Leben


Mamablog-Redaktion am Freitag den 3. September 2010

Alleinerziehend und glücklich

Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin S. T.

MAMABLOG-SALMA-HAYEK-BABY

Die alleinerziehende Mutter und Schauspielerin Salma Hayek.

Vom Vater meines Sohnes hatte ich mich bereits getrennt, als ich bei meinem Frauenarzt den Schwangerschaftstest machte. Zwar war er beim ersten Ultraschall dabei, doch hatten wir unsere Beziehung sechs Wochen vor dem Tag der Offenbarung bereits beendet.

Mein Sohn ist inzwischen 21 Monate alt, ich bin alleinerziehend und – zufrieden!

Immer wieder begegne ich Menschen, welche dies für äusserst seltsam halten. Warum, weiss ich nicht so recht. Natürlich ist es anstrengend, nächtelang aufzubleiben, weil das Kind krank ist. Und wenn es dann wieder gesund ist und zur Krippe geht, sitzt man müde am Arbeitsplatz. Doch sind nicht alle, die arbeiten und Kinder haben, immer müde? Und die, die nicht arbeiten, scheinen sich bei mir genau so oft über Müdigkeit zu beklagen. Wenn nicht öfter. Spielt es da eine Rolle, ob man alleine oder zu zweit im Haushalt ist?

Oft höre ich von meinen Freundinnen, dass die Väter in der Nacht nicht aufstehen, wenn das Kind erwacht. Und dass die Väter meist gar nichts mehr im Haushalt machen, vor allem wenn man sich als Doppelverdienende eine Putzfrau leisten kann. Und da wären wir auch schon beim Thema Geld:  Im Unterschied zu Paaren steht man als alleinerziehender Elternteil finanziell tatsächlich nicht besonders gut da, das stimmt. Aber dafür gibt es ganz andere Vorteile.  Ich persönlich kann für mich folgende Punkte erkennen:

1. Gebe ich das Kind den Grosseltern oder sonstigen Betreuungspersonen ab, entscheide ich alleine, was ich mit meiner kindfreien Zeit unternehmen möchte: Ich gehe ins Kino, treffe mich mit Freunden, mache Sport. Welchen Film ich schauen möchte, muss ich mit niemandem absprechen. Auch nicht, wo ich was esse in dieser Zeit. Ob ich überhaupt was unternehme oder einfach zu Hause koche und eine DVD schaue, bestimme ich alleine. Natürlich auch, was ich koche. Und welche DVD ich mir anschaue.

2. Ich bin die Erziehungsberechtigte. Ein neuer Partner kann nichts anderes als lieb sein zu meinem Kind, um zu zeigen, dass er mich gerne hat. Verwöhnen ist also erlaubt, erziehen aber nicht wirklich. Ich bin die Chefin im Haus, wenn es um die Erziehung meines Kindes geht. Nur ich darf Regeln aufstellen und diese auch brechen, wenn ich es möchte. Ich bin froh, dass ich nicht immer alles absprechen muss, ich kann es so machen, wie ich es für richtig halte. Tipps sind manchmal willkommen, manchmal auch nicht. Bestimmen tue ich auf alle Fälle alleine. Das ist angenehm und erspart mir viele Diskussionen. Meistens bin ich dann zufrieden mit meinen Entscheidungen und kann mit gutem Gewissen schlafen gehen.

3. Ich habe viel sogenannte «Quality Time» mit meinem Sohn. Oft unternehme ich mit ihm bewusst Sachen alleine. Wir fahren zum Beispiel Fahrrad, er sitzt im fixmontierten Kindersitz, auf dem Kopf den blauen Helm und ich zeige ihm, verschiedene Gebäude, Orte und Strassen, welche mein Leben geprägt haben. Mir ist klar, dass er noch nicht versteht, was ich ihm zeige und erkläre, doch eines Tages wird er verstehen, dass ich ihm eines meiner Lieblingsrestaurants im Quartier zeige, wenn auch nur von aussen oder wo ich zur Schule gegangen bin. Ich habe das Gefühl, dadurch eine speziell innige Beziehung zu meinem Sohn zu haben, welche mich unglaublich glücklich macht. Unsere Zeit zu Zweit ist wunderbar, da sind dann einfach nur er und ich. Und der Rest der Welt ist um uns herum, als wären wir in einer «Mami-Sohn-Seifenblase».

Als alleinerziehende Mutter habe ich oft das Gefühl, die Leute empfinden mir gegenüber eine Mischung aus Respekt und Mitleid. Die Wahrheit ist aber, dass es vor allem Mut gebraucht hat, mich für das Kind zu entscheiden – mit dem Wissen, dass ich eine alleinerziehende Mutter werde. Ich bin wirklich stolz auf mich – und wie gesagt:  zufrieden!

Darf man das sagen?

Die Redaktion dankt der Mamablog-Userin S. T.

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729 Kommentare zu „Alleinerziehend und glücklich“

  1. Markus sagt:

    Interessante Ansichten. Wie viele Male kommt das Wort “Ich” vor in diesem Blog? Geht es überhaupt um etwas anderes als “Ich”.

    • Henry sagt:

      Genau. Ich – aber was ist mit dem Kind?

      • Alexandra A. sagt:

        Eben, habe ich mir auch gedacht. Wenn man Kinder hat, geht es nicht nur um ‘mich’, sondern um uns (ob mit oder ohne Ehemann!)

      • Anna B. sagt:

        und wo nimmt man einen Vater her, wenn der bestehende null Interesse am Kind hat?

      • Walter sagt:

        Wenn der Vater absolut kein Interesse am Kind hat, ist wohl vor der Zeugung schon einiges schiefgelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen ändern sich Menschen nicht einfach so mir nix dir nix.

    • Martin sagt:

      Ich habe nachgezählt:
      39 ich,
      19 und,
      11 nicht,
      je 10 zu, die, ist,
      je 9 es, das;
      insgesamt 615 Worte.

      • Martin sagt:

        Ach ja:
        7 mich,
        4 meinem
        je 2 mein, meines, meiner, meinen.

      • Eremit sagt:

        Danke für die gute(?) sachliche Analyse. Es zeigt wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt. “Danke, geistige Elite”.
        Fairer weise muss man ergänzen …
        2 x Mutter
        4 x Vater
        6 x er

  2. Warum sich die Eltern getrennt haben und vor allem auf wessen Veranlassung, geht aus diesem Text- der vorgeschriebenen Kürze wegen?- leider nicht hervor. Und was das Kind später wollen wird (zum Beispiel einen Vater), ebenfalls nicht. Aber dafür, was die Mutter will. Man kann das Wort Kind auch durch irgendein Möbelstück ersetzen, einen Kleiderschrank beispielsweise. Oder ein herziges Kleinod, eine Art Déco-Statue für’s Nachttischchen zum Beispiel- einfach eine Sache, ein Gegenstand; ein Ding also- oder eine Art Investitionsgut.

  3. Elsa Gutknecht sagt:

    Na ja, sie hören sich mir jetzt schon sehr egoistisch an. Ich, ich und nochmals ich. Als Lebenspartnerin könnte ich sie mir jetzt wohl weniger vorstellen. Auch als Mann nicht. Ob das gut ist für das Kind wird sich zeigen. Ob sie in ein paar Jahren immer noch so reden auch. Und ob sie ohne die finanzielle Unterstützung des Staates überhaupt so leben könnten kann sich wohl jeder selber beantworten.

  4. Antonia sagt:

    Ich bin seit über 11 Jahren alleinerziehende Mutter von 2 Kindern und war die ganze Zeit glücklicher, als ich es je während meiner schiefgelaufenen Ehe war. Meine Kinder haben den Vater nie vermisst – wir hatten genug männliche Bezugspersonen wie Grossvater, Onkel etc. Die mitleidigen Blicke wurden immer weniger, wenn ich mit anderen Müttern diskutierte – ich hatte keine Probleme mit einem Mann, der nie zu Hause war, nicht im Haushalt mithalf oder mir sonstigen Aerger machte und zwischendurch höre ich die Eine oder Andere : Du hast’s schön, wenn ich diesen Schritt doch auch gewagt hätte……

    • Cara Mia sagt:

      Mit zwei Kindern ist das schon mal besser, die stehen in der Regel zusammen, wenn’s die Mutter zu dicke treibt mit dem Beziehungsding.

      • Antonia sagt:

        Das ist so. Die Kids halten zusammen und verteidigen ihre Interessen mir gegenüber. Und die Pubertät mit der Zeit der Abnabelung mir gegenüber erlebe ich genauso wie alle anderen Eltern auch. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass sie zu selbständigen Erwachsenen werden. Schade, dass die Diskussion dermassen auf richtig und falsch basiert. Eine Familie besteht nicht grundsätzlich immer aus Vater, Mutter, Kinder. Wichtig ist, dass das soziale Netz stimmt und die Kinder Sicherheit, Wärme und Liebe erhalten. Wer ihnen diese Gefühle schlussendlich gibt, ist in meinen Augen sekundär. Es gibt auch Einelternfamilien, in denen der Vater die “Hauptperson” ist…..

      • Sportpapi sagt:

        Wo gibt es Einelternfamilien, in denen der Vater die “Hauptperson” ist? Wittwer?

    • Sportpapi sagt:

      Mag sein, dass der ausgesuchte Vater/Ehepartner nicht der richtige war und die Zeit ohne ihn nun besser. Und jetzt? Ist deshalb plötzlich alleinerziehend ein ideales Modell? Oder wohl doch nur ein gangbarer Weg, wenn es nicht anders geht? Und: Was war mit Ihrem Liebesleben in den letzten 11 Jahren? Und: soll ein allenfalls neuer Partner wie bei Frau T. nur ein amüsanter Bettgenosse sein, der sich aber auf keinen Fall in die Erziehung der Kinder einmischen soll? Schöne neue Welt!

      • Laura TI sagt:

        Fragen Sie mal meine Kinder, ob die sich von einem Fremden, der das Bett von Mami teilen will, etwas sagen lassen würden.

      • Sportpapi sagt:

        Nein, aber von einem Partner, der das Leben mit Mami teilen möchte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … denn wenn dieser neue Partner jedesmal zum Mami laufen muss um eine Kritik/Zurechtweisungserlaubnis einzuholen, dann ist das Arrangement nicht grad sehr gleichberechtigt/-wertig, und den Kindern letztenendes überhaupt nicht gedient damit, egal ob diese nun 2, 12 oder 18 sind. Solange alle unterm selben Dach wohnen funktioniert die “nur Mami entscheidet über die Erziehung”-Haltung nicht wirklich.

      • Laura TI sagt:

        Meine Kinder hätten auch einen Partner, der das Leben der Mami teilen möchte, nicht als Vater akzeptiert,meine Kinder haben einen Vater, die wollen keinen zweiten, genauso wenig, wie sie eine Zweitmutter- Steifmutter- Ersatzmutter wollen, eine reicht ihnen,

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Laura TI: das war doch gar nicht die Frage, sondern das Mitspracherecht bei Erziehungsangelegenheiten welche auch den neuen Partner mitbetreffen, um das ist es gegangen,
        und eine neue Partnerschaft wird nicht glücklich werden wenn da der neue Partner immer erst zur Mami rennen muss bevor er den Mund aufmachen darf.

    • Ginola sagt:

      @Antonia

      “…Ich bin seit über 11 Jahren alleinerziehende Mutter von 2 Kindern und war die ganze Zeit glücklicher, als ich es je während meiner schiefgelaufenen Ehe war….”

      Ja das ist doch logisch. Wenn die Ehe “schiefgelaufen ist”. Interessant wäre, wie Du die 11 Jahre bewerten würdest, wenn es während dieser Zeit eine “intakte” Ehe gewesen wäre…? Kannst Du das beantworten?

    • studimutter sagt:

      mit den 11 Jahren kann ich nicht mithalten, aber 2 Kinder (11 wochen, 2 jahre) und alleinerziehend. (Trennung vor einem Jahr).
      und es stimmt, ich habe eine innere Zufriedenheit, die ich während der Ehe nicht hatte.

      Ich würd jetzt mal behaupten, dass ich eigentlich einen ziemlichen Stress habe. Kinder, Studium, Arbeit und Haushalt. Und die Verwandtschaft lebt 1000km entfernt. Aber ich jammere bei weitem nicht so oft wie andere Eltern aus der KiTa und es geht mir sehr sehr gut.

      Eine Freundin, welche ein Kinderkleiderladen besitzt (auch alleinerziehend) meinte, die Mütter die in den Laden kommen seien entweder alleinerziehend oder unglücklich :-)

      • Sportpapi sagt:

        Entweder alleinerziehend, oder unglücklich! Es wird immer besser…

      • zysi sagt:

        lustig, dass sich dieses glücklich-machende alleinerziehungsmodell immer beschwert, es sei diskriminiert

      • studimutter sagt:

        @sportpapi: ich fand das in der tat eine lustige aussage. natürlich überspitzt und auch nicht unbedingt differenziert. aber ich musste tatsächlich lachen. natürlich fände ich es im übrigen besser, für die kinder und mich, ein intaktes heim bieten zu können. ich war auch nicht unbedingt erfreut über die trennung. aber es kam zur trennung und ich habe das beste daraus gemacht. inzwischen habe ich mich als alleinerziehende ziemlich gut etabliert und mich darin eingerichtet. nun möchte der papa alles wieder rückgängig machen….. aber naja, ich weiss es nicht….das allein erziehen hat in der tat auch seine positiven seiten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @studimutter: ganz egal was Sie mit den “rückgängig-Absichten” machen werden, wichtig finde ich bei so Arrangements dass den Kindern eine Vaterbeziehung ermöglich wird.
        Das Glück eines Kindes vorallem, oder fast schon ausschliesslich, vom Glücksgefühl der Mutter abzuleiten finde ich nicht ganz zu Ende gedacht.
        Aber in Ihrem Fall scheint ja immerhin ein Kontakt zu bestehen- sonst wüssten Sie ja nichts von Rückgängigmachenabsichten…;-)

      • studimutter sagt:

        @ Frau Steiner:
        mein Hauptpunkt welcher gegen ein “Rückgägigmachen” spricht ist, dass es wieder zur Trennung kommen könnte. Das möchte ich den Kindern auf jeden Fall ersparen. Anderseits, er ist ein toller Vater. Er verwöhnt die Kinder aber er erzieht sie auch mit und vor allem, er ist da und zeigt Interesse. Alternativ könnte ich es mir vorstellen, dass er z.B. im selben Haus eine Wohnung nähme.
        Glück leitet sich nicht vom Glücksgefühl der Mutter ab, aber Konflikte im Hause des Kindes fördern das Glücksgefühl von niemandem :-)

      • Antonia sagt:

        Eine intakte Beziehung ist immer etwas schönes, will aber nicht heissen, dass man nicht ohne sie ein zufriedenes Leben führen kann…. ich bin ziemlich erschreckt über das, was ich in diesem Blog so lese -Hallo: Prince Charming ist schon lange von seinem Ross gefallen….und jetzt dürfen die Mütter nicht glücklich sein, wenn sie Kinder alleine grossziehen………. ???

      • Brunhild Steiner sagt:

        @studimutter: die Angst vor einer zweiten Trennung begleitet die meisten welche schon mal da durch mussten.
        Bei Ihnen klingt das gar nicht schlecht gelöst…;-),
        und sollten Sie sich doch noch fürs Risiko entscheiden, dann gäbs ja auch Unterstützung in Form von Beratungen, Büchern die paar gemeinsam durchackern kann etc. So oder so, weiterhin viel Freude und Erfolg!

      • Ginola sagt:

        @Antonia; 13:06

        “…Eine intakte Beziehung ist immer etwas schönes, will aber nicht heissen, dass man nicht ohne sie ein zufriedenes Leben führen kann…. ”

        –> Logisch kann man auch ohne Beziehung glücklich sein. Glücklicher sogar als in einer nicht intakten Beziehung. Die entscheidende Frage ist, was heisst “nicht intakt”. Wenn es heisst, dass es einfach mühsam ist, wenn da noch jemand (Vater der Kinder bzw. Ehemann) ist, der, zurecht btw, auch Mitspracherecht fordert, mit dem man diskutieren muss, mit dem man Kompromise suchen muss etc, ja dann “guet nacht”. Es ist doch völlig normal in einer Beziehung (egal ob welcher), dass man über solche Dinge diskutieren muss.
        Kritisiert wird, wenn die Frau dann einfach sagt: Weisst du was, das brauche ich nicht mehr. Es geht besser ohne den Mann.

        “….und jetzt dürfen die Mütter nicht glücklich sein, wenn sie Kinder alleine grossziehen………. ???…”

        Wer sagt denn so was???

      • Matthias sagt:

        Aber das ist doch immer so. Wer beschwert sich ständig und jammert am meisten.. die ärmsten der Welt oder die Reichsten? Na?
        Genauso ist es halt mit Beziehungen. Die die eine super Beziehung und ein gutes Leben haben nörgeln und jammern praktisch unaufhörlich, die die ein beschissenes haben reden ihres normalerweise gut. ;)

  5. Gene Amdahl sagt:

    “meinem Sohn …. mich unglaublich glücklich macht” – Der arme Hund. Nun ist es immer noch so, dass Kinder sich immer “eine Familie” wünschen.

  6. Max Müller sagt:

    Frau T. vergisst bei Ihrem Artikel, der beinahe zum alleinerziehen aufruft eins, nämlich das Kind. Damit ein Kind unter optimalen umständen aufwachsen und erzogen werden kann, braucht es Mutter und Vater. Eine einzelerziehende Person kann noch so viel “Quality Time” mit dem Kind verbringen, diese wird den Vater oder die Mutter niemals ersetzen. Hier gibt es einfach keine alternative.
    In dem Artickel ist das meist verwendete Wort das wort Ich. Eine Person der es so wichtig ist das sie alles alleine entscheiden kann und dass sich alles um sie dreht ist ziemlich egoistisch veranlagt. Ich frage mich wie weit eine solche Person überhaubt beziehungsfähig ist, und wie sie mit dem Kind umgeht wenn dieses sein eigenes Ego entwickelt? Dann wird es plötzlich 2 Egos im haushalt haben, die sich nicht einfach wie von einem Partner trennen können.
    Das Tema ist einfach zu komplex um einfach nur die Müdigkeit, Finanzen und Entscheidungsfreiheit zu betonen und vorallem den Partner als grösstes Problem darzustellen. Ein Partner kann meistens viel gutes in eine Beziehung reinbringen, auch wenn man dadurch konflikte durchstehen muss und es immer heist rücksicht zu nehmen. Die Familie ist die Beste institution die es gibt in der mann alles bekommt und lernt was man im leben braucht. Die Alleinerziehende Person kann tatsächlich zufrieden sein, auf dauer ist das Leidtragende immer das Kind, und welche Mutter will nicht das Beste für das eigene Kind?

  7. cyberbull sagt:

    die verantwortung der eltern ihrem kind gegenüber mit dem ziel, ihm eine möglichst gute ausgangslage für die selbständige lebensführung zu schaffen (und ja, in schaffen steckt hier auch viel arbeit und mühe drin), diese verantwortung trägt man unabhängig von der beziehung zum partner. sie endet nicht, wenn man einander nicht mehr liebt. im gegenteil. wer sich da nicht sicher ist, dass man das hinkriegt, sollte auf kinder verzichten – vor allem den kindern zu lieben.

    auch wenn entscheidungen oft mit viel reibung und diskussionen zwischen den elternteilen reifen müssen, führt gerade diese auseinandersetzung von zwei menschen mit unterschiedlichen meinungen, aber einer geteilten und bedingungslosen liebe zum gemeinsamen kind, zur besseren erziehungsleistung als isoliertes handeln, wo keine blöde zweite ansicht stört…

  8. Cara Mia sagt:

    Nun ja, man hat Mitleid, mit dem Kind halt. Der Rest stimmt wohl schon, aber das ganze ist ein Egotrip. Kinder brauchen viele Bezugspersonen, um sich für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit das herauspicken zu können, was ihnen entspricht. Diese symbiotischen Mutter-Kind Zweierkisten sind häufig ziemlich neurotisch und behindern das Kind. Die Mutter hingegen hat Nähe und gleichzeitig Macht, sie muss den Preis für die Nähe mit einem Erwachsenen nicht zahlen, der da wäre: Kompromisse schliessen, sich einlassen, ausliefern. Der Junge hingegen ist ihr schutzlos ausgeliefert. Schlechte Situation.

    • Alexandra A. sagt:

      Gut geschrieben, Cara Mia! Bin total deiner Meinung!

    • studimutter sagt:

      jein, ich finde es auch etwas auffällig, aber sie schreibt ja auch von der Krippe und den Großeltern, somt von weiteren Bezugspersonen.

    • Anna B. sagt:

      und was wenn keine Bezugspersonen da sind? Weder Grosseltern, Eltern, Verwandte usw. und vor allem – der Vater absolut kein Interesse am Kind hat? Weder bei der Geburt noch später in der Schul- und Ausbildungszeit? Nicht mal mit ihm am Telefon sprechen will, kein Interesse wie es ihm geht, keinen einzigen Geburtstag, Weihnachten usw. mit dem Kind feiern will???

  9. Sven sagt:

    Ich stimme der Authorin voll und ganz zu. Wichtig für die Kinder sind verlässliche Bezugspersonen, Liebe, Geborgenheit und ein Zuhause. Ob sie das in der “Ursprungs-Familie” erhalten oder in einer Patchwork-Familie ist nicht relevant. Die Kinder können sehr wohl entscheiden, wer für sie in welcher Funktion wichtig ist und wo sie ihre Bedürfnisse befriedigen können. Den Weg als alleinerziehender Vater/Mutter ist jedenfalls viel besser als der Weg in einer Partnerschaft, welche nicht mehr funktioniert und man sich über Jahre etwas vormacht was nicht mehr ist. Es braucht Mut zu diesem Entschluss, aber am Ende können alle nur gewinnen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sven:
      “Die Kinder können sehr wohl entscheiden, wer für sie in welcher Funktion wichtig ist und wo sie ihre Bedürfnisse befriedigen können.” Kinder sind doch gar nicht in der Position oder Lage dies zu tun, sie sind den erwachsenen Entscheidungen ziemlich ausgeliefert! In den wenigstens Fällen leben alle diese diversen Bezugspersonen in der Nähe wo das Kind auf eigenen Füssen hinlaufen könnte…, besonders dann wenn quasi quer durch die Schweiz gepachworkt wird.

    • Hutmaier sagt:

      genau gleicher Meinung! … und es gibt sie doch.

    • Cara Mia sagt:

      Wir reden hier nicht von Patchwork, sondern von Mutter-Kind-Zweierkiste. Das ist ein grosser Unterschied.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das Kind ist ja auch erst 21 Monate, die andern Bezugspersonen in Schule, Pfadi, Sportclub kommen doch alle erst. Jedes Kind ist in den ersten Jahren seines Lebens ein Mama- (oder Papa) kind. Ich kenne Kinder aus Zweielternfamilien, die sehr isoliert aufwuchsen, bis hin zur Pubertät, das ist alles keine Frage der Familienform, sondern der Einstellung.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Cara Mia: es wird aber zu Patchwork sobald die Mutter das Zweierkistenmutter-kind-ding beendet. Und die Autorin selber macht sich ja auch schon diesbezügliche Gedanken, also machen wir uns das halt auch.

      • Cara Mia sagt:

        Ja, wenn sie das denn tut UND das Kind es dann zulässt. Ich habe da ein paar Beispiele im Bekanntenkreis, da ist das nicht mehr gelungen, die Mutter-Kind-Beziehung war zu eng. Das “Ich bin absolut glücklich” klingt mir eben gerade nicht danach, dass die Mutter nach andern Lebenszielen sucht, sondern dass der Junge ihr Ein und alles ist. Das halte ich für gefährlich. Man kann sich ja mal “Elling. Nicht ohne meine Mutter” anschauen.

  10. Renz sagt:

    Als alleinerziehender Vater bin ich von Zeit zu Zeit durchaus froh, wenn meine Freundin(en) ihren Senf dazugeben und meiner Tochter, dann wann sie es übertreibt, mal den Tarif durchgeben. Verwöhnen kann ich mein Kind nämlich auch selbst, da brauch ich keine Hilfe für.

    Aber eben: Jeder nach seiner Fasson, hauptsache das Kind leidet nicht drunter.

  11. Hutmaier sagt:

    Kinder wünschen sich eine intakte Familie, da kann eine alleinerziehende glückliche Mutter manchmal mehr bieten als zwei unglückliche Eltern.
    Liebe S. T., Sie dürfen und sollen zufrieden sein und ich gratuliere Ihnen dazu!!

    Aus Erfahrung kann ich sagen: es gelingt, ein glückliches Kind alleine aufzuziehen. Wie oft habe ich in den letzten Jahren links und rechts geschaut, nach Familien mit zwei Elternteilen und wie oft wurde mir Egoismus unterstellt.
    Mein Sohn ist nun 20 und ein zufriedener, glücklicher Mensch. Wenn der Vater eine Rolle im Leben eines Kinden wahrnehmen will, kann er es auch in der Konstellation, nicht mit der Mutter zusammenzuleben. In allen anderen Fällen kann man sich die männlichen Bezugspersonen aussuchen, diese sind dann Gold wert.

    Natürlich ist es schön, wenn zwei Eltern gemeinsam ein Kind aufziehen können. Falls dies aber hauptsächlich in Streit miteinander ausartet, dann ist es besser einen Schluss-Strich zu ziehen.

    Warum nur werden angebliche “Familien” in den Himmel gelobt…. in welchem Jahrhundert leben wir?
    Eine Familie hat den Name Famile nur verdient, wenn man sich gemeinschaftlich, gleichberechtigt und mit Liebe um alle Familienmitglieder kümmert. Ist dies nicht so, dann ist eine Eineltern-Familie die viel bessere Entscheidung.
    Ausserdem kann der Vater sehr aktiv eine Rolle übernehmen, auch nach einer Trennung. Aber der Fussball, das Feierabendbier und die Wochenenden mit Kumpels sind manchen Männern wichtiger.

    Ich sehe die Kinder, aus den Familien die ich die letzten Jahre beobachten konnte und nicht in glücklichen Familien aufgewachsen sind. Der innere Schmerz dieser Kinder ist gross, sehr gross.

    Nach 20 Jahren bin ich immer noch zufrieden mit meiner Entscheidung und mein Sohn auch. Er hat seinen Vater kennengelernt und ist froh, ihn nicht jeden Tag ertragen zu müssen.
    Die Sehnsucht nach einem Vater seiner Träume kann ich allerdings nicht abstreiten. Diesen Vater hat er allerdings gefunden, in den männlichen Bezugspersonen rund um uns herum… von jedem ein Stück das gut ihm und zusammen passt.
    Es ist schön, zu sehen, dass es Männer gibt die das Prädikat “Vater” verdient haben, leider hat es der Vater meines Sohnes nicht verdient.

    @ Elsa
    Nicht jede alleinerziehende Mutter braucht finanzielle Unterstützung des Staates. Ich habe es 20 Jahre lang nicht gebraucht und dies obwohl der Vater wenig und unregelmässig Unterhalt bezahlt hat. Es geht und es ginge noch besser, wenn alleinerziehende nicht auf der Abschussliste stehen würden. Alleinerziehend sein ist kein Makel oder sollte es in der heutigen Zeit nicht mehr sein.

    • Ich kenne umgekehrt eine ganze Menge glücklicher Familien, bestehend aus Vater, Mutter und Kind(ern). Soviel der Vollständigkeit halber.

      Der ganze oben stehende Text wäre insgesamt überzeugender, wenn man nicht wüsste, dass da im Hintergrund irgendwo ein Bezahlpapi- oder, im schlimmeren Falle der Sozialstaat- zur ständigen Verfügung der Mutter steht.

      Ohne Sozialstaat und ohne Bezahlpapi würde ich die ganze Geschichte wesentlich überzeugender finden. Das wäre dann wirkliche Selbstständigkeit, die auch noch den grössten Kritiker zu überzeugen vermag! So hingegen bleibt ein fahler Nachgeschmack: Pseudo-Selbstständigkeit nenne ich so etwas. Und über die Gründe, weshalb so viele Beziehungen auseinandergehen, habe ich mich noch nicht einmal ausgelassen. Selbstverständlich dürfte in vielen Fällen auch der Vater eine Mitschuld tragen. Doch wenn ich obigen Text lese, dann werde ich den Verdacht nicht los, dass es eigentlich völlig egal ist, wie sich der Vater benimmt- Hauptsache, die Frau ist alleine mit sich und dem Kind und hat den Störfaktor Vater bis auf seine monatlichen Kontoüberweisungen aus ihrem Leben verbannt! Und das halte ich vor allem aus Perspektive der Kinder- und natürlich auch aus finanzieller Perspektive- für absolut verwerflich. In diesem Zusammenhang frage ich mich manchmal, ob der Sozialstaat tatsächlich auch noch für jede egoistische oder fehlgeleitete Lebensentscheidung gerade stehen muss- oder ob man in gewissen Fällen die Auszahlung sozialstaatlicher Unterstützung einfach streichen soll. Ich persönlich wäre für letztere Variante, speziell in den von mir oben skizzierten Fällen. Und zwar einfach aus Gründen der Eigenverantwortlichkeit. Ein Blick auf die Sozialhifestatistik zeigt, dass Alleinerziehende mittlerweile eine sauteure Angelegenheit sind.

      Ansonsten: Familie ist dort, wo Kinder sind. Das dürfte der kleinste gemeinsame Nenner zwischen uns Beiden sein.

      • Sportpapi sagt:

        “In diesem Zusammenhang frage ich mich manchmal, ob der Sozialstaat tatsächlich auch noch für jede egoistische oder fehlgeleitete Lebensentscheidung gerade stehen muss- oder ob man in gewissen Fällen die Auszahlung sozialstaatlicher Unterstützung einfach streichen soll.”

        Richtig!

      • Hutmaier sagt:

        kennen Sie die Beträge die ein Vater einer alleinerziehenden Mutter zahlen muss, wenn er nicht mit ihr verheiratet war?
        Fr. 500.-/pro Monat habe ich bekommen.
        Jetzt können Sie mit rechnen beginnen, wieviel Selbständigkeit beider Mutter dahinter steckt.

      • Laura TI sagt:

        Ich habe den Unterhalt für mich und meine Kinder immer alleine bestritten, ohne Hilfe vom Staat und die Alimente, die mein Ex-Mann für die Kinder bezahlt, gehen Monat für Monat auf ein Jugensparkonto, damit die Kinder für ihr Studium etwas auf der Seite haben. Bei uns gibt es weder Auto noch Fernseher gibt, auch keine teuren Ferien im Ausland, wir leben trotzdem und das nicht mal schlecht.Alleinerziehenden sofort zu unterstellen, dass sie schmarotzen, das finde ich eine Frechheit.

      • Sportpapi sagt:

        Sie haben das in wenigen Zeilen gut dargestellt. In der langen Diskussionsgrundlage fehlen solche Angaben aber völlig. Übrigens: meinen Respekt!

  12. Markus sagt:

    Oje… ich kann nur hoffen, dass dieser Text eine grosse Prise Provokation enthält.
    Ein Spiegel unserer Gesellschaft. Ego, Ego und nochmals Ego. Keiner will sich mehr anpassen, keiner will
    mehr Probleme ausdiskutieren.
    Wir führen eine PARTNERSCHAFT, keinen Krieg. Beide sind geschieden, und das hat uns gezeigt, wie mans
    nicht machen soll.
    Mitleid hab ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter, sondern mit dem Kind, dem der Vater entgeht, das nicht
    lernt, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, andere Meinungen zu akzeptieren.
    Zahlen tut ja der Vater(Staat).
    Ein Hoch auf die “Ich will”-Gesellschaft!

  13. Sportpapi sagt:

    Was für ein Werbespot! Und wenn dann noch ein zweites Kind gewünscht wird, findet man sicher auch dafür einen Erzeuger – nur ja keinen Miterzieher. Ich hoffe, Frau T. ist vermögend genug, dass sie mit ihrem Ego-Tripp weder dem Staat zur Last fällt noch vom rechtlosen Vater Unterhaltsbeiträge verlangt. Mir tut aber vor allem das arme Kind leid!

    • Jutta sagt:

      nach allem, was sie hier schreiben, scheint DAS GELD ihnen am meisten leid (besser gesagt: weh) zu tun!

      der text ist nicht besonders gelungen, das gebe ich zu. wir haben eigentlich keine informationen zu dem verschwundenen vater erhalten. egotrip, ich, ich, ich – ja, das ist überbetont und gefällt mir als einstellung auch nicht. aber, was wenn der vater nicht wollte? was, wenn er seinem kind den rücken gezeigt hat? was, wenn die autorin nur aus DEM grund solchen text schreib und nicht, weil sie an einem überschuss an egoismus leidet? wir wissen es nicht, es ist leider nicht gesagt und genau deshalb finde ich den text nicht gelungen.

      ob in der familie oder alleinerziehend, es gibt IMMER zwei elternteile, die ZUSAMMEN die entscheidungen treffen. auch wenn sie sich trennen, auch wenn eine oder einer die tür zuknallt und nie mehr zurückkommt.

      stellen wir uns, nur gerechtigkeit zuliebe, auch diese möglichkeit vor – der vater geht und will vom kind nichts wissen. ist es auch dan falsch, wenn die mutter sagt “ich schaffe es auch alleine und will glücklich mit dem kind sein”? tut ihnen das unterhaltsgeld (vom vater oder dem staat, who cares, um gottes willen?) auch soooo leid?

      das kind ist arm, wenn es keine liebe und keine erziehung erhält. es kann nicht arm sein, wenn seine eltern glückliche menschen sind, ob zusammenlebend oder gerennt. glück ist ansteckend. normalerweise, wenigstens.

      • Sportpapi sagt:

        Wir sind uns im Wesentlichen absolut einig. Wenn nötig, soll auch der Staat unterstützend einspringen. Im Wesentlichen gibt es aber zwei Eltern, die beide gemeinsam verantwortlich für ihr Kind sind. Dabei finde ich es genauso schlimm, wenn sich eine Seite der Verantwortung entzieht, wie wenn man einer Seite einfach alle Rechte aberkennt. Wie es hier gelaufen ist, wissen wir nicht. Dass es im doch relativ langen Text aber auch nicht ausgeführt ist, spricht aber meiner Meinung nach für sich.

  14. Markus Schmidli sagt:

    Ja, ja, Warten Sie bis der Bubi pubertiert und berichten Sie uns dannzumal, wie zufrieden Sie sind.

    BTW: Wie wird man schwanger sechs Wochen nach dem Ende einer Beziehung? Per Telefonsex oder was?

  15. Felix sagt:

    Nunja, das Kind als Partnerersatz – es kann ja weder nein sagen und man kann sich diesen Partner so hinerziehen wie man es gerade möchte. Sehr praktisch, da kann man sich doch mal so richtig selbst verwirklichen.

  16. Pippi Langstrumpf sagt:

    All diese griesgrämigen Besserwisser am frühen Morgen – hallo, die Frau macht das ganz toll, hat sich für das Kind entschieden und ihr Leben danach ausgerichtet, das verdient Respekt. Der ganze Müll, der hier geschrieben wird von wegen Ego usw. zeigt doch nur, wie kleingeistig die Spiesser sind, wie engherzig und neidisch auf das Glück der andern. Ja, eine Frau kann allein bestens für ein Kind sorgen, so dass beide dabei glücklich werden, die Realität beweist das jeden Tag. Dass es da für einen guten, liebevollen, grosszügigen Mann auch Platz hat, bestreitet niemand, aber eben nur für einen solchen – keinen Mann um jeden Preis!

    Liebe S., lassen Sie sich bloss den Mumm nicht abkaufen und geniessen Sie Ihr Glück mit dem Kleinen, so hab ich das auch gemacht. Meine Kinder finden noch heute, wir seien ein ganz grossartiges Kleeblatt, zusammengehalten durch eine tiefe Liebe und Zugehörigkeit.

    • Zumn Glück erschliesst Du uns jetzt die grosse, weite Welt, Pipi! Pipi, die Antipode zur Spiessigkeit, uahahaha!

    • Sportpapi sagt:

      Richtig: Gut hat sie sich für das Kind entschieden. Und dann müsste es eigentlich heissen: Leider war der Mann/Vater nicht der richtige. Ich werde es aber trotzdem auch selber schaffen. Und nicht: Alleinerziehende Mutter zu sein ist das beste auf der Welt…

    • Ela sagt:

      Da muss ich absolut zustimmen. Das Wort ICH darf man als Mutter wohl nicht verwenden-es ging doch hier um ihre Zufriedenheit,oder nicht!?
      Männer scheinen Angst zu bekommen beim Blick auf das beschriebene Modell-vielleicht könnte auch meine Partnerin ohne mich glücklich sein? Bin ich etwa entbehrlich??
      Und schon folgen boshafte Unterstellungen-Kind als Partnerersatz, ohne “Bezahlpapi” würde sie es ja nicht schaffen usw. *läster,läster*

      • Benster sagt:

        Elsa, in der Tat bekommen die Männer da Angst. Aber nicht, weil sie fürchten entbehrlich zu sein, sondern weil sie ganz einfach aus dem Leben des Kindes ausgeschlossen werden – das Kind ist nämlich genauso dasjenige des Vaters wie das der Mutter. Das scheinen viele Frauen gerne zu “vergessen”. Es gibt viele Männer, die gerne die Erziehungsverantwortung für ihr Kind wahrnehmen würden. Aber merken Sie was? Es liegt nach der heutigen Rechtsprechung in der alleinigen Willkür der Frau, ob sie dem Vater diese Aufgabe zugesteht oder nicht. Viele erinnern sich dann nur noch an den Vater, wenn es um die Alimente geht. Die “moderne” Frau hat gelernt, dass alle Rechte bei ihr liegen und alle Pflichten beim Mann. Diese Ungerechtigkeit ist mit Ihren polemischen Sprüchen noch lange nicht aus der Welt geschafft. Sie zeigen nur, wes Geistes Kind SIE sind…

      • Peter sagt:

        Naja, Angst bekomme ich nicht wirklich. Für mein Modell ist das sogar ideal, man schaut auf sein Konto, berechnet wie viele Kinder man sich leisten kann, sucht eine passende Mutter die die ganze Arbeit für Geld übernimmt. Mein Kind so zu fördern dass ICH stolz auf meinen Nachwuchs bin kostet mich zwar ne Menge, ist aber eine höchst angenehme Aufgabe wenn der ganze Alltagsquatsch erstmal abgeschoben ist. Mein Privatleben bleibt mir völlig erhalten – trotz erfülltem Kinderwunsch. Liebe Kollegen, begreift eure luxuriöse Situation!

    • Walter sagt:

      So wie sie den Text verfasst hat, hat sie sich nicht für das Kind sondern vor allem für sich entschieden. Egoismus in Reinkultur. Sie will mit niemandem diskutieren, auf niemanden Rücksicht nehmen, usw. Solange das Kind noch keine eigene Meinung hat mag dies ja noch funktionieren.

      Richtig ist hingegen, dass auch Alleinerziehende glücklich sein können und eine Kind gut erziehen können. An der “glücklichen Famillie” festhalten um jeden Preis bringt auch nichts.

    • Cara Mia sagt:

      ZZ, Pippi, da enttäuscht Du mich aber. Ich meine: es macht ein Unterschied, ob man alleine durch muss, weil es nun halt nicht anders geht, oder ob man das als Religion verkündet, wie hier: das grosse Glück, kein Mann am Hals und eine Kind, das man formen kann nach Belieben. Das Kind als Spielzeug, lebende Puppe – das kanns doch nicht sein. Eine erwachsene Frau braucht doch erwachsene Bezugspersonen. Ich bin halt mehr auf der französischen Linie, siehe da ein paar Blogs früher.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cara Mia, ich habe diesen Text ganz anders aufgefasst. Wir wissen nicht, warum die Frau mit dem Kind allein ist, ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass da auch vieles noch nicht verarbeitet ist, noch schmerzt. Dass sie davon nicht spricht, ist ein Hinweis. Es ist ihr gutes Recht, darüber zu schweigen, das heisst aber nicht, dass sie ihr Modell als das einzig Richtige ansieht, sondern eher, dass die nach der Devise lebt, aus allem das Beste zu machen. Eine positive, zupackende Lebenseinstellung, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Bloss den Kopf nicht hängen lassen, was mich nicht umbringt, macht mich stärker, nicht wahr? Es gibt genug Miesmacher rundherum, die wie die Geier nur darauf warten, dass sie aufgibt und sich in die Opferrolle fügt, die einzige Rolle, die unsere Gesellschaft für ein “verworfen Weib” gnädigerweise bereithält. Nicht nur die Männer, auch und gerade die Frauen, die durch die glücklich Alleinerziehenden immer wieder auch ihr eigenes Weltbild in Frage gestellt sehen – “hat sie es eventuell doch besser, ohne Mann, das darf nicht sein, ich habe alles richtig gemacht, war ein braves Mädchen, habe geheiratet und sitze nun da, im schlimmsten Fall mit einem Schläger oder Säufer, oft auch nur einfach mit einem Langweiler, der mich schon lange nur noch anödet”.

        Auch hier spreche ich aus Erfahrung. Es gab Männer, die den Frauen, die meine Kolleginnen oder sogar Freundinnen waren, den Kontakt mit mir verbieten wollten, was für Schwächlinge! Was mich immer wieder aufgerichtet hat, war mein Stolz und die Liebe zu meinen Kindern, die Miesmacher konnten uns alle mal. Wenn ich wie ein armes Opfer verhärmt herumgeschlichen wäre, hätte ich wenigstens Mitleid bekommen, aber wer will das schon, Mitleid kriegst du geschenkt, Neid musst du dir verdienen.

      • studimutter sagt:

        @pippi
        venceremos!!
        Nein, gute Worte Pippi. welch eine Frechheit, wenn diese Frau T. sich nicht zum Opfer machen lässt, sondern noch glücklich ist.

      • Cara Mia sagt:

        @pippi: Da hast Du schon Recht, aus dieser Sicht. Es gibt halt nicht nur eine Art alleinerziehend. Zudem: mit zwei Kindern kriegst Du diese Mutter-Kind-Symbiose gar nicht hin, und die halte ich für fragwürdig.

        Klar ist: eine sogenannte “intakte” Familie kann der nackte Horror sein und alles andere als intakt. Aus eigener Erfahrung muss ich aber sagen, dass ich als Kind gottenfroh war, nicht nur meine Mutter zu haben, sondern die ganze Familie rundum noch, denn sie war derart bestimmend, dass ich keine Luft zum Atmen gehabt hätte, wäre ich ihr so ausgeliefert gewesen, wie dieses Baby nun dieser Mutter.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke Studimutter. Ich bekomme grad wieder viel Haue hier, da tut etwas Zuspruch gut :)

      • Katharina sagt:

        @Pippi Langstrumpf 3. September 2010 um 08:16:

        „…Liebe …, lassen Sie sich…“

        Und woher weißt Du den Vornamen der Autorin?

      • Ginola sagt:

        @Katharina

        “….Und woher weißt Du den Vornamen der Autorin?….”

        Am Anfang war der Name der Autorin des Beitrags ausgeschrieben. Die R hat dann gegen Mittag entschieden, diesen zu auf die Initialen zu reduzieren.

  17. Tommaso sagt:

    Puh, soviel konzentrierter Egoismus! Da tropft die Beziehungsunfähigkeit aus allen Poren…

  18. Urs sagt:

    Sehr schön. Dies zeigt doch, dass wir alle verschieden sind.
    Ich habe allerdings beim Ausdruck “Quality Time” mit Lesen aufgehört.
    Der wird doch fast ausschliesslich von nicht-erziehenden Elternteilen verwenden. Sprich: von geschiedenen Vätern und solchen, die mit dem Job verheiratet sind…!

  19. Brunhild Steiner sagt:

    Liebe Frau T.,
    danke für Ihre Positivliste! In einem haben Sie auf Fälle Recht, das Privileg frei über die freie Zeit zu verfügen.
    Auch gefällt mir, dass aus Ihrem Text Stärke und Freude spricht.
    Ich finde es toll, dass Sie sich für Ihr Kind entschieden haben!!!
    Ihre Vorstellung über einen allfällig neuen Partner und wie er sich zu verhalten hat, tja, denken Sie wirklich dass das so funktionieren wird? Spätestens bei einem Zusammenziehen wird das problematisch, ausser Sie hätten Interesse an einem Mann der sich gerne von einem Kind drangsalieren lässt und für seine Interessen nicht einsteht- und so einer wäre auf lange Dauer nicht besonders attraktiv, oder?
    Als Kind einer alleinerziehenden Mutter fehlt mir ein kleiner Satz zur Handhabung der Beziehung zum Kindsvater, diesem Thema werden Sie über kurz oder lang nicht ausweichen können, da können noch so tolle Grossväter, Onkels, Bekannte im Gesichtsfeld sein, der eigene Vater, egal von welcher Qualität, ist und bleibt von hoher Wichtigkeit.

    Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen Ihre Freude und Zuversicht nie abhanden kommt,
    dass Sie auf dem Weg durch die beiden Fragestellungen guten Lösungen begegnen, dass Sie nicht nur schlechte Paar-familien-vorbilder haben, sondern auch mutmachende, starke, erfüllte, fröhliche mit einer erfolgreichen Konfliktkultur

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Schön Brunhilde, dass wenigstens Sie ein paar aufmunternde Worte finden nach dem ganzen Mist, der hier geschrieben wird.

      • Brunhild Steiner sagt:

        danke…, im Übrigen hoffe ich wie Sie, dass unser verehrter Halb-Grieche bald seinen Fuss wieder in diese niederen Gefilde setzt…, ohne ihn fehlt einfach das gewisse Etwas, der gestrige Thread lässt ja hoffen dass die Dürreperiode vorbei sei…;-)

      • Auguste sagt:

        hmm…, ihr wunsch sei mir befehl, brunhild steiner.

        ein überaus interessanter beitrag von s. t. die stelle, wo sie erwähnt, dass die entscheidung mut von ihr abverlangte ist wohl die schlüsselstelle. sie deutet darauf hin, dass da wohl einiges nicht wie geplant gelaufen war. der weitere verlauf deutet aber auch an, dass sie wege fand, der nicht optimalen ausgangslage auch viele positive seiten abzugewinnen. das erfordert einen ziemlichen einsatz, deshalb wohl auch die vielen “ichs” im text – bleibt doch bei alleinerziehenden letztlich das meiste an einem selbst hängen. wenn einem das gelingt, gibt es keinen grund nicht zufrieden zu sein.

        was den fehlenden vater/partner betrifft, so könnte es zum beispiel aussehen, wenn es picture-perfect und etwas schnulzig aber schön abläuft:

        youtube: brad paisley – he didn’t have to be (official video)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Freude herrscht……

      • Brunhild Steiner sagt:

        … im Doppelpack! :-)

      • Katharina sagt:

        Freude herscht ueberhaupt nicht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      oh doch!, aber keine Freude herrscht dass ohne jede Information weshalb im Artikle der zu Beginn volle Namen nun auf die Initialen redzuziert worden ist, und wohl im Nachhinein die diversen Posts frisiert werden. Ich habe nämlich den vollen Namen ausgeschrieben, jetzt steht dort bloss ein T, und Pippi weiss den Vornamen, weil er eben beim Artikel gestanden hat.
      Es ist schlecht wenn ohne Transparenz geändert wird!

  20. Mirveglius sagt:

    Hoffe für die Entwicklung Ihres Sohnes, dass der Vater seine wichtige Rolle im Heranwachsen seines Sohnes einnehmen durfte. Wir haben in unserer Gesellschaft schon genügend Männer, die mit einer verkrüppelten Männlichkeit aus solchen “Mama reicht völlig”-Experimenten hervorgeht. Machos und softe Frauen-immer-Versteher sind eben keine rechten und gefestigten Männer. Solche fehlgeleiteten Entwicklungen bringen es mit sich, dass Männer heutzutage v.a. als Problemfälle bekannt sind und als solche medial präsent sind (Gewalttäter, Pädophile, Alkoholiker- und Drogenabhängige etc, etc…).
    Zum Glück bringen auch Buben viel Resilienz bereits mit ins Leben, so dass nicht jeder, der mit einer “Alleinerziehung” bestraft wurde, zum Amokläufer wird…

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