Und nun zu etwas ganz anderem. Ich muss schliesslich auch mal entspannen. Und deshalb reden wir heute über etwas Einfaches: Sex. Morgen und übermorgen auch. Von nun an jeden Tag, ein ganzes Jahr lang. Das ist Ihnen zu viel? Keine Angst, war bloss ein Scherz – wir sind schliesslich nicht verheiratet. Beschränken wir das Sexthema vorerst auf heute. Dafür wollen wir über täglichen Sex sprechen. Im Elternschlafzimmer. Mit dem langjährigen Partner. Sie sind dabei? Dann los.

Womöglich sollten wir uns ein Vorbild an ihnen nehmen: Charla und Brad Muller.
Zunächst die Sachlage: Sex ist in den meisten Beziehungen, zumindest zu Anfang, eines der Haupttriebwerke. Im Taumel der frühen Elternjahre gibt es dann oft stotternd und spuckend den Geist auf. Und wird es erst mal in die Garage gestellt. Da setzt es dann Staub an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Frauen müssen ihren Körper nach einer Geburt neu sortieren, die Männer sind verunsichert. Aber ohne Triebwerk geraten die meisten Beziehungen mit der Zeit in Schieflage. Obschon naheliegend, ist es allerdings gar nicht so einfach, das Ding da wieder rauszuholen und in Gang zu kriegen. Denn erstens hat man schliesslich genug anderes zu tun und zweitens ist es den meisten peinlich, über ihre Bedürfnisse zu reden. Oder darüber, dass man momentan eben keine hat.
Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Nämlich nicht darüber zu reden, sondern es einfach zu tun. Jeden Tag. So jedenfalls machte es Annie Brown. Sie offerierte ihrem Mann Douglas zum vierzigsten Geburtstag ein spezielles Geschenk: Täglich Sex, 101 Tage lang. Andere durchqueren zu Fuss die Wüste Gobi. Die Browns verlegten sich auf Ausdauersport im Ehebett. Das Experiment war eindrücklich genug, dass Annie Brown es schliesslich zu einem Buch verarbeitete. Titel:«Just do it».
Ein ähnliches Experiment machten Charla und Brad Muller, die ein Jahr lang täglich Sex hatten – und ebenfalls ein Buch darüber schrieben. Natürlich haben die beiden etwas ganz anderes erlebt, aber das Fazit bleibt dasselbe: Die Beziehung profitierte auf er ganzen Linie von der Sextherapie.
Es mag nicht jedermanns Sache sein, einen Sexvertrag mit seinem Partner abzuschliessen, und der Gedanke, seinen Trieb einem Stundenplan unterzuordnen, ist nicht sonderlich romantisch. Viele Paare gehen davon aus, dass sie sich erst grundsätzlich wieder näher kommen müssten, dann würde sich das Sexualleben schon von selber einstellen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es auch umgekehrt funktioniert. Vielleicht nicht für jedermann. Aber viele Paare würden staunen, wie viel in Bewegung kommen kann, wenn man sich Sex verordnet. So wie man sich Sport verordnet. Um dann plötzlich zu merken, dass man es richtig braucht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie des National Opinion Research Center Chicago. Paare mit regem Sexleben schätzen ihre Partnerschaft als glücklicher ein als ihre sexfaulen Kolleginnen und Kollegen, so sagt der Leiter der Studie, Tom W. Smith. Zwar sei nicht klar, ob glückliche Paare einfach mehr Lust hätten oder ob häufiger Verkehr die Paare glücklicher mache. Wahrscheinlich spielten beide Faktoren eine Rolle.
Was ich persönlich dazu sagen kann: Mehr Sex bedeutet grössere physische Nähe. Das führt automatisch zu einem intimeren emotionalen und geistigen Verhältnis. Und wer das pflegt, ist auch eher daran interessiert, Konflikte und Streitigkeit gütlich aufzulösen und schnell aus der Welt zu schaffen. Ausserdem macht es einfach Spass, wenn das potenteste Triebwerk wieder einwandfrei funktioniert. Oder was meinen Sie? Können Sie sich eine Sextherapie vorstellen?



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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der vergleich mit dem sport ist ein schlagendes argument!
sie haben mich voll überzeugt!
Das glaube ich auch! Sex hilft in einer Beziehung. Vorallem wenn diese schon längere Zeit anhält.
Ich selber hatte immer viel Sex mit meine Partnerinen.2-3 mal die Woche. Jetzt bin ich verheiratet Vater von einem 6 Monaten alten bub. Und Ich gebe es zu kein Sex mehr. Nein nicht seit er Geburt. Seit der Hochzeit. Nicht im Urlaub nicht an freien Tagen. Wie ist sie Schwanger geworden? “Schatz heute funktionierts, komm ins Bett! du darfst es aber nicht in die Länge ziehen!”
Fazit: Ich lege selber Hand an. Schaue mir mehr und mehr Pornos an. Und fühle mich nicht mehr wohl mit meiner Frau im Bett. Sie ist mir Fremd geworden.
Ich konnte mir nie vorstellen wieso jemanden Fremd geht. Heute weiss ich es. Nicht das ich es billige oder das ich es für Entschuldigung annehme aber ich verstehe es.
Ich werde sicher jetzt ,ehr Sport machen. Mein Körper wieder in shape bringen. mal schauen wie sie dann reagiert wenn der kleine Bauch weg ist, ob Sie dann mehr Lust hat?
Sonst kann ich ja noch einen Buch schreiben. Titel “vom Gigolo und möchte gern Travolta verschnitt zum Vater und Ehemann”
Aber das wichtigste habe ich ja gar noch nicht erwähnt: Ich liebe meine Frau und meinen Sohn!
Ja mach Sport, tut eh gut aber selbst wenn Du nachher wie ein Chippendale aussiehst es passiert nichts. Rede aus Erfahrung meinerseits und von anderen.
Ja das glaube ich auch! Abr Chippendale wäre auch scheisse!
Kleiner Tipp, melde dich doch wieder mal für einen 2 Wochen Freiwilligen WK an. Dann kommst Du nach hause und bemerkst auf einmal wieder wie fein deine Frau duftet und wie weich ihre Haut ist!
Oder mal zwei Wochen keine Hand anlegen würde wahrscheinlich auch schon helfen
naja, wenn man gut in Form ist, klappt’s halt mit einer anderen, wenn die eigene immer noch klinisch tot bleibt, was soll’s
Guter und ehrlicher Beitrag…
Kann das sehr gut nachvollziehen, weil es mir ähnlich geht. Okay, vor der Geburt (zwei Kleinkinder) war unser Sex nicht so oft (eher das klassische Mal die Woche…), aber es war okay. Jetzt ist gar nichts mehr, aus den bekannten und genannten Gründen… oder warum auch immer. Das ist für mich oftmals okay. Aber manchmal halt auch nicht. Dann kommt die Flucht in Pornos, was nur ein billiger Sex-Abklatsch ist, oder der Gedanke, wie es wäre, mit einer anderen.
Das ist wirklich schade, weil ich auch gerne noch die nächsten Jahrzehnte mit dieser Frau und diesen Kindern zusammen leben möchte. Aber so einen richtigen Ausweg sehe ich nicht.
Vielleicht sind da 100 Tage Sex gar nicht schlecht. Muss ja nicht immer Penetration sein, sondern einfach die Pflicht, sich körperlich einmal täglich miteinander zu beschäftigen. Vielleicht wird gerade so auch das Repertoire größer, die Achtung vor dem Anderen wieder höher, die Lust mit der Dauer wieder größer.
Hey das tut mir mega leid. Was hält denn Ihre Frau davon? Findet sie diese enthaltsame Ehe denn in Ordnung?
Wenn man kein Hirn zum denken hat, hat man wenigstens ….
Sex ist, wenn er täglich betrieben wird etwa so wie Zähneputzen am Morgen.
Jo eben, gut. Neider.
Liebe ist ein unendlich breiter und tiefer Ozean, Sex bloss eine vergängliche Schaumkrone.
Sex ist die animalischste Form einander Gute Nacht zu sagen.
Wer jede Nacht Sex braucht um einschlafen zu können, gibt zu, dass Sex die beste Schlaftablette ist.
A propos Neid und Sex. Wer andere wegen ihrem Sexleben beneidet, leidet unter chronischem Fantasieschwund. Wer anderen ein erfülltes Sexleben gönnt, entstresst sich selber.
Stress ist mir ein Fremdwort und Fantasie heilig.
Phantasie kann man auch als Single haben, junger Mann!
Und schreiben sie Pabst nie mit einem p. Denn der Stachel der fleischlichen Lust muss immer gegen den Himmel zeigen und das ist bei einem weichen b gegeben.
“Und schreiben sie Pabst nie mit einem p. Denn der Stachel der fleischlichen Lust muss immer gegen den Himmel zeigen und das ist bei einem weichen b gegeben.”
Was ja nur besagt, dass Rolf gerne unten liegt, das aufreckende Gemächt aber dann weich wird. Sie reitet wohl etwas zu ruppig.
Es ist egal ob man single ist oder verheiratet, als Mensch lebt man immer mit sich selbst, alleine. Wir kommen als Single auf die Welt und gehen als Single aus dieser Welt. Dagegen nützen auch die dicksten Verträge nichts. Man teilt schöne Momente mit lieben Menschen, aber man ist, wenn man es genau nimmt auch in diesen Momenten alleine. Wer sich also zu sehr auf Aeusserlichkeiten verlässt kriegt es schnell einmal mit der Angst zu tun. Es kommt folglich überhaupt nicht darauf an ob man single ist oder verheiratet, das Grundprinzip ist ein und dasselbe.Fantasie,lieber Matthias, ist überall und immer zu haben unabhängig von äusseren Umständen. Das ist das schöne an der Fantasie, deshalb ist sie so wichtig.
Rolf Du sprichtst mir aus dem Herzen. Ich würde Dich sofort heiraten…..wenn ichs nicht schon wäre.
Standesamtlich heiRaten, ist ein grosses Raten obs gut kommt oder nicht und oft ein Alleingang in Raten und vor allem ein verRaten der eigenen Freiheit. Deshalb sind für mich Menschen, welche Verträge und Diplome brauchen um zu wissen wer sie sind, Ratlose Orientieurngslose. Entweder leben sie entseelt ihr verordnetes Leben, oder aber sie flattern kopflos und voller Angst von einer Wand gegen die andere.
Deshalb pfeife ich scharf und schrill auf jede Form von Papierverpflichtung.
Der Pabst mag seine Freiheit in Dogmas ersäufen, weshalb sollen wir es ihm freiwillig gleich tun und unsere Seelen in Ketten legen lasssen.
ich bin im Herzen überheugt vergeben, das reicht und diese Ueberzeugung braucht weder den Segen eines Pabstes noch eines Amtes noch eines Therapeuten.
Danke für den philosphischen Ratschlag. Auch ich habe eine blühende Phantasie, jedoch ersetzt das keinesfalls das sinnliche Erlebnis mit einer Partnerin: Duft, Geschmack, Köpergefühl etc.
Tja, wie immer gibt es da einen kleinen Hacken.
Eine Frau kann einem Mann ja so ein Geschenk machen.
Wenn ich meiner Frau diese 101 Tage schenken würde, dann ……
Aber mal schauen vielleicht liest sie auch Ihren Blog und lässt sich inspirieren.
HAHAHA, LOL…. Genau auf den Punkt gebracht, mate!!!
Hatte ebenfalls grad ueberlegt, wie meine Frau wohl so ein “lukratives” Angebot von mir auffassen wuerde… die erholt sich naemlich seit einem Jahr von der Geburt unseres Sohnes… einziger Trost, sie spricht schon von einem zweiten Kind, das laesst hoffen.
Ich denke zu viel darüber reden ist Zeitverschwendung.
Geht doch nix über einen spontanen Versöhungsquicky…… Doch mit Sex können Probleme auch verdrängt werden, anstatt verarbeitet. …
“spricht schon von einem zweiten Kind, das laesst hoffen” Hab ich auch mal gedacht. Aber dass du dir da nur keine falschen Hoffnungen machst: Der Sex wird kurz und zielgerichtet sein. Geh lieber ins Puff, da hast du mehr davon und es ist billiger als ein zweites Kind.
@FLIP: Menschen die Kinder mit Geld aufwiegen sind krank… Und wenn ins puff gehen musst, bist du zu verklemmt deine Fantasie an deine Frau zu bringen. Manchmal benötigen Frauen Atmosphäre, Wohlfühlmomente um sich gehen zu lassen.
Und dann werden auch sie animalisch.
hmm…, und dann geht tierisch die post ab?
Um das klarzustellen, ich gehe nicht ins Puff. Aber ich würde es tun, bevor ich ein Kind zeuge, NUR weil es die Frau sonst keinen Sex haben will. Wenn es um die Scheidung geht, werden Kinder übrigens ganz schnell mit Geld aufgewogen.
Bei Sexentzug geht es nicht um Fantasie und Verführung, sondern um MACHT. Sexentzug soll den Mann gefügig machen! Whickeed Whheezle hat die Hoffnung auf Sex noch nicht aufgegeben, damit ist er in der Falle… (Ok, in der Falle ist er sowieso, wenn erst einmal ein Kind da ist. Darum findet der Sexentzug meistens nach der Geburt statt)
@TonT
Meine Fantasie ist es mal eine 20-jährige, blonde Russin zu poppen. Da wirds schwer mit “an meine Frau” bringen. Sie erfüllt drei Kriterien nicht …
Meine Ex-Freundin hatte of mühe damit, da sie in Kindheit vergewaltigt wurde. Nach 2-3 Monaten Sexentzug, kommt man sich auch als Mann ziemlich unattraktiv für die eigene Frau vor und schätz es Komplimente von andern Frauen zu erhalten. natürlich meiner Me
@FliP: draumatisiert? dann reden sie Klartext .. Habe mir noch fast gedacht diese negativität stammt von einer Scheidung und einer ziemlich prüden Frau.
Leider ist es wirklich so das viele Frauen dem Mann das Gefühl geben, dass nur er unbedingt Sex will. Sie möchten es ja auch!!
Sex ist Macht, daher verfallen auch viele ältere Männer jungen Mädchen,die ihnen zurückgeben was sie suchen, dafür schalten sie den Kopf aus und verwöhnen die Mädchen materiell..
Aber das thema ist unendlich und wir wohl in einer gestörten Beziehung mehr und mehr Thema…
@Tobe: Sie liegen ja so falsch, ich bin weder geschieden noch ist meine Frau prüde.
hallo eigentlich wollte ich ja schon heute morgen etwas dazu sagen, doch du sprichst mir aus dem herzen. wir können halt nicht so schnell wie ihr männer und dann machts nicht so viel spass!
Jedenfalls sieht die Frau Müller wesentlich glücklicher aus als die Frau Badinter.
Also wer fragt im Ernst, welches Leben er vorzieht: Das einer französischen, sauren, verbitterten, von staatlichen Fördergeldern abhängigen in allen praktischen Belangen überflüssigen Berufsemanze oder das einer einfachen, mit sich und der Welt zufriedenen Ehefrau und Hausmutter?
Wenn sich Frau Badinter in einer solchen Pose ablichten würde, dann wären ihre Thesen nicht glaubwürdig. Photos sind Marketing-Instrumente und haben nichts mit dem wirklichen Glück von Menschen zu tun. Oder anders: Wenn Sie sich bewerben müssen, schicken sie dann das Strandbild vom letzen Mallorca-Urlaub mit (das mit dem saumässigen Grinsen drauf), oder doch eher was Seriöses?
Markus Schmidli schrieb: “[...] das von Fördergeldern abhängigen in allen praktischen Belangen überflüssigen Berufsemanze oder das einer einfachen, mit sich und der Welt zufriedenen Ehefrau und Hausmutter?”
Uiii, lässt tiiieeef blicken… Mich schaudert!
@ patrick keller
hmm…, bei markus schneider/schmidli habe ich noch nie tiefschürfendes gelesen und gesehen. mit ihrem blick in die tiefe unterliegen sie vermutlich einer optischen täuschung.
@patrick keller
sie können sich auf ihre augen verlassen, easy – oder wollen sie die welt durch den blick sehen
Sie haben in Ihrer Liste noch den Spelunkenwirt vergessen. Und die geräucherten Würste.
@Patrick Keller
Was jetzt schaudert sie? Die verbitterte und überflüssige Berufsemanze oder die mit sich und der Welt zufriedene Ehefrau und Hausmutter?
Genau darum geht es nämlich in diesem Blogeintrag von Michèle Binswanger.
Folgen Sie dem Link zu Charla Muller und lesen Sie selber:
Ah ja, lieber gesund, reich und schön, als krank, arm und hässlich.
@Auguste
Ist Ihnen immer noch nicht klar, dass hier jeder Markus Schneider oder Markus Schmidli heissen kann? Einige heissen sogar wirklich so. Sogar Sie können hier so heissen. Dass Sie tatsächlich glauben, ein hier vorkommender Name bedeute Identität mit dem beitrag eines anderen Schreibers, der denselben Namen verwendet – das grenzt ans Idiotische. Aber die Wirklichkeit ist Ihnen wohl zu kompliziert.
Wenn sie den Sex ganz strikte verbieten , – dann funktioniert es bestimmt wieder !! — DAS VERBOTENE WAR SCHON SEIT FRÜHESTER KINDHEIT HER INTERESSANTER . Also: AUSPROBIEREN!!
Die erfahrung hatte ich auch schon. Und ja es hat geklappt!
Ich glaube, um auch in einer längeren Beziehung noch Sex zu haben, und zwar nicht nur an Weihnachten, braucht es einen bestimmten Charakterzug: man muss Freude haben an Sex als solchem. Und zwar beide, Mann und Frau. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, kann man auch mit Johnny Depp oder Pamela Anderson zusammen sein und hat bald keinen Sex mehr…
Da hängt auch viel mit der Beziehung zum eigenen Körper zusammen. Viele Frauen sind mit ihrem Körper nicht zufrieden, da zuviel fett, da zu schlapp, was weiss ich, Busen zu gross zu klein zu … . Wie sollen die sich so richtig wohl fühlen beim Sex? Wie Spass haben dran, wenn sie dauernd überlegen, ob der Mann nun gerade den Hintern wohl zu fett findet oder die Brust zu klein? Die Pornoindustrie ist dem Selbstwertgefühl vieler Frauen in dieser Hinsicht auch nicht gerade förderlich.
Schade, dass mit dem Selbstwertgefühl. Aber leider wahr.
Apropos Pornos; Ich spiele auch nicht mehr so gerne Fussball, weil Profifussballer mein Selbstwertgefühl beeinträchtigen…
Eine Ehe ohne Sex, auch wenn sie noch so „perfekt“ erscheint, ist nicht mehr als eine gute Freundschaft (wobei, eine gute, innige Freundschaft ist ja eigentlich erstrebenswert). Aber eine Ehe sollte doch mehr als eine Freundschaft sein.
) Aber eine Art Therapie? Kann man es erzwingen? Wenn ich das meiner Frau vorschlagen würde, wären die Erfolgschancen gegen Null (habe es übrigens vor Jahren schon versucht;-)
Die Nähe und Intimität, die Sex ausmacht (wenn beide sich gehen lassen können und keine Rollen spielen), ist meiner Meinung nach einer der Schlüssel zur guten Ehe.
Hat auch nichts mit der mehr oder weniger ausgeprägten Triebhaftigkeit der Geschlechter zu tun, es ist die Suche nach Nähe und Intimität.
Wenn die Partner keinen Sex (also gemeinsam;-) haben, verfügen sie auch nicht über die nötige Nähe, die eine gute Ehe ausmacht. Wie gesagt, kann ansonsten Perfekt laufen, ist dann aber eher eine Freundschaft, mit Kids ist es eine perfekte Wohngenossenschaft.
Lust&freude pflichte ich bei, auch ohne Sex kann man seine Frau lieben, tue ich ja auch (aber nur, wenn gemeinsame Kinder existieren. Ohne die Kids hätten Beziehungen ohne Nähe und Intimität wohl eher keine Chance. Die gemeinsamen Kinder heben die Frau in den Olymp und übertünchen fast alle eventuellen Makel).
Pragmatische Sichtweise, zugegeben.
Es gibt ja die Anspielung auf das tägliche Zähneputzen…wie würden die Zähne aussehen, wenn man sie nicht regelmässig oft putzen würde?? Wie fühlen sich Menschen mit entsprechend ungepflegten Zähnen? –Eben.
Endloses Thema kann ich nur sagen
Sport und aussereheliche Zärtlichkeiten scheinen ein Ausweg zu sein, so amoralisch es sich für manche Ohren anhören mag (aber es gibt eben auch Frauen, die Männer haben, die „nicht wollen“;-) Zum Glück
Jeden Tag Sahnetorte? Man kann von allem den Verleider bekommen. Wobei das andere Extrem genau so langweilig ist. Beides wäre nichts für mich, das Werben, die Sehnsucht und das Begehren bleibt auf der Strecke, vielleicht wäre living apart together die Lösung?
Sex nach Fahrplan verkommt zur Turnübung und reizt die Haut unnötig. Da gehe ich doch lieber ins Fitness. Sex nach Lust aber belebt die Beziehung und bringt die Partner wieder näher. Eine Pauschallösung für Menschen die nie Lust haben, habe ich aber auch nicht.
Ich kann Frau Binswanger nur beipflichten, der Beitrag hat mir aus dem Herzen gesprochen… Ich hatte durchdiskutierte Nächte mit meinen Freundinnen hinter mir, hintersinnte mich, fragte mich, ob das normal ist, dass Sex halt einfach mal einschläft und sah uns schon in einer Sexualtherapie sitzen… Bis ich einfach über meinen Schatten sprang, mir meine Gedanken verbot (wie soll ich jetzt, was denkt er wohl, soooo Lust hab ich eigentlich doch nicht etc. etc.) und es einfach TAT. Von da an hatten wir wieder ein funktionierendes Sexleben. Zudem war interessant zu erleben, dass meine Orgasmen nach der Geburt der Kinder viel intensiver als vorher waren. Ich habe für mich so eine Lösung gefunden, mit Lustlosigkeit umzugehen – sie anzunehmen, wenn sie mal da ist (darf auch sein), aber ihr langfristig keinen Platz einzuräumen in meinem Kopf. Und dann wird sie mit dem einzig adäquaten Mittel bekämpft – Sex!
@Tommaso
selbstverständlich ist es Vorraussetzung, dass beide Freude an Sex haben – oder auch dass es vielleicht beiden nicht so wichtig ist – gibt es ja auch… Des Weiteren,
dass man eine ähnliche Wellenlänge hat: haben beide Freude am Ausprobieren von Neuem oder steht man eher auf Bewährtes. Finde ich meinen Partner begehrenswert? (nicht nur körperlich) und was noch viel wichtiger ist: finde ich mich begehrenswert?!
Eigentlich furchtbar, was uns die Katholiken in dieser Beziehung alles angetan haben… in wessen Namen eigentlich?
Leistungssport? Nein danke.
Da geben Sie den falschen die Schuld: Richtiger Adressat wären die Puritaner
Eben.
nanana, da empfehle ich doch, dass sie sich mal den guten alten monty python film ‘the meaning of life’ anschauen. da steckt schon ein harter kern wahrheit dahinter.
Es sind durchs Band alle monotheistischen Religionen. Keine ist wirklich körperfreundlich, weder der Islam, noch das Judentum, noch das Christentum.
ja aber mal ehrlich.. wieviel sex ist so der durchschnitt bei einem jungen paar? (junge beziehung)
Den Durchschnitt kenn ich nicht. Aber bei mir war es die ersten Monate jeweils 1x täglich (wenn man sich so oft gesehen hat).
Und wieviele Jahre sind seither vergangen, mira..?
das war bei jedem freund anders… im aktuellen fall sind es 3 jahre…
würde nicht zu viel auf zahlen geben. eine freundin (bald 30) ist seit mehreren jahren in einer super beziehung mit dem besten sex ever (so sagt sie), der aber ziemlich selten stattfindet (ca. alle 2 wochen). ich kenne kein glücklicheres pärchen
hmm…, best ever, selten, glücklicher und sex. gar nicht so einfach daraus einen satz zu machen, der nicht etwas widersprüchlich tönt.
Was mich etwas ratlos macht: Ein Mann im mittleren Alter, der jeden Tag will und kann, ist das glaubwürdig? Hat er noch andere Hobbys?
Dann eben keine mehr.
Natürlich könnte er auch .. Briefmarkensammler. Klingt viel spannender als Sex…
Am sexfeindlichsten (und damit auch beziehungsfeindlich) ist das ewige, nervtötende Diskutieren, ob und ob jetzt und wieso jetzt und weshalb jetzt nicht und und und. Warum nicht einfach gemeinsam geniessen oder dem Liebsten oder der Liebsten Genuss schenken?
Zerreden eines Themas ist von Frauen bekannt; besser sich ans Cola halten “Enjoy!” oder an Nike “Just do it!”
da hast du recht!!!
Es wehre ja so einfach….wenn die frauen nicht so kompliziert wehren…
@ ines
hmm…, ein gutes sexualleben hat weniger damit zu tun, wie kompliziert oder unkompliziert die geschlechter sind. das “geheimnis” ist ganz einfach: man muss den kopf frei- und als mann einen hoch bzw. als frau einen rein bekommen.
dann stehen die chancen, dass es einfach geht, ziemlich gut.
…was zeigt, wie langweilig eingeschränkt des Autors Idee von Erotik ist. Wurmloch auf, Wurm rein und hopp. Ein schweißiges Ausatmen und fertig.
Wie wäre es mit Verführung? Das war doch schon immer das beste Argument, die Männer sollten ein bisschen phantasievoll sein, das wird schon. Ovid hat vor einiger Zeit dazu Wichtiges gesagt.
@ kate
du hast vollkommen recht!
@macho
Ich weiss, Erfahrung und so. Du hast es ja auch erlickt.
und dazu “don’t give up” mit p.gabriel und k.bush in hintergrund klingen lassen..
Tss. Was machst Du wenn jeder Versuch einer Annäherung als solcher erkannt und sofort zerredet (oder gar diskreditiert wird) ????
@Greatsheep
Vertrauen zurückgewinnen, versichern, dass es dir nur ums Kuscheln geht und dich auch daran halten, immer wieder. Warten können, nie gierig sein, einmal wird der Tag kommen, da sie weitergehen möchte, dann bist du bereit und kannst die Früchte deiner Bemühungen ernten. Viele Frauen leiden darunter, dass die Männer ihnen immer zuvorkommen mit dem Begehren, dass jede Berührung eine sexuelle Komponente hat. Halt dich zurück, lass ihr eine Chance, dass sie ihr Begehren zuerst zeigen kann. Ich würde wetten, dass du so den Karren wieder flott bekommst.
“Ovid hat vor einiger Zeit dazu Wichtiges gesagt” stimmt. Er sagt nämlich, dass die Dekonstruktion der Monogamie erst zu guten Langzeit-Partnerschaften führt. Und das vor über 2000 Jahren.
Wie konnte es passieren, dass Menschen, die nicht gerne oft Sex haben, nicht ausgestorben sind? Das Problem hätte sich eigentlich von alleine lösen sollen. Oder wird es sich eben noch.
Nein eben nicht. Offenbar ist die Strategie, den Mann NACH DEM ZWEITEN KIND auf Totalentzug zu setzen eine sehr erfolgreiche.
allso,ich muss sagen,das ich einen mann vom mittleren alter habe….
und wir geniessen das intime leben mit vollem genuss.
2-3 teaglich,und ich kann ihnen versicher das wir seit jahren schon das gluecklichste ehepaar von der welt sind.
ich versteh nicht wie sich die frauen beklagen,am ende sind sie ja meistens schuld..:ich habe kopfschmerzten,heute habe ich keine lust e.t.c.
Das ist das schlimmste,weil, aus eigener erfahrung::,eine frau mit einem aktiven intimen leben einfach viel gluecklicher ist,
mehr lacht,und wenn sie sich im spiegel sieht,magt was sie sieht!!
Genau
Eine Frau, die guten Sex hatte, hat eine ganz andere Ausstrahlung, was wiederum ihr eine ganz spezielle Aufmerksamkeit der Männer garantiert – wir spüren das nämlich, das wurde in verschiedenen Studien bewiesen – was sich wiederum als Kompliment in einem noch mehr gesteigerten Selbstwertgefühl ummünzt und sie noch attraktiver macht und zu noch mehr gutem Sex führt.
Ausser sie ist eine emanzipierte Schweizerin und findet bewundernde Männerblicke demütigend oder belästigend.
Das funktioniert auch, die Blicke und der Sex bleiben eines Tages einfach aus.
ich bin emanzipiert und Schweizerin und mag bewundernde Männerblicke!!!
Ja wir riechen und spühren es. Die Frau strahlt was besonderes aus, eine innere wie äussere Zufriedenheit.
“Ausser sie ist eine emanzipierte Schweizerin und findet bewundernde Männerblicke demütigend oder belästigend.” Leider muss ich dies auch bestätigen. Sie kleiden sich zwar gerne feminin und zeigen Haut, aber finden Blicke belästigen und demütigend. (leichter Hauch von Schizophrenie)…
Auch gucken will gelernt sein. Bewundernde Blicke jederzeit, lüsterne nein, nie.
Huzi: das tönt für mich wie ein Oxymoron und weckt gewisse fachliche Neugier
die weibliche lust in von vielen faktoren gesteuert: wie wohl sie sich in der beziehung fühlt, tagesverfassung, genetische disposition, verhalten des mannes etc. dann haben viele menschen auch einfach noch weitergehende interessen, welche sie verfolgen wollen und der tag hat nur 24 stunden. seien sie doch einfach dankbar, dass bei ihnen alles stimmt und ihr mann und sie die gleichen interessen und vorlieben haben und seien sie nicht so vorschnell mit schuld-zuschiebungen.
Hm… vielleicht schaut Ihr Schweizer Männer mal, wie die Schweizer Frauen auf die Blicke von Männern aus südlichen Gefilden reagieren? Da hört man von Euch ja dann, wir würden auf deren blödes Gesülze reinfliegen… Die meisten Schweizer Männer sind nicht charmant, sondern – hm – ziemlich rustikal, um es mal so zu sagen.
Rustikal ist genau das richtige Wort. Ich liebe rustikale Berghütten, bei Männern reicht das eindeutig nicht.
ziemlich rustikal…wer will den mit einem holzstecken rummachen?
Zum Thema Beziehungen habe ich mal eine gute Aussage gehört: “When you fight, fight naked!”
Sex, no drugs and R&B. Yeah!!! What else?
@ ines u.a.: Bitte doch nicht immer den Frauen die Schuld geben. Bei uns mochte der Mann nicht mehr. Chronisch müde und überfordert. Ja, ich habs eine Weile zerredet, hatte aber Mühe, einen anderen Zugang zu finden und konnte die Gefühle der Abweisung auch nicht ständig überspielen.
Viel geholfen hat Sex nach Fahrplan, aber nicht täglich, sondern 1x die Woche. 1x die Woche 2 Stunden Zeit für Intimität. Ist nicht viel, war aber ein guter Anfang. Manchmal hats geklappt, manchmal nicht, manchmal wurde auch ein intimes Gespräch daraus. Der “Fahrplan” hat uns geholfen, uns vom täglichen “Müssten-wir-jetzt-heute-nicht-damit-wir-wieder-ein-glückliches-Paar-werden-Druck” zu befreien.
Mittlerweile ist der Fahrplan auch nicht mehr nötig, und wir können auch Flauten wegstecken, ohne dass einer verunsichert ist.