Und nun zu etwas ganz anderem. Ich muss schliesslich auch mal entspannen. Und deshalb reden wir heute über etwas Einfaches: Sex. Morgen und übermorgen auch. Von nun an jeden Tag, ein ganzes Jahr lang. Das ist Ihnen zu viel? Keine Angst, war bloss ein Scherz – wir sind schliesslich nicht verheiratet. Beschränken wir das Sexthema vorerst auf heute. Dafür wollen wir über täglichen Sex sprechen. Im Elternschlafzimmer. Mit dem langjährigen Partner. Sie sind dabei? Dann los.

Womöglich sollten wir uns ein Vorbild an ihnen nehmen: Charla und Brad Muller.
Zunächst die Sachlage: Sex ist in den meisten Beziehungen, zumindest zu Anfang, eines der Haupttriebwerke. Im Taumel der frühen Elternjahre gibt es dann oft stotternd und spuckend den Geist auf. Und wird es erst mal in die Garage gestellt. Da setzt es dann Staub an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Frauen müssen ihren Körper nach einer Geburt neu sortieren, die Männer sind verunsichert. Aber ohne Triebwerk geraten die meisten Beziehungen mit der Zeit in Schieflage. Obschon naheliegend, ist es allerdings gar nicht so einfach, das Ding da wieder rauszuholen und in Gang zu kriegen. Denn erstens hat man schliesslich genug anderes zu tun und zweitens ist es den meisten peinlich, über ihre Bedürfnisse zu reden. Oder darüber, dass man momentan eben keine hat.
Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Nämlich nicht darüber zu reden, sondern es einfach zu tun. Jeden Tag. So jedenfalls machte es Annie Brown. Sie offerierte ihrem Mann Douglas zum vierzigsten Geburtstag ein spezielles Geschenk: Täglich Sex, 101 Tage lang. Andere durchqueren zu Fuss die Wüste Gobi. Die Browns verlegten sich auf Ausdauersport im Ehebett. Das Experiment war eindrücklich genug, dass Annie Brown es schliesslich zu einem Buch verarbeitete. Titel:«Just do it».
Ein ähnliches Experiment machten Charla und Brad Muller, die ein Jahr lang täglich Sex hatten – und ebenfalls ein Buch darüber schrieben. Natürlich haben die beiden etwas ganz anderes erlebt, aber das Fazit bleibt dasselbe: Die Beziehung profitierte auf er ganzen Linie von der Sextherapie.
Es mag nicht jedermanns Sache sein, einen Sexvertrag mit seinem Partner abzuschliessen, und der Gedanke, seinen Trieb einem Stundenplan unterzuordnen, ist nicht sonderlich romantisch. Viele Paare gehen davon aus, dass sie sich erst grundsätzlich wieder näher kommen müssten, dann würde sich das Sexualleben schon von selber einstellen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es auch umgekehrt funktioniert. Vielleicht nicht für jedermann. Aber viele Paare würden staunen, wie viel in Bewegung kommen kann, wenn man sich Sex verordnet. So wie man sich Sport verordnet. Um dann plötzlich zu merken, dass man es richtig braucht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie des National Opinion Research Center Chicago. Paare mit regem Sexleben schätzen ihre Partnerschaft als glücklicher ein als ihre sexfaulen Kolleginnen und Kollegen, so sagt der Leiter der Studie, Tom W. Smith. Zwar sei nicht klar, ob glückliche Paare einfach mehr Lust hätten oder ob häufiger Verkehr die Paare glücklicher mache. Wahrscheinlich spielten beide Faktoren eine Rolle.
Was ich persönlich dazu sagen kann: Mehr Sex bedeutet grössere physische Nähe. Das führt automatisch zu einem intimeren emotionalen und geistigen Verhältnis. Und wer das pflegt, ist auch eher daran interessiert, Konflikte und Streitigkeit gütlich aufzulösen und schnell aus der Welt zu schaffen. Ausserdem macht es einfach Spass, wenn das potenteste Triebwerk wieder einwandfrei funktioniert. Oder was meinen Sie? Können Sie sich eine Sextherapie vorstellen?



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Nun, denn, es ist Abend, und:
Es gibt nichts gutes, ausser, man tut “es”
Ich wünsche allen eine Gute, zärtliche, sexgeladene Nacht!
Da dopple ich nach, ist eine Binsenwahrheit “es gibt nichts gutes ausser man tut es”, handeln ist Freiheit, ich habe das Glück , Menschen zu begegnen auch sensiblen Männern, sind “Weicheier “immer noch verpönt, ist Heldentum das A und O ?
Es gibt ein Buch von Ericson, – Männerphanasien – , ich habe etwas gegen sog. Windhunde ist es nicht schon etwas krankhaft,dass Männer das Gefühl haben, es der Frau besorgen zu müssen, die Harems funktionieren anscheinend so, ist das Zentrale für den Mann der Penis ? Ich bin keine Penisneiderin nach Siegmund Freud, Frauen haben auch das Recht Grenzen zu setzen, ich hoffe alte Zöpfe werden hinterfragt . Bei Partnerschaften geht es doch um Nähe und Distanz. Zum Glück gibt es in der Schweiz Menschen die in Partnerschaft leben ohne Trauschein, “in guten und in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch
scheidet” so wird uns das aufoktriert aus der Religionsecke, Menschen die sich frei entscheiden, einfach mal zusammenzuwohnen seien es hetero Schwule oder Lesben, die ersparen sich manchen Aerger mit Scheidungsprozessen auch viel Geld.
uiuiui,…da scheint sich jemand den eigenen persoenlichen frust von der seele zu schreiben und die boesen maenner und penisse verantworlich zu machen fuer das eigene versagen – im bett… aber egal. sex gehort zum leben wie atmen, trinken und essen und in einer gutfunktionierenden partnerschaft sollte man offen sein, auch fuer einen sexvertrag. das hat nix mit machohaftem phallusverhalten oder anti-feministischer lismete zu tun, sonder ist ein natuerlicher trieb, der ausgelebt werden soll. und nun, reiffe heidi…geht und such dir einen neuen, der lieber zu dir ist und zu dem auch du lieber sein kannst..
Ich habe eine natürliche Beziehung zur Sexualität, die MASCHE IST MIR WOHLBEKANNT, DER MUSS MAN ES MAL BESORGEN. Ich habe mir meine eigenen Leichen aus dem Keller geholt Schritt für Schritt, ich habe einfach keinen 24 Stundenorgasmus, hast du das das? ist doch BLUFF, träum weiter ……………
liebe rei(f)e heidi – natuerlich hast du eine beziehung zur sexualitaet. aber ich denke nicht, dass du eine natuerliche bezeihung dazu hast. ich gehe mal davon aus, dass du ueber fuenfzig bist, alleine und verlassen, frustriert und sexuell unzufrieden. nicht weil du nicht befriedigt wirst, sondern weil du eventuell keine lust dazu verspuerst. du hast wohl ein verkraempftes verhaeltnis zu deinem koerper und deiner sexualitaet und alle beckenbodenturnstunden und gruppentherapien helfen einfach gar nix. und wieso nicht? weil’s dir eben noch keiner richtig besorgt hat. das muss ja keine 24 stunden lang dauern (wie du offenbar fantasierst)…gute dreissig minuten duerften dir fuer den anfang genuegen. wieso versuchst du es nicht mal? hoer auf mit dem feministenbloedsinn und dem anti-macho-getue und lass es dir geben und versorgen. viel spass und lass uns wissen wieviel lockerer du geworden bist.
@reiffe heidi
heute keinen hoch bekommen, oder wat? warum hast du es nötig der heidi reiff derartige dinge zu unterstellen?
@mira
Gut, dass du Heidi Reiff verteidigt hast, solche Schmähungen sind das Letzte. Sie erzählt von sich und wird dafür verspottet, wie kann man so gemein sein.
@reiffe heidi: Also mit solchen Sprüchen würde Dir hier folgendes geschehen:
“http://www.realcaliforniamilk.com/node/10″
Meiner Meinung nach hat er recht. Perfekt getroffen. Da gehe ich auch eine Wette ein auf mein Haus. Heidi kann sich gerne melden und dagegen wetten. 100 pro genau richtig getroffen. Heidi schreibt ja schon länger frustriert und menschenfeindlich.
Liebe Heidi Reiff
Satzzeichen werden nicht grundlos verwendet. Sie stellen sicher, dass ein Text – und damit die Gedanken – mit einem Minimum an Ordnung kommuniziert werden können. Dies braucht der Leser, ansonsten die Lektüre zur sinnbefreiten Achterbahn werden kann. Wenn ich Ihren Satz “Ich bin keine Penisneiderin nach Siegmund Freud, Frauen haben auch das Recht Grenzen zu setzen, ich hoffe alte Zöpfe werden hinterfragt” lese, dann glaube ich, einen Zusammenhang zwischen wirrem Inhalt und der Absenz von Satzzeichen erkennen zu können. Das Resultat: Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was Sie eigentlich zur Diskussion beitragen wollen. Ich weiss schlicht nicht, was Penisneid mit Grenzsetzung und alten Zöpfen zu tun hat; weder für sich genommen noch im Zusammenhang mit der hier zur Diskussion gestellten Sextherapie. Also, Frau Heidi Raff, ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie sich eine alte Regel zu Gemüte führen könnten: Ein Gedanke, ein Satz.
Queda la amargura, porque tú eres amargo. Pero tu cuerpo canta: nada de amargura, sólo cuerpo.
Te quiero igual que el primer día, como a la casa de cuando era pequeña, como a mi madre, como al viento.
So schön, wer schrieb das??
obiges auf Deutsch:
Es ist die Bitterkeit, weil Du bitter bist. Aber Dein Körper singt nichts von Bitterkeit, nur Körper singt er. Ich begehre Dich so wie am ersten Tag, wie damals zuhause, als du so klein und unbedarft mir erschienst, wie damals bei meiner Mama, wie damals im Wind.
@Athina: Ich selbst. Meine Partnerin ist Azteca und es ist eine Hommage an sie. Wir sind 24 Jahre zusammen.
Meine Ex-Frau denkt, dass unsere Beziehung an zu wenig Beziehung gestorben ist, ich denke, dass es zu wenig Sex war. Das Beziehungsding ist kompliziert und mann kann es nie recht machen, es ist nie genug. Und wenn “Beziehung” zur Tauschwährung für Sex wird, muss mann sich Sex immer verdienen. “Beziehung” heisst der Frau Interesse vorgaukeln, wenn sie von Leuten redet, die der Mann nicht kennt und die ihm wurscht sind. Z.B. von der Tochter von einer Frau mit der sie im Zug ein Gespräch angefangen hat. Beziehung heisst jeden Gedanken mit der Frau teilen, damit sie sich bei einer allfälligen Idee oder Initiative nicht übergangen oder bevormundet vorkommt. Eigentlich ist es ganz einfach. Der Mann möchte mehr Sex, die Frau gibt ihm das gerne, weil sie ihn liebt. Es ist keine Gefälligkeit. Er liebt sie dafür umso mehr und ist für sie emotional offen und präsent. Niemand muss sich etwas abverdienen, beide geben sich das was glücklich macht. Emanzen haben damit natürlich ein Problem, weil sie immer auf der Hut sein müssen, dass sie ja nicht zu viel von sich geben.
Der Mann gibt Zuwendung und die Frau gibt Sex. Solange dies beide tun, kommen beide auf die Kosten. Wenn aber immer die Frau zuerst Sex geben muss, dann stimmt das Gleichgewicht nicht mehr. Oder, wenn aber immer der Mann zuerst “Beziehung” geben muss, dann stimmt es ebenfalls nicht. Das hat nichts mit Emanzentum zu tun, sondern mit logischem Denken. Unter der Vorraussetzung, dass er mehr Sex will und sie mehr Zuwendung (”Klischee-Fall”), gibt ja auch andere Kombinationen… Wird das ganze aber als kalter Deal verstanden, funktioniert es nicht auf die Dauer. Denn dann fehlt die Liebe.
Also wenn es Dir ernst ist mit der Aussage ““Beziehung” heisst der Frau Interesse vorgaukeln”, dann verstehe ich Deine Frau, wenn sie denkt, dass Eure Beziehung “an zu wenig Beziehung gestorben” ist.
Es ist auch meine Erfahrung, dass sich frau mir nahe fühlen muss, bevor sie mit mir körperliche Nähe teilen mag. Auch sie tendiert oft darauf, diese Nähe mit Reden herzustellen zu versuchen. Dabei geht es aber weniger um die Frau Meier und deren Tochter, sondern ihr Bedürfnis, mit mir in einen Austausch zu kommen. Zugegebenermassen mag ich darauf auch oft nicht einsteigen. Wenn es mir aber gelingt, in dem Moment bei ihr und nicht schon beim Sex zu sein, gibt es die Möglichkeit, diese Verbindung aufzunehmen, ohne dass sie mich – verzweifelt – volltexten muss.
Wieso gehen die Meisten hier davon aus, dass die Frau grundsätzlich weniger Freude an Sex hat? Das stimmt so doch nicht.
@thomas da kann ich dir zustimmen, aber bei uns seht weniger das rammeln im vordergrund. das ist ein kleiner aber feiner unterschied. aber 6 mag ich sehr, aber mit genuss und intensiv.
Seltsam, liebe Sabrina,…..hmmm, “Thomas” hat aber gar nix von “Rammeln” geschrieben…..(und ganz ehrlich: ich glaube auch nicht, dass er’s gedacht hat)….wie kommst Du auf dieses seeehr unschöne Wort in diesem an sich schönen Zusammenhang hier?
Ich glaub, ich kenn einige Frauen, die das oben genannte “Rammeln” lieben. Und auch einige Männer, deren Vorlieben in viel “zärtlicheren” Richtungen liegen.
Dafür muss man/frau meiner Meinung nach aber ehrlich mit sich selbst sein und den Weg der sexuellen Entdeckung gehen. Für lange Zeit, wohl..
okay thomas, ein “rammeln” oder nennen wir es quicky, daran haben auch wir Spass und nicht nur die Männer. Schliesslich braucht es ja auch immer (mind.) zwei. Selbstverständlich sind Männer auch meist sehr zärtlich. Doch der Fokus sagen wir es mal so, ist bei den Männer oft ein anderer, das heisst aber nicht dass das schlimm ist.
Linker Blog kommt auf den Geschmack ehelicher Pflichten … niedlich.
Und gibt Hoffnung …
… ich sag schon immer die Welt wäre ein besserer Platz hätten die Linken bloss genug Sex
Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn alle, von links bis rechts, genug und vor allem genug guten Sex hätten.
Statistisch gesehen haben die Linken mehr Nachholbedarf
… doch ja, mehr Sex für Alle!
Lieben Dank allen Frauen für die Schützenhilfe.
So wie ich informiert wurde aus zuverlässiger Quelle, sind die sog. Emanzen an Stammtischen nicht so beliebt. Das ist Männerklatsch oder haben ev. die nicht abgenabelt ? Sprüche wie “der muss man es mal besorgen” kenne ich auswenig”, sind
einfach für mich “Machoallüren”. Wenn Sie mal bei einer Frau nicht landen können spielen sie “beleidigte Leberwurst”. Ich möchte das nicht verallgemeinern. Sex ist Privatsache eines jeden Menschen ob Mann oder Frau. Das einzige das geahndet werden muss, ist sexueller Kindsmissbrauch Punkt.
Ich weiss nicht, ob Sex als Therapie etwas taugt – das hängt wohl auch davon ab, woran eine Beziehung allenfalls kränkelt. Wenn es z.B. so ist, dass man sich in einer Beziehung fast schon gefangen fühlt, weil eher zu viel Nähe da ist, dann könnte sowas fatal enden.
Geht man aber davon aus, dass man schon so etwa begriffen hat, woran eine Beziehung kränkelt und beide sind immer noch guten Willens, etwas dagegen zu tun, dann kann ja auch etwas ganz anderes – aber auch Sex – eine gute Therapie sein. Nur schon der Wille, gemeinsam eine Therapie zu versuchen ist doch schon sehr viel versprechend. Oder?
Man könnte aber genausogut versuchen, sich jeden Tag 15 Minuten zu erzählen, was man erlebt hat. Oder einen jour fix einrichten, an dem man zusammen ausgeht. Oder zusammen einen Kurs buchen.
Mich stört es immer ein wenig, wenn Sex als Omnibus hergenommen wird, in den sich alles reinpacken lässt. Ich würde das gar nicht zu Stande bringen, jeden Tag Sex zu haben und mir ist die Vorstellung ein Graus, Sex zu versprechen.
Dann lohnt es sich zu heiraten? Bin 29 und hatte in meinem Leben nur eine Freundin, genau zwei Jahre lang. Was auch die einzigen zwei Jahren wahren, indem ich Sex hatte… ich verstehe das nicht, mit vielen Menschen habe ich darüber gesprochen, und alle erzählten mir verrückte Geschichten über ihre sexuelle Erfahrungen mir ihren Freundinnen. Nicht mal in den Ferien durfte ich ran, wo Meer, Sand und Cocktails den Tagesrythmus bestimmen. Es gab immer etwas, immer! Ihre Tage kamen sowieso immer nur in den Ferien, äusserst seltsam. Wie auch immer, ist das schlecht, wenn der Mann Sex verlangt? Jetzt ist Sex plötzlich etwas gutes? Meine Fresse, ich ziehe die Frauen nicht mit meinem Blick aus, aber man wir so schnell verurteilt! Das ist doch ein Märchen was ihr schreibt, nach 30 Jahren Ehe ist alles vorbei, ich kenne kein Beispiel dass anders wäre!
Kommt mir Alles irgendwie bekannt vor….
Bevor wir verheiratet waren u. Kinder hatten war Sex etwas sehr Natürliches und auch relativ spontan möglich.
Mal am Morgen, mal am Nachmittag, mal Abends und Nachts. Sex war auch an mehreren Orten möglich nicht nur
im Ehebett.
Jetzt nach einigen Jahren Eheleben muss Sex regelrecht geplant und im voraus “angemeldet” werden.
Sex falls überhaupt findet fast nur noch am Wochenende, Abends statt wenn die Kinder schlafen.
In den Ferien hat meine Frau meistens Ihre Tage. Falls keine Mens dann zu müde oder allgemeine Unlust.
Habe mich damit arrangiert und gönne mir hin und wieder etwas käuflichen Sex.
Zwar nicht optimal aber es befriedigt und verpflichtet zu Nichts. Oftmals auch noch phantasiereicher als zu Hause.
Zu Anfangs hatte ich hinterher oft noch ein schlechtes Gewissen, aber jetzt….
Regelmässiger Sex ist ja schön und gut aber es soll nicht nach Fahrplan und täglich stattfinden.
Etwas mehr Spontanität ist mir lieber, keine Sexualtherapie.
ich verstehe diese -norm und pärchenkonventionen eh nicht! war 5 jahre lang geliebte und hatte meinen echten spass an dieser dreiecksbeziehung, wir wussten alle drei voneinander und die ehefrau war eine zeitlang darüber sogar froh, da sie ein sexmuffel ist. austauschen kann ich mich mit meinen besten freundinnen, sex habe ich mit männern. nach seiner hochzeit durfte er bei seienr frau eigentlich nur ran, wenn sie fruchtbar war, da sie kinder wollte. vor einiger zeit durfte er bei ihr mal wieder ein “kind produzieren” und sie wurde dabei auch prompt schwanger – seit dieser schwangerschaft meint sie, er müsste auf die geliebte sowie auf sex verzichten, wenn er sie liebte. fazt: mich hat er verlassen und nun leben sie unglücklich in einer zweierbeziehung mit bald dem 2. kind. was für vorbilder! nur ja keinen genuss, ja keine lust. alles rein und unberührt… wie schneewittchen. heile märchenwelt und friede freude eierkuchen beim sonntäglichen spaziergang am see, ach ja, händchen haltend…
naive frage: wie hält ein mann eine solche beziehung ohne sex aus? ohne handfeste sinnlichkeit? ohne leidenschaftliches begehren? ich kenne praktisch nur frauen, die sexlos in einrer partnerschaft leben können. ich jedenfalls nicht, habe aber zur zeit absolut mühe, mir da wieder etwas aufzubauen, da die männer in meinem alter einfach zu sehr auf der pärchenschiene fahren. ich glaube ich rufe mal diesen ex an. diese sinnlichkeit und leidenschaft fehlen mir und ich bin nicht bereit mit anfang 40 darauf zu verzichten! frauen, worum geht es bei euch? kann das sein, dass ihr einfach viel zu romantisch seid und einen drachentötenden prinzen erwartet, der sogar eure mensbeschwerden verstehen soll? drachen selber töten macht spass, dafür brauchen wir keine prinzen – wir wollen uns alle gut fühlen, oder nicht? was gibt es schöneres als geschickte männerhände und wenn diese nicht geschickt sind, dann bringen wir es ihnen einfach bei… ist doch keine sache. und die männer sollen uns doch ganz einfach sagen können wie sie es mögen. mir hat das schon immer spass gemacht, ein sinnlich leidenschaftliches abendteuer auf der verschwitzten landkarte von menschenkörpern. prickelnd… äusserst prickelnd…
Wenn man das liest, kriegt man echt den horror vor heiraten, beziehung, kids etc. … ich glaub einfach, dass der libido bei frauen extrem unterschiedlich ist..und enorm von der psyche gesteuert wird…das heisst, wir frauen sollten viel mehr das leben geniessen, wir sollten tanzen, trinken, uns schön machen und becken boden training, pilates und schauen dass wir jeden tag lust haben auf sex..und ich fahre mit dieser art von leben sehr gut!
we need more walks on the wild side, girls!
oh yeah
Soweit zum Thema Sex von Frau Binswanger.
Ein Sexvertrag schliesst m. E. ein Freier mit einer Prostituierten ab …
Es mag ketzerisch wirken; wo sollte man/frau mit jemandem Sex haben, wenn diese andere Person nicht gewillt ist die natürlichen Konsequenzen mit zu tragen? Bio-Jogurt und in der Natur sein und leben ja, aber blos nicht die natürlichen Konseqenzen von Sex ….
Das Thema ist ein heisses Eisen – die Idee mit verordnetem Sex ist für mich neu, aber interessant. Bin selber seit 15 Jahren auf dem sexuellen Abstellgleis. Nachdem was ich so gehört habe von Kollegen oder aus Blogs, bin ich nicht der Einzige, sondern eher der Durchschnitt. Nach dem ersten Kind gehts mit Sex bergab, das Zweite beerdigt alles (Achtung Männer, bei der Geburt rate ich euch NICHT DABEI ZU SEIN! Ihr werdet eure Frau nicht mehr so berühren können wie vorher….). Wenn Mann dann noch loyal ist und zur Partnerschaft steht, dann hilft nur noch selber Hand anlegen.
Heute ist trotz Paartherapie und all dem Scheiss tote Hose, ich werde nur noch abgewimmelt. Ausser wenn die Natur bei ihr die Eier springen lässt, dann kann es sein, dass ich unverhofft ran soll – beim letzten Mal hat mich das so angegurkt, dass ich nicht konnte (ist mir auch schon öfters passiert).
Bezahlten Sex oder überhaupt externen Sex habe ich noch nicht gemacht/getraut, passt nicht in mein Bild von Loyalität. Wenn, dann sollen beide dürfen. Diese Diskussion hat meine Partnerin angestossen, find ich auch gut. Ich wäre schon zu haben für eine mündige Sexualität. Man muss nicht gleich erzählen mit wem man wievel und wo und sollte auf dezente Beziehungen achten. Na mal sehen, was andere so noch schreiben. Würde mich freuen, andere Familienmänner zu hören!
Sex findet im Kopf statt, zuerst einmal.
Wenn es dort nicht klappt, geht es im Bett auch nicht wirklich toll, wenn es dann überhaupt stattfindet.
Ich will nicht ins Uferlose ausschweifen, aber wenn ich es auf den Punkt bringen will, dann gibt es eigentlich nur zwei Szenarien: entweder steuerst du auf die Perspektive “Ich mag Weihnachten mehr als Sex, weil sie häufiger stattfinden”, oder du findest dir eine andere Partnerin. Ob es als Seitensprung oder als Ersatz für deine komplette Beziehung stattfindet liegt an dir / euch. Problem bleibt, dass Frauen mit Sex meistens ein Haufen anderer Dinge koppeln, was zu Komplikationen sowohl mit deiner jetzigen, sexlosen Partnerin, sowohl mit der zukünftigen führen wird.
Zu hoffen dass es einen dritten Weg gibt ist nur Zeitverlust.
So gesehen tendiere ich zum anonymen Seitensprung….den ich abklemmen kann sobald es komplikativ wird. Die einfachere Variante ist bezahlter Sex. Ob es den Weg gibt, den ich im Innersten mir wünsche, traute Zweisamkeit inklusive gutem Sex bis ins hohe Alter ist fraglich. Wohl bin ich hier antiquierter Meinung oder es ist einfach anerzogen (wie so vieles).
@Martin: “So gesehen tendiere ich zum anonymen Seitensprung….den ich abklemmen kann sobald es komplikativ wird. Die einfachere Variante ist bezahlter Sex”. Was ist ein anonymer Seitensprung? Anscheinend ist es ja kein bezahlter 6. Ein Seitensprung anonym und ohne flirt, scheint mir zwar nicht unmöglich aber sehr theoretisch. Klar, kann man bei einem ons den “schnellen” 6 haben und man weiss dann sehr wenig zum vis-a-vis, aber anonym dürfte dies aber dennoch nicht sein. Und noch ne Frage, zu “sobald es komplikativ wird, kann ich abklemmen…” ist es dann nicht schon zu spät?
Lieber Martin
Das kommt häufig vor, dass sich die Sexualität ändert, immerhin sind ja noch Kinder dabei, man (meistens Frau) hat mehr Verantwortung und es spielt sich viel mehr im Kopf ab.
Habt Ihr schon mal miteinander gesprochen warum Sie keinen Sex will? Wenn ja, Will Sie überhaupt noch Sex? Es kann doch auch sein, dass Sie andere Bedürfnisse zuerst befriedigt haben will um sich gehen zu lassen. Eine Mutter mit Kinder muss den ganzen Tag vieles entscheiden, tun, präsent sein und braucht am Abend evtl. etwas was Sie sich wieder als Frau fühlen lässt.
Man kann sich die ganzen Therapien sparen, wenn Mann und Frau sich ihre Bedürfnisse mitteilen und einander entgegenkommt.
Heikle Sache, da hier so viele Dinge reinspielen: persönliche Freiheit und Selbstbestimmung vs. partnerschaftliches Verständnis und Verantwortung, Wunsch-Weltbild vs. Realität, männliche Sexualität vs. weibliche, Erziehung vs. Phantasie – die Liste ist unendlich. Aber es hat uns wohl niemand versprochen, dass Beziehungen einfach wären. Sie sind ein täglicher “Kampf”, ein guter Status bleibt nie einfach so erhalten sondern muss der banalen Realität der Gewohnheit abgetrotzt werden. Und ich denke gerade die Gewohnheit ist das Problem. Sex macht da keine Ausnahme, darin sehe ich auch etwas die Gefahr in diesen “Experimenten”. Allerdings kann einem Sex helfen, aus alten Mustern auszubrechen, da er, unverkrampft ausgelebt, ähnlich wie gewissen Drogen wirk: man blendet die Realität aus, ist im Moment, empfindet intensiv, ist sich nah und fühlt sich nah. Wenn man eine “Gewohnheitsbeziehung” lebt und dann einen solchen Moment gemeinsam erlebt, dann ist das wohl schon ziemlich intensiv und die Bindung wird erneuert und vielleicht auf ganz andere Beine gestellt. Ich denke also schon, dass regelmässiger Sex zu einer Beziehung einfach dazu gehört. Und ganz ehrlich: ich kenne keine Beziehung, die Minimalsex überlebt hätte…
Vor diesem Hintergrund sind vielleicht auch die matchoid wirkenden Aussagen meiner Vorredner zu interpretieren, die mit “der muss man es einfach mal besorgen” wahrscheinlich nicht das erreichen, was sie gerne möchten und mit dem unterschwelligen Frust schon prinzipiell nicht ernst genommen werden. Aber ich denke, sie könnten im Kern schon etwas Wahrheit getroffen haben, nämlich, dass es manchmal einen Kick braucht, um aus der Gewohnheit auszubrechen und neues zu entdecken. Und das könnte für beide Partner vielleicht recht überraschende Folgen haben.
Meine Partnerin und ich sind jedenfalls schon zehn Jahre zusammen, unverheiratet und Eltern von zwei kleinen Kindern. Trotzdem kommen wir pro Monat zu drei bis vielleicht 12 mal Sex. Wieso das genau so ist kann ich nicht beantworten, aber ich vermute, dass einige Punkte dabei wichtig sind: meine Freundin spricht davon, dass Sex seit den Geburten für sie viel intensiver sei und sie macht Pilates und Beckenbodentraining (was gemäss ihrer Aussage das Empfinden ebenfalls positiv beeinflusst). Die Tatsache, dass wir nicht verheiratet sind gibt unserer Beziehung etwas dynamischeres, weniger festgefahrenes, etwas, worum man kämpfen muss. Wir reden hin und wieder auch mal ganz offen über unsere Bedürfnisse und Vorstellungen vom Sex, wobei da nicht unbedingt ein Konsens daraus resultiert, wir aber besser wissen, wie der andere tickt. Wir führen eine ziemlich gleichberechtigte Beziehung, teilen uns Haushalt, Kinderbetreuung und (nicht den gleichen) Job je 50% – es existiert also kein Machtgefälle in der Beziehung, das jemand mit Sex umkehren möchte. Wir sind beide Berufstätig (je 50%) und haben unser je eigenes soziales Umfeld fern der Familie, unseren Platz für uns selber.
Wie gesagt, das sind jetzt keine Rezepte, aber ich bin mit meinem Sexleben recht zufrieden und vielleicht macht’s der eine oder andere Punkt aus. Und klar: bei uns ist nicht immer eitel Sonnenschein. Es gibt auch mal Stress und “Krach” und Zeiten mit wenig Sex. Gerade nach so Phasen müssen wir uns beide wieder daran gewöhnen, die Nähe des anderen zu geniessen und die Kontrolle abgeben zu können. Aber eben, es ist kein Geschenk, es ist tägliche Arbeit, so eine Beziehung.
Ach ja, @Martin Brunner: das mit der Geburt kann ich nicht nachvollziehen. Ich war beide Male dabei. Auch hatten wir während der Schwangerschaft keine Probleme mit dem Sex. Allerdings ist’s eine Typfrage. Ich habe von Männern gehört, die hatten nach der Geburt des ersten Kindes NIE MEHR SEX mit der Partnerin. Das kann’s dann auch nicht sein. Dann lieber draussen warten.
Es bleibt ein unerschöpfliches Thema: wie halten wir unser Sexleben lebendig. Dass es aber verschiedene Phasen des sexuellen Liebens gibt (feurige, herzliche, stille und spirituelle), wissen die wenigsten. Meine Partnerin Doris Christinger und ich kennen uns seit 25 Jahren und leben und arbeiten zusammen. Als Paar- und Sexualtherapeuten und auch als Tantriker haben wir 1000de von Menschen in diesen Fragen auf verspielte und humorige Art begleitet. Daraus entstand unser Buch
Vom Nehmen und Genommenwerden.
Es bleibt ein unerschöpfliches Thema: wie halten wir unser Sexleben lebendig. Dass es aber verschiedene Phasen des sexuellen Liebens gibt (feurige, herzliche, stille und spirituelle), wissen die wenigsten. Meine Partnerin Doris Christinger und ich kennen uns seit 25 Jahren: lieben, leben und arbeiten zusammen. Als Paar- und Sexualtherapeuten und auch als Tantriker haben wir 1000de von Menschen in diesen Fragen auf verspielte und humorige Art begleitet. Daraus entstand unser Buch VOM NEHMEN UND GENOMMENWERDEN – Für eine neue Beziehungserotik.
Ja Herr Schröter, die Werbung ist angekommen (das 2. Mal), ich werde ihr Buch aber trotzdem nicht kaufen. Gebrauchsanweisungen für die Liebe sind im besten Fall lustig, meistens aber langfädig und dröge, vor allem sind sie unnötig, weil das Wesentliche schon lange erkannt und niedergeschrieben wurde, es gibt ein paar Werke der Weltliteratur, die ein Genuss zum Lesen sind, aber sonst……
Ich kann nur sagen, dass meine erste Ehe bestimmt auch an immer weniger Sex zerbrochen ist. Zuletzt haben wir es noch knapp einmal im Monat gemacht.
Auch wenn ich mir dabei etwas blöd vorgekommen bin, habe ich meiner zweiten Frau (vor der Hochzeit) gesagt, dass ich mindestens 2-3 mal pro Woche Sex brauche, um in der Beziehung glücklich zu sein.
Ich fand die Trennung/Scheidung nicht schön, ich möchte sowas nicht wieder erleben. Aber ein Ehe (fast) ohne Sex möchte ich auch nie mehr erleben müssen.
es ist relativ einfach: frauen (auf status, macht, geld und alphamänner aus) wollen die möglichkeit haben mit möglichst vielen männern sex zu haben. im gegensatz dazu würden es männer (trieb) auch tatsächlich tun. denn sie hatten keinen mami-moral-schaden “sex ist böse böse und schlimm und alle männer sind gemein und böse”. also lass dich mit 45 scheiden und spekulier auf eine witwenrente. dann könnt ihr frauen euch grämen, dass ihr es damals nicht mit allen möglichen männern getrieben habt. denn attraktiv seid ihr jetzt längst nicht mehr
irgendwann merkt der mensch sofern er 1 und 1 addieren kann, dass er biologisch gar nicht für eine monogame beziehung geschaffen ist und man kann sich ebenfalls wieder scheiden lassen. springt auch was raus dabei, siehe rooney oder woods.
Kann mir jemand erklären was Albert Weisser damit sagen will?
hmm…, finger weg von drogen, vielleicht?
vielen dank liebe auguste, dass du uns an deinen persönlichen vorsätzen teilhaben lässt.
sabrina: ich will damit sagen, dass jeder tut was ihm passt
Täglich Sex und das 101 Tage am Stück, hey ich bin doch kein Chünggel…
Sex in der Ehe ist wohl die letzte Perversion die uns noch geblieben ist…
hmm…, ich zitiere hans mustermann: “den muss ich jetzt nicht verstehen, oder?