Leben


Philippe Zweifel am Donnerstag den 6. Mai 2010

Grenzenlose Liebe

Vorbild Romeo und Julia: Binationale Paare folgen nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft.

Vorbild Romeo und Julia: Binationale Paare folgen nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft.

Liebe geht durch den Magen. Bei mir gelegentlich auch auf den Magen. Denn meine Frau kommt aus einem Land, wo man Speisen bevorzugt, die im Fett schwimmen. Eine Bagatelle? Keineswegs. Essen und Trinken birgt für uns ungeahntes Konfliktpotenzial, weil es nicht nur um Nahrungsmittel geht, sondern um viel mehr: Was hält man von den Traditionen des anderen? Wer setzt sich durch? Die Tücken und Reize binationaler Beziehungen!

Während solche Paare früher die Ausnahme waren, werden sie mit jedem Jahr häufiger. In der Schweiz ist heute jede zweite Ehe binational.  Wobei fast jeder vierte Mann eine Ausländerin heiratet. Weshalb? Sind einheimische Frauen, wie bisweilen behauptet wird, zu emanzipiert? Stellen wir einfach mal fest, dass Globalisierung und Mobilität nicht nur Zuwanderung geschaffen, sondern auch zu interkulturellen Begegnungen geführt haben. Gelegenheit macht halt Liebe.

Liebe wiederum macht blind. Und so entdeckt mancher den kulturellen Graben oft erst, wenn er in ihn hineingefallen ist. Nehmen wir die Sprache. Irgendwann weicht die Faszination des exotisch-erotischen Akzents nervtötenden Verständigungsproblemen, vor allem bei hitzigen Diskussionen. Weiter kann der Mangel an gemeinsamen linguistischer Codes ein Problem sein. Versucht man dem Partner ein Wortspiel aus der eigenen Sprache zu erklären, ist der Gag so gut wie tot. Das gleiche gilt für Gedichte, Lieder oder Werbeslogans. Hinzu kommt das generelle Gefühl einer Verkümmerung der eigenen Sprachkompetenz. Sowie die traurige Einsicht, den Kindern «Schellenursli» und «Momo» alleine vorstellen zu müssen.

Freilich korrelieren solche Schwierigkeiten mit der Grösse des Kulturunterschieds. Je nach Herkunft des Partners, ist er mit Sprache, Religion oder (Un-)Pünktlichkeit bereits vertraut. Falls nicht, sind weitere familiäre Knacknüsse programmiert. Dass mein Sohn katholisch getauft wurde, liess meinen atheistischen Vater in geradezu biblischem Zorn aufheulen. Sowieso die Kinder: Mit welchen Erziehungsnormen sollen sie aufwachsen? Welche Sprache am Esstisch reden? An welche Herkunft sollen ihre Namen erinnern?

Kurz, weshalb überhaupt den steinigen Weg einer interkulturellen Ehe einschlagen? Als ich diese Frage meiner Frau stellte, gab sie die Antwort, die auch ich parat gehabt hätte: Ohne mich würde sie sich in ihrer Kultur gefangen fühlen. Zudem schleicht sich der Alltag weniger schnell in die Beziehung ein (nicht zuletzt, weil die Beziehung wegen erwähnter Stolpersteine immer wieder aufs Neue ausgehandelt werden muss). Und: Mag einem das fremde Essen nicht immer schmecken, hat die andere Kultur ja auch Einiges zu bieten. In Fall meiner Frau etwa einen hohe Wertschätzung der Familie – was meine Sichtweise («Familie ist per se spiessig») verändert hat. Auch die Auslandtrips machen Spass (aber bitte nicht an Weihnachten!).

Vor- und Nachteile interkultureller Beziehungen aufzulisten, ist jedoch sinnlos. Letztlich muss jedes Paar seine eigenen Regeln aufstellen, seine eigene Geschichte leben. Die Sozialwissenschaften haben dafür natürlich einen tollen Begriff: «Die Konstruktion einer neuen interkulturellen Wirklichkeit.» Etwas knackiger könnte man auch sagen: Binationale Paare verkörpern die romantische Liebe. Weil sie nicht den Gesetzen von Herkunft und Gesellschaft folgen und sich nicht von bürokratischen Hürden oder Dünkel ihres Umfelds beirren lassen. Wie Romeo und Julia.

Bestimmt gibt es auch viele Mamablog-Leser(innen), die in einer interkulturellen Beziehung leben. Welches sind für Sie die Bereicherungen und Belastungen?

zweifelPhilippe Zweifel, 36, ist Kulturredaktor bei Newsnetz und Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

328 Kommentare zu „Grenzenlose Liebe“

  1. Peter sagt:

    Der Artikel scheint vorallem bei den Frauen hier einen wunden Punkt getroffen zu haben. Hoppla, sind ja nicht nur die männlichen Grüsel die sich in der 3. Welt eine Frau anlachen und somit der Frauenbewegung ein Messer in den Rücken stossen.

    Plötzlich platzt es aus allen raus, sie hätten auch eine aussereuropäische (sic!) Beziehung. Bei Männern ist es ein Unding und menschenverachtend und kleine Männer kreigen sonst keine ab. Ihr Frauen nennt das bei euch dann einfach eine aussereuroäische Beziehung, und das Problem ist gar keines mehr.

    Würde mich jemand danach fragen, ich würde antworten, schöner Selbstbetrug, das.

  2. Und was viele Schweizerinnen und Schweizer mit einem / einer ausl. PartnerIn unterschätzen ist der Umstand, dass Hochdeutsch und Schwiizertütsch zwei völlig verchiedene Sprachen sind. In den Sprachschulen wird Ersteres vermittelt, aber im Alltag wird Zweiteres gesprochen.

    • Peter sagt:

      Ich befürchte die Unterschiede zwischen Hoch- und Schweizerdeutsch sind noch das allerkleinste Problem…

  3. Fiona sagt:

    Tja, wenn ein Schweizer eine Ausländerin hat, ist das sicher total etwas anderes, als umgekehrt. In der obenerwähnten Titelstory und dergleichen gibts oft Kinder und sie macht den Haushalt.
    Bei der Schweizerin: Erst war sie noch emanzipiert und wollte keinen Bünzli. Oft kommt es jedoch so heraus, dass sie dann in der Beziehung zum ausländischen Mann doch zum Schluss den ganzen Laden führen muss. Und ausserdem bricht irgendwann wohl dann der Macho aus dem Südländer oder Afrikaner raus….. Wenn die Babys klein sind geht es ja noch, aber im Schulalter kommen die kulturellen Wünsche des Einzelnen ans Tageslicht.

  4. Xorxe sagt:

    Von wegen kulturellen Unterschieden und verschiedenen Gewohnheiten: Ich gewöhne mich lieber an Thai-Küche als an irgendwelche gutschweizerische vegetarische Bio-Salatküche. Zudem möchte ich (nach 17 Jahren Erfahrung einer Ehe mit einer Schweizerin) eine Frau, die auch Pflichten kennt, nicht nur Rechte. Erotik und Sexualität sollte nicht eine Einbahnstrasse sein, wo die Frau den Ton und Zeitpunkt bestimmt. Es ist für mich einfacher eine Fremdsprache zu lernen, als dieses politisch korrekte, oekologisch, feministisch, nicht rassistische Wischi Waschi. Auch möchte ich, dass meine Frau und ich die Kinder nicht nach dieser Weicheier Teddybärenpädagogik erziehen, aus der nur überlebensunfähige Frustraten mit Helfersyndrom erwachsen können, die vom Staat durchgefüttert werden müssen. Viel Kommunikation funktioniert ohnehin aussersprachlich, wenn sie funktioniert, nd sonst nützt auch die “gemeinsame” Sprache nichts, in der man dann endlos über Beziehung diskutiert und nie an ein Ende kommt, ausser früher oder später ans Ende der Ehe.

    • Eni sagt:

      @ Xorxe

      ICH möchte! ICH möchte! ICH möchte! ICH möchte!

      Was darf denn Ihre Frau möchten, was bleibt für sie übrig?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die darf diesem senkrechten Schweizer Egoisten dienen, in Küche und Bett stets willig und widerspruchslos.

      • Eni sagt:

        @ Pippi Langstrumpf

        Aah, Sie meinen, da wird aus müssen ein dürfen gemacht? Ja, so kann man es natürlich auch drehen.

        Ich frage mich sowieso, ob all diese sexuell vernachlässigten Männer im Bett Versager sind, dass ihre schweizer Frauen in der Erotik immer so klemmen. Die meisten Frauen in meinem Umfeld mögen Sex.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das habe ich mich auch schon oft gefragt, wahrscheinlich ist das des Pudels Kern, obschon ich persönlich mich in dieser Beziehung nicht beklagen kann.

      • Peter sagt:

        Och Mädels, das ist doch Nachtreten und schlechter Stil.

    • Maja sagt:

      Sie waren 17 Jahre mit der Gesellschaft verheiratet und nun versuchen sie es mit der thailändischen Gesellschaft.
      Sie tun mir leid.

      • Eni sagt:

        @ Peter

        Schlechter Stil? Eine Frau wie einen Hund zu halten ist schlechter Stil.

  5. Alain sagt:

    Ich muss einfach feststellen, dass immer mehr Schweizer eine ausländische und vor allem asiatische Partnerin bevorzugen. Das wird sicherlich seine Gründe haben. Kann es sein, dass die Schweizerinnen einfach zu wening feminin sind? Ich jedenfalls kann mich keiner Beziehung mir einer Schweizerin besinnen und das nach 24 Jahren leben in der Schweiz. Ich finde eine Beziehung funktioniert immer noch am besten, wenn der Mann ein Mann bleibt und die Frau eine Frau. Und das haben die meisten Schweizerinnen einfach verlernt!

    • Tanja sagt:

      Ich muss einfach feststellen, dass immer mehr Schweizerinnen einen ausländischen (südamerikanischen, afrikanischen, Nordamerikanischen) Partner bevorzugen (siehe ausgeglichene Statistik von Ehen mit Schweizerinnen-Ausländern und Schweizern-Ausländerinnen). Das wird sicherlich seine Gründe haben. Kann es sein, dass die Schweizer einfach zu wenig maskulin sind? Ich jedenfalls…..etc.etc.etc………….

      • Hedon Zweifel sagt:

        Und woher kommt es, dass Männer nicht mehr so Maskulin sind? Ist das nicht eine der Kernforderungen des Feminismus?
        Wer erwartet heute von Männer, dass Sie mehr im Haushalt sein sollten, ihr Abeitspensum reduzieren sollen, damit sie frau unterstützen können bei Haushalt und Erziehung? Wer erwartet, dass Männer einfühlsame Zuhörer sein sollten und nur noch politisch korrekt jedoch nicht dem eigenen Empfinden entsprechend antworten dürfen?

      • Tanja sagt:

        @Hedon Zweifel: Man kann den Haushalt manchen und doch ein ganzer Mann sein. Mein Ehemann beweist das jeden Tag. Wenn ihre Männlichkeit an ein bisschen Haushalt machen schon kaputt geht, dann ist es doch schon vorher übel darum bestellt gewesen, meinen Sie nicht?

  6. Alex Keller sagt:

    Sicher gibt es sowohl kulturelle, wie auch sprachliche Unterschiede, aus denen in gewissen Situationen Missverständnisse entstehen. Man ist sich aber diesen Unterschieden bewusst und versucht diese dementsprechend mit Beispielen dem anderen Partner zu vermitteln, wie man so schön sagt “mit Händen und Füssen”. Habe momentan einfach das Glück, dass wir beide der Sprache Englisch mächtig sind. Aber wie von anderen schon umschrieben, die Religion kann ein Stolperstein sein, mit Glück aber auch nur ein kleiner. Die gesellschaftliche Offenheit (freundlicher Empfang eines Menschen aus einem anderen kulturellen Kreis) und technische Errungenschaft (Mobilephone, Internet, Skype mit Webcam…) macht nämlich vor keiner Kultur halt “Zum Glück”

    Freundliche Grüsse,

    Alex K.

    • Oskar sagt:

      Als ob die Frauen hier im Forum die Wahrheit für sich gepachtet hätten. Es ist schon ein starkes Stück, wenn Genossinen ihren Kolleginnen vorschreiben wollen, was sie zu wollen haben und was nicht.

      Aber dann buschig werden wenn man nachfrägt, wo denn der Unterschied liegt zwischen einen Schweizer Mann mit seiner Thai-Freundin und einer Schweizer Frau mit ihrem Kenyianischen Freund.

      Und gleich kommt ne Salve von wegen die Typen kriegen bestimmt keinen ab, resp. keinen mehr hoch. Na ja, batikumschwungene und hennagefärbte Frauen scheinen ja auch nicht gerade der Topseller zu sein.

      Stein – Glashaus – ihr versteht bestimmt.

      • Eni sagt:

        @ Oskar

        Wenn sich im Mama-Blog so viele Männer über die Sexunlust ihrer Frauen beklagen, hinterfrage ich das schon. Ich kenne in meinem Umfeld fast nur Frauen die gerne Sex mögen, also wo happert es denn? Vielleicht hat halt Frau lieber gar keinen Sex als immer schlechten Sex.

        Was hat das mit Glashaus zu tun?

      • Henri sagt:

        @Eni 13. Mai 2010 um 21:24

        Ob es für das eigene Seelenheil wiklich besser ist, anstelle von schlechtem Sex gar keinen Sex zu haben, das sei mal dahingestellt, weil es nicht sicher so ist.

        Sicher ist aber:
        Sex ist das Mittel der Wahl, mit welchem Frauen die Männer kontrollieren – ein anderes haben sie im Regelfall auch nicht.
        Das war schon immer so, ist heute so und wird wohl so bleiben – es sei denn, die Verweiblichung der Männer und die Vermännlichung der Frauen schreitet fort – dann, wer weiss, könnten vielleicht sogar mal diese Rollen getauscht werden.

        Und ja, ich kenne einige Frauen, welche gerne bis sehr Sex haben.
        Ich habe auch gerne Schokolade, das heisst aber nicht, dass ich sie immer esse.

        Und genauso halten es die Frauen mit dem Sex – sie verzichten lieber mal, um dessen Wert als Handelsware nicht sinken zu lassen.
        Auch die, welche gerne Sex haben.

        Scheint ein instinktives Verhalten der Frauen zu sein.

      • Eni sagt:

        @ Henri

        Die Verweigerungstaktik von Nähe ist nicht nur bei Frauen zu beobachten, Männer können das eher noch besser, weil sie sich völlig verweigern wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt und so ihre Ueberlegenheit zu demonstrieren. Besonders gut funktioniert das, wenn Frau kleine Kinder hat und die Frau Babypause hat oder auch nur teizeit arbeitet. Um die Frau zu erpressen, kommt Mann dann einfach nicht nach Hause oder erst spätabends und das Wochenlang in dem Wissen, dass die Mutter nicht einfach ihre kinder im stich lässt und einfach rausgeht. Aushungern nennt man das wohl.

  7. Lea sagt:

    OMNIVAC-5000-Computer möchte Bekanntschaft mit aufgeschlossenem Staubsauger schließen. Anrufen und Programmierzeit ausmachen!

  8. Lea sagt:

    Hübsche reiselustige Desulforomonade, Masse 8 mal 2 Mikrometer derzeit unterwegs auf einem ferromagnetischen Pyritkrümel im van-Allen-Gürtel, sucht elegante gramnegative terrestrische oder venusianische Thiopneutes zum Austausch von Erfahrungen und Sex-Pilis. Sie sollte starke Flagellen haben und Spaß am interstellaren hitchhiking. Wie wär’s mit einem blind date am black smoker ZA223K234 im Golf von Mexiko? Barophile bevorzugt! Mikroärobe oder andere Perverse zwecklos.

  9. Mercy sagt:

    I read this article and it brought me to tears.
    As time goes by it continues being a huge subject the fact that people of different culture and color can love each other and be happy!

    I’m a daughter of a black father and a white mother. As a mixed couple they were no exception those times.

    I was raised in good schools, I lived and studied in several countries and I assume I as raised with good principles.

    I married the love of my life and I moved to Zürich. As I had lived in different countries I understood it would be no transition to what I had experienced before.

    Well, It has been the hardest thing Ive ever done in my life.

    It is not only hard to be married to a swiss because Im recognized as a foreigner but in my case Im also black and it causes even more stir!

    Im a Geographer and a pianist, I dont show any cleavage, I respect the rules of the country, I value the Swiss culture….

    However, when people see me, they dont know who I am! They see what their Pre made concept of a foreign person is!

    Why do man in Switzerland approach me on the tram station, asking if I am a prostitute? When I most likely am going to the University?
    Why Im looked down in many places as if I am going to assalt a bank?
    Why cant I be just a normal human being, trying to live up for its capacity?

    To love a swiss man, being a foreigner woman, youve gotta be tough.

    Maybe thats why they love us so much. We dont give up so easily!
    Love is worthwhile!

    • Lea sagt:

      you are not a native english speaker, are you?

      “Pre made concept” is a germanism.

      there is an english speaking forum in switzerland: “http://www.englishforum.ch/”. Mostly expatriates living in Switzerland. one said after having relocated to many countries, that adapting to switzerland is the most difficult of all.

      makes you think, no?

      • david sagt:

        @Lea@Eni@Pippi

        Ich glaube, Ihr habt ein schweres Problem!

      • Oskar sagt:

        Sehe ich genau so, vorallem bei Lea.

        Aren’t you, Lea, aren’t you heisst es. Wenn Du selbst nur englisch radebrichst, würde ich mich hüten, andere anzuschwärzen.

        Lea, du pisst hier jedem ans Bein und massregelst jeden männlichen Leser. Lass es. Du bist anstrengend und frustriert.

      • Eni sagt:

        @ David

        Bitte präzisieren Sie Ihre Aussage.

        Ich weiss sehr wohl, dass ich manchmal etwas forsch bin und ja, manchmal geht der Gaul mit mir durch.

        Wenn Sie auf meine Aussagen betreff Xorxe ansprechen: Ich finde seine Aussegen sehr egoistisch. Ich mag keine Egoisten.

      • Lea sagt:

        @ Oskar aka R.S aka andere 11. Mai 2010 um 14:54:

        Eine Frage, die mit „…nicht wahr?“ beendet wird, wird im englischen mit der Umkehr des Verbes beantwortet.

        also: “you are not a native english speaker” -> Are not – aren’t -> * -1 = are.

        Germanismen sind recht gut zu erkennen.

        “Pre made concept”: Vorgefertigtes Konzept.

        Was Mercy meinte ist preconceived idea. oder einfach to be judgemental. vorverurteilend vorurteile habend.
        Den ganzen Einwurf las ich eben als Trolleinwurf, weil sich jemand als afrikanische oder – wegen ‚Englisch’ als afroamerikanische Einwanderin ausgibt, das Englisch aber eben ziemlich eindeutig auf deutsch als Muttersprache hinweist.
        Ein Versuch also, dem Thema eine Drehrichtung zu Rassismus zu geben.

        Meine Kernaussage und der Verweis auf das englische Forum als Plattform für Expatriates hast Du völlig außer acht gelassen. Dort steht die Sicht von Leuten, die in der Schweiz als Zugewanderte leben.

    • Oskar sagt:

      @ Eni

      Tja, und Xorxe mag wohl keine Gäule. Und nun?

      • Eni sagt:

        Also, Ihrer Meinung nach habe ich ein Problem und ich habe Sie um präzisierung gebeten. Also? Aufgrund welcher Aussage kommen Sie zu so einem Schluss? Sie müssen ja schon was dazu zu sagen haben, wenn Sie sich schon eine solches Urteil über mich bilden ohne mich zu kennen. Also?

    • rolvetra sagt:

      I am Swiss, from a Swissgerman mother and a Swissroman father. I have lived in several swiss cities and many years abroad By experience I can confirm to you that Zurich which I know well is the worst, most racistic and arrogant place in Switzerland. You would not have such problems in Basel or Geneva. Sorrry for you.

  10. xorxe sagt:

    Na da hab ich ja ein paar Hosenscheisser angepiekst, nur weil ich sage, was ich möchte. Selbstverständlich kann ja dann die Frau genauso sagen, was sie möchte. Ich zwinge niemanden zu gar nichts. Und wenn’s dann passt, ok. Und sonst wird halt nichts draus. Aber ich bin nicht bereit, meine Wünsche zum Vorneherein zu verstecken, weil sie evtl. das nicht möchte. Ich lasse mich domestizieren von irgendwelchen Feministinnen. Ich habe in vielen Ländern viele Freundinnen gehabt (Schweizerinnen waren nie dabei!), und noch nie hat sich eine beklagt, und bei jeder könnte ich jederzeit zurückkehren. Warum? Weil ich sie anständig behandelt habe, weil ich nie geheuchelt und gelogen habe, weil ich nie etwas versprochen habe, das ich nicht gehalten habe. Und ich habe nie jemanden zu etwas gezwungen. Aber ich lasse mich auch nicht dazu zwingen, dann Liebe zu machen, wenn es einer Frau passt, dann gehe ich halt ein Haus weiter, so what? Darf ich ein Leben lang nicht mehr Fussball spielen, weil meine Frau nicht gerne Fussball spielt?? Bei der Kindererziehung habe ich meine Prinzipien, warum sollte ich darüber ellenlang diskutieren? Wenn die Frau das anders will, dann sucht sie halt einen andern Partner, na und? Das diskutiere ich ein für allemal, bevor ich Kinder auf die Welt stelle, aber nicht jeden Tag neu.
    Und das saudumme Schema von Küche und Bett kann nur einer zu kurz gekommenen Frau entspringen: Bis jetzt habe ich mich vorwiegend um die Küche und um die Kinder gekümmert (ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern seit 10 Jahren!). Und das, was ich im Bett will, das mache ich auch, und zwar mit der Frau, die das Gleiche will, wie gesagt: ich zwinge niemanden. Ich lasse mir nicht sagen, wie oft die statistische Norm in meinem Alter ist (ich werde dieses Jahr 60! und ich esse 2 Mal am Tag, ich putze meine Zähne 2 Mal am Tag, ich gehe 2 Mal am Tag auf die Toilette, und ich mache 2 Mal am Tag Liebe, wo also ist das Problem?) Wir sollten doch endlich aufhören damit, Sex immer mit Liebe zu koppeln, das bringt nur unnötigen Ärger.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      “Ich lasse mich domestizieren von irgendwelchen Feministinnen. ”
      Na eben, geht doch…..

      • Sigi sagt:

        …das sind die sogenannten Freudschen Fehlleistungen!
        Interessant, interessant…….

    • Eni sagt:

      @ Xorxe

      Sie hatten in vielen Ländern viele Freundinnen aber darunter war nie eine Schweizerin? Aber geheirat haben Sie doch eine Schweizerin un das 17 Jahre lang, freiwillig. Das geht bei mir nicht auf.

      Nein, in die Hose mache ich nicht mehr, seit ich 1 1/2 Jahre bin, ist also ein paar Jährchen her. ;-)

      Schönen Sonntag

      • Lea sagt:

        xorxe sagt er sei 60. da ist inkontinenz eventuell ein thema.

      • Eni sagt:

        Aber doch nicht schon mit 60, hoffe ich wenigstens.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Manchmal fängt es an mit der geistigen Inkontinenz, scheint mir hier der Fall zu sein.

  11. Simone sagt:

    Sehr geehrter Herr Zweifel, ich habe grösste (ja, blöd) Zweifel an der Authentizität Ihrer Aussage. Mal abgesehen vom Frittieren und Ihrem Namen bleiben Sie uns unter anderem die Herkunft Ihrer (nein, nicht Kartoffelprodukte) Allerliebsten schuldig. Ich habe selbst “interkulturelle” Erfahrungen und finde Ihren Blog leider sehr überflüssig. Ich komme nicht draus, was Sie meinen. Sorry.

  12. Laowang sagt:

    Meine Frau und ich leben seit fünf Jahren glücklich zusammen und sind seit drei Jahren verheiratet. Sie kommt aus China. Kulturelle Probleme haben wir nicht, aber ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für fernöstliche Kultur und Philosophie. Ich lerne auch Chinesisch, was es mir erlaubt, mit der Familie meiner Frau in Kontakt zu treten. Wichtig scheint mir, das beide Partner auf die jeweilige Kultur zugehen.

  13. Peter Meier sagt:

    Sehr geehrter Herr Zweifel

    Mit grossem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Eine Ihrer Aussagen hat mich sehr überrascht: “In der Schweiz heiratet heute jeder zweite Mann eine Ausländerin.” Gemäss meinen Recherchen beim Bundesamt für Statistik (http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/05/01.html) komme ich für das Jahr 2008 auf lediglich 20% anstatt wie von Ihnen behauptet 50%. Können Sie mir Angaben zu Ihrer Datenbasis geben?

    Vielen Dank und freundliche Grüsse

    • Efbi sagt:

      Die Zahl habe ich keine Sekunde lang geglaubt, war aber zu faul, sie zu überprüfen.
      Ein Dankeschön an Herrn Meier für diesen nützlichen Kommentar.

    • Philippe Zweifel sagt:

      Sie haben recht, da hat sich ein fehler eingeschlichen: jede zweite ehe in der schweiz ist binational. jede vierte findet zwischen einem schweizer und einer ausländerin statt.

      • Peter Meier sagt:

        Schade, wäre spannend gewesen.

        Herr Zweifel, es stimmt aber auch nicht, dass jede zweite Ehe in der Schweiz binational ist, ausser sie wissen mit Sicherheit, dass alle Ehen unter Ausländern binational sind. Ohne diese Information kann man lediglich sagen, dass mindestens 36% aller Ehen binational sind.

  14. heidi reiff sagt:

    @ Pippi Langstrumpf

    Sorry für meine verspätete Antwort, typisch Spätzünderin. Ich hab Mühe mit Machtstrukturen – Macht ist alles – Macht nichts : – )

    Die Italiener waren damals gut genug für die Schweiz um auf dem Bau zu chrampfen, die Uebernamen waren ja bekannt “Tschingge”. Leider laufen noch heute so Muster ab ” der Moor hat seine Schuldigkeit getan, der Moor kann gehen ”
    moderner Sklaventum weltweit. Ich habe mich nach meinen Möglichkeitenkeiten als junge Frau eingesetzt für die Rechte der Frau, so wie ich informiert bin sind die sog. Emanzen am Stammtischgequasel nicht so beliebt, ist nur vom Hörensagen. Ich bin für Gleichberechtigung das gilt auch für Männer. Es gibt viele sog. Luder die Männer ausnehmen wie Weihnachtserpel, die zentrale Frage ist doch wo haben wir das gelernt ? Manchmal ist es auch fördernd etwas wieder zu verlernen. Meine Tochter war 15 Jahre lang mit einem Heiland verheiratet ein Inder, ich kenne die Hintergründe seiner Familie, Familienfehden auch dort, ich mische mich da nicht rein mit wenigen Ausnahmen die nötig waren zum Schutz meiner Grosskinder. Ballywood ist gross geschrieben bei Indern teurer Schmuck und Gewänder, pompös muss es sein. Meine Tochter hat einen neuen Lebenspartner, ihre freie Entscheidung, ich mag es ihr von Herzen gönnen. Kultur ist nicht das A und O vom Leben.

    Viel Spass noch beim Bettmümpfeli TV, jedem das Seine oder nicht.

  15. marco rubiconi sagt:

    Frauen mit naiv-rosaroter 3. Welt-Romantik-Brille.

    Wer in der Website: http://www.1001geschichte.de ein bischen rumstöbert, dem macht sich ein riesengrosses Gruselkabinett an Geschichten auf.

    Die Kosten daraus darf dann allzu häufig der tumbe Steuerzahler bzw. die tumbe Steuerzahlerin übernehmen.

    Wie seht ihr das ???????????????????????????????????????

  16. Forestli sagt:

    Diese Diskusion hier ist völlig überflüssig. Ich sage nur, wo die Liebe hinfällt und versucht nicht immer “das Gegenüber” verändern zu müssen!!!

  17. Sabrina sagt:

    Leider kenn ich zu viele Ehen die ins Wasser fielen. Grund ist eine andere Kultur. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn jemand eine andere Person aus einem anderen Kulturkreis heiratet, aber bitte zuerst einmal ausprobieren und eine gewisse Zeit zusammen leben. Nachher gibt es immer zwei Verlierer oder noch mehr (falls Kinder vorhanden sind).

    • Luise sagt:

      Hallo!!! Und all die gescheiterten Ehen unter Schweizerinnen und Schweizern???

      Leider auch in diesem Blog: Fremdenfeindlichkeit.

  18. adrian sagt:

    ich war noch nie verheiratet, hatte aber viele freundinnen. zuerst in der schweiz, dann rund um die erde. ich wohne nun seit fast 10 jahren in lateinamerika und war zuvor ein weltenbummler. ich bin 42 jahre alt. das letzte was ich mir, nach meinen erfahrungen, vorstellen koennte ist eine betziehung mit einer schweizer frau. emanzipation ist eine utopie, weil eine frau nicht zum mann werden kann. frauen, die das anstreben, wie in der schweiz und anderen westlichen laendern, sind eben nicht begehrt und unfraulich. darum bin seelig und zufrieden mit nichtschweizer frauen. eben wie 50% von uns.

    • sebastian sagt:

      @adrian – hinzuzufuegen bleibt, wenn wir hier das schreiben wuerden, was die lateinamerikanische frau ueber die europaeische frau denkt und sagt, wuerden wir vermutlich gelyncht. Das forum scheint mir zudem von der grauhaarigen kurzhaarfrisur tragenden emanzipierten frau zu wimmeln……………;-).

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Mit Vorurteilen lebt’s sich völlig ungeniert….
        Denken sie, ein kritischer Geist braucht einen grauen Haarschopf, um zu funktionieren? Meine Haare sind lang, etwas lockig und blond……

      • sebastian sagt:

        aha, noch zu jung fuer grau, kommt noch, dann, wenn Sie sich auf die suche nach der verlorenen weiblichkeit begeben

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Denken sie, mit Haarefärben kommt die Jugend zurück – welch ein Trugschluss! Wir werden alle alt, ich denke nicht, dass ich deswegen meine Weiblichkeit verlieren werde, sie ist ein Teil meiner Menschlichkeit! Ich kenne alte Menschen, die einfach gut aussehen, gerade kürzlich sah ich wieder so eine Frau, der Name ist mir entfallen, sie gab dem Spiegel ein langes Interview, weil sie alle Dostojewski Romane neu übersetzt hat. Eine schöne, faszinierende Frau, über 80 Jahre alt. Sie trug allerdings auch nicht die Rentneruniform, sprich Töne zwischen Grau und Beige. Nein, eine Wolljacke, deren Kornblumenblau herrlich korrespondierte mit ihren Augen. Auch der Bergsteiger und Schauspieler Luis Trenker war so ein Typ, der bis ins hohe Alter attraktiv war, wahrscheinlich, weil er immer aktiv blieb.

      • Sigi sagt:

        Swetlana Geier

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sigi, so heisst sie, Swetlana Geier.

  19. Kris sagt:

    Schon mal überlegt dass die Entwicklung zumindest in der Paarung CH Mann und Ausländerin einfach mit dem Willen zu tun haben könnte, WIRKLICH jemanden kennenlernen zu wollen? Ich war auf zahlreichen Schweizer Plattformen aktiv. Immer die gleichen unmotivierten Sprüche kamen als Antwort, sofern überhaut, die CH Frauen sahen es in den allermeisten Fällen gar nicht als normal an überhaupt zu antworten. Den Nuggi endgültig rausgehausen hat es mir dann als mir eine schrieb wozu ich sie anschreibe. Ja, wozu hat sich die Lady denn angemeldet dort? Zum Pizza bestellen??? ich habs dann mal mit Kontaktplattformen in Russland versucht – das war 2006. Ich war erstaunt, wie offen und herzlich die Frauen schrieben. Auch Absagen natürlich. Seitdem hätte ich über 30 Frauen kennenlernen können. Ich war etliche Male in der Ukraine und in Russland. Und schreibe das hier gerade aus Russland, wo ich zu Besuch meiner Traumfrau bin. Und ich bin wütend auf mich. Wütend, so viel Zeit auf den CH Plattformen verblödet zu haben. An Mänenr die das hier lesen und sich fragen warum es in der CH einfach nicht klappen will: Es liegt nicht an euch. Macht den entscheidenden Schritt vorwärts, ein guter Einstieg ist interfriendship.de. Bei Englischkenntnissen auch love.mail.ru. Ach ja, an die Frauen die das lesen: Ich habe nichts gegen CH-CH Beziehungen. Aber wie unterkühlt – oder man sagt eben emanzipiert – Frauen in der CH sind stelle ich jedesmal am stärksten fest wenn ich vom Osten zurück kehre. Und nein, Frauen aus dem Osten sind nicht “schwach”, im Gegenteil, hier gibt die Frau den Ton an. Aber das Wort Emanzipation kennen sie schlicht nicht. Die war hier nie nötig. Hier musst du als Mann was leisten, du kriegst aber auch was zurück. In der CH leistest du nur als Mann was, und du kriegst nix, nicht mal ein Lächeln.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich finde die Menschen bei uns auch oft unterkühlt, wenn ich so mit Italien oder Frankreich vergleiche, sogar in England haben sie mehr Humor. Aber das gilt für die Männer genauso, farblose Langweiler, die denken, dass sie den fehlenden Esprit mit einer sicheren Anstellung oder einem tollen Auto wettmachen können. Zum Glück gibt es auch andere, es hat im Mamablog z.B. ein paar, die wirklich gut rüberkommen.

      • Lea sagt:

        unterkühlt – grenzenlose Liebe muss sich ja nicht nur auf Sol 3 beschränken.

        Hydrogene Wolkenform v. Beteigeuze. Ich suche Dich. Wenn Du ein merkurianischer Fackler m. Spaß am Sex bist, dann schreib mir sofort! Körpertemperatur nicht vergessen!

  20. lilly sagt:

    Wie witzig diese Diskussion zu lesen… :)
    Ich habe selber einen Freund der ursprünglich aus der Karibik stammt. Und diese Aussage reicht meistens schon um den Leuten ein Bild in ihre Köpfe zu pflanzen. Sie denken, hui, die ist sicher so eine unsichere, hässliche, dickliche Schweizerin, war noch nie aus dem Land raus, hat keinen Schweizer gekriegt, jetzt hat sich irgend so ein Schwarzer ihrer erbarmt.
    Und wenn wir dann einen älteren Schweizer Mann sehen mit einer jungen Asiatin oder Russin dann denken wir er sei bestimmt impotent, habe keine Manieren, wolle eine unterwürfige Frau und so weiter und so fort.
    Ist doch alles ein Seich. Klar gibt es diese Beispiele und es liegt in der Natur des Menschen solche Dinge in kleine Schublädchen zu stecken um einfacher und schneller Entscheidungen zu treffen und Situationen einschätzen zu können.
    Ich persönlich bin weder unsicher noch hässlich, mein Freund hat kein unsagbar grosses Geschlechtsteil, wir lernen voneinander, sprechen gegenseitig die Muttersprache des andern fast wie unsere eigene Muttersprache, das macht alles sehr einfach. Mit dem Herkunftsland hat es meiner Meinung nach nicht so viel zu tun, eher mit der persönlichen Einstellung, der Kindheit, Lebenseinstellung, Humor.
    Live and let live meine LIeben.
    Merci, Adieu.

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