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Der Drogentrip der Homöopathen

Hugo Stamm am Samstag den 12. September 2015
drugs

Im Film «The Master» (2012) ist Freddie Quell (Joaquin Phoenix) einer Sekte mit ihren wilden Orgien und Sitzungen völlig ergeben. Screenshot: «The Master» (Youtube)

Rund um ein entlegenes Tagungszentrum bei Handeloh in der Lüneburger Heide spielten sich vor ein paar Tagen gespenstische Szenen ab. 29 Ärzte, Heilpraktiker und Homöopathen torkelten umher, getrieben von Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Krämpfen, Schmerzen, Atemnot und Herzrasen. Die Zentrumsleiterin alarmierte Polizei und Rettungskräfte. 160 Helfer rasten zum Unfallort, ein zusätzlicher Notarzt wurde mit dem Helikopter eingeflogen. Die Tagungsteilnehmer waren teilweise nicht ansprechbar. Die Rettungskräfte richteten ein Notlazarett ein und verteilten die Patienten auf die umliegenden Spitäler. Zwei Seminarteilnehmer befanden sich kurzfristig in akuter Lebensgefahr.

Die Ermittlungen ergaben, dass alle Tagungsteilnehmer die synthetische Droge 2C-E, ein Amphetamin, das auch unter der Bezeichnung Aquarust bekannt ist, eingenommen hatten. Nun rätselt halb Deutschland, wie sich ausgerechnet Ärzte und Heilpraktiker eine solche Amphetaminvergiftung zuziehen konnten. Die Medien spekulieren, ob ihnen jemand die verbotene Droge in den Tee geschüttet habe.

Es gibt eine plausiblere Erklärung: In den letzten Jahren hat sich im deutschsprachigen Raum eine grosse Szene gebildet, die sich der Psycholyse verschrieben hat, also der Drogentherapie. Ihre Anhänger glauben an esoterische oder spirituelle Heilsvorstellungen und sind überzeugt, dass Drogen die Türöffner ins Unbewusste oder zu einer magischen, übersinnlichen Welt sind. Deshalb gehören vor allem Naturheilpraktiker, Homöopathen und esoterisch verblendete Ärzte und Therapeuten zu dieser Szene.

Die Massenvergiftung von Handeloh passt in eine Reihe ähnlicher Vorfälle, die sich in den letzten Jahren im Rahmen psycholytischer Therapien ereignet haben. Am 19. September 2009 verabreichte der 50-jährige Arzt Garrik R. ­einem Dutzend seiner Klienten bei einer Psycholyse-Therapie Ecstasy. Plötzlich rutschten die Teilnehmer in einen Horrortrip ab. Sie halluzinierten, schrien, verdrehten die Augen, und Speichel lief ihnen aus dem Mund.

Garrik R. geriet in Panik, hatte aber Angst, die Ambulanz zu alarmieren. Als die ersten Klienten ins Koma fielen, löste er Alarm aus. Für einen 28-jährigen und einen 59-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer Teilnehmer fiel zwei Wochen lang in ein Koma. Der Arzt hatte die Drogenrationen falsch dosiert. Garrik R. wurde zu 4 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Er war Schüler des Schweizer Psychiaters Samuel Widmer, der seit rund drei Jahrzehnten mit Drogen experimentiert. Widmer baute in Lüsslingen SO die Kirschblüten-Gemeinschaft mit rund 200 Anhängern auf, die sektenhafte Aspekte aufweist. Seine Anhängerschaft umfasst schätzungsweise mehrere Tausend Personen. Schon rund 2500 Klienten haben an den Drogensitzungen teilgenommen. Viele von ihnen hat er zu Psycholyse-Therapeuten ausgebildet. Etliche führen nun selbstständig die verbotenen Drogentherapien durch.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 13. März 2009 in Widmers Zentrum in Lüsslingen selbst. Bei einer Psycholyse-Ausbildung mit rund 60 Teilnehmern lief die Sitzung aus dem Ruder. Mehrere Personen zeigten Vergiftungserscheinungen und erlebten einen Horrortrip. Ein paar Teilnehmer wurden mit Valiumspritzen behandelt, wie Aussteiger berichten. Als Co-Therapeut amtete der Berliner Arzt Garrik R.

Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich auch bei einer Drogensitzung in Zürich, die die Ärztin F. M. und ihr Ehemann, ein bekannter Wirtschaftsanwalt, leiteten. Als bei der Polizei eine Strafanzeige einging, setzte diese das Paar im Dezember 2009 in Untersuchungshaft. Die Ärztin hatte jahrelang viele Psycholyse-Sitzungen mit Ecstasy und LSD durchgeführt.  F. M. wurde zu einer 16-monatigen bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Auch sie war Schülerin des Psychiaters Samuel Widmer.

Nicht genug: Am 27. April 2014 nahm S. B. in Begleitung einer Freundin eine Substanz ein, wie sie es von ihren jahrelangen Psycholyse-Therapien und der Therapeutenausbildung bei Widmer gewohnt war. Sie bekam unerträgliche Kopfschmerzen und fiel in einen komatösen Zustand. Ihre Begleiterin suchte telefonisch Rat bei einer Therapeutin von Widmer, die auf Migräne tippte. Als sich der Zustand nicht verbesserte, rief die Freundin nach 50 Stunden den Notarzt. Im Spital diagnostizierten die Ärzte einen schweren Hirnschlag und zwei grosse Hirnblutungen, die von den Subs­tanzen ausgelöst worden waren.

Im vergangenen März führte die Solothurner Staatsanwaltschaft eine Razzia bei Widmer durch und eröffnete ein Strafverfahren gegen ihn und drei seiner Helfer, weil sie mutmasslich gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen haben. Ausserdem durchsuchte die Polizei am 29. August erneut die Räume von Widmer. Will die deutsche Polizei rasch verstehen, was sich im Tagungszentrum von Handeloh abgespielt hat, müsste sie sich wohl mit der Solothurner Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen.​

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433 Kommentare zu “Der Drogentrip der Homöopathen”

  1. Champagnerriege sagt:

    hallo RM
    mehr ist mehr
    wie Sie auch sehen: Solidarisierungen wechseln im Blog als auch in den geostrategischen Politiken stündlich…

    da ich als “Rudel-Künstlerin” (immerhin ausgebildet, weniger ausübende) in erster Linie FREI bleibe 🙂 weder parteipolitische Bündnisse (auch wenn hm zwecks Sinnstiftung rät, in der Kommunalpolkitik “Velo”?-Wege zu erneuern…) noch sonstige eingehe und dafür SCHATTENwachstum und EINSAMKEIT in Kauf nehme (ist nebenbei eine Übung fürs Alter) , rate ich Ihnen nicht, dass “weniger mehr sei”…Was für eine billige Intervention.
    Unter den “Neutralen” ist Olive eine Diplomatin und sie verdirbt es sich natürlich nicht mit dem Heimvorteil-Assimilierten-Frauen-Paket a la Alice und 70er-Altvordernjahre. Das nimmt man halt noch zur Kenntnis, weil der Alltag sowieso davon durchdrungen ist. Von mir bekäme O. allerdings hier die Bestnote 🙂 ..sie ist weit weniger kompatibel, als es scheint.,sondern “Ergebnis” von Ausgewogenheit und Erkenntnis, Erfahrung, Lernprozeß (und eben eine große Portion “Herkunft”) Und keinesfalls auf einer der üblichen PLATTformen, entweder-oder, klammernd. Was nichtgleichbedeutendmit “lau”ist…Das wird ja immer in Bekenntnismilieus gefordert.Man MUSS sich entscheiden. “Wer nicht für Jesus ist, ist gegen ihn! “Ein bißchen/Bisschen schwanger geht nicht”, heißt es da.
    Aber ein bißchen Drohung genügt….

    Ich habe von Ihnen erst kürzlich einen beeindruckenden Kommentar hier gelesen! Aber die gewisse “Meinungsdiktat-Elite” (eher gern selbsternannt) basht, mobbt ungehemmt und torpediert auch Sie! Derer Rausgemobbte und “Zurechtgewiesene” gab es schon viele hier. Ich könnte sie aufzählen. Man bräuchte schon zwei Hände! (Bei mir ist es egal -“non grata, Ruf ruiniert, diese Dütsche”…-, wie auch , woher denn nun Krebs käme…ich ließe mehrere Erklärungen zu. Ich bin hier schlicht nicht gewünscht im Blog. Aber ich kann diese Phase gut aushalten…was keineswegs heißen soll, dass ich mich ewig einniste…vielleicht werde ich ja rausgeklagt. Ich finde gewisse Überzeugungen und Praktiken anderer inzwischen *lebensbedrohlich*! ja, GEGEN DAS LEBEN! , die ich nicht mehr unwidersprochen stehen lassen kann. Wohl deshalb “halte” ich mich. Etwa, dass ich als Frau oder Mensch nicht *ambivalent* in meinen “Ideologien” sein kann, sondern auf einer Seite stehen müßte! Dabei geht es immer um die Menge…Mitte, Gleichgewicht )
    Dabei frage ich mich öfter, was denn diese Meinungselite so beiträgt? An lebensrelevanten Eingaben…? An Schöpfungserhalt? Jene Fragen zum Talmud (Rabbi) und dass Dreijährige zur Heirat (vor die Wölfe) geworfen werden, können es kaum sein….?

    Anfangs verwendete ich einmal das Wort “authentisch” und wurde herzig verspottet!….Hingegen bin ich weder der Emotional-noch Wuttyp, den Sie mir anhägen. (Ein Goethe warhaltbeides: Buchhalter UND Freigeist)
    Was ich gänzlich unmöglich und perfide finde, ist eine linke Tour unerer gemeinsamen “Freundin” (= wiedergeborene
    Christin) , die Kapital aus Ihren persönlichen Mitteilungen schlägt, insofern, dass sie das gleichkommend mit einer Niederlage brandmarkt.
    Sie ist halt selbst ein entperönlichtes Wesen! 🙁
    _______________________________________
    Und mit solchen wollte ich es auch nicht zu tun kriegen! Und: sie stempelt zu “Rassisten”, ohne zu merken,wie sie selber “wählt”, selektiv bewertet/VER-urteilt, richtet und ausgrenzt. UndbesonderseineCharaktereigenschaft (Untugend) deutlich wird.

    Wer in London (inner) lebt, hat momentan den höchsten Lebensstandard inne. Es hieß gerade in der Presse, wer in Zürich lebt, benötige nur 11 Minuten Arbeit für einen Burger. In “verdienenden” Teilen Afrikas weit über drei Stunden. Ich kann mir vortellen, wer in Zürich alimentiert wird, erfährt immerhin einen respektablen Standard! Und schon vondaher sind auch unsere “Zonen” CH und D nicht unbedingt vergleichbar!

    Was nun zunehmend hineinspielt, ist der gesellschaftliche Pfründekampf. (Olive könnte der neueste Willy-Wimmer-Artikel interessieren) Die Vokabel “Champagnerriege” -auf Juncker& Co gemünzt, stammt daher.

    Da ich für mich seit längerem eine “Endspurt-Lösung” suche, treffe ich in Wohnprojekteforen zwangsläufig auf die nächste Zielmarke, nämlich 70. Das betrifft Sie wohl noch lange nicht, denn Sie stehen noch “im Leben”! Ich kann nur von der FRONT (“Deadline”) berichten: Die Menschen haben auch im Alter ihre Allüren nicht abgelegt. Sind selten g e l ä u t e r t, sondern äusserst EITEL, DÜNKELHAFT, auch wenn sie noch so viel auf die Schnauze bekommen haben! Man ist weder verbindlich, noch zuverlässig. Schon gar nicht altersmilde, sondern um so verschrobener. Man schöpft krähenmäßig aus einem großen Pool, muß sich nicht engagieren, ins Zeug legen…wartet auf die Gelegenheit und den großen Wurf……Ja. Auch das ist unsere (Alten)Gesellschaft! Daher: ein Ausnahme-Tip, sich selbst einzustufen, welchem Muster man folgt (deduktiv/induktiv) ist das Buch: Odysseus und Oidipus. Wege und Umwege der Sele. Ingeborg Clarus.
    Dabei belass ich es aber auch schon mit meinen “Ratschlägen”.

    Zurück zur Champagnerriege:
    Im SCHATTEN der Asylkrise zündet dienächste Stufe der Eurorettung….Ab jetzt geht es um unsere Spareinlagen. Der Präsident Juncker der EU-Kommission hat angekündigt , noch „vor Jahresende“ einen Vorschlag „für eine gemeinsame EU-weite Einlagensicherung“ vorzulegen.
    Herr Juncker will die von Banken und Sparern in Deutschland angesparten Milliarden-Beträge des deutschen Einlagensicherungsfonds in der EU verteilen.
    Es ist also vieles unbemerkt im Busch.

    Darüber hinaus lohnt es täglich in den nachdenkseiten.de zu stöbern!
    aber auch das ist lesenswert:
    h ttp://www.zeit.de/kultur/2015-09/fluechtlinge-seyla-benhabiba
    und dies
    h ttp://www.idea.de/spektrum/detail/die-bibel-und-die-auslaender-92125.html
    und immer auch die Kommentare
    insbesondere jenen großen auf den von Solange eingestellten Artikel!

    zum Schluß die Merkelfrage: ist dieses noch “mein” Land? Wenn nicht, wessen? “Gute Frage”, Olive?
    (ohne Fehlerkontrolle)

    Vielen Dank fürs Löschen!

  2. Solange sagt:

    @Olive

    Natürlich hat Huesken in manchen Punkten recht. Aber den islamischen Extremismus nur mit sozialen Ursachen zu erklären, scheint mir genau so falsch, wie wenn man die Ursache für diesen Extremismus ausschliesslich in den massgebenden Schriften des Islams sieht und sämtliche gesellschaftlichen Umstände negiert. Von einem Experten erwarte ich eine tiefere Analyse.

  3. @ Olive sagt:

    cc Schwesterlichkeit in D

    es sind alles schöne Versuche:- )

    h ttps://www.nuernberg.de/internet/frauen/frauen_in_der_einen_welt.html

  4. Champagnerriege sagt:

    der hing noch
    h ttp://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/joerg-baberowski-ueber-ungesteuerte-einwanderung-13800909.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  5. ff sagt:

    derartige Anfragen, stünden sie nicht in der faz (oder hätte gar ich sie gestellt) galten hier als “rassistisch”, fremdenfeindlich…

  6. olive sagt:

    @Champagnerriege

    faz

    Wenn Deutschland ein Einwanderungsland sein will, dann soll es sich auch so aufführen!Stattdessen gibt es seine nationale Souveränität auf und überlässt es illegalen Einwanderern, darüber zu entscheiden, wer kommen und wer bleiben darf. Solch ein Verzicht auf Steuerung wird den sozialen Frieden gefährden.

    Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die von den Errungenschaften der Aufklärung nicht abrückt, die religiösen Fanatikern Einhalt gebietet, die Einwanderern klarmacht, dass wir diese Grundsätze nicht aufgeben und sie auch verteidigen. Das wird nur gelingen, wenn wir uns unsere Einwanderer aussuchen dürfen. Und ich wünsche mir, in meinem Land offen sagen zu dürfen, was ich denke, ohne von ahnungslosen Fernsehpredigern und überforderten Politikern darüber belehrt zu werden, was moralisch geboten ist und was nicht.

    Sehr gut, was Baberowski hier schreibt.

  7. andersen sagt:

    @Rolf Müller

    Rechtspopulistische Strömungen wissen genau, wie sie die Ängste von der Bevölkerung auffangen kann.
    Und sie hat ein simple Politik:
    Ausländer raus und somit gibt es kein Arbeitslosigkeit mehr.
    Aber, ohne Ausländer gibt es aber kein Schweiz oder Europa.
    Sie sind alle auf Fachkräfte angewiesen.
    Und wenn jemand die Renten einzahlen und somit das Land Betonieren, dagegen haben sie aber nicht.

    Ein Syrier glaubt, wenn er Deutschland und Schweden erreicht haben, fällt die Sternen von der Himmel runter.

    Somit einfach, wie sie es sich vorstellen, ist es aber nicht.
    Erst wird ein Asylverfahren eröffnet, die Menschen sind oft so traumatisiert, psychisch unstabil, sie kennt der Sprache und die Gesetze nicht und Europa ist für sie ein Kulturshock, weil es gibt kein hier sturmfreie Bude und der Faustrecht gilt nicht.
    Dann kommt noch dazu, dass sie die ganze Gedankengebäude um Allah errichtet haben, die Vorstellung von einen furchteinflössenden Gott wurzelt.
    Die Vorstellung von einen Allah, die nicht richtet und der keinen Grund zur Bestrafung hat, wäre für sie zu grossartig und das würde den Zusammenbruch von der Islam bedeuten.
    Und es scheint das sie den Willen nicht aufbringen kann, irgend etwas zu ändern.
    Denn sie haben die harte Tour gelernt und es wurde sie beigebracht in Angst und Furcht zu leben.

  8. Rolf Müller sagt:

    @ Champagnerriege
    Vielen Dank für diesen Text! Das müssen wir mit einem Glas Champagner feiern! Und dann vielleicht mit noch einem Gläschen…
    Ja, mehr ist mehr!
    So einfach ist das.
    Hört doch auf mit der ewigen “Orwell’schen Totalverwirrung” mit “der Weg ist das Ziel”, oder “seelig sind die Armen, denn ihnen gehört das Himmelreich” und so weiter!
    Mehr ist mehr!
    Jetzt bin ich motiviert, noch mehr zu schreiben!
    Der Blog beginnt mir richtig Spass zu machen.
    Da freust Du Dich doch auch, Bamberger, oder etwa nicht?

  9. Rolf Müller sagt:

    @ andersen
    Ja mit dem Islam ist es wohl so, wie bei jeder Religion:
    Da wird dem “Trocknnasen-Affen” ein erzieherisches Konstrukt aufgeschwatzt (als Anleitung Gottes), eingebläut durch Zwang und so “mit Zuckerbrot und Peitsche” ins Hirn eingepflanzt, das auch als “Kulturleistung” bzw. mit der Tradition und Kultur einer Gegend eng verflochten ist.
    Das Denken, wie es uns durch das Grosshirn ermöglicht wird, ist letztlich auch natürlich, kann sich aber gleichzeitig gegen die Natürlichkeit richten, indem es mittels Ideologie das natürliche Verhalten kontrolliert, oder gar ausschaltet.
    So kann es geschehen, dass im Gefängnis eingesperrte, Palästinensische Terroristen sich rührend um Mitgefangene und um ihre im Gefängnis geborenen Kinder kümmern und die gleichen Menschen mit der grössten Selbstverständlichkeit und Ueberzeugung sagen, dass man Israelische Juden bekämpfen, töten und aus dem Land jagen müsse.
    Die Ideologie vom “lieben Gott” (in diesem Fall die Palästinenser) und vom bösen Satan (in diesem Fall die Israelis) steigert das natürliche Mitgefühl gegenüber den von der Ideologie als “Eigene Leute” definierten Menschen und lenkt natürliche Regungen der Wut und des Zorns auf die als “Fremde” definierten Menschen.
    So ergibt sich mittels von Gedanken eine Aufspaltung des natürlichen Verhaltens.
    Diese Aufspaltung lässt sich aber auch mittels von Gedanken rückgängig machen, indem wir das GEMEINSAME aller Menschen, ja aller Lebewesen betonen. Indem wir die Ideologie der Spaltung aufheben, können wir wieder Mitgefühl gegenüber jedem Lebewesen empfinden.
    Das Grosshirn integriert sich dadurch wieder in den menschlichen Körper und wird vom Fluch zum Segen.
    Wie wichtig Gedanken sein können zeigt sich daran, wie wir “Gott” denken:
    Wenn wir uns “Gott” als “Vater”, oder “Mutter” vorstellen, “verkindlichen” wir uns und stellen uns AUSSERHALB des “Göttlichen”.
    Eine simple Vorstellung genügt also, um uns aus dem Paradies zu katapultieren!
    Denken wir uns aber als Zellen des Organismus “Blauer Planet” und diesen wiederum als Zelle des Universums, bleiben wir ein Teil des “Göttlichen” und leben bereits im Paradies, wie es besser nicht sein könnten.
    Den Unterschied im Erleben machen die Gedanken!
    Was für ein Wunder…Das ist Magie…angewandte Zauberei.

  10. andersen sagt:

    Ja, es sind vielmals merkwürdige Metapher(Gleichnisse) aufgestellt, eben wegen die Vorstellungen des Menschen.
    Aber, das hinter über dar After ein Affenschwanz beim Bamberger noch wachsen wird, dass werde er selbst nicht erleben.

  11. @ Redakton sagt:

    in dem Falle würde ich Sie bitten, in jenem Link-Text , FAZ, eine “Korrektur” vorzunehmen (bezog sic hja auf den Kontext der anderen Beiträge) oder ich sende noch mal neu 🙂

  12. Champagnerriege sagt:

    h ttp://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/joerg-baberowski-ueber-ungesteuerte-einwanderung-13800909.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  13. Pizpot Gargravarr sagt:

    @P

    Sie offenbaren Ihren wahren Impuls:

    Im Schreiben an BS ueber Pizpot:
    “Lesen Sie einfach weg, das tut ihm sowas von weh, da er sich doch als Blog-Matador resp. Star vorkommt, dabei nicht einmal ein Abbild eines Stars > Singvogel ist.”

    Was Sie nicht alles wissen und wollen…..es spricht Baende – sehe/sah mich nie als Matador oder aehnlich, darueberhinaus schreiben Sie ja selbst von Ihrer Motivation: “es tut ihm sowas von weh”….
    :roll:

  14. olive sagt:

    Berichterstatter als Stimmungsmacher

    Eine kritische Stimme der Presse gegenüber, die wohl niemand negieren kann

    http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/berichterstatter-als-stimmungsmacher-1.18615593

  15. Klara Brunner sagt:

    @ olive

    Wir werden wohl schon sehr bald zur Genüge die Möglichkeit haben unsere Fähigkeit das umsetzen zu können unter Beweis zu stellen. Tausende Flüchtlinge seien nun aus Ungarn in Richtung Östererich gefahren. Die werden sich in einem europäischen Land niederlassen wollen resp. dort um Asyl ersuchen.
    So wie ich das verstehe sind es wesentlich mehr Menschen die gen’ Europa drängen als jeweils in den vergangenen Jahren. Eben eine Flüchtlingsflut. Da braucht es klare und konkrete Vorbereitungen und Massnahmen, nicht schöne Worte.

    Wir werden ja sehen was von all dem Gerede auch umsetzbar ist.

  16. Klara Brunner sagt:

    @ olive

    Diese Einsicht kommt aber eindeutig spät, ev. zu spät. Es kommen nämlich Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Menschen die wohl u.A. traumatisiert sind. Die Plattheiten die zu diesem Thema zum Besten gegeben werden sind für mich unerträglich. Irgendwo habe sich ein schweizerischer Politiker solcher Art geäussert, dass man halt einfach Integrationsmassnahmen durchsetzen müsse und unsere eigene Kultur mit einem gewissen NAchdruck stützen. Hilfe ja, unter der Bedingung, dass sich ganz sicher keine Parallelgesellschaften bilden. In welchen Sphären schwebt diese Person wohl. Das sind Asylanträger die da kommen, die auch die Schweiz aus humanitären Gründen nicht einfach abweisen kann. Mal sehn, was die Euphorie daraus bastelt, wenns ernst wird.

  17. Rolf Müller sagt:

    @ olive
    Das passt sehr gut in mein Bild, das ich von Ihnen bekommen habe, dass Sie diesen NZZ-Text empfehlen.
    Arrogant und überheblich wird der neue “emotionalisierte Journalismus” kritisiert und diesem der furztrockene, eiskalte und elitäre Schreibstil der NZZ entgegen gestellt.
    Was für ein Vorbild…
    Dass ich nicht lache! Genau so etwas will ich als Leser zum Beispiel ganz und gar nicht!
    Ich will die Menschen sehen (ja, auch und erst recht zusammen mit ihren Kindern!) und nicht Zahlen und charakterlose Technokraten und Paragraphenreiter (am Sechseläuten hoch zu Ross den Bögg umkreisend und nachher zum zünftigen Saufgelage abtretend)!
    Die NZZ wird etnweder vom Blocher’schen Medien-Imperium übernommen, oder sich zu einem elitären Blatt des sich neu formierenden und auch wieder unheimlich erfolgreichen “Freisinnigen Filzes” weiter entwickeln.
    Eigentlich war sie das immer schon. Beide Zukunftsperspektiven wirken auf einen Aussenstehenden wie mich weder verlockend noch erfreulich. Mich kratzt das allerdings nicht, da ich mit dem “Tagi” mehr als zufrieden bin.

  18. Gerda Meier-Müller sagt:

    Totale Abkehr
    ___________

    Sicher würde das Faß irgendwann überlaufen
    Ich habs nun versprochen: mich fern zu halten!

    Aber die Reizworte “Mensch” oder ” Menschlichkeit” in den Mittelpunkt zu stellen und dann ein Korsett und eine Ab-Leitung von einer Zeitung zu propagieren , ist doch ein Hohn!
    Momentan schreiben sie doch eh alle voneinander ab :- )…so la….wer brachte das Sommermärchehn zuerst?….
    h ttp://www.zeit.de/2015/36/deutschland-fluechtlinge-gastfreundschaft

    Eine Zeitung für eine LEIT-Linie? im Leben? Fürs Leben?
    Mit diesen , Pardon, Gerippen dahinter, die wie aus der MASKE kommen? Uniformiert? Mit “linken” Einheitsgesichtern der letzten Jahrzehnte mit dem “leidenschaftlichen”, wohl eher leidenden Ausdruck der politischen Korrektheit? Mir stechen bsonders die Damen ins Auge…alle vom selben Stylisten gegelt, vom selben Dressmaker bestrickt……sehen sie aus, wie kurz vorm Shooting…..Wie die Amylase-Backwaren genormt von Nord bis Süd….
    Einem Herausgeberclub dienend? Der wiederum seinen Einladern dient, damit man mit der uniformierten Gattin über den Teich fliegen darf? So läuft das doch wohl vielerorts…? So LIEF es!

    Da lob ich mir —->Schreibfreiheit (en) …at,de,eu….oder UNZENSURIERT.at

    Und, Herr Rolf Müller, (es müllert mittlerweile hier ja heftig) WIE BILDER ENTSTEHEN:
    —->Prof. Dr. Hans Schieser (11:22:22) : “Was zuerst kommt” bei Schreibfreiheit

    Der Blog als Entwicklungshelfer der eigenen Persönlichkeit 🙂 ?
    Es geht nicht um Bewunderung oder Bestnoten…aber vielen geht es NUR und ausschließlich auch noch nach Jahren darum. Stimmt! lach…ich bin (manchmal) “originell” (original) und “kreativ”. Eigenschaften, die woanders besser aufgehoben sind. …aber das wars auch schon…und ob nun mein Fahrrad umfällt…
    wenn es um überhaupt etwas gehen kann, dann doch um Informationen und auch Erfahrungen. Aber auch das scheint im wahren Leben besser zu gehen.
    Informationen wurden beschnitten
    Starke “Lobbyisten” also auch hier?
    Die *Information* in diesem Zusammenhang z.B. ist: wie eine Schulmedizinerin von ihrer Zunft abgeschworen hat: Das wahre Gesicht der Anti-Babypille
    h ttp://schreibfreiheit.eu/2010/05/21/das-wahre-gesicht-der-anti-baby-pille/
    Mit Verlaub: solche Informationen finde ich wichtig! FAZIT: Ein PRO für die NATUR!

    So auch die Storys zur EU…
    Dennoch: ich übernehme nichts 100 pro

    Nein, dies hier war nicht meine HEIMAT! Vielleicht wars ein “Zwang”….aber auch kein Notbehelf
    Sollen sie sich was vorgaukeln in ihrer “Menschlichkeit”..Meine “Heimat” suche ich weiterhin 🙂 Schon mal gut zu erkennen,wo sie NICHT SEIN KANN!

    Das letzte Wort gestatten Sie mir doch, Herr Leader? Die letzte Löschung ist gewiß! So dann…..kurz aufgeblitzt

    Der gute (deutsche) Mensch ist nicht dumm

  19. Rolf Müller sagt:

    @ Gerda Meier-Müller
    Sie schimpfen mit vielen Grossbuchstaben gegen diejenigen, die ihnen nicht ins Konzept passen.
    Dabei sind derade SIE genau gleich!
    Sie wollen nur die Art von Originalität, die Ihrer eigenen gleicht!
    Alles andere grenzen Sie aus und diffamieren Sie mit schlagwortartigen Parolen.
    Lernen Sie doch mal sich selbst kennen und hören Sie auf “Stimmen von aussen”, wie auf mich!
    Kennen Sie den “Tages Anzeiger” denn überhaupt?
    Wissen Sie, dass gestern ein ausführliches Interview mit dem Ungarischen Präsidenten Viktor Orban erschienen ist?

  20. Gerda Meier-Müller sagt:

    ichstelle genau so die Systemfrage…ob es wohl endlich an die Großtrommelbauchträger geht? Oder nur an die schon Obdachlosen (auf der anderen Seite?)
    h ttp://www.zeit.de/2015/36/fluechtlinge-migration-kapitalismus-rassismus

  21. Rolf Müller sagt:

    @ Gerda Meier-Müller
    Das Müllert ja wirklich gewaltig! Aber vergessen wir die Meiers nicht…
    Mit diesem als link empfohlenen Text bin ich völlig einverstanden!
    Die Frage stellt sich einfach, ob es klug wäre, einen Prozess abkürzen zu wollen, der so oder so früher, oder später stattfinden muss.
    Die Erfahrungen mit “Revolutionen” sind doch die, dass in den chaotischen Zuständen kurz nach dem revolutionären “Umpflügen der gesellschaftlichen Verhältnisse” genau jene Kräfte die Oberhand gewinnen, die wir zur erfolgreichen Durchführung der Revolution unbedingt verhindern und vermeiden müssten.
    Machtmenschen und Profiteuere sehen in Zeiten des Umbruchs ihre Chance gekommen, sich mit militärischer Disziplin und skrupellosem Durchsetzungswillen an die Macht zu putschen!
    Das sind Vorgänge, die Varoufakis und Lafontaine masslos unterschätzen, wenn sie glauben, sie könnten jetzt einfach die Drachme in Griechenland wieder einführen und mit einer Bankrotterklärung die Griechischen Schulden streichen, weil die Gläubiger diese abschreiben müssen.
    Ohne zukünftige Geldgeber geht aber rein gar nichts mehr!
    Und wenn dann das Chaos Ueberhand nimmt, sehen Ordnungsliebende Kräfte wie das Militär und die “Goldene Morgenröte” (das griechische Pendant zum “Sünneli”?) die Zeit gekommen, eine faschistische Junta zu errichten, wie sie in Griechenland vor gar nicht so langer Zeit noch existiert hat und wie sie in Aegypten nach den chaotischen Zuständen im Verlaufe des “Arabischen Frühlings” wieder installiert wurde.
    Wegen diesen riskanten Unwägbarkeiten eines radikalen Systemwechsels bin ich für einen reformistischen, geduldigen “Weg der kleinen Schritte”, der aber als Orientierung ein klares Ziel vor Augen haben muss, nämlich allen Menschen eine Grundversorgung zu sichern und die Fruchtbarkeit unseres Planeten wieder herzustellen. Eben nicht “der Weg ist das Ziel”, sondern: “Der Weg ist der Weg und das Ziel ist das Ziel.”
    Wie “Bio” im Bioladen in Garagen mit der Gratisarbeit von wenigen “Birkenstock-IdealistInnen” angefangen hat und heute fester Bestandteil des Sortiments in den Grossverteilern geworden ist, bis in Zukunft ganze Länder mit bergiger Topographie sich für “Qualität statt Quantität” als Markenlabel mit Wettbewerbsvorteil entscheiden, werden auch weltweit geltende “soziale und ökologische Standards” die Wirtschaft wieder vermehrt in den Dienst der Menschen stellen, anstatt sie wie bisher vor allem in den Dienst einer von räuberischer Gier und Geltungssucht beherrschten Schicht von wenigen Reichen und Superreichen zu stellen.
    Leider erleben wir jetzt in den immer akuter werdenden Krisen des Globalen Zusammenwirkens der Kräfte einen “reaktionären backlash”, einen zunehmenden Kampf zwischen Menschen, Ländern und Imperien um sich verknappende Arbeitsplätze und Ressourcen.
    Gleichzeitig verdeutlichen uns diese dramatischen Zuspitzungen der Verhältnisse auch, dass unsere Maschinerie daran ist, die Menschheit einmal mehr und vielleicht sogar endgültig “gegen die Wand” zu fahren.
    So wurde bei der Englischen “labor party” unerwartet ein “linker Linker” zum Parteipräsidenten gewählt, gegen den fast geschlossenen Widerstand des Partei-Establishments!
    Und in Amerika reiben sich die Republikaner die Augen, was Obama mit seinen Leuten alles gelingt, obwohl sie doch eine Sperr-Majorität haben!
    Also, es ist noch nicht aller Tage Abend, und wir werden noch einiges an Ueberraschungen erleben, das ist so sicher wie das Amen in der Katholischen Kirche.
    Eine weitere unerwartete und umso freudigere Ueberraschung für mich ist, wie “die Deutschen” und allen voran Angela Merkel, ihre Menschlichkeit gezeigt haben!
    Damit hat Deutschland sehr viel wieder gut gemacht vom angerichteten Schaden des 2.Weltkriegs.
    Das ist für mich das sympatische, “wunderschöne” Deutschland!
    Vieles davon ist wohl auch wieder Kalkül, aber daran möchte ich im Moment gar nicht denken.
    Ich möchte mich freuen und vor Freude weinen, wie damals, als die im DDR-Gefängnis eingesperrten Ostdeutschen den eisernen Vorhang durchbrachen!

  22. andersen sagt:

    @Rolf Müller

    Wer die ungarische Geschichte kennt, kann auch verstehen, warum, die Ungar so reagieren.
    Viele hat immer noch Angst.
    200 Jahre hat der osmanische Reich die Ungare völlig unterdrückt, es war die ungarische Frauen, die sie in Eger(Ungarn) vertrieben hat.
    Der Aufstand in Ungarn 1956 führte dazu, dass die Kommunisten die Menschen in der Laterne in Budapest aufgehängt hat und viele Russen verschleppte die Ungare(Mein Schwiegervater war in der Gefangenschaft, konnte aber fliehen), und es war die Ungare, die der Vorhang zu Westen aufgemacht haben.
    Ungarn ist in der EU gut aufgehoben und sie können der Europa mitgestalten, es ist nur ein Frage der Zeit, dass selbst der extreme rechte Orban die Einsicht gewinnen wird, dass auch ein “Vogel” ein Rechte und ein Linke Flügel braucht, selbst die Mitte ,um zu frei Fliegen zu können.

  23. Rolf Müller sagt:

    @ andersen
    Ich gebe gleich noch “einen drauf”:
    Es ist nicht nur so, dass wir “von Gott gewollt” sind, sondern wir sind “Teil von Gott”!
    Gott umfasst alles, vom kleinsten “Quark” bis zum gigantischen “Univerum” und zum Kosmos der Kosmen.
    Gott beinhaltet auch die “Schwarzen Löcher” im Weltall und die Todeskräfte, die uns zersetzen und zurück führen an den Anfang des “ewigen” (so lange die Sonne brennt) Kreislaufs.
    Gott umfasst das (Be-)Greifbare wie auch das (noch, oder nie) (Be-)Greifbare.
    Es gibt keinen “Anti-Gott”! Es gibt nur ein “Gott” (Gesamtheit, Vollkommenheit).
    Die Nörgeler und “vernünftigen” Verstandes-AnbeterInnen dürfen gerne kommen und sagen, was ich da behaupten täte, sei wissenschaftlich (noch) nicht bewiesen.
    Mir doch egal!
    Mir gefällt meine Vorstellung, die nicht zufällig entstanden ist, sondern aufgrund von Erfahrungen und Ueberlegungen.
    Daran GLAUBE ich, und dabei fühle ich mich auch wohl.

  24. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Rolf Müller, 20. September 2015 um 10:40

    Da haben Sies wieder mal erreicht: Rolf Mueller for President! Aber nur fuer heute….
    😉

  25. Rolf Müller sagt:

    @ Pizpot
    Danke, danke!
    Ich will auch nicht Präsident werden, sondern Guru.

  26. Steinlaus sagt:

    @ Rolf Müller

    Die Lebendigkeit und Authentizität Ihres Beitrages um 10:40 Uhr ist einfach umwerfend – vielen Dank dafür! Damit schliesse ich mich Pizpot Gargravarrs 11:07 an. Und ihr 13:00 lässt mich lauthals lachen (und das ist selten – meist bleibt es bei einem Lächeln)…

  27. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 19.09.2015 um 00.04

    .

    Vertrauen?
    .

    Dem Bier, Wein oder gar dem Gras vertrauen,
    da sollte man deren Wirkungen nur beschauen.

    Trink, sagt des Bieres und Weines heiter Geber,
    stopp, ruft hingegen verzweifelt die arme Leber.

    Raucht man vom Grase, so kann man später,
    mit seinem Körper levitieren durch den Äther.

    Durchschaut man Sprit und Spirit, diese Geister,
    erblickt man Gevatter Tod, den finiten Meister.

    Beantwortet sei die Frage nach dem Vertrauen,
    tut man auf sein logisch Verstand nur bauen.

  28. Steinlaus sagt:

    @ Alienus
    @ Pasoinaria

    Vertrauen

    Vertrauen ist auch ein Sache der Zeit,
    Verstand allein reicht da nicht allzu weit.

    Man muss die Dinge praktisch erfahren,
    sie müssen wirken, sie müssen garen.

    Es gilt, das Leben auszukosten,
    sonst ist man auf verlor’nem Posten.

    Aber Vorsicht: Ohne Gleichgewicht
    funktioniert es leider eben nicht.

    Ein ausgewogenes Zusammenspiel
    führt den Menschen am ehesten zum Ziel.

    So darf man beim Ausprobieren
    den Verstand nicht einfach verlieren.

    Bei Hirn- und masslosem Konsumieren
    würden wir bald nicht mehr funktionieren.

    Gienge es einzig ums Vermeiden
    lernten wir nicht unterscheiden.

    In manchen Fettnapf werden wir treten –
    das müssen wir erleben, da hilft kein Beten.

    Ein starkes Vertrauen ins Sein, ins Leben
    muss wachsen, ist uns nicht einfach gegeben.

    Auf Verstand und auf Erfahrung bauen,
    das Schlechte meiden, dem Guten trauen.

    So kann es wachsen, dieses Vertrauen,
    eines, auf das wir letztlich können bauen.

  29. Alienus sagt:

    @Steinlaus vom 21.09.2015 um 11.20
    .

    Vertrauen!
    .

    Oh Steinlaus, reimend werter Petrophaga,
    dichten Sie nun mit bei dieser lustig Saga?

    Manch Vertrauen sei wie beim Glückesspiel,
    drum Vorsicht, Leser, riskiere nicht allzu viel.

    Wie sagte es schon ein Kapitalistenfresser:
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist jedoch besser!

  30. Steinlaus sagt:

    @ Alienus

    Mit Verlaub, da war ein “R” zuviel
    in Ihrem werten Reimespiel!

    Hinter dem Alias der Laus
    ist eine reimend Frau zuhaus.

    Viele Ihrer hier hinterlegten Sachen
    brachten die Laus im Stillen zum Lachen.

    Aber keine Sorge, werter Alienus,
    ich sehe schon: Sie sind ein Pfiffikus!

    Selbstverständlich im guten Sinn –
    Ihr Schreibe ist oft ein Gewinn!

    Nun zurück zum Ernst des Lebens –
    oft bemühen wir uns vergebens.

    Vor lauter Suche nach der Mitte
    stocken plötzlich uns’re Schritte.

    Und immer wieder diese Qual,
    frei zu sein in uns’rer Wahl.

    Jede Entscheidung ist sowieso
    im Grunde immer ein Risiko:

    Diese Flut an Möglichkeiten!
    All des Lebens Niedrigkeiten!

    Das nun ist die Lebenskunst:
    Vertrauen in des Schicksals Gunst!

  31. Alienus sagt:

    @Steinlaus vom 21.09.2015 um 13.13
    .

    Au Backe
    .

    Ach was, ob Regina oder Rex,
    herrschen tut heut der Unisex.

  32. Steinlaus sagt:

    @ Alienus

    Köstlich, danke! 🙂

  33. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Cc Steinlaus

    Jetzt hat aber Pas. Konkurrenz, und wie, in Form der poetisch unschlagbaren Steinlaus bekommen, was mich natuerlich ausserordentlich freut.
    Vielleicht merkst Du jetzt, Alienus, warum ich diese Petrophaga graciosa herzlich willkommen hiess!
    Folglich hast Du nun einen poetischen und einen ‘schuettelnden’ Gegenpart’, was willst Du noch mehr? Gar nicht mal uebel fuer einen > Fremdling….!

    Auf’s aliensische Vertrauen
    kann man in aller Ruhe bauen

    denn

    Bevor in deinem, ach so kurzen Leben
    fest auf Tequila oder Gras du baust,
    geh mit groesster Vorsicht dem entgegen,
    eh du dich deren volle anvertraust.

    Nicht tief sollst denen du ins Auge schauen
    da hilft nichts, nicht einmal Vertrauen
    bunter die Welt erscheint fuer ‘nen Augenblick
    darauf kehrt umso mehr Ernuechterung zurueck.

    Fazit: bleib nuechtern, von jedem Glauben fern
    der Verstand hat dich doch ganz besonders gern!

    Neues Thema – neues Glueck
    wie haeltst Du’s mit der Seele?
    glaub kaum, Du baust dahin ‘ne Brueck
    sings bitte laut aus Deiner Kehle.

    Haben Kartoffel und das Lichte
    auch ne Seele – komm, berichte.
    Darin bist Du ja der Experte
    fuehr uns auf die richt’ge Faehrte…..

    Dies bitte dann im neuen Blog
    hoffentlich fuer manchen wiederum ein Schock!

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