Bildungspläne schon für die Kleinsten? Wann fängt der Ernst des Lebens an? Kinderkrippe in der Welschschweiz (Bild: Keystone)
Gestern berichtete mir mein Chef von einem Beurteilungsgespräch in der Kinderkrippe. Solche Gespräche, sagte er, wirkten in ihrer aufdringlich positiven Tendenz auf ihn wie ein organisiertes Wohlfühlprogramm für Eltern. Als Krippen-Unerfahrene – die Betreuung unserer Kinder organisierten wir in den frühen Jahren privat – war mir gar nicht bekannt, dass bereits in Krippen Beurteilungsgespräche geführt werden.
Später dann bekam ich die «NZZ am Sonntag» in die Finger, da staunte ich noch viel mehr. Dort erfuhr ich von einem neuen nationalen Bildungsplan für Kinderkrippen. Demnach will eine Allianz aus Verbänden, Städten und Unternehmen die Einführung eines verbindlichen Bildungsplans für extern betreute Kinder von 0-4 Jahren einführen. Er soll pädagogische Empfehlungen und Anregungen, Vorgaben und Lernziele formulieren. Noch wird über die Finanzierung des Projekts verhandelt, im Herbst soll der Plan erarbeitet und bald als verbindliche Grundlage für alle verbindlich werden.
In anderen Ländern existieren solche Bildungspläne bereits. In den Neunzigerjahren wurden sie in Neuseeland, Norwegen und Schweden für verbindlich erklärt. Im Jahr 2000 zogen England, Finnland und Dänemark nach. Die Schweiz, so sagte SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr, liege hier im Hintertreffen, die Einführung der Pläne sei also dringend nötig.
Wirklich?
Was die flächendeckende Einführung von Bildungsplänen für Krippenkinder konkret bezweckt, dazu äusserte sich Ulla Grob, Geschäftsführerin des Verbands der Kindertagesstätten Kitas. Ziel sei es, «das Potenzial der Kinder besser auszuschöpfen», denn dieses werde allgemein «zu wenig genutzt». Die Familie allein biete dem Kind in der Regel «zu wenig Förderung» , weshalb Kinderkrippen «eigene Lernprozesse» anbieten müssten, damit die Kinder dann beim Eintritt in die Schule über «besser ausgebildete Kompetenzen» verfügten. Betreuung allein sei nämlich nicht genug. Letztlich sei das Ziel, «das Leben der Kinder zu optimieren».
Sicherlich ist es ein hehres Ziel, Kindern eine anregende Umgebung zu bieten und auf ihre Interessen einzugehen. Trotzdem stösst mir hier nicht nur die mit Management-Jargon kurzgeschlossene Bildungsbürokratie auf. Dass die Entwicklung der Krippenkinder bereits mit einem «Portfolio», also einer Fiche festgehalten werden sollen, erscheint mir heikel. Sicherlich stehen dahinter nur die besten Abichten, aber im Zeitalter der totalen Information sind Daten ein Gut, mit dem nicht vorsichtig genug umgegangen werden kann. Und die Behauptung, Kleinfamilien seien heute kaum mehr in der Lage, alle Bedürfnisse der Kinder abzudecken, ist geradezu lächerlich. Mag sein, dass es Familien gibt, die ihren Kindern zu wenig Anreize bieten. Auf die meisten Mütter und Väter, die ich kenne, trifft das nicht zu. Und Eltern, die sich ihren Kindern und vielleicht auch denen der Nachbarschaft aufmerksam zuwenden, fördern diese sicher genau so effizient, wie die Lernziele einer Krippenangstellte, die eine ganze Horde Kleinkinder damit behelligen muss.
Und dieses «muss» ist hier der springende Punkt. Die Diskussion, ob die interne der externen Betreuung vorzuziehen sei, oder umgekehrt, will ich hier gar nicht führen. Vielmehr geht es darum, wie die Bürokratie per Dekret ins früheste Kindesalter vorstossen soll, was wohl letztlich zu höheren Hürden für den Beruf der Kleinkindbetreuerin, mehr Bürokram, weniger Freude am Umgang mit den Kindern und teureren Krippeplätzen führen wird. Ganz zu schweigen davon, dass die Kinder fichiert werden müssen.
Persönlich bin überzeugt, dass man Kleinkindern «Lernprozesse» nicht erst umständlich andienen muss, denn die frühen, von eifrigem Spiel geprägten Jahre sind nichts anderes als das. Und die Freiheit in der Entfaltung ist das grösste Privileg dieser Zeit. Die Leistungsgesellschaft streckt ihre gierigen Finger früh genug nach den Human Ressources aus.



Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
auf Facebook



























































































Ich glaube, das wird nicht so heiss gegessen wie gekocht wird.
Wenn man hier hochtrabende Worte aus dem Management Bereich verwendet, erweckt das wirklich den Eindruck als ob diese Bildungspläne mit den Lehrplänen in der Schule verglichen werden könnten.
Tatsache ist, das qualitativ gute Kinderkrippen schon heute ein Erziehungskonzept haben, das die “Bildung” beiinhaltet. Im Alltag bedeutet dass, dass man nicht nur vorgefertigte Spielsachen verwendet, sondern mit viel Fantasie und Liebe selber etwas bastelt. Zuerst ein besuch bei der Feuerwehr und dann eine “Feuerwehrauto” in der Gruppe zu bemalen und dann damit zu spielen ist Bildung. Nur dass die Kinder das nebenbei im Spiel mit bekommen.
Und das jährliche Beurteilungsgespräch finde ich persönlich als sehr sinnvoll. Wenn meine Tochter in der Krippe ist, dann sehe ich ja nicht, was sie den ganzen Tag macht und was sie wieder Neues gelernt hat. Natürlich tausche ich mich jedes Mal beim Abholen mit der Erzieherin aus, aber es tut gut mal eine Stunde pro Jahr für so ein Gespräch zu reservieren und ein bisschen den eigenen Erziehungsstil zu reflektieren.
Ach ja noch eins: Frau Biswanger in welcher Kinderkrippe haben den eine “Horde von Kindern” nur eine Erzieherin? In unserer Krippe gibt es bei den babys (4-18 Monate) einen Betreuungsschlüssel von 3:1 und bei den Kleinkindern (18 Monate bis 4 Jahre) ist eine Erzieherin für 4 Kindern verantwortlich.
Stimme ihnen voll und ganz zu! Lasst die Kinder Kinder sein!
Eltern müssen auf jeden Fall wissen, ab wann sich die Investition Kind gelohnt hat. Ohne Berechnung eines BEP anhand Berücksichtigung der Fähigkeiten des Kindes, den gesellschaftlichen Leistungsuntergrenzen, und auch der angestrebten späteren Stellung in der Gesellschaft lässt sich doch gar nicht bestimmen ob das Kind auf dem richtigen Weg ist.
Von den verpassten möglichen Gewinnoptimierungsgelegenheiten gar nicht erst zu reden!
Und:
War da nicht grade etwas in der Zeitung von wegen “durch Bürokratie überlastete Lehrer gefährden den schulischen Bildungsauftrag”..?
Sie sprechen mir aus dem Herzen, danke für den guten Artikel! Kindern (nicht nur) aus bildungsfernen Familien tut es wahrscheinlich gut, möglichst früh einige Stunden in der Woche sinnvoll beschäftigt zu werden, nur, was bedeutet “sinnvolle Beschäftigung”? Diejenige Beschäftigung, mittles derer es unseren Kindern ermöglicht werden soll, in einer komplexen, technisierten-wissenschaftlichen Welt Fähigkeiten zu entwicklen, die dazu beitragen, immer mehr Wachstum und Wohlstand zu generieren? Das Niveau der Krippe steht und fällt mit der Qualität der Betreuungspersonen. WIe will man so viele Fachkräfte rekrutieren? Müsste man für eine solche Tätigkeit dann über eine Matura verfügen? Und würden sich diese Betreuungpersonen mit lausigen Löhnen zufrieden geben?
Nun, Liebe Frau Binswanger, fürher waren Kinder die Hoffnung der Familie. Darum wurde das sittlichst höchststehende Wesen: die Ehefrau und Mutter mit dem Unterricht der Kinder betraut. Neben der Mutter lernte das Kind sehr vieles: Philosophie, theologie, zählen, singen, einkaufen, Einkäufe auspacken, einordnen etc.
Der Vater kam am Abend heim und wurde in die Fortschritte eingeweiht.
Heute verfolgen viele Frauen “Karrieren”: das heisst nicht unbedingt, dass alle Frauen Bischöfin werden, wie die Frau Kässmann, der auf der Karriere-Leiter der Gatte abhanden kam, oder Chefärztin, wie die Frau von Castelberg die auf der Karriereleiter in Kind verlor und dann der Lebenspartner an Krebs wegstarb. Heute ist es schon eine Karriere sich von der Telefonverkäuferin zur Call-Center-Supervisorin emporzuarbeiten und dann Markting-Planerin zu werden.
Wie soll nun solchen Müttern eine ISO-Zertifizierte Kinderbetreuung vom Staat angeboten werden, wenn diese Frauen doch gelernt haben, dass “Professionalität” eben sich Business-Speak misst?
Das Mutteramt ist eigentlich das höchste Amt in einer Gesellschaft, darum galt ja im Kanton Zürich bis in die 60er Jahre das “Lehrerinnen-Zölibat”: eine Lehrerin wurde bei der Heirat aus dem Schuldienst entlassen, weil sie nun eine viel wichtigere Aufgabe in der eigenen Familie wahrzunehmen hatte. Darin drückte sich die Wertschätzung der Gesellschaft für die Arbeit der Mutter aus. Nun haben wir von Alice Schwartzer und ihren Mitstreiterinnen gelernt, dass solches natürlich eine grobe Unterdrückung der Frau gewesen sei. Heute muss die Frau “Profi” werden. Um “Profi” zuwerden muss sie “Business-Speak” lernen und wenn sie Kinder hat, dann ist sie diesen derart entfremdet, dass sie nur in die Hände von “Profis” geben will. Und “Profis” müssen Business-Speak sprechen: daran erkennt man Profis.
Sie werden mir entgegnen zwischen diesem alten Modell und dem heutigen Fortschritt müsste es doch ein ksucheliges “sowohl als auch” eine “pragmatische” Grauzone geben, die nicht so kasernenmässig tönt, wie der Business-Speak der Profi-Frau Fehr. Nein. Irrtum. Die Frau Fehr ist die geniale Architektin der Mutterschaftversicherung, die 2004 vom Volk angenommen wurde. Kinder von arbeitenden Mütter sind seither nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubes zur Staatsaufgabe geworden. Sie haben Anrecht auf Betreuung (wurde ja im Kanton Zürich wieder an der Urne bestätigt) und darum muss diese staatliche Betreuung auch für alle gleich, bombensicher und ISO-zertifiziert sein.
Männer, die im Militärdienst waren, wissen, was abgeht wenn der Staat eine Aufgabe: “für alle gleich, gerecht, kriegstauglich” übernimmt. Da heute der Staat die Kinder erzieht und die Schweiz in einem Standortwettbewerb steht, werden nun die Kinder ab dem 4 Lebensmonat einem Kasernenregime unterworfen. Und das schlimmste an diesem Kasernenregime für kleinkinder: der gmögige “weibliche” Feldweibel der Armee 61 ist darin nicht vorgesehen. Es werden alles Profi-SP-Frauen sich hier breitmachen. Kurzhaarschnitt, eckige Brille, sachliche Halskette und auf den Lippen dieser professionnelle Business-Speak. Abtreten!
@Girardet: Die berufstätigen Mütter sollen, wenn ich sie richtig verstehe, selber Schuld sein an einer solchen Schnapsidee und alles wäre in Ordnung, würden sie ihre Mutteraufgaben etwas besser wahrnehmen? Dies scheint mir nun doch ein intellektueller Kurzschluss zu sein.
Ich meine: Wenn sich Frauen in der Nachbarschaft, in der Kirchgemeinde zusammenschlissen, Tagesmütter anstellen, weiss der Henker was unternehmen, dann haben sie die ganze “unternehmerische Freiheit” so zu agieren wie sie wollen, und wie es ihrem fraulichen Wesen am besten behagt. An VVs können sie sich organisieren, mitunter auch mit Vätern, alles wird in einem selbstgemanagten nachbarschaftlichen Vertrauen und Toleranz sich abspielen.
Wenn aber die Frauen, einer “guten SP-Frau” das politische Mandat geben, für sie eine “staatliche Lösung” zu organisieren. Dann kommt halt über Kurz oder Lang der Staat mit seinem Lieblings-Organisationsmodell: der Kaserne. Und diese Kaserne wird nicht kuscheliger, wenn sie von Profi-Zicken organisiert wird, eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Denn nun muss es den EU-Richtlinien entsprechen und im OECD-Schnitt liegen. Wehe der Mutter deren Kind nicht OECD-taugliche Kinder gebiert!
Im Rücklblick hatte die SVP gar nicht so unrecht mit dem emotionalen Plakat “Staatskinder” gegen die Mutterschaftsversicherung. Ich habe damals “JA” gestimmt und auch dafür geschrieben (wenn auch mit ironischem Biss). Heute meine ich: es war wohl ein Fehler.
Danke für diesen Text. Der ist schon so apokalyptisch, dass er schon wieder komisch wirkt
Vorallem die Vorstellung der Profi-SP-Frauen mit Kurzhaarschnitt, eckiger Brille und sachlicher Halskette ist der Hammer. Könnte man super in einen futuristischen Horrorfilm umsetzen
Ja gut, so kann man das auch sehen. Das Durchorganisieren bzw. das unter staatliche Kontrolle Legen des Lebens von der Wiege bis zur Bahre hat aber seine Wurzeln nicht im Modell Krippe als Solches. Wer sagt denn, dass der Wunsch der Bevölkerung nach Betreuungsplätzen infolge veränderter Erwerbsgewohnheiten gleich eine totale staatliche Kontrolle nach sich ruft?
Das kommt aus einer ganz bestimmten bildungspolitischen Ecke, welche Bildung so stark durchstruturieren will dass überhaupt keine Freiräume mehr bestehen, bzw. das Kind schon abgeburt organsiert gebildet wird. Will man nicht, dass das Potential nach wissenschaftlichen Erkenntnissen (welche nach ien paar Jahren wieder relativiert werden) schon im fühesten Alter abgeschöpft wird, muss man jene Politiker nicht wählen, die für solche Furzideen eintreten. Allenfalls mit der Konsequenz, dass der Staat ein bisschen weniger Geld geben will und die Leistungen des Einzelnen stärker gefragt sind.
hmm…, und in einer nebenrolle rita fuhrer als waschplan-verantwortliche einer gemeinschafts-waschküche.
hmm…, was ist los girardet, gestern beim krankenschwestern-rollenspiel wieder keinen hoch bekommen und dafür heute mit einem kleinen, fiesen nebensatz frau castelberg treten? vielleicht sollten sie ihren dicken hintern ein bisschen mehr bewegen (nur auf dem kirchbank rumrutschen bringt nichts) dann klappt’s möglicherweise auch vorne wieder besser.
und so etwas bleibt hier stehen!
die argumentationslinie könnte aus der odenwaldschule kommen; aber nein sie kennen ja eine höhere und sinnlichere welt im ägäischen raum, da soll die libido deren götter auch eingenommen haben…
Rückfällig?
@ hotel papa
hmm…, es gibt leute, die betteln geradezu drum – und ich habe ein weiches herz.
@ piero grande
hmm…, sie haben mich missverstanden. ich vermute eher, dass etwas nicht stehen blieb.
Bleiben Sie sachlich und nicht unter der Gürtellinie. Das ist ja grauenhaft.
@Auguste Aber aber. das war zwar Lustig, aber hat nichts mit der Sache zu tun und beruht (wenn sie nicht geade die Krankenschwester gespielt haben) vermutlich auf Vermutungen.
Also ich würde diesen Baum aus der Diskussion entfernen
@ rené
hmm…, guter einwand.
hey girardet, ich habe gesehen, dass es ihr kleines spielzeug (ich habe einen blog und keiner klickt hin) auf die blog-roll von orlando’s bar geschafft hat. da würde ich meine blöden sprüche noch lieber an einer pissoir-wand finden.
Auguste
@ pippi
hmm…, wenn ich sie lächeln sehe, ist der tag grad nochmal so sonnig. der clown trägt wieder kriegsbemalung und ich werde dem guten girardet die schnittstelle zwischen kirchenbank und boshafter gedankenlosigkeit so was von versohlen – stay tuned.
Auguste, wenn Sie Unterstützung brauchen sollten….. Nehmen Sie einstweilen das L-Wort, so als seelisch-geistiger Proviant. Ich habe mir die Rüstung bereit gelegt, sie schimmert silbern in der Sonne…..
Ich möchte hier gern mal klarstellen, dass ich so die letzten zwei, drei Wochen nur mit dem Pippi-Nick unterwegs war, die andern Nicks waren für das kleine Experiment, dass abgeschlossen ist. Als ich es publik gemacht habe, war es schon vorbei.
Giorgi, das geht schon deshalb nicht mehr, weil die Welt viel zu komplex geworden ist, als dass eine Person alleine (wie seit dem letzten Weltkrieg – davor war das nie bloss die Mutter) den Kindern all das beibringen könnte, was sie wissen müssen. Leider. Es widerspricht auch der Natur, denn die Kinder brauchen mehrere Bezugspersonen, jede hat wieder eigene Talente, Fähigkeiten und kann dem Kind andere Welten erschliessen. Nur so kann das KInd nach und nach entscheiden, was für es richtig ist, welcher Werdegang seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Diese Einfrau-Erziehung war doch halbe Knasthaltung, ich jedenfalls habe das so erlebt. Meine Mutter, die Allmächtige. Und ich total anders. Grauenhaft.
Ich plädiere nicht für die “Ein-frau-erziehung”. Aber, liebe Cara Mia, haben wir nicht eben vom Gleichstellungsbüro gelernt, dass jeder Onkel potentiell pädophil ist? Vielleicht auch der nette Nachbar? Wenn sie Ihre Mutter als “Almächtige” erlebt haben, dann hat ihre Mutter den Erziehungsauftrag aber schlecht erfüllt. Sie hätte Ihnen beibringen müssen, dass der “Allmächtige” im Himmel ist, und ihre Mutter nur eine demütige Dienerin.
Wie Menschen durch die Welt schreiten, die sich selber “allmächtig” und über jeglicher Ethik wähnen, kann ja hier an “Auguste” und seiner Kampfgefährtin “Pippi Langstrumpf” (die noch unter anderen Nicks hier mitdiskutiert) abgelesen werden.
Na ja @Giorgio, nichts für ungut aber
du fühsrt dich aber manchmal auch auf als hättest du deine Auftrag die Welt nach deinen Ansichten zu gestallten direkt vom Allmächtigen bekommen. Hie und da klingst du beim lesen schon eine bisschen nach Inquisition.
Fehlt nur noch das du hie und da blasphemie unter deine Worte streust. Also ich hätte dir vor 200 -300 jahren nicht begenen wollen.
Oh Giorgi, das hat sie mir schon beigebracht, sie war im Kirchenrat, keine Bange. Sie war sein verlängerter Arm. Weshalb ich mit meinem Auszug von Zuhause auch aus dem Gotteshaus auszog, was-gisch-was-hesch. Aber ich weiss, dass Du noch den Diener des Herrn gibst, wenigstens vornedure. Das mag ich so an den Frommen, dass sie s doch nie wirklich hinkriegen. Wir sind alles armselige Sünder und ach so unvollkommen. Oder?
Ich verstehe den ganzen Hype hier nicht. Wir hatten letzthin so ein Gespräch und ich empfand das als ausgesprochen positiv. Wir sprachen über Entwicklungsfortschritte und Unterschiede zwischen dem Verhalten in der Krippe und zuhause. Es herrschte weder Druck, noch wurden irgendwelche Ziele genannt. Für mich war es eine super Möglichkeit, mal in aller Ruhe mit der Verantwortlichen zu reden, wo man auch neue Abmachungen treffen konnte.
Für mich war es ein Zeichen, dass meine Tochter ernst genommen wird. Das man sich mit ihr persönlich und ihrer Entwicklung auseinandersetzt. Ich freue mich schon auf das nächste Gespräch.
Es geht hier nicht um “Hype” und Gespräche in der Krippe sind voll okay, da sagt ja gar niemand etwas. Ich habe auch nichts dagegen, dass Krippen selber Lernziele formulieren, ich finde das sogar gut. Aber mich stört, wenn man dies plötzlich für alle verbindlich festlegt (zumal die Krippen in der Schweiz gar nicht national organisiert sind). Mich stört die Bildungsbürokratie, die da auf uns zukommen KÖNNTE. Got it?
Also dieses Gespräch wurde nicht auf Initiative der Krippe durchgeführt, sondern wurde vom Kanton (Basel-Stadt) festgelegt. Ebenso das dazugehörige Formular. Und ob das nun vom Kanton oder vom Bund kommt ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe.
hmm…, arena-sendung 2045: “und was aus ihnen werden würde, hätte man schon aus ihrer 0-4 beurteilung ablesen können, die mir hier vorliegt….”
Schliesse mich Michele an.
@mira: in Ihrem Fall klingt das Ganze nach (IMHO) sinnvollem “Potenzial erkennen”, worauf sich Frau Binswanger im Text aber bezieht ist das “Potenzial ausschöpfen”, was sich mir bei max. 4-Jährigen Kindern dann doch etwas abstrus anmutet..
Kleinkinderzieherin zu ihrem Schützling Kevin im Jahr 2023:
–> “Nein der Kevin darf jetzt nicht mit diesen einfarbigen Bauklötzen spielen, er muss gem. Bildungsauftrag mit den geo-Klötzchen Förderungsstufe 3 spielen, er ist ja schliesslich schon 3 3/4 Jahre alt. Sonst hätte er beim Kindergarteneintritt einen wesentlichen Nachteil um an eine Kaderstelle beim Fangis zu gelangen.”
Wollen wir das wirklich so chinesisch handhaben?
Wenn eine Mutter ihr Baby zum Baby-Schwimmen und zur musikalischen Früherziehung bringt, dann gilt sie als gute Mutter, die ihr Kind fördert. Wenn man in der Krippen jedoch Förderungsprogramme einführt, dann soll das auf einmal nicht gut sein.
Fördern heisst für mich das Kind seinem individuellen Entwicklungsstand entsprechend zu behandeln und Anreize zu geben. Alle 2 – Jährigen gleich behandeln ist Schwachsinn. Keine gut geführte Kinderkrippe würde so was ausführen.
“Wenn eine Mutter ihr Baby zum Baby-Schwimmen und zur musikalischen Früherziehung bringt, dann gilt sie als gute Mutter, die ihr Kind fördert.”
In meinen Augen wäre dass dann eine komische Frau, die ihre verpassten Wünsche auf das Kind projiziert (etwas überspitzt gesagt). Es geht doch nicht darum welches Kind besser ist oder schneller laufen lernt oder schwimmen oder meinetwegen Musizieren. Ein Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit die Raum zum entfalten braucht. Lass lieber ein wenig Samba laufen zuhause, stell ein Planschbecken auf im Garten etc. etc. wieso muss alles in so Kursen geschehen? Die Kinder gedeihen auch so prächtig
Und wenns in der ersten Klasse noch nicht 2 und 2 zusammenzählen kann, wtf, so what?
Relax.
@Raphi
Ich persönlich brauche auch kein Baby-Schwimmen. Und in der Kita brauchen sie das trotz kantonalem Formular auch nicht. Wenn es aber in der Kita darum geht, meine Tochter zu fördern und individuell auf sie einzugehen, sehe ich nichts Schlimmes darin. Sie kann ja nur davon profitieren. Denn Förderung in dem Alter ist IMMER mit Spiel und Spass verbunden.
Ja das stimmt schon, aber ich würde es einfach nicht in Stein meisseln (siehe oben genannter Vorstoss).
Mich stört dasselbe wie Michèle. In der Kita meiner Frau gibt es täglich ein kurzes Gespräch über den Tagesablauf. Bzg. Essen, Schlafgewohnheiten, Wickeln, Spielen, etc. etc. Den Eltern wird die Entwicklung des Kindes so gut vor Augen geführt und das finde ich richtig und wichtig. Aber sobald man in einem Papier festhält, 3-jährige sollten das können, 4-jährige dieses finde ich es übertrieben, denn die PädagogInnen wissen wohl sehr gut wie man Kleinkindern spielerisch in das lernen oder so einführen kann dafür brauchts nicht noch Ziele. Denn wo Ziele da sind, herrscht ein gewisser Druck. Und davon haben KiTas schon mehr als genug…
Hmm, ich las kürzlich irgendwo, Kindergärtnerinnen beklagen sich immer wieder über Kinder, die in Windeln in den Kindergarten geschickt werden. Und das waren wohl nicht einmal Kinder, die stark bekrippt worden waren. Einige Minimalziele müssen eben doch erreicht werden. Und offensichtlich ist in der Welle von “Stillen bis zum fünften Lebensjahr” auch die “Windel bis sechs” Salonfähig geworden.
Der unbarmherzige Erziehungswettbewerb der Mütter beim Kaffeklatsch muss nun durch einen professionellen, ISO-zertifizierten und im OECD-Mittel liegenden Erziehungsplan ersetzt werden.
Statt freier Zickenkrieg beim Kaffee (WAS!! Deiner macht noch in die Hosen? Ja denkst du, dass der einemal die Villa mit Garten wird halten können liebe Trudi?)
Planwirtschaft: Kinder die zwischen nach dem Vierten Lebensjahr noch in die Hosen machen, deren Eltern werden zum Gespräch eingeladen, gerügt (a.) verwarnt (b.) und bei weiteren Verfehlungen des Nachwuchses psychologisch untersucht. Gemäss den Richtlinien der WHO zu psychozialen Entwicklungsschritten von Erdenbürgern in westlichen Gesellschaften (für islamische Länder gilt die Scharia).
warum können nicht EINFACH eltern (der elter und die elter), welche ein (gewolltes) kind zeugen, diese beurteilungsgespräche im rahmen ihrer verantwortung als ehepartner mit kind(ern) wahrnehmen?
wir diskutieren über eine auswirklung. wir sollten uns auch interessieren für die ursachen, damit die vorbeugung von unliebsamen entwicklungen angegangen werden kann. der hinweis auf die politisch aktive partei sollte da anhaltspunkt genug sein.
hmm…, im moment könnte man mein leben mit einem nussgipfel optimieren – geht jemand zum beck?
@ Auguste
Wenn Sie mich einladen, herzlich gerne…………..:-)
hmm…, noch einen nussgipfel für rahel, bitte.
@ Auguste
Danke
Zum Thema: auch ich denke, dass eine gesunde, kindgerechte Förderung durchaus sinnvoll ist! In der Schule wird auch viel von den Kids verlangt, deshalb finde ich es gut, wenn sie in vernünfigem Mass darauf vorbereitet werden!
Schule ist Schule und Chindsgi ist Chindsgi. Zu meiner Zeit hat man auch in der Staatschule noch nach Schulreife gefragt.
Was ist das Ziel? Mit 12 die Matura, mit 19 der Uni Abschluss, mit 28 die Klapse?
Heh. Jetzt hab ich die Antwort auch an den falschen Knoten gehängt…
Ha

Isch z heiss. Nimm ein Glacé. Wasserglacé…
Wenn die Zeit in der Kinderkrippe nicht einfach sinnlos abgesessen wird, sondern kontrolliert gesteuert und genutzt wird, kann das nur positiv sein. Kleinkinder sind absolut lernfähig. Die Zeit bis zum Eintritt in die Grundschule/Kindergarten zu vergeuden ist sträflich. Im Bildungsjargon spricht man nun einmal von “Lernzielen”. Sie als Mutter müssen sich davon nicht angegriffen fühlen. Selbstverständlich lernt das Kind auch bei Ihnen zu Hause etwas. Betreut man aber viele Kinder zur gleichen Zeit und über mehrere Lehrpersonen, sind Lernziele für die Koordination unumgänglich.
Was bedeutet für sie Vergeuden? Spielen sie ihrem Nachwuchs schon im Bauch per Kopfhörer Chinesischlerntapes vor damit es ja auf die Zukunft vorbereitet wird?
Vergeuden heisst, mit den Kindern bloss blödsinnig den Tag tot schlagen bis sie endlich abgeholt werden. Gibt leider solche Betreuerinnen (mit kleinem i). Meine Tochter machte eine sogenannte Sozialwoche in einer Krippe, da ging man spazieren, machte aber um jeden Spielplatz einen Bogen, damit die Schuhe nicht schmutzig wurden, dafür ging’s durchs Rotlichtviertel… Und in den Garten der Krippe durfen die Kinder auch nicht, wenn es sich vermeiden liess.
So manche Mutter meint halt, sie könne eine Krippe eröffnene, weil sie selber ein Kind grossgezogen hat, und sonst hat sie nichts gelernt oder ist im Beruf weg vom Fenster. Das wird zum Glück zunehmend rigoros kontrolliert.
Unglaublich! Ich habe auch noch eine Geschichte einer Absturz-Krippe auf Lager: Es war die Krippe eines Privatspitals in Bern, vor etwa 20 Jahren, die Betreuerinnen waren mehrheitlich aus dem Kosovo und konnten kaum deutsch, dafür waren sie billig. Sie verbrachten ihre Tage mit Handarbeiten, die Kinder haben selbst gespielt, der Raum war nicht sehr gross, wenn es ein bisschen regnete, blieben sie den ganzen Tag drinnen. Am Abend des 2. Tages rief mich die Leiterin an und sagte, mein Sohn, damals 8 Monate alt, habe wieder den ganzen Tag geweint, so gehe das nicht weiter. Ich war ratlos, weil mein Kind nie lange weinte, ich fragte meinen älteren Sohn, der auch dabei war, ob das stimme. Da erzählte er mir, dass der Kleine den ganzen Tag! im Laufgitter habe bleiben müssen, er habe ihn mehrmals herausgehoben, aber die Leiterin habe mit ihm geschimpft. Meine Kinder wussten nicht mal, was ein Laufgitter ist, so etwas gab es bei mir nicht. Als ich die Leiterin zur Rede stellte, meinte sie nur, das sei halt nötig, weil die grossen Kinder sonst die Kleinen überrennen würden – ich war sprachlos, soviel Dummheit an einem Ort war mir noch nie begegnet. Meine Kinder gingen keinen Tag länger dorthin.
Quatsch, Bildungsauftrag… unsere Kinder sollten bis 11 Jahren völlig verschont bleiben von Wirtschaftsprofessoren, Opinion-Leaders, Politiker und Eltern die ein hochbegatbes Kind züchten wollen. Kinder sollen spielen, sich mit anderen Kindern herumtreiben, Lesen und Schreiben lernen und vor allem viel Zeit haben die Welt mit ihren Augen zu entdecken.
Und die dauernde Diskussion um die Kitas… bla bla bla… das ist doch nun wirklich nicht mehr nötig, oder? Deren Notwendigkeit ist bekannt und dass der Staat diese unterstützt eine Selbstverständlichkeit. Schliesslich hat es die Wirtschaft mehrheitlich verpasst, Eltern zu unterstützen, und die Politik dermassen grosse Auflagen generiert die es fast unmöglich ist eine Krabbelgruppe zu leiten oder als Tagesmutter zu arbeiten.
Und jetzt noch was zu all denen die hier immer eine grosse Klappe führen wie schlecht und schlimm Kinderbetreuung ist. Gerade wegen so Bünzlis wie euch funktioniert das soziale Netz nicht mehr weil ihr nämlich unausstehlich und egoistisch seit, jede andere Idee als Altlink oder Idealistisch abtut und alle Andersdenkenden als Idioten hinstellt. Kein Wunder verkommen unsere “Goofen” wenn sie mit Typen wie euch zu tun haben.
Total deiner Meinung Pascal, ausser mit dem Whine am Schluss. Im Endeffekt werden Menschen immer verschieden sein. Besser man bereitet seine Kinder darauf vor
Ich musste mir den Mamablog-Kropf nur mal wieder entleeren.
Frau Binswanger mit kommentar:
Die berufstätigen Mütter (Achrung: das sind Opfer. Berufstätige Mütter sind nur die, welche einspringen, wenn der Verdienst des Mannes nicht reicht, keiner dieser Frauen hat ihr Los selbstbestimmt gewählt) sollen, wenn ich sie richtig verstehe (es ist ungeheuer schwer mit der Doofheit von Männern zu kommunizieren, aber ich gebe mir ja die professionelle Mühe nach Tamdia-Richtlinien), selber Schuld (ein Skandal: Opfer sind nicht Schuld, sonst wären sie keine Opfer) sein an einer solchen Schnapsidee (Nein, das ist keine Schnapsidee, sondern der vorhersehbare Lauf der Dinge: diese Schnapsidee ist system-Immanent wie die Materialkontrolle in der RS: Aber “vorausschauendes Denken” wurde von Frauen seit jeher an Männer delegiert) und alles wäre in Ordnung, würden sie ihre Mutteraufgaben (das können sie ja nicht, weil sie doch finanziell schon am Anschlag sind, oder den zweitwagen zum Pendeln finanzieren müssen) etwas besser wahrnehmen? Dies scheint mir nun doch ein intellektueller Kurzschluss (damit miuss man einem Mann kommen: mit “intellektuell” und einer technischen Metapher, dann ist er platt) zu sein.
Nix für ungut: ich teile Ihr unbehagen an den ISO-zertifizierten Kleinkindern: Nur Fachfrau Betreuung Richtung Kinder ist kein Beruf mit rosigen Aufstiegschancen und wird nur von Frauen (und sehr sehr wenigen Männern) ergriffen, die ein KV nicht schaffen würden. Verstehen Sie denn nicht, dass diese Frauen für ihre schlechtbezahlte Arbeit wenigstens “bench-markes” brauchen. Auch die Marteting-Planerin hat ja Ziele: Verkaufen sie an 30% der zielgruppensortierten Adressen ein “Tages-Anzeiger” Abo. Dies ist die einzig Mögliche zur “objektiven Qualifikation”, die zu einer Lohnerhöhung oder Karriereschritt führen kann: Alle kinder erreichen das und das Ziel. Und weil sie im Tamedia-Glaushaus so wichtige Dinge wie den “Mamablog” erledigen, haben sie nicht mehr die Musse mit Ihren Freundinnen beim Kaffee ein total individuelles Programm für ihre Kinder zu entwickeln (Hansli, du machst zwar noch in die Hosen, aber jetzt rechnen wir dem Peterli von der Trudi so um die Ohren, dass die ihre Klappe hält).
Und ja: Schicken sie ihren Mann nicht allzu oft an die Krippe. Das geilste Karriereziel einer Krippenfrau ist es, einer gestressten Karrierefrau den sichtbar fruchtbaren aber missmutigen Mann auszuspannen.
Amen
Meine Erfahrung ist, dass sich manche Krippen bei der Auseinandersetzung mit “ihrem” Bildungsauftrag mehr darauf konzentrieren wie sie sich selbst profilieren können und weniger was für die Kinder überhaupt taugt. Da wird an Buchstaben und ans Erstlesen herangeführt ohne den fremdsprachigen Kindern überhaupt anständiges Schweizerdeutsch beigebracht zu haben. Letzteres, weil mit den Kindern nicht ausreichend gesprochen wird. Aus dieser Sicht finde ich es nicht so falsch, wenn man mal zentral über das Thema nachdenkt, diskutiert und eine gewisse Linie entwickelt. Tatsache ist nämlich, dass viele Krippen meinen, sie müssten in diesem Bereich etwas bieten, aber nicht über die fachlichen Kompetenzen verfügen, sinnvolle Konzepte zu erarbeiten. Daher sehe ich da Regelungsbedarf. Und der darf auch mal heissen: Dies und das NICHT! Ob das dann Bürokratie wird, entscheidet sich in der Ausgestaltung.
nur ein Wort: schliiifts!?
Dann muss sich aber ab sofort jede Hausfrau und Mutter auch strengstens an einen Lehrplan halten!
Lasst doch die Kinder einfach Kinder sein!
Übrigens, noch bis vor Kurzem war ein Kind einfach ein Anhängsel, es wurde abends in rauchige Restaurants mitgeschleppt, man hat finanzielle Angelegenheiten vor ihm diskutiert – heute sucht man kinderfreundliche Restis, sonst bleibt man zu Hause, und man versucht, ja keine familiären Probleme ans Kind heranzutragen.
Verhätschelung ist nicht gut, genausowenig die Bevormundung und das perfekte Ausbilden- und Erziehen-wollen. Das ist immer noch Sache der Eltern. Mein Kind soll in der Krippe spielen, den Umgang mit anderen Kindern lernen, und das lernt es mit und von Kindern, nicht von Erwachsenen.
Word!
hmm…, kinder sollen von kindern lernen – wie kommen sie bloss auf solch einen absurden gedanken – wann hat es das schon mal gegeben? immer diese vernünftigen!
Ich bin für Waldkrippen, so wie für Waldkindergärten. “Würmli studiere und Blättli sammle, Bächli stoue und Beerli sueche” scheint mir die richtige Beschäftigung für Zwerge, auch im Nachhinein. Mein Sohn lernt nun Chinesisch, es macht ihm grossen Spass, vor zwanzig Jahren wäre das sicher nicht das Richtige gewesen, da war Hüttenbauen angesagt, auch das machte ihm grossen Spass.
Da kann ich Dir für einmal vorbehaltlos zustimmen.
(Ausser, dass er Chinesisch von chinesischen Gspänli im Waldkindergarten wahrscheinlich problemlos gelernt hätte. Und nachher vermutlich wieder vergessen. Was ihm aber heute trotzdem zugute kommen würde. Aber wer hätte damals wissen wollen dass ihn heute Chinesisch interessiert. Bildungskarrieren sind nicht so linear.)
Ach ja, mit fünfzehn machte er mir Vorwürfe, dass ich ihn nicht mit acht in ein Shaolin-Kloster gegeben habe, da wäre er jetzt schon Wushu Meister. Inzwischen hat er sich wieder beruhigt, in China konnte er feststellen, dass die dort auch nur mit Wasser kochen…….
In einer Welt wo 14 Jährige Zukunftsängste wegen einer verpatzten Prüfung bekommen und die Selbstmordrate Jugendlicher steigt und steigt solllte man generell überlegen ob die wirtschaftstauglichkeit das einzige Ziel einer Bildungsstätte sein solll oder ob auch ander Werte und Ziele einen Platz haben sollten. Aber das ist blasse Theorie. Japan und China lassen grüssen.
Die Leistungbeurteilung in der Krippe ist da nur ein logischer Schritt in die eingeschlagene Richtung.
Ist doch wunderbar, wenn der mamablog sich vom kleinen mamablog inspirieren lässt. See you, alligator!
Wieso glauben eigentlich so viele, dass wenn der Staat sich um etwas kümmert, die Sache dann professionell gemacht wird?
Business-Speak von Leuten die an Staatsbureaukratie glauben währe fasst schon komisch müssten nicht unsere Kinder unter den Ideen von präpotenten Profil-Ideologikerinnen leiden.
hmm…, lassen sie mich ein paar jahre zurück blättern. im zeitraum 0-4 waren die entwicklungsmeilensteine meiner söhne: durchschlafen, laufen, sprechen, nuggi weg, windeln weg, rudimentär selbstständig essen. klar kann man einen beurteilungsbogen erfinden, damit jene daten in bytes gemeisselt werden können. speicher-chips wehren sich auch gegen die grössten schnapsideen nicht.
Kann ein Kind spielen, lernt es all die nötigen Dinge, um nachher im Kindergarten und in der Schule zu bestehen. Die Unbeschwertheit, dies machen zu dürfen ist doch der grosse “Asset” für Kinder und lässt vor allem zu, dass sie sich entwickeln können.
Lustig am Artikel ist immerhin, nachdem über den Management-Jargon der Bildungsbürokratie hergezogen wird, dass die Ökonomisierung im nächsten Satz gerade mal richtig fortgesetzt wird, mit: Mag sein, dass es Familien gibt, die ihren Kindern zu wenig Anreize bieten oder dann: fördern diese sicher genau so effizient… Kinder schlagt euch doch bitte nicht mit den eigenen Waffen!!!
Und nachher kommt das Portfolio, das eine Fiche sei und es werde losgedrescht. Natürlich trifft man so den Volksnerv, unbestritten.
Und wenn der Chef das sagt, was er sagt, dann wird es wohl so sein wie er es empfindet, geht mir übrigens ähnlich wie ihm, aber dies als Argument zur Abschaffung von Gesprächen zu gebrauchen, also bitte!!
Übrigens sind die Krippen auch heute schon teuer, ohne Management-blablaba-Leistungsauftrag, aber das passt nicht ins Schema, ich weiss, aber Sie sind ja Krippen unerfahren drum entschuldigt,
Schlimm dabei ist aber vor allem, dass die Diskussion über diese Themata individuell und gesellschaftlich ungemein wichtig wäre, aber dies interessiert wohl niemanden
Mann, könnt ihr eigentlich lesen? Das mit dem Chef war der EINSTIEG ins Thema. Die Argumente folgen erst später. Ausserdem: Wer fordert die Abschaffung von Gesprächen? Und, äääähh, genau, Diskussion. Das machen wir hier.
*lach* Michele in Rage. Schade ist das hier kein Videoblog. Wär mal was anderes als das (leicht verschreckte?) Bild rechts oben. Aber witer so, Emotionen gehören zu jeder guten Diskussion
Alos habe nochmals nachgelesen, auch wenn mir durchaus klar ist, dass der Einstieg in ein Thema nichts mit dem Thema an sich zu tun hat: Beurteilungsgespräche in der Kinderkrippe. sind ein organisiertes Wohlfühlprogramm für Eltern, sowas kann auch meiner Meinung nach abgeschafft werden, zugegebenermassen war dies eine Interpretation meinerseits.
Ist es die Angst, das es die Krippen besser machen könnte wie die Mutter?
Nachdem die Kleiderreinigung schon ab CHF 2.90 pro Hemd outgesourced werden kann, wird das Eis dünn.
Oder mit anderen Worten: Was spricht dagegen, Krippen besser zu machen, dass sich der Chef im Gespräch ernst genommen fühlt?
(NB: Diese mehr freiheit weniger staat Polemik führt gerade dazu, dass die staatlichen Lösungen teuer und schlecht sind, es geht ja schliesslich um die Prophezeihung.)
Heute haben wir teure Krippen mit 3:1 und 4:1 Betreuung, wenns nur ums Spielen geht, ein bisschen teuer, nicht? Vielleicht könnte man versuchen, es mit dem gleichen Geld besser zu machen? Nein nein, uiui Bildungsbürokratie und dann nehmen unseren Kindern die Secondos dann noch den Job weg, uiuiui, neinneinnein. Wir haben die Kinderbetreuung schliesslich selber organisiert, das muss doch belohnt werden, jajaja…