Leben


Michèle Binswanger am Mittwoch den 8. Dezember 2010

Sextipps, die die Welt nicht braucht

Wie Sie vielleicht bemerkt haben, ist Mittwoch der Tag der Entspannung im Mamablog. Am Mittwoch müssen Erziehung und Politik, Patriarchat und Feminismus Platz machen für leichtere Kost. Im heutigen Fall, sehr leichte Kost. Die dafür aber heiss serviert wird, sehr heiss. Denn wenn es draussen kalt und garstig ist, sollen Mann und Frau sich zu Hause unter die Bettdecke kuscheln, so geht eine im kollektiven Unterbewussten der Lifestylemagazine verankerte Wahrheit. Und um das Publikum zu ebendiesem Verhalten anzuregen, geben besagte Magazine gerne Tipps, wie sie ihr Liebesleben in himmlische Sphären abgehen lassen können. Die kuriosesten Beispiele, die wir ihnen im Folgenden nicht vorenthalten möchten, setzen allerdings höchstens das Papier in Brand, auf dem sie gedruckt werden. (Keine Angst, am Bildschirm besteht keine Gefahr.)

Zum Beispiel das deutsche «Men’s Health». Ein unerschöpflicher Quell für erotische Weisheiten. Aktuell wird dort etwa ein «erotischer Adventskalender» feil geboten. Da heisst es zum Beispiel: «Nehmen Sie den Advent wörtlich: adventus est, lateinisch: Er ist gekommen». Und mit welchen Tipss soll da der «vielleicht heisseste Dezember Ihres Lebens» provoziert werden? Lesen Sie selbst.

Mens Health: Ein unerschöpflicher Quell für kuriose Sextipps

«Men's Health»: Ein unerschöpflicher Quell für kuriose Sextipps.

«Stellen Sie sich beim Küssen vor, Sie würden genüsslich ein Eis schlecken, denn so habens die Mädels am liebsten: in Slow Motion, ganz relaxt.»
(Wenn Ihr Liebster in naher Zukunft beginnt, an Ihnen herumzusaugen und Sie dabei unangenehm an ihren Zahnarzt erinnert werden, dann wissen Sie jetzt warum.)

Heute drehen Sie die Heizung auf, schnappen sich Ihre Partnerin und schälen sie aus den Klamotten. Holen Sie einen Eiswürfel aus dem Gefrierfach, platzieren Sie ihn zwischen Ihren Lippen und fahren Sie mit dem Ding über den Körper Ihrer Partnerin. Anschliessend küssen Sie die gleiche Strecke mit leicht geöffnetem Mund.» (Wir dachten, der Dezember soll heiss werden, warum also diese Fixierung auf Eis? Aber wir ahnen, der «leicht geöffnete Mund» wirds schon richten.)

«Wahrscheinlich haben Sie sich schon oft gefragt, was Ihre Liebste besonders heiss macht und was nicht. Wie auch immer, heute finden Sie es heraus. Bitten Sie Ihre Partnerin, Ihnen einen Multiple-Choice-Fragebogen auszufüllen. Punkte darin könnten sein: Welche Körperstelle ist bei dir am sensibelsten? Welche Stellung magst du am liebsten?» (Hmm, jetzt wirds aber wirklich, wirklich heiss. Fragebogen ausfüllen. Hoffentlich im Multiple Choice Verfahren)

«Hat Sie schon mal für Sie gestrippt? Dann sind heute Sie dran. Bevor Sie anfangen: Wählen Sie was Hübsches für drunter, zum Beispiel eng anliegende Boxershorts. Ziehen Sie Socken und Schuhe aus, dafür Jeans und ein Hemd mit Knopfleiste an. Dämpfen Sie das Licht, reichen Sie Ihrer einzigen Zuschauerin ein Glas Prosecco und schieben Sie Santanas «Samba Pa Ti» in den CD-Player. Los gehts – und immer schön den Augenkontakt halten!» (Liebe Männer, nehmt es nicht persönlich, aber wenn ihr das noch nie gemacht habt, dann solltet ihr es auch bleiben lassen. «Samba Pa Ti» hin oder her..)

"Und dann lecken Sie es weg" - Cosmos Geheimnis für grossartigen Sex.

«Und dann lecken Sie es weg» - Cosmos Geheimnis für grossartigen Sex.

Aber nicht nur der Mann soll sich anstrengen. Auch in Frauenzeitschriften haben ein paar Vorschläge, wie sie ihrem Liebesleben einheizen können. «Cosmopolitan» heisst hier die Kronzeugin. Cosmo weiss zum Beispiel: «Guter Sex findet im Kopf statt, keine Frage. Aber sensationeller Sex ist nicht nur ein Feuerwerk für den Geist, Sie spüren ihn im ganzen Körper – in den Ohrläppchen, den Fingern, den Brüsten, den Kniekehlen und im kleinen Zeh.» (Im kleinen Zeh? Dann würde ich die Schuhe für die Nummer das nächste mal eine Nummer grösser kaufen) Aber jetzt zur Sache:

«Der Mund ist so vielseitig, kann küssen, reden, schmecken, lecken und Ihnen und Ihrem Liebsten auf unzählige Arten Genuss bereiten. Erleben Sie anregende orale Inspirationen. Zitieren Sie erotische Lyrik, wenn Ihr Liebster am wenigsten damit rechnet.» Vorschläge: «Mein Herz ist wie ein singender Vogel» von Christina Rossetti. «Mein Herz ist wie eine schimmernde Muschel friedlich treibend durch stilles Meer …» (Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Liebster sich entschuldigt und etwas murmelt von «am Fragebogen arbeiten».)

«Tauchen Sie seine Finger in Honig, Champagner oder flüssige Orangenschokolade und lecken sie langsam ab. Schauen Sie ihm dabei leicht abschätzig in die Augen.» (Leicht abschätzig? Aber bitte nicht zu sehr, sonst rufen Sie die Maskulisten auf den Plan.)

«Tauchen Sie Ihre Brüste in essbare Körperfarbe und benutzen Sie sie, um seinen Körper einzuseifen. Dann lecken Sie alles weg.» (Die Phrase «dann lecken Sie es weg» ist ein wichtiger Bestandteil aller Cosmo-Ratschläge, egal zu welchem Thema.)

«Träufeln Sie warmes Gel über seinen Körper und rubbeln Sie das Ganze runter.» (Man könnte es ja auch weglecken. Aber nur wenn Sie weder Haargel noch Waschgel verwendet haben. Wie wärs mit Zahngel?)

«Tauchen Sie einen Waschlappen in warmes Wasser und fahren Sie damit von seinem Bauchnabel aus abwärts.» (Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie daran, dass Sie ihren Gatten sich auch sonst nicht wie einen warmen Waschlappen fühlen lassen sollten.)

«Wärmen Sie seine Socken 20 Sekunden in der Mikrowelle, dann ziehen Sie sie ihm an.» (Nach der Behandlung wird Ihr Mann so gut durchblutet sein, dass er mit Ihnen ins Bett MUSS. Er wird zwar klebrig und nass sein und Socken tragen. Aber was solls?)

Mit Dank an nerve.com.

213 Kommentare zu „Sextipps, die die Welt nicht braucht“

  1. yellow sagt:

    hahaha :-D ….made my day! das abendprogramm für heute ist jedenfalls gebucht; ich wollte schon immer mal einen striptease in mikrowellengeheizten socken sehen :-D

  2. Stuzzicadenti sagt:

    Menschen, die für alles Tipps oder gar “Coaching” benötigen, sind eigentlich ganz tragische Figuren. Trotzdem finde ich die Auswüchse dieser gerade in urbanen Kreisen wuchernden Verblödung saukomisch.

    • E.H.Roth sagt:

      yep, sehr tragische Figuren! überhaupt diese Heftli mit ihren Tipps und Themen. Null Inhalt aber dem Verlag bringt’s Geld und Auflage. Ein Spiegelbild der Verblödung unserer Gesellschaft. Die Römer habens schon gewusst: Gibt dem Pöbel ihre tägliche Dosis Unterhaltung und sie werden Dich dafür lieben und Berlusconi ist das moderne Beispiel der Neuzeit. Na ja, danke Rotkäppchen für den Tipp für Januar, werde an Dich denken :-)

      • Rotkäppchen sagt:

        Eine echte E.H.Roth geigt hier herum und textet auch noch dazu ziemlich gut?? Ich werd’ verrückt und nehme dich gerne beim Wort im Januar – uiii!

    • Katharina sagt:

      Naja, wissen Sie, stuzzi…. coaching hat im Schlafzimmer eine ganz eigene Dynamik. eben die eines Dreiecks.

  3. Rotkäppchen sagt:

    «Nehmen Sie den Advent wörtlich: adventus est, lateinisch: Er ist gekommen»…diesen Satz habe ich auf der Zunge zergehen lassen wie eine Linthkugel…was sich da die Autorin wohl gedacht hat… naja…in Kombination mit Latein und Adventsgesumme, Zimtstangen, Spitzbuben, Nelken in Orangen, Honig auf den Bauchnabel gepinselt und anderswo…ist eigenltich ein Stück Eis von Mund zu Mund gegeben ein Pappenstiel dagegen. Da freue ich mich bereits auf unzensurierte Erotikfilme der Amour-Fou-Serie spät abends im 3sat im Januar und komme auch…

  4. Georg sagt:

    Zum wegschmeissen. Vor allem Mens Health ist oberpeinlich! Mittlerweile legt mir mein Coiffure aber glücklicherweise schöne Architekturzeitschriften hin, Männermagazine sind schlicht zu doof.

    Hätte aber lieber die Tips der Autorin gehört! Das mit dem Tanz auf dem Vulkan tönte ja doch ziemlich spannend….
    ;-)

  5. Paavo sagt:

    all dieses schischi-zeugs in ehren, aber wer wirklich guten sex will, der schaut sich zur inspiration pornos an und nicht diese lächerlichen bravos für quasi-erwachsene.

  6. Auguste sagt:

    hmm…, sie könnten ein paar sex-tipps gebrauchen, wenn:

    sie glauben, santa claus, das christkind und pornos haben etwas mit realität zu tun
    ihnen einfällt, dass morgen waschtag ist, wenn sie ihren mann in unterhosen sehen
    ihre frau und deren freundinnen verstummen, wenn sie den raum betreten
    sie schon mühe haben, das wort “vagina” in den mund zu nehmen
    neben dem bett mehr bücher als kondome rumliegen
    sie dessous für ihre frau in erotik-märkten kaufen
    sie überhaupt dessous für ihre frau kaufen müssen
    sie im ruf stehen, sogar mehr als nur zwei linke hände zu haben
    sie glauben, bläserin sei weniger despektierlich als lutscherin
    sie bei woody allen trost für ihre situation finden
    sie während eines gaby huber interviews auf schmutzige gedanken kommen
    ihnen ihre freichkirche zur enthaltsamkeit und einer grossen spende rät

  7. Kraft sagt:

    «Tauchen Sie Ihre Brüste in essbare Körperfarbe und benutzen Sie sie, um seinen Körper einzuseifen. Dann lecken Sie alles weg.»
    Hahaha! Einfach grossartig! Danke, Frau Binswanger, dass Sie sich diese Zeitschriften antun.

  8. Franz Oettli sagt:

    Das sind also schon sehr seltsame Ratschläge. Ich möchte jedenfalls die Sauerei mit dem Gel und dem Honig nachher nicht aufputze müssen! Dabei wäre es so einfach. Einfach mal die Frau zur Seite nehmen, schauen ob sie auch gerade will und dann hoppdebäse das Licht löschen. Spart sogar noch Stromrechnung und Kinder gabs so auch genug.

  9. heidi reiff sagt:

    Korrektur – s Geld isch versoffen, drau isch verloffen

  10. Katharina sagt:

    Nein gefaellt mir nicht – sorry.

    es fehlt an spannkraft, um es etwas knistern zu lassen.

    das deutsche wort lecken dann…. ist eben ein massiver abtoerner.

    weiter ist dann der country spam so anregend wie ein texanischer misthaufen eben ist.

    doe kommentare dann weisen auf die phantasie der schreiber hin. oder sie sind verklemmt. wohl beides. eben, erotik nach schweizerischer hausordnung. nebenbei…ich wette fast dass multiple-choice dort eben auch nicht passiert.

    • Odnalro Ressarts sagt:

      jaja, wir wissens selber. In Mundart funktioniert noch nicht einmal “ich liebe dich”. Alle Sexbegriffe (knutsche, bumse, blase, schläcke, vögle) sind aus dem Hochdeutschen importiert. Wir Schweizer haben gar nie ein eigenes Vokabular dafür entwickelt!

      und ein Satz wie “ich würd dich gärn am schnäggli chräble” treibt uns eher Schamesröte und ein irres Lachen ins Gesicht, als dass es irgendwie erotisch tönt.

      Gestehen wir es ein: wir sind in Sachen Erotik ein recht sprach- und hilfloses Völkchen, Die Tessiner und Welschen habens a sicher besser, das tönt schon ganz anders.

  11. heidi reiff sagt:

    Theoretisch kenne ich alle Sexstellungen, Frauen haben noch eine Klitoris bäh, bäh, bäh, bäh brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, sind die Turbanheiris wieder im Vormarsch, brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, oder so eine Islamhexe brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, mich schüttelts durch, brauch ev. zur Erholung mal wieder ein Film von Miss Piggy.

    • Katharina sagt:

      I thought you get it off chasing african girls….Miss Piggy?

      • Aaah, they’re all the same. They’re not like me! Enough for despising them.

        (”me” is not Patrick Tigri in this context. Thought I have to point this out, Kat…)

    • Odnalro Ressarts sagt:

      wofür steht “brrrrr…”, für ein Maschinengewehr oder für eine Lobotomie?

      Nicht, dass ich nicht auch etwas gegen “Turbanheiris” und “Islamhexen” (oder auch christliche, jüdische oder buddhistische Hexen notabene) hätte. Aber ihre Sprachexkremente deuten schwer auf den Einfluss schweren Trinkens hin.
      Nicht dass ich dagegen etwas hätte…

  12. Hm, also dieser Mann hier: http://www.spiegel.de/video/video-1097671.html hätte ein paar Sextipps dringend gebraucht diesen Sommer. Guter Film übrigens.

    • Rotkäppchen sagt:

      Ich hasse diese Art von Hexenjagd – auch von Frauen gegenüber ihren Exen. Beschämend wie dieser mutige moderne Robin Hood gejagt wird – ich mag solche Menschen mehr als alle Angsthasen und Arschkriecher und wünschte mir mehr davon. Sei nicht so zynisch, Kater!

  13. Katharina sagt:

    Der Reich der Sexualität ist genauso reguliert geworden wie klassifizierte Dokumente.

    • Auguste sagt:

      hmm…, vor oder nach wikileaks?

      • Katharina sagt:

        Was dort geleckt hat, ist wohl was Anderes, und der Idiot weigert sich, einen Test auf STDs machen zu lassen. Stattdessen zettelt er einen Medienzirkus an, in dem er sich dann als armes gejagtes Ofer inszeniert suhlen kann. Eigentlich erstaunlich, dass gewisse Medienfritzen sowas auf den Leim krochen.

  14. Markus Biber sagt:

    Apropos Socken in der Mikrowelle: Als meine damalige Freundin (und jetzige Frau) zum ersten Mal bei mir übernachtete, wusch sie ihren Slip von Hand und ich hatte die Idee, ihn in der Mikrowelle zu trocknen. Resultat: Viel Rauch, dunkelbraun verschmorte Plastikfäden und der Geruch illegaler Abfallentsorgung…. And now for something completely different:

  15. heidi reiff sagt:

    Also merkt euch eins, die Frau ist dem Manne untertan, so stehts schon in der Bibel, die Eva ist aus dem Knochen Adam entstanden, seid endlich dankbar liebe Frauen, tut Busse, auf die Knie, Jehova, Allah meinen es alle nur gut, blöd, die Menschen haben sie vermutlich vergessen in ihrer Euphorie, ich warte jetzt geduldig auf eine Spinne die sich herabseilt an einem Faden, ich mag das Tier Spinne, wirkliche Künstler, echt gestalterisch, hab da noch einige Photos von Spinnennetzen, eine Augenweide

  16. Katharina sagt:

    „Sextipps, die die Welt nicht braucht“

    Dafür etwas brauchbares hier:

    http://viktoriamichaelis.com/2010/12/close-your-eyes-1/

  17. Kim sagt:

    Oh oh …. zuuuuuuuuuu blöd aber auch … der Eiswürfel will nicht im Bauchnabel liegen bleiben….. wie macht Mann bei Frau mit kugeligem Babybauch das bloss? Vielleicht sollten wir den Eiswürfel mit Honig fixieren? Oder besser Schoggicreme? Und die Socken mit roter Elchnase und Glöckli zeigen auch noch keine Wirkung. Grrrrr…
    Mhmmmmm, aber wenigstens ist die Schoggicreme lecker ….. yumm yumm …. Erfahrungsbericht folgt …. vielleicht 8-)

    • Auguste sagt:

      hmm…, viel spass beim “coole schoko-sexbombe” spielen, kim.

    • Odnalro Ressarts sagt:

      Den Rahmbläser und die Erdbeeren, die ich bei einer Ex ins Bett schmuggelte, fand diese anfänglich lustig, ich verköstigte mich prima aber nach einer Weile fanden wir bide das Ganze eher gruusig. Ist ja auch unsexy, wenn bei dem anschliessenden Gewackele die Rahmresten zu Butter werden…

      Nach einer Dusche und Mundreinigung war dann sexuell wieder alles—in Butter…:-)

      • Kim sagt:

        Stimme Ihnen ja eher selten zu, aber das ist eine gute Fortsetzung! Einfach nahtlos unter der Dusche weitermachen … :-D

    • Rahel sagt:

      Wassss? Die Socken habt ihr schon? Die liegen bei mir unter dem Christbaum :-)

  18. The Symbol, formerly known as Katharina sagt:

    ;-)

    wunderbar, ich hab mich “schepps” gelacht!

  19. Katharina sagt:

    Und ich träume, dass ich meinen Kuss auf die Schwelle Deines Mund lege.
    Ich schreibe meinen Namen in die langsame Luft des Träumens
    Um zu überprüfen, ob ich wach bin,
    Und die Buchstaben sind wie Noten eines fernen Saxophons verstreut,
    Verlorene Vögel in der nahen Wüste meiner Hände.

    Ich berühre Deinen feuchten Mund, der meinen Namen wiederholt,
    Ich berühre meinen Namen um zu sehen, ob ich diejenige bin die träumt
    Oder ich in Deinem Traum bin.
    Und nein.
    Es ist Dein Traum, der sich mit meinem mischt,
    So wie das Wasser meines Flusses in das Wasser Deines Regens zusammen fliesst.
    Und fällt.

    Deine Hände liebkosen mein Gesicht und sind wie weisse Meere die mich umarmen in diesem Herbst, dieser Nacht.

    Deine Augen entkleiden mich und ich fühle die Kälte meiner Haut,
    Die durch das Licht eines weissen Mondes, Deinem Lächeln, erwärmt wird.

    Und ich liege in Deinen Händen und schwebe, während Dein Mund meinen Körper hinunter reist,
    Meine Nacht, allein in der Einsamkeit zu träumen, rettend.

    Dein Traum begleitet meinen Traum, Deine Nacht meine Nacht.
    Das Meer sagt etwas, und Dein Geschlecht wiederholt es ruhig in meinem Schweigen, während ich träume.

    • Katharina sagt:

      Y sueño que dejo mi beso en el umbral de tu boca.
      Escribo mi nombre en el aire lento de soñar
      Para verificar que estoy despierto,
      Y las letras se dispersan como notas de un saxo lejano,
      Pájaros extraviados en desiertos cercanos, mis manos.

      Toco tu boca húmeda que repite mi nombre,
      Toco mi nombre para saber si soy yo el que sueña
      O soy yo en tu sueño.
      Y no.
      Es tu sueño que se mezcla con el mío,
      Como el agua de mi río en el agua de tu lluvia, juntos a punto de caer.
      Y caen.

      Tus manos acarician mi rostro y son como mares blancos que me abrazan en esta caída, la noche.

      Tus ojos me desnudan y siento el frío de mi piel
      Que se entibia con la luz de una luna blanca, tu sonrisa.

      Y me recuesto en tus manos y floto mientras tu boca recorre mi cuerpo,
      Salvación de mi noche solitaria en la soledad de soñar solo.

      Tu sueño acompaña mi sueño, tu noche acompaña mi noche.
      El mar dice algo, y tu sexo lo repite en silencio, en mi silencio, mientras sueño.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Katharina, das ist wunderschön! Von wem ist es? Es gibt da eine südamerikanische Dichterin, deren Name mir gerade entfallen ist, die könnte es sein – jetzt ist er mir eingefallen: Gioconda Belli, ist es von der?

      • Katharina sagt:

        Nein, Pippi. Eine Mexikanerin. <3

      • Odnalro Ressarts sagt:

        Leute mit einer Halbbildung würden Neruda quoten. Krazy-Kat hat einen feinsinnigeren Geschmack. Im Internet findet sich nichts. Bin auch gespannt!

    • Henri sagt:

      Zweifellos ein schönes und sinnliches Gedicht.

      Aber wer würde schon sowas während dem Sex rezitieren wollen.

      Also meine Erfahrung ist: man sagt während dem Sex am besten das, was man gerade denkt – aber man sollte dabei nicht zuviel denken, bzw. die Gedanken unter der Gürtellinie halten. Und wenn das Gegenüber durch Reden während dem Sex irritiert wird, ja dann hilft nur noch schweigen.

      Was die übrigen Sextipps anbelangt: unser Problem ist, dass wir zuviel gesehen, zuviel gelesen und zuviel gehört haben – wir wissen darum manchmal nicht mehr genau, ob wir in unserem Verhalten gerade authentisch sind oder ob wir gerade irgend eine (irgendwann gelesene/gesehene/gehörte) Szene imitieren.
      Dieses Problem haben wir mittlerweile nicht nur beim Sex, sondern auch bei anderen Situationen: wir sind zu Imitatoren geworden, weil wir jede denkbare Situation in allen Reaktionsvariationen schon mal im TV gesehen haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Genauso ist das Henri, deshalb unter anderem sollte man/frau sich hüten, Pornos zu schauen, die fremden Bilder hocken im Kopf und lähmen die Phantasie. Mit erotischer Literatur ist das etwas anderes, da können wir die Bilder immer noch selber machen, wir werden nicht vereinnahmt.

      • Tim sagt:

        @Pippi
        Sprichst du da aus Erfahrung oder behauptest du das einfach mal so?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tim, das kannst du dir aussuchen. Nein, ich habe natürlich auch schon Pornos gesehen und gemerkt, dass es keine Bereicherung ist, sondern eine Beeinträchtigung. Abgesehen von den sonstigen Vorbehalten, die ich gegen Pornos habe.

      • Tim sagt:

        @Pippi
        Da mache ich jetzt mal eine Behauptung:
        Solche Dinge sind sehr individuell. Die einen können damit nichts anfangen, für andere ist es lustfördern, für wieder andere eine Anregung, etc.
        Manche mögens so, andere so.
        Die Menschen sind verschieden und sie haben ihre Berechtigung auf diese Verschiedenheit. Auch du hast das Recht, Pornos nicht zu mögen und ich werde jedes Gesetz ablehnen, das eine Pornopflicht bedeuten würde. ;)

      • Rahel sagt:

        Also ich muss zugeben, dass mein Mann und ich auch schon das eine oder andere, was wir in besagten Filmchen gesehen haben, ausprobiert haben und es hat uns gefallen und unser Sexleben bereichert! Was ist daran so verkehrt? Diese Filme sind doch auch ein stückweit dazu da, Ideen zu holen die man selber nicht hätte!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tim, da bin ich ja beruhigt. 8)

        Die Menschen mögen verschieden sein, aber gewisse Verhaltensweisen und Reaktionen sind trotzdem vergleichbar, man kann schon ableiten, deshalb denke ich nicht, dass meine Reaktion so völlig individuell ist. Bilder haben einen viel grösseren Einfluss auf unser Empfinden, als uns lieb sein kann. Ich befürchte, Pornos sind kontraproduktiv, sie mögen im Moment eine luststeigernde Wirkung entfalten, aber auf Dauer führt es eben auch zu einer Abstumpfung. Wenn du Pornos von vor 30 Jahren mit heutigen vergleichst, kannst du das sehr gut beobachten, was damals aussergewöhnlich war, ist heute quasi Pflicht, so dass schon die 14 Jährigen meinen, Analsex sei völlig normal. Um welchen Preis? Sind die Menschen glücklicher, sexuell erfüllter?

        Ich weiss, die meisten Männer gucken Pornos und ich bin eine Spielverderberin, wenn ich das sehr kritisch sehe, trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, sie basiert auf Erfahrung.

      • Tim sagt:

        @Pippi
        Nein, du bist keine Spielverderberin, dafür bist du nun wirklich nicht wichtig genug (nicht übel nehmen).
        Wie sagte schon Paracelsus: Allein die Menge macht das Gift“.
        Das gilt sicher auch bei diesem Thema.
        Selbstverständlich ist es dein gutes Recht bei deiner Meinung zu bleiben, aber es ist auch mein gutes Recht, deine Meinung als verkorkst und schwulenfeindlich einzuordnen; denn ich finde es gut, dass Jugendliche auch über homosexuelle Praktiken aufgeklärt werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein nein, Tim, in diese Ecke gehöre ich ganz bestimmt nicht, ich bin weder verkorkst noch schwulenfeindlich. Wenn ich von den Pornos und dem Analsex sprach, meinte ich die Pornos für die Hetis. Dass Schwulenpornos andere Inhalte haben, leuchtet mir ein.

        Ich hatte schon vor fast dreissig Jahren schwule Freunde und habe sie heute noch, also reg dich ab, die mögen mich, dafür wird es wohl Gründe geben.

      • Katharina sagt:

        “Aber wer würde schon sowas während dem Sex rezitieren wollen.”

        erotischer traum? such an idiot sometimes, o’ henry.

      • Henri sagt:

        Danke für den Idiot, Madame – Sie sind ja heute wieder mal sehr charmant.

        Aber irgend jemand hat den Traum ja mal ausserhalb des Traumes rezitiert – wie sonst hätte er den Weg aufs Papier und am Ende hieher gefunden?
        Aber ich merke schon – Träume sollte man beim Sex vergessen …..

      • Katharina sagt:

        Also o’ henri:

        wie ich mich heute fuehle:

        http://www.youtube.com/watch?v=ZiHKwTa4SO0

        BEBE. LA BICHA.

        so. jetzt koennt ihr ja weiter ueber pornos faseln.

    • Markus sagt:

      Das berührt und fehlt leider doch so oft im Alltag. Oder schaffst du es, das ins tägliche Leben zu übertragen?

    • Zweifellos grandios. Aber bin ich der einzige, der bei den Fragen nach dem Wesen des Traums an den Film “Inception” gedacht hat…?

  20. oma sagt:

    ha, ha – schade diese wertvollen tipps hätten vor 40 jahren mein leben verändern können!

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