Eine Carte Blanche von Mamablog-Userin Pippi Langstrumpf

Über Utopien nachdenken? Frauen und Männer am Rande des Woodstock-Festival, 15. bis 18. August 1969. (Bild: Life)
Es ist ein trauriger Fakt in unserem reichen Land, dass Frauen weniger Kinder gebären, als sie sich eigentlich wünschen: nämlich lediglich 1, 4 statt mindestens zwei. Und ich frage mich immer wieder, was Frauen in der Schweiz wohl fehlt, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Das heisst, ich frage mich weniger, was sie brauchen, als was sie sich denn wünschten.
Höre ich mich um, heisst es, die Arbeitswelt sei zugeschnitten auf Leute, die verfügbar sind. Während sich Männer offenbar damit abfinden und Kompromisse machen, um die Karriereleiter zu erklimmen, fällt es Frauen viel schwerer, klar Position zu beziehen. Auch Männer können diese Verfügbarkeit nur demonstrieren, wenn sie Partnerinnen haben, die ihnen den Rücken freihalten. Ausser, sie verzichten auf eine Familie. Es ist aber nicht nur die Arbeitswelt, die den Frauen Steine dabei in den Weg legt, Erwerbsarbeit und Kinder zu vereinbaren. Hindernisse gibt es überall. Fehlende oder kaum bezahlbare Krippenplätze mit starren Öffnungszeiten, die Frauen, die abends oder am Wochenende arbeiten müssen, wie z.B. Ärztinnen oder Polizistinnen, nicht wirklich entlasten können. Auch die Ferien der Schulkinder bringen erwerbstätige Mütter immer wieder in Organisationsnot. Weiter erschweren die beengten Wohnverhältnisse, wie wir sie in der Schweiz haben, eine an und für sich sehr elegante Möglichkeit der Kinderbetreuung, nämlich die des Au-pair. Wo soll sie wohnen, wenn kein Zimmer in der Wohnung frei ist? Mehrgenerationenhaushalte, wo alle einander aushelfen, sind ebenfalls kaum anzutreffen. Die engen Wohnverhältnisse sind ein wesentlicher Grund dafür.
Deshalb habe ich mir überlegt, dass wir doch einmal vom Wünschbaren ausgehen könnten, statt vom Fehlenden. Und dann schauen, was sich davon ermöglichen liesse, anstatt umgekehrt. Also: Wie müsste eine Gesellschaft sein, welche Frauen und Männer darin unterstützt, den Spagat zwischen Berufs- und Familienleben zu verkleinern? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Frauen und Männer partnerschaftlich die Erwerbs- und Familienarbeit teilen könnten? Braucht es eine Aufwertung der unentgeltlichen Arbeit und wenn ja, wie soll sie aussehen? Müsste Familienarbeit vielleicht sogar bezahlt werden? Sollten auch Kinder eine staatliche Rente bekommen, ähnlich wie die AHV, denn sie können ja ebenso wenig für sich sorgen wie die Alten? Dass die Kinderzulagen die finanziellen Bedürfnisse bei weitem nicht abdecken, ist jedem klar. Was ist mit den neuen Arbeitszeitmodellen der Jahres- und Lebensarbeitszeit, würden solche Modelle die Problematik der Vereinbarkeit von Erwerb und Familie entschärfen? Welche Wohnbaupolitik würde den neuen Lebensentwürfen entgegenkommen?
Was will das Weib? – fragte sich schon Sigmund Freud. Ich finde, nur wenn wir es wagen, auch über Utopien nachzudenken, kommen wir weiter. Die Utopien von heute könnten die Welt von morgen sein, trauen wir uns!
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Nicole Althaus ist Autorin und freie Journalistin in Zürich. Seit beinahe zehn Jahren betreibt Nicole Althaus Feldforschung in der eigenen Familie: Die Autorin ist verheiratet und Mutter zweier Mädchen im Alter von 10 und 6 Jahren.
Michèle Binswanger hat Philosophie und Germanistik studiert, war als Künstlerin und Kletterin tätig und ist heute Redakteurin bei Tagesanzeiger/Newsnetz. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter (8) und ihrem Sohn (5) in Basel. 

































































@maia Dann sind sie eine der Frauen die sich einen Mann geangelt haben der genügend Geld nach Hause bringt. Realistisch gesehen sind sie in der Minderheit. Ein Blich auf die Lohnstatistik genügt. Und ich hoffe für sie, dass sie mit ihrem Mann glücklich bis ans Lebensende zusammen sind. Wen das nicht der fall ist, werden sie ein Sozialfall. Oder haben sie einen Beruf wenigen Berufen erlernt, der jederzeit einen Wiederanstieg ermöglicht. Sonst nützt ihnen die beste, aber veraltete Ausbildung nichts.
@Piero Grande Sie bestätigen Meine Meinung. Ihnen sind Kühe wichtiger.
Und ich kenne die jemand der eine Klasse mit Schwererziehbaren betreut. Die Mami ist bei denen zuhause. Ich würde mich hüten von einem Familienmodell Rückschlüsse auf die Kinder zu ziehen. In meinem Beispiel wäre dann die traditionelle Familie gescheitert. Und andere als Linke Spinner zu bezeichnen ist typisch für rechtsbürgerliche die nur ein rein ideologischer Warte aus herumpöbeln. Zudem sind nicht allen Links, die nicht ihre Meinung vertreten. Ich würde z.Bsp. die Landwirtschaftssubventionen auf Null kürzen. Das ist ganz sicher keine Linke Ansicht.
“…der genügend Geld nach Hause bringt. Realistisch gesehen sind sie in der Minderheit. Ein Blich auf die Lohnstatistik genügt” – was “genügend Geld” ist, ist sehr relativ und der Blick auf die Lohnstatistik zeigt deshalb bei mir auch ein anderes Resultat als bei ihnen. Dass ich zu einer Minderheit gehöre, das weiss ich schon lange: Ich bin einfach ein Mensch der – im Vergleich zu anderen in der Schweiz – mit wenig zufrieden ist. Ich habe ein Dach über dem Kopf, jeden Tag zu essen und genug zum Trinken und lebe Gott sei Dank in einem friedlichen Land, dass erst noch vor Umweltkatastrophen verschont ist – was will ich noch mehr?
hmm…, eine besser zusammengesetzte regierung?, treffsicherere nati-stürmer?, sommertage wie jetzt bis gegen ende august? sommerferien, die endlich beginnen? viel mehr fällt mir auf anhieb auch nicht ein. wir sind eine insel der glückseligen.
@hansli
Mit Ihrem Projekt, die Landwirtschaftssubventionen abzuschaffen sind Sie in einer Linie mit den Grünen. Diese lassen nichts aus, was die Zerstörung landwirtschaftlicher Kulturflächen in der Schweiz beschleunigt.
Bauern wählen weder SP noch Grüne, also voilà kein Geld für den Klassenfeind!
@Hansli: es dürfte mittlerweile erwiesen sein das einfach mal mehr und höhere staatliche Sozialausgaben/Subventionen NIE Probleme oder Missstände beseitîgen oder lösen, sondern neue schaffen. Seien es nun die Bauern oder die angeblich so bedürftigen Mütter in diesem Land: es gibt nichts, was nicht primär in Eigenverantwortung mit klugem Vorgehen und innovativen Ideen nachhaltig gelöst werden könnte. Sind die LW-Subventionen ein Erfolg? Sie widersprechen sich selbst, Mann!
@Maia: vor allem genug zum Trinken, sonst wäre dieser Corpsgeist ohne jeglichen Gegenwind in diesem Forum kaum auszuhalten!
@August: ich hätte einen Wunsch für die nächste Kita-Aufführung: “Les Miserables”, die Kita-Betreuerinnen als “Lovely ladies” und Sie als Javert. Der hetzt auch einer fixen aber falschen Idee nach und scheitert am Schluss (geht ins Wasser).
Finde den Text interessant, obwohl ich nicht damit einverstanden bin, dass es sich beim Beschriebenen um ein Frauenproblem handelt.
Aber ich hätte einige (allgemeine) Fragen:
Wieso kann diese Carte Blanche anonym geschrieben werden?
Weshalb werden die Verfasser von Blogeinträgen unterschiedlich behandelt? Ich sehe mich auch eher auf der linken Seite des politischen Spektrums, aber ich finde es unhaltbar, dass man bei den Beiträgen mit verschiedenen Ellen misst. Entweder man hat Redefreiheit oder man behandelt alle gleich. Oder was sind die Argumente die dagegen sprechen?
menschen haben/verfolgen interessen und ideologien – eigentlich geschichtlich nichts neues; nur neu, dass dies in der CH so offensichtlich in der medienlandschaft zu tage tritt
hmm…, so neu ist teleblocher nun auch wieder nicht.
neu nicht, eher anhaltend innvoativ.
danke erwähnen sie die löbliche ausnahme nebst einem weiteren blatt (das sie natürlich oberschlau als plan b im Inf Of köcher haben, nicht?), welche sich eben nicht an die von Ihnen gehuldigte politisch korrekte meinungsbildung halten.
hmm…, ich lese jene publikation auch hier und da. einfach immer aus dem blickwinkel, dass sie weniger unabhängig ist als ein säugling. wess brot ich ess, dess lied ich sing. reiche menschen kaufen medien, um sich gehör zu verschaffen, weniger reiche bloggen und armselige geben nicht zu, woher die finanzierung/bürgschaft stammt.
Teleblocher ist eine Variation von Teletubbies, nicht? Da gab es doch Leute, die sagten die Teletubbies machen schwul. kann sein aber da müssten Leute wie den Freddy Mercury, die Queen von der genialen Gruppe Queen gefragt werden.
Mich jedenfalls haben die Teletubbies nie dazu angeregt, meiner holden Maid nachzustellen und beim Teleblocher hätte ich Albträume. Von solchen gibt es im Überfluss. Albträume der blocher’schen Art schlagen auch unter heftiger Medikation ein.
Dieses Weib hier will nur von dem einen Engel mit wunderbaren Haar träumen, die ihr Leben sowieso mit mir teilt. Manchmal sind diese Träume dann Wirklichkeit und das ist ganz so gewollt.
Nur ist es so, dass eine Wohnbaupolitik, die den Schallschutz fördert, diesem traumhaften Zusammensein ungemein förderlich ist, und damit den statistischen Glücklichkeitsindex fast schon ins unendliche wachsen lässt.
ich sehe auguste, die kommunismus-dna hinterlässt bliebende spuren
Aber Sam, wieso hast Du denn ein Pseudonym hier als Nick und nicht Deinen vollen Namen? Und wieso hast Du so viele Fragen und keine Antworten? Ja was ist denn mit Dir los, Sam?
Hallo Widerspenstige, ich schreibe ja unter meinem richtigen Namen, wenn auch nicht dem vollständigen… Und du hast aber auch ganz schön viele Fragen nicht?
Nein im Ernst, wenn ich das Bedürfnis verspüren würde eine Carte Blanche zu schreiben würde ich mich sicher nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Und der Grund weshalb es mich irritiert ist, dass es meines Wissens auch das erste Mal war in diesem Blog. Notabene von einer Person die Praktisch alles kommentiert und angreift, sogar noch mehr Aufmerksamkeit durch diesen Carte Blanche eintrag benötigt, aber nicht den Mut aufbringt dies unter dem richtigen Namen zu tun. Aber das ist nur meine Meinung.
Um nun der ungewollten Unterstützung von Mensch, xaM und R.S. gleich aus dem Weg zu gehen, mit Euch kann ich gar nichts anfangen, denn Ihr seid vergiftet.
Allgemein habe ich Mühe mit dem ewigen infantilen Kampf zwischen den Geschlechtern hier. Aber villeicht bin ich auch einfach zu jung um diesen zu verstehen und ich will es ehrlich gesagt auch gar nicht. Es geht doch schlussendlich darum Lösungen für die vorhandenen Probleme zu finden und nicht eine oder einen Schuldigen.
Wegen der Frage nach der willkürlichen Zensur, finde ich es einfach ein wenig befremdlich, aber es trifft ja nicht die Falschen…nur sollte es halt auch konsistent sein, aber was solls. Es hält diejenigen ja sowieso nicht ab sich trotzdem zu Wort zu melden. Anyway, ich werde mich mit meinen Kommentaren ab jetzt wieder auf die jeweiligen Themen konzentrieren…
Wer nicht unter einem Pseudonym schreibt lebt je nach Namen ungemütlich. Die Kombination mit meinem richtigen Vor-, und Nachnamen ergibt einen einzigen Treffer in der Schweiz! Jeder beitrag kann da zu Hassmails, Telefonbelästigung usw.. führen. Das riskiert jeder der Öffentlich seine Meinung sagt. So gehören Belästigungen für Politiker zum Alltag. DAs Internet bietet einen kleinen Schutz dagegen.
diese feststellung muss man sich auf der zunge zergehen lassen, schliesslich sind wir hier in ………..
@Rum Tum Tugger
Wo genau ist Ihr sachlicher Beitrag zum Thema des Blogartikels zu finden?
Ich kann in den 139 Worten Ihres Einwurfes keinen Gedanken zur Frage finden, warum die Frauen so wenig Kinder haben.
Marie stellt Zielsetzung Methode, Prämisse, Herleitung und Schlussfolgerung von Pippi Langstrumpf zu diesem Thema in Frage.
Pippi Langstrumpf behauptete ins Blaue hinaus, der einzige Grund seien die fehlenden Kinderkrippen. Auf diese klischierte Behauptung habe ich konkret und anhand der verfügbaren medizinischen Forschung hingewiesen.
Die Frage ist nun, ob Sie herummotzen, die Fakten selber besser recherchieren oder Überlegungen zu den biographischen, sozialen, wirschaftlichen und politischen Folgen dieser medizinischen Feststellungen machen wollen.
Liebe Frau Langstrumpf
“Reiches Land” kann man die Schweiz nur in matrieller Hinsicht bezeichnen und für die Mehrheit der Bevölkerung. Es gibt auch matrielle Armut in der “ach so reichen” Schweiz.
“Während sich Männer offenbar damit abfinden und Kompromisse machen, um die Karriereleiter zu erklimmen,…”
Wieviele Männer haben in der Arbeitswelt eine Führungsfunktion bzw. können von Karriere sprechen? Wenn ich mich umschaue am Arbeitsplatz, dann ist es die Minderheit der Männer und auch der CH-Männer. (Bei D-Männer ist es interessanter Weise umgekehrt, obwohl sie noch die Minderheit sind.) Andernfalls: http://i35.tinypic.com/bhg0uq.jpg
Kann es sein, dass Männer auf eine Art eine “Karrieregeilheit” pauschal vorgeworfen wird, obwohl es nur bei der Minderheit der Männer zutrifft?
“Wie müsste eine Gesellschaft sein, welche Frauen und Männer darin unterstützt, den Spagat zwischen Berufs- und Familienleben zu verkleinern?”
M.E. sollte:
1. dafür die Heimarbeit, von zuhause aus arbeiten, gefördert werden.
2. die Kinderzulagen müssen grosszügiger werden, so dass dann beide ab dem vierten Kind daheim bleiben können. Dies setzt voraus, dass
3. diejenigen welche arbeiten wollen es auch ermöglicht wird effizient zu arbeiten und wir nicht durch Machkämpfe, Intrigen und Verleumdungen uns gegenseitig behindern, wodurch kaum noch jemand motiviert ist 100% pro Zeiteinheit zu leisten, und die Wirtschaft grosszügigere Kinderzulagen nicht zugestehen kann und will. (Topmanagerboni, die anstelle zu Kinder an Reiche gehen, seien mal dahingestellt.)
Die Frage wirft leider noch weitere Fragen auf: Warum will Frau Kinder (Familie) und warum will Frau ein Berufsleben?
Wenn man herumschaft und herumhört, dann will Frau Kinder um (1.) aus den flexiblen Berufsleben entfliehen (http://php.blick.ch/ha/download.php?ausgabe=13072010_ZH.pdf Seite 5), (2.) nicht aus den modischen gesellschaftlichen Rahmen zu fallen und Kinderlos zu sein und (3.) um jemanden zu haben, der/die zu ihr hinauf sieht.
Es würde mich freuen hier andere Gründe zu lesen warum Frau Kinder will.
“Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Frauen und Männer partnerschaftlich die Erwerbs- und Familienarbeit teilen könnten?”
Solange Frau und Mann es nicht hin kriegt öffentlich positives über die Mehrheit des anderen Geschlechts zu berichten, solange bleibt dies als Regel eine Utopie.
“Ich finde, nur wenn wir es wagen, auch über Utopien nachzudenken, kommen wir weiter.”
Aber bitte nicht, sonst müsste man sich mal Vorstellen Frau Langstrumpf an einer Leine spazieren zu führen. :-/
Als Rahmenbedingung für Visionen sollte nach wie vor die Gerechtigkeit und Nächstenliebe vorhanden sein.
Da seid ihr aufgerufen, Utopien zu entwickeln und bringt nichts weiter zustande als “mehr Kinderzulagen”, “mehr Teilzeitjobs für alle”, “die pöhse Wirtschaft soll blechen” zu krächzen, wie ein pawlowscher Papagei! Enttäuschend, diese Einfalt.
Aber ich kann auch so fantasielos: Steuerbefreiung für alle Familien, die ihre Kinder selber erziehen! Und wahnsinnig hohe Kita-/Tagesschul-/Tagesmütter-Tarife, so dass man sich des Wertes guter Qualität im pädagogischen Bereich mal wieder so richtig bewusst wird. Familiäre Geborgenheit kann man nicht outsourcen, basta!
Und als Utopie: eine pluralistische Gesellschaft, wo Eltern in unterschiedlichsten Modellen und ehrlicher, harter Arbeit eines versuchen: ihren Kindern wenigstens in den ersten 5 Lebensjahren ein echtes Zuhause voller Liebe zu geben (Mami oder Papi zuhause) und ihnen damit die optimalen Startvoraussetzungen in ein selbstbewusstes, optimistisches und von Glück erfülltes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
und das mit der Leine, dürfen Sie von mir aus schon jetzt realisieren, Eremit, jederzeit!
Geben Sie mir vorher Bescheid, wegen dem Fotobeweis, gell!
Sicher ist, dass auf Ihrer eigenen Publikation keine Utopien, perspektiven oder Lösungsvorschläge zu lesen sind.
und: mein eigener vornamen ist mir lieber las das alias.
Hallo Pero. Beim lesen deiner Kommentare hab ich mich immer mehr über deine starre Meinung geärgert. Du schreibst genau so idealistisch wie die Gegenseite. Kein deut besser. Nur anders.
Aber diesen Vorschlag finde ich gut: “Steuerbefreiung für alle Familien, die ihre Kinder selber erziehen!” Du brauchst ihn jedoch zur Provokation. Es muss ja nicht dringend eine Befreiung der Steuern sein. Aber eine zusätzliche Erleichterung ist sicherlich angebracht. Genauso wie die Unterstützung der externen Betreuung. Denn diese ist nicht nur wirtschaftsförderlich sondern auch echt gleichberechtigend.
und sowieso bin ich für gratis auswärtsessen für alle. dann muss niemand mehr an den herd (ausser den köchen:)
Als Utopie jemanden an der Leine spazieren führen? Das verstehe ich jetzt nicht ganz……
“Des Pudels Kern” mit der Leine als Rquiite, Frau Astrid Langstroumpf: zu sehen bei Augustes Kita-Produktion “Goethes Uhr-Faust” an zwei Abenden, Sie spielen die Rolle des Mephisto; Regie: Eremit, Beleuchtung Orl. Strass…:-)
@Langstrumpf
Ich gehen mals davon aus, dass sie eine Gerechtigkeits-, Respekt- und einen Schrittweit auch freiheitsliebende Person sind und da wäre eine Leine fehl am Platz. Oder täusche ich mich da?
@Eremit
…..und ich nehme an, das war eine rhetorische Frage.
In einem öffentlichen Blog grundsätzlich ja, rhetorisch.
@Eremit: “Es würde mich freuen hier andere Gründe zu lesen warum Frau Kinder will.”
Also um dem Berufsleben zu entfliehen mit Sicherheit nicht, da gäbe es weitaus attraktivere Möglichkeiten als sich, doof wie frau ist, einen 24h Job aufzubürden…;-)
Um nicht aus dem modischen, gesellschaftlichen Rahmen zu fallen?
Ich glaube, da war ich noch gar nie so richtig drin,
und damit jemand zu mir aufschaut?!
Funktioniert aber auch nur unter einer bestimmten Körpergrösse!
Gerade dies ist im Gegenteil ein Punkt welcher viele vielleicht auch unbewusst davon abhält, dass dann nämlich jemand oder mehrere da sind, die einen ganz schön in Frage stellen können, kritisieren usw. denen man nicht endlos irgendeine Scheinwelt vorspielen kann, sondern die hinter meine Kulisse blicken können, und denen man nicht einfach so davonlaufen kann!
Nein, meine Gründe, rsp. unsere, schliesslich ist das eine Teamangelegenheit, war einfach eine starke Liebe zu neuen Menschen, eine Freude und Achtung über die Möglichkeit, neue Menschen “entstehen lassen zu können” und sie in die Selbstständigkeit begleiten zu dürfen. Und noch einige mehr
Danke für die Antwort.
Was ist so schlimm, wenn einige da sind, die Fragen stellen und hinter die Kulisse blicken können? Kinder stellen einfache simple Fragen, wir Erwachsenen stellen hingegen oftmals vorwurfsvolle Fragen, die das Gegenüber noch so ehrlich und gutmütig beantworten kann und unser Ego akzeptiert dies Antwort dann noch viel weniger als ein Kind es tut. M.E. ist es bedenklich, dass man in einer Gesellschaft überhaupt eine Kulisse aufbauen muss.
Erklärt nicht die Ursache warum man das Kind hat in vielen Fällen die Mutter-Kind- und Vater-Kind-Beziehung? Wenn nun jemand z.B. in Indien sich einen Sohn wünscht und eine Tochter erhält, wird sie dann gleich geliebt wie einen Sohn? Und wenn nun jemand z.B. in der Schweiz sich eine Tochter wünscht und einen Sohn erhält, wird er dann gleich geliebt wie eine Tocher?
Guten Abend Eremit, es ist nichts Schlimmes daran wenn hinter die Kulissen geblickt und Fragen gestellt werden. Allerdings ist es nicht immer angenehm, und mit Sicherheit am herausforderndsten wenn man dem durchblickenden, hinterfragenden Fragesteller nicht ausweichen kann sondern er fester Bestandteil des Familieninventars ist und für längere Zeit bleibt, zumindest die ersten 18, 20 (oder bisschen mehr) Jahre.
Es ist ein Abenteurer auf das sich einzulassen lohnt, aber wie das Abenteuer so an sich haben, die bergen auch unangenehme Erfahrungen denen man nicht ausweichen kann.
Kennen Sie irgendeine Gesellschaft in denen Kulissenarbeiter den Tod mangels Nachfrage erlitten haben?
Und das was die Mädchen/Bube-Wünsche fürs Kind betrifft, das hat wohl manchmal verheerendere Folgen als wir uns vorstellen.
@Brunhild Steiner
“Kennen Sie irgendeine Gesellschaft in denen Kulissenarbeiter den Tod mangels Nachfrage erlitten haben?”
Im direkten Sinn nein. Im übertragenen Sinn ja. Würde man z.B. als “Kulissenarbeiter” eine Frau mit sehr starkem Kinderwunsch, als “mangels Nachfrage” ein kein Mann will mit ihr Kinder betrachten, dann kann der “Tod” ein psychischer Knacks sein.
Mein Beilied.
“Requisite”, meinte ich, zum Teufel! Ah ja, Teufel…hahahaha
“Weiter erschweren die beengten Wohnverhältnisse, wie wir sie in der Schweiz haben…”
Hinzu kommt die niedrige Lebensqualität, die äusserst hohe Kriminalitätsrate, die unerträgliche Umweltverschmutzung usw…
Aufwachen bitte!
@yv: selber aufwachen bitte…
Über sehr vieles dürften wir uns nicht mehr aufhalten, wenn wir uns die Situationen in anderen Weltgegenden vor Augen halten, da haben Sie Recht. Ich schätze es hier sehr, dass auch internationale Inputs einfliessen, Erfahrungsberichte von ein bisschen weiter weg als Genf, Basel, Buchs oder Chiasso.
Aber die Wohnsituation liegt mir dennoch auf dem Magen. Die Zahl derjeniger, die zu zweit oder sogar alleine mehr Wohnraum beanspruchen als wir als 5köpfige Familie (mit weniger m2 als bei Ihnen) diese Zahl nimmt zu. Und nicht weil diese Menschen so dringend auf den ganzen Platz angewiesen wären, nein, weil sie es sich leisten können und es immer mehr Boden/Hausverwalter gibt, die sich gerne ein grosses Stück vom Kuchen mitabschneiden.” Lasst den Markt spielen, da ist doch nichts schädliches dabei”, nennt man das Ding.
Und das finde ich familienunfreundlich, denn wohnen müssen wir alle.
Jedes Nutztier hat einen reglementierten Platzanspruch. Sogar der Hamster und die Meersau, bloss die Familien nicht.
Und da gibt es nicht Wenige, die auch aufgrund der Wohnsituation die Familie bewusst kleinhalten.
Die Mittelstandsfamilien, und hier vorallem jene die eben genau über der subventionierten Grenzlinie liegen, aber nicht soweit darüber dass sie sich exorbitante Mieten leisten könnten, die haben hier ein Problem.
Diese würden auch sehr gerne in der Stadt wohnen bleiben, anstatt die Agglomerationen zu vergrössern,
sind aber auch aufgrund der Mietpreise zum Auszug gezwungen.
Ich weiss sehr wohl, dass es immer auch noch grundehrliche Hauseigentümer gibt, und dass die manchmal von ihrer lieben Mieterschaft das Grauen gelehrt bekommen. Aber zunehmend werden die Häuser auch von ganzen unpersönlichen Konsortien aufgekauft, mit Sitz in irgendwo, dann wird luxussaniert und grosszügig Fläche bereitgestellt,
alles Sachen auf die eine Mittelstandsfamilie knapp über der Subventionsgrenze herzlich gerne verzichten würde!
Schön dass Sie offenbar von diesem Thema nicht so betroffen sind, seien Sie einfach froh darüber!
Aber denen, welche nur auf den Profit zielen, auf Zürich bezogen Seefeld und bald Wollishofen ??? lassen grüssen, denen sollte das Spiel versalzen werden. Denn letzten Endes leiden die ganzen Städte darunter, wenn einzelne Quartiere zu Luxusinseln werden, wo der normale Durchschnittsmensch (und auch das normale Gewerbe!) nicht mehr leben kann.
Wir haben nun mal nicht soviel Platz zur Verfügung und sollten ihn dringend geschickter ausnützen.
sie können problemlos genügend wohnraum finden (auch bezahlbaren) halt nur nicht dort wo sie es gerne hätten.
es gibt kein ‘recht’ auf wohnraum an schönen/guten lagen (seefeld, wollishofen usw.). es kann nicht jeder am zürichberg, im seefeld oder in wollishofen leben.
zum glück aber ist das ganze ja nicht statisch. das seefeld zum beispiel war mal ein rotlichtviertel, dann zogen die studenten und künstler hin. dann die grafiker… dann usw. bis am schluss nur noch die reichen und doppelverdiener yuppies dort wohnen. so werden ganze quartiere ‘renoviert’.
die hippen und jungen ziehen weiter in den kreis vier… so dreht sich das karusell
möchten sie einen stillstand?
es ist natürlich ärgerlich für leute, die als-es-noch-billig war in solches quartier ziehen und dann weg müssen, weil sie es sich nicht mehr leisten können. aber es gibt kein recht auf gute wohnlagen.
platz hat es in der schweiz immer noch genug.
Ist zwar mal wieder völlig off-topic aber…
@lara:
Das Recht auf gute Wohnlagen gibt es sehr wohl. Es nennt sich “das Recht des monetär Stärkeren” auch bekannt als “freie Marktwirtschaft”. Ob dieses Recht (bei der Wortschöpfung hatte das Wort “Gerechtigkeit” damals vermutlich auch einen Beitrag geleistet) beim Thema “Eigenheim” aber so auch sinnvoll eingesetzt ist oder nicht doch besser durch andere Modalitäten ersetzt werden sollte muss mE schon diskutiert werden.
Ich sehe nicht ein, warum ein zu der schweizer Gesellschaft absolut nichts beitragender international tätiger Manager ein “Recht” auf eine Wohnung/Haus in einer gesellschaftlich sinnvoll genutzten Wohngegend haben soll. Die gesellschaftlichen “Kern-Orte” sollten vor allem dem “Kern der Gesellschaft” zur Verfügung stehen.
der manager bezahlt genauso steuern… wie sie und ich.
ich möchte nicht in einem land leben wo das gesetz unterschiede macht zwischen in- und ausländer.
und wieso kann ‘der kern der gesellschaft-ort’ nicht in altstetten sein?
Dort ist er (u.a.) auch. Lassen Sie mich das anhand eines Beispiels erläutern:
In dem Quartier, in dem ich z.Z. wohne, sind viele junge Paare, Jungfamilien, und einige alte (letzte Generation Jungfamilien) wohnhaft. Dazwischen gibt es den einen oder anderen “anonym” lebenden alleinstehnden der nicht sonderlich viel zum Quartierleben beiträgt (= er wird den Pfadis wohl Guezli abkaufen, aber käumlich am Quartierfest teilnehmen oder mal auf die Haustiere der Nachbarn aufpassen). Soweit so gut, alle leben gerne hier (trotz jeder Menge Kindergeschrei) und fühlen sich soweit sicher und gut aufgehoben, etwa wie in einem Dorf in dem jeder jeden kennt..
Ich stelle mir nun vor was passiert, wenn diese “für ein Quartierleben untauglichen Mitmenschen” in der Überzahl wären:
- Quartierfest (1x jährlich) gibts nicht mehr, hat ja keiner Interesse am Leben neben/miteinander.
- Die Zahl der bei der Polizei gemeldeten Vorfälle wegen nichtigen Gesetzesverstössen steigt um 500% (einem anonymen Nachbarn wird weniger gegönnt).
- Der Betreungsdienst für die (wenigen verbliebenen) Kinder wird mangels Betreuer eingestellt.
- Man grüsst sich im Quartier nicht mehr sondern betrachtet einander argwöhnisch, schliesslich kennt man sich ja nicht mehr.
- …. (da lassen sich bestimmt noch einige negative Punkte finden, bei den positiven bin ich mir nicht so sicher)
IMHO sind das viele gute Gründe, ein Quartier (Dorf) den Leuten zu belassen, die auch dort LEBEN.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, es soll sie durchaus geben, die Trend-Quartiere mit der perfekten Infrastruktur rundherum etc. solange nicht dauernd von Familien und Quartiervereinen (lebendigen Menschen eben) lebenswert gemachte Quartiere plötzlich für den Immo-Hai attraktiv werden und dieser via Mietzins über kurz oder lang das Quartier wieder “anonymisiert” (mit den negativen Folgen wie oben beschrieben)…
got it?
sie wollen leute zu einem sozialleben zwingen?
ich empfinde das grüssen, den mitmachzwang als nicht so toll. darum lebe ich nicht mehr auf dem land.
Nana, bitte drehen Sie mir nicht die Worte im Mund um..
Ich zwinge niemanden zu irgendwas.
Ich wehre mich bloss dagegen, selbst zum asozialen Leben gezwungen zu werden.
Nebenbei: Haben Sie noch nicht gemerkt, dass ein Quartier nichts anderes als ein Dorf (mit etwas mehr Rückzugsmöglichkeiten) ist?
@ alle anderen
Freud: lebte in einer Zeit, in der die Frau als minderwertig galt. Das ist auch in seine Theorie eingeflossen.
Kriminalitätsrate: in der Schweiz im europäischen Vergleich sehr tief.
Umweltverschmutzung: ebenfalls sehr tief
niedrige Lebensqualität? in der Schweiz? Da haben sie aber einen hohen Standard.
Pavlov hatte einen Hund… keinen Vogel
Das sind nur mal die inhaltlichen Fehler.
Es gibt unzählige Rechtschreibfehler.
Peinlich finde ich das…
Wenn Ihr keine Kinder zeugt sterbt Ihr aus, auf lange Sicht.
Aber Outsoirourcing ist ja gross IN im Moment.
Hallo? Wir sterben aus? Dabei gab es noch nie so viele Menschen auf diesem Planeten. Dem würde es nur gut tun, wenn sich die Menschheit etwas dezimieren würde.
Lustig eigentlich, dieses Geschwafel vom aussterbendem Schweizer. Mensch ist Mensch, egal, ob Schweizer oder Kroate oder was auch immer. Wenn wir die Statistiken ansehen, dann hatte es auch in der Schweiz noch nie so viele Menschen wie heute. Wenn wir uns zusätzlich vor Augen halten, dass der “Schweizer” als solches schon immer Resultat einer guten Durchmischung dank fortwährender Einwanderung war, dann strahlt die Lösung auch ganz hell auf: EINBÜRGERN! Und schwuppdiwupp steigt auch die Geburtenrate.
Pippi Langstrumpf: “Und ich frage mich immer wieder, was Frauen in der Schweiz wohl fehlt, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.”
Ganz einfach: Den Willen und die dazu notwendigen Eier (nicht nur im eigentlichen, sondern auch im übertragenen Sinne).
“Wenn eine Frau ihnen den Rückenfreihält….”
Dieser Satz ärgert gerade einen allein erziehenden Vater von drei Töchtern 8,10,12. Weil es trotzdem geht, schwerer ist und dank der Kinderbetreuungskosten sich eigentlich nicht lohnt, ausser man will Vorbild sein.
Glaubt man einer deutschen Statistik sind 10% der allein erziehenden Männer von Armut bedroht aber 90% der allein erziehenden Frauen. Die Hauptursachen waren die Art des Berufes, der Stand der Bildung und keiner der Männer hat Teilzeit gearbeitet. Aufgefallen ist auch das Männer kaum Unterhlatsansprüche an Expartnerinnen hatten, da wenn sie bei der Trennung die Kinder zugesprochen bekommen, selten etwas zu holen ist. Der Schluss der Studie war vorhersehbar: Mehr Geld für Frauen.
Zum Beispiel:
http://www.presseportal.de/pm/43645/1573720/sovd_sozialverband_deutschland
PS: Das gutgebildete Frauen unterbezahlt werden stand nicht in der Studie. Auch nicht warum Männer durch die unflexiblen Kindergarten- und Hortzeiten nicht benachteiligt werden.
Es ist noch viel zu tief in den Köpfen das wenn Männer zu wenig verdienen sie faul sind und wenn Frauen zu wenig haben die Ex Männer zu schlecht zahlen.
Sehr guter Kommentar: Die Tatsache, dass getrennt lebende / geschiedene Maenner trotz aller Strapazen trotzdem Vollzeit arbeiten UND ein Kind alleine gross ziehen koennen, wirft ein unguenstiges Licht auf allein erziehende Frauen. Warum Frauen nicht koennen, was Maenner koennen, liegt auf der Hand, einen Teil der Gruende haben Sie bereits aufgezeigt.
Hier ein sehr schoener Artikel aus der deutschen taz ueber geschiedene, gut gebildete “Latte Machiato”-Muetter kurz nach Verlassen ihrer Lebenstraumsphaere (eingedenk der fuer gewisse Kreis politisch sicher nicht gerade angenehmen Tatsache, dass heute zwischen 60 bis 80 Prozent aller Scheidungen von Frauen eingereicht werden [wahrscheinlich v. a. deshalb, weil sie zu hohe Ansprueche an das Leben und die Maenner stellen]):
http://taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-verlassenen-macchiato-muetter/
Koestlich zu lesen, v. a. die Leserkommentare. Da ist man bissigerweise schon fast versucht zu sagen: Dream on, baby! Auch der in diesem Blogbeitrag enthaltene Begriff Utopie passt da bemerkenswert gut zur Gesamtsituation vieler Frauen.
Aufwachen, die Wirklichkeit ruft!
Im Tessin gibt es seit Jahrzehnten genügend Krippenplätze sowie auch Blockzeiten/Tagesstrukturen. Mehr Kinder werden deshalb leider nicht geboren (statistisch ausgewiesen). Komisch, nicht wahr? Ist das Wenigkinderbekommen eben doch ein Wohlstandsphänomen??
Diese armen, verwöhnten, auf Besitzoptimierung ausgerichteten Schweizer/innen. In einer Wohlstandsgesellschaft wie der unseren kann das Problem Bevölkerungsschwund nicht nachhaltig mit mehr Sozialstaat gelöst werden. Ich bin überzeugt, dass ein solches Vorgehen uns in Anbetracht der gegenwärtigen Verschiebungen der Finanzverhältnisse auf dieser Welt in einigen Jahrzehnten (oder sogar Jahren?) in arge Bedrängnis führen würde. Ihr wollt mehr Nachwuchs? : Dann kürzt Renten. Friert Familien- und Kinderzulagen ein. Zwingt so die Leute, unseren Nachwuchs wieder als das zu sehen, was uns die Natur in den letzten tausenden von Jahren beigebracht hat und in den Bevölkerungsreichen Gruppen mit Erfolg praktiziert wird: unsere Altersversorgung.
Gäbe zwar einen Riesenaufruhr, weil niemand auf Annehmlichkeiten freiwillig verzichten will. Wäre jedoch ein Weg der zum Ziel führt.
“Gäbe zwar einen Riesenaufruhr, weil niemand auf Annehmlichkeiten freiwillig verzichten will.”
Dem Punkt stimme ich zu.
Nur, was ist das Ziel? Etwa “nur” mehr Nachwuchs? Die von ihnen beschriebenen Massnahmen würde m.E. zu mehr Nachwuchs führen. Wobei, wozu Nachwuchs? Wir geniessen heute Luxus auf Kosten vom Kindermangel. Diese Phase hat irgend wann ein Ende und was kommt dann?
Eine gesunde Geburtenquote von mindestens 2.1 zusammen mit anderen Massnahmen ist m.E. eine Voraussetzung dafür, dass es keine Unruhen und gar Kriege gibt wie z.B. im Libanon und Kosovo. Was wiederum eine gute Voraussetzung ist für ein konstruktives Zusammenwachsen des globale Dorfes.
Erst müssen wir bedenken, dass Schweiz ein kleines Land ist. Ich komme selber aus Schweden und möchte gerne einem Vergleich machen: Schweden ist 11 mal grösser als die Schweiz und hat 9 Millionen Einwohner und Schweiz hat 7.5 Millionen (auch ein Grund, dass man in Schweden mehr Platz hat zum Wohnen).
Die politische Führung, die das Volk gewählt hat, hat genügende Kinderhortplätze gebaut, Mann und Frau teilen sich die familiären Aufgaben (als ich kürzlich in Stockholm war, sah ich mehr Väter mit Kinder als Mütter), die Väter bekommen auch wie die Mütter frei wenn sie Kinder haben.
Ich sah auch, dass sehr viele Schwedinnen schwanger waren und ich fragte nach und das Antwort war: Wir wissen, dass die Männer die halbe Bürde auf sich nehmen.
Es hat in den 70er Jaahren angefangen, dass Mütter vermehrt auswärtig gearbeitet haben und jetzt ist es leider so, dass der Lohn allgemein zu niedrig ist um zuhause zu sein bei den Kindern.
Die Frau muss jetzt auch neuerdings selber für ihre Rente schauen, sie kann nicht von der Rente vom Mann profitieren.
“Die politische Führung, die das Volk gewählt hat, hat genügende Kinderhortplätze gebaut,…”
Wären sie so gütig und würden sie uns Nicht-schweden auch die Entwicklung und die Tendenz der Geburtenrate von Schweden der letzten zehn Jahre mittteilen?
Danke.
Tja ganz einfach die Fruchtbarkeit, sowohl der Frauen als auch der Männer geht seit Jahren zurück, dies auch weil in den Lebensplänen das Kindekriegen immer weiter nach hinten verlegt wird und da staunt man dann plötzlich dass man mit 35 nicht mehr so leicht schwanger wird, wie man sich es wünscht. Anderseits ist es ein offenes Geheimnis, dass Kinder teuer sind und viele Frauen auch ganz einfach keine Kinder möchten. Zu guter letzt, darf man noch dazu bemerken, dass Hunde und Katzen in unserem Land als wesentlich angenehmere Lebensgenossen angesehen werden als Kinder. Die Schweiz ist simply ein wenig kinderfreundliches Land. Kinder sind in den Augen des Durschnittsschweizers ein reiner privater Luxux und nicht die Zukunft unserer Gesellschaft. Deshalb bin ich dafür, dass ab sofort unsere Haustiere auch AHV bezahlen.
hmm…, eine tätowierung ohne rechtschreibfehler?
ein sommer-lacher im “panorama-teil” des tagi. die letzte ist wahrscheinlich ein heuler unter rasern/innen. der beitrag beantwortet auch die frage, welches denn die höherstehende Kunst sei: malerei oder literatur? zeichnen scheint auf den ersten blick etwas weniger mühe zu bereiten, als richtig zu schreiben.
Ein auf jeden Fall gangbarer Weg: “Ich will ein Baby ohne Mann”
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/ich-will-ein-baby-ohne-mann-mein-papi-der-samenspender_aid_528587.html
Bemerkenswerterweise spricht Focus hier explizit von der Masslosigkeit bestimmter Frauen:
“Gemeinsam ist den vorgestellten Frauen ihre Maßlosigkeit. Sie wollen ein Kind, und das für sich. Niemand muss sich in veraltete Rollendiskussionen verlieren, dass glückliche Familien ausschließlich mit den Eckpfeilern Vati – Mutti – Kind zu zimmern sind. Aber: Wenn Kinder als Inhalt fürs eigene Leben gekauft werden, mag das auch ein Schritt zu einer sehr speziellen Form von Kindesmissbrauch sein.”
Genauso wie die Gewaltneigung vieler Maenner offensichtlich ist, so glaube ich, muesste man sich auch einmal vertieft Gedanken machen zu den Schwaechen des weiblichen Geschlechts- auch wenn da auf den ersten Blick alles in Butter zu sein scheint.
Und die zumindest latent vorhandene Neigung zur Masslosigkeit (in Lebensbelangen) durfte da schon ein Thema sein. Das ist absolut nicht frauenfeindlich gemeint. Doch Haben ohne Geben, das funktioniert auf jeden Fall nicht, wie auch der wirklich gut geschriebene Artikel in der letzten EMMA zeigt.
Frauen sind nicht masslos, sie sind einfach realistisch und sagen sich: Besser ein Baby ohne Mann als kein Baby. Finde ich eine vernünftige Haltung, in Tat und Wahrheit sind auch viele verheiratete Frauen faktisch allein erziehend, also können sie es gerade so gut von Anfang an sein. Es ist das Privileg der Frauen, Kinder zu bekommen ohne dafür zwingend eine funktionierende Partnerschaft zu leben. Das dies Maskulisten wie Marcel sauer aufstösst, ist klar, ist er doch der Meinung, wenn Privilegien, dann für Männer.
Das Schönste ist sicher eine glückliche Partnerschaft mit Kindern, wenn man das anstrebt, aber wenn das nicht klappt, muss ja nicht gleich auf alles verzichtet werden. Ich finde es jedenfalls toll, dass Frauen diese neuen Möglichkeiten schätzen und nutzen. Wer sich Kinder wünscht und bekommt, weiss, dass es das Beste im Leben ist.
Antwort an Eremit:
Nach Statistiken ist die Geburtenrate in Schweden vom 2000-2010: 1,55 – 2,0
und in der Schweiz vom 2000-2010 auf die gleiche Höhe geblieben: 1,55
Wenn das nicht genügt als Antwort bitte selber nachschauen, danke.