Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin Magdalena Tischler

Sarah Jessica Parker, Matthew Broderick und Sohn James Wilkie mit den von einer Leihmutter zur Welt gebrachten Zwillingen Tabitha Hodge (links) und Marion Loretta Elwell, geboren im Sommer 2009. Parker hatte seit einigen Jahren vergeblich versucht, ein weiteres Kind zu bekommen. Überschattet wurde das Warten auf die Zwillinge von Drohungen gegen die Leihmutter, deren Identität in Medienberichten aufgedeckt worden war.
Nach unserer Vorstellung ist eine Leihmutter einer Frau, die am Rand der Gesellschaft lebt, isoliert ist, keine Arbeit hat und ihren Körper für eine Leihmutterschaft hergibt, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Womöglich hat sie dazu auch noch ihre eigene Eizelle gespendet, das Kind ist also biologisch gesehen halb ihres. Nun muss sie es mangels anderer Möglichkeiten und unter schrecklichen Schuldgefühlen im Austausch gegen Geld einem reichen, habgierigen Pärchen abgeben.
Ich glaube nicht, dass dieses Bild der Realität entspricht. Ich erinnere an zwei Artikel, die im «Magazin» des «Tages-Anzeiger» erschienen sind. Einer vor einigen Jahren zur Weihnachtszeit, der andere vor ein paar Monaten. In beiden erfahren wir von Leihmüttern in den USA, die sich bewusst für die Leihmutterschaft entschieden haben. Diese Frauen sind in einer festen Beziehung und haben selber Kinder. Sie lernen das Paar mit Kinderwunsch vorher persönlich kennen, und willigen nur dann in das Verfahren ein, wenn die Chemie zwischen den Pärchen stimmt. Die Eizelle stammt von einer anderen Frau als der Leihmutter, alles ist juristisch abgesichert und, soweit ich mich erinnere, psychologisch begleitet. Die Beteiligten wissen, was sie tun, und während der ganzen Schwangerschaft war sich die Leihmutter bewusst, dass das Kind, das in ihrem Bauch wuchs, nicht ihres war, sondern dem Paar mit Kinderwunsch gehörte. Diese Leihmutter liebte es, schwanger zu sein, wie auch ihr Ehemann es mochte, wenn sie schwanger war. Während der Geburt war das Paar mit Kinderwunsch anwesend und diese beiden Personen waren die ersten, welche das Kind nach der Geburt in die Arme nahmen. Später erhielt die Leihmutter jedes Jahr ein Foto von dem Kind, das sie ausgetragen hatte.
Das klingt alles vernünftig. Warum ist Leihmutterschaft dann in so vielen Ländern verboten? Wahrscheinlich, weil die Leihmutter mit ihrer Tätigkeit Geld verdient. Fürs Kinderaustragen soll man kein Geld verdienen dürfen, das soll aus purem Altruismus geschehen. Warum? Eine Schwangerschaft ist anstrengend und nützt den Körper ab; warum soll eine Frau dafür nicht Geld erhalten? Die eine Frau, die in den genannten Artikeln vorkam, benutzte das Geld ihrer Tätigkeit als Leihmutter, um sich das Dach ihres Hauses zu reparieren. Was ist schlecht daran? Natürlich müssten klare Regeln gelten, und eine Ethikkommission sollte durchdenken, welche Frauen in welchen Lebenssituationen Leihmutter sein dürfen. Aber im Prinzip sollte eine Leihmutter sich mit dem verdienten Geld auch für ein neues, schickes Auto kaufen dürfen.

Parker und Broderick mit ihren Zwillingen in New York.
In unserer Gesellschaft können Frauen ihren Körper für fast jegliche Art benutzen, um Geld damit zu verdienen. Eine Sportlerin benutzt ihren Körper, um damit Geld zu verdienen, wie auch eine Balletttänzerin, ein Fotomodell, oder, ein heikles Thema, eine Prostituierte. Warum sollten Leihmütter das nicht dürfen? Warum finden wir es in unserer Gesellschaft in Ordnung, wenn Tausende von Frauen ihren Körper hergeben, um teilweise erniedrigende sexuelle Bedürfnisse von Männern zu befriedigen – aber wenn eine Frau ihren Körper benutzen will, um damit einem kinderlosen Paar zu ihrem Kinderwunsch zu verhelfen, also dazu beitragen will, ein neues Leben auf die Welt bringen will, dazu noch von Eltern, die sich dieses Kind sehnlich wünschen, dann ist das falsch. Warum? Ist das nicht scheinheilig? Ich will damit Prostitution nicht gutreden, und natürlich darf es bei einer Leihmutterschaft nicht darauf hinauslaufen, dass diese Tätigkeit für eine Frau die einzige Möglichkeit ist, zu Geld zu kommen. Ausserdem sollte eine sorgfältige psychologische Abklärung ermitteln, aus welchen Gründen eine Frau Leihmutter werden will und es sollten klare Vorgaben existieren, welche Gründe annehmbar sind und welche nicht. Aber wenn eine Frau gerne schwanger ist, in stabilen Verhältnissen lebt und die Leihmutterschaft als eine Art von Arbeit ansieht, dann scheint mir das in Ordnung zu sein.
Warum sind die Regulationen für Paar mit Kinderwunsch in der Schweiz so streng? Warum ist die Samenspende erlaubt, die Eizellspende jedoch nicht? Wie kann es sein, dass Ethikkommissionen die psychischen Qualen von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch nicht ernst nehmen? Ich finde es zynisch, dass kinderlosen eigentlich geholfen werden könnte, die Möglichkeiten jedoch gesetzlich verboten werden. Man stelle sich vor, es gebe ein Medikament gegen eine ernsthafte Krankheit, dieses aber würde den Erkrankten vorenthalten. Das ist der Fall beim Kinderwunsch. Warum? Warum wird ein unerfüllter Kinderwunsch nicht als eine Erkrankung betrachtet, sondern als eine Lifestyle-Frage?
Die Redaktion dankt der Mamablog-Userin Magdalena Tischler für ihren Beitrag.
Schreiben Sie mit! Schreiben Sie eine Carte Blanche! Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren.
Texte ( zwischen 1800-2500 Zeichen) an mamablog@newsnetz.ch



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
auf Facebook



























































































Buzzanca v. Buzzanca beleuchtet die juristische Komplexität und ein Urteil, aus dem Jahre 1998 übrigens.
Es geht um dieses Prinzip: “Uniform Parentage Act: to be a legal parent, one must either be genetically related to the child or have given birth to the child.”
und eine Scheidung während der Schwangerschaft. Das Kind war dann während drei Jahren rechtlich elternlos, bis das Kalifornische Obergericht dann einen entscheid fand:
„http://www.inciid.org/printpage.php?cat=insurance101&id=17“
Also wenn die Schweizer Ethik-Kommission die Schraube etwas anzieht, ist es ziemlich sicher, weil sie die amerikanische Situation mit beobachteten, und schoben das ganz sicher nicht auf die Lifestyle frage. Weshalb die allerdings Samenspende erlauben, die Eizellspende jedoch nicht, verstehe ich nicht. Für mich ist das eine Rechtsungleichheit zwischen Mann und Frau.
Leihmutterschaft, gutes Thema mit Zukunftspotential. Rechtliche, medizinische, persönliche Aspekte müssten geklärt sein; wurde schon erwähnt. Für mich dasselbe Grundthema wie bei vielen medizinisch mittlerweile möglichen Eingriffen: Ist alles sinnvoll, nur weil’s machbar ist? Kann’s nicht untermauern, aber zu menschlicher Reife gehört es auch, sich mit Grenzen zu arrangieren. War Michael Jackson glücklicher nach seiner x-ten Nasenoperation? Aus M. Tischlers (gut verfasstem) Text spricht mir die Selbstlegitimation einer “ich will-”Haltung heraus – und ist somit eine Lifestyle-Frage und keine Krankheit.
Ich behaupte, die rechliche Dimension betreffend leihmutterschaft kann nicht geloest werden. das zeigt der oben von mir zitierte Fall sehr deutlich. wegen dem sich anbahnenden “handel’ mit aermeren laendern und auch schichten ergeben sich etwa fragen, welche gerichtshoheit anzuwenden ist, wie der missbracuh unterbunden werden kann. betrachte ich etwa den handel mit ersatzorganen, sehe ich da schwarz. so verkaufen etwa menschen in bangladesh eine ihrer nieren als ersatztransplantat als weg aus der armut – legael notabene.
da wird eindeutig eine grenze ueberschritten, die wir nicht ueberschreiten sollen.
Letzte Woche kan zu diesem Thema Leihmutterschaft eine Reportage auf arte. Die Samen eines Israeli wurden in den USA mit dem Ei einer Spenderin zu einem Embrio verarbeitet und dann in Indien zwei Leihmüttern eingesetzt, da so die Chance auf Erfolg steigt. Im Fall erfolgreicher Schwangerschaften bei beiden Frauen, könnte bei der einen ja abgetrieben werden. Die Risiken der Schwangerschaft trägt allein die Frau, die sich den Embrio einsettzen lässt.
Die Geringschätzung die diesen Frauen entgegen gebracht wird finde ich zynisch.
Mag sein, dass es sich beim erwähnten Beispiel um eine extreme Situation handelt. Aber wie schafft man international verbindliche Regeln und wer kann diese durchsetzen und überprüfen?
Das ist genau mein Argument, Paty. Extrem ist das beispiel nicht, denn genauso laeuft das ab.
@Katharina und @Paty
Ich sehe es genau so und deshalb ist es einfach frauenfeindlich und absolut verwerflich! Die Frauen müssen vor sich selber geschützt werden, wenn sie – wie in den allermeisten Fällen in der Prostitution – aus einer Notsituation heraus ihren Körper missbrauchen lassen. Und dann sollen sie auch noch selber Verantwortung übernehmen, wenn es schief läuft?! Der weibliche Körper eine Manipuliermasse par excellence! Es müsssen internationale Menschenrechtsgesetze dafür geschaffen werden, welche für alle Länder gleich verbindlich sind. Aber auch hier gibt es enorme Unterschiede des Begriffs ‘Menschenrecht’, die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Jedes diktatorisch geführte Land hat einen anderen Wert dafür geschaffen – wie’s gerade der Regierung in den Kram passt. So sind solchen Machenschaften wie in Indien Tür und Tor geöffnet!
@Widerspenstige: bin mit eigentlich allen posts von Ihnen einverstanden, insbesondere auch was die “imateriellen” Aspekte des Themas betrifft, aber was mich beim oberen Kommentar stört ist das Wort “frauenfeindlich”.
Ich finde diese Machenschaften menschenfeindlich!
Denn was ist mit den Söhnen und dem Mann dieser indischen Leihmutter, die evtl. zur Abtreibung gezwungen wird und daran, sorry, vielleicht verreckt? Es betrifft beide Geschlechter in gleichem Mass.
Und wer von den betroffenen Parteien bei unerfülltem Kinderwunsch macht den entscheidenden Druck, dass so eine Leihmutterschaft überhaupt angepeilt wird? Denken Sie, dass dieser Druck, unbedingt ein Kind haben zu wollen hauptsächlich vom Mann her kommt?
@Brunhild Steiner
Danke für Ihre wertschätzenden Worte, die ich für Ihre Beiträge heute weitergeben möchte!
Wegen dem Wort ‘frauenfeindlich’: habe ich explizit so ausdrücken wollen, weil es nun mal den Körper der Frau höchstpersönlich und alleine trifft und entsprechend missbraucht wird. Was die Angehörigen einer solchen Leihmutter denken, empfinden, mitansehen und mitleiden müssen in den erwähnten Streitfällen, ist hier mE weniger relevant. Die Frau leidet zuerst und sie ist dementsprechend international durch entsprechende Menschenrechtsgesetze zu schützen. Sonst würde ich selbstverständlich menschenfeindlich sagen und nicht frauenfeindlich, da ich sehr genau abwäge, welche Worte ich wofür nehme. Hier differenziere ich mehr als bewusst. Der Druck, unbedingt ein Kind haben zu wollen, liegt ausserhalb unserer Vorstellung und betrifft nur das kinderlose Paar – egal ob jetzt der Mann oder die Frau darauf besteht. Das möchte ich hier nicht in die Diskussion rein nehmen, denn es birgt zu grosses Potential für Vorurteile.
okay,
ich bring nun aber trotzdem ein bisschen Sprengstoff mit der Vermutung (Vorurteil?), dass hier womöglich Frauen es erst aus ihrer Unfähigkeit mit Begrenzungen konstruktiv umzugehen, möglich machen, dass andernorts Frauen derart menschenverachtend behandelt werden.
Es hat doch einige Frauen hier drin, die dafür plädieren dass ungewollte Kinderlosigkeit als Krankheit anzusehen sei.
Aber jetzt verabschied ich mich in die Nacht…:-)
Welche Gerichtsbarkeit? Ganz einfach: Die amerikanische selbstverständlich, wie so oft zurzeit :- ) Nein im Ernst: Natürlich einverstanden.
eiverstanden womit? dass , solange die rechtlichen Fragen nicht loesbar sind, das ganze eben ‘on hold’ ist, was die Ethik-Kommissionen ja sagen?
genaugenommen geht es um die Fragen, die die Transhumanisten schon laenger aufwerfen, naemlich, dass wir technologien entwickelt haben und noch entwickeln werden, die grundsaeztlichste ethische und rechtliche fragen aufwerfen und dass, solange diese fragen nicht schluessig beantwortet sind, solche technologien extrem eingeschraenkt nutzbar gemacht werden sollen, und weiter fordern die transhumansiten, dass gewisse forschungen und etnwicklungen nicht bis zum stadium der technischen prduktfaehigkeit gefuehrt werden duerfen, solange rechtliches und ethisches unbeantwortet ist, oder umgekehrt der meilenstein produktefaehigkeit erst angestrebt wird, wenn der ethisch-rechtliche kontext klar ist.
die ganzen reprodutionstechnologien gehoern eben zu diesem bereich.
Diese Forderungen würde ich sofort unterschreiben, SOFORT…
Würde ich auch sofort unterschreiben, im Sinn von “nicht alles Machbare ist auch wünschbar”.
Oder mit anderen Worten “nicht alles was man tun kann sollte man tun”?
Kann sich jemand erinnern, den Bericht über eine russische Leihmutter in der Sendung 10vor10 gesehen zu haben? (Ist schon eine Weile her). Aus wirtschaftlichen Gründen hatte sie sich zur Leihmutterschaft entschieden. Das Kind wurde von einem westeuropäischen Paar adoptiert.
Schwangerschaft und Geburt sind ja nicht risikolos. so hätte die Leihmutter das Kind behalten müssen, wenn es eine Behinderung gehabt hätte. Die erhoffte monetäre Besserstellung wäre somit ausgeblieben, bzw. hätte sich noch verschlechtert, da sie ein weiteres Kind hätte grossziehen müssen.
Laut Vertrag hätte das Kind gleich nach der Geburt abgeholt werden sollen. Das klappte aber nicht, und die Leihmutter musste/durfte sich die ersten Tage um das Kind kümmern. Die daraus entstandene Bindung zu dem Kind wieder zu trennen, war für die Leihmutter unglaublich schmerzhaft.
Das Fazit dieser Leihmutter: einmal und nie wieder
Russland hat noch andere problem mit Adoptionen. die usa haben inzwischen adoptionen aus russand gestoppt.
vetrag? russisches recht, schweizer recht?
einklagbar?
Und was sind die anderen Probleme Ruslands?
Kann es sein, dass Russland es selbst auch erkannt hat dass sie selbst mehr Kinder brauchen um (1.) den Bevölkerungsschwund ein zu grenzen und dadurch die Gesellschaft und Wirtschaft nicht bachab geht?
es gab eine recht tragischen fll einer adoption hier, wo das kind aus einem der unsaeglichen Waisenhaeuser in russand stammte und schlussendlich dahin zurueckgehen musste. probleme mit der herkunft des kindes (wie kam es ins waisenhaus, die russen hatten da mit den dokmenten geschummelt) und dann probleme hir mit der adoptivfamilie. die amerikansichen behoerden bewilligen deshalb bis auf weiteres keine adoptionen aus russland mehr, bis die russen das problem des kinderhandels in dem bereich in die griffe kriegen.
hat nichts mit kuenfigen arbeitsbienen und konsumenten zu tun. die usa hat auch kein problem mit tifen geburtenraten oder so.
die russen sind ja froh, wenn die bewohner der waisenhaeuser nicht mehr an mitterchen russlands oeffentlichem portemonnaie haengen.
Der bereffende tragische Fall belegt, dass man auch nicht immer (fremden) Behörden trauen darf. Wer garantiert, dass die Einzelle oder Sperma vom 1.90 Modell mit Doktortitel auch wirklich von der betreffenden Person stammt?
Ode wer garantiert, dass das neugeborene Waisenkind wirklich ein Waisenkind ist und nicht des Geldes wegen von einer “intakten” Familien entführt wurde? Etwa der geldorientierte Westen?
Wie löst die USA das Problem mit den tiefen Geburtenquoten? Wenn ich mancher Orts umherschaue wie junge Mitarbeiter beim altruistischen System der “Armee der Ü40-jährigen” sich die Zähne aus beissen, dann tut ein Staat, eine Gesellschaft und die Wirtschaft gut daran eine gesunde Alterspyramide zu haben, zum Wohl aller.
Wie kommt es in Russland dazu, dass man in einem Waisenhaus landet? Würden in der USA im Verhältnis eben so oft Kinder in Waisenhaus landen, dann hätten Paare in der USA dort lokal ein grösseres “Angebot” und müssten sich nicht andernorts umschauen.
In dem Artikel fehlt eine Frage: Warum will die rechtliche Mutter, in dem Beispiel die Eispenderin, das Kind nicht selbst austragen?
“Nun muss sie es mangels anderer Möglichkeiten und unter schrecklichen Schuldgefühlen im Austausch gegen Geld einem reichen, habgierigen Pärchen abgeben.
Ich glaube nicht, dass dieses Bild der Realität entspricht.”
Das stimmt m.E. soweit, dass u.U. die Leihmutter selbst habgierig ist und dadurch ihr Geld und Luxus mehr bedeutet als das “eigene” Kind?
Nur, ernährt sich solch eine Leihmutter während der Schwangerschaft auch gesund? Was ist wenn das Kind dann bei der Geburt das Down-Syndrom oder einen offenen Rücken hat? Bleibt dann die Leihmutter ohne Geld auf ihrem Kind sitzen?
“Später erhielt die Leihmutter jedes Jahr ein Foto von dem Kind, das sie ausgetragen hatte.”
Wenn ich eine Frau wäre, so möchte ich nicht blos jährlich ein Foto vom Kind erhalten sondern einen massiv engeren Kontakt haben. Ob dies die rechtlichen Eltern auch zulassen würden? Kaum.
“Warum ist Leihmutterschaft dann in so vielen Ländern verboten?”
Weil es wie die Prostitution die Hemmschwelle für körperliche Integrität herunter setzt, bzw. die Glaubwürdigkeit für “das ist mein Körper und ich alleine bestimme was damit geschieht” leidet sehr darunter. Es ist dann viel mehr die Person, welche Geld und Macht hat, die bestimmt was mit dem Körper der Frau und des Mannes geschieht.
“Warum ist die Samenspende erlaubt, die Eizellspende jedoch nicht?”
Grundsätzlich bin ich in dem Zusammenhang auch gegen Samenspende. Vermutlich betrachtet die Ethikkommission die Tatsache, dass Samen quasi in unbegrenzter Anzahl vorhanden sind, Eizellen aber nicht.
“Man stelle sich vor, es gebe ein Medikament gegen eine ernsthafte Krankheit, dieses aber würde den Erkrankten vorenthalten.”
Ist nicht-schwanger-sein eine Krankheit? Dann wären alle Männer krank … auch Magdalena’s Vater. Wie wäre es, wenn man anstelle Symptome zu bekämpfen Probleme löst? Was ist die Ursache des nicht-schwanger-sein’s der potentiellen Mutter?
Es gibt viele verheiratete und alleinstehende Frauen und Männer die gerne Kinder hätten, aber keine haben.
“Warum wird ein unerfüllter Kinderwunsch nicht als eine Erkrankung betrachtet, sondern als eine Lifestyle-Frage?”
Vor über 300 Jahren war es Lifestyle Hexen zu verbrennen (ok, oftmals wurden diejenigen verbrannt, welche nicht mit dem Mob mitschwammen)
Vor über 200 Jahren war es in Paris Lifestyle täglich jemanden zu köpfen.
Vor über 70 Jahre war es Lifestyle sich an der Reichskristallnacht zu beteiligen.
Lifestyle?
Wie ist es, wenn man das Ganze mal aus der Sicht der Nächstenliebe betrachtet? “Gott hat gegeben, Gott hat genommen …”
Eine konstant “gesunde” Alterspyramide würde die Weltbevölkerung noch schneller wachsen lassen. Möchte nur noch anmerken, dass unsere Resourcen begrenzt sind. Unsere Kinder werden es uns nicht danken.
Rätsel: Wie kann eine Weltbevölkerung wachsen, wenn im durchschnitt pro Frau 2.1 Kinder auf die Welt kommen, bzw. hier und heute wo 30% der Frauen nie Kinder hat pro gebärende Frau 3.0 Kinder auf die Welt kommen sollten?
Wenn das soziale Gefälle zwischen der Frau, die sich ein Kind wünscht und keines kriegen kann und der Leihmutter zu gross ist, dann haben wir es hier eigentlich mit einer Ausnützung einer Notlage im weitesten Sinne zu tun. Vieleicht will die Leihmutter ja eigentlich gar kein Kind, doch sie braucht das Geld.
Wenn das soziale Gefälle zwischen der Frau, die ein Kind kriegen kann, es aber aus Schönheitsgründen (evtl. Karrieregründen) nicht selber austragen will und der Leihmutter zu gross ist, dann handelt es sich unter den o. erw. sozialen Voraussetzungen eindeutig um Ausbeutung.
Handelt es sich aber auf beiden Seiten um eine freiwillige Vereinbarung, die auf sozial gleicher Augenhöhe statt findet, ist dagegen nichts einzuwenden- auch gegen eine entsprechende Bezahlung nicht.
Menschen sind doch kein Ersatzteillager. Da gab’s doch kürzlich einen Sience Fiction Film, der sich stark an H. G. Wells Romanvorlage gehalten hat, zumindest thematisch, in dem die obere Schicht Menschen sich eine Art von Unterschicht hält, die ihnen als Ersatzteillager dient.
Und dann dürfte es tatsächlich auch Frauen geben, die gerne schwanger sind- und ihre Lust am Schwangersein anderen Menschen zur Verfügung stellen, ohne eine Gegenleistung dafür erhalten zu wollen. Aus purem Altruismus sozusagen. Und ich möchte jetzt das Motiv, das für gewisse Kreise hinter einer selbstlosen Handlung steckt, nicht auch noch unter dem Aspekt einer eigentlich ebenfalls egoistischen Haltung betrachten, wie das eine Leserin weiter vorne tut. Natürlich hat man in den letzten Jahrzehnten versucht, uns beizubringen, wir seien nichts anderes, als nutzenoptimierende Tiere- dem Neoliberalismus sei dank: doch schlussendlich sind wir eine Spezies, die sozial augesprochen stark organisiert ist. Schön, dass es Frauen gibt, die das freiwillig tun: Das ist doch die beste aller Lösungen!
marcel zuffery, im artikel heisst es ja, dass die leihmutterschaft fuer eine frau nie die einzige moeglichkeit sein darf, geld zu verdienen.
Das wird zwar geschrieben, ja, stimmt: Doch die Lebenswirklichkeit dürfte in den meisten Fällen m. E. ganz anders aussehen. Soviele Altruistinnen dürfte es auf dieser Welt jetzt auch wieder nicht geben. Doch es dürfte sehr viele Menschen geben, die tatsächlich nur Geld für ein neues Auto brauchen (und denen jedes Mittel recht ist, um zu diesem Geld zu kommen). Und dann gibt es da noch Frauen, die genau genommen gar keine anderen Möglichkeiten mehr haben, als über eine Leihmutterschaft zu Geld zu kommen. Irgendwo zwischen vorletztem und letzterem Beispiel dürfte die Wirklichkeit verlaufen. Alles andere halte ich für ziemlich romantisch.
Die Ausbeutung von Menschen aus der Dritten Welt ist natürlich widerlich, egal, ob es sich um Leihmutterschaft, Prositution, oder sklavenähnliche Ausbeutung von Männern für gefährliche Arbeiten handelt (Tagbau, beispielsweise).
Wirklich einen Skandal finde ich, dass in der Schweiz 16-Jährige legal als Prostituierte arbeiten dürfen. Wein dürfen sie keinen trinken, in manchen Kantonen auch kein Bier, und rauchen ist auch erst ab 18 erlaubt. Das ist doch himmelschreiend.
Damit haben Sie vollkommen Recht!
Bloss dreht es sich hier um die Fragestellung “was ist Krankheit?”
Wie weit geht unser Anspruch auf erfüllte Lebenswünsche?
Wie weit soll er gehen dürfen?
Was, wer und wo ist die Instanz, welche darüber klare Richtlinien vorgeben könnte?
Was alles auf dem Weg zur Wunscherfüllung ist legitim
und ohne weiteres Nachdenken durchführbar?
Wo stossen wir in Bereiche vor die mit sovielem vernetzt sind, ua
biologische, psychologische, soziale, juristische, finanzielle usw usw Aspekte,
welche unter Umständen Auswirkungen haben werden d
eren wir uns noch gar nicht wirklich bewusst sind,
und die eine grundlegende Debatte darüber zwingend machen und es müssig wird,
Hinterfragende in die Schublade “Mütter- und Väterpolizei, weiter nicht beachtenswert” zu stecken?
Wir haben den Bereich, wo sich Fragen des Lebens mit einfachen juristischen Gesetzesparagraphen regeln lassen schon längst verlassen, je weiter der technologische Fortschritt und die Machbarkeit, desto verworrener und undurchsichtiger wird das Ganze, desto mehr Abhängigkeiten/Faktoren kommen ins Spiel.
Gute Fragen.
“Wie weit geht unser Anspruch auf erfüllte Lebenswünsche?”
Würden alle Männer den Wunsch täglich Sex und alle Frauen den Wunsch nie Sex zu haben, wer dürfte dann seinen Lebenswunsch erfüllen?
“Was alles auf dem Weg zur Wunscherfüllung ist legitim
und ohne weiteres Nachdenken durchführbar?”
D.h. eine Frau, die sich Kinder wünscht darf sie ihrem Freund sagen, dass sie die Pille nimmt, und nimmt sie aber nicht, und wenn sie dann schwanger und Mutter wurde muss ihr Freund gegen seinen Willen Alimente zahlen?
Und wenn ein Mann sich Kinder wünscht, darf er seiner Freundin sagen, dass er impotent ist, und heimlich wechselt er die Pillen gegen “nutzlose” aus, so dass sie schwanger wird und nach dem Faustrecht “der Zweck heiligt die Mittel” sie daheim einschliessen bis zur Geburt?
Beides ist von mir aus gesehen sehr verwerflich und richtet beim Kind und um einige Ecken herum in der Gesellschaft mehr Schaden an als Nutzen.
@Cara Mia
Ja, es ist ein Skandal, dass minderjährige sich prostituieren dürfen. Und dass der Staat keine Rotlichthäuser macht, in denen nur Freier und Prostituierte und keine Zuhälter und keine Minderjährige Zutritt haben dürfen ist ein weiterer Skandal.
Nur, in unserer Gesellschaft, wo sogar über aktive Sterbehilfe diskutiert wird, ist’s nicht verwunderlich.
@Eremit: ebenfalls gute Fragen, insbesondere das Szenario wie sich der kinderwünschende Mann seinen Wunsch organisieren könnte gefällt mir…;-)
Beim Nachdenken erscheinen immer mehr Fragen, angenommen in CH wäre nun Leihmutterschaft, inklusive Eispende durchführbar, oder ein CH-er Paar organisiert sich die Leihmutter im Ausland. Was wenn:
- die Leihmutter gerät durch einschneidende Ereignisse in eine Notlage, eines ihrer eigenen Kinder / der Partner stirbt oder wird schwer behindert und ein aufwendiger Pflegefall. Sie macht eine unzumutbare psychische Belastung geltend und verlangt den Abbruch ihrer Leihmutterschaft.
Wie wäre vorzugehen?
Das zukünftige Elternpaar kommt in eine ausserordentliche Notlage, einer der Partner stirbt / wird schwer behindert und ein Pflegefall. Der überlebende / gesunde Elternteil sieht sich ausserstande sich auch noch um das andernorts ausgetragen werdende Kind zu kümmern und will vom Vertrag zurücktreten.
Oder beide zukünftige Elternteile kommen zu Tode?
Und das werdende Kind befindet sich in einem amerikanischen oder indischen oder wo auch immer Uterus?
Es ist zu hoffen dass diese Szenarien eher selten sind, aber sie entsprechen Lebensrealitäten.
Diese Fragen müssen geklärt sein bevor uns das Leben vor die vollendeten Tatsachen stellt.
Zum ersten Fall: Wenn die Leihmutter wie eine Prostituierte ihren Körper “verkauft” hat, so kann sie wohl vertraglich nicht viel dagegen tun, zumal die befruchtete Eizelle ist nicht ihr Eigentum.
Interessant wäre zu wissen wer haftet, wenn die Leihmutter währen der Schwangerschaft beginnt zu trinken, kiffen und sich hochgradig ungesund ernährt?
Im zweiten Fall gehört u. U. das Kind dann der Vermittlungsfirma, die es dann ggf. an ein dritt Welt Waisenhaus abschiebt.
Es ist m.E. grundsätzlich nicht gut, wenn sich Fortpflanzung und Wirtschaft miteinander vermischen.
@brunild: je besser es uns geht, desto ausgefallener werden die Wünsche. Wahrscheinlich ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, Wünsche zu haben, ein Ziel zu haben. Hat man schon alles, dann erfindet man, was man noch haben könnte… Zufriedenheit hängt halt nicht von all den Äusserlichkeiten ab. Ich will damit einen Kinderwunsch nicht als Äusserlichkeit abtun, aber letztlich hängt auch davon die innere Zufriedenheit nicht ab. Wer nichts zu essen hat, ist froh, wenn er nicht noch Kinder durchfüttern muss.
Klar, aber was machen Sie denn nun angesichts all der Arrangements die schon am laufen sind, angesichts der Forderungen dass Leihmutterschaft eigentlich auch in der Schweiz zugelassen werden sollte, und angesichts der Tatsache, dass sich uns hier ein absolut undurchschaubarer Dschungel der verschiedensten Bereiche auftut die dringend geregelt werden müssten?
Ich hab mir die links nach USA angesehen und durchgelesen, da schlackern Ihnen danach nicht nur die Ohren… .
Trotzdem, einen beschaulichen Spätnachmittag…;-)
Oftmals sehe ich Obdachlose mit einem Hund. Der Hund ist in den Fällen das letzte Lebewesen, das Trost und körperliche Nähe spendet. Im manchen Ländern haben Menschen die nichts mehr haben Kinder, mit denen sie auch Betteln gehen.
Ist es altruistisch Kinder zu haben, obwohl man nicht mal für sich selbst sorgen kann, oder ist es altruistisch armen Menschen das Kinder haben verbieten, obwohl die Geburtenquote wesentlich tiefer als 3.0 ist?
Man ersetze mal das Wort altruistisch durch das Wort Nächstenliebe und stelle sich die Frage neu.
Ich mag Kitsch nicht, dieser Schlankheitswahn hat ev. Wurzeln aus Amerika, Christof Columbus, der Entdecker der sog. Neuen Welt würde sich im Grab umdrehen, claro für mich, wenn Mensch tod ist regt sich nichtsmehr, nehmen wir die Gelegenheit wahr, im hier und jetzt auf Entdeckungsreisen zu gehen, wandern mit stabilen Wanderschuhen, Velofahren mit Helm, hören wir auf Helden und Heldinnen zu spielen, das ist Selbstverrat. Ich konsumiere auch, ich esse gern, koch mir mein Süpplein selbst ohne ein schlechtes Gewissen, kleide mich so, wie es mir wohl ist, halte nichts von Modetrends habe keine Clichevorstellungen, gruss noch von Kirschner – die Kunst ein Egoist zu sein – und nonemol Waslawitch, ein Schüler von C.G. Jung- eine Anleitung zum unglücklich sein . Wie geht Mensch mit Verführung um, ist auch eine Frage oder nicht?
Meinen Sie in diesem Zusammenhang die Verführung zur Anspruchnahme einer Leihmutter?
Ansonsten einem nichts anderes als Unglücklichsein übrigbliebe, weil man so davon überzeugt ist?
Ich wäre mir selbst zu schade, mich als Leihmutter zur Verfügung zu stellen, es gibt Alternativen die mir humaner erscheinen z.B. ein Kind adoptieren, das brauchen wir ja nicht an die grosse Glocke hängen wie die idealisierte Sängerin Madonna. Frauen sind keine Gebärmaschinen, ich bin eine Oma und erfreue mich ab meinen zwei Enkelinnen bei Begegnungen. Jede Frau hat das Recht sich zu entscheiden ob sie sich für eine Mutterschaft entscheidet oder bei ungewollter Schwangerschaft abtreibt. Die Mutter Natur geht nach wie vor eigene Wege, die stellt keine Bedingungen, das ist auch gut so, es liegt an den Menschen die ein Teil davon sind Sorge zu tragen, ich mag Ausbeutung nicht. So wie ich informiert bin, haben Lespen- oder Schwulenpaare keine Chance, ein Kind zu adoptieren.Ich persönlich traue auch diesen Menschen zu, ein Kind liebevoll zu begleiten bis es flücke wird und sich selbst entscheiden kann welche Wege es gehen will. Tönt etwas euphorisch , jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied, ich bin nicht so schicksalsgläubig, als Erwachsene haben wir die Chance auch mal auf einem andern Dampfer zu fahren, damit meine ich nicht die grosse aufgeplusterte Elite, ich lebe ein in ” Zeichen ein normales Leben, schätze dass ich ein Dach über dem Kopf habe und ein Bett zum schlafen.
waere ich juenger, koennte ich mir durchaus vorstellen, leihmutter zu sein, und ich verbiete es mir, deswegen pathalogisiert zu werden.
Sie werden deswegen nicht pathologisiert, aber Ihnen müsste klar sein, dass Sie sich mit so einem Schritt auf enorm dünnes Eis begeben, schon rein was Ihre eigene Rechtssicherheit betrifft. Vom andern mal noch gar nicht geredet.
Wenn man nun alle hier geäusserten Fragen, entworfene Szenarien,
all die juristischen, soziologischen, psychologischen, biologischen, finanziellen usw Aspekte;
(die philosphisch-transzendenten mal links liegengelassen, (oder rechts?) )
inklusive all die erwähnten Berichte über desaströse Handhabung der Leihmutterschaft,
und miteingeschlossen die handfesten Hinweise dass es in den USA gar nicht so glatt abläuft wie sich das manche wünschen.
Wenn man sich all das zusammenfasst und vor Augen hält und mit diesem HIntergrund nochmals den Artikel aufmerksam durchliest-
also irgendetwas fehlt da.
Leihmutter? Warum nicht Leihkind? Ausgeliehen fuer eine Woche. So ein Dreijaehriger, der pro Tag drei mal in die Hosen macht (besonders gern im Supermarkt beim Einkaufen), tobt und schreit, dass er dies und jenes Unmoegliche will. Absolut nicht ins Bett will. Das Fruehstueck auf den Boden schmeisst und auf Mammas neue Bluse erbricht. Sieben Tage lang ausleihen und der Kinderwunsch ist fast mit Garantie weg. Oder der sechzehn Jaehrige, der dem Vater eins auf die Nase haut, ginge auch.
@ Hermann
Sie Klugscheisser, sind Sie als Genie auf die Welt gekommen? Sind Sie ein Kinderhasser, ich bin nach wie vor auf der Seite der Kinder. Wurden Sie gezüchtigt mit Zuckerbrot und Peitsche ?
Nein, aber ich ziehe im Moment einen Dreijaehrigen auf, der genauso ist. Natuerlich gibt es auch einfachere Kinder als unserer, und wir lieben ihn, obwohl er so schwierig ist. Wie sie aber aus meinen Worten hoeren koennen, sind wir oft am Anschlag. Wie sehen kinderlosen Ehepaaren zu, wie sie ein wesentlich einfacheres Leben haben. Ich bin mir nicht sicher, ob diese kinderlosen Paare wirklich wissen, was sie sich wuenschen.
Kinder sind neugierig und probieren einfach Grenzen aus, das ist das natürlichste der Welt. Ich habe zwei Kinder grossgezogen, mein älterer Sohn hatte oft extreme Wutanfälle, hab ihn einfach austoben lassen, betrachte heute die ganze Sache etwas realistischer als früher. Ich habe viel von meinen Kindern gelernt und mache sie nicht zu Sündenböcken. Ich akzeptiere auch Ehepaare, die sich entscheiden keine Kinder zu haben. Friede, Freude Eierkuchen, die Realität spricht eine andere Sprache. Macht der Mensch sich nicht etwas vor gesellschaftlich nur landen zu können, wenn er eine Familie mit Kindern vorzeigen kann ?
Hermann, Kinder aufzuziehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Eltern oft an ihre Grenzen bringt. Wenn Sie sich überfordert fühlen, holen Sie sich Hilfe. Es gibt Entlastungsdienste, beispielweise vom Roten Kreuz. Erkundigen Sie sich bei der Mütterberaterin oder der Kinderärztin.
@Hermann
Es gibt die kantonalen Erziehungsberatungsstellen, an die man sich wenden kann. Die Beratung ist kostenlos und wird von Kinderpsychologinnen und Kinderpsychologen erteilt. Wenn das Kind so schwierig ist, ist es wichtig, rechtzeitig das Richtige zu tun, um es optimal zu unterstützen, falls es Entwicklungsdefizite hat. Das vor allem auch im Hinblick auf die Schule, damit dort der Start gut läuft. Auch da kann die EB unterstützend mithelfen.
Mit Leihmutterschaft werden Grenzen der Natur überschritten, die wir nicht überschreiten sollten. Nicht umsonst ist es in der Schweiz verboten. In der Realität müssen Eltern, die sich ein Kind im Ausland “züchten” lassen, jedoch nicht mit Strafverfolgung rechnen. Ich kenne persönlich einen Fall. Wozu also dann das Verbot, wenn man in der Strafverfolgung nicht Zeichen setzt.
An die potenziellen Eltern mit Leihmutterbrutkasten: Wieso nicht ein Kind adoptieren oder wenn das nicht geht, ein Pflegekind aufnehmen? Wieso nicht Lebensplan B verwirklichen, den ohne Kinder? Ich kenne genug kinderlose Paare, die lange an ihrem Kind “gebastelt” haben, aber schliesslich halt ihr Leben in andere Bahnen gelenkt haben. Und auch glücklich sind.
Leihmutterschaft?
Wo bitte ist denn da die Menschenwürde? Wo ist da noch ein Unterschied zu einer Zuchtsau?
Gar keiner!!!!!!
Wenn Frau das machen will, weil sie halt gerne schwanger ist, gehört sie zum Therapeuten, genauso wie der Mann der das befürwortet, weil er seine Frau gerne schwanger mag. Einfach nur krank!!!!!
leihmutterschaft ist auch juristisch ein minenfeld, eni. viele ungeloeste fragen. deshalb scheint es in der schweiz durch die ethikkommission auf eis gelegt, da die ganze rechtliche situation zur zeit gar nicht geloest werden kann. eigentlich ganz gut so.
Finde ich auch. Dieser Kinderhandel ist einfach wiederlich.
Diesem Ganzem stehen dann wiederum viele Abtreibungen gegenüber. Verkehrte Welt.
Ich habe in diesem threa ab etwa hier “http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/12416/pladoyer-fur-die-leihmutterschaft/comment-page-2/#comment-51355″ etwas ueber die situation in den USA zusammengestellt. leider waren die posts dann wegen dem sp4mfilter verheddert. ich weiss nicht wie gut du in englisch bewandert bist, aber so doll und easy wie im artikel beschrieben ist das hier nicht – im gegenteil.
bei den fragen ging es nur einmal um das juristische. rechte der leihmutter, rechte des kindes, rechte der biologisxhen eltern. da gibt es gegensaetze in den grundrechten die nicht vereinbar sind.
es ist auch so, dass anscheinend vertraege , so wie im artikel angetoent, nicht greifen, da zb die gerichtshoheit nicht klar ist. schon deswegen schieben die gerichte streitfaelle aufs eis, bis ein klaerendes urteil vom obersten bundesgericht gefaellt ist.
das beduted, dass die vertraege zwischen eltern und leihmutter keine rechtskraft besitzen und alles in einem juristischen vakuum ablaeuft. fuer das kind die denkbar schlechteste situation.
Ich habe in diesem threa ab etwa hier auf seite zwei, k0mmentar 51355 etwas ueber die situation in den USA zusammengestellt. leider waren die posts dann wegen dem sp4mfilter verheddert. ich weiss nicht wie gut du in englisch bewandert bist, aber so doll und easy wie im artikel beschrieben ist das hier nicht – im gegenteil.
bei den fragen ging es nur einmal um das juristische. rechte der leihmutter, rechte des kindes, rechte der biologisxhen eltern. da gibt es gegensaetze in den grundrechten die nicht vereinbar sind.
es ist auch so, dass anscheinend vertraege , so wie im artikel angetoent, nicht greifen, da zb die gerichtshoheit nicht klar ist. schon deswegen schieben die gerichte streitfaelle aufs eis, bis ein klaerendes urteil vom obersten bundesgericht gefaellt ist.
das beduted, dass die vertraege zwischen eltern und leihmutter keine rechtskraft besitzen und alles in einem juristischen vakuum ablaeuft. fuer das kind die denkbar schlechteste situation.