Pop-up-Stores kennt man auch hier – trendige Geschäfte, die plötzlich eröffnen und bald wieder schliessen. In London gibts nun die erste Pop-up-Mall der Welt.
Der BoxPark ist ein Shopping-Center, das aus 61 schwarzen Schiffscontainern besteht und im Herzen von East London steht. Dort, im angesagten Shoreditch, wo Hipsters und Fashionistas zuhause sind, könnte die trendy Mall nicht besser hinpassen. Die aus leeren Containern bestehenden Box-Shops bieten einer bunten Platte von Ladenkonzepte eine temporäre Heimat: Kreative, Galerien, Bücherläden, Mode und Lifestyle-Brands, Restaurants oder Cafés. Marken und Ketten werden behutsam ausgewählt und können sich nicht einkaufen. Deshalb findet man hier auch keine Shops, die man von der High Street kennt. Hippe Läden bieten individuelle Produkte an, die von aufstrebenden oder etablierten, vor allem aber lokalen Labels stammen. Dazu gibts genug Platz für Lounges zum Abhängen, Live-Musik, Eröffnungen und anderen Live-Events. Der BoxPark – ein einmaliges Shopping-Erlebnis. Die Frage ist nur: Wo poppt er als nächstes auf?
BoxPark’s Hidden Gems – Shoppen bis
zum Umfallen
Boxfresh - Units 32
Clever urbane Männermode gibts bei Boxfresh in der Unit 32. Schuhe, Klamotten und neuerdings sogar eine Schuhreihe für Damen für alle, die sich cashual am wohlsten fühlen. In Store-Gigs mit exklusiven Akustik-Konzerten sowie Afterhour-Partys runden das Angebot ab. Aufgepasst auf die Boxfresh Limited Edition und ihre One Off-Serie.
Nike Fuel Station - Units 37-41
Bis zur Zukunft und weiter. In fünf Containern hat Nike ein innovatives Shopping-Konzept mit nie zuvor gesehener Technik eingerichtet, das genau so einzigartig ist wie der BoxPark selbst. Schon bei den ersten Schritten wird man von roten Lichtern auf Schritt und Tritt verfolgt, während ein grünes Licht beim Laufen die Silhouette der Besucher imitiert. Im nächsten Raum können Kunden einen aufs Parkett legen: Das Microsoft-Programm Kinect nimmt jede Tanzbewegung auf und verwandelt sie in tausende grüne und rote Pixel, die man sich selber oder Freunden mailen kann.
Dann zwei Container, in denen das Kerngeschäft von Nike dominiert: Laufschuhe für Frauen und Männer sowie ausgewählte andere Produkte, alles stilvoll mit Backlight ausgeleuchtet, um das Shopping-Erlebnis eindrücklicher zu machen. Wers bis in die Umkleidekabinen schafft, darf dort über Spiegel staunen, die automatisch leuchten, spiegeln oder Motivationsvideos von Sportlern und Nike-Werbeträgern zeigen.
Auch die Verkäufer sind wie aus einem Sci Fi-Film: Mit ihren iPads können sie im Nu die ganze Produktpalette samt Hintergrund abrufen. Interaktive Konsolen zeigen die ganze Produktlinie und den Backkatalog zum Nachbestellen. Und wer denkt, das sei schon alles, wird im letzten Raum eines Besseren belehrt: Dort testen Kameras und Laufbänder den individuellen Laufstil, der bei Bedarf umgehend an die Verkäufer weiter geleitet wird, damit die noch besser beraten können. Dieser Testraum fungiert unter der Woche auch als Physioraum für Läufer, die sich hier für ihr Lauftraining beraten lassen können. Kaum zu glauben, dass das alles im Jahr 2012 und nicht im Jahr 2112 statt findet. Ganz zu schweigen davon – im Innern eines Schiffcontainers.
Mexway - Unit 52
Von den Texmex-Brüdern hinter Tacuba gibts noch mehr authentischen mexikanischer Strassenfood. Im Mexway dominieren simple Menüs das Bild: Do it yourself-Tacos, Burritos, Salate und Topos mit dem besten Rinds- und Schweinsgeschnetzeltem, Gemüse, Bohnen und Reis. Neben dem angenehm kühlen Hibiskus-Wasser Aguas Frescas gibts hier auch die mit Abstand besten Margheritas in der Stadt. Dazu sind angesagte kubanische Bands und Live-Entertainment unter der Woche für kommende laue Sommernächte in Planung.
Art Against Knives - Unit 55
Art Against Knives wurde ursprünglich als Folge auf den tragischen Tod des Kunststudenten Oliver Hemsley ins Leben gerufen, der 2008 in Shoreditch erstochen wurde. AAK will kreatives Talent fördern und Gewalt mit Messern bekämpfen. Dafür veranstaltet die Organisation Ausstellungen von aufstrebenden wie etablierten Künstlern, die ihre Werke zu einem erschwinglichen Preis zwischen 20 und 500 britischen Pfund verkaufen. Alle Einnahmen gehen direkt an die AAK. Mit Niederlassungen in immer mehr Quartieren will AAK jungen Menschen eine Möglichkeit bieten, sich selber zu verwirklichen. Insbesondere in Gegenden, wo Kids Gefahr laufen, in Gang-Aktivitäten involviert zu werden. Jeden ersten Donnerstag des Monats veranstaltet die Galerie Ausstellungen für junge Künstler und Leute aus der Branche, um sich kennen zu lernen und mehr über die Anliegen von AAK zu erfahren. Unter den bekannten Künstlern, die bisher Arbeiten für Art Against Knives gespendet haben, sind so prominente Namen wie Tracey Emin, Banksy, Christopher Kane, Dame Vivienne Westwood, Giles Deacon oder Rankin.
Pieminister - Unit 60
Ein englisches Nationalgericht, aber mit dem rohen und coolen Flair des Londoner East End – das bietet Pieminister. Der hausgemachte English Pie ist berühmt und mehrfach ausgezeichnet. Ein butterweicher, flockiger und saftiger Hochgenuss. Stars im Angebot sind das «Chicken of Argon» mit seinem feinen Bio-Poulet, gebratenem Speck, geröstetem Knoblauch und Wermut sowie ein Newcomer namens «Pietanic», der mit seinem Mix aus Lachs, Hering, Pollack und einer cremigen Petersiliensauce vor allem Seafood-Liebhaber anspricht. Aber auch Vegetarier kommen auf ihre Rechnung: Der «Heidi Pie» ist mit leckerem Somerset-Ziegenkäse, Süsskartoffeln, geröstetem Knoblauch, Spinat und roten Zwiebeln gefüllt. Alle Kuchen werden mit Kartoffelstock, Bohnen und Bratensauce serviert und bewegen sich preislich zwischen 4.25 und 7.50 Pfund. Alles selbstverständlich auch zum Mitnehmen. Jeden Donnerstag gibt es wechselnde Events, spezielle Angebote die ganze Woche.













Tracy Kawalik lebt und arbeitet seit sieben Jahren in der Londoner Mode-Szene. Nachdem sie ihre Karriere als professionelle Tänzerin aus gesundheitlichen Gründen beenden musste, fasste sie als Stylistin im Londoner Showbusiness Fuss. Dabei arbeitete die gebürtige Kanadierin für und mit den angesagtesten Designern, Promis und Events in der trendigen britischen Millionenmetropole. Zudem hat sich Tracy in den vergangenen Jahren einen Namen als Freelance-Journalistin und als Bloggerin gemacht. Bis Ende 2012 spürt sie für die Leserinnen und Leser von «London Calling» neue Fashion- und Shopping-Trends sowie schräge Figuren auf.















i was there in december just as it opened – in summer this will be a location 2b@ – cool cafes and restaurants!!! love it… something similar has been done on a much larger scale in christchurch since the earthquake pretty much closed down the inner city center…. also v.cool and innovative! would be good to see much more similar things – also gives non-established shops/brands/idea a chance to prevail.
Pieminister pies werden nicht traditionell mit Bohnen serviert, sondern mit minty mushy peas.