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Tracy Kawalik am Montag den 16. April 2012

1 Million Franken für 30 Ostereier

Das grosse VIP-Eiersuchen von Faberge war in London Thema Nummer eins vergangene Woche. 

Der gesponserte Event veränderte das Bild der Stadt vergangene Woche auf farbigste Art und Weise: Die bunten und kunstvollen Eier wurden von einigen der bekanntesten Designer, Künstler oder Architekten der Welt entworfen – und verzierten Strassenecken, Schaufenster und sogar königliche Paläste.

Schaulustige  machten sich auf die Suche und fotografierten wie wild, um sich den Preis der österlichen Eiersuche zu sichern: das «Diamond Jubilee Egg» im Wert von über 100‘000 Pfund! Zum Abschluss der Suche wurden alle 200 Eier zusammen auf der Piazza am Covent Garden in ihrer ganzen Pracht gezeigt, bevor die letzte Auktion am vergangenen Dienstag den Spass beendete.

Eine «Golden Collection» mit 30 extrem speziellen und luxuriösen Eiern wurde zuvor noch von Sotheby’s versteigert. Die Einnahmen von schier unglaublichen 667‘000 Pfund gehen an die gemeinnützigen Organisationen Elephant Family und Action for Children.

Unter den begehrten Objekten auch das teuerstes Schokoladenei aller Zeiten von Chocolatier William Curly, das für 7‘000 Pfund verkauft wurde. Die berühmte Kinderfigur Humpty Dumpty dagegen brachte sogar 51‘000 Pfund ein –  was nicht weiter überrascht, wenn man weiss, dass er von der Königlichen Zeichenschule stammt und von Prinz Charles und Camilla persönlich signiert wurde.

Darauf angesprochen, ob sie sich denn gefreut hätten, dass Humpty Dumpty während der Eiersuchaktion auf den Wänden des königlichem Palast zu sehen war, entgegnete das royale Paar: «Humpty Dumpty ist immer eine sehr populäre Figur für Kinderreime. Wir sehen ihn sehr gerne auf unseren Wänden und hoffen einfach immer, dass er nicht runter fällt».

Die «Golden Egg» Kollektion:

Nr. 1:

«Vanitas Vitrified» von Emma Glegg.

Feiert Freude und Freiheit statt marktwirtschaftlicher Bedrohung und Depression. Dafür stehen vierblättrige Kleeblätter für gutes Gelingen und Schmetterlinge, die den Zyklus des Lebens symbolisieren.
Verkauft für 17 000 Pfund.

Nr. 2:

«A Penny for your Thoughts» von Jane Morgan.

Ermutigt zum Nachdenken und Diskutieren über globale Ressourcen. Oder für weniger Kopflastige einfach zum zeigen, dass man das nötige Kleingeld hat.
Verkauft für 30 000 Pfund.

Nr. 3:

«Egg» von Sir Peter Blake.

Im edlen Dorchester-Hotel ausgestellt ist es keine Überraschung, dass dieses Ei die Preise an der Auktion in die Höhe trieb. Der Künstler selbst meint: «Simpel ist am besten, ein Ei ist nun mal ein Ei».
Verkauft für 35 000 Pfund.

Nr. 4:

«Egg Letter Box» von Benjamin Shine.

Soll eine surreale Parallelwelt repräsentieren, wo alles eiförmig ist. Funktioniert auch als Briefkasten.
Verkauft für 42 000 Pfund.

Nr. 5:

«Dichotomy» von Zaha Hadid.

Die weltberühmte Architektin beweist ihr Gespür für geometrisches Design auch hier.
Verkauft für 45 000 Pfund.

Love Collection:

Nr. 6:

«Love» von Louise Dear.

Obwohl es nicht ganz klar ist, ob das Mädchen auf dem Bild die Künstlerin oder Rihanna ist, sagt Dear zu ihrem Ei nur: «Lovely, Love, Love, das ist doch alles, was wir brauchen. Lasst es uns teilen.»
Verkauft für 8000 Pfund.

Nr. 7:

«Prince of a Thousand Enemies» von Danny Sangra.

Als listig und trickreich beschrieben machte Sangras Kreation eine gute Figur auf der Piazza. Verkauft für 1100 Pfund.

Nr. 8:

«Amplified» von Ting-Ching Jessica Cheng.

Mehr als nur ein Ei: Amplified ist auch eine Musikbox.
Verkauft für 5400 Pfund.

Nr. 9:

«Mr.Egg» von Quentin Jones.

Mit seinen Mickey Mouse-Ohren war Mr. Egg eines der stylishsten Eier auf dem Platz.
Verkauft für 1300 Pfund.

Nr. 10:

«Rock the Casbah» von Josh Stika.

Vom gleichnamigen Clash-Hit inspiriert – schrill, laut, bunt und in bester Party-Laune.
Verkauft für 3000 Pfund.

Nr. 11:

«It’s what’s Inside that Counts» von Hazel Nicholls.

Eines der beliebtesten Eier, welches am Eingang des Liberty aufgestellt wurde. Vielleicht nicht der grösste Renner an der Auktion – aber einer der grossen Stars beim Volk.
Verkauft für 2300 Pfund.

Nr. 12:

«The Golden Cosmic Egg» von Andrew Logan.

Ein funkelndes Mosaik. Laut Logan soll das Ei den Anfang und das Ende symbolisieren.
Verkauft für 2300 Pfund.

Nr. 13:

«Conundrum» von Maurice Harron.

Aus Stahlplatten zusammen geschweisst hat dieses Metall-Ei zwei Teile, die durch einen Bronzestreifen getrennt werden.  Mit einem Bronze-Scharnier lassen sie sich öffnen.
Verkauft für 4000 Pfund.

Nr. 14:

«Phoenix» von Johnny Rocket & Sunny Warrington.

Johnny Rocket und Sunny Warrington beschreiben ihr Ei als «so heiss, dass man ein Ei drauf braten könnte».
Verkauft für 1400 Pfund.

Nr. 15:

«Pandora» von Martin Aveling.

Weil Martin Aveling schon seit jeher von Dinosauriern fasziniert ist, liess er seine Leidenschaft in dieses Design einfliessen – und versteckte einen Dinosaurier in seinem Pandora-Ei.
Verkauft für 4250 Pfund.

Nr. 16:

«Mayoral Egg» von Charlotte Brown.

Rechtzeitig auf die Wahlen: The Mayoral Egg kommt im passenden Regierungskleid mit roter Robe und Goldkette daher.
Verkauft für 2200 Pfund.

 

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