Immer auf der Suche nach Themen, sprach ich jüngst mit einem Freund, der mit folgendem Vorschlag ankam: «Es scheint», sagte er, «unter Frauen so eine Art Yoga-Wahn zu geben. Ich frage mich, ob da so ein kollektives weibliches Un(ter)bewusstsein am Werk ist. Und ich frage mich, ob man nicht mal den ultimativen Anti-Yoga-Text schreiben müsste – das wär’ ein Aufreger.»
Und er hatte recht – es machen viele Frauen Yoga und es ist tatsächlich leicht, Aufsehen zu erregen, indem man ausspricht, was viele denken, aber nicht sagen. Zum Beispiel, dass Mütter arrogant sind. Oder dass Yoga eine organisierte Idiotie für verunsicherte Frauen ist. Man könnte sich darüber lustig machen, dass diese Frauen sich auf dem Wege der Mutterschaft irgendwie selbst abhanden gekommen sein müssen, weshalb sie sich nun im Selbstbedienungsladen dubioser östlicher Philosophien tummeln, in der Hoffnung, sich wieder zu finden, so wie wenn der Goof im Supermarkt verloren geht und dann irgend eine nette Dame über die Lautsprecher verkündet: Die Lara hat ihr Mami verloren, sie kann beim Kundenschalter abgeholt werden. Und dass es wirklich schade ist, dass Gott oder Freud oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass Menschsein so kompliziert ist und nicht daran gedacht hat, einen Kundenschalter einzurichten, wo man sich in einem solchen Falle selber wiederfinden kann. Aber verständlich auch, hatte wahrscheinlich einfach keinen Bock, dauernd Überstunden zu machen. Prosaischer könnte man auch argwöhnen, dass es den Yogamuttis eh nur darum geht, ihren Prä-Baby-Body mithilfe der 84 klassischen Stellungen zurückzugewinnen, was zwar einfacher ist, als ein ganzes ausgewachsenes Selbst zu finden, aber trotzdem ziemlich blöde, weil es dazu doch viel effektivere Gymnastikmethoden gäbe.
Aber ich schreibe den Text nicht, weil ich es dumm finde, irgendwas zu behaupten, nur um damit aufzufallen. Zum einen, weil ich seit Jahren Yoga praktiziere, zum andern, weil die oben skizzierten Gedanken von falschen Annahmen ausgehen. Typischerweise äussern sie jene, die keine Ahnung haben und sich auch nie die Mühe machen würden, sich auf die Sache einzulassen, was typischerweise Männer sind. Sie denken, Frauen hielten ihre Yogamatten für ein Accessoire und Yoga für eine moderne Form der Gymnastik. Und sie machen sich darüber lustig, weil sie es nicht verstehen und es vielleicht sogar selber ausprobieren würden, wären sie nicht so feige. Denn warum machen eigentlich nicht mehr Männer Yoga? Zumal es in den entsprechenden Kursen gemeinhin von schönen Frauen nur so wimmelt. Genau das dürfte aber auch der Grund für die männliche Zurückhaltung sein – wer möchte sich mit seinen steifen Gelenken vor den schönsten Exemplaren des anderen Geschlechts schon zum Narren machen?
Ich möchte ihnen jetzt gerne sagen, warum Yoga so toll ist und warum so viele Frauen es mit solcher Begeisterung praktizieren, aber das geht nicht. Denn es ist ähnlich wie bei der Elternschaft: Man muss es erfahren, um es zu begreifen. Aber ich kann sagen, warum die obigen Annahmen falsch sind. Erstens ist Yoga weder eine östliche Philosophie noch geht es primär um die 84 Stellungen, sondern eine Methode, die zwar aus Indien kommt und in weltanschauliche und philosophische Konzepte eingebettet, aber universell anwendbar ist. Man kann es als Gymnastik betreiben, erfolgreich ist Yoga aber wohl genau deshalb, weil es mehr ist als blosse Leibesertüchtigung. Zweitens geht es im Yoga nicht um Selbstfindung, sondern darum, über die Begrenzungen des Selbst hinauszuwachsen. Weil man als Mutter sowieso ab und an an seine Grenzen kommt, liegt es nahe, das mittels Yoga zu trainieren.
Und nicht zuletzt findet man, wenn man sich mit den Hintergründen von Yoga beschäftigt, Sätze wie diesen: «Gelassenheit ist das Resultat eines Gleichgewichts im Bewusstsein, wenn das Verlangen nach allen Dingen, die man sieht oder von denen man gehört hat, erloschen ist.»
«Da kann man aber», konterte mein Freund nachdem ich ihm das alles umrissen hatte, «auch gleich ins Bett gehen.» Auch wieder wahr.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Echt witziger Artikel, Frau Binswanger – und bedenkenswert.
Hab als junge Frau um 1975 ein paar Jahre täglich Hatha-Yoga praktiziert. Als junge Mutter fehlte mir dann die Zeit. Als die Kinder ausgeflogen waren, begann ich mit Triathlon.
Was mich an den Yoga-Praktikantinnen oft so nervt ist diese so genannte Gelassenheit und dieser missionarische Eifer. Frau praktiziert mit Hingabe Yoga ist andererseits aber im Dauerstress. Und mit dem Yoga wird das Selbstwertgefühl offenbar auch nicht stärker. Manchmal kommt mir vor als ob die Yoga-Frauen einfach nur zu faul wären, um richtig Sport zu treiben.
Darum sehe ich Yoga als Lifestyle Sportart an.
Aber von Yoga zu Triathlon nach dem die Kinder ausgeflogen sind ist heftig, Respekt! Habe selber schon mühe beim zusehen eines Triathlons
Zugegeben, ein witziger Artikel.
Wobei, ob “Yoga-Frauen einfach nur zu faul wären, um richtig Sport zu treiben” weis ich nicht. Es gibt bzw. gab Frauen die machten Aerobic oder besuchten LadyGym. Ansonsten, wenn es darum ginge das “Aura in den Zenit” zu bringen, warum macht dann hier niemand http://de.wikipedia.org/wiki/Taijiquan ?
Sehr schön ausgedrückt von Dir Eremit: die ‘Aura in den Zenit’ bringen oder auch bekannter ‘das Chi zum Fliessen bringen’ oder ‘die innere Balance wieder finden’. Ich übe mich in Tai Chi regelmässig nach dem Aufstehen und es hilft mir, die nötige Konzentration zu finden (mehr oder weniger…) und mich auf den Tag vorzubereiten. Während den Kursen in der kleinen Gruppe gingen wir an lauen Sommerabenden regelmässig in den nahen Naturpark. Diese Verbindung, barfuss im Rasen diese meditativen langsamen Bewegungen unter freiem Himmel, begleitet von nichts als dem abendlichen Vogelgesang im Ohr, ist mir als ganz besondere Momente in Erinnerung geblieben. Immerhin dauerte es ca. 4 Jahre regelmässigen Übens, bis wir in der Gruppe die Kurzform einigermassen beherrschten. Da ich Linkshänderin bin, hatte ich grosse Mühe, nicht ständig die Positionen zu verwechseln und es war deshalb eine besondere Herausforderung für mich. Ich kann Tai Chi wirklich nur empfehlen, denn es lehrt auch die richtige Bauchatmung (was ich leider immer noch nicht so gut beherrsche), aktiviert den Stoffwechsel und es werden alle Muskeln sanft aber regelmässig benützt. Aber Du als Eremit solltest eigentlich ein Profi im Meditieren sein und ich habe gerade vor ein paar Tagen eine bemerkenswerten Doku aus einem Kloster in Russland im 3sat gesehen ‘Walaam’ mit ‘Vater Waasilij’ dem Eremit…
Nur Frauen machen das??? Männer übertreiben dafür gerne
http://www.youtube.com/watch?v=_wEIsbdIYmI&feature=related
Ich praktiziere auch immer wieder Yoga. Dafür gehe ich aber nicht (mehr) in eine Stunde, sonder ich mache es zu Hause, zB vor dem Schlafengehen. Mir reichen auch so ca. 10 Übungen. Manchmal mache ich auch zb nur den Kopfstand, mehr nicht. Für mich ist Yoga kein Sport, sondern Entspannung vom Tag. Je nach dem, wie ich mich fühle, variiere ich die Asanas. Auch gegen kleine Unpässlichkeiten (Verstopfung, Kopfweh, Mensbeschwerden, etc) helfen bei mir gewisse Stellungen super.
Beim Yoga kann ich meine Muskeln und den Kopf entspannen. Anschliessend fühle ich mich wieder frisch, mein Körper ist wieder “im Lot”.
Um Yoga aber gewinnbringend im Leben einsetzen zu können, braucht man schon etwas Körperbewusstsein und Erfahrung, welche man durch Ausdauer-Sportarten nicht bekommen. Ist halt Übung, so wie alles.
@ Mira: Wenn du sagst, dass man durch Ausdauersport kein Körperbewusstsein bekommt, betreibst du wohl keinen Ausdauersport
Ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Sicherlich kriegt man durch Ausdauersport auch eine Art Körperbewusstsein! Allerdings nicht die gleiche Art, wie wenn man Yoga macht, dort ist es irgendwie viel ganzheitlicher, feiner. Ich kann leider nicht mit Fachbegriffen um mich werfen, da ich dafür zu wenig “in der Szene” bin.
Ich denke, es kommt wohl bei beiden Sachen drauf an, wie bewusst man sich damit beschäftigst. Bei jahrenlangem leistungsorientiertem Ausdauersport, versucht man ja ständig, heraus zu finden, was genau der Körper jetzt braucht (nicht nur im Training selbst!); da lernt man den Körper sehr genau kennen. Bei 3x po Woche stur auf dem Hometrainer Pfunde abstrampeln wohl weniger. Und wie du sagst, es braucht Erfahrung, die kommt wohl bei Yoga und Ausdauersport erst mit den Jahren.
Ich wundere mich immer wieder über Menschen, die Yoga mit Begeisterung machen. Yoga ist für MitteleuropäerInnen (würde ich unter normalen Umständen nicht so schreiben) völlig ungeeignet. Unser Kulturraum besitzt gar nicht die physiologischen und physischen Voraussetzungen für die dazu notwendigen Techniken. Männer haben da eher ein gesundes Empfinden für, stelle ich immer wieder fest. Darin liegt, meine ich, auch ihre Ablehnung begründet.
Wie kommst Du denn darauf? Indische Körper sind vielleicht tatsächlich anders als europäische, aber warum sollten sie geeigneter sein? Gelenkiger sind sie auf jeden Fall nicht, das weiss ich aus Erfahrung…
Yoga ist z.B. geknüpft an eine bestimmte Atemtechnik, die den Europäern vollkommen fremd ist und die dem Europäer nicht angemessen ist. Eigenartig ist in der heutigen Zeit generell, die Orientierung vieler Europäer an östlicher Kultur, besonders auch an östlichen Religionen. Der östliche Weg ist ein anderer als der westliche. Die Sehnsucht nach Geist aber ist so stark, dass die Wege eben oft auch in Sackgassen enden.
Physische Beweglichkeit oder Gelenkigkeit spielt da eine untergeordnete Rolle.
@Silbermond
Ich kenne viele Inder, aber keine, welche eine besondere Atemtechnik haben. Ich habe (Hatha) Yoga von Indern für Inder erlebt und gesehen, mit was für Schwierigkeiten auch die kämpfen *lach…
Die Suche nach dem Geistlichen ist ein anderes Thema. Nur soviel: es gibt nicht DEN östlichen und DEN westlichen Weg. Das ist mir doch zu einfach… Aber das ist jetzt etwas offtopic.
Klares Denken schärft den Blick!
ich bin eine Sportsbanausin. Vor Jahren ging ich ab und zu mal schwimmen ins Thermalbad mit einer Kollegin, hat echt gut getan.
An die Autorin des Textes….Jemand der so unreif über eine dermassen grosse philosophische Lehre daher schreibt, geht wirklich besser schlafen……
@Reni: Sie scheinen da etwas zu missverstehen. Ich würde nicht wagen, hier über die grosse philosophischen Lehre des Yoga zu schreiben. Hier geht es um die Vorurteile darüber.
Während 25 Jahren Krafttraining (in unterschiedlichen Intensitäten) hatte ich zwischendurch durchaus das Gefühl, ein Bewegungsidiot zu werden – Tennis hat hier ein Gegengewicht geboten.
Nun mache ich Power-Yoga seit etwa 6 Monaten und finde es gut, ich kann an mir selbst auch einen gewissen Gewinn an Beweglichkeit und Körperkontrolle feststellen – allerdings, ohne parallel Tennis dazu wäre es mir zuwenig.
Dass Yoga aber nicht anstreneng wäre, kann ich nicht bestätigen – je nachdem spritzt mir der Schweiss nur so (den Yoga-Frauen aber seltsamerweise nicht …. wie immer halt …). Die Ein- und Auslaufphasen finde ich aber auch gut, sich auf nur sich selbst zu fokussieren gibt ein gutes Gefühl.
Dass es primär ein Frauensport ist, kann ich bestätigen, und zu Beginn, bei Probestunden an unterschiedlichen Orten kam es denn auch zu komplizierten Situationen …
Warum hier teilweise so heftig über “Yoga ja oder nein” diskutiert wird, verstehe ich nicht – soll doch jeder und jede das machen, was am besten gefällt – Hauptsache, es wird getan …
Glaub mir Henri, es gibt auch Yoga-Frauen, denen der Schweiss spritzt – ich gehöre dazu!
Ob Yoga oder nicht, ist mir eigentlich egal. Wenn das jemandem gut tut, soll er oder sie das doch machen. Ich sehe dabei kein Problem.
Was mich aber immer wieder staunen lässt, ist die hier (und nicht nur hier) verbreitete Tendenz, jeden noch so irrelevanten Mist gleich zu einer riesigen Glaubensfrage aufzublähen. Dabei kommen dann Schrulligkeiten wie die von Silbermond raus, wonach Inder anscheinend ganz andere Körper und Psychen haben als Europäer und überhaupt hat jeder und jede die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Wie wärs, wenn man das Gegenüber einfach machen liesse, was dieses mag und sich um seine eigenen Angelegenheiten scherte?
dankeee
Gäähn, Herr HItz. Hier geht es eben nicht um eine Glaubensfrage. Schlafen und träumen Sie also ruhig weiter.
Ja, ja, schon klar…diese Art von Rhetorik, bei der man dem Anderen von oben herab sagt, dass “es eben nicht” dies oder das ist und dabei eigentlich überhaupt nichts aussagt, kenn ich. Find ich allerdings ein wenig langweilig, sorry.
Inder haben ein völlig andere Psyche. Aber das ist eben das gleiche Problem wie bei der wahnswitzigen Genderdiskussion. Alles soll normiert und gleich gemacht werden. Und das nach Normen, die einem sich die Fussnägel aufkrempeln lassen.
Eine völlig andere Psyche…ganz klar. Das kommt daher, dass sie so eine braune Haut haben und oftmals Schnäuze im Gesicht rumtragen. Und Gender ist natürlich wahnwitzig, wobei es überhaupt keinen Einfluss hat, wie man die Genderdiskussion betreibt oder welche Zielsetzung dahinter steht. Sie ist einfach per se total wahnwitzig.
Entschuldigung, Silbermond, aber es fällt mir doch eher schwer, ein Gespräch auf der Grundlage solcher Äusserungen zu führen. Sie dürfen in Ihrer Welt leben von mir aus, ich lebe aber in einer Anderen.
gerne würde ich mehr darüber erfahren über “Inder haben ein völlig andere Psyche”. Wie genau sehe sie die Unterschiede zu wem? Besten Dank für die weiterführenden Informationen.
Gut, dass wir in einem freien Land leben.
Ich jedenfalls würde meine Söhne (aber auch meine Töchter) niemals in die Hände von irgendwelchen “Gender-TouristInnen” geben. Und mir wäre auch wichtig, immer den konkreten Lebensbezug erlebbar zu machen. Und der hat halt auch etwas mit Geografie zu tun. Hier kann man natürlich nur darauf hinweisen.
Nehmen Sie es einfach als Anregeung, mal darüber nachzudenken.
was mir beim lesen von mama blog immer wieder auffällt, ist die tatsache das z.b. silbermond offenbar die allwissende und ultimativ beste ist. was immer für ein thema zur sprache kommt, silbermond weiss, kann und tut alles immer besser als jede(r) andere!
gut das es doch so unübertrefflich gescheite frauen gibt die uns sagen können wo’s lang geht und was sache ist.
toll silbermond, dass du uns alle an deiner weisheit teilhaben lässt und uns immer wieder erleuchten kannst. – danke
Seit ca. 2,5 Jahren mache ich nun regelmässig Yoga war am Anfang erst etwas reserviert und habe mir unterschiedliche Yoga Stile angesehen und auch praktiziert und bin als Mann beim Cundalini Yoga gelandet. Habe das Yoga als Ausgleich für Krafttrainig und Ausdauertrainig gesucht und kann nach 2,5 Jahren sagen. Liebe Männer das Yoga ist eine sehr gute Sache oft bin ich im Yoga in einer Gruppe wo wir nur 2 bis 3 Männer unter 10-15 Männer sind und noch was auf das liebes Leben hat Yoga sich keine nachteilige Wirkung.
PS zu meinem Kommentar von 12:26 wir 2-3 Männer sind natürlich in der Gruppe unter 10-15 Frauen
Ein guter Artikel! Meine Schwester praktiziert seit vielen Jahren Yoga. Ich konnte beobachten, dass sie durch die regelmässige Praxis ihr emotionales Temperament konstruktiver ins Leben integrieren kann und eine stolze, starke Frau geworden ist. Leute wie Elisabeth Haich, welche Yoga in den Westen gebracht haben, offerieren auch interessante Anschauungen, wie das Leben auch funktionieren könnte.
Ja, ja, Frauen und Joga. Wieder eine Modeerscheinung mehr! Dabei ist es sehr gefährlich, wenn man die Yogaübungen falsch macht. Und tödlich, wenn man übertreibt! Aber das war ja kaum bis garnicht angesprochen, hauptsache man kann mitreden!
Ja ja genau, es sollen sich schon Leute verletzt haben, die Yoga nur falsch ausgesprochen haben! Da muss man schon aufpassen. Besser nicht ausprobieren, mitreden kann man ja trotzdem.
Rechtschreibung lässt grüssen aber Roland hat recht!
So ist es noch bei vielem, zB Marathonläufer krachen auch immer wieder mal tot zusammen,weil sie übertrieben haben. Und ich wage zu behaupten, dass Yoga eine Beschäftigung mit niedrigster Todesrate ist…
Nun Mira….. weisst du überhaupt um was es bei Yoga geht? Ich wette, dass die meisten der hier angeblichen Yoga-Experten nur die oberflächliche, Standard-Weisheit, die man in billigen Blättern lesen kann, kennen. Dass aber die einzelnen Organe und deren Funktion bis zur Abschaltung (inkl. Herz) angestrebt wird, wissen wohl die wenigstens.
Roland hat eigentlich mit dem Finger auf eine Stelle gezeigt, wo andere nur lästern und somit ihre Inkompetenz demonstrieren.
Der Vorwurf, dass nur faule und untrainierte Yoga praktizieren ist wohl eher durchgebrannte Fantasie. Ich muss aber zugeben, dass sehr viele “inaktive” und etwas faule Yoga betreiben.
Wenn ich aber die 100tausende von Stockenten allwöchentlich sehen, sind wohl 90% von denen derart übergewichtig und lamamässig unterwegs, dass sie auch gleich ohne Stöcke einfach nur Spazieren gehen könnten. Dies, nur so als Vergleich!
Yoga ist glaub ich ein ziemlich breites Feld, etwa so wie Kampfsport von Boxen bis Tai Chi.
Schön wenn es Leuen Spass macht, für mich wäre es ein Graus Knoten in meine Gelenke zu machen, aber ist ja zum Glück nicht obligatorisch. Was bei mir Vorurteile geschürt hat, ist , dass ich fast ausschliesslich Unsportliche kenne, die Yoga propagieren, aber das liegt wohl eher an meinen Bekannten als am Yoga.
Ich liebe Boxen
Dummheit und Einfältigkeit kann eben nicht bestraft werden, sonst würde
der Silbermond nicht so scheinen! Zum Thema Yoga: hier gilt die Umkehrung des Sprichworts zuerst denken dann tun, Yoga muss man nämlich erfahren am eigenen Leib , erst dann kommt man zu einer Erkenntnis!
Es geht nicht darum Ausdauer versus Yoga, nein, beides hat seine Richtigkeit und unterschiedliche Wirkung.
Schon mal was von polysportiv gehört?
Hier sind alle sowieso immer polysportiv.
Den Blog kann man sich auch sparen.
Aber Yoga ist ganz sicher philosophisch ja eigentlich religiös, wenn man es so betreibt, wie es von den “Entwicklern” gedacht ist. Nämlich um alle Konzentration auf eine Punkt zu bekommen, seinen Sinne erlöschen zu lassen und letztendlich auch den Körper zu verlassen… je nach Anschauung dann um sich mit dem Kosmos zu vereinen oder Geistreisen zu machen.
Weil es mir zu mühsam ist hier einfach ein Auszug aus Wikipedia:
“Yoga oder eingedeutscht Joga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und/oder Askese umfasst. Der Begriff Yoga (Sanskrit, m., योग, yoga, von yuga „Joch“, yuj für: „anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren“) kann sowohl „Vereinigung“ oder „Integration“ bedeuten, als auch im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration, bzw. zum Einswerden mit Gott verstanden werden. Da jeder Weg zur Gotteserkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege, die den jeweiligen Veranlagungen der nach Gotteserkenntnis Strebenden angepasst sind.
Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche Übungen, die Asanas oder Yogasanas.
Einige meditative Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere mehr auf körperliche Übungen und Positionen und Atemübungen (Pranayama), einige Richtungen betonen die Askese. Die philosophischen Grundlagen des Yoga wurden vor allem von Patanjali im Yoga-Sutra formuliert, auch die Bhagavad Gita und die Upanishaden informieren über Yoga.
Man kann Yoga ohne persönliche praktische Erfahrung nicht diskutieren. Wer es dennoch tut, hat entweder noch nie Yoga gemacht oder die Essenz des Yoga (noch) nicht verstanden.
Aber das ist doch praktisch bei allem so, es gibt doch den Spruch, wer jemanden beurteilen möchte, soll zuerst drei Kilometer in seinen Schuhen gehen (einfach viel poetischer)
Wenn wir nur über sachen diskutieren würden, die wir kennen wärs hier öde. Hier wird die ganze Zeit über Homosexualität, Patchworkfamilie, erster Freund und was weiss ich gestritten, da werden wir doch wohl Yoga nicht auslassen müssen, oder?
“«Da kann man aber», konterte mein Freund nachdem ich ihm das alles umrissen hatte, «auch gleich ins Bett gehen.» Auch wieder wahr.”
=>> Ich möchte diesbezüglich nur Mario Barth zitieren der diese Art von Aussage sehr gut beschreibt:
“Männer sind primitiv, aber glücklich”…
Wir Frauen machen sowohl die Männer wie unsere Umwelt einfach kompliziert weil uns machmal vieleicht die Einfachkeit zu einfach und wer weis das schon, zu langweilig vorkommt?
Zumindest sehe ich das unterdessen so.
Habe ich doch so ein Exemplar zuhause, das mich stutzig macht wenn er nach einem Streit oder minimum heftigen Diskussion, welche für mich noch nicht fertig ist, ich diese jedoch auf den nächsten Tag weiterführen will, er sich hinlegt, einschläft…
Und dann geschiet etwas unglaubliches worauf ich – gebe es ja schon zu (!) – sehr neidisch bin:
der PC (Sprich Kopf) Startet runter, durchführt ein Reboot und dann paff.
oh Wunder, am morgen ist der neu gestartet, neu programmiert, überflüssige (d.H. fast alle) Infos gelöscht und hop stürtzt sich happy in den Tag, ohne schlechtes gewissen und fragt einem frisch und munter warum Frau denn so müde, zerknirscht und etwas gereizt ist….
ein Klichee? Bis zu meinem jetztigem Freund dachte ich mir das, ja.
aber jetzt bin ich mir da gar nicht mehr so sicher…
erstaunlich nur wie sehr es mich selbst verwirrt was ich dabei über mich selbst als Frau erfahre und herausfinde.
Zurück zum Joga, nein danke…
Da wende ich lieber die Männer taktik an… Schlafen oder in einen Boxsack hauen, das beruhigt auch.
Nee… Scherz… oder doch nicht?
Danke für die netten Blog Einträge!
Schön, wenn man Probleme so schnell lowerden kann, bei mir heisst es jeweils, eine Nacht nicht schlafen, eher mühsam.
Ich bin häufig primitiv und häufig glücklich.
Boxen ist maximal die drittbeste Methode zur Beruhigung
@nadja
Ich fürchte, du überschätzt uns Männer, bei mir bedeutet schon was kleineres ne schlaflose Nacht, da hilft Boxen nicht, aber wohl Yoga auch nicht.
Nur weil wir nicht mehr rum diskutieren wollen, heisst es noch lange nicht, dass es vergessen ist, aber zwei Meinungen bleiben halt meist zwei Meinungen, da ändert diskutieren nichts dran.
Habe schon viel Yoga gemacht und es hat mir immer gutgetan.
Was für eine schöne Antithese zu unserer Leistungsgesellschaft… Leistung gibt es beim Yoga nämlich schlicht nicht.
Hat es deshalb mehr Frauen als Männer im Yoga?
Interessant ist dass die ganze riesige Sportwissenschaft keine auch nur annähernd so gute Übungen hervorgebracht hat wie Yoga.
Auch dass es im Yoga Stellungen gibt die die Ärzte staunen lassen wie der Schulterstand. Das tut gut???
Ja das tut gut.
Und die indischen Yogis haben bei ihren Forschungen als sie die Übungen entwickelt haben etwas kapiert: Die Gesundheit des Körpers beginnt bei der Atmung und dem Bewusstsein – und das Zentrum vom Skelett her gesehen ist die Wirbelsäule und deren Beweglichkeit.