Leben


Jeanette Kuster am Dienstag den 29. März 2011

«Viele Mütter hetzen den Nachwuchs gegen den Vater auf»

MAMABLOG-SCHEIDUNG

«Zudem kann die Frau immer noch jederzeit mit den Kindern auswandern, gemeinsame Sorge hin oder her, da kann der Mann überhaupt nichts machen»: Familienkrach.

Roger Groner, Sie bieten einen Online-Scheidungsservice an: Ein Klick und die Ehe ist Geschichte. Wird dieses Angebot oft genutzt?
Ja, vor allem wenn sich die Parteien grösstenteils einig sind und nur noch den Vorschlag eines Anwalts benötigen.

Es gibt sie also tatsächlich, die Scheidung ohne Kampf?
Solange die beiden Ehepartner finanziell gleich stark sind und keine Kinder haben durchaus. Verdient der Mann hingegen besonders viel Geld oder sind die Finanzen knapp, gibt es Streit.

Oft sogar heftig.
Nun ja, meine Erfahrung zeigt: Können Mann und Frau beim ersten Termin nicht vernünftig miteinander diskutieren, macht ein zweites Treffen gar keinen Sinn mehr, dann gibt es sowieso Krach. Und sobald sich jeder einen eigenen Anwalt nimmt, kann man eine Einigung vergessen.

Scheidungsanwalt Roger Groner

Dr. iur. Roger Groner, spezialisiert auf Scheidungs- und Wirtschaftsrecht.

Willigt nur ein Ehepartner in die Scheidung ein, wird diese erst nach einer zweijährigen Trennungsphase rechtskräftig. Wieso klammert sich jemand so an eine kaputte Ehe?
In erster Linie aus finanziellen Gründen: Hat die Ehe zum Beispiel nur zwei, drei Jahre gehalten und sind keine Kinder daraus hervorgegangen, so bekommt die Frau nach der Scheidung keine Unterhaltszahlung. Während der Trennungsphase hingegen muss der Mann sie finanziell unterstützen. Ausserdem steigt auch das Vermögen in der Pensionskasse, das nach der Scheidung aufgeteilt wird, weitere zwei Jahre lang an. Die Frau profitiert in dem Fall also gleich doppelt, wenn sie die zwei Jahre verstreichen lässt.

Sind Kinder vorhanden, ist das Sorgerecht neben den Finanzen einer der Hauptstreitpunkte. Heute sind die Frauen klar bevorteilt, wird das gemeinsame Sorgerecht doch nur mit ihrer Zustimmung erteilt.
Deshalb nutzen sie die Kinder sehr häufig als Druckmittel. Viele Mütter hetzen den Nachwuchs regelrecht gegen den Vater auf. Gerade letzte Woche habe ich so etwas erlebt, da ging der Ehemann nochmals zuhause vorbei, um seine Vitamintabletten zu holen, und der Sohn sagte zu ihm: «Du nimmst uns sogar unsere Tabletten weg!» Es wird Stimmung gemacht gegen den Vater, bis dieser nachgibt und am Ende mehr bezahlt.

Die Frau beantragt das alleinige Sorgerecht also nur, um dem Ex eins auszuwischen?
Natürlich nicht in jedem Fall. Oft sagen sich die Frauen auch: Weshalb soll ich mir das aufhalsen, dass ich jede Entscheidung erst mit dem Ex-Mann besprechen muss? Die wollen einfach einen klaren Cut und sich künftigen Ärger ersparen.

In Zukunft soll die gemeinsame elterliche Sorge zur Regel werden. Was halten Sie davon?
Das gemeinsame Sorgerecht wird überschätzt. Es tönt gut auf dem Papier, viel bringen wird es nicht.

Warum?
Was passiert, wenn sich die Parteien nicht einigen können? Dann bestimmt trotzdem die Mutter, weil die Kinder bei ihr wohnen. Zudem kann die Frau immer noch jederzeit mit den Kindern auswandern, gemeinsame Sorge hin oder her, da kann der Mann überhaupt nichts machen.

Wie müsste das Gesetz angepasst werden, damit die Väter tatsächlich gleichberechtigt mitreden können?
Man müsste einzelne Punkte spezifizieren. So könnte man etwa vorschreiben, dass der Vater seine Zustimmung geben muss, bevor die Kinder das Land verlassen dürfen. Oder dass die Schule auch gegenüber dem Vater eine Informationspflicht hat.

Benachteiligt, ja gar ausgenommen fühlen sich viele Scheidungsväter auch beim Thema Unterhaltszahlungen. Können Sie das nachvollziehen?
Ja, durchaus. Nehmen wir folgendes Beispiel: Ein Paar hat zum Zeitpunkt der Trennung zwei kleine Kinder, die Frau arbeitet zehn Prozent. Laut Gesetz muss die Frau ihr Pensum auf 50 Prozent erhöhen, sobald das kleinere Kind zehn Jahre alt ist. Erst nach seinem 16. Geburtstag hat sie wieder ein Vollzeitpensum anzunehmen. Das heisst, der Mann muss ewig lange Unterhalt zahlen. Und dies nicht zu knapp: Verdient ein Mann 8000 Franken pro Monat, so darf er ungefähr 3500 Franken für sich behalten, den Rest muss er an die Familie abgeben.

Sie halten also auch diese Regelung für männerfeindlich?
Der Mann bezahlt meiner Meinung nach nicht zu viel, aber zu lange. Die Frau könnte problemlos 50 Prozent arbeiten, sobald die Kinder sieben, acht Jahre alt sind. Sind sie 13 Jahre alt, könnte sie das Pensum auf 100 Prozent erhöhen. In der heutigen Zeit ist das machbar.

Glauben Sie selber eigentlich noch an die Institution Ehe?
Nein, ich würde niemals heiraten! Wenn man Tag für Tag mit all diesen schlechten Beispielen konfrontiert ist…nein danke.

Und heiratswilligen Bekannten raten Sie zu einem Ehevertrag?
Wenn die Heirat denn unbedingt sein muss, ist so ein Vertrag sicher nicht schlecht. Wobei man nur das Güterrecht vertraglich regeln kann, Unterhalt und Sorgerecht nicht. Es gibt also noch mehr als genug Gründe, sich bei einer Scheidung trotzdem in die Haare zu geraten.

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende? Rund 20′000 Scheidungen werden in der Schweiz pro Jahr ausgesprochen, Mütter Väter und Kinder müssen sich auf ein neues Leben ausrichten. Die Scheidung ist womöglich zum verlustreichsten Feld des Geschlechterkampfes geworden und mit dem Streit um das obligatorische gemeinsame Sorgerecht ist das Thema aktueller denn je. Der Mamablog widmet der Scheidung eine Themen-Woche. Gestern konnten Sie als Einstieg den Beitrag von Ralph Pöhner «Scheidung gleich Befreiung?» lesen. Am Mittwoch präsentieren wir der Beitrag eines sogenannten Scheidungskindes, am Donnerstag das Gespräch mit dem Paartherapeuten Jürg Williund zum Abschluss berichtet Shawne Fielding den Mamablog-Leserinnen und –Lesern über das Leben nach der Trennung.

397 Kommentare zu „«Viele Mütter hetzen den Nachwuchs gegen den Vater auf»“

  1. Francesco siro sagt:

    wie sieht es aus wenn man im konkubinat lebt und
    gemeinsame kinder hat? da müsste man nur für die kinder aufkommen und fraulein kann wieder arbeiten gehen?

    • Zahlmeister sagt:

      Genau ! Unterhaltsvertrag für die Kinderchen bei VB. Fall erledigt.

      Herr Groner hat schon recht das die lieben Damen zuwenig Arbeiten. Für was gibt bald in jeder Gemeinde in den Schulen Blockzeiten und Mittagstisch inkl Betreung. Auch nach ende Unterricht am Nachmittag gibt es Aufgabenhilfe und Betreung bis 18.00 Uhr. Ein Arbeitspensum von 60-80% wären schon ab Kindergarten bzw. der 1.Klasse durchaus möglich. Mentalität: Ehe=Vollkaskoversicherung !

      • Sandra sagt:

        So ein Blödsinn! Welcher Ehemann zahlt denn soviel, dass sich die Ex-Frau und Kinder ein “Vollkasko”-Leben leisten können? Ich habe grosse Mühe mit Müttern die ihre Kinder gegen den Vater ausspielen! . Ich finde es aber ziemlich anmassend zu sagen, 60 – 80% Pensum ist machbar. Auch wenn es “machbar” wäre, die Kinder würden darunter leiden! Scheidungskinder haben genug zu tragen und brauchen eine gute, vertraute Betreuung! Es ist ganz sicher das Beste für die Kinder, wenn Sie zu Hause von einem Elternteil betreut und aufgefangen werden! Es sollte um das Wohl der Kinder gehen, nicht um Geld!!!

      • Zahlmeister sagt:

        @Sandra: Warum sollen die Kinder leiden?? Sie sind in der Schule es ist also unerheblich ob Mami arbeitet oder Zuhause sitzt.
        Nach der Blockzeit und oder dem Mittagstisch können die Kinder ohne Probleme zuhause empfangen werden und Mami hätte etwas zum Familieneinkommen beigetragen. Darum =Vollkasko weil niemand freiwillig arbeit wenn er (sie) nicht muss. Heute bezahlt der Papi bzw. Exehemann einfach alles zu 100% bis die Kinder in die Lehre gehen.

      • Viele Väter würden Ihre Arbeitszeit gerne reduzieren, wenn Sie dafür Ihre Kinder erziehen dürften, wenn die Mütter dies mit dem Wegzug verhindern, sollen sie sehen wie sie das Geld kinderfreundlich erwirtschaften können. Wer A sagt sollte nicht erwarten, dass der andere gezwungen wird B bis Z zu sagen.

      • Sandra sagt:

        @Zahlmeister: Ich habe selber zwei Kinder inkl. ein Tageskind, alles “Trennungskinder”. Am Mittagstisch geht es bei uns lebendig zu und her, es wird viel erzählt und viel aufgefangen. An einem offiziellen Mittagstisch mit zu vielen Kindern ist das nicht möglich! Mein Tageskind braucht zudem spezielle Betreuung bei den Hausaufgaben, unsere Blockzeitenbetreuung schafft es nicht, solchen Kindern genügend Unterstützung zu bieten! Ich arbeite übrigens 40% und mein Ex-Mann arbeitet 80%, wir haben eine sehr gute Lösung gefunden. Es haben aber nicht alle diese Möglichkeiten!

    • Dani Kobler sagt:

      @ Francesco:
      >> da müsste man nur für die kinder aufkommen und fraulein kann wieder arbeiten gehen?

      Es gibt sogar noch eine Alternative. Du nimmst die Kinder und dein Fräulein geht wieder arbeiten und zahlt Unterhalt.
      Selbstverständlich nur für die Kinder, weil männlein ja wieder arbeiten gehen kann.

      • Graciela sagt:

        Viele Frauen sehen sich berechtigt, eine Leibesrente vom Ex-Mann zu bekommen. Das ist falsch und fördert nur eine unendliche Fehde mit mehreren Runden vor Gericht. Für die gemeinsamen Kindern ist DAS enorm belastend. Berufstätige Frauen haben ein soziales Netzt, das sie vor Isolation und Verbitterung bewahrt. Die, die sich nur damit beschäftigen, auf die Kinder zu warten bis sie von der Schule kommen und daraus “Heldintaten” machen, sind für die eigene Kinder verhenrend. Und ein schlechtes Beispiel noch dazu. Frauen die ihr Leben in die eigenen Händen nehmen, werden sogar vom Ex respekiert

    • markus würgler sagt:

      stimmt nicht. wenn gemeinsame kinder da sind kann einer der beiden lebenspartner den anderen zivilrechtlich einklagen und forderungen stellen. so kann z.b eine frau, welche mehrheitlich die kinder betreut hat und der mann mehrheitlich für den unterhalt gesorgt hat, die wahrung des besitzstandes fordern. in diesem fall gibt es so viele urteile wie richterInnen. dies bedeutet, dass der mann dazu verknurrt werden kann, neben der alimente für die kinder auch der frau für den lebensunterhalt beiträge zu leisten. enstpr. regelungen im unterhalts- und konkubinatsvertrag können hilfreich sein!

      • markus würgler sagt:

        für mich ist klar: ich heirate nicht und teile arbeit und kinder zu je 50% mit der lebenspartnerin. ich bin mir bewusst, dass dieses modell aufgrund fehlender teilzeitstellen oft wunschvorstellung bleibt. wir männer müssen uns mehr für solche arbeitsbedingungen stark machen!

  2. wisi sagt:

    folgendes verstehe ich nicht:
    1. weshalb heiratet ihr überhaupt?
    2. und warum zum henker lässt man sich wieder scheiden?

    es gibt nicht ernsthaft so viele geschlagene ehefrauen. die ehe ist zum austauschbaren konsumgut geworden. schlimm!

    • Lea sagt:

      1. Weil einige (Behörden, Lehrer, Ärzte…) überfordert sind, wenn sich unverheiratete um ihre Partner oder Kinder kümmern wollen. Und wegen finanziellen Vorteilen, gesellschaftlichem Druck oder um zusammen leben zu dürfen.
      2. Um die/den richtigEn zu heiraten zu können.

      • Alex sagt:

        Welche finanzielle Vorteile? Soweit ich weiss bezahlt man nur MEHR Steuern wenn man verheiratet ist – mehr ist da nicht.

        Vorteile sind das man z.B. Informationen bekommt wenn die Frau im Krankenhaus landet – ist man nicht verheiratet geht einem das Wohlergehen der Freundin nichts an. Oder das Erbe… usw.

  3. heidi reiff sagt:

    Ich schätze die CH, habe meine Wurzeln auch in der CH, war weder in Amerika noch in Afrika, hier im Kleinbasel sind viele Afrikanerinnen und Afrikaner, Rassisimus hat viele Gesichter, hoffe es ist noch erlaubt ein Bleichgesicht zu sein, weisse Hautfarbe ohne sich zu Pudern und sich die Haare blond zu färben. Ich habe etwas Mühe mit diesem Styling mir fällt einfach auf, dass Menschen mit dunkler Haut herumstolzieren behangen mit Goldketten, vorallem Frauen, finde fatal, auch jungen schweizer Frauen haben das Recht, ihre Meinungen zu äussern, geht auch ohne Schmuckbehangen zu sein. Setz dir eine

  4. Peter Wyss sagt:

    Ich sehe das Problem nicht. Ich war fast 10 jahre mit Frau und beiden Kindern zusammen, Irgendwie hats dann halt nicht mehr geklappt, Sorgerecht haben wir gemeinsam, ich sehe die beiden öfters als ich “müsste”. Ich bin alleinverdienend und bezahle meinen Anteil ohne das hier immer genannte Stöhnen, weil ich weiss dass die Kleinen besser als bei mir versorgt sind. Meine Ex-Frau arbeitet nicht. Für unsere gemeinsamen Kinder ist es sicher das beste und wir haben auch immer gesagt dass wir nie einen Krach um die Kinder haben wollen.

    • Sandra sagt:

      Bei uns ist es zum Glück auch so! Ich arbeite 40%, an diesen Tagen übernimmt der Vater die Betreuung der Kinder, wir haben wirklich Glück, dass wir es so regeln konnten. Ich finde es aber ziemlich anmassend von Hr. Groner zu sagen, mehr zu arbeiten sei für die Mutter machbar. Auch wenn es “machbar” wäre, die Kinder würden darunter leiden! Scheidungskinder haben genug zu tragen und brauchen eine gute, vertraute Betreuung! Es ist ganz sicher das Beste für die Kinder, wenn Sie zu Hause von einem Elternteil betreut und aufgefangen werden!

      • schwarze Zora sagt:

        Typen wie Groner haben keine Ahnung von Kindern, von deren Bedürfnissen, ihrer Entwicklung, ihrer seelischen Verfassung. Leider machen solche Leute gerne Scheidungen, weil das relativ einfach verdientes Geld ist, wenn man emotional nicht beteiligt ist.

  5. mila sagt:

    ich ziehe es vor, natürlich.

  6. Yvonne Fontana sagt:

    Heirat – ja oder nein? Die wenigsten Menschen sind dazu bestimmt ein Leben lang mit demselben Partner ein glückliches und erfülltes Leben verbringen zu dürfen. Bei einer Trennung sollte man auch die Grösse haben freundschaftlich auseinander zu gehen – schliesslich hat man sich mal geliebt und es ist für alle Beteiligten weniger schmerzhaft.

  7. Fröhliches, belangloses Zwitschern- aber am Ende immer alles besser wissen.

    Ihr seid mir Brüder und Schwestern Ihr!

    Und das nennt sich akademische Elite- oh je, kann ich da nur noch sagen.

    Schliest die geisteswissenschaftlichen Fakultäten- wenn nur noch DAS am Schluss dabei herauskommt: Tralala.

    Mir grauts vor Euch, ehrlich ;-)

    • schwarze Zora sagt:

      Am meisten graut mir vor den Halbgebildeten, die nie eine Uni von innen gesehen haben und trotzdem meinen, alles besser zu wissen als die “verbildeten” Akademiker, Bildungskomplex?

      • Henri sagt:

        Hatte ich nicht schon immer den Verdacht, dass Leute, welche nie eine Uni von innen sahen, nur Halbgebildete sind?

        Im Feudalsystem der Akad-kratie sind die Akademiker die Fürsten, die anderen die Bauern?

      • Orlando S. sagt:

        Viel schlimmer finde ich, wenn jemand NUR eine Uni von Innen gesehen hat!
        Selbstreferentielles Diskursgeplauder im Elfenbeinturm!

      • Orlando S. sagt:

        @Henri: natürlich. Es lebe das neue Patriziat! Nieder mit dem Pöbel.

    • Graziella sagt:

      Ja so kommen wir aber auch nicht weiter.

    • Standesdünkel, schwarze Zora? Inhaltlich waren Deine Beiträge bislang nicht gerade sehr gehaltvoll.

      Dafür umso polemischer.

    • Tom sagt:

      Auch Akademiker haben die Welt nicht besser gemacht! Wohl eher das Gegenteil! Du kommst mir eher wie eine pseudointellektuelle Feministin mit einem krisensicheren Job bei Stadt/Kanton u/o Bund herüber! Es ist eher erschreckend, wie viele Idioten die UNI absolviert haben!

    • mila sagt:

      zora, da sie hier stellvertretend unter die räder geraten, ein letztes noch, bevor ich mich in meinen wohlverdienten mamablog-urlaub verabschiede: es ist schon irgendwie erschreckend, wie leicht die rational denkende und argumentierende männerwelt emotional und ausfällig wird – und das auf einer sehr persönlichen ebene. finden sie nicht auch?

      der advocatus diaboli, herr zufferey, ist eine gängige denkfigur. nichts also, was grossartige lateinkenntnisse erfordern würde.

      • schwarze Zora sagt:

        mila, erschreckend, aber altbekannt. Weibchen, die in die Nahrungskette oben sind, werden von den Männchen erbarmungslos heruntergemacht. Thank you sister.

      • Metaphorisch würde ich diese Ausfälligkeiten unter dem Begriff “Ein Blick zurück im Zorn” zusammenfassen, mila.

        Vieleicht ist das Fass einfach langsam übervoll.

        “Zorn und Zeit” möchte ich Ihnen noch ans Herz legen- lesen Sie es, es ist etwas vom besten dass Peter Sloterdijk je geschrieben hat.

    • Eher als Randbemerkung gedacht, aber insofern von Bedeutung, als dass man die Argumentationsmuster aller Beteiligten hier drinnen relativ genau nach den Sinus-Milieus aufschlüsseln kann- verkürzt ausgedrückt: Die von wirtschaftlichen Schwankungen mehrheitlich kaum oder gar nicht betroffenen Akademiker argumentieren meistens ganz anders, als einfache (Bildungs) Bürger. Dass die Sinus-Milieus nicht ganz koscher sind- im Endeffekt sind sie ein Marketinginstrument- ist auch mir klar. Trotzdem:

      http://www.sinus-institut.de/de/loesungen/sinus-milieus.html

  8. Gene Amdahl sagt:

    An alle jammernden Waschlappen, von denen es sicherlich ca. 20000 pro Jahr gibt dank Scheidungen:

    Mitmachen! GeCoBi, die schweizerische Vereinigung für gemeinsame Elternschaft (www.gecobi.ch) und männer.ch führen ab sofort an jedem 14. des Monats eine Mahnwache auf dem Bundesplatz durch (18-19.30 Uhr).

    http://www.vev.ch/index.php?option=com_jcalpro&Itemid=161&extmode=view&extid=238

  9. Gene Amdahl sagt:

    Zitat:„Als betroffener Vater habe ich leider die Erkenntnis gewonnen, dass es sehr naiv ist, an Gerechtigkeit in unserem demokratischen System zu glauben. In der CH gibt es fest etablierte und vom Staat gestützte erzfeministische Vereine, getarnt als gemeinnützige Institutionen (Beratungsstellen in allen Familienangelegenheiten), die sich nach außen hin neutral und weltoffen geben, aber nichts anderes im Sinn haben, als ihre ganz eigenen Interessen zu verfolgen, die sich gegen den Mann allgemein wenden. Für sie ist die Familie der Zukunft nur die alleinerziehende Mutter+Kind”

  10. Pille sagt:

    In der Schweiz herrscht sehr sicher noch eine konservative Haltung in Familienangelegenheiten ! Viele Frauen finden das gemeinsame Sorgerecht eine Art “Antastung der Mutter”. Frage einmal willkürlich eine Frau auf der Strasse. Wenn ihr eigener Sohn nicht gerade die” Geiseln der Scheidung ” erfährt, ist jede der Meinung, dass die Mütter vieeeel besser zu den Kindern schauen können. Diesbezüglich laufen wir in Europa schwer hinten drein. Hoffentlich dauert dIe Einführung des gemeinsamen Sorgerechts von Sommaruga nicht so lange, wie damals das Stimmrecht der Frauen gedauert hatte….

    • Karl Müller sagt:

      @Pille: Und selbst wenn die Mutter besser zum Kind schauen könnte, dann hätte sie noch immer die Obhut. Das spricht nicht gegend as gem. Sorgerecht. Ich glaube eher, dass man den Vater vom Kind (und von sich selbst) fernhalten will, darum gibt man den Joker nur ungern her. Reine Machtpolitik, völlig geschlechterunabhängig. Leider macht es unsere Rechtssprechung aber zu einem Geschlechterthema.

  11. Viktor Troska sagt:

    Das ein Elternteil einfach mit dem Kind auswandern kann, ist skandalös und darf nicht sein denn dadurch wird faktisch der Kontakt zum anderen Elternteil abgebrochen. Ausserdem verleiht es dem Elternteil, der das Sorgerecht innehalt eine ungeheure Macht denn ein Besuchsrecht nützt nichts wenn man dafür 1000 Kilometer reisen muss.

  12. Karl W. sagt:

    Solange Väter als potentieller Gewalttäter, Vergewaltiger, Mißhandler, Unterhaltsdrückeberger etc. bezeichnet werden, gibt´s von mir keine Kinder. NEIN, nicht unter diesen Umständen. Macht euch eure Kinder bitte selbst, ich zeuge sie euch NICHT:

    • isabelle sagt:

      zum Glück.

    • alpha pfeifer sagt:

      und schuld daran sind die emanzen. die vorne wegmaschieren wie hitlers ss schergen und hinterher kommen die verblendeten soldaten und wollen es gleich tun. jedes mittel ist rechtens.

      vergleiche die lebens gschichte der grosseltern mit jene der eltern und sich selbst. der mann hat schon immer 100% gearbeitet. nur die rolle der frau hat sich verändert. mehr bildung, mehr selbstverwirklichung,mehr von allem. eine konsequenz davon ist die scheidungsrate. weil die frau unabhängig vom mann geworden ist und ihn nicht als ernährer braucht. nur als zeuger von kindern.

  13. Gianin May sagt:

    Mir scheint, dass NIEMAND weder verheiratet noch geschieden eigentlich weiss, was Kindswohl ist oder sein könnte. Es ist ein Modewort aus dem jeder SEINEN Vorteil zu ziehen versucht. Kindswohl für Eltern=Wie kriege ich mehr Kohle und dem anderen eine reingehauen, Kindswohl Gericht=Wie kriege ich diesen Scheiss endlich abgeschlossen, Kindswohl Kind=Scheisse alles verloren

    • Bernd sagt:

      Doch, Mütter und Feministinnen haben die Kenntnis vom Kindeswohl gepachtet und geben auch nicht mehr her!

      • Graciela sagt:

        hm, es gibt zu viele emotionen im spiel hier. es ist schon schwierig genug heraus zu finden, was das beste ist für sich selbst. zu zweit bestimmen zu wollen, was für einen dritten das beste ist, braucht viel geduld und kompromisbereitschaft, vernunft, grosszügigkeit – ja, selbstlosigkeit. wer kann schon solche tugende vor dem/der ex zum vorschein bringen? die armen kinder! fast ein wunder, dass sie so viel kindeswohl unbeschadet überstehen

  14. Gianin May sagt:

    Ein Frage hätte ich auch noch: Wieso, wird es abgelehnt, dass Frau nach Scheidung arbeiten geht UND Kinder betreut – das ist doch nur dasselbe, wie sie von ihren Männern während der Ehe als Selbstverständlichkeit angesehen und verlangt hat; wieso also hat sie nun da sie es selbst tun soll ein Problem und wieso ist es plötzlich unfair?

    • Graciela sagt:

      ich glaube, das hat mit der Angst, Frauen könnten die Arbeitsplätze den Männer streitig machen. so habe ich es einmal gelesen in einem Buch über die Emanzipation der Frauen in Deutschland. Es kommt noch dazu, dass die Löhne der Männer ab 30 schnell in die Höhe schiessen.so konnten sich die meistens bisher leisten, zwei Haushalte zu finanzieren. Konservativ denkende Männer entdecken zu spät, dass ihre Machtposition als einziger Ernährer der Familie, mit totaler Kontrolle über die Ausgaben – auch die von der Frau – ein Boomerang sein kann. Nämlich bei der Scheidung.

  15. oscar biedermann sagt:

    jede ehefrau versucht karriere und kinder unter einen hut zu bringen.das wird auch von allen frauenorganisationen so gefordert.aber plötzlich gilt das nicht mehr bei geschiedenen frauen.sie müssem zu hause bleiben,angeblich zum wohl der kinder.logischer schluss,wenn das wohl der kinder davon abhängt,dass mutti zu hause bleibt ,gilt dies auch für ehefrauen.aber vielleicht geht es gar nicht um das wohl der kinder bei einer scheidung,sonder um verletzung,wut ,hass,rache und um abzocke?

    • KB sagt:

      ich bin neuling im bereich mama-blog, obwohl ich ab und zu mal reingeschnuppert habe, mutter einer 15-mt alten tochter & alleinerziehend. ehrlich gesagt, nun habe ich einige bloggs und die kommentare dazu gelesen. ich bin schockiert! hier gehts ja nur ums gegenseitig anfeinden, männlein gegen weiblein, um feminissmus und wer mehr beleidigungen in einen satz schreibt, der hat gewonnen. schade, ich hab schon immer gehört, dass dieser blog so gut sei, aber nicht mal die artikel überzeugen mich! die einzigen artikel, die mich überzeugen & ehrlich klingen, sind von männern geschrieben!!!bravo papas

      • Bernd sagt:

        Glückwunsch, sie haben die Methoden von Feministinnen durchschaut!

        Der Ton wird auch deshalb rauer, weil Feministinnen ihre Felle davonschwimmen sehen und Gefahr laufen Verantwortung übernehmen zu müssen (statt sich apriorisch im Opferstatus zu laben, was um vieles bequemer ist).

  16. anja sagt:

    ach mädels, lest doch einfach mal den kommentar auf seite 9 im tagi …

  17. ulrich marc sagt:

    jeder mann, der heute winselnd und auf kniend um’s heiraten bettelt, ist ein waschlappen und folglich geschieht es ihm recht, bis ans lebensende weiterhin ausgebeutet zu werden.

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