
Erlitt zum zweiten mal eine Fehlgeburt: Lily Allen.
Den meisten Zeitungen war es eine Schlagzeile wert: «Lily Allen hatte einen Abort – sie war im sechsten Monat schwanger.» So nüchtern die Meldung daherkommt und so schnell sie im Newsstrom wieder untergehen wird: Für Lily Allen, die sich bekanntermassen ein Kind wünscht, muss es schrecklich sein, nachdem sie schon vor zwei Jahren dasselbe erlebt hat.
Man könnte nun hier die moralische Frage aufwerfen, ob ein so grosses öffentliches Interesse an Allens Fehlgeburt besteht, dass darüber berichtet werden muss – das geht ins selbe Kapitel wie die notorischen Spekulationen gewisser Medien über angebliche Babybäuchlein bei allerlei Prominenten. Aber anstatt hier Medienschelte zu betreiben, könnte man sich vielleicht auch fragen, ob es nicht an der Zeit wäre, das Thema, das in unserem Kulturkreis nach wie vor Tabu ist, mal nüchtern zu betrachten: Etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden in einem Abort. Aber während die Abtreibung ein Politikum ist, bei dem die Gefahr schwerer seelischer Schäden bei der Frau beschworen wird, wird über die andern Frauen kaum gesprochen. Eine Frau, die ihr Kind unfreiwillig verliert, bevor es geboren wurde, sie es gebären muss, obschon es bereits tot ist, bleibt damit meist alleine.
Warum eigentlich? Natürlich ist es nicht für alle Frauen dasselbe. Die Vorgeschichte ist entscheidend, das Alter, die Stärke des Kinderwunsches, der Zeitpunkt des Aborts. Findet er in den ersten Wochen statt, ist er vielleicht weniger dramatisch, als nach ein paar Monaten. Wenn bereits Ultraschallbilder am Kühlschrank hängen, das Kinderzimmer bereits eingerichtet, der Bauch bereits zu einer stattlichen Kugel herangewachsen ist und das Kleine sich durch Tritte oder Schluckauf bemerkbar gemacht hat, dann ist es schwieriger. Die Erfahrung ist schmerzhaft, körperlich wie seelisch.
Was für das Umfeld nicht immer leicht nachzuvollziehen ist. Ein ungeborenes Kind war für die Aussenstehenden gar nie richtig da. Und der Aussenstehende hat auch nicht unbedingt mitbekommen, was mit der werdenden Mutter geschieht: die subtile Verschiebung der Prioritäten, das neue Lebensgefühl, die Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Das Leben, das langsam im Uterus heranwächst, sich bemerkbar macht. Dieser Zustand des zwei in eins, eine Kernreaktion, die die Mutterliebe ankickt. Verliert diese ihr Objekt, ist das einfach nur traurig. Nicht nur für die Frau, sondern meistens auch für den Mann, die Paarbeziehung. Aber die Frau erfährt es am eigenen Leib – und die meisten Frauen behalten ihren Schmerz für sich. Vielleicht, weil die Erfahrung, das ungeborene Leben vorzeitig zu verlieren, zu radikal persönlich ist.
Der Tod ein heikles Thema, bei dem viele Menschen in Verlegenheit geraten, wenn andere von einem solchen Verlust betroffen sind. Wie sollen sie reagieren? Es ansprechen? Stillschweigend darüber hinweggehen? Es gibt bei solch delikaten Angelegenheiten natürlich nur individuelle Antworten. Aber man sollte den Schmerz der Betroffenen in jedem Fall respektieren. Auch bei Lily Allen.



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
auf Facebook



























































































@lea: danke es geht mir sehr gut. habe nur etwas gegen die schwätzer, die das gelesene nicht verstehen und glauben, weil sie 500 freunde im facebook haben, sie seien besser und glücklicher. keine angst (oder ist es paranoia?), ich habe keine waffe und keinen psychiater, aber eine handvoll freunde und stehe mit beiden beinen im leben. übrigens: wenn einer/eine mehr als eine halbvoll freunde zu haben glaubt, sind wir wieder bei der obgenannten wolke…..
@b. steiner: sorry, Sie haben recht, das genannte zitat wahr zu pauschal. glaube aber nicht, dass lea das verstanden hat. ihr kommentar war noch pauschaler.
@lea spescha: Sie meinen wohl Kim? Ich weiss nicht ob Sie hier mitgelesen haben, aber Kim betreut im Moment eine Freundin welche soeben ihr Kind im 4.Monat verloren hat, selber ist sie im 6.Monat schwanger (steht alles hier drin).
Von daher kann ich ihre engagierte Reaktion verstehen, es kam schon ziemlich kühl und distanziert rüber.
Ich denke auch nicht, dass man immer alles am eigenen Leib hat erfahren müssen um wirklich verstehen zu können, und selbst wenn wir dasselbe erlebt hätten, nicht mal das garantiert dann quasi ein wirkliches Verständnis, da jeder sehr individuell auf Leiderfahrungen reagiert. Natürlich entsteht eine Art “Schicksals-gemeinschafts-verständnis”, aber ich fühle mich auch von Menschen verstanden die nicht nur dasselbe hindurch mussten.
@b. steiner. ja, ich meine lea. dass ihre freundin eine betroffene ist, macht die dummen kommentare noch schlimmer. für mich sind personen, die als UNMITTELBAR, d.h. ohne zeitlichen abstand, betroffene, sich öffentlich äussern müssen, suspekt. betroffen ist befangen, da sollte man sich aus öffentlichen foren raushalten, denn das mitleid schinden hilft keiner, die das liest. ich frage mich ernsthaft, wie so jemand eine frau, die ein kind im 4. monat verloren hat, betreuen kann oder zu können glaubt. ziemlich schräg die gute lea.
Zur Info: Ich betreue nicht, ich bin als Freundin da. Nicht mehr und nicht weniger. Zuhören, Ablenken, in den Arm nehmen, auch mal im Haushalt helfen, wenn ihr oder ihrem Mann die Kraft fehlt, je nachdem.
Zu Ihrer Aussage:
“für mich sind personen, die als UNMITTELBAR, d.h. ohne zeitlichen abstand, betroffene, sich öffentlich äussern müssen, suspekt. betroffen ist befangen, da sollte man sich aus öffentlichen foren raushalten, denn das mitleid schinden hilft keiner, die das liest.” ???
Wenn nicht Betroffene, oder wie Sie es zu sagen pflegen – Befangene – an solch einem Forum teilnehmen sollten, WER denn dann. Ich heisse übrigens Kim… sollten Sie, die ja andere als Schwätzer und Dummchen abkanzelt, vielleicht mal bemerken. “Ziemlich schräg”, um wieder mit Ihren Worten zu sprechen. Lesen Sie erstmal den ganzen Blog, bevor Sie (ver)urteilen.
Liebe Kim ¨
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für diese schwere Aufgabe! Vergiss aber, nebst Deinem aufopfernden Dasein für die Freundin, Dich selber nicht! Und lass Dich von hirnlosen Kommentaren nicht verunsichern, herabmachen und entmutigen!
@b.steiner, tschuldigung: ich meinte kim. ist für mich schon spät. bin seit 5 uhr auf den beinen (3 kinder und einen mann).
Mhm… wie sagten Sie so schön: “die gesellschaft bemitleidet sich für alles und jedes. mitleid heischen ist in”
Andere für Ihre Auffassungsgabe abkanzeln, aber selber ……..
-qed-
Wenn du den Mann als Belastung aufführst wie die Kinder, machst du etwas falsch. Es sollte doch heissen “3 Kinder und zum Glück einen Mann”, oder?
@lea spescha: widerlegen Sie sich mit dieser Aussage nicht ein bisschen selber? Sie fordern, dass nur Nicht-Betroffene sich in diesem Forum äussern dürften und lehnen rigoros jeglich vermeintliches Heischen um Mitleid ab.
Dann sollten wir aber auch nicht wissen dürfen wielange und unter was für Bedingungen Sie schon auf den Beinen sind.
Zudem, dies hier ist kein abstraktes Wissenschaftsforum aus dem Elfenbeinturm, sondern ein Gefäss aus der Praxis für die Praxis, so zumindest hab ich den mamabl0g bisher verstanden.
Sehr viel Qualität würde verloren gehen wenn keine Betroffenen, ob nun unmittelbar oder auch schon “länger her” mehr von ihren Erfahrungen berichten dürften.
Bitte Frauen, lasst die doofen Kritisierereien wegen irgendwelchen kleinen Fehlern. Das wirkt nur lächerlich auf Aussenstehende und hilft nicht weiter.
Gegen inhaltliche Kritik habe ich natürlich gar nichts.
Ich möchte an dieser Stelle als freipraktizierende Hebamme alle informieren, dass eine Frau, welche eine Fehlgeburt erlebt, von uns Hebammen begleitet wird, ob unter der Fehlgeburt oder nach der Geburt im Wochenbett. Auch eine Fehlgeburt ist eine Geburt und die Frau war schwanger mit diesem Kind. Und sie macht ein ganz besonderes Wochenbett durch. Zwar haben nicht alle Hebammen eine entsprechende Ausbildung oder fühlen sich der Herausforderung gewachsen. Auf http://www.hebamme.ch können Sie erfahren, welche Hebamme sie in diesem Fall begleiten kann. Unserer Vertrag mit den Krankenkassen sieht eine solche Begleitung auch vor und wird von der Grundversicherung bezahlt. Wir kennen auch Adressen, wo sie sich mit der Trauer weiterbegleiten können. Am 21. Nov. um 17 Uhr findet im Grossmünster eine überkonfessionelle Trauerfeier um verstorbene Kinder statt http://www.fpk.ch/pdf/2010gedenkfeiernhomepage_000.pdf
Danke liebe Salome, für Deine wertvollen Hinweise. Ich wünschte, meine Gynäkologin hätte mir bei meinen 5 Aborten gesagt, dass ich die Hilfe einer Hebamme in Anspruch nehmen könnte. So musste ich mit meiner Trauer, mit meinem immensen Verlust und meinen Selbstvorwürfen alleine fertig werden. Zu der Trauer kommen nach einem Abort immer auch noch mehrere Faktoren zusammen. Der Faktor “Schlechtes Gewissen gegenüber dem Partner”. Ich hatte nach jedem der 5 Aborte ein unendlich schlechtes Gewissen gegenüber meinem Mann – er welcher sich nichts sehnlicheres wünschte als ein Baby. Klar, ich wünschte es mir auch so sehr, aber ich war ja schliesslich diejenige welche 5x das Baby verlor, immer zwischen der 13. SSW und der 20. SSW. Die Zervixinsuffizienz zeigte sich bei mir leider immer recht spät. Zum schlechten Gewissen gegenüber dem Partner kamen dann auch noch die Selbstvorwürfe, der Gedanke: Nicht einmal für das einfachste der Welt bin ich im Stande. Nagende Zweifel an mir selber, die Frage: warum immer ich? Und wenn ich dann in der Stadt überall schwangeren Kugelbäuchen begegnet bin gab mir das immer noch einen zusätzlichen Stich ins Herz. Irgendwie wurde ich dann richtig sensibel – ich sah dann überall Kugelbäuche – wo ich auch hinschaute. Und die Eifersucht – die Eifersucht auf Frauen welche schwanger waren und dann einige Zeit danach ein süsses Baby im Arm hatten. Und ich wieder einmal plötzlich mit einem leeren Bauch dastand. Ich kann nur aus meiner Sicht erzählen – ich denke jede Frau geht anders um mit diesem traumatischen Erlebnis.
Nach der 5. Fehlgeburt wurde ich dann wieder schwanger und diesmal machte die Gynäkologin eine Cerclage und diesmal klappte es. Mein Sohn kam nach schweren Schwangerschaftskomplikationen (u.a. 2 Wochen auf der Intensivstation des Frauenspitals Bern wegen einer Pankreatitis in der 30. SSW) per Notkaiserschnitt auf die Welt. Die Tochter drei Jahre später auch als Notkaiserschnitt wegen einer Eklampsie. Beiden Kindern geht es inzwischen gut – sie hatten aber beide einen schwierigen Start ins Leben.
Mirjam, welch grosse Freude dass es doch noch geklappt hat! Ich freue mich sehr für Dich und Deinen Mann!!!
@Mirjam
Bin zwar ein bisschen spät dran:
Bhüets eu Gott!
@b. steiner: liebe frau steiner, ich schrieb “unmittelbar, ohne zeitlichen abstand betroffen”. das deshalb, weil mit zeitlichem abstand zum geschehen die dinge objektiver gesehen werden können. was mich an diesem forum stört ist, dass kaum jemand genau liest und “hinhört”, sondern aufgrund eines satzes oder eines wortes die vorgefasste meinung rausplappert. schade, ich glaubte, das forum unterscheide sich vom geschwätz beim kaffeekränzchen….bestes beispiel: pippi langstrumpf, die glaubte, gelesen zu haben, ich sei überfordert mit drei kindern. bin ich nicht, aber nach einem vollen tag gestern war ich einfach müde…deshalb die namensverwechslung.
Da sind Sie ja wieder, wie überraschend. Zwei Zitate für Sie zum Nachdenken, mehr Zeit möchte ich dann definitiv nicht auf Sie und Ihre überhebliche Meinung verwenden:
Besser ist gläubige Unwissenheit als vermessenes Wissen.
(Augustinus Aurelius)
Einfühlungsvermögen ist der Reichtum unseres Herzens.
(Almut Adler)
Sie müssen die Zitate bitte nicht kommentieren, Sie wissen es ja eh besser als wir anderen hier im Forum.
Lea, du irrst dich, ich lese sehr genau, bevor ich etwas schreibe. Aus deinen bisherigen Zeilen spricht eine Überheblichkeit, die völlig unangebracht ist. Wenn du deine Belastungen aufführst und deinen Mann in einem Atemzug mit Kindern nennst, kommt das ganz klar so rüber, dass auch er einen Arbeitsaufwand bedeutet. Das kann ja sein, wenn du ihm den Haushalt machst, andererseits entlastet er dich, indem er einer Erwerbsarbeit nachgeht und das Geld nach Hause bringt, du bist also immer noch in einer komfortablen Situation. Wenn es nicht so sein sollte und du für alles zuständig bist, allein für den Haushalt und für das Erwerbseinkommen gleich auch noch, obschon du in einer Partnerschaft lebst, machst du etwas falsch. Ich habe kein Verständnis für Frauen, die ihren Männern einerseits alles abnehmen, was Haushalt und “Gratisarbeit” bedeutet und sich andererseits beklagen – du machst das freiwillig! Ein Mann ist kein unselbständiges Wesen, das Betreuung braucht und in erster Linie Arbeit bedeutet, bei Kindern ist das, je nach Alter, etwas Anderes. Übrigens: Es gibt Frauen, die stehen jeden Tag im Morgengrauen auf, weil sie “nur” drei Kinder haben, sie machen alles allein, sind für den Haushalt und das Erwerbseinkommen zuständig.
@kim: das zweite zitat ist super, schön wenn Sie es haben und einfühlungsvermögen nicht mit gemeinsamen jammern verwechseln. das erste zitat könnte auf ein mitgleid einer freikirche deuten, was nichts schlechtes ist, jedoch Ihre argumentation erklären würde.
nanana, jetzt interpretierst du aber, lea…
@pippi L. liebe pippi, Sie interpretieren mit Ihrer subjektiven sichtweise. Ihre interpretation ist falsch, was auch am beschräkten austausch des schriftlichen forums liegen kann. meine familie ist keine belastung, der mann und die kinder sind in die für sie zumutaren arbeiten zu hause eingebunden. ich zweigle nicht, dass Sie die kommtare nicht lesen, doch lesen und das gelesene verstehen sind zwei paar schuhe. offensichtlich habe ich zu hohe ansprüche für dieses forum.
Wer unbemerkt eine doppelte Verneinung in einen einfachen Satz packt, ist wohl eher über- als unterfordert, auch in diesem Forum……..
die doppelte verneinung kann im hochdeutschen verschieden angewendet werden, unter anderem als bekräftigung der verneinung. in dem von Ihnen beanstandeten satz mit nebensatz bekräftigt das zweite nein, dass nicht gezweifelt wird. diese von mir gewählte form wird allerdings nicht mehr häufig angewendet, was Ihre überforderung erklärt und beweist, dass Sie lesen können……
Du versuchst zwar, elegant die Kurve zu kriegen, aus deinem Satzbau geht aber klar hervor, dass du die doppelte Verneinung unbewusst eingesetzt hast. Sie wird ausserdem vor allem in deutschen Dialekten, auch in der Schweiz, gebraucht, nicht im Hochdeutschen.
wieder eine fehlinterpretation. versuchen Sie doch einmal, die dinge so zu verstehen wie sie gemeint sind. die doppelte verneinung im dialekt hat nichts mit dieser doppelten verneinung im hochdeutschen zu tun. sie meinen wahrscheinlich :i han nid nüd gseh….aber lassen wir das, mich nervt Ihr halbwissen, im forum kommen sie damit sicher gross heraus. da können Sie mit dem bauch denken und schreiben.
Interpretationen sind immer etwas Schwieriges, die kommen nämlich, wie ich hier vor einigen Tagen bemerkte, oft falsch heraus. Wer etwas schreibt, soll sich Mühe geben, das möglichst ohne Interpretationsbedürftigkeit zu tun.
Was ich manchmal tue, damit man nicht beginnt, zwischen den Zeilen zu lesen: Nur eine Zeile schreiben.
Nein, das meine ich nicht, Lea, ich meine genau was ich schreibe. Du führst dich hier auf wie ein schlecht erzogenes Teenie, klugscheisserisch auf eine äusserst pampige Art. Innehalten, abkühlen, nachdenken – du hast dich bereits genug blamiert.
@ Pippi Langstrumpf
Nicht aufregen
Damit sagte ich notabene nicht, dass Du, Pippi, hier interpretationsbedürftig geschrieben hättest. Manche Leute schaffen es noch in eine Aussage wie “1+1=2″ etwas hineinzuinterpretieren.
Nur die Ruhe. Einfach ignorieren. Nicht mehr reagieren. Danke für den Tipp, Patrick Tigri.
Rahel, Tiger, Kim, ihr habt ja so recht. Freuen wir uns darüber, dass heute das Wochenende beginnt
Yep. UND: Ich hab heut Abend einen Babysitter. Ausgang mit meinem Schatz. *freu*
Ja genau
Gewisse Leute drehen sich eh immer um den gleichen Punkt, da kann man argumentieren und sich aufregen wie man will
Haalllt!!!! Will auch mit…….:-)
Im Ernst: Wünsche Dir viel Spass! Bei mir ist es dann morgen soweit: Kino mit meinem Liebsten! *jubel*
Gehört ja nicht zum Thema!
Wollte nicht pietätlos sein! Also Sorry an die, die ich mit meinen letzten zwei Kommentaren geärgert habe!
Viel Spass, Leute.
Ja Ja, der hobby kommunikationstheoretiker…. logisch ist es subjektiv, denn wahrnehmung kann nie etwas anderes sein.
ihre ‘verwechslung’ der Nicks ‘lea’ und kim ist nun allzu ofensichtlich.
auch, dass ihr standunkt immer der rochtige ist.
kennen wirdoch seit…etwa 15 monaten, nicht?
Hallo Kat, diese Vermutung hatte ich auch……
Wenn ein Kind stibrt im eigenen Bauch ist das eine Erfahrung, die man nie mehr vergisst.
Frauen und Männer, bitte missbraucht dieses ernsthafte Thema nicht. Wenn Ihr unbedingt einander die Köpfe einschlagen wollt dann bitte ausserhalb dieses Themas. Danke.
Danke für diese deutlichen Worte, Mirjam, sonst hätte ich es gemacht.
Vielleicht eignet sich das Thema einfach nicht als Diskussionsgrundlage?
Ich habe das bereits gestern in meinen wenigen posts angetönt. Das Thema braucht mehr Ruhe und Reflexion als es hier überhaupt je möglich sein wird. Es darf auf keinen Fall einfach so trivial und unmoderiert in den Raum gestellt und dem Verdeih und Verderb der Kommentare ausgeliefert werden. Aber es sind doch erstaunlich gute Ansätze einer Diskussion zustande gekommen. Die erste Hürde wurde genommen und das subtile Antasten ist geglückt. Immerhin!
Es eignet sich sehr wohl,
die Threads “wenn Kinder sterben” “wenn Schwangere Gott spielen müssen” und viele andere zeigen dass es geht.
Und auch hier ist es gegangen, wenn man gewissen Passagen einfach überliest.
Es wäre mehr als jammerschade wenn es hier keinen Platz mehr für das, “was ans Läbige geht” hätte!!!
Lachen, um nicht zu weinen.
Auch wenn ich jetzt ev allen Ärger auf mich ziehe (vermutlich auch nicht zu Unrecht) – einen Vorteil kann eine Fehlgeburt auch haben. Oder um es in den Worter meiner kleinen Schwester auszudrücken: “Gäll Mami, wenns Buscheli vor mir nöd gstorbe wär, denn wär ich jetz gar nöd da?!”
@Kathy: Nein, zu Unrecht, meine Existenz verdanke ich ebenfalls einem tragischen Todesfall.
Bloss kann dieses Wissen zu falschen Schlussfolgerungen führen
welche einer “Aufarbeitung/Klärung” bedürfen.
@lea spescha
Wie ich das hasse, wenn solche strohdummen Menschen wie du ihr empathieloses, zynisches Geschwafel unter Halbwahrheiten versteckt! Heb eifach d Sch….!
Hey, bitte nicht in diesem Ton in diesem Forum. Ich bin mit Lea Peschas Aussagen auch nicht immer einverstanden, würde es aber nie wagen, sie derart anzufahren. Wir sind doch erwachsene, intelligente und gut erzogene Menschen. Ich finde es extrem schade, wenn ein wortwörtlich todernstes Thema wie dieses hier missbraucht wird um persönliche Fehden auszutragen. Also bitte vertragt Euch wieder und postet nur Beiträge welche dem Thema hier helfen auf einem hohen Niveau zu bleiben. Beiträge mit Beleidigungen, Angriffen ect. sind hier nicht erwünscht.
Ich mag ihre Musik… sie tut mir unendlich leid.
Es werden ganz verschiedene Fragen gestellt – im Artikel und in gewissen Kommentaren:
Trauerintensität und Dauer:
Die Trauer hat bestimmt zu einem Teil einen Bezug zur Schwangerschaftsdauer. Die Grösse des Verlustes und der Trauer ist aber auch von ganz vielen anderen Faktoren abhängig, beispielsweise ob man bereits Kinder zuhause hat, wie die Paarbeziehung funktioniert (und auffängt), ob es das erste Kind ist, das man verliert, ob man sich realistische Chancen ausrechnen kann eine weitere Schwangerschaft zu erleben.
Internalisierter Schmerz:
Diese Antwort ist einfach – leider. Denn wenn man den Schmerz öffentlich macht, wird sehr häufig weiterer Schmerz hinzugefügt. Viele Menschen sind hilflos und ertragen ihre Hilflosigkeit schlecht und daraus entstehen oft sehr komische und verletzende Kommentare.
gewünschte Reaktion:
FRAGEN! Entweder ganz einfach, wie gehts? Und wenns eine oberflächliche Standardantwort gibt nachdoppeln und sagen, dass man wirklich am Befinden interessiert ist und sich Gedanken macht, wie es dem Gegenüber wirklich geht.
Trauer um ein Kind, das nach der Geburt verstarb:
Vermutlich ist die Trauer wirklich grösser, wenn das Kind nach der Geburt noch lebt und erst danach verstirbt. Andererseits bringt es eigene Probleme (und Verluste) mit sich, wenn das Kind nicht lebendig zur Welt kommt. Ich konnte meiner Tochter nie in die Augen sehen, ich konnte sie nie (lebend) auf die Brust legen und ihren Atem spüren etc. Es ist einfach anders und ich frage mich, ob es wirklich wichtig ist, Trauer in “Stärkegrade” einzustufen.
Ich bin froh, wird das Thema diskutiert – vielleicht ecke ich so einmal weniger an im täglichen Leben als Mutter einer Tochter, die kurz nach dem errechneten Termin tot zur Welt kam und nicht verschwiegen werden kann und soll, auch wenn der kinderlose Alltag schon lange wieder eingezogen ist …
Phu, das muss extrem traumatisch sein ein Kind nach dem ET tot gebären zu müssen. Wie hast Du das verarbeiten können? Ich kann es nicht beurteilen, ob der Verlust und die Trauer grösser ist wenn das Kind lebensfähig gewesen wäre. Ich kann nur von mir selber berichten. Ich hatte 5 Aborte – und jedes Mal war es für mich ein Weltuntergang, obschon die Babys alle vor der 21. SSW gingen. Auch in der Frühschwangerschaft merkt eine Frau, dass ihr Körper sich verändert, dass das Baby vorhanden ist – auch wenn noch keine Kindsbewegungen zu spüren sind. Man sieht es auf dem Ultraschall, hat schon Kindsbewegungen auf dem Ultraschall und das klopfende Herzchen gesehen. Man sieht wie es am Daumen lutscht, Fruchtwasser schluckt… Und plötzlich heisst es: Das Embryo ist tot. Und dann muss man es entweder auskratzen lassen (was für ein schlimmer Ausdruck für diesen hässlichen Vorgang!) oder sogar tot gebären. Ich habe beides erlebt. Und ich kann nicht sagen, ob ich um die Babys, welche früh oder spät gegangen sind mehr weine. Es ist in meinen Augen extrem wichtig, auch über derart schlimme und schmerzhafte Erlebnisse reden zu können, sich mitteilen zu können und nicht alles in sich reinfressen zu müssen.
Trauer ist Trauer, und gar niemand hat ein Recht vorzugeben wie stark sie sein darf oder nicht.
Dasselbe Thema erwartet uns auch am anderen Ende der Lebensskala, wenn ein älterer Mensch, vielleicht ein sehr nahestehender Verwandter? stirbt, und es für einige fast unangebracht erscheint zu stark traurig zu sein, denn man solle doch bittesehr sich freuen dass X ein so langes Leben hatte und überhaupt war er doch schon alt, und somit ist es noch weniger legitim zu trauern… .
An was liegt es, dass wir so wenig Worte und Gesten dafür finden?
Wie haben das die Frauen früher erlebt? Falls die Frauen eine Fehlgeburt überhaupt überlebt haben? Hat es irgendeine Tradition gegeben, wie damit umgegangen worden ist, ein Abschiedsritual?
Spätestens heute, wo wir uns nicht mehr jede Minute um das Überleben unserer Familien sorgen müssen, wäre doch genug Raum und Zeit vorhanden uns auch diesen Lebensaspekten zuzuwenden. Ich verstehe jeden Betroffenen der aus Angst vor verletzenden Bemerkungen (und diese Angst ist ja wirklich berechtigt…) das Schweigen vorzieht.
Aber eine besondere Auszeichnung für uns ist das nicht!
@Mirjam: Wir hatten eine wirklich tolle Geburtsklinik – die haben sehr vieles vorgespurt, das im Nachhinein im Trauerprozess sehr viel half. Unser Pfarrer hat uns in der ersten Zeit viel helfen können, auch wenn wir inzwischen den Draht zur Kirche verloren haben. (Mir wird einfach zu viel erklärt, dass alles einen Sinn hat und ich sehe diesen Sinn nicht, wenn ein eigentlich gesundes Kind tot zur Welt kommt.) Und ich habe einen unglaublich tollen Partner, das hilft extrem! Ein paar gute Freunde und ausserdem ein paar Kontakte mit anderen Betroffenen und tja, der Rest bleibt an mir hängen…
Ja, ich habe auch die Fehlgeburten als sehr schlimm erlebt, vor allem die erste, die mich komplett überaschte (missed abort) und ich ohne Vorahnung etc. aus allen Wolken fiel.
@Brunhild Steiner: Nun ja, niemand HAT ein Recht, die Trauer vorzugeben. Aber es gibt immer wieder Menschen, die sich dieses Recht NEHMEN.
Wie das die Frauen früher erlebt haben? Noch viel schlimmer. Denen wurde das Kind weggenommen, die konnten nicht mal Abschied nehmen oder überhaupt realisieren, was passiert ist. Man dachte, dass man den Frauen hilft, wenn sie keine Erinnerung haben. Jedoch hatten die Frauen eine Erinnerung an die Schwangerschaft…
Uns fehlen oft Worte und Gesten weil wir uns nicht in so eine schlimme Situation einfühlen wollen, den Schmerz nicht fühlen wollen, Angst haben zu realisieren, dass keiner von uns weiss, ob er morgen noch da ist.
Verletzende Bemerkungen: Nun ja, mein “Highlight” in diese Hinsicht war eine Begegnung beim Spazieren. Der Mann hat mich vollgequatscht über den gerodeten Wald obwohl ich mich nicht auf das Gespräch einlassen wollte. Ich wollte nicht unhöflich sein aber habe irgendwann dann gesagt, dass ich nicht mehr reden mag, weils mir nicht so gut geht. Er hat mich dann nicht einfach gehen lassen sondern gefragt, was denn sei und ich habe (in meiner anfänglichen Naivität) von meiner toten Tochter erzählt. Worauf er gemeint hat, das sei schlimm, aber es sei doch auch schlimm, dass beim industriellen roden des Waldes Echsen und Regenwürmer ums Leben kommen… Das half mir grad nicht…
Auch ich hatte eine FG (im Juni). Einfach so- ohne Voranzeichen und es war ein Shock, weil alles ja gut ausgesehen hatte und vor allem weil wir so gekämpft haben für dieses Baby. Später bemerkte ich, sobald man sich ein wenig den Kolleginnen öffnet, hat man plötzlich ein “ohh ich weiss was du durchmachst”… Aber in diesem Moment hat man das Gefühl, dass niemand wissen kann, was man seelisch durchmacht. Es war für für mich sehr hart. Ich besuchte auch eine Pyschologin. Diese Schwangerschaft war schon der Glücksfall, denn ich werde nur durch eine künstliche Befruchtung schwanger. (Eilieter sind geschlossen) Ich hatte insgesamt 7 Versuche und der nächste seht an. Jedes Mal bezahlen wir 8000.– dazu kommen noch die Medikamente, die auch selber bezahlt werden müssen. Da kommt man sehr ans Limit mit dem Druck der auf einem liegt. Diese Belastung und das Gefühl man ist nicht Frau. Ich habe mich wieder gefangen- bin stärker geworden und kann jetzt auch ohne Tränen über alles reden. Ich weiss, es wird nochmals sehr hart wenn der Geburtstermin am Jahresende anrückt. Ich bin froh, dass ich über dieses Thema sprechen kann. Aber jede Frau fühlt anderst und das sollte man respektieren.
Jedes Kind ist ein Geschenk, man kann nicht ein Kind WOLLEN, man kann nur ein Kind wünschen.
Was man kann ist nur KEIN kein Kind WOLLEN.
Meine Damen,
Da habe ich mich mal einfach so reingelesen und bin sehr erstaunt…
Was um Himmels Willen wird denn hier genau besprochen? Ihr sprecht von Kindsverlust und habt nichts besseres zu tun als euch gegenseitig zu kritisieren? Naja, Zeit scheint ihr immerhin zu haben.