Eine Carte Blanche von Elke Koch.

Brad Pitt ist Vater, verzichtet aber nicht aufs Rauchen. Was wohl Angelina Jolie dazu sagt?
Viele Mütter scheinen ein Problem zu haben: und zwar damit, dass ihr Partner raucht und dann auch noch mit Frau und Kind im gemeinsamen Familienbett schlafen möchte.
Im Forum von «Rabeneltern» ist genau zu diesem Thema eine heisse Debatte ausgebrochen. Die Ausgangslage der Diskussion war die Frage der besorgten Mutter «Pelle», die zum dritten Mal schwanger ist und deren Mann seit geraumer Zeit wieder zu rauchen begonnen hat. Da sie bei den ersten beiden Kindern ein Familienbett hatten, möchte sie dies nun auch mit dem dritten. Doch was für ein Risiko birgt dies, fragt sich Forums-Schreiberin Pelle?
Dass dies ein Problem für Pelle ist, kann jeder verstehen: Bereits während der Schwangerschaft achtet die werdende Mutter darauf, sich gesund zu ernähren, mit dem Rauchen aufzuhören und stressfreier zu leben. Ausserdem wollen jegliche Art von Schadstoffen, die dem Ungeborenen schaden können, vermieden werden. Dies alles trotz Fressattacken und durcheinandergeratenem Hormonhaushalt. Und wenn das Kind dann zur Welt gekommen ist, hören die Versuche, nur das Beste fürs Kind zu wollen, nicht auf. So kann man auch den Wunsch von Pelle nach einem Familienbett verstehen. Denn das Co-Sleeping – das gemeinsame Schlafen im Familienbett – fördert nicht nur die Bindung zum Kind, der Schlaf der Eltern wird auch weit weniger gestört.
Ein nach Aschenbecher stinkender Vater gehört jedoch nicht zu diesem Wunsch dazu.
Doch inwiefern kann ein rauchender Vater dem Kind beim Co-Sleeping schaden? Recherchen von Gesundheitsfee haben ergeben, dass nach jedem Konsum einer Zigarette Schadstoffe an den Händen, Haaren und Kleidern des Rauchers zurückbleiben. Schläft nun ein Kind – egal welchen Alters – mit einem Raucher in einem Bett, werden diese Schadstoffe ungewollt von ihm aufgenommen. Das wird auch «Third-Hand-Smoke» genannt. Die Ergebnisse einer Studie des Massachusetts-Krankenhauses in Boston ergaben: Beim Säugling kann dies im schlimmsten Fall zu Atemwegserkrankungen, zu Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten oder gar zu einem erhöhten Risiko des plötzlichen Kindstods führen. Dies ist erschreckend, und keine Mutter will das ihrem Kind antun. Und der Vater wohl auch nicht.
Ebenfalls zum Third-Hand-Smoke gehört das Nuggeln an Tabakfingern. Dass dies nicht gut sein kann, impliziert ja schon die Sache an sich: Allerlei wie Nikotin, Schwermetalle, Feinstaub und krebserregende Stoffe gelangen durch das Nuggeln in den Babykörper. Was die Giftstoffe dort anrichten können, hat man bisher noch nicht herausgefunden. Klar ist dennoch: Gesund ist es für das Baby nicht!
Nun ist das mit der Tabaksucht leider nicht ganz einfach. Auch wenn der Wille gross ist aufzuhören, lässt sich das Rauchen nicht so einfach weglegen wie eine aus der Mode gekommene Hose.
Es gehört eine gehörige Portion Disziplin und Motivation dazu, es sein zu lassen. Doch was tun, wenn der Papa sein Laster nicht loswird? Ihm wirklich das Co-Sleeping verweigern?
Wir danken Elke Koch für diesen Beitrag. Elke Koch ist Redaktorin bei Gesundheitsfee.ch



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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Und jetzt habe ich ein Rendez-vous mit Gérard Depardieu auf ARTE. Tschüüüssss.
Es gibt nichts schöneres als Raucherdiskussionen im Mamablog!
Man sollte da mal ein Hörspiel draus machen….
So so, die “Gesundheitsfee”, wenn die etwas sagt, muss es wohl stimmen. Wo ist denn diese Studie, die nachweist, dass Raucher toxisch und eine Gesundheitsgefahr für Kinder sind? Sind dann nicht auch Verkehrsteilnehmer eine Gesundheitsgefahr? Kinder im Auto mitzuführen müsste dann geradezu tödlich sein.
Und die werdende Mama trinkt wohl auch keinen Kaffee mehr, weil Kaffee über ein Dutzend krebserregende Stoffe im Körper deponiert?
Übrigens wird Co-Sleeping in vielen Studien als eine der Hauptursachen für den plötzlichen Kindstod aufgeführt.
Co-Sleeping ist wunderbar und besser ein Papa im Bett der Raucher ist, als gar keiner. Ich denke die psychosoziale Entwicklung wiegt die gesundheitliche hier auf.
Der ist gut der Beitrag!
Weiter so, kommme gerne wieder auf die seite!