
«Töpfern für Mutter, Vater und Kind»? Oder «Duftgeschenke zu Weihnachten»? Dann vielleicht doch lieber ins Pilates.
Bald wird wieder lieblicher Gesang durch die Schulhäuser dröhnen, wenn tausend Kinderkehlen den bunten Wäldern, Stoppelfeldern und bald fallenden Blättern Tribut zollen. Wir Eltern hätten allerdings auch so gemerkt, dass fertig ist mit «Hoch auf dem gelben Wagen», denn pünktlich zum Schulanfang flattern wieder allerlei Informationsblätter und Broschüren ins Haus. Darin sind mannigfaltige Aufgebote zu Elternabenden und zur Elternbildung zu finden. Die müssen dann in den Terminkalender der berufstätigen Mutter eingebaut werden, der ohnehin schon so eng ist, wie der Jupes ihres Deuxpièces. (Der Väter natürlich auch, aber die tragen ja keine Deuxpièces). Und wie immer verpflichtet man sich zu dem, was man nicht vermeiden kann, verdrängt die Schuldgefühle, die für etwas mehr Engagement plädieren, aber man ja nicht überall dabei sein. Trotzdem ist es ganz interessant, was da alles angeboten wird. Plötzlich übersicht. Solche Elternbroschüren verraten nämlich einiges über die Gesellschaft, in der wir leben. Die Broschüre liest sich wie die Pathologie moderner Elternschaft.
Zum Beispiel das Basler Programm für Elternbildung. Zunächst die Basics, der Erste Hilfe Kurs. Sicherlich ist es nützlich, das Wesentliche über Beatmung, Schock und Wundbehandlung zu wissen, denn Kinder verletzen sich ab und zu. Der Kurs behandelt darüber hinaus Vergiftungen, Verbrennungen, Fremdkörper, Knochenbrüche, Fieberkrämpfe, Erbrechen, Durchfall, Pseudokrupp und Epilepsie und zwar mittels «praktischer Fallbeispiele». Es ist schön, sich vorzustellen, als barmherzige Samariter durch sämtliche Kinderspitäler auf Kantonsgebiet zu ziehen und als Krankenschwester ein neues Leben zu beginnen. Vielleicht in einem anderen Leben.
Denn es gibt ja so viel anderes zu lernen, zu begreifen, zu tun. Mann muss sie erziehen (Erziehung, die Herausforderung. Bin ich zu streng oder zu nachgiebig? Wie kann ich Grenzen setzen?) und sollte es vermeiden, sie zu verziehen (Freiheit in Grenzen: Wie fördere ich mein Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung?), das gilt auch für jene, die mitziehen (Grossmütter als Miterzieherinnen: sinnvolle Beschäftigungen für Enkel (die über die Verfütterung von Kohlehydraten hinausgehen), und bei all dem sollte man natürlich auch seinen Partner einbeziehen (Stress vorbeugen in Familie und Partnerschaft). Eltern haben, so scheint es, sich mit vielen Dingen zu beschäftigen, die mit «-ziehen» enden. Auch wenn sie ein paar Dinge vergessen haben, an- und ausziehen oder durchziehen. Aber das wäre ja auch nicht der richtige Ort dafür.
Wenden wir uns also lieber den Special Interests zu. «Boys Life» (Erziehung ist meist mit sehr vielen Missverständnissen verbunden – wir wollen die Welt der Jungen in all ihren Facetten näherbringen), ja, liebe Männer, es gibt bereits einen extra Kurs für euch. Darin lernen Sie, wie Sie Ihrem Sohn beibringen, dass er dereinst vielleicht Kurse folgender Art aushalten muss: «Töpfern für Mutter, Vater und Kind» oder «Duftgeschenke zu Weihnachten». Dann vielleicht doch lieber ins «Pilates – (ganzheitliches Körpertraining»). Auch für die Frauen gibt es einen ganz speziellen Kurs: «Wechseljahre, (eine wechselhafte Zeit»). Hm. Da gehe ich doch noch lieber in «Boys Life».
Ja, Elternschaft ist im Wesentlichen eine Herausforderung. Das erfahren wir jeden Tag und besonders, wenn die Schule losgeht und die anfallenden Blätter verraten, dass der Herbst um die Ecke lauert. Unsere unerbittlich heranwachsenden Kinder machen uns deutlich, dass das auch im übertragenen Sinn zu verstehen ist. Deshalb schenken wir uns die Elternbildung, schmettern im engen Deuxpièces noch einmal «Hoch auf dem gelben Wagen» und hoffen, dass unser «gelbes Wägeli» nicht schnurstracks ins Depot fährt.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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Meine Güte. Da steht mir ja noch einiges bevor. Kein Wunder, hören die Leute bei sovielen Kursen und Ratgeber langsam auf zu denken und Verantwortung zu übernehmen …
Ach da warte ich doch lieber noch ein paar Jährchen. Dann ist das alles überholtes Geschwafel von gestern und ich werde froh sein das ich meinen Kindern dies nicht angetan hab und somit doch nicht ganz so viel Schuld an ihrem komplizierten “Erwachsenenleben” haben werde. Und ausserdem hab ich jetzt eh keine Zeit für solche Sachen. Muss schliesslich meine Midlife crisis noch etwas ausleben.
Den Rotkreuz-Kurs finde ich sinnvoll und denn will ich auch irgend wann mal machen. Alles andere ist eine Frage der persönlichen Interessen und wird wahrscheinlich nur von einem kleinen Prozentsatz der Eltern gebucht.
Der Beschrieb des Papierkrieges erinnert mich aber an die Schwangerschaft. Dort wird man auch mit Broschüren, Merkblättern und kleinen Büchern überhäuft. Ich hab dann alles in eine grosse Tüte versorgt und nach und nach entsorgt. Hab zwar das eine oder andere gelesen, aber die Menge hat mich erdrückt und vieles war Wiederholung.
Me-ga-grins. Da merkt man doch so richtig, was man alles NICHT weiss (und wissen sollte). Aber Sie haben Recht, Frau Binswanger, lehnen sie sich lieber noch etwas zurück (sorgfältig, damit der Jupe nicht reisst), denn spätestens in einem Monat geht der Marathon los: Herbstmesse, Halloween, Räbeliechtliumzug, Santiglaus in der Schule, Santiglaus auf dem Spielplatz, Santiglaus Zuhause, Santiglaus im Quartierzentrum, Gutzi bagge, Weihnachtsgeschenke basteln, Kostüme für Weihnachtsaufführung basteln, Texte für Weihnachtsaufführung abfragen, Kinder zum Singen im Altersheim bringen und holen (falls man zwischenzeitlich weg muss, weil eines der andern Kinder…), Kinder zum Singen im Spital bringen und holen (siehe oben), ……. Weihnachtsgeschenke kaufen …. Menu planen….. einladen….Sylvester…. Systemzusammenbruch.
Sie meinen, ich mache Witze? Mitnichten.
@Cara Mia
Na ja, ich hab es schon immer gesagt: Sich abgrenzen können gehört in der heutigen Gesellschaft zur Kernkompetenz.
Stress bzw. der Systemzusammenbruch ist meistens selber verursacht. So denn auch hier, so scheint’s mir
Das kommt ja dann noch dazu, dass man eh selber schuld ist. Entziehe Sie sich dem mal…
@Cara Mia: das würd ich Ihnen aber zutrauen!
Fertigteig und nicht alles selber kochen, als CM hätte ich sowieso schon längst gefordert dass doch bitte diese lieben nicht-lohnarbeitenden Verwandten sich um das Weihnachtsmenue kümmern sollen anstatt das alles mir zu überlassen. Den Santiglaus zusammenstreichen ist schwieriger, aber zumindest die Heim-und Spielplatzvariante ja nicht lebensnotwendig, Geschenke lassen sich gut auch länger im Voraus erstehen, und das Singen sollte sowieso übers Jahr verteilt werden anstatt dass Heime und Spitäler jeweils zur Adventszeit gestürmt werden, und die restlichen 11 Monate ist gähnende Leere. Die hätten sicher auch an einem “hoch auf dem gelben Wagen” Freude? Und somit hab ich wenigstens eine Schlaufe zum Text gemacht…;-)
(Einzig d Herbschtmäss, auf die würd ich nicht verzichten!)
Aber, Cara Mia: Erst nach dem Santiglaus mit Weihnachtsgeschenkebasteln zu beginnen, ist doch schon ziemlich spät! Da bekommt man ja kaum noch das Material! Ganz zu schweigen vom Geschenkeinkauf.
Und ich muss Ginola recht geben: Weder Mann noch Frau muss immer und überall dabei sein – es sei denn, man strebt nach dem Titel “Mami of the year”!
Ja, Cara Mia, Du hast da nicht mal übertrieben und ich bin heilfroh, habe ich das Gröbste dieses Marathons hinter mir. Bei drei Kindern einfach alles x drei! Aber eben, Gelassenheit, taube Ohren oder ‘huch…das habe ich komplett vergessen diese Veranstaltung etc. man ist ja nicht so besessen darauf, überall dabei zu sein. Taxidienst tut es auch manchmal oder sie werden von anderen Eltern mitgenommen, dafür werden dann die Schlittschuhe gratis ausgeborgt oder was der Teufel so alles ständig gebraucht wird…
Gebraucht wird, weil es einfach spurlos verschwunden ist:Gummis, Bibliotheksbücher, Farbstiffte, Finken, Turnhosen, ganze Rucksäcke, Schulbücher … Und das nicht nur bei den Kleinen.
Ich habe die Schulzeit meiner Kinder sehr anstrengend gefunden und bin froh, dass ich das alles hinter mir habe. Es war wirklich schwierig, gelassen zu bleiben. Dabei hatte ich mich gefreut, als die Kinder in die Schule kamen, weil ich selber so gerne dahin gegangen bin.
Damit möchte ich nicht sagen, dass es früher besser war, aber es war definitiv schlichter: Es war übersichtlicher für Kind und Eltern, gab weniger Schulfächer, Elterninfos mussten wir auf unsere Papiertafel schreiben. Wir hatten kleine Hefte, dünne Bücher und keine Arbeitsblätter.
@Cara Mia
Nun ja, es gibt ja nicht nur “alles mitmachen” oder “nichts mitmachen”. Paracelsus-Spruch hat auch hier seine Richtigkeit…
Wir haben uns dem teilweise entzogen….- Funktioniert tiptop.
Genau, Ginola, die Fünfe gerade sein lassen und mal da mal dort mitmachen und ’seinen Senf dazu geben’ oder einfach mal wieder mit Präsenz signalisieren, dass man am Schulwesen interessiert ist. Und belesen bist auch noch, eiderzauss!
Und grad noch ein Paracelsus-Spruch:
Wie könnte einer Feind der Frau sein – sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.
Habe ich ja damals auch gemacht, Ihr Lieben, bin ja nicht blöd. Aber es ist einfach zum Verrücktwerden, was alles an einen herangetragen wird und was man alles unbedingt tun sollte, siehe Artikel von Frau Binswanger.
Meine jüngste Tochter hätte einmal in der Primarschule an vier Abenden während der Woche vor Weihnachsferienbeginn irgendwo Weihnachtslieder singen sollen, weil die Primarlehrerin halt so eine liebe war, in Spitälern und Altersheimen. Das war sicher nett gemeint und all die Leute freuen sich ja auch, aber ich habe nicht nur ein Kind und sie kategorisch abgemeldet. Das gab natürlich dicke Luft. Aber abgesehen von all dem Stress, auch fürs Kind, fand ich es daneben, dass die Kinder an der eigentlichen Weihnacht schon x mal andernorts Weihnachten feiern mussten. Da verliert doch der eigentliche Anlass seinen ganzen Reiz.
Aber das ist jetzt bloss ein Nebenschauplatz, zurück zu den Elternkursen…
Kenne ich auch, ich habe z.B. jeweils meine Kinder abgemeldet vom Pro Juventute Markenverkauf, weil ich fand, solange diese Organisation nicht alles offenlegt gegenüber den Kindern der Landstrasse, will ich die nicht unterstützen mittels Gratisarbeit meiner Kinder, das gab böses Blut. Dafür liess ich sie dann Taler verkaufen für den Heimatschutz.
Immer diese Rechtsextreme Feministinen.
@Matthias: Immer diese linken Schmarotzer und Besserwisser.
Also ich war an jedem Informationsabend dabei, zum einen für die Rückmeldung der Chindsgitante/Lehrerin zum andern, damit ich weiss, was da so pädagogisch abgeht. Also richtig lustig war der Infoanlass, zur Richtigen haltung von Schreib- und Malstiften. nach zwei stunden geplapper und Rollenspielen (halten sie den Stift mal links, sehen sie wie schwer es nun ist, schön zu schreiben ? ja würkli, stimmt !!). Auf meine Frage, was denn nun zu tun sei, wenn mein Sohn den Stift ein bisschen verkrampft hält ? Antwort: “ui, ja nicht eingreifen und korrigieren, das Kind könnte die Lust am schreiben komplett verlieren….” Oha. gut haben wir darüber gesprochen…
Pady, ja das ist schon richtig, dass junge Eltern sich die Zeit nehmen und an diese Elternfortbildungsabende gehen. Sogar ich habe sie mir – zum Teil wirklich erzwungen zwischen meinen Terminen, uff! – angetan und habe dabei einiges dazu gelernt, Dafür habe ich dann beim Räbelliechtlischnitzen gemogelt und das Ding Zuhause geschnitzt – am Umzug war ich dann wieder dabei, hurrah!
P.S. Was wäre aus mir geworden, wenn meine Eltern mir nicht als geborene Linkshänderin (absolut abnormal und ein Geburtsfehler damals) das Linksschreiben abgewöhnen liessen in der 1. Klasse und mich zum Rechtsschreiben verknurrt haben? Damals in den 60igern gab’s noch keine einzige Elternfortbildung und als Kind war man ausgeliefert, total unfair damals. Jawohl! Zum Glück habe ich anscheinend ein Gen in mir, das mir die Wortakrobatik nicht vermiest hat – ich hätte ja einfach nichts mehr schreiben wollen – lebenslänglich!
Pady, ich vermute, das war beim ersten Kind…
Auf einige solcher Veranstaltungen kann zum Glück verzichten, wem nicht der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist, wer sich an gewisse Traditionen erinnert oder dem die Intuitionen noch nicht wegakademisiert wurden. Soviele Pädagoginnen, Erwachsenenbildnerinnen (männliche Vertreter mitgemeint) und bald keine Eltern mehr, die genügend grosse Kleider für die Elternschaft tragen? Den Jammeri sei geraten, sich an entspannteren Zeitgenossen zu orientieren (weibliche Vertreterinnen mitgemeint). Und ansonsten mit Cara Mia: Take it easy.
Es ist gesünder, nicht über Alles und Jegliches auf dieser Welt dauernd nachzusinnen. – Ein etwas “normaler “, gemächlicher Lebensstil führt auch zu guten Erkenntnissen. – Zum Glück hatte ich sehr viel auch mit meiner Berufsarbeit zu tun. – Da gibt es keine Zeit mehr, sich zu “hintersinnen “! – Mein Sohn würde ergänzen: ” Es ist ja schon cool” !
Bin zwar noch nicht Vater aber es graust es mir ja jetzt schon vor diesem Überfluss von “gschpührschmi Kursen”.
Kommischerweise bin ich auch erwachsen geworden ohne das meine Eltern 1000 Kurse besuchen mussten. Also müsst mich korrigieren, aber grosse Schäden habe ich nicht davongetragen, auch ohne solche therapeutischen oder erzieherischen Kurse. Findes eigentlich wiedermal eine perverse wiederspiegelung unser Gesellschaft.
Heute ist einfach der Fall dass sich niemand mehr Fehler erlauben möchte und Ihre Kinder nach Schulbuch erziehen möchte. Es wird von sovielen Rabeneltern berichtet, das natürlich niemand plötzlich unter diese Fallen möchte.
Armut würde der Schweiz wieder guttun. 3-4 Generationen verwöhnte Kinder lasst uns verweichlichen. So merken wir, was natürlich ist und was gesellschaftlich erzwungen wird.
Das einzige wieso wir keine Zeit für unsere Kinder finden sind matrielle Ansprüche, denen wir gerecht werden möchte um in dieser Gesellschaft mitzuhalten.
Also meine Kinder dürfen gerne kreative Kurse besuchen, aber nicht um mein Gewissen zu beruhigen. Lieber weniger Geld, Auslandferien, Autos und Hausbesitz, dafür mehr Zeit für meinen Nachwuchs.
“Humor ist, wenn man trotzdem lacht!”
Das schulische Umfeld der Kinder ist eine vollwertige Konkurrenz zu den Erziehungsbesserwissern (”Mütterpolizei”, ..). Das sogenannte Wohl der Kinder ist ein probates Mittel für zur Erpressung der Eltern. Spannung zu Hause ist garantiert.
Nachdem zigtausendfach beklagt wurde, dass Kinder kriegen leider keinen Führerschein braucht, lebt nun eine ganze Schattenwirtschaft ganz gut vom latent schlechten Gewissen der Eltern, von A (Alternativ-Esoterisch-vollBio-Schwangerschaftsturnen) bis Z (Zoff am Mittagstisch: Umgang mit Pubertierenden) will jeder was von der Zeit und vom Geld. Mit ein bisschen Humor, Selbstironie und einer Portion Entschiedenheit (unter dem passenden Label verkauft) lassen sich die Folgen des Trommelfeuers in erträglichem Mass halten. Zugegeben, gut gewählt und in kleinen Dosen können Kursangebote durchaus auch hilfreich sein.
Vor allem vervielfacht sich durch all die Angebote für Kinder auch der Stress für die Eltern. Alleinerziehende, die sich nach einem vollen Arbeitstag noch durch den Dschungel der Angebote, die oftmals nur “scheinfreiwillig” sind, kämpfen müssen, sind da wirklich schnell am Anschlag. Wie habe ich das bloss alles bewältigt – bin jetzt noch erschöpft, wenn ich daran denke……
Es braucht ein dickes Fell, wenn man sich da immer mal wieder ausklinkt.
Ist es nicht so das das heutige System unsere Kinder zu Hochleistungsmenschen hinzüchten möchte und alle Kinder die nicht mithalten in welche Kurse gesteckt werden. Somit wird auch den Eltern suggeriert dass sie ihren Job falsch machen.
Freut euch auf den Moment wo wir merken müssen, dass nicht alle studieren können und Grossverdiener werden. Den dies zählt noch immer zum Nonplusultra.
Kinder sollen ihre Freizeit in erster Linie selbstgewählt und selbstständig verbringen dürfen. Aber wenn sie halt auch mal Freude haben, an irgendeinem Angebot teilzunehmen, sollten sie von den Eltern auch unterstützt werden – zumindest wenn der “Stress” für die Eltern sich im Rahmen hält. Als Trainer in einem Sportverein stelle ich aber eher fest, dass da häufig lustlose Kinder “parkiert” werden. Die Eltern hingegen sieht man nie… (”Me-Time”…)
@Tobe or not Tobe
Mein Eindruck ist vor allem eine geistige Uniformisierung. Die Hochleistung ist vornehmlich bei angepassten willkommen. Jeder, der nicht exakt spurt, kommt gewaltig unter die Räder. Obs um Schulnoten, ums Geld, die richtigen Klamotten oder Ansichten geht. Und, Hand aufs Herz: Fordern wir im Rahmen der “sozialen Integration” nicht exakt das von den (Schul-)Kindern?
Falls meine Aussage wahr wäre, wäre in der Konsequenz dann bei vielen Adoleszenten und vielen “Erwachsenen” die eigene Hirnpolizei so stark, dass eigene abweichende Gedanken und Gefühle sofort zensiert würden. Die andere Seite der Medaille wäre der innere Widerstand dagegen, klar anderer Meinung zu sein und in allem Anstand zu streiten – hart in der Sache – ohne aber andere fertigzumachen oder der Lächerlichkeit preiszugeben.
Es ist doch auch im Beruf so. Was da täglich reinkommt an Weiterbidlungskursen, Fortbildungen, irgendwelchen Fachpublikationen, die man unbedingt abonnieren sollte… Stammtischen hier und Netzwerken dort. Umweltverschmutzung pur. Markieren und löschen, auch hier, oder Papiersammlung.
Der Club der Mamabl0gistas ist ….eine Altpapiersammlung?
Warum? Druckst du die Blogbeiträge aus?
nein. aber jeder Rechner hat etwas, das sich Papierkorb nennt.
“Markieren und löschen, auch hier, oder Papiersammlung” ist es jetzt klar?
Zudem scheint der heutige Artikel eine Reaktion auf Werbematerial zu sein. Die gehen meist vom Briefkasten ungeoeffnet in den Papierkorb.
Antwort wartet in der Schlaufe.
der ist lustig….in meiner antwort steht etwas von virtueller entsorgung von post, so wie cara mia das erwaehnt. ich gehe jetzt nicht suchen welches wort der fachsprache nun wieder im filter haengenbleibt.
Eigentlich erbaulich, dass man das Zeug im virutellen Papierkorb nicht auch noch gebündelt in die Sammlung geben muss…
haha….und auch keine Abfallgebuehr!
«Hoch auf dem gelben Wagen»
Eine Allegorie….ein sybilinischer Gesang auf das Mamabl0g?
oder dass da: “http://katholische-rituale-feiertage.suite101.de/article.cfm/in_der_christmesse_lied_vom_ende_der_welt”?
Und beim letzteren eine seltsame Analogie:
“Der Gesang der Sybille. Einst überall im Mittelmeerraum verbreitet, wurde das ungewöhnliche Lied vom Konzil von Trient Mitte des 16. Jahrhunderts verboten.”
conciluum mamabl0gisticum m4ximilius exomuralis coeptus esse dixit.
ceterum censeo m4ximilius exomuraliter concipendus non est.