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Schule-Spezial: Künste für alle Klassen

Mamablog-Redaktion am Mittwoch den 25. August 2010

Der vierte Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» stammt aus der Feder von André Grieder. Der Leiter des Sektors schule&kultur der Bildungsdirektion des Kantons Zürich findet, dass die heutigen Lehrerinnen und Lehrer in einem schwierigen Umfeld immer wieder Herausragendes leisten – darunter auch die Vermittlung von Kultur.

MAMABLOG-ROMAN-SIGNER

Wie sagte schon wieder Cocteau? «Die Poesie ist unentbehrlich, doch ich weiss nicht genau wofür…» (Im Bild: Video-Still aus Roman Signers Arbeit «Projektionen»)

Der weltweit gefragte Künstler Roman Signer zeigt im Zürcher Helmhaus seine Videos und Primarschülerinnen und Primarschüler kommen. Sie staunen über die vergänglichen Skulpturen des schalkhaften Appenzellers. Ein Schüler findet, das sei doch keine Kunst. Kunst sei, was bei ihm zu Hause an der Wand hänge: schön gemalte Gemälde.

Wer ist bloss auf die Idee gekommen, Neunjährige in Signers Ausstellung zu bringen? Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich.

Kinder sollen nicht nur Stöckli rechnen, Selbstlaute von Mitlauten unterscheiden und die Schweizer Alpenpässe auswendig lernen. Sie sollen an der ganzen Welt teilnehmen und die Welt erschliesst sich ihnen herausfordernd, wenn sie Künsten begegnen. Vor allem, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Denn bildend ist vor allem der Kontakt mit Werken jenseits des Alltäglichen und Vorhersehbaren.

Der Deutsche Bundestag zog 2007 nach vier Jahren gründlichen Forschens in einem 512-seitigen Bericht das Fazit, dass die Künste angesichts ihrer positiven Wirkung in der Bildung viel stärker vertreten sein müssten. Die Unesco Schweiz hat im Juni 2010 ein Manifest veröffentlicht «für einen quantitativen und qualitativen Sprung in der kulturellen und künstlerischen Bildung im Schweizer Bildungssystems». In Zürich gibt es den Sektor schule&kultur der Bildungsdirektion. Er stellt für Kindergärten bis Berufsschulen ein vielfältiges Kulturangebot zusammen, das europaweit einzigartig ist und dem Unesco-Manifest vorauseilt.

Die Klassen müssen nicht ins Helmhaus zu Signers Videos, aber sie können. Sie können auch in die Tonhalle, ins Schauspiel- oder ins Opernhaus. Sie können mit dem Musiker Doppel-U Schillers Gedichte rappen, in der City Graffitis nachspüren oder Künstlerinnen in ihren Ateliers besuchen. Klar, Begegnungen mit den Künsten sind kein Allerheilmittel, schon gar nicht für Pisa-relevante Bildungsmängel. Oder mit Jean Cocteau gesprochen: «Die Poesie ist unentbehrlich, doch ich weiss nicht genau wofür…» Die Künste dürfen denn auch nicht im Unterricht verschwinden und instrumentalisiert werden für das Erreichen von Lernzielen. Sie sollen  ein Ferment des Unerwarteten und Rätselhaften bleiben, dürfen für die Schülerinnen und Schüler eine andere, mitunter unbequeme Erfahrung sein. Zum Beispiel in Form einer Zeitskulptur Roman Signers. Künste dürfen aber auch Spass machen wie das Filmmusical «The Commitments», der Barde Linard Bardill, Mozarts «Zauberflöte» und andere Angebote der Bildungsdirektion.

Das Bild der Schule ist in den Medien gegenwärtig negativ: Chancenungleichheit, Pisa, Mobbing. Doch das Schulfeld funktioniert. Viele Lehrerinnen und Lehrer leisten in einer sich ständig wandelnden, multikulturellen Gesellschaft Herausragendes. Und dass die Bildungsdirektion des Kantons Zürich den Schulen seit Jahren Künste vermittelt und damit dem Bildungsgesetz genügt, darf auch einmal positiv vermerkt werden. Was hiermit geschehen ist.

MAMABLOG-ANDRE-GRIEDERAndré Grieder leitet den Sektor schule&kultur der Bildungsdirektion des Kantons Zürich (www.schuleundkultur.zh.ch)

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.

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56 Kommentare zu „Schule-Spezial: Künste für alle Klassen“

  1. Michael Wirtschlecht sagt:

    Herr Grieder schreibt über Kunst,
    die niemand kennt,
    die niemand kennenlernen will
    und die keiner der Schüler in einem Jahr noch erinnern wird.

    Was macht aus Roman Signer zum Künstler?

    Exakt, die Werke von Roman Signer werden von Kunstkommissionen angekauft, von Kunstkritikern hochgejubelt, vom Kunstfeulleton im Tagesanzeiger abgebildet. Ist Roman Signer deswegen erinnernswert, besuchenswert, des staatlichen Unterrichtes an der Volksschule wert?

    Herr Grieder bleibt die Erklärung schuldig,
    warum Schüler Graffitis sprayen sollen,
    warum sie Schiller rappen sollen,
    warum sie solches in der Schule lernen sollen.

    Sie können, aber sie müssen nicht. Das ist Grieders einzige Rechtfertigung.
    Dazu ist keine Schule nötig. Können aber nicht müssen, das kann jeder.

    Herr Grieder lebt damit die ganze elitäre, süffisante Selbstgerechtigkeit der classe politique vor.
    Er verhöhnt damit alle zusammen, die im Schulsystem Verantwortung tragen:

    Schüler werden per Gesetz verpflichtet, ihre kostbare Zeit der Schule zu widmen.
    Man könnte meinen, den Schülern käme nichts anderes und für sie besseres in den Sinn,
    ausser dem Lehrer hinterherzuwackeln, um Dinge zu tun, die sie können dürfen aber nicht müssen.

    Gutmeinende Eltern schicken ihre Kinder abends rechtzeitig ins Bett, damit sie ausgeschlafen in die Schule gehen,
    bereiten am Morgen früh ein währschaftes z’Morge zu und machen ein z’Nüni parat, damit die Kinder gut konzentriert aufpassen,
    kümmern sich um die Schulnoten, gehen an langweilige Elterngespräche und hören gut zu.

    Steuerzahler lassen sich in mamablog und in der Presse bearbeiten und denken ernsthaft darüber nach,
    ob man der Volksschule noch mehr Geld zur Verfügung stellen sollte.

    Und dann kommt ein Herr Grieder daher und verhöhnt Schüler, Eltern, Steuerzahler damit, dass die Lehrer in der Schule machen können, was immer ihnen passt, damit die Schüler lernen was sie alles können aber nicht müssen.

    Die Volksschule gründet auf der Schulpflicht, auf dem was die Schüler müssen. Ausser dem Müssen gibt es keine Rechtfertigung für Volksschule.
    Herr Grieders Äusserungen wären ein politischer Skandal, wenn denn wir nicht solches schon längstens schulterzuckend uns von dekadenten Alt-68ern gewohnt wären.
    Herrn Grieder einen Lohn von Staates wegen zu zahlen ist ein politischer Skandal.
    Wenn wir Geld für die Volksschule und für deren Verwaltung ausgeben, dann soll unser Geld den Schülern dienen für das was sie im Leben können müssen.

    • Adi sagt:

      “Die Volksschule gründet auf der Schulpflicht, auf dem was die Schüler müssen. Ausser dem Müssen gibt es keine Rechtfertigung für Volksschule.”

      Das stimmt so einfach nicht. Die Rechtfertigung der Volksschule ist sicher nicht, die Schüler zum Müssen zu nötigen, sondern den Bildungsgrad der Bevölkerung (Alphabetisierungrate etc.) auf einem hohen Niveau zu haben. Weiter aus jungen Menschen mündige, kritische Bürger zu machen.

      Hierbei hat Kunst sicher irgendwo ihren Platz. Wieviele Stunden und wieviel Geld das im Leben eines Schülers ausmachen darf, ist wieder eine andere Diskussion. Ich teile ihre Skepsis gegenüber einer elitären und selbstgerechten Kunstbranche – finde aber, sie gehen mit Herr Grieder zu hart ins Gericht.

      • Michael Wirtschlecht sagt:

        @Adi

        Sie wissen genau, was ich meine:
        Ohne gesetzlich verankerte allgemeine Schulpflicht gäbe es keine Volksschule.
        Die Kinder gehen zur Schule weil sie müssen und nicht weil sie wollen.

        Wenn wir von Kindern, Eltern, Steuerzahlern verlangen, dass sie bei dieser obligatorischen Schule mitmachen, dann muss diese Schule sich damit rechtfertigen, dass sie notwendiges tut mit den Kindern.

        Sodann haben Sie etwas absolut grundlegendes verpasst: Zum “Müssen” braucht kein Mensch irgendjemanden zu nötigen. Schon wenn Sie nächstes mal Hunger haben werden Sie essen müssen.

        Es gibt vieles, was wir um jeden Preis müssen im Leben, an dem wir nicht vorbeikommen.
        Kinder gehen in die Schule, um für dieses Erwachsenenleben tauglich zu werden. Damit und nur damit kann man die allgemeine Schulpflicht rechtfertigen.

        Herr Grieder schlägt ein heiteres Pläuschlitum, wo man alles und jedes können darf und nichts notwendig ist. Dafür ist Schule nicht nötig.

        Zu den absoluten Notwendigkeiten im Erwachsenenleben gehört die Fähigkeit, eigenständig zu denken. Sie nennen das, “kritisch und mündig”. Da gebe ich Ihnen recht. Aber ein Herr Grieder macht sich lustig über einen Schüler, der nicht einsehen will, dass dieser Chabis “Kunst” sein soll und dass er seine Zeit damit verplempern muss.

        Dass die Volksschule der geeignete Ort wäre, um die Erziehung zu eigenständigem Denken zu erwirken, das habe ich bisher nicht feststellen können.

        In der Sprache der Bildungsbürokraten und der Lehrerorganisationen und der Sozialmafia ist Erziehung zum “mündigen, kritischen Bürger” ein Euphemismus für “linksextreme politische Indoktrination” oder für “politische Aufhetzung” oder für “den neuesten Agitprop nachäffen”.

      • Melanie Meier sagt:

        @ Michael

        Um Kinder zu mündigen und kritischen Erwachsenen zu erziehen, brauchen sie ein Grundwissen, Werkzeuge mit dem sie Mündigkeit erreichen können. Darunter verstehe ich die Fähigkeit, lesen zu können, schreiben, Rechnen und eine gewisse Allgemeinbildung für das Verständnis. Was man mit diesen Werkzeugen anfängt, ist schlussendlich jedem selber überlassen.

        Die Volksschule bringt den Kindern diese Werkzeuge bei. Gewisse Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene können diese Werkzeuge vielleicht nicht so gut anwenden. Aber jeder Mensch ist verschieden.

        Das Beibringen von Lesen, Schreiben und Rechnen wird immernoch am besten in der Volksschule unterrichtet. Oder wollen Sie dies auf die Eltern übertragen, die hetue schon öfters nur mit den Hausaufgaben der Kinder überfordert sind?

        Und glauben Sie mir, Kinder gehen anfangs gerne zur Schule. Ob das Wollen bestehen bleibt, liegt an sehr vielen verschiedenen Faktoren. Aber ich bin dankbar, dass ich zur Schule gehen durfte – und würde dies auch heute noch freiwillig tun.

      • Adi sagt:

        @Michael

        “In der Sprache der Bildungsbürokraten und der Lehrerorganisationen und der Sozialmafia ist Erziehung zum “mündigen, kritischen Bürger” ein Euphemismus für “linksextreme politische Indoktrination” oder für “politische Aufhetzung” oder für “den neuesten Agitprop nachäffen”.”

        Soso… da ist die wieder, die Leier von den linken Schulen, den linken Medien etc. Ich wusste gar nicht, dass die Linke eine solche Mehrheit hat, um über das Schulsystem alleine eintscheiden zu können. Und sowieso, die Schweiz ist eines der Länder auf der Welt, das weiter vom Kommunismus kaum entfernt sein könnte (Bankenplatz, Steuerprivilegien für Reiche etc.)

        Und damit wir uns recht verstehen, ich bin alles andere als ein linker Genosse – und ich bin froh dass hierzulande nicht der Kommunismus herrscht (daher bitte keine Argumente à la “Moskau einfach”).

        Aber unter kritischem Denken verstehe ich vor allem das Hinterfragen – und das Hinterfragen geht in beide Richtungen. Seien es nun linke Ideologien (Individualverkehrfeindlichkeit, ausufernde Sozialwerke oder Multikultiklassen) oder seien es kapitalistische Dogmen (Kapital bringt mehr Einkommen als Arbeitskraft, Kapital wird weniger besteuert als Arbeitskraft) die hinterfragt werden müssen.

      • Michael Wirtschlecht sagt:

        @Melanie Meier

        Ja, so habe ich es gemeint. Lesen, Schreiben, Rechnen, Grundkenntnisse in Naturwissenschaften, einfaches handwerkliches Können und Hauswirtschaften, das meine ich muss jedes Kind können. Sonst wird es als Erwachsener verloren in dieser Welt sein.

        Ich bin zudem einig mit Ihnen, dass exakt diese Grundkenntnisse notwendig sind, damit Erwachsene eigenständig urteilen und selbstbestimmt ihr Leben führen. Mündig und kritisch kann ein Erwachsener nur werden, wenn er über diese Grundfertigkeiten verfügt. ABER: Mündig und kritisch sein, kann man einem Kind nicht beibringen.

        Diese genannten Grundfähigkeiten soll die Schule vermitteln. Mit dieser unabdingbaren Notwendigkeit kann man obligatorische Schule rechtfertigen.

        Vielleicht habe ich es nicht so gut ausgedrückt wie Sie, aber Ihr Einwurf ist jedenfalls kein Widerspruch zu meinem Anliegen.

        Was ich zusätzlich sagen will ist das: Die Volksschule wird von elitären Blödel-68ern für die finanzielle Bereicherung ihrer Kumpels in Bürokratie und “Kunstschaffen” missbraucht.
        Leute wie Grieder verhöhnen mit solchen Kaspereien die Beteiligten, die grosse Opfer bringen, um das absolut notwendige immer von neuem in Gang zu halten: Eltern, Kinder, Steuerzahler, Lehrer.

    • lukipistole sagt:

      Ist es nicht so, dass KInder besser, schneller und lieber lernen, wenn sie nicht müssen sondern “können”, “dürfen” und nicht immer “müssen”?
      Wenn ich Herrn Grieders Äusserungen lese, bin ich doch sehr zuversichtlich, was unsere Volksschule angeht.
      Roman Signer ist ein grossartiger Künstler und es gehört zu einer guten Allgemeinbildung, dass unsere Kinder sich diesen Namen merken, ob sie nun mit Kunst etwas anfangen können oder nicht und Punkt. Mir persönlich ist auch schleierhaft, dass man als Erwachsener nicht weiss, wer z.B Albert Anker war…… (Ich gehöre übrigens nicht zu der von ihnen beschimpften Alt-68ern, dafür bin ich zu jung)

      • lukipistole sagt:

        Herr Wirtschlecht, da wird mir schlecht….”linksextrem”? Nun, wäre ihnen das andere Extrem denn lieber? Sollen unsere Kinder etwa zu opportunistischen “Quoten-Blödis” erzogen werden? “Neuesten Agitprop”? Da sind sie leider nicht informiert, Signer gibt es schon ziemlich lange…Das kann ich nicht glauben, lieber Herr Wirtschlecht. Vielleicht besuchen sie mal bei Gelegenheit eine solche Ausstellung mit ihren Kinder und sie werden sehen: diese “Chabis-Kunst” wird die Kleinen beschäftigen und sie darin bestärken, ganz “eigenständig” darüber zu urteilen (das können Kinder auch, nicht nur Erwachsene!) Gönnen sie sich auch mal ein “Pläuschli”!

    • Hobbes sagt:

      Danke hätte es nicht besser treffen können!

    • StefanB sagt:

      Herr Wirtschlecht,

      Ich gehe davon aus, dass Sie es lieber hätten, wenn Kinder, statt sich mit “linker Pseudokultur” zu beschäftigen, die guten alten Meister wie Goethe, Rilke oder Schiller lesen. Nun, dann sollten Sie sich selbst einer ebenso gepflegten Sprache befleissigen und Ihre dummen Amerikanismen zu Hause lassen – sonst kann ich Sie nämlich schlicht nicht ernst nehmen.

      Zur Sache: Auch Ihnen dürfte bekannt sein, dass der Mensch seit der Altsteinzeit sich um Kultur bemühte, wie etliche Zeugen wie Höhlenmalereien, Schnitzereien aus Tierknochen etc. belegen. Also heisst das, dass die Beschäftigung mit Kultur zu den elementaren Bedürfnissen des modernen Menschen zählt, und also es ebenso Aufgabe der Schule, wenn sie denn keine Arbeitsdrohnen züchten, sondern ihre Schützlinge auf das Leben vorbereiten soll, sein muss, die Kinder an die Kunst heranzuführen.

      Im Übrigen nehme ich zur Kenntnis, dass für Sie Eltern und Lehrer offensichtlich Schmarotzer sind, die den Steuerzahlern das Geld aus der Tasche ziehen. Ist eigenartig, ich dachte bisher, auch Eltern und Lehrer müssten Steuern zahlen.

    • Matthias sagt:

      Achso, also ist Schiller, notabene der Dichter der unseren Nationalheld erfunden hat, kein Bestandteil der Algemeinbildung?

      Sie wissen aber schon das selbst die EU Hymne aus Schillers Feder stammt. Warum sollten die Kinder sich nicht mit ihm beschäftigen?

      Ziehen sie doch in irgendeinen Slum auf dieser Welt dann müssen sie sich keine Sorgen machen. Da müssen sie keine Steuern für Bildung zahlen und ihre Kinder müssen nicht zur Schule. Vermutlich würden sie sich dann wünschen ein bisschen Steuern zu zahlen um wieder im Wohlstand leben zu dürfen.

    • Widerspenstige sagt:

      Ach wie schön, wenn alle Kinder wieder schön brav im Frontunterricht wie Anno Dazumal im blitzblank vom Schulabwart geputzten Schulzimmer sitzen dh alle Tische schön in der Reihe plaziert damit alle Kinderchen nur den Blick des Lehrkörpers vor Augen haben und die riesige Wandtafel. Dann wird artig aufgestreckt wenn eine Frage gestellt wird und ansonsten hängen…ähm sitzen alle mucksmäuschenstill in ihren Stühlen – gesponsert von der Novartis oder Maschinenindustrie – und trinken in der Pause subventionierte Kuhmilch von Emmi. Selbstverständlich finden keine Ringkämpfe auf dem Pausenplatz statt, weil die kleinen Racker ja zuerst ihre Milch holen und an Ort trinken müssen und das reichlich vom Mami im Morgenrock eingepackte Znünibrötli vernaschen dürfen. Dann sind sie so zufrieden, dass sie bis zum Mittag ruhig und voller Tatendrang ein paar Rechnungen hinkriegen, die dann im Schönschreibheft je nach Gutdünken des Lehrkörpers mit einem Sünneli oder Stärnli auf- oder abgewertet werden. Ja, der Dreisatz hat’s in sich und muss schön ordentlich aufgeschrieben werden, bis der Hinterletzte im ruhigen Schulzimmer ihn ohne Hilfe hinkriegt. So werden mutige und lebensfrohe Kinderchen für eine chaotisch anmutende Arbeitswelt vorbereitet und wehe, wenn der kleine Macker die Umstellung von Schule zur Arbeitswelt doch irgendwie nicht richtig checkt. Dann kommt der kleine Macker halt aus einer Ausländerfamilie mit Balkanbackground oder er hat in der Schule nicht richtig aufgepasst. Aber halt, da war ja gar ncihts anders los, als aufpassen angesagt…hmmm. Irgendwann ist irgendwas schief gelaufen während dieser Schulzeit…aber niemand weiss, wo der Pumuckl sein Unwesen während solchen Schulstunden getrieben hat. Waren wohl die Eltern Schuld oder die Gesellschaft oder die da draussen ausserhalb des Schulareals. Glasglockendenkern geht irgendwann die Luft aus. Ja, mir wird schlecht!

    • Winnie-the pooh sagt:

      Jürg, warum lesen sich Deine Beträge immer wie ein politisches pamphlet?

  2. Maximilian Morgenstern sagt:

    Um Gottes Willen, welch ein selbstgerechter und banaler Artikel.
    Diese Form von “Kunst” kann man doch nicht Schülern, geschweige denn Primarschülern, aussetzen!
    Hat Zürich wirklich nichts zu bieten?

  3. ich sagt:

    es gibt verschiedene arten, kinder beim lernen zu motivieren und zu fördern (z.b. mit sport/turnen, wo sie sich zwischendurch austoben können). ich sehe es nicht ein, warum das motivieren und fördern mit kunst gemacht werden soll (so denn es wirklich etwas bringt), wenn die kinder daran keinen gefallen finden. mich dünkt das eher eine selbstrechtfertigung der “kunst”-branche, gleichwie die billag-gebühren, die ja auch nicht mehr dafür da sind um unabhängige berichterstattung zu ermöglichen sondern grösstenteils für die umsetzung von ideen kunstschaffender. lasst doch schule schule sein, und schafft lieber den lehrern eine umgebung, in der sie ihre ziele endlich wieder erreichen können. wenn dies wieder möglich ist, kann man über zusätzliche “amusements” diskutieren, und nicht über hundert zusätzliche, eventuell wirksame möglichkeiten, wie unter umständen weiteres wie kunst vermittelt werden kann – besonders wenn die kinder es nicht verstehen. die schule soll für die kinder sein und nicht für die ausführung von wünschen gewisser erwachsenen.

  4. Pippi Langstrumpf sagt:

    Was sich heute alles so Kunst nennt….. Ich denke nicht, dass Kinder viel anfangen können mit der sogenannten Contemporary Art, zu banal ist vieles davon. Was nicht heisst, dass Kinder Kunst nicht lieben, im Gegenteil, wenn ich da an unsere Besuche in den Uffizien denke, die Begeisterung, welche die Originalzeichnungen von Leonardo da Vinci bei meinem damals 9 jährigen Sohn auslösten. Ich musste sie nie überreden, in Museen mit zu kommen oder antike Ausgrabungen zu besuchen, sie liebten es.

    • lukipistole sagt:

      Kinder können nicht viel mit Contemporary Art anfangen?…… da haben sie aber echt etwas verpasst! Die Ausstellung im Helmhaus von Roman Signer war ein Renner! Begeisterte, staunende Kinder und Erwachsene vor jedem ausgestellten Werk.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kann sein. Die Kinder, die ich an der Art Basel sah, standen grösstenteils gelangweilt herum, ich konnte sie verstehen. Ich war einmal da, ein zweites Mal wird es nicht geben.

      • zeitungsleser sagt:

        wenn pipi und m.a.x. einer meinung sind, kann etwas nicht stimmen. da möchte ich natürlich instinktiv auf der anderen seite sein.

        ich find es aber auch so gut, wenn kindern auch moderne kunst vermittelt wird. nachdenken schadet sicher nicht, warum nicht über kunst? die aussage des im artikel zitierten jungen, das sei keine kunst zeigt ja gerade, wie anregend so ein ausflug sein kann – auch für jene, denen es nicht “gefällt” . wenn der junge protestiert, hat er schon mal begriffen: seinem eigenen kopf kann man trauen und seine meinung darf man sagen (auf das risiko hin, dass man allenfalls widerlegt wird oder dass nicht alle damit einig sind, allerdings…). – selbstverständlich ist es dann die frage, wie kunst vermittelt wird. aber ich habe eigentlich ein solides vertrauen, dass unsere lehrer dazu in geeignetem mass im stand sind.

  5. Pippi Langstrumpf sagt:

    Heute ist der xaM-Troll als Michael Wirtschlecht unterwegs…..

    • Adi sagt:

      …er mag vielleicht ein Troll sein – jedenfalls belebt er mit seinen konträren Posts die Diskussion (solange es nicht in persönlichen Beleidigungen auf tiefstem Niveau ausartet ist das schon ok).

    • Nemo sagt:

      Ja wenigsten passt der Name zu seinen Beiträgen :-)

    • Michael Wirtschlecht sagt:

      @Pippi

      He ja, wenn die Argumente ausgehen, dann bleibt nur noch der Schlag unter die Gürtellinie und wenn das nichts nützt, dann kann man ja noch zur R. rennen und die Sperrung erwirken.

      Und ja, als Bub war ich fasziniert an einer Ausstellung, wo Skizzen vom alten Leonardo ausgestellt waren und wo jemand seine Maschinen als Modelle nachgebaut hatte.

    • Hobbes sagt:

      Sie haben echt ein Problem mit Meinungen die nicht der Ihrigen entsprechen.
      Das macht mich traurig und pflichtbetroffen.
      Öffnen sie Ihren Geist und lassen sie es zu, dass es liberale Trolle gibt, die eine andere Meinung haben als linke mainstream Hexen.
      Ist es nicht die Vielfalt die Spass macht.

      • markus sagt:

        sehe ich auch so ! Die lügen von p haben die meisten satt

      • Eindeutig, diese altmodisch vermotteten Geschlechteransichten sind wirklich langsam nur noch eines: laaaangweilig. Patriarchrrrrr, chrrrr, chrrrr…

        Alte Zöpfe, weg mit denen.

      • Katharina sagt:

        [snipp] [smash] [autch]…

        funktionierte nicht. Alte Zöpfe abschneiden macht also noch kein Matriarchat, hoechstens eine hoehere Stimme.

    • StefanB sagt:

      Naja, wer allzu sehr über die Alt-68er herzieht, setzt sich IMHO dem Verdacht aus, ein neu-88er zu sein.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        68 war ich im Kindergarten, aber wie sind die 88er?

      • StefanB sagt:

        Pippi, für die neu-88er sind die Teetrinker in den USA oder unser allseits beliebter Ex-BR CB noch Linke.

      • Winnie-the pooh sagt:

        Stefan gehören den die 88er zu 18ern, wenn ja ist der Vergleich ein wenig unter der Gürtellinie!

  6. Pippi Langstrumpf sagt:

    Nein Hobbes, ich habe kein Problem mit andern Meinungen, wenn sie sachlich vorgetragen werden. Aber der, den sie hier in Schutz nehmen, will keine sachliche Auseinandersetzung, er sucht ständig den Konflikt und wirft mit Dreck um sich. Meistens gehe ich gar nicht darauf ein, weil es mittlerweile einfach zu blöd ist. Er legt sich mit allen Frauen an, die er als “Emanzen” verdächtigt, dazu reicht ihm schon, wenn die Betreffende eine akademische Ausbildung hat oder ihr Kind auch mal ausser Haus betreuen lässt. Der Linke Mainstream ist im Übrigen nicht meins, sollten sie gemerkt haben. Genausowenig wie ich hier je Beiträge gelöscht hätte oder irgendeinen Einfluss darauf hätte, ob so etwas gemacht wird. Ich bin eine unabhängige Bloggerin, die ihre Meinungsfreiheit nützt……

  7. StefanB sagt:

    Einmal abgesehen davon, dass diese “gehypten” Künstler oder internationale Kunststars wie Hearst etc. vor allem die Kunst des Verkaufens beherrschen, während es durchaus unbekanntere Kunstschaffende gibt, die IMHO die besseren Werke schaffen, so denke ich , dass die Betrachtung von Kunst nur der erste Schritt sein sollte.

    Der nächste Schritt wäre es nun, die Kinder anzuhalten, frei und ohne zu müssen, selbst kreativ tätig zu sein, ob sie nun singen, malen oder was auch immer. Denn nur dadurch, dass man sich selbst an Kunst versucht, kann eine tiefes Begreifen von Kunst entstehen.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, so ist das doch auch gedacht. Selber kreativ werden und das muss nicht heissen, selber ein Kunstwerk zu schaffen sondern vernetztes und reflektierendes Denken fördern, misstrauisch werden gegenüber aufdoktrinierten Schönrednern. Hier steckt des Pudels Kern indem Kinder zB das avantgardistische Kunstwerk eines Roman Signers – ein äusserst vielbeachteter Künstler der Contemporary Art übrigens – unbedarft hinterfragen lernen und auch kritisieren dürfen. Ganz klar, denn moderne Kunst ist ja mehrheitlich ein Spiegelbild der momentanen gesellschaftlichen Befindlichkeiten und provoziert natürlich wo immer möglich, damit es hinterfragt und auch medial diskutierbar wird. So werden Probleme der jeweiligen Zeitepochen bildlich dargestellt und alle können ihre eigenen Interpretationen da hinein projezieren. Den einen gefällt es und finden es lustig – wie die bezaubernden Brunnenspiele eines Jean Tinguely oder die überdimensionalen kunterbunten Nanas seiner Lebenspartnerin Niki de Saint Phalle. Den anderen gefallen eher naturalistische Darstellungen eines Hodlers oder Ankers und wieder andere sind fasziniert von den unglaublich detailtreuen wie grausamen Darstellungen von Kriegsschauplätzen des Mittelalters eines Pieter Bruegels d.Ä. Wer bereits früh mit solchen Meisterwerken der bildlichen Kunst konfrontiert wird und sie als wertvolle Zeitdokumente ohne Internet und ohne Fotoapparate betrachtet, sieht das Ganze etwas ganzheutlicher. Denn ohne diese Maler von Anno Dazumal hätten wir nicht diese Erkenntnisse aus jener Zeit bis heute hinüberretten können genau so wie Schriftsteller und Autoren ihre gesellschaftlichen Eindrücke auf Papier bringen. Das dürfen die Kinder schon früh erfahren und den ‘Schönen Künsten’ mehr Wertschätzung entgegen bringen. Also das kognitive Denken soll gefördert werden und dafür braucht es solche unkonventionellen Kunstwerkbetrachtungen.

    • Nemo sagt:

      Solange dies nicht benotet wird ist es ja OK und kann durchaus auch positiv sein

    • Katharina sagt:

      “Denn nur dadurch, dass man sich selbst an Kunst versucht, kann eine tiefes Begreifen von Kunst entstehen.”

      Das ist der intelligenteste Satz, den ich heute hier gelesen habe.

      Es ist zum Beispiel kein Zufall, dass Menschen, die ein Musikinstrument lernen, oft in anderen Gebieten wie Mathematik stark sind. Oder Sprache.

      Was Kunst ist, wurde über Jahrhunderte gefragt. Kann es beantwortet werden?

      “Die Werke …werden von Kunstkommissionen angekauft, von Kunstkritikern hochgejubelt, im Kunstfeuilleton abgebildet” sagt genau, dass die (öffentliche) Wahrnehmung darüber, was Kunst sei über die Medien transportiert wird.

      Kunst durch Tun selber erfahren hingegen fördert ein Begreifen so wie im ersten Zitat formuliert.

      Es fördert die kognitiven Fähigkeiten, was wiederum zwei Dingen förderlich ist:
      Intelligenz im Sinne der Fähigkeit, sich selber und/oder ein Interessenobjekt distanziert betrachten zu können.
      Dann ist es der geliebten sozialen Kompetenz förderlich, da ohne Erkenntnisfähigkeit die eigene Position innerhalb eines sozialen Kontextes nicht wahrgenommen werden kann.

      Somit ist die Erfahrung von Kunst innerhalb der Schule als Katalysator essentiell wichtig.
      Es fördert auch den Dialog, da die Schüler feststellen werden wie unterschiedlich die persönliche Wahrnehmung von Kunst ist. Dieser Dialog vermittelt Erkenntnisse über die Persönlichkeit der Mitschüler.

      • zysi sagt:

        da bietet sich doch noch die verbindung mit bewegungsaffinen schulgehenden (schüler und schülerinnen) an, wenn die soziale interaktion gepflegt werden soll: kunstturnen

        dann ist doch allen gedient.

      • Katharina sagt:

        @Zysi: Als ich meinen Beitrag schrieb, dachte ich auch an Sport und Handwerksunterricht. Von Sport verstehe ich so gut wie nichts (ich hasste den Teil der Schule), kann mir aber vorstellen, dass die Koordination von Beobachtung und Motorik für die kognitiven Aspekte wichtig ist. Ganz abgesehen vom Vermitteln von Durchhaltewillen, erreichen eines Ziels usw.

        Ditto machte ich mir Gedanken zu handwerklichem Unterricht.

        Da das heutige Thema Kunst und Schule ist, habe ich es weggelassen um meinen Beitrag kürzer und lesbarer zu halten.

      • Nemo sagt:

        @Katharina Du hast Sport gehasst, in etwa so war meine Gefühlswelt wenn es um die Ausübung der künsterlischen Kreativität ging. Dennoch bin ich heute ein interessierter Konsument aller Arten von Kunst und ich hatte nie das Gefühl was verpasst zu haben.

      • Sportpapi sagt:

        Zwar gibt es positive Zusammenhänge zwischen Motorik und Kognition. Wahrscheinlich werden diese aber eher durch dritte Faktoren erklärt. Ebenso macht Musik nicht schlau: http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/nicht_einmal_musik_macht_schlau_1.1933305.html

      • zysi sagt:

        ich hasste die künstlichen kunstaktionen

        ich biss durch, weil ich dann im sport meine freude hatte

        ich liebte das nähen und lismen nicht

        ich tat es, weil im werken der ausgleich zu finden war

        ich bin klar der meinung, dass wir zu sehr psychologisieren und auf alle befindlichkeiten rücksicht nehmen und es allen recht machen wollen

        ich meine der kleinste gemeinsame nenner wird nie ABSOLUT gefunden sein, aber wir haben uns in den letzten 20 jahren zu stark davon (von einem brauchbaren gefundenen nenner) entfernt und wissen ja gar nicht mehr auf was wir uns ausrichten sollen. die kinder, die eltern, die lehrer, die proflisüchtigen politiker

        die anspruchsgruppen sind viele, die nutzbedürftigen hingegen sind klar; die kinder. diese haben eltern mit einer lebenssicht, die untereinander nur divergieren kann, heutzutage.

        wir sollten einen klaren bruch machen; radikal auf die grundbedürfnisse zurückfahren und behutsam die ergänzenden inhalte aufbauen.
        wenn ich jetzt an die lese-reaktionen denken, dann weiss ich, dass alle noch ganz viel vor der eigenen türe zu wischen haben.

  8. René sagt:

    Tonhalle besuchen, Anker-Bilder besprechen, Schillergedichte lernen, mit Fingerfarben malen, … das machen die Kinder bereits im vertretbaren Rahmen. Was will denn der Autor noch mehr? Er buhlt – und das sei im zugestanden – um Aufmerksamkeit im Lehrplan und um die Zeit der Kinder. Das tun aber Sportlehrer, Heilpädagogen u.v.a. Beteiligte auch schon und der Schultag hat nun mal nur eine begrenzte Anzahl Stunden. Also fertig mit der Jammerei, c’est la vie. Mehr Kunst geht nur zulasten anderem, wie wär’s zulasten dem bestehenden Verwaltungs- und Elternkram der Lehrer?

    Im übrigen bin ich tatsächlich auch der Meinung, dass zuerst mal die elementaren Kenntnisse (man sagt dem später auch “Kernkompetenzen”) gepaukt werden sollen (s. z.B. Melanie Meier 10.30h). Ohne einen stabilen Unterbau wird später kaum etwas funktionieren.

    • lukipistole sagt:

      Wer spricht denn hier davon, dass durch ein Besuch einer Kunstausstellung die Kernkompetenzen (schönes Wort) durch ein Besuch einer Kunstaustellung/Tonhalle/Theater etc. torpediert werden? Kinder die an Mathe interessiert sind, können ja an Hand der Besucher ausrechnen, wie viel Einnahmen so ein Museum im Schnitt pro Tag macht oder ihre Sprachkompetenz vertiefen, in dem sie den handwerklich-technischen- Kernkompetenzlern beschreiben, was sie in dem Werk sehen…und diese wiederum könnten dann im Anschluss eine Maschine à la Fischli-Weiss konzipieren usw., usw., usw….
      Muss Pauken denn fantasielos sein?
      Und: Ja, es gibt Lehrer, die solche Sachen machen und gerne machen!

      • René sagt:

        “Wer spricht denn hier davon, …”: Niemand. Nur dass mehr Kunst halt weniger von etwas anderem bedeutet. Vielleicht auch eine Frage des Alters. Und Lehrer, die gerne so etwas machen, müsste man eben genau an anderen Orten entlasten, wie ich bereits angeregt habe.

    • Widerspenstige sagt:

      @René
      Ja aber um genau das geht es doch: um das leichtere und motiviertere Lernen wollen! Wer keinen Spass mehr am Lernen empfindet, kann noch soviel pauken, es verpufft wie Seifenblasen. Vielleicht sehen und hören Sie sich doch mal meinen Link zum gestrigen Thema von Allan Guggenbühl aus der Sendung ‘scobel’ im 3sat vom Juli genauer an. Es geht darin um genau dieses Problem innerhalb den Schulstuben von heute. Wie können die Schüler mehr motiviert werden zu Lernen und wie hat es der Neurobiologe so schön erklärt in der Diskussionssendung, dass der Lehrkörper seinen Schulstoff und vorallem seine Schüler mögen muss, damit er es gut rüberbringen kann. Dabei ist jedes Mittel Recht und vorallem Jungs haben da einfach Mühe, ruhig auf dem Stuhl zu sitzen und stumpfsinnig auswendig zu lernen und zu pauken. Das funktoniert eben nur, indem ihr Interesse durch andere Methoden und unkonventionelle Arbeitsmethoden in die Lektionen eingebaut werden.

      Das Ziel ist ganz klar dasselbe von allen Experten mE die hier diese Woche zu Wort kommen: wie motivieren wir die heutigen VolksschülerInnen zu motiviertem und nutzvollem Lernen, damit sie die Kernkompetenzen nach Schulende wie Rechnen, Schreiben und Lesen aus dem eff beherrschen! Hier nochmals der Link dazu zum Thema ‘Jungs, das schwache Geschlecht…’. http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/132154/index.html

      • René sagt:

        Nach Ihnen kann Kunst als Lernmethode begreifen. Ok, das kann tatsächlich ein Punkt sein, da stimme ich Ihnen zu. Ich habe den Autor eher so verstanden, dass er Kunst als Fach vermittelt haben möchte oder gar als Chance, die Kreativität zu entfachen. Das empfinde ich im bestehenden Lehrplan als genügend erfüllt.

        NB: Das Wort “pauken” habe ich bewusst gewählt, weil nicht alles Lernen von Kindern (speziell Jugendlichen) als nutzvoll oder motivierend empfunden wird und erst (manchmal viel) später dessen Wert doch erst eingesehen wird. Natürlich wäre lustvolles Lernen wünschenswert, aber eben… :- )

  9. Tommaso sagt:

    Wer Signer nicht versteht, hat ihn eben nicht verstanden. Der bedeutendste lebende Schweizer Künstler ist er trotzdem, und seine künstlerische Audrucksweise, das Verspielte, Chaotische, das sich nicht einrahmen und ins Musum hängen lässt, kommt gerade auch bei Kindern sehr gut an…

  10. Was ist schlecht daran Kinder Kunst wie Technik und Natur erleben zu lassen? Gar nichts! Was ich kritisiere ist die Tatsache, das Museen kaum Kinder und jugendlichengerechte Ausstellungen oder Lehrgänge anbieten. Vonden ein/zwei Exkursionen im Jahr werden die Kids ja kaum doof, oder?

    Jeder ein Schulexperte seit 3 Tagen… Die armen Lehrer.

  11. Tobe or not Tobe sagt:

    Bin der Meinung, dass die Fähigkeiten eines jeden viel zu wenig ausgeschöpft werden. Das Modell Rudolf Steiner würde allen gutun, voraussgesetzt alle habe diese Möglichkeiten.Doch viele Steiner-Schüler werden als Weltfremd empfunden, da sie durch ihre Minderheit mit dem Wissen, vermittelt durch öffentlichen Schulen zu kämpfen haben.

    Das menschliche Gehirn ist noch zu wenig erforrscht um auf altbewärte Schulung zu setzen! Leider kann man das als in der Schweiz wohnhafter Bürger leicht sagen, da wir die Wahl haben. Wo bei uns Stockschläge längst abgeschafft wurden, wird in manchen Teilen der Welt nach alter Schule gelehrt.

    Farben, Formen, Vorstellungsvermögen, Kreativität lässt jedes Kind aufblühen. Wird dies unterdrückt, kommt es so oder so auf eine gute oder schlechte Art zum Vorschein.

    Die Lehrkräfte, Schulpsychologen und verfasser des heutigen Schulstoffs befinden sich meiner Meinung nach noch immer im 19 Jahrhundert oder besser gesagt im Tiefschlaf.

    Aber heute ist nicht kreativ gefragt sonder wer wieviele Diplome bzw. “Papierli” vorweisen kann. Kapitalismus läst grüssen.

    Ich freue mich bisschen auf den Tag, an dem man merken muss das nich alle Wirschaftsspezialisten werden können. Denn der Stoff den unsere Wirtschaftsführer etc. gebüffel haben und angewendet wird, hat uns erst in die Misere von Krise etc. gebracht.

    Denn sie wissen nicht was sie tun.

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