Leben


Mamablog-Redaktion am Freitag den 9. Juli 2010

Was will das Weib wirklich?

Eine Carte Blanche von Mamablog-Userin Pippi Langstrumpf

WOODSTOOK-NACKTE

Über Utopien nachdenken? Frauen und Männer am Rande des Woodstock-Festival, 15. bis 18. August 1969. (Bild: Life)

Es ist ein trauriger Fakt in unserem reichen Land, dass Frauen weniger Kinder gebären, als sie sich eigentlich wünschen: nämlich lediglich 1, 4  statt mindestens zwei. Und ich frage mich immer wieder, was  Frauen in der Schweiz wohl fehlt, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Das heisst, ich frage mich weniger, was sie brauchen, als was sie sich denn wünschten.

Höre ich mich um, heisst es, die Arbeitswelt sei zugeschnitten auf Leute, die verfügbar sind.  Während sich Männer offenbar damit abfinden und Kompromisse machen, um die Karriereleiter zu erklimmen, fällt es Frauen viel schwerer, klar Position zu beziehen. Auch Männer können diese Verfügbarkeit nur demonstrieren, wenn sie Partnerinnen haben, die ihnen den Rücken freihalten. Ausser, sie verzichten auf eine Familie. Es ist aber nicht nur die Arbeitswelt, die den Frauen Steine dabei in den Weg legt, Erwerbsarbeit und Kinder zu vereinbaren. Hindernisse gibt es überall. Fehlende oder kaum bezahlbare Krippenplätze mit  starren Öffnungszeiten, die Frauen, die abends oder am Wochenende arbeiten müssen, wie z.B. Ärztinnen oder Polizistinnen, nicht wirklich entlasten können. Auch die Ferien der Schulkinder bringen erwerbstätige Mütter immer wieder in Organisationsnot. Weiter erschweren die beengten Wohnverhältnisse, wie wir sie in der Schweiz haben,  eine an und für sich sehr elegante Möglichkeit der Kinderbetreuung, nämlich die des Au-pair. Wo soll sie wohnen, wenn kein Zimmer in der Wohnung frei ist? Mehrgenerationenhaushalte, wo alle einander aushelfen, sind ebenfalls kaum anzutreffen. Die engen Wohnverhältnisse sind ein wesentlicher Grund dafür.

Deshalb habe ich mir überlegt, dass wir doch einmal vom Wünschbaren ausgehen könnten, statt vom Fehlenden. Und dann schauen, was sich davon ermöglichen liesse, anstatt umgekehrt. Also: Wie müsste eine Gesellschaft sein, welche Frauen und Männer darin unterstützt, den Spagat zwischen Berufs- und Familienleben zu verkleinern? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Frauen und Männer partnerschaftlich die Erwerbs- und Familienarbeit teilen könnten? Braucht es eine Aufwertung der unentgeltlichen Arbeit und wenn ja, wie soll sie aussehen? Müsste Familienarbeit vielleicht sogar bezahlt werden? Sollten auch Kinder eine staatliche Rente bekommen, ähnlich wie die AHV, denn sie können ja ebenso wenig für sich sorgen wie die Alten?  Dass die Kinderzulagen die finanziellen Bedürfnisse bei weitem nicht abdecken, ist jedem klar. Was ist mit den neuen Arbeitszeitmodellen der Jahres- und Lebensarbeitszeit, würden solche Modelle die Problematik der Vereinbarkeit von Erwerb und Familie entschärfen? Welche Wohnbaupolitik würde den neuen Lebensentwürfen entgegenkommen?

Was will das Weib? – fragte sich schon Sigmund Freud. Ich finde, nur wenn wir es wagen, auch über Utopien nachzudenken, kommen wir weiter. Die Utopien von heute könnten die Welt von morgen sein, trauen wir uns!

Der Mamablog dankt herzlich für diesen Diskussionsbeitrag!

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516 Kommentare zu „Was will das Weib wirklich?“

  1. Peter sagt:

    Die Regeln der Redaktion gelten wohl nicht für alle! Erwähnenswert ist Lea, die regelmässig gegen einige Regeln verstösst. Somit werde ich mich auch nicht mehr an die Regeln halten.

    • Stef sagt:

      Guck es als Herausforderung an, raus zu finden an welchem Wort du gescheitert bist. Oder als göttliche Prüfung. Was weiss ich, es ist sehr willkürlich und wird wohl gewürfelt. Mit den Regeln hat das nichts zu tun.

      Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.
      Fantasienamen? Fast nur
      Fremdsprachen? Hier lerne ich Englisch
      Ehrverletzend? Schimpfworte werden meist in Englisch geschrieben, also wohl kein Problem
      Themenfremd? Wer findet nach dem 10. Kommentar das Thema noch raus?

      Naja, es ist ne Spielwiese und macht doch meist Spass

      • Schizzo Brigante sagt:

        @stef
        @Peter

        Das Killerwort heisst “unsachlich”.

        Lesen Sie Judith Barben “Spindoctors im Bundeshaus”. Mit dem Argument “unsachlich” wird in der Schweiz jeder beliebige Diskussionsbeitrag vom Leiter der öffentlichen Diskussion abgewürgt. Das kann ein Podiumsgespräch im Singsaal der Sekundarschule zu einem politischen Thema sein. Der Diskussionsleiter nimmt einfach dem Redner das Mikrofon weg mit der Begründung, das Votum sei unsachlich.

    • Lea sagt:

      @Peter sagt 11. Juli 2010 um 12:13:

      Ich bin mir eigentlich keiner Regelverstöss bewusst, ausser dass ich manchmal englische Ausdrücke benutze, oder in Englisch schreibe.

      Es gibt aber auch andere, die Englisches schreiben.

  2. Lara Kraft sagt:

    Das ist doch alles Blödsinn. Solange sich die Mama einfach einen Stecher nehmen kann, dann mit dem Kind den Mann verlässt und gleichzeitig alle Rechte mitnimmt und der Vater nur noch zahlen darf, wird die Geburtenrate auch nicht nach oben gehen. Unzählige Männer in meinem Freundeskreis tippen sich mit dem Finger an die Stirn, sobald sie nach Kindern gefragt werden. Unkalkulierbares Risiko.

    @ Peter: Tja, einige dürfen sich eben alles rausnehmen. Lea pöbelt hier rum wie ein Weltmeister, schreibt abstrus an allen Themen vorbei und erfährt keine Sanktionen.

    • seronegativ sagt:

      Konziser könnte man die aktuelle Situation wohl nicht darstellen.
      Unverständlich, weshalb die Frauen nach der Schleifung des Patriarchats, der Herrschaft der Väter, die kulturelle Institution dieser Gesellschaftsform – den Vater – zurück haben wollen. Vor dem Patriarchat waren die Männer bloss Stecher, nach der Abschaffung des Patriarchats versuchen sie einfach ihre ursprüngliche Rolle wieder wahrzunehmen. Was soll falsch daran sein?

  3. marcus sagt:

    der begriff des weibes hat sich seit der emanzipation überholt. was will der mensch wirklich? wäre wohl der richtige titel.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wäre schön, wenn wir schon so weit wären……

      • marcus sagt:

        dann lasst uns beginnen. wenn wir schon vom wünschbaren ausgehen dürfen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Von meiner Seite keine Widerstände! Ich stelle fest, dass sich zum Thema mindestens so viele Männer geäussert haben wie Frauen, das zeigt sehr schön, dass die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch die Männer beschäftigt. Die neuen Väter sehen sich in der Mehrzahl nicht nur als Ernährer und möchten gern aktiv teilnehmen am Leben ihrer Kinder, vielleicht sind sie noch zu wenig entschlossen, ihre Ansprüche durchzusetzen, auch in der Arbeitswelt, das müssen sie selber anpacken. Ich denke, die Frauen sind froh darum.

      • Talon sagt:

        Also Pipi, zum einen Vergisst du, dass Männer sich sehr gerne schon zu früheren Zeiten um die Kinder gekümmert hätten, sie aber nicht konnten, wegen der Arbeitsstruktur, hast du ja selber angeschnitten. Das zweite ist: Warum sollen wir Männer mal wieder alles allein in die Hand nehmen? Es werden in diesem Land Milliarden für schwachsinnige Frauenprojekte ausgegeben, warum bekommen Väter hier keine Hilfe? Und damit komme ich direkt zum dritte Punkt: Wieder einmal geht es nur darum, was Frauen wollen. Schon mal auf die Idee gekommen, dass wir so wenige Kinder haben, weil wir Männer keine wollen. Weil Männer mit Kindern nur abgezockt werden, während sich die ex schön vom neuen Stecher, vom Staat und vom Ex Ehemann versorgen lässt.

        Denk mal drüber nach, wir müssen weg, von dieser Fokusierung auf die Frauen, es gibt in der Menschlichen Gesellschaft noch ein zweites Geschlecht, Männer, um die kann man sich auch mal kümmern, mit Förderung und nicht nur mit Zwangsdiensten.

      • zeitungsleser sagt:

        gut, es ist ein mamablog. insofern kann man verstehen, dass die frage war, was frauen wollen.

        aber es stimmt. das reicht nicht. und ich wundere mich, dass wir sehr breritwillig einen derart einseitigen anspruchsdirksurs führen. ich finde nicht, dass es gleichberechtigung ist, wenn frau allein bestimmt was sache ist.

      • zeitungsleser sagt:

        also gut, wenn ich jetzt neu zensiert werde, dann lass ich’s (ausser die redaktion korrigiert auch meine rechtschreibefehler).

  4. gargamel sagt:

    ach piero, nur um noch zu wissen, was jemand vor kurzem mal gesagt/geschrieben hat, dafür brauch ich doch keine fichen! dass ihnen das ungelegen kommt, das ist mir natürlich klar.

    zu diesen einfachen gedächtnisleistungen wären sie übrigens vermutlich auch fähig, wäre ihr hirn nicht permanent in alkohol eingelegt.

  5. heidi reiff sagt:

    Etwas Mühe habe ich mit diesen extremen Gesellschaftsideologien, ich kenne die Geschichten meiner Ahnen, lieblos und brutal,war die Aussage – Menschen die nicht arbeiten haben auch kein Recht auf Nahrung – brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

    Ich kenne einige Menschen die sich entschieden haben, keine Familie zu gründen. Blindlings Kinder auf die Welt stellen nur um gellschaftliches PRESTIGE und sie dann elendig verrecken lassen psychisch wie auch physisch ist das eine Lösung ? Ich stelle
    Rabenmütter an den Pranger.

  6. Rabenmutter sagt:

    Stellt euch vor, es gibt auch in der Schweiz fortschrittliche Unternehmungen: ich habe den Auftrag abzuklären, welche Rahmenbedingungen unsere Unternehmung schaffen muss, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu optimieren. Da ich denke, dass es auch kreativere Ideen gibt als Krippenplätze (solche bieten wir bereits an, wenn auch noch nicht kostenlos), habe ich viele der Kommentare durchgelesen und bin masslos enttäuscht! Ausser bei mira konnte ich keine konkreten Vorschläge finden (muss aber gestehen, dass ich noch nicht alle 385 Kommentare gelesen habe). Gerne würde ich eure Wünsche, Ideen, Utopien etc. aufnehmen und hoffe, noch in diesem Jahr diesbezüglich ein Konzept voll umsetzbarer Massnahmen präsentieren zu können! – Danke für eure Mithilfe!

    • Stef sagt:

      Hallo Rabenmutter, es ist schwierig, in unserer Firma scheitern wir häufig an der Frage des Geldes, wir sind ne kleinere Baufirma, in der der grösste Teil (3/4) Teilzeitarbeitende Väter sind. Wir haben nen Fond gegründet, um das Zuhausebleiben der Väter zu ermöglichen, wenn die Kids mal wieder krank sind, für nen anständigen Vaterschaftsurlaub und gute Kinderzulagen reicht es leider noch nicht, aber wir hoffen, dass wir das bald einführen können.
      Was wir dafür haben, ist ein Platz, wo die Kindersitze für die Firmenautos deponiert werden können, ist bei uns wichtig, weil die wenigsten ein eigenes Auto haben.
      Was wir haben sind geregelte Arbeitszeiten, wir machen eigentlich immer pünktlich schluss, wenn nicht, organisieren wir es so, dass die, die Kinder übernehmen müssen, pünktlich gehen können.
      Wir versuchen, die Schulferien zu ermöglichen.
      Was wir schon besprochen und verworfen haben, ist höherer Lohn für solche mit Kindern (Bedarfsabhängig)

      Bei uns ist der grösste Teil von der Familienfreundlichkeit Sache des Verhaltens, nicht Chefsache, das heisst, niemanden ein schlechtes Gewissen machen, weil er zu Hause bleiben muss, oder der eine Arbeiter holt mal für den anderen das kranke Kind von der Kita ab, weil er ne Baustelle in der nähe hat. Ein Klima auf der Baustelle haben, dass die Arbeiter nicht mit einem dicken Hals nach Hause müssen.

      Bei uns ist allles sehr klein, aber wir müssen schon kämpfen, dass wir das erhalten können, wir sind halt seit vielen Jahren in diesem Bereich Pioniere auf dem Bau.
      Hoffentlich können wir auch mal so eine Untersuchung machen.

      • simone sagt:

        Das mit dem schlechten Gewissen finde ich sehr wichtig. Ich bin so froh, dass ich jeweils kurzfristig frei nehmen kann oder die Zeiten aendern kann, wenn etwas mit den Kindern ist und mein Mann sich nicht freinehmen kann.

        Das haengt natuerlich von der Arbeit ab. Wenn ich in einem Buero arbeiten wuerde und alleine gewissen Oeffnungszeiten garantieren muesste, ginge das natuerlich nicht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Stef

        Ich habe Deinen Beitrag eben erst gesehen, finde aber die Anstrengungen, die Ihr macht, sehr bemerkenswert. Vor zwanzig Jahren hat kaum jemand einen Gedanken daran verschwendet, was es braucht, wenn ein Kind krank wird oder wer es von der Krippe abholt, wenn die Mutter verhindert ist. Sehr oft ist es nicht eine Frage des Geldes, ob sich etwas ändert, sondern der Haltung. Dein Beispiel zeigt, dass sich etwas bewegt, das erfüllt mich mit Zuversicht. Auch Männer in “männlichen” Berufen sind offen für Veränderungen, toll!

  7. simone sagt:

    Fuer mehr Kinder braeuchte es ein Umdenken der Werte. Dass es eine Freude sein kann, mit Kindern das Leben zu teilen. Dass es wunderbar sein kann, die Enkel zu hueten oder die Kinder der Nachbarn. Dass das Miteinander-Leben schlussendlich etwas vom Wertvollsten ist, was wir im Leben bekommen koennen.

    Kinder, die ueber Alltaegliches staunen, die uns den rechten Weg weisen, die vor unseren Augen zu wundervollen Erwachsenen heranwachsen.

    Wenn aber immer nur geschimpft wird, wie anstrengend, teuer, aufwaendig, muehsam das Leben, Arbeiten, Reisen, Wohnen, … mit Kindern ist, dann wird es nie anders werden.

    Natuerlich helfen flexible Arbeitszeiten um organisatorische Schwierigkeiten, natuerlich ist es an der Zeit (und in meinem Umfeld Realitaet), dass die Organisation von Ferien, …. von beiden Eltern, nicht nur von den Muettern uebernommen wird. Aber das sind meiner Meinung nach Nebensaechlichkeiten.

    Etwas Lebensfreude und Lebensleichtigkeit wuerde reichen.

  8. simone sagt:

    …. und zu den engen Wohnverhaeltnissen… das ist ja schon fast peinlich. So etwas wie ein Tritt in den Allerwertesten des Grossteils der Weltbevoelkerung… Ich lebe im Ausland, wir haben zu fuenft 145 m2 und das gilt als GROSS. In fast allen Familien, die wir kennen, gibt es ein Wohnzimmer, ein Elternzimmer und ein Kinderzimmer. Und das wird nicht als Behinderung fuer das Familienleben empfunden.

    • Stef sagt:

      Du hast recht Simone, nur wächst man leider in die Bedürfnisse rein. Ich bin mit 16 Grad im Zimmer im Winter aufgewachsen, war kein Problem, heute finde ich 19 kalt. Man misst sich immer am Umfeld und das beinflusst das, was man für normal hält. Wir kommen uns schon wie selbst kasteier vor, weil wir nur nach Holland in den Urlaub fahren (wohlgemerkt, uns gefällts super dort!), weil die anderen um uns nach Peru, Kanada oder die Malediven fahren. So ist es auch mit dem Wohnen, es ist ein Wahnsinn.

      • simone sagt:

        Es stimmt, das man da hineinwaechst, aber man kann es auch bewusst hinter sich lassen (wenn ploetzlich eine andere Prioritaet da ist, wie eben etwa Kinder). Selber bin ich in einem grossen Haus mit viel Umschwung aufgewachsen und hatte dann als Studentin in einer Zweizimmerwohnung fast schon Platzangst (alleine lebend, wohlgemerkt). Heute muss ich darueber den Kopf schuetteln. Ich bin auch unerwartet ordentlich geworden und aussgesprochen ausmistfreudig. Das war ich nie gewesen.

        Das groesste meiner Kinder war eine Weile lang alleine im Zimmer, nun sind wir umgezogen und es wollte unbedingt wieder zu den zwei Geschwistern zurueck. Es sei so langweilig und einsam alleine…

    • Brunhild Steiner sagt:

      Über sehr vieles dürften wir uns nicht mehr aufhalten, wenn wir uns die Situationen in anderen Weltgegenden vor Augen halten, da haben Sie Recht. Und ich schätze es hier sehr, dass auch internationale Inputs einfliessen, Erfahrungsberichte von ein bisschen weiter weg als Genf, Basel, Buchs oder Chiasso.
      Aber die Wohnsituation liegt mir dennoch auf dem Magen. Die Zahl derjeniger, die zu zweit oder sogar alleine mehr Wohnraum beanspruchen als wir als 5köpfige Familie (mit weniger m2 als bei Ihnen) diese Zahl nimmt zu. Und nicht weil diese Menschen so dringend auf den ganzen Platz angewiesen wären, nein, weil sie es sich leisten können und es immer mehr Boden/Hausverwalter gibt, die sich gerne ein grosses Stück vom Kuchen mitabschneiden.” Lasst den Markt spielen, da ist doch nichts schädliches dabei”, nennt man das Ding.
      Und das finde ich familienunfreundlich, denn wohnen müssen wir alle.
      Jedes Nutztier hat einen reglementierten Platzanspruch. Sogar der Hamster und die Meersau, bloss die Familien nicht.
      Und da gibt es nicht Wenige, die auch aufgrund der Wohnsituation die Familie bewusst kleinhalten.

      • Piero Grande sagt:

        das ist wirklich Unsinn, Frau Steiner und sie wissen es. In der Stadt Zürich gibt es massenhaft billigen Wohnraum (Genossenschaften und städt. Liegenschaften) für Familien. Der ist aber reserviert für bestimmte Einkommensobergrenzen, weshalb dort fast nur…na, sie wissen schon wer, wohnt.
        Die Mittelstandsfamilien sind also selber blöd, weil sie so viel verdienen (MEIST WEIL DIE GUT AUSGEBILDETE FRAU AUCH TEILZEIT ARBEITET – was Ihr alle hier ja immer wieder fordert), denen wird nichts geschenkt. Und die wollen wegen…na, sie wissen schon auch gar nicht in der Stadt wohnen.

        Jetzt kann man fragen, ob das nicht anders wäre, wenn die Stadt nicht in den Markt reinfuchtelte…dann würden Private Hauseigentümer (die meist auch in der Stadt wohnen nd eine Beziehung zu ihren Objekten habe) sich ihre Mieterschaft aussuchen…dann würden Sie wohl wieder wegen Rassismus jammern!

        @Stef: ich bin in einem ähnlichen Quartier wie Bethlehem aufgewachsen, aber kleiner. Heute sind die Spielplätze verwaist, kein Kinderlachen schallt mehr durch die Anlage. Viele Eltern (überdurchschnittlich viele Bundesbeamte) haben in den Achtzigern Eigentum erworben und sind jetzt dort pensioniert. Traurig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Piero Grande: hat die Haue also begonnen…, könnten Sie mir noch ein bisschen genauer eingrenzen, was “Unsinn” ist?
        Die Mittelstandsfamilien, und hier vorallem jene die eben genau über dieser subventionierten Grenzlinie liegen, aber nicht soweit darüber dass sie sich exorbitante Mieten leisten könnten, die haben hier ein Problem.
        Und sehr wohl würden sie auch sehr gerne in der Stadt wohnen bleiben,
        sind aber auch aufgrund der Mietpreise zum Auszug gezwungen.
        Ich weiss sehr wohl, dass es immer auch noch grundehrliche Hauseigentümer gibt, und dass die manchmal von ihrer lieben Mieterschaft das Grauen gelehrt bekommen. Aber zunehmend werden diese Häuser auch von ganzen unpersönlichen Konsortien aufgekauft, mit Sitz in irgendwo, dann wird luxussaniert und grosszügig Fläche bereitgestellt,
        alles Sachen auf die eine Mittelstandsfamilie knapp über der Subventionsgrenze herzlich gerne verzichten würde!
        Schön dass Sie offenbar von diesem Thema nicht so betroffen sind, seien Sie einfach froh darüber!
        Eine Anreizpolitik für Hauseigentümer wäre wohl nicht das Übelste, dass die, welche sich für familienfreundlichen Wohnraum einsetzen, auch was davon haben.
        Und die welche nur auf den Profit zielen, Seefeld und bald Wollishofen ??? lassen grüssen, denen sollte das Spiel versalzen werden. Denn letzten Endes leidet die ganze Stadt darunter wenn einzelne Quartiere zu Luxusinseln werden wo der normale Durchschnittsmensch (und auch das normale Gewerbe!) nicht mehr leben kann. Haben Sie das nicht irgendwo bezüglich Bern ein bisschen bedauert?

      • Brunhild Steiner sagt:

        an welchem Wort es diesmal liegt dass ich seit 20min in der Schlaufe bin…,
        Geduld pg, meine Antwort ist unterwegs und schlauft sich durch…

    • Stef sagt:

      Bei uns in Bethlehem haben die Leute früher in 3 Zimmer Wohnungen Familien gehabt, unsere Nachbarin 5 Kinder auf ca 70 m2, uns war es dann mit 2 schon zu eng. Was in der Schweiz noch ist, die meisten ziehen nicht gerne um, die Kinder fliegen aus, die Wohnung bleibt die gleiche, wer kann es den Leuten verdenken, aber da bleibt günstiger Wohnraum halt besetzt.
      Aber ich bin auch der Ansicht, dass sich mal selbst beschränken ganz klar seinen Reiz hat.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Da hilft einerseits freiwillig ausziehen um der nächsten Familie Platz zu machen, so sind wir nämlich zu einer grösseren Wohnung gekommen, und ich hab mir schwer vorgenommen dieses “Erbe” weiterzugeben… .
        Oder Genossenschaften mit den Bedingungen was Anzahl Personen pro Wohnung betrifft.
        Oder freiwillig familienfreundlichen Wohnraum anbieten und auf die Traumrendite verzichten.

      • Stef sagt:

        da muss ich dir recht geben, auch bei den Vorsätzen

  9. Hansli sagt:

    Die Familienpolitik von Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland etc… kopieren. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Nur erfolgreiche Modelle an CH-Verhältnisse anpassen. Copy-Paste reicht!

    Leider sind Kühe und luxuriös ausgebaute Strassen wichtiger. Den Kinder sind für Politiker inexistent, die wahrscheinlich die eigenen nur maximal 1 Stunde am Wochenende sehen. Der der bürgerliche Politiker über 50 braucht seine Kinder und die glückliche Familie nur für Fötelis in der Schweizer Familie. Solange die Macht nicht an die heutigen 30 bis 40-Jährigen übergeben wurde, wird sich nichts ändern.

    • maia sagt:

      aber ob das den SchweizerInnen passt: Das beudeutet nämlich auch mehr Steuern, mehr Sozialabgaben, wenigr Lohn und ein bescheideners Leben.

      • Piero Grande sagt:

        Sie müssen lernen, den Staat zu lieben, Maia! Er gibt uns so viel und wir schulden ihm so viel…51% des Lohnes, 25% MWSt (in Schweden).

        Wir sollten dieses erfolgreiche Modell umgehend kopieren, jawoll!

  10. Giftpilzli sagt:

    Bei uns in der Schweiz oder in Europa läuft es doch so das jede Familie (Eltern & Kinder) Ihre eigene Wohnung hat.
    In anderen Ländern lebt man in unmittelbarer Nähe von Familie und Freunden. Wenn man Freunde und Familie (die unter umständen auch eigene Kinder haben) in der Nähe hat ist man erheblich flexibler. (so kann man die Kinder miteinander betreuen, wenn man die selben Prinzipien vertritt und einander nahe steht gänge das nämlich.) Vermute aber das man hier schräg angeschaut würde, wenn man ein solches Modell anwenden würde.

    • Tanja sagt:

      Das kommt halt darauf an, ob einem die “schiefen Blicke” von Fremden wirklich so wichtig sind. Meine Eltern haben dieses Modell schon vor rund 35 – 40 Jahren praktiziert. Aber wer nur für wichtig hält, was die anderen von ihm denken, wird nie die richtigen Schritte im Leben schaffen…….

      • Giftpilz sagt:

        Diejenigen mit den schiefen Blicken helfen einem bestimmt nicht… ;-)
        Die verreissen sich lieber das mail.
        Schräge Blicke ok. Aber bei so einem Modell verstehe ich die Intolleranz nicht ganz.
        Denke es ist eher schwer andere Menschen zu finden die das selbe Prinzip leben wollen.
        (Die Hypotethische Formulierung, weil ich Erziehungsfragen interessant finde, aber keine Kinder habe)

  11. Marie sagt:

    Es enttäuscht mich sehr was in den letzten Wochen in diesem “Mama Blog” überhaupt veröffentlicht wird. Es ist nicht mehr ernst zu nehmen dass soziale Themen wie dieses so vanalisiert, manipuliert und soo iritierende artefakte gebaut werden…Was wollen weiben? Sind Ausländische Frauen besser? Das Märchen der Frauen…Echt..ich finde diesen Blog hat sich von ihren Uhrzweck distanziert und geht es mehr darum die Soziale Klisches durch pseudo Statistika zu unterstlützen, villeicht gibt es mehr Leser..aber es ist definitiv nicht mehr seriös…Wollt ihr heikle soziale Themen angreiffen? Dann wär ein richtiger Sozialwissenschaftler dafür geeignet.

    • Marco sagt:

      Liebe Marie
      Tip Nr.1: Glaube alles was im Internet steht. Und der Blog ist doch offen für alle habe ich gedacht. Möchtest du einen Blog haben, in dem nur das drinn steht was du hören möchtest, dann erstelle einen eigenen und lade nur Leute ein, die deiner Meinung sind.

    • Cara Mia sagt:

      Autsch, liebe Marie, wie wäre es mit einem Deutschkurs? Tut weh, wirklich, wirklich weh, diese Fehler…

      • Stef sagt:

        Hey Cara, wir, die wir sonst kaum schreiben, bräuchten die Möglichkeit, unsere Texte noch korrigieren zu können, ich sehe die Tippfehler auch immer zu spät. Für die Leserinnen, die es gar nicht ertragen können, nehmt nen Rotstift und zeichnet die Fehler an.

      • Auguste sagt:

        @ stef

        hmm…, wer angreift, sollte möglichst keine offenen Flanken haben – die laden zum gegenstoss geradezu ein. tippfehler sind kein problem, engstirnigkeit schon eher.

      • Stef sagt:

        hmmm?

      • Piero Grande sagt:

        “angreift”?…so einfach kann man den Gesinnungs-Einheitsbrei hier im Pippi-Gärtli angreifen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Noch nicht mal Mittag und schon wieder so scheisse drauf, P.G.? Von Einheitsbrei kann keine Rede sein, lesen sollte man können…….

      • Auguste sagt:

        @ piero grande

        hmm…, angreifen kann grundsätzlich jeder/e – um zu obsiegen, braucht es dann schon etwas mehr.

        das jüngste beispiel war holland gestern abend. gut getreten, aber kein tor erzielt und….verloren! ich muss allerdings zugeben, obwohl es unschön anmutete, taktisch war es ein versuch wert gegen die fussballerisch überragenden spanier – aber eben….

      • mensch sagt:

        ..aber eben spricht bände; vermutlich von eigenen erfahrungen

      • Piero Grande sagt:

        “Es entäuscht mich sehr” ist natürlich schon ein Frontalagriff auf den Corpsgeist, der hier herrscht. Die DDR ist auch untergegangen, weil die Bürger gesagt haben “es enttäuscht uns sehr” – hier herrscht null Gegenwind mehr, der Pipp-Bull-Terrier kann anfallen wer er will, sekundiert von einer libidinösen billigen Zirkusnummer und jemandem, die es soeben zur “doofsten Bloggerin des Tages” in meiner Trinkstätte gebacht hat :-)

      • Piero Grande sagt:

        “weN er will” – Akkusativ.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        PG, wenn die Fälle das Einzige wäre, das Sie nicht im Griff haben……

      • Auguste sagt:

        hmm…, sagt der föhn zur bise: “scheiss gegenwind!”

      • Cara Mia sagt:

        Wenn man schon so austeilt, wie diese Marie… zudem sind das nicht bloss Tippfehler, die mache ich ja auch.

      • Auguste sagt:

        @ piero grande

        hmm…, es ist ihnen bewusst, dass sie sich für jemand in die bresche geworfen haben, die lauthals nach einem sozialwissenschaftler verlangte. auf purzelbäume und rückwärtssalti ist der auguste oder, wenn es richtig lächerlich wirken muss, die helvetisierte und neo-kapitalistische ausgabe der ehemaligen sed spezialisiert, aber gewiss nicht der “weissclown”. lesen sie noch einmal in wikipedia nach, wie diese rolle auszusehen hat.

      • Cara Mia sagt:

        jawoll, auguste, und überhaupt. diese überkapitalistische erfahrtungshaltung.

      • Stef sagt:

        cara und Auguste, habt schon recht, liest sich ziemlich nach Babbelfisch. War bei dir, Auguste, bloss nicht sicher, ob das mit dem Austeilen um mich geht, aber glaub dies mal nicht. War meine Standartreaktion auf das Gemotze wegen Fehlern. Inhaltlich möchte ich nichts zu Marie sagen, glaub, das ist zu weit weg vom “Uhrzweck”, ich glaube an Sozialwissenschaftler gleichwenig wie an Statistiken, die einen haben recht, die anderen nicht, wie soll ich das vom Schiff aus beurteilen.

      • Auguste sagt:

        @ stef

        hmm…, sie liegen richtig, mein post war zwar an sie adressiert, aber inhaltlich an marie gerichtet. hätte ich allerdings auf die uhrzeitangabe jenes “uhrzweck-posts” geschaut…. in den frühen morgenstunden entsteht kaum je lesenswertes – das sind gewöhnlich die stunden der trolle unter einfluss. nichts für ungut.

      • Piero Grande sagt:

        @August

        hmmm…wenn in der Kita der Uhrfaust gegeben werden sollte, bitte geben Sie mir Bescheid, ja? Ich komme dann mit einer Polaroidkamera, wegen dem Fotobeweis. Bei der Gelegenheit kann ich ja auch gleich den Wickeltisch (ist es das Modell “Sokrätös” von Ikeas?) entgegennehmen…

  12. StefanB sagt:

    Ja, die Leute mit ihren stetig wachsenden und sich verändernden Bedürfnissen… Mir selbst ist bekannt, dass in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, sich einst (in den 1970er Jahren) ein Mann für sich und seine Familie eine Hausparzelle von der landwirtschaftlichen Genossenschaft kaufte und ein Eigenheim baute.
    Kaum war der Nachwuchs da, musste der natürlich beschäftigt werden, also verlangte der Herr ultimativ, dass für die Sprösslinge dieses jungen Quartiers gefälligst ein Kinderspielplatz gebaut werde – notabene auf den Land, wo Wiesen und Wälder mehr als genug Spielmöglichkeiten liefern. Nach einigem Hin und Her war der Kinderspielplatz gebaut – in der Nähe seines Hauses, denn seinen Kindern war ja nicht zuzumuten, eine Strasse zu überqueren.

    Wie auch immer: Die Zeit zog durchs Land, seine Kinder wurden grösser, und irgendwann erreichte die Behörden ein Brief: Der Kinderspielplatz beeinträchtige seine Feierabend- und Wochenendruhe, der sei gefälligst zu schliessen! Gezeichnet: Jener Herr X, für dessen Kinder der Spielplatz mal errichtet wurde.

    Muss ich noch erwähnen, dass dieser Herr X mit ziemlich allen seinen Nachbarn im Streit lag?

    • Cara Mia sagt:

      Man fragt sich bloss, ja man fragt sich da halt…. wer mit sich machen lässt, ist doch genau so doof, wie der, der die Puppen tanzen lässt, nicht?

      • StefanB sagt:

        Naja, Cara Mia:
        Es ist nun mal so, dass das Kindergeschrei ihm genau dann unangenehm wurde, als er sicher sein konnte, dass es nicht seine Kinder waren. Übrigens hat er sich auch beklagt, weshalb er, der alle mit seinen Klagen eingedeckt hat, im Dorf geschnitten wurde.
        Es gibt zwei Arten Streithähne: Die einen hauen einem die Faust in die Fresse, die anderen die Gerichtsvorladung. :-(

  13. Dominique von Hertenstein sagt:

    Man hört und liest doch immer, dass erfolgreiche Frauen nur solche Männer suchen, die ‘über ihnen stehen’. Doch mir ist es egal, wenn eine Frau im Beruf erfolgreicher ist als ich. Also jetzt kommts: Hiermit suche ich eine Frau, deren Rücken ich frei halten darf. Ich werde Hausmann sein und sie kann weiterhin ihre Karriere verfolgen. Ich kenne mich mit Kinder hüten aus und kann sogar ein wenig kochen… Naja, das ist noch ausbaubar… ,-) Wird so jemand da draussen gesucht?

    • Auguste sagt:

      hmm…, dominique von hertenstein oder bänz friedli aus 20 minuten – ich würde sie nehmen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Freu’ Dich nicht, von Hertenstein, Auguste ist schon bedient…….

      • Cara Mia sagt:

        Suchst Du eine Anstellung oder willst Du Liebhaber und Vater werden, Dominique? Im ersten Falle hast Du einen Superjob mit Sozialversicherung, Unfallversicherung, geregelter Freizeit, Ferien und allem. Im zweiten wirst Du zum Deppen der Nation, ohne das alles, jederzeit vor die Türe stellbar, mit netten WiedereinstiegerInnenprogrämmli, Bewerbungstrainings…. wie die Frau halt so im klassischen Game…. Halloho, Giorgi??

      • Dominique von Hertenstein sagt:

        Aber genug der Deppen hat sie noch nicht, oder wie?

      • Cara Mia sagt:

        Kann man je genug haben?

      • Lea sagt:

        Von Rollen, die fliegend die Geschlechter wechseln, habe ich schon genug.
        In Hertenstein bin ich nicht aufgewachsen.
        Ist schon lustig. Jetzt werden zu meiner Biografie schon Namen erfunden. Der Ort ist falsch geraten worden.
        Interessant, dass dieses detail nur privat ausgetauscht wurde. Ich dachte immer, richtige Männer stehen nicht auf Domina denn dann würden sie sich bei richtigen Frauen der emanzipierten art sauwohl fühlen und nicht ständig über sie herziehen, hetzen und sie sogar anderswo an den Emanzipations-Pranger stellen. Und dies mit Einträgen dort, die sie unter dem Namen der anzuprangernden schreiben. Das ist eine fiese Taktik.

      • Piero Grande sagt:

        “Ein edler Mensch zieht edle Menschen an und weiß sie festzuhalten.” (J.W. Goethe, Torquato Tasso)

  14. Dominique von Hertenstein sagt:

    Ja, mal eine Anstellung wäre nicht schlecht… Immer hin gibt’s eine Kündigungsfrist wenn man sich nicht allzublöde benimmt…

  15. Mark Dressler sagt:

    habe mich vor Jahren schon gefragt, ob ich nicht statt langweiligem Börsen-sparen
    eine Krippen-GmbH gründen, Haus in Stadt od. Nähe kaufen – mit Übernachtungsmöglichkeit für die Angestellten,
    um dann einen 365×7x24 Service anzubieten – vielleicht zusätzlich noch als Privatklub verklausuliert,
    damit die staatlichen Auflagen nicht schon alles im Keim ersticken bevor sich ein praktikabler modus vivendi etabliert.
    An der Nachfrage sollte es nicht fehlen – es sei denn, dass die Kundschaft doch nur diese Schickimickeria ist, die selber mit öko-bio-eso- und 4-Jahre-Studiums-Auflagen (statt einfach was gestandene Mütter bieten können) das Unmögliche verlangen
    – der zögernde investor

    • Cara Mia sagt:

      Ich weiss nicht, ob es das ist, was das Weib will, die totale Outsourcing-Machinery. Ich weiss nicht, ob es DAS Weib überhaupt gibt. Ich weiss auch nicht, was ich noch wollen soll. Mann, was bin ich unwissend…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Aufzuchtstationen will wohl niemand, aber 24 h Krippen wären für Leute, die nachts arbeiten müssen, schon praktisch. Ich finde die Idee jedenfalls nicht schlecht, wenn die Möglichkeit zur Übernachtung gegeben ist.

  16. Hansli sagt:

    @maia & Piero Grande Wir subventionieren mit Milliarden Landwirtschaftssubventionen und NFA-Gelder den ländlichen Raum. Auf immer und ewig? Wir bauen luxuriöse Strassen mit Randsteinen sogar Überlang und einer perfekten Strassentwässerung, anstatt über die Schulter. Bei mir im Dorf wurden vor einigen Jahren für 20 Millionen neue Feld- und Waldwege angelegt, der Unterhalt ist für immer und wird diskussionslos akzeptiert. Usw….. Kinder sind bei uns das letzte, alles andere ist wichtiger als Kinder. Wir akzeptieren in anderen Bereichen ohne zu hinterfragen Millionensummen, aber bei einer Krippe wird um jeden Rappen gefeilscht.

    • maia sagt:

      @Hansli: “Kinder sind bei uns das letzte, alles andere ist wichtiger als Kinder” – da muss ich ihnen leider Recht geben: Vielen Eltern sind Auto, Ferienflüge und das eigene Wohl leider wichtiger als ihre Kinder. Die geben die Kinder
      lieber in der Krippe oder im Hort ab, damit sie sich um ihre eigenen Interessen kümmern können. Hier werden ja sogar 24 Stunden Horte gefordert (in unserem Dorf konnte ein solcher zum Glück nicht überleben)…… Die Kinder können einem einfach nur noch leid tun!!!

    • maia sagt:

      …. übrigens: ca. die Hälfte der Steuern gehen in die Bildung, werden also in unsere Kinder inverstiert.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie bitte?

      • Piero Grande sagt:

        Nein, tun sie nicht und sollen sie auch nicht. Bildung soll wieder was kosten, es muss wieder als das verstanden werden, was es ist: ein Gut, in das man investieren muss und sich anstrengen, damit was daraus wird, zum individuellen Nutzen aber auch zum Wohle der Allgemeinheit.

        Wir hatten hier mal eine Volksschule, die Ansehen genoss. Das haben uns die Leute kaputtreformiert, die wie hier stets rummotzen und probieren und um jeden Preis am Erfolgsmodell rumschräubeln wollen, damit die Qualität sinkt und sinkt, damit sie letzten Endes wieder nach mehr staatlicher Hilfe rufen können, weil die Schulabgänger zu doof sind fürs Einmaleins und nicht mehr richtig hochdeutsche Sätze können.

        Accountability? Nö, nicht in der Schweiz, hier dürfen Bildungsbürokraten ein System an die Wand fahren und sich den pösen pösen Bankern moralisch überlegen fühlen, die dies mit den Milliarden von pösen pösen reichen Leuten tun.

        Also, Hansli, sicher ist “staatlich organisierte Bildung” nicht ein Feld wo man noch mehr Geld hineinpumpen sollte.
        Und in die “Outsourcing Machinery” (hat tip Cara Mia) schon gar nicht: nicht auszudenken welche Generation von Hip-Hop-Psychokrüppeln heranwächst, nur weil Mama Selbstverwirklichung-Betreiben dem lästigen Goofenerziehen vorzog und die Kleinen in staatliche Kinderkasernen abschob.

  17. Hermann sagt:

    zu Mark Dressler: Hier wird die Rechnung einfach so gemacht: Sind zwei Einkommen noetig (80 Prozent der Familien), wird eine Krippe gewaehlt, bei der am Ende vom zweiten Lohn noch etwas uebrig bleibt. Da die Loehne sehr verschieden sind, gibt es so ziemlich alle denkbaren Krippen. Am begehrtesten und teursten sind 7 bis 18 Uhr Krippen mit Fuettern und besonderen Programmen (Montessori etc.). Viele haben auch Fruehschulungsprogramme, bei denen die Kleinen intellektuell “stimuliert” werden sollen. Manche Muetter haben kleinere Horte, welche so um 600 bis 1000 Franken pro Monat kosten und im eigenen Heim stattfinden. Mit 5 Kinder machen diese Muetter oft mehr als mit einem Job. Groessere Horte haben 10 bis 20 Kinder, und mit einem attraktiven Programm kostet das 1200 bis 1500 Franken pro Kind und Monat, mit 2 bis drei Angestellten. Kein Riesengeschaeft, aber auch kein schlechtes. Es gibt Wartezeiten bei den guten Horten, was mit sich bringt, dass Eltern, welche Unmoegliches verlangen, nett aufgefordert werden, weiter zu suchen. Wie jedes Geschaft, Angebot und Nachfrage. Wir haben einen Dreijaehrigen (7 bis 18 Uhr, 1300/m).

    • Stef sagt:

      Es gibt bei jeder Kita Wartezeiten, wir haben unseren ersten ca ein halbes Jahr vor (!) der Geburt angemeldet für zwei Tage in der Woche. als er 2 1/2 Jahr alt war, hätten wir einen Platz bekommen. Dazwischen haben wir immer wieder telefoniert nachgefragt etc, alles, was einem angeraten wird.

  18. Zerte sagt:

    Sind sie sicher, dass Frauen (im Schnitt) soviel wie 2 Kinder haben möchten ? Ich wäre nicht überrascht, wenn diese Zahl eher gegen 1 (wieder: im Schnitt) wäre. Dann kriegen sie eher mehr Kinder als gewünscht…

  19. Marie sagt:

    @Cara Liebe Cara..Ich habe stolze grammatische Fehler, da Deutsch meine Muttersprache nicht ist und ich nicht einmal in einem deutschprachigen Land wohne. So Kommentare wie deine wurde man in einer internationaleren Blog sicherlich nicht ernshaft nehmen können, wahrscheinlich schreibst du nur auf deiner Muttersprache. Was ich dir aber sagen kann ist , dass ich habilitierte Sozial-und Kommunikationswissenschaflerin bin. Von mir aus kann man in einem Forum grammatische Fehler schreiben, aber wenn was es auf kein Fall sein darf ist in etwas als Artikel zu veröffentlich was anstatt die allgemeine Meinung zu bilden diese es eher verzehr. Finde ich weder ethisch noch normativ.

    • Piero Grande sagt:

      Ich finde gut, dass Sie sich kritisch äussern. Ich finde aber nicht, dass man mehr auf “Sozialwssenschaftler” hören sollte, es gibt hier in diesem komischen Forum schon genug Typen, die sich für solche halten (oder gerne so tun, als wären sie objektiv-wissenschaftlich unterwegs).
      Stattdessen gibt es pro Tag etwa 500 User, die mitlesen und sich angesichts der Diskussionen entmutigt raushalten, resp. angesichts der Emanzentanten und linken Spinner, die die Diskussion dominieren und sie auch lieber unter Gleichgesinnten führen möchten. Und wenn dann mal wer als Dissident heraussticht, hacken Sie auf ihm rum solange, bis es ihm verleidet.

      Dieser schweigenden Mehrheit tut es gut, wenn starke Frauen wie Sie ihre Sprachbarrieren niederreisen und frei von der Leber weg Missstände benennen. Weiter so!

  20. Marie sagt:

    Um ein bisschen konstruktiver und klarer zu sein. Mir ist es echt wichtig , dass der Leser kritisch bleibt. Es wird geschrieben:”Es ist ein trauriger Fakt in unserem reichen Land, dass Frauen weniger Kinder gebären, als sie sich eigentlich wünschen”. 1. Es wird unterstelltt, dass die ökomischen Faktoren ermöglichen nicht dass Frauen die gewünschte Anzahl Kinder kriegen, und das ist traurig. Nie wird es klar gemacht wieso denn Frauen das determinieren sollen oder können. Angeblich ist die Meinung des Vaters nicht wichtig und die Frau kann das ja immer entscheiden 2. Nie wird es klar gesagt wieso, dass dieses von der sozial-ökonomischen Bedingungen abhängt. Was ist denn mit der Frage der Fruchtbarkeit, mit psychologischen Hintergrund, sogar positivere Faktoren wie Selbstverwirklichungsmöglichkeiten, usw….Nach diesem Artikel, es kann nur schlecht sein wenn “eine Frau”(nicht eine Familie) weniger Kinder kriegt 3. Was ist denn mit dem Wunsch der Frau damit gemeint? Ich wuenschte mir ich wäre vollzeit Tennisspielerin, aber meine Prioritäten sehen anders aus.Es schlisst sich aus, dass die Reduktion der Kinder um Selbsterkenntnise sich handeln könnte z.B.Die letzte Statistika zur letzten Forschung über Glückligkeit weltweit zeigen auf, dass Leute ohne Kinder glücklicher sind als Leute mit Kinder (Ich hätte es nicht gedacht aber so ist es). Meine Meinung ist, wie gesagt sollte man aufpassen, dass wenn Diskussionen eröffnet werden die Basis (Das Unterstellte) auch valide ist…denn sonst finden wir uns in einem Gebilde von Klischees, welche von der Wurzel aus von Dogmas sind.4.Es wird unterstellt, (von aussen gesehen als Paradox), dass ein reiches Land wenige Kinder hat. Angeblich müsste es ein Zusammenhang zwischen die Quantität von Kinder und Finanziele Mitteln geben. 5. Wieso soll die Quantität der Kinder was Gutes sein? Nach der Eröffnungsfrage Quantität das wichtigste, was ist denn mit der Qualität der Erziehung?

    • Schizzo Brigante sagt:

      @Marie
      Sie erwarten zuviel von einer ausgemusterten Sekretärin, alleinerziehenden Mutter von zwei Söhnen, deren Väter sie schon in jungen Jahren aus dem Haus gejagt hat. Wie soll diese Pippi Langstrumpf sich disziplinierte Gedanken machen über a) Motiviation von Handlungen, b) die Auswirkungen von persönlichen Entscheidungen auf den Lebenslauf, c) den Zusammenhang von Ursachen und Wirkungen im wirschaftlichen und gemeinschaftlichen Zusammenhang d) Prämissen der eigenen Schlussfolgerungen?

      Pippi Langstrumpf hat sich für ein bestimmtes feministisches Weltbild entschieden und baut das jetzt einfach farbig aus. Um mehr geht es in dem Blogartikel nicht.

      In der schweizerischen Forschung und meines Wissens im ganzen Europa ausser Mittelmeergebiet wird ein ganz anderer Grund für die kleine Zahl Kinder festgestellt:
      ***Sehr*** viele Paare wollen Kinder und bekommen keine, weil sie nicht fruchtbar sind.

      Als Gründe für die mangelnde Fruchtbarkeit werden genannt (wichtige Gründe für Frau, Mann, Paar als ganzes):
      1) Alter der Frau. Über 30 nimmt vor allem bei Frauen die Fruchtbarkeit rasend schnell ab.
      2) Chemisch technische Umwelteinflüsse auf Männer. Wenn die Mutter in einer industrialisierten Landesgegen wohnte vor der Schwangerschaft, so wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ihr Sohn schon mit 30-jährig keine Kinder zeugen können.
      Das Phänomen tritt bei Schwangerschaften ab 50er und 60er Jahre auf. Heute ist jeder dritte Schweizer Mann über 30 nicht mehr ohne technische Hilfe zeugungsfähig.
      3) Fehlerhafte Partnerwahl. Partner, die biologisch nicht passen, sind zusammen unfruchtbarer, auch wenn bei den einzelnen Partnern keine Störung vorliegt. Die Pille verändert das Geruchsempfinden der Frauen und sie wählen vermutlich nicht den Partner, der ihr die besten, stärksten Kinder zeugen wird.

      Die Gründe 1 und 3 werden vermutlich direkt durch das Emanzentum verstärkt:
      Zu 1) Jungen Frauen wird eingeredet, sie sollten zuerst Karriere machen und erst dann Kinder bekommen.
      Zu 3) Jungen Frauen werden stereotype Verhaltensweisen antrainiert, die den Genderspezialisten in den Schulbehörden gefallen sollen. Ob diese Frauen dann noch ihren Instinkten zu vertrauen vermögen, bezweifle ich.

      • Schizzo Brigante sagt:

        Korrektur, um das Missverständnis zu vermeiden:
        .
        “…. besten, stärksten Kinder…”
        sollte heissen

        “… die meisten, gesündesten Kinder…”

      • Rum Tum Tugger sagt:

        Das feministische weltbild einer pippi langstrumpf führt uns sicher weiter als ihre vorgestrige vorstellung eines frauenlebens. Aus jeder zeile ihres kommentars spricht der frust, es ist offensichtlich, dass sie auch zu den ausgemusterten zählen. Wer wollte ihrer ex-partnerin diesen befreiungsschlag verübeln? Wenn man ihre kommentare hier liest, die sie unter immer neuen nicks platzieren müssen, weil sie jeweils innert kürzester zeit gesperrt sind, fühlt man sich nur abgestossen. Soviel frauenhass ist mir noch selten begegnet, lassen sie sich helfen. Sie sprechen von Forschung, sie haben keine ahnung, was forschung bedeutet, sonst würden sie nicht ständig alles, was ihrem antiquierten menschenbild zuwiderläuft, verdammen, ihre hasstiraden gegen alle linken haben mit wissenschaft gar nichts zu tun. Ihren kommentaren konnte man bisher vor allem entnehmen, dass sie ein querulant sind, sie mögen sich einbilden, dass sie originell sind, sie täuschen sich.

      • mensch sagt:

        dafür lerne ich umso mehr aus ihren intellektuellen ergüssen – mit ihrem gehaltvollen text bestätigen sie, dass lesen nicht zwingendermassen mit verstehen gleichzusetzen ist…

      • Piero Grande sagt:

        @Rum Tum Tugger

        Was bezwecken sie eigentlich mit ihren humor freien einlagen? Mir scheint, ihnen ist es einfach langweilig, da möchten sie ein bisschen unfrieden stiften. Clowns habe ich in anderer erinnerung.

      • Auguste sagt:

        hmm…, sie verwechseln musical mit zirkus, piero grande. zugegeben, ein gewisse ähnlichkeit besteht, faszinierend.

      • Schizzo Brigante sagt:

        @Rum Tum Tugger

        Wo genau ist Ihr sachlicher Beitrag zum Thema des Artikels zu finden?

        Ich kann in den 139 Worten Ihres Einwurfes keine einzige Überlegung zur Frage finden, warum die Frauen so wenig Kinder haben.

        Marie stellt Zielsetzung Methode, Prämisse, Herleitung und Schlussfolgerung von Pippi Langstrumpf zu diesem Thema in Frage.

        Pippi Langstrumpf behauptete ins Blaue hinaus, der einzige Grund seien die fehlenden Kinderkrippen. Auf diese abgedroschene Unterstellung habe ich konkret und anhand der verfügbaren medizinischen Forschung hingewiesen.

        Die Frage ist nun, ob Sie herummotzen, die Fakten selber besser recherchieren oder Überlegungen zu den biographischen, sozialen, wirschaftlichen und politischen Folgen dieser medizinischen Feststellungen machen wollen.

        Dass Sie es besonders erstrebenswert finden, wenn andersdenkende aus der Diskussion ausgeschlossen werden, das disqualifiziert Ihren Beitrag zusätzlich.

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