
Alleinerziehend und glücklich: Jenny Fields und ihr Sohn Garp aus dem gleichnamigen Film (1982).
Es ist eine dieser «Immer-Mehr-Meldungen», mit denen Journalisten die geneigten Leser so gern aufschrecken: Diesmal sind es Single-Frauen, so berichtet der «Blick», die sich künstlich befruchten lassen, um ihr Kind dann in Eigenregie aufzuziehen. Solche Frauen suchten immer öfter seine Praxis auf, berichtet ein Schweizer Reproduktions-Mediziner dem «Blick». Und Jon Aizpurua, ein spanischer Spezialist für In-Vitro-Fertilisation, bestätigt den Trend: Im Jahr 2008 liessen sich 156 Frauen in seiner spanischen Klinik künstlich befruchten. 2010 waren es schon 248. Für das kommende Jahr rechnet Aizpurua mit 320 Frauen, das entspräche einer Zunahme um 100 Prozent in nur drei Jahren. Es sind gut verdienende Frauen, die es sich leisten können, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen – auch ohne Mann. Alleinerziehend und glücklich, wie es eine Leserin vor ein paar Wochen in unserem Blog beschrieb.
Die Story erinnert mich an den Roman «Garp und wie er die Welt sah» von John Irving aus dem Jahr 1978. Jenny Fields, die Mutter des Romanhelden, arbeitet im zweiten Weltkrieg als Krankenschwester. Sie will ein Kind aber keinen Mann, denn niemand ausser sie selbst soll über ihren Körper verfügen dürfen. Während des zweiten Weltkriegs pflegt sie in einem Lazarett einen sterbenden Bomberpiloten, der ein dauereregiertes Glied hat. Sie verhilft sie diesem zu seinem letzten Beischlaf und empfängt so ihr Kind namens Garp. Dieser wird später Hausmann und Schriftsteller, sie gründet ein Frauenhaus und schreibt ihre Biographie, die ein Bestseller wird und sie zu einer Vorreiterin der Feministinnen macht.

US-Schauspielerin Jennifer Aniston sagte unlängst an einer Pressekonferenz in Beverly Hills: «Bei Frauen setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass sie nicht unbedingt einen Mann brauchen, um ein Kind zu haben.» Aniston, 41, spielt in der Komödie «The Switch» (2010) eine Alleinstehende, die unbedingt schwanger werden möchte. Sie selbst fasse künstliche Befruchtung nicht ins Auge, wolle aber durchaus noch eine eigene Familie gründen, so der ehemalige «Friends»-Star.
Im Buch wird Garps Mutter schliesslich von einem konservativen Fanatiker erschossen. Auch heute noch ist eine Frau, die ein Kind aber keinen Mann will, eine Provokation. Ein Leser schrieb mir zum eingangs erwähnten Fall: «Lassen Sie dieses hässlichste Thema überhaupt einmal grosszügig diskutieren. Für Männer wohl etwas, das einem Tränen in die Augen treibt. Denn es gibt kein Pendant zu diesem Egoismus, ein Mann kann kein eigenes Kind machen.» Die Kommentare auf Blick.ch stossen ins gleiche Horn. Von «karrieregeilen Weibsbildern» ist die Rede, von «gekauftem Nachwuchs» und «grenzenlosem Egoismus».
Die Gehässigkeit der Kommentare ist erschreckend, zumal wir ja keine Ahnung haben, welches die wahren Beweggründe der Single-Frauen sind, die sich in Spanien künstlich befruchten lassen. Dass die Diskussion so aggressiv geführt wird, scheint mir aber nicht daran zu liegen, dass eine 38-jährige Frau mit Kinderwunsch sich künstlich befruchten lässt. Sondern dass sie das ohne Mann tut. Verwerflich ist, dass die Frau sich lieber um ihr Berufs- als um ihr Liebesleben kümmert, beziehungsweise die heroische Aufgabe vernachlässigt, einen Mann fürs Leben zu finden. Wenn Frauen sich einfach Kinder machen lassen, dann stossen sie das Dogma der Familie um, zu der Papa, Mama und das Kind gehören. Und scheinbar wird jedes Kind, das ohne Vater aufwächst, notwendig zum Psychopathen und der Staat hat die Folgekosten zu tragen.
Wenn Frauen ein Kind aber keinen Mann wollen, hatten sie schon immer die Freiheit, sich diesen Wunsch auch ohne künstliche Befruchtung zu erfüllen. Schliesslich sehen die wenigsten Männer den Beischlaf als Vaterschaftsvertrag. Das Problem ist heute ja eher die Frauen, die mit Männer einen Vaterschaftsvertrag eingehen und die Kinder trotzdem als ihr Eigentum betrachten, sie den Vätern wegnehmen, diese zum Alimentenzahler degradieren und deren Beziehung zu den Kindern durch üble Nachrede untergraben. Das ist ein grosses Unrecht, gegen das man vorgehen muss.
Dass Single-Frauen mit Kinderwunsch die Verantwortung nicht teilen wollen, dürfte allerdings in den seltensten Fällen das Problem sein. Vielmehr bekunden die meisten Frauen ab dreissig Probleme Männer zu finden, die bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen. Ja, ihr Kinderwunsch wird sogar zum Beziehungskiller, weil Männer in ihrem Alter sofort die Flucht ergreifen, wenn die Kinderfrage aufs Tapet kommt. Weil die Freiheit den meisten Männern in diesem Alter wichtiger ist. Weil sie noch nicht erwachsen werden wollen. Weil sie ja noch Zeit haben. Aber die Frauen haben diese Zeit nicht.
Das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung war von Anfang an ein Kernthema der Emanzipation – wobei sich die Diskussion bislang, ähnlich emotional, vor allem um Abtreibung drehte, also um das Recht, kein Kind bekommen zu müssen, wenn die Lebenssituation es nicht erlaubt. Wenn nun aber alle Voraussetzungen gegeben sind, sich aber kein Mann findet, warum sollte es da moralisch verwerflich sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen? Wenn der Mann «Frau ja, Kind nein» sagen darf , wieso sollte dann die Frau nicht «Kind ja, Mann nein» sagen dürfen?
Natürlich gibt es da auch die Seite des Kindes, das ein Recht auf einen Vater hat. Aber ist dieser Anspruch des Kindes höher zu bewerten, als das Recht, in eine Situation hinein geboren zu werden, die für die Eltern stimmt? In diesem Fall eben nur für einen Elternteil, die Mutter?
«Ein Mann kann kein eigenes Kind machen», so begründete unser Leser den «beispiellosen Egoismus» der Frau. Das Pendant zur beschriebenen Situation wäre, dass ein Mann eine Frau dafür bezahlt, sein Kind zu bekommen, um das Kind dann alleine grosszuziehen. Nehmen wir an, dieser Mann könnte seinem Kind emotional und finanziell alles bieten, was es braucht, würden wir seinen Wunsch auch per se als verwerflich betrachten, weil das Kind ein Recht auf eine leibliche Mutter hat? Und warum tun Männer so etwas nicht?
P.S.: Kurz bevor Jenny Fields erschossen wird, gesteht ihr ihr Sohn Garp, er habe nie einen Vater gebraucht.
P.S.2: Soeben erreicht uns folgendes Mail von SWIXMED, der Organisation, die für Dr Jon Aizupurua alle reproduktionsmedizinischen Behandlungen von Schweizer Patientinnen und Paaren in Spanien organisiert. «Die Aussagen im Sonntags Blick sind leider nicht korrekt. Im 2010 haben wir für 28 Single Moms eine Samenspende in Spanien organisiert. Die 156 Behandlungen beziehen sich auf die Eizell- respektive Embryonenspende für Schweizer Paare. Die im Blick dargelegten Wachstumszahlen beziehen sich dementsprechend auch auf die letztgenannten Behandlungen. Wir rechnen für das 2011 mit 30- 40 Samenspenden für Single Moms. Viel schneller wächst übrigens die Zahl der lesbischen Paare welche für eine Samenspende ins Ausland reisen.»



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Kind ja, Frau nein?
Ein interessanter Titel, wenn bei dem ganz oben auch das Fragezeichen fehlt. Präzisiert man diesen Titel so kommt man auf ein “kleine Frau ja, grosse Frau nein” bzw. auf “kleiner Mann ja, grosser Mann nein”. Dies ruft unweigerlich die Frage hervor was auf der menschlichen Ebene schief gelaufen ist, dass man mit “erwachsenen” Männer bzw. Frauen nicht wirklich etwas konstruktives anfangen kann. Man kann nun vermuten, dass etwas in der Erziehung der Männer oder/und Frauen, die heute in der Regel in Frauenhänden liegt sowohl Zuhause als auch in der Primarschule, nun etwas wesentliches völlig schief läuft. Unfähige Erzieherinnen? Man kann es auch anders betrachtet, dass die Gesellschaft in ihrem gegenwärtigen Wertesystem irgend ein “fauler Hund” beherbergt und die Erzieherinnen als Mitläuferinnen dieses destruktive Gedankengut den Kindern beibringt und dadurch diese dann als Erwachsene miteinander nichts anfangen können. Die könnte erklären warum manche Kulturkreise masuklinistisch-egoistisch sagen “Sohn ja, Mädchen nein”, andere feministisch-egoistisch hingegen “Tochter ja, Sohn nein”.
In einer Gesellschaft, in der Söhne ohne Väter oder in einem Pseudo-Patriachat aufwachsen, ist das Risiko von einigen traumatisierten Söhnen die dann ihre Frust und ihre Wut aus der für sie scheinbaren ungerechten matriachaten Kindheit nicht an ihrer “überlegenen” Mutter sondern an einer anderen (Ehe)Frau auslassen sehr hoch. Actio et reactio mit Zeitverzögerung von einer Generation. In solch einer Kindheit hat dann die Mutter bei Vergehen die Rolle einer Anklägerin, Richterin und Bestraferin. Und wer verteidigt das hilflose Kind? Etwa der unterwürfige Vater, der selbst der Mutter gehorchen muss, da er sonst Kinder und Frau verliert?
Anders war es früher beim Patriachat, in dem Mann Frau ansprechen und umwerben musste: Mann konnte die Rolle des Anklägers und des Bestrafers ausüben, aber man durfte nicht alleine recht sprechen, da sonst Frau das willkürliche Verhalten des Mannes überall herum erzählte oder gar eines Tages die “ehemals angebetete” Frau und Kinder weg waren und nur die Alimente blieben.
Des weiteren, worin liegt die Motivation jemanden von anderen Geschlecht anzusprechen und zu umwerben, wenn man in der Kindheit die ganze Zeit unter dem anderen Geschlecht litt? Ebenso, worin liegt die Motivation jemanden von anderen Geschlecht anzusprechen und zu umwerben, wenn man weis, dass man sich danach dem anderen Geschlecht unterordnen muss?
So betrachtet sollte heute wo Gleichberechtigung gross geschrieben wird nur Väter die Söhne bei Verstössen gegen faire Regeln “anklagen” und bestrafen und Mütter die Töchter “anklagen” und bestrafen dürfen. Dabei ist das Gerichtsurteil der grösste gemeinsame Nenner der beiden vorsitzenden Richter, sprich Eltern.
Nun zum eigentlichen Problem Vielmehr bekunden die meisten Frauen ab dreissig Probleme Männer zu finden, die bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen. Gut, Verantwortung ist m.E. das falsche Wort. Nur ihr Kinderwunsch wird sogar zum Beziehungskiller, weil Männer in ihrem Alter sofort die Flucht ergreifen, wenn die Kinderfrage aufs Tapet kommt. Weil die Freiheit den meisten Männern in diesem Alter wichtiger ist. Weil sie noch nicht erwachsen werden wollen. Letzteres betrachte ich eher als üble Nachrede. Hingegen der Punkt mit der Freiheit ist einen Schritt weit nachvollziehbar. Man nehme ein Welpe, stecke ihn in einen Käfig und misshandle ihn: Der Hund wird später alles was wie ein Käfig aussieht und ihn an einen Käfig erinnert meiden. Das muss bei Männer nicht unbedingt ein sehr unschönes matriachates Familienleben gewesen sein. Es kann auch sein, dass man in der Schule oder bei der Arbeit mitansehen musste wie eine starke grosse Gruppe einen einzelnen hilflosen mobbte. Und bei heutigen Scheidungs(un)recht, in dem die Schuldfrage vor fast zehn Jahren abgeschafft wurde, ist man einer selbstbewussten Frau mit Kinder quasi ausgeliefert. Da sind nur Huschelis als Ehefrau und Mutter für gemeinsame Kinder passend.
Des weiteren gibt es leider auch einige männliche Egoisten, die gerne über andere “herrschen”. Und sowas verträgt sich bei Kinder grundsätzlich nicht mit dem gegenwärtigen Scheidungs(un)recht.
Ein anderer Aspekt ist “die Fähigkeit zur guten Mutter”: Ist es im Hinblick für das Wohl gemeinsame Kinder vertretbar diese tagsüber der (potentiellen) Mutter zu überlassen, die in ihrem Herzen keine wahre Nächstenliebe, keinen Sinn für Gerechtigkeit, keine Ehrlichkeit, keine wohlwollenden Worte, sondern nur die Fehler anderer und ggf. üble Nachrede hat? So können aus den Kindern mit relativ grosser Wahrscheinlichkeit nur Intriganten, Abzocker, Barbaren und Ruf-Mörder werden.
Schliesslich sehen die wenigsten Männer den Beischlaf als Vaterschaftsvertrag.
Warum pochen all die Frauenrechtlerinnen nicht dafür, dass dies nach wie vor gilt? Und könnte Mann dann den Beischlaf auch als Mutter- bzw. Schwangerschaftsvertrag betrachten, sofern möglich? Das Ziel von somanchen Feministinnen ist scheinbar nicht die Gleichberechtigung.
Das Problem ist heute ja eher die Frauen, die mit Männer einen Vaterschaftsvertrag eingehen und die Kinder trotzdem als ihr Eigentum betrachten, sie den Vätern wegnehmen, diese zum Alimentenzahler degradieren und deren Beziehung zu den Kindern durch üble Nachrede untergraben. Das ist ein grosses Unrecht, gegen das man vorgehen muss.
Und wie kann man an konstruktivsten dagegen vor gehen? Man bedenke: Wenn man Frauen bei Diskussionen beiläufig fragt “wer soll bei einer Scheidung das Sorgerecht für die Kinder erhalten”, dann antworten alle mit “die Frau” und kein “das kommt nicht in Frage, zum Wohl der Kinder bleibt man WG-mässig zusammen mit getrennten Schlafzimmer”. Die Denkweise “Frau und Kinder” ist bei Frauen scheinbar so festverwurzelt, dass dagegen kein Kraut gewachsen ist.
Die Gehässigkeit der Kommentare ist erschreckend, willkommen Frau Binswanger in der modernen freud’schen Egogesellschaft.
ein Kernthema der Emanzipation … Abtreibung …. Wenn nun aber alle Voraussetzungen gegeben sind, sich aber kein Mann findet, warum sollte es da moralisch verwerflich sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen?
Weil beides moralisch verwerflich ist?
Wenn der Mann «Frau ja, Kind nein» sagen darf , wieso sollte dann die Frau nicht «Kind ja, Mann nein» sagen dürfen?
Gute Frage. Warum verbietet man nicht beides?
Nehmen wir an, dieser Mann könnte seinem Kind emotional und finanziell alles bieten, was es braucht, würden wir seinen Wunsch auch per se als verwerflich betrachten, weil das Kind ein Recht auf eine leibliche Mutter hat? Und warum tun Männer so etwas nicht?
Weil kein Vater eine Mutter und keine Mutter einen Vater ersetzen kann? (Bitte nun kein “jede[s einzigartige Individuum] ist ersetzbar”-Gaga-Spruch).
Weil die Gesellschaft hier mit ihren Normen dafür keine guten Rahmenbedingung darstellen im mehrfacher Hinsicht? Afrika und Lateinamerika sind hierzu m.E. besser geeignet. Man denke nur z.B. an einen Don Bosco, den man heute als Pädophiler verschreien würde.
Umgekehrt gibt es ja auch die Männer der katholischen Kirche, denen keine Frau im Amt und Würden kommt. Das Problem schräg angesehen zu werden, haben diese Männer genau so wie die Single-Mamas. Und allen Austritten zum Trotz werden der Papst und seine Männer auch nichts ändern, wohl bis zum letzten Kirchenaustritt…
Wegen dem Zölibat? Oder wegen dem Frauenpriestertum?
Etwas radikal ausgedrückt: Wenn eine Frau etwas tut das einem Mann nicht gefällt, dann hat Frau nur einen Mann gegen sich, wenn hingegen ein Mann etwas tut, das einer Frau nicht gefällt, dann hat Mann ca. 3.4 Milliarden gegen sich. Frauenhörige Rammler wie z.B. im Mordfall Köniz nicht eingerechnet.
die tschenderfrage.. ja ja.
mal auf eine andere art betrachtet:
http://www.youtube.com/watch?v=t-4w6NqfLAc&feature=player_embedded
Die Frau als Zuchtstute, der Mann als Zahlesel. Das gängige Modell scheint nicht mehr zu funktionieren, da jetzt der Mann nicht mal mehr als Zahlvater taugt. Dafür muss dann der Staat bzw. der Steuerzahler die egoistischen Frauen inkl. Nachwuchs durchfüttern, da sie mit der sebstgewählten Situation überfordert sind. Siehe Armutsstatistik Schweiz, alleinerziehende Frauen ganz oben.
Mutterseelenallein…
Das Problem ist wohl weniger die künstliche Befruchtung. Das Problem ist eher, dass man diesen Kindern der ANONYMEN Befruchtung die Wurzeln vorenthält. Dies muss weltweit verboten werden. Es funktioniert nämlich auch anders.
@mammab: Sehen Sie demzufolge das Problem eher in der Anonymität der angewandten Techniken, und wenn die Eizellen/Samen/Gebärmutterspenderinnen dem Kind bekannt gegeben werden könnten wäre es nicht zu hinterfragen?
Ups.. der geliebte ONS wird verboten sobald es Folgen hat. Also quasi im nachhinein? Oder muss nun zwecks legitimation des möglichen Nachwuchs gleich beim Verkehrsamt eine Sexualverkehrsplakette gelöst werden? Ich freu mich schon im öffentlichen Index zu stöbern.. *gg*
Zur Freakshow neuer Fortpflanzungstechnologien hier etwas ueber Ausbeutung:
http://www.bonz.ch/?p=7372
Lieber Inder statt Kinder.
–
Das halte ich für ziemlich schräg. Aber das ist der Realität egal. Schwangerschaftsoutsourcing ist wohl ein Trend.
Zitat aus dem Artikel: Wenn der Mann «Frau ja, Kind nein» sagen darf , wieso sollte dann die Frau nicht «Kind ja, Mann nein» sagen dürfen?
Kann man das vergleich? Die Frau kann ja auch “Mann ja, Kind nein” sagen. Kein Mann kann seine Frau zwingen, ein Kind zu bekommen (auch wenn das zu einer Scheidung führen kann). Wenn man sich die Frage stell, ob jemand ohne einen Partner zu haben ein Kind kriegen darf, so lässt sich dies meiner Meinung nach am besten mit mit dem Recht der Adoption vergleichen. Komischerweise dürfen Singles aber keine Kinder adoptieren (da das Recht des Kindes auf Vater und Mutter höher gewertet wird, als das Recht eines Singles auf ein Kind).
Wenn eine single Frau ein Kind bekommen darf so müsste es single Männern (und Frauen) auch erlaubt sein, ein Kind zu adoptieren. (Ich finde aber beides unnötig, denn wenn man sich nicht so weit einschränken kann um mit einem Partner auszukommen, so ist es fraglich ob eine grössere Kompromissbereitschaft gegenüber dem Kind vorhanden ist.)
Zitat: P.S.: Kurz bevor Jenny Fields erschossen wird, gesteht ihr ihr Sohn Garp, er habe nie einen Vater gebraucht.
Ob ein Roman aussagekräftig genug ist um als Argument zu dienen ist fraglich. Ich frage mich dann eher, ob man etwas wirklich Vermissen kann, das man nicht kennt/erlebt hat.
ja, viele männer sagen – und dies vor der heirat und vor dem problem mit dem unterhalt- zu der frau nein, wenn ein kind da ist. also “frau ja, kind nein”. und bei der ganzen diskussion um das scheidungsrecht und die alimente könnte man(n) auch über die andere seite nachdenken: nämlich über all die männer, die ihre freundin verlassen sobald sie erfahren, dass diese schwanger ist…dann wären wir im schnitt wieder quitt, sprich, die ungerechtigkeiten, mit denen das jeweils andere geschlecht zu kämpfen hat, gleicht sich hier sicher mehr als aus.
“Kind ja, Mann nein
Wenn sich Single-Frauen
künstlich befruchten lassen,
um ihr Kind dann in
Eigenregie aufzuziehen.
Ohne Vater. Nur für sich.”
bin eben wieder mal über den kurzen text gestolpert, der am rechten rand der webseite auf diesen blog verlinkt.
ich bin schon ein bisschen irritiert, dass es in der tat leute gibt, die denken, dass man kinder
nur ‘für sich’ macht.
tue es für dich. weil du es dir wert bist.
oder so?
Hihi, da regen sich alle auf und um Schluss stimmen die Zahlen gar nicht. Psychologisch sehr interessant (nicht die Artikel, sondern die Reaktionen).
Danke dass sie nicht vergessen auf die kindberaubten Väter aufmerksam machen!
«Das Problem ist heute ja eher die Frauen, die mit Männer einen Vaterschaftsvertrag eingehen und die Kinder trotzdem als ihr Eigentum betrachten, sie den Vätern wegnehmen, diese zum Alimentenzahler degradieren und deren Beziehung zu den Kindern durch üble Nachrede untergraben.»
… das Problem geht jedoch tiefer. Das Problem ist dass diese Frauen in ihrem Verbrechen von Behörden und Justiz unterstützt werden! Sowohl Rechtspraxis als auch Rechtslage ermöglichen diese Verbrechen erst. Wen stören schon 30 Befruchtungen ohne Vater, wenn pro Jahr TAUSENDE von Väter ihrer Kinder beraubt werden !?!? Das wahre Problem sind die Sozialämter und Gerichte welche diese Frauen nicht stoppen!!!!
Natürlich braucht Frau Mann nicht, um ein Kind grosszuziehen. Es reicht, wenn er Ihr den Samen dafür gibt, das Geld und die Freizeit.
Oder Sie nimmt sich einen Babysitter und brüstet sich nachher, wie gut sie war (im Organisieren der Kinderaufzieherin???).
La Familia: Im Minimum Mann + Frau. Und daraus gibts 1, 2 oder mehr Kind.
Konfliktfähigkeit: Die Kunst, aus Meinungsverschiedeneheiten mehr zu machen. WIN-WIN.
Eine Frau, die ein Kind (aus dem Samen eines Mannes, wohlwissentlich) alleine grossziehen WILL (und den Mann von sich stösst) ist egoistisch und hochgradig sozial inkompetent.
ACHTUNG:
Bei allen Frauen (und Männern), die Ihre Kinder alleine grossziehen MÜSSEN, weil irgendwelche unglückliche Umstände (Tod, u.ä.) dazu geführt haben, geniessen meinen höchsten Respekt. Sie schaffen es, alleine zu vollbringen, was man sonst nur zu zweit richtig schaffen kann. Hut ab vor dieser Glanzleistung.
P.S.: Kurz bevor Jenny Fields erschossen wird, gesteht ihr ihr Sohn Garp, er habe nie einen Vater gebraucht.
Das erinnert mich an einen anderen Roman. Dort treten gleich zweimal kleine Mädchen auf und bestätigen: “Kinder brauchen gar keinen Vater”. Titel des Romans: “Nur ein toter Mann ist ein guter Mann”