Leben


Mamablog-Redaktion am Freitag den 3. September 2010

Alleinerziehend und glücklich

Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin S. T.

MAMABLOG-SALMA-HAYEK-BABY

Die alleinerziehende Mutter und Schauspielerin Salma Hayek.

Vom Vater meines Sohnes hatte ich mich bereits getrennt, als ich bei meinem Frauenarzt den Schwangerschaftstest machte. Zwar war er beim ersten Ultraschall dabei, doch hatten wir unsere Beziehung sechs Wochen vor dem Tag der Offenbarung bereits beendet.

Mein Sohn ist inzwischen 21 Monate alt, ich bin alleinerziehend und – zufrieden!

Immer wieder begegne ich Menschen, welche dies für äusserst seltsam halten. Warum, weiss ich nicht so recht. Natürlich ist es anstrengend, nächtelang aufzubleiben, weil das Kind krank ist. Und wenn es dann wieder gesund ist und zur Krippe geht, sitzt man müde am Arbeitsplatz. Doch sind nicht alle, die arbeiten und Kinder haben, immer müde? Und die, die nicht arbeiten, scheinen sich bei mir genau so oft über Müdigkeit zu beklagen. Wenn nicht öfter. Spielt es da eine Rolle, ob man alleine oder zu zweit im Haushalt ist?

Oft höre ich von meinen Freundinnen, dass die Väter in der Nacht nicht aufstehen, wenn das Kind erwacht. Und dass die Väter meist gar nichts mehr im Haushalt machen, vor allem wenn man sich als Doppelverdienende eine Putzfrau leisten kann. Und da wären wir auch schon beim Thema Geld:  Im Unterschied zu Paaren steht man als alleinerziehender Elternteil finanziell tatsächlich nicht besonders gut da, das stimmt. Aber dafür gibt es ganz andere Vorteile.  Ich persönlich kann für mich folgende Punkte erkennen:

1. Gebe ich das Kind den Grosseltern oder sonstigen Betreuungspersonen ab, entscheide ich alleine, was ich mit meiner kindfreien Zeit unternehmen möchte: Ich gehe ins Kino, treffe mich mit Freunden, mache Sport. Welchen Film ich schauen möchte, muss ich mit niemandem absprechen. Auch nicht, wo ich was esse in dieser Zeit. Ob ich überhaupt was unternehme oder einfach zu Hause koche und eine DVD schaue, bestimme ich alleine. Natürlich auch, was ich koche. Und welche DVD ich mir anschaue.

2. Ich bin die Erziehungsberechtigte. Ein neuer Partner kann nichts anderes als lieb sein zu meinem Kind, um zu zeigen, dass er mich gerne hat. Verwöhnen ist also erlaubt, erziehen aber nicht wirklich. Ich bin die Chefin im Haus, wenn es um die Erziehung meines Kindes geht. Nur ich darf Regeln aufstellen und diese auch brechen, wenn ich es möchte. Ich bin froh, dass ich nicht immer alles absprechen muss, ich kann es so machen, wie ich es für richtig halte. Tipps sind manchmal willkommen, manchmal auch nicht. Bestimmen tue ich auf alle Fälle alleine. Das ist angenehm und erspart mir viele Diskussionen. Meistens bin ich dann zufrieden mit meinen Entscheidungen und kann mit gutem Gewissen schlafen gehen.

3. Ich habe viel sogenannte «Quality Time» mit meinem Sohn. Oft unternehme ich mit ihm bewusst Sachen alleine. Wir fahren zum Beispiel Fahrrad, er sitzt im fixmontierten Kindersitz, auf dem Kopf den blauen Helm und ich zeige ihm, verschiedene Gebäude, Orte und Strassen, welche mein Leben geprägt haben. Mir ist klar, dass er noch nicht versteht, was ich ihm zeige und erkläre, doch eines Tages wird er verstehen, dass ich ihm eines meiner Lieblingsrestaurants im Quartier zeige, wenn auch nur von aussen oder wo ich zur Schule gegangen bin. Ich habe das Gefühl, dadurch eine speziell innige Beziehung zu meinem Sohn zu haben, welche mich unglaublich glücklich macht. Unsere Zeit zu Zweit ist wunderbar, da sind dann einfach nur er und ich. Und der Rest der Welt ist um uns herum, als wären wir in einer «Mami-Sohn-Seifenblase».

Als alleinerziehende Mutter habe ich oft das Gefühl, die Leute empfinden mir gegenüber eine Mischung aus Respekt und Mitleid. Die Wahrheit ist aber, dass es vor allem Mut gebraucht hat, mich für das Kind zu entscheiden – mit dem Wissen, dass ich eine alleinerziehende Mutter werde. Ich bin wirklich stolz auf mich – und wie gesagt:  zufrieden!

Darf man das sagen?

Die Redaktion dankt der Mamablog-Userin S. T.

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729 Kommentare zu „Alleinerziehend und glücklich“

  1. Al sagt:

    Dieser Artikel ist typische Werbung fuer den Kommunismus. Kommunismus braucht den Feminismus zu seiner vollen, perversen Entfaltung.
    Wenn der Staat den Frauen keine finanzielle Sicherheit bieten wuerde, wuerden sich die allermeisten Frauen auf nichts anderes als Heirat einlassen. Im heutigen Kommunismus aber ist der Staat der Ersatz-Mann. Die Maenner zahlen viel Steuern und haben verantwortungs-lose Beziehungen mit Frauen. Anders ausgedrueckt: Frauen mit ehelosen Beziehungen sind Huren und ihre Maenner bezahlen die Huren nicht direkt sondern via Steuern. In Laendern wo der Staat kein Geld gibt, sind fast alle Buerger verheiratet. Und so war es auch hier, VOR dem Kommunismus.

  2. Mägge sagt:

    Hallo Felix
    Zutreffender kann man/Mann es nicht umschreiben. Ich wurde per Gerichtsentscheid an den Rand des Ruins getrieben und habe seither öfters Kontakt mit dem Betreibungsamt. Klar können da gewisse Damen ihren egoistischen Selbstverwirklichungstrip durchziehen und noch ein grosse Klappe haben. “Nehmen ist seeliger als Geben”??? Und wenn dann noch die alleinerzogenen Kinder solche Werte, seitens der Mutter, mitbekommen darf man sich nicht wundern, dass die heutige Gesellschaft immer Egositischer wird.

  3. L. Scholz sagt:

    Sehr treffend und völlig richtig beurteilt von Ihnen, BRAVO !

  4. Dave sagt:

    Ich habe eine gute Kollegin, die so aufgewachsen ist – mit einer Mutter, die den Vater wenige Monate nach der Geburt aus dem Haus gejagt hat und nun glücklich und zufrieden war, mit der Tochter alleine aufzuwachsen.
    Und die Tochter? Sie tut nun alles dafür, mit ihrem Mann eine gute Beziehung zu pflegen, um ihrem Kind zu ersparen, was ihr wiederfahren ist: Nähmlich dass ihr durch ihre ganze Kindheit hindurch der Vater gestohlen worden ist.

  5. Philippe sagt:

    Hauptsache, SIE kann die Regeln aufstellen (welche wohl?), und SIE kann sie brechen, wann SIE will. Hauptsache SIE kann dann, wann SIE will, ins Kino gehen oder die DVD schauen, die SIE will. Hauptsache SIE hat dann “Qualitytime” (und die restliche Zeit: “unqualified”?), wann SIE will ( – was natürlich genau so gut, wenn nicht besser möglich ist, wenn Eltern zusammen sind), Hauptsache, SIE kann sich mit Freunden treffen, wann SIE will (ob das immer so einfach geht?).
    Ich frage mich einfach, ob das Ganze auch für das KIND irgend einen Vorteil hat, bzw. was das Kind da noch für eine Rolle spielt. Alles Aufgezählte sind nur Nachteile für das Kind, abgesehen von der dauernden, und v.a. dauernd wechselnden Fremdbetreuung, der gestressten überforderten Mutter – und vor allem: dem fehlenden Vater! Eine Person allein kann nie alle nötigen Facetten von Eltern abdecken.
    Und irgend einmal wird das Kind größer und beginnt selber zu denken. Und da wird es dann halt auch nicht mehr reichen, über Dinge wie das “Lieblingsrestaurant” zu sprechen oder ein paar Schauermärchen über den ach so bösen Papa zu erzählen, der zwar jahrelang zahlen durfte, dem man aber mit allen erdenklichen Tricks faktisch verunmöglichte, sein Kind zu sehen…

  6. Clooney sagt:

    Leider hast du sehr recht. Es ist das problematische Machtgefälle innerhalb einer Ehe mit Kindern, das die Ausgangslage für Männer so schwierig macht. Die Möglichkeit für eine Mutter, den Kindern den Vater jederzeit zu entziehen (mit Ausnahme eines Besuchsrechts), macht den Mann während der Ehe erpressbar. Die Erpressung erfolgt manchmal subtil – aber da, wie Du treffend beschreibst, sich beide der unterschiedlichen Ausgangslage bewusst sind, ist sie eben sehr wirksam. Diese Situation kann mE nur durch eine Anpassung des Zivilrechts erfolgen (siehe meinen Beitrag auf der Seite vorher, unten).
    Ich lebe in einer Ehe mit zwei Kindern. Mich machen diese Drohungen (schon seit Jahren), dass ich die Kinder vielleicht bald nur noch alle zwei Wochen sehen werde, fertig.

    • Gaëlle sagt:

      @ Felix
      sehr schön geschrieben. Ihr Männer müsst noch ein bisschen Geduld haben. Das Recht wird dem Zeitgeist angepasst, es dauert halt ein Weilchen in der direkten Demokratie. Aber ich finde es auch total gemein, was manche Kolleginnen in meinem Umkreis mit ihren Männern machen bezügl. unterschwelliger Kinds”erpressung”.

  7. Erich Huber sagt:

    Im Beitrag von dieser Singlemutter stehen vor allem drei Worte: Ich. Ich. Ich.

  8. Alexandra Hengartner sagt:

    Ich vermute mal, dass dieser Frau in der Beziehung zum Kindsvater viele Verletzungen zugefügt wurden und sie immer noch unter der Trennung leidet. Dieser Artikel jedenfalls strotzt nur so vor Selbstgerechtigkeit und Trotz, und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sie diese “Macht” die sie über KIndsvater und auch Sohn hat, sehr geniesst.
    Ich frage mich manchmal, weshalb sich Frauen, die dermassen egoistisch sind, sich überhaupt für ein Kind entscheiden. Es ist gut und recht, wenn sich das Leben nicht ausschliesslich um das Kind dreht, aber in diesem Artikel kommt mir das Wort ICH dann doch eine Spur zu oft vor.
    Schon mal dran gedacht, wie sich die Abwesenheit des Vaters langfristig auf das Kind auswirkt? DIe Tatsache, dass die Mutter und nur die Mutter in jeder SItuation bestimmen will und dies offensichtlich auch jeder neuen männlichen Bekanntschaft auf die Nase bindet, finde ich sehr befremdlich.
    Und um die Schlussfrage im Artikel zu beantworten: Ja, natürlich darf frau sagen, dass sie stolz und zufrieden ist als alleinerziehende Mutter. Sofern es der Wahrheit entspricht. Auch diese Frage empfinde ich als ziemlich trotzig und unreif. Auch wenn sie als sehr ich-bezogen rüberkommt, scheint ihr die Meinung anderer Leute doch nicht ganz unwichtig zu sein.
    Auffällig ist jedenfalls, dass im Teaser etwas von “sehr, sehr glücklich” steht, im Titel dann noch “sehr glücklich” und im Text “zufrieden”. Vielleicht ist der Autorin während des Schreibens auch aufgefallen, dass sie soooooo gücklich ja gar nicht ist (ich würde es ihr gönnen, wenn sie happy wäre). Unterm Strich habe ich fast Mitleid mit ihr, und das Kind beneide ich schon gar nicht.

    • Daniela sagt:

      Psychologische Schlussfolgerungen aufgrund eines kurzen Textes, die dann auch noch so weit gehen, von vielen Verletzungen durch den Kindsvater aufzulisten, sind wohl in so einem Blog nicht angebracht.

      • Alexandra Hengartner sagt:

        Ich liste hier überhaupt nichts auf. Ich denke nur, dass dies eine mögliche Erklärung ist, warum die Autorin so trotzig und egoistisch ist. Ausserdem bin ich gegen Denkverbote, aber trotzdem vielen Dank für die Belehrung.

    • Alexandra Hengartner sagt:

      Leider ist es in meinem Bekannten- und Freundeskreis Gang und Gäbe, dass die Frauen von ihren Männern verarscht werden (auch in der Ehe; auch, wenn Kinder vorhanden sind – das passiert nun wirklich am Laufmeter, auch in “glücklichen” Partnerschaften). Ich will den Frauen generell sicher keinenP ersilschein ausstellen und behaupten, sie machen alles richtig. Bei mir persönlich und in meinem Freundeskreis ist es nur mehrheitlich so, dass der Mann gegangen ist, meist – das ist leider eine Tatsache – weil er etwas Jüngeres, Knackigeres, Unkomplizierteres wollte. Beziehungen und Gefühle können sich im Lauf der Zeit selbstverständlich verändern, aber dann sollte man/frau halt auch dazu stehen.

      Ich lege jedoch grossen Wert darauf, dass der mir von Dir aufgedrängte Glaubenssatz überhaupt nicht meiner Überzeugung entspricht. Es ist mir durchaus bewusst, dass es nicht IMMER so ist, bloss weil es in meinem Umfeld mehrheitlich so ist. Da kann ich schon differenzieren. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass Du meinen Eingangssatz unpassend findest, da spekulativ. Ich dann nicht Deine Annahme, ich lebe nach diesem Glaubenssatz, nicht auch sehr spekulativ, ja geradezu eine Unterstellung?

      Ich beobachte lediglich, dass – wenn sich ein Mann so richtig daneben benommen hat, die Frau belogen, betrogen und hintergangen hat, aber weiterhin den vordergründig braven und v.a. treuen Familienvater spielt – die Frau bei einer Trennung meistens nur ein Mittel kennt, ihn zu treffen: Ihm die Kinder vorzuenthalten. Dass dies falsch ist, darüber brauchen wir nun wirklich nicht zu diskutieren, denn ich finde ein solches Verhalten selbst ganz arm.

      Natürlich ist vieles Spekulation, denn es fehlen einfach zu viele wichtige Infos in diesem Text. Ich kann Deine Meinung aber durchaus “gelten lassen”.

    • Clooney sagt:

      Das mag ja in Deinem Umfeld Gang und Gäbe sein. Die Scheidungsstatistik spricht eine andere, eindeutige Sprache.

  9. Sara sagt:

    Finde dies sehr schade. Ich möchte keine Kinder alleine haben. Kinder brauchen eine Familie, das heisst Vater und Mutter und Geschwister. Ich als Frau wünsche mir auch eine gute Beziehung, einen Partner. Alleine hat man auch nicht so viel Zeit und Geld für das Kind. Ich hatte zwar einen Vater als Kind und eine Mutter und Schwester, leider ging die Ehe in die Brüche. Wünsche mir heute noch eine grosse intakte Familie. Die Mutter wird sich dann auch sehr an das Kind klammern und umgekehrt, das ist nicht gut.

  10. Anton Müller sagt:

    Toller Artikel. Darf nächstens ein Freier eine Laudatio über die Vorteile seines Hobbys halten, wie er günstiger wegkommt als in einer Beziehung und mit seinem Gegenüber erst noch machen kann, was er will, ohne sich Mühe geben zu müssen ?
    Ahja, die Vorteile des Fremdgehens wurde hier schon einmal erläutert, es fehlt noch das Positive daran, seine Kinder mit Gewalt zu erziehen (Zeitersparnis, keine unnötigen Diskussionen, keine mühsame Argumentation…).

    Kurzum: Solche Artikel gehören nicht in eine Zeitung wie die BAZ, sonst nimmt sie schnell das Niveau des Blicks an.

    Ist sich der Redaktor seiner sozialen Verantwortung nicht bewusst oder wieso verleiht er solchen egozentrischen Individuen noch die Möglichkeit, ihre sozial degenerierten Ansichten vor grossem Publikum zu rechtfertigen und zu bewerben?

    Das arme Kind!

    PS: Wird langsam Zeit, dass sich Männer politisch für ihre Rechte einsetzen, wie die Wiedereinführung der Schuldfrage bei Scheidungen und die dementsprechende Zuteilung des Sorgerechts unabhängig vom Geschlecht des Elternteils.

    Mit dem jetzigen Zustand schaffen wir riesige soziale Probleme, wie soll dieses Kind jemals Beziehungs- und Konfliktfähigkeit lernen ?

  11. Robert sagt:

    Stimmt, ich empfinde tatsächlich alleinerziehenden Müttern gegenüber ein gewisses Mitleid – aber in Grenzen. Schön, wenn man mit der Situation zufrieden ist, in der man sich befindet.

    Allerdings halte ich es für Zweckoptimismus zu glauben, dass gewisse Dinge nur so möglich sind. Wenn man sich beispielsweise stets vom Partner bestimmen lässt, dann liegt das auch an einer gewissen Unbeholfenheit. Auch in einer funktionierenden Beziehung kann man Zeit für sich selber haben, auch öfters mal alleine ins Kino oder den eigenen TV im eigenen Schlafzimmer haben.

    Allgemein gesagt habe ich den starken Eindruck, dass in einer Beziehung nicht glücklich werden kann, wer nicht beziehungsfähig ist und es auch nicht werden will. Die Beziehung zum mit 21 Monaten noch sehr willfährigen Kind wird sich dann zukünftig wohl auch recht schwierig gestalten, wenn es dann mal in die Pubertät kommt und allenfalls den Anspruch anmeldet, eine völlig andere Meinung zu haben.

    Mein Mitleid bezieht sich also darauf, dass ich davon überzeugt bin, dass es eine Heidensauarbeit ist, alleine ein Kind grosszuziehen (ausser eben man benutzt die Grosseltern, um die Lücke aufzufüllen) – aber auch darauf, dass ich glaube, Kinder die so aufwachsen, werden das darüberhinaus nicht gerade als Privileg ansehen.

  12. Freddy sagt:

    Ich habe letzthin eine interessante Aussage zu Fanatismus gehört. Man ist dann fanatisch, wenn es einem nicht mehr gelingt, sich in die Position des andern zu versetzen. Genau so dünkt mich der Ganze Artikel sowie auch die sehr provokativen männerfeindlichen Kommentare. Das Ganze ist zum Gruseln. Wie soll denn mit dem Lebensplan gemäss Artikel überhaupt eine normale Beziehung möglich sein? Ich glaube die Schreiberin hat überhaupt im Leben verpeilt, was es heisst zu lieben und zusammen zu leben. Ihr Modell tönt eher nach Barby und Ken. Als Tipp für die Schreiberin würde ich ihr wünschen, eine etwas realistischere und erwachsenere Weltanschauung zu entwerfen, sich in Konfliktbewältigung und Kompromissfindung zu üben und generell festzustelllen, dass andere Personen (Freunde, Familie, Partner) durchaus auch eine Bereicherung im Leben sein können. Es wird hier das Bild einer verwöhnten Prinzessin in den Raum gestellt, welche sich gar nie jemandem anpassen musste und das vermutlich auch gar nie gelernt hat. Wahrscheinlich ist sie ein Scheidungskind und von ihrer Mutti stark verwöhnt worden und so wiederholt sich das Ganze, weil Sie nie gelernt hat, wozu andere Menschen oder ein Partner im Leben taugen. Das ist einfach traurig.

  13. Pippi Langstrumpf sagt:

    Wenn ich die Kommentare einer Mehrzahl der Männer hier konsequent zu Ende denke, heisst das eigentlich nur, wenn eine Frau schwanger ist und der Mann, aus welchen Gründen auch immer, fehlt, gibt es nur eins: Abtreiben, das Kind wäre sowieso nur unglücklich, das Kindeswohl nicht gegeben, also besser den Gnadentod. Auch wenn die Mutter allein mit Kind glücklich wäre, geht es nicht, weil das Kind zwangsläufig in einer Mangelsituation wäre und damit zwangsläufig unglücklich, schliesslich sind alle Kinder in Zweielternfamilien immer und ausschliesslich glücklich (untersteht euch, Kinder, es nicht zu sein).

    Als Ausweg gäbe es vielleicht noch die Freigabe zur Adoption, alles kein Problem, Hauptsache, die Grundbedürfnisse sind abgedeckt und das Kind kostet den Staat nichts. Das wäre ja noch besser, dass Kinder etwas kosten dürfen, die haben wir schliesslich nur zur Sicherung der AHV, fertig. So kleine Subventionsböckchen schmälern das Vermögen der Gesellschaft, also haben sie keine Existenzberechtigung.

    Hatten wir das alles nicht schon mal? Geschichte wiederholt sich, wer sagte das schon wieder?

    • Clooney sagt:

      Blödsinn!

      • Kate Bush sagt:

        Das ist aber eine geistreiche Bemerkung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Aber sehr wahr, da machen sich mal die Väter für ihre Kinder stark,
        und schon wieder ist es nicht recht, lassen sich irgendwelche destruktive Schlussfolgerungen zu Ende denken, kann frau dem Mann eine Zwei an den Rücken kleben.

      • Kate Bush sagt:

        Das verstehe ich jetzt nicht, wie Sie das meinen. Die destruktivsten Kommentare bei diesem Thema kamen eindeutig von den Männern, tut mir leid. Frauen denken praktisch, wollen das Beste aus der Situation machen und bekommen dafür nur Häme, das ist doch destruktiv.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Kate Bush: wenn Sie von den grenzwertigen Kommentaren absehen gibts da ganz viel Kommentare von Männern, denen sauer aufstösst, dass so oft davon ausgegangen wird, mann sei von vorneweg gar nicht wirklich am Kind interessiert, oder ein paar von Frauen, die Männern unterstellen, sie könnten ja schon rein biologisch gesehen gar nicht wirklich so eine tiefe Beziehung zum Kind aufbauen usw usw.
        Zudem ist dieser Thread ja bloss einer von vielen, und viele der Kommentatoren haben sich schon so einiges in anderen Threads anhören müssen wo es um ähnliche Themen gegangen ist. Viele haben auch schon persönlichen Einblick in ihre Bemühungen, um ihr Kind zu kämpfen, gewährt. Vor diesem Hintergrund, mit all diesen Geschichten im Hinterkopf, finde ich Clooneys Bemerkung einiges mehr als “geistreich”.
        Übrigens haben auch ganz viele Frauen drauf hingewiesen dass ihnen die “Positionsbeschreibung” des abwesenden Vaters ein bisschen fehlt im ganzen Beschreiben wie toll das alles ist.

      • Kate Bush sagt:

        @B. Steiner
        Sie haben mich nicht überzeugt, ich glaube nicht, dass es den Männern, die sich hier so negativ äussern, um die Kinder geht. Es geht darum, dass die Frauen sich heute nicht mehr alles gefallen lassen müssen und ein Dasein als allein Erziehende dem Dasein in einer unglücklichen Beziehung, wo der Mann alles bestimmt, vorziehen. Dadurch verlieren die Männer ihre Macht, Frauen und Kinder sind ihnen nicht mehr ausgeliefert, wie sie es bis vor kurzem noch waren, die Frauen sind jetzt in der Lage, ihre Interessen auch einzubringen und zu fordern, dass der Mann eine partnerschaftliche Beziehung lebt. Das ist weniger bequem als vorher, als die Frauen sich einfach anzupassen hatten und das auch gemacht haben, sie wären sonst finanziell kaum über die Runden gekommen und gesellschaftlich geächtet gewesen. Heute leben Frauen nur noch in einer Beziehung, wenn sie dadurch glücklicher sind, als sie es allein wären. Der Aufwand für die Männer ist also grösser geworden, das erzeugt enormen Widerstand. Viele fühlen sich in ihrem Selbstverständnis als Mann gekränkt, wenn eine Frau nicht mehr verfügbar ist, sondern Kompromisse verlangen kann.

      • Clooney sagt:

        @Kate B: Es ist natürlich bequem und einfach, einfach zu sagen, den Männern geht es nicht wirklich um die Kinder. So kann man, ohne sich zu hinterfragen, in seinen gewohnten Bahnen weiterpalavern: die anderen sind schuld – ich bin gut.

        Natürlich geht es uns um die Kinder. Väter meiner Generation haben die von Dir genannten alten Zeiten gar nicht mehr erlebt. Ich wollte nie eine Frau, die mir ausgeliefert ist und habe sie auch nicht. Und: ja, ich will eine enge Beziehung zu meinen Kindern und ich habe sie auch.

        Betreffend Machtverlust: Ich glaube das Gegenteil ist der Fall: Frauen, nicht Männer müssen Macht abgeben. Dies hat bereits begonnen. Männer sind in den Familien präsent, engagieren sich. Unbequem, gell, wenn man plötzlich nicht mehr alleine bestimmen kann, sondern der Mann mitmacht? Schau doch mal die Realität an, in Deinem Freundeskreis, oder wo auch immer: wenn Du ehrlich bist, musst Du zugeben, dass diese von Dir beschriebenen abhängigen Frauen kaum nicht mehr existieren. Öffne doch bitte Deine Augen!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Kate Bush:
        “Sie haben mich nicht überzeugt, ich glaube nicht, dass es den Männern,
        die sich hier so negativ äussern, um die Kinder geht.”
        Sind Sie wirklich erst so kurz dabei, dass Ihnen noch nicht aufgefallen ist was die hier anwesenden Männer in den diversen Threads zum Thema geäussert haben? Oder interessiert es Sie nicht, weil es Ihren Standpunkt nicht untermauert?
        “Es geht darum, dass die Frauen sich heute nicht mehr alles gefallen lassen müssen und ein Dasein als allein Erziehende dem Dasein in einer unglücklichen Beziehung, wo der Mann alles bestimmt, vorziehen. Dadurch verlieren die Männer ihre Macht, Frauen und Kinder sind ihnen nicht mehr ausgeliefert, wie sie es bis vor kurzem noch waren…”
        Ja, das klingt doch nur allzu bekannt…
        Sie übersehen dass es in diesem Fall möglicherweise gar nicht um eine langjährige Beziehung, wo der Mann alles bestimmt hat, geht, sondern, solange Frau T. da nicht Klarheit verschafft, auch angenommen werden könnte, dass der Mann als mitbestimmender Vater nicht erwünscht war.
        Und weil mittlerweilen nicht nur die Frauen, sondern auch Männer unterdrückt werden, vorallem in Trennungsverfahren, genau darum gehen hier teilweise die Wogen hoch. Das alte Lied, dass es Männern halt bloss nicht passt die Macht verloren zu haben, dieses Lied hat sich ausgesungen und die dazugehörende Schallplatte mehr als einen Kratzer.

      • Kate Bush sagt:

        @B. Steiner
        Ich lese schon länger im Blog und kenne einige Argumente, die immer wieder gebracht werden. Meiner Meinung nach sind es oft vorgeschobene Argumente, dahinter steckt etwas anderes, die Wut über den Machtverlust, was in den Formulierungen deutlich sichtbar ist. Das kommt auch hier bei diesem Thema wieder überdeutlich zum Ausdruck. Ich finde es sehr schade, weil ich überzeugt bin, dass die meisten Frauen lieber in einer glücklichen Partnerschaft leben würden als allein. Das Alleinleben mit Kind ist doch fast immer eine Konsequenz aus einer unglücklichen Beziehung und wurde überhaupt nicht von vorne herein angestrebt. Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch nach wie vor sehr viele Frauen gibt, die verlassen werden, wenn sie schwanger sind, ich kenne selbst mehrere solche. Was sollen sie dann tun, ihr Schicksal beweinen und sich als Opfer sehen? Offensichtlich werden auch viele Abtreibungen gemacht, weil der Vater des erwarteten Kindes nicht mitziehen will und sich diese Frauen das Dasein als Singlemutter nicht zutrauen, was sagen Sie dazu?

      • Kate Bush sagt:

        @Clooney
        In meinem Freundeskreis gibt es sie nicht, diese abhängigen Frauen, aber im weiteren Bekannten- und Kollegenkreis sehr wohl. Von den Beziehungsmodellen der Zugewanderten zum Beispiel wollen wir hier gar nicht sprechen, in den Kreisen der wenig qualifizierten Arbeitnehmer ist das Modell, dass die Frau macht, was der Mann will, das normale.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Kate Bush: ich empfinde es anders, die mitschreibenden Männer stellen doch gar nicht in Abrede dass die von Ihnen erwähnten Szenarien nicht existieren würden.
        Aber den umgekehrten Fall, resp. die umgekehrten Fälle gibt es in zunehmendem Masse auch. Und diese Fälle werden dann öfters mit genausolchen Verweisen kleingeredet. Die überdeutliche Wut und Schmerz über eben genau diese Misstände welche dann zum Ausdruck kommt, wird geschickt auf die “Männer bedauern den Kontrollverlust-Schiene” gelenkt.
        Eine sehr geschickte Taktik, die noch jemand anders gut beherrscht.
        Es wird angenommen an jeder unglücklichen Beziehung sei vorallem der Mann schuld, und Recht hat die Frau, wenn sie sich endlich abseilt, mit dem Kind grad mit dazu. Wenn Sie schon länger mitlesen kennen Sie auch meine Meinung zu den sich verabschiedenden Vätern, den alleingelassenen Frauen usw.
        Aber hier ist momentan das Interesse auf den nicht-erwähnten Vater konzentriert,
        warum gehen Sie davon aus, dass Frau T. in die von Ihnen erwähnten Szenarien gehört?
        Was ist Ihre Definition von “glücklicher Beziehung”? Was macht Sie so sicher, dass Frau T. wirklich dran hätte arbeiten wollen und nicht einfach sie sich abgeseilt hat?
        Es gibt leider nicht nur die Männer die sich drücken; auch wenn ich es toll finde dass sich Frau T. für ihr Kind entschieden hat, damit weiss ich, und auch Sie, noch lange nicht ob sie sich eben auch irgendwo vor etwas drückt.

      • Clooney sagt:

        Kate, nun sind wir aber doch einen Schritt weiter: wir reden von einem Phänomen, das es in unserem engeren Umfeld kaum oder gar nicht gibt (Deinem Schreibstil entnehme ich, dass Du möglicherweise, wie ich, dem gut ausgebildeten Mittelstand angehörst). Du verweist nun auf Zugewanderte oder weniger Gebildete: hier scheint mir ein wenig das mitteleuropäische Bürgertum bei Dir durchzublicken, welches schon immer wusste, was für die Armen und Ungebildeten richtig ist. Dies ist ein heikler Weg.

        Wenden wir uns also dem zitierten Mittelstand zu, also nicht den Ospels und Grübels, aber auch nicht den Unterprivilegierten: hier im Mittelstand, also bei der grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung, ist es tatsächlich der Mann, der Nachholbedarf hat betreffend Gleichstellung. Er hat weniger Optionen bei der Lebensplanung (auf dem Heiratsmarkt hat Erfolg, wer in der Tendenz Ernährerqualitäten hat, bereit zur Ernährerrolle ist, und einigermassen gut verdient – eine Reduktion auf ein 70-80%-Arbeitszeit ist allenfalls noch akzeptiert) und trägt das Risiko einer Scheidung und somit erpressbar (Kontakt zu Kindern). Diese Männer haben eine kürzere Lebenserwartung, eine höhere Suizidrate, ein höheres Gesamtarbeitspensum (sic!, man lese die neuesten Statisiken), leisten Militär- oder Zivildienst und müssen sich dennoch ständig anhören, dass sie privilegiert seien.

        Deshalb wehre ich mich gegen Statements wie den Deinigen!

      • Kate Bush sagt:

        @B. Steiner
        Bei den mitschreibenden Männern orten Sie Wut und Schmerz, der gut nachvollziehbar sei, bei Frau T. mutmassen Sie, dass sie sich vor etwas drückt. Ich finde das einseitig, wie wollen Sie das wissen? Sie ergreifen pauschal Partei für die Männer.

      • Kate Bush sagt:

        @Clooney

        **Keiner von uns hat aber mit ihrem Mann gesprochen, wir kennen seine Sicht nicht. **

        Das gilt genauso für die Schilderungen der Männer, es ist zwangsläufig immer einseitig, aber wir sind hier auch kein Tribunal. Es ist für viele Menschen erleichternd, wenn sie schildern können, was ihnen widerfahren ist, wir lesen, nehmen Anteil oder auch nicht.

      • @Kate Bush

        a) Opfer haben extrem viel Kontrolle. Erleben Sie einmal eine Frau, die immer das Opfer ist, dann wissen Sie was ich meine.

        b) Heute NZZ am Sonntag Seite 71 der Artikel über “Neue Studien stellen eie populäre Ansicht auf den Kopf. Nicht die Männer, die Frauen kommen vom Mars. Geht es um die Liebe sind sie das kaltherzige der Geschlechter.”
        Und “Die weibliche Sexualität ähnelt einer Allzweckwaffe, die ziemlich rational eingesetzt wird.”

        c) Mir ist schon lange aufgefallen, dass die ganze Romantik mit Rosen, Kerzen, etc nur von den Männern als romantisch empfunden wird. Frauen kalkulieren anhand diese Aufwandes das Ausmass von Liebesbeweis, als wäre es harte Währung.

        Und ja, diese Frau Täitler kommt noch auf die Welt.

    • Kate Bush sagt:

      @Clooney
      Die Armen und Ungebildeten haben keinen Einfluss und keine Lobby, sie sind darauf angewiesen, dass Leute, die es können, ihre Interessen wahr nehmen. Der Stärkere hilft dem Schwächeren, was soll daran falsch sein? Wir können natürlich auch den Sozialdarwinismus pflegen, müssen dann aber auch die Konsequenzen dafür tragen. Das kann eine humane Gesellschaft nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        “Der Stärkere hilft dem Schwächeren, was soll daran falsch sein?”
        Nichts, vorausgesetzt das gilt für beide Seiten.
        Und nichts, vorausgesetzt es wird heute stattfindendem Unrecht ins Auge gesehen, und zwar nicht nur dort wo wir es vermuten, sondern auch dort wo es uns lieber wäre, es wär anders weil es unser Weltbild hinterfrägt.

      • Clooney sagt:

        Das stimmt, ich propagiere sicher nicht die soziale Kälte. Aber mir taucht vor meinem geistigen Auge halt doch das Bild des Bürgertums der letzten 150 Jahre auf, das weiss, was für “die Armen und Ungebildeten” richtig ist.

        Ich will damit existierende Diskriminierungen gerade in einigen zugewanderten Gesellschaften nicht verteidigen – nur ich weiss wirklich nicht, ob wir das recht haben, diese zu belehren (Grenzen gibt es natürlich auch für mich, wie etwa bei Beschneidungen und dergl.).

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Kate Bush: ganz einfach: weil ich die Kommentare der Männer in den anderen Threads genau gelesen habe.

      Und ich mutmasse nicht, sondern ich weise darauf hin dass Frau T. bis jetzt diesen offenen Punkt, nicht aufgegriffen hat. Und wenn sie das nicht macht, was ihr Recht ist, dann bleiben nun mal mehrere Möglichkeiten offen. Sollte ich, weil es eine Frau ist, von ihr als Opfer ausgehen, und wenn es ein Mann ist, von ihm als Täter, damit es bei gewissen Weltbildern nicht aneckt?
      Könnte nicht auch sein dass Sie, und eine andere Frau hier drin, (oder wurde der nick gewechselt?) eine “pauschale Parteiergreiferin” sind?

      • Kate Bush sagt:

        @B. Steiner
        Sie haben recht, es gibt einige Frauen hier, die wissen was ich meine, eine Nicole Sticher hat gestern geschildert, was sie erlebt hat, auch andere sprachen von ihren Erfahrungen, nicht nur zu diesem Thema. Sie bekommen eigenartigerweise von Ihnen wenig Gehör, Sie nehmen das hin, als wäre es normal, das Frauen so etwas zu erdulden haben. Wenn sich aber ein Mann äussert, bekommt er Ihre Aufmerksamkeit, deshalb finde ich, dass Sie eine etwas einseitige Sichtweise haben. Jetzt muss ich weg, ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

      • Clooney sagt:

        Brunhild, danke.

        Keiner von uns findet toll was Nicole S. erlebt hat. Keiner von uns hat aber mit ihrem Mann gesprochen, wir kennen seine Sicht nicht. Ich bezweifle nicht, dass es schlimme Männer gibt, aber bewerten kann man den konkreten Fall nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Kate Bush: wie Sie zu einer derartigen Schlussfolgerung kommen können ist für mich nicht nachvollziehbar.
        Und dass Sie aus meinen Posts ableiten ich nähme es als normal hin und hätte kein Gehör dafür,
        das finde ich sehr seltsam.
        Hier habe ich mich vorallem auf die Position des Kindes fokussiert, auf die Unklarheit bezüglich dem Vater. Der Verlauf brachte teilweisige Unterstellungen Vätern gegenüber auf, dass denen das Kind egal sei.
        Aufmerksamkeit erhalten diese Männer dann vor mir, wenn Frauen diese Erfahrungen kleinreden wollen.

        Daraus den Umkehrschluss zu ziehen, weil ich quasi nicht jeden Post einer betroffenen Frau kommentiere wär mir deren Schicksal egal oder so, dieser Umkehrschluss hat mir meiner Haltung nicht viel zu tun.
        Mir scheint auch nicht, dass den betroffenen Frauen sehr viel Unglauben entgegenkommt, und eben, es geht ja eigentlich vorallem um das Kind von Frau T., wo sich einige fragen was denn mit dem Vater war wenn das schon so früh so aufgegleist worden ist. Und sich nicht mit der Vermutung zufrieden geben, dass das einem Mann nicht wirklich im Tiefsten und Innersten so stark am Herzen liegen kann.
        Aber einen schönen Sonntag wünsch ich Ihnen ebenfalls, wer immer Sie nun wirklich sind…
        (ich leide wohl an der langstrumpfschen Neurose oder so)

    • @Scjmidli: “Heute NZZ am Sonntag Seite 71 der Artikel über “Neue Studien stellen eie populäre Ansicht auf den Kopf. Nicht die Männer, die Frauen kommen vom Mars. Geht es um die Liebe sind sie das kaltherzige der Geschlechter.”
      Und “Die weibliche Sexualität ähnelt einer Allzweckwaffe, die ziemlich rational eingesetzt wird.”

      Gekauft und bereut: Dreiviertel der Seite, unübertrieben, Titel in zwei Farben, dann noch eine billig hingeklatschte Dame mit Pistole- und bestenfalls vier Spalten, einviertelseitig (eher ein Fünftel) Text, der sich- wohlverstanden!- auf einen einzigen Artikel in einer Fachpublikation bezieht! Genauso sieht unseriöser Lückenfüller-Journalismus aus. Und das in der NZZ: Unglaublich!

      • Auguste sagt:

        hmm…, hätte ich ihnen gleich sagen können, marcel, alles was hinter dem zweiten bund kommt in der nzz am sonntag, ist zu oft nur noch zeit- und geldverschwendung. allfällige ausnahmen bestätigen die regel.

  14. studimutter sagt:

    Wenn alleinerziehende Mütter gewisse Umstände kritisieren, dann heisst es gleich, sie jammern rum. Sind die selbstbewusst und kriegen alles unter einen Hut, dann sind sie egoistisch.

    Es gibt Situationen, die sind nicht toll als Single-Mami, wiederum hat es durchaus auch Vorteile alleinerziehend zu sein. Aber hier in diesem Blog werden diese Frauen von gewissen Männern als Jammertanten und egoistische Blutsauger beschimpft.

    Hey, es ist doch toll, dass Frau Teitler Mutter ist und es geniesst. Wenn sie die Vorteile (nota bene für sich selber) des Alleinerziehen sieht, was ist da so schlimm daran? Und ja, vielleicht kriegt sie sogar Unterhalt für ihren Sohn und das ist gut so.

    • Kate Bush sagt:

      Ich sehe das auch so. Die Autorin stellt sich bestmöglich auf die Situation ein und hütet ihr kleines Glück, das sei ihr von Herzen gegönnt.

    • @studimutter

      Das Problem in dieser carte blanche lautet “ich”, “mich”, “mein/e/er/en/em/es”. Diese Frau will ein Kind erziehen und denkt nur an sich selber.

      Von Unterhalt, davon wie sie den Kindsvater verjagt hat, davon wie sie Männer als Lustobjekte verheizt, über all das reden wir gar nicht.

      Alles andere sind Ihre eigenen Projektionen, wenn Sie, studimutter von Jammertanten und Blutsaugerinnen reden, dann meinen Sie vermutlich nichts als Ihr eigenes schlechtes Gewissen.

  15. Ursula Jungo sagt:

    Alleinerziehend war ich die meiste Zeit,obwohl ich verheiratet war.
    Der Mensch ist ein Säugetier,er zeugt,gebärt und ernährt gleich wie die anderen Säugetiere!Nur haben wir ein anderes Hirn und praktisch keine Naturinstinkte mehr!Der Mensch kann lesen,schreiben und sein Konto zusammenzählen,Tiere haben das nicht nötig.Für die Tiere ist ihr Nachwuchs das wichtigste in ihrem Leben,für ihre Kinder tun die Tiere alles!Aber welche Tiere schauen zu zweit zu ihrem Nachwuchs?Eher selten gibt es das!Und von den Säugetieren noch seltener!
    Ein Kind ist kein Besitz, das zu verstehen jedoch sehr schwierig für die Menschen!Wir begleiten unsere Kinder, bis sie selbständig sind, dann heisst es loslassen! Besitz ist aber das wichtigste für die Menschen!!!
    Ich habe keine positiven Erfahrungen gemacht mit der Begleitung unserer Söhne zu zweit! Wieso soll die Mutter und Frau nicht wissen, was gut ist für die Kinder? Wieso soll der Vater das besser tun? Wieso wird die Mutter und Frau runtergetan vom Mann und Vater und das vor den Kindern?!
    Nein, alleinerziehend ist besser, wie es bei den anderen Säugetiere selbstverständlich ist! Die Natur hat immer Recht!

    • Clooney sagt:

      Vielleicht weiss es eine Mutter besser, vielleicht auch nicht. Nicht in Ordnung ist es aber, dass sie in der Praxis alleine entscheiden kann, ob sie den Kontakt zwischen dem Vater und den Kindern auf ein 14-tägliches Besuchsrecht reduzieren will, oder nicht.

      Am obigen Artikel ist übrigens störend, dass man nichts davon liest, wie es dem Mann in dieser Situation geht, ob er um das Kind gekämpft, oder aufgrund der Umständen einfach resigniert hat. Es gibt Männer, die sich einfach aus dem Staub machen, diese will ich nicht verteidigen. Aber viel häufiger wird einfach der Mann aus der Familie ausgeschlossen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ursula Jungo: tja, Säugetiere können auch nicht eine Buchhandlung marschieren, sich vor dem Gestell aufstellen und all die Ratgeber zum Thema “erfolgreiche Beziehung etc.” studieren, oder sich bei älteren Paaren schlaumachen gehen, oder Beratung in Anspruch nehmen. Denn
      “Ich habe keine positiven Erfahrungen gemacht mit der Begleitung unserer Söhne zu zweit!”
      das hat sehr viel mit der Partnerschaft zu tun, klar möchte frau das lieber alleine erledigen wenn sie nur “runtergetan” wird, aber deswegen ist das noch lange nicht von “der Natur” schon immer so gewollt, denn eben, wir sind entscheidungsfähige Menschen.

  16. Nicole Sticher sagt:

    mein Ex sagte mir immer: wenn Du nicht gehorchst, dann landest Du eben auf dem Sozialamt, schliesslich braucht eine Frau einen Mann. Aber soetwas einem Mann zuzugeben, ist dann eben gleich Schwäche und Unfähigkeit. Dann bin ich doch lieber alleine (und verzichte auf die vielen Vorteile zu zweit und auf die schönen Stunden der Vertrautheit und der Liebe), als mich ständig fertigmachen zu lassen, dass ich alleine als Frau und Mutter nichts wert sei und ich also zu spuren habe, wenn mein Ehepartner etwas von mir will.

    Da kann ein freier TV Abend wirklich das grösste Glück bedeuten, wenn man zu zweit nicht einmal darüber entscheiden durfte, wo man in der Wohnung (deren Hälfte ich bezahlt habe, da auch ich berufstätig) durchgehen darf und wie der Ehepartner das Essen gekocht haben will. Er ist ja schliesslich ein Mann und Frauen können ja nur froh sein, einen Mann zu haben. (Nötig haben Frauen die Männer ja, man hört es ja aus den Schlafzimmer). Nein danke.

    • adlerauge sagt:

      drum trau schau wem. entweder er hat sich im verlaufe der beziehung extrem verändert oder er hatte schon vorher einen hang zum misogynen a****loch. dass liebe blind macht, hilft in solchen fällen leider auch nicht wirklich.

      der normalfall dürfte sowas heutzutage nicht mehr sein.

  17. Olga Baumgartner sagt:

    Auch ich war alleinerziehend , angefangen vor 34 Jahren. – Ich kann Niemandem eine Schuld zuweisen, denn ich habe ganz allein entschieden, dass ich das Kind selbst grossziehen möchte. – Nach reiflicher Überlegung habe ich voraussehen können, dass meine Entscheidung die Bessere sein wird, für alle Beteiligten. – Bereut habe ich es nie eine Sekunde, – die Zeit war zwar sehr intensiv, – mit schwerer Berufsarbeit und dem Kind, – weil ich aber ganz normal diese Situation angenommen habe, ohne andauernd zu studieren, ob es richtig oder falsch war, – habe ich es auch ganz gut bewältigen können. – Die Mitmenschen haben mich hin und wieder darauf aufmerksam gemacht, dass ich ziemlich viel zu leisten brauche, – selbst habe ich es nicht wirklich so wahrgenommen. – Zur Zeit der Geburt meines Kindes wurde auch ein neues Kindsrecht angekündigt. – Niemand wollte mir bei den Gemeinden helfen, – Nieman kannte sich darin aus, – eine Gemeinde sagt, dass die neue Gemainde zuständig sei, – diese verwies wieder auf die vergangene Gemeindszugehörigkeit. Da ich bald 100 % arbeitete, hatte ich keine Kraft, mich wirklich zu kümmern. – Weiterhin befürchteten die Gemeinden den Mehraufwand, da sich der Vater weit entfernt der Schweiz befand. – Später musste ich auch die Hochschule bezahlen, da ich scheints zuviel Lohn hatte !!?? – Zur gleichen Zeit eine Freundin meines Sohnes Stipendien erhalten, – Der Vater war Chefarzt eines Spitals! – Da kam ich schon nicht mehr richtig nach, wie sowas überhaupt möglich war. – Dieser hat vielleicht sehr hohe Schulden angegeben, – und ich, ohne Schulden wurde bestraft. – Aber ich klopfe mir immer auf die Schultern und bin stolz, dies alleine gut geschafft zu haben. – Es ist das Meiste ganz gut heraus gekommen !!

  18. Sandra sagt:

    Olga…..du sprichst mir aus dem Herzen. Darf auch immer alles selber bezahlen, weil ich ja gut verdiene…nur eben immer zu wenig, um mir wirklich was zu leisten und zu viel, um von irgendwas unterstützt zu werden. Manchmal frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, ich würde weniger arbeiten, dem Staat mehr auf der Tasche liegen, hätte Freizeit….etc….aber nein, da wäre ich ja eine dieser Huren, wie vorgängig von jemandem beschrieben…..und das bin ich nun wirklich nicht !!!!

  19. Sandra sagt:

    …und ja, um gleich die Kommentare der armen Männer entgegenzunehmen…..ich hätte gerne einen Partner und bin nicht die “ich kann alles alleine”-Frau, eine Schulter zum Anlehnen, einen Gesprächspartner für die Erziehung meines Kindes, eine andere “männliche” Meinung dazu würde ich sehr schätzen….aber stimmt, ich muss mich ja nicht wundern, dass dies nicht klappt, weil wir Frauen sooo egoistische Wesen sind…..naja vielleicht nicht alle….und Erfahrung macht auch immer gscheiter!

  20. Sandra sagt:

    …und ja Nicole…fertig und klein machen lassen —das will ich auch nicht mehr. Nur ebenbürdige, liebenswerte Beziehung wo jeder einbringt, was er kann

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      …womit wir wieder mal bei der berühmten gleichen Augenhöhe wären. Allein die Nennung dieses Ausdruckes, wie es Milica hier vor einiger Zeit tat, bewirkte bei einigen “Männern” die bestens bekannte aber deshalb nicht besser verständliche “Schaum vor dem Mund”-Reaktion.

      • Nicole Sticher sagt:

        ich weiss darauf auch keine Antwort. Vermutlich ist es eben schon Neid, dass Frauen auch ohne Männer und alleine mit ihren Kinder durchkommen. Aber eben, zu zweit, waren wir ja nur Frauen und Mütter. Jetzt sind wir eben selbständige Frauen und Mütter. Was solls.
        @Sandra und alle die meine Zeilen gelesen haben.

    • macho sagt:

      Ich denke das könnte jeder so unterschreiben. Nur leider sind die wengisten Beziehungen völlig ebenbürtig, es gibt einfach stärkere und schwächere Charaktere, einer hängt mehr am andern als umgekehrt usw…

      Liebenswert muss sie aber zwangsweise sein, sonst sollte man sich wirklich besser trennen und das Sorgerecht teilen.

      Das Gelaber von Machtverlust der Männer usw., und das wir keine ebenbürtigen Frauen wollen, dass ist sowas von …..!
      Fährt auf dieser Schiene weiter, dann tut ihr einfach der Mehrheit brutal unrecht, und erreichen werdet ihr nichts, ausser dass ihr hin und wieder beschimpft werdet von ewiggestrigen Männern, worauf ihr euch wieder supi bestätigt fühlt was die Männerwelt angeht….

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