
Pink Brain, blue Brain – sollen Buben dazu angehalten werden, mit Puppen zu spielen, auch wenn sie dem nichts abgewinnen können?
Vor einiger Zeit verkündeten wir an dieser Stelle «Die Wahrheit über das männliche Gehirn» – worunter wir die Forschungsergebnisse der Berkeley-Professorin Louann Brizendine zusammenfassten, welche die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der Biologie ihrer Gehirne ortet. Doch ist Biologie wirklich das Königsmodell, um die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erklären?
Nein, behauptet die Neurobiologin Lise Eliot in ihrem neuen Buch «Pink Brain – Blue Brain» und grenzt sich damit insbesondere gegen Forscherinnen wie Brizendine und ihre Kolleginnen ab. Denn wohl gebe es angeborene Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen, sagte Eliot, doch viele populärwissenschaftlichen Bücher würden diese krass überinterpretieren. Ausserdem griffen alle immer wieder auf dieselbe Studie von Simon Baron Cohen (ja, das ist der Bruder von Borat) zurück, deren Ergebnisse zweifelhaft und auch nicht wiederholt worden seien.
Die unterschiedliche «Natur» der Geschlechter werde vor allem vom soziokulturellen Umfeld geprägt, so Eliots These aus unseren Annahmen und Vorstellungen über die unterschiedlichen Rollen von Mann und Frau. Schliesslich reagieren wir vom ersten Atemzug an auf das Geschlecht unserer Kinder und drängen sie, mit Schützenhilfe der Medien und der Werbung, unbewusst in die Rollenklischees, so Eliot. Der Untertitel ihres Buches lautet denn auch: «Wie kleine Unterschiede sich zu beunruhigenden Gräben auswachsen, und was wir dagegen tun können.»
Früher hätte mich das überzeugt. Aber seit ich selber zwei Kinder unterschiedlichen Geschlechts grossziehe, zweifle ich daran, ob wirklich die Gesellschaft dafür verantwortlich ist, dass Frauen schlecht parkieren und Männer immer nur das Eine wollen. Ich würde den Verdacht, meine Tochter unbewusst in weibliche Rollenklischees zu drängen, weit von mir weisen – zumal ich als Kind selber immer ein Junge sein wollte und mich im weiblichen Geschlechterstereotyp nie besonders heimisch fühlte. Ähnlich liegt der Fall beim Sohn, obschon die Gefahr, Geschlechterstereotypen zu vermitteln, beim andern Geschlecht, das man nicht so gut kennt, vielleicht grösser ist.
Trotzdem verhielten sich meine Kinder, teilweise zu meinem Schrecken, von Anfang an ganz «typisch» – und das, obschon sie in den ersten Jahren weder Medien noch Werbung konsumierten. Die Tochter interessierte sich zu Beginn vor allem für Puppen und rosa Kleider. Der Sohn hingegen stöberte, sobald er kriechen konnte, inmitten all dieser Puppen, Wiegen und Stofftiere zielsicher das einzige Spielzeugauto im Kinderzimmer auf, um es mit leidenschaftlichem Ernst und Brummbrumm über den Boden zu schieben. Oder dann gab es da den Besuch bei meiner Schwester, um ihr neugeborenes Baby zu bewundern. Die Nichte lag in einer speziellen Wiege, die mit Klammern und Gummizügen am Türrahmen befestigt war. Die damals fünfjährige Tochter und der dreijährige Sohn stellten sich vor die Wiege. Während das Mädchen eingehend das Baby betrachtete, studierte der Sohn die Konstruktion der Wiege.
Persönlich halte ich sowohl den reinen Biologismus, wie auch den Versuch, alles auf das soziokulturelle Umfeld zu schieben, für dumm. Ich gehe mit den meisten einig, dass die Ausprägung der Geschlechter in einem vielfachen Wechselspiel zwischen Veranlagung und Umwelt stattfinden (wofür auch spricht, dass meine Tochter sich inzwischen vehement gegen «Tussis» abgrenzt und lieber Fussball als Popstar spielt). Hier setzt auch Eliot an. Statt die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu betonen, macht sie sich dafür stark, die Gräben mit gezielter Förderung aufzuschütten. Sie ermuntert dazu, mit den Söhnen ganz besonders viel zu reden, die Töchter dagegen zu ein wenig mehr Risikobereitschaft und offener Konkurrenz zu ermuntern.
Das tönt schön und gut – solange es als Empfehlung für die Eltern gedacht ist. Tatsächlich ist es ja für viele Frauen so, dass sie erst mit der Mutterschaft weibliche Rollenklischees zu umarmen beginnen und sicherlich ist es sinnvoll, diese Tendenz zu hinterfragen. Schwierig wird es allerdings in der Schule. Diese steht ja heute ohnehin unter dem Generalverdacht, vor allem «weibliche» Eigenschaften wie Sozialkompetenz und so weiter zu fördern und «männliche» Eigenschaften wegerziehen zu wollen.
Was meinen Sie? Ist komplementäre Gender-Pädagogik sinnvoll und wenn ja, wie müsste diese im Einzelnen aussehen?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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Gender-Pädagogik ist einer der grössten Witze der Menschheitsgeschichte.
Die intellektuel-gemütliche Schulbildung der heutigen Zeit führt uns in eine immer grössere Bildungskatastrophe hinein, die durch die Gender-Vorstellungen leider noch verstärkt wird. Meinen Sohn würde ich den Gender-Vertreterinnen niemals in die Hände geben.
Genderpädagogik ist einer der grössten Witze der Menschheitsgeschichte.
Die Bildungskatastrophe, geschaffen durch das intelektuell-gemütliche Schulsytem der heutigen Zeit, in dem den Heranwachsenden nur “Vorverdautes” vorgesetzt wird, ist durch die Gender-Vorstellungen doch massiv vergrösstert worden.
Ich würde meinen Sohn niemals den Vertreterinnen der Gender-Ansichten im Erziehungs- und Unterrichtswesen überlassen.
The Brain: Pinky, are you pondering what I’m pondering?
Pinky: I think so Brain, but pants with horizontal stripes make me look chubby.
Porzelanproblem.
@Lea. Haben sie schon bemerkt, dass hier in deutsch geschrieben wird.
Sie haben wirklich ein Prozelanproblem. Nicht alle Tassen im Schrank.
Soviel zu ihrem würde gern intellektuellen geschnatter.
Tja, es gibt die mit dem Porzellanproblem ( ja, so schreibt man es richtig
) und dann gibt es die mit dem Rechtschreibproblem
hmm…, meine damen, bitte vertreibt mir den mikkesch nicht. seine deutsch-stilblüten würden mir entsetzlich fehlen.
und seine trollerei gegen mich findest du dann aber cool hae?
aber du, auguste bist ja wohl auch eienr dieser sadisten, die so gerne mit meinem kopf spielen. let’s just fuck her brains up a little more. it is so nice to watch. nicht?
she’s so messed up that the few more fake nicks won’t do much more damage to her.
es wurde doch die genderisierung von farben im artikle erwaehnt.
pink -> pinky
farben -> ahrnehmen -> gehinr -. brain.
pinky and the brain ist ein cartoon von steven spielberg. sehr witzig gemacht.
das zitat ist so lachhaft wie genderisierung von farben. oder frauen haettens nicht so mit bohrmschinen.
dass ich nicht alle tassen im schrank ahbe, bzw einige davon zerbrochen sind, hab ich an anderen orten schon erwaehnt.
fantasie ist kann auc eine maennliche qualitaet sein, kater mikkesch.
Miau!
@ lea
hmm…, solange sich trolle nicht sicher sind, ob sie sich selber mit einem “l” oder zwei “ll” schreiben, handelt es sich wohl eher um einen “sprach-troll” als um einen “anti-lea-troll”. sie müssen sich schon ein bisschen mehr anstrengen, dass ich sie von meiner christmas-card liste streiche.
Mir sind meine Vertipper nicht peinlich, solange ich beim Tagi lesen soviele Fehler finde, darf ich als selten Schreiber wohl auch noch ein paar (oder auch mal viele) machen.
Ich versuche auch bei anderen raus zu finden, was sie geschrieben haben und nicht wie sie es geschrieben haben.
Die dümmsten Kommentare haben meist keine Schreibfehler.
Fragt sich jetzt wer der grössere Troll ist, derjenige der in einem deutschsprachigen Blog englisch schreibt, oder derjenige der sich darüber aufregt?
“Ist Gender-Pädagogik sinnvoll?”
Ist Pädagogik überhaupt sinnvoll? Ohne “gemein” gegen die studierten oder anderweitig gelehrten Pädagogen sein zu wollen – man darf seine Zweifel haben. Selbst unter Facheluten der verschiedenen pädagogischen und psychologischen Zünfte macht sich, nüchtern betrachtet, der Blues breit. Die Pädagogik ist nämlich tief in der Krise. Die Fakten dazu sind: Eine einheitliche und umfassende Lerntheorie gibt es nicht. Was Lernen erfolgreich macht, kann man bestenfalls mit Schlagworten beantworten; die Umsetzung in die Praxis scheitert dann häufig. Pädagogik ist mehr Glaubenssache als bewiesene oder beweisbare Wissenschaft. Selbst die neuesten “Spielzeuge”, wie etwa Neurodidaktik, belegen allenfalls pädagogisches Grundwissen, das schon seit 200 Jahren bekannt ist.
Mit anderen Worten: Wie ein Kind lernt und wie ein Mensch zu dem wird, was er ist, das ist heute grad so schwierig zu beantworten wie ehedem. Und neue pädagogische Ideen machen noch lange keine besseren Menschen, wie die Skandale an der bekannten deutschen Odenwaldschule zeigen.
Wenn Digital Natives auf Gender Pädagogik treffen, sozusagen…
Ich habe vor ca. 30 Jahren in der Schule “lismen” gelernt, darüber bin ich jetzt noch wahnsinnig froh. Welcher Mann träumt nicht heimlich vom stricken?
ich hab vor 30 jahren ‘rechnen’ gelernt in der schule und darüber bin ich jetzt noch wahnsinnig froh – welche frau träumnt nicht heimlich von mathematik? und ich hab drei töchter, die weder an der strasse noch auf jungs mit töffli stehen – darüber bin ich auch wahnsinnig froh. das könnte an der mutter liegen, die ist selber töffli gefahren und der vater nie. kaum fahrrad, weil er auch immer rosa hosen trug und die mutter jeans und lederjacke. extra – weil die gesellschaft hat keinen einfluss, niemals. gendrepädagogik? das kann es nicht sein. schon gar nicht hier in diesem hochmodernen innovativen blog mit den vielen visionärinnen und ihren visionären partnern, oder expartnern. die nur zahlen müssen die armen. wo sie sich doch eigentlich so engagieren wollen zu hause, wenn sie doch nur etwas weniger verdienen würden….. oder aber nach der trennung. und die damen wieder arbeiten müssen, die armen, spätestens nach der trennung. obwohl das im gendreprogramm doch gar nicht vorgesehen ist, ist doch wider der natur! drum sollen die auch weniger verdienen. zum glück gibt es noch ein paar priviligierte, die sich ein einfamilienhaus, ein auto und eine frau zu hause leisten – da ist die welt dann doch noch in ordnung und da wird die gendrepädagogik auch nichts ausrichten. da schau ich lieber – gendreuntypisch? – fussball. zu hause. während mein mann strickt. zu hause. dann sieht uns niemand. bevor mama da war, war mama da – frei nach hans arp. gute nacht.
Ihren strickenden Mann in allen Ehren, aber halten Sie’s wirklich für sinnvoll in der Schule etwas zu lernen, wovon dann nur der allerkleinste Bruchteil davon profitiert? Vom rechnen profitieren Sie nämlich im täglichen Leben, ob Sie das nun wollen oder nicht. Sonst könnten Sie z.B. nicht mal die Fussball Ergebnisse richtig interpretieren. Nähen in der Oberstufe ok, da kann Mann z.B. wenigstens mal selbst seine Jeans kürzen, aber stricken?!
Und dann kommt die Pubertät, und es ist aus-ge-gendert, denn die Mädels versorgen ihre Einräder und stehen, sich neckisch mmit der Hand durch die Haare fahrend, am Strassenrand, und bewundern die gleichaltrigen Jungs, wie die mit ihren Döffli Ponystarts machen…
Interessant dabei ist ja, dass sich anscheinend das Bild der Mädchen in den letzten Jahren gewandelt hat, heute kann ein Mädchen problemlos Fussball spielen, Karate kämpfen, mit kurzen Haaren rumlaufen, sich kleiden wie ein Junge auch Berufe ausüben wie ein Junge. Aber wo sind die Buben? Bäbelen dürfen sie vielleicht im Kinderzimmer hinter verschlossener Tür, aber sicher nicht auf der Strasse, will der junge Mann Ballett Unterricht, wird er von seinem Klassenkameraden angemacht, lange Haare, wenn möglich hübsch geflochten ist ein absolutes no-go, rosa T’shirt kann ja vielleicht noch durchgehen, aber wehe der Bub möchte ein rosa Röckli haben und will er Kindergärtner oder so was werden, dann ist er grad ganz unten durch. Unsere Gesellschaft hat zwar die Vermännlichung der Frauen langsam akzeptiert aber die Verweiblichung der Männer überhaupt nicht.
Laura TI: das müsste jetzt aber noch gendertechnisch korrekt formuliert werden, ich glaube nicht dass so etwas wie Vermännlichung oder Verweiblichung im genderischen Universum existiert, da gibts mit Sicherheit irgendeinen eindruckmachenden Begriff der uns in halber Ehrfurcht erstarren lässt.
Laura, du kommst der Sache langsam näher, jetzt musst du dich nur noch fragen, warum das so ist……
Neulich, als es gebrannt hat, ein hübsches Industrieensemble, ca. 100-jährig, waren lauter Feuerwehrfrauen während Stunden damit beschäftigt, den Brand zu löschen.
Moment: Etwas stimmt nicht an diesem Satz.
Was ist es?
Und warum?
Liebe Pipi, bitte mach’ ein Kreuzchen da, wo Du glaubst, dass etwas nicht stimmt:
O Autobahnen, Strassen, Verkehrswege, Bürgersteige, Brücken, Tunnels bauen, teeren, meisseln, hämmern vorwiegend Frauen
O Schiffe, Autos, Hubschrauber, Verkehrsflugzeuge, U-Boote etc. werden alle von Frauen entwickelt, entworfen & zusammengebaut
O Wer baut Häuser, Mauern, Stege, Wände? Wer zieht mondäne Shopping-Center, Fitness-Center, Tiefgaragen hoch? Frauen!
O Bei der Feuerwehr sind mehr als die Hälfte aller Einsatzkräfte Frauen.
O In der Armee gibt es mehr als 30 Prozent Frauen.
O In Afghanistan sterben nur Soldaten.
O Bei der Müllabfuhr arbeiten ca. 10 Prozent Frauen.
O In den übriggebliebenen Kohleminen des Ruhrgebietes sowieso.
O Mehr als die Hälfte aller Hochsee-Offiziere sind Frauen.
Und nun beantworte mir bitte noch einige Fragen:
- Wer pumpt das Oel aus dem Boden?
- Wer raffiniert das Oel?
- Wer bringt es dann zu den Tankstellen?
- Wer bewacht die Grenzen der Länder?
- Wer sorgt in den Städten für Ordnung?
- Wer schürft nach Gold, Eisen, Bauxit, Phosphor & Mineralien?
- Wer sät Kartoffeln, Rüben und Gürklein an?
- Wer karrt das Fressen um die Welt?
- …
- …
wer räumt die öl-schweinerei wieder auf, wenn’s mal daneben geht?
@Laura TI: ich sehe das nicht so, da hat sich auch bei den Jungs sehr viel verändert. Im Umfeld meiner heute ja fast volljährigen Töchter hat es bunte Vögel, charmante Boys und auch welche, von denen klar ist, dass sie schwul sind und das äusserlich auch dokumentieren, und die deswegen in der Schule überhaupt nicht runtergemacht wurden. Auch Heteros machen sich pinkfarbene Stränchen und manchmal Kajal unter die Augen, piercen sich, stylen sich und sie haben sehr viel Spass. Daneben hat es natürlich auch Mädchen, die Fussball spielen, und so weiter. Im Grossen und Ganzen denke ich, dass die Jungend von heute sehr viel mehr Sozialkompetenz hat, als dies bei uns der Fall war.
@ Marcel Zufferey 16. Juni 2010 um 20:58
Das ist eine sehr gute Liste.
Losgelöst von der Genderthematik: Ist ein Symptom für eine machtsüchtige Minderheit der Mehrheit vor zu Schreiben was sie zu tun hat?
Ist es ein Zufall, dass seit der Frauenförderungsthematik in der Industrie Basismitarbeiter oftmals nur Chefs haben, die fachlich kein Vorbild sind? Das ist bei Mitarbeitergesprächen witzig wenn diese dann immer nur am Verhalten der Mitarbeiter was kritisieren wollen und können, weil sie selbst fachlich die Arbeiten nicht beurteilen können.
Auch mein Sohn hatte eine pinke Phase. Die wurde ihm aber im Kindergarten ausgetrieben. Noch bis zum 2. Weltkrieg war rosa die Buben- und hellblau die Mädchenfarbe. Denke also nicht, dass hier eine genetische Veranlagung vorliegt.
Pink gilt heute übrigens als beruhigend und als die Farbe der Anpassung. Früher galt sie eher als stark und männlich. Tja…
Sicher sind Jungs und Mädchen nicht gleich. Aber normalerweise fördert man ein Kind doch in seinen Schwächen, oder? Ein Kind das gut lesen kann aber nicht gut rechnen bekommt doch Nachhilfe in Mathematik, oder liege ich da falsch?
Also muss man ja die Kinder auch nicht in irgendwelche Rollen hinein erziehen. Und dem Mächen auch mal einen Bagger sowie dem Jungen eine Puppe schenken. Und wenn die Kinder noch nicht ganz ‘verdorben’ sind von äusseren Einflüssen (Papi der Puppen doof findet und Mami die meint sie könne nicht mal einen Nagel einschlagen), dann werden sie das auch nicht seltsam finden sondern ganz normal.
Übrigens: man darf die Vorbild-Wirkung von Geschichten nicht vergessen, also nicht nur Bücher kaufen die die Klischees zementieren!
Grins, in den alten Basler Kreisen werden Geburtsanzeigen von Buben noch immer mit rosa Schleife angekündigt, und Mädchen mit hellblau…
@marcel, 20.40: mögliche lösung des rätsels – was ist es? die grammatikalische zeitform. und warum? weil die autorin, der autor über eine mittelmässige schulbildung verfügt?
@marcel, 20.58:dreckige ärsche putzen, darmspühlungen machen. infusionen legen, fieber messen, tabletten verabreichen vorwiegend männer.
treppenhäuser, krankenzimmer, hotelzimmer, büros, toiletten werden alle von männern aufgewischt, gereinigt und auf hochglanz poliert
wer bedient die gäste in den kaffees, bars, restaurants, die kundinnen und kunden in den shopping centers, fitnesscenters?männer!
an den theaterkassen sind mehr als die hälfte aller eingesetzten personen männer.
als hauswirtschaftslehrkräfte arbeiten mehr als 30 prozent männer.
in den weltkriegen wurden nur männer vergewaltigt.
im bordell arbeiten ca. 10 prozent männer
auf dem strassenstrich sowieso.
mehr als die hälte aller vollzeithausfrauen sind männer.
und nun beantworte mir noch folgende fragen:
- wer räumt die zigaretten im kiosk morgens um 5 unbezahlt in die regale?
- wer wischt abends die aschenbecher vor den beizen aus?
- wer bringt anschliessend den müll der gäste weg?
- wer überwacht die hausaufgaben der kinder?
-wer sorgt zu hause für ordnung?
- wer schüft nach kartoffeln, rüben und gürklein?
- wer kocht das alles für die brut?
- wer sorgt sich ums fressen für die welt?
…..und das alles für 20-25% weniger lohn (du bis der statistiker, gell?) – da würden wir wenigstens gerne aussuchen, wofür wir weniger verdienen, aber eben.
Merci Elena, dass du die Herausforderung angenommen hast, ich war ehrlich gesagt zu faul dazu……
Ich muss zugeben, dass es ein Gebiet gibt, wofür ich die Männer gnadenlos bewundere: Es ist die Ingenieurskunst im Brückenbau. Jedesmal wenn ich eine aussergewöhnliche Brücke sehe oder darüber fahre, bin ich zugegebenermassen tief beeindruckt. Vor zwei Jahren fuhr ich über den Viaduc de Millau, die Brückenpfeiler mit einer Höhe von 343 Metern sind weltweit die Höchsten. Die Brücke ist ein Kunstwerk, wunderschön, ein tolles Gefühl, darüber zu fahren. Ich sah mal einen Film, wie die Brücke entstand, die Elemente wurde in der Mitte zusammengefügt, von beiden Seiten des Tals aus, es war gewaltig, am Schluss hat es genau gepasst. Ein solches Gebilde zu konstruieren ist höchste Kunst, soviel ich weiss, gibt es in diesem Gebiet tatsächlich keine Frauen, leider.
Und nun, Elena, erklärst Du mir bitte noch en détail den Unterschied zwischen dem adjusted gender pay gap und dem unajusted gender pay gap (20 bis 25 Prozent, remeber?). Mal schauen, was Du so drauf hast.
@zufferey: gehört nicht direkt zum thema, aber vielleicht können Sie mir das erklären. ich frage mich nämlich immer, ob diese rechnereien stimmen. wie rechnet man da externe faktoren raus, resp. wie weiss man, welcher teil des gehaltsunterschieds “direkt diskriminierend” ist und nicht auf bildung, karriereweg, etc. beruht? wie weiss man, was “indirekt diskriminierend” wirkt (wie kinderpause)? ist das überhaupt statistisch machbar? gibt es eine aufschlüsselung nach altersgruppen (das wäre interessant, weil die generation der heute 60jährigen ganz anders lebte, als sagen wir die heute 35jährigen) – es geht ja um vergleichbarkeit der arbeit. bei lohngleichheitsklagen macht man komplizierte gutachten und funktionsgleichwertigkeitsvergleiche – bei der erhebung für statiskik der daten wird das kaum möglich sein, da fragt man einfach per fragebogen (was arbeiten Sie, wo? etc.)
@zeitungsleser: ja statistisch lässt sich relativ viel herausrechnen. Folgendes, ich weiss, off-topic, trotzdem:
Studie (habe ich nur auf der Festplatte): Geschlechtsspezifische Lohndifferenzen nach Berufsstart und in der ersten Berufsphase, eine Analyse von Einkommensdaten auf Basis der WSI-LohnSpiegel-Datenbank in Deutschland und im europäischen Vergleich, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit der Hans Böcklerstiftung und WSI, Wirtschfts- und sozialwissenschaftliches Institut, Düsseldorf im Dezember 2008, Seite 7, Zitat:
“Die multivariate Analyse prüft den Einfluss folgender Faktoren: personenbezogene (Geschlecht, Alter, Ausbildung, Berufserfahrung, Kinder), betriebsbezogene (Wirtschaftszweig, Betriebsgröße, Frauenanteil, Tarifbindung), funktionale Faktoren (Vorgesetztenposition, Voll-/Teilzeit), regionale Faktoren (Ost/West).
Im Gesamtsample erklären diese Faktoren rund 60 % der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern, d. h. 40 % bleiben unerklärt. Bei den Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern erklären diese Faktoren knapp 57 % der Differenz.
Den stärksten Erklärungsbeitrag liefern die personenbezogenen, gefolgt von den betriebsbezogenen Faktoren. Sie erklären im Gesamtsample rund 44 % und bei den Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern sogar 54 % der Lohndifferenz. (…)”
Das statistische Amt vom Kanton Zürich kommt übereinstimmend zum selben Anteil erklärbarer Faktoren:
“In der Zürcher Privatwirtschaft erhalten Frauen im Schnitt immer noch einen deutlich tieferen Lohn als Männer. Dies ist mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass Männer im Schnitt besser ausgebildet sind, anforderungsreichere Stellen besetzen, mehr Leitungsfunktionen auf Kaderstufe ausüben und in den Hochlohnbranchen stärker vertreten sind als Frauen. Nicht der gesamte Lohnunterschied kann jedoch mit diesen und anderen Faktoren erklärt werden. Selbst wenn man berücksichtigt, dass sich Frauen und Männer hinsichtlich ihres Humankapitals und ihrer Anstellungen unterscheiden, bleibt ein Rest von 38 Prozent des Lohnunterschiedes, der mit den vorliegenden Informationen nicht erklärt werden kann. (…)”
Die entsprechende Studie kann bequemerweise gleich auf der rechten Seite des Links heruntergeladen und studiert werden: http://www.statistik.zh.ch/themenportal/themen/analyse_detail.php?id=488
Weitere Studien und Statistiken habe ich zuhause, die allerdings von absolut vergleichbaren Erklärungsansätzen ausgehen. Die o. erw. Studien liefern aber noch lange nicht alles zutage, was es zu diesem Thema zu sagen gibt, da müssen schon noch weitere Faktoren miteingerechnet werden!
@ zufferey. danke! dann ist also ca. ein drittel des unterschieds nicht erklärbar. der unterschied ist im schnitt ca. 29%, womit der nicht erklärbare anteil ca. 11% beträgt (tabelle 3, s. 25, Dein link). richtig?
der nicht erklärbare teil kann sich aus allem möglichen zusammensetzen, eigentlich heisst “unerklärbar” ja nur: nicht einer der berücksichtigten faktoren. richtig(er) wäre dann die aussage: der diskriminierungsunterschied beträgt im mittel wohl etwas um die 10%.
nicht verstehen kann man dann, dass im abstract immer diese 38% kommen, das ist ja total missverständlich.
interessant auch: v.a. die geschlechtersegregierung macht den unterschied.
@zeitungsleser: Wenn wir schon rum-off topicen: In den erw. Studien kommen wesentliche Faktoren wie Überstunden, Kindergeld (beziehen hauptsächlich die Haupternährer im Falle von Kindern, Doppelbezüger ausgeschlossen) und die zeitliche Länge einer normalen Arbeitswoche hinzu. Und, natürlich ganz wichtig: Ich persönlich habe auch schon erlebt, dass Männer unter den absolut gleichen Voraussetzungen bis zu 5+ Prozent mehr Lohn verdient haben, als ihre Kollegen… Die einen haben sich halt bei der Einstellung besser verkauft, als die anderen.
Wenn wir all das hineinrechnen, dann kommen wir noch auf einen Bruchteil des offiziell kommunizierten Lohnunterschiedes (wieviel: so etwa zwischen drei und fünf Prozent, wenn überhaupt).
Die individuellen Lohnunterschiede taugen als Argument nicht, denn in einem statistisch relevanten Sample müssen sie sich kompensieren. Tun sie das nicht, handelt es sich eben doch um einen geschlechtsbedingten Faktor, weil es eben z.B. für ein Frau schwieriger ist, sich gut zu verkaufen, resp. der Verhandlungspartner ihre Argumente anders gewichtet.
@ zufferey, merci nochmal, das war jetzt mal erhellend. fazit: diskriminierungsunterschied jedenfalls sicher unter 10%.
@ hotel papa: stimmt wohl, falls es nicht bei den männern eine gruppe der überbezahlten gibt (was vorstellbar wäre). jedenfalls ändert ändert es nichts daran, dass die oft kolportierte aussage, frauen verdienten 30% weniger (unterstellend: wegen diskriminierung) nicht ganz zutrifft.
so. aber jetzt reichts mit offtopic. sammelt Euch: sonnengruss!
Als Statistiker, Elena, kann ich Dir nur zweierlei sagen:
a) 20-25 Prozent weniger Lohn sind Pustekuchen
b) die wirtschaftliche Gesamtleistung wird bis dato falsch gemessen, die Gratisarbeit geht aussen vor.
Beides lässt sich lösen:
a) mittels mehr Frauen in MINT-Fächern (Germanistik ist interessant, IT hingegen wird viel besser bezahlt)
b) Abschied nehmen von den BIP-Statistiken.
Also 20-25% sind Pustekuchen? Interessant, interessant! Glaube mir wird schlecht…………
Also, Rahel, ich glaube eher, mir wird schlecht- ausser Du kannst mir den Unterschied zwischen dem adjusted gender pay gap und dem >i>unajusted gender pay gap erklären. Aber en détail bitte. Und wenn Du das nicht kannst, dann empfehle ich Dir, beim Gleichstellungsbüro des Kantons Zürich nachzufragen, die können Dir da Bescheid geben. Natürlich klingt der unajusted gender pay gap immer besser- und riecht erst noch nach einem politischen Skandal. Aber er zeigt eben nicht die ganze Wahrheit auf.
Jänu, so spielt das Leben eben.
Abgesehen davon, Elena, fürchte ich, dass Du- wenn man schon im Kleinsten verweilen will- in Deutsch ebenfalls einen Fensterplatz belegt hast: Bitte Deinen letzten Beitrag nochmal neu schreiben!
Unterhalte mich wieder mit Dir wenn Du von Deinem permanenten “von-oben-herab”-Trip wieder runter bist! Kotzt mich echt an! Bye Bye
Inhaltlich ist das eine ausgesprochen starke Antwort, Kompliment, Rahel! Ich reagiere im allgemeinen auf Behauptungen so, wie ich es für angemessen halte. Dito auf Frechheiten. Und das Aufrechterhalten der 24 Prozent Lohndifferenz halte ich nicht nur für einen politischen Skandal, sondern auch für eine Frechheit.
Kann das sein, dass ich Dich falsch verstanden habe? Dann Sorry
Lömmer foifi grad schtah, Rahel
Okay

) Jetzt bin ich wieder brav
Aber doch noch mal Sorry, ist bei mir in dem Fall echt falsch rübergekommen ( halt das Problem von diesen Online-Unterhaltungen dass es schnell mal zu Missverständnissen kommt ) So gesehen bin ich nun absolut Deiner Meinung!
(Und auch das mit dem “von-oben-herab” nehme ich an dieser Stelle zurück, also nicht böse sein, gell
@rahel: Nur dass es in dieser ganzen Argumentation bzgl. des nicht vorhandenen Lohnunterschiedes eine Lücke gibt- und so selbstkritisch bin ich- die auf eine ganz wesentliche Schwäche unseres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelles hinweist. Doch da wiederum muss einschränkend gesagt werden, dass… weil… ergo…
…mehr dazu schpäter hier.
@: Marcel Zufferey: Ich kenne die Zahlen. Ich kenne die Fakten. Deshalb bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie erneut die richtigen Zahlen aufbereitet und erklärt haben und absichtliche Missverständnisse der angeblichen „massiven“ Lohnungleichheit klargestellt haben! Danke!
@: Sie fragen wer, jemand, aber Sie sicher nicht!
@ Marcel Zufferey
Okay, bin schon gespannt auf Deine weiteren Ausführungen ( Gischpel, Nägelkau……:-) )
Also bis schpäter
Bekannt ist ja , dass sog. Weicheier wenn es ich um Männer handelt zynisch verspottet werden . Heldentum wird nach wie vor idealisiert, stramm in schritt und tritt, Dispoten haben nach wie vor das sagen, traurig aber wahr.
Nein, das ist nicht wahr Heidi, ich halte die heutige Jugend für total anders. Man darf nicht von denjenigen, die ausrasten, den Chaoten, auf alle schliessen.
“Doch ist Biologie wirklich das Königsmodell, um die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erklären?”
Wenn man betrachtet, dass Frauen an ihren Tagen nicht hinaus in die Natur gehen sollten zu Wölfen und Bären, dann ja ist die Biologie das Königsmodell. (http://www.stern.de/panorama/taylor-mitchell-19-jaehrige-saengerin-von-kojoten-getoetet-1517876.html)
Und nicht ohne Grund gibt es Pillen mit unterschiedlichem Östrogenniveau.
Die Natur brachte meines Wissens uns Menschen (noch) nicht als Zwitter hervor. Es braucht jedes Geschlecht und jedes hat seine Stärken und Schwächen.
Es gibt wie in der Mode gewisse Tendenzen ein Geschlecht in ein Klischee/ in einer Rolle zu drängen in dem die Gesellschaft z.B. ein Geschlecht grundsätzlich für das bessere betrachtet, ähnlich wie vor einigen Jahren es einige mit den “Ariern” versuchten.
Hinzugehen und alle “Gräben” zwischen Männer und Frauen auf zuschütten führt zu einer entmännlichung der Männer und entweiblichung der Frauen. Letztendlich muss in sich fragen ob solch eine Gesellschaft überhaupt noch fortpflanzungsfähig ist, bzw. noch genügend Kinder geboren werden können um nicht von einer “klassischen” Gesellschaft verdrängt zu werden. Wenn man die Geburtenquoten von heute betrachtet, dann werden wir heute bereits von einer “klassischen” Gesellschaft verdrängt. Damit habe ich kein Problem, andere schon.
“Sie ermuntert dazu, mit den Söhnen ganz besonders viel zu reden, die Töchter dagegen zu ein wenig mehr Risikobereitschaft und offener Konkurrenz zu ermuntern.”
Sorry, das klingt wie “zukünftige Männer mit vielen Worten dermassen zu überfluten, dass sie nicht mehr ein und aus wissen. Und zukünftige Frauen sollen ruhig mal das Risiko eingehen und mit 15 ohne Verhütungsmittel Sex haben.”
:-/
“Ist komplementäre Gender-Pädagogik sinnvoll und wenn ja, wie müsste diese im Einzelnen aussehen?”
In einigen islamischen Länder werden Jungs und Mädchen getrennt unterrichtet. Das ist hier bei uns in einigen konservativen Kreisen auch der Fall, wo vor der Pubertät ab dem siebten Schuljahr Jungs und Mädchen getrennt unterrichtet werden. Als völlig falsche würde ich es nicht bezeichnen. Nur, warum geht man nicht hin und macht zwei Klassen: Die eine Klasse mit dem Lerntypus Mädchen, für Mädchen und Jungs, in dem z.B. das Gruppenbewusstsein, Integrieren und viel über Gefühlereden alltag ist. Die andere Klasse mit dem Lerntypus Jungs, für Jungs und Mädchen, in dem z.B. “Zweierwettkämpfe”, messbare physische Leistungsbelohnung und vieles zum Anfassen alltag ist. Wenn beide Konzepte richtig umgesetzt werden, sollten dann nicht beide Klassen die selben Leistungsergebnisse liefern?
@Eremit: Die Wettkampf-Jungs werden den Gefühls-Jungs das Leben dann ja auch bestimmt nicht zur Hölle machen oder? Zumal sie ja seitens Schule auch nicht darin bestärkt wurden.. *ironie off*
Finde die Überlegung betr. Lernmodell nicht generell schlecht, aber hätte das lieber mit Fokus auf die Lerntypen “visuell”, “auditiv”, “kommunikativ” und “motorisch” umgesetzt als irgendwelche geschlechter-typischen Modelle zu entwickeln.
Finde ich wirklich gute Denkanstösse vorallem die aufgeteilten Lernmodelle je nach Typus. Mir fehlt da noch eine dritte Variante mit getrenntem Unterricht für Jungs und Mädchen für naturwissenschafte Fächer wie Mathematik, Chemie, Physik und evtl. Geometrie. Dass Jungs vermehrt experimentierfreudige und bewegungsreiche Fächer wie Sport / Workshops / Haushalten belegen sollten steht wohl ebenso im Zentrum der Diskussion. Die eher kommunikativen Fächer wie Sprachen, Mensch und Umwelt, Philosophie/Ethik etc. sollten gemeinsam besucht werden – unbedingt. Und es fehlt an allen Ecken und Enden an guten männlichen (Ausbilder-)Vorbildern – wo steckt ihr denn bloss?
@Widerspenstige
“Und es fehlt an allen Ecken und Enden an guten männlichen (Ausbilder-)Vorbildern – wo steckt ihr denn bloss?”
Na wo wohl? Die Gesellschaft verändert sich. Heute gelten gemäss GSW Menschen die Lügen als sehr sozialkompetente, “bessere” Mensche im Vergleich zu ehrliche Menschen, welche sich rülpelhaft erlauben die unschöne Wahrheit auszusprechen, sprich assozial sind. Ebenso gilt Intrigieren und Mobbing heute als was legitimes frei nach dem gaga-Sprichwort “der [egoistische] Zweck heiligt die Mittel”. Das ganze führt schleichend zu einer gesellschaftlichen Veränderung, die hin zu einer Ego-Gesellschaft führt. Eine Ego-Gesellschaft ohne irgend welche konstruktive Ideale kann man einfacher manipulieren und “führen”. Ebenso schaut man in einer Ego-Gesellschaft nur für sich und wieso sollte man sich da für das Wohlergehen der Kinder anderer Menschen sorgen, sprich ihnen Wissen vermitteln?
Dem entsprechend sag mal als Sek Lehrer einem Kind unter vier Augen, um es vor anderen nicht blos zu stellen, dass es sich völlig daneben benommen hat. Als Lehrerin kannst man dies tun. Hingegen als Lehrer öffnet man(n) dann gleich die Tür für Intrigen wie “Mann hat sich am Kind vergangen” usw.
Man ist heute als Lehrer sehr der Willkür der Eltern und der Schulkomission ausgeliefert. Und ich behaupte: Männer ist es nicht so sehr gegeben sich zu “prostituieren” wie Frauen.
@Eremit
‘Man ist heute als Lehrer sehr der Willkür der Eltern und der Schulkomission ausgeliefert. Und ich behaupte: Männer ist es nicht so sehr gegeben sich zu “prostituieren” wie Frauen.’
Lehrerinnen sind es ebenso, nämlich der Willkür der Eltern und Schulkomission ausgeliefert – hier muss der Riegel geschoben werden. Was meinst Du genau mit dieser provokanten letzten Aussage und es tönt so abwertend?
In der Defensive. Solange das männliche Element im Sozialen- und insbesondere im Ausbildungsbereich überwiegend negativ gesehen und bekämpft wird und der Beruf sowie der Berufstand feminisiert wird, wird es eng für „richtige“ Männer. Gebt uns Sicherheit, gebt uns Anreize, schenkt uns Raum, Vertrauen und eine Rolle die man als Mann leben kann und leben will und Schwups, sind wieder genügend Männer motiviert, solche Aufgaben zu übernehmen.
hey leute, enspannt euch mal!
mein sohn zeigte im alter von 10 monaten eine derartige affinität zu puppen, dass ich ihm zum ersten geburtstag eine schenkte.
ein jahr später lief an der weihnachtströdelmesse mit einem babykorbwagen, darin ein rotes auto (beides auf seinen wunsch hin dort erworben) durch die gänge.
noch später trug er meine königsblaue kappe mit gestickten blümchen drauf und schob besagten babywagen durch den zoo. auf die bemerkung einer älteren dame: “du bisch aber äs herzigs meitli” reagierte er stolz und mit unüberhörbarem triumph in der stimme: “ich bin än bueb!”
erst in der schule verzichtete er schweren herzens auf seine bis anhin lieblingsfarbe pink, weil die kollegen ihm einflüsterten, das sei “ä meitlifarb”.
inzwischen ist er erwachsen, hat einen ziemlich “männlichen” beruf, eine phantastische freundin und ich werde bald grossmutter…
ich selbst war ein “wildes kind”, trug lederhosen (sehr praktisch, da unverwüstlich!) wie die buben, war die meiste zeit mit ihnen unterwegs und verstand mich auch oft besser mit ihnen als mit den mädchen. mit puppen habe ich nur auf deren drängen gespielt, ich selbst besass ausschliesslich teddybären…
ich bin eine sehr weibliche frau geworden, was mein umfeld gerne bestätigt.
fazit: enthaltet euch diesbezüglich jeglichem formungswillen, lasst die kinder spielen und anziehen, was ihnen gefällt. no problem at all!
nachtrag:
habe als kind alle erreichbaren bäume unsicher gemacht und kann heute mit hammer, bohrmaschine UND kochlöffel umgehen, kann elektrische leitungen und teppiche verlegen und habe einen sehr liebevollen partner. what’s wrong?
@erika Ich auch, nur hats bei mir bei Partner noch ein in dran.
Schön, dass du weisst, für was man die Hände noch brauchen kann. Ist bei meiner Frau auch so, nur wenn es was zu murksen gibt, ist der Fall klar, dafür macht sie die Steuereklärung.
@ hugentobler erika
Nothing
Auch ich habe im Verlauf unseres Umbaus handwerkliches Geschick erlangt. Es gibt aber doch noch einige Sachen, die ich gerne meinem Mann überlasse da er es einfach besser kann ( resp. ich KANN gewisse Sachen schlicht und einfach nicht, obwohl ich vieles davon schon ausprobiert habe. Drum ist besser, er macht diese Sachen gleich selber da es A) schneller geht, B) es gleich richtig ist resp. ich nichts verbocke und er’s dann richten muss und C) falls was doch nicht hinhaut kann er auf sich selber knatschigm sein
)
GOTT SCHUF DEN MENSCHEN ALS MANN UND FRAU!!!