Leben


Mamablog-Redaktion am Freitag den 23. Juli 2010

Herumstreunende Kinder

Eine Carte Blanche von Mamablog-Userin Christine Flunser

MAMABLOG-DOG-CHILD

Womöglich ist es nur ein Missverständnis: Hund, Kind und Ball. (Bild: Kaye Blegvad)

Wie gefährlich sind Kleinkinder für Hunde? Die Frage ist eine Provaktion, ich weiss. Eigentlich müsste sie lauten: «Wie gefährlich sind Eltern, die die Sorge um das Wohlergehen ihrer Sprösslinge der Allgemeinheit überlassen, für Hunde?»

Meine Australian Shepherd Hündin und ich sassen letzthin an einer Uferpromenade in einem Strassenkaffee, genossen die Aussicht auf das Wasser und beobachteten flanierende Passanten. Meine Hündin lag ruhig zu meinen Füssen, wie sie es immer in Restaurants tut. Und ich war trotzdem wie immer auf der Hut – denn ich weiss, dass sie ein Magnet für Kinder ist. Deshalb habe ich auch sofort reagiert, die Leine straffer genommen, als sich uns zwei Frauen näherten, die eifrig am Diskutieren waren und offensichtlich den Knirps, der vier Meter hinter ihnen her watschelte, total vergessen hatten. Er wird zwischen zwei und drei Jahren alt gewesen sein, denn seinem breitspurigen Gang an trug er noch Windeln.

Wie kann man ein so kleines Kind auf der Strasse auch nur für eine Sekunde aus den Augen lassen? Der Knabe sah meine Hündin, kam strahlend auf sie zugetappt, zog die Hand aus dem Mund und versuchte mit ausgestrecktem, von Speichel triefendem Zeigefinger, ihr Nasenloch zu treffen.

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen ein Wesen, das ungefähr ihre Grösse hat, plötzlich seine Tatze ins Gesicht strecken würde? Vermutlich würden Sie den vermeintlichen Angreifer mindestens wegschubsen. Hätte meine Hündin das getan und der Knabe wäre hingefallen, hätte sich die Haut aufgeschürft, oder schlimmer gar ein Loch im Kopf gehabt, würde sie ab jetzt wie ein Schwerverbrecher behandelt. Müsste zum Wesenstest antraben, bekäme eventuell lebenslänglich Maulkorb- und Leinenpflicht verordnet. Und wehe, wenn es ganz dumm gelaufen wäre, wenn sie sich auf die einzige Art gewehrt hätte, über die sie verfügt, und wenn sie gebissen hätte, ja, dann würde sie wohl hingerichtet werden. Mit der Giftspritze. Weil die Mutter am Schwatzen war.

Was wäre passiert, wenn der Knirps stattdessen vor ein Auto gelaufen wäre? Ich möchte nicht in der Haut dieses Autofahrers stecken, der, wenn auch völlig unschuldig, damit leben müsste, ein Kind getötet zu haben. Weil die Mutter am Schwatzen war. Zumindest würde der Autofahrer nicht zum Tod verurteilt.

Wer ist für das Wohlergehen von Kleinkindern verantwortlich? Wir Hundehalter?

Die Redaktion dankt Mamablog-Userin Christine Flunser.

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345 Kommentare zu „Herumstreunende Kinder“

  1. sydney sagt:

    Wir haben Hund und Kind. Es ist nun mal so, dass beide unberechenbar sind, und wir nie 100% Sicherheit haben das nichts passiert. Hundertausende von Familien mit kleinen Kindern wie wir besitzen Hunde und leben in einer harmonischen Beziehung.
    Die Schuld ist weder bei den Hunden noch bei den Kindern zu suchen. Sie liegt eindeutig bei den Haltern und Eltern.
    Sie können einen gut erzogenen Hund aus nahezu jeder sicherheitsrelevanten Situation abrufen und darum nimmt die Erziehung
    des Hundes dabei eine Schlüsselrolle ein. Eltern sind aufgefordert, ihren Erziehungsauftrag ernst zu nehmen und den Kindern klar
    machen was es darf und was nicht.
    Wenn ich z. Bsp. den Hund an der Leine an einem Hundehaken anbinde und in einen Laden gehe wird der Hund ohne Erlaubins
    angefasst und gestreichelt. DAS GEHT NICHT! Und das noch in Begleitung von den Eltern. Soviel müsste man seinen Kindern
    noch beibringen können, oder?

  2. akel sagt:

    nein, hundehasser bin ich gar nicht. dafür habe ich jetzt ein kind und dann ändert sich die perspektive.

    hunde waren in meiner kindheit und jugend in erster linie nutztiere (wach- und jagdhunde). und im umgang mit ihnen gibt es regeln. dazu gehört, dass der hund in der hierarchie nicht über menschen stehen darf. ich sage nicht, dass menschen hierarchisch über dem wert oder existenzrecht des tieres stehen. was ich aber bei vielen hundehaltern sehe (und teils auch hier lese), ist eine gewisse arroganz und unwissen. der besitzer ist rudelführer und der hund folgt dem besitzer. dazu gehört eine konsequente erziehung, aber auch wissen über hundereaktionen, sprich über das tier, was man sich hält. schuld sind bei zwischenfällen, wie hier oft geschrieben wird, jedoch die eltern, die kinder, die ignoranten mitmenschen (manche eltern sind tatsächlich sehr nachlässig). trotzdem hat sich ein hund von babies und kleinkindern fernzuhalten und nicht zu beissen. das sollte das grundtabu sein.

    andererseits: einen grossen hund in der stadt zu halten, ist erstmal luxus, wachhunde ausgenommen. stadthunde haben eigentlich keine aufgabe, ausser ihre besitzer zu erfreuen.

    wenn ich beispielsweise in vollbesetzten berner stadtparks niedliche frauchen sehe, die ihrem (selbstverständlich nicht angeleinten) staffordshire zur begrüssung die zunge in den hals stecken bzw. sich vom tier die zunge in den hals stecken lassen, dann klappt mir alles nach innen. selbstverständlich ist es ein liebes tier. und selbstverständlich würde ich auch nicht meckern, wenn der stadtpark nur halb so voll und nur halb so viel gegrillt würde. aber an sonntagnachmittagen neben vollbesetzten spiel- und grillplätzen mit vielen kindern, die ihren hals und ihr gesicht in maulhöhe haben, den hund nicht anzuleinen, finde ich schon sehr realitätsfremd. jedenfalls wenn ich von meinem gefühl ausgehe: ich würde meinem hund ungern die dicksten grillschwaden und die lauteste musik zumuten. wenn der hund nun über den (ok nicht eingezäunten) spielplatz läuft, dann bitte ich die besitzerin, da es ja so voll ist, ihr tier an die leine zu nehmen. und dann höre ich: gehen sie nach zürich. wir sind hier in bern. da muss ich das nicht tun. wie bitte? es muss also erst was passieren, und dann gibt es diese unsägliche kampfhund-diskussion und vielleicht einen leinenzwang. und lustigerweise sind es gerade diese leute, die sich am lautesten über regulationen beschweren.

    im kanton bern gibt es kein gesetz und das finde ich eigentlich auch gut, solange gerade-jetzt-hundebesitzer und nicht- oder nicht-mehr oder noch-nicht-hundebesitzer aneinander vorbeikommen. aber was hier von den eltern als erziehung eingefordert wird (grundregeln im umgang mit hunden, aufsicht usw) gilt dann umgekehrt auch.

  3. mimi sagt:

    Wir haben auch einen Hund und Kinder und bei allem Respekt, aber ich glaube hier geht es nicht um Kinder oder Hunde. Alle wollen mitteilen wer eigentlich hier der erste war Hund oder Mensch und der erste hat auch die Rechte. Ich mache viel die Erfahrung das der Mensch ohne Tiere in seiner näheren Umgebung nicht mehr leben will. Aber alle Hundegegner überlegt einmal, wer die Leute therapiert wenn diese an schweren Depressionen leiden. Da ist dann der liebe Vierbeiner wieder gut genug uns die Seele zu heilen. Schade eigentlich dass man so was überhaupt diskutiert. Leben und Leben lassen ist doch die devise und nicht nur dem ander ans Bein pinkeln.

  4. frau.suesske sagt:

    Also, ich habe 2 Hunde. 2 Jagdhunde, die jagdlich geführt werden, vollintegrierte Familienmitglieder sind und von denen ich absoluten Gehorsam einfordere. BASTA! Und ich habe eine Tochter, die mit Tieren groß geworden ist- auf dem Land aber damals ohne eigenen Hund.
    Und auch von ihr habe ich- immer ihrem Alter angemessen!- “Gehorsam” eingefordert. Jetzt schreien wahrscheinlich ganz viele wegen das Begriffes “Gehorsam”.
    Gehorsam sein bedeutet für mich und meine Erziehung von Kind und Hund/ Tier nichts anderes, als dass sie dem “folgen” was ich von ihnen erwarte, auch und vor allem DANN, wenn sie nicht verstehen/ nachvollziehen können weshalb sie gerade DAS in DER oder DER Situation zu tun noder zu lassen haben.
    Das setzt aber mehrere Dinge voraus:
    1. Vertrauen in mich und Berechenbarkeit meines eigenen Verhaltens/ meiner Person
    2. gute Beobachtungsgabe und Konzentration auf eine “Sache”

    Zu 1: Vertrauen muß man sich beim Tier hart erarbeiten, während as Kind das s.g. “Urvertrauen” besitzt, was die ganze Erziehung eigentlich erheblich erleichtert (jedenfalls in den ersten 10 Jahren *g) Dieses Vertrauen kann ich nur dann gewinnen, wenn ich- und das gilt wieder für jede Art Erziehung- für mein Gegenüber berechenbar bin, was nichts anderes bedeutet als liebevoll-konsequent UND gleich bleibend in meinen Reaktionen auf unerwünschtes/ erwünschtes Verhalten.

    Zu2: Hunde und Kinder ähneln sich auch frappierend darin, meine Schwachstellen zu entdecken und gnadenlos fpr den eigenen Vorteil auszunutzen :o ) und wer könnte es ihnen verübeln?! In dem Moment, wo ich meine Aufmerksamkeit beim Spazieren gehen abwende ( Handy, Schwätzchen mit XY und so weiter) machen sich der Dreikäsehoch genauso wie der Hund selbstständig. Logisch, würde ich doch auch so machen…. wie schön ist doch die Freiheit, oder?!?

    Das heißt aber nicht, dass Hunde und Kids bei mir nichts dürfen- sie dürfen durchaus, aber ich habe als Mutter/ Hundeführer ein Auge IMMER bei ihnen und genehmige Alters- und Reifegrad entsprechend diese “Ausflüge”.

    Als Hundeführerin bin ich aber meistens diejenige, die fremden Kindern erklären muss warum man den Hund z.B. nicht an der rute ziehen darf- und die Eltern stehen oft nur dumpfbacken-mäßig daneben! Respekt und Achtung für ein Lebewesen bringt man Kindern am besten mit der Muttermilch bei- aber scheinbar ist das irgendwie verloren gegangen in der heutigen Zeit…. 2 unserer Nachbarskinder sind zum einen unglaublich ängstlich meinen Hunden gegenüber, andererseits nehmen sie jede(!!!) Gelegenheit wahr um ihnen “hinterrücks” an den Ohren zu ziehen, auf die Kruppe zu schlagen oder sonstwelche Übergriffe zu starten.
    Da meine beiden Jäger aber Erziehung genossen haben UND ich sie nicht aus den Augen lasse, kam es noch nicht dazu dass sie sich wehren mußten- Gott sei Dank! Aber ich ärgere mich masslos über die Eltern, die ihren beiden Terror-Gören nicht Einhalt gebieten.
    Um Nachbarschaftsstreit zu vermeiden, bringe ich meine Vierbeiner immer schnell aus der Gefahrenzone.

    Aber ich ärgere mich genau so über diejenigen der Hundebesitzer im Park, die ohne Rücksicht auf Verluste ihren Hunden Freilauf gewähren wie über die Eltern, die sich lieber mit sich selbst beschäftigen als mit ihren Kindern!!!
    Und was mich in diesem Sommer noch mehr erschreckt hat: ich finde mittlerweile genauso viele vollgekackte, im Gebüsch entsorgte Babywindeln (rund um die Spielplätze hauptsächlich!) wie Hundehaufen in der Wiese!
    Meine Hunde apportieren mir diese Windeln jedesmal *würg* und ich darf sie dann in die Mülleimer werfen- finde ich genauso wenig prickelnd wie die hündischen Tretminen auf der Wiese!

    Mittlerweile glaube ich, dass dieser “Krieg” zwischen Hundehaltern und Eltern lediglich dazu dient um auf beiden Seiten (Job-)frust abzulassen und Machtspielchen zu spielen- Abreagieren und sich “im Recht” wähnen….

    Die Leidtragenden sind- wie könnte es anders sein- die Schwachen unserer Gesellschaft.
    Rücksichtnahme und Toleranz TROTZ des Rechts auf persönliche Freiheit und Selbstentfaltung… das wäre ein Anfang!

  5. Jürg Scheidegger sagt:

    Heute wurde ich leider Zeuge eines hoch-not-peinlichen Zwischenfalls. Beim GZ Bachwiesen treffen wir auf eine Nachbarin, die ihren Hund spazieren führt. Freudig begrüssen wir beide, Hund und Halterin. Der Hund – eine grosse Schäfer-Dame – begrüsst uns und spaziert an uns vorbei zum nahen Bach, wo ein ca. 5-jähriger Knabe spielt, geht an ihm vorbei in den Bach um Wasser zu trinken. Anschliessend wendet sie sich zur Besitzerin, schenkt dem Knaben einen knappen Blick und kehrt gemächlichen Schrittes zur Besitzerin zurück.
    Alles wäre somit gut und kaum erwähnenswert, wenn nicht der (vermutliche) Vater des Buben sich mit lautem Geschrei eingeschaltet hätte, als der Hund am Buben vorbei spaziert war. Seine Aussage, medientauglich abgeschwächt: “Der Hund sei dem Buben ins Genick gesprungen, der Bube sei schon gebissen worden.” Es folgten mehrere Ausfälligkeiten und Schimpfwörter, die hier nicht wiederholt werden. Zweimal rief er über sein Handy die Polizei an. Ich stellte mich ihm mit meinem Namen vor und bat ihn, mir seinen Namen zu nennen – was er jedoch verweigerte.
    Wir warteten, um als Zeugen unsere Aussage machen zu können, länger als eine halbe Stunde auf das Eintreffen der Streife. Schliesslich rief die Hundehalterin die Polizei an um in Erfahrung zu bringen, wann die Beamten eintreffen würden und mitzuteilen, dass der aufgebrachte Herr sich mittlerweile entfernt habe.
    Diese Episode Zeit: Eltern projizieren oft ihre Ängste auf ihre Kinder. In diesem Fall war im Gesicht des Jungen zu lesen: “Nei scho wider; jetz chan i nüme da am Bach spile”. Von Angst war keine Spur zu sehen.
    Nur so nebenbei bemerkt: Hund und Halterin sind ausgebildet als Team für Tiertherapie. Dies bietet Gewähr, dass die Halterin Situationen genau einschätzen kann und weiss, wo Gefahr droht.
    Wie schön, dass unsere Kinder das Glück hatten, bereits im Kindergarten den Umgang mit Hunden zu lernen: Respekt, Zurückhaltung und den Halter fragen, ob man den Hund berühren darf. Vielleicht könnte ein solcher Kurs für Erwachsene mit traumatischen Erfahrungen mit Hunden helfen…
    Man könnte die Welt verbessern – wenn jeder bei sich selber anfangen wollte!

  6. Maja sagt:

    Im Grunde gehört der richtige Umgang mit Hunden zur Erziehung. Ich bin froh gibt es in der Privatschule meiner Enkelin
    Hunde. Sie hätte es zwar nicht nötig aber ich denke viele andere Kinder, die diese Schule besuchen werden davon
    provitieren. Ich werde keine Hunde mehr halten. Wenn, dann höchstens einen ganz ganz kleinen, den ich notfalls wenn ein Kind frei herumläuft in meine Jackentasche stecken kann und laut schreiend davon rennen kann.

  7. Eni sagt:

    Habe nicht alle Kommentare lesen können, aber manche von den gelesenen sind jenseits. Die Emotionen kochen ziemlich hoch auf beiden Seiten, denke aber dass die Hunde/ Kinder- Tolleranz mit der Grösse der Stadt abnimmt.

    Kindern mit Hunden zu vergleichen ist ja wohl unter jeder Sau. Ich nehme meine Kinder sicher im Wald oder auf Spazierwegen nicht an die Hand, damit ungehorsame Hunde mehr Freiheit haben.

    Ich habe selber eine kleine Hündin die ich nur selten an die Leine nehmen muss. Ich war von Anfang an sehr streng mit ihr, mit dem Ergebnis, dass sie mit 4.5 Monaten wie ein Soldat gehorcht hat auch viel mit Handzeichen. Das tönt vielleicht extrem, aber je besser ein Hund gehorcht, je mehr Freiheit kann ich ihr bieten. Bei uns ist nicht einmal im Wald Leinenzwang, aber man muss den Hund jederzeit unter Kontrolle halten ( sehe leider auch viel Gegenteiliges) und nein: wenn ein Mensch angst hat vor Hunden, muss er sich nicht rechtfertigen, sondern der Hundehalter hat das zur respektieren und seinen Hund anzuleinen. Uebrigens muss der ängstliche Mensch das meistens auch nicht verbal äussern, da man es ja von weitem an der Gestik erkennen kann. Selbst wenn ein Kind (Mensch) schreiend vor Angst davonrennt, hat der Hund zu gehorchen, immer, ansonsten gehört er an die Leine.

    Für die Not von Christine Flunser habe ich teilweise Verständnis, weil ich ähnlilches auch schon erlebt habe, ich habe aber den Vorteil dass ich meine Kleine einfach aufheben kann. Den Kindern sage ich dann jeweils, dass sie immer zuertst fragen müssen bevor sie einen fremden Hund anfassen und wurde noch nie von den Eltern beschimpft deswegen.

    • Stef sagt:

      gefällt mir was du schreibst, hatte als Kind ne scheiss Angst vor Hunden, heute hätte ich selbst gern einen, passt aber im Moment nicht in unser Leben. Hunde müssen gehorchen.

      • Eni sagt:

        Ja, wenn man sich die Hunderasse passend zum Leben wählen würde, dann gäbe es wohl auch weniger Probleme mit Hunden in der Stadt. Mir gefallen selber auch die grossen Molosser aber aus Vernunft lasse ich die Finger von diesen Kälbern. Meine Kleine ist fast überall willkommen, auch in den öV hatte ich bis auf einmal nie Probleme und besitze meine Kleine nun doch bald 14 Jahre.

    • Monika sagt:

      Hund auf den Arm nehmen; muss schon sagen vorbildliche Erziehung!

      • Eni sagt:

        @ Monika

        Ja, mein Hund ist vorbildlich erzogen. Ich bekomme immer wieder positives Feedback von wildfremden Leuten, darunter viele Jogger und Velofahrer. Wenn ich sie anrufe oder mit der Zunge schnalze,schaut sie hin und ich kann sie per Handzeichen nach belieben an den linken oder rechten Wegrand dirigieren und sitzen lassen. Bis vor weniger als 1 Jahr klapte das auf 40 m Distanz, dies ist nun altermässig nicht mehr möglich, da sie sehr wenig sieht. Darum geht das nur noch auf wenige Meter. Auch waren meine Handbewegungen früher kleiner, heute sehe ich dabei aus wie ein Fluglotse aber es klappt immer. Auch jagt sie überhaupt nicht (auch keine davonrennenden Menschen/Kinder) ich kann an einem Bauernhof mit freilaufenden Hühner vorbei geheh und das obwohl sie Jagdterrier in sich hat. Ich kann sie frei ablegen und davongehen. Ich kann sie jederzeit abrufen. Wenn alle Hunde nur 10% so gut erzogen wären wie meiner gäbe es viel weniger Konflikte mit Hundehaltern, ausser es sind ausgesprochene Tierhasser (sind Sie einer?), aber das sind die wenigstgen. Viele haben einfach Angst, oft auch nach negativen Erlebnissen, oder sie können mit Hunden/Tieren nichts anfangen und wollen demnach auch nicht von Hunden belästigt werde, was ja wohl auch ihr gutes Recht ist.

        Was das auf den Arm nehmen betrifft: Wenn kleine Kinder zu übermütig auf meine Kleine losgehen, dann nehme ich sie auf den Arm, so werden die Kinder etwas ausgebremst und mein Hund kann von oben die Situation beäugen. Sie wiegt keine 5 Kilo und kommt ansonsten schnell in Not. Mit 9 Wochen (1500 gramm) hatte sie mal ein Erlebnis wo sie von einer 2 Jährigen fast erstickt worden ist. Das Mädchen hatte sich meinen Hund geschnappt und so fest gedrückt, dass 3 erwachsene Personen nötig waren um sie aus der Umklammerung zu berfreien. Die Zunge und die Schleimhäute im Fang waren schon blau angelaufen und die Augen traten auch schon aus den Höhlen. Ich nehme sie auch auf den Arm, wenn mir ein Hund entgegenkommt, von dem ich weiss, dass er agressiv ist, aber trotzdem von den ignoranten Haltern von der Leine gelasse wird, respektive der Hund nicht abgerufen werden kann, weil er eben nicht erzogen ist.

      • Monika sagt:

        @ Eni

        Sie scheinen wirklich einen tollen Hund zu haben! Nach dem “Würge-Erlebnis”, das Sie und Ihr Hund hatten, verstehe ich nun, dass Sie die Kleine beschützen wollen. Mit den mindestens 10% wohlerzogener Hunde haben Sie zum Teil Recht, denn es sind nicht die Hunde, die das Problem sind, sondern die Halter in sämtlichen Belangen. Es gibt ein altes Sprichwort: “Wie der Herr so d’s Gscherr”, und dieses kann sowohl für Tierhalter als auch für Eltern angewendet weren.

        Nein, ein Hundehasser bin ich überhaupt nicht; ich habe selber einen Hund, der auch super gut folgt, nicht jagt, Velofahrer und Jogger in Ruhe lässt. Mit dem “Hund-auf-den-Arm-nehmen” habe ich einfach meine Mühe, weil ich bis jetzt immer schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Früher, wenn ich mit meinem Hund unterwegs war und uns jemand mit einem kleinen Hund begegnet ist, nahmen dann die Personen ihre Hunde auf den Arm. Kaum waren die Hunde oben, haben sie angefangen zu kläffen. Anstatt weiter zu gehen, sind die Halter oft stehen geblieben, einige haben angefangen mit den Armen oder mit ihren Taschen herumzufuchteln, wenn mein Hund nur den Kopf in ihre Richtung gedreht hat. Aber dass sie sich mit ihrem Verhalten für einen jungen Hund um so interessanter machen, das ist ihnen wohl als “erfahrene” Hundehalter in diesem Moment grad entfallen. Mittlerweile findet mein Hund bellende Hunde und fuchtelnde Hundehalter doof, schaut sie fragend an und läuft weiter.

      • Eni sagt:

        @ Monika

        Ich nehme sie ja auch nicht grundsätzlich auf dem Arm wenn grosse Hunde kommen, obwohl sie nach mehreren Vorfällen oft Angst hat, aber ab und zu halt wenn ich unsicher bin wie ich das Verhalten einschätzen soll zb wenn sie sich mit angelgten Ohren anschleichen. Wie gesagt,ich mag grosse Hunde, aber möchte keinen solchen halten.

  8. Alexandra Weber sagt:

    Eines ist klar:
    Hunde müssen beaufsichtigt werden – Kinder müssen beaufsichtigt werden.

    In der heutigen überfüllten!!!Zeit wo sich auf Kinderspielplätzen zu viele Kinder tummeln ist grosse Gefahr, dass allein gelassene Hunde oder ausgesetzte Tiere auch mitspielen wollen und evtl. Kinder verängstigen und schon kommts evtl. zu kleinen Schnappereien.
    Ein Hund der SCHNAPPT hat noch lange nicht gebissen – er klemmt, oder hält einfach nur fest etc. und dies wird vielfach falsch ausgelegt – ein Festhalten ist noch lange nicht BEISSEN und der 4-Beiner will sich damit einfach nur mitteilen!

    Ein Hund will auch spielen, ja sein Spieldrang ist sehr hoch.
    Doch dies sollte – wenn er mit Kindern spielt – nur unter Aufsicht der Eltern geschehen, da sind die Eltern der Kinder verantwortlich, denn Kinder – sind sie alleine mit einem Hund – reissen und zerren, greifen in die Ohren in die Augen in den Mund etc. und da soll sich der Hund nicht wehren??????? dafür müssen die Eltern vor Ort sein damit nichts geschieht.

    Falsches Reagieren von Eltern und von Kindern ist meistens der Grund, dass die Tiere falsch beurteilt werden – leider.
    Der Hund gehört zu uns Menschen doch er braucht Pflege, Aufmerksamkeit, seine Streicheleinheiten, sein Futter und vieles Mehr – sind die Menschen dazu bereit das zu geben ist eine wunderbare Einheit gegeben.
    Wo diese wichtigen Taten fehlen führt es zum Fehlverhalten des Hundes.

    Merke: es kommt KEIN Hund falsch oder mit Tötungsabsichten oder als Bestie zur Welt – er wird durch die Menschen so gemacht, durch falsche Haltung, durch Entzug von Futter, durch Schläge, durch fehlendes Selbstvertrauen des Hundehalters etc.etc.
    Die Menschen sind klar Schuld wenn Kinder durch Hunde angefallen werden.
    aw

    • Eni sagt:

      Stimmt leider nicht ganz: leider ist es erwiesen, dass wenn Hunde zu Beissern erzogen werden, schon die nächste Generation der Welpen einen genetischen defekt haben, dh. dass diese schon als tickende Zeitbomben geboren werden. Hände weg von Hunden mit dubioser Herkunft gilt vor allem für Zuchten aus Ostblockländern. Ebenfall Hände weg von “Kampfhunden” aus 2. oder 3 oder…. Hand.

      Ich wäre eh dafür, dass man abgerichtete (Kampf)-Hunde aus dem Mileu einschläfern und nicht weitervermitteln soll. Lieber 100 Hunde zuviel eingeschläfert als 1 zuwenig. Gilt auch für Hunde bei denen der Wesenstest mit unklarem Ergebnis ist. Auch sollte man fehlbaren Hundebesitzern viel schneller den Hund wegnehmen aus Sicherheitsgründen.

      • Maja sagt:

        woher hast du die Information, dass Hunde die zu Beissern erzogen werden, schon der nächsten Generation einen Gendefekt weitervererben? Scheint mir ein wenig fragwürdig zu sein.

      • Eni sagt:

        @ Maja

        Ich habe eine frühere Freundin, die mal für eine Arbeit darüber recherchiert hat. Sie hat es mal erwähnt, kurz nachdem dieser tödlicher Vorfall mit dem kleinen Buben (Dez 06) passiert ist. Ich weiss nicht, ob dies bei allen Hunderassen zutrift. Wenn man Hunde schon mit wenigen Wochen von der Mutter trennt und diese nacher isoliert aufzieht um sie später zu Kampfhunden abzurichten, schlägt das auf das Gehirn ( auf welche Weise weiss ich nicht, da ich mich nicht so umfassend damit beschäftige) welches dann wieder auf die nächste Generation vererbt wird. Ich weiss auch nicht, wie viel Generationen es braucht um das wegzuzüchten, aber es ist auf jeden Fall möglich, da auch zB Bernardiner und Berner Sennen die gleiche Abstammung haben wie Molosser welche in antiken Zeiten als Kriegshunde geführt wurden.

        Auch habe ich einen Bekannten, der Pittbullfan ist. Anscheinend hat diese Rasse ebenfalls zu einem hohen % Satz einen Hirnschaden welcher das Tier schon mit wenigen Jahren agressiv werden lässt. Er lässt dann seinen Hund jeweils einschläfern und kauft sich einen neuen. Ist aber auch schon längere Zeit her, dass er mir das erzählt hat, und aus gegebenen Gründen suche ich den Kontakt mit ihm nicht. Er behandelt zwar seine Tiere gut, aber ich mag keine Menschen die sich Tiere wie ein Brot kaufen.

  9. Sabrina sagt:

    Es gibt keine Kampfhunde! Z.B. ist ein Doberman einer der klüngsten Hunde und wird in internationalen Fachkreisen als Familienhund eingestuft.Die Medien wollen immer suggerieren, dass es böse und gute Hunde geben soll. Ein Labrador der ein Gesicht bis zur unkenntlichkeit verletzt, findet in den Medien kaum Beachtung, weil er ja kein Kampfhund oder kein böser Hund ist. Es ist stets eine Frage der Erziehung und der Vergangenheit (was und wie der Hund etwas erlebt hat, besonders wenn er noch eine Welpe war, inder Sozialisierungsphase). Wenn der Halter einen Schaden hat, dann wird es der Hund auch bald einen haben… Dafür kann der Hund nichts dafür, nicht er sucht seinen Herr oder Frauchen aus…

    • Eni sagt:

      Kampfhunde sind Hunde die dazu abgerichtet werden auf Menschen loszugehen oder sich in Hundekämpfen zu messen. Dazu verwendet man bevorzugt Rassen, die man unter dem Begriff Kampfhunde versteht unter anderem Pittbull, Bandog, Argentinischer Mastino, Bullterrier usw. vorzugsweise aus Keller- und Hinterhoffabfriken in Osteuropa oder Italien. Gehen Sie mal an den Bahnhof von Affoltern a.A. Da treffen Sie dann die braune Brut mit ihren unangeleinten Schosshündchen (Mastinos, Pittbulls usw) die sie aus Provokation neben wartenden Pendlern auf die Bänke sitzen lassen und ihnen Bier zu saufen geben während sie die Nationalhymne grölen und den Hitlergruss zelebrieren. Sorry, da würde ich mit meinen Kindern ans andere Ende des Bahnhofs rennen. Glauben Sie mir, da hatte keiner einen Pudel oder Yorkshire-Terrier.

      Auch ein Labroador der Gesichtsverletzungen verursacht kommt in die Medien, vor einiger Zeit gab es ja sogar 2 Dackel die ein Baby totgebbissen haben (keine Zwergdackel). Labradore sind sehr häufig in den Beisstatistiken, weil sie durch Ueberzüchtung ebenfall oft schon Degenerationen haben im Hirn und sie im Gegensatz zu Pittbulls auch sehr häufig anzutreffen sind.

  10. Globetrotterin sagt:

    Ich habe zwei grössere, ausgesprochen kinderliebende und wohlerzogene Hunde. In einem völlig leeren Gartenrestaurant eines Tennisplatzes habe ich sie von der Leine gelassen. Die Hunde haben etwas herumgeschnuppert, blieben aber in meiner Nähe. Zwei Frauen mit 2 Kleinkindern (ca. 3 – 4 Jahre) setzten sich dann an einen der Nebentische und fragten mich, ob die Hunde “okay” wären. Ich sagte, dass es absolut kein Problem mit Kindern gäbe. Die Kinder sind gleich auf die Hunde losgestürmt, meine Hunde sassen und liessen sich streicheln.Eines der Kinder ist dann losgerannt und dabei einem Hund auf den Schwanz getreten. Mein Hund hat daraufhin gebellt, sich aber nicht aggressiv verhalten. Die wüsten, primitiven und absolut lächerlichen Beschimpfungen der Mutter will ich hier nicht wiederholen. Ich habe das Geld für mein Getränk auf den Tisch gelegt und bin mit meinen Hunden gegangen. Die äusserst unzivilisierten und gemeinen lauten Nachrufe dieser Frau klingen mir noch heute im Ohr. Den Tennisplatz und das dazugehörende Restaurant meide ich seither.
    Die Polemik und einseitige Berichterstattung der Medien über Hunde trägt das ihrige zu dieser Hetzjagd auf Hunde und HundehalterInnen bei.

    • Eni sagt:

      Die Moaral von der Geschicht: in Restaurant nie ohne Leine nicht :-)

      Im Ernst: Hundeunerfahrene Menschen deuten bellen schnell als agressives Verhalten und dann muss dann nur noch das Kind erschrecken und weinen, dann ist der Mist geführt. Die Mutter schreit, Sie schreien (vielleicht) und keiner hört, was der andere sagen will. Sie flüchten und die Mutter erzählt überall herum, dass ihr Kind von Hunden angefallen wurde. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Unkentniss.

      Am besten, lassen Sie in Zukunft die Hunde im Restaurant an der Leine. Gestreichelt wird nur unter Ihrer Aufsicht. Spielen lassen würde ich mehr zulassen, ausser Sie kennen die Kinder und deren Eltern.

      • Eni sagt:

        Soll natürlich heissen: Spielen würde ich NICHT mehr zulassen, ausser Sie kennen die Kinder und deren Eltern.

  11. Mary sagt:

    ein hallo an Alle

    RESPEKT sage ich ist das Zauberwort. Das kennen leider viele Menschen nicht mehr. Respekt sollte schon ganz früh beigebracht werden.

    Ja, leider laufen sehr viele kopflos und verantwortungslos durch die Gegend. Doch wenn was passiert finden sie sehr schnell den Schuldigen.

    Macht Euch mal Gedanken und schmückt euch nicht mit Lob

  12. JO sagt:

    Hallo allemiteinander.
    Ich finde es gut dass sich soviele sich an dieser Diskussion beteiligen….. Aber es gibt leider, leider ,Hunde die ein sehr schlechtes
    Leben hinter sich haben. Und an dessen Hundeleben auch der Mensch schuld ist. Mit diesen Hunden geht man auch spazieren….
    und niemend sieht das den Hunden an. Deshalb liegt die VERANTWORTUNG beim Mensch UND NUR BEIM MENSCH

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