Leben


Mamablog-Redaktion am Dienstag den 31. August 2010

Schule-Spezial: «Auch ich wollte für meine Kinder das Beste»

Zum Abschluss der Experten-Woche «Schule-Spezial» beantwortet die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli die Fragen der Mamablog-Leserinnen und -Leser.

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«Am stärksten beeinflusst der familiäre Hintergrund den Schulerfolg»: Regine Aeppli. (Bild: Keystone)

Frau Aeppli, haben Sie nicht übertrieben mit den unzähligen Reformen, die Sie eingeleitet haben? Kinder seien „unschuldige Versuchskaninchen in einem gigantischen Labor namens Schule“, hiess es schon im Mamablog

Regine Aeppli: Die Schule ist für die Kinder da und die Kinder stehen im Zentrum der Schule. Unsere Lehrpersonen machen einen sehr engagierten Unterricht, was ich auf Schulbesuchen immer wieder feststellen kann. Den Vergleich mit Versuchskaninchen im Labor weise ich in aller Form zurück. Die Erneuerung der Volksschule entspricht dem Willen einer Mehrheit der Bevölkerung: Das neue Volksschulgesetz von 2005 wurde von gut 70 Prozent der Stimmberechtigten angenommen. Der Grundgedanke dahinter ist ein einfacher: Die Schule kann nicht stehen bleiben, wenn sich die Gesellschaft verändert. Neue Bedürfnisse kristallisieren sich heraus, etwa durch die vermehrte Berufstätigkeit der Frauen, worauf neue Antworten gefunden werden müssen, beispielsweise mit Blockzeiten und einer guten ausserschulischen Betreuung. Richtig ist, dass Schulen und Lehrpersonen durch den Wandel der letzten Jahre stark gefordert waren.

Haben die Lehrerinnen und Lehrer heute zu wenig Kompetenzen, um Störenfriede unbürokratisch und schnell aus dem Unterricht zu entfernen?

Wegweisungen dürfen nicht locker angeordnet werden, und das machen unsere Lehrpersonen auch nicht. Treten Probleme auf, spricht die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer mit dem Schüler und seinen Eltern.  Es können ja auch Probleme sein, die sich wieder legen, etwa familiäre Spannungen. In ernsten Fällen kann die Schulpflege Kinder und Jugendliche bis zu vier Wochen vom obligatorischen Unterricht wegweisen. Während dieser Zeit sind die Eltern allein für ihr Kind verantwortlich. Handlungsbedarf sehe ich auf der Sekundarstufe: Hier sollte für «schulmüde» Leistungsverweigerer die Möglichkeit eines längeren Time-outs geschaffen werden. Der Jugendliche soll statt zur Schule zu gehen, einen Arbeitseinsatz leisten. Vielleicht erkennt er dann auch den Wert und die Vorteile der Schule wieder. Eine entsprechende Gesetzesvorlage ist in Vorbereitung.

Wie kann die schulische Chancengleichheit verbessert werden? Quartier/Wohnort/Soziale Schicht sind in der Schweiz immer noch entscheidend für den Schulerfolg

Am stärksten beeinflusst der familiäre Hintergrund den Schulerfolg, Quartier oder Wohnort sind weniger entscheidend. Kinder aus bildungsfernen Schichten sind schulisch im Nachteil. Dies konnten wir trotz zusätzlicher Mittel für Schulen mit schwieriger sozialer Zusammensetzung und trotz des hohen Engagements der Lehrpersonen nur leicht verbessern. Schon vor dem Schuleintritt sind grosse Unterschiede feststellbar. Ich verspreche mir deshalb einiges von einer gezielten Förderung vor dem Eintritt in die Schule.

Warum ist die Maturitätsquote in anderen Kantonen höher als in Zürich? Und was wird gegen diese kantonale Form von Chancenungleichheit unternommen?

Die  Leistungen der Zürcher Maturandinnen und Maturanden liegen im Schweizer Durchschnitt. Mit einer Erhöhung der Quote bestände die Gefahr, unter den Durchschnitt zu fallen. Das würde der Forderung der Hochschulen nach einer Aufnahmeprüfung Auftrieb geben. Die Mittelschulen würden dadurch abgewertet. Ich sehe keine Notwendigkeit zur Erhöhung der Maturitätsquote. Im Übrigen wurde unser Bildungssystem mit der Schaffung der Berufsmatura und den Fachhochschulen auf sinnvolle Weise ergänzt. Es gibt nun zwei Wege zum Hochschulstudium – via Gymnasium und via Berufsmatura. Zudem herrscht viel mehr Durchlässigkeit als früher. Niemand ist mehr gestraft, wenn es am Ende der 6. Klasse nicht für den Übertritt ins Gymnasium reicht. Das ist ein Riesenfortschritt!

Allan Guggenbühl erwähnt (im Mamablog) eine Untersuchung des Kantons Zürich, die aufzeigt, dass Jungs, obwohl von der Intelligenz her geeignet, schlechtere Chancen haben ins Gymi zu kommen. Warum wurde diese Studie schubladisiert?

Mir ist es ein Anliegen, dass der gymnasiale Weg auch für Buben attraktiv ist. Es ist aber eine Tatsache, dass viele junge Männer den praxisbezogenen Weg über Berufsmaturität und Fachhochschule bevorzugen. Im Übrigen: Wir schubladisieren keine Studien. Wenn Herr Guggenbühl solche Vorwürfe erhebt, soll er konkret werden und uns sagen, welche Erkenntnisse wir unterschlagen. Ich teile seine Meinung, dass an der Schule – wie er schreibt –  auch «bübisches Verhalten» möglich sein soll wie «witzeln, provozieren oder prahlen». Nur weiss ich, dass Mädchen auch witzig sind und gerne bluffen. Ich bin aber froh, wenn Herr Guggenbühl mehr männliche Lehrpersonen für den Lehrberuf motiviert.

Warum wird der IQ Test bei der Gymiprüfung wieder abgeschafft?

Der Test für die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten (AKF-Test) wurde an den Zürcher Gymnasien nur versuchsweise eingeführt, d.h. er zählte nie für die Aufnahmeprüfung. Er wurde erprobt, um Jugendlichen aus bildungsfernen Familien einen besseren Zugang ans Gymnasium zu ermöglichen. Es hat sich gezeigt, dass er keine zusätzlichen Erkenntnisse lieferte. Der Aufwand für diesen Test bei Tausenden von Schülerinnen und Schülern lohnt sich deshalb nicht.

Gemäss Largo beträgt der Entwicklungsverzug der Jungs im Alter von 12 Jahren im Schnitt 1,5 Jahre. Warum wird dann nicht ermöglicht, dass Jungs später in die Oberstufe selektioniert werden?

Die unterschiedliche Entwicklung von Mädchen und Knaben, die Professor Largo erwähnt, betrifft nicht alle Faktoren, welche für den Schulerfolg massgebend sind. So erreichen beispielsweise Knaben gleich gute Ergebnisse in Mathematik wie die Mädchen. Man sollte die Frage, wann ein Kind für eine bestimmte Schulstufe reif ist, nicht nach dem Geschlecht beurteilen, sondern aufgrund des individuellen Entwicklungsstandes. Die Gymiprüfung kann man am Ende der Primarschule machen. Wer dann noch nicht parat dafür ist, hat am Ende der 2. oder 3. Sek nochmals die Möglichkeit dazu. Ich bin sehr für individuelle Schullaufbahnentscheide: Ich bin darum auch für altersdurchmischtes Lernen, wie es immer mehr Schulen praktizieren. Dies ist übrigens auch die grosse Stärke der Grundstufe, welche die beiden Kindergartenjahre und die 1. Klasse umfasst.

Ist die Koedukation an ihre Grenzen gestossen? Müsste man vielleicht den geschlechtergetrennten Unterricht wieder ins Auge fassen? Zumindest in einigen Fächern?

Die Koedukation hat sich insgesamt bewährt. Hingegen kann es sinnvoll sein, für einzelne Unterrichtsinhalte oder einzelne Sequenzen eine Klasse nach Geschlechtern aufzuteilen. Das ist in der Freiheit der Lehrpersonen.

Oberstufenlehrer kritisieren die mangelnden Resultate des Frühenglisch. Gibt es Erhebungen, was die Einführung von Fremdsprachen in der Primarschule gebracht hat? Und was dabei verloren ging, etwa an Deutschkompetenz?

Im Rahmen des Schulversuchs 21, in dem Englisch ab der 1. Klasse erprobt wurde, fanden Evaluationen statt. Sie zeigten, dass frühes Erlernen einer Fremdsprache nicht auf Kosten der Deutschkompetenz geht. Jede Auseinandersetzung mit Sprache – Muttersprache oder Fremdsprache – fördert das Sprachbewusstsein. Zudem bekomme ich immer wieder Rückmeldungen, die mir zeigen, dass viele Kinder mit grossem Einsatz Englisch lernen. Plötzlich verstehen sie einzelne Sätze in einem Song von Lady Gaga oder sie können in London selbstständig nach dem Weg zum Big Ben fragen.

Wie kann die Schule als Arbeitgeber für Männer wieder attraktiver werden? Welche konkreten Massnahmen wurden in der Bildungsdirektorenkonferenz bereits diskutiert?

Ich möchte attraktive Arbeitsbedingungen für männliche und weibliche Lehrkräfte. Darum hat der Regierungsrat kürzlich eine Lohnrevision beschlossen, mit welcher die Einstiegslöhne um 10′000 Franken pro Jahr angehoben und der Lohnanstieg bei guten Leistungen gesichert wird. Ausserdem sind wir derzeit daran, mit allen Akteuren im Schulfeld zu eruieren, was sich verändern muss, um den Beruf wieder attraktiver zu machen. Interessant ist übrigens, dass sich für die geplante Ausbildung für Quereinsteiger viele Männer gemeldet haben, mehr als für den  ordentlichen Ausbildungsgang.

Wie realistisch ist eine Lehrer-Quote von 50 Prozent an Primarschulen?

Wir können niemanden zwingen, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Aber es wäre schön, wenn sich wieder mehr Männer für diesen Beruf entscheiden würden. Kinder brauchen weibliche und männliche Vorbilder.

Was halten Sie von der freien Schulwahl?  Sie haben ja eines Ihrer Kinder in eine Privatschule geschickt.

Ich bin nicht gegen Privatschulen, aber ich bin dagegen, dass der Staat sie finanzieren muss. Das ginge zwangsläufig zulasten der Volksschule, denn das Geld vermehrt sich bekanntlich nicht. Die Volksschule ist heute  noch der einzige Ort, wo Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität, ihrer Konfession und ihrer sozialen Schicht zusammenkommen. Die integrative Kraft der Volksschule ist etwas Einmaliges und Wertvolles, das nicht aufgegeben werden darf. Meine beiden Kinder besuchten die öffentlichen Schulen vom Kindergarten bis zum Schulende. Mein Sohn war während zwei Jahren in der Sek an einer Privatschule.

Gibt es die Volksschule in hundert Jahren noch?

Das hoffe ich und dafür setze ich mich ein. Allerdings kann eine Institution, die auf das Verbindende setzt, vor lauter Einzelwünschen auch zusammenbrechen. Die Volksschule kann nicht jedes gesellschaftliche Problem lösen, sie kann nicht für jedes Kind immer das absolut massgeschneiderte pädagogische Angebot machen, das schnurstracks ins Gymnasium führt. Natürlich sind viele Erwartungen auch berechtigt. Auch ich wollte und will für meine Kinder das Beste. Aber bitte vergessen wir den Blick auf das Ganze nicht. Es wird die Volksschule in hundert Jahren nur dann noch geben, wenn wir ihr Sorge tragen.

mamablog-AeppliRegine Aeppli, SP, ist seit 2003 Regierungsrätin und Bildungsdirektorin des Kantons Zürich. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

129 Kommentare zu „Schule-Spezial: «Auch ich wollte für meine Kinder das Beste»“

  1. Argonaut sagt:

    Also Frau Äppli. Da bin ich aber doch sehr entäuscht, über das. was Sie hier von sich geben. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Die europäischen Bildungseinrichtungen liegen am Boden, das Niveau der Schulabgänger (Jungen und Mädchen) ist in den letzten 20 Jahren nachweislich massiv gesunken (bestätigt Ihnen auch jeder erfahrene Hochschulprofessor), in den von Pisa gebeutelten Ländern (alle ausser den Skandinavischen, die ein ganz anderes Schulsystem haben), sucht man verzweifelt nach neuen Wegen, und Ihnen fällt nichts besseres ein, als die bestehenden Verhältnisse zu belobhudeln. Traurig.
    Wo bleiben denn der pädagogische Ansatz und die Antworten auf die heutigen Lebensverhältnisse? Die altgriechische Jungsschule kann es doch nicht sein, oder!?

    • Tobe or not Tobe sagt:

      Realitätsfremd und in ihrem eigenen Dasein gefangen…. Wir brauchen Wahrheiten und keine Heuchlereien….

  2. Eni sagt:

    @ Nicole Althaus

    Huch, habe ich mich zu kritisch geäussert, dass meine Posts gelöscht werden?

    Wenn man als Lehrer sich nicht offen äussern kann, aus Angst vor Repressalien, verweigern Sie denen anonym zu äussern, weil es dann keine Experten wären. Wo bitte sehen Sie denn in Frau Aeppli eine Expertin? Darin dass sie sich getraut ihren Namen nennen zu lassen im Mamablog? Kann ich nicht ernst nehmen! Eine ganze Woche Spezialthema Schule und kein einziger Lehrer. DAS sind die Personen an der Front! DAS wären Experten, aber Sie schmücken sich lieber mit einer Politikerin die nichts zu sagen hat.

  3. Peters sagt:

    Ja, stimmt Frau Aeppli, die Jungs sind in Mathe (knapp) so weit wie die Mädels im Alter der Gymiprüfung. Aber nur dort. In den anderen Bereichen aber leider oft einiges mehr als die 1.5 Jahre des Durchschnitts. Immer gemäss Langzeitstudie Largo.
    Da von Chancengleichheit zu sprechen ist wohl etwas schizophren. Nach der 2. Sek kann es Junge nochmals versuchen, nur schlägt er sich dann neben Deutsch auch noch mit Französisch rum, machts eher noch schwieriger.
    Bitte etwas realitätsnaher wenns geht.

    Muss den anderen Bloggern recht geben, Frau Aeppli macht sichs hier schon etwas gar einfach. Aber wenn sie pointiert ihre Meinung sagen würde, wage ich nicht mal an den Aufschrei zu denken.

    Was mich aber schon stört: Schickt eine SP Frau ein Kind (Grund unbekannt) in eine Privatschule, herrscht hier ein Aufschrei. Machen das Bürgerliche Politiker stört sich niemand daran. Ich denke in diesem Falle hängen wir wohl die Falsche…

    • Immerhin ist Regina Aeppli die Bildungsdirektorin vom Kanton Zürich- und kein bürgerlicher Politiker, der irgendein anderes Amt inne hat! Insofern hängen wir also schon die Richtige!

      Wobei ich nicht unbedingt von Hängen sprechen möchte. Ans Licht zerren vieleicht eher.

    • zeitungsleser sagt:

      schon interessant, dass das thema irrelevant sein soll. – wenn man zu früh “siebt” verliert man ohnehin und geschlechtsunabhängig zu viele gute leute.

  4. Erwin Ogg sagt:

    Regierungsrätin Aeppli ist gegen die freie Schulwahl. Das von ihr angestimmte hohe Lied von der Begegnung aller gesellschaftlichen Schichten in der Volksschule tönt hohl. Gerade die Zwangseinweisung der Schüler nach Wohnort sorgt für eine Segregation nach sozialen Schichten: Oberschichtkinder in Villenquartieren und Immigranten- und Unterschichtkinder in Industriequartieren. Die Selektion der Kinder in der Oberstufe fördert zudem kräftig die Entmischung von Schulklassen entlang ethnischer Grenzen. Integrative Gesamtschulmodelle werden hingegen nicht öffentlich finanziert. Die freie Schulwahl verbessert zwar nicht unbedingt die Durchmischung der Schulen, aber ganz wesentlich die Chancengleichheit. Damit kann auch ein Arbeiter, ebenso wie Frau Aeppli, sein Kind an eine private Sekundarschule schicken.

  5. Pumuckl sagt:

    Mein lieber Schwan ….. Frau Aeppli, da haben Sie ja wieder mal einen tollen Mist verzapft. Sie antworten auf Fragen die nicht gestellt werden, nur um mit Ihren rhetorischen, nichts sagenden Floskeln umherschwadronieren zu können. So vermerken Sie ziemlich zu Anfang des Textes: “… Der Grundgedanke dahinter ist ein einfacher: Die Schule kann nicht stehen bleiben, wenn sich die Gesellschaft verändert. Neue Bedürfnisse kristallisieren sich heraus, etwa durch die vermehrte Berufstätigkeit der Frauen, worauf neue Antworten gefunden werden müssen, beispielsweise mit Blockzeiten und einer guten ausserschulischen Betreuung. Richtig ist, dass Schulen und Lehrpersonen durch den Wandel der letzten Jahre stark gefordert waren…”
    Was für ein hirnverbrannter Quatsch. Die Schule hatte schon seit Jahrzehnten den (ungeschriebenen) Auftrag, einen gesellschaftlichen Gegenpol einzunehmen. Das hat sie auch genau so lange machen können bis die Wirtschaft und Politik entdeckt hat, dass die Schule a: Geld kostet, b: unbequem ist c: sich hervorragend für Profilierungsversuche von politischen Blindgängern handelt und d: es doch möglich sein müsste, auch aus der Bildung noch Profit schlagen zu können.
    Die Schule der 60er Jahre hat schon bessere Lösungsvorschläge auf “Ihre” aktuellen Probleme angeboten, als dies das gesamte VSG … …. …. jemals schaffen werden. Nicht die Lehrer leben hinter dem Mond liebe Frau Aeppli. Nein. Nicht die Lehrer. Aber das werden Sie – schliesslich möchten Sie ja mal wieder gewählt werden – wohl nie begreifen. Genausowenig wie Ihre Vorgänger und vermutlich auch Ihre Nachfolger.

    Und nein Cara Mia … ich bin immer noch nicht frustriert. Also behaupten Sie es auch nicht wieder

    • Cara Mia sagt:

      Tu ich doch gar nicht, verwechseln Sie da was? Die Lehrer sind sicher nicht weltfremd, die haben ja tagtäglich die Leute, die in Zukunft das Sagen und das Jammern haben werden, vor sich sitzen…

  6. Brunhild Steiner sagt:

    @Pumuckl: ich bin aber frustriert, über die laufenden Entfernungsaktionen auf diesem Kanal…

  7. Katharina sagt:

    Cara Mia sagt 31. August 2010 um 10:00:

    Körpersprache vermittelt weit mehr als die verbale Kommunikation. Das weiß Cara Mia als Recruiterin eben. Das Bild sagt mehr als die Nichtantworten von Frau Regierungsrätin.

    Ich lese die Geste allerdings anders:

    Wenn Sie den Blick der Augen betrachten, so sieht das eher wie ein Beschwören aus. Die Hände sind entweder über einer Kristallkugel oder einem Topf mit einer Suppe aus geheimen Kräutern.

    Ich meine das NICHT als Witz, sondern so erscheint die Ikonographie.

    Was bedeutet es?

    Kristallkugel: Sie sieht keine Lösung, hat keine Lösung, tut aber so als ob sie das Wunderpulver hat.

    Ihr Argument: But I got the crystal ball!
    (Aber ich habe die Kristallkugel, eine Referenz zu Frank Zappa’s Album Apostrophe)

    Der Topf mit der geheimen Kräutersuppe:

    Mit den Händen wird der im Topf sich entwickelnde Rauch heraufgewedelt. die Rauchschwaden sollen verhindern, dass vom Betrachter klar gesehen/erkannt wird. Liest man nun die Beiträge zu diesem Artikel, so ist klar, dass die LeserInnen schon erkannt haben.

    Beachten Sie auch den Blickwinkel, in dem die Photographie gemacht wurde. Von einem Standpunkt leicht unterhalb der Regierungsrätin. Die Interviewerin spricht also mit der Regierungsrätin von einem untergebenen Standpunkt aus. Das gibt Frau Regierungsrätin eine einschüchternde Position.
    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, so heißt es. Die Gestalter des Artikels wissen das und haben das Bild bewusst entsprechend ausgewählt, damit wird eine Meinung transportiert. Insgesamt ist der Artikel in dieser entlarvenden Mitteilung ein Meisterstück.

    Cara Mia sagt, die Handgestik sei abwehrend. Das kann sich aus dem ersten Abschnitt so ergeben: „Den Vergleich mit Versuchskaninchen im Labor weise ich in aller Form zurück.“
    Ich sehe es aber eher so, dass die Einwilligung, an der Expertenwoche mitzumachen, von Frau Regierungsrätin im Nachhinein so gesehen wird, dass sie die Geister, die sie rief, nicht mehr los wird. Die LeserInnen hier sind also wie die sich unendlich vermehrenden Besen im Zauberlehrling. Durch die oben beschriebene Gestik versucht sie nun, ihre Magie walten zu lassen. Was nicht funktioniert, wenn man den Verlauf des Threads betrachtet.

    Die Frage: Wer spielte die Rolle des Spindoktors?

  8. Brunhild Steiner sagt:

    im Moment hats mir hier drin Rauch zur Genüge, seit 17.19h in der Schlaufe bloss weil ich…,
    ja was eigentlich war ich?
    Und unkommentiert weggenommen ebenfalls, es raucht gewaltig…

    • Katharina sagt:

      Das heißt also, dass die verzauberten Besen am Löschpult sitzen und fleißig kehren…wusste gar nicht, dass meine Analogie mit dem Zauberlehrling so genau trifft. Da wurden ja auch weiter und weiter Besen verzaubert um die anderen Besen einzudämmen.
      Etwas unrühmlich als Abschied von N.
      Hinterlässt einen schalen Nachgeschmack wie bei billigem Prosecco.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ja, der Nachgeschmack ist wirklich-, noch schwierig zu beschreiben, aber ich hätte das doch nicht für möglich gehalten dass nun einfach ganze Abschnitte entfernt werden. Ich denke nicht dass es Frau Aeppli vom Stuhl schletzen würde wenn sie auch das mittlerweilen Entfernte vors Auge bekommen hätte. Tja, mal schauen was die Besen noch so alles unternehmen werden…

  9. Brunhild Steiner sagt:

    Wo sind die Beiträge, die bis kurz vor Nachmittag noch hier waren?
    Also ich habs nun kapiert, das grosse zet Wort ist eingefahren, es werden mehrere Beiträge in weiss verwandelt, ohne jegliche Information warum und wozu, danke sehr!
    Dass Junglehrer angefragt worden sind, diese aber aus Angst abgelehnt haben, das wurde entfernt.
    Etwa drei oder vier nahmen darauf Bezug.
    Der Satz, dass dies wohl niemanden wundert, ausser vermutlich eine Person, und sich jene hoffentlich diese Beiträge sehr genau zu Gemüte führt, das wurde auch entfernt.
    Ist aber auch wirklich ganz unverschämt, von der Fragebeantworterin zu verlangen, dass sie sich mal fundierte Äusserungen aus der Praxis genauer ansehen sollte. Diese ganze Woche waren hier absolut exzellente Statements zu lesen, wer darauf hinweist dass da mehr am Fleisch am Knochen war als beim heutigen Beitrag, der entschwindet… .

    Ganz absurd wird das Ganze wenn man bedenkt, wieviele Aussagen in anderen Abteilen
    bedenkenlos stehengelassen werden.
    Ich wünsche Ihnen, Frau A. (ich schreib den Namen nicht aus um nicht in die Schlaufe zu kommen) von Herzen alles Gute beim nächsten Einsatzort. Und der Veranstaltung hier eigentlich ein gutes Weiterleben.
    Doch dieses Tippexlen zum Abschied, das wär nicht nötig gewesen und trübt das Bild, schade.

    So, das hätte um 17.19h kommen sollen, vielleicht ist ihm jetzt Erfolg beschieden.

  10. Brunhild Steiner sagt:

    Ist ja toll wie erfinderisch man werden muss um die Unwörter in beambares Material zu verwandeln…

  11. Vanja sagt:

    So viel Gehässigkeit…..immer snd die anderen schuld. Mal ist es Frau Aeppli und dann ist es plötzlich Frau Althaus und am Schluss sogar die Nachbarin. Und was ist mit Ihnen?
    Wie erziehen Sie Ihr Kind?Ich nehme an Perfekt. Ich nehme an Sie alle stellen Ihre Bedürfnisse weit hinten an und beschäftigen sich ganz intensiv um Ihre Kinder. Sie dskutieren intensiv täglich am Frühstücks-Mittags-und Abendtisch mit Ihren Kindern…es fördert die Sprachentwicklung ihrer Kinder ungemein. Sie lesen in ihrer Freizeit auch Bücher und sitzen nicht ständig vor dem Fernseher.Fördert das Lesen bei Kindern ungemein. Sie verzichten lieber auf Ihren Techno-Party Anlass oder die Vernissage in der Galerie der Bekannten. Nein, Sie gehen am Wochenende mit den lieben kleinen in die Berge und machen das übernachten in einer ACS Hütte zum Event. Wenn wir jeweils unterwgs sind mit unseren 3 Buben(und das nicht nur in den Bergen), dann fragen wir uns schon des Oefteren wo denn die anderen Familien so sein könnten…….
    Und so ist es auch in Schulischer Angelegenheit…sie fördern sanft,stehen zur Seite und motivieren, motiveren und motivieren.(Bitte missverstehen Sie mich nicht….ich meine nicht damit, dass Sie die Hausaufgaben für Ihr Kind erledigen und alle Probleme wegräumen)!!!!
    Nicht Frau Aeppli oder der Lehrer ist verantwortlich für die Leistung ihrer Kinder, sondern ganz alleine Sie!
    Die Schule ist das Instrument welches uns zur Verfügung steht und was daraus gemacht wird liegt in Ihrer Hand. So einfach ist das. Das Instrument, das im Moment zur Verfügung steht ist gar nicht das Schlechteste und perfekt kann es gar nie werden…oder? Aber ich bin für unsere Buben mehr als happy, dass der Druck des Gymi von uns allen gefallen ist und die heutige Schule viele neue Wege eröffnet um auch Spätzündern ein Studium mt der Berufsmatur zu ermöglichen. Abgesehen davon, wieviel Studierte verträgt ein Land?
    Auch erbitte ich mir etwas mehr Respekt für Menschen, die agieren und nicht immer nur diskuteren. Jeder von ihnen kann nochheute zur öffentlichen Person werden…viel Spass!!!
    Auch wenn ich nicht immer Ihrer Meinung bin….danke Frau Aeppli, danke Frau Althaus, dass Sie die Kraft immer noch besitzen und an etwas glauben und versuchen dieses umzusetzen!
    P.S.
    Albert Einstein hat schon gesagt: Es gibt keine vernünftigere Erziehung, als Vorbild zu sein, wenn es nicht anders geht, ein Abschreckendes.

  12. René sagt:

    Schade: Probleme und Lösungen nur selektiv und auf höchstem Niveau angeschnitten. Hier dringt zuviel Politikerin und zuwenig Expertin durch.

  13. Sippi sagt:

    “Die Leistungen der Zürcher Maturandinnen und Maturanden liegen im Schweizer Durchschnitt.”
    Was, die mit so viel Aufwand selektionierte “allerbeste” Schüler von Kanton Zürich liegen nur im Schweizer Durchschnitt?!?

    Also, entweder hat es bei uns weniger intelligente Kinder als anderswo, oder die Selektion ist die Falsche.
    Frau Aeppli glaubt eher an der ersten Hypothese:
    ” Mit einer Erhöhung der Quote bestände die Gefahr, unter den Durchschnitt zu fallen.”

    Ich weiss nicht genau, was hinter dieser Selektionswut sich versteckt. Aber ich finde solche Behauptungen so respektlos gegenüber den zürcher Kinder, die den Test nicht bestehen, obwohl sie nicht weniger gut an einem Gymi wären, als die “Selektionierte”. Wie die Kinder in den anderen Kantonen. Oder im Ausland.

    Also, wozu dient die zürcherische Selektion? Nicht, um besonders gute Leistungen hervorzubringen, wir liegen ja im Durchschnitt.
    Wozu?

    • markus meyer sagt:

      Oder besteht nicht das Grundproblem darin, dass im Kanton Zürich die Grundfähigkeiten, Lesen, Rechnen, Schreiben, und dazu braucht es Diktate, Grammatikübungen, Algebra (oder wie sollte man sonst die Aufgaben ins Gymnasium lösen können?), etc. Darin liegt wohl der Grund, warum im Kanton Zürich der Durchschnitt nicht höher ist. Denn Leistungsorientierung ist der Primarschule fremd, jedenfalls bis zu den Prüfungen ins Gymnasium. Hinter dieser Politik steht in erster Linie die Linke, die sog. Zürichberg-Cüpli-Sozialisten und deren zugewandte Orte.

  14. marcel sagt:

    Die Art und Weise, wie viele Politiker (oder deren für PR verantwortliche Mitarbeiter) auf einfache Fragen mit unverständlichen Satzkonstrukten antworten, und dabei eine eigentliche Antwort zu geben tunlichst vermeiden, führt nur dazu, dass je länger je mehr Leute gewählt werden, die sich konkret äussern. Auch wenn sie nur Dummheiten von sich geben wie “gewalttätige Ausländer raus!” . Diese Art von klaren Aussagen werden nämlich vom zunehmend frustrierten einfachen Volk verstanden.

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