Leben


Michèle Binswanger am Donnerstag den 2. September 2010

Sextherapie

Und nun zu etwas ganz anderem. Ich muss schliesslich auch mal entspannen. Und deshalb reden wir heute über etwas Einfaches: Sex. Morgen und übermorgen auch. Von nun an jeden Tag, ein ganzes Jahr lang. Das ist Ihnen zu viel? Keine Angst, war bloss ein Scherz – wir sind schliesslich nicht verheiratet. Beschränken wir das Sexthema vorerst auf heute. Dafür wollen wir über täglichen Sex sprechen. Im Elternschlafzimmer. Mit dem langjährigen Partner. Sie sind dabei? Dann los.

MAMABLOG-CHARLA-MULLER-HOCH

Womöglich sollten wir uns ein Vorbild an ihnen nehmen: Charla und Brad Muller.

Zunächst die Sachlage: Sex ist in den meisten Beziehungen, zumindest zu Anfang, eines der Haupttriebwerke. Im Taumel der frühen Elternjahre gibt es dann oft stotternd und spuckend den Geist auf. Und wird es erst mal in die Garage gestellt. Da setzt es dann Staub an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Frauen müssen ihren Körper nach einer Geburt neu sortieren, die Männer sind verunsichert. Aber ohne Triebwerk geraten die meisten Beziehungen mit der Zeit in Schieflage. Obschon naheliegend, ist es allerdings gar nicht so einfach, das Ding da wieder rauszuholen und in Gang zu kriegen. Denn erstens hat man schliesslich genug anderes zu tun und zweitens ist es den meisten peinlich, über ihre Bedürfnisse zu reden. Oder darüber, dass man momentan eben keine hat.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Nämlich nicht darüber zu reden, sondern es einfach zu tun. Jeden Tag. So jedenfalls machte es Annie Brown. Sie offerierte ihrem Mann Douglas zum vierzigsten Geburtstag ein spezielles Geschenk: Täglich Sex, 101 Tage lang. Andere durchqueren zu Fuss die Wüste Gobi. Die Browns verlegten sich auf Ausdauersport im Ehebett. Das Experiment war eindrücklich genug, dass Annie Brown es schliesslich zu einem Buch verarbeitete. Titel:«Just do it».

Ein ähnliches Experiment machten Charla und Brad Muller, die ein Jahr lang täglich Sex hatten – und ebenfalls ein Buch darüber schrieben. Natürlich haben die beiden etwas ganz anderes erlebt, aber das Fazit bleibt dasselbe: Die Beziehung profitierte auf er ganzen Linie von der Sextherapie.

Es mag nicht jedermanns Sache sein, einen Sexvertrag mit seinem Partner abzuschliessen, und der Gedanke, seinen Trieb einem Stundenplan unterzuordnen, ist nicht sonderlich romantisch. Viele Paare gehen davon aus, dass sie sich erst grundsätzlich wieder näher kommen müssten, dann würde sich das Sexualleben schon von selber einstellen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es auch umgekehrt funktioniert. Vielleicht nicht für jedermann. Aber viele Paare würden staunen, wie viel in Bewegung kommen kann, wenn man sich Sex verordnet. So wie man sich Sport verordnet. Um dann plötzlich zu merken, dass man es richtig braucht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie des National Opinion Research Center Chicago. Paare mit regem Sexleben schätzen ihre Partnerschaft als glücklicher ein als ihre sexfaulen Kolleginnen und Kollegen, so sagt der Leiter der Studie, Tom W. Smith. Zwar sei nicht klar, ob glückliche Paare einfach mehr Lust hätten oder ob häufiger Verkehr die Paare glücklicher mache. Wahrscheinlich spielten beide Faktoren eine Rolle.

Was ich persönlich dazu sagen kann: Mehr Sex bedeutet grössere physische Nähe. Das führt automatisch zu einem intimeren emotionalen und geistigen Verhältnis. Und wer das pflegt, ist auch eher daran interessiert, Konflikte und Streitigkeit gütlich aufzulösen und schnell aus der Welt zu schaffen. Ausserdem macht es einfach Spass, wenn das potenteste Triebwerk wieder einwandfrei funktioniert. Oder was meinen Sie? Können Sie sich eine Sextherapie vorstellen?

279 Kommentare zu „Sextherapie“

  1. macho sagt:

    Gibt es denn immer einen Grund für Lustlosigkeit? Es gibt doch einfach Leute mit einer kleineren Libido und wenn man die unter Druck setzt oder ihnen einredet, sie bräuchten Sex um glücklich zu sein, geht das nicht gut…

    Was ich lustig finde, ist, dass wenn mal einmal anfängt, ein wenig verführt, kuschelt, steichelt, dann klappt es immer, nur kann ich nicht von meiner Freundin erwarten, dass sie mich täglich anspringt. Der Man ist öfter die Initialzündung für Sex, so jedenfalls ist es bei uns, und die Frau bekommt Appetit beim essen. Danach dankt sie mir oft, dass ich sie rumgekriegt habe. Und soo schwer ist das ja nicht. Also Männer, einfach ein wenig Mühe geben… :D

    • Tobe or not Tobe sagt:

      Word M8

    • Kate Bush sagt:

      Verführen und streicheln heisst, nicht zielstrebig auf die primären Geschlechtsmerkmale lossteuern, sondern leicht und spielerisch den ganzen Körper einbeziehen, sich Zeit lassen, keinen Druck aufbauen, dann entsteht langsam aber sicher auch ein Begehren. Das funktioniert auch andersrum, wenn der Mann mal einen Durchhänger hat, Zärtlichkeit ohne Druck und scheinbar ziellos, dann geht das wunderbar, das wusste schon die liebe Martha.

    • Cara Mia sagt:

      Wer redet denn von Druck. Es müssen einfach beide wollen, dann geht es schon irgendwie, so oder anders.

      • Alter Hase sagt:

        Sex unbedingt ja, ich denke aber jedes Alter mit den verschiedenen Lebenssituationen hat seinen eigenen Sex.
        Wenn man(n) aelter wird zaehlt die Qualitaet vor Quantitaet.

        Die Zaertlichkeit wird wichtiger als die sportliche Leistung, d. h. aber nicht dass kein Feuer mehr brennt. Das Feuer lodert nicht, aber mit einer guten Glut laesst sich doch schon des Oefteren ein schoenes Feuer entfachen.

        Was genau ist Sex bitte? Ich will es gar nicht wissen, aber in Kombination mit Sinnlichkeit und Liebe wohl das Schoenste was es gibt.

        Alter Hase bei dem das Trieb- Werk in einer gluecklichen Beziehung immer noch herrlich am “brummen” ist, ganz im Sinne wie von Kate Bush beschrieben

    • Insel sagt:

      “…wenn mal einmal anfängt, ein wenig verführt, kuschelt, steichelt, dann klappt es immer, nur kann ich nicht von meiner Freundin erwarten, dass sie mich täglich anspringt. Der Man ist öfter die Initialzündung für Sex, so jedenfalls ist es bei uns, und die Frau bekommt Appetit beim essen. Danach dankt sie mir oft, dass ich sie rumgekriegt habe. Und soo schwer ist das ja nicht. Also Männer, einfach ein wenig Mühe geben…”

      GENAU! 100 Punkte! :)

  2. Also wenn ich mich- als Leser notabene, der den inneren Wert einer starken Beziehung zu schätzen weiss- so durch solche Texte durchkämpfe, dann glaube ich langsam, dass unsere aktuellen Beziehungsmodelle ein einziger Murks sind. Wirtschaftlich sind sie untauglich, emotional offenbar auch, sexuell erst recht… ein einziger, erzwungener Schrotthaufen voller loser Teile und Fragmente aus der Vergangenheit. Fragile Gebilde, die überfrachtet sind mit völlig überzogenen Erwartungen, Sehnsüchten, Lüsten und Hoffnungen.

    Wenn ich nicht wüsste, dass es auch andere und vor allem realistischere Perspektiven gibt, würde ich jetzt sogar glauben, was ich oben gerade geschrieben habe.

    • heidi reiff sagt:

      Wir sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen der Anderen zu erfüllen. Sexismus ist nicht mein Ding, bei zu hohen Erwartungen ist der Frust meist bewusst oder unbewusst vorprogrammiert.

    • “Bei zu hohen Erwartungen ist der Frust meist bewusst oder unbewusst vorprogrammiert.”

      Das erklärt auch die hohe Scheidungs- und im Falle nichtehelicher Beziehungsformen die noch viel höhere Trennungsrate. Mich reizt es wieder einmal, Fachliteratur beizuziehen, wissenschaftliche natürlich. Da wurde dieses Phänomen- Superlativ Beziehung- bereits eingehend untersucht.

      Ich glaube, es wird für viele Menschen langsam ernsthaft Zeit, auf den Boden zurückzukehren. Das bedeutet ja nicht unbedingt, dass der aufrechte Gang dabei zum Luxus wird- doch mit himmelwärts gerichtetem Blick kommt eindeutig nicht mehr weiter.

  3. zysi sagt:

    und tägliche grüssen die bonobos

    • Kate Bush sagt:

      Die Bonobos haben Sex anstatt Krieg, im Gegensatz zu den grossen Schimpansen. Sind die Bonobos nun dümmer oder gescheiter als die Menschen?

      • macho sagt:

        die bonobos leben auch im matriarchat!

        also worauf warten wir noch, frauen an die macht, dann wird gepoppt was das zeug hält! :D

      • Tobe or not Tobe sagt:

        würde gerne mit BONOBOS tauschen. Sex kann in der gemeinschaft eine therapeutische Wirkung haben, schon die Hippies wollten so untereinander Liebe verteilen. Doch leider wurde dieses vorhaben jäh unterbrochen z.Bsp. durch HI-Virus.

        Wir Menschen machens aus freude.. Ob dies Tiere auch so haben sei dahingestellt. Kann aber gut möglich sein oder?

      • zysi sagt:

        wird diese strategie denn nicht auch im artikel propagiert, einfach mit den “gescheiteren” dispositionen der menschen mittels planung?

    • Nicht unbedingt die Bonobos, die wärn’ ja och schnuckelich, sondern das hier:

      http://dasmagazin.ch/index.php/die-neue-monogamie/

      Das halte ich für eine absolut realistische… Utopie. Der Titel täuscht übrigens- und hätte ich nicht gewusst, dass hier eine Frau spricht, hätte ich sie glatt für einen Mann gehalten.

      • Also diese Frau spricht genauso wie die meisten Männer denken, aber eben: leider nur denken.

      • Tronje sagt:

        Der Text enthält eine sehrgute Analyse der Ist-Situation.

      • Penny sagt:

        Warum? Habe schon mehreren Partnern eben dieses Modell vorgeschlagen. Wenn es drauf und dran ginge, sind nämlich immer die Männer dagegen.

      • @Tronje: Nicht nur das- das Beschriebene wäre auch ein gangbarer Weg in eine vielversprechende Zukunft. Nur sollte man dann zuerst mit all der Lügerei und Heuchelei aufhören- und sich gewisse Illusionen abschminken: Nein, Liebe und Sex sind zwei völlig verschiedene Sachen, die lassen sich aus männlicher Perspektive oberlocker voneinander trennen, wie im Folgenden zu sehen ist (ich bemühe jetzt ein gängiges Cliché und ergänze es noch ein wenig):

        Fussball, erste Halbzeit vorbei – Pause = Sex – Zweite Vollzeit beginnt, scheisse, immer noch kein Tor!

        Zwischen dem Wort Fussball und dem letzten Wort liegen etwa 15 Minuten. Alles, was Mann dabei und vor allem dazwischen macht, macht man völlig unabhängig voneinander. Und schon während man sich darüber aufregt, dass in der zweiten Halbzeit- also nach der Pause- immer noch kein Tor geschossen worden ist, hat Mann den Sex schon wieder halbwegs vergessen. Für das beinahe Vergessen hat Mann also knapp 8 Minuten gebraucht. Nach weiteren zwanzig Minuten gibt es dann nur noch Fussball.

        Und bevor Mann dann zufrieden einschläft, gibt Mann der geliebten Frau noch einen Gute-Nacht-Kuss und flüstert ihr ins Ohr, dass man sie immer noch liebt.

        Ich weiss, dass ich damit bei den meisten Frauen auf wenig bis gar kein Verständnis stosse. Doch für uns Männer ist die Welt nun einmal einfacher, als Frau denkt.

        P.S. Ich habe übrigens keinen blassen Schimmer von Fussball. Doch ich konnte diesen Handlungsablauf einfach nicht mit einem spannenden Drag-Race in Einklang bringen. Die Pausen zwischen den Läufen und Klassen sind einfach zu kurz, deshalb ;-)

  4. Erstaunlich finde ich, wie wenig bislang über die männliche Sexualität bekannt ist. Der Glaube daran, dass Männer immer und überall können, hält sich offenbar hartnäckig. Nun gut, Legenden haben eigentlich auch ihre Daseinsberechtigung, nicht wahr? Nur gereicht diese Legende den Männern langsam zum Nachteil. Andererseits: Dank Viagra ist das ja auch nicht mehr so wichtig. Da steht er einfach immer, egal, wer beim Akt gerade zugegen ist- ganz zu schweigen davon, ob sie gut im Bett ist oder nicht. Die berühmte Frage danach erübrigt sich also ebenfalls.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Lendenlegenden? Also mit 140 kann auch der beste Mann nicht mehr, oder?

      • Auguste sagt:

        hmm…., 140 – kilo, km/h, promille, jahren, frauen? kein wunder ist so wenig über die männliche sexualität bekannt, wenn wir uns so präzise dazu äussern.

      • Kate Bush sagt:

        Blutdruck von 140, wegen dem dauernden Viagra schlucken. Irgend einmal ist der Motor futsch, auch wenn der Kolben noch lange funktioniert.

      • Auguste sagt:

        hmm…, danke kate bush. offensichtlich brauchte es wieder mal eine frau, um etwas licht ins dunkel unserer männlichen sexualität zu bringen. übrigens, hübscher nick und irgendwie passend zum thema.

      • Kate Bush sagt:

        Machen wir doch gerne. Sie finden den Nick passend, verstehe nicht ganz?

      • Auguste sagt:

        hmm…, rolf schumacher, hätten sie 74 anstatt 140 geschrieben, wäre der fall klarer und glaubhafter gewesen. 74 jungfrauen scheint sich ja so mancher muslim zuzutrauen, aber 140 nyphomaninnen sind eine ganz andere hausnummer -auch für den ausdauerndsten und mit grenzenloser phantasie gesegneten macho. also ball flachhalten und im zweistelligen bereich bleiben – alles andere schürt nur übertriebene erwartungen.

      • Katharina sagt:

        “also ball flachhalten…” sagt der bl0gwart. oder soll ich Torwart sagen? Femidom sozusagen, nicht? Als Kate Bush gefalllen Sie mir besser.

    • 140 = pffffff…. *peng* ?

      • Rolf Schumacher sagt:

        So jetzt lüfte ich aber mein Geheimnisschen. Ich dachte an eine Gangbang mit 140 Nymphaomaninnen und einem Macho.
        Keiner ist drauf gekommen, also mit der männlichen Fantasie ist s heute wirklich nicht mehr weit her. Kommt das vom (zu)vielen Poppen?? Hat der Pa(b)st doch recht?

      • Auguste sagt:

        hmm…, einmal davon abgesehen, dass ich nur ein paar zeilen weiter oben frauen als möglichkeit zu der von ihnen recht sinnlos hingeworfenen zahl 140 nannte, sollten sie sich möglicherweise etwas weniger schund reinziehen. dann klappt das mit dem lesen, folgern und fragen stellen vielleicht auch wieder besser, rolf schumacher.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ich habe heute morgen einige seriöse Post verfasst. Der schnell geschriebene unvollständige Satz war ein Scherzeinschub. Ich habe natürlich damit gemeint, dass sicher ein Mann mit 140 Jahren nicht mehr kann, weil es keine 140 jährigen Männer gibt. Alle Versuche die (männliche, weibliche) Sexualität zu beschreiben sind zum scheitern verurteilt, denn Sexualität ist etwas Spontanes, Subtiles, und höchst Individuelles und Persönliches. Ich wurde mich über meine Sexualität nie öffentlich auslassen, weil sie mir zu wichtig und intim ist.
        Ich war bloss erstaunt, dass die 140 so schwierig zu interpretieren war, deshalb dann mein derber Input.
        Liebe Auguste. wenn du meinst ich würde mir zuviel Schund zumuten so ist das Ansichtssache, ich für mich weiss, was in den Harry Potter Büchern sehr schön gezeigt wurde, dass wer es mit Valdemord aufnehmen will, seinen Aufenthaltsort kennen muss und sich trauen muss seine Namen laut und deutlich zu nennen.
        Es tut mir leid, wenn ich jemanden vor den Kopf gestossen habe.
        PS: Machos waren noch nie mein Ding, Weder in Leder, Wirtschaft, Politik, Showbiz noch sonst wo.

  5. Cara Mia sagt:

    Der Ansatz ist doch super. Einfach tun. Man kann die Lust einschlafen lassen und wieder wecken, das stimmt garantiert. Die ganze Rederei finde zumindest ich ziemlich abtörnend. Aber jedem das Seine. Wenn allerdings tiefere Probleme bestehen, die nicht gelöst sind, wird es schwierig, denn dann kann man nicht loslassen, der innere Groll steht im Weg.

  6. Amelie sagt:

    Ist es nicht so, dass je öfters man Sex hat, sich auch die Hormone ändern und man noch mehr Sex haben will. Ich habe diese Erfahrung jedenfalls gemacht. Also braucht es nur anfangs eine Ueberwindung um quasi den Hormonhaushalt wieder aufzupeppen und danach kommt die Lust von ganz alleine. Aber es spielen so viele kleine Faktoren zusammen, dass dies nur immer in der ersten Verliebtheitsphase funktioniert hat und danach nicht mehr. Nach den Kindern hatte ich viel mehr Lust als mein Partner, der war dadurch überfordert und ein Mann funktioniert dann gar nicht mehr!!

    • Tobe or not Tobe sagt:

      Mit dem Wissen das die menschliche Seele auf körperliche Nähe nicht verzichten kann, kann man in der Partnerschaft afu einander zugehen und sich verstehen lernen. Viele Frau wie bereits MACHO erwähnt hat, bekommen erst beim Akt wirklich Lust und sind dann nicht mehr zu stoppen, wobei der Mann bereits mit Lust nach Hause kommt. Wenn Frau und Mann dies voneinander wissen und auch akzeptieren, kann ein Beziehung bewusst gestärkt werden.

      Also ich merke einer Frau an wenn Sie zuwenig Zuneigung erhält, doch meistens merkens die betroffenen zu spät oder gar nicht und resignieren in Frust, depressionen und Selbstzweifel.

      Nich die schlichte Penetration sonder die Nähe und das vertrauen zum Partner dasser das richtige macht, stärkt und fördert das eigene wie auch das Selbstbewusstein des Partners. Zufriedenheit stellt sich automatisch ein, wenn man erhält wasman gerne hat.

    • macho sagt:

      was meinen sie mit “nicht funktionieren”?

  7. Igor Neuffer sagt:

    Mich überkommen beim Lesen des Artikels wie auch der Kommentare Gänsehäute am laufenden Band.

    Hört sich alles sehr nach “Sex nur in Beisein des Therapeuten an”

  8. Heidi A. sagt:

    bin in 4 jahren 60. seit 34 jahren verheiratet und kann mich noch gut erinnern was meine Mutter mir als junge Frau und mit kleinem sohn sagte: also heidi gel du bist jetzt dann müde und magst nicht immer sex haben. aber eines sag ich dir: du vernachlässigs auf keine fall deinen mann…….ja und es ist heute noch immer so! wir haben es super zusammen eben gerade auch darum weil der sex stimmt!t

  9. Arthur Dent sagt:

    100 Tage lang täglich Sex… also auch an jedem Tag, an dem die Frau ihre Periode hat… nennt mich prüde oder was auch immer, aber das wäre dann gar nicht mein Ding!

  10. Gianin May sagt:

    Auch ohne reichen Erfahrungsschatz möchte ich behaupten, dass:

    Sowohl Mann als auch Frau Bedürfnisse haben, für deren Befriedigung oder gerecht Werdung jeweils der Eine oder Andere sich überwinden muss.
    Männer zB bei Gesprächen und Frauen bei Sex. (Klischee ich weiss, aber auch diese kommen nicht von ungefähr)

    Wenn wir den Anderen lieben sollte es selbstverständlich sein, dass man sich gerne Entscheidet und zwar von Herzen den Bedürfnissen des anderen möglichst gerecht zu werden.

    Das bedeutet, dass der Mann dann aktiver Zuhörer ist und die Frau aktiv am Sexleben teilnimmt. Diese Haltung sollte auch eingenommen werden, wenn es einem mal nicht so passt. (Kein Zwang das immer zu können, aber Übung macht den Meister).
    Denn schlussendlich kann ich niemanden anderen verändern ich kann nur mich selbst verändern.

    Ich glaube, dass mit einer solchen Haltung (die trainiert werden will) sich die anfängliche Verliebtheit in beständige Liebe transferieren lässt die über Jahre hält und nicht nach 2-3 Jahren vorbei ist.

    Ich wünsche mir eine Frau, die auch nach dem heiraten weiterhin meine Freundin ist, dies wird aber nur der Fall sein, wenn ich selbst ein Freund bin und beginnen muss es bei mir. Forderungen sind doch kontraproduktiv.

    • Walter sagt:

      Dann kombinieren wir doch das ganze einfach. Sex während dem Gespräch. Sie quasselt, er poppt. Klappt bei fast allen Praktiken ;)

      • Auguste sagt:

        hmm…, liesse sich daraus ableiten, dass “dirty talking” wahrscheinlich eine weibliche erfindung ist?

      • Kate Bush sagt:

        Kommunikation auf allen Kanälen, gleichzeitig, weibliches Multitasking.

      • kitty sagt:

        Voll doof die komentare zu diesem Post. Also ich find Gianin May’s Beitrag toll! Wir machens so!

  11. Luise sagt:

    Es gibt fast keine Gründe, es nicht zu tun! Warum macht man sich so viele Gedanken darüber? “Just do it”…

  12. lust&freude sagt:

    Ok ich gebe es zu! SEX! War und ist auch eine Art Bestätigung.

    Ja es bestätigt mir das sie mich liebt, es bestätigt mir das ich es kann wenn sie nicht mehr weiss wo Oben und Unten ist, es bestätigt mir in meinem Inneren, also fühle ich mich wohl. Wenn ich mich wohl fühle wegen meiner Frau. lliebe ich sie mehr.

    Also wohlen wir doch nur die Bestätigung für unser Handeln, oder für unser Macho da sein?!???

  13. Chiarra Furrer sagt:

    Also ich möchte hier nicht die Spielverderberin spielen. Aber je mehr man das ganze Ding intellektuell zerpflückt, desto schwieriger wird es.

    Es hört sich durchgenudelt an, aber diese viel gepriesene “Leichtigkeit des Seins” ist schwierig und trotzdem der Kern zu einer befriedigenden Situation.

    Mit Sachverstand ist da nicht viel zu holen.

    • Cara Mia sagt:

      Eben gerade das ist ja hier das Thema. Einfach machen, Kopf abschalten. L’ appétit vient en mangeant.

      • StefanB sagt:

        Stimmt, der Verstand ist beim Sex nur hinderlich. Drum ist ja gut, dass wir Männer für den Sex viel Blut woanders brauchen als im Kopf :-)

  14. Tobe or not Tobe sagt:

    BEMERKUNG AM RANDE: die 3 berüchtigsten BUCHSTABEN UND ES SPRUDELT NUR NOCH SO AUS EUCH RAUS HIER ???!!! :-) Zeigt doch wie gerne wir darüber reden….

  15. Chiarra Furrer sagt:

    Die Seifenblasen werden mit Zuckerwatte ummantelt und alles ist schön und hell heute. Sattelt die Pferde und öffnet die Gatter. Jipeeiaijeeeh.

  16. Igor Neuffer sagt:

    Unglaublich gebildet, unglaublich belesen, unglaublich smart. Aber erkennen, wenn es einem gut geht, das ist zu schwierig.

  17. Moi sagt:

    Wiso ist eigentlich immer Sex = GV? Die Sexualität ist doch vielschichtiger. Es muss doch nicht immer gleich GV sein, es ist doch auch schön, sich sonst körperlich näher zu kommen. Das kann eine innige Umarmung sein, küssen oder den Körper des Partners mit den Händen erkunden. In dieser Form sollte Sexualität fast jeden Tag Platz haben, ohne dass es immer zum GV kommen muss.

    • Auguste sagt:

      hmm…, interessanter blickwinkel eines….fussballfans?

    • Auguste sagt:

      hmm…, die jungs pflegen tore in etwa so zu feiern, wie sie es beschreiben. und sie scheinen auch ihre auffassung zu teilen, dass es danach nicht immer gleich zu gv kommen muss – auch wenn sich einige dabei immer wieder mal theatralisch das trikot vom körper reissen.

      • Moi sagt:

        Es ist ja wohl definitiv etwas anderes wenn Fussballer sich in die Arme fallen oder Fans nach einem Tor.
        Wenn für Sie die Umarmung eines guten Kollegen das Gleiche ist wie die Umarmung eines Parners tun Sie mir leid.
        Sie können sonst das Umarmen, Küssen etc auch gerne Petting nennen, falls Ihnen das mehr sagt.

  18. macho sagt:

    abreiten ist angesagt!

    haha :D

  19. Cybot sagt:

    Ist doch alles Propaganda. Den Mann, der jeden Tag kann, möcht ich erst mal sehen. Jeden Tag Sex das schafft doch nicht mal ein 18-Jähriger. Lieber etwas weniger oft, dafür dann besser. Und länger.

    • Igor Neuffer sagt:

      da kenne ich aber anderes. schliessen sie nicht von sich auf andere.

    • Also ein 18-Jähriger kann das, zweifellos. Und nicht nur einmal. Abreiten ist da gar kein Problem. Später hingegen, vor allem ab 50 aufwärts- so hört Mann- kann es dann schon Kadenzprobleme geben. Doch wen interessiert das schon. Hauptsache, alle kennen die weibliche Sexualität in und auswendig- und können die besten Tricks auch noch im Schlaf aufsagen. Alles andere ist offenbar Nebensache- zumindest aus Perspektive der Medien.

      Scherz beiseite: Also mir hätte eine Frau nicht einmal als 18-Jähriger ein solches Geschenk machen müssen- da wär’ ich auf und davon.

      Zur Nächsten. ;-)

      • Kate Bush sagt:

        Tricks? Darum geht es doch nicht, es ist sicher von Vorteil, wenn mann die Anatomie kennt, aber Tricks braucht es keine, nur eine Liebe zum Tun und Einfühlungsvermögen. Mein erster Mann war vierzehn Jahre älter als ich, damals siebzehn, der hat mir alles beigebracht.

    • Markus Schmidli sagt:

      @cybot

      Also die Nachbarin über mir, als sie einen neuen Freund hatte, musste ich sie dringend bitten, das Bett anderswo aufzustellen. Die Antwort war, das Bett sei drum kaputt und sowieso, das sei nicht sie, sondern der Mössiöö, der das mache.

      Also, ich gehe früh ins Bett und werde 11 Uhr abends geweckt: Rumbedibum, Rumpedibum, Rumpedibumm und von ihr: Hüühh, üühh, ühh,..

      Dann schlafe ich wieder ein und zwei Uhr morgens geht es wieder los: Rumbedibum, Rumpedibum, Rumpedibumm und von ihr: Hüühh, üühh, ühh,…

      Ich drehe mich zur Seite, schlafe den Schlaf des Gerechten und stehe um Fünf Uhr auf für meine Blogschreiberei. Kaum bin ich auf, geht es schon wieder los: Rumbedibum, Rumpedibum, Rumpedibumm und von ihr: Hüühh, üühh, ühh,…

      Bevor ich am Vormittag losziehe lege ich mich noch einmal ein Stündchen hin, man nimmt schliesslich den Schlaf, wenn man ihn bekommt und 8 Uhr, pünktlich wie das Guggerzytli: Rumbedibum, Rumpedibum, Rumpedibumm und von ihr: Hüühh, üühh, ühh,…

      Feierabend, ich möchte ein bisschen Deutsche Kitschsoap sehen, 8 Uhr abends: Rumbedibum, Rumpedibum, Rumpedibumm und von ihr: Hüühh, üühh, ühh,…

      Und ich erzähle jetzt keinen Seich, das ging so Tag um Tag um Tag, Monat um Monat um Monat, fünfmal jedesmal, ausser die beiden waren in den Ferien. Der Bursche war nicht ganz 30.

    • Bob sagt:

      Doch, das schaffen alle Jugendlichen! Auf die Dauer geht 2-3 Mal/Tag. Auch 5x pro Tag geht, doch dann braucht es Pause! Ab dem zweiten Mal pro Tag geht es auch länger.

      Hinweis: Ich bin kein Pornostar, sondern ein Akademiker.

      Da du nicht zu meinem Zielgeschlecht gehörst, möchte ich mich dir nicht zeigen! ;)

    • Bob sagt:

      @Kate Bush: Er war 17 und du 3? So liest sich dein Satz! Brrr! :D

      Aufgrund meiner Körpergrösse wäre eine 17-Jährige für mich wie eine 12-Jährige. Unter 21 geht da nichts, ausser sehr gross gewachsen.

      • Kate Bush sagt:

        *Als ich, damals 17,…. * damals 17 ist ein Einschub und bezieht sich auf mich, völlig klar, wenn man lesen kann.

      • Bob sagt:

        @Kate Bush:

        1) Sie hätten Klammern verwenden sollen, und keinen Einschub.
        2) Low-Level-Humor darf ja auch sein. :)

  20. xorxe sagt:

    Es amüsiert mich, all den verknacksten Schrott zu lesen! Es scheint, dass alle Schweizer und vor allem die Schweizerinnen in Klosterschulen aufgewachsen sind. Ich werde dieses Jahr 60. Und ich esse 2 Mal am Tag, ich gehe 2 Mal am Tag auf die Toilette, ich putze 2 Mal am Tag die Zähne, warum also soll ich nicht auch 2 Mal am Tag Sex haben?? Das mache ich seit Jahrzehnten so, nicht immer mit der gleichen Frau, aber das spielt doch keine Rolle. Grundsätzlich mache ich ohnehin, was mir Spass macht, und damit fahre ich eigentlich gar nicht schlecht. Also Leute, denkt nicht zuviel, sondern tut was (euch Spass macht!). Leider leben immer noch zu viele Leute nach Wilhelm Buschs Motto: Was man besonders gerne tut, ist selten ganz besondedrs gut. Ich denke (und handle!) genau umgekehrt. Ich denke auch nicht übers Essen nach, ich esse!

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