie darauf, dass Kinder PrivatSACHE sind? Vorallem, wessen Privatsache? Die der Mutter? Des Vaters? Der Eltern? Oder gar der Grosseltern?
      Ich verstehe Ihren Gedankengang/Meinung und stimme Ihnen irgendwie eigentlich auch zu, aber Kinder sind dann doch irgendiwe auch etwas anderes als ein Auto (das ich privat lease), ein Haus (das ich nach meinem privaten Geschmack einrichte) oder ein Haustier (das meinen Privatbesitz verteidigt)….

  • Klaus Dettmar sagt:

    Fast schon ein wenig peinlich, dieser Beitrag! Aber immerhin ein taugliches Beispiel für den Wertewandel in dieser Gesellschaft! Früher Mick Jagger, Jimi Hendrix, Beruf und Militär, heute James Blunt, Plüsch, Teilzeit und am liebsten gar nichts! Dazu der Hilfeschrei nach staatlicher Unterstützung bei jeder Gelegenheit, verbrämt durch den Glorienschein des gesellschaftlich notwendigen Geschlechtsaktes! Fürwahr (ohne die Vergangenheit unnötig zu glorifizieren): ihr Jungmänner seid schöne Weicheier geworden!

    • Widerspenstige sagt:

      @Klaus Dettmar
      Sie sind also auch der Meinung, dass man die UBS hätte ins Messer laufen und Pleite gehen lassen, denn diese ‚Weicheier‘ names Investment-Zocker schrien laut nach Hilfe vom Staat! Schon vergessen, dass diese von der STAATSKASSE gerettet wurden??!! Peinlich wirklich, finde ich auch…

      • Klaus Dettmar sagt:

        Ähhhhhh, haben sie sich eventuell im Blog geirrt? Und wenn sie dann schon die UBS als Beispiel heranziehen, dann sollten sie schon faktentreu bleiben und nicht einfach unreflektiert über einige tausend Angestellte herziehen, die ihren Job gut gemacht haben (ich arbeite übrigens bei deren Konkurrenz)!

    • tobe or not tobe sagt:

      Ewiggestrig donnerten die alten vom Berg der Weisen…

      • Klaus Dettmar sagt:

        Immerhin donnern sie und haben sich nicht aufs Jammern verlegt! Und aus ewiggestrig wird flugs immer wieder der Trend von morgen. Gehen sie in sich und legen sie sich doch auch noch einen Namen zu (‚to be or not to be‘ tönt so irgendwie etwas selbstverneinend)!

      • tobe or not tobe sagt:

        ah ein Bänkler, ein Kapitalist in Person lässtert hier über die linken und Menschen die Forderungen an Arbeitgeber stellen. Ihr Arbeitgeber mein werter Herr, ist unter anderem ein Mitschuldiger an der heutigen Situation. Auch die Konkurrenz sind Hyänen, spielen sie nicht als Saubermann auf.

        Sein oder nicht sein, ja Klaus das ist die Frage. Den Samichlaus gibts nicht und saubere Banken erst recht nicht…

    • leonidas sagt:

      sie hacken auf die heutigen väter herum und nennen sie weicheier, weil sie vernünftige&berechtigte forderungen stellen. nein klausi, es ist nicht james blunt, plüsch, teilzeit und gar nichts, sondern ZEIT MIT DEN KINDERN! sie sind wohl ein vertreter der generation Mick Jagger, Jimi Hendrix, Beruf und Militär und abwesender vater. gratuliere! sie sind das eigentliche weichei, denn sie haben nicht den mumm nach oben zu treten (investment-banker, ceo’s etc.), wo die ansprüche wirklich überhöht sind & deren fehlleistungen uns alle betreffen, sondern hacken nach unten. obrigkeitshörig, nenn‘ ich da

      • Nico Meier sagt:

        Herr Dettmar hat leider recht.
        Wo bleiben die Männerm die die Herausforderung Kind annehmen ohne zu klagen und nach immer neuen Leistungen des Staates zu rufen?
        Das Argument wegen UBS sticht hier sowieso nicht, da die UBS Rettung der Schweiz unter dem Strich eine sagehafte Rendite beschwert hat und keine Kosten verursacht wurden!

      • tobe or not tobe sagt:

        @Nico Meier: Sind sie auch Bänkler?? Dass 40 Milliarden für diese Hyänen lockergemacht wurden, um dem zusammenhängenden Wirtschaftssystem keinen Totesstoss zu geben, ist Beweis genug dafür, das keiner in Bern oder der Banken einen Deut daraus gelernt haben.

        Ob Rendite oder nicht. Der Staat kritisiert diese Börsenhyänen, meiner Meinung nach zuweing, weil noch zuviele Politiker ihren Lohn von UBS und co. aufstocken lassen.

      • tobe or not tobe sagt:

        also ruhig Blut in der kapitalisten Ecke…

      • Auguste sagt:

        hmm…, nico meier, das mit den kosten unterschätzen sie. als die ubs die eidgenossenschaft in höchste bedrängnis brachte, lief der staatsapparat auf hochtouren und was der dem hiesigen finanzplatz an mehrkosten, notabene steuerlich absetzbarer geschäftsaufwand, entstand ist und weiterhin entsteht, ist noch nicht abgerechnet. was die „sagenhafte“ rendite abbelangt: hoher rendite steht immer hohes risiko gegenüber. wenn der deal so sweet gewesen wäre im moment, wo man entscheiden musste, hätten sich private investoren gewiss darum gerissen und ihn nicht dem staat überlassen.

  • Hans sagt:

    wahrscheinlich der beste Eintrag im Mamablog ever!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ich dachte, Kinder blieben etwas länger als 480 Tage lang klein und Pflegebedürftig- aber in Schweden scheint das nicht der Fall zu sein. Mit etwas Glück werden die Kinder in der Schweiz ja schon nach 100 oder 200 Tagen… ja was denn nun? Mir kommt da einmal mehr Maria Sveland in den Sinn.

  • Väter die sich nach der Geburt ihrer Kinder nicht Elternzeit nehmen verpassen die wichtigste Erfahrung im Leben. Wer etwas anderes behauptet hat überhaupt keine Ahnung.
    Es sollte doch möglich sein, mindestens 3 Wochen zu erhalten. Dafür könnte man einen WK weniger machen.

    • Man stosst allen Geld in den Rachen – den Banken, der Entwicklungshilfe, der Kunst, der Armee, dem Strassenbau – aber bei diesem Thema setzt das Gehirn im Parlament total aus. Aber Familien und die Sozialwerke, fürs Volk, die Bildung – dort klemmt man ab. Das ist eine ganz beschissene Politik die da betrieben wird.

      • tobe or not tobe sagt:

        Sie haben Angst, das die nicht-ganz-Schweizer Bürger(Ausländer mit wohn- und arbeitsrecht) mit über 3-4 Kindern mehr profitieren würden. Das ist es doch….Sie wissen um den Zustand, das Schweizer Familien durschn. 1.4 Kinder zeugen und Ausländer meist über 2 Kinder im Schnitt haben.. Wären die Anspruchsberechtigt als Arbeitnehmer? Ja glaube schon

      • StefanB sagt:

        Das mag sein, tobe, dass Ausländer wegen den kulturellen Unterschieden mehr Kinder haben und deshalb mehr profitieren – aber ist das ein Grund, dies den Schweizern vorzuenthalten? Oder ist es nicht so, dass wir Schweizer weniger Kinder haben, eben genau weil wir nicht die Möglichkeiten haben, wie sie oben erwünscht werden?

      • tobe or not tobe sagt:

        Neid ist ein stetiger Begleiter unserer Entscheidungen. Arm gegen Reich, Schweizer-Ausländer etc…

      • StefanB sagt:

        Tobe, dann verstehe ich aber nicht, weshalb gerade die Partei, die sich stets vehement für die Schweizer einzusetzen vorgibt. so dagegen ist? da sterben ihr doch irgendwann mal die Wahlschafe weg!

      • tobe or not tobe sagt:

        @stefan B: Hoffe das auch die Schweizer merken, dass sie von der Volkspartei hinters Licht geführt werden. Hoffe das die Wähler das in 2 Wochen auch so sehen und denen eine saftige Abfuhr erteilen.

        Deshalb wählt die Grünen, nicht die liberalen denn die sind bürgerliche im grünen Kleid, sprich Wolf im Schafspelz !!!

      • Widerspenstige sagt:

        @Pascal und @tobe or nott tobe
        Richtig erkannt! Wählen gehen und Weichen stellen ist DAS Mittel dagegen oder dafür – je nach dem

        @StefanB
        Das ist denen doch sowas von egal, Hauptsache plakativ und populistisch in den Medien präsent sein und rufen: ‚Begrüssen Sie Zottel!‘ Übrigens wird der Werbefreak der SVPler aus Deutschland in Graz diese Woche vor dem Richter stehen müssen wergen eben diesen ketzerischen und Unruhe stiftenden Wahlplakaten. Steht im Tagi heute. 😉

    • EInige der Menschen die hier posten haben wahrscheinlcih keine Ahnung davon worum es hier geht. Es geht darum, dass ein Vater nach der Geburt eine bezahlte Zeit haben kann während der er seine Frau unterstützen udn die Familie auf dem ersten Weg ohne Ablenkung begleiten darf. Es geht nicht um Ferien in Spanien oder ein neues Auto. Es geht darum, dass man die Familienstruktur bildet und sich an die neue Situation gewöhnen kann. Es ist eine massive Umstellung des Lebens die man in der ersten Zeit leider nicht berufsbegleitend meistern kann. Mir und meiner Frau haben die 4 Wochen sehr geholfen.

      • Nico Meier sagt:

        Ja und wenn jemand solche Freizeit nehmen will so sll er entweder seine Ferien dafür aufwenden oder eine oder zwei Wochen unbezahlt Urlaub nehmen.

      • Das hätte ich damals der Armee auch gerne gesagt. Die 262 Tage die ich dort verbracht habe sind volkswirtschaftlich auch kein Zuckerschleck gewesen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Die brauchen unbedingt mehr Zeit zu Hause, vielleicht finden sie dann auch die Möglichkeit, diesem Problem abzuhelfen:

    http://www.focus.de/panorama/welt/schweizer-kaese-schweizer-sockenhygiene-laesst-zu-wuenschen-uebrig_aid_673747.html

    …oder auch nicht, vielleicht ‚heimelet‘ sie ja der Fonduegeruch, FIGUGEL (Fondue isch guet und git e guete Luun). Bei mir hält sich bei solchen Gerüchen die gute Laune in Grenzen……. 👿

  • Gabriela U. sagt:

    Als ich mich durch die Kommentare las, musste ich immer wieder ab dem Sportpapi lachen! Ein strammes Mitglied der Schweizer Gesellschaft! „Opfert“ seine Ferien für den nicht vorhandenen Vaterschaftsurlaub! Wow! Extranachtschichten – doppel-Wow! Im Militär bestimmt Grenadier! Hohojaja. Ich hoffe, Ihr Herz ist stramm genug um bis 70 durcharbeiten zu können! Was für ein Mann! 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Er ist einer der ‚Grunzer‘, der regelmässig aus der Höhle kriecht und rumgrunzt, wie ‚to be or….‘ so treffend feststellte.

      • Jürg. sagt:

        eure unsachlichen Kommentare sind das einzige Gegrunze, für diese Kommentare solltet Ihr eigentlich gesperrt werden

    • Georg sagt:

      @Gabriela U.

      Lies doch mal ein wenig im Blogarchiv, dann siehst Du schnell, wer es an Anstand vermissen lässt. Und an Kompetenz, aber das ist eine andere Geschichte.

      • Gabriela U. sagt:

        UI! Oha! Habe verstanden: Keinen Augen zwinkernden Humor mehr!! Fundierte Aussagen, lachen verboten! Übrigens, wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, der weiss meinen Kommentar von oben sehr wohl zu interpretieren. Und dann entschuldige ich mich bei Sportpapi, ihn namentlich erwähnt zu haben.

    • Widerspenstige sagt:

      Gabi, der war jetzt aber sowas von gemein 😉

    • Dan sagt:

      Ja Gabriela U., kann mir vortstellen, dass Sie – wie auch Pippi – über die Einstellung dieser Idioten lachen… gehen arbeiten wie blöd um diesen Staat und die Frauen zu finanzieren. Aber umgekehrt muss man(n) sagen, dass mit Gabriela U. und Pippis keine Staat zu machen ist, weil Sie den Hintern nicht hochkriegen und nur eine grosse Klappe haben.. da lob ich mir meine Urgrossmutter, welche emanzipiert war, ohne es zu wissen. Heute ist es umgekehrt.

      • Dan sagt:

        @Pippi Langstrumpf: Du bist einer der wenigen hier, die das Pseudonym tatsächlich braucht, wäre ja für Dich schon peinlich, wenn man wüsste, wer solche Statements postet..

    • Sportpapi sagt:

      Habe ich „opfern“ geschrieben? Dann entschuldige ich mich sofort… Und ja – ich versuche ein wertvolles (was heisst stramm?) Mittel der Gesellschaft zu sein. Zurück zu meiner Aussage: Ich glaube wirklich, dass man auch seine Ferien einsetzen soll, um ein paar Tage/Wochen zuhause helfen zu können.

      • Gabriela U. sagt:

        So, für Dan und andere „Männer“ zum mitlesen: ich habe ein 1 1/2 jährigen Sohn, arbeite 100% (um dies hinzukriegen oft auch die Nacht durch, da ich nur 3 Krippentage habe!) habe 4 Wochen Ferien an meinen zu kurzen „Schwangerschafturlaub“ angehängt, schmeisse den Haushalt nebenbei, bin im 6. Monat Schwanger und werde wohl nachher noch 80% arbeiten können. Mein Freund versucht mich zu unterstützen, arbeitet aber auch 100%. Ich kann hier und heute nur mitschreiben, weil ich einen etwas „entspannteren“ Arbeitstag habe. Also Dan, deine Urgrossmutter kann einpacken!

      • Dan sagt:

        @Gabriela U.; Dann bist Du ja privilegiert. Nur schon meine Mutter musste ohne Alimente und Krippe 2 Söhnen alleine durchfüttern und erziehen, die Grossmutter oder Nachbarn haben gehütet. Eigentlich erschütternd, dass Du Dir – relativ gesehen – deiner privilegierten Situation nicht bewusst bist. Aber man orientiert sich halt immer nach oben, ist schon klar. Ich finde ja auch, dass Du es heute komfortabel hast..

      • Gabriela U. sagt:

        Dan, so wie’s scheint, bist du definitiv kein Weltverbesserer! Da kann ich mit deiner Geschichte auch nur spekulieren warum das so ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabriela U.: Meinen Respekt haben Sie. Wobei ich mich schon frage, wofür Sie so malochen (und wie lange Sie es aushalten).

      • dan sagt:

        @Gabriela U. vermutlich trennt uns meine Einstellung. Geld macht nicht glücklich und auch keine Kinder, da gibts genug Untersuchungen dazu. Und weil ich die Generation noch kannte, die unseren Wohlstand unter vielen Entbehrungen erarbeit hat.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Respekt, Gabriela! Aber rechtfertigen vor den Armleuchtern muss sich hier niemand, du könntest dich zu Tode krampfen und Warmduscher wie ein ‚Dan‘ kämen mit ihrer Grossmutter. Eben, die Grunzer halt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …aber rückwärts schauen und dumm lafere macht glücklich? Klar, ist ja auch gratis, grunz grunz grunz…..

      • tobe or not tobe sagt:

        Grunz grunz, Höhlenbewohner wie Hinz und Kunz, da ist auch die Kirche nicht weit weg…

        Die ach so Familenfreundlichen FDP und CVP, könnten ja dafür stimmen, das Kirchensteuern für diese Vaterschaftsurlaube verwenden werden dürfen. !!

        Und der Ueli mit seiner PLACEBO ARMEE, könnte ruhig dezimieren und Geld in Schweizer investieren…!

      • adi stein sagt:

        Genau..! Solten die „Blöden“ wie z.B.“Sportpapi“ hier eingeordnet wird, sofort mit unserem Beitrag an der Gesellschaft aufhören. Wirds für das „Flohnerleben“ einiger Leute hier aber ZAPPENDUSTER !

  • Dominique sagt:

    Die Teilzeit-Idee find ich wunderbar! Wir erwarten unser drittes Kind, können uns keine Putz-/EInkaufs-/Wasch-/Koch-Hilfe leisten und dieses Modell würde genau unseren Bedürfnissen entsprechen. Sicherlich ist das Paar aufgefordert, weitere Teilzeitlösungen zu suchen und diese durch Pensen-Reduktion zu realisieren. Leider sieht die gesellschaftliche Realität so aus, dass dies nicht für alle realisierbar (innerbetriebliche Möglichkeiten etc.) und/oder finanzierbar. Deshalb sollte doch wenigstens in den ersten, nahrhaften Wochen Gleichberechtigung gelten – im Sinne der familiären Finanzkraft.

  • SomeintPhia sagt:

    Es ist wirklich erbärmlich, wie schwer sich die Schweiz tut mit anständiger Familienunterstützung!

    • sepp z. sagt:

      es gibt Familien, die verdienen 5500 brutto im Monat, und andere, die bringen 50’000 im Monat nach Hause, und machen 10 Wochen Ferien pro Jahr. Und dann gibts Familien, die haben von Papa mehrere Mehrfamilienhäuser in der Stadt geerbt, und führen ein sorgloses leben. Irgendwie habe ich Mühe damit, dass ich den bereits Verwöhnten noch die Giesskanne geben soll.

      • Angela Nussbaumer sagt:

        So gesehen macht mir das auch grosse Mühe…

      • LinusR sagt:

        Weil es manche gibt, die genug haben, hast du Mühe damit alle (also auch diejenigen, die nicht genug haben) zu begünstigen…? DAS ist erbärmlich.

      • tobe or not tobe sagt:

        Wer hat mit dem schon keine Mühe. Doch dies sollte nicht das Ziel dieses Urlaubs sein. Gemessen am Einkommen und Besitzstand, sollte gemessen werden. Wer keine Miete zahlen muss, hat auch weniger Kosten und kann mit einem reduzierten Vaterschaftsbeitrag frei nehmen….

        Aber Sepp Z, wenn wir nach den Verwöhnten gingen, müsste man die Diskussion in der Schweiz gar nicht beginnen. So gesehen sind wir alle verwöhnt ohne es ausgwählt zu haben. .

      • sepp z. sagt:

        naja, entweder sind wir alle verwöhnt, dann brauchen wir nicht noch mehr verwöhnung, oder es ist ein bedürfnis, dass sich die mehrheit nicht leisten kann und haben sollte. aber wenigstens die argumentations sollte konsequent sein.

  • Heidi Merz sagt:

    Danke, Lukas Egli, Sie sprechen mir und meinem Partner aus dem Herzen. Wir erwarten unser erstes Kind im februar und er muss jetzt schon Überstunden scheffeln, um dann allenfalls die freie Zeit zu haben, sein Kind in den ersten Wochen kennenzulernen. Das ist erbärmlich!

    • Jürg. sagt:

      Nein, die Elternzeit (Mutterschaftsurlaub) ist zu kurz und nicht frei aufteilbar zwischen Vater und Mutter (ev auch als Teilzeitmodelll). Das ist erbärmlich.

      • Heidi Merz sagt:

        Äh – und wo genau ist jetzt der Widerspruch zu dem, was ich gesagt habe?

      • Jürg. sagt:

        @Heidi Merz
        Der Widerspruch ist im Danke, Lukas
        Vaterschaftsurlaub ist ein Widerspruch zu Gleichberichtigung.

  • Alexander Müller sagt:

    „Seiner Frau oder Freundin das Modell Heim und Herd zumuten, auch wenn es nur für die ersten Wochen ist-vielleicht doch lieber nicht.“ Es geht doch nicht hauptsächlich darum, dass der Mutterschaftsurlaub eine Zumutung für die Mutter wäre, sondern darum dass viele Männer eben gerne auch so eine Zeit mit dem Neugeborenen hätten. Und was Herr Eglis Kompromisslösung von „ein wenig mehr Freiraum“ & etwas „Teilzeit“ angeht: Wieso kann man den Männern nicht ähnliche Wahlmöglichkeiten offen lassen, als den Frauen? Diese demonstrative „Genügsamkeit“ einiger Männer finde ich ein seltsames Understatement

  • Anja sagt:

    BRAVO!

  • Alter Mann sagt:

    Ich bekam als meine Kinder auf die Welt kamen, gar keinen bezahlten Freitage sondern musste meine Ferien dafür „opfern“. Es ist wirklich an der der Zeit, dass dies grundlegend geändert wird. Auch Väter haben das Recht Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und Frauen sollen ihre Zeit nicht nur mit Kindern verbringen.

  • Fahri sagt:

    Super Artikel- hit the nail on right on the head 😀

  • Lulu sagt:

    Ich sage nur: weniger Scheidungen!!!!!!!!

  • Mirjam sagt:

    Wahltag ist Zahltag! Wir haben es in der Hand diesen Missstand zu beseitigen. Auch ich bin dafür dass frisch gebackene Papis die ersten Lebenswochen ihrer Sprösslinge hautnah miterleben sollen dürfen (was für ein Satz!). Also am 23. Oktober eher links wählen, sonst wird der Vaterschaftsurlaub ein ferner Traum bleiben.

    • Sportpapi sagt:

      Dürfen Sie doch – wer soll das den Vätern verbieten? Einfach Ferien eingeben, fertig. (dass ein Recht bestehen soll, diese dann zu beziehen, sollte klar sein).

    • Jürg. sagt:

      Vaterschaftsurlaub ist ein Unsinn!
      Was es braucht ist ein längerer Mutterschaftsurlaub Elternulaub der von der Mutter oder/und Vater bezogen werden darf.

  • Janine sagt:

    Super Beitrag! Spannend zu lesen… Und hoffentlich lesen ihn auch einige in Bundesbern…

    Herzliche Gratulation noch zu ihrer Tochter!

  • Familienvater sagt:

    Schön gemacht, Lukas Egli!

  • sepp z. sagt:

    Ich bin wie viele andere KMU selbständig erwerbend. Für mich gelten weder die Errungenschaften der ALV, noch Vaterschaftsurlaub noch sonstwas. Verschieb ich halt das Kinderkriegen bis 45, wenn ich es mir leisten kann, und mache mit einem jungen Küken Kinder. Wem darf ich hierfür die Schuld zuschieben?

    • tobe or not tobe sagt:

      Ihnen selbst… !

      • sepp z. sagt:

        aha. wenn ich für mich und meinen nachwuchs selbst sorgen soll, weshalb nicht alle anderen auch?

      • tobe or not tobe sagt:

        Hmm weil sie Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einem sind. Das glück eine Firma zu leiten, wurde nicht jedem zuteil. Ich weiss umd die Entbehrungen und Einsatz den sie haben, 7 Tage Arbeit etc. Auch der Respekt das sie als Kleinunternehmer eine Firma am laufen halten, muss ihnen ausgesprochen werden. Aber trotz all dem, wer nur Arbeitnehmer ist, lebt in einem Abhängigkeitsverhältnis, ist nicht sein eigener Herr wie sie es sind. Doch Firmen die grosse Gewinnmargen und Löhne zahlen, sollte auch einen Monatslohn einsetzen können um einem Arbeitnehmer diese Tage zu ermöglichen. 2 Tage ist klar nix

      • Nico Meier sagt:

        „Das Glück eine Firma zu leiten wurde nicht jedem zuteil.“ Was soll den das bedeuten? Es steht jedem frei sich selbstständig zu machen wenn er das möchte aber ich möchte all ewarnen es ist ein harter beschwerlicher weg mit viel Arbeit und viel Verzicht.

  • Sportpapi sagt:

    Erstaunlich, wie der stetige Ausbau des Sozialstaates immer praktisch nichts kostet, aber selbstverständlich ökonomisch vernünftig ist. Sicher dürfen wir einzelnes anschauen und befürworten, weil zeitgemäss und nötig. Aber vielleicht sollten dafür auch mal an einem anderen Ort Abstriche gemacht werden (im Sozialwesen, nicht im Militär… Zumindest nicht in diesem Zusammenhang).

    • Cybot sagt:

      Der Sozialstaat wird doch schon laufend abgebaut – sparen bei der IV, Reduktion der Arbeitslosentaggelder – da kann man auch mal wieder etwas dazugeben, sonst kommen wir noch zu amerikanischen Verhältnissen. Und wohin das führt, sieht man ja langsam.

      • Sportpapi sagt:

        Nach meinem Wissen sind die Sozialausgaben der am schnellsten wachsende Ausgabenposten nach wie vor. Und die angeführten Veränderungen wurden erst ergriffen, als die Kosten aus dem Ruder gelaufen waren.

      • Georg sagt:

        @Cybot

        Abgebaut???

        Dass nur diejenigen IV bekommen, die das auch nach gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Gute haben, ist wohl nur recht. Die Reduktion der Arbeitslosengelder führt dazu, dass die ausgesteuerten Arbeitslosten, Sozialhilfe beziehen.

        Nene, wir geben immer wie mehr für den Sozialstaat aus.

      • tobe or not tobe sagt:

        Man brüstet sich mit tieferen Arbeitslosenzahlen. Dazu ist anzumerken, dass jugendliche bis 25 nur noch 12 Monate anspruchsberechtig für Arbeitslosengelder sind. Danach werden sie automatisch den Sozialdiensten zugeführt.

        Bei einem Vorschuss für RAV-Gelder, erhält man knapp MIete, KK und 200.- zum leben. Als Raucher ist man hier schon mal genervt ende Monat.!
        Man treibt die Leute in einen unendliche Spirale, die bei Arbeitslosigkeit beginnt und bei Lohnpfändungen, Wohnungsverlust etc. endet. Wer Glück hat und ein Zimmer bei Mutti bekommt, hat nie Probleme, ansonsten adieu reiche Schweiz

    • Viktor Troska sagt:

      Der Ausbaus des Sozialstaates kostet genau so wie das Militär auch kostet. Es ist eine Frage wie man die Prioriäten setzt. Ich finde den Vergleich mit den WK’s in diesem Zusammenhang sehr treffend. Diesen teuren Unsinn (fehlen am Arbeitsplatz) leisten wir uns, aber bei einem Vaterschaftsurlaub wird auf die Finanzen verwiesen.

      Ich gehöre zur privilegierten Minderheit, die in den Genuss eines bezahlten 2-wöchigen Vaterschaftsurlaub kam. Gerade in der ersten Zeit hat die Frau doch am meisten Unterstützung nötig. 2-3 Wochen Vaterschaftsurlaub sollten möglich resp. finanzierbar sein.

  • Sportpapi sagt:

    Ich habe ja die Erfahrung gerade wieder gemacht. Selbstverständlich bin ich mehrere Tage voll und einige Tage teilweise bei meiner Familie gewesen und bin es immer noch. Meiner Frau und nicht zuletzt auch mir zu liebe. Zum Teil habe ich über Nacht und am Wochenende nachgearbietet (ich weiss, darf nicht jeder). Zum Teil habe ich meine Ferien investiert. Wofür soll ich die denn sonst brauchen?

  • Paul sagt:

    Die Ausweitung des Vaterschaftsurlaubs ist sicher erstrebenswert, aber noch lange nicht die Lösung des Problems. Die zwei Monate sind schnell vergangen und dann geht es doch wieder in den Alltag über in dem kein Familien- und Jobsharing möglich ist. Es braucht dann familiengerechte Arbeitsplätze, mehr Teilzeitstellen und eine Gesellschaft die es wertschätzt das jemand zu Hause, sich um die Familie kümmert und es nicht als „tolles Lebend“ abtut, weil der oder diejenige den Luxus erleben darf nicht arbeiten zu müssen und zu Hause ja „nur“ bei den Kindern ist.

  • Matthias sagt:

    Nach dem lesen einiger Kommentare hier, muss ich davon ausgehen, dass es nicht nur in Bundesbern, sondern offenbar in der ganzen Schweiz verteilt Höhlenbewohner gibt.
    „Eine Individuelle Bedürftikeit der Allgemeinheit zur Finanzierung überlassen“ ist eine Phrase sondergleichen, was soll das denn heissen? Und dann noch die peinlichen Abstecher im Sinne von „früher ging es ja auch“. Womit wir wieder beim Höhlenbewohner wären, zu dessen Zeit war die Geburtenrate bestimmt enorm Hoch.
    Wir Männer bekommen anstandslos rund 300 Tage „Urlaub“, um ein Gewehr rumzutragen, aber nur zwei Tage für ein Baby

    • tobe or not tobe sagt:

      Nachts kommen sie aus ihren Höhlen und grunzen im Blog…

    • the man sagt:

      Gutes Stichwort: Gerade wird die Armee (fast) halbiert, das bedeutet weniger Diensttage. Die so eingesparte EO würde locker zur Finanzierung eines zeitgemässen Vaterschaftsurlaubes reichen!

      • tobe or not tobe sagt:

        Ganz offensichtlich ja.. Wie viele unnötige WK’s wurden von Schweizer Männer abgesessen.. Dies ist meist mit gemütlichkeit und nicht mit Anstrengungen wie es nach der Geburt eines Kindes sein kann, verbunden. ..

        Berufsarmee, dann haben wir das Probelm nicht mehr… Keinn Flieger kaufen, dann reichts auch noch länger…

    • Sportpapi sagt:

      Ein neuer Urlaub hat nichts mit der Diskussion um die Militärpflicht zu tun. Hier werden immer wieder völlig unsinnige Sachen miteinander verbunden. Wenn wir finden, die jungen Männer sollen nicht mehr ins Militär, dann können wir das beschliessen. Wenn wir finden, die Väter sollen länger zuhause blieben dürfen, auch.

      • Matthias sagt:

        Direkt miteinander zu tun hat es nichts, das stimmt. Aber wenn das Argument gebracht wird, dass man keine Steuergelder für den Vaterschaftsurlaub verschwenden will, bzw dass dieser Urlaub unnötig ist und womöglich der Wirtschaft schadet, dann muss man diese Fragen trotzdem in den Zusammenhang mit dem Militärdienst stellen. Bei der Armee ist es dann plötzlich doch möglich, mehrere Wochen (gesamt fast ein Jahr bei einem einfachen Soldaten) den Arbeiter vom Arbeitsplatz fernzuhalten und unsere Steuergelder für grüne Ferien zur Verfügung zu stellen. Ist ein Soldat wichtiger als ein Kind?

      • adlerauge sagt:

        das hat sehr wohl etwas miteinander zu tun. „grüne ferien“ ist nicht von ungefähr ein beliebter begriff für den militärdienst. ich als armee-gegner sehe nicht ein, wieso ich für die grünen ferien andere aufkommen soll, genauso wie einige hier nicht einsehen, wieso sie für den vaterschaftsurlaub andere aufkommen sollen. sei es, weil sie überzeugte nicht-väter sind oder weil sie bei jeder mehr oder weniger passenden gelegenheit das gespenst des ausufernden sozialstaates heraufbeschwören wollen.

      • Sportpapi sagt:

        „Grüne Ferien“ ist einfach ein doofer Begriff. Militärdienst hat mit Ferien gerade gar nichts zu tun. Die meisten Männer gehen überhaupt nicht gerne, und Frauen, die freiwillig könnten, schon gar nicht. Hört doch auf mit dem Geschwätz. Aber bald dürfen wir sicher wieder darüber abstimmen, ob wir ein Militär, und allenfalls in welcher Form, wollen. Ich glaube, eine Mehrheit im Land will sich nicht auf den Schutz von Nachbarstaaten verlassen. Also Berufsheer? Aber noch einmal – hat mit Vaterschaftsurlaub überhaupt nichts zu tun!

    • sepp z. sagt:

      wer den armeedienst als ‚gemütlich‘ abtut wie to be or not to be, hat ja wohl nicht allzuviel ahnung oder ist ein strammer svp wähler.
      der armeedienst ist schätzungsweise für jeden einigermassen normalen menschen ein psychoterror.

      • Sportpapi sagt:

        Oder war nie dort, was ich vermute.

      • tobe or not tobe sagt:

        @sepp Z…. Nein den Psychoterror benötige ich nicht… habe mehr als 3 monate Psychoterror im Leben erfahren dürfen, das genügt. Und wenn sie diese Wohlfühltruppe meinen, die sich Armee schimpft, jä dann haben sie ein anderes Empfinden für Terror und hartem Leben..

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich bin nicht normal.

      • heidi reiff sagt:

        Ich bin eine radikale Armeegegnerin, ausser der Einsatz bei Umwetterkatastrophen von Soldaten zum Aufräumen finde ich eine gute Sache, für das braucht es ja keine Waffen. Ich hab mir am TV einige Sendungen angesehen wir Rekruten gedrillt werden, von Befehlshabern. Fazit von Ueli Maurer : wir brauchen die beste Armee der Welt, erschreckend wie solche Leute in die Politik gewählt werden Hauptsache die KASSE STIMMT.
        Mit dem Geld für Waffenproduktion könnten Familien unterstützt werden, die es wirklich nötig haben, blöd wird gemotzt über Militärverweigerer es gibt glaub noch einen ZIVILDIENST

      • adlerauge sagt:

        gemütlich nicht, aber hochgradig ineffizient und obsolet.

        war übrigens selber mal aktivmitglied im grössten trachtenverein der schweiz. imfall.

      • Sportpapi sagt:

        Ineffizient, das stimmt. Deshalb bin ich sehr dafür, ein Berufsheer zu schaffen, das auch intenational einsatzfähig ist (und eingesetzt wird).

  • Beat sagt:

    Es ist nicht die teure Elternzeit nach deutschem oder schwedischem Vorbild, die fehlt, sondern ein ausreichendes KITA-Angebot. Wer Eltern nicht ermöglicht, sich zeitgemäss zu verhalten, braucht sich nicht zu wundern, wenn längst überkommene Rollenbilder erhalten bleiben.

    • Cybot sagt:

      Weder Vaterschaftsurlaub noch KITAs allein werden das Problem lösen, aber wenn man nicht mal irgendwo anfängt, passiert nie was. Um den Trend wirklich umzukehren, bräuchte es noch viel mehr als nur das.

    • Ginola sagt:

      @Beat

      Was ist denn „sich zeitgemäss verhalten“?

  • Independent sagt:

    Einverstanden!

  • pedrodesconocido sagt:

    Schon wieder ein Kommentar, welcher darauf abzielt eine individuelle Bedürftigkeit der Allgemeinheit zur Finanzierung zu überlassen. Ich denke, dass es in der heutigen Zeit wohl nur noch sehr wenige Arbeitgeber gibt, welche einem Vater nicht einige Wochen Urlaub (auch unbezahlt) gewähren würden. Warum aber die Allgemeinheit dafür aufkommen soll, ist mir schleierhaft. Scheint mir ganz so, dass Väter einerseits gerne Zeit für das neue Kind hätten, aber diese soll um himmelswillen nicht vom ordentlichen Urlaubsbudget abgezogen werden.

    • Andrea sagt:

      Es können nicht alle ihren Urlaub auf den Zeitpunkt verlegen, wenn das Kind geboren wird. Lehrpersonen beispielsweise nicht. Unsere Zwillinge kamen just an dem Tag zur Welt, als das Schuljahr wieder begann. Die zwei Tage Vaterschaftsurlaub waren fast nichts, mein Mann brauchte fast so viel Zeit, um eine Stellvertretung zu finden, sie zu instruieren etc.

      • Nico Meier sagt:

        Stimmt und da Lehrer ja eine so extrem hohe Präsenzzeit in der Schule haben ( ca 24-28 Lektionen) konnte ihr Mann da natürlich nicht mehr helfen 😉

  • Ruedi sagt:

    Er hat aber schon recht mit dem was er schreibt und die 2 Tage Vaterschaftsurlaub sind zuwenig.

  • Erich sagt:

    Text zum Bild: Hiess der Film nicht „Three Men…“ statt „Tree Men…“. Ein freudscher Versprecher oder beabsichtigt?

  • max sagt:

    Hat Herr Egli bei 20 Minuten denn keine Ferien? Ist aber ein übler Ausbeuterbetrieb! Oder möchte Herr Egli gerne zusätzlich Urlaub auf meine Kosten machen?
    An den in seinen Augen überkommenen Rollenbilder ist Herrr Egli übrigens selber schuld. Wer sagt denn, dass die Frau zu Hause bleiben muss?

    • A.Tschannen sagt:

      @Max Die Frau kann ja ein Neugeborenes nicht sofort abgeben? Sie muss sich auch selber von der Geburt erholen. Tut mir leid aber so lange noch Frauen gebaeren, müssen sie kurzfristig zu Hause sein und wenn der Mann auch dabei ist ist sie sicher froh. Wirklich Schade dass ein Vater nur zwei Tage bekommt um sein Kind kennenzulernen. Dass finde ich diskriminierend!

    • Independent sagt:

      Dann würde ich auch noch gerne wissen, ob denn Menschen die keine Kinder kriegen, auch einen Anspruch auf Freitage haben? Darf ich auch – als überzeugter Nicht-Vater – ein paar Tage einziehen. Oder ein reduziertes Pensum einfordern? Und kommt mir bitte nicht mit „unsere-Kinder-zahlen-euch-euren-Lebens-Feierabend“…
      Ich bin absolut dafür, dass Väter auch bezahlten Urlaub bekommen……, aber dann will ich das auch! 🙂

      • Nick Schmid sagt:

        @Independent: Wieso sollten sie das auch bekommen? Ihre Lebenspartnerin bekommt schliesslich auch keinen Mutterschaftsurlaub. 🙂

      • Blume sagt:

        Independent: Sie schreiben „Freitage“. Die Betreuung eines Neugeborenen bzw. eines Babys braucht enorm viel Kraft und Energie. Von Freitage ist keine Rede. Es geht darum, das eigene Kind zu versorgen und kennenzulernen um so eine gute Beziehung zu ihm zu entwickeln damit es sich optimal entwickeln kann.

      • Max sagt:

        @Independent: und was tust du dafür? Was tust Du denn als „überzeugter Nicht-Vater“ dass Du dir das Verdienst?
        Ich will, ich will, ich will…. oder wenn der das hat dann will ich das auch – kommt mir irgendwie bekannt vor…

    • moritz sagt:

      Schliesse mich Max an. 4 Wochen sind gesetzlich vorgeschrieben, in vielen Unternehmen sind es sogar mehr, das sollte wohl reichen. Hier geht es doch nur darum, zusätzliche, von anderen bezahlte Freizeit zu erhalten. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen und dafür im Voraus etwas Geld zur Seite zu legen. Kinderkriegen hat auch etwas mit Planung und Selbstverantwortung zu tun – mindestens 8 bis 9 Monate Zeit hat man(n) jedenfalls. Die Höhlenbewohner konnten es sich kaum leisten, tage- oder wochenlang in der Höhle zu hocken, um sich über ihren Wurf zu freuen.

      • Diethelm Dübel sagt:

        Stimmt – ein Mammut jagt sich schliesslich nicht von selbst, und die Wurfprämie in Form einer Muschelkette musste auch noch besorgt werden.

  • Markus Steiner sagt:

    Das ist dummes Gewäsch. Die höchsten Geburtenraten gab’s in der Schweiz, als von gleichen Rechten für Mann und Frau noch keine Rede war und sich kein Mann hätte träumen lassen, er würde „Vaterschaftsurlaub“ benötigen. Aber es ist natürlich wie immer: Urlaub? Gerne aber bitte auf Kosten der anderen.

    • Karl Müller sagt:

      @Markus: Sehr interessanter Einwand. Vielleicht ist dann doch nicht alles so schlecht, wie’s früher war….

      • fredi frei sagt:

        damals gab es ja auch kein Frauenstimmrecht, keine AHV, keine bezahlten Ferien, keine arbeitsfreien Samstage, kein Schengen, keinen Euro, keinen TGV und keine Anti-Baby-Pille. Sucht euch doch einfach aus, was ihr alles wieder abschaffen wollt, damit die Geburtenrate wieder steigt.

    • patrik sagt:

      Ja genau und die höchsten Geburtenraten gibt es global noch immer dort, wo von „gleichen Rechten von Mann und Frau“ keine Rede sein kann und Ihre Lebenserwartung, Herr Steiner bei ca. 45 Jahren liegen würde. Möchten Sie dahin zurück?

    • tobe or not tobe sagt:

      @Herren Ewiggestrig: Die Schweizer arbeiten im Schnitt noch immer sehr sehr viel, verglichen mit dem Rest von Europa. Aber genau diesen Leuten von früher, dies solche Gesellschaft aufbauen wollten, haben wir den Zustand zu verdanken. Reichtum tut auch den Schweizern nicht gut..

      Geld ist ja keine Frage in Bern, 40 Milliarden für die UBS, wurden aus dem Ärmel gezaubert!!!

    • Severin sagt:

      @Markus Steiner: Klar, da hatten die Frauen auch noch nichts zu sagen, keine guten Ausbildungen, etc. Da mussten die Frauen einfach an den Herd. Die Zeiten ändern sich, junge Frauen haben super Ausbildungen. Aber eben, Zeiten ändern sich, Ansichten bei einigen leider nie…

    • maria sagt:

      Na klar: Gab ja damals keine „Pille“, dafür wurden etwa päpstliche Vorgaben strikter eingehalten, und die meisten Frauen standen ohnehin brav „am Herd“ – es blieb ihnen nicht viel anderes übrig. Scheint sich allerdings mittlerweile herumgesprochen zu haben, dass zu viel ökonom. Potenzial brachliegt, wenn Frauen auf eine Erwerbstätigkeit verzichten (müssen). Es läge im Interesse aller, junge Frauen u n d Männer in ihrem Wunsch nach Kindern zu unterstützen. Berufstätige Paare haben leider immer noch guten Grund, sich genau zu überlegen, ob sie Kinder zeugen wollen.

      • tobe or not tobe sagt:

        Das heutige System bietet Sklavenarbeit 2.0.. Und bei dieser „SCHEINSOZIALITÄT“ gewisser Firmen verwundert mich das nicht, wenn sich die Arbeitgeberlobby gegen mehr Vaterschaftsurlaub stellt. ZEIT IST GELD, wurden den CEOS auch im Studium eingehämmert. Ein Hoch auch unsere brainwash-wirtschafts-akademiker Klasse, die uns als ökologisches Potential verhöckert. denn sie wissen nicht was sie tun…

      • Ginola sagt:

        @Maria

        „….ökonom. Potenzial brachliegt….“

        Jetzt aber nicht wirklich, oder? Es kann doch nicht sein, jetzt alles nur wieder mit dem möglichen monetären Verlust zu begründen. Es spielt ja wirklich keine Rolle, ob nun der Vater oder Mutter oder beide „am Herd“ stehen bzw. bei den Kinder ist. Hauptsache es ist jemand von den Eltern (zumindest in den ersten drei, vier Jahren). Es gibt auch dabei eine Wertschöpfung, bzw. es ist ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft. Nur kann man diesen nicht quantifizieren, weder im BIP noch im BSP.

      • Georg sagt:

        @tobe

        Dann mach Dich doch selbständig und schaffe selbst etwas wenn Du so offensichtlich unzufrieden bist. Jammern kann jeder.

    • mira sagt:

      Damals gab es auch noch keine Krankenkasse, keine AHV (die Kinder waren die AHV), kein Arbeitslosengeld, keine Sozialkasse, und ganz wichtig, keine Pille. Es gibt noch heute Länder, in welchen die Geburtenrate so hoch ist und die Leute mausarm sind. Aber wir sind uns alle einig, dass wir dort nicht mehr hin wollen… Wobei es vielen Schweizern gut tun würde, mal etwas von der Welt zu sehen…

    • Widerspenstige sagt:

      @Markus Steiner: die hohen Geburtenraten waren nichts anderes als die von höchster Stelle, man könnte sagen ‚zwangsverordneten(!) Folgen‘ der Nachkriegszeiten. Die Aufforderung an alle BürgerInnen hiess: ‚Vermehret Euch und hilft dem Staat eine prosperierende Gesellschaft aus den Trümmern aufzubauen!‘ Dann kam u.a. die Pille in den 60ern auf den Markt und der Rückgang der ausufernden Geburten und Doppelklassen an den Schulen etc. setzte ein. Ein wenig Geschichtsstudium wäre nicht schlecht, bevor hier von ‚dummem Gewäsch‘ geredet wird.

  • Yaelle sagt:

    Ich möchte allerdings nicht in Schweden Steuern bezahlen. Die sind um ein vielfaches höher als in der Schweiz, Der Elternschaftsurlaub muss auch dort finanziert werden.

    • Dancer sagt:

      Und das Rentenalter liegt bei 70……!

    • Cybot sagt:

      Ist doch immer die Frage, was man dafür bekommt – in Schweden bezahlt man dafür beispielsweise keine Krankenkassenprämien und wahrscheinlich auch viele andere Leistungen, für die wir extra bezahlen. Am Ende wär ich da nicht so sicher, wer günstiger fährt.

    • Markus sagt:

      @Yaelle: Informieren Sie sich doch bitte zuerst, bevor sie Äpfel mit Birnen vergleichen! In Schweden ist das ganze Gesundheitswesen verstaatlicht. D.h. sie bekommen weder vom Zahnrarzt noch von einem Arzt eine Rechnung. Die Mieten sind ebenfalls sehr günstig, von den Häusern reden wir schon gar nicht (immer bezogen auf die Schweiz!). Ob ich nun 8000.- pro Jahr für die Krankenkassenprämien für unsere Familie bezahle oder doppelt so hohe Steuern spielt keine Rolle, bzw. komme ich mit den Steuern sogar günstiger weg.

      • Nico Meier sagt:

        Problem Schweden

        Ich kenne einige Schweden aus meiner weiteren Verwandtschaft. Einer ist Zahnarzt mit eigener Praxis, der Arbeitet nur 7 Monate im jahr, da der Steuersatz bei mehr Arbeit umso höhe steigen würde und sich daher für ihn mehr Arbeit nicht lohnt.
        In diesem System werden gutausgebildetet Leute zu Teilzeitarbeit gezwungen, da die exorbitanten Steuersätze Laiestung bestrafen.

      • Widerspenstige sagt:

        @Nico Meier: falsch gedacht. Indem dieser Zahnarzt nur 7 Monate pro Jahr arbeitet, übergibt er anderen Jungzahnärzten die Chance und diese springen in die Lücke. Das nennt sich kluge Arbeitsverteilung der Schweden. Jaja, die Skandinavier sind uns um Nasenlängen voraus und können ganzheitlich für ALLE Gesellschaftsmitglieder denken. Wir betreiben hier in der kleinen härzigen Schweiz Narzissmus pur. Auch können so praktisch alle Frauen in den Arbeitsprozess integriert werden und sind deshalb unabhängig von einem Alleinversorger und senkt die Scheidungsrate alles claro? 😉

      • Ginola sagt:

        @Widespenstige

        Ich denke, wir sind uns im Ziel einig. Nur der Weg dazu ist unterschiedlich. Ja, unterschiedlicher könnte er nicht sein… 😉
        btw. wie geht es denn so?? Long time no hear

      • Widerspenstige sagt:

        Unverhofft kommt oft kann ich da nur sagen und ja, long time no hear, Ginola. Das Leben ist eine Achterbahnfahrt und manchmal bleibt man im Geisterhäuschen stecken auf der Fahrt. 🙂

        Der Weg ist zu unterschiedlich? Hilf mir, ich stehe gerade auf meiner Leitung..

      • Nico Meier sagt:

        Wenn ein Zahnarzt mit eigener Praxis nur das halbe Jahr arbeitet und die restlichen 5 Monate die Praxis dichtmacht, werden die ganzen teuren Maschinen nicht verwendet in dieser Zeit.
        Ausserdem ist es eine Verschwendung von wirtschaftlichen Ressourcen.

      • Ginola sagt:

        @Widerspenstige

        Deinen Aussagen entnehmend, bist du der Meinung, dass beim besagten Thema der Staat eine tragende Rolle einnehmen sollte. Ich bin der Meinung, dass sich der Staat zurück nehmen sollte…- auch im Sinne der Nachhaltigkeit (auf die Entwicklung des Menschen bezogen)

        „…bleibt man im Geisterhäuschen stecken auf der Fahrt…“
        –> oder aber man hält am höchsten Punkt inne, um sich ein Überblick zu verschaffen…. 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, Ginola, dieser Meinung bin ich speziell zu diesem Thema. Das haben wir Zwei doch intensivst vor einem Jahr durchdiskutiert. 🙂

        Mir persönlich kann es egal sein, denn ich habe ja ein wenig Pionierleistung im Dorf diesbezüglich geleistet mit Laufgitter im eigenen Geschäft, Hausmann mit schiebendem Kinderwagen über zwei Jahre lang etc. Es geht mir um die Betroffenen, die im Dilemma stecken und sich nicht selber zu helfen wissen. Hier darf der Staat einspringen u Familien mit entsprechenden Infrastrukturen unterstützen sowie mit höheren Steuerabzügen/Kinder- und Ausbildungszulagen, ok?

      • Widerspenstige sagt:

        Ähm…gute Idee mit dem höchsten Punkt, Ginola, aber ich bin nicht schwindelfrei…

  • Eremit sagt:

    Mehr Zeit für Mann mit seinen Kindern und ein Mutter-/Vaterschauftsurlaub wie in Schweden von 450 Tagen ist m.E. löblich. Und mit entsprechender Argumentationen könnte man da m.E. auch SVP-Wähler ins Boot holen. Wenn aber die eine Partei permanent auf der anderen Partei herum hackt, dann können sich keine konstruktive gemeinsame Nenner ergeben.

    Es wäre noch interessant zu erfahren wieviele Tage des Elternschaftsurlaubes in Schweden die Mutter und der Vater beanspruchen. Etwa 375 Tages zu 75 Tage?

    • Blume sagt:

      Ich komme aus Schweden und kann Ihnen sagen, dass alle Leute die ich dort kenne diese Tage 50-50 aufteilen. Die Schwedischen Papis wollen diese wertvolle Zeit mit ihren Kindern auf keinen Fall verpassen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, blume erwähnt einen wichtigen aspekt. die periode, wenn nachwuchs aus zweisamkeit eine familie macht, ist eine ganz besondere und auch anforderungsreiche zeit. der nutzen, dass man dafür gute zeitliche voraussetzungen schafft, ist nicht zu unterschätzen. wie luxuriös dieser zeitrahmen bemessen sein soll, muss im lande ausdiskutiert werden. dass es ihn in einer nützlichen form geben muss, sollte eigentlich einer modernen gesellschaft von selbst einleuchten.

      • Widerspenstige sagt:

        varmt tack Blume!
        Das ist doch sensationell diese Entwicklung vom Wikingermann zum verantwortungsvollen Familienmann innerhalb einiger Generationen sozusagen von 0% auf 50%!! Wieso fühlen sich diese Schwedischen Papis nicht als ‚Weicheier‘ wie hier andauernd in diese Richtung denkenden Männern – aus den eigenen Reihen notabene! – vorgeworfen wird? Wie haben sie dieses Vorurteil überwunden? Und wie wird das denn bezahlt? Stänkert da der Arbeitgeber nicht, wenn der Mann so lange von seiner wichtigen Arbeitsstelle fernbleibt? Wie haben die Schweden diesen Salto Mortale geschafft?

      • Ginola sagt:

        @Widerspenstige

        Die Männer, welche sich für hierzulande (vom eigenen Geschlecht) für das „schwedische Modell“ entscheiden, werden doch nicht als Weieier tituliert!
        Könnte es nicht sein, dass in Schweden eben auch die Frauen einiges fortschrittlicher sind, als hierzulande??

      • Auguste sagt:

        hmm…, vielleicht realistische selbsteinschätzung, widerspenstige. der mythos der unersetzlichkeit, der von allen hierarchiestufen mit inbrünstigster insbrunst hochgehalten wird, ist bei näherer betrachtung meistens nicht haltbar. ferien und beinbrüche, stellenabbau und -wechsel werden doch praktisch überall im arbeitsalltag ohne grössere schwierigkeiten gemeistert – nur zugeben will es natürlich keiner. nehmen wir doch nur das beispiel des meistertrainers hitzfeld – sich mit der nati nicht zu qualifizieren, hätte ich auch locker hingekriegt.

      • Widerspenstige sagt:

        Ginola, doch werden sie und wie, siehe den post und die Reaktionen dazu unter Klaus Dettmar 12:07h. Da könntest Du natürlich recht haben mit den (scharfen;-)) Schwedinnen überhaupt. Dort gibt es sogar Ölbohrinselchefinnen und geben den Männern die Komandos auf der Brücke. Sie stehen ihre Frau und das überträgt sich anscheinend auch auf das männliche Geschlecht, die sich in frauenspezifische Domänen vorwagen. Gefällt nicht nur mir! Da haben einige Frauen hierzulande Mühe damit, das sehe ich schon auch. 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Wahre Worte und kluge Analyse, Auguste. Ich weiss, die EM ist geplatzt und jetzt muss der Cheftrainer wahrscheinlich bluten… 🙁

  • Eremit sagt:

    Gewisse Folgen der Kindermangels sehen wir schon heute. Es gibt rund doppelt so viele 45-jährige als Neugeborene. Und weil dem so ist, haben junge heute junge Erwachsene polititsch relativ wenig Gewicht, anders als damals in der 60ern.
    Da man heute gerne auf den schwächsten rum hackt spricht man auch von Geburtenüberschuss anstelle von Zuwanderungsüberschuss. Des weiteren hatte der Bund 2010 10 Mia. Steuergelder genommen und in die AHV rein gesteckt, da diese zur Zeit nicht Kostendeckend ist.

    • Widerspenstige sagt:

      Eremit, danke für diese Info und Memo wegen den 10 Milliarden!!! Steuergeldern für die AHV bereits im 2010. Und es gibt immer noch Stimmen aus der Höhle, die glauben, dass die Finanzierung schon irgendwie klappen wird und behalten ihre Scheuklappen an. Familienpolitik ist mehr als ein notwendiges Übel und ich behaupte mal kühn, dass einige kluge Parteien diese Fahne hissen dürften in naher Zukunft. Aber wer am 23ten auf die Windfahne in der Parteipolitik setzt, setzt sich freiwillig in die Nesseln.

    • adi stein sagt:

      …richtig , und zwar aus der jetzt maroden IV…!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.