Leben


Mamablog-Redaktion am Donnerstag den 23. Dezember 2010

Warten bis es knallt?

Am 13. Februar 2011 stimmt das Schweizer Volk über die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» ab. Die Inititaive fordert unter anderem, dass die Ordonnanzwaffen der Wehrmänner nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürfen – weil immer wieder Frauen und Kinder zu Opfer von mit dem Sturmgewehr verübten Verbrechen würden. Ist ein bewaffneter Papa tatsächlich eine Gefahr für Frau und Kind? Lesen Sie dazu eine Carte Blanche des Mamablog-Lesers und Ex-Soldaten Giorgio Girardet.

MAMABLOG-SCHUTZ-VOR-WAFFEN

Wie stehen die Frauen zur Sturmgewehrfrage? Plakat, das die Frauenzeitschrift «Annabelle» zur Unterstützung der Initiative «Schutz vor Waffengewalt» lancierte.

«Mein Vater hat ein Gewehr im Haus»: Mit diesem Satz hat sich meine Tochter im hiesigen Kindergarten 2001 bei ihren Gspänlis Respekt zu verschaffen gesucht. Ein ernstes Vater-Tochter-Gespräch war angesagt.

Wir waren eben von Rom in die Schweiz zurückgekehrt. Dort stehen die stolzen Carabinieri in ihren schmucken Garde-Uniformen mit Maschinenpistolen vor den Palästen in denen Ministerien und Regierung untergebracht sind. Mit ihnen ist nicht zu spassen. Mit der Rückkehr ins Vaterland musste ich aus dem Zeughaus die Ausrüstung holen. Auch das Gewehr. Meine Tochter muss das Sturmgewehr 90 gesehen haben, bevor es – ohne Schloss und Munition – sicher verstaut war und sich folgende Geschichte zusammengereimt haben: Mein Vater ist auch ein Carabinieri? Wehrhaft wie ein Gardist im Vatikan?

Das musste geklärt werden.

«Tochter», so sagte ich ihr, «wir sind jetzt in der Schweiz, hier gelten Regeln: A. Niemandem wird gedroht, schon gar nicht mit einer Waffe, das machst du nie wieder, B. Dass dein Vater eine Waffe zu Hause hat ist eine ordentliche Institution unserer Republik, wie die Schulpflicht, die Urnenabstimmung oder die AHV. Es ist ein Stück Staatsverfassung im Haus. Ein doppeltes Tabu liegt auf dieser Waffe: 1. Sie ist eine Ordonnanzwaffe und darf bei scharfen Strafen nur im Rahmen der demokratischen Staatsordnung verwendet werden, 2. Sie ist eine persönliche Waffe für deren Verwendung ich als Christ am Jüngsten Gericht vor dem Allmächtigen Rechenschaft schulde. Alle Dienstpflichtigen müssen sich einmal im Jahr im Schützenhaus einfinden, um zu beweisen, dass sie noch zielen und schiessen können. Darum, drohe nie mit dieser Waffe, ja erwähne sie nicht. Jetzt kennst du die grosse Errungenschaft, welche die Schweizer Männer 1874 in Artikel 18 unserer Verfassung schrieben, nämlich: Die Waffe bleibt in der Hand des Wehrmannes.»

Ich versprach, sie einmal mitzunehmen, wenn ich das «Obligatorische» schiesse. Ende November 2003 gab ich – wegen der Armee XXI mit 38 statt mit 42 – Waffe und Ausrüstung wieder ab. Ich durfte sie nicht kaufen, weil ich mich nicht durch Teilnahme an Feldschiessen qualifiziert habe. Ich bin auch kein Sportschütze, sondern Geisteswissenschafter. Ich zucke bei jeder Schussabgabe zusammen, die Schüsse in Serie bereiten mir Mühe. Nebst der grossen Erleichterung, dass mir ihr Gebrauch nie befohlen wurde, schwang auch etwas Wehmut mit. Als ich aber hörte, mein RS-Korporal, Werner Gartenmann – ein SVPler mit dem ich mich einen Sommer lang in Andermatt stritt – würde, mittlerweile Major geworden, die Rückfassung der Taschenmunition verweigern, griff ich für unsere Sache in die Tasten. Ist das die Waffenbruderschaft von der Gottfried Keller 1862 schrieb?

Der alte Gottfried Keller, der 1844 als Freischärler mit Vorderlader auszog, begrüsste die zivilisatorische Errungenschaft der Heimfassung des Patronengewehrs mit «gezogenem Lauf» auf der ersten Seite seines zeitkritischen Romans «Martin Salander»(1886):

«Sei mir gegrüsst, ehrwürdiges Zeichen friedlicher Wehrkraft (…) Aber schon hängt in jedem Hause, wie ich vernehme, das gezogene Gewehr und harrt der ernsten Prüfung; möge sie der Heimat lange erspart bleiben!»

«Die ernste Prüfung» blieb der Schweiz im 20. Jahrhundert tatsächlich erspart! Ob es an unserer republikanischen Wehrverfassung liegt? Der Sozialist Ferdinand Lassalle hat diesen Standpunkt 1862 – im Jahr da Bismarck preussischer Ministerpräsident wurde – in seiner Rede «Vom Verfassungswesen» eindringlich vertreten: Der Gewalt- und Unrechtsstaat wird durch die Verteilung der Waffen verunmöglicht. Militarismus, Bolschewismus und Faschismus erschütterten Europa 1914 – 1989. Die Schweiz blieb verschont. Der Holocaust gab dem Juden Lassalle auf tragische Weise Recht.

Seit 1971 dürfen auch die Schweizerinnen abstimmen. Darum hat das Schweizer Volk – Frauen und Männer – am 13. Februar 2011 eine der tiefgreifendsten Entscheidungen seiner Geschichte zu fällen. Soll das Schweizerhaus, das im 14. Jahrhundert aus jener Waffenbruderschaft der Männer wuchs, die nach den Wirren der Franzosenzeit sich aus der Begeisterung über Schillers «Wilhelm Tell» dem Schützensport (seit 1824) mit dem «ausserdienstlichen Schiesswesen» 1874 erneuert wurde, auf diesem soliden Fundament bestehen bleiben? Oder will man es auf Zusagen der Europäischen Menschenrechtskonvention, einer gendermaingestreamten globalen Friedens-Utopie hin («Neuer Mann»,«ewiger Friede» etc.) auf den Boden europäischer Erfahrungen grounden, äh gründen?

Können auch die Stauffacherinnen des 21. Jahrhunderts – da sie nun ihre Meinung in der Abstimmung direkt einbringen können – zur staatspolitischen Notwendigkeit der «Waffe im Haus» Ja sagen? Oder wollen sie – weil neuerdings «der Gefährte als Gefahr» wahrgenommen wird – nicht mehr «die Gefahr als Gefährtin» tragen?

Schreiben Sie mit! Schreiben Sie eine Carte Blanche! Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren.

Texte ( zwischen 1800–2500 Zeichen) an mamablog@newsnetz.ch

929 Kommentare zu „Warten bis es knallt?“

  1. Greni sagt:

    Das uralte Bild mit dem lieben Papa, welcher im realen ein Amerikaner ist, einer Nation welche mit dem Thema Waffen sehr fragwürdig umgehen.

    Da sind unsere Papi,’s welche mal den Umgang mit der Waffe gelernt haben sollten, schon noch etwas besser gestellt.
    Dass sich nicht jeder noch daran erinnern vermag, wie und unter welchen Umständen eine Waffe aufzubewahren ist, kann nur am individuellen Interesse liegen. Wen es nicht interessiert der könnte ja abgeben, der Rest ist sich seiner Handlungen / Unterlassungen bewusst.

  2. tobe or not tobe sagt:

    Willkomen im wilden Westen. Die Waffennarren und die Lobby konnt einen Teilsieg eringen. Nun frage an alle Nein-Stimmer:

    Fühlen Sie sich nun sicherer mit einem Sturmgewehr im Schrank?

    Ich fühle mich bedroht von meinen Mitbürgern die alle ein Sturmgewehr zu Hause benötigen. Bedroht von Mitbürgern die Angst schüren im Land, die angst haben vor fremden, vor der Welt und sich sicherer fühlen wenn sie eine Waffe zu hause haben. Ihr seit die die Hass schüren und nach altem Testamten handeln. Auge um Auge, Zahn um Zahn.. Dieselben Menschen die Muslime verurteilen.. Alles Heuchler….

    • Ach Gottchen, Tobe or not Tobe, warum hast du nie ein Sturmgewehr im Schrank gehabt? Gewissensngrüde? Die Sturmgewehre dienen dem Schutz der Gewissensfreiheit. Dienstuntauglich? Die Sturmgewehr dienen dem Schutz der Schwachen. Bequemlichkeit? Nein, die Sturmgewehre dienen nicht dem Schutz der Trägheit.

      Vielleicht fühlst Du Dich darum an diesem Tag so schlecht. Und wenn jetzt dein Freund mit den gestohlenen Handgranaten prahlt, die er vom letzten WK im Keller lagert: dann zeig ihn an. Dies wäre “Zivilcourage”, aber es ist oft einfacher und bequemer jene zu verteufeln, die für die Schwachen und die in Gewissensnöte steckenden eintreten wollen.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Giorgio: Nei ich war nie in der RS… Und ja ich fühl mich mehr Mann als sie sich vorstellen können -) Bin ich den nur noch ein halber Schweizer? oder gar keiner? Oder bin ich ein Landesverrätter? K

        Giorgio habe gedacht ein grösseres Bewusstsein an den Tag legst, aber wie sagte Konfuzius schon:

        Geschicktes Reden und zurechtgemachtes Äusseres sind selte ein Zeichen von Mitmenschlichkeit…..

      • Patrick Tigri sagt:

        tobe, easy, die Schweiz ist gestern nicht unsicherer geworden. Wir haben verloren, aber hey, nimm’s sportlich, ich verliere eigentlich bei jeder Abstimmung, und ich bin immer noch am Leben und geh Euch allen gehörig auf den Wecker hier.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Patrick: Danke für die Flankendeckung (passt ja zum Thema :-) ) Nehmes sportlich… Aber wer verliert gerne ? :-)

        Ja ich bin mir das seit Kindheit gewöhnt Abstimmungen zu verlieren und trotzdem zu meinen Prinzipien zu stehen… Dies stärkt mich seit jeh her…

      • Patrick Tigri sagt:

        Ich hatte ja so eine Knarre (Übermittlungssoldat Tigri hatte eine) und weiss auch, wie man sie braucht (ich schiess den Kindern immer Tierchen an der Chilbi beim Schiessstand, das ist lustig), aber ich verstehe die emotionale Bindung dazu nicht, und ich denke, die war wichtig bei dieser Abstimmung. Generell Emotionen zu Dingen, zu Autos, zu Kleidern, kapier ich nicht. Ich bin so ungefähr das Gegenteil eines Fetischisten.

        Meine Meinung zu haben ist mir heilig. Ich sage sie zu selten, und lass andere Meinungen oft unwidersprochen stehen, auch wenn meine entschieden anders ist, und das ist sicher ein Defizit. Aber mir sagt niemand, was ich zu finden habe, wie Dir auch, tobe, bleiben wir so.

    • Henri sagt:

      Ich an Ihrer Stelle würde mir eher über unsere Justiz Sorgen machen:

      Da überfallen vier Halbstarke einen Buschauffeur, mit einer geladenen und entsicherten (!!!) Pistole, und schlagen ihm die Waffe (wohl noch immer entsichert) an den Kopf.

      Und was macht unsere Justiz?
      Sie lässt die Täter frei!

      Ein unerhörter Vorgang!

      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Aus-der-Haft-entlassen-weil-Weihnachten-war/story/21790307/print.html#kommentar
      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/unterland/Buschauffeur-verzeiht-einem-Raeuber-/story/29391760

      Täterschutz in Reinkultur.

      Davon abesehen, und auch davon abgesehen, dass die Würfel nun gefallen sind, finde ich Ihren Beitrag ziemlich jämmerlich und lebensängstlich.
      Ihnen dürfte, so hoffe ich, schon klar sein, dass die Gefahr, im Strassenverkehr ums Leben zu kommen oder an Krebs zu sterben weitaus grösser ist?

      Aber wie gesagt, die Abstimmung ist vorbei, die Würfel sind gefallen, und unsere geschätzte Justizministerin hat ja schon angekündigt, dass sie das Waffengesetz weiter verschärfen will.
      Wozu stimmen wir eigentlich noch ab?

      • Henri sagt:

        Mein Beitrag ging an tobe or not tobe 14. Februar 2011 um 10:22

      • tobe or not tobe sagt:

        @Henri: Abstimmung vorbei und ist zu akzeptieren, kein Zweifel… Und ja mir ist bewusst, dass man eher noch auf der Strasse verunfallt alls durch einen Waffengebrauch…

        Wieso die heutigen Richter so entscheiden ist mir ein Rätsel aber vielleicht werden hier ja bereits unterschiede zwischen Herkunft etc gemacht? Kommisch ist einfach das die momentan grösste Partei seit Jahren das Sagen hat aber die schuldigen sind ja die linken, geht bei mir nicht ganz auf und mag ich auch nicht mehr hören diese Standartsprüche. Die Justiz unterlag lange dem rechten und bürgerlichen Lager im BR.!! Nun ist es Frau Somaruga die die Zügel seit Dezember in den Hànden hält..

        Seit nun mehr als 30 Jahren stellen bürgerlichen und rechte Partein den Justizdepartementsvorsteher und dieselben reden von Kuscheljustiz:

        Koller
        Metzler
        Blocher
        Schlumpf

        und nun die erste aus dem linken Feld:
        Somaruga

        Jetzt ist es an den gemässigten Waffenbesitzern und den Gegner einen geregelten und gesunden Waffenumgang zu kultivieren und nicht das Gegenteil zu bewirken: vermehrte Waffengeilheit.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Patrick Tigri: Ich habe mir das Video bereits in voller länge reingezogen und musste fast kotzen!! Krieg ist schmutzig das weiss jedes Kind, doch die pure Realität schmerzt noch mehr…

        @pippi: Ich empfehle dir dieses Video! Und das sind keine Handtaschenrevolver die verwendet werden.

      • Patrick Tigri sagt:

        Nein, das waren panzerknackende Geschosse, die sie da auf unschuldige Leute abgefeuert haben. Die Kälte, die in den Stimmen der Soldaten zu hören ist, lässt wirklich das Blut in den Adern gefrieren.

        Dieses Video war der erste wirklich Grosse coup von Wikileaks im April 2010.

      • Patrick Tigri sagt:

        Die Distanz, gemessen auf Grund der Verzögerung zwischen den Schüssen und dem Treffen des Ziels, muss rund einen halben Kilometer betragen haben. Auf diese Entfernung trifft man mit einer Pistole nichts, und auch mit einem Sturmgewehr nur, wenn man gut ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @tobe or not tobe: das finde ich nun aber ein bisschen sehr weit ausgeholt!
      Ich gehör ebenfalls zu den “Verlierern”, aber Sorgen mache ich mir nun definitiv über eine ganz andere Kategorie von netten Mitbewohnern! Die weder eine legal noch illegal beschaffte Waffe bräuchten um verheerendes Leid über Mitbürger zu bringen, denen langt schon eine leere Bierflasche, der eigene Schuh oder die Faust.
      Lassen Sie sich trotz Ihrer Empörung über das Resultat bitte nicht den Blick vernebeln, wäre schade.

      • Brunhild Steiner sagt:

        hm, hab noch das eigene, geleaste, ausgeliehene oder entwendete
        schlecht geführte bis rasende Auto als Tatwaffe vergessen…

      • tobe or not tobe sagt:

        @Brunhilde: Ja schon klar kann man auch mit einer Fonduegabel abgestochen werden. Um das gehts doch nicht… Geht doch auch darum, umso weniger Waffen im Haushalt umso weniger Möglichkeiten für Psychopathen ihrem Frust mit einer geladenen Knarre, druck abzulassen.

        Ich lebe zum Glück nicht in der Angst, jeden Tag überfallen zu werden oder bedroht zu werden. Ich bin froh habe ich keine Waffe zuhause…

        Ich lass micht nicht vernebeln, bin ja auch nicht auf den Kopf gefallen. Die initiative musste man auch nicht so voll nehmen, der Grund dahinter war weitaus mehr als Suizide verhindern…!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Tobe, komm wieder runter, wir haben gestern nicht darüber abgestimmt, dass wir einander erschiessen dürfen. Also, beruhige dich. Ich hab auch ein altes Langgewehr im Schlafzimmer, noch von meinem Grossvater, aber ich habe nicht im Sinn, jemanden damit zu erschiessen. Wenn ich allerdings überfallen würde, könnte es evt. gute Dienste leisten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        ;-)

      • Auguste sagt:

        hmm…, langgewehre, peitschen, handschellen – irgendwo muss man das zeugs ja aufbewahren, wenn man weder estrich noch garage hat.

      • tobe or not tobe sagt:

        Wenn ich, würde ich oder hätte ich? In welchem Land lebt ihr eigentlich? Bei euch muss es wohl an jedem Ecken schiessen und an jedem Ecken Überfälle geben so wie es in Megacities der Fall ist… Wer schiesst läuft Gefahr erschossen zu werden.

        Ich wehre mich wehement mich zu bewaffnen und ganz klar reicht auch schon eine Faust ins Gesicht um jemand zu töten, schädigen oder sonstwie zu verletzten, das hätte auch die Abstimmung von gestern nix dran geändert.

        Mir geht es ums Prinzip der Waffen. Keiner meiner Familie und auch ich nicht werden jemals eine Waffe besitzen. Ich wüsste nicht wieso… Aber vielleicht muss ich ja erwähnen wer nichts zu verlieren hat wird meist auch nicht überfallen.!! Das einzige was ich zu verlieren habe ist mein Leben und das setze ich für meinen materiellen Besitz nicht aufs Spiel. ist alles ersetzbar.

        Ich akzeptiere den Entscheid und bin auch nicht gefrustet darüber, ist einfach wieder ein Abbild unserer Gesellschaft!!.
        Die Romandie, Basel und Zürich haben es uns gezeigt, wie gross der Unterschied in der Schweiz sind. Weltoffenheit war noch nie Sache der Landbevölkerung…

        @PippI /@Henri/ @Giorgio:

        Nun wer von Ihnen wurde schon mit einer Waffe bedroht? Oder überfallen mit einer Waffe?? Vermute mal niemand…

        Ganz klar die Initiative hat nie gehalten was einige versprachen, war eher symbolischer tropfen auf den heissen Stein. Es wäre für mich persönlich ein 1. Schritt zur Entwaffnung. Waffenimport und Produktion wäre von mir aus eine Sache die man stoppen sollte, ob jetzt Arbeitsstellen, Steuereinnahmen oder sonstwelche Gewinne bedroht wären, dies wäre für die Schweiz verkraftbar..

      • tobe or not tobe sagt:

        :-) Keine Angst bin nicht verängstigt hahah nein im gegenteil, einfach widerholt enttäusch über unsere Mitbürger und Mitbürgerinnen..!

        Aber eben, bewaffnet euch wenns euch passt ich zieh nicht mit….! Finde Schusswaffen feige ….. egal ob legal oder illegal

      • StefanB sagt:

        Pippi, wie denn? Willst Du den Angreifer mit dem Ding erschlagen?

      • Lina sagt:

        Hätte meine Parabellum auch nicht abgegeben, wenn die Initiative angenommen worden wäre.

      • Patrick Tigri sagt:

        Tja, StefanB hat schon Recht, Pippi, wenn Du einem Einbrecher mit einem Karabiner vor der Nase herumfuchtelst, nimmt er Dich nicht so ernst, denn erstens muss man das Ding ja zuerst mal Laden und wenn der Schuss raus ist, dann muss man neu laden… So ein Ding ist, das weisst Du ja, aber ein Bösewicht auch, sehr unpraktisch und eigentlich unbrauchbar.

        Wie auch immer, ich finde, Karabiner sollten gar nicht mehr so richtig als Waffen gelten eigentlich…

      • Patrick Tigri sagt:

        Hm, stimmt, Auguste, eine Freundin hatte gestern ihre Peitsche dabei… hätte sie die wohl auch abgeben müssen :-) ?

      • tobe or not tobe sagt:

        Ah ja übrigens ich habe auch Waffen zuhause. Verschiedene Asiatische Säbel und Schwerter..Zum Teil mit 20cm Klingenbreite. Auch ich mag den Anblick einer Klinge, hat was imposantes…

        Glaube nicht das ein Einbrecher sich wohlfühlen würde, würde er aber eine Pistole ziehen, hätte ich ihm einen Kaffee gemacht und noch geholfen die wenigen Wertsachen die ich besitze rauszutragen.
        Ich habe dann noch mein Leben am Abend und keinen toten Einbrecher im Haus….!! Aber das können sie wohl nicht nachvollziehen?

      • StefanB sagt:

        Nein, Patrick, das sind ja keine Schusswaffen! :-)

      • Patrick Tigri sagt:

        Da ist sie aber froh… weiss gar nicht, wozu sie sie brauchen wollte, muss mal fragen…

      • Rochelle sagt:

        Sie machen sich hier wichtig mit ihren Dominabesuchen?

      • Patrick Tigri sagt:

        Nö, was sie in ihrer Zeit macht, wenn wir nicht grad zusammen im Restaurant sitzen und essen, weiss ich nicht, aber sie ist eine ganz liebe Frau.

      • Rochelle sagt:

        Eine ganz liebe Frau, die die Peitsche mit nimmt, wenn sie mit ihnen essen geht?

      • Patrick Tigri sagt:

        Die hatte noch was vor nachher scheint’s. He, ich wollte das wirklich nicht so genau wissen… Vielleicht war es eine Reitpeitsche und sie ging nachher zum Springreittraining, was weiss ich…?

      • Katharina sagt:

        Domina vobiscum
        et in burlesque
        amen.

      • Henri sagt:

        @tobe or not tobe 14. Februar 2011 um 14:00

        >>>
        Ah ja übrigens ich habe auch Waffen zuhause. Verschiedene Asiatische Säbel und Schwerter..Zum Teil mit 20cm Klingenbreite. Auch ich mag den Anblick einer Klinge, hat was imposantes…
        >>>

        tobe or not tobe 14. Februar 2011 um 13:09
        >>>
        Ich wehre mich wehement mich zu bewaffnen und ganz klar reicht auch schon eine Faust ins Gesicht um jemand zu töten, schädigen oder sonstwie zu verletzten, das hätte auch die Abstimmung von gestern nix dran geändert.

        Mir geht es ums Prinzip der Waffen. Keiner meiner Familie und auch ich nicht werden jemals eine Waffe besitzen. Ich wüsste nicht wieso…
        >>>

        Habe ich das richtig verstanden?
        **SIE** wollen allen die Schusswaffen verbieten und haben Hieb-, Stich- und Blutbad-Waffen zuhause?

        Aber Sie wissen schon, was man unter einem “Widerspruch” versteht – so ganz allgemein gesprochen?

        Also jetzt bin ich wirklich verblüfft.

        Sie erinnern mich an eine selbst erlebte Geschichte:

        Sylvester bei Nachbarn, viele andere Nachbarn auch dabei.
        Einer der Nachbarn verabschiedet sich kurz nach Mitternacht,
        wir anderen feiern weiter.
        Um zwei Uhr morgens steht die Polizei vor der Tür – der andere Nachbar (ja der welcher gegangen war) habe sich beschwert wegen Nachtruhestörung.

        Da war ich auch verblüfft – so wie jetzt mit Ihnen.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Henri: Sie müssen nicht verblüfft sein. Vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt. Schusswaffen hatten nie einen Platz in meiner Familie und werden es nie haben.

        Ein Schwert, ok, kann genau so verwendet werden. Doch ist lange nicht so eine feige Waffe wie ein Pistole, Gewehr etc. Ich vergleiche meinenn Umgang mit den Schwerten, wie den eines Schiessportlers, der seine Waffe zu Trainigszwecken braucht aber vielleicht noch 1-2 Ausstellmodelle zu hause hat, wo ich übrigens kein Problem damit habe.

        Aber als rechtschaffender Bürger, der weis wie damit umzugehen, würde auch ich es verstehen müssen, wenn ich eine Bewilligung für die Schwerter benötigen würde. Manche Trainingswafffen die wir verwenden, dürfen, wie auch bei Schiesswaffen, nur in Taschen zum Training und zurück getragen werden, da sie bereits unter das neue Waffengesetz fallen. Würde ich dies anders handhaben würde ich umgehend meine Lizenz verlieren..

        Seien wir doch ehrlich, ALLLES kann eine Mordwaffe sein, sogar ihre Schwiegermutter…. Der Halter macht es zu dem.. (bei der Schwiegermutter zwar nicht, die löst sich selber aus .-_)))

        Bin trotzdem der Meinung::: Schusswaffen sind eine feige Waffe und benötigen keinen Mut… Schusswaffen geben manchen Männern ein starkes Machtgefühl, meist solchen denen nie jemand zugehört hat. Den mit einer geladenen Waffe vor dem Kopf, wird noch jedem bange…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tobe, hör doch auf, so zu verallgemeinern. Eine Distanzwaffe wie eine Pistole ist für eine Frau, die körperlich meist schwächer ist als ein Mann, die einzige wirkliche Möglichkeit, sich zu verteidigen. Und du mit deinen Schwertern, also wirklich, du lebst im Film. Ich finde das ja irgendwie herzig, mein Sohn liebt seine Kung-Fu Schwerter auch, die Ehre des Kämpfers usw., aber wenn du als Frau nachts unterwegs bist, ist so ein Kung-Fu Schwert nicht zu empfehlen, auch wenn es schön aussieht. Der kleine Revolver in der Handtasche leistet da die besseren Dienste. Ich weiss von einigen Frauen, die so ein Ding dabei haben, wenn sie nachts unterwegs sind. Es ist auch psychologisch gesehen hilfreich, weil frau ganz anders auftritt, wenn frau weiss, dass sie sich wehren kann, wenn sie angegriffen wird.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Pippi: Ich spreche nicht davon das eine Frau ein Schwert beisich tragen soll. Schwerter, Messer und Stichwaffen sind ganz klar keine Waffe für eine Frau, damit sie sich nachts sicherer fühlt.
        Der Revolver in der Handtasche ist nicht zu vergleichen mit dem Sturmgewehr im Schrank, oder die UZIS, Kalaschnikov ihres Mannes, die er im Keller bunkert. Der Handtaschenrevolver hat seine Begründung, bis auf die Zähne bewaffnet zu sein aber nicht. !!

        Pippi lösen sie sich von Tunnelblick, wir sprechen nämlich von der gleichen Sache. Ein mann der physisch bereits stärker ist als eine Frau, sollte meiner Meinung nach keine Waffe benötigen, wenn wir aber die Kommentatoren hier mal unter die Luppen nehmen, fühlt sich jeder 2 (es scheint jednfalls so) Mann hier seiner Potenz beschnitten, wenn die Waffe nicht mehr wäre. Das eine Frau einen Revolver bei sich trägt, da muss ich sagen, hätte ich auch keinen Mitleid mit einem möglichen Angreifer der eine Kugel einfängt. Alles was ich sagen wollte ist, das Distanzwaffen feige sind.

        Zur “Ehre des Kriegers”:

        Früher waren es Schwerter heute Distanzwaffen. Die Armeeangehörigen der Schweiz die “umsverecken” die Waffe zuhause behalten möchten, sehen sich ja selber auch als ehrenhafte Krieger von Helvetien, die ja bei einem Ernstfall jederzeit schussbereit wären. Den Jungen wird der Umgang mit den modernsten Waffen versprochen, die Ausbildung zum Krieger oder auch die weitverbreitete Lüge “zum Mann werden”! alle Armeen der Welt schaffen mit diesem Schema.

        Einen Abzug ist noch schnell gedrückt…

        Und wenn dein Sohn Kung-Fu Schwerter sammelt ist das schön und gut, fragen sie doch mal ihren Sohn was ihn daran fasziniert an der “Ehre des Kriegers”.
        Die heutigen Krieger haben keine Ehre mehr, siehe beispiel Irak. Us-Amerikaner mit 19 wurden eingezogen und haben wie in Ballergames wild drauflosgeballert, ohne zu sehen auf wen oder was sie schiesen. Das ist feige und hat nichts mit Ehre zu tun… Deshalb Knarren sind FEIGE

    • alpha pfeifer sagt:

      wer töten will tötet, wer suizid machen will tut es.
      wer eine waffe will, bekommt sie auch
      das ist so, war so, und wird nie anders sein!
      meine knarre vom militär bleibt bei mir. obwohl ich auch schon negative erlebnise hatte.
      der wehrmann, der seine waffe haben will macht mir keine sorgen, ich fürchte mich von denen die ihre waffe illegal besorgen. die setzten diese 100% mal ein.
      handtaschenrevolver sind wild west, nicht weil frauen diese haben. sondern weil meistens ungeschult und 1.gegen sich selber eingesetzt werden können. 2. querschläger andere verletzen können

    • alpha pfeifer sagt:

      hab jetzt das video auch gesehen. es ist brutal und die komentare der gi’s sind schon erschrekend.
      aber krieg ist schmutzig. und krieg hinterlässt immer opfer. auch bei den vermeintlichen siegern.
      desahlb ist es in relation zu setzen. friendlifire ist nichts neues, zivilisten sterben auch im krieg. und journalisten gehen ja freiwillig ins kriesen gebiet, also trauere ich ihnen kein bischen nach. söldner gehen auch des geldes wegen für fremde in den krieg. weint jemand um die, ich nicht.
      trotzdem hat es nichts mit dem stgw im schrnk zu tun.
      pazifisten gewinsel ist das.

  3. Grossen Dank an die Tamedia, die es dem “Ex-Soldaten” mti diesem ersten vorweihnächltichen Böllerschuss ermöglicht hat, die Konter-Attacke nach einem Jahrzehnt medialer Horrormeldungen (vom Zuger Ratsherrenschiessen 2001 über Rey-Bellet, Hönggerberg und andere Darmen) und einer Kaskade von Expertisen (von Kilias bis Gutzwiler), einzuleiten.

    Der Abstimmungssieg kann nur etwas heissen: Munitionsvergehen sind keine “Kavaliersdelikte” mehr. Rekruten und Soldaten, die Munition veruntreuen dürfen nicht länger von “Freunden” gedeckt werden, sondern gehören angezeigt, auch in links-autonomen Kreisen, wo man gern mit der Anarchie koketiert.

    Das Frauenstimmrecht hat selbst in dieser für Frauen zugegebenermassen hoch diffizilen Frage die Feuertaufe bestanden. Suizidprävention kann nicht durch Gesetze erfolgen, sondern erfordert die teilnehmende Aufmerksamkeit aller, im realen und im virtuellen Leben.

    Grosser Respekt für alle Mandatsträgerinnen, die sich an vorderster Front der geballten Medienmacht der urbanen Zentren entgegenstellten. Ida Glanzmann, Carmen Walker-Späh haben die gemeinsame Sache grandios ausgefochten.

    Es ist nicht Zeit jetzt zu triumphieren, sondern die Mängel im Schiesswesen und in der moralischen Verfassung des Landes auszuräumen. Es haben nicht die Selbst-Justiz-Cowboys gesiegt, sondern jene, die für die Willensnation auch Verantwortung “bis zum Tode” zu übernehmen gewillt sind.

    • StefanB sagt:

      ich frage mich nur, bis zu wessen Tod die Nein-Stimmenden die Verantwortung übernehmen. .. oder soll das heissen, dass wir in städtischen Zentren den göttlichen Endzustand des Friedens geniessen, und auf dem Land Zustände wie im Wilden Westen?

      Abgesehen davon, dass diese Parlamentarierin Carmen Walker Späh heisst. Wenn schon, dann sollte man die Menschen mit den korrekten Namen zitieren.

    • Patrick Tigri sagt:

      Ist das Triumphgeheul, Giorgio? Also da bin ich ja arg enttäuscht ob diesem sachlichen, unemotionalen Beitrag. Klar, die Sprache ist gewohnt martialisch (”geballte Medienmacht”, “gemeinsame Sache ausgefochten”, “Willensnation”, “bis zum Tode”).

      • tobe or not tobe sagt:

        @Giorginio: Willensnation ? bis zum Tode??? ähmmm wo habe ich das schon gehört…. Und welcher Tod? Ist bei dir Krieg in den nächsten Jahren Giorginio? Ich sage: Stopt das Konstrukt von Nation und Rasse, den über das Thema sollten wir hinweg sein…

        Die Stadt diskutiert, das Land geht wählen….

        Egal wie die Abstimmung lief, wer Verstand hat und seine Kinder und Frau schützen will, lässt die Waffe im Zeughaus, ansonsten wissen ja die Sportschützen wie das zu handhaben ist und glaube auch das es dort nicht nur psychopathen hat, wie viele zu meinen glauben. Doch wer sein Sport gerne macht, nimmt auch manche Einschränkungen in Kauf, die andern die hier wie kleine Schuljungen gequengelt haben, denne man das Spielzeug wegnimmt, sollten wohl besser keine Waffe haben, sie brauchens nämlich um ihr Selbstbewusstsein zu aufpolieren.

    • max sagt:

      @Giorgio Girardet

      Und wie erwartet sagt uns Frau Bundesrat Somaruga noch am Abstimmungssonntag, warum sie tun werde, was sie schon immer tun wollte, egal was das Volk gerade abgestimmt hat…

  4. Katharina sagt:

    Die Waffen der Frau heissen Alia und Soraya Lelo.

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