Leben


Michèle Binswanger am Mittwoch den 30. Juni 2010

Ist der Mann die neue Frau?

In häuslichen und familiären Belangen werden Männer oft tatsächlich diskriminiert. Ist es Zeit für den neuen Maskulinismus?

In häuslichen und familiären Belangen werden Männer oft tatsächlich diskriminiert. Ist es Zeit für den neuen Maskulismus?

Eigentlich sollte das männliche Geschlecht sich ja im Hoch befinden – Fussballweltmeisterschaft, Bier à gogo, sommerliche Temperaturen und entsprechend leicht gewandete Frauen auf den Strassen. Aber jüngst wurde ich beim Durchblättern eines Magazins mit der erschütternden Tatsache konfrontiert, dass dieser Schein trügt. Es geht dem Mann im Allgemeinen, also dem Mann an sich, nicht gut. Um nicht zu sagen: ganz schlecht.

Denn im Schatten der Frauenemanzipation ist eine ganz neue Blume herangewachsen. Sie heisst Männerdiskriminierung und treibt überall ihre Blüten. Aber zum Glück ist der Mann an sich ja nicht allein. Er hat sich organisiert und eine Bewegung gegründet, die sich stolz mit dem Namen Maskulisten schmückt. Den Maskulismus, so musste ich bei einer kleinen Recherche feststellen, gibt es schon länger, auch wenn ihn die Schweizer Presse bislang weitgehend mit Nichtbeachtung gestraft hat. Ganze drei Artikel finden sich in der Schweizer Mediendatenbank, die das Wort Maskulist enthalten – aber kein einziger macht die Bewegung wirklich zum Thema.

Das tut dafür das aktuelle Neon Magazin. Jakob Schrenk hat eine Maskulisten-Versammlung in Heidelberg besucht und mit Eugen Maus gesprochen, einem Gründungsmitglied der Männerrechtsgruppe Manndat, die sich gerade mit dem Thema Männerbeschneidung umtreibt. Alle redeten immer nur von den Frauenbeschneidungen, sagt Maus. Dabei würden auch Millionen von Männern beschnitten. «Der Penis des Jungen darf kein Selbstbedienungsladen für die Kulturen dieser Welt bleiben», so wird Maus zitiert.

Männerbeschneidung mit der weiblichen Genitalverstümmelung vergleichen? Ich bitte Sie. ich habe in meinem Leben schon einige beschnittene Glieder getroffen und keines davon wirkte sonderlich traumatisiert. Das ist natürlich Kalkül des Journalisten, der die Maskulisten als im Wirtshaus bei einem Glas Wasser ohne Kohlensäure palavernden Männerversteher porträtiert, die am liebsten das Rad der Zeit zurückdrehen und die Feministinnen auf den Mond schiessen möchten, denn wer die Frauen als permanent diskriminiert darstellt, diskriminiert damit automatisch die Männer.

Das ist einigermassen skurril. Schon klar, dass der Mann im Würgegriff der fortschreitenden Feminisierung unserer Kultur ins Schwitzen kommt. Aber dass er sich aus allen möglichen Rollen ausgerechnet diejenige des Opfers aussuchen muss? In dieselbe Kerbe schlägt ein Artikel aus der taz, der die sexuelle Belästigung von Frauen gegen Männer thematisiert. Es wird berichtet von einem Klettertrainer, der sich über die saublöden Sprüche nervt, die Kursteilnehmerinnen über seine beeindruckende Physis fallen lassen, von  Softwareingenieuren, die sich beim fachlichen Gespräch mit einer Untergebenen plötzlich von ihrem provozierenden Ton bedrängt fühlen. Ja, die Sexualität ist ein Minenfeld, aber wenn die Maskulisten sich ins Gefecht werfen, droht uns der totale Krieg.

Ich sollte nicht spotten, zumal ich als Frau nie diskriminiert wurde und auch keine Probleme habe, mich gegen das, was man gemeinhein sexuelle Belästigung nennt, zu wehren. Und es gibt durchaus Felder, in denen Männer vielleicht nicht systematisch, aber doch regelmässig diskriminiert werden – insbesondere im familiären Bereich. Die rechtliche Schlechterstellung von Vätern und geschiedenen Männern ist ein Skandal, ebenso, dass Männer und Frauen in der Frage häuslicher Gewalt vom Recht oft nicht gleich behandelt werden. Und natürlich gibt es auch sexistische Werbung gegen Männer. Aber ist der Mann deswegen nun die neue Frau? Mann, du bist wirklich arm dran.

Ich bin unbedingt für Gendermainstreaming, wenn man darunter das ehrgeizige Ziel der Gleichstellung von Mann und Frau auf einer gesellschaftlichen Ebene versteht. Aber die Lösung kann ja wohl nicht heissen, dass die Männer nun einen auf Feminismus mit umgekehrten Vorzeichen machen. In der institutionellen Umsetzung des Gendermainstreaming wird ja gerade von Männerseite immer wieder kritisiert, dass entsprechenden Organisationen ihre Existenzberechtigung darauf beziehen, dass sie immer neue Probleme schaffen, wo vielleicht gar keine sind. Maskulinismus? Vielleicht sollten die Männer einfach wieder ein bisschen mehr Fussball schauen.

Was finden Sie? Ist dieser Text sexistisch? Werden Männer systematisch diskriminiert? Und wenn ja, wie muss man sich den neuen Maskulinismus vorstellen?

499 Kommentare zu „Ist der Mann die neue Frau?“

  1. heidi reiff sagt:

    Bekannt ist ja aus der Psychologieecke, dass Frauenhasser eigentlich Mütterhasser sind , ich kenne diese Muster aus meinem persönlichen Hintergrund. Vieles was ich gelernt habe aus den Büchern von der Buchautorin und ” Pionierfrau was Kindsmisshandlung betrifft ” ALICE MILLER ist das Gedankengut Kinder ernst zu nehmen, Kinder brauchen Zuwendung in Form von verstanden sein. Die Muster SADO MASO haben ihren Ursprung in PECHSCHWARZEM ERZIEHUNGSFANATISMUS GEKOPPELT MIT RELIGIONS UND KULTURFANATISMUS. In China wurde kleinen Babys in der Beweglichkeit was FÜSSE BETRIFFT misshandelt, die normale KOERPERLICHKEIT heisst Beweglichkeit Hände und Füsse.

    • Hanspeter Lechner sagt:

      Liebe Frau Heidi Reiff,
      Wissen Sie, WER das Einbinden der Füsse bei Mädchen und Frauen (und nicht bei Babies … – und schon gar nicht bei beiden Geschlechtern) definitiv verboten hat? Sie werden staunen: es war Mao ZeDong … – ja genau, derjenige Mao, den Sie neulich (fälschlicherweise!) als “Dispot” betitelt haben!
      Lieber Gruss aus China,
      Hanspeter Lechner.

  2. michi sagt:

    ” ich habe in meinem Leben schon einige beschnittene Glieder getroffen und keines davon wirkte sonderlich traumatisiert. ”

    Sicher nicht zu vergleichen mit Frauenbeschneidungen, trotzdem… ich kenne ein nicht jüdisches Glied, das nicht besonders glücklich ist, ungefragt beschnitten worden zu sein (nein, es nicht meins). Das mag irgendwie irrational klingen, trotzdem meinte ich gilt es das zu respektieren.

  3. Mark sagt:

    Männer sind Männer …. und Frauen sind Frauen ….. es lebe der Unterschied!

    wenn man seine Eigenheit ausleben kann muss man niemanden dominieren!

    ( ….. also eigetlich ein elitär-sozio-sche???-Thema)

  4. Peter sagt:

    @Mirveglius: “Ich fordere deswegen keine neue Emann-zipation und kein kein Verein jammernder Maskulinisten, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Männlichkeit und den zugeschriebenen Rollen.”

    “Auseinandersetzung mit unseren Rollen, mit unserer eigenen Sozialisation und schlussendlich mit unserem eigenen Selbstverständnis”

    Und was soll denn aus der Auseinandersetzung mit diesen zugeschriebenen Rollen und dem eigenen Selbstverständnis resultieren ? Eine Sozialpädagogische Begleitung, um die Abgründe traditioneller Männlichkeit zu ergründen ?

    Klage ist ja von vornherein ausgeschlossen, da dies bei Männern als Jammerei abgetan wird. Wenn Sie sich denn ernsthaft mit Männlichkeit und den zugeschriebenen Rollen auseinandersetzen, dann können Sie mir doch sicher die folgenden Fragen beantworten:

    Welche Rolle spielt männer.ch im Geschlechterdiskurs und von wem wurde diese Rolle konzipiert ?

    Wer hat ein Interesse daran, jede Klage von Männern als Jammerei abzutun und damit ins Lächerliche zu ziehen ? Was bezweckt eine solche Agitation ? Männer zum Schweigen zu bringen vielleicht ?

    Welches Männerideal wird beschworen, wenn unmissverständlich gefordert wird, Männer sollen nicht klagen, da dies unmännlich sei ? Ist das ein modernes oder doch eher traditionelles Männlichkeitsideal ?

    Wem nutzt dieses Ideal von Männlichkeit ? Wessen Interessen vertritt männer.ch ?

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer kritischen Aufarbeitung und würde mich freuen, wenn Sie mich hier an den Resultaten teilhaben liessen, indem Sie meine ernstgemeinten Fragen beantworten.

  5. Mirveglius sagt:

    Lieber Peter. Vielen Dank für Deine kritischen Fragen. Es mutet schon ein wenig komisch an, dass eine (grösstenteils) konstruktive Diskussion auf einem “Mama”-Blog stattfinden muss :-) . [Vielleicht kennt eine unabhängige Plattform].
    Aber nun zu Deinen Fragen:
    ad 1.
    Ich sehe den Nutzen einer Auseinandersetzung mit den zugeschriebenen “Männerrollen” in einem individuellen Gewinn. Für mich persönlich (Vater einer 8jährigen Tochter mit “geteiltem” Sorgerecht) gilt es den gefühlten Möglichkeitsraum als Mann zu vergrössern. Damit auseinandersetzen heisst für mich in erster Line auch mich selbst besser zu verstehen; also ein recht egoistischer Wunsch, was für mich nicht heisst, über (Frauen)”leichen” zu gehen… Ach ja, und “Abgründe” finde ich immer spannend, will ja nicht als Hans guck in die Luft abstürzen ;-)

    ad 2.
    Da hast Du schon recht. Die negative Konnotation von Jammern ist schnell gemacht. Missstände anprangern und sich dafür ein Gehör verschaffen ist natürlich nicht jammern. Dies alleine ist aber nur ein Anfang, es müssen auch Taten folgen. Damit meine ich jetzt nicht, gleich brüllend auf die Strasse zu stürzen, sondern eher eine “gelebtes Umsetzen” für sich selbst. Ich möchte mich nicht lange beim Anprangern (”jammern”) aufhalten.
    Ein anderer Punkt ist die Emotionalität des Mannes, die nicht gezeigt werden darf (teilweise auch kann). Ich finde auch Männer dürfen “wehklagen”, auch für andere sichtbar. Der “Indianer-haben-keine-Schmerzen-Mist” ist sicher kein Massstab. Aber generell als Mann eine Opferrolle einnehmen mag ich gar nicht, das schränkt meinen Möglichkeitsraum (s.o.) eher wieder ein.

    ad 3.
    In Bezug auf männer.ch kann ich nur sagen, dass mir der Slogan irgendwie gefällt. Zudem ist es eine von vielen Quellen, in denen es in diversen Aspekten Meinungen und Perspektiven nachzulesen gibt. Ich stehe aber in keinem speziell gearteten Verhältnis zu männer.ch.

    ad 4.
    siehe [ad 2]. Agitation steht definitiv im Widerspruch mit meinem Ziel der Erweiterung meines Möglichkeitsraumes als Mann. Bewegung anstatt Stillstand (wir als Männer haben lange genug stillgehalten!]. Da sind wir, denke ich, gleicher Meinung (?)

    ad 5.
    Ideale im Sinne von uniformen Mann-Sein, entspricht ja schon wieder einer (oder mehrerer) Rollenzuschreibungen. Um eine grösstmögliche individuelle Freiheit zu wahren, möchte ich auch eine individuell ausgebildete Männlichkeit leben. Eine, in der ich mich bestmöglich wohl und sicher fühle. Ich denke eine individualisierte Ausformung unterstützt den “angstfreien” Dialog mit der ebenso individuell daherkommenden “Frauenwelt”.

    ad 6.
    siehe [ad 5 und ad 3]. Keine allgemeingültigen Ideale bitte. Männer.ch ist blosser Ideenliferant, unter vielen anderen Quellen. Wichtig für die individuelle subjektive Meinungsbildung ;-)

    Hoffe Deine Fragen korrekt verstanden auch einigermassen verständlich beantwortet zuhaben.

    PS.: Fände es prinzipiell auch spannend und anregend Berichte über sehr subjektive und auch persönliche Prozesse auszutauschen. Aber bitte nicht im MamaBlog, da fühl ich mich als Mann doch zu stark regrediert ;-)

    • Widerspenstige sagt:

      @Peter und @Mirveglius
      Ich finde es äusserst spannend, diesen Diskurs mitverfolgen zu dürfen und bitte um Dialoge hier im Mamablog. Denn wie können lösungsorientierte Frauen sonst heraus finden, wie der sich emanzipierende Mann ent-wickelt? Herzlichen Dank fürs Dranbleiben hier im Blog. ;-

      • Salvatore sagt:

        Der sich emanzipierende Mann vergrößert also seinen gefühlten Möglichkeitsraum. Ich bin schwerstens beeindruckt.

  6. Sven Buddensiek sagt:

    Wissen Sie Frau Binswanger,

    ich finde es reichlich deplaziert angesichts jährlich hunderter Tote und zigtausende Verstümmelter die Genitalverstümmelung von Männern ins Lächerliche zu ziehen. Würden Sie über beschnittene Frauen auch so reden?

    Hier ein Link http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/10350471.stm wo sich Interessierte mal informieren können – 20 Tote in den letzten 12 Tagen allein in Südafrika. Zumindest aus den in der westlichen Welt gewonnenen Vorhäuten macht die Pharmaindustrie injizierbares Collagen für faltige Frauen.

    Zum eigentlichen Thema, dem Maskulismus:
    Daß Sie angesichts der enormen gesellschaftlichen Schieflage zulasten der Männer wünschen, wir Maskulisten sollten “lieber wieder Fußball gucken” kann ich nachvollziehen – Sie sind sich der Frauenprivilegien eben voll bewußt.

    Aber würden SIE wirklich ruhig bleiben, wenn Frauen

    - 5 Jahre weniger Lebenserwartung hätten und der Staat bezüglich der Gesundheitsausgaben das Augenmerk auf das andere Geschlecht hat?

    - wenn Frauen bei Scheidung die Kinder verlören,

    - in der Schule benachteiligt würden,

    - zum Militär gezwungen würden,

    - bei gleichen Vergehen härter bestraft würden,

    - trotz härterer Arbeit weniger staatliche Zuwendung bekämen,

    - gegen falsche sexuelle Beschuldigungen kein Mittel zur Verteidigung hätten,

    - medial auch noch lächerlich gemacht würden wenn sie sich beschweren?

    Gerade das “Gender Mainstreaming” das Sie so loben, ist eine totalitäre Zwangsmaßnahme zur Benachteiligung von Männern aufgrund ihres Geschlechts, basierend auf der völlig falschen Annahme, daß eine Beteiligung von unter 50% Frauen im Berufsleben, besonders in angenehmen Machtpositionen, eine “Benachteiligung” darstelle, die durch Berufsverbote für Männer “ausgeglichen” werden müßte.

    Merken Sie sich bitte, daß alle Menschen ungleich sind, und daß jeder Mensch das Recht auf seine individuellen Berufswünsche hat, was auch bedeutet, daß eine Weiterbildungs- unwillige Halbtagsfrau wohl kaum Chancen auf einen CEO-Posten hat. Die hätte ein ebenso unwilliger Mann nämlich auch nicht!

    “gender mainstreaming” will keine gleichen Rechte und gleichen Chancen, sondern eine totalitaristische “Ergebnisgleichschaltung” wo es Frauen nützt – so als ob man allen Kindern die gleiche Schulnote gibt, denn sie haben ja in der Klassenarbeit die gleichen Aufgaben bekommen! Und so, als ob man beim 5000m-Lauf den Jungen den rechten Fuß abhackt, nur um zu beweisen daß Mädchen gleichschnell laufen können.

    Ist das Ihre Definition von Gerechtigkeit?

    Wie zur Bestätigung des Maskulismus haben Sie selber einen angenehmen Job in geschützten Innenräumen, wie die meisten Frauen. 94% der tödlichen Arbeitsunfälle geschehen Männern, doch selbst in den ungefährlichen Sparten wie politische Beteiligung in Parteien halten sich Frauen mit einem Anteil von durchschnittlich 30 – 40% sehr zurück, bei Firmengründungen sieht es trotz Frauenförderung noch viel düsterer aus. Sind Sie wirklich der Meinung, daß die Männer die ganzen persönlichen und gesellschaftlichen Risiken tragen sollten, ihr Geld und ihre Gesundheit opfern – und dann wenn das neue Unternehmen steht und nur noch die Zierpflanzen in der Chefetage ausgesucht werden müssen, dann eine Frau in den Chefsessel gehievt werden sollte “wegen der Geschlechtergerechtigkeit”?

    • Argonaut sagt:

      Frau Binswanger geht es mit ihren Texten und Formulierungen nur um Quote.

    • Stef sagt:

      @ sven
      Ich finde, dass du wegen Scheidung und Militär recht hast abr zu zwei Dingen möcht ich noch was anmerken; Berufsunfälle: Männer haben im Durchschnitt ganz klar viel höhere Risiken für Berufsunfälle, obwohl ein grosser Teil nie gemeldet wird, nur ein Teil davon ist ganz klar auch selbstverschuldet (nur ein Teil!) Ich bin bei uns im Betrieb für Arbeitsicherheit zuständig und ich kämpfe immer mit der Einstellung auf den Baustellen, wir sind Männer keine Memmen, wir tragen keinen Helm oder Schutzbrille, Staubmasken sind was für Weicheier, diese Allüren erklären schon ein paar Prozente.
      Und weiter, mir als nicht Kader ist es egal, wer in der Chefetage den Sessel warm hält, das hat nichts mit meiner Realität zu tun, für mich ist wichtiger, was jemand arbeitet, als was in seiner Unterhose steckt. Ich würde hier nicht die Rechnung machen, Männer haben das Haus gebaut, Männer sollen darin auch Chef sein.

      Ich glaube, wir Männer verarschen uns auch fleissig selbst, unsere Selbstdefinition ist doch grad, dass wir überlegen sind, dass wir nicht Opfer sind, dass wir gefärlich sind. Die Richter glauben auch dran. Es sind auch Männer, die die mediale Lächerlichmachung unterstützen.
      Ich bin selbst schon öfters von Frauen belästigt worden, zum Beispiel an einem Konzert von ner Gruppe Frauen betatscht worden und weiss ziemlich gut, wie die Reaktionen von aussen sind, Reaktion? Wo? Aber von Männern und Frauen.

      Beim 5000 Meter Lauf, um die Zwölf rum wären viele Mädchen den Jungen Körperlich überlegen, wenn sie sich nicht selbst blockieren würden.

      • Sven Buddensiek sagt:

        Hallo Stef,

        ich gebe Dir natürlich Recht, Männer sind im Allgemeinen risikobereiter, mit positiven und negativen Auswirkungen, höhere Unfallgefahr aber auch größerer Erfolg, mehr Leistung, mehr Erfindungen. Wir Maskulisten kritisieren, daß die Feministinnen (nicht “die Frauen”) zwar die negativen Auswirkungen männlicher Risikobereitschaft als “selber Schuld” abtun, aber die männlichen Erfolge sofort als “Frauenunterdrückung” diffamieren und Quoten fordern.

        Es gibt vielmehr männliche Obdachlose als männliche CEOs. Nun rate mal, an welchem Ende die Feministinnen eine Quote fordern und welches Ende sie aus ihrer Ideologie ausblenden?

        Frauen müssen begreifen, daß Scheitern kein Männerprivileg ist, wenn man im beruflichen Wettbewerb steht. Ich bin, wie Du, nicht der Meinung, daß nur Männer Chefs sein sollten – es gibt ganz wunderbare Frauen an der Spitze. Aber die haben es aufgrund ihrer Leistung geschafft, ohne feministische Quoten!

        Und darauf wollte ich hinaus: Während sich die vielen erfolgsorientierten Männer im Treppenhaus zur Macht gegenseitig prügeln müssen, gibt es für die wenigen Frauen, die nach Oben wollen, einen extra Fahrstuhl per Vagina.

        Feministinnen haben aus der richtigen und nötigen Gleichberechtigung eine “Gleichstellung” (und damit sexistische Privilegierung) gemacht. Wenn Du die frauenspezifischen Regelungen unter z.B. dem Aspekt der Nationalität, Religion oder Hautfarbe lesen würdest, würdest Du einen Schreck bekommen. Jemand hat einmal das Frauenstatut der deutschen Grünen ins Internet gestellt, dabei aber statt Frauen Weiße und statt Männern Nehger geschrieben. Der ist wegen Volksverhetzung angezeigt worden!

        Wo Frau Binswanger so auf Fußball abzielt ein erhellendes Beispiel: In Österreich wurden kürzlich Karten für internationale Fußballspiele verkauft – mit Preisen per Geschlecht! Männer mußten bis zu 87% mehr für das selbe Ticket bezahlen, Begründung: “Frauen verdienen 40% weniger als Männer und es schauen zu wenig Frauen Fußball”. Ich bestreite die Lohnschere keinesfalls, aber es ist ungerecht, dreist und verdummend (also feministisch), wenn man den Monatslohn eines durchschnittlich Vollzeit mit Tendenz zu Überstunden arbeitenden Mannes vergleicht mit eher halbtags arbeitenden Frauen. Die Stundenlöhne sind nämlich exakt gleich! Und zur Begründung es schauten “zu wenige Frauen” Fußball: Genau das ist der totalitaristische Ansatz feministischen “gender mainstreamings”, was nicht zu gleichen Teilen genutzt wird, wird als frauenfeindlich definiert. In den USA haben Feministinnen hunderte von Sportmannschaften an Schulen zerstört mit ebendieser Begründung, Football spielten nur Jungen, und wo sich keine Mädchenteams bildeten (aufgrund mangelden weiblichen Interesses), wurden die Jungenteams kurzerhand geschlossen, sogar da wo sie sich selbst finanzierten!

        Wir müssen aufpassen, daß wir (Männer und Frauen gemeinsam) nicht unsere persönlichen Freiheiten unter dem Vorwand der “Geschlechtergerechtigkeit” an den Staat abtreten. Das “gender mainstreaming” ist der verhängnisvolle Hebel dazu, denn es verlangt ausdrücklich in jeder Zelle bis hin zur Partnerschaft alle Bedingungen zu kontrollieren und mit neuen Regelungen und Strafen zu befrachten. Big sister is watching you.

        Wem nutzt es wohl, wenn sich Männer und Frauen verfeinden, versingeln, wenn Singles alles Doppelt kaufen müssen, zwei Wohnungen, Autos, Telefonverträge, zwei benötigte Arbeitsplätze was zu Lohndrückerei führt…Konsum und Billiglähne, das steckt dahinter. Feministinnen sind nur die willigen Ausführungsgehilfen, sie werden für die Zerstörung (”Dekonstruktion”) der Familienstrukturen mit lebenslangen Posten in der staatlichen Administration belohnt, zurück bleiben entwurzelte Völker, die nur noch als verfügbare Masse für den Arbeits- und Konsumprozeß gesehen werden und alle Kompetenz an den Staat abgegeben haben. Streiken oder aufbegehren können sie dann auch nicht mehr – sie haben ja keinen familiären Rückhalt.

        Und das unterscheidet auch den Maskulismus vom Feminismus: Wir Maskulisten sehen die Frau nicht als Feindbild, nicht als “Schuld an allen Übels” wie das die Feministinnen ihrerseits mit den Männern tun. Deren Ziel ist die Versingelung der Familien und Degradierung des Mannes, unser Ziel ist ein faires Zusammenleben auf Augenhöhe, durchaus in Arbeitsteilung wenn gewünscht, aber mit grundsätzlich gleichen Rechten. Und daß diese eigentlich selbstverständliche Forderung nach _gleichen_ Rechten den Feministinnen sauer aufstäßt, beweist wie weit die einseitige Privilegierung schon fortgeschritten ist.

        Und noch eine Definition. Merke:
        Gleichberechtigung ist Chancengleichheit für alle am Start –
        “Gleichstellung” ist gegenderter und dekonstruierter Zieleinlauf per Geschlecht.

      • Stef sagt:

        Hallo Sven, wieder muss ich dir in vielem Recht geben, das mit den Ticketpreisen ist so absurd, dass man es nicht glauben will, aber gab es glaub ich auch mal in Bern unter dem Moto Ladiesnight.
        Übers Amiland kann ich nichts sagen, da weiss ich echt fast nix drüber, als Ignorant der ich bin, trau ich denen eh alles zu ;-)
        Das mit den Obdachlosen ist ein schönes Beispiel, ich denke Männer sind auf beiden Seiten der Skala stark vertreten.
        Das mit Teilzeit ist so eine Sache, ich bin ein starker Verfechter der Teilzeitarbeit für Frauen und Männer und stosse damit bei Frauen und Männern gleichermassen auf Ablehnung. Hausfrauen haben Angst um ihr Privileg und Männer verhindern es als Chefs, dass ihre Angestellten Teilzeit arbeiten.
        Ich bin froh über Feministinnen und Maskulisten, beide machen sich Gedanken, beide wollen was ändern. Mir ist einfach das Rollenbild häufig zu starr, schönes Beispiel Pipi, bei den Männern hat es auch einige, nur müsste ich die Namen suchen. Ich bin immer mit einem anderen Bild aufgewachsen, weil mein Vater den Haushalt und meine Mutter die Lohnarbeit gemacht hat. (heute, ohne Bedürfnissen von Kindern arbeiten beide Teilzeit)
        Deine Frage, wem es nutzt, wenn alles doppelt angeschaft wird? Ich würde sagen den Chefs, ob m oder f

      • Marcel sagt:

        Hallo Sven

        Deinen Texten stimme ich fast vollumfänglich zu, möchte aber zur Lohnschere zwischen Frauen und Männern noch etwas bemerken – weniger für Dich, Sven, sondern vielmehr für die anderen interessierten Mitleser.

        Es ist nicht wahr, dass Frauen für gleiche Arbeit qua Geschlecht einen geringeren Lohn erhalten. Gäbe es nämlich einen erheblichen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen für dieselbe Tätigkeit, würden sich Arbeitgeber sofort auf die billigeren Frauen stürzen, um die Kosten zu senken und sich so einen Vorteil vor der Konkurrenz zu sichern; so funktioniert nunmal der Arbeitsmarkt. Dass es praktisch keine Frauendiskriminierung bei den Gehältern gibt, ist inzwischen sogar auf EU-Stufe amtlich und wurde von EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit Spidla eingestanden. Es gibt mehrere Tricks, wie Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern künstlich generiert werden.

        Ein Trick besteht darin, dass man nicht gleiche Arbeit miteinander vergleicht sondern willkürlich zwei verschiedene Tätigkeiten als gleichwertig deklariert und allfällige Lohnunterschiede auf eine angebliche Frauendiskriminierung schiebt. Sehr häufig werden beispielsweise verschiedene akademische Disziplinen miteinander verglichen und aus den annähernd gleich langen Studienzeiten und dem akademischen Abschluss (womöglich mit einer Dissertation o.ä.) geschlossen, dass beide gleichwertig seien. Dabei wird jedoch das Marktelement vollkommen ausgeklammert. Wenn eine hohe Nachfrage nach Ingenieuren besteht und eine eher geringe Nachfrage nach Kunstgeschichtsabsolventen, dann gibt es unweigerlich Lohnunterschiede; da Frauen eher selten eine Ingenieurlaufbahn einschlagen, dafür aber weit häufiger Kunstgeschichte studieren, wird so eine Geschlechterdiskriminierung konstruiert, wo gar keine ist.

        Ein anderer Trick besteht darin, dass man verschiedene verwandte Berufe zusammengefasst, in der Berufsgruppe die Löhne getrennt für Männlein und Weiblein mittelt und dann ebenfalls einen Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern feststellt. Ich habe diesen Statistiktrick selbst einmal beim Eidg. Bundesamt für Statistik festellen müssen, als die mit der Behauptung aufwarteten Männer verdienten x Prozent mehr als Frauen. Beispielsweise wurden die Löhne von Frauen und Männern in der Gesundheitsbranche miteinander verglichen. Dass aber die Berufsverteilung bei den Frauen anders war (viele Krankenschwestern und sonstiges Pflegepersonal sowie Verwaltungspersonal, wenige Ärzte insbesondere wenige Spezialärzte) als bei den Männern (deutlich mehr Ärzte und weniger Pflege- und Verwaltungspersonal), wurde nicht berücksichtigt. Die vielen Ärzte bei den Männern haben dann den Durchschnittsverdienst bei den Männern in die Höhe getrieben und das zahlreiche Pflegepersonal bei den Frauen deren Durchschnittsverdienst heruntergedrückt. Von einem Bundesamt für Statistik hätte man eigentlich erwarten können, dass es solche statistischen Fallen erkennt. Ich war jedenfalls ziemlich wütend, dass meine Steuergelder für eine derart inkompetent gemachte Untersuchung rausgeschmissen wurde und die Falschinformationen dann auch noch politisch und medial ausgeschlachtet wurden.

        Daneben gibt es noch den Trick, dass man nicht alle Parameter, die lohnhöhenrelevant sind, miteinbezieht. Überstunden und Sondereinsätze (von Männern viel häufiger geleistet) fallen meist unter den Tisch, Leistung sowieso, Absenzen werden ignoriert (bei Frauen deutlich häufiger), höhere zeitliche und örtliche Flexibilität der Männer usw. Auch Sonderkosten, die dem Arbeitnehmer bei Frauen häufiger entstehen (z.B. höherer Ausbildungsbedarf bei Teilzeiterwerbstätigen) oder Sonderleistungen (Kinderhorte, Kündigungsschutz bei Schwangerschaften), die diese in Anspruch nehmen und sich letzten Endes in deren die Lohnhöhe niederschlagen, werden ignoriert. Als Faustregel gilt: je mehr relevante Einflussparameter beim Lohnvergleich miteinbezogen werden, desto stärker nähern sich die gemittelten Löhne an.

        Statistisch gibt es zwar eine Lohndiskrepanz zwischen Männern und Frauen. Die ist aber hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Frauen andere, zumeist minder bezahlte Berufe ergreifen. Coiffeur, Verkäufer oder Krankenpfleger sind keine besonders gut bezahlten Berufe; Software-Entwickler, Buchhalter oder Ingenieur jedoch schon. Das hat aber nichts mit Geschlechterdiskriminierung zu tun sondern mit unterschiedlichen geschlechterspezifischen Präferenzen. Auch Unterbrüche und Zäsuren in der Erwerbsbiographie sind bei Frauen wesentlich häufiger (z.B. durch Kinder oder auch durch häufigere Berufswechsel)

        Seriöse Analysen über die geschlechterspezifischen Lohndiskrepanzen findet man leider in den Medien sehr selten. Die feministische Diskurshoheit ist in diesem Bereich sehr mächtig und Journalisten/Medienschaffende plappern einfach Verlautbarungen von Gleichstellungsbüros oder angeblichen Expertinnen nach ohne irgendwas zu prüfen. Wer sich die Mühe macht und beispielsweise die Behauptungen des Eidg. Gleichstellungsbüros etwas genauer unter die Lupe nimmt, der schüttelt nur noch den Kopf, wie dort Vorurteile und Halbwahrheiten kolportiert werden. Die in diesem Blogeintrag ebenfalls angeschnittene Beschneidung, bei der sich sogenannte Experten fast völlig auf Frauen und Mädchen konzentrieren und Jungs und Männer praktisch vollständig ignorieren ist nur eines von mehreren Themen, die derart sexistisch oder unwissenschaftlich behandelt werden. Häusliche Gewalt ist beispielsweise ein weiteres Thema, wo von Feministen reine Frauenpropaganda betrieben wird und die Medien die Falschinformationen einfach übernehmen.

      • Henri sagt:

        @Marcel 2. Juli 2010 um 18:53

        Ein sehr seriöser und leider auch sehr zutreffender Beitrag!

  7. Rufta Kinak sagt:

    Man merkt heutzutage schon,dass kleine Jungs gegenüber kleinen Mädchen benachteiligt werden.Dann ist ja klar,wohin das später noch führen wird.

  8. heidi reiff sagt:

    Ich habe viel gelernt von meinen Kindern ich mache MEINE KINDER NICHT ZU SUENDENBOECKEN, ALL AH JAWA ETC, IST NICHT MEIN DING.PUNKT.

  9. Felix sagt:

    Jeder Pol braucht seinen Gegenpol. Die im oberen Abschnitt genannten Beispiele sind ja schon fragwürdig, aber mal ehrlich, sind das gewisse feministische Anliegen nicht auch? Ich denke da zum Beispiel an “das Elter”. Der Feminismus war ja wohl einst eine notwendige und gute Sache, aber haben gewisse Exponentinnen nicht vielleicht ein wenig zu viel Gefallen an der neu gewonnenen Macht gefunden und in gewissen Bereichen die Grenzen des Erträglichen weit überschritten? Mir scheint tatsächlich die Zeit für einen Maskulinismus reif zu sein. Skurrile Beispiele wie die genannten anzüglichen Sprüche sollen nicht aufzeigen, dass wir Männern diskriminiert weden, sondern vor Augen führen, dass gewisse feministische Anliegen ebenso skurril sind. Wo ein Extrem geschaffen wird, muss ein Gegen-Extrem geschaffen werden, damit man (+ frau, in diesem Fall) sich dann in der Mitte treffen kann. Wer weiss, vielleicht werden wir es ja noch erleben, dass Mann und Frau wieder miteinander wollen anstatt gegeneinander. Ich freue mich jedenfalls darauf!

  10. Urs sagt:

    Tja, Feminist ist Feminist! Danke für die Bestätigung. Noch viel Spass mit deinen Kastrationswünschen! :-)

  11. Männerdiskriminierung – ja das erlebt man beim JS und Bezirksgericht Dielsdorf

  12. Leserin sagt:

    Ich habe das Gefühl, in einer völlig anderen Welt zu leben als der Grossteil der Schreibenden hier. Ich (w) habe eine lange Ausbildung hinter mir, unter meinen Mitstudenten waren m und w gleichermassen vertreten. Geschlechterdiskriminierung? Die Leute mit den entsprechenden Fähigkeiten wurden zugelassen, die mit genügend Durchhaltevermögen haben abgeschlossen – unabhängig von der An- oder Abwesenheit eines Y-Chromosoms. Nachher im Berufsleben das gleiche Prinzip: Die Karriereorientierten, die gerne auch mal am Wochenende arbeiteten und denen andere Dinge nicht so wichtig waren, nahmen die entsprechenden Posten ein, während die anderen, denen neben dem Beruf noch Familie und Freizeit wichtig waren, haben eben Funktionen übernahmen, die dies erlaubten. Unter ersteren befinden sich mehr Männer, unter letzteren mehr Frauen. So what, wo ist das Problem? “Mehr” bedeutet NICHT “ausschliesslich” und der Schluss von “Zugehörig zu Gruppe XY” auf “Eigenschaft A vorhanden” ist schlicht nicht zulässig.

  13. Long John Silver sagt:

    “Unvoreingenommenheit ist Übungssache” Zitat Pippi Langstrumpf.

  14. Tomas sagt:

    Jammern nutzt nichts.
    Aber wer sehen und denken kann, der kann auch seine Konsequenzen ziehen.
    Niemand muss sich freiwillig eine Über-alles-muss-diskutiert-werden Feministin antun.
    Niemand muss sich freiwillig in die Heiratsfalle begeben.
    Solange die Gesetzeslage so ist wie sie ist, müssen sich die Frauen nicht wundern, wenn die Männerwelt immer mehr auf Distanz geht. Man muss nur dieses Wissen an die Kinder weitergeben, so kann man ihne später viel Leid ersparen.
    Eigentlich ganz einfach.

    • Long John Silver sagt:

      Dass niemand sich in die Heiratsfalle begeben muss, bedeutet dass man entweder 1) auf eine Familie verzichtet, und dann ist das Leben nicht gerade eine fröhliche Angelegenheit, oder 2) mit einem Partner ein Kind auf die Welt bringt, ohne zu heiraten. Und wenn’s in der Beziehung dann schief geht, dann stehen beide Partner genauso blöd (gut, zugegeben die Männer noch ein bisschen blöder) da, als wenn sie vorher geheiratet hätten.

      Und dass die Männerwelt heute “auf Distanz geht”, das kann ich nicht wirklich bestätigen…

      Und was meinen Sie denn mit “Man muss nur dieses Wissen an die Kinder weitergeben, so kann man ihne später viel Leid ersparen.” ?? Dass Sie Ihren Kindern einbleuen, dass sie jaa nicht heiraten ? Ganz abgesehen davon, dazu sollte man schon mal Kinder haben, und eine vorgängige Heirat macht da vieles einfacher.

      • Tomas sagt:

        1. Auf eine Familie zu verzichten ist immer eine Option, auch wenn einem immer wieder eine Hirnwäsche verpasst wird, dass man nur als Papi ein vollwertiger Mensch ist. Warum das keine fröhliche Angelegenheit sein soll erschliesst sich mir nicht.

        2. Wenn es schon unbedingt nötig ist, Nachwuchs zu produzieren, ist die Variante “Hochzeit” die denkbar schlechteste, vergleichbar mit “sich anstellen lassen ohne Vertrag”. Wenn allen Männern klar wäre, zu welchen Bedingungen sie da “ja” sagen, würde keiner mehr heiraten.

        Es gibt ein interessantes Buch, von einer Frau geschrieben. Es heisst “Fuck & Go” und beschäftigt sich mit der Frage, warum Männer immer weniger Lust haben, dauerhafte Bindungen einzugehen. Empfehlenswert.

      • Long John Silver sagt:

        Zu Punkt 1: Ich schätze mal, Tomas, dass Sie noch ein junger Springinsfeld sind, der noch viel Zeit vor sich hat. Irgendwann juckt die Kinderfrage nämlich (=weh), ungeachtet von jeglicher Gehirnwäsche.

        Punkt 2: Wenn Sie mit Ihrer Freundin ein Kind zeugen und danach die Beziehung in die Brüche geht, dann haben Sie sozusagen kein Recht in Bezug auf das Kind, wenn die Mutter das nicht will. Ausser das Recht, Alimente zu zahlen natürlich.

  15. notwithme sagt:

    Letzte Weihnachten verbrachte ich im Kreise der Familie. Als es ans Geschenke auspacken ging, zog ich mich ein paar Meter zurück, um mich einerseits der nun folgenden Hysterie zu entziehen und andererseits zu beobachten, was sich denn nun abspielen würde. Folgendes geschah: Die zwei Kleinsten der Familie (zwei Mädchen) bekamen von ihrer Tante, ihrer Grossmutter und Mutter ca. 40 (!) Geschenkpakete, die sie eines nach dem anderen öffneten und frevelten. Das Freveln bezieht sich darauf, dass sie mit der Menge an Gaben schlicht überfordert waren und sie kaum eines Blickes würdigten, denn es gab ja noch soviel auszupacken. Ich kam als Beobachter nicht darum herum, zu erkennen, dass zwischen dem in den letzten Jahrzehnten aufgekommenen Feminismus und der kompletten Zentralisierung der Kinder innerhalb einer Familie (ich nenne es zwar lieber Verwahrlosung) ein direkter Zusammenhang bestehen muss.
    Was meine Lehre daraus ist? Nun, nächste Weihnachten werde ich nicht mit der Familie verbringen, sondern mit Menschen, die mit einem Bruchteil des Wertes der verteilten Geschenke sehr viel glücklicher sein werden.
    Und ihre Lehre daraus? Liebe Frauen, stellt euch nicht dermassen schamlos ins Zentrum eigener und fremder Betrachtungen (sprich: Sex an the City). Ihr seid es nur eine sehr kurze Weile lang wert.

  16. TST sagt:

    Wieder so ein Artikel einer Frau, welche zwar niemals irgendeine negative Diskriminierung erfahren hat, aber selbstverstaendlich felsenfest davon ueberzeugt ist, dass Frauen diskriminiert sind. Dabei laesst sie sich gerade von ihrem Mann den Lebensunterhalt finanzieren, damit sie als Germanistin ohne damit irgendein relevantes Gehalt zu erzielen, hier uns diese Erkenntnis mitzuteilen. Damit ist sie ein typisches Beispiel der heutigen Frauengeneration. Voll emanzipiert hat sie studiert, aber lediglich ein bestenfalls vertieftes Hobby, weil ihr der Gedanke irgendwann mal tatsaechlich Geld verdienen zu muessen niemals gekommen ist, denn dafuer sind (nach wie vor) ausschliesslich die Maenner zustaendig! Also sollen die hier nicht rumflennen, sondern lieber noch eine Ueberstunde mehr schieben.

    Das gleiche Rechte auch gleiche Pflichten bedingen ist zu den Frauen noch immer nicht durchgedrungen. Da ist es doch viel einfacher Maenner schlicht zu Melkkuehen zu degradieren, welche sich gefaelligst nicht zu beschweren haben.
    Entsprechend fordert man je nach Lage mal den Softie mal den Macho. Natuerlich immer gleich auf einmal in einer Person. Und auf keinen Fall so ein Mann flennen. Das ist so uncool…..!

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