
Urteile pro Väter sind begrüssenswert: Vater mit Tochter.
Und wir bewegen uns doch. In den letzten Wochen wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie vom Bundesgericht zwei Urteile gefällt, welche die Stellung von Männern und Vätern stärkt. Urteile, welche alle ernsthaft an einer Gleichberechtigung der Geschlechter Interessierte freuen muss.
Im ersten Fall ging es um einen biologischen Vater, einen Asylbewerber in Deutschland, dem der Kontakt zu seinen Kindern verweigert wurde. Nach einer zweijährige Affäre mit einer verheirateten Frau und Mutter, wurde diese vom Nigerianer E. W. schwanger mit Zwillingen. Noch bevor diese geboren wurden, trennte sich das Paar, die Frau zog zu ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern im Teenager-Alter zurück. E. W. verlangte, seine Kinder kennenlernen zu dürfen, was die Mutter ihm verweigerte. Ein erstes Familiengericht verfügte zunächst, dass er seine Kinder eine Stunde pro Monat sehen dürfe. Der Gutachter argumentierte mit dem Kindswohl, als Deutschafrikaner hätten diese ein Recht, ihre Wurzeln zu kennen. Doch die Familie zog den Fall an das Obergericht in Karlsruhe weiter, welches den Anspruch des leiblichen Vaters auf ein Umgangsrecht mit seinen Kindern ablehnte. Da der biologische Vaters keine sozial-familiären Beziehungen mit seinen Kindern aufgebaut habe, bestehe auch kein Recht darauf – ungeachtet der Tatsache, dass ihm das von der Mutter ja verweigert worden war. Schliesslich brachte E. W. seinen Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Dort gaben die Richter ihm Recht. Nach dem Urteil der Strassburger Richter gibt es einen grundsätzlichen Anspruch eines biologischen Vaters auf ein Umgangsrecht, selbst wenn er das Kind noch gar nicht kennt.
Das ist bemerkenswert. Es zeigt, dass im Bezug auf die komplizierten ethischen Fragen im familiären Bereich ein Umdenken stattfindet. Das ist wichtig, denn zwar tragen Mütter mit den Kindern zunächst die Hauptverantwortung für den Nachwuchs, doch das ändert sich bei der Geburt. Und wo Väter verpflichtet werden, sollen sie auch zu ihren Rechten kommen. Dies gilt auch und gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass heute nicht mehr langlebige Ehen, sondern Beziehungen auf Zeit die Norm sind. Und da dies mit der langfristigen Verpflichtung interferiert, die Kinder mit sich bringen, muss hier besonders sorgfältig abgewägt werden.
In diese Richtung geht auch das zweite Urteil, welches das Schweizerische Bundesgericht im Dezember fällte. Dort ging es um einen Schweizer Mann, der 1994 die Vaterschaft seines vermeintlichen Sohnes anerkannt hatte. Nach der Scheidung liess er im Jahr 2008 einen Vaterschaftstest durchführen und stellte fest, dass er nicht der leibliche Vater des Kindes war. Das Bundesgerichtsurteil erlaubte es dem Mann nun, seine Vaterschaft abzuerkennen, was ihn auch von der Unterhaltspflicht befreit. Obschon dies normalerweise nur fünf Jahre nach der Anerkennung möglich ist. Aufgrund seines besonderen Falls und der Irreführung durch die Mutter, bekam er Recht.
So unterschiedlich die beiden Fälle liegen, so zeigen sie doch, dass in familiären Belangen gerade in Bezug auf die zuweilen schwierige rechtliche Lage der Väter ein Umdenken stattfindet. Dass die komplizierte Situation moderner Teilzeit-Partnerschaften vermehrt berücksichtigt wird, dass bei der Abwägung der Rechte biologischer oder vermeintlich leiblicher Väter besondere Vorsicht geboten ist. Dies sollten sich die Frauen merken, die die Kinder in die Welt stellen – zumal die Rechnung für eine allfällige Unterhaltsrückforderung an einen bislang vielleicht ahnungslosen biologischen Vater geht.
Trotzdem müssen diese Urteile auch die Frauen freuen. Wer Gleichberechtigung will, muss sie auch den anderen zugestehen. Und wer vermeintliche Rechte eigennützig missbraucht, verantwortet mit, was wir hier immer öfter beobachten: pauschalisierende Diffamierungen und Geschlechterkrieg. Das liegt weder im Interesse der Frauen, noch der Männer. Und deshalb wollen wir an dieser Stelle Applaus spenden für die wegweisenden Urteile pro Väter.



Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 
































































Was mich vielmehr interessieren würde ist, wie es passieren kann, dass man einen Mann oder eine Frau heiratet, mit der eine normale Konversation nach der Scheidung nicht mehr möglich ist. Ich frage mich in der Tat, wie das passieren kann.
Kennt man den Menschen zu wenig, den man heiratet? Oder mit dem man Kinder hat? Findet man keinen einigermassen ehrlichen Umgang? Sprechen die überhaupt miteinander? Ich versteh das nicht. Wirklich nicht.
Das versteh ich auch nicht. Bin auch ein Scheidungskind, aber meine Eltern haben immer vernünftig miteinander geredet. Und das schon vor bald 30 Jahren. Aber was ich manchmal von Leuten, die sich im Scheidungskrieg befinden, höre, ist einfach nur haarsträubend und wirft ein schlechtes Licht auf unsere Rasse.
das ist auch mir ein grosses rätsel. ich kann es mir nur damit erklären, dass menschen sich ändern, und wenn genug verbitterung zusammen kommt, sie wahrscheinlich nicht mehr wiederzuerkennen sind. keine erfreuliche perspektive.
wenn man sich nahe steht, kann man sich auch arg verletzten. und bei einer trennung stehen nicht die schönen gemeinsamen momente, sondern die verletzungen und fehltritte emotional im vordergrund. als paar ist man aus liebe und freundschaft bereit, kompromisse einzugehen zu gunsten des partners. wenn man sich trennt, schaut jeder für sich. wer ist schon bereit jemandem entgegenzukommen, der einen z.b. beschissen und betrogen hat?
bei mir und meinem ex läuft es zwar inzwischen gut und wir sind ein gutes team. aber es war nicht einfach, obwohl niemand beschissen und betrogen hat. wir haben einander halt einfach unglücklich gemacht. trotzdem war es harte arbeit, nach so viel streit, verletzungen und enttäuschungen wieder eine kollegiale ebene zu finden. wobei es bei uns auch in den schwierigsten zeiten noch recht harmlos war, wenn ich vergleiche mit anderen…
eine freundin von mir hat sich von ihrem mann getrennt, weil die beziehung eskaliert ist, als das kind als 3. faktor in die beziehung gekommen ist. er hat sie sogar einmal geschlagen. die elternbeziehung ist auch heute noch eine riesenkatastrophe, beide sind unglaublich stur und nicht bereit, ein mü verständnis für den anderen aufzubringen. das ist nun keine seltenheit. was mich aber erstaunt: sie glaubt, wenn sie kein kind gehabt hätten, wären sie wohl heute noch zusammen.
Das Beispiel mit der Sturheit erinnert an ein Beispiel vom alten China. Damals waren die Kaiser sehr brutal und rücksichtslos. Als dann mal bei einem neuen Kaiser ein paar Arbeiter unverschuldet witterungsbedingt zu späht zur Arbeit kamen wurde sie von ihm gnädiger weise nicht mit dem Tod bestraft und gingen Straffrei aus. Dies macht von sich Reden und alsbald entstand eine Revolution gegen diesen “laschen” Kaiser und er musste abdanken. Von einem Extrem ins “nächste Extrem”. Das ist wie bei den alten Israeliten beim Buch der “Richter”; entweder blieben zwei Parteien auf Distanz oder wenn man sich näher kam wurden die schwächere Partei geschlagen, wobei alle präventiv erschlagen wurden, auch Zivilisten. Kein Mittelweg. Das war/ist m.E. ein Babarentum, ein Barbarentum bei dem ein Gesetz gilt nach dem sich alle egobedingt “mir stärkerer” zu unterwerfen haben oder ich mich dem stärkeren unterwerfen muss. Keine friedliche Koexistenz auf gleicher Augenhöhe.
mangelnde bereitschaft zur vergebung?
Wohin verschwinden eigentlich plötzlich alle meine Beiträge? Schwarzes Loch?
Heute ist da offenbar der Wurm drin, wie ich ja auch schon feststellen musste.
hmm…, vielleichts liegt daran:
youtube: bon jovi – you give love a bad name
Auguste, ein Lied für Globe? Bravo, das nennt frau “über seinen Schatten springen”…..
hmm…, dem deutsch im vorangegangen sätzli nach zu urteilen, muss ich mir beim springen den kopf gestossen haben, pippi. immer wenn ich ihren nick lese, hab ich das gefühl, das pavlov an meinen synapsen rumspielt – der würde besser wieder mit seinen hunden gassi gehen.
Nein, sorry, kann ich nicht bestätigen. Meine Beiträge kommen alle durch. Muss an ihnen liegen.
Deine Beitraege wurden von chauvinistischen Patriarchen geloescht!
Was Scheidungsrecht betrifft hat sich glaube ich einiges geändert, bin froh hatte ich nach 9 Ehejahren eine Konventionsscheidung, das Szenario vor Gericht dauerte etwa 5 Minuten, keine Schuldzuweisungen das war im Jahr 1979, die Auflage war einfach für mich, diese Frau ist noch jung, kann noch arbeiten, hab dann Teilzeit gearbeiten, war noch eine spannende Zeit, hab diverse Jobs gemacht, Serviertochter, Zeitungsverträgerin, Fliessbandarbeit, ich bin mir Selbst treu geblieben, wollte finanziell einfach nie abhängig sein von einem Mann, hat ja nichts mit S. Freud und seinem Penisneid zu tun.
Meine Tochter hat sich freiwillig entschieden, 6 Jahre bei ihrem Vater zu leben, der eine Arche Noah hatte, was Tiere betrifft, konnte ich nicht bieten auf dieser Ebene. Halte nichts von diesem kirchlichen Segen, Treue in guten und in schlechten Zeiten bis dass der Tod euch scheidet, die Realität sieht anders aus. Ich bin nach wie vor für Gleichberechtigung für Männer und für Frauen. Bei einer Scheidung sind Kinder die leidtragenden oft, Kinder werden zu Spielbällen, neue Väter braucht das Land ohne Pauken und Trompeten und Säbelwetzen. Ein Kind einem Vater der nicht der Vater ist zu unterjubeln ist fatal. Luder gibts auch, in der Fischerei hat das eine andere Bedeutung. Was mich etwas verwirrt ist, dass Väter nicht mehr auf die Barrikaden gehen, dem Kind zu liebe ? Nicht alle Männer sind Böhlimänner, Kinder wollen einfach geliebt werden, – Zarah Leander – soll denn Liebe Sünde sein – .
@ Pippi Langstrumpf
Ich hab auch schon Beiträge geschrieben, die nicht erschienen sind. Durch solche Mechanismen werden wir verunsichert, da ist der Kommentar eine Farce am Schluss, Verantwortung ist ev. ein Fremdwort für viele Menschen, Quoten sind oft auch im TV in allen Medien das A und O, es liegt meist nicht an der Technik oder der Tastatur am Computer, ich vertippe mich ab und zu auf der Tastatur, Sensation und Showen sind geil, so wird uns das vermittelt, ich schätze die CH trotz alledem, Emelie Lieberherr war echt authentisch, die hat geredet wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Habe keine Erfahrungen mit Ländern ausser Europa was Reisen betrifft, Erde ist Erde auch im kleinen Schweizerland. Ich brauche keinen roten Teppich, geht auch ohne. Bluff mag ich nicht.
Da ich selber ein Scheidungskind bin, durfte ich hautnah miterleben, wie die “gute Kommunikation” nach der Trennung funktioniert. Kind wird zum Spielball und der Vater von der Mutter andauernd schlecht gemacht. Sicher gibt es solche und solche Gründe für die Trennung und es tut weh, wenn der Mann mit einer Jüngeren durchbrennt….Aber sorry liebe Mütter: eine Heirat ist KEINE lebenslange Versicherung. Es kann immer schief gehen. Wir man halt auch den Job verlieren kann und evt. auch eine neue Arbeitsstelle annehmen muss, die unter den Qualifikationen ist (und im übrigen auch immer noch einen Haushalt daneben führt). Dann geht man/Frau halt wieder Arbeiten. Punkt.
Und kaum geht es den Männern besser, jammern die Frauen. Nachzulesen bei einer alten Bekannten aus dem Mamablog!
Diesen Artikel mag ich nicht. Das Problem ist nicht Kind und Karriere, sondern der Lebensstil und Kind. Ich habe ein Kind und eine Karriere. Die hat auch mein Mann. Aber unser Leben ist trotzdem auf das Kind ausgerichtet und Krankheiten, unplanmässige Ereignisse, Lärm und Kindergequengel tun dem keinen Abbruch. Wer sein Leben durchplant, dem gehts halt hin und wieder gehörig in die Hosen.
Bedingungsloses Grundeinkommen.
Thomas Payne:
„Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird, hat er das Anrecht auf ein Stück land, das ihn ernähren kann. Wenn aber wenige alles land besitzen muss ein Ausgleich geschaffen werden…um die Selbstversorgung sicherzustellen“
Danach folgte die Industrialisierung bis zum heutigen Zustand, wo wir Sklaven des Geldes sind, kombiniert mit der Absurdität, dass die Industriellen Kapazitäten weitaus grosser sind als deren Aufgabe der Bedürfnisbefriedigung.
Die Verteilung von Geld erfolgt nach Kriterien der Leistung im Sinne von quid pro quo. Der Geldfluss ist letztendlich zwischen habenden und nicht habenden. Ursprünglich zwischen denjenigen die das land besassen und den landlosen, inzwischen zwischen Kapitaleignern und damit Produktionseignern und Konsumenten.
Leistungserbringung ist somit frage des Überlebens und Armut in dem sinn dann die peitsche der Motivation, um diese zu erbringen. Soweit die Funktion von Geld als Medium dieses Flusses. Das ist ein unterschied zu kapital, auch wenn dieses in Geldsummen gemessen wird. Kapital ist aber nicht Resultat einer Leistung, denn es begründet sich letztendlich nur auf besitz. Nur, wenn mehr Einkommen als zur Bedürfnisbefriedigung nötig erwirtschaftet wird, kann Kapital angehäuft werden. dies war der Traum und die Lüge, die der Mittelklasse eingeflösst wurde, dies, weil in den seltensten Fällen genug Kapital angehäuft wurde, dass dieses kritische Masse erreichte und sich dann vermehren konnte, bzw. die neuen Kapitaleigner am anderen ende des Geldflusses landeten, schlussendlich waren die Mavericks (Tellerwäscher zu Milliardär) immer im richtigen Moment am richtigen Ort mit der richtigen Idee, um neue Bedürfnisse zu befriedigen. Oft zufällig durch die Umstände begünstigt. Deren einzige Leistung ist dann, dies erkannt zu haben und entsprechend zu handeln. Die weitern Leistungen der Umsetzung wurden dann aber wieder von Lohnsklaven erledigt.
Ist aber jeder Mensch gleich geschaffen worden und mit unveräusserlichen Rechten (Liebe, Freiheit und das streben nach Glückseeligkeit) ausgestattet,
Ist weiter Geld eines der Mittel, um die materiellen Grundlagen dieses Strebens zu schaffen, dann ist die Vorenthaltung desselben als Ansporn oder (totaler) Zwang zur Leistungserbringung ein Verstoss gegen diese Menschenrechte, denn durch die Vorenthaltung wird Mangel bis zur Armut künstlich geschaffen, um die materielle Basis zu entziehen und somit diese Grundrechte vorzuenthalten.
Weiter ist dann das Belohnungssystem mittels Konsumgüter auch ein Verstoss gegen diese Menschenrechte, weil dieses Belohnungssystem ein System des Ersatzes ist und die Menschen somit vom eigentlichen Streben ablenkt.
Um dies zu ändern, ist bedingungsloses Grundeinkommen ein Weg in die durch die Menschenrechte vorgegebene Richtung. Dass dies machbar ist, ist im Film nachgewiesen. Ich vermute sogar, dass sich herausstellen wird, dass mittels bedingungslosem Grundeinkommen die Kosten einer sozial gerechten Versorgung massiv senken lassen.
Der Grund, weshalb ich die Referenz auf eine Gesellschaft ohne Kapital und Geldfluss machte (die im Startrek Universum projiziert ist), ist folgendes:
Wenn Geld in einem quid pro quo Mittel der Versklavung ist, dann ist bedingungsloses Grundeinkommen ein Übergang, um aus diesem System weiterzukommen. Nicht das Endziel. Es nimmt Geldfluss und Leistungszwang die Totalität, entfernt sie aber nicht ganz.
Ausgehend vom heutigen System ist bedingungsloses Grundeinkommen als Entwicklungsschritt logisch und SANFT machbar, wenn vom europäischen Kontext mit den hoch entwickelten Systemen sozialer Gerechtigkeit ausgegangen wird.
Es ist aber immer noch ein Austausch zwischen habenden und weniger habenden, finanziert über den Austausch des Geldes selber (Steuern).
Wird das ganze aus der Sicht einer Notenbank gesehen, so kann aber gesagt werden, weshalb dann nicht das Grundproblem, nämlich dass es nicht habende gibt, eliminieren? Daher die Idee, für jedes neugeborene direkte Kapitaleinlagen zu machen, sie also zu den habenden im System zu machen? Statt indirekt über optimierte Steuerflüsse wie mit bedingungsloses Grundeinkommen werden Neugeborene direkt Teilhaber der Systems am sendenden Ende, statt am empfangenden Ende die Steuerflüsse zu optimieren und einen Teil des Einkommens über den öffentlichen Steuerpool zu garantieren?
Die Vermehrung des Kapitals bzw. das daraus erwirtschaftete Einkommen liefe dann über das bestehende und angepasste System, so wie das bei bedingungslosem Grundeinkommen auch der Fall ist.
Nun. Der Weg über das Kapital ist meiner Meinung nach langfristig der effektivere. Beide Wege können aus dem bestehenden Dilemma führen.
Es gibt bei beiden Vorschlägen ein ‚kleines’ Problem, nämlich das der Ressourcen. Das wird im Film gut angesprochen mit dem Energieproblem. Ich finde das Energieproblem, also weg vom Oel, ist machbar. Es gibt da verschiedene Wege auf die ich nicht eingehen will.
Der Video des Hopi erklärt das Ressourcenproblem besser als ich.
Wir leben schlussendlich auf diesem Planeten als Schicksalsgemeinschaft innerhalb einer Biosphäre, die zwar nahezu perfekt alles erneuern kann, wir aber benutzen diese Ressourcen., als ob wir ausserhalb dieses Systems wären, obwohl wir das nicht sind. Weil wir so denken und handeln, bringen wir diese Ressourcenbasis an den Rand des Ruins, mit fatalen folgen für uns, nicht dem Planeten. Erde wird uns überleben. Nur ist es so, dass wir da sehr geschwind und dank dem rasanten Fortschritt immer schneller auf die Wand zufahren. Wir, nicht der Planet.
Es gilt also, um auf Payne zurückzukommen, eben auch, dass die Bewahrung und gerechte Verwaltung dieser Ressourcen Pflicht ist, um die Menschenrechte zu garantieren. Im heutigen Zeitpunkt heisst das, von einem System der Ausbeutung der Ressourcen als Motor unserer Gesellschaft weg zu kommen.
In dem Sinn wäre bedingungsloses Grundeinkommen der bessere weg, wenn davon ausgegangen wird, dass dadurch der Konsum als Ersatz für das Streben nach Glück zurückgefahren wird und damit Ressourcen geschont werden. Ein Wechsel auf ein rein technologisches Versorgungssystem wird auch erfolgen, dies deswegen, weil durch ein Grundeinkommen der Ansporn oder Zwang zu repetitiven und gefährlichen Arbeiten auch wegfällt, aber langsamer.
Wird aber der kapitalistische Ansatz betrachtet, dann hat dieser den Effekt, dass die materielle Versorgung schneller auf rein technologische Basis gestellt wird (Automata/Roboter), dies weil die Abhängigkeit von Arbeit schneller eliminiert wird. Dies beschleunigt den Vektor weg vom Konsumerismus und löst somit das vordringende Resourcenproblem schneller.
Bedingungsloses Grundeinkommen.
Thomas Payne:
„Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird, hat er das Anrecht auf ein Stück land, das ihn ernähren kann. Wenn aber wenige alles land besitzen muss ein Ausgleich geschaffen werden…um die Selbstversorgung sicherzustellen“
Danach folgte die Industrialisierung bis zum heutigen Zustand, wo wir Sklaven des Geldes sind, kombiniert mit der Absurdität, dass die Industriellen Kapazitäten weitaus grosser sind als deren Aufgabe der Bedürfnisbefriedigung.
Die Verteilung von Geld erfolgt nach Kriterien der Leistung im Sinne von dies für das. Der Geldfluss ist letztendlich zwischen habenden und nicht habenden. Ursprünglich zwischen denjenigen die das land besassen und den landlosen, inzwischen zwischen Kapitaleignern und damit Produktionseignern und Konsumenten.
Leistungserbringung ist somit frage des Überlebens und Armut in dem sinn dann die peitsche der Motivation, um diese zu erbringen. Soweit die Funktion von Geld als Medium dieses Flusses. Das ist ein unterschied zu kapital, auch wenn dieses in Geldsummen gemessen wird. Kapital ist aber nicht Resultat einer Leistung, denn es begründet sich letztendlich nur auf besitz. Nur, wenn mehr Einkommen als zur Bedürfnisbefriedigung nötig erwirtschaftet wird, kann Kapital angehäuft werden. dies war der Traum und die Lüge, die der Mittelklasse eingeflösst wurde, dies, weil in den seltensten Fällen genug Kapital angehäuft wurde, dass dieses kritische Masse erreichte und sich dann vermehren konnte, bzw. die neuen Kapitaleigner am anderen ende des Geldflusses landeten, schlussendlich waren die Mavericks (Tellerwäscher zu Milliardär) immer im richtigen Moment am richtigen Ort mit der richtigen Idee, um neue Bedürfnisse zu befriedigen. Oft zufällig durch die Umstände begünstigt. Deren einzige Leistung ist dann, dies erkannt zu haben und entsprechend zu handeln. Die weitern Leistungen der Umsetzung wurden dann aber wieder von Lohnsklaven erledigt.
Ist aber jeder Mensch gleich geschaffen worden und mit unveräusserlichen Rechten (Liebe, Freiheit und das streben nach Glückseeligkeit) ausgestattet,
Ist weiter Geld eines der Mittel, um die materiellen Grundlagen dieses Strebens zu schaffen, dann ist die Vorenthaltung desselben als Ansporn oder (totaler) Zwang zur Leistungserbringung ein Verstoss gegen diese Menschenrechte, denn durch die Vorenthaltung wird Mangel bis zur Armut künstlich geschaffen, um die materielle Basis zu entziehen und somit diese Grundrechte vorzuenthalten.
Weiter ist dann das Belohnungssystem mittels Konsumgüter auch ein Verstoss gegen diese Menschenrechte, weil dieses Belohnungssystem ein System des Ersatzes ist und die Menschen somit vom eigentlichen Streben ablenkt.
Um dies zu ändern, ist bedingungsloses Grundeinkommen ein Weg in die durch die Menschenrechte vorgegebene Richtung. Dass dies machbar ist, ist im Film nachgewiesen. Ich vermute sogar, dass sich herausstellen wird, dass mittels bedingungslosem Grundeinkommen die Kosten einer sozial gerechten Versorgung massiv senken lassen.
ja, ja, theoretisches Do-It-Yourself nach Art der Frankfurter Schule. Gähn!!
Wir sollten endlich damit aufhören, eine “gerechtere” Welt zu wünschen (bevorzugtes Hobby gelangweilter Weiber im Abendland). Sehen Sie eigentlich nicht, wo uns diese Gerechtigkeitsexzesse in den vergangenen Jahrhunderten hingeführt haben?
Sie haben keine Ahnung von der Frankfurter Schule. Dass sie nur einen Pieps von Adorno verstehen würd ich stark bezweifeln.
Doch habe ich. Wahrscheinlich verstehe ich das sogar besser als Sie, gnä Frau.
Boah, touché!! Darauf weiss ich jetzt nicht, was antworten.
…was zu erwarten war. Bei ihrem sprachlichen Niveau…
die sicht zu den menschenrechten habe ich erkannt – können sie mir auch die seite der menschenpflichten mitteilen?
@zysi:
Die erste, wichtigste und oberste Menschenpflicht ist, mit den Ressourcen dieses Planeten verantwortungsvoll umzugehen, sowie die Menschheit nicht mehr als “Krone der Schöpfung” anzusehen sondern als Teil der Natur und unsere Überheblichkeit gegenüber anderen Lebewesen auf diesem Planeten endlich zu begraben. Den dümmsten aller Sprüche “Machet Euch die Erde untertan” sollten wir endgültig vergessen!
wie haben wir denn damit umzugehen bei gleichzeitigem erhalten unserer lebens-/wohlstandsniveaus ?
bin äusserst gespannt auf ihre sicht zum WIE des verantwortungsvollen umganges.
was sich mir ernsthaft nicht erschliesst ist folgendes:
sie regen an, dass wir nicht mehr die natürliche ordnungen (mensch steht über dem tier; als höherentwickeltes wesen gemäss ET) einhalten sollen. gleichzeitig sollen wir als menschen die verantwortung über die planterischen (einverstanden mit = natur) ressourcen wahrnehmen. wie geht das verantwortung ohne kompetenz der entscheidung.
was sie vermutlich mit überheblichem verhalten den anderen lebewesen meinen, könnte ja der missbrauch der natürlichen ordnung sein. warum müssen sie dies durcheinander bringen?
p.s.: können sie mir den silber- und bronzemedaillengewinner aller sprüche auch noch mitteillen?
@zysi:
Schauen Sie sich den von Katharina geposteten Film eines Hopi-Indianers an. Dann wissen Sie Bescheid.
danke, habe mir den angeschaut. dabei kommen einem doch auch die entsprechenden sequenzen aus filmen wie “dances with wolves” oder “the last of the mohicans” in den sinn….
immer wieder eindrücklich dieser zugang zum leben in/mit der natürlichen umgebung.
etwas bleibt: der hopi-indianer als mensch, der über den anderen lebewesen steht und daher eine bewusste entscheidung treffen kann.
welche ureinwohner hatten eigentlich “die beste/verträglichste/schonenste verwaltung” der mutter erde?
ist ein biobauer heutzutage ein unterdrückender ressourcenverschwender oder ein “relativ schlechter indianer im umgang mit seinen ressorucen” ?
Hier eine andere Sicht, um das Thema vom Blickwinkel von Evolution zu betrachten.
Die heutige Generation, die nachfolgende und die danach folgende ist für die Entwicklung der Menschheit die wichtigste, denn es geht um nichts wenigeres als der Übergang von einer Typ 0 Zivilisation zu einer von Typ 1.
http://videos.howstuffworks.com/discovery/14081-michio-kaku-human-civilization-video.htm
Danke, Katharina für Deine Mühe. Ich muss das noch analysieren und darüber nachdenken, bevor ich darauf eingehen kann.
Orlando muss das nicht, der ist sofort mit einem kurzen knappen knackigen Verriss zur Hand.
Ich will das auch erst lesen. Ich habe es in ein Word hinüberkopiert, 2.5 Seiten.
@Katharina:
Im Grunde sind wir uns einig. Das bestehende kapitalistische System ist ausgereizt und eine Weiterführung wie bisher kann letztendlich nur negative Entwicklungen in jeder Hinsicht erzeugen. Eine Neu-Orientierung ist deshalb unausweichlich. Das bedingungslose Grundeinkommen mag ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber es könnte den Anfang einer Richtungsänderung darstellen. Auch die Variante der Kapitalanlage für Neugeborene gefällt mir, scheint mir aber schwieriger finanzierbar. Nochmals danke für Deinen Input.
Die Frankfurter Schule wurde doch schon lange von den Chicago Boyz’ verdrängt, Ronaldo.
Keine gute Entwicklung, wir leben im Zeitalter des Ökonomismus, so dürfte diese Epoche später einmal im Rückblick genannt werden.
Deinen Beitrag habe ich mir mal ausgedruckt, Katharina. Da kann man nicht so auf die Schnelle reagieren.
Sehr schöne Arbeit, danke.
Ein ganzer Kommentar weg, scheisse. Der war lange, richtig lange. Nochmal will ich ihn nicht schreiben. Schade, echt schade.
Ja, das ist es. Tut mir leid für Dich. (Ernsthaft.)
die haben etwas geaendert wegen textlaenge. habe das gleiche problem.
Quellen: Film ueber bedingungsloses Grundeinkommen:
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Quellen:
Alles ist Familie. (Hopi)
http://www.youtube.com/watch?v=dItvWj0HjVw&feature=player_embedded
Ich denke, nicht die sozial gerechtere Verteilung sollte beim BGE im Vordergrund stehen, sondern die Sicherstellung der existentielle Grundversorgung aller. Insofern hat Ronaldo nämlich schon recht: Was wir heute z. T. erleben, ist ein inflationärer Anspruch an die Gerechtigkeit.
Ergänzend: Etwas wie eine Mitte der Gesellschaft hat es schon immer gegeben, auch in vorindustriellen Zeiten. Es ist falsch zu sagen, die Mittelschicht falle (heute) auf die Illusion der Reichtumsmehrung herein, auf den Amerikanischen Traum als Synonym für die Aufstiegschancen eines jeden von uns. Kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende erreichten die Segnungen der Maschine und der industriellen Massenproduktion nahezu alle Bevölkerungsteile und Schichten. Wohlstand für alle, ebenfalls ein Synonym- die europäische Entsprechung zum Amerikanischen Traum nach Ludwig Erhard sozusagen- wurde dann erst in den Wirtschaftswunderjahren Wirklichkeit, was sich unschwer an der raschen Verbreitung des Automobiles, dem Erwerb von Gefrierkühlschränken, Ferien etc. ablesen lässt.
Heute hingegen haben wir es mit einem Phänomen zu tun, das Joseph Schumpeter- einmal mehr, ich weiss, den bringe ich immer wieder (weil es meiner Ansicht nach wahr ist)- unter dem Begriff der schöpferischen Zerstörung zusammengefast hat. In einer solchen Phase kommt es- auch und vor allem aus wirtschaftshistorischer Sicht- zu einer (temporären) Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, das ist ein wesentlicher Aspekt der Schumpeter’schen “Zerstörung”. Der renommierte Wirtschaftshistoriker David Edgerton beschreibt in seinem Buch “The Shock of the Old: Technology and Global History Since 1900″, dass die maximale (soziale und wirtschaftliche) Wirkung einer neuen Technik oft erst Jahrzehnte nach ihrer Erfindung einsetzt. Damit hat er, so denke ich, zweifellos recht.
Wenn die materielle oder existentielle Grundversorgung auf diesem weg sichergestellt ist, entschaerfst die die totalitaet der lohnabhaengigkeit. auf diesem weg wird etwas ungerechtigkeit entfernt, indem das damoklesschwert der armut entfaellt.
es ist unmoeglich zu antworten wenn diese mehr als ein paar zeilen beinhaltet.
@Marcel: ihre Sprünge sind beliebig und deshalb ungültig. Sie können nicht von 1900 in die Fünfzigerjahre und dann wieder weiter eklektisch irgendwohin hüpfen. Äpfel mit Birnen und dann mit Zahnpasta vergleichen. Als reflektierter Konservativer sehe ich die langen (langsamen) Entwicklungen anthropologischer Dimension in Konnotation mit den schnellen aktuellen, und da vor allem der Beschleunigung. Postmodern ist auch schon passé. Ja klar, auch um 1910 gab es noch “Spätromantiker”.
Ganz anders die “Progressivisten”, Linke und viele Liberale, die jeden neuen Frühlingsfurz als Fortschritt und damit als Schritt in die “richtige” Richtung deuten, denn die Geschichte bewegt sich – gemäss ihrer Theorie – ja hin zum immer besseren und eben “gerechteren” Zustand.
Wie sie eben sagen: der Gerechtigkeitsbegriff war und ist ein schlechter Ratgeber für die Brüderlichkeit in “Liberté-Egalité-Fraternité”, um die es ja eigentlich geht. Mitmenschlichkeit, Fairness, Compassion, Moral, Nächstenliebe und Respekt vor gewachsenen Strukturen wären evtl. die viel besseren Kriterien. Besser jedenfalls als die “soziale Gerechtigkeitsmaschine” Sozialstaat, wo Zwang und Willkür Tür und Tor geöffnet werden.
Dazu kommt dann eben das ganze Menschenbild. Kann man dem Einzelnen viel zumuten und von ihm erwarten, oder ist immer die Gesellschaft, die Verhältnisse, die Umstände schuld am scheitern von Individuen? Muss man die Welt verändern, um den besseren Menschen zu schaffen oder muss SICH der Mensch verändern, damit eine bessere Welt entsteht? Gibt es überhaupt eine bessere Welt, als die mit dem nachweislich bereits vorhandenen Personal? ist diese Welt denn überhaupt schlecht? Ist der Mensch grundsätzlich gut und wird durch die Umstände korrumpiert oder ist der Mensch (resp. manche Menschen) einfach schlecht? Aber das geht jetzt hier zu weit.
So, noch ein Glas Maker’s Mark Bourbon und dann in die Heia.
obiger text hat 1899 zeichen (inlusive leerschlaege). also da frage ich mich nun wirklich was diese limite soll, die anscheinend auf bestimmte namen eingeschraenkt ist. das ist UNFAIR. erpressung scheint somit eine wirkung zu haben.
Was leider auch die vermutung aufkommen laesst, dass obiger autor auf das cms zgriff hat, angesichts des zeitstempels seines beitrages.
“In einer solchen Phase kommt es- auch und vor allem aus wirtschaftshistorischer Sicht- zu einer (temporären) Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, ” da bin ich überhaupt nicht einverstanden, denn es stimmt historisch nicht.
test
@Ronaldo: Nein, nicht beliebig. Das vorindustrielle Zeitalter (das immerhin etwa 99′000 Jahre lang gedauert hat, oder meinetwegen 10′000 Jahre, wie man’s nimmt), die Industrialisierung und die technologische Revolution, die uns jetzt schon den Weg in die Zukunft weist- in welche auch immer (ich habe nirgendwo gesagt, dass es eine bessere Zukunft sein wird)- lassen sich sehr wohl auf einer Linie aufreihen. Es ist halt immer eine Frage, wie gross man das Zeitfenster öffnen will, welches man wählt. Sie öffnen es für mindestens 100′000 Jahre- und ich beschränke es auf 250 Jahre, das ist ein Unterschied. Wir könnten natürlich auch 360 Millionen Jahre zurück gehen, dann ist alles nur noch ein besserer Furz im Universum. Doch das wollen wir ja hoffentlich schon nicht, oder?
@Katharina: Die Ungleichverteilung ist leider tatsächlich ein Nebenprodukt der Schumpeter’schen Zerstörung. So sank zum Beispiel die Lohnquote von 1840 bis 1910 in den frühindustrialisierten Nationen genauso stark, wie heute, dem Zeitalter der technologischen Revolution. Sowohl am unteren- als auch am oberen Ende der Gesellschaft kam es zu höchst ungleichen Entwicklungen sowohl bei den Einkommen, als auch den Vermögen- genauso wie heute.
Gute Nacht!
die Adelsfamilien hatten immer den Besitz an Land und Ressourcen. Genau genommen ist es oft immer noch so, ganz einfach, weil, wenn Vermögen eine kritische Masse erreicht hat, vermehrt es sich von selbst, wenn es weise angelegt wird.
Die alten Familien haben immer noch etwa 90 Prozent des Vermögens.
test.
die ungleiche verteilung besteht heute also genauso wie damals, nur in weniger krassem Ausmass als früher. die Illusion des Mittelstandes ist, dass durch die Umverteil-Mechanismen von oben nach unten ein Ausgleich entstehe. amerikanischer Traum oder Wohlstand für alle.
die ungleiche verteilung besteht heute also genauso wie damals,
nur in weniger krassem Ausmass als früher. die Illusion des Mittelstandes ist, dass durch die Umverteilmechanismen von oben nach unten ein Ausgleich entstehe. amerikanischer Traum oder Wohlstand für alle.
Katharina 14. Januar 2011 um 02:27 … Thomas Payne
Sorry, da gibt es m.E. ein paar Denkfehler. Nicht jeder Mensch ist von Geburt an gleich, sondern gleichwertig.
Wäre alle Menschen gleich, so hätten alle das selbe Geschlecht, die selbe Haar und Augenfarbe und die selben Stärken und Schwächen. Dem ist nicht so. Manche Menschen sind physisch stärker, andere nicht. Manche haben die Gabe der Sprachen, andere weniger. Manche haben die Gabe der Physik, andere nicht. Manche Menschen entwicklen mit der Zeit eine edle Gesinnung, andere hingegen eine unedle. Sollen Menschen mit einer niederen Gesinnung das Recht haben regelmässig andere Menschen zu unterdrücken? Ich bezweifle.
Wenn ein Mensch ein Stück Land hat muss er es auch bewirtschaft, sonst verhungert er. Dem entsprechend sollte man beim bedingungslosen Grundeinkommen differenzieren warum jemand keiner Arbeit nachgeht. Gibt es globalisierungsbedingt für diese Person keine Arbeit entsprechende seiner Fähigkeiten, oder hat sich die Arbeitswelt zu Wolfsrudeln formiert in der jedes Schäfchen zerrissen wird, oder schlicht will diese Person egobedingt keiner Arbeit nach gehen?
Väter auf dem Vormarsch ? Also ich sehe da weit und breit keinen Vormarsch.
Eher die Behebung von grauenvoll hässlichem Unrecht, das der Staat sich bisher frech erdreistete, systematisch gegenüber Männern zu begehen.
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man nicht zur Zahlung von Unterhaltsgeldern für das Kind eines Anderen verknurrt werden kann.
Und es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass ein leiblicher Vater seine Kinder besuchen darf (auch und erst recht wenn er sie noch nicht kennt, weil sie ihm von der Mutter systematisch vorenthalten wurden).
Väter sind NICHT auf dem Vormarsch. Sie sind auf dem RUECKZUG. Sie wollen schon gar nicht mehr Väter sein, weil sie genau wissen, dass sie dann nur von den Frauen ausgenützt, schikaniert und womöglich noch in den Knast oder um die Ecke gebracht werden. *Stinkefinger zeig !*
Ok, ein wenig zu emotional und verallgemeinernd, aber du hast deinen Punkt!
Zu meinem Eintrag gestern danke ich für die Resonanz.
Um die Fragen leidlich zu beantworten:
Ja, der Italiener wurde über die Schwangerschaft informiert und damals zur Zahlung vom Jugendamt aufgefordert. Meine Frau hat mir erklärt, daß sie ihren “Urlaubsfreund” über die Schwangerschaft informiert hat. Seine Antwort war, er sei verheiratet und würde sich nicht für sie scheiden lassen. Als Maria auf der Welt war, hat sie ihm ein Bild von ihr geschickt. Meine Frau sagte, ihr habe die Beziehung zu dem Italiener damals wohl sehr viel mehr bedeutet als ihm.
Beim Jugendamt musste sie seine Adresse als Erzeuger/Vater in Italien angeben, weil sie damals beim Jugendamt einen Unterhaltsvorschuß für Maria beantragt hat. Das Jugendamt fordert sich den Vorschuß beim Erzeuger ein, sagte meine Frau. Der Italiener erhielt diese Post und rief meine Frau an, unterstellte ihr niedere Absicht, daß sie wohl seine Ehe gefährden wolle, die Post vom Jugendamt habe er zuhause glücklicherweise abfangen können. Er drohte damit, daß sie eine Menge Ärger mit ihm bekommen werde, sollte sie ihm noch ein einziges Mal Post von einem deutschen Amt zukommen lassen.
Das war deutlich, meine Frau zog sich verletzt zurück. Das war nicht die Absicht meiner Frau, seine Ehe zu gefährden. Sie verzichtete auf den Unterhaltsvorschuß, bei welchem es sich ohnehin nur um ein Almosen handelt. Meine Frau sagte, der Jugendsamtvorschuß für ein Kind sei noch geringer als der Kindesunterhalt, demütigende Almosen, auf die sie dann auch verzichten konnte.
So gestaltete sich das erste halbe Jahr dieser “Erzeugervater-Kind-Beziehung”.
Wie die Geschichte ausgegangen ist?
Sie ist noch nicht ausgegangen.
Ich bin erbost, daß ausschließlich die Rechte dieses Italieners seitens deutscher Beamter, Richter, Anwältin und Jugendamt, vertreten werden, unberücksichtigt und ungeachtet der tatsächlichen Umstände.
Die Rechte Marias werden mißachtet, die Rechte ihrer Mutter, meiner Frau, werden mißachtet und schließlich werden auch meine Rechte als Ehemann und Familienvater und Ernährer meiner Kinder Lara und Maria mißachtet, letzere ist – wie ich schrieb – nicht mein leibliches Kind, aber ich habe sie seit sie ein Baby ist in meiner Obhut, zusammen mit meiner Frau, und ihr die gleiche Fürsorge zuteil werden lassen.
Wir mussten erfahren, daß wir keine Rechte haben.
Es gilt ausschließlich das Erzeugerrecht.
Ich kann hier nur auszugsweise schreiben, was wir uns seitens Gericht und Jugendamt anhören mussten:
“Sie sind aber nicht der Vater. Der Vater ist Daniele R.”
“Maria hat ein Recht auf Umgang mit ihrem Vater Daniele und er ein Recht auf Umgang mit seiner Tochter. Der Kindesunterhalt spielt keine Rolle.”
“Daniele R. zahlt immer noch keinen Kindesunterhalt? Hat auch keinerlei Rückstände ausgeglichen? Auch beim Jugendamt nicht? Na vielleicht hat er kein Geld.
“Wie? Daniele R. besitzt drei Eisdielen, drei italienische Restaurants und vier Mietshäuser in Milano? Fährt einen Maserati? Das heißt nichts. Vielleicht zahlt er noch den Kindesunterhalt. Sie sind doch selbst schuld, daß Daniele R. keinen Kindesunterhalt zahlt, Sie haben diesen ja gar nicht eingeklagt!”
Etwas einklagen, das selbstverständlich ist? Alle Rechte bekommen, aber keine Pflichten tragen?
Ich trage als einfacher Arzt alle Pflichten, auch meiner Stieftochter Maria gegenüber, und meine Familie und ich werden hier in hohem Maße aufgestört und destruktiv behandelt zugunsten der Rechte eines Erzeugers, der nie Pflichten getragen hat und immer noch nicht trägt.
Der Italiener wird von deutschen Behörden, so scheint es mir, geradezu aufgepeitscht, seinen Umgang mit Maria mit aller Gewalt durchzusetzen, weil das dem “Kindeswohl” entspreche.
Ein Hohn.
Kindeswohl wäre, das Kind mit entscheiden zu lassen. Es in Ruhe zu lassen, bis in ihm selbst der Wunsch reift: Ich möchte nun zu meinem ersten Papa nach Italien und ihn kennenlernen.
Maria fehlt es an nichts. Sie hat ihre Familie.
Warum hilft uns niemand, daß Maria in Ruhe und in Frieden gelassen wird, bis in ihr irgendwann selbst der Wunsch reift, zu ihrem ersten Papa, ihrem Erzeuger zu wollen?
Warum maßregelt niemand dieser Erzeugerrechte-Psychos selbigen an seine Pflichten?
Ohne ihre Mutter wäre Maria verhungert, um es sarkastisch zu sagen, ohne uns hätte sie nicht das Leben, das sie führt. Was hat der Erzeuger dazu beigetragen? Was hat er fast ein Jahrzehnt lang emotional und matierell für das Kind getan?
Nichts!
Ich komme aus Essen.
Der Essener Industrielle Alfried Krupp hat sich auf seinen Grabstein meißeln lassen: “Das höchste Gut im Leben ist die Pflicht.”
In diesem Land ging es bisher eigentlich um die Pflicht. Die Pflichterfüllung, die Verantwortung als höchstes Gut hat diesem Land immer gut getan und es erfolgreich gemacht. Sogar ein Buddha-Spruch ist im Torbogen einer Villa bei einem (evangelischen) Industriellen eingemeißelt, ich weiß nicht mehr bei welchem, ob Siemens, Grundig oder Thyssen, der Spruch lautet:
“Was ist die Freude im Leben, fragen wir. Am Ende des Lebens erkennen wir die Antwort: Die Pflicht war die Freude – Buddha”.
Wenn die Pflicht selbst bis in die Keimzellen dieser Gesellschaft hinein, bis hinein in die Familien, mit Füßen getreten wird, verwundert es mich nicht mehr, daß wir pleite sind, am Ende sind mit unseren Werten und die Familien zerstört werden.
Ich kann hier nur auszugsweise einige der Argumente wieder geben, die wir uns anhören mussten:
“Obschon Daniele R. sich acht Jahre nicht gemeldet hat, aber jetzt möchte er doch für seine Tochter Maria da sein. Sie muß mit ihm gehen, das entspricht dem Kindeswohl.”
“Maria weint und wollte nicht mit ihrem Vater spazieren gehen? Dann hat Ihre Frau Maria manipuliert und gegen den Vater aufgebracht. Daniele R. könnte deshalb ein psychologisches Gutachten beantragen, ob ein P.A.S. – Syndrom vorliegt. Das werden wir unserem Mandanten empfehlen müssen, sollten Sie auch beim nächsten Mal Maria nicht auf den Besuch des Vaters vorbereiten und gegen ihn manipulieren.”
Was derzeit seitens der Erzeugerrechte-Vertreter veranstaltet wird, schadet meiner Meinung nach auch dieser Vater Tochter Beziehung nachhaltig. Es schadet der Beziehung zwischen Maria und Daniele.
Der Zwang, der hier auf Maria ausgeübt wird, bringt sie nur dazu, ihren Erzeuger zu hassen.
Eine obskure Erklärung für diesen Unwillen Marias hatten sie dann aber auch gleich parat: “Manipulation” unsererseits.
Dieses unseriöse Argument zogen sie einfach aus der Schublade, diese unqualifizierten Personen, die nie auch nur eine Woche Kinderpsychologie studierten und das Kind nichtmals auch nur eine Minute anhörten.
Ich habe das Gefühl, es hier mit Irren zu tun zu haben.
Da wir keine Rechte auf Ruhe in der Familie haben (Maria, meine Frau und ich und auch Lara) müssen wir das destruktive
Spielchen der Erzeugerrechte-Vertreter ertragen und aussitzen.
Daniele R. hat gerichtlich beantragt, daß Maria in den Ferien jeweils eine Woche zu ihm nach Italien soll.
Selbstverständlich wird er Recht bekommen. Selbstverständlich sind wir schuld, wenn Maria weint und nicht mit nach Italien fahren will.
Wir hoffen, daß Maria es nicht als Vertrauensbruch empfindet, daß wir ihr hier nicht zu einer Entscheidungsfreiheit verhelfen können, daß wir hierzu keine Rechte haben und sie auch nicht. Keine Rechte auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung.
Unter Kindeswohl verstehe ich genau das: Mitspracherecht.
Wir können Maria nicht helfen, wir haben keinerlei Rechte.
Noch ein Wort zu Daniele R.: Dieser versaut sich selbst die Beziehung zu Maria, zumindest erschwert er sich das nachhaltig, wenn er sie dazu zwingt, beziehungsweise die Behörden und Gerichte das unter dem Hohn des Kindeswohls erzwingen, die Angelegeneit mit den Ferienwochen.
Auch wenn die Erzeugerrechte-Psychos für Marias Verhalten fadenscheinig die Schuldverschiebung mit obskurer Begürndung auf uns zu schieben versuchen, ändert das nichts an den Gesetzen der wahren Psychologie, der Menschlichkeit, der Vernunft und des gesunden Menschenverstands.
Helmut
Scheisse.
Versucht dem Vater vorzuschlagen, dass die Mutter (und vielleicht auch Du) mitgeht mit Maria. Das könnte das Trauma fürs Kind reduzieren.
Hallo Tigri,
das ist eine perfekte Idee.
Wir werden das tun und nach Italien mitfahren.
Zwischenzeitlich habe ich mir überlegt, eine Verwandte einzuschalten, die in Milano arbeitet und als Mediatorin oder so etwas ähnliches einzuschalten.
Es wird Maria leichter fallen, wenn wir, ihre Familie, bei ihr sind. Der Erzeuger ist ihr doch vollkommen fremd, ebenso wie diese italienische Familie.
Meine Verwandte soll vermitteln, daß Daniele R. Maria zu uns bringt, wenn sie weint und uns vermisst, und daß wir alle gemeinsam am ersten Tag essen gehen.
Meine Frau hatte diese Idee. Sie fürchtet, daß Maria Angst hat, nicht mehr nach Deutschland zurück zu kommen. So ähnlich hat Maria ihre Angst beschrieben: Uns als Familie zu verlieren! Das versicherten wir ihr, daß das nicht der Fall sein wird.
Wir fahren mit ihr, alle zusammen. Maria wird unsere Telefon Nummern und unsere Hotel Adresse ganz in der Nähe erhalten.
Dann fühlt sie sich sicher.
Dennoch ändert das nichts an den destruktiven Gesetzen Kindern gegenüber.
Wir können uns das leisten, mit Maria nach Italien zu fahren, und uns das zeitlich und organisatorisch einrichten.
Was aber, wenn wir das Geld dafür nicht hätten, und uns auch diese Zeit dafür nicht nehmen könnten?
Abgesehen davon, was das uns für Umstände macht.
Gesetze sollten dazu da sein, positive und konstruktive Lösungen zu finden und nicht solche Belastungen vor allem für ein Kind evozieren.
By the way ist von uns allen eine enorme Großzügigkeit gefordert, über den seit fast zehn Jahren ausbleibenden Kindesunterhalt gönnerhaft hinwegsehen zu müssen.
Das muß Daniele R. an “seiner” Tochter gut machen. Ich würde es als Ausgleich auch befürworten, wenn er ihr zu ihrem 18. Geburtstag einen Maserati kauft.
Helmut
Mama Blog gibt sich neu gegenüber Männern netter bzw. weicht ab von „durchgeknallte Typen mit Waffen“, „zerschnittene Frauen“ und „vernachlässigte Kinder“.
Mit zwei „exotischen Fällen“ stellt Blog auf: „Wer Gleichberechtigung will, muss sie auch den anderen zugestehen.“
Bloss ein winziger %-Bruchteil der hiesigen männlichen Bevölkerung kommt in solche Situationen und zu solchem Recht. Bei fast nie eintreffenden Fällen vollmundige Thesen aufzustellen – anstatt dies beim Regelfall zu tun– ist einfach.
Auf den Prüfstein kommt die Blog-These dann, wenn mehrere zehntausend Väter in der Schweiz morgen Samstag für die gemeinsame Umgangszeit ihre Kinder abholen wollen.
Treffen diese Väter überall auf Mütter, die ihnen ihre Kinder – positiv und freudig gestimmt – übergeben? Nein! Alltags-Tatsache ist, dass viele Väter vor verschlossener Türe stehen bzw. Mütter den Umgang aktiv sabotieren und den Kindern den Zugang zu ihrem anderen Elternteil bewusst verwehren.
Wenn die Mama Blogers Menschenrechte und „wahre Gleichstellung“ ernst nehmen, sollen sie sich dazu bekennen, dass auch die Ex-Männer und Väter Menschen sind, welche Menschenrechte haben. Sie könnten auch eine Protestbewegung in Gang setzen. Ins Visier müssten Behörden und Gerichtsinstanzen kommen. Aber die Mütter wollen das ja nicht, weil sie bevorzugt werden. Sofern die Blogers einen Demonstrationszug von Müttern durch die Zürcher Bahnhofstr. fertig bringen mit der Forderung: „Gleichstellung in allen Belangen und auch in Sachen gemeinsame elterliche Sorge/Obhut “, dann, ja dann ist die These nicht bloss ein Lippenbekenntnis.
In gemütlichen Frauen- und Mütterrunden – wenn es sich gut über Männer herziehen lässt -, sollte bedacht werden, dass jeder Mann eine Mutter hat. Söhne werden von Frauen erzogen, zunehmend partnerlos. Väter hätten bloss Interesse an Waffen und Sex (oder eben keinen). Männer/Ehemänner kommen vom Mars!? Ist bei Frauen Verantwortung übernehmen für eigenes Handeln ein ungelöstes Problem?
ich verstehe bemuheungen, die diskussion auf ein ertraegliches niveau heruafzubringen. nur ist die beschraenkung der textlaenge auf ein paar zeilen kontraproduktiv, denn sie beguenstigt das getwittere statt einen vertieften diskurs.
Super Artikel und richtig informativ. Es ist toll, wenn beide Elternteile gleichberechtigt die Kinder aufziehen können.