
Babyglück für Jennifer Aniston – leider erst am TV: Szene aus «Friends».
Jede Frau meiner Generation hat mindestens eine Freundin oder Bekannte, die unter dem Aniston-Syndrom leidet. Natürlich teilen diese nicht den schillernden Lebensweg des Hollywood-Stars, aber ihr sehr viel weniger glamouröses Liebesleben, wenn man vom Starstatus der Protagonisten absieht: Aniston hat zwar Brat Pitt geheiratet, aber ihn nie davon überzeugen können, mit ihr eine Familie zu gründen. Angelina Jolie, Anistons Nachfolgerin, ist das im Nu geglückt. Natürlich war die attraktive und nicht ganz dumme Aniston nie lange allein, aber bis heute auch nie zu dritt. Obwohl sie sich genau das sehnlichst wünscht. Irgendwie hat es nie geklappt: Entweder hatten die Männer zwar Sexappeal, aber waren kein «Vatermaterial» oder aber sie wären gute Väter geworden, aber das Kribbeln im Bauch hat gefehlt. Wie bei unseren Bekannten.
Wenn ich die 41-jährige Aniston in der «To Night Show» davon reden höre, dass sie nicht wie die Frau, die sie in ihrem neusten Film «The Swich» gespielt habe, auf eine Samenbank zurückgreifen wolle, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, weil sie den Papa ihrer Kinder doch kennen wolle, und es vorziehe auf natürlichem Wege schwanger zu werden, dann frage ich mich manchmal, ob Aniston irgendwann in ihrem Leben Biologie-Unterricht genossen hat. Oder ob sie einfach so blauäugig ist, wie sie ausschaut.
Doch nun behauptet die Autorin Rachel Lehmann-Haupt, dass eine ganze Generation von Frauen unter dem Aniston-Syndrom leide: «Über die dunkeln Seiten der Tatsache, dass Frauen heute viel mehr Wahlmöglichkeiten haben als vor fünfzig Jahren», sagt sie, «darüber redet man wenig. Schliesslich wollen wir nicht anti-feministisch klingen, oder unselbständig oder wie Frauen, die alles haben ausser Mann und Kinder. Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert, dass wir letztere nicht brauchen zum Glück, oder? Stattdessen sagen wir: «Ach, mach dir keine Sorgen, ich hab eine Freundin, die mit 43 noch schwanger geworden ist», sagt Rachel Lehmann-Haupt, «Und wir umfahren erfolglose IVF-Zyklen, Aborte und den hohen Preis, den wir für die hinausgeschobene Fortpflanzung partnerschaftlich und ökonomisch bezahlen, grossräumig.»
Rachel Lehmann-Haupt, selber Opfer des Aniston-Syndroms, hat beschlossen, mit der Beschönigung des Liebeslebens der Generation 35+ Schluss zu machen und Klartext zu reden: «Wenn ich zehn Jahre zurück könnte», schreibt sie in ihrem Buch In Her Own Sweet Time: Unexpected Adventures in Finding Love, Committment and Motherhood , «würde ich meinem jüngeren Ich einschärfen, sich ernsthafte Gedanken über eine zukünftige Familie zu machen. Ich würde ihm von meinen Zeitgenossinnen erzählen und ihren Problemen, schwanger zu werden, und ich würde mein 30-jähriges Ich ernsthaft fragen, ob es tatsächlich klug ist, auf den Rat unserer Mütter zu hören, und zuerst an die Karriere zu denken und erst dann an mögliche Kinder.»
Wenn die Autorin feststellt, dass heute eine natürliche Empfängnis beinahe als so altmodisch gelte, wie die Frage, ob die Frau dabei einen Orgasmus haben könne, dann spricht aus ihr nicht nur die notorische New Yorkerin. Sondern auch eine Tochter der Emanzipation. Es sind nicht nur die Fortschritte der Fortpflanzungsmedizin, die Frauen die Familienplanung hinausschieben lassen, es ist die Kombination von Unabhängigkeit, ökonomischer Macht und der modernen Hochstilisierung des Individualismus. Wir Frauen haben die Wahl. Und wir wählen zunächst den Beruf und erst viel später, manchmal zu spät, das Baby. Die Familie, so haben wir gelernt, die kann warten. Und dabei verdrängen wir, dass sie nicht ewig warten kann.
Die Fortpflanzungsmedizin schenkt uns Frauen zwar etwas Zeit. Aber macht uns die Möglichkeit, die Eier einfrieren zu lassen, tatsächlich frei? Oder fördert die Fortpflanzungsmedizin bloss den Glauben, dass sich Schwangerschaft und Mutterschaft planen, timen und beliebig hinausschieben lassen, wie ein berufliches Weiterbildungsprojekt? Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus, wie es Dr. Eleanora Procu, die italienische Pionierin der Gefriermethode, behauptet? Weil wir damit Schwangerschaft zum Effizienzproblem degradieren und Mutterschaft marginalisieren? Und wo eigentlich bleiben in dieser ganzen Debatte die Männer und potenziellen Väter? Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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An Charley:
Danke, dass hat mich gefreut, dass Sie das revidiert haben.
Natürlich bin ich mit Ihnen einverstanden, dass jede Meinung subjektiv ist.
Ich möchte nur anmerken, mit dem Alter der Spätgebärenden, manchmal klappt es auch aus verschiedenen Gründen in
früheren Jahren nicht, dann gibt es Frauen, die auch aufgeben ev. auch mit der Verhütung.
Und dann kommt die Natur ins Spiel und man ist schwanger,, unverhofft, was meinen Sie wie denkt dann eine solche Frau,
soll Sie nun in diesem Augenblick denken, oh, soll ich nun wirklich oder bin ich zu alt?
Ich vermute, dass für viele Frauen dies ein Glücksmoment ist und Sie sich in diesem Moment einfach nur freuen und
dieses “Wunschkind” nun annehmen.
Vielleicht kommen später diese Gedanken, wie wird mein Kind darauf reagieren, die Umwelt ect.
Wird mein Kind dann ausgelacht, da müsste oder sollte auch die Gesellschaft die Aufgabe übernehmen und
auch “ältere” Eltern integrieren und akzeptieren und die “Jüngeren” könnten Ihren Kindern die Augen öffnen und Sie darauf
aufmerksam machen, dass diese Kinder nicht auszugrenzen sind oder gar zum Gespött gemacht werden.
einen schönen Abend
Die Show heisst “The Tonight Show”, nicht «To Night Show». Läuft auf NBC.
“Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert”.
Erstens stimmt das nicht, und zweitens ist es ein Fehler, sich indoktrinieren zu lassen. Insbesondere in einer freien Presselandschaft. Den Unterschied zu Ihrem Land unterschlagen Sie.
Es leiden nur diejenigen Frauen unter dem “dem Aniston-Syndrom”, die meinen, Sex and The City” hätte irgendwas mit der Stadt New York zu tun, und dem Trugschluss unterliegen, dass ihre eigenen Wunschprojektionen auf New York Vorbildcharakter hätten und gefälligst ihr Partner/in sich solcher Projektionen zu unterwerfen habe. Sie haben dafür das Wort ‘Lebensentwurf’ erfunden.
“Die notorische New Yorkerin”
ja ja ja, notorische Schweizerin. Sie wissen, dass mit The City eigentlich nur der Stadtteil Manhattan gemeint ist, dass die Manhattanianer die Stadtteile ausserhalb Manhattans schon als die Hölle namens Suburbia sehen, die den Rest des Planeten ausmacht.
Familie in diesem Stadtteil ist ein Privileg der Begüterten. Die anderen können es sich ganz einfach nicht leisten. diese Mittelständler sind, wenn sie denn eine Familie wollen, in die Suburbia verbannt.
Exile from Prison sozusagen…
oder sie sind arm und leben in den Projekten und stellen Kinder im Fliessbandverfahren auf die Welt, um mehr Sozialhilfe zu erhalten.
“Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus”
Das ist interessant. Die Fortpflanzungsmedizin ist wesentlicher Faktor für die Befreiung und Gleichberechtigung der Frau gewesen, weil damit die Sexualität nicht mehr zwingend an Schwangerschaft gebunden war. Sie wurde also in den Kanon des orthodoxen Feminismus als Segnung aufgenommen.
Ditto die Technologien, die die Sündenprojektion der biologischen Uhr zumindest langsamer ticken lässt.
Orthodoxer Feminismus hat sich wie alle Orthodoxien überlebt und ist als Methode der Machtausübung entlarvt. Ergo werden die Technologien, die genau genommen beide in einer Hetero-Paarbeziehung dank Wahlmöglichkeit dem Machtkreis dieser Ideologie entziehen, verteufelt, damit die Wahlmöglichkeit verschwindet und somit die Machtsphäre dieser Ideologie wieder ausweitet.
Ein altbekanntes Muster, das immer am Ende der Wirkungszeit von Ideologien zu erkenn ist. Es ist aber auch so, dass die Mehrheit der Menschen dieses ganze Gespiel und die Wahrheit hinter den immer neuen Etiketten längst kennt. Ausserhalb sozialer Reservate in diversen Ausprägungen des sich Abgrenzens und Einigelns sind diese Muster wirkungslos geworden.
Aber die Sündenprojektion wird als Induktor der Angst weiter aufrecht erhalten: nämlich die Angst, eine vermeintliche Pflicht zu haben, nur weil ein Uterus vorhanden sei, sei dieser gefälligst auch zu benutzen, den sonst sei das Glück auf Erden verwehrt. Sprich eine nie Kinder gehabt habende Frau sei eine minderwertige Frau und müsse unglücklich sein. Ist sie das nicht, erfindet man so was wie ein Aniston-Syndrom.
Sie stigmatisieren durch ihre Wortwahl “Last-Minute-Babys” persönliche biografische Entscheidungen und sie halten das Gespenst der tickenden biologischen Uhr hoch, obwohl Sie wissen, dass durch zeitgenössische medizinische Versorgung die Lebenserwartung wesentlich höher ist, die Überlebenschancen von Föten generell höher ist und Komplikationen dank dieser Technologien keine sind.
Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, eher in einer Beziehung sind, die genug lange trägt dass ein Kind in eben dieser Beziehung aufwächst.
Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, finanziell oft besser gestellt sind und somit die materiellen Rahmenbedingungen für ein Kind verbessern.
Ein ausserordentlich guter Beutrag, Katharina. Mit ihm wird mir auch bewusst, dass die schärfsten Richter der Frauen die RichterInnen sind, die Frauen selbst also- und nicht etwa die Männer. Mir als Mann käme es zum Beispiel nie in den Sinn, eine Frau nicht als richtige Frau zu betrachten, nur weil sie keine Kinder hat: Frau mit Kind ist gut, aber eine Frau ohne Kinder genauso, mit oder ohne Kinder ist doch völlig egal, zumindest in einer Kultur wie der Unsrigen, in der die Arterhaltung nicht gerade eine Kerndoktrin darstellt- wie zum Beispiel im Dritten Reich.
“Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, eher in einer Beziehung sind, die genug lange trägt dass ein Kind in eben dieser Beziehung aufwächst.”
In diese Richtung entwickelt sich die ganze Gesellschaft- aber nicht etwa aus freien Stücken, sondern u. a. auch weil die heutigen Schulen und Ausbildungswege immer länger dauern, die Praktika bis hoch in die späten Zwanziger gehen, Meisterprüfungen und Zusatzausbildungen hinzukommen und der finanzielle Hintergrund eben auch erst dann stmmt, wenn beide, im optimalen Falle, eine einigermassen sattelfeste Position auf dem Arbeitsmarkt erreicht haben. Das Alter, in dem Frauen Kinder gebären, steigt beständig und liegt in der Schweiz und in Deutschland mittlerweile bei knapp über Dreissig. Vor vierzig Jahren bekamen die Frauen viel früher Kinder als heute. Doch das war noch im guten (?) alten analogen Zeitalter. Insofern stimmt Deine obige Aussage vollkommen. Und ich glaube sogar, dass die Kinder davon profitieren- ich meine, die letzten Ausläufer jugendlicher Hormonstürme, die Menschen zwischen 20 und 30 noch machen, dürften für jede Beziehung eine Belastung sein- erst recht für Kinder. Also bei mir hätte keine Beziehung diese wichtige Entwicklungsphase im Leben eines jeden Menschen überlebt. Ich habe dmals allerdings auch ganz bewusst keine Familie gewollt.
Nun ist es aber leider so, dass sich die biologische Uhr nicht am Zeitalter orientiert.
Frauen sind in etwa 30 – 35 Jahre fruchtbar. Davon “verschwenden” (ich bitte darum, unbedingt die Gänsefüsschen zu beachten) sie ca. 15 Jahre damit, sich zu bilden, um finanziell und geistig bereit für die Mutterschaft zu sein.
Dann geht die krampfhafte Suche nach Mr. Right los, die oftmals auch einige Fehlgriffe enthält. Schnell kommt Panik auf, dass man das Mutterdasein doch noch schafft. Männer und Beziehungen werden im Eiltempo ausgetestet, damit es auf Teufel komm raus doch noch irgendwie klappt.
Da fühle ich mich als kinderloser Single, der das Verfallsdatum bereits überschritten hat, gerade wieder glücklich. Keinen Stress mehr, was dieses Thema angeht.
Die “moderne” Frau steckt in einem ziemlichen Dilemma, wenn sie beides will. Beruflichen Erfolg und Kinder.
Vor allem für Frauen, die ihr Studium erst Ende zwanzig abschliessen (in Mitteleuropa häufig der Fall), ist die Zeit knapp, vor allem wenn es mit dem Berufseinstieg nicht reibungslos klappt (und wann ist das schon der Fall?). Studierten Frauen stehen genau so viele Möglichkeiten offen wie Männern, aber während sie sich zwingend im besten Alter des Berufsein- und -aufstiegs für oder gegen eine Familie entscheiden müssen, können sich Männer gut und gerne ein Jahrzehnt länger Zeit nehmen. Diese Zeit kann genutzt werden für Karriere, Reisen, sich Ausleben,…
…oder für die Betreuung des Kindes, das die Partnerin während ihres Studiums mit eben diesem Geniesser-Mann bekommen hat. Wäre doch eine faire Variante und eine Abkürzung und Erleicherung für alle Beteiligte oder?!
Frauen stehen nun mal nicht so auf “losertypen” daher: Karierefrau hat keinen Mann der Zeit hätte sondern ein Alphatier. Hatten wir doch bei einer anderen Statistik schon gesehen das die Auswahlmechanismen der Frau auch nur mit steinzeitlichem Input laufen, genauso wie beim Mann.
Falsch, genau umgekehrt ist gewonnen! Du hast die Zeichen der Zeit noch nicht ganz intus, Mustermann. Eine Karrierefrau kümmert sich einen feuchten um ein sogenanntes Alphatiert – sie hat es schlicht nicht mehr nötig, alles klar? Sie vergnügt sich mit dem Mann, der sie am besten versteht und zu verwöhnen weiss. Der edle Ritter mit Piratenmanieren ab und an – ein einziges Vergnügen!!
Widerspenstige 16. August 2010 um 18:46
Dummer Beitrag …. dümmerer Beitrag … dümmster Beitrag
Ach Henri, das mit den Piratenmanieren musst Du doch nicht so wörtlich nehmen – der taugt doch nichts. Aber was kann ich von einem Zündholzschachteldenker schon erwarten.
@Widerspenstige 16. August 2010 um 18:46
Ach ja? Oder ist das nur das von den Männern übernommene “Konsumverhalten” das aber mitnichten in Partnerschaft und Kinder mündet?
Und wenn ja warum dann Jammern? Siehe
http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/2445/einsam-an-der-spitze/
Scheinbar haben noch nicht alle “Karrierefrauen” deine Lebensweisheit. Also los, es gibt veil zu tun. Für Dich
Ein Studium ist keine Garantie fuer ein hohes Einkommen. In der Tat ist es so, dass Spiztenverdiener ueberdurchschnittlich Studienabbrecher sind. Die sind wohl zu intelligent.
Eben auch so ein Trugschluss.
“In der Tat ist es so, dass Spiztenverdiener ueberdurchschnittlich Studienabbrecher sind. Die sind wohl zu intelligent.” Häufig sind auch Autodidakten darunter, der Joschka Fischer beispielsweise (hat heute einen Lehrstuhl in Princeton), Hemingway, Steinbeck (beide Nobelpreis) u.v.a.m.
heisst das, dass die wirklich talnetierten leute im modernen Studienbetrieb am faschen Ort sind? manchmal kommt es mir so vor. Die biografien wirklich talenterter menschen, die wesentliches und neues erreichten, sehen frappant aehnlich aus.
Oh, durchaus, Katharina. Wobei ich manchmal denke, sind die jetzt berühmt, weil sie gut sind, oder weil sie Aussenseiter sind, und Aussenseiter nun mal das Interesse der Medien eher wecken, als Leute auf dem “normalen” Weg?
(Fortsetzung)
Oder ist es so, dass die Menschen auf Akademikerkarrieren eigentlich lebensuntüchtig sind und in ihren Elfenbeintürmen auf Wolke 7 die Bodenhaftung verloren haben?
Vielleicht gehen zu viele Studien auch einfach an der Praxis vorbei. Es zeigt sich doch auch in der Wirtschaft immer wieder, dass Leute mit tollen Diplomen den Job kriegen, aber in der Praxis meist von ihren Untergebenen aufgefangen werden müssen. Nicht mehr der beste macht Karriere.
Über die wahren Ursachen von Erfolg und Erfolglosigkeit liesse sich trefflich sinnieren. Und ja: Aussenseiter, welcher Couleur auch immer, sind häufig motivierter, Erfolge zu erzielen, als jene, die sich Erfolg und Anerkennung schon von Kindsbeinen an gewohnt sind, Männer, wie auch Frauen. Man schaue sich nur einmal den ganzen Kunstbetrieb an. Aussenseiter, oder solche, die einst erfahren mussten, was es heisst, aus-geschlossen zu sein, treibt meistens eine innere Energie an: Denen zahle ich’s heim! Mir fallen da nicht gerade die richtigen Zitate ein, doch im Film Being John Malkovich kam eine Sequenz vor, die in dieser Beziehung ganz prägnant war.
Endlich wieder mal konstruktive, besinnliche Worte von Frau Althaus.
“Und wo eigentlich bleiben in dieser ganzen Debatte die Männer und potenziellen Väter? Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?”
Darf Mann überhaupt, wenn es um Schwangerschaften und Geburten geht mit reden ohne von Frauen gleich “geächtet” zu werden mit “dich betriffts nicht als schweig besser”?
Weswegen gibt es relativ viele Männer, die keine Kinder wünschen, oder bei der Entscheidung Kinder ja/nein die Frau “im Stich” lassen?
“Besser in einer Ecke des Daches wohnen als eine zänkische Frau im gemeinsamen Haus.” Sprüche Salomons 21/9
Man kann sich da nun fragen, ob Frauen die für Emanzipation sind zänkisch wirken.
“Oder fördert die Fortpflanzungsmedizin bloss den Glauben, dass sich Schwangerschaft und Mutterschaft planen, timen und beliebig hinausschieben lassen, wie ein berufliches Weiterbildungsprojekt?”
Ich würde es mal umgekehrt betrachten: Die künstliche Fortpflanzungsindustrie ist theoretsich auch dem Gesetz des Angebotes und der Nachfrage unterworfen. Nur, jedes Kind weis, dass man die Nachfrage steuern kann, in dem man z.B. auf verschiedene Arten in die Gesellschaft ein Gedankengut streut mit “mach dir mit 25 noch keine Gedanken über Kinder und Familie, geniess dein Leben”. Das führt dazu, dass mit 35 bis 40 vermehrt Frauen bei der künstlichen Fortpflanzungsindustrie anklopfen und dort Geld abliefern, was den Gewinn und die Löhne steigen lässt.
Wie hoch sind die Gewinne der künstlichen Fortpflanzungsindustrie?
Und hoch sind dort die Löhne von “Experten”?
“Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus, wie es Dr. Eleanora Procu, die italienische Pionierin der Gefriermethode, behauptet? Weil wir damit Schwangerschaft zum Effizienzproblem degradieren und Mutterschaft marginalisieren?”
M.E. ja, weil dadurch auf eine Art Frauen zu Männer werden, bzw. es herrscht dann extrem betrachtet kein Feminismus, sondern ein Maskulinismus mit femininen Methoden.
“… dass sie nicht … auf eine Samenbank zurückgreifen wolle, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, weil sie den Papa ihrer Kinder doch kennen wolle, und es vorziehe auf natürlichem Wege schwanger zu werden …”
Das ist m.E. eine edle Einstellung.
“… dann frage ich mich manchmal, ob Aniston irgendwann in ihrem Leben Biologie-Unterricht genossen hat.”
Warum dies? Warum gelten Menschen mit edlen Einstellungen als blauäugig?
“Doch nun behauptet die Autorin Rachel Lehmann-Haupt, dass eine ganze Generation von Frauen unter dem Aniston-Syndrom leide…. alles haben ausser Mann und Kinder. Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert, dass wir letztere nicht brauchen zum Glück?”
Wenn man keinen Mann benötigt zum Glück, dann beinhaltet logischer weise das Glück auch keine Kinder und Mann. Man\Frau kann sich fragen, ob dieses Gedankengut eine Saat ist für eine Gesellschaft in der Egoismus in der Nächstenliebe vorherrscht.
Vierzig Jahre Emanzipation und man hat eine Generation mit Aniston-Syndrom, Zufall?
Nein, kein Zufall.
lieber eremit, du machst einen denkfehler – aniston will keinen mann, sie will nur den co-erzeuger kennen, was bei amerikanischen samenbanken eher unwahrscheinlich ist – im gegensatz zu schweizerischen, die den spender den gezeugten kindern bekanntgeben müssen (und deshalb nur noch wenig spender haben).
ferner müssen emanzipierten frauen nicht per se zänkisch sein – und vice-versa – vielleicht haben viele männer einfach kein interesse am kindermachen, weil “ihr bauch ihr gehört”, m.a.W. weil sie keine grosse lust verspüren, bei einem spiel mitzumachen, bei dem die andere partei alleine und jederzeit mitten im spiel die regeln ändern darf.
zudem ist es nicht sehr rational, sich auf ein joint-venture einzulassen, bei welchem die verpflichtungen mindestens 20 jahre andauern oder merklich darüber hinaus bei mehreren kindern – das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.
lieber ali ferkous
Bevor du jemandem einen Denkfehler unterstellt, musst du erläutern, wo im Text geschrieben steht, dass sie keinen Mann, sondern einen Co-Erzeuger sucht? Kann es sein, dass dies irgend wo in “verzweifelte Emanzen” zum Ausdruck kommt?
“…die den spender den gezeugten kindern bekanntgeben müssen (und deshalb nur noch wenig spender haben)”
Kinder können ihre Väter und Mütter nicht aussuchen. Gibt es wenig Spender, weil vielleicht somancher Mann denkt “ich will nicht, dass die lieblosen Kinder einer lieblosen Mutter”, oder kranker weise “die hässlichen Kinder einer hässlichen Mutter mich eines Tages kontaktieren”, oder “eines Tages muss ich Alimente zahlen, für Kinder, die ich nie kannte”?
Ja “emanzipierten frauen [müssen] nicht per se zänkisch sein”, nur es wirkt zänkisch, wenn Frau ihre Rechte kennt und immer wieder darauf pocht, aber nicht die Rechte des Mannes kennt und somit nie auf seine Rechte “pocht”.
“vielleicht haben viele männer einfach kein interesse am kindermachen, … weil sie keine grosse lust verspüren, bei einem spiel mitzumachen, bei dem die andere partei alleine und jederzeit mitten im spiel die regeln ändern darf.”
Das bezeichne ich mal als Willkürgesellschaft und solch eine Gesellschaft richtet sich schleichend selbst zu Grunde. Warum geht dabei ein Staat nicht hin, erstellt eine Basis auf der beide Geschlechter sich konstruktiv auf gleicher Augenhöhe begegnen und unterbindet jegliches Ändern der Speilregeln. Wenn dann jemand z.B. einem Vater die Kinder weg nimmt, so behalten die Söhne den Familiennamen des Vaters?
“… das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.”
Bitte nicht von abenteuersüchtigen Menschen auf die Allgemeinheit schliessen.
hallo Eremit, kannst deinen Samen gerne bei der schweizer Samenbank abgeben, brauchst dich einfach nicht zu wundern, wenn im Tram plötzlich ganz viel Kinder zu dir “Hallo Papa!” sagen
Tja, wir leben in einer Demokratie und da bestimmt das von der wählenden Bevölkerung bestimmte Parlament die Gesetze. Mir scheint, dir schwebt eine Lösung wie im Gottesstaat Iran vor – leider sind dort die Evangelikalen überhaupt nicht beliebt. Bleibt wohl nur der Vatikan, aber dort sind sie katholisch.
Zu “… das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.”: bitte beim Bundesamt für Statistik reklamieren. Es handelt sich hier nicht um Abenteurerinnen und Abenteurer, sondern um die aktuelle Ehestatistik.
Irgendwie lebst du im falschen Staat, mein Lieber. An deiner Stelle würde ich zum Islam übertreten und mein Leben als Koran-Schüler (Taliban) in Afghanistan weiterführen. Deren Ansichten scheinen sich ideal mit deinen zu decken.
@Eremit
…Ja “emanzipierten frauen [müssen] nicht per se zänkisch sein”, nur es wirkt zänkisch, wenn Frau ihre Rechte kennt und immer wieder darauf pocht, aber nicht die Rechte des Mannes kennt und somit nie auf seine Rechte “pocht”…
Das meinst du doch jetzt nicht im ernst, oder? Bisher haben männer auch nicht gross daran gedacht, eine frau zu bevorteilen zb am arbeitsplatz. Die frauen kennen ihre rechte erst seit beginn der emanzipation – wenigstens ein teil davon kennt sie inszwischen und setzt diese auch um. Sogar das frauenstimmrecht musste sie sich erkämpfen – ja das wirkt nicht sehr weiblich, da gebe ich dir recht. Aber hätten wir frauen nicht bis zum sankt nimmerleinstag warten können, bis die männer uns einfach so eines schönen tages dies als geschenk zugestanden hätten? Kein mann hat sich da gross darum gekümmert, bis eben das zänkische weib heftigst darauf gepocht hat. Anders geht es ja nicht.
hallo ali ferkous, soll daran etwas schlecht sein, wenn im Tram plötzlich ganz viele Kinder zu einem “Hallo Papa!” sagen? Ist doch prima. Bedenklich wird es dann, wenn alle Mütter Alimenteforderungen stellen die man nicht erfüllen kann und man dann von der Gesellschaft als assozial verschrien wird.
Sorry, wir leben nicht in ein Demokratie, sondern in einer Scheindemokratie. Würden wir in einer Demokratie leben, so könnte man viel öfters mitbestimmen und abstimmen gehen, z.B. jeden Sonntag. Des weiteren müsste man auf alle Bundesentscheide und auch auf einzelne Gesetzesartikel bei Gesamtpaketen ein Referendum ergreifen können, welches der Bund von sich aus finanziell unterstützt, so dass man nur noch mit den Unterschriftsbögen von Haus zu Haus gehen muss. Das selbe bei Initiativen. Dabei müssten Werbekampagnen verboten sein, auch die des Bundes, da dadurch die finanziell besser betuchten bessere Chancen haben. Und wenn die Bevölkerung einmal Nein gesagt hat, dann sollte der Bund dies respektieren und nicht wie bei einer Manipulationsmasse es alle zehn Jahre immer wieder versuchen. Im Falle eines Ignorierens des Volkswillens wie bei Sommerzeit und der Alpenschutzinitiative sollte der Bundesrat und Vereinigte Bundesversammlung zurück treten. Das selbe sollte für den Bundesrat gelten, wenn er etwas empfiehlt, das dann vom Volk aber ausgeschlagen wird wie die Minarettinitiative.
Gut, man kann sich wie ein neuzeitlicher Philosoph auf den Standpunkt stellen, dass die Mehrheit, der Souverän, oftmals falsch liegt, was von Richtern theoretisch korrigiert werden sollte. Nur, wer wählt nach welchen Kriterien die Richter? Gewaltentrennung?
Mit den Katholiken habe ich noch kein Problem, solange sie sich bemühen das Gesetz der Nächstenliebe zu befolgen, was die Liebe zu Wahrheit und die Liebe zur Gerechtigkeit beinhaltet.
Hingegen Hand-abhacken, Steinigungen und der Todesstrafe wie in der USA und Afghanistan entsprechen nicht meinem “bevorzugtem” Umfeld. Nächstenliebe? Daher ist der Koran m.E. ein no-go. Wenn, dann eher der Talmud.
“.. das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist: bitte beim Bundesamt für Statistik reklamieren.”
Die schreiben aber was anderes: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06/06.html
Seit ca. 1970 gibt es die Emanzipation. Fast eine Generation später 1995 steigt die Scheidungsquote. Zufall?
Kindeswohl?
@Isobel
“Bisher haben männer auch nicht gross daran gedacht, eine frau zu bevorteilen zb am arbeitsplatz.”
Deswegen sind Männer viel eher als Modell oder als Wetterfee beliebt als Frauen …
Und wie wäre es mit lesen anstellen Rufmord zu begehen? (Google: Argovia : Jahresschrift der Historischen
Gesellschaft des Kantons Aargau; Guggisberg, Ernst)
Das Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot für Frauen war in dem Fall aus reiner Frauenfeindlichkeit entstanden? Ebenso die (Militär-) Dienstpflicht exklusiv für Männer?
Gerade letzteres ist Rechtlich interessant: Wenn man schon politisch mitbestimmen will, welchen Allianzen man unterstützt und dadurch ggf. in einen Konflikt hinein rutscht, dann sollte man wie Israelitinnen als Strafe dafür auch den Kopf hinhalten. Ebenso war es bei der Rüstung; wenn man der Beschaffung von minderwertiger Ausrüstung zustimmte, dann bestraft man sich selbst.
Heute ist es so dass Prinzessinnen und Dronen, männliche Bienen die nur rum sitzen und ausser Sex nichts im Kopf haben, via Mehrheitsentscheid darüber bestimmen wie und mit welchen Mitteln der Ritter den Drachen besiegt. Im Falle einer falschen (gesamt-) Strategie wird nur der Ritter grilliert, der dann durch einen anderen ersetzt werden kann. Selbst bleibt man unbeschadet. Nächstenliebe?
Man betrachte nur mal die USA wie dort die Kriegsgeschädigten ausgegrenzt werden anstellen sie als Held in dem Mittelpunkt zu stellen und in Top-Managementstellen zu integrieren.
@ eremit
ehe dauert durchschnittlich 15 jahre, guck unter
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06.html
oder rechne den *gewichteten’ durchschnitt aufgrund deines links selber aus – ich vertraue dem bundesamt für statistik, die machen den ganzen tag nichts anderes.
was deine argumentation bezüglich der demokratie betrifft: sicher gibt es zu verbessernde punkte, aber wenn wir in solch einer diktatur leben würden, wie du behauptest, hätte dich die polizei schon x-mal eingelocht wegen beschimpfung der bundespräsidentin oder sonst unter einem fadenscheinigen vorwand.
Definitiv kein Zufall, nein.
Was ich an diesem Blog irgendwie nicht kapiere, ist die Tatsache, dass hier Frauen andauernd über ihre Mutterprobleme reden. Ich dachte mal, dass Emanzipation darin besteht, dieses Problem zu lösen, ohne sich dauernd über dieses oder jenes am Mutter-Sein aufhalten zu müssen. Je länger mehr kapiere ich, dass die Emanzipation nie stattgefunden hat und wahrscheinlich auch nie stattfinden wird. Denn bei der Emanzipation geht es doch letztendlich nur um Macht, dass die Frauen genügend Macht erhalten, um ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Um eine Verbesserung des Zusammenlebens zwischen Männern und Frauen zu erreichen, bewirkt dieser Diskurs sicher nicht viel, womöglich sogar das Gegenteil. Denn mehr denn je haben Männer das Gefühl, von der Frauenwelt ausgeschlossen zu bleiben, während die Frauen in immer mehr ihrer Lebensbereiche eindringen. Eine assymmetrische Entwicklung. Dass sich Frauen anfangen, mit Schauspielerinnen zu vergleichen (”Jennifer-Aniston-Syndrom”) ist daher verständlich, denn Schauspielerinnen wollen die Frauen gerne sein, nämlich je nach Situation in einer anderen Rolle, die immer nur die Vorteile einer Situation einbringen. Dass das Vorbild Aniston dabei in ihrem Privatleben nicht schwanger wird, ist dabei eine willkommene Anekdote des gängigen weiblichen Opfer-Komplexes.
und warum dringen die männer nicht mehr in die frauenwelt ein? weil sie nicht wollen. ganz einfach.
ich will. ganz einfach.
… was die Frage auf wirft: Warum wollen sie nicht?
Oder können sie nicht?
Ich bezweifle, dass es für Frauen völlig ok ist, wenn ab morgen alle Männer beginnen die Damentoilette auf zu suchen.
aber Frauenwelt muss ja nicht heissen, dass es immer nur um Kinder geht. Frauen sollten doch einen eigenen Entwurf der Welt haben, der nicht von den Männern bestimmt ist, was aber nicht heisst, dass er dem der Männer zu 100 % widersprechen muss, oder irre ich mich ?
“Denn mehr denn je haben Männer das Gefühl, von der Frauenwelt ausgeschlossen zu bleiben, während die Frauen in immer mehr ihrer Lebensbereiche eindringen.”
Die Frauen haben ja auch nicht auf eine Einladung warten können, als es darum gegangen ist, in die Berufswelt einzusteigen. Es gäbe wohl mehr als genug Frauen, die noch so glücklich wären, wenn Männer im Haushalt und in der Familie (ich gehe davon aus, dass sie das mit “Frauenwelt” meinen?) von sich aus mehr Verantwortung übernehmen würden……..
Was ich an diesem Blog irgendwie nicht kapiere, ist die Tatsache, dass hier Frauen andauernd über ihre Mutterprobleme reden.
Mütterprobleme – Elternprobleme – Wie heisst dieser Blog nochmal?
Der Blog heisst “Mama Blog – Kinder, Knatsch & Prosecco”. So hätte Aniston ihre Mutterrolle wahrscheinlich auch beschrieben. Der Prosecco scheint mir dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle einzunehmen
vielleicht ein wenig off-topic aber…
ich hatte gestern abend mein mann gefragt ob er denn mit mir tauschen würde, wenn das ohne probleme (d.h. alles identisch. keine lohndifferenzen, keine rollenvorgaben der gesellschaft. einfach so tauschen.) gehen würde. d.h. ich würde 80% arbeiten (wie mein mann jetzt) und mein mann würde 40% und sich drei tage die woche alleine um die kleinen kümmern.
zu meiner grossen überraschung sagte er nein. auf keinen fall (obwohl er und viele andere männer immer wieder betonen wie gerne sie mehr zeit mit den kindern verbringen würden) meinte er. ich hingegen würde sofort mit meinem mann tauschen wollen. zu wissen, dass die kinder beim vater gutaufgehoben sind, würde mir das schlechte gewissen nehmen.
jetzt würde mich es wunder nehmen wieviele herren hier würden denn mit ihren ehefrauen 1:1 tauschen wollen? und wieviele frauen würden mit ihren männern tauschen?
Ich denke das ist gar nicht mal so off-topic!
Gute Frage! Ich selber bin zu jung um zu antworten. Aber ich kanns mir gut vorstellen, den Kinder- und Haushaltpart hauptsächlich zu übernehmen, und nebenbei noch ein wenig abreiten. Oder stell ich mir das zu einfach vor?
abreiten oder arbeiten ?
Abreiten? Die anderen Hausfrauen in der Nachbarschaft?
Ok, das kann man jetzt auch völlig falscher verstehen!
Mit nebenbei ein wenig arbeiten, meine ich Berufsarbeit in der Bank in der ich angestellt bin. Der Kinder- und Haushaltpart ist genau so arbeiten.
Aussteigen, aufsteigen, absteigen… und dann nach erwähntem Schema arbeiten natürlich, was denn sonst
Würde ich sofort machen!
was, abreiten ?
Mann, wo die Kommentare manchmal landen, noch einmal -hier-
Aussteigen, aufsteigen, absteigen… und dann nach erwähntem Schema arbeiten natürlich, was denn sonst
lara, das ist wohl die falsche frage – die frage müsste wohl eher lauten, weshalb sich die paare nicht vor der familiengründung über ihre zielrollen klar werden.
lara + marcel wären offensichtlich das ideale paar, aber leider haben sie es zu spät rausgefunden.
darf ich fragen, ob du Muslim bist ? Mir scheint, du bringst hier eine muslimische Note in die Diskussion …
severin, in traditionellen familienverhältnissen bleibt die frau zuhause und der mann geht anschaffen.
lara möchte anschaffen gehen und marcel zuhause bleiben. offensichtlich wollen die jeweiligen aktuellen partner jedoch diesen rollentausch nicht vornehmen. bleibt als lösung für lara + marcel nur der partnertausch
dies wäre bestimmt weder gut christlich, noch muslimisch, dafür echt rational!
“auf keinen fall meinte er.”
Begründung?
Wenn ich betrachte wieviele Frauen ihre Männer betreffend Haushalt und Kinder “dominieren”, dann ist m.E. in den jeweiligen Fällen ein Nein verständlich.
Weil Frau Aniston den Vater ihrer Kinder kennen will, fragen sie sich ob sie schon mal Biologieunterricht hatte?!
verstehe ich auch nicht, diesen Satz.
hilft uns jemand ?
Ja, weil man im Biologieunterricht lernen sollte dass Frauen nicht ewigs Kinder kriegen können. Und die Autorin meint damit dass bis Frau Aniston den passenden Mann kennen lernt, es zu spät sein kann.
Den Blog zusammengefasst in einer Frage
teetrinker ist ein hoffnungsloses und auf das stadtgebiet beschränktes city kid – hat noch nie etwas vom “göfferli-muni” gelesen
In dem betreffenden Abschnitt wo dieser Satz vorkommt, steht nirgends, dass sie sich ggf. auch mit der Tatsache abfindet nie Kinder zuhaben, oder auch nicht. Dem entsprechend kann sie m.E. trotz gutem Biologieunterricht sich äussern mit “Kinder natürlich zu zeugen”.
Die Frage vom Teetrinken ist m.E. logisch, nachvollziehbar.
Wenn man davon ausgehen würde, dass jede Frau unbedingt Kinder will, dann hätte der betreffende Satz sinn. Nur dabei tut man leider eines: Alle Frauen in den selben Topf werfen.
ali ferkous, wieso musst du hier einen auf Konfrontation geben ? @ Melanie Meier. Süss, ihre Erklärung. Es wirklich ergreifend, wie man sich hier mit Jennifer Aniston identifiziert. Man könnte meinen, die arme Aniston hätte die Mama-Blog-Spin-Doctor’s nötig …
hm, wollte nur darstellen, dass aniston vielleicht doch etwas mehr von biologie versteht als teetrinker annimmt
gebe zu, war nicht politically correct, hätte wohl besser einen wissenschaftlichen artikel über KB, in downtown switzerland besser als AI bekannt, geschrieben
ganz schön gerissen, deine Rhetorik
downtown Switzerland ? Down Town Zurich heisst das doch, oder etwa nicht ? Und bei KB und AI, da dröhnt mir ganz schön der Schädel …
Der Fluch des Geldes. Hätte sie nicht soviel Möglichkeiten die liebe Aniston, wär sie glücklicher. Aber wir schauen ja alle auf solche Leute hinauf, wo keiner und wirklich keiner das Leben das wir zu99.9% führen, nur für eine Sekunden kennengelernt haben.
Der Teufel steckt im Detail und in jeder neuen Möglichkeite die einem besser erscheint. Ich bewundere solche Leute keine Sekunde und es interessiert mich noch weniger was mit denen passiert, den mein und deren Leben ist nicht zu vergleichen.
Deshalb hoffe ich, das auch die Frauen hierzulande ein solches Bewustsein haben um zwischen Märchenprinzessin Anistion und ihrer eigenen Realität zu unterscheiden.
Hauptsache nie alleine sein. Das ist genau was die meisten nicht können. Den erst wenn du alleine bist, wirst Du dich mit Dir selber auseinandersetzen, vorher ist die Macht der Möglichkeiten zu gross.
Babylonische verwirrung in den Köpfen der heutigen Frauen?
… offensichtlich nicht nur in den köpfen der heutigen frauen!
@Tobe or not Tobe…
Ja, der Fluch des Geldes…und die damit zusammen hängenden Kurzschlüsse wie z.B. das Aniston-Syndrom. Das interessiert mich persönlich eigentlich auch herzlich wenig. Da gebe ich Dir zu 100% Recht!
Ähm…wieso denn babylonische Verwirrung? Und das mit dem Alleinsein besprichst Du am besten mit einem absoluten Kenner: dem Eremit, welcher hier regelmässig nachts vorbeischaut, ok? ;-
hmm alleine sein ist nicht das Thema, aber nur durch das Gefühl ganz alleine dazustehen ist Mann wie auch Frau gezwungen nur mit sich selber klar zu kommen. Und genau das können viele nicht. Sie brauchen ständig jemand um ihre eigenen Schwächen zu übertönen. Das widerspiegelt sich natürlich im ganzen Leben.
“BABY”-lonische Verwirrung könnten auch die verwaschenen Wahrnehmungen unser heutigen Frauen sein,denen allen eingebläut wurden, das sie als Prinzessinen geboren wurden. Damit meine ich natürlich nicht Alle, den Gott sei dank gibt es noch Frauen mit durckblick und Sinn für Realität.
wo keiner und wirklich keiner das Leben das wir zu99.9% führen
Andererseits haben viele SchauspielerInnen vor ihrem Erfolg sehr tief “unten durch” müssen.
Allerdings ist vielen der Erfolg zu Kopf gestiegen – oder sind dies die fast unvermeidlichen Pülverchen, Pillchen etc.?
Zum Alleinsein: viele können sich nicht mit sich allein sein, oder gar mit sich auseinandersetzen – das haben sie nie gelernt, und viele haben wohl auch Angst zu erkennen, wie trivial ihr Leben ist.
Also alle, die sich über die Prominentenreferenz Aniston aufregen: Hätte Margrit Allenspach-Syndrom besser geklungen? Oder Emma Hauri-Syndrom? Klar, hätten alle sofort gewusst, um was es geht!
es geht wohl eher darum, dass Aniston eine ganz bestimmte Vorbildfunktion übernimmt, oder etwa nicht ?
vorbildfunktion? ich hoffe nicht!
aniston ist wohl eher eine symptom-symbolfigur
Aniston ein Vorbild? Leider ja für viele Gala/Klatschblattleser die ihr leben auch gerne so leben möchten. Doch ist das realistisch? Nie und nimmer, hier wird euch und den jungen Mädchen etwas vorgemacht.
Ja Tante Emma hätte niemand interessiert, doch die Plagen andere Probleme. Sind wir uns da einig?
es geht darum, dass Anistion ein ganz bestimmtes Rollen-Vorbild verkörpert. Dieser Satz wird wahrscheinlich nicht bei allen gut ankommen. Aber jemand muss ja mal auf die ganze Hollywood-Problematik aufmerksam machen.
@Severin: Ja das ist sehr unbeliebt.
Mal ganz ehrlich die Damen in dem Blog: Wer von euch liest nicht ab und zu ein Klatschheftchen? Stars sind Vorbilder wie auch abschreckende Beispiele für was man werden oder nicht werden sollte. Doch klangheimlich wünscht sich jede von euch, einmal die Auswahl zu haben wie eine Multimillionärin?!
“Doch klangheimlich wünscht sich jede von euch, einmal die Auswahl zu haben wie eine Multimillionärin?!”
Nein, die meisten wünschen sich so auszusehen wie Jennifer Aniston nicht so viel Geld zu haben wie sie (= die Auswahl an Männern zu haben wie eine Frau die so aussieht)
was sie ist und wie sie aussieht, das kann man doch schlecht trennen. Man sieht schliesslich so aus, wie man ist, d.h. wieviel Geld man hat, welche Kleider man kauft, welche Frisur man hat, welches Make-Up man benutzt usw. und dies ist u.a. abhängig von den finanziellen MItteln, oder nicht ?
hmm reiche leute sehen nicht per se besser aus. klar man kann sich den personal trainer leisten usw. den körperbau und das gesicht hat man. egal wieviel kohle auf dem konto ist.
aha, und Jennifer Aniston sieht demnach so super aus ? Finde ich nicht !
sind wir doch realistisch. jennifer aniston sieht besser aus als 95% der frauen. sie ist schlank, proportional und hübsch. klar gibt es je nach geschmack andere frauen, die für sie vielleicht besser aussehen. objektiv gesehen gehört sie aber sicher zu den attraktiven.
aber warum diskutieren wir überhaupt darüber?
tragisch ist, dass frauen immer noch lieber schlänker und hübscher wären als sie sind. gut gilt auch für männer, die wollen einfach mehr geld und mehr macht.
daran wird sich wahrscheinlich nie was ändern. die wenigsten sind zufrieden mit dem was sie haben.
das kommt doch wohl auf’s gleiche heraus, oder etwa nicht ?
Das Problem der Frau Aniston ist doch reichlich eigenartig: Da gibt es hunderttausend Männer, die wohl kaum zögern würden, die Dame ohne Umschweife zu, äh, begatten. Und sie hat Probleme, “den Richtigen” zu finden? Drehen wir die Sache doch mal um. Stellen wir uns vor, Frau Aniston würde einen netten, leider vorübergehend arbeitslosen Klempner ehelichen und mit ihm ein Kind zeugen. Ich bin überzeugt, es gibt genügend nette, arbeitslose Klempner da draussen, die nichts dagegen einzuwenden hätten. Würde Frau Aniston das wollen? Sicher nicht. Die Kategorie Männer, welche für sie überhaupt in Frage kommt, ist ungefähr so rar gesät wie weisse Elefanten. Er muss aussehen wie Brad Pitt – und wenn er nicht mindestens über, sagen wir mal, einige Millionen USD verfügt und Zugang zur High Society hat, dann wird’s wohl auch nix werden. Frau Carla Bruni verzichtet immerhin auch gerne auf ein ansprechendes Äusseres bei ihrem Ehegatten, sofern dieser dann wenigstens Staatspräsident ist.
Was lernen wir daraus? Frauen suchen auch nach 40 Jahren Feminismus noch immer nach dem Ehegatten, der ihnen zu Status und Geld verhilft. (Ausnahmebeispiele bestätigen die Regel.) Hat Mann das nicht, dann ist er eben kein potentieller Gatte. Zumindest nicht für Frau Aniston. Je attraktiver die Frau selbst ist, desto höher die Ansprüche an Status und Geld, die bitteschön der Gatte mitbringen soll. Als Cinderella-Komplex würde ich das bezeichnen. Noch immer, auch mit 40 Jahren noch, wartet Cinderella darauf, von einem Ritter auf weissem Pferd entführt, zur Gattin genommen und dann be-, äh, gattet zu werden.
Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass Frauen ihre eigenen Fantasien kritisch hinterfragen.
Alles bloss meine eigene Einbildung? Mitnichten. Schauen wir uns zwei Dinge an:
1. Rechts neben diesem Kommentar gibt es auf der Webseite, die mir gerade angezeigt wird, einen kleinen Kasten. Darin ist eine attraktive, jüngere Frau abgebildet. Der Bildtext lautet: “Einsame Spitze – Wer will mich? Sie ist schön, sie ist klug – aber sie findet keinen Mann fürs Leben und für ihre Kinder. Das Drama der Alpha-Frau. Einsam an der Spitze.”
Oh wie bedauernswert. Man sollte sich den Text zu Gemüte führen. Der Grundton lautet: “Die Frauen sind zwar spitze in Beruf und Forschung, aber irgendwie klappt’s einfach nicht im Liebesleben.” Die armen Frauen sind Opfer ihres eigenen Erfolgs!
Jetzt drehen wir das mal geschlechtsspezifisch um. Angenommen ein Mann hat unglaublich Erfolg bei den Frauen, jede Woche legt er eine neue flach. Nur klappt’s leider nicht im Beruf. Ist ein solcher Mann Opfer der Umstände? Ist ein solcher Mann bedauernswert?
Weiter behauptet der Artikel: “Das Gros der Männer zieht volle Lippen und Jugendlichkeit den neuen weiblichen Tugenden Bildung, Durchsetzungskraft und Ehrgeiz vor. Umgekehrt folgt das Gros der gebildeten, erfolgreichen Frauen vielleicht dem Klempner bis ins Schlafzimmer aber selten vor den Traualter.” Da haben wir’s also. Die Spitzenfrau mag zwar vielleicht noch gerade Sex mit dem zitierten Klempner (ich habe nix gegen Klempner, ehrlich!) haben, aber ihn heiraten – also das dann doch nicht. Dass Männer mit Frauen, welche einen geringeren IQ haben als sie selbst, kein Problem haben, das zeugt doch eigentlich von einer grosszügigeren Haltung der Männer den Frauen gegenüber als umgekehrt, oder nicht? Der entscheidende Punkt ist eben: Der Klempner ist ein gesellschaftlicher Loser. Und sowas will Akademikerfrau partout nicht heiraten.
Noch weiter: “Die Folge: Je mehr die Frau den Mann bildungsmässig hinter sich lässt, desto kleiner wird der Pool der passenden Partner.” Klar. Die Fantasie ALLER Frauen ist ein Mann, der MEHR Status, Geld und Macht hat als die Frau selbst. Aussehen zweitrangig. Und eine Akademikerfrau hat bereits viel davon. Woher bitteschön soll da noch ein Mann kommen, der noch mehr hat als sie?
Die Fantasie von Männern ist eine komplett andere: Sex mit möglichst vielen attraktiven Frauen. Dazu braucht er weder zu heiraten, noch muss die Frau Status, Geld und Macht haben. Sondern die Frau muss einfach nur attraktiv sein. Heirat ist üblicherweise der Moment, in welchem ein Mann seine Fantasie zugunsten einer einzigen Frau aufgibt, während die Frau ihre Fantasie durch die Heirat realisiert. Dieses Ungleichgewicht ist bezeichnend.
2. Schauen wir uns mal kurz den zitierten Buchtitel an: “In Her Own Sweet Time: Unexpected Adventures in Finding Love, Committment and Motherhood”. Auch hier ist die Frau das passive Opfer äusserer Umstände. “Unexpected” sind also ihre Abenteuer. Als wäre es völlig unmöglich vorherzusehen, was mit einer Frau passiert, die nach einem Mann Ausschau hält.
Es ist wirklich Zeit für eine Änderung.
Nun, Lieber Pjotr, zu Deinen Punkten:
zu 1: Das Problem ist, dass eine Frau, die einen Mann mit einem höheren Status heiratet, als Aufsteigerin betrachtet wird, ihren höheren Status aber zumeist nur solange behält, wie sie mit dem Statusträger verheiratet ist. Umgekehrt aber erhöt sich nicht der Status des Mannes, der “nach oben” heiratet, nein, sie verliert einige Statuspunkte.
Mit anderen Worten: eine Frau wird immer noch – egal, was sie leistet – nach dem Status ihres Mannes bewertet. Was bei einem Mann selten der Fall ist. Sollte es ihm aber dennoch gelingen, so kann er durchaus seinen neu erworbenen Status behalten, wenn es ihm denn gelingt, im neuen Status Leistung zu erbringen. Der Klempner, der seinerzeit Liz Taylor geheiratet hat, hat das leider nicht begriffen.
Zu 2. Sapperlott, ein unerwartetes Abenteuer. Aber, mein lieber 0rlando, jedes Abenteuer ist unerwartet; wer auf ein Abenteuer (im Wortsinn) aus ist, muss ja Masochist sein. Abenteuer bestehen aus Schweiss, Blut und Tränen, und welcher vernünftige Mensch tut sich das freiwillig an?
Eine in Zürich tätige Psychologin hat geschrieben, eine Frau könne, egal wie alt sie ist, egal wie sie aussieht, jederzeit eine Affäre haben – da sieht man(n) mal wieder, wie nötig wir Männer doch den Sex haben! Deshalb denken wir wohl auch so oft daran.
2 fragen zur prüfung obenstehender hypothesen:
ist senatorin clinton weniger bedeutsam, weil sie einen abgehalfterten präsidenten zum gemahl hat, bzw.
war rita fuhrer weniger wert, weil ihr mann weder regierungsrat noch sonst ein notabler war?
hat die psychologin auch den tatbeweis angetreten – oder bloss das angeber-verhalten von männern kopiert?
‘eine Frau wird immer noch – egal, was sie leistet – nach dem Status ihres Mannes bewertet’ das ist doch bloss noch wunschdenken von einigen waidwunden männern und verkennung der realität von möchte-gern-feministinnen.
margreth thatchers & angela merkels ehegatten und selbst ruth metzlers partner sind und waren doch nicht einmal ziergemüse wie carla bruni sondern blosses beikraut.
ali ferkous:
Das stimmt alles, und Hut ab vor der Leistung all dieser Frauen. Der Unterschied zu dem, was ich meinte, liegt im a) Zeitpunkt:
a1. Wenn Frau X einen Herrn Regierungsrat heiratet, dann ist sie “Frau Regierungsrätin”. Was immer sie nun leistet, es wird nicht wahrgenommen werden, da sie (und das schwebt im Hinterkopf) das als die Frau des Regierungsrats getan hat.
a2. Wenn Herr Y eine Frau Regierungsrat heirater, dann ist er “das Beigemüse der Frau Regierungsrätin”. Da kann er etwas tolles vollbringen, und es wird ihm angerechnet.
a3. Hilary Clinton, Rita Fuhrer, Ruth Metzler, Margareth Thatcher und Angela Merkel waren auch schon aktiv, bevor sie heirateten, oder wurden aktiv, ohne dass sie eine herausragende Stellung ihrer Männer als Starthilfe benützten oder benützen konnten.
Carla Bruni ist doch das perfekte Beispiel: wer würde sich denn noch für dieses zweitklassige Ex-Model interessieren oder ihre Platten kaufen, wenn sie eben nicht die Frau von Monsieur Sarkozy wäre? und wo ist die vorherige Mme Sarkozy, die Monsieur le Président für eben diese Carla Bruni verlassen hätte?
Übrigens bringt die Psychologin das Beispiel einer 87jährigen, die ein Sexinserat laufen liess, um einen Partner zu finden. Obwohl sie offen ihr Alter angab, konnte sie sich nicht vor Angeboten retten…
da ich carla bruni nicht persönlich kenne, kann ich ihre qualitäten nicht beurteilen. ihre gesanglichen ausdruck würde mir zumindest für den hausgebrauch genügen
möglich, dass sie optisch nicht mit naomi campbell mithalten kann, aber die model-klassen-zugehörigkeit sagt wohl nichts über ihre beziehungstauglichkeit aus.
ehrlich gesagt, bin ich etwas erstaunt über den ausdruck ‘zweitklassiges Ex-Model’. ich dachte, StefanB ist ein frauenversteher, aber unter dem schafpelz guckt ein ‘male chauvinist’ hervor – oder täusche ich mich?
Ali Ferkous: Nun, zweitklassig ist immer noch besser, als dritt- oder viertklassig.
ich wollte nur sagen, dass sie den eigentlich grossen Durchbruch als Model nicht geschafft hat.
Nicht, dass sie keine attraktive Frau ist, und auch wenns nicht ganz an die Spitze gereicht hat, möchte ich die Leistung als Model oder auch als Sängerin von Frau Bruni nicht schmälern. Aber: wir würden hier nicht über Mme Bruni Sarkozy reden, wenn sie denn nicht den Präsidenten der Französischen Republik geheiratet hätte. Sie wäre einfach in der Fülle von trällernden Ex-Models, Schauspielerinnen, ex-Teenie-Stars, Ex-DSDS-Teilnehmern usw. untergegangen.
und übrigens: Sie haben Carla Bruni als Ziergemüse bezeichnet.
StefanB, ich glaube die zeitliche abfolge war etwas anders rum: Carla Bruni wurde von Sarkozy erkannt und geehelicht, weil sie bereits model und sängerin war. soviel ich weiss, darf sie seit der eheschliessung nur noch ausnahmsweise auf benefizveranstaltungen singen – aber da wissen gala-leserinnen besser bescheid.
Bruni habe ich als ziergemüse bezeichnet, weil sie immerhin noch eine funktion als zierde von Sarkozy hat, von den von mir als beikraut bezeichneten ehemännern von Thatcher, Furrer, Metzler und Merkel kennen wir in der regel nur den familiennamen – falls er gleichlautet wie derjenige der amtsinhaberin. oder kennen sie etwa den vornamen des gatten der expo.02-direktorin nelly wenger? die meisten dieser männer stehen wie ‘bestellt und nicht abgeholt’ da – nun auch wir machos müssen uns etwas umgewöhnen
lara, die stereotype vorstellung der frauen – auch der grossen – ist, dass der mann grösser sein muss als sie, und nicht wie ‘Little Big Man’ erst auf einen kübel stehen muss, um sie stehend zu küssen
wenn mann etwas in den singlebörsen rumguckt, findet er dieses stereotyp bestätigt. wenn eine frau über 1.80 ist, können halt auch die meisten männer den anspruch nicht erfüllen, dass die frau im stehen den kopf an seine brust anlehnen kann.
meines erachtens finden frauen eher kleinere männer als ‘unmöglich’ als die kleineren männer selbst. aber auch hier gilt natürlich: wenn man die traditionellen schemen kehren will, steht man im fokus der blicke.
dieser beitrag sollte natürlich weiter unten stehen bei
lara sagt:
17. August 2010 um 19:41
@Ali
Carla Bruni wurde von Sarkozy erkannt und geehelicht, weil sie bereits model und sängerin war.
stimmt schon, aber er war schon Präsident, als sie zusammengekommen sind, er stand also an der Spitze seiner Karriere, als er sich diese Trophy-Wife schnappte. Und was mit der anderen, vorherigen Mme Sarkozy passierte, interessiert heute keine(n) mehr. Übrigens passierte Hildegard Schröder das selbe, als ihr Mann Gerhard Bundeskanzler wurde und seine Affäre mit Fräulein Köpf “legalisierte”. Damals war ja noch wichtig, dass sie den Namen richtig rum schrieb, nicht ihren Namen zuerst
als mann kann man wenigstens etwas an seinem status machen. sprich mehr erfolg & geld = höheren status
als frau bist du entweder attraktiv oder nicht. kannst du nix daran machen. je älter desto weniger attraktiv
es gibt also umgekehrt… wahnsinnig viele liebenswerte, schlaue, fleissige & intelligente frauen die auch keinen partner bekommen weil sie einfach nicht attraktiv sind. mit denen hat gar niemand mitleid im gegensatz zu den sanitärn…
vielleicht sollten diese frauen einfach versuchen etwas witziger, spontaner und extrovertierter – kurz auffälliger – aufzutreten.
wir männer gucken zwar den schönen frauen hinterher, aber in einer beziehung ist es vielen von uns wichtiger, dass wir den draht zu einander finden. nicht umsonst steht die frage im raum, weshalb sich die frau eines blinden hübsch macht. wohl kaum, um ihrem gatten zu gefallen … hübsch aber doof käme bei mir nicht für mehr als eine nacht in frage
ali ferkeous: “wir männer gucken zwar den schönen frauen hinterher, aber in einer beziehung ist es vielen von uns wichtiger, dass wir den draht zu einander finden. nicht umsonst steht die frage im raum, weshalb sich die frau eines blinden hübsch macht. wohl kaum, um ihrem gatten zu gefallen”
Ich kenne keinen einzige Mann, der das nicht genauso sieht. Und der Vergleich mit der Frau eines Blinden ist sehr speziell- so kann man es auch ausdrücken.
Iara: es gibt durchaus auch Männer, die eine liebenswerte, schlaue, fleissige und intelligente Frau attraktiver finden als ein Möchtegern-Model. Doch manchmal habe ich den Eindruck, weil die meisten Männer schönen Frauen hinterherrennen, haben diese Frauen das Gefühl, dass das, was ihnen “übrigbleibt”, sei nur von minderer Qualität, eben zu wenig männlich, genau weil sie sich nicht die meisten auf diese Top-Starlets stürzen.
sorry aber das ist wie wenn frauen behaupten der status des mannes ist ihnen egal. ich kenne kein einziges paar, in welchem er sehr viel besser aussieht und sie eine ganz tolle, lustige und intelligente ist.
es ist zwar lobenswert was sie sagen, aber nicht was ich täglich sehe.
vielleicht besser gesagt: ich denke viele männer finden lustige, belesene usw. attraktiver als die ‘nur’ attraktiven. die frauen, welche über 1.80, harte gesichtszüge haben, grossen knochenbau haben und mit wenig kurven gesegnet sind, können noch so nett, lieb und lustig sein sie werden von den männern gar nicht wahrgenommen.
Iara, das mag schon sein, aber ich hab auch nicht behauptet, diese Männer sehen aus wie Brad Pitt oder Johnny Depp…
sie werden von den männern gar nicht wahrgenommen.
von den Männern nicht wahrgenommen, oder: nicht von den Männern wahrgenommen, die sie gerne hätten?
lara, die stereotype vorstellung der frauen – auch der grossen – ist, dass der mann grösser sein muss als sie, und nicht wie ‘Little Big Man’ erst auf einen kübel stehen muss, um sie stehend zu küssen
wenn mann etwas in den singlebörsen rumguckt, findet er dieses stereotyp bestätigt. wenn eine frau über 1.80 ist, können halt die meisten männer den anspruch nicht erfüllen, dass die frau im stehen den kopf an seine brust anlehnen kann.
meines erachtens finden frauen eher kleinere männer als ‘unmöglich’ als die kleineren männer selbst. aber auch hier gilt: wenn man die traditionellen schemen umkehren will, steht man im fokus der blicke.
von wegen kurven: ja, wir männer blicken auf grosse busen, kurven etc. das heisst noch lange nicht, dass wir diese frauen auch wirklich wollen, bloss wegen dem busen, den kurven. die frauen, so scheint mir, scheitern eher an ihren eigenen kriterien als an denjenigen der männer.
Gretchenfrage: Warum gehen die berühmt-berüchtigten Klempner eben in den meisten Fällen doch nicht leer aus? Weil sie nur noch bei Aldi an der Kasse fündig werden? Haha! Dieses Status-Heiraten ist halb Phantom, halb Wirklichkeit, die Grenzen dürften wohl fliessend sein. Man kann zwar nicht ganz ausschliessen, dass Frauen nach oben heiraten, aber so richtig wahr ist es in vielen Fällen eben doch nicht. Geld spielt bei den meisten Frauen eine Rolle, zweifellos, aber es gibt auch genügend Frauen, die auf eigenen Beinen stehen. Ich könnte jetzt mit dem Finger auf Frauen in einem ganz bestimmten Teil in Europa zeigen, denen fehlt dieser ganze, bequeme Versorgeranspruch- und Statusblock sozusagen vollkommen: Die stehen auf eigenen Beinen- und zwar deshalb, weil sie nichts anderes gelernt haben (Stichwort Sozialisiation). Wie weit die von uns entfernt sind? Luftlinie ca. 1000 Kilometer. Und es gibt hunderttausende von ihnen… mittlerweile auch hierzulande. Also, schaut Euch mal um, Männer: Meistens erkennt man sie an ihrem Dialekt.
haha, herrlicher beitrag!
zum inhalt: genau, raus aus der opferrolle!
und so geht’s: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/8618/die-5-dating-fehler-von-frauen/
Da sind wir wieder beim CINDERELLA COMPLEX!!! Dies beschreibt für mich ganz genau das Problem für Madame Aniston. Ihr wollte einen Prinzen, wir aber keine Prinzessinnen und wann dann mit Hof und Gut.
Eine witzige “analyse” von Pjotr Petrovic, auch wenn sie etwas wenig in die Tiefe geht.
Interessant ist da auch die Rolle des Ansprechens und Umwerbens: Bis anhin war dies die Pflicht der Männer. Nun mit dem angeblich durchschnittlich höheren Bildungsniveau der Frau ist es mehr und mehr die Pflicht der Frau. Mag sein, dass es täuscht, dass Frauen dabei zu sehr gruppendynamisch sind wie bei der Mode: Alle Frauen wollen (als erste) das selbe paar Schuhe, bzw. in unserem Fall Brad Pitt. Nur dabei läuft die Zeit davon und am Ende gehen viele leer aus.
Naja bei Madame Aniston mag das ja wohl nicht der Fall sein.
Die 08/15. Oder sagen wir, Frauen wie (ich, du, sie, wir) die sich
total in der Durchschnittszone bewegen wollen eine gute Bildung
damit man dem Nachwuchs auch etwas bieten kann.
Was bringt eine Familie Mitte 20? Mache Menschen haben andere Träume!
Frau Aniston möchte Nachwuchs, andere Frauen möglicherweise NICHT.
In der heutigen Zeit, wird man komisch angeschaut und eingeteilt, sprich schubladisiert:
1) zu spät Kinder hat (Erfolgssüchtig & Karrieregeil)
2) zu früh Kinder hat (Verantwortungslose Working Poor die sich nur über die Kinder definieren)
3) Gar keine Kinder hat (Egomanen & Hartherzige)
Toll, es lebe das Klischee
Genau meine Meinung. Oft kommt es sowieso anders, als wir es geplant haben. Das Leben macht uns sozusagen einen Strich durch die Rechnung. Was natürlich nicht heisst, es nützt nichts, sich zu überlegen, was wir im Leben erreichen, wie und mit wem wir unser Leben leben wollen.
++
Sorry für den provokativen Titel, aber lasst ihn mich etwas erörtern:
Welcher gut aussehende, intelligente und ordentlich verdienende Mann will eine Karrierefrau?
Um als Frau einigermassen Karriere zu machen, muss Frau gewaltig egoistisch sein können, knallhart agieren und unnachgiebig ihre Ziele verfolgen. Dann stellt sich der Erfolg im Berufsleben sicherlich ein, aber will MANN sowas zuhause?
Ich für meinen Teil habe dann lieber die liebevolle, verständnisvolle Frau, die sich Kinder schon immer gewünscht hat, mich unterstützt und nicht neidisch auf meine Lohnzahlungen guckt und sich ständig mit mir vergleicht und irgendwann nach der Schwangerschaft ihr “altes Leben” zurück haben will.
Eine Karrierefrau kann ihr jahrelanges “Mannsein” doch nicht mit einer Schwangerschaft ablegen und plötzlich zur zufriedenen Mama werden. Lächerlich.
Und genau DESHALB sind Karrierefrauen oft einsam. Weil MANN sich nicht etwas Mühsames/Schwieriges nach Hause holen will.
“Normale” Frauen sind komplex genug ^^
Ich glaube diese Antwort gehört zu einem anderen Thema….aber dennoch:
++
..es ist die Kombination von Unabhängigkeit, ökonomischer Macht und der modernen Hochstilisierung des Individualismus. Wir Frauen haben die Wahl. Und wir wählen zunächst den Beruf und erst viel später, manchmal zu spät, das Baby. Die Familie, so haben wir gelernt, die kann warten. Und dabei verdrängen wir, dass sie nicht ewig warten kann.
Genau so siehts aus. Wieder mal die Qual der Wahl..
Das betrifft aber alle Menschen die in der “westlichen” Konsumwelt leben, nicht nur Frauen. Die Frauen stehen allerdings in der un/glücklichen Lage darüber zu bestimmen (bis) wann sie Kinder bekommen.
Es gab wohl kaum eine Zeit, in der ein einzelnes Individuum in seinem Leben so viele komplexe Entscheidungen treffen konnte wie heute, um sein Leben selbst zu bestimmen. In Anbetracht all der Konsum/Erlebens-Möglichkeiten die das Leben hier so bietet, müssten wir etwa 3x so alt werden wie heute um all das was wir wollen (sollen), auch zu erleben und nicht ob der verpassten Gelegenheiten frustriert zu werden.
DAMIT umzugehen ist eine echte Kunst und sollte den Kindern vorgelebt/mitgegeben werden.
Jennifer Anistons Problem, angeblich keinen passenden Partner bzw. “Erzeuger” ihrer Kinder finden zu können, ist für mich kaum nachvollziehbar. Mein Mitleid mit ihr und ähnlichen Frauen (prominenten und nichtprominenten) hält sich allerdings in sehr engen Grenzen, denn Aniston muss ihre Ansprüche bezüglich Prominenz, Reichtum, Intelligenz, Originalität, Talent und gutes Aussehen in derartig utopische Höhen getrieben haben, dass da kein realer Mann mehr mithalten kann, und sollte es doch einen derartigen Idealmenschen geben sollte, ist er schon längst vergeben. Man kann es noch mit Unreife und Naivität entschuldigen, wenn schöne junge Frauen mit dem typischen abweisenden “Unter-Brad-Pitt-und-Co.-läuft-bei-mir-absolut-nichts-Blick” durch die Welt stolzieren, aber nicht bei einer Frau über 40.
Vermutlich ist Anistons Vorstellung eines perfekten Partners eng verknüpft mit ihrem Wunsch nach vollkommen gesunden, wunderschönen, intelligenten und liebenswürdigen, also wiederum perfekten Kindern. Leider kollidiert diese Hollywood-Mentalität (”warum soll ich mich mit dem garstigen Unvollkommen begnügen, wenn ich doch das Vollkommene haben könnte?”) mit der Realität, in der leider vorwiegend die Wahl zwischen dem Unvollkommenen und dem Garnichts besteht. Und wer dann zu lange wartet, den bestraft die unerbittliche Zeit.
klingt etwas verbittert, edoardo. ich vermute, kein mann traute sich, Aniston in der nachfolge von brad pitt anzubaggern
Zuerst einmal Danke für den guten Artikel, der sehr viele Aspekte beleuchtet, aber etwas Wichtiges weglässt: Die Kinder.
Unsere Welt ist Ich zentriert, passt das Kind zu meinem Leben, zu meiner Karriere….
Aber wie oft fragen wir uns: Passen wir zu diesem Kind? Kinder kriegen heisst die Werttabelle auf den Kopf zu stellen, nicht mehr für das ich zu schauen, sondern für die Kinder (jeweils bei mir der Fall).
In diesem fall heisst dies: Passen alte Eltern zu einem Kind? Bin ich noch in der Lage mit meinem Kind rumzutrollen, wie es sich gehört?
Besteht unter vernünftigen annahmen eine Chance, dass die Nachkommen meines Kindes noch Grosseltern haben, oder werde ich für meinen Nachwuchs schon zur verknöcherten Altlast, bevor dieser Nachwuchs selbst erwachsen ist?
Auch diese Fragen, wie es für ein Kind ist, alte Eltern zu haben, sollten bedacht werden
Ich bin selber 23ig und Studentin. Oft bin ich damit konfrontiert, dass Leute (alt und jung, Männer und Frauen) mich extrem schräg ansehen wenn ich sage, dass ich lieber vor oder knapp nach 30ig Kinder haben möchte. “Aber jetzt bist du doch an der Uni!” “Die Zeiten sind doch vorbei, weisst du wie jung 30 ist? Du solltest schon noch 10 Jahre arbeiten und etwas aufbauen bevor du dann langsam an Kinder denkst” und mein Liebling von den Damen so zwischen 50 und 80: “Weisst du, wir haben eben noch kämpfen müssen, damit wir auch eine Ausbildung haben konnten, und solche Frauen die dann heutzutage trotzdem Kinder haben bevor sie Karriere gemacht haben, die sind jetzt kontraproduktiv.”
Persönlich sehe ich nicht ein, was daran falsch ist lieber Mutter zu sein als krankhaft zu arbeiten. Wenn jemand keine Kinder möchte, dann ist das natürlich etwas anderes. Aber die Frauen die einfach noch warten wollen, damit sie dann das Geld und die Wohnung und den Job und den Mann haben den sie sich immer erträumt haben und dann realisieren müssen, dass sie rückblickend vielleicht doch etwas früher hätten beginnen müssen mit der Familienplanung. Das finde ich einfach dumm und traurig.
Emanzipation bedeutet meiner Meinung nach, dass man als Frau heute frei entscheiden kann was man mit seinem Leben anfangen möchte. Und nicht, dass man jetzt gezwungenermassen 100% auf “Die Karriere” setzen muss. Arbeiten müssen wahrscheinlich die meisten, die Zeiten in denen man zuhause bleiben konnte bis die Kinder in die Schule oder Kindergarten kamen sind wohl auch für die meisten vorbei. Aber eben. Ich finde es ist in einem gewissen Ausmass in der Natur der Frau, dass sie darüber nachdenkt Kinder zu kriegen. Wenn man das, meiner Meinung nach meistens nur auf Druck von aussen hin, verdrängt, dann schadet man nur sich selber. Die anderen mit ihren gescheiten Vorschlägen, wie die moderne Frau von heute ihr Leben zu leben habe, müssen das Leben schlussendlich dann ja nur von aussen beobachten und stecken nicht selber in der Situation.
Aber bald haben wir sicher eine ganze Generation von frustrierten, älteren Frauen in der Menopause, mit ganz vielen Katzen. Damit sie nicht alleine sind. Und die in der teuren Eigentumswohnung sitzen und irgendwie nicht wissen was ihnen eigentlich genau fehlt im Leben.
Ich stimme mit dir überein, was die freie Entscheidung betrifft. Mir gefällt nur der letzte Abschnitt nicht, denn ich sehe in meiner Familie und Bekanntschaft viele Frauen in der Menopause ohne Kinder, die weder frustriert sind noch viele Katzen haben.
Eines meiner Ziele im Leben war und ist, zufrieden zu bleiben, was immer das Leben mir bringen wird. Auch Kinder sind kein Garant für diese Zufriedenheit.
@ Lilly: wenn Emanzipation den Frauen die Möglichkeit gibt, zu arbeiten oder Kinder zu bekommen oder mit Ach und Krach beides zu schultern, also zu wählen, was bitte bedeutet Emanzipation dann für die Männer?
Was wäre, wenn der Mann eines Tages heimkommt und zu seiner Partnerin sagt: “Schatz, das Kind muss ja nicht mehr gestillt werden und ich kann mich genauso gut darum kümmern. Ich habe übrigens heute gekündigt. Ab sofort will ich mich nur noch ums Kind kümmern und du verdienst bitte unser aller Lebensunterhalt.” – Das wäre dann Wahlfreiheit auch für den Mann (welche die emanzipierte Frau ganz normal für sich in Anspruch nimmt). Ist die emanzipierte Frau bereit, ihm diese Wahlfreiheit zuzugestehen?
Bitte beachten: mit Emanzipation gibt es nicht nur mehr Rechte, sondern auch mehr Pflichten.
anita, wenige deutschschweizer frauen möchten die versorgerinnerolle übernehmen – ich habe bisher nur eine kennengelernt, die das mal versucht hat und meint, diese verantwortung möchte sie nie mehr übernehmen. wenn dies bei dir anders ist: hut ab, du scheinst eine der wenigen frauen in der deutschschweiz zu sein, die nicht glauben, emanzipation sei eine einbahnstrasse.
Mittlerweile ist eine Frau die studiert und an ihrer Karriere arbeitet ja nichts Ungewöhnliches mehr. Studium: kein Problem, Karriere: warum nicht?, Kind: schwierig. Müssen wir uns zwischen Beruf und Familie entscheiden oder sollte es nicht möglich sein beides in einem gesunden Gleichgewicht zu vereinen? Beispiel Finnland: Krippenplätze in den Firmen der arbeitenden Mütter: Das ist Entwicklung.
Irgendwie macht es doch mehr Sinn, erst die Kinder zu kriegen und dann Karriere zu machen.
Mit 20 Kinder, mit 30 an die Uni und ab 40 Karriere würde in groben Zügen hinhauen und wäre biologisch viel sinnvoller.
Schon nur weil man mit 20+ die durchwachten Nächte viel besser verkraftet als mit 40+.
Durchaus denkbar, aber wie soll das Studium mit 30 finanziert werden? Stipendien und Darlehen gibts momentan nur, wenn man die ganze Ausbildung in einem Rutsch macht.
“Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?”? Wie bitte? Nachdem den Damen kein Mann fein genug ist? Diese Frauen sind zu recht kinderlos und sollten es bleiben. Sanfte Evolution, die Darwin noch nicht kannte.