Leben


Michèle Binswanger am Donnerstag den 17. Juni 2010

Frauen und ihre 84 Lieblingsstellungen

Immer auf der Suche nach Themen, sprach ich jüngst mit einem Freund, der mit folgendem Vorschlag ankam: «Es scheint», sagte er, «unter Frauen so eine Art Yoga-Wahn zu geben. Ich frage mich, ob da so ein kollektives weibliches Un(ter)bewusstsein am Werk ist. Und ich frage mich, ob man nicht mal den ultimativen Anti-Yoga-Text schreiben müsste – das wär’ ein Aufreger.»

Und er hatte recht – es machen viele Frauen Yoga und es ist tatsächlich leicht, Aufsehen zu erregen, indem man ausspricht, was viele denken, aber nicht sagen. Zum Beispiel, dass Mütter arrogant sind. Oder dass Yoga eine organisierte Idiotie für verunsicherte Frauen ist. Man könnte sich darüber lustig machen, dass diese Frauen sich auf dem Wege der Mutterschaft irgendwie selbst abhanden gekommen sein müssen, weshalb sie sich nun im Selbstbedienungsladen dubioser östlicher Philosophien tummeln, in der Hoffnung, sich wieder zu finden, so wie wenn der Goof im Supermarkt verloren geht und dann irgend eine nette Dame über die Lautsprecher verkündet: Die Lara hat ihr Mami verloren, sie kann beim Kundenschalter abgeholt werden. Und dass es wirklich schade ist, dass Gott oder Freud oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass Menschsein so kompliziert ist und nicht daran gedacht hat, einen Kundenschalter einzurichten, wo man sich in einem solchen Falle selber wiederfinden kann. Aber verständlich auch, hatte wahrscheinlich einfach keinen Bock, dauernd Überstunden zu machen. Prosaischer könnte man auch argwöhnen, dass es den Yogamuttis eh nur darum geht, ihren Prä-Baby-Body mithilfe der 84 klassischen Stellungen zurückzugewinnen, was zwar einfacher ist, als ein ganzes ausgewachsenes Selbst zu finden, aber trotzdem ziemlich blöde, weil es dazu doch viel effektivere Gymnastikmethoden gäbe.

Aber ich schreibe den Text nicht, weil ich es dumm finde, irgendwas zu behaupten, nur um damit aufzufallen. Zum einen, weil ich seit Jahren Yoga praktiziere, zum andern, weil die oben skizzierten Gedanken von falschen Annahmen ausgehen. Typischerweise äussern sie jene, die keine Ahnung haben und sich auch nie die Mühe machen würden, sich auf die Sache einzulassen, was typischerweise Männer sind. Sie denken, Frauen hielten ihre Yogamatten für ein Accessoire und Yoga für eine moderne Form der Gymnastik. Und sie machen sich darüber lustig, weil sie es nicht verstehen und es vielleicht sogar selber ausprobieren würden, wären sie nicht so feige. Denn warum machen eigentlich nicht mehr Männer Yoga? Zumal es in den entsprechenden Kursen gemeinhin von schönen Frauen nur so wimmelt. Genau das dürfte aber auch der Grund für die männliche Zurückhaltung sein – wer möchte sich mit seinen steifen Gelenken vor den schönsten Exemplaren des anderen Geschlechts schon zum Narren machen?

Ich möchte ihnen jetzt gerne sagen, warum Yoga so toll ist und warum so viele Frauen es mit solcher Begeisterung praktizieren, aber das geht nicht. Denn es ist ähnlich wie bei der Elternschaft: Man muss es erfahren, um es zu begreifen. Aber ich kann sagen, warum die obigen Annahmen falsch sind. Erstens ist Yoga weder eine östliche Philosophie noch geht es primär um die 84 Stellungen, sondern eine Methode, die zwar aus Indien kommt und in weltanschauliche und philosophische Konzepte eingebettet, aber universell anwendbar ist. Man kann es als Gymnastik betreiben, erfolgreich ist Yoga aber wohl genau deshalb, weil es mehr ist als blosse Leibesertüchtigung. Zweitens geht es im Yoga nicht um Selbstfindung, sondern darum, über die Begrenzungen des Selbst hinauszuwachsen. Weil man als Mutter sowieso ab und an an seine Grenzen kommt, liegt es nahe, das mittels Yoga zu trainieren.

Und nicht zuletzt findet man, wenn man sich mit den Hintergründen von Yoga beschäftigt, Sätze wie diesen: «Gelassenheit ist das Resultat eines Gleichgewichts im Bewusstsein, wenn das Verlangen nach allen Dingen, die man sieht oder von denen man gehört hat, erloschen ist.»

«Da kann man aber», konterte mein Freund nachdem ich ihm das alles umrissen hatte, «auch gleich ins Bett gehen.» Auch wieder wahr.

208 Kommentare zu „Frauen und ihre 84 Lieblingsstellungen“

  1. Jutta sagt:

    Danke für den heiteren Artikel.

    Weniger heiter sind dann zum Teil die Kommentare dazu. Mir hat Yoga nie zugesagt, auch wenn ich es eine kurze Weile ausprobiert habe (aus Neugierde). Die Atemtechnik allein fand ich schon abstossend. Und wenn ich so um mich blicke, wer in meinem Umfeld Yoga oder Tai Chi betreibt, so sind es tatsächlich gelangweilte oder unsichere Frauen, die irgendeine Selbstbestätigung suchen und in diesen Verrenkungen offenbar finden.
    Ich finde es eigentlich peinlich, dass mir jemand sagen soll, was ich tun muss, um mich so und so zu fühlen. Da horche ich lieber selber in mich hinein und tue, von dem ich denke, dass jetzt nötig sei. Wenn das mehr Leute, insbesondere Frauen, machen würden, wären auch enige Psychiater überflüssig.

    • doris sagt:

      ein psychiater ist eh ueberfluessig, jeder mensch kennt ganz genau sein inneres, es ist nur ein spielchen um sich interessant zu machen und von der seite des psychiaters ein spielchen um geld zu machen

      • Furrer Melina sagt:

        Liebe Doris

        Ueberlegen Sie doch bitte das nächste Mal was Sie schreiben
        möchten, eh Sie dann tatsächlich loslegen; dass abertausende von Menschen aus Verzweiflung und hohem Leidensdruck den Psychiater aufsuchen, scheint Sie nicht zu beeindrucken- Vielleicht ist es Ihnen bis anhin einfach viel zu gut gegangen.

    • Yogalehrer sagt:

      Ihr beide habt wohl noch nie etwas richtig schlimmes erlebt. Anders lässt sich solchen Müll nicht erklären. Nur so als Ergänzung: Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass sie Psychiater oder Psychologen nie brauchen werden. Genau in diesem Augenblick bräuchten sie in am dringendsten!

      • Armando sagt:

        Arroganz war noch nie eine Tugend!

      • Lehrer sagt:

        @Yogalehrer: Ich denke nicht, dass es sich bei Ihnen um einen Yogalehrer handelt. Wer solche Antworten schreibt, gehört eher zu denen, die ihr “Können” im einmaligen Wochenendseminar mit Gitarrenspiel und lustigen Lichterketten erlernt hat.

      • kurt mäschli sagt:

        Noch nie gehört, dass Psychiater oder Psychologen selbst, Ihre grössten Fälle sind?

      • Insel sagt:

        Ihr könnt Psychiater und Psychologen nicht in einen Topf werfen. Wer zum Psychiater geht tut dies meistens nicht freiwillig und ist in der Regel schwer krank. Bei den Psychologen gibt’s da mehr Grauzone.

        Im Übrigen kann ich dem Kommentar von Jutta nur beipflichten.

    • Katharina sagt:

      Oy vey, oy vey, is ja süss das Salzburger Nockerl das meine Heimat als causa generaliter allen schmatta und schlimazel kibitzt.
      Sie schauen zuviel 90210 (Postleitzahl von Bevery Hills). Nun denn, meine Postleitzahl 90069 (West Hollywood), nur ein Hügel daneben, dafür etwas mehr narrischkeit, und haimishkeit.

      Ich bin also eine der stets fest davon überzeugten Amerikanerinnen. Von etwas bin ich überzeugt: Es gibt keine lustigen Weiber von Windsor an der Limmat, die sind oft viel zu verklempt für ein deftiges schmooze. Ich liebe aber mein shtetl über alles, so wie Sie wahrscheinlich ihres. Die Silikon jagenden Diätistinnen existieren mehr in elektronischer Form als auf dem realen Asphalt des Sunset Boulevard.
      Ich halte nichts von Botox, Silikon in Ballform und Pilates (nicht Pilatus). Daher kann ich über meine Chichis nur kvellen wie in der Seinfeld Episode: they are real, they are spectacular and you won’t get any – sagen Sie auf Ihrer verlinkten Seite; straight. too bad, you look good. But I’m taken anyway. Gegen usa wettern und dann ne amerikanische seite auf englisch…

      Yentas kvetchen eben unablässig, sonst sind sie nicht glücklich. Es ist aber so, dass die euros sich den schmarren bei uns holen kommen, nicht das wir das dort hinsenden. Die meisten von uns kennen sich in Geografie östlich der Rocky Mountains gar nicht mehr aus. Hier heisst es nur geheimnisumwoben ‚from the OOOOLD Country, I seeeeh, ¡mira!“

  2. Kaufmann RiMa sagt:

    So ‘n Blödsinn, nur frustrierte Frauen würden Yoga machen! Was ist den mit Tango? Dort hat es auch mehr Frauen als Männer! Warum? Weil die alle frustriert sind oder weil es ihnen Spass macht?
    rima

    • Ulindo Bubikoner sagt:

      Selbstverständlich sind sowohl im Tanzkurs als auch Im Yoga nur frustrierte Frauen. Männer gehen höchstens dahin, weil man vielleicht eine frustrierte einfacher rumkriegt. Es sind ausnahmslos alles Lügner von den Männern, die andere Gründe nennen.

      • Thomas sagt:

        @Ulindo – Hammer :)
        Ich frage mich dann wo alle frustrierten Männer sind und wann da die Frauen auftreten :) ).

        Du hast Recht, frustrierte Frauen gibt es viele, mehr als man(n) denkt und ja, man kriegt sie einfacher rum.

      • Yogalehrer sagt:

        Kann sein das man frustrierte Frauen schneller rum kriegt. Aber wird man sie den auch wieder los? Und was das Rumkriegen angeht… ist das nicht sowas wie Anlügen und Vormachen?

    • Tom sagt:

      Dann geh mal auf Salsaschiff in Zürich, Junge Süsländerinnen und überstyltes Mittelalter, was auf Tempramentvoll macht. So stelle ich mir Tango auch vor.

    • Rosemarie sagt:

      @ KATHARINA,
      nein, nein, Katharina, war auch nich bös gemeint …..bin ja selber eine halbe Amerikanerin väterlicherseits, quasi ein Überbleibsel der Besatzungsmacht Usa..noch dazu mit brauner Haut.. Gelebt habe ich 8 Jahre in den Staaten, D.C. and of course Nyc.
      solltest Du Lust und Laune haben, würd ich mich über eine Email von Dir freuen.
      Servus und liebe Grüsse nach Californien

      • Katharina sagt:

        @Rosemarie:
        Thank you for your invitation. I tried through Myspace but your profile settings made a problem. I submitted a message through the gallery saachi instead and hope it reaches you.

  3. Anna sagt:

    Ich habe jahrelang Yoga-Asanas (Yoga-Stellungen) und Pranaiama (Atem-Übungen) praktiziert. Dann habe ich für lange Zeit damit aufgehört, und zwar, weil es mit einer Ideologie verhaftet ist. Und ich habe verschiedene andere Sportarten praktiziert. Doch keine einzige hat mir in so kurzer Zeit eine so gerade Haltung und schöne Figur gegeben. Der Grund dafür ist, dass man im Yoga die Tiefenmuskulatur trainiert. Deshalb werde ich wieder mit Yoga-Gymnastik anfangen.

    Doch für Entspannung und Ausgeglichenheit setze ich Yoga nicht mehr explizit ein. Da kann man auch etwas Feines kochen, einen guten Tropfen Wein trinken, sich etwas Schönes kaufen, einen Spaziergang machen, mit einem lieben Menschen reden, ein Bad nehmen, eben Dinge tun, die man wirklich gerne tut. Und das Leben und sich selbst so nehmen, wie sie sind, hilft auch sehr.

    Dennoch kann ich Menschen gut verstehen, die etwas Energetisches oder Therapeutisches tun wollen resp. müssen, um sich zu entspannen und um sich ausgeglichener zu fühlen.

    • Yogalehrer sagt:

      Anna…. weisst du warum Yoga von vielen falsch verstanden wird? Weil es Leute wie du gibt, die Yoga falsch betreiben! Ohne Meditation, kein Yoga, falsche Übung, kein Energiefluss. Geh doch bitte ins Frauenturnen oder ins Pilates. Dort kannst du deine subkutane- und Skelet- Muskeln ohne Medi trainieren und kannst sogar aus dem Fenster sehen oder MTV schauen.

      • Jürg. sagt:

        Anna darf doch Yoga betreiben wie sie will, mit oder ohnde Medi. Dass ein Yogalehrer gleich so persönlich wird, spricht nicht wirklich für Yoga.

    • Anna sagt:

      An Jürg: Vielen Dank. :-)

      Ich finde auch, dass ich Yoga so betreiben kann, wie ich will.

      An Yogalehrer: Ich finde die Art, wie Du mir geantwortet hast, ziemlich aggressiv. Vielleicht habe ich Dich an einem wunden Punkt getroffen und etwas in Dir ausgelöst. Wie kannst Du überhaupt beurteilen, ob ich in meiner Vergangenheit Yoga richtig oder falsch betrieben habe… Anhand meines obigen Textes?

      • Yogalehrer sagt:

        Bleib doch einfach Zuhause und mach Platz für diejenigen, die Yoga wirklich erlernen wollen! Leute die sich mit Yoga brüsten oder was gerade In ist, gibt es wie Sand am Meer.

      • Harvey sagt:

        Das ist ja eine ganz tolle meditative Antwort. Offenbar sind die Yogakurse so überfüllt, dass durch Annas Wegbleiben endlich eine arme Hausfrau in die Tiefen des Yogas eingeführt und damit erlöst werden könnte. Yogalehrer, das ist ziemlich freakig

  4. Granhermano sagt:

    Wahrscheinlich handelt es sich um einen frustrierten Yogalehrer :) … Ich denke es ist egal was man macht es muss einem gut tun. Wenn ich Vollkornbrot nicht vertrage ist es auch nicht gut für mich. Man muss sich doch nicht quälen wenn man vom Erfolg nicht überzeugt ist. Das ist der vollkommen falsche Ansatz. Jeder Mensch ist anders. Jede Therapieform hat seine Klientel.

    • Biene sagt:

      ;-) das denke ich auch, wenn ich die Kommentare des Yogalehrers lese.
      Ich persönlich finde Yoga super, kann aber mit dem ganzen esoterischen drumrum auch nix anfangen. Und wie ander schon erwähnt haben :”jeden Tierchen sein Pläsierchen!” Nur schon der Genake daran, dass alle Menschen am selben Spass hätten wäre schrecklich!

      • Bidu sagt:

        Mit welchen Problemchen sich die meisten Leute hier auseinander setzen ist eigentlich Traurig ! Schaut Euch einmal auf unserem Erdball um und beschäftigt Euch mit wirklichen Probleme! Das ist wahre Grösse!

  5. Biene sagt:

    http://stralayoga.com/
    für alle NewYorker und reisebegeisteren Yogis! Yoga ohne esoterischen schnick schnack und mit Musik! Ich hatte auf jedenfall Spass dort!
    unterschiedliche levels, drop in class für 10$!!! günstiger gehts gar nicht! Die Klasse findet auch statt wenn man alleine dort ist, sozusagen eine Privatlektion für 10$!

  6. Ulindo Bubikoner sagt:

    Yogalehrer müssen halt viel mit frustrierten Frauen arbeiten. Das frustriert zwangsläufig. Andererseits kriegen sie auch am meisten von denen rum, müsste eigentlich als Ausgleich reichen. Diese Exemplar scheint etwas falsch zu machen.

    • Yogalehrer sagt:

      Hast du gestern nicht gekonnt oder musstest du?

      • Luana sagt:

        Ich glaube, der musste. ;-)

      • Armando sagt:

        Arroganz war noch nie eine Tugend, Dummheit noch weniger.

      • Ulindo Bubikoner sagt:

        Ich konnte nicht. Untedessen hat sich das mehr als verbessert. Bin aber immer noch der selben Meinung. Und nach solch einer differenzierten Antwort vom Yogalehrer noch zusätzlich der Ansicht, dass solche Menschen verboten werden sollte, mit Menschen zu arbeiten.

  7. E. Menning sagt:

    Sehr geehrte Frau Binswanger

    Sie schreiben in Ihrem Artikel von “Goof”. Was ist denn eigentlich Goof? Als Kind habe ich Mickeys Lustige Taschenbücher gelesen. Darin kam neben Goofy manchmal sein Verwandter Indiana-Goof vor, der wegen des langweiligen Essens auswanderte und Lakritze über alles liebte. Hat Goof etwas mit Goofy oder seiner Familie zu tun?

    Besten Dank für Ihre Antwort.

    • Dänu sagt:

      Goof ist ein schweizerdeutsches Wort für Kind.. :)

    • Franzl Lang sagt:

      Goof ist Kind, weiss man doch, Sie Deutscher!!! :)

      • Anna sagt:

        Die Frage ist berechtigt, weil nämlich «Goof» ein sehr abschätziges Wort für ein Kind ist.

      • Hotel Papa sagt:

        @Anna: Nicht überall. Je nach Dialekt ist der Ausdruck neutral. Es gibt sogar das Göfli, das dann definitiv nicht mehr abschätzig gemeint ist.

    • Anna sagt:

      An Herrn Menning:

      Es spricht nur für Sie, wenn Sie vorher nicht wussten, was ein «Goof» ist. Ich finde es schön, dass es noch Menschen gibt, die solche hässlichen Wörter nicht kennen.

      Mit besten Grüssen

      • neenah sagt:

        je nach dialekt ist “goof” nicht mal abschätzig, das wären dann “d’ gosche”

  8. hugo sagt:

    mache selbst kein yoga, bin ein mann :-) ) . gehe aber mit meinem arbeitskollegen ins sanfte rückentraining an der uni, wir sind nicht viele von unserer sorte – sei’s nun vom alter oder geschlecht, denn das ganze spricht wohl ebenfalls mehr studentinnen als studenten an. mir gefällt der artikel von binswanger sehr, spricht er doch “über die Begrenzungen des Selbst hinauszuwachsen” und die steifen gelenke an. und vergessen wir nicht die herausforderung an die koordination. also, mein kollege und ich, wir sind uns unserer begrenzheit sehr bewusst, da die bei solchen übungen doch relativ schnell kommt (so im vergleich zu den mädels). wir wachsen somit auch regelmässig über uns hinaus, ein enormes entwicklungspotential tut sich da auf und das ganze macht sogar spass, für alle teilnehmenden.

  9. Julia sagt:

    @ Franz Lang:
    Muss denn immer gleich gegen die Deutschen gehetzt werden? Auch der Smiley macht die Aussage nicht netter…
    Man lernt mit der Zeit und E.Menning ist anscheindend daran interessiert sich anzupassen…
    “wer nicht fragt bleibt dumm” – also nächstes Mal doch einfach netter oder gar nicht antworten.

  10. Ingrid sagt:

    liebe Alle

    ich bin entsetzt ob so viel Gehässigkeit über ein Thema, das für den, der es wählt einfach nur gesund ist. Es geht hier um Pausen – Pausen vom schnellen Leben. Es kommt mir vor wie im Winter an der Bushaltestelle, wenn es mal geschneit hat. Alle nerven sich darüber, dass sie mit Lederschuhen im Schnee auf die Schnauze gefallen sind und der Bus “verdammt nochmal” schon wieder zu spät kommt. Alle die, die nicht runter kommen können sollten gefälligts auch keine Kommentare dazu geben. Ich empfinde solche Menschen als Leidenschaftslose Menschen. Wirklich traurig, was zur Zeit überall abgeht. Und hier an alle Nörgler folgendes – wacht auf – das Leben geht zu Ende. Manchmal unverhofft schnell und es lohnt sich definitiv nicht so über Alles und Jeden her zu ziehen. Schade. Und viel Glück bei euren Ruhephasen.

  11. fell sagt:

    Lustiger Text, aber ob Männer nicht auch jung bleiben wollen? –

    “… eines Gleichgewichts im Bewusstsein, wenn das Verlangen nach allen Dingen, die man sieht oder von denen man gehört hat, erloschen ist.”

    Das erinnert mich ans Altwerden, da sollte man ja auch im Gleichgewicht bleiben und jegliches Verlangen nach unerreichbaren Dingen löschen.

    Also löschen wir. Aber das habe ich ja schon vor zehn Jahren “ganzoni” getan. Also was nun?

  12. kikidee sagt:

    An allen: danke, danke für die herrlichen Kommentare, selten so gut gelachen. Fantastisch!

  13. nocomment sagt:

    danke auch, ihr seit ja so lustig.
    mit yoga hat diese diskussion rein gar nix zu tun.
    aber super lustig….hi hi
    man sollte dazu ja eigentlich nichts schreiben aber anscheinend macht man das so , einfach mal so tippen und tippen…macht spass…

    p.s. verstehe aber durchaus die frustration des lehrers über andere pseudo trend yoga leute,
    aber he…ist doch lustig…
    und der satz “kann mit dem esoterisch drumherum nix anfangen” goldig, genial
    danke
    satnam

  14. casper sagt:

    wer nicht dran glaubt dem hilfts auch nicht denn die psyche ist die beste arznei!

    wer meditiert oder allenfalls auch yoga betreibt ist in meinen augen weniger krank, relaxter und lebt vielleicht sogar auch länger
    wenn es jemand nur praktiziert um sich körperlich fitter zu fühlen oder sogar um frauen aufzugabeln der ist einfach nur arm! nicht materiel gemaint ;)

  15. kurt sagt:

    Schaut Euch doch heute um 23.15h auf SF1 die Sendung YOGA von NZZ Format an. Da gibt es glaube ich einige Antworten und Gedankenanstösse von einigen Grossen aus der Yoga-Szene.
    (Gebe zu, es ist etwas Eigenwerbung, da ich den Film gemacht habe, was aber auch bedeutet, dass ich mich mit dem Thema intensiv befasst habe.)

    • Michèle Binswanger sagt:

      Oha! Das werde ich mir aber sicher gerne anschauen. Gehen sie auf eine bestimmte Schule ein?

      • kurt sagt:

        Hallo Frau Binswanger

        Schön, dass Sie sich vornehmen, die Sendung so spät noch anzuschauen.

        Es geht hauptsächlich um den Hatha Yoga, seine Geschichte und seine Entwicklung bis hin zu den heutigen, beinahe unzähligen Arten und Formen des Praktizierens.
        Zu Wort kommen die Yogalehrer Doug Keller, Reinhard Gammenthaler, Peter Oswald, die Yogalehrerin Anna Trökes, der “Erfinder” des Power Yoga, Bryan Kest, der Gründer des Laughter Yoga International, Madan Kataria, und eine Vertreterin des Prana Flow, Twee Merrigan.

    • Widerspenstige sagt:

      Lieber Kurt

      Ich habe mir Ihren Film YOGA mit grossem Interesse angesehen und war beeindruckt von der differenzierten und informativen Darstellungsweise der verschiedenartigen YogalehrerInnen. Speziell gefallen in ihrer charismatischen Ruhe verströmenden Art hat mir persönlich Anna Trökes. Ganz anders der absolute Yogiguru aus Bern mit Totaltätowierung seines Schlangenkörpers, verinnerlichtem Blick und unglaublichem Können z.B. seine ‘Darmspühlung’ mittels speziell weichem x-Meterlangen weissen Tüchleins durch den Mund meditativ schluckend, dieses mit kreisenden Bewegungen nur der Darmmuskeln befördernd um es langsam wieder zurück in das goldene Auffanggefäss via Mund zu ziehen – ohne Essensreste oder Schmutzreste daran! Das war Yoga in seiner reinsten Form und sehr gut recherchiert und Zuschauer gerecht verfilmt. Chapeau dem Regisseur und dem ganzen Team rundherum! Herzlichen Dank für diese Delikatesse des Yoga!

      • kurt sagt:

        Liebe Widerspenstige

        Danke für Ihre Rezension, die mich sehr gefreut hat! Ich werde Ihr Lob gerne an mein Team weiterleiten.

  16. Harold sagt:

    @ alle:
    Ich denke, der yogalehrer sieht einfach hässlich aus und hat deshalb keine Chancen bei den frustrierten Frauen. Das ist Pech, können wir aber nun auch nicht ändern… Gut dass ich so attraktiv bin :-)

  17. Markus sagt:

    Was Yoga für Frauen ist Qi Gong für Männer

    Natürlich gilt auch der Umkehrschluss – jede Absolution ist Blödsinn! Aber nach über 10 Jahren Qi Gong unterrichten am ASVZ muss ich schon sagen, dass es stimmt. Ich hatte meist mehr Männer. Der Grund ist einfach. Qi Gong ist kühler, rationaler eher Zen-mässig und erinnert an Kampfkunst. Qi Gong ist äusserst effizient und man braucht keine peinlichen Leggins zu tragen… los Männer, tut mal was für euren Geist….;-) http://www.yangsheng.ch

  18. Nacktmull sagt:

    Hmmm, wenn Du “zen-mäsig” als Synonym für “gelassener” ansiehst unterstreiche ich in diese Aussage dünn. Ansonsten wäre das, als würde ich Meditationstechniken Shamatha (=Ruhe, Sammlung) mit beispielsweise Vipassana (Achtsamkeit) vergleichen, was im Grunde genaugenomen nicht vergleichbar ist. Vieles was heute lässig daherkommen will nennt sich zen…
    deswegen finde ich gut beides zu praktizieren, Vipassa / Zen, Yoga / Qi-Gong. Zu den lächerlichen Legings sehe ich es zen: Keine Wertung, lächerlich oder nicht. Es ist nur das als was wir es sehen.

  19. Axel sagt:

    Danke für den erfrischenden Artikel!! !
    Bin weder eine Frau, noch ein schmachtender Mann bin, der sich erhofft im Yoga-Kurs frustierte Frauen rumzukriegen (so ein Blödsinn !!) und betreibe dennoch seit über 10 Jahren Yoga sooft die Zeit es erlaubt, vorwiegend zu Hause und das auch noch aus Überzeugung.

    Was stimmt mit mir nicht?

    Habe ich mir natürlich sofort die Fotos angeschaut und ….bin bei Foto Nr. 8 in ein brüllendes Gelächter ausgebrochen: Bedauernswert, aber dennoch urkomisches Zeugnis männlicher Ohnmacht.
    Natürlich hat mich schon der Titel des Artikels elektrisiert. Foto Nr. 3 ist auch herzig. Ich selbt finde Iyengar etwas zu martialisch.
    Viele Grüße aus Fußball-Bala-Bala-Land

  20. Sandra sagt:

    mal ganz ehrlich, i finde es immer wieder lustig wie sich die leute hier drin piesaken wegen eines textes. ich lache jedes mal. ich sage immer jedem dass seine und die meisten die sich hier so angegriffen fühlen weil eine es praktizieren wie es für sie stimmt… und sich darüber auch noch soo azfregen können, die sind für mich am frustriertesten. aber macht weiter so, dann habe ich jeden tag was neues zum lachen…

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